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Brown Band, Zac - welcome home [2017]
Dass die Zac Brown Band mal ein Album abliefert, das uns auch nur annähernd enttäuschen könnte, ist wohl ausgeschlossen. Auch "Welcome home" ist wieder ein Prachtwerk geworden. Nach dem vor 2 Jahren erschienenen, sehr experimentellen, aber dennoch herausragend guten "Jekyll + Hide" besinnt sich die Band nun wieder mehr auf ihre Roots und die Musik ihrer Anfänge. Was wir hören ist wundervoller, von exzellenten Melodien und erstklassiger Instrumentierung geprägter, schön Southern-angehauchter, überaus entspannter und lockerer New Country / Country, wie ihn in einer solchen Qualität und mit einem solchen Feeling nur die Zac Bown Band hinbekommt. Das Songmaterial ist eine wahre Wonne. Ohne jeden Zweifel ist "Welcome home" der nächste, absolute Hochkaräter der Zac Browen Band! Diese Truppe ist und bleibt etwas ganz Besonderes für die Countryszene. Auch die Americana-Freunde werden hier wieder ihre helle Freude haben. Produziert hat übrigens diesmal Dave Cobb (u. a. Jason Isbell & Chris Stapleton).

Das komplette Tracklisting:

1. Roots - 3:51
2. Real Thing - 3:50
3. Long Haul - 3:32
4. 2 Places at 1 Time - 3:40
5. Family Table - 3:31
6. My Old Man - 3:47
7. Start Over - 4:13
8. Your Majesty - 3:42
9. Trying To Drive - 4:26
10. All The Best - 4:11

Art-Nr.: 9446
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Bryan, Luke - kill the lights [2015]
Luke Bryan setzt dem Jahr 2015 seinen Stempel auf. Nachdem der erfolgreiche Künstler (und er ist ist mittlerweile einer der erfolgreichsten Musikinterperten der USA, weit über das Countrygenre hinaus) vor kurzem mit einer weiteren saustarken Scheibe aus seiner Springbreak-Kollektion ("Spring Break.. Checkin' Out") aufgewartet hatte, legt er auf Capitol Records nun mit "Kill The Lights", seinem 5. 'offiziellen' Studioalbum, noch einmal nach. Mann, hat der Sonnyboy eine kreative Energie! Labelintern hat er einer Größe wie Keith Urban mittlerweile fast schon den Rang abgelaufen. Auch auf "Kill The Lights" hat Luke wieder einen erheblichen Teil der Tracks mitkomponiert, an seiner Seite natürlich mit das Beste, was Nashvilles Songwritergarde zu bieten hat: Dallas Davidson, Ashley Gorley, Chris DeStefano,, Jon Nile, Russ Copperman, Jay Clementi, Rodney Clawson, Luke Laird, Rhett Akins, Ben Hayslip, nur um einige zu nennen. Selbstredend wurde für ihn auch instrumentell das große Besteck aufgefahren. Sämtliche Positionen zum Teil mehrfach besetzt. Auch hier nur Top-Leute der Szene wie Greg Morrow, Shannon Forrest, Ilya Toshinsky, Jimmy Lee Sloas, Mark Hill, Adam Shoenveld, Kenny Greenberg, JT Corenflos, Michael Rojas, Perry Coleman, Hillary Lindsey und, und, und. Äußerst knackig produziert haben Jeff und Jody Stevens, die sich musikalisch und kompositorisch ebenfalls eingebracht haben und auch diesmal den Spagat geschafft haben, Bryan wieder für die allgemeinen Billboard Charts 'salonfähig' zu halten, ohne dabei komplett die New Country-Klientel aus dem Auge zu verlieren. Ein modernes Werk, das vor Kraft und Energie strotzt, aber auch immer wieder tolle Momente des Einkehrens bietet. Die Debütsingle "Kick Up The Dust", ein Banjo-getriebener lässiger Bro-Countrystampfer hat sämtlichen Staub der Saloontheken weggefegt und sich sofort auf Platz 1 der Charts festgesetzt. Coole Nummer! Das Titelstück wird mit seinem energiegeladenen Refrain vermutlich so manches Leuchtmittel zum Verglühen bringen. Bryan und seine Co-Writer Jody und Jeff Stevens überraschen hier, man glaubt kaum, das so was möglich ist, mit einem "Billy Jean"-verdächtigen Grund-Rhythmus. Auch ein potentieller Hit. Bryan hat seine ganz starken Momente auf diesem Werk, wenn er zwischendurch immer mal wieder einen Gang zurückdreht. Klasse das Piano-getränkte, relaxt dahin groovende "Strip It Down", ein herrliches Stück zum Zurücklehnen und Entspannen. Grandios hier die messerscharfen E-Gitarrenslides, der auch insgesamt mit vielen brillanten, auf den Punkt gebrachten Kurzsolis agierenden Klasseleute Greenberg, Shoenveld und Corenflos. Immer wieder ein Genuss, diesen großartigen Instrumentalisten zuzuhören! Auch das gar nicht schnelle "Fast" (schöne Powerballade), das atmosphärische "Just Over" und das abschließende, melancholische "Scarescrows" bieten wunderbar ruhige Unterhaltung. Hochzeitswillige müssen ihren Wunschsong unter Umständen neu überdenken. Das sehr emotionale, dezent folkige "To The Moon And Back" könnte mal eine etwas weniger kitschigere und nicht so bekannte Alternative zu den gewöhnlichen Verdächtigen dieser Art darstellen. Klasse hier die countrytypischen Harmoniegesänge von Hillary Lindsey, die den Song auch mitkreiert hat. Ansonsten beherrschen natürlich kraftvolle Tracks die Szene. Tolles Zusammenwirken von Luke mit Little Big Town-Member Karen Fairchild, die sich auf "Home Alone Tonight" als tolle Duettpartnerin erweist. "Move" ist das rockigste Stück des Albums und wird nicht nur die Hüften der vielen heißen Mädels bei seinen Stadionkonzerten in Wallung bringen. Ein herrlich treibender Groove mit starker E-Gitarrenbegleitung inkl. fetzigem Solo. Das Gute-Lune verbreitende "Love It Gone" würde auch schön ins Repertoire eines Kenny Chesney passen. Gegen Ende beweist Bryan dann auch, dass er gesangstechnisch durchaus im Southern Rock bestehen kann. "Hurtin', Fishin' And Lovin' Every Day" entpuppt sich als klassische Nummer, die ein wenig "Can't You See"- und "Long-Haired Country Boy"-Flair in eine neue Kreation mitlaufen lässt. Grandios hier das knöcherne Banjospiel von Ilya Toshinsky in Kombination mit dem gernretypischen E-Gitarrenspiel der erwähnten Saitenkönner (am Ende kurze Twineinlage). Fazit: Der New Country-"Hans Dampf in allen Gassen", Luke Bryan, ist auch 2015 nicht zu stoppen. Zwei Alben der Extraklasse kurz hintereinander sind der Beweis, dass Bryan ganz nah am Zenit seiner Karriere angekommen ist. Auch sein "Kill The Lights" ist wieder ein wahrer "Killer" und ganz sicher sein nächstes Nr. 1-Album! Dadurch könnte Luke es glatt schaffen, drei Alben gleichzeitig unter den aktuellen Top-20 der Billboard-Country-Charts zu platzieren. Respekt, Mr. Bryan! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Kick The Dust Up - 3.10
2. Kill The Lights - 2.59
3. Strip It Down - 4.01
4. Home Alone Tonight (feat. Karen Fairchild) - 3.10
5. Razor Blade - 3.41
6. Fast - 3.26
7. Move - 3.47
8. Just Over - 3.13
9. Love It Gone - 3.37
10. Way Way Back - 3.19
11. To The Moon And Back -3.58
12. Huntin', Fishin' And Lovin' Every Day - 4.38
13. Scarecrows - 3.36

Art-Nr.: 8935
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Bush, Kristian - southern gravity [2015]
Jennifer Nettles hat es getan. Jetzt zieht auch die andere Hälfte des mega-erfolgreichen Sugerland-Duos - Kristian Bush - mit einem Soloalbum nach und zwar einem ganz tollen. Inspiriert zu seinen Songs wurde Kristian durch Reisen um die ganze Welt, die er in den letzten Monaten getätigt hatte. Herausgekommen sei ein Fülle an Eindrücken und Ideen (in Kooperation mit vielen namhaften Songwritern wie Jeff Cohen, Rodney Clawson, Tim Owens, Scooter Carusoe, Paul Overstreet, Bob DiPiero, etc.), so der Protagonist, die zum einen, auf seinem Debüt ''Southern Gravity'' jetzt reflektiert werden, aber auch noch zu Genüge Stoff für weitere Werke bieten werden. Da darf man sich schon jetzt freuen, denn seine brandaktuelle Scheibe macht schon jetzt richtig Laune. Im Gegensatz zu Nettles, die sich unter der Regie von Rick Rubin (auch dank ihrer grandiosen Charakterstimme) eher sperrigem Singer-/Songriter-Liedgut verschrieben hatte, präsentiert Kristian (sein sehr angenehmes Vokalorgan bewegt sich in Sphären von Billy Currington, JT Hodges, Glenn Frey) auf seiner CD eher die Leichtigkeit des (New) Country-Daseins (wie man es schon an Titeln wie ''Flip Flops'', ''Feeling Fine California'', ''Sending You A Sunset'', ''Sweet Love'' oder ''House On A Beach'' deutlich vor Augen geführt bekommt), aber auch knackigen Countryrock und ein paar Americana-Anleihen. Die Mischung stimmt! Eine Scheibe voll immenser Frische, ungemein eingängig, voller positiver Energie, ja ein Werk, das für die Radiostationen geradezu prädestiniert ist und jede Cabriofahrt oder Poolparty bereichern wird. Man merkt schon nach wenigen Songs, dass man es hier mit einem absolut ausgeglichenen, zufriedenen, sehr angenehmen Menschen zu tun hat, der über seine Lieder relativ simple, aber auch durchaus mal kritische Botschaften transportiert. Zu den einzelnen Tracks gibt es im umfangreichen Faltbooklet (mit allen Texten) und jeweils kurze Statements/Zusammenfassungen von ihm. Ein gutes Beispiel ist seine erste Single '"Trailer Hitch'" (erreichte immerhin Platz 25 der Billboard Country-Charts) mit einem wunderschön relaxten Reggae-Groove, wo er fragt, warum alle Leute danach streben, reich sterben zu wollen (... I've never seen a hearse with a trailer hitch...), als ihr Dasein mit den einfachen Dingen des Lebens zu genießen. Das Tom Petty-verwandte ''Make Another Memory'' und das euphorisch-fröhliche ''Light Me Up'' hatten zuvor eröffnet. Grandios der Titelsong ''Southern Gravity'': Von ganz dezenten Untertönen des berühmten Band-Songs ''The Weight'' getragen, macht besonders die im Southern Rock verwurzelte Hintergrund E-Gitarrenarbeit, inkl. eines schönen Solos, Spaß. Hier ist vornehmlich Andrew DeRoberts (neben einigen anderen Saitenkünstlern, wie etwa Peter Stroud, Troy Lancaster) zu nennen, der auch bei anderen Titeln immer wieder klasse Fills und Soli einstreut. Das launige, Sommerstimmung verbreitende ''Flip Flops'' kommt im Kenny Chesney-Stil. Klasse hier, die auch in anderen Stücken immer wiederkehrenden Pedal Steel-Fills (gespielt von Justin Schipper, Dan Dugmore), die sich wie ein roter Faden durchs gesamte Werk ziehen. In eine ähnliche Kerbe schlagen weitere Nummern wie ''Giving It Up'' (herrlicher Banjorhythmus von Ilya Toshinsky), ''Feeling Fine California'' (mit typischer Westcoast-Note, klasse Harmoniegesänge von Megan und Rebecca Lovell, großartige E-Gitarren-Arbeit) und das Heartland-trächtige ''Sending You A Sunset'' (hier zirpt mal Kristians durch Sugarland bekannte Mandoline). Ein wenig nachdenklich stimmen Lieder wie das lässige ''Waiting On An Angel'' (wieder klasse Harmonies der Lovell-Sisters, schönes Slidehuitar-Spiel von DeRoberts) oder der abschließende Aussteiger-Song ''House On A Beach'' (tolle klare Akustikgitarre von leiernder Steel begleitet – dezentes Seventies-Flair), die am Ende aber in eine positive Stimmung münden. Kristian Bush serviert uns mit seinem Erstwerk ''Southern Gravity'' ein wundervolles New Country-Werk, das, wie gesagt, eine ungeheure Frische ausstrahlt und gerade auch musikalisch voll zu überzeugen weiß. Es wird mehr als deutlich, welch ein großartiger Songwriter Bush ist (das Album enthält nicht eine einzige schwache Nummer), und welche Bedeutung er auch für Sugarland hatte. Bei dem unzählige Hits abwerfenden Country-Duo gehörte die Lead-Stimme weitestgehend Jennifer Nettles, doch Kristian ist ebenfalls ein hervorragender Sänger, der eigentlich auch früher schon viel mehr Songs für sich hätte in Anspruch nehmen dürfen (müssen). Um die 300 Stücke hat Kristian Bush laut eigener Aussage noch im Köcher, da darf man sich schon jetzt, falls nur annähernd das Niveau gehalten werden kann, auf reichhaltigen Nachschub freuen. Wer mit Kollegen wie Kip Moore, JT Hodges, Kenny Chesney, Luke Bryan (sein "Spring Break"-Stoff) und z. T. auch einem klassischem Keith Urban gut kann, der bei auch bei Bush aufs Beste bedient . Mit seinem ''Southern Gravity'' dürfen die warmen Tage endlich eingeläutet werden. Exzellentes Solo-Debut! Bestnote! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Make Another Memory - 3.12
2. Light Me Up - 3.33
3. Trailer Hitch - 2.50
4. Southern Gravity - 4.12
5. Flip Flops - 3.42
6. Giving It Up - 3.51
7. Feeling Fine California - 4.24
8. Waiting on an Angel - 3.15
9. Walk Tall - 3.58
10. Sending You a Sunset - 3.57
11. Sweet Love - 3.44
12. House on a Beach - 3.50

Art-Nr.: 8829
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Make another memory
Trailer hitch
Southern gravity
Flip Flops
Feeling fine California
Walk tall
Sweet love

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Cam - untamed [2015]
Tolles Major-Debütalbum der aus Kalifornien stammenden Cameron Ochs, die aber unter ihrem schlichten Künstlernamen Cam firmiert. Fünf Jahre hat die hübsche, quirlig-gelockte Blondine laut eigener Aussage an Zeit in ihre elf Songs investiert. Und 'Gut Ding braucht Weile' heißt es ja auch im Volksmund, was hier absolut zutrifft. "Untamed" heißt ihr Erstwerk und ist unter der Regie der in Countrykreisen nicht so geläufigen Tyler Johnson und dem eher in Pop-Gefilden bekannten Jeff Bhasker (Beyonce, Bruno Mars) entstanden. Die talentierte 32-jährige hat sämtliche Stücke in Zusammenarbeit mit verschiedenen, z. t. namhaften Co-Autoren wie Casey Beathard, Jeremy Spillman, Phil Vassar oder Luke Laird kreiert, aber auch mit vielen, in Nashville eher nicht so geläufigen Mitschreibern, wie Zachary Werner, Anders Mouridsen, David Manzoor und Nathalie Murphy, wobei natürlich auch Tyler Johnson (fast alle Lieder) und Jeff Bhasker (2 Songs) stark involviert waren. Übrigens ist Mrs. Ochs keine Unbekannte auf dem Gebiet. Sie hat früher schon Künstlerinnen wie Maggie Rose und Miley Cyrus mit Stücken versorgt. Auch bei den Musikern macht es die Mischung. Die eine Hälfte bildete die erlesene Nashville-Studio-Elite mit Koryphäen wie Tom Bukovac, Glen Duncan, Tony Lucido, Russ Pahl, der Rest setzt sich vorwiegend aus aus weniger frequentierten Musikern wie u. a. Dan Needham, Joeie Canaday, Kris Donegan, Douglas Charles Stowalker, Anders Mouridsen oder Alex Salbian zusammen, wobei natürlich auch hier Johnson und Bhasker eine ebenfalls tragende Rolle spielten. Das lässt die Musik von Cam insgesamt sehr frisch und spürbar unverbraucht klingen. Der eröffnende Titelsong "Untamed" startet mit Grillenzirpen und einer, einen heranrauschenden Zug simulierenden Harpeinlage, die dann in einen mit Banjo-Rhythmus (dazu viel Mundharmonika) unterlegten, knackigen New Country-Feger mündet. Die Nummer macht direkt Laune und ist hitverdächtig. Dies gilt aber auch für fast alle anderen Tracks, wobei hier aber auf die in Nashville zur Zeit üblichen effekthascherischen Pop-Anbiederungen fast gänzlich verzichtet wurde, wie zum Beispiel das folgende "Hangover On Heartache" mit seiner markanten Refraintitelzeile und das atmosphärische "Mayday". Ausgewählt als Single wurde das großartige, aber eher Single-untypische "Burning House", das sehr zurückgenommen (eine klare Akustikgitarre dominiert) und mit herrlichen Violinen- und Celli-Klängen instrumentiert wurde. Ein, ohne jeglichen Anflugs von Kitsch, unter die Haut gehender Song. Klasse! Belohnt direkt mit Platz 4 in den Billboard Country Single-Charts. Geht doch, Nashville, möchte man da fast sagen! Das, wie der Titel es schon suggeriert, unterkühlt wirkende "Cold In California" überrascht mit einem kurzen Bass-Solo, statt der sonst hierfür vorgesehenen Instrumente wie E-Gitarre, Fiddle oder Steel. "My Mistake", ein flottes, tanzbares Countrystück (schöne leierige Steelfills, klasse Bouzouki-Spiel von Glen Duncan) und das frech gesungene, gypsy-folkige "Runaway Train" lassen das Tempo wieder anziehen. Herrlich das Honky Tonk-Piano-Intro zu "Half Broke Heart", das als cool groovender, sehr melodischer Banjo-Countryshaker weiterverläuft. Auch das von Claps und ansteckenden Harmoniegesängen bestimmte "I Want It All" ist ein potentieller Hitkandidat, der auch bei ihren Konzerten aufgrund des leicht merkbaren Chorus zum Mitsingen animieren wird. Macht unglaublich Laune! Beim mit typisch coolem Erzählgesang von Statten gehenden "Country Ain't Never Been Pretty" (herrliche Retro E-Gitarren-Fills) sieht man vorm geistigen Auge, wie sich "die Ochs" sexy und lasziv auf der Bühne bewegt (hat ein bisschen countryeskes "Leave Your Hat On"-Flair). Darüber hinaus eine schöne, textlich augenzwinkernde Nummer! Den tollen Abschluss bildet das grandiose "Village", das im Singer-Songwriter-Stil der Extra-Klasse dargeboten wird und einen wieder absolut gefangen nimmt. Stark. Erinnert an Großtaten von Lori McKenna. Cam, alias Cameron Ochs überzeugt mit ihrem Debüt "Untamed" auf ganzer Linie. Die Dame vereint in sich sowohl das Talent von poppigeren Interpretinnen wie Carrie Underwood, LeAnn Rimes und Kellie Pickler, als auch tiefergründigerer Musikerinnen der Marke Carolyn Dawn Johnson, Allison Moorer oder besagter Lori McKenna. Die Musik und der klare, transparente Sound wirken frisch und unverbraucht, ja ansteckend. Einer der vielversprechendsten Einstiege des Jahres 2015 in Nashville. Wir ziehen den Hut und konstatieren:Yes, we Cam! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Untamed - 3:30
2. Hungover On Heartache - 3:13
3. Mayday - 3:36
4. Burning House - 3:51
5. Cold in California - 3:10
6. My Mistake - 3:20
7. Runaway Train - 2:57
8. Half Broke Heart - 3:04
9. Want It All - 3:08
10. Country Ain't Never Been Pretty - 3:36
11. Village - 3:55

Art-Nr.: 9056
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

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Campbell, Owen - pilgrim, the [2014]
"One of Australia's most gifted bluesrock and roots guitarists and singers with one hell of an album"! Begeisterndes Statement eines US-Journalisten zu dem prächtigen Werk "The pilgrim" des exzellenten australischen (New South Wales) Songwriters, Sängers und (Slide)Gitarristen Owen Campbell, der hier in der Tat ein aufsehenerregendes Produkt seiner großen Schaffenskunst vorlegt. Was wir hier hören, ist eine genauso explosive, wie inspirierte, gefühlvolle und leidenschaftliche Verbindung bester Bluesrock und Rootsrock-Indikatoren, die in 11 hervorragenden, einerseits schön rauen, andererseits aber auch wunderbar filigranen, virtuosen und direkten Songs münden. Erdig, dreckig, erstklassig hängen bleibend, authentisch! Neben dem Einfluss alter, legendärer amerikanischer und britischer Blues-Helden, fühlt sich Campbell vor allem auch von Leuten wie Bob Dylan, Van Morrison und The Band inspiriert, doch oftmals klingen der Bursche und seiner fantsatischen Begleitmusiker eher, als wären die Juke Joints von New Orleans ihr musikalisches Zuhause. Anders Osborne fällt einem dazu beispielsweise als Vergleichsgröße ein. Dazu kommen die Songs allesamt in einem prachtvollen, ungemein tighten, teperamentvollen, klaren, kraftvollen, auf den Punkt gebrachten, satten Sound. Das ist richtig stark und passt alles bestens zusammen. Gleich der Opener, "Wreckin' ball", ist ein Knüller. Wir hören einen treibenden Bass in Verbindung mit straighten, fetten Drums, wodurch ein wunderbarer, brodelnder Groove entsteht. Als Lead-Instrument schlängelt sich eine bärenstarke, dreckige "rusty" E-Gitarre durch den Song, dazu swampige Slide-Licks und Campbells packender Gesang. Was für ein blendender, erdiger Roots-/Bluesrocker, welch ein Spirit. Auf ähnlichem Terrain geht's weiter: "Leave it alone" ist ein abermals prächtig groovender, wieder mit einem feinen Swamp-Feeling ausgestatteter, bluesiger Rootsrocker mit richtig coolen Gitarrenlicks und herrlichen Orgel-Ergänzungen. Den besonderen "Kick" ergeben dann noch die auffallend lässigen Saxophon-Fills. Hat ein klasse Southern-Flair. Mit dem tollen "Cried for yesterday" beglücken uns der Meister und seine Freunde schließlich mit einem von sehr starken Melodienbögen geprägten Slow-Blues. Klasse, weibliche Backgound-Vocals, hervorragende Gitarren-Licks in Verbindung mit grummelnden Orgelklängen und ein gefühlvolles, wunderbares Saxophon-Solo im Instrumentalbreak bestimmen das Geschehen. Super auch der kochend heisse, stampfende Bluesrocker "Dev'lish woman", der mit einem fulminanten, quirligen, rauen, dabei mächtig dampfenden Gitarrensolo aufwarten kann. Der starke, bluesige Roots-Stomper "Highway bound" mit seiner trockenen Banjo-Untermalung passt hingegen eher in das Anforderungsprofil eines bluesigen Steve Earle. Sehr fein auch die rootsige Singer/Songwriter-Nummer "New years eve", bei der sich Campbell lediglich auf der akustischen Gitarre begleitet. Wie gesagt, es passt bei diesem Album alles zusammen. Dieser hoch talentierte Owen Campbell verdient es dringend, sowohl in der Blues-, als auch der Roots-Zielgruppe mit höchster Aufmerksamkeit wahrgenommen zu werden. In den USA jedenfalls ist sein Stern bereits am Aufgehen. Tolle Scheibe eines großartigen Künstlers!

Das komplette Tracklisting:

1. Wreckin' Ball - 3:24
2. Leave It Alone - 4:46
3. You Know I'm Gone - 2:31
4. Cried for Yesterday - 5:00
5. It Don't Mean a Thing - 3:59
6. Dev'lish Woman - 4:04
7. Remember to Breathe - 4:09
8. Bukhu's Blues - 2:32
9. New Year's Eve - 3:14
10. Highway Bound - 2:45
11. A Better Place - 3:54

Art-Nr.: 8831
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Wrecking ball
Leave it alone
Cried for yesterday
Dev'lish woman
remember to breathe
New years eve
Highway bound

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Currington, Billy - summer forever [2015]
New Country Platinum-selling artist Billy Currington mit seinem neuen Album! Enthält seinen aktuellen Top-Hit "Don't it". Es wird nicht der einzige bleiben...

Das komplette Tracklisting:

1. Don't It
2. Drinkin' Town With A Football Problem
3. Wake Me Up
4. Good Night (featuring Jessie James Decker)
5. Jonesin'
6. Give It To Me Straight
7. It Don't Hurt Like It Used To
8. Nowhere Town
9. Do I Make You Wanna
10. Sweet Love
11. Soundtrack
12. Summer Forever

Art-Nr.: 8874
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

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Eldredge, Brett - illinois [2015]
Der "CMA New Artist Of The Year 2014" mit seinem zweiten Album! Brett Eldredge hatte schon mit seinem Debütwerk "Bring You Back" einen Traumstart in die Karriere hingelegt. Der Silberling erreichte Platz 2 der Country Billboard-Charts und verpasste nur knapp die Pole-Position. Zusätzlich gab es mit drei Singles unter den Top 10 (parallel auch Nr. 1 in den Airplay-Charts) weitere, große Erfolge. Das weckt, in Bezug auf den Nachfolger, natürlich Begehrlichkeiten. Was ihm beim Vorgänger um Haaresbreite verwehrt blieb, ist ihm jetzt mit seinem brandneuen Silberling "Illinois" gelungen. Es ist amtlich: Brett Eldredge hat sein erstes Nr. 1 Album in den Billboard Country-Charts und on top noch Platz 3 in der genreübergreifenden Top 200-Notierung der Billboard Album-Charts erreicht. Eldredge ist somit im Kreise der großen US-Künstler bereits frühzeitig angekommen. Denn ähnlich wie Luke Bryan (im Gegensatz zu ihm, dessen Gesang eigentlich immer recht "hölzern" wirkt, kann Brett dazu noch mit einer "Mords"-Stimme aufwarten) und Taylor Swift zuvor, folgte der aus Paris, Illinois stammende Cousin von Chris Eldredge (The Grascals) dem derzeitigen Trend in Nashville, die Musik möglichst "zweigleisig" anzulegen, d. h. auch über den Countrymarkt hinaus kompatibel zu gestalten. So verschwimmen auch auf "Illinois" New Country- und Pop/Rock-Elemente fließend ineinander. Mitverantwortlich hierfür natürlich der für seine modernen Produktionen bekannte Russ Copperman, für den sich Brett jetzt schwerpunktmäßig entschieden hat, nachdem es beim Vorgänger noch einen Konglomerat aus verschiedensten Produzenten gegeben hatte. Vermutlich auch, weil zwischen beiden die Chemie beim Songwriting (sie haben den Großteil der Stücke geschrieben, Eldredge war sogar in allen Tracks kompositorisch involviert!) zu stimmen scheint. Dementsprechend hat auch die erste Single des Albums, "Lose My Mind" (schöne, markante Slide Gitarren-Führungslinie, rhythmischer Powersong) schon die Charts geentert und ist in die Top 10 eingestiegen. Tendenz Richtung Spitze! Die CD startet jedoch mit dem ruppigen Countryrocker "Fire" (tolle Tempowechsel, starke E-Gitarren) fast in der Manier eines Pat Green. Ein starker Auftakt! Es folgt mit "You Can’t Stop Me" ein grooviger, soulig angehauchter R&B-Track, den Brett im Duett mit Thomas Rhett performt, der in diesen Tagen auch sein neues Album "Tangled Up" auf den Markt bringt. Beide werden auch zusammen in Kürze ihre "Suits & Boots"-Tour jeweils als Co-Headliner (Opening Act: Danielle Bradbery) in Angriff nehmen. Auf der ein wenig mit Will Hoge-Flair bedachten Ballade "Wanna Be That Song" kann Brett dann seine stimmlichen Qualitäten (er "hängt" sich spürbar immer richtig rein und geht nicht zu Unrecht so ein bisschen als der "Ray Charles des Country" durch) richtig ausspielen. Klasse hier auch die Harmonie-Vocals gegen Ende von Stephanie Chapman. Gute Laune verbreitet der Beach-taugliche Abhäng-Track "Time Well Spent", gefolgt vom melodischen Countrypoplied "If You Were My Girl". Centersong des Werkes ist das Piano-trächtige, mit einer schönen Southern-Brise umwehte Titelstück "Illinois", zugleich eine Hommage an seinen Heimatstaat, aber auch vielleicht so etwas wie der legitime Nachfolger von Marc Cohns "Walking In Memphis". Wunderbar! Geschrieben mit Brad Crisler, der hier, wie auch beim schönen "Lose It All" (Akustikgitarre, Steeltupfer, kurzes E-Gitarren-Solo) mit an den Reglerknöpfen saß (bei allen anderen Tracks dann Russ Copperman). Das ein wenig an Marc Broussard erinnernde, atmosphärische "Just A Taste" und das mit Akkordeon- und Mandolinentupfern bestückte "Drunk On Your Love" warten ebenfalls mit klaren Chart-Ambitionen auf. Auf "Shadow" zeigt sich Brett Eldredge recht experimentierfreudig und mutig zugleich. Ein rockiges, sehr "asymmetrisch" strukturiertes Stück, das ziemlich polarisieren dürfte und man eher im Repertoire von Bands wie Nickelback, Hinder & Co erwarten würde. Ein Klasselied, aber in diesen Sphären doch sehr ungewöhnlich. Dafür wird man zum Schluss mit dem flockigen, eingängigen New Country-Stück "Going Away For A While" mit einem launigen "Sing-A-Long"-Refrain zurück in die Spur gebracht. Fazit: "Illinois" ist bester, moderner New Country mit leichten Pop-Tendenzen, wie er momentan in Nashville richtig angesagt ist. Eingespielt natürlich vom Who-Is Who der Nashville Garde-Studio-Musiker. Brett Eldredge ist nicht zuletzt dank seiner enormen Charakterstimme und dem Gespür für die richtigen Songs vollkommen zu Recht zur richtigen Zeit im Reigen der momentan populären US-Interpreten (aller Genres) angekommen. Chapeau Mr. Eldredge! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Fire - 3:18
2. You Can't Stop Me (feat. Thomas Rhett) - 3:24
3. Lose My Mind - 2:35
4. Wanna Be That Song - 3:56
5. Time Well Spent - 3:35
6. If You Were My Girl - 3:31
7. Illinois - 3:22
8. Just A Taste - 3:28
9. Drunk On Your Love - 2:54
10. Lose It All - 3:40
11. Shadow - 2:39
12. Going Away For A While - 3:15

Art-Nr.: 8973
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

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Farr, Tyler - suffer in peace [2015]
Zweites Werk von einem der neuen, jungen, wilden Shooting-Stars aus Nashville. Nachdem Tyler Farr mit seinem Debüt "Redneck Crazy" (sowohl mit dem Album als auch der gleichnamigen Single) die absolute Spitze der Country-Billboard-Charts nur hauchdünn verfehlt hatte (beide jeweils Platz 2, zweitgenannte konnte sich immerhin 20 Wochen halten!), legt er jetzt mit dem Nachfolger "Suffer In Peace" (direkter Einstieg auf Platz 2) erneut einen Traumstart hin. Auch die Single "A Guy Walks Into A Bar", ein wunderbar melodisches Midtempostück mit Powerrefrain und starken E-Gitarren (inkl. heulendem Solo), klettert bereits schnurstracks in den Top 10 nach oben. Vom Türsteher zum Country-Star! Der ursprünglich aus Missouri stammende Sohn eines Tour-Gitarristen von George Jones legt schon ein beeindruckendes Tempo in Sachen Karriere vor und verkörpert in dieser Hinsicht auch ein wenig so was wie den berühmten 'American Dream'. Kein Wunder also, dass Farr sich auch auf einigen Tracks äußerst heimatverbunden gibt und gerade im patriotisch und religiös veranlagten Lager der New Country-Szene reichhaltig punkten wird. Schon der southern angerockte Opener "C.O.U.N.T.R.Y." (klasse direkt das Intro mit einer kratzigen Dobro-Linie, polternden Drums und flotten E-Gitarren) behandelt die Stereotypen des Genres (nette Zeile: "Old Charlie Daniels calls the devil a son of a bitch") auf allseits bekannte Weise. "Raised To Pray" (mitgeschrieben von den Warren Brothers) und auch das abschließende "Why We Live Here" sind pathos-getränkte Hommages an die Werte des amerikanischen Südens. Klasse Tylers Duett mit Jason Aldean auf "Damn Good Friends", eine Hymne an die echte oder wahre Freundschaft mit Leuten, die man im Leben meist nur an einer Hand abzählen kann. Sicherlich im Vorfeld der kommenden Jason Aldean-Tour, wo Tyler supporten wird, ein klug kalkulierter Live-Earcatcher. Das textlich humorvolle "Better in Boots" mit unterschwelligem Reggae-Flair, macht im Stile von Leuten wie Luke Bryan, Billy Currington oder Kip Moore Laune auf den Sommer. Seine stärksten Momente hat Farr allerdings bei Stücken, wo eine dezent düster emotionale Ebene ins Spiel kommt. Großartig vor allem das atmosphärische "Withdrawals" und das schon fast depressiv angehauchte "I Don't Even Want This Beer", wo die vorzügliche E-Gitarrenarbeit von Musikern wie Troy Lancaster, Adam Shoenveld und Derek Wells, ähnlich wie bei Brantley Gilbert auf seinem letzten Silberling, eine fast dramatische Note zu Tylers emotionalem Gesangsvortrag in die Songstruktur einbringen. Produziert haben in einem sehr klaren und kräftigen Sound Julian King (Grammy-Gewinner für Faith Hills "Breathe"-Album) und Sony A&R Vize-Präsident Jim Catino. Insgesamt besticht Tyler Farrs "Suffer In Peace" mit sattem, fettem, rockigem und ungemein kraftvollem New Country auf der Schiene solcher Seelenverwandter wieJaseon Aldean, Eric Church, Justin Moore, Brantley Gilbert und Konsorten. Hier werden auf jeden Fall noch weitere Hits abfallen. Und vielleicht klappt es ja diesmal auch noch mit der anvisierten Nummer Eins! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. C.O.U.N.T.R.Y - 3.21
2. A Guy Walks Into a Bar - 3.16
3. Withdrawals - 3.44
4. Damn Good Friends (Duet with Jason Aldean) - 3.05
5. Suffer in Peace - 4.00
6. Raised to Pray - 3.34
7. Criminal - 3.10
8. Better in Boots -2.56
9. Poor Boy - 3.03
10. I Don't Even Want This Beer - 3.13
11. Why We Live Here - 3.17

Art-Nr.: 8855
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

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Gloriana - three [2015]
Der Titel sagt es schon: Drittes Album des großartigen Country-Trios Gloriana mit der Hit-Single "Trouble".

Das komplette Tracklisting:

1. Trouble
2. Ain't Runnin' Outta Summer
3. Are You Ready
4. Nobody But You
5. It's On Tonight
6. Fight
7. Wanna Get To Know You
8. Let's Take A Shot
9. Get Back That Goodbye
10. Lighters
11. It Won't Let Go
12. My Somebody

Art-Nr.: 8876
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

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Hagar, Sammy & The Circle - at your service ~ live [2015]
2 CD-Set! Er ist nicht klein zu kriegen! Der "Red Rocker" hat wieder zugeschlagen! Nach Montrose, Van Halen, den "Wabos" und Chickenfoot hat das Rock'n Roll-Urgestein Sammy Hagar mit "The Circle" eine neue "Supergroup" zusammengestellt, bestehend neben ihm aus seinem langjährigen Waboritas-Wegbegleiter, dem Gitarrenvirtuosen Vic Johnson, ex Van Halen Bassmann Michael Anthony und dem großartigen Drummer und Sohn der Led Zeppelin-Ikone John Bonham, Jason Bonham (zuletzt Black Country Communion und California Breed), mit der er bereits kreuz und quer durch die USA tourt. Auch letzte Jahr tat er das schon. Von dieser 2014er-Tour stammt die vorliegende, fulminante Live Doppel-CD, das Debut der Band. Hagar und die Jungs rocken, was das Zeug hält und hauen ihren Fans die volle Dröhnung von Hits aus ihrer gesamten Schaffenszeit um die Ohren. Sie sind in prächtiger Form und wirken spielfreudig und "aufgedreht", bis in die Haarspitzen. Großartig! Im Repertoire haben sie fulminante Live-Fassungen alter Montrose-Klassiker ("Rock Candy"), ebenso ein paar Van Halen-Knaller (z.b. "Poundcake", "When it's love", "Best of both worlds"), jede Menge von Hagar's Solo-Material (z.B. "There's only one way to rock", "I can't drive 55", "Little white lie" vom starken "Marching to Mars"-Album), sowie ein paar mitreissende Covers, das ist Jason Bonham's Verdienst, alter Led Zeppelin-Kracher ("Good times, bad times", "Whole lotta love", "When the levee breaks", "Rock and Roll"). Was für ein super, Energie geladener, "Hi octane Hrad Rock'n Roll"-Spaß!

Die komplette Setlist:

Disc: 1
1. There's Only One Way To Rock - 5.45
2. Rock Candy - 5.54
3. Good Times Bad Times - 3.26
4. Poundcake - 5.57
5. I Can't Drive 55 - 5.08
6. Mikey Bass Solo - 3.31
7. When It's Love - 5.39
8. Whole Lotta Love - 5.46
9. Little White Lie - 4.17
10. When The Levee Breaks - 8.18

Disc: 2
1. Jason Drum Solo / Moby Dick - 6.31
2. Why Can't This Be Love - 4.10
3. Finish What Ya Started - 4.52
4. Heavy Metal 4.39
5. Vic Guitar Solo - 1.24
6. Best of Both Worlds - 7.03
7. Right Now - 6.10
8. Rock and Roll - 3.26
9. Dreams - 5.08

Art-Nr.: 8864
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Hogjaw - rise to the mountains [2015]
Die Gitarrensalven und schillernden Dual-Leads fliegen einem nur so um die Ohren. Hogjaw, ohne jeden Zweifel eine der führenden Southern Rock Bands der Gegenwart, präsentieren mit "Rise to the mountains" nun schon ihr 5. Album innerhalb von 7 Jahren - und eines ist stärker als das andere. Die neue Scheibe ist wieder ein wahrer Southern Rock-Paukenschlag. Voller Leidenschaft, ja geradezu entfesselt und mit den vielleicht besten Songs ihrer bisherigen Karriere im Köcher, geht es auf eine geradezu mitreissende, knapp 53-minütige "Tour de force" durch alle nur erdenklichen Landschaften des klassischen "Hard American Guitar Southern Rock'n Rolls", von der der geneigte Fan einfach nicht genug bekommen kann. "What a blast"! Das Quartett aus Arizona ist wirklich ein Phänomen! Diese Truppe steht wie eine Eins zu dem, was sie tun. Kompromisslos spielen sie ihren Southern Rock mit einem Feuer, wie kaum eine andere Band. Trotz der recht hohen Schlagzahl an veröffentlichten Alben seit ihrer Gründung, gehen ihnen die Ideen für großartige Songs einfach nicht aus. Obwohl sie ihren bisherigen, exzellenten Lead Gitarristen Craig Self, der aus gesundheitlichen Gründen die Band verließ, durch den neuen, nicht minder starken, explosiven "guitarslinger" Jimmy Rose ersetzen mussten (der Mann spielt wie ein Irrwisch - umwerfend), einem alten Freund der Jungs, gibt es keinen musikalischen Stillstand - nicht die Spur! In Gegenteil, die Entwicklung geht stetig weiter, was das neue Werk spürbar demonstriert. Natürlich ist auch "Rise to the mountains" wieder richtig hart, zuweilen "heavy" und strotzt nur so vor Power, natürlich ist das Zitat, das der amerikanische Southern Rock-Spezialist Michael Buffalo Smith einmal über sie sagte, noch immer gültig ("they are more Blackfoot than The Marshall Tucker Band, and more Hatchet than Allmans"), aber die Band bringt hier eine ganz neue Variabilität in die Songs, denn nun führen sie bei einigen Stücken ein wenig mehr Countryrock-Einflüsse ein und lassen durchaus ein gewisses Flair der Tucker-Boys und der The Allman Brothers Band einfliessen, vor allen Dingen durch die wunderbaren, flockigen Twin-Leads. Ein herausragendes Beispiel dafür ist das grandiose Titelstück des Albums, das den Songreigen auch eröffnet. Diese monumentale Southern Rock-Nummer bringt die Band sofort in ungeahnte musikalische Höhen. Beginnt zunächst wie gewohnt, wie ein typischer, straighter, wuchtiger, schnörkelloser Hogjaw-Rocker voller Dynamik und Power. Kocht mächtig! Doch nach etwa 3 Minuten vollzieht sich ein wunderbarer Strukturwechsel. Das Tempo wird etwas herausgenommern, eine herrliche Pedal Steel erklingt (Gastmusiker John Rickard), der Groove wird deutlich lockerer und hinreissende Twin-Leads komplettieren das Geschehen. Das Marshall Tucker-/Allmans-/Dickey Betts-Countryrock-Flair ist da, ohne das die Truppe an Kraft verliert. Weibliche Bachup-Gesänge und glühende, melodische Gitarrensoli machen das pure Southern Rock-Vergnügen perfekt. Die Truppe, das steht jetzt schon fest, ist in absoluter Top-Form! Es folgt das kochende, etwas swampige, dabei prächtig hängen bleibende "Leavin' out the backside", abermals ein absolut klassischer Southern Rocker im Stil der großen Siebziger-Helden. Vor allem die Einflüsse Lynyrd Skynyrd's sind hier spürbar. Auch diese Numer brilliert gegen Ende wieder mit einer ausgedehnten, himmlischen Allmans-kompatiblen Twin Lead-Passage. Herrlich! Nun lassen sie's richtig krachen: Das anschließende "Over for you know it" ist ein knallharter, kompromissloser, unbeschwerter, voll auf die Tube drückender, losgelöster Molly Hatchet-mässiger, von fetten Riffs geprägter "Heavy Guitar Southern Rock-Boogie" voller glühender, wirbelnder, höllischer Gitarrenläufe, bei dem Frontmann Jonboat Jones fast wie der unvergessene Danny Joe Brown singt. Stark! Mit dem harten, wuchtigen Swamp Southern Rocker "Where have you gone" geht's weiter. Massive Gitarrensalven, inklusive brodelnder Double-Leads überall. Das Gitarrensolo in der Mitte macht keine Gefangenen, dazu gibt's eine klasse Melodie. Die darf man auch der anschließenden, über 8-minütigen Wahnsinns-Ballade "I will remain" attestieren, wieder eine dieser Nummern, bei denen Hogjaw in beeindruckender Art und Weise demonstrieren, was sie drauf haben. Von herrlichen, vielschichtigen, sehr transparenten Gitarren eingerahmt, entwickelt sich ein Song, den man als so etwas wie eine Kreuzung aus Metallica (auf der "Nothing else matters"-Schiene) und Lynyrd Skynyrd bezeichnen kann. Die ausgedehnten, mächtigen, wundervollen Gitarrensoli, inklusive schöner Twin Lead-Passagen, sind abermals eine Wucht. Die Band im Spielrausch! So geht das mit der einer fulminanten Nummer nach der nächsten bis zum Ende weiter, ehe das Werk mit dem ruhigen "Grey skies" gediegen ausklingt. Ein packendes Album! 2 fulminante "Gitarreros", Bass, Drums und kerniger Gesang - das Hogjaw-Feuer brennt lichterloh! Famos! Schon zu Anfang ihrer Tage skandierten wir: "Long live Southern Rock! Long live Hogjaw!" Das gilt heute mehr denn je...

Das komplette Tracklisting:

1. Rise to the Mountains - 7:33
2. Leavin' Out the Backside - 5:39
3. Over for You Know It - 3:18
4. Where Have You Gone - 4:48
5. I Will Remain - 8:33
6. Fire, Fuel & Air - 5:01
7. Another Day - 4:27
8. Second to None - 4:24
9. The Smoker - 3:34
10. Grey Skies - 5:19

Art-Nr.: 8891
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Rise to the mountains
Leavin' out the backside
Over for you know it
Where have you gone
I will remain
Fire, fuel & air
Another day

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Houser, Randy - fired up [2016]
Klasse, neues Album von Randy Houser. "Fired Up" heißt sein Werk, das bisher vierte in seiner, seit 2008 anlaufenden Karriere, was im übertragenen Sinne ja so etwas wie "hoch motivier" bedeutet. Nach einer, für einen passionierten Songwriter wie Houser (schrieb ja unter anderem auch Trace Adkins‘ "Honky Tonk Badonkadonk") schon fast unendlich lang erscheinenden Pause seit seiner letzten CD "How Country Feels", von drei Jahren, merkt man ihm den hohen "Motivationsgrad" auch regelrecht an. Randy "feuert" eine ordentliche Salve mit satten 17 neuen Songs ab, unter anderem auch seinen aktuellen Riesenhit "We Went" (eingängiger, rhythmischer, sogar durchaus tanzbarer New Country), der in den Country Airplay-Charts auch sofort auf den ersten Platz geschossen ist. Randy selbst war in fünf Tracks kompositorisch involviert und beweist auf "Chasing Down A Good Time" (geschrieben zusammen mit Jeffrey Steele und Anthony Smith - markant euphorischer Refrain, klasse Tempowechsel), "Senior Year" (Akustikgitarrenuntermalung, Steel-Tupfer, Powerrefrain), "Lucky Me" (tolle Melodie, Bariton-E-Gitarre, Steel-, Orgelfills, Slide-Solo, überaus hitverdächtig), dem knackig rockenden "Before Midnight" (Jason Aldean-Stil) und dem wahrhaften Lovesong "True" (voller Emotionen, hinreißendes E-Gitarren-Solo), seine außergewöhnlichen Songwriter-Skills. Auch der Rest der Stücke wurde natürlich vom Who-Is-Who der Nashville-Schreiber kreiert (u. a. Dallas Davidson, Ben Hayslip, Rhett Akins, Craig Wiseman, Shane Minor, Brice Long, Michael Dulaney, Tony Martin, Ashley Gorley). Der 2. vorgesehene Single "Song Number 7" (hier demnach auch an siebter Stelle platziert - melodischer Midtempotrack, mitgeschrieben von Jungstar Chris Janson) dürfte aufgrund der markanten und leicht merkbaren/nachsingbaren Refrainzeile ebenfalls beste Aussichten auf einen großen Charterfolg haben. Toll natürlich auch der Titelsong "Fired Up" (Steel, Orgel, Southern E-Gitarren-Solo) mit seiner starken E-Hook und Housers zündendem Gesang (insgesamt auch sehr flexible und starke Leistung). Die wunderbare Southern Soul-Ballade "Little Bit Older", mit dezentem "Knockin‘ On Heaven‘s Door"-Flair, bereitet unweigerlich Gänsehaut (inkl. fulminantem E-Gitarren-Solo). Ein absolutes Highlight! Aus der Feder der Warren Brothers stammt der, mit ihrem eigenwilligen Humor, inszenierte Titel "Hot Beer And Cold Women". Der in Nashville sich in aller Munde befindliche Chris Stapelton ist auf der Blockbuster-tauglichen Powerballade "One Way" (Streicher, Piano, dramatisches E-Gitarren-Solo) sowohl kompositorisch als auch mit Background-Gesang involviert. Das zum Abschluss schön swampig, in Redneck-Manier groovende "Whiskeysippi River" (erneut starkes E-Gitarren-Solo) hätte Trace Adkins auch wieder gut zu Gesicht gestanden und wird von Houser ebenso mit Bravour gemeistert. Ein tolles Ende eines bärenstarken Albums, das, gemessen an der hohen Anzahl der Liedern, eine Hitdichte aufweist, die ihresgleichen sucht. Dabei gelingt Randy Houser und seinem Produzent Derek George ein fast perfekter Spagat zwischen kommerziellem Anspruch und musikalischem Ethos. Denn anders wie viele seiner Kollegen Luke Bryan, Thomas Rhett & Co. in letzter Zeit, lässt Randy seine Country Roots weiterhin maßgeblich in seine Musik einfließen und nicht als reine Alibi-Funktion verkümmern. Das Werk erinnert in seiner Art ein wenig an Justin Moores starken Longplayer "Off The Beaten Path". Der Mann aus Jackson, Mississippi (mittlerweile ja beim Broken Bow Unterlabel Stoney Creek Records beheimatet) hat sich somit längst zu Recht fest in der Elite Nashvilles etabliert, was "Fired Up" sicher noch einmal deutlich untermauern wird. Starker Country-/New Country-Stoff, der in diesem Jahr in allen Belangen noch für viel Furore sorgen wird! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Back - 3:32
2. We Went - 2:59
3. Chasing Down a Good Time - 3:33
4. Senior Year - 3:59
5. Mine Tonight - 3:25
6. Lucky Me - 3:42
7. Song Number 7 - 2:59
8. Before Midnight - 3:14
9. True - 3:49
10. Yesterday's Whiskey - 3:42
11. Fired Up - 3:34
12. Little Bit Older - 2:49
13. Gotta Get You Home - 3:43
14. Hot Beer and Cold Women - 3:46
15. Same Ole Saturday Night - 3:31
16. One Way (Bonus Track) - 3:43
17. Whiskeysippi River (Bonus Track) - 4:02

Art-Nr.: 9127
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Janson, Chris - buy me a boat [2015]
Einer der vielversprechendsten und heißesten neuen, jungen Country-Acts in Nashville mit einem baumstarken Debüt! "Buy Me A Boat" heißt das Werk von Chris Janson, das direkt mit Platz 4 in den Billboard Country Album-Charts eingestiegen ist, nachdem bereits zuvor der Titelsong (eine coole Midtemponummer, die ein wenig an Eric Churchs "I'm Gettin' Stoned" erinnert) schon als Single erfolgreich aufgetrumpft war. Apropos Eric Church (hat im übrigen gerade mit Mr. Misunderstood" ein überragendes, neues Werk am Start): Wem dieser, vor allen Dingen zu Beginn seiner Karriere viel Freude bereitet hat, der dürfte in Chris Janson, nicht nur wegen der stimmlichen Parallelen, eine genauso dankbare, wie auf einem hervorragenden Niveau angesiedelte Alternative finden. Die zweite auserkorene Single "The Power Of Positive Drinkin'" handelt von einem Mann, dessen Truck den Geist aufgegeben hat, dem die Frau weggelaufen ist und der sich somit den Frust von der Seele trinkt. Die Strophen verlaufen im Erzählgesang und werden mit einem kräftigen Refrain a la Jason Aldean kombiniert. Das Relaxlied "Under The Sun" (klasse hier die fiepende Steelgitarre und das smooth gluckernde E-Piano) verbreitet die schlichte Botschaft, dass unter der Sonne Bier Bier und Rum Rum, also alles '"easy" bleibt. Sehr stark bei diesem Stück ist das entspannte, aber toll auf den Punkt gebrachte E-Gitarren-Solo. Die von einer klaren Akustikgitarre und heulenden Steel getragene Ballade "Holdin' Her" stammt aus der Feder von Chris und James Otto und bietet klassischen Country-Storyteller-Stoff mit pathosgeladenem Refrain. Eine typische Win-Win-Situation begleitet "Messin' With Jesus". Superstar Tim McGraw durfte sich für seinen aktuellen Silberling "Damn Country Music" mit dem Lied "How I'll Always Be" aus dem Songwriting-Portfolio von Janson bedienen und bedankt sich dafür mit einem klasse Duett ("Messin'Wwith Jesus"), das enormes Hitpotential aufweist und dem Newcomer natürlich auch Aufsehen erregenden Support gewährleistet. Ungefähr nach dem Motto: Wenn sich schon eine Größe namens Tim McGraw für ein Duett hergibt, muss dieser Bursche ganz sicher echt was 'drauf' haben. "Right In The Middle", "Save A Little Sugar For Me" und "Back In My Drinkin' Days" bieten knackigen, launigen New Country, bei dem besonders die Southern Rock-trächtigen E-Gitarren zu überzeugen wissen. Letztgenanntes Stück, dazu garniert mit viel Steel, Honky Tonk-Piano und quäkender Mundharmonika erinnert wieder stark (vor allem im Refrain) an Eric Church zu Anfangstagen. 90er-Jahre Hitschreiber Ed Hill assistierte Chris bei der schönen Ballade "When You Come In", die mit schmachtendem Piano, heulender Steel und emotionaler E-Gitarrenarbeit ordentlich auf's Gefühlsbarometer drückt. Das von exzellenter Steelguitar eingeleitete und mit starken Bariton E-Gitarren verzierte "Yeah It Is" verbreitet dezentes "Lucille"-Flair und würde auch gut izu Blake Shelton passen. Einen Southern-rockigen Abschluss gibt es mit dem kraftvollen "White Trash". Eric Church, Trace Adkins, Jason Aldean oder auch Montgomery Gentry/Blackberry Smoke wären passende Anwärter für eine Adaption dieses Slide-trächtigen und atmosphärischen Krachers. Toller Stoff für die Southern Rock-Fraktion! Produziert haben gleichmäßig verteilt, Brent Anderson, Chris Dubois mit Chris Chris Janson und Tim McGraw-Spezi Byron Gallimore. Fazit: Chris Janson versteht es auf seinem Major-Erstling "Buy Me A Boat" überaus geschickt und mit enorm starkem Songmaterial (der Mann ist wirklich ein erstklassiger Songwriter), die Brücke zwischen traditionellem Country und jungem, modernem, rockigem New Country zu schlagen - so, wie das kaum einem anderen der "jungen Wilden" Nashvilles gelingt. Das liegt auch an Jansons extrem starker Stimme, die der vieler ganz großer Traditionalisten in nichts nachsteht. Zweifellos einer der Nashville-Neulinge des Jahres 2015 mit dem größten Potential für die Zukunft. Klasse Album! Toller Karrierestart! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Buy Me A Boat - 2.59
2. Power Of Positive Drinkin' - 3.30
3. Under The Sun - 3.26
4. Holdin' Her - 4.04
5. Messin' With Jesus (with Tim McGraw) - 3.06
6. Right In The Middle - 2.22
7. Save A Little Sugar - 3.01
8. Back In My Drinkin' Days - 2.43
9. Where You Come In - 3.17
10. Yeah It Is - 3.17
11. White Trash - 3.46

Art-Nr.: 9017
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

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King Band, Marcus - soul insight [2015]
Nachdem dieses großartige Album ursprünglich bereits 2014 erschienen und nur im Eigenvertrieb der Band erhältlich war (mittlerweile ist es vergriffen), hat sich nun Warren Haynes (Gov't Mule) entschlossen das Werk über sein eigenes "Evil Teen"-Label erneut zu veröffentlichen, um es auch einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Mr. Haynes ist ein ausgesprochener Fan des jungen Gitarrenhexers Marcus King und seiner Freunde, deshalb dieser Schritt. Und das ist gut so!

Geballte Bluesrock-Power eines blutjungen Gitarrenmagiers aus South Carolina! Wow! Der gerade mal 18-jährige Marcus King und seine Band veranlassen mit ihrem packenden Debutalbum "Soul insight" nicht nur das der The Allman Brothers Band nahe stehende Magazin "Hittin' The Note" zu einem begeisternden Review, sondern sorgen in der einschlägigen Szene, auch unter den etablierten Musikerkollegen, für jede Menge Aufmerksamkeit. Man ist sich einig: Dieser Bursche hat eine große Zukunft. Marcus bearbeitet die Gitarre quasi seitdem er laufen kann. Schon mit 2 Jahren hat ihn sich sein musikverrückter Vater Marvin King, ein lokal sehr bekannter, ewig tourender "veteran bluesman" auf dem "fret board" austoben lassen und im zarten Alter von 11 Jahren stand er bereits mit der Band seines "alten Herrn" auf der Bühne und begeisterte die Zuhörer mit seiner verblüffenten "Duane Allman meets Jimi Hendrix"-Virtuosität. Schon zu diesem Zeitpunkt stand fest, dass die Buesrock-Musik in all ihren Facetten seine Mission ist und sein Leben bestimmen wird. Duane Allman und Jimi Hendrix gehören zu seinen großen Helden, doch die Einflüsse gehen deutlich weiter. Künstler wie Miles Davis, The Meters, B.B. King, Johnny Winter und The Allman Brothers Band inspirierten ihn total. Funk, Psychedelic, Jazz, Southern Rock sowie jede Menge Improvisationsfreude mit längeren Jammings fanden fortan in seiner Musik Zugang. Und genau das alles ist auf dem fantastischen Debut der Marcus King Band in vollster Blüte zu bewundern. Obwohl auf dem Cover nur 3 Musiker abgebildet sind, agiert die Marcus King Band zu viert, und zwar mit dem Keyboarder Alex Abercrombie, Bassmann Anthony House und Drummer Jack Rysn - alles hervorragende Mitstreiter. Unterstützt wird die Band zudem bei ein paar Stücken durch einen zusätzlichen Percussionisten, sowie einen Saxophonisten (Harold Todd aus der Band von Lenny Kravitz bei 2 Tracks) und einen Trompeter (ebenfalls bei 2 Tracks). Doch der Star der Truppe ist ganz klar Frontmann Marcus King, ein klasse Sänger, Songwriter und eben ein "Monster-Gitarrist", der mit umwerfenden, feurigen, fingerfertigen Läufen und Soli brilliert, genauso wie mit jeder Menge Spielwitz. Los geht's mit dem wuchtigen, fetten, mächtig groovenden, von einer gehörigen Portion Siebziger Classic-Rock unterwanderten Bluesrocker "Always". Starker Gesang, ein hervorragend strukturiertes Arrangement und ein "bäriges", mit genauso glühenden, wie lässig zelebrierten Gitarrenläufen und einem wunderbaren, kleinen Schlagzeugsolo aufwartendes Instrumentalbreak bestimmen das Geschehen. Herrlich retro. Das folgende "Boone" beginnt recht verhalten, mit viel Southern-Soul und feinem akustischen (Slide)Gitarrenspiel, legt dann im Verlauf aber gewaltig zu und wird zu einem voller Energie steckenden Southern-fueled Bluesrocker mit einem klasse Orgel-Untergrund. Hier spürt man die Einflüsse der Allmans deutlich. Danach das furiose Instrumental "Fraudulant waffle", bei dem die Band und vor allem Protagonist Marcus King sich zum einen völlig gehen lassen und gleichzeotig alle künstlerichen Register ziehen. Was für ein Jamming! Das geht von großartigen Twin Guitar-Momenten über fulminantes Lead Gitarren-Spiel, angetrieben von üppiger Percussion, gespickt mit viel Jazz- (Miles Davis) und Latin- Spirit (Santana). Das ist die pure Improvisationsfreude! Klasse! Etwas zurückhaltender, dafür mit ungemein viel Seele und Inspiration agiert die Band bei dem wunderbaren, gepflegten, leicht jazzig angehauchten Blues "Everything", der mit einem feinen Orgel-Background, ein paar schönen Saxophon-Momenten und einem hinreissend fingerfertigen Gitarrensolo des jungen Gitarrenzauberers besticht. Die Nummer sprüht nur so vor Spielfreude und Spielkultur. Erinnert ein wenig an die Tedeschi Trucks Band. Es folgen weitere, hochkarätige Nummern wie etwa der schön groovende, mit feinem Southern-Esprit versehene Midtempo-Blues "Dyin'" (klasse strukturiert, kleines Saxophon-Intermezzo, ausgedehntes, ungemein virtuoses, fulminantes Gitarrensolo), das furiose, mit Wahnsinns-Gitarrenarbeit aufwartende, abermals sehr jammige Instrumental "Booty stank" und der lichterloh brennende, voller "wilder" Gitarrenläufe steckende Uptempo Bluesrock-Kracher "Keep moving". ehe das Album mit der wunderschönen, melodischen, semi-akustisch inszenierten Ballade "I won't be here", eingehüllt in ein edles Southern-Gewand, überaus entspannt ausklingt. Die Reminiszensen an große Southern-Balladen der The Allman Brothers Band sind nicht zu leugnen. Tolle Nummer zum Abschluß eines ungemein vielseitigen, vielschichtigen Albums. Marcus King und seine Kumpels mit einem furiosen, genauso inspirierten, wie ambitionierten, teils sehr jammigen Bluesrock-Ritt, der einen von vorn bis hinten in Atem hält. Was diese Jungspunde drauf haben, ist schlicht "der Knaller"! Ja, das ist sicher erst der Anfang für die Marcus King Band, aber der hat es wahrlich schon in sich. Die Reise in die höchsten Hemisphären des Bluesrock-Universums hat begonnen...

Das komplette Tracklisting:

1. Always - 4.12
2. Boone - 5.30
3. Fraudulent Waffle - 5.21
4. Honey - 4.19
5. Dave's Apparition (Interlude) - 2.17
6. Everything - 4.48
7. No Decency - 4.42
8. Dying - 5.49
9. Booty Stank - 4.24
10. Opie - 5.09
11. Keep Moving - 5.00
12. I Won't Be Here - 4.37

Art-Nr.: 8951
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Always
Boone
Fraudulant waffle
Everything
Dyin'
Keep moving
I won't be here

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King King - reaching for the light [2015]
Alan Nimmo (The Nimmo Brothers) und seine Band King King mit einem herausragenden, neuen Album! Hinreissender, von tollen Melodien und großartigen Gitarrenläifen durchzogener "soulful" Bluesrock, der zu dem Besten zählt, was die Szene derzeit zu bieten hat. Immer wieder hört man die Einflüsse von Paul Rodgers und Bad Company. Was für ein Feeling! Erneut ein meisterhaftes Werk!

Das komplette Tracklisting:

1. Hurricane - 3.17
2. You Stopped The Rain - 4.10
3. I'm Waking Up - 5.32
4. Rush Hour - 5.12
5. Crazy - 4.34
6. Lay With Me - 4.14
7. Just A Little Lie - 4.16
8. Take A Look - 6.18
9. Stranger To Love - 6.14

Art-Nr.: 8857
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Hurricane
You stopped the rain
Waking up
Rush hour
Crazy
Take a look
Stranger to love

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