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Black, Clint - on purpose [2015]
Endlich ein neues Album des vor allem in Neunzigern so mega-erfolgreichen Traditionalisten Clint Black - und er präsentiert sich in blendender Verfassung! Uns erwaten 14 großartige, neue Songs, bei denen sich der Protagonist durchweg auffallend frisch präsentiert. Das Material ist exzellent. Alle Stücke hat Black selbst komponiert, zum Teil mit hoch interessanten Co-Writern, wie etwa seinem alten Weggefährten Hayden Nicholas, Frank Rogers, Victoria Shaw und, bei 2 Tracks, dem guten alten Kollegen Steve Wariner. Mal sind die Songs herrlich knackig (zum Beispiel der wunderbar melodische, erfrischende Opener "Time for that" mit seiner tollen Instrumentierung aus edlen Mandolinenklängen, Fiddle, hintergründigem Banjo und vielschichtigen Gitarren, oder das schön flott inszenierte "Doing it now for love"), mal schön flockig (wie etwa der locker lässige, entspannte "Summertime song"), auch die ein oder andere Ballade fehlt nicht (man denke nur an das wunderschöne, mit sehr feinen Gitarrelicks garnierte "Right on time", oder das kräftige "Stay gone"), dann wird's auch mal bluesig (das wunderbar groovende, mit toller Harmonica verzierte "Better and worse", wie auch das mit seiner Gattin Lisa Hartman Black performte, sehr starke, leicht rootsige "You still get to me"), um schließlich auch mal ordentlich zu "rocken" (wie etwa bei dem zusammen mit Big & Rich vorgetragenen, ganz starken, mit klasse E-Gitarren und toller Banjountermalung in Szene gesetzte, kraftvolle "Beer"). Doch was immer Clint Black auch für eine Songrichtung einschlägt, es ist immer "echter" Country, frei von jeglichem Pop-Schnickschnack. So muss das sein! Zudem hat er für die Umsetzung eine ganze Armada der Nashville A-List Studio-Clique mit an Bord (Brent Mason, Paul Franklin, Hayden Nicholas, Leland Sklar, Lonnie Wilson, Larry Franklin, und, und, und...), was natürlich eine Performance des Materials auf höchstem Niveau garantiert. Produziert hat Black selbst, und zwar in einem klasse auf den Punkt gebrachten Sound! Ein super "Comeback"!

Das komplette Tracklisting:

1. Time for That - 3.30
2. Better and Worse - 2.42
3. Summertime Song - 4.30
4. One Way to Live - 4.40
5. Doing It Now for Love - 4.04
6. You Still Get to Me (feat. Lisa Hartman Black) - 4.01
7. Right on Time - 4.11
8. Still Calling It News - 3.40
9. Making You Smile - 2.54
10. Stay Gone - 3.32
11. Breathing Air - 3.18
12. Beer (feat. Big & Rich) - 3.41
13. The Trouble - 3.22
14. The Last Day - 3.48

Art-Nr.: 8981
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Time for that
Better and worse
Summertime song
Doing it now for love
Right on time
Calling it news
Stay gone
Beer

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Blue Water Highway Band - things we carry [2015]
Neues, hell funkelndes Juwel in den texanischen Red Dirt-/Roots-/Americana-/Countryrock-Gefilden: Die Blue Water Highway Band mit ihrem wundervollen, mit durchweg fantastischen Songs in edlen Melodien bestückten Debütalbum "Things We Carry". Wenn schon ein alter, mit allen Country-Wassern gewaschener Recke wie Multiinstrumentalist und Produzent Lloyd Maines Sätze wie "The Blue Water Highway Band is the best new band that I’ve heard in years. Their vocals are spot on and their writing is smart and thoughtful. They’re very serious and impressive musicians’" von sich zum Besten gibt, kann man mit absoluter Sicherheit davon ausgehen, dass den musikbegeisterten Hörer etwas ganz Besonderes erwartet. Maines ist natürlich auch mit seinem unverwüstlichen und unnachahmlichen Pedal Steel-Spiel auf diesem Werk als Gastmusiker (neben weiteren illustren Leuten wie Cindy Cashdollar, Warren Hood oder John Ginty) mit von der Partie. Die kreativen Köpfe der Band sind Zack Kibodeaux (vocals, acoustic guitar) und Multiinstrumentalist Greg Essington (vocals, guitars, piano, banjo, mandolin, accordion), die den Löwenanteil des Songwritings erledigt haben. Hinzu kommen Catherine Clarke, die mit den typisch texanischen Harmoniegesängen im Stile einer Kacey Musgraves zu gefallen weiß, ein weiterer Alleskönner Zach Landreneau (piano, rhodes, banjo, accordion,, dobro, synth chamberlin) sowie die Rhythmusfraktion, bestehend aus Kyle Smith (bass) und Daniel Dowling (drums, percussion). Produziert hat in einem schön transparenten, unaufdringlichen und ‚organisch‘ gehaltenen Sound, David Butler. Anhand der ganzen aufgeführten Instrumente kann man bereits erkennen, dass viel Wert auf ein überaus variables Musizieren im Americana- und Country-typischen Ambiente gelegt wurde. Das zeigt direkt der hinreissend schöne, von einer traumhaften Melodie geprägte, glasklar in Szene gesetzte Opener "Hard Time Train" mit seinen feinen Mundharmonika-Einlagen und den transparenten Gitarrenklängen. Was für eine tolle Red Dirt-/Americana-/Countryrock-Nummer mit fantastischem Gesang von Zack Kibodeaux. Der Bursche singt wie eine ausdrucksstarke Kombination aus Zac Brown (Zac Brown Band) und Mike Eli (Eli Young Band) mit dem Slang der Braun-Brüder Willy (Reckless Kelly) und Micky (Micky and The Motorcars). Toll hier auch das am Ende einstzende, schnelle, grassig angehauchte Instrumentalfinish, wobei hier vor allem Maines den Bottleneck über sein Paradeinstrument fliegen lässt. Ein weiteres tolles Beispiel ist „Medicine Man“, das mit New Orleansscher Fröhlichkeit vorgetragen wird und dann mittels eingebundener Horn Section mit einer furiosen Dixieland-Bridge noch einen oben drauf setzt. Die wohl radiofreundlichsten Tracks sind das wunderbar melodische, flockig lockere Stück "City Love, City Loose" (gurgelnde Orgel, tolle Harmoniegesänge, klasse Harp-Solo), das viel Southern-Esprit versprühende "How I Broke Your Heart", die beide auch gut in das Repertoire eines Rob Baird passen würden, oder der wunderschöne Titelsong "Things We Carry", der dezent etwas an die einstigen Sons Of The Desert erinnert. Für ganz großartige Momente auf diesem Album sorgen die Texaner zudem mit ein paar herausragenden Balladen, wie zum Beispiel mit dem rootsigen, staubigen "Greytown" (klasse Orgel, tolle Mandolinen-Ergänzungen), dem voller Melancholie schwer seufzenden "My Blue San Antone" (Orgel, Piano, Banjo), dem in Klagemanier gebrachten, folkigen "Voice In Ramah" (live im Studio eingespielt, starkes Mandoline-Solo, klasse Harmonies), oder dem sehr atmosphärisch, in einem klassischen Piano- und Cello-Gewand vorgetragenen, mit fast sakral anmutenden "Ohohoh"-Gesängen umwobenen, ganz feinen "Q To Cortel You", bei denen sich Kibodeaux vor allem als exzellenter Storyteller erweist. Was für ein Talent! Stücke wie das mit einem schöne Gypsy-Flair behaftete "Oh Seraphim!" (klasse Steel, schöne Fiddle), der leicht bluesig stampfende "Working Man"-Song "John Henry" oder das flockige "The Running" (Piano, Orgel, klasse Harmonies von Clarke, prima E-Gitarren-Solo) sorgen immer wieder für viel kontrastreiche Abwechslung. Alles Beschriebene mündet in den glorreichen Abschluss "Highway To Glory", bei dem die Band voller Fröhlichkeit und Intensität noch mal das texanische Countryterrain beackert. Da wünscht man sich im Geiste irgendwo mit den Protagonisten bei einer kühlen Flasche Bier (oder mehreren) zusammen am abendlichen Lagerfeuer mit Blick auf einen Canyon zu sitzen und sich einfach von ihrer stimmungsvollen Musik berauschen zu lassen. Eine großartige Truppe, was für talentierte Jungspunde! Das grandiose Debüt "Things We Carry" der Blue Water Highway Band ist ein Füllhorn mit Stoff für Liebhaber anspruchsvoller Roots-/Country-/Americana-/Red Dirt-Sachen in Richtung von Interpreten wie Rob Baird, der Eli Young Band, den Turnpike Troubadours, Sons Of The Desert, der Josh Abbott Band, Reckless Kelly, Micky and The Motorcars, The Band Of Heathens & Co. Auf den Punkt bringt es die ebenfalls spielerisch sehr versierte Gastmusikern Cindy Cashdollar (Baritone Weissenborn, Lap Steel), die das Treiben der BWHB so zusammenfasst: "Round bounded music, with contemporary drive". Diesem Statement können wir uns nur ehrfurchtsvoll und Kopf nickend anschließen. Ganz sicher einer DER Geheimtipps des Jahres 2015! Tolles Cover Artwork übrigens (mit eingelegtem Textbooklet) wieder mal von den Dodd Sisters (Backstage Design). Eine famose Vorstellung der Blue Water Highway Band! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Hard Time Train - 5:43
2. City Love, City Lose - 4:22
3. Oh Seraphim! - 3:57
4. Greytown - 4:51
5. Medicine Man - 3:48
6. How I Broke Your Heart - 5:00
7. My Blue San Antone - 5:34
8. John Henry - 4:00
9. The Running - 4:36
10. Voice in Ramah - 4:43
11. Q to Cortel You - 3:06
12. Things We Carry - 4:49
13. Highway To Glory - 4:01

Art-Nr.: 8965
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Hard time train
City love, city lose
Oh Seraphim!
Greytown
Medicine man
My blue San Antone
The running
Things we carry

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Boland & The Stragglers, Jason - squelch [2015]
Die famosen Jason Boland & The Stragglers präsentieren ihr neues, grandioses Werk "Squelch"! Klassischer, traditionell fundamentierter Red Dirt-Country mit einem Hauch von Outlaw-Feeling, wie man ihn besser wohl kaum spielen kann. Das ist durch und durch ehrlicher Country, absolut frei von jeglichen poppigen Mainstream-Strömungen, und dennoch ist er so "progressiv" gespielt, dass er den Zahn der Zeit auf den Punkt genau trifft. Diese "Oklahoma-Boys" sprechen die puren Traditionalisten genauso an, wie das junge Klientel, das sie mit ihren so ungemein abwechslungsreich, erdig und clever arrangierten Songs, sowie dem natürlich rüberkommenden "Outlaw"-Image wie selbsteverständlich an die Countrymusic heranführen. Dabei helfen teils angerockte Momente genauso wie ihre den Zeitgeist treffende Sprache in den Texten, alles bei Wahrung jeglicher, reiner Countrytraditionen. Und die Melodien sind einfach wunderbar. Steelguitar, surrende Fiddle und Honky Tonk-Piano bestimmen das instruemntelle Geschehen genauso wie vielschichtige, erdige E-Gitarren. Tracks wie der starke, Waylon Jennings-beeinflusste, mit feiner Fiddle und quirliger Steeguitar, schön "rowdy" in Szene gesetzte Outlaw Country-Heuler "Break 19", der staubige, pure Red Dirt Honky-Tonker "The first to know", der fetztige, kompakte, wunderbar raue, schnelle, von powernden E-Gitarren unterstützte, gar etwas punkige, dabei absolut eingängige Countryrock-Kracher "I guess it's alright to be an asshole" (brennendes Gitarrensolo inklusive), das traumhaft melodische, genauso lockere wie knackige, mit herrlicher Steelguitar und Mandoline inszenierte "Holy relic sale", die von feinen Americana-Strömungen durchzogene, dynamische, leicht Outlaw-behaftete, fantastische, reine Countrynummer "Heartland bypass", der wunderbar swingende, flotte Retro Honky Tonk-/Roadhouse-Stampfer "Fat and merry", oder die hinreissend schöne, toll ins Ohr gehende, dennoch schön staubig arrangierte, "waltzing" Ballade "Bienville" sind nur einige wenige Beispiele für das durchweg herausragende Songmaterial. "Squelch" ist ohne jeden Zeifel ein weiterer, brillanter Meilenstein in der Karriere dieser einzigartigen Band. Diese Musik ist die wahre Country-Pracht!

Aus der Original-Produktbeschreibung:
October 9th, 2015 marks a milestone for Jason Boland & The Stragglers with the release of their upcoming album, Squelch - the 10th addition to their catalogue since the band s inception in 1998. As they approach nearly a million records sold through their independent trademark, Proud Souls Entertainment, Jason has one main goal... Stay the course. After eighteen years of touring all over the globe and playing more than 125 shows each year, it s safe to say these guys are veterans of their trade and have the rare ability to remain not only relevant, but also in high demand; no small feat in a cut-throat business that has proven it can wash out even the biggest of acts in only a few, short years. Jason attributes his success to his determination to remain steadfast and true to the country music of old, avoiding the constant allure of what many consider watered down, cliche-driven songs that seem to dominate mainstream country radio today. Squelch, referring to the knob on wide-band radios that is used to keep the unwanted noise out, is exactly what this album represents. Eleven tracks of steel and fiddle driven country songs for the country music connoisseur.

Das komplette Tracklisting:

1. Break - 3.00
2. The First To Know - 3.37
3. I Guess It s Alright - 2.02
4. Holy Relic Sale - 3.43
5. Heartland Bypass - 4.34
6. Lose Early - 4.32
7. Do You Love Me Any Less - 3.47
8. Fat and Merry - 3.11
9. Christmas In Huntsville - 3.07
10. Bienville - 4.35
11. Fuck, Fight, and Rodeo - 2.09

Art-Nr.: 8998
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Break 19
I guess it's alright to be an asshole
Holy relic sale
Heartland bypass
Lose early
Fat and merry
Bienville

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Brian Band, Kenneth - welcome to alabama [2011]
"Welcome to the finest in pure Southern Rock! Welcome to Alabama! Welcome to the fabulous Kenneth Brian Band!" Ist das herrlich! Voller lebendigem Spirit und natürlicher Authentizität transportiert die in Nashville/Tennessee ansässige Truppe um den in Florida aufgewachsenen, grandiosen Sänger, Songwriter und Lead Gitarristen Kenneth Brian, ihre unwiderstehliche, ganz tief in der goldenen Ära des Southern Rocks verwurzelte Musik in die heutige Zeit. "'Welcome To Alabama' shines like a beacon for those who fear that Southern Culture is all but lost, and proves that it isn’t lost at all", heisst es dazu treffend in einem U.S.-Review. In der Tat ist die Kenneth Brian Band genau eine dieser Bands, die diese Musik auch in der heutigen Zeit für immer am Leben erhalten. Kenneth Brian (lead vocals, lead guitar), Travis Stephens (rhythm guitar, background vocals), Zach Graham (bass) und Dickey Rryor (drums) haben die Ideologie und Philosophie solcher unumstösslichen Größen wie The Allman Brothers Band, die frühen Lynyrd Skynyrd, The Marshall Tucker Band, Wet Willie und Konsorten in ihrer musikalischen Seele verinnerlicht und treten auf vollkommen natürliche Weise ihr Erbe an. Sie tun dies einerseits sehr ambitioniert, andererseits ungemein locker und ehrlich. Dies ist genau die richtige Mischung aus Rock-, Blues-, Gospel-, und Country-Einflüssen, die auch damals, in den Siebzigern, den Southern Rock entstehen ließen. So passt es, dass sich einer der ganz großen Persönlichkeiten und Pioniere der Southern Rock-Bewegung der Band annahm und dieses wunderbare Album produzierte: Johnny Sandlin! Sandlin spielte einst mit Duane und Gregg Allman bei Hour Glass, wurde dann Vize-Präsident des legandären Southern Rock-Labels "Capricorn Records" und arbeitete als Produzent und Engineer mit unsagbar vielen Künstlern wie den Allman Brothers, Marshall Tucker, Wet Willie, Bonnie Bramlett, Delbert McClinton, Widespread Panic, Derek Trucks, der Nitty Gritty Dirt Band, um nur einige aufzuzählen, zusammen. Und Sandlin hat es meisterhaft fertiggebracht, "Welcome to Alabama" in einem wundervollen, Siebziger-mässigen, Vinyl-kompatiblen, schön warmen, aber mit allen Ecken und Kanten belassenen, dennoch sehr harmonischen, "geschmeidigen" Retro-Capricorn-Sound erscheinen zu lassen, was die Authentizität dieser Musik zusätzlich untermauert. Das Songmaterial ist erste Sahne: "Gritty", erdig, melodisch und hervorragend hängen bleibend. Brian, der ein toller Sänger ist und mit bärenstarkem Gitarrenspiel aufwartet (tolle, genauso melodische, wie satte und zündende Soli), kann sich auf eine ebenso starke Rhythmusfraktion verlassen. "Masterful song-crafting, blistering guitar work, spot-on harmonies, and a take-no-prisoners rhythm section", heisst es dazu in einem U.S.-Review, "Kenneth is really unbelievable as a guitar player - he's a real shit-kicking gunslinger with great chops" in einem anderen. Es passt einfach alles zusammen. Stellvertretend für ein Album ohne jede Schwäche seien zum Beispiel solche Killer-Nummern wie der großartige Opener "Something better", ein mit "early Skynyrd"-Riffs getränkter, rauer Saouthern Rocker mit einem feurigen Gitarrensolo im Break, das traumhaft melodische, flockige, von herrlichen, saftigen, eingängigen und locker gespielten Southern-Gitarren geprägte "Texas by tonight", das grandiose Titelstück "Welcome to Alabama", eine mitreissende, seelige, klassische Southern Rock-Hymne, die vollkommen natürlich Spuren nahezu aller frühen Southern Rock-Helden (The Allman Brothers Band, The Winters Brothers Band, The Marshall Tucker Band, Charlie Daniels Band, Lynyrd Skynyrd...) miteinander vereint, das von einem klasse Retro-/Outlaw-Countryrock-Feeling durchzogene"Holdin' on" mit seiner tollen Melodie und den hinreissenden Gitarrelinien, sowie der dreckige, von erdigen Gitarrenm, aber auch wunderbar melodischen Harmonies durchzogene "Neil Young goes South"-Rocker "Tonight we ride" erwähnt. Ganz stark auch die einzige Coverversion des Albums, Dickey Betts' "Nothing you can do", bei dem die legendäre Bonnie Bramlett mit von der Partie ist. Überhaupt sind ein paar namhafte Gäste mit am Start, die ebenfalls unterstreichen, mit was für einer bärenstarken Musik wir es hier zu tun haben: Randall Bramblett (keyboards), Jason Isbell (slide guitar), Charlie Daniels' Bassmann Charlie Hayward, und noch ein paar mehr. Alles in allem ein durch und durch grandioses Teil! "'Welcome to Alabama' is a classic Southern Rock masterpiece"! Jawohl, dieser Aussage schliessen wir uns vorbehaltlos an. "Welcome to Alabama" ist die pure Southern Rock-Freude!

Das komplette Tracklisting:

1. Something Better - 3:59
2. Texas By Tonight - 4:13
3. Welcome To Alabama - 4:26
4. Last Call - 3:28
5. Holdin On - 3:25
6. Tonight We Ride - 4:46
7. Nothin You Can Do - 3:34
8. Prayer For Love - 4:29
9. The Fall - 6:09
10. Cry To the Dark - 5:08

Art-Nr.: 7615
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Something better
Texas by tonight
Welcome to Alabama
Holdin' on
Tonight we ride
Prayer for love
The fall

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Eldredge, Brett - illinois [2015]
Der "CMA New Artist Of The Year 2014" mit seinem zweiten Album! Brett Eldredge hatte schon mit seinem Debütwerk "Bring You Back" einen Traumstart in die Karriere hingelegt. Der Silberling erreichte Platz 2 der Country Billboard-Charts und verpasste nur knapp die Pole-Position. Zusätzlich gab es mit drei Singles unter den Top 10 (parallel auch Nr. 1 in den Airplay-Charts) weitere, große Erfolge. Das weckt, in Bezug auf den Nachfolger, natürlich Begehrlichkeiten. Was ihm beim Vorgänger um Haaresbreite verwehrt blieb, ist ihm jetzt mit seinem brandneuen Silberling "Illinois" gelungen. Es ist amtlich: Brett Eldredge hat sein erstes Nr. 1 Album in den Billboard Country-Charts und on top noch Platz 3 in der genreübergreifenden Top 200-Notierung der Billboard Album-Charts erreicht. Eldredge ist somit im Kreise der großen US-Künstler bereits frühzeitig angekommen. Denn ähnlich wie Luke Bryan (im Gegensatz zu ihm, dessen Gesang eigentlich immer recht "hölzern" wirkt, kann Brett dazu noch mit einer "Mords"-Stimme aufwarten) und Taylor Swift zuvor, folgte der aus Paris, Illinois stammende Cousin von Chris Eldredge (The Grascals) dem derzeitigen Trend in Nashville, die Musik möglichst "zweigleisig" anzulegen, d. h. auch über den Countrymarkt hinaus kompatibel zu gestalten. So verschwimmen auch auf "Illinois" New Country- und Pop/Rock-Elemente fließend ineinander. Mitverantwortlich hierfür natürlich der für seine modernen Produktionen bekannte Russ Copperman, für den sich Brett jetzt schwerpunktmäßig entschieden hat, nachdem es beim Vorgänger noch einen Konglomerat aus verschiedensten Produzenten gegeben hatte. Vermutlich auch, weil zwischen beiden die Chemie beim Songwriting (sie haben den Großteil der Stücke geschrieben, Eldredge war sogar in allen Tracks kompositorisch involviert!) zu stimmen scheint. Dementsprechend hat auch die erste Single des Albums, "Lose My Mind" (schöne, markante Slide Gitarren-Führungslinie, rhythmischer Powersong) schon die Charts geentert und ist in die Top 10 eingestiegen. Tendenz Richtung Spitze! Die CD startet jedoch mit dem ruppigen Countryrocker "Fire" (tolle Tempowechsel, starke E-Gitarren) fast in der Manier eines Pat Green. Ein starker Auftakt! Es folgt mit "You Can’t Stop Me" ein grooviger, soulig angehauchter R&B-Track, den Brett im Duett mit Thomas Rhett performt, der in diesen Tagen auch sein neues Album "Tangled Up" auf den Markt bringt. Beide werden auch zusammen in Kürze ihre "Suits & Boots"-Tour jeweils als Co-Headliner (Opening Act: Danielle Bradbery) in Angriff nehmen. Auf der ein wenig mit Will Hoge-Flair bedachten Ballade "Wanna Be That Song" kann Brett dann seine stimmlichen Qualitäten (er "hängt" sich spürbar immer richtig rein und geht nicht zu Unrecht so ein bisschen als der "Ray Charles des Country" durch) richtig ausspielen. Klasse hier auch die Harmonie-Vocals gegen Ende von Stephanie Chapman. Gute Laune verbreitet der Beach-taugliche Abhäng-Track "Time Well Spent", gefolgt vom melodischen Countrypoplied "If You Were My Girl". Centersong des Werkes ist das Piano-trächtige, mit einer schönen Southern-Brise umwehte Titelstück "Illinois", zugleich eine Hommage an seinen Heimatstaat, aber auch vielleicht so etwas wie der legitime Nachfolger von Marc Cohns "Walking In Memphis". Wunderbar! Geschrieben mit Brad Crisler, der hier, wie auch beim schönen "Lose It All" (Akustikgitarre, Steeltupfer, kurzes E-Gitarren-Solo) mit an den Reglerknöpfen saß (bei allen anderen Tracks dann Russ Copperman). Das ein wenig an Marc Broussard erinnernde, atmosphärische "Just A Taste" und das mit Akkordeon- und Mandolinentupfern bestückte "Drunk On Your Love" warten ebenfalls mit klaren Chart-Ambitionen auf. Auf "Shadow" zeigt sich Brett Eldredge recht experimentierfreudig und mutig zugleich. Ein rockiges, sehr "asymmetrisch" strukturiertes Stück, das ziemlich polarisieren dürfte und man eher im Repertoire von Bands wie Nickelback, Hinder & Co erwarten würde. Ein Klasselied, aber in diesen Sphären doch sehr ungewöhnlich. Dafür wird man zum Schluss mit dem flockigen, eingängigen New Country-Stück "Going Away For A While" mit einem launigen "Sing-A-Long"-Refrain zurück in die Spur gebracht. Fazit: "Illinois" ist bester, moderner New Country mit leichten Pop-Tendenzen, wie er momentan in Nashville richtig angesagt ist. Eingespielt natürlich vom Who-Is Who der Nashville Garde-Studio-Musiker. Brett Eldredge ist nicht zuletzt dank seiner enormen Charakterstimme und dem Gespür für die richtigen Songs vollkommen zu Recht zur richtigen Zeit im Reigen der momentan populären US-Interpreten (aller Genres) angekommen. Chapeau Mr. Eldredge! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Fire - 3:18
2. You Can't Stop Me (feat. Thomas Rhett) - 3:24
3. Lose My Mind - 2:35
4. Wanna Be That Song - 3:56
5. Time Well Spent - 3:35
6. If You Were My Girl - 3:31
7. Illinois - 3:22
8. Just A Taste - 3:28
9. Drunk On Your Love - 2:54
10. Lose It All - 3:40
11. Shadow - 2:39
12. Going Away For A While - 3:15

Art-Nr.: 8973
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

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Gloriana - three [2015]
Der Titel sagt es schon: Drittes Album des großartigen Country-Trios Gloriana mit der Hit-Single "Trouble".

Das komplette Tracklisting:

1. Trouble
2. Ain't Runnin' Outta Summer
3. Are You Ready
4. Nobody But You
5. It's On Tonight
6. Fight
7. Wanna Get To Know You
8. Let's Take A Shot
9. Get Back That Goodbye
10. Lighters
11. It Won't Let Go
12. My Somebody

Art-Nr.: 8876
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

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Grateful Dead - 30 trips around the sun ~ 4 cd box-set [2015]
4 CD Box-Set! "30 Trips Around The Sun: The Definitive Live Story 1965 - 1995", eine der geplanten Veröffentlichungen alnläßlich "50 Jahre Grateful Dead", ist eine großartig aufgemachte, hoch interessante Box mit 4 CDs, die die Live-Aktivitäten der legendären Band ihrer 30 Jahre des "kompletten" Bestehens, also bis zum Tod von Jerry Garcia am 9. August 1995 durchleuchtet. Aus jedem Jahr ihrer Karriere ist ein bis dato noch nie veröffentlichte Live-Track aus einem ihrer Konzerte des jeweiligen Jahres enthalten. Zudem ist ein feines Essay von Dead-Spezi Jesse Jarnow enthalten, mit Ausführungen zu jedem einzelnen Track dieser Box. Vorzügliches, exquisites Teil!

Die komplette Tracklist:

1. Caution (Do Not Stop On Tracks)
2. Cream Puff War (Live at Fillmore Auditorium, San Francisco, CA 7/3/66)
3. Viola Lee Blues (Live at Shrine (Exhibition Hall, Los Angeles, CA1/10/67)
4. Dark Star (Live at Greek Theater, Berkeley, CA 10/20/68)
5. Doin' That Rag (Live at Dream Bowl, Vallejo, CA 2/22/69)
6. Dancing In The Street (Live at Winterland, San Francisco,CA 4/15/70)
7. Ain't It Crazy (The Rub) (Live at Fox Theater, St. Louis, MO 3/18/71)
8. Tomorrow Is Forever (Live at The Palace Theater, Waterbury, CT 9/24/72)
9. Here Comes Sunshine (Live from San Diego Sports Arena 11/14/73)

Disc 2:
1. Uncle John's Band (Live from Parc des Expositions, Dijon, France 9/18/74)
2. Franklin's Tower (Live From Lindley Meadows, Golden Gate Park, San Francisco 9/28/75)
3. Scarlet Begonias (Live at Cobo Hall, Detroit, MI 10/3/76)
4. Estimated Prophet (Live at Capital Theatre, Passaic, NJ 4/25/77)
5. Samson And Delilah (Live at Providence Civic Center, Providence, RI 5/14/78)
6. Lost Sailor>Saint Of Circumstance (Live at Cape Cod Coliseum, South Yarmouth, MA 10/27/79)
7. Deep Elem Blues (Live at Lakeland Civic Center, Lakeland, FL 11/28/80)

Disc 3:
1. Shakedown Street (Live at Cornell University, Ithaca, NY 5/16/81)
2. Bird Song (Live at Manor Downs, Austin, TX 7/31/82)
3. My Brother Esau (Live at The Centrum, Worchester, MA 10/21/83)
4. Feel Like A Stranger (Live at Agusta Civic Center, Agusta, ME 10/12/84)
5. Let It Grow (Live at River Bend Music Center, Cincinnati, OH 6/24/85)
6. Comes A Time (Live at Cal Expo Amphitheatre, Sacramento, CA 5/3/86)
7. Morning Dew (Live at Madison Square Garden, New York, NY 9/18/87)

Disc 4:
1. Not Fade Away (Live at Oxford Plains Speedway, Oxford, ME 7/3/88)
2. Blow Away (Live at Miami Arena, Miami, FL 10/26/89)
3. Ramble On Rose (Live at Zenith, Paris, France 10/27/90)
4. High Time (Live From Madison Square Garden, New York, NY 9/10/91)
5. Althea (Live at Copps Coliseum, Ontario Canada 3/20/92)
6. Broken Arrow (Live at Knickerbocker Arena, Albany, NY 3/27/1993)
7. So Many Roads (Live at Boston Garden, Boston, MA 10/1/94)
8. Visions Of Johanna (Delta Center, Salt Lake City, UT 2/21/95)

Art-Nr.: 8971
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 39,90

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Henley, Don - cass county ~ deluxe edition mit 4 bonustracks [2015]
Deluxe Edition mit 4 Bonustracks! Original US-Ausgabe! Don Henley, die Ikone der Eagles, mit einem neuen Solo-Album, dem ersten seit 15 Jahren! Es ist ein großartiges, sehr Country-orientiertes Album geworden, mit dem er auf seine Wurzeln zurückblickt. Mit an Bord sind jede Menge hoch interessanter Gäste!

Aus der offiziellen Produktbeschreibung:
Don Henley veröffentlicht sein fünftes Studioalbum und damit sein erstes Soloalbum seit über 15 Jahren. Das Album "Cass County" wurde nach dem nordöstlichen Gebiet in Texas benannt, in dem Henley aufgewachsen ist. Es wurde von Don Henley und Stan Lynch produziert, der auch am Songwriting von 11 Songs beteiligt war. Dabei repräsentiert das Album vor allem Henleys Wurzeln: „Ich bin in Texas geboren und aufgewachsen. Ich bin ein Südstaatler und ein Texaner. Das ist also eine ganz natürliche Entwicklung für mich. Es zeigt wer ich bin und woher ich komme.“ erzählt Don Henley. Das Album, das hauptsächlich in Nashville, Tennessee und Dallas, Texas aufgenommen wurde, beinhaltet Gastauftritte von Merle Haggard, Miranda Lambert, Mick Jagger, Martina McBride, Jamey Johnson, Alison Krauss, Vince Gill und Dolly Parton. Zum Entstehungsprozess des Albums berichtet Don Henley: „Ich kann ehrlich sagen, dass ich bei diesem Album noch mehr Spaß hatte als bei jedem anderen Album zuvor und das liegt an den mitwirkenden Musikern. John Sebastian hatte absolut recht, als er 1965 oder 1966 den Song ‚Nashville Cats‘ schrieb. Es stimmt immer noch, auch so viele Jahre später. Es gibt so viele großartige Musiker hier.“

Das komplette Tracklisting:

1.Bramble Rose (feat. Mick Jagger)
2.The Cost Of Living (feat. Merle Haggard)
3. No, Thank You
4. Waiting Tables
5. Take A Picture Of This
6. Too Far Gone
7. That Old Flame (feat. Martina McBride)
8. The Brand New Tennessee Waltz
9. Words Can Break Your Heart
10. When I Stop Dreaming (feat. Dolly Parton)
11. Praying For Rain
12. Too Much Pride
13. She Sang Hymns Out Of Tune
14. Train In The Distance
15. A Younger Man
16. Where I Am Now

Art-Nr.: 8979
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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James, Ryan - directed [2007]
Bei seinem hervorragenden Erstlingswerk "Back To The Wind2 aus dem Jahre 2005 mutmaßten wir bereits, dass von Ryan James noch weitere vielversprechende Alben folgen werden. Nun liegt mit "Directed" der oftmals so schwierige Nachfolger zu einem starken Debüt vor - und er bestätigt unsere Prognose überaus eindrucksvoll! Einmal mehr liefert Ryan James einen Reigen großartiger Songs (13 an der Zahl) ab, deren prächtige Dosierung aus rauen, würzigen, "gritty" Texas-Rootsrock-.Knallern, großartigen Americana-/Singer-Songwriter-Balladen, auch mal einer Alternate Country-Nummer mit dezentem Roots-Pop-Anstrich und kernigen "Red Dirt"-Countryrockern jederzeit für eine äußerst angenehme und spannungserhaltende Abwechslung sorgt. Die musikalische Begleitung ist erstklassig! Am technischen und logistischen Grundkonzept wurde eigentlich nichts Wesentliches geändert. Erneut wurde das Curb Records Studio in Nashville als Aufnahmeort ausgewählt und die arrivierten Texaner Walt Wilkins (Walt Wilkins & the Mystiqueros) und Tim Lorsch (hat produziert) zeichnen für das musikalische "Drumherum" verantwortlich. Nur geringfügige Veränderungen gab es auch bei den Begleitmusikern und Backgroundsängerinnen. Das bewährte Grundgerüst aus Steve Ebe (Drums), Doug Kahan (Bass), Mike Daly (Steel guitar), Tina Mitchell Wilkins (Harmony vocals), Lorsch (Fiddle) und Wilkins (Acoustic guitar) blieb bestehen. Neu dabei an den E-Gitarren sind dagegen jetzt so hochkarätige Namen wie Jeff King, Keith Gattis, James Pennebaker und John Carroll! Die großartige Singer-Songwriterin Marcia Ramirez, die einen erheblichen Teil der wieder reichlich vertretenen, weiblichen Harmoniegesänge (zumeist in den Refrains) übernommen hat, ist ebenfalls neu an Bord! Nach dem Hören fällt einem sofort auf, dass im Vergleich zum Vorgänger der Steelgitarrenanteil deutlich zugunsten eines erdigeren "Texas-Roots-Red Dirt-E-Gitarren"-Sounds zurückgenommen wurde, wobei die Countrynote bei Stücken wie "I Give All My Love To You" und dem grassig swingenden Bonustrack "I’ll Get It Right", sowie durch Lorschs immer wieder eingestreute filigrane Fiddlearbeit durchaus erhalten bleibt. James hat natürlich auch mit neun von dreizehn Kompositionen einen nicht unerheblichen Teil des Songwritings beigetragen. Nicht nur rein äußerlich (Ryan wirkt durch das Abrasieren seines Kinnbarts jetzt viel jünger), sondern auch musikalisch hat das Gesamtwerk deutlich an Frische und Unbekümmertheit gewonnen. Ryan James scheint mit den glänzenden Kritiken, den Vorschusslorbeeren, den hohen Erwartungen und dem damit verbundenen Druck locker umgehen zu können. Das Werk wird mit dem knackigen, flotten "I Should’ve Broke Your Heart" gleich erstklassig eröffnet. Der Song ist einee wunderbare Mischung aus New Country-Einflüssen und dieser typische texanischen, lockeren Rootsrock-Melodik. Erinnert vom Flair her an Stücke vom letzten Randy Rogers Band-Album oder auch an Radney Foster. Gitarren-"Wizzard" Keith Gattis mit markanten, starken Electric Slide-Riffs setzt hier ein paar auffällige Akzente. Sehr ähnlich dem Opener ist auch das im späteren Verlauf folgende "Make It Go Away"! Überaus dreckig rockend (man kann schon fast von einem Kentucky Headhunters-ähnlichen Bikertouch sprechen) geht es beim fetzigen "She’s Always Leavin’" zu, wobei pumpende Bässe, pulsierendes Drumming und eine starke Gitarrenarbeit (inkl. tollem Solo am Ende) so richtig auf die Tube drücken. Das gleiche gilt für den furiosen Roadhouse-Kracher "Buckle Down“ (ein saustarker Jeff King an der E-Gitarre sorgt für mächtig Dampf)! Zu den wenigen Fremdkompositionen gehören "Are You With Me", aus der Feder von Billy Maddox und dem Bluesrocker Paul Thorn (wird von Bryan James in der humorigen Manier eines Jack Ingram interpretiert und läd mit seiner leicht einprägbaren Refrainzeile spontan zum Mitsingen ein), sowie der wunderbare, melodische, flott, locker, würzig und knackig aus den Lautsprechern fließende Countryrocker "Just keep driving" (Autor: Walt Wilkins)! Etwas nachdenklicher gestaltet sich "What Am I Doing Here". James agiert hier im entspannten Stile eines Radney Foster. Natürlich klar, dass auch ein neues Ryan James-Album nicht ohne Balladen auskommt. Der Titelsong "Directed", die wunderschöne Americana-Nummer "Waves“ und "Matagorda" sind exzellente Beispiele dafür, wie durch intelligente Texte und eine herrliche Instrumentierung (besonders stark Walt Wilkins an der Akustikgitarre) eine tolle, unter die Haut gehende Atmosphäre erzeugt werden kann. Insgesamt ist Ryan James mit "Directed" ein prächtiges, sehr abwechslungsreiches Album gelungen, bei dem der junge Texaner noch mal ein gute "Schippe" zum bereits starken Debüt draufgelegt hat. Alle Achtung, wenn das so weitergeht, werden die großen Label sicher bald auch an seiner Tür anklopfen. Wir werden mit Spannung Bryan James’ weitere Entwicklung verfolgen. Klasse, dieser Bursche, wir drücken ihm die Daumen! "Directed" jedenfalls zeigt James in vorzüglicher Verfassung! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 5525
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 6,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
I should've broke your heart
She's always leavin'
Waves
Just keep driving
Buckle down
Matagorda

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Keith, Toby - 35 mph town [2015]
"35 Mph Town" heißt das neue Album des Country-Superstars - und es ist wieder ein klasse Teil geworden! Man kann zu Toby Keiths Musik und seiner darin enthaltenen Botschaften stehen, wie man will, fest steht aber, dass der Mann sich niemals zugunsten irgendwelcher zeitgenössischer Trends verbiegen lassen würde, wie es in Nashville bei vielen Interpreten zur Unsitte geworden ist. Und so zieht er mit seinem mittlerweile 18. Album "35 Mph Town" auch konsequent wieder 'sein Ding' durch. Ehrlicher New Country, mit einigen trinkfreudigen, patriotischen und aus seiner Sicht lebensnahen Statements, produziert von ihm selbst zusammen mit Bobby Pinson (ein Song mit Mac McAnally), fein eingespielt von Nashvilles Top-Studiomusikern (u. a. Chad Cromwell, Ilya Toshinsky, Kenny Greenberg, Brent Mason, Eric Darken, Danny Rader, Steve Nathan, Russ Pahl). Und so hat das Werk auch nur ganz knapp die Pole-Position der Billboard Album Charts verpasst, trotzdem mit Platz 2 wieder eine beachtliche Platzierung erreicht. Keith startet seine neue CD mit dem versöhnlich anmutenden "Drunk Americans", ein patriotisches Lied aus der Feder von Brandy Clark, Bob DiPiero und Shane McAnally, die einzige Komposition, an der Toby nicht beteiligt war (der fast komplette Rest stammt von ihm und Bobby Pinson). Wenn betrunkene Menschen zusammen singen, ist es, auf die einfache Formel gebracht, egal, ob sie Malocher, Manager, Cowboys oder Rothaut, Prom Queen oder Stripperin, Demokraten oder Republikaner sind. Klasse dann der von einer satten Horn Section unterstützte Uptempo Country Rocker "Good Gets Here". Das zu einem späteren Zeitpunkt folgende "10 Foot Pole" schlägt mit ein bisschen polterndem Lynyrd Skynyrd-Flair in eine ähnliche Kerbe. Der Titelsong beschreibt (Tobys Gesang voller Pathos) die sich immer mehr zum Negativen verändernden Zeiten in Amerikas Kleinstädten, übrig geblieben sei meist nur noch das Tempolimit von 35 mph. Ein wunderbarer relaxter Track ist "Rum Is The Reason", das, von Steel Drums unterlegt (klasse gespielt von Robert Greenidge), dezentes Calypso Feeling vermittelt. Bizarr die Aussage, dass, wenn Stalin und Hitler, statt Wodka und Bier, Rum getrunken hätten, wäre der Menschheit ihre Schreckensherrschaft wohl erspart geblieben, denn Piraten haben ja aufgrund ihres Rum-Konsums auch nie die Welt regiert. Politikgeschehen aus der vereinfachten Sicht eines Toby Keith, trotzdem ein herrliches Stück! Mit "What She Left Behind" folgt eine eingängige und sehr melodische Countryballade über das Verlassenwerden. Großartig auch das in 'Crying In My Beer'-Tradition gebrachte "Haggard, Hank & Her". Zu tollen Akustik- und Bariton-E-Gitarrenklängen, hallender Orgel und weinender Steel, wird Whisky-besäuselt an der Theke über das verpatzte Leben sinniert. Klasse hier auch die dezenten Harmonies von der guten Mica Roberts. Beim etwas wehmütig und melancholisch (wunderbare Akkordeon-Unterlegung) rüber kommenden "Sailboat For Sail" geben sich Toby und Jimmy Buffett gegenseitig die Ehre. Der etwas augenzwinkernde und selbstironische 'One Night Stand'-Song "Every Time I Drink I Fell In Love" drückt dann noch mal auf die Tube und beweist, dass sich Toby durchaus auch selbst auf die Schippe nehmen kann. Launiger, in Bakersfield-Manier gespielter Country Rock mit feinem Gitarren- /Banjo-Arrangement und kleinem Instrumental-Ausklang. Am Ende überrascht der 320 Millionen Dollar schwere Country-Entertainer mit einem echten Streicher-untermalten Schmachtfetzen: "Beautiful Stranger". Das ist dann doch sehr gewöhnungsbedürftig für ein musikalisches Raubein, das sich eigentlich lieber über 'Drinking Beer' und 'Kicking Ass' auslässt. Trotzdem insgesamt eine schöne Herz-Schmerzballade. Toby Keith lässt mit seinem aktuellen Werk "35 Mph Town" wieder nichts anbrennen. Man bekommt, wo Toby Keith drauf steht, auch den authentischen Toby Keith geboten. Und wenn man sein typisch selbstgefälliges, zufriedenes Grinsen auf dem Backcover (alle Songtexte sind übrigens im beigefügten Booklet enthalten) sieht, weiß man, genauso wie er, dass die Toby Keith-(New)Country-Welt nach wie vor noch im Lot ist. Sehr gute Leistung! "Classic Toby at his best"! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Drunk Americans - 3.20
2. Good Gets Here - 2.20
3. 35 mph Town - 3.40
4. Rum Is The Reason - 3.17
5. What She Left Behind - 3.32
6. 10 Foot Pole - 2.55
7. Haggard, Hank & Her - 3.20
8. Sailboat For Sale (feat. Jimmy Buffett) - 3.08
9. Every Time I Drink I Fall In Love - 3.40
10. Beautiful Stranger - 4.17

Art-Nr.: 8999
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

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Lady Antebellum - 747 ~ deluxe edition [2014]
Deluxe Edition mit 3 Bonustracks! Original U.S.-(Country)Ausgabe!

Das neue Album des großartigen Trios - wieder einmal eine immens starke Vorstellung. Sie sind ohne jeden Zweifel Nashville's Mass aller Dinge in Sachen melodisch flockigem, dabei auch durchaus knackigem, rockig-poppigem New Country, denn sie präsentieren ihre Muik auf einem Level, das die Konkurrenz kaum erreicht. Gesanglich herausragend, exzellent ausgewähltes Songmaterial, in einem herrlichen, saftig transparenten Sound mit sich wunderbar in unseren Gehörgängen festsetzenden Songs - sie zelebrieren diese Formel auch mit "747" wieder perfekt. Da werden eine Menge Hits abfallen - und das vollkommen zu Recht. Beeindruckend gut!

Das komplette Tracklisting:

1. Long Stretch Of Love - 2:51
2. Bartender - 3:18
3. Lie With Me - 3:21
4. Freestyle - 3:04
5. Down South - 4:17
6. One Great Mystery - 3:34
7. Sounded Good At The Time - 3:06
8. She Is - 3:21
9. Damn You Seventeen - 4:01
10. 747 - 3:27
11. Just A Girl - 3:37
12. Slow Rollin' - 3:45
13. All Nighter - 3:00
14. Falling For You - 3:54

Art-Nr.: 8680
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 19,90

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Lawrence, Tracy - strong [2004]
Schöner Albumtitel, denn nach dem Labelwechsel von Warner zu Dreamworks präsentiert sich Mr. Lawrence auf seinem neunten Album tatsächlich in "starker" Verfassung! Astreiner, zumeist recht knackig dargebotener, bodenständiger Nashville-Country ohne Schnörkel, der, völlig Pop frei, geschickt die Balance zwischen Radiotauglichkeit und den altehrwürdigen Country-Taditionen der Puristen hält. Tracy Lawrence' klasse Country-Tenor-Stimme kommt prima zur Geltung und die Songauswahl mit einer ausgewogenen Mischung an kraftvollen Uptempo-Nummern, entspannten Midtempo-Tracks und ein paar Balladen, ist bestens gelungen! So hat sich auch verdientermaßen schon wieder der erste Charterfolg eingestellt. Die erste Single aus "Strong" "Paint me a Birmingham", eine feine, sentimentale Country-Ballade mit relaxten Gitarren, Fiddle und schöner Steel, befindet bereits in den Top 20 der Billboard-Charts, mit stark steigender Tendenz. Doch unter den 12 Albumtracks befinden sich selbstverständlich noch jede Menge weiterer, potentieller Hit-Garanten. Nehmen wir zum Beispiel das herrlich knackige Titelstück "Stong" - allerbester, Gitarren orientierter, Midtempo-Country mit feinen Steel-Tipfern, oder das ebenso erfrischend knackig, wie locker in Szene gesetzte, in einem klasse Arrangement aus E-Gitarren, Orgel, Fiddle und Steel dargebotene "Everywhere but Hollywood", mit seiner tollen Melodie, wie auch das entspannte, mit schöner Mandoline angereicherte "A far cry from you", die fetzige Outlaw Country-Nummer "What the flames feel like", oder den großartigen, puren, "old-fashioned" Dancehall/Honky Tonk/ Country Shuffle "Sawdust on her halo" - alles Songs, die wirklich "Strong" sind. Ehrliche, blitzsaubere Mainstream-Countrymusic auf traditioneller Basis, mit der Tracy Lawrence bei den Countryfans voll ins Schwarze treffen wird.

Art-Nr.: 2329
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 5,90

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Little Big Town - pain killer [2014]
2 Jahre nach dem super erfolgreichen "Tornado" mit den beiden Nr.1-Singles "Pontoon" und "Tornado", legt das Grammy-dekorierte Quartett nun sein neues Album "Pain killer" vor - wieder ein ausserordentlich starkes Werk. Little Big Town (Karen Fairchild, Kimberly Schlapman, Philip Sweet und Jimi Westbrook) werden von vielen als so etwas wie die Fleetwod Mac des Country bezeichnet, ein Begriff, der mit dem neuen Album vielleicht besser passt, als je zuvor, wobei sie musikalisch und songtechnisch mit Stevie Nicks, Lindsey Buckingham & Co. pronlemlos mithalten können, ja vielleicht sogar noch wesentlich frischer und vitaler klingen, als die "alten Haudegen". Gesanglich bieten die Vier eine wahre Meisterleistung. Die Songs sind durchweg klasse. Vieles wirkt sehr dynamisch und gut gelaunt, doch auch die ein oder andere hinreissend vorgetragene Ballade offenbart das immense Potential der Band. Modern, teils schön raffiniert arrangiert, sehr abwechslungsreich, rockig, poppig, von aussergewöhnlicher Qualität - das ist der New Country von Little Big Town. Neben Lady Antebellum wohl die beste Band in Nashville, die es versteht, Country und Rock-Pop in solch einem beiden Genres gerecht werdenden, angemessenen Rahmen zu präsentieren - und das auf einem beeindruckend hohen Niveau. Produziert hat erneut Jay Joyce. Little Big Town befinden sich mit diesem tollen Album weiterhin in der absoluten Erfolgsspur. Glänzende Vorstellung!

Das komplette Tracklisting:

1. Quit Breaking Up With Me - 3:24
2. Day Drinking - 2:58
3. Tumble And Fall - 4:41
4. Pain Killer - 3:11
5. Girl Crush - 3:13
6. Faster Gun - 4:10
7. Good People - 3:41
8. Stay All Night - 2:45
9. Save Your Sin - 2:46
10. Live Forever - 4:14
11. Things You Don't Think About - 3:37
12. Turn The Lights On - 4:08
13. Silver And Gold - 3:31

Art-Nr.: 8716
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Love And Theft - same [2012]
Vom Trio zum Duo geschrumpft, ein Labelwechsel hinter sich - doch geschadet hat es nichts. Im Gegenteil: Love And Theft präsentieren sich mit ihrem 2. Album deutlich stärker und ausgereifter als bei ihrem Debut. Stephen Barker Liles und Eric Gunderson gelingt ein großartiges New Country-/Contemporary Country-Album voller erstklassiger Songs. Sehr gefällig und sehr melodisch, oft schön knackig und kraftvoll, aber auch unterbrochen von ein paar exzellenten Balladen, gehen die Stücke allesamt prima ins Ohr. Oft spürt man einen Hauch von Westcoast-Feeling - auch durch den tollen Gesang der beiden. Jeder von ihnen hat eine klasse Lead-Stimme, doch vor allem ihre vorzüglichen Harmonien sind das "Salz in der Suppe". Da fallen einem Namen wie America und die Eagles ein, wenngleich die Musik im Großen und Ganzen eher an der Schnittstelle zwischen Lady Antebellum und Little Big Town anzusiedeln ist - und zwar auf einem nicht minder hohen Niveau. Die herrliche, lockere, flockige, dennoch durchaus knackige Midtempo-Nummer "Angel eyes" hat schon die Top Ten der Billboard Country Singles-Charts geentert und bewegt sich kontinuierlich Richtung Spitze. Doch das dürfte nicht der einzige Hit sein, den das Album abwirft, denn es steckt voller Chart-Potential. So zum Beispiel das gut gelaunte, wundervolle "Girls love to shake it" mit seinem rockigen Ambiente und dem tollen "Sing along-Chorus". Oder der mit rootsiger, erdiger Lap-Steel in Szene gesetzte, toughe Uptempo-Countryrocker "Inside out", inklisive der zündenden E-Gitarren-Soli, und nicht zuletzt die hinreissende, auch textlich wunderschöne Liebes-Ballade "Town drunk" mit ihrer traumhaften Melodie und der feinen Instrumentierung aus vielschichtigen Gitarren, hintergründigem Akkordeon und einer herrlichen Pedal Steel. Produziert hat das Album übrigens "Altmeister" Josh Leo, unter anderem bekannt durch seine Zusammenarbeit mit Alabama oder der Nitty Gritty Dirt Band. Love And Theft sind auf dem richtigen Weg und werden mit diesem starken Album verdientermassen einen Riesen-Karriereschritt machen. Klasse!

Das komplette Tracklisting:

1. Angel Eyes - 3:06
2. Inside Out - 3:14
3. Runnin' Out of Air - 3:20
4. Amen - 3:36
5. If You Ever Get Lonely - 3:49
6. Thinking of You (and Me) - 3:25
7. Town Drunk - 4:10
8. Real Good Sign - 3:23
9. She's Amazing - 3:25
10. Girls Love To Shake It - 3:20
11. Girls Look Hot In Trucks - 3:59

Art-Nr.: 7856
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 5,90

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Rhett, Thomas - tangled up [2015]
Zweites Album von einem der neuen, jungen Stars in Nashville, Thomas Rhett, dem Sohn von Rhett Akins. Thomas Rhett hatte bereits auf seinem Debüt "It Goes Like This" angedeutet, was für ein immenses Potential in ihm steckt. Die eigenen Fähigkeiten, ein starkes, zahlungskräftiges Label und dazu noch die Erfahrung seines Vaters (auch als Berater und Mitkomponist) im Rücken, sind beste Voraussetzungen, um mit seinem neuen Album "Tangled Up" zum großen Wurf auszuholen. Und so folgt auch Thomas Rhett dem aktuellen Trend in Nashville konsequent, seine Musik auf eine duale Basis zu stellen, um eine möglichst große Käuferschicht zu animieren. Wie schon bei Taylor Swift, die diesen Trend förmlich einleitete, Lee Brice, Luke Bryan oder auch Brett Eldredge zuvor, mit dem er nicht rein zufällig in den nächsten Tagen eine große Tour beginnt, hat Rhett den Country-Anteil zugunsten eines breitgefächerten Spektrums an Musikstilen (vor allem im Vergleich zum Vorgänger) deutlich zurückgefahren. Auch hier zielt der Blick deutlich in Richtung allgemeine Billboard Charts. Platzierungen in der Countrysparte, wie zum Beispiel die schöne erste Single "Crash And Burn" (melodischer Countrypop, Platz 2 in den Single-Charts) werden als Synergieeffekte natürlich gerne mitgenommen. Nicht auch zuletzt dank der starken Nashville-Studiomusiker, die immer wieder mal mit klasse gesetzten Banjo-, Mandolinen-, oder Steeltupfern versuchen,"'ihr" Genre halbwegs präsent halten. Um eines klarzustellen: "Tangled Up" ist ein großartiges Album geworden, vielleicht sogar eines der besten Pop-Alben der Neuzeit, aber man muss als New Countryfan halt größtmögliche Kompromissbereitschaft zeigen. Das tolle Banjo-Intro zum eröffnenden "Anthem" wird ganz schnell von einer hymnischen Powerpopnummer (toller Refrain) übertüncht. "South Side" wird mit seinem "shaky" Soul Groove eher die Hüften so mancher dunkelhäutigen Schönheit zum Kreisen , als die Cowboystiefel des gemeinen Countryverfechters zum Wippen zu bringen. Trotzdem ist auch das wieder eine sau-cooles Stück. Mit "Die A Happy Man" gibt es zum ersten Mal Versöhnliches für den geneigten Countryfan. Eine wunderbare, melodische Countryballade mit viel Southern Soul-Flair und herrlicher E-Gitarrenbegleitung (inkl. Solo). Gänsehautgarantie! "Vacation" funkt und soult in einem Tempo, dass einem regelrecht schwindelig wird, die New Country Powerballade "Like It's The Last Time" im Stile von Jason Aldean (für den Thomas ja schon zu früheren Zeiten Songs komponiert hatte) gibt Gelegenheit zum Durchatmen. "T-Shirt" ist dann auch wieder so ein toller Popsong, mit einem herrlich rhythmischen E-Gitarrengroove, der durch Mark und Bein geht, dürfte live von Tanzeinlagen begleitet werden. Das folgende "Single Girl" kommt im Stile der 90er New Countryballaden daher, tolles E-Gitarren-Solo von Dann Huff. Apropos Dann Huff: Der hat dieses Werk zu Großteilen mit Dan Frasure produziert, lediglich die letzten drei Tracks wurden durch Chris DeStefanno als auch Joe London begleitet. Das wohl Country-konformste Stück des Silberlings ist "The Day You Stopped Lookin' Back" (mit schöner Akustikgitarre) aus der Feder von Cadillac Three-Frontmann Jaren Johnston und Saitenvirtuose Luke Laird. Klasse hier das schöne E-Gitarren-Slide-Solo. Das erneut soulig groovende Titelstück "Tangled" würde man eher im Repetoire von den Commodors erwarten, als eigentlich auf der Scheibe eines aufstrebenden New Country-Künstlers, aber so ist halt die aktuelle Zeit. Getoppt wird das Ganze noch durch "I Feel Good", bei dem sogar der Rapper Lunchmoney Lewis, eine Sprecheinlage abliefern darf. Die Blockbuster-taugliche Ballade " Playing With Fire" würde sich als Titellied einer Titanic-Fortsetzung bestens eignen. Diese wickelt Thomas im Duett mit der vorzüglich singenden Jordin Sparks ab. Absolute Hitgarantie! Das melodische "Heard It From The Radio" (dezente Steel-Einlagen), eines von ein paar Liedern, das in Kooperation mit Papa Akins entstand, lässt ein Album ausklingen, das ausnahmslos tolle, abwechslungsreiche Musik bietet (wie bereits erwähnt, die grandios aufspielenden Nashville-Musiker sind allein das Geld wert), allerdings das Countryfeuer auf niedriger Flamme hält. Thomas Rhett folgt mit "Tangled Up" dem aktuellen Trend (möge der nicht noch weiter ausufern...), nicht nur von der Countryklientel wahrgenommen zu werden, sondern eine möglichst breite Schicht an Hörerschaft zu gewinnen. Insgesamt ein richtig starkes (Country) Pop-Album, der gemeine New Countryfan muss allerdings ein Höchstmaß an Toleranz mitbringen. Wer mit den letzten Sachen von Sam Hunt, Canaan Smith, Chase Rice, Brett Eldredge & Co. klarkommt, ist hier an der richtigen Stelle. (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Anthem - 3.14
2. Crash and Burn - 3.10
3. South Side - 2.50
4. Die A Happy Man - 3.47
5. Vacation - 3.43
6. Like It's The Last Time - 3.09
7. T-Shirt - 3.47
8. Single Girl - 3.17
9. The Day You Stop Lookin' Back - 3.24
10. Tangled - 3.30
11. Playing With Fire (feat. Jordin Sparks) - 3.25
12. I Feel Good (feat. LunchMoney Lewis) - 3.15
13. Learned It From The Radio - 3.41

Art-Nr.: 8980
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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