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Blue Water Highway Band - things we carry [2015]
Neues, hell funkelndes Juwel in den texanischen Red Dirt-/Roots-/Americana-/Countryrock-Gefilden: Die Blue Water Highway Band mit ihrem wundervollen, mit durchweg fantastischen Songs in edlen Melodien bestückten Debütalbum "Things We Carry". Wenn schon ein alter, mit allen Country-Wassern gewaschener Recke wie Multiinstrumentalist und Produzent Lloyd Maines Sätze wie "The Blue Water Highway Band is the best new band that I’ve heard in years. Their vocals are spot on and their writing is smart and thoughtful. They’re very serious and impressive musicians’" von sich zum Besten gibt, kann man mit absoluter Sicherheit davon ausgehen, dass den musikbegeisterten Hörer etwas ganz Besonderes erwartet. Maines ist natürlich auch mit seinem unverwüstlichen und unnachahmlichen Pedal Steel-Spiel auf diesem Werk als Gastmusiker (neben weiteren illustren Leuten wie Cindy Cashdollar, Warren Hood oder John Ginty) mit von der Partie. Die kreativen Köpfe der Band sind Zack Kibodeaux (vocals, acoustic guitar) und Multiinstrumentalist Greg Essington (vocals, guitars, piano, banjo, mandolin, accordion), die den Löwenanteil des Songwritings erledigt haben. Hinzu kommen Catherine Clarke, die mit den typisch texanischen Harmoniegesängen im Stile einer Kacey Musgraves zu gefallen weiß, ein weiterer Alleskönner Zach Landreneau (piano, rhodes, banjo, accordion,, dobro, synth chamberlin) sowie die Rhythmusfraktion, bestehend aus Kyle Smith (bass) und Daniel Dowling (drums, percussion). Produziert hat in einem schön transparenten, unaufdringlichen und ‚organisch‘ gehaltenen Sound, David Butler. Anhand der ganzen aufgeführten Instrumente kann man bereits erkennen, dass viel Wert auf ein überaus variables Musizieren im Americana- und Country-typischen Ambiente gelegt wurde. Das zeigt direkt der hinreissend schöne, von einer traumhaften Melodie geprägte, glasklar in Szene gesetzte Opener "Hard Time Train" mit seinen feinen Mundharmonika-Einlagen und den transparenten Gitarrenklängen. Was für eine tolle Red Dirt-/Americana-/Countryrock-Nummer mit fantastischem Gesang von Zack Kibodeaux. Der Bursche singt wie eine ausdrucksstarke Kombination aus Zac Brown (Zac Brown Band) und Mike Eli (Eli Young Band) mit dem Slang der Braun-Brüder Willy (Reckless Kelly) und Micky (Micky and The Motorcars). Toll hier auch das am Ende einstzende, schnelle, grassig angehauchte Instrumentalfinish, wobei hier vor allem Maines den Bottleneck über sein Paradeinstrument fliegen lässt. Ein weiteres tolles Beispiel ist „Medicine Man“, das mit New Orleansscher Fröhlichkeit vorgetragen wird und dann mittels eingebundener Horn Section mit einer furiosen Dixieland-Bridge noch einen oben drauf setzt. Die wohl radiofreundlichsten Tracks sind das wunderbar melodische, flockig lockere Stück "City Love, City Loose" (gurgelnde Orgel, tolle Harmoniegesänge, klasse Harp-Solo), das viel Southern-Esprit versprühende "How I Broke Your Heart", die beide auch gut in das Repertoire eines Rob Baird passen würden, oder der wunderschöne Titelsong "Things We Carry", der dezent etwas an die einstigen Sons Of The Desert erinnert. Für ganz großartige Momente auf diesem Album sorgen die Texaner zudem mit ein paar herausragenden Balladen, wie zum Beispiel mit dem rootsigen, staubigen "Greytown" (klasse Orgel, tolle Mandolinen-Ergänzungen), dem voller Melancholie schwer seufzenden "My Blue San Antone" (Orgel, Piano, Banjo), dem in Klagemanier gebrachten, folkigen "Voice In Ramah" (live im Studio eingespielt, starkes Mandoline-Solo, klasse Harmonies), oder dem sehr atmosphärisch, in einem klassischen Piano- und Cello-Gewand vorgetragenen, mit fast sakral anmutenden "Ohohoh"-Gesängen umwobenen, ganz feinen "Q To Cortel You", bei denen sich Kibodeaux vor allem als exzellenter Storyteller erweist. Was für ein Talent! Stücke wie das mit einem schöne Gypsy-Flair behaftete "Oh Seraphim!" (klasse Steel, schöne Fiddle), der leicht bluesig stampfende "Working Man"-Song "John Henry" oder das flockige "The Running" (Piano, Orgel, klasse Harmonies von Clarke, prima E-Gitarren-Solo) sorgen immer wieder für viel kontrastreiche Abwechslung. Alles Beschriebene mündet in den glorreichen Abschluss "Highway To Glory", bei dem die Band voller Fröhlichkeit und Intensität noch mal das texanische Countryterrain beackert. Da wünscht man sich im Geiste irgendwo mit den Protagonisten bei einer kühlen Flasche Bier (oder mehreren) zusammen am abendlichen Lagerfeuer mit Blick auf einen Canyon zu sitzen und sich einfach von ihrer stimmungsvollen Musik berauschen zu lassen. Eine großartige Truppe, was für talentierte Jungspunde! Das grandiose Debüt "Things We Carry" der Blue Water Highway Band ist ein Füllhorn mit Stoff für Liebhaber anspruchsvoller Roots-/Country-/Americana-/Red Dirt-Sachen in Richtung von Interpreten wie Rob Baird, der Eli Young Band, den Turnpike Troubadours, Sons Of The Desert, der Josh Abbott Band, Reckless Kelly, Micky and The Motorcars, The Band Of Heathens & Co. Auf den Punkt bringt es die ebenfalls spielerisch sehr versierte Gastmusikern Cindy Cashdollar (Baritone Weissenborn, Lap Steel), die das Treiben der BWHB so zusammenfasst: "Round bounded music, with contemporary drive". Diesem Statement können wir uns nur ehrfurchtsvoll und Kopf nickend anschließen. Ganz sicher einer DER Geheimtipps des Jahres 2015! Tolles Cover Artwork übrigens (mit eingelegtem Textbooklet) wieder mal von den Dodd Sisters (Backstage Design). Eine famose Vorstellung der Blue Water Highway Band! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Hard Time Train - 5:43
2. City Love, City Lose - 4:22
3. Oh Seraphim! - 3:57
4. Greytown - 4:51
5. Medicine Man - 3:48
6. How I Broke Your Heart - 5:00
7. My Blue San Antone - 5:34
8. John Henry - 4:00
9. The Running - 4:36
10. Voice in Ramah - 4:43
11. Q to Cortel You - 3:06
12. Things We Carry - 4:49
13. Highway To Glory - 4:01

Art-Nr.: 8965
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Hard time train
City love, city lose
Oh Seraphim!
Greytown
Medicine man
My blue San Antone
The running
Things we carry

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Bryan, Luke - kill the lights [2015]
Luke Bryan setzt dem Jahr 2015 seinen Stempel auf. Nachdem der erfolgreiche Künstler (und er ist ist mittlerweile einer der erfolgreichsten Musikinterperten der USA, weit über das Countrygenre hinaus) vor kurzem mit einer weiteren saustarken Scheibe aus seiner Springbreak-Kollektion ("Spring Break.. Checkin' Out") aufgewartet hatte, legt er auf Capitol Records nun mit "Kill The Lights", seinem 5. 'offiziellen' Studioalbum, noch einmal nach. Mann, hat der Sonnyboy eine kreative Energie! Labelintern hat er einer Größe wie Keith Urban mittlerweile fast schon den Rang abgelaufen. Auch auf "Kill The Lights" hat Luke wieder einen erheblichen Teil der Tracks mitkomponiert, an seiner Seite natürlich mit das Beste, was Nashvilles Songwritergarde zu bieten hat: Dallas Davidson, Ashley Gorley, Chris DeStefano,, Jon Nile, Russ Copperman, Jay Clementi, Rodney Clawson, Luke Laird, Rhett Akins, Ben Hayslip, nur um einige zu nennen. Selbstredend wurde für ihn auch instrumentell das große Besteck aufgefahren. Sämtliche Positionen zum Teil mehrfach besetzt. Auch hier nur Top-Leute der Szene wie Greg Morrow, Shannon Forrest, Ilya Toshinsky, Jimmy Lee Sloas, Mark Hill, Adam Shoenveld, Kenny Greenberg, JT Corenflos, Michael Rojas, Perry Coleman, Hillary Lindsey und, und, und. Äußerst knackig produziert haben Jeff und Jody Stevens, die sich musikalisch und kompositorisch ebenfalls eingebracht haben und auch diesmal den Spagat geschafft haben, Bryan wieder für die allgemeinen Billboard Charts 'salonfähig' zu halten, ohne dabei komplett die New Country-Klientel aus dem Auge zu verlieren. Ein modernes Werk, das vor Kraft und Energie strotzt, aber auch immer wieder tolle Momente des Einkehrens bietet. Die Debütsingle "Kick Up The Dust", ein Banjo-getriebener lässiger Bro-Countrystampfer hat sämtlichen Staub der Saloontheken weggefegt und sich sofort auf Platz 1 der Charts festgesetzt. Coole Nummer! Das Titelstück wird mit seinem energiegeladenen Refrain vermutlich so manches Leuchtmittel zum Verglühen bringen. Bryan und seine Co-Writer Jody und Jeff Stevens überraschen hier, man glaubt kaum, das so was möglich ist, mit einem "Billy Jean"-verdächtigen Grund-Rhythmus. Auch ein potentieller Hit. Bryan hat seine ganz starken Momente auf diesem Werk, wenn er zwischendurch immer mal wieder einen Gang zurückdreht. Klasse das Piano-getränkte, relaxt dahin groovende "Strip It Down", ein herrliches Stück zum Zurücklehnen und Entspannen. Grandios hier die messerscharfen E-Gitarrenslides, der auch insgesamt mit vielen brillanten, auf den Punkt gebrachten Kurzsolis agierenden Klasseleute Greenberg, Shoenveld und Corenflos. Immer wieder ein Genuss, diesen großartigen Instrumentalisten zuzuhören! Auch das gar nicht schnelle "Fast" (schöne Powerballade), das atmosphärische "Just Over" und das abschließende, melancholische "Scarescrows" bieten wunderbar ruhige Unterhaltung. Hochzeitswillige müssen ihren Wunschsong unter Umständen neu überdenken. Das sehr emotionale, dezent folkige "To The Moon And Back" könnte mal eine etwas weniger kitschigere und nicht so bekannte Alternative zu den gewöhnlichen Verdächtigen dieser Art darstellen. Klasse hier die countrytypischen Harmoniegesänge von Hillary Lindsey, die den Song auch mitkreiert hat. Ansonsten beherrschen natürlich kraftvolle Tracks die Szene. Tolles Zusammenwirken von Luke mit Little Big Town-Member Karen Fairchild, die sich auf "Home Alone Tonight" als tolle Duettpartnerin erweist. "Move" ist das rockigste Stück des Albums und wird nicht nur die Hüften der vielen heißen Mädels bei seinen Stadionkonzerten in Wallung bringen. Ein herrlich treibender Groove mit starker E-Gitarrenbegleitung inkl. fetzigem Solo. Das Gute-Lune verbreitende "Love It Gone" würde auch schön ins Repertoire eines Kenny Chesney passen. Gegen Ende beweist Bryan dann auch, dass er gesangstechnisch durchaus im Southern Rock bestehen kann. "Hurtin', Fishin' And Lovin' Every Day" entpuppt sich als klassische Nummer, die ein wenig "Can't You See"- und "Long-Haired Country Boy"-Flair in eine neue Kreation mitlaufen lässt. Grandios hier das knöcherne Banjospiel von Ilya Toshinsky in Kombination mit dem gernretypischen E-Gitarrenspiel der erwähnten Saitenkönner (am Ende kurze Twineinlage). Fazit: Der New Country-"Hans Dampf in allen Gassen", Luke Bryan, ist auch 2015 nicht zu stoppen. Zwei Alben der Extraklasse kurz hintereinander sind der Beweis, dass Bryan ganz nah am Zenit seiner Karriere angekommen ist. Auch sein "Kill The Lights" ist wieder ein wahrer "Killer" und ganz sicher sein nächstes Nr. 1-Album! Dadurch könnte Luke es glatt schaffen, drei Alben gleichzeitig unter den aktuellen Top-20 der Billboard-Country-Charts zu platzieren. Respekt, Mr. Bryan! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Kick The Dust Up - 3.10
2. Kill The Lights - 2.59
3. Strip It Down - 4.01
4. Home Alone Tonight (feat. Karen Fairchild) - 3.10
5. Razor Blade - 3.41
6. Fast - 3.26
7. Move - 3.47
8. Just Over - 3.13
9. Love It Gone - 3.37
10. Way Way Back - 3.19
11. To The Moon And Back -3.58
12. Huntin', Fishin' And Lovin' Every Day - 4.38
13. Scarecrows - 3.36

Art-Nr.: 8935
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Cummings, Albert - someone like you [2015]
Prächtiges, neues Album des begnadeten Gitarrenvirtuosen, Sängers und Songwriters aus New England, der einst durch die Inspiration von Stevie Ray Vaughan zur Gitarre und zur Bluesrock-Musik fand. Was wir hier vorfinden, ist abermals hingebungsvoll und voller Leidenschaft dargebotener "soulful", rootsy Bluesrock vom Allerfeinsten, präsentiert in 12 großartigen Songs. Für die Aufnahmen ging Cummings diesmal nach Los Angeles, um sich dort mit dem Grammy-dekorierten Produzenten David Z (u.a. Buddy Guy, Prince, Gov't Mule) zusammen zu tun. Für die Aufnahmesessions trommelten die beiden eine mitreissende Band aus einigen der besten Musiker der Southern California-Szene zusammen, um zumeist in Quartettbesetzung dieses exzellente Werk einzuspielen. Neben Cummings waren das Reggie McBride am Bass, Tony Braunagel an den Drums (eine wahrhaft famos aufspielende Rhythmus-Fraktion), sowie der herausragende Keyboarder Mike Finnigan (u.a. Bonnie Raitt). Die Truppe agiert geradezu perfekt zusammen. Vor allen Dingen die wunderbaren Orgel- und Piano-Ergänzungen von Finnigan zu Cummings' famosem Gitarrenspiel begeistern. Das Songmaterial, mal dampfend und kochend, mal locker und lässig, ist baumstark, wobei Cummings insgesamt diesmal noch ein wenig bluesiger wirkt als bei seinen letzten Alben. Gleich die erste Nummer, "No doubt", ist ein "Killer"! Ein drückender, treibender Groove, wie eine sich unaufhaltsam ihren Weg durch sumpfighe Swamplandschaften bahnende Lokomotive, bildet die Basis dieses mächtigen Bluesrockers, vollgepackt mit rauen, vor Kraft nur so strotzenden, glühenden Lead Gitarren-Linien. Cummings singt klasse und sein kochendes, fulminantes Solo ist eine Pracht. Dazu passen Finnigan's Orgel-Fills wie eine Eins. Der "Blues-Train" ist im Rollen und die Band auf Betriebstemperatur. Baumstark! Voller Seele, locker und intensiv zugleich, kommt das anschließende, erneut exzellent vorgetragene und wunderbar instrumentierte "I found you". Abermals gesegnet mit einem klasse Groove und einer starken Melodie, sorgt das Zusammenspiel aller beteiligten Musiker für die pure Midtempo-Bluesrock-Wonne. Als Gast wirkt hier, wie bei 2 weiteren Stücken, als zweiter Gitarrist Jimmy Vivino mit. Super beispielsweise auch der gut nach vorn gehende, von fulminanten, brennenden Gitarrenläufen durchzogene Shuffle "Up your sleeve", das etwas funky angehauchte (tolles Drumming), mit meisterhaften Gitarrenlinien versehene "Movin' on", oder die hinreissend melodische, schön flockige, etwas rootsig in Szene gesetzte Ballade "So strong". Bei dem 7-minütigen, ungemein inspirierten, Slow-Blues "Little bird" ziegt Cummings dann schließkich seine ganze, uneingeschränkte Gitarren-Brillanz. Unglaublich starkes, virtuoses Gitarrenspiel, sehr locker zelebriert und doch voller Würze, dominiert diese herausragende Nummer, begleitet von großartigen Piano-Klängen. Was der Meister hier an den 6 Saiten aufzieht, ist phänomenal. Keine Frage, Albert Cummings ist mit dieser "L.A.-Clique" ein super Album gelungen. Allerbester Gitarren-Blues, -Bluesrock und -Roots-Blues auf höchstem Level. Rock on, Albert!

Das komplette Tracklisting:

1. No Doubt - 4.35
2. I Found You - 4.27
3. Up Your Sleeve - 4.27
4. Movin' On - 4.47
5. So Strong - 5.01
6. Finally In Love - 3.51
7. Make Up Your Mind - 4.17
8. Little Bird - 7.04
9. Meatlocker - 3.42
10. I'm In Love With You - 3.43
11. Old Dog - 3.23
12. Stay Away From My Sister - 2.39

Art-Nr.: 8918
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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No doubt
I found you
Up your sleeve
Movin' on
So strong
Little bird
Old dog

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Johnson, Jeremiah - grind [2014]
Ein Mann mit herausragendem Talent! Toller Sänger mit ungemein viel "Soul" und jeder Menge Ausstrahlung, und "one hell of a guitar player". "Jeremiah Johnson is the new face of Mississippi River blues". Seit vielen Jahren schon gehört Johnson zu den versiertesten Gitarristen und Bluesrockern der St. Louis-Szene, dem jetzt mit seinem neuen Album "Grind", einer hinreissenden, saustarken Mixtur aus Rock'n Roll, Blues, Southern Rock, Roots und Americana der ganz große Wurf geglückt ist. Was hat der Bursche für dieses Projekt für eine hochkarätige Mannschaft um sich geschart. Neben ihm als Gitarrist besteht seine fantastische Studioband aus niemand geringerem als dem exzellenten Yonrico Scott (Royal Southern Brotherhood, Derek Trucks Band) an den Drums, seinem langjährigen Mitstreiter Jeff Girandier am Bass, sowie dem Keyboarder der großartigen Rootsrock-Formation Lucero, Rick Steff, an der Orgel und den übrigen Tasten. Hervorragend produziert hat das in Memphis/Tennessee eingespielte Werk Gregg Allman's Sohn Devon Allman (ex Royal Southern Brotherhood), das Engineering übernahm der Grammy-dekorierte Pete Mathews, das Mastering Tom Hambridge. Diese prominenten Namen versprechen eine Menge - und Jeremiah Johnson setzt das mit seinen prächtigen Songs auf beeindruckende Art und Weise zur vollsten Zufriedenheit um. Die Grundlage ist der Blues, doch die schon genannten Roots-, Americana-, Soul-, Southern Rock-, und Rock-Strömungen, die durch die Songs fließen, sorgen für viel Variabilität und Spannung. Das Songmaterial ist von vorn bis hinten erste Sahne - ohne jeden Ausfall. Alles groovt herrlich, steckt voller wunderbarer Melodien. Mal locker, mal ordendlich kochend - Johnson beackert das beschriebene Terrain voller Leidenschaft und Spielfreude nach allen Regeln der Kunst. Neben Johnson's großartigem Gesang steht natürlich auch sein brillantes Gitarrenspiel im Mittelpunkt, immer wieder mündend in genauso zündenden, wie virtuosen und gefühlvollen, wunderbaren, auf den Punkt gebrachten Soli - ohne aufgesetzten Schnickschnack, dafür ehrlich, knackig, lebendig, abwechslungsreich, künstlerich ohne jeden Makel. Sehr stark dabei immer wieder die Unterstützumg und Ergänzung von Rick Steff an der Orgel. Los geht's mit dem tollen, souligen Groove-/Bluesrocker "Black lingerie", der gleich mit einem dieser besagten, großartigen Orgel-Fundamente daherkommt. Johnson's seeliger, leicht angerauter Gesang verbindet sich auf ganz selbstverständliche, natürliche Art und Weise mit seinem tollen Gitarrenspiel, sowie den wunderbaren Orgelklängen und dem herrlichen Rhythmus. Die Melodie ist vorzüglich und das feurige Gitarrensolo brillant. Eine Mörder-Nummer! Ein absoluter Genre-"Hit". Weiter geht's mit dem packenden, "shakin', rockin' and rollin'" Boogie "Bent down", geprägt von tollem Piano-Spiel und mitreissenden Lead Gitarrenläufen. Was für eine Dynamik! Trotz seiner Kompaktheit und relativen Kürze ist das eine Hammer-Nummer voller Drive, Frische, Songkraft, ausgelassener Spiefreude und Rafinesse. Ein fulminanter Blues-/Rock'n Roll-Spaß auf höchstem Niveau! Bei dem folgenden, voller Wärme und Soul steckenden "Georgia peach" lässt der Titel schon erahnen, in welchen Bahnen diese Nummer verläuft. Jawohl, das ist bester, gediegener, schön groovender Midtempo Southernrock mit deutlichen Einflüssen der The Allman Brothers Band. Johnson zitiert in seinem Text den "southern drawl", sowie Lynyrd Skynyrd und die Allmans - es paat also alles, auch die großartige Melodie. Das anschließende, mit feinen Twin-Licks verzierte "Call a taxi" verbreitet hingegen wieder deutlich mehr Power. Das ist kochender, straighter, southern-rooted Bluesrock mit viel Dampf und Biss (feuriges Gitarrensolo), aber auch voller Gefühl. Apropos Gefühl: Mit dem exquisiten Slow-Blues "So damn good" gelingt dem Protagonisten ein wahres Genre-Highlight. Traumhafte, melodische Gitarrenläufe schlängeln sich durch diese Nummer, dazu sein toller Gesang und eine den Sound perfekt ergänzende Orgeluntermalung. Meisterhaft! So geht das genüsslich weiter, bis das Album mit dem erneut sehr melodischen, entfernt vielleicht etwas an John Fogerty erinnernden, schön groovenden, inspirierten, southern-fueled Memphis-/Juke Joint-Bluesrocker "Gasoline and smokes" (fließt mit seinem herausragenden Gitarrenspiel und Rhythmus wie aus einem Guß aus den Lautsprechern) genauso stark endet, wie es begonnen hat. "Terrific Down Home American Music", bezeichnet ein begeisterter amerikanischer Rezensent diese "Mugge" - und er hat so etwas von Recht. Jeremiah Johnson ist ganz dick auf unserem Radar. "Grind" ist ein wahres Prachtalbum! Eine absolute "Perle" in Sachen Southern-/Blues-/Rock-/Roots-/Americana-Musik! "You're the real deal, Jeremiah"!

Das komplette Tracklisting:

1. Black Lingerie - 3.46
2. Bent Down - 2.07
3. Georgia Peach - 3.18
4. Call a Taxi - 3.06
5. So Damn Good - 6.41
6. The Hammer - 3.42
7. Workin' - 2.24
8. Crazy - 3.17
9. Simple Things - 3.48
10. Gasoline and Smokes - 4.00

Art-Nr.: 8804
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

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Black lingerie
Bent down
Georgia peach
Call a taxi
So damn good
The hammer
Gasoline and smokes

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King Band, Marcus - soul insight [2015]
Nachdem dieses großartige Album ursprünglich bereits 2014 erschienen und nur im Eigenvertrieb der Band erhältlich war (mittlerweile ist es vergriffen), hat sich nun Warren Haynes (Gov't Mule) entschlossen das Werk über sein eigenes "Evil Teen"-Label erneut zu veröffentlichen, um es auch einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Mr. Haynes ist ein ausgesprochener Fan des jungen Gitarrenhexers Marcus King und seiner Freunde, deshalb dieser Schritt. Und das ist gut so!

Geballte Bluesrock-Power eines blutjungen Gitarrenmagiers aus South Carolina! Wow! Der gerade mal 18-jährige Marcus King und seine Band veranlassen mit ihrem packenden Debutalbum "Soul insight" nicht nur das der The Allman Brothers Band nahe stehende Magazin "Hittin' The Note" zu einem begeisternden Review, sondern sorgen in der einschlägigen Szene, auch unter den etablierten Musikerkollegen, für jede Menge Aufmerksamkeit. Man ist sich einig: Dieser Bursche hat eine große Zukunft. Marcus bearbeitet die Gitarre quasi seitdem er laufen kann. Schon mit 2 Jahren hat ihn sich sein musikverrückter Vater Marvin King, ein lokal sehr bekannter, ewig tourender "veteran bluesman" auf dem "fret board" austoben lassen und im zarten Alter von 11 Jahren stand er bereits mit der Band seines "alten Herrn" auf der Bühne und begeisterte die Zuhörer mit seiner verblüffenten "Duane Allman meets Jimi Hendrix"-Virtuosität. Schon zu diesem Zeitpunkt stand fest, dass die Buesrock-Musik in all ihren Facetten seine Mission ist und sein Leben bestimmen wird. Duane Allman und Jimi Hendrix gehören zu seinen großen Helden, doch die Einflüsse gehen deutlich weiter. Künstler wie Miles Davis, The Meters, B.B. King, Johnny Winter und The Allman Brothers Band inspirierten ihn total. Funk, Psychedelic, Jazz, Southern Rock sowie jede Menge Improvisationsfreude mit längeren Jammings fanden fortan in seiner Musik Zugang. Und genau das alles ist auf dem fantastischen Debut der Marcus King Band in vollster Blüte zu bewundern. Obwohl auf dem Cover nur 3 Musiker abgebildet sind, agiert die Marcus King Band zu viert, und zwar mit dem Keyboarder Alex Abercrombie, Bassmann Anthony House und Drummer Jack Rysn - alles hervorragende Mitstreiter. Unterstützt wird die Band zudem bei ein paar Stücken durch einen zusätzlichen Percussionisten, sowie einen Saxophonisten (Harold Todd aus der Band von Lenny Kravitz bei 2 Tracks) und einen Trompeter (ebenfalls bei 2 Tracks). Doch der Star der Truppe ist ganz klar Frontmann Marcus King, ein klasse Sänger, Songwriter und eben ein "Monster-Gitarrist", der mit umwerfenden, feurigen, fingerfertigen Läufen und Soli brilliert, genauso wie mit jeder Menge Spielwitz. Los geht's mit dem wuchtigen, fetten, mächtig groovenden, von einer gehörigen Portion Siebziger Classic-Rock unterwanderten Bluesrocker "Always". Starker Gesang, ein hervorragend strukturiertes Arrangement und ein "bäriges", mit genauso glühenden, wie lässig zelebrierten Gitarrenläufen und einem wunderbaren, kleinen Schlagzeugsolo aufwartendes Instrumentalbreak bestimmen das Geschehen. Herrlich retro. Das folgende "Boone" beginnt recht verhalten, mit viel Southern-Soul und feinem akustischen (Slide)Gitarrenspiel, legt dann im Verlauf aber gewaltig zu und wird zu einem voller Energie steckenden Southern-fueled Bluesrocker mit einem klasse Orgel-Untergrund. Hier spürt man die Einflüsse der Allmans deutlich. Danach das furiose Instrumental "Fraudulant waffle", bei dem die Band und vor allem Protagonist Marcus King sich zum einen völlig gehen lassen und gleichzeotig alle künstlerichen Register ziehen. Was für ein Jamming! Das geht von großartigen Twin Guitar-Momenten über fulminantes Lead Gitarren-Spiel, angetrieben von üppiger Percussion, gespickt mit viel Jazz- (Miles Davis) und Latin- Spirit (Santana). Das ist die pure Improvisationsfreude! Klasse! Etwas zurückhaltender, dafür mit ungemein viel Seele und Inspiration agiert die Band bei dem wunderbaren, gepflegten, leicht jazzig angehauchten Blues "Everything", der mit einem feinen Orgel-Background, ein paar schönen Saxophon-Momenten und einem hinreissend fingerfertigen Gitarrensolo des jungen Gitarrenzauberers besticht. Die Nummer sprüht nur so vor Spielfreude und Spielkultur. Erinnert ein wenig an die Tedeschi Trucks Band. Es folgen weitere, hochkarätige Nummern wie etwa der schön groovende, mit feinem Southern-Esprit versehene Midtempo-Blues "Dyin'" (klasse strukturiert, kleines Saxophon-Intermezzo, ausgedehntes, ungemein virtuoses, fulminantes Gitarrensolo), das furiose, mit Wahnsinns-Gitarrenarbeit aufwartende, abermals sehr jammige Instrumental "Booty stank" und der lichterloh brennende, voller "wilder" Gitarrenläufe steckende Uptempo Bluesrock-Kracher "Keep moving". ehe das Album mit der wunderschönen, melodischen, semi-akustisch inszenierten Ballade "I won't be here", eingehüllt in ein edles Southern-Gewand, überaus entspannt ausklingt. Die Reminiszensen an große Southern-Balladen der The Allman Brothers Band sind nicht zu leugnen. Tolle Nummer zum Abschluß eines ungemein vielseitigen, vielschichtigen Albums. Marcus King und seine Kumpels mit einem furiosen, genauso inspirierten, wie ambitionierten, teils sehr jammigen Bluesrock-Ritt, der einen von vorn bis hinten in Atem hält. Was diese Jungspunde drauf haben, ist schlicht "der Knaller"! Ja, das ist sicher erst der Anfang für die Marcus King Band, aber der hat es wahrlich schon in sich. Die Reise in die höchsten Hemisphären des Bluesrock-Universums hat begonnen...

Das komplette Tracklisting:

1. Always - 4.12
2. Boone - 5.30
3. Fraudulent Waffle - 5.21
4. Honey - 4.19
5. Dave's Apparition (Interlude) - 2.17
6. Everything - 4.48
7. No Decency - 4.42
8. Dying - 5.49
9. Booty Stank - 4.24
10. Opie - 5.09
11. Keep Moving - 5.00
12. I Won't Be Here - 4.37

Art-Nr.: 8951
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Always
Boone
Fraudulant waffle
Everything
Dyin'
Keep moving
I won't be here

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Lucero - all a man should do [2015]
Was für ein wunderbares, neues Album der famosen Rootsrock-Truppe aus Memphis/Tennessee um den charismatischen Frontmann Ben Nichols! Erneut produziert von Ted Hutt (u. a. Gaslight Anthem, Old Crow Medicine Show, Dropkick Murphys) und augenommen in den legendären Ardent Studios von Memphis präsentiert sich die Band in herausragender Verfassung. Sie reifen immer mehr, die Songs werden von Album zu Album noch besser. "All a man should do" ist vielleicht das bislang "ruhigste" Werk der Band, doch die innere Kraft des durchweg bärenstarken Songmaterials ist immens. Zu den ursprünglichen, trockenen, teils ordentlich "polternden" Southern-flavored Rootsrock- und Alternate Country-Klängen ihrer Anfangstage entwickelt die Band nun zusätzlich einen größeren Hang Richtung Memphis-Sound und Heartland Rock. Zudem legt man viel mehr Wert auf klare Songstrukturen, was darin mündet, das die Stücke allesamt in wunderbaren Melodien verpackt werden, sowohl instrumentell, als auch gesanglich, gleichzeitig aber immer noch ihre zwanglose Rauheit bewahren. Durch das komplette Album zieht sich eine herrlich lockeres Ambiente. Die Gitarren klingen sehr klar und transparent, die Licks gehen unmittelbar ins Ohr, Klavier und Orgel integrieren sich in wunderbarer Harmonie und werden komplettiert durch eine flüssige, flockige Rhythmusarbeit von Bass und Schlagzeug, ohne das die Band dabei wenig knackig klingt. Nein, das tut sie gar nicht! Und, wie gesagt, ihre angeraute Ursprünglichkeit ist stets präsent, allein schon durch Ben Nichols' großartigen, heiseren, Staub-gegerbten und Whiskey-resistenten Gesang. Die Band schafft diesen anspruchsvollen Spagat zwischen angenehmer Eingängigkeit und erdiger Rauheit geradezu perfekt. Sinnbildlich für das komplette Album steht der grandiose Opener "Baby don't you want me", der durchaus rau, gleichzeitig aber traumhaft melodisch aus den Lautsprechern fließt. Hat viel Heartland-Flair und Mempfis-Spirit. Nichols "raspelnder" Gesang, die transparente, klare Instrumentierung (großartige E-Gitarren-Klänge und akustische Gitarren-Riffs, lockeres Klavierspiel) und der flockige Rhthmus passen herrlich zusammen. Ein Heartland-/Roots-/Americana-/Memphis-Rocker vom Allerfeinsten. Dem Sextett gehören im übrigen mit Jim Spake und Randy Ballard auch zwei Bläser an, die nicht bei jedem Stück, aber hin und wieder in Erscheinung treten. Wenn das passiert, wie etwa bei dem flotten Uptempo-Rootsrocker "Can't you hear the howl", wirken sie nie zu aufdringlich, sondern passen sich wunderbar dem natürlichen, flüssigen Klangbild an. Lucero ist mit ihrem neuen Werk ein ganz großer Wurf gelungen. Sie haben sich in den letzten Jahren ein immenses Standing in der Rootsrock-Szene erarbeitet, was mit diesem Album noch einmal aufs Beeindruckendste untermauert wird. Baumstark!

Das komplette Tracklisting:

1. Baby Don't You Want Me - 4.02
2. Went Looking For Warren Zevon's Los Angeles - 4.29
3. The Man I Was - 4.28
4. Can't You Hear Them Howl - 3.54
5. I Woke Up In New Orleans - 5.10
6. Throwback No. 2 - 4.15
7. They Called Her Killer - 3.31
8. Young Outlaws - 4.04
9. I'm In Love With A Girl - 2.25
10. My Girl & Me In '93 - 5.18

Art-Nr.: 8977
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Baby don't you want me
Went looking for Warren Zevon's Los Angeles
Can't you hear them howl
I woke up in New Orleans
They called her killer
Young outlaws
My girl and me in '93

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Monroe, Ashley - the blade [2015]
"Destined to be one of the year's top albums", urteilt der amerikanische Rolling Stone. Das ist ein wahrlich fettes Lob - und es ist so etwas von nachvollziehbar. Ja, Ashley Monroe's "The blade" wird als eines der besten Countryalben des Jahres in die Annalen eingehen. Der junge Dame aus Knoxville/Tennesse, im übrigen auch ein Drittel der großartigen Pistol Annies, gelingt mit ihrem neuen Werk ein brillantes, lupenreines Countryalbum das man als so etwas wie ein Referenzbeispiel moderner, klassisch fundamentierter, unverfälschter Countrymusic bezeichnen darf. War ihr ebenfalls hinreissendes Vorgängerwerk "The rose" noch durch und durch traditionell, so öffnet sich Ashley mit "The blade" etwas mehr den moderneren Klangeinflüssen, ohne dabei jedoch die reinen Countrypfade auch nur ansatzweise zu verlassen. Vielmehr zeigt sie, wie zeitgemäß Country klingen kann, ohne das man dazu irgendwelche Loops, elektronische Spielererien oder gar völlig Genre-fremde Rap-Einflüsse intergieren müßte. Nix da, das ist "pure genuine Countrymusic" auf höchstem Niveau und auf der Höhe der Zeit. Die Basis ist natürlich weiterhin traditionell und klassisch. Doch die so aussergewöhnlich hoch talentierte Songwriterin und Sängerin lässt durchaus mal ein paar poppige Strömungen zu (wie etwa bei dem vorzüglichen Opener "On to something good", wobei sich das "poppige" ausschließlich auf den eingängigen Rhythmus und die wundervoll ins Ohr gehende Melodie bezieht, denn ansonsten bestimmen Baritone-Gitarre, Pedal Steel und klasse Country Gitarren-Licks das Geschehen), geht mal in Richtung Americana (super hier das ein wenig cineastisch, leich hallig inszenierte, rootsige, mit tollen Gitarren und einem klasse Groove versehene "I buried your love alive", im übrigen neben Monroe co-komponiert von Matrace Berg), um dann wieder einen absolut traditionellen, gar von einem nostaligischen, unterschwelligen Rockabilly-Feeling begleiteten Roadhouse Honky-Tonker abzuliefern (das dynamische "Winnig streak" mit furiosem Piano-Geklimper, klassicher Country-Gitarre und Background-Gesang von Marty Stuart). Sie klingt ungemein variabel und trotzdem kommt alles wie aus einem Guß. Songwriting und Melodien sind brillant. Bärenstark beispielsweise auch das lässig und herrlich locker daher kommende "Weight of the load", bei dem sowohl die Instrumentierung, als auch die Melodie pure Gänsehaut erzeugen. Die vielschichtigen Gitarren lösen mit ihrem transparenten Zusammenspiel und ihren hinreissenden, sich wundervoll in die Gehörgänge schlängelnden Riffs ein absolut wohliges Hörvergnügen aus. Ach, wie kann Countrymusic doch so schön sein! Toll auch die ein oder andere Ballade, allen voran das feine, sehr traditionell gehaltene Titelstück "The blade" mit Pistol Annies-Kollegin Miranda Lambert, die mit schönem Harmoniegesang aushilft. Famos auch das mit tollen Acoustic Gitarren, Fiddle, Pedal Steel, Banjo und dezenten, twangigen E-Gitarren-Fills in Szene gesetzte, unterschwellig grassig angehauchte "Mayflowers", bei dem Dan Tyminski und Alison Krauss ihre Harmoniestimmen zur Verfügung stellen. Produziert hat das Album, wie auch schon den Vorgänger, ihr guter Freund Vince Gill (wirkt auch an diversen Gitarren und mit Background-Gesang bei den meisten Stücken mit) in Zusammenarbeit mit Justin Niebank. Vor einigen Jahren, als Brad Paisley auf der Bildfläche erschien, sprach die Welt von ihm als "savior of Countrymusic". So etwas könnte man für die in Nashville zur Zeit so wenig zum Zuge kommende Damenwelt auch über Ashley Monroe sagen. Hoffentlich kann sie sich mit ihrer Musik im Mainstream Nashville's behauoten. Es wäre für die Countrymusic so wichtig, denn das ist es, was Music City braucht: Echten Country, der alles andere als antiquiert klingt. Grandioses Werk von Ashley Monroe!

Das komplette Tracklisting:

1. On To Something Good - 3.50
2. I Buried Your Love Alive - 3.14
3. Bombshell - 3.17
4. Weight Of The Load - 3.59
5. The Blade - 3.27
6. Winning Streak - 3.10
7. From Time To Time - 4.03
8. If Love Was Fair - 3.48
9. Has Anybody Ever Told You - 3.52
10. Dixie - 3.26
11. If The Devil Don't Want Me - 3.40
12. Mayflowers - 3.41
13. I'm Good At Leavin' - 3.14

Art-Nr.: 8923
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 9,90

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Revivalists, The - men amongst mountains [2015]
Der nächste Riesenschritt für die Revivalists nach vorne! Seit ihrer Gründung im Jahre 2007 gelten sie als nächste, große "breakout band from the music capital of New Orleans" - und in der Tat hat sich diese grandiose, 7-köpfige Formation mit ihrem packenden "Gebräu" mittlerweile ein gewaltiges Standing, vor allem in der Jamrock-Szene, aber auch unter den Liebhabern inspirierter, qualitativ hochwertiger, amerikanischer, mit "südlichem Einschlag" behafteter Rock-Musik im Allgemeinen erspielt. Fans und Presse gleichermassen bejubeln die Truppe nach allen Regeln der Kunst. Zu Recht, wie wir meinen, denn ihr fulminanter Sound ist einzigartig. Ein feuriger "New Orleans gumbo", ein hoch spannender, emotionaler, heißer, mitreissender Mix aus Funk, Blues, Roots, R&B, Jazz, Soul, Psychedelic, Voodoo und Rock erwartet uns auf ihrem dritten, großartigen Album "Men amongst mountains". Richtig ins Rollen kam die "Karriere" der "hard touring" Band, als sie beim berühmten New Orleans Jazz & Heritage Festival vor einigen Jahren die Bühne mit Gov't Mule teilten. Warren Haynes und seine Freunde waren vollends begeistert von den Revivalists, outeten sich als bekennende Fans und verpflichten sie seitdem immer wieder für gemeinsame Tourneen. Hört man diese aussergewöhnlich talentierte Truppe, weiß man warum! Toll!

Das komplette Tracklisting:

1. Keep Going - 4:14
2. Wish I Knew You - 4:34
3. Gold to Glass - 3:56
4. It Was a Sin - 4:54
5. Monster - 4:44
6. King of What - 2:47
7. Stand Up - 3:51
8. All in the Family - 4:30
9. Move On - 3:37
10. Need You - 4:27
11. Amber - 4:25
12. Bulletproof - 4:12
13. Fade Away - 5:14
14. Men Amongst Mountains - 3:25

Art-Nr.: 8920
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Keep going
It was a sin
Monster
Stand up
All in the family
Move on
Fade away

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Tyler, Jonathan - holy smokes [2015]
Die großartige, texanische, vor 5 Jahren mit ihrem prächtigen Album "Northern lights" für ordentlich Furore sorgenden Retro Groove-/Classic-/Southern Rock-Truppe Jonathan Tyler & the Northern Lights sind (leider) Geschichte, doch deren Frontmann kehrt nun mit einem baumstarken, neuen (Solo)Album zurück. Der charismatische Jonathan Tyler hat in den letzten Jahren einiges an Irrungen und Wirrungen in seinem jungen Leben durchmachen müssen, inkl. massiver Drogen- und Alkoholprobleme, doch mit seinem neuen Werk zeigt er sich erholt, gereift und von seiner allerbesten Seite. Musikalisch hat er sich weitestgehend von den harten Sachen der "Northetn lights" abgewendet und sich eindeutig dem Rootsrock-/Americana-Rock zugewandt, was ihm ausserordentlich gut zu Gesicht steht. "I was always trying to push for being Americana, but more edgy than most Americana bands that are out there", sagt Tyler dazu, und genau so ist es gekommen. Seine Roots-/ und Americana-Musik wirkt ungemein erdig, rau, dreckig, mit Ecken und Kanten, steckt dabei aber dennoch voller erstklassiger Strukturen und starker Melodien. Das Songmaterial ist äusserst vielseitig, wobei die Bandbreite der Einflüsse von solch verschiedenen Charakteren wie etwa Howlin Wolf, Little Feat, The Band, The Allman Brothers Band über Pink Floyd, bis hin zu Ryan Adams und Will Hoge zu reichen scheint. Er bringt das alles prächtig unter einen Hut. Das Album wirkt zuweilen wie ein staubiger "road trip through the south on a speeding motorcycle: a Delta porch-pluck here, a Nashville steel lick or jazzy New Orleans piano vamp there", alles wie eine untrennbare Einheit zusammengehalten von Tyler's "well-frayed vocals and infectious rock riffs". Klasse! Das Album startet mit dem wunderbar dreckigen, rauen Roots-/Bluesrocker "Hallelujah", der geprägt ist von einem prächtigen, bluesigen Delta-Groove und tierischen, riffigen Gitarren-/Keyboard-Linien. Hat einen Hauch von einem Gospel- und Southern-Touch. Der großartige Auftakt von einen Reigen toller, variabler Songs. Nach der rootsigen, shuffeligen, von tollem Honky Tonk-Piano und klasse Gitarren bestimmten Roadhouse-/Americana-Nummer "Goin' down to the city" und dem flotten, rockigen, mit jeder Menge "Sticky fingers"-mässigem Rolling Stones-Pathos inszenierten, erstklassigen "Honey pie", begibt sich Tyler mit dem hinreissenden, in eine wunderbare Melodie eingebundenen "Let it out" gekonnt auf ein genauso erdiges wie wunderschönes Countryrock-/Alternate Country-Terrain. Tolle Baritone E-Gitarren-Linien und feine Mundharmonika-Fills bestimmen das Geschehen. Hat entfernt etwas von Ryan Adams und Whiskeytown, allerdings in einem texanischeren Ambiente. Apropos Countryrock: Das folgende "To love is to fly" ist eine herrliche, Pedal Steel-getränkte, rootsige Country-/Countryrock-Ballade, durchzogen von einem gewissen Townes Van Zandt-Flair, gemeinsam vorgetragen von Tyler im Duett mit der großartigen Nikki Lane. Hat eine klasse Melodie! "California sunshine" ist ein flockiger, knackiger, mit feinen Gitarrenlicks, teils leicht hallig, gespickter, abermals sehr melodischer, etwas an den früheren Will Hoge erinnernder Americana-Rocker, bei "Riverbottom" haut der Protagonist einen bluesig rockenden, dreckigen Boogie raus, "Disappear" erinnert in seinem rauen, rockigen Ambiente gar etwas an Kevn Kinney und Drivin' N' Cryin' und mit dem traumhaft schönen "Hey mama, my time ain't long" zelebriert Tyler noch einmal eine hinreissende Roots-/Americana-Ballade mit dezenten Blues- und Pink Floyd'schen Psychedelic-Momenten. Jonathan Tyler gelingt ein bravouröses Roots-/Americana-Album, das sogar den als immer äusserst kritisch bekannten, amerikanischen Rolling Stone zu größten Lobeshymnen veranlasst. "'Holy Smokes' is more than just the album title, it's an exclamation", schreibt das Magazin. Jonathan Tyler mit einem beeindruckenden, tollen Neustart!

Das komplette Tracklisting:

1. Hallelujah - 4.12
2. Goin' Down To The City - 2.46
3. Honey Pie - 3.39
4. Let It Out - 3.37
5. To Love Is To Fly (feat. Nikki Lane) - 3.29
6. California Sunshine - 4.24
7. Riverbottom - 3.29
8. Late Night Special - 4.19
9. Hey Mama, My Time Ain't Long - 4.00
10. Disappear - 4.14
11. Everything Was Cool In 2002 - 6.12

Art-Nr.: 8962
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 9,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Hallelujah
Honey pie
Let it out
To love is to fly
California sunshine
Hey mama, my time ain't long
Disappear

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Vintage Trouble - 1 hopeful rd. [2015]
Bärenstarkes, erst vor 5 Jahren in Los Angeles gegründetes Quartett um den grandiosen Sänger Ty Taylor (was hat der Kerl für eine tolle Stimme - wie eine "Modern Day Otis Redding") und den ebenso starken Gitarristen Nalle Colt, die im Moment in der Rock-Landschaft für mächtig Furore sorgen. Die Band spielt, wie sollte es bei diesem Namen auch anders sein, eine Musik, die an eine Zeit erinnert, in der noch die guten alten Vinyl-Platten das Geschehen bestimmten, und zwar eine mitreissende Kombination aus Classic Rock, Bluesrock und R & B, mit der Essenz der Sechziger-/Siebziger-Jahre Soul-Bewegung. So wurde ihr Sound schon als so etwas wie "Led Zeppelin fronted by James Brown" bezeichnet, dann werden sie mit einer Kreuzung aus den Rolling Stones, den Animals und dem bereits erwähnten Otis Redding verglichen - alles stimmt sicher irgendwie, doch Vintage Trouble haben längst ihre eigene Identität zwischen all den genannten Einflüssen gefunden. Tatsache ist, dass es wohl kaum eine andere Band gibt, die in ihrem bluesig fundamentierten Rock dermaßen viel Soul integriert. Eine faszinierende Kombination voller Vitalität, voller Feuer und voller Inspiration, Emotionalität und Seele. Ihre fulminanten Live-Shows sind hinlänglich bekannt. Gov't Mule's Frontmann Warren Haynes ist ein begeisterter Fan der Band, was längst darin mündete, dass Vintage Trouble schon etliche Shows mit dem "Maultier" zusammen gespielt haben. Unlängst machte die Band als Opener für AC/DC bei deren "Rock or Bust"-Tour auch hierzulande auf sich aufmerksam. Keine Frage, die Truppe steht, vollkommen zu Recht, zur Zeit voll im Rampenlicht. Gleich das Eröffnungsstück ist eine "Hammer"-Nummer. "Run like the river" heisst der Track, ein mächtig stampfender, Energie-geladener, sehr Southern-getränkter, fetter Swamp-/Bluesrocker, vollgepackt mit gewaltig rührenden, massiven Slideguitar-Riffs. Klingt ungemein "soulful", mit einem tollen Drive und Groove. Ty Taylors Gesang ist phänomenal stark - das gilt, wie gesagt nicht nur bei diesem Stück, sondern generell. Dann schlägt der Soul voll durch. "From my arms" ist eine voller Gefühl steckende, wunderbare Retro Soul-Rock-Ballade mit einer großartigen Melodie und fein akzuentiert eingestreuten, großartigen Gitarren-Licks. Man fühlt sie regelrecht, diese Inspiration. Baumstark auch der locker lässige, erneut herrlich groovende und melodische Midtempo-Soul von "Doin' what you were doin'", der straighte, knackig satte, Seventies-based Riff-Rocker "Angel City, California", der mit einem tollen Rhythmus unterlegte und starken Gitarren-Licks in Szene gesetzte, nostalgische Soul-Blues "Shows what you know", der schöne, wieder sehr nostalgische Retro-Shuffle "Before the tear drops", die ruhige Soul-Ballade "Soul serenity" oder der furiose, soulful Retro Classic Rock-Knaller "Another baby". "1 hopeful rd", im übrigen produziert von Don Was, ist allerfeinster, von 4 ganz exzellenten Musikern präsentierter, ungemein lebendiger Classic-/Blues-/Soul-Rock vom Allerfeinsten. Vintage Trouble transportieren die Musikhistorie einer großen, vergangenen Ära überaus stilvoll, mit viel Authentizität und noch mehr Können und in die heutige Zeit. Ganz groß!

Das komplette Tracklisting:

1. Run Like The River - 3.39
2. From My Arms - 3.01
3. Doin What You Were Doin' - 4.02
4. Angel City, California - 2.54
5. Shows What You Know - 4.12
6. My Heart Won't Fall Again - 3.21
7. Another Man's Words - 4.50
8. Strike Your Light - 3.26
9. Before The Tear Drops - 3.25
10. If You Loved Me - 3.24
11. Another Baby - 2.35
12. Soul Serenity - 3.57

Art-Nr.: 8949
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Run like the river
From my arms
Doin' what you were doin'
Angel City, California
Shows what you know
Before the tear drops
Another baby

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Wheeler Trio, Charlie - rewind [2015]
"Hailing from a small town called Ridgway" im US-Bundesstaat Pennsylvania, gelingt dem famosen Charlie Wheeler Trio mit "Rewind" ein geradezu herausragendes "Hi Energy"-Bluesrock-Album. Ihre aussergewöhnliche, von großer Muikalität geprägte Art des "hard driving" Groove-Rocks ist eine fulminante Mischung aus Blues-, Funk- und Southern Rock-Elementen, zuweilen gepaart mit ein paar Spuren des energetischen Post Grunge Hard Rocks. Das wirkt ein wenig wie ein brodelndes Gemisch aus Anleihen der The Black Crowes, The Allman Brothers Band mit einem Hauch von Pearl Jam - und doch, Charlie Wheeler und seine Mannen kreieren ihr eigenes, ganz heißes Ding. Wheeler ist ein grandioser Musiker. Man kann gar nicht entscheiden, was man mehr herausstellen soll - sein, und das ist für dieses Genre wahrlich nicht alltäglich, bärenstarker, kraftvoller, intensiver Gesang, oder sein brillantes, ungemin virtuoses, emotionales, glühendes, trotz aller längeren Ausflüge auf den Punkt gebrachtes, wunderbar hängen bleibendes Gitarrenspiel. Er ist ein absoluter Meister seines Fachs, und zudem ein exzellenter Komponist. Umgeben wird er von einer nicht minder starken Rhythmusfraktion, bestehend aus dem technisch ungemein versierten, mit viel Finesse aufspielenden Drummer Rad Akers und dem für einen tollen Basic-Groove sorgenden Bassisten Dave Fink. Was die Drei auf die Beine stellen ist eine geradezu mitreissendes Elixier aus Blues und Rock, verfeinert mit den oben bereits erwähnten Spuren aus Funk-und Southern-Elementen. Trotz aller jammigen Neigungen, die die Band vor allen Dingen live auslebt, legt man bei diesem Album immensen Wert auf saubere, gut hänge bnleibende Songstrukturen, was hervorragend gelingt. Es gibt nicht eine schwache Nummer. Zudem kommt das Material in einem ungemein knackigen, kraftvollen, satten, fein akzuentierten, glasklaren Power-Sound. Es passt einfach alles zusammen. Das Album startet gleich mit einer mächtig Druck fabrizierenden "Killer"-Nummer. "Love letter" heisst der Track, ein gewaltig groovender Funk-Bluesrocker mit treibenden Basslinien und kochend heißen Gitarren-Riffs. Die Band spielt sich sofort in einen "Rausch", der Funke springt unmittelbar über. Gedanken wie "Wow, was für eine rattenscharfe Truppe" schwirren einem durch den Kopf. Das rockt! Enthält ein tierisches, mit klasse "Wah Wah"-Klängen angereichertes, brennendes Gitarrensolo im Break. Ein erster Vorgeschmack für die genialen Gitarrenläufe, die im weiteren Verlauf des Albums noch auf uns zukommen. "Big City Blues" ist ein wieder etwas funky groovender, packender, sehr auf eine gute Melodik ausgerichteter, dabei sehr spielfreudig und ordentlich knackig umgesetzter, kraftvoller Bluesrocker, der mit starken Riffs und einem glühenden, elektrisierenden, dabei ganz wunderbar melodischen Gitarrensolo des Meisters punktet. Großartig! Dann der Titeltrack "Rewind": Was für eine hinreissend schöne, dennoch immens knackig in Szene gesetzte, voller Southern-Flair steckende, exzellente Bluesrock-Ballade. Besticht zum einen mit einen saustarken, genauso kraftvollen, wie emotionalen "soulful" Gesangsvortrag Wheeler's, und zum anderen mit einem fantastischen, sich unwiderstehlich in unsere Gehörgänge schlängelnden, feurigen Gitarrensolo. Eine Wonne! Das folgende "Back to Frisco Bay" ist eine lupenreiner, schnörkelloser, erneut schön Southen-mässig eingefärbter, von traumhaften Lead Gitarren-Linien durchzogener, einen klasse Drive entwickelnder Boogie-/Blues-Rock'n Roller, während das furios nach vorn gehende, kochende "River's gonna rise" mit seinem tierischen Drumming und den fulminanten Wah Wah-Gitarrenklängen, inklusive eines Hammer-Solos, wieder etwas mehr Richtung Funk-Blues tendiert. Der würzige Bluesrocker "Love comes tumblin' down" kommt mit einem klasse Shuffle-Rhythmus und wird von Wheeler erneut gesanglich 1a vorgetragen. Unterbrochen wird die Nummer von einem dreckigen, direkten, überaus virtuosen, prächtig hängen bleibenden, spitzenmässigen Gitarrensolo. Kommen wir zu dem brillanten "The ghost of who you were", einem mörderisch knackig und klar in Szene gesetzten, irgendwie schwer und "heavy", gleichzeitig aber auch spielerisch locker wirkenden Midtempo (Blues)Rocker, mit einem ganz dezenten Southern-Feeling und großartigen Twin Guitar-Riffs. Das ausgedehnte, "zerrige", unter Starkstrom stehende Gitarrensolo im Break ist einfach umwerfend. Wen das nicht packt, dem ist wirklich nicht zu helfen. Es ist alles gesagt. Das Charlie Wheeler Trio verzückt uns mit einem Hammer-Album! Auch die Gov't Mule-Frakton wird wohl ihre helle Freude an dieser Truppe haben. Also, rein mit dem Ding in den Player, und lasst Euch treiben von dieser packenden "Mugge"...

Das komplette Tracklisting:

1. Love Letter - 4.07
2. Semi Good Lookin' - 3.35
3. Big City Blues - 4.38
4. Rewind - 5.27
5. Back to Frisco Bay - 3.12
6. Makin' Love in the Afternoon - 5.55
7. River's Gonna Rise - 5.15
8. I Like to Wander - 4.26
9. Love Comes Tumblin' Down - 3.58
10. Lady Luck - 3.50
11. The Ghost of Who You Were - 6.10
12. So Glad to Be Here - 4.19

Art-Nr.: 8953
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Love letter
Big City Blues
Rewind
Back to Frisco Bay
River's gonna rise
Love comes tumblin' down
The ghost of who you were

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