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Alabama - southern drawl [2015]
Jawohl! Da sind sie wieder! Endlich ein brandneues Album von Alabama! Ganze 14 Jahre hat sich das beliebte Trio, bestehend aus Leader Randy Owen, Teddy Gentry und Jeff Cook seit ihrer letzten ‚echten‘ Studioveröffentlichung "When It All Goes South" Zeit gelassen, ihre immer noch immens große Fan-Schar, mit neuem Songmaterial zu beglücken. Wer befürchtet, dass die Herren Rost angesetzt haben oder mit dem Zug der Zeit nicht mehr standhalten können, dem sei versichert, dass hier genau das Gegenteil der Fall ist. Mit ihrem neuen Werk "Southern Drawl" beweisen die drei Recken vorzüglich, wie man sich zeitgenössisch geben kann, ohne dabei in die eigene musikalische DNA allzu stark einzugreifen. Die legendäre, mega-erfolgreiche Band (41 Nr. 1- Hits, unzählige Auszeichnungen, über 65 Millionen verkaufte Tonträger!) beeindruckt mit 13 neuen Songs, die, wie man es von früher kennt, zum Teil gut rocken und zum Teil in wunderbaren Balladen vorgetragen werden. Alles kommt, wie der Titel der CD es schon suggeriert, mit viel Southern-Esprit rüber! Herrlich, wie die exzellenten E-Gitarristen der Nashville-Studiomusiker-Garde (Danny Radar, Adam Shoenveld, JT Corenflos, Tom Bukovac, Kenny Greenberg, Charles English), direkt beim eröffnenden Titelstück die Slide-Gitarre raunen lassen , um dann, nach Owens brunftartigem Eingangs-Statement "Life gets better with a Southern drawl", in einen schwer stampfenden Southern Countryrock-Swamper im Stile von Montgomery Gentry zu münden. Sofort eine bärenstarke Nummer, klasse vor allem das E-Gitarren-Solo und das Honky Tonk-Piano-Geklimper von dem auch insgesamt überragend agierenden Gordon Mote (Piano, Wurlitzer, B3). Das Alabama auch wegen ihrer, immer wieder mit tollen Harmoniegesängen bestückten Balladen geliebt werden, ist kein wohl behütetes Geheimnis mehr. Mit "Wasn’t Through Lovin' You Yet" (tolles Bruce Hornsby-mäßiges Piano, starkes E-Gitarren Kurz-Solo), "This Ain't Just A Song" (klasse Harmonies und feines Violinenspiel von Gaststar Alison Krauss) und "As Long As There's Love" (mit orchestralen Streicher- und Crowd Gesangs-Passagen) bekommt man anschließend gleich drei hochemotionale Musterbeispiele dafür serviert (z. T. bitte die "Tempos" in Griffweite halten - kleiner Scherz am Rande). Vor allem beim später folgenden Liebeslied "One On One", wo Randy das Intro sprechend, mit belegter Stimme und voller Pathos dahinseufzt, muss man ganz tief durchatmen. Dank der tollen Musiker und ihrer vielen, instrumentell eingestreuten Feinheiten, sowie der perfekt sitzenden Harmoniegesänge, driften diese allerdings nie wirklich in den Kitsch ab. Zudem werden sie meist zum richtigen Zeitpunkt von satt rocken Southern Country-Tracks abgelöst, die jede aufkommende Melancholie wieder in südstaatliche Musikfreude umschlagen lassen. Herrlich das mit "Ghost Riders In The Sky"-Western-Flair umwobene "Back To The Country" (großartige Banjo-, Dobro-, Fiddle-Einlagen) oder das mit launigem Text und viel Southern Blues/Soul versehene "Hillbilly Wins The Lotto Money", das aufgrund der fulminanten Orgel, den prickelnden E-Gitarren sowohl der Skynyrd-/Montgomery Gentry-Klientel, als auch, dank der von Charlie Judge simulierten, deftigen Bläsereinsätze, Freunden der legendären Blues Brothers große Freude bereiten würde. Grandios auch das von einer interessant zusammengesetzten Armada von Songschreibern und arrivierten Interpreten/Musikern (Django Walker, James Slater, Ray Johnston, Patrick Davis, James Otto, Jeff Cook, der dieses Stück auch singt) kreierte "No Bad Days" (das Original dieser tollen Nummer findet sich im übrigen auf dem gleichnamigen, bärenstarken Album der texanischen Ray Johnston Band), das wunderbar soulig wärmend dahin groovt. Man merkt, dass hier ein James Otto, dem das Stück auch auf den Leib geschrieben wäre, mit bei der Komposition involviert ist. Typische Alabama-Country Rock-Nummern wie das patriotische "American Farmer" (Heartland-mäßige E-Gitarrenführung) und der Mitgröl-taugliche, dem Titel alle Ehre machende Stampfer "Footstompin‘ Music" (fettes Drumpoltern von Greg Morrow, klasse Rede-/Antwort-Gesang im Refrain, furioses Fiddle-Finale im Stile von Charlie Daniels' "Orange Blossom Special") dürften vor allem im Live-Programm so richtig gefeiert werden. Famos auch das fast schon episch/progressiv und sehr atmosphärisch anmutende "It’s About Time" (klasse die markante E-Gitarrenlinie von Charles English und wieder mal das feinfühlige Pianospiel von Mote), das man von Alabama so nicht erwartet hätte, aber für ihre Flexibilität spricht. Am Ende ziehen Owen, Gentry und Cook mit dem kammermusikartigen "I Wanna Be There" nochmals voller Inbrunst alle Balladenregister und beenden ein hochunterhaltsames, instrumentell versiertes und eingängiges Musikerlebnis (fast alle Tracks bleiben schon nach einem Hördurchgang im Gedächtnis hängen). Sie haben wirklich nichts von ihrer Klasse eingebüßt - im Gegenteil. Alabama präsentieren sich auf der Höhe der Zeit. Bester Country Alabama-Style! Absolut kein Zweifel: "Life gets better – with their 'Southern Drawl'"! Große Klasse! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Southern Drawl - 4.26
2. Wasn't Through Lovin' You Yet - 4.03
3. This Ain't Just A Song - 4.02
4. As Long As There's Love - 4.08
5. Back To The Country - 3.25
6. Hillbilly Wins The Lotto Money - 4.13
7. Come Find Me - 4.04
8. No Bad Days - 4.23
9. One On One - 3.31
10. American Farmer - 4.57
11. It's About Time - 3.28
12. Footstompin' Music - 4.04
13. I Wanna Be There - 3.12

Art-Nr.: 8976
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Alvin, Dave & Phil Alvin - lost time [2015]
Tolles Album von den beiden Alvin-Brüdern Dave und Phil, das zweite nach dem Grammy-nominierten "Common ground". Großartiger, erdiger Roots-fundamentierter Blues, Bluesrock, Rockabilly, Rock'n Roll und ein Hauch von Americana, bei dem die beiden in die Musik solcher Legenden wie Willie Dixon, Leadbelly, James Brown, Blind Boy Fuller und anderen Größen eintauchen, alles Leute, die die Alvins in ihren frühen Tagen nachhaltig inspiriert haben. Das Album ist deutlich kraftvoller als "Common ground", variabler und vorwiegend rockig elektrisch. Vielleicht würden heute so die Blasters klingen, wenn sie noch zusammen würden. Saustark umgesetzt!

Das komplette Tracklisting:

1. Mister Kicks - 3.41
2. World's In A Bad Condition - 4.25
3. Cherry Red Blues - 3.31
4. Rattlesnakin' Daddy - 4.10
5. Hide and Seek - 2.35
6. Papa's On The House Top - 2.50
7. In New Orleans (Rising Sun Blues) - 3.14
8. Please Please Please - 2.41
9. Sit Down, Baby - 4.23
10. Wee Baby Blues - 5.17
11. Feeling Happy - 3.14
12. If You See My Savior - 3.47

Art-Nr.: 8974
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 9,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Mister Kicks
World's in a bad condition
Rattlesnakin' Daddy
Hide and seek
In New Orleans (Rising Sun Blues)
Sit down baby
Wee Baby Blues

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Blue Water Highway Band - things we carry [2015]
Neues, hell funkelndes Juwel in den texanischen Red Dirt-/Roots-/Americana-/Countryrock-Gefilden: Die Blue Water Highway Band mit ihrem wundervollen, mit durchweg fantastischen Songs in edlen Melodien bestückten Debütalbum "Things We Carry". Wenn schon ein alter, mit allen Country-Wassern gewaschener Recke wie Multiinstrumentalist und Produzent Lloyd Maines Sätze wie "The Blue Water Highway Band is the best new band that I’ve heard in years. Their vocals are spot on and their writing is smart and thoughtful. They’re very serious and impressive musicians’" von sich zum Besten gibt, kann man mit absoluter Sicherheit davon ausgehen, dass den musikbegeisterten Hörer etwas ganz Besonderes erwartet. Maines ist natürlich auch mit seinem unverwüstlichen und unnachahmlichen Pedal Steel-Spiel auf diesem Werk als Gastmusiker (neben weiteren illustren Leuten wie Cindy Cashdollar, Warren Hood oder John Ginty) mit von der Partie. Die kreativen Köpfe der Band sind Zack Kibodeaux (vocals, acoustic guitar) und Multiinstrumentalist Greg Essington (vocals, guitars, piano, banjo, mandolin, accordion), die den Löwenanteil des Songwritings erledigt haben. Hinzu kommen Catherine Clarke, die mit den typisch texanischen Harmoniegesängen im Stile einer Kacey Musgraves zu gefallen weiß, ein weiterer Alleskönner Zach Landreneau (piano, rhodes, banjo, accordion,, dobro, synth chamberlin) sowie die Rhythmusfraktion, bestehend aus Kyle Smith (bass) und Daniel Dowling (drums, percussion). Produziert hat in einem schön transparenten, unaufdringlichen und ‚organisch‘ gehaltenen Sound, David Butler. Anhand der ganzen aufgeführten Instrumente kann man bereits erkennen, dass viel Wert auf ein überaus variables Musizieren im Americana- und Country-typischen Ambiente gelegt wurde. Das zeigt direkt der hinreissend schöne, von einer traumhaften Melodie geprägte, glasklar in Szene gesetzte Opener "Hard Time Train" mit seinen feinen Mundharmonika-Einlagen und den transparenten Gitarrenklängen. Was für eine tolle Red Dirt-/Americana-/Countryrock-Nummer mit fantastischem Gesang von Zack Kibodeaux. Der Bursche singt wie eine ausdrucksstarke Kombination aus Zac Brown (Zac Brown Band) und Mike Eli (Eli Young Band) mit dem Slang der Braun-Brüder Willy (Reckless Kelly) und Micky (Micky and The Motorcars). Toll hier auch das am Ende einstzende, schnelle, grassig angehauchte Instrumentalfinish, wobei hier vor allem Maines den Bottleneck über sein Paradeinstrument fliegen lässt. Ein weiteres tolles Beispiel ist „Medicine Man“, das mit New Orleansscher Fröhlichkeit vorgetragen wird und dann mittels eingebundener Horn Section mit einer furiosen Dixieland-Bridge noch einen oben drauf setzt. Die wohl radiofreundlichsten Tracks sind das wunderbar melodische, flockig lockere Stück "City Love, City Loose" (gurgelnde Orgel, tolle Harmoniegesänge, klasse Harp-Solo), das viel Southern-Esprit versprühende "How I Broke Your Heart", die beide auch gut in das Repertoire eines Rob Baird passen würden, oder der wunderschöne Titelsong "Things We Carry", der dezent etwas an die einstigen Sons Of The Desert erinnert. Für ganz großartige Momente auf diesem Album sorgen die Texaner zudem mit ein paar herausragenden Balladen, wie zum Beispiel mit dem rootsigen, staubigen "Greytown" (klasse Orgel, tolle Mandolinen-Ergänzungen), dem voller Melancholie schwer seufzenden "My Blue San Antone" (Orgel, Piano, Banjo), dem in Klagemanier gebrachten, folkigen "Voice In Ramah" (live im Studio eingespielt, starkes Mandoline-Solo, klasse Harmonies), oder dem sehr atmosphärisch, in einem klassischen Piano- und Cello-Gewand vorgetragenen, mit fast sakral anmutenden "Ohohoh"-Gesängen umwobenen, ganz feinen "Q To Cortel You", bei denen sich Kibodeaux vor allem als exzellenter Storyteller erweist. Was für ein Talent! Stücke wie das mit einem schöne Gypsy-Flair behaftete "Oh Seraphim!" (klasse Steel, schöne Fiddle), der leicht bluesig stampfende "Working Man"-Song "John Henry" oder das flockige "The Running" (Piano, Orgel, klasse Harmonies von Clarke, prima E-Gitarren-Solo) sorgen immer wieder für viel kontrastreiche Abwechslung. Alles Beschriebene mündet in den glorreichen Abschluss "Highway To Glory", bei dem die Band voller Fröhlichkeit und Intensität noch mal das texanische Countryterrain beackert. Da wünscht man sich im Geiste irgendwo mit den Protagonisten bei einer kühlen Flasche Bier (oder mehreren) zusammen am abendlichen Lagerfeuer mit Blick auf einen Canyon zu sitzen und sich einfach von ihrer stimmungsvollen Musik berauschen zu lassen. Eine großartige Truppe, was für talentierte Jungspunde! Das grandiose Debüt "Things We Carry" der Blue Water Highway Band ist ein Füllhorn mit Stoff für Liebhaber anspruchsvoller Roots-/Country-/Americana-/Red Dirt-Sachen in Richtung von Interpreten wie Rob Baird, der Eli Young Band, den Turnpike Troubadours, Sons Of The Desert, der Josh Abbott Band, Reckless Kelly, Micky and The Motorcars, The Band Of Heathens & Co. Auf den Punkt bringt es die ebenfalls spielerisch sehr versierte Gastmusikern Cindy Cashdollar (Baritone Weissenborn, Lap Steel), die das Treiben der BWHB so zusammenfasst: "Round bounded music, with contemporary drive". Diesem Statement können wir uns nur ehrfurchtsvoll und Kopf nickend anschließen. Ganz sicher einer DER Geheimtipps des Jahres 2015! Tolles Cover Artwork übrigens (mit eingelegtem Textbooklet) wieder mal von den Dodd Sisters (Backstage Design). Eine famose Vorstellung der Blue Water Highway Band! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Hard Time Train - 5:43
2. City Love, City Lose - 4:22
3. Oh Seraphim! - 3:57
4. Greytown - 4:51
5. Medicine Man - 3:48
6. How I Broke Your Heart - 5:00
7. My Blue San Antone - 5:34
8. John Henry - 4:00
9. The Running - 4:36
10. Voice in Ramah - 4:43
11. Q to Cortel You - 3:06
12. Things We Carry - 4:49
13. Highway To Glory - 4:01

Art-Nr.: 8965
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Hard time train
City love, city lose
Oh Seraphim!
Greytown
Medicine man
My blue San Antone
The running
Things we carry

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Eldredge, Brett - illinois [2015]
Der "CMA New Artist Of The Year 2014" mit seinem zweiten Album! Brett Eldredge hatte schon mit seinem Debütwerk "Bring You Back" einen Traumstart in die Karriere hingelegt. Der Silberling erreichte Platz 2 der Country Billboard-Charts und verpasste nur knapp die Pole-Position. Zusätzlich gab es mit drei Singles unter den Top 10 (parallel auch Nr. 1 in den Airplay-Charts) weitere, große Erfolge. Das weckt, in Bezug auf den Nachfolger, natürlich Begehrlichkeiten. Was ihm beim Vorgänger um Haaresbreite verwehrt blieb, ist ihm jetzt mit seinem brandneuen Silberling "Illinois" gelungen. Es ist amtlich: Brett Eldredge hat sein erstes Nr. 1 Album in den Billboard Country-Charts und on top noch Platz 3 in der genreübergreifenden Top 200-Notierung der Billboard Album-Charts erreicht. Eldredge ist somit im Kreise der großen US-Künstler bereits frühzeitig angekommen. Denn ähnlich wie Luke Bryan (im Gegensatz zu ihm, dessen Gesang eigentlich immer recht "hölzern" wirkt, kann Brett dazu noch mit einer "Mords"-Stimme aufwarten) und Taylor Swift zuvor, folgte der aus Paris, Illinois stammende Cousin von Chris Eldredge (The Grascals) dem derzeitigen Trend in Nashville, die Musik möglichst "zweigleisig" anzulegen, d. h. auch über den Countrymarkt hinaus kompatibel zu gestalten. So verschwimmen auch auf "Illinois" New Country- und Pop/Rock-Elemente fließend ineinander. Mitverantwortlich hierfür natürlich der für seine modernen Produktionen bekannte Russ Copperman, für den sich Brett jetzt schwerpunktmäßig entschieden hat, nachdem es beim Vorgänger noch einen Konglomerat aus verschiedensten Produzenten gegeben hatte. Vermutlich auch, weil zwischen beiden die Chemie beim Songwriting (sie haben den Großteil der Stücke geschrieben, Eldredge war sogar in allen Tracks kompositorisch involviert!) zu stimmen scheint. Dementsprechend hat auch die erste Single des Albums, "Lose My Mind" (schöne, markante Slide Gitarren-Führungslinie, rhythmischer Powersong) schon die Charts geentert und ist in die Top 10 eingestiegen. Tendenz Richtung Spitze! Die CD startet jedoch mit dem ruppigen Countryrocker "Fire" (tolle Tempowechsel, starke E-Gitarren) fast in der Manier eines Pat Green. Ein starker Auftakt! Es folgt mit "You Can’t Stop Me" ein grooviger, soulig angehauchter R&B-Track, den Brett im Duett mit Thomas Rhett performt, der in diesen Tagen auch sein neues Album "Tangled Up" auf den Markt bringt. Beide werden auch zusammen in Kürze ihre "Suits & Boots"-Tour jeweils als Co-Headliner (Opening Act: Danielle Bradbery) in Angriff nehmen. Auf der ein wenig mit Will Hoge-Flair bedachten Ballade "Wanna Be That Song" kann Brett dann seine stimmlichen Qualitäten (er "hängt" sich spürbar immer richtig rein und geht nicht zu Unrecht so ein bisschen als der "Ray Charles des Country" durch) richtig ausspielen. Klasse hier auch die Harmonie-Vocals gegen Ende von Stephanie Chapman. Gute Laune verbreitet der Beach-taugliche Abhäng-Track "Time Well Spent", gefolgt vom melodischen Countrypoplied "If You Were My Girl". Centersong des Werkes ist das Piano-trächtige, mit einer schönen Southern-Brise umwehte Titelstück "Illinois", zugleich eine Hommage an seinen Heimatstaat, aber auch vielleicht so etwas wie der legitime Nachfolger von Marc Cohns "Walking In Memphis". Wunderbar! Geschrieben mit Brad Crisler, der hier, wie auch beim schönen "Lose It All" (Akustikgitarre, Steeltupfer, kurzes E-Gitarren-Solo) mit an den Reglerknöpfen saß (bei allen anderen Tracks dann Russ Copperman). Das ein wenig an Marc Broussard erinnernde, atmosphärische "Just A Taste" und das mit Akkordeon- und Mandolinentupfern bestückte "Drunk On Your Love" warten ebenfalls mit klaren Chart-Ambitionen auf. Auf "Shadow" zeigt sich Brett Eldredge recht experimentierfreudig und mutig zugleich. Ein rockiges, sehr "asymmetrisch" strukturiertes Stück, das ziemlich polarisieren dürfte und man eher im Repertoire von Bands wie Nickelback, Hinder & Co erwarten würde. Ein Klasselied, aber in diesen Sphären doch sehr ungewöhnlich. Dafür wird man zum Schluss mit dem flockigen, eingängigen New Country-Stück "Going Away For A While" mit einem launigen "Sing-A-Long"-Refrain zurück in die Spur gebracht. Fazit: "Illinois" ist bester, moderner New Country mit leichten Pop-Tendenzen, wie er momentan in Nashville richtig angesagt ist. Eingespielt natürlich vom Who-Is Who der Nashville Garde-Studio-Musiker. Brett Eldredge ist nicht zuletzt dank seiner enormen Charakterstimme und dem Gespür für die richtigen Songs vollkommen zu Recht zur richtigen Zeit im Reigen der momentan populären US-Interpreten (aller Genres) angekommen. Chapeau Mr. Eldredge! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Fire - 3:18
2. You Can't Stop Me (feat. Thomas Rhett) - 3:24
3. Lose My Mind - 2:35
4. Wanna Be That Song - 3:56
5. Time Well Spent - 3:35
6. If You Were My Girl - 3:31
7. Illinois - 3:22
8. Just A Taste - 3:28
9. Drunk On Your Love - 2:54
10. Lose It All - 3:40
11. Shadow - 2:39
12. Going Away For A While - 3:15

Art-Nr.: 8973
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

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Grateful Dead - 30 trips around the sun ~ 4 cd box-set [2015]
4 CD Box-Set! "30 Trips Around The Sun: The Definitive Live Story 1965 - 1995", eine der geplanten Veröffentlichungen alnläßlich "50 Jahre Grateful Dead", ist eine großartig aufgemachte, hoch interessante Box mit 4 CDs, die die Live-Aktivitäten der legendären Band ihrer 30 Jahre des "kompletten" Bestehens, also bis zum Tod von Jerry Garcia am 9. August 1995 durchleuchtet. Aus jedem Jahr ihrer Karriere ist ein bis dato noch nie veröffentlichte Live-Track aus einem ihrer Konzerte des jeweiligen Jahres enthalten. Zudem ist ein feines Essay von Dead-Spezi Jesse Jarnow enthalten, mit Ausführungen zu jedem einzelnen Track dieser Box. Vorzügliches, exquisites Teil!

Die komplette Tracklist:

1. Caution (Do Not Stop On Tracks)
2. Cream Puff War (Live at Fillmore Auditorium, San Francisco, CA 7/3/66)
3. Viola Lee Blues (Live at Shrine (Exhibition Hall, Los Angeles, CA1/10/67)
4. Dark Star (Live at Greek Theater, Berkeley, CA 10/20/68)
5. Doin' That Rag (Live at Dream Bowl, Vallejo, CA 2/22/69)
6. Dancing In The Street (Live at Winterland, San Francisco,CA 4/15/70)
7. Ain't It Crazy (The Rub) (Live at Fox Theater, St. Louis, MO 3/18/71)
8. Tomorrow Is Forever (Live at The Palace Theater, Waterbury, CT 9/24/72)
9. Here Comes Sunshine (Live from San Diego Sports Arena 11/14/73)

Disc 2:
1. Uncle John's Band (Live from Parc des Expositions, Dijon, France 9/18/74)
2. Franklin's Tower (Live From Lindley Meadows, Golden Gate Park, San Francisco 9/28/75)
3. Scarlet Begonias (Live at Cobo Hall, Detroit, MI 10/3/76)
4. Estimated Prophet (Live at Capital Theatre, Passaic, NJ 4/25/77)
5. Samson And Delilah (Live at Providence Civic Center, Providence, RI 5/14/78)
6. Lost Sailor>Saint Of Circumstance (Live at Cape Cod Coliseum, South Yarmouth, MA 10/27/79)
7. Deep Elem Blues (Live at Lakeland Civic Center, Lakeland, FL 11/28/80)

Disc 3:
1. Shakedown Street (Live at Cornell University, Ithaca, NY 5/16/81)
2. Bird Song (Live at Manor Downs, Austin, TX 7/31/82)
3. My Brother Esau (Live at The Centrum, Worchester, MA 10/21/83)
4. Feel Like A Stranger (Live at Agusta Civic Center, Agusta, ME 10/12/84)
5. Let It Grow (Live at River Bend Music Center, Cincinnati, OH 6/24/85)
6. Comes A Time (Live at Cal Expo Amphitheatre, Sacramento, CA 5/3/86)
7. Morning Dew (Live at Madison Square Garden, New York, NY 9/18/87)

Disc 4:
1. Not Fade Away (Live at Oxford Plains Speedway, Oxford, ME 7/3/88)
2. Blow Away (Live at Miami Arena, Miami, FL 10/26/89)
3. Ramble On Rose (Live at Zenith, Paris, France 10/27/90)
4. High Time (Live From Madison Square Garden, New York, NY 9/10/91)
5. Althea (Live at Copps Coliseum, Ontario Canada 3/20/92)
6. Broken Arrow (Live at Knickerbocker Arena, Albany, NY 3/27/1993)
7. So Many Roads (Live at Boston Garden, Boston, MA 10/1/94)
8. Visions Of Johanna (Delta Center, Salt Lake City, UT 2/21/95)

Art-Nr.: 8971
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 39,90

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James, Jason - same [2015]
"A new old voice comes out of Texas"! Wundervoll! Der Texaner Jason James veröffentlicht sein Debutalbum - ein wahres Juwel neuer "alter Countrymusic". Wäre ein eingefleischter Countryfan in den Siebzigern aus irgendwelchen Gründen in einen absoluten Tiefschlaf verfallen, und würde dieser nun 40 Jahre später wieder aufwachen - er wäre genauso verblüfft wie "beunruhigt", was man im heutigen Nashville so alles als Countrymusic vorgesetzt bekommt. Aber keine Angst, es gibt sie noch, die neuen, jungen Künstler, die sich dem reinen, klassischen, ursprünglichen "Vintage"-Country verschrieben haben, so wie er eben sein sollte. Einer von denen ist dieser wunderbare Sänger und Songwriter Jason James aus der kleinen Stadt Texas City im Galveston County des US-Bundesstaates Texas. Obwohl aufgewachsen in einem Elternhaus, in dem die Countrymusic allgegenwärtig war, begannen die ersten musikalischen Gehversuche des Teenagers zunächst damit, dass er der Frontmann einer Punk-orientierten Alternate Hardrock-Band war, was ihm erste Bühnenerfahrungen einbrachte. Auch mit dem Schreiben von Liedern beschäftigte er sich. Doch eines Tages änderte sich alles, als er bei seinem Vater zu Besuch war und alte Hank Williams-Scheiben hörte. Seine "Country-Gene" setzten sich in aller Konsequenz durch und liessen ihn nicht mehr los. Das war die Musik, die er fortan machen wollte. Und zwar ohne Kompromisse! "I had completely forgotten about country music," sagte James dazu und erläuterte weiter: "When I heard this old Hank Williams stuff, it was a revelation to me, and suddenly I was hearing it in a different way. It was the song ‘Alone and Forsaken' that really got me. The depth of the heartbreak in that song, and how real it was, just spoke to me, and suddenly everything I'd done before didn't matter to me anymore. Country was what I wanted to do". Neben seinem großen Held Hank Williams senior sind es Veteranen wie George Jones, Merle Haggard und Buck Owens, ebenso wie der frühe Dwight Yoakam, die ihn nachaltig beeinflussen. Die Musik dieser "alten Haudegen" möchte James mit seinen eigenen Songs in der heutigen Zeit weiterleben lassen - und das gelingt ihm herausragend gut. Was ist dieses Debut für eine herrliches "real honky-tonkin' Country"-Album, vollkommen natürlich, zwanglos, ungeschliffen, frei von jeglichen Major Label-Zwängen, gleichzeitig geprägt von immenser Spielfreude, Inspiration und Qualität. Steelguitars, jede Menge Bariton E-Gitarren, surrende Fiddles, klimperndes Honky Tonk-Klavier, typische Retro Countryrhythmen und wunderbare Melodien bestimmen das Geschehen. Die 13 erstklassigen (es gibt absolut keine "Füller"), alle aus der Feder von Jason James stammenden Songs (bei lediglich 2 Nummern halfen im zusätzlich ein oder zwei Co-Autoren) wurden überwiegend in Austin und Houston eigespielt (mit solch exzellenten Musiker wie dem Gitarristen Scott Davis und dem Steeler Will van Horn, letzterer aus der Band von Robert Ellis) und produziert von John Evans (u.a. Hayes Carll und Corb Lund), bis auf 4 Tracks, die in Nashville aufgenommen und von Keith Gattis (u.a. Dwight Yoakam) produziert wurden. Gleich die erste Nummer bedeutet die pure Country-Wonne: "Here comes the heartache" ist ein Barroom Honky-Tonker der allerersten Güte, gespickt mit hinreissenden Pedal Steel-Linien, toll klimperndem Honky Tonk-Piano, sowie erdigen Baritone-Riffs und -Leads. Das nachfolgende, lässige, flockig knackige "I've been drinkin' more" löst unmittelbar Erinnerungen an solch große Helden wie Merle Haggard, Buck Owens und George Jones aus. Erneut zieren prächtig in Szene gesetzte Pedal Steel, Fiddle und exzellente E-Gitarren diesen wunderbaren Song. Man ist schon jetzt regelrecht vesunken in dieser herrlichen Musik. Dann wird's "rockig". "Hot mouth Mama" ist ein, von einem klasse Twist-/Rockabilly-Unterton bestimmter, fulminanter Honky Tonk-/Roadhouse-Heuler, der ordentlich in die Beine geht und so manchen Tänzer auf eine amtliche Betriebstemperatur bringen dürfte. Hat eine ganz dezente Elvis- /Jerry Lee Lewis-Note. Dann das begnadete "Fancy limousine" - das ist brillanter, in allerbester, früher Dwight Yoakam-Manier zelebrierter, gut abgehender rockin' Honky Tonk-Country, durchzogen von großartigen Baritone E-Gitarren. Mit californischem Bakersfield-Flair und einem Hauch von Western-Feeling wartet das wunderschöne "World of make believe" auf, eine honky-tonkige, zwischen Midtempo und Ballade balancierende Nummer mit heulender Steel, leichten Piano-Fills und edlen Gitarren-Tupfern, während sich das "einsame", dennoch flott arrangierte, bestens zum Linedance geeignete "Buppa-Bup-Bow-Bow" genüßlich in der Schnittstelle von Hank Williams sr. und Johnny Cash tummelt. Welche Nummer man auch betrachtet, das alles ist vollkommen authentischer Retro Countty in Reinkultur - ohne das diese Musik auch nur ansatzweise antiquiert klingt. "The love that I have for traditional country music is like a mission to me", sagt Jason James - und das kauft man ihm zu einhundert Prozent ab. Wie gesagt, er spielt diesen lupenreinen Honky Tonk Country ohne jeden Kompromiss. Dieser Jason James ist zweifellos eine der größten Country-Entdeckungen des Jahres. Nach solchen Klängen "lechzen" die Fans. Auch Alan Jackson- und George Strait-Anhänger dürften an diesem Mann ihre helle Freude haben. Fantastisch!

Das komplette Tracklisting:

1. Here Comes The Heartache - 3:29
2. I've Been Drinkin' More - 3:35
3. Hot Mouth Mama - 2:33
4. Fancy Limousine - 3:31
5. World Of Make Believe - 3:22
6. Back In My Arms - 3:40
7. Buppa-Bup-Bow-Bow - 3:00
8. True Blues - 3:39
9. I Wonder If You'll Ever Come Around - 2:45
10. I'll Set You Free - 3:36
11. Pullin' Out The Suit - 2:31
12. Welcome To The Blues - 3:28
13. Walk Through My Heart - 3:23

Art-Nr.: 8964
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Here comes the heartache
I've been drinkin' more
Hot mouth Mama
Fancy limousine
World of make believe
Buppa-Bup-Bow-Bow
Welcome to the blues
Walk through my heart

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Keith, Toby - 35 mph town [2015]
"35 Mph Town" heißt das neue Album des Country-Superstars - und es ist wieder ein klasse Teil geworden! Man kann zu Toby Keiths Musik und seiner darin enthaltenen Botschaften stehen, wie man will, fest steht aber, dass der Mann sich niemals zugunsten irgendwelcher zeitgenössischer Trends verbiegen lassen würde, wie es in Nashville bei vielen Interpreten zur Unsitte geworden ist. Und so zieht er mit seinem mittlerweile 18. Album "35 Mph Town" auch konsequent wieder 'sein Ding' durch. Ehrlicher New Country, mit einigen trinkfreudigen, patriotischen und aus seiner Sicht lebensnahen Statements, produziert von ihm selbst zusammen mit Bobby Pinson (ein Song mit Mac McAnally), fein eingespielt von Nashvilles Top-Studiomusikern (u. a. Chad Cromwell, Ilya Toshinsky, Kenny Greenberg, Brent Mason, Eric Darken, Danny Rader, Steve Nathan, Russ Pahl). Und so hat das Werk auch nur ganz knapp die Pole-Position der Billboard Album Charts verpasst, trotzdem mit Platz 2 wieder eine beachtliche Platzierung erreicht. Keith startet seine neue CD mit dem versöhnlich anmutenden "Drunk Americans", ein patriotisches Lied aus der Feder von Brandy Clark, Bob DiPiero und Shane McAnally, die einzige Komposition, an der Toby nicht beteiligt war (der fast komplette Rest stammt von ihm und Bobby Pinson). Wenn betrunkene Menschen zusammen singen, ist es, auf die einfache Formel gebracht, egal, ob sie Malocher, Manager, Cowboys oder Rothaut, Prom Queen oder Stripperin, Demokraten oder Republikaner sind. Klasse dann der von einer satten Horn Section unterstützte Uptempo Country Rocker "Good Gets Here". Das zu einem späteren Zeitpunkt folgende "10 Foot Pole" schlägt mit ein bisschen polterndem Lynyrd Skynyrd-Flair in eine ähnliche Kerbe. Der Titelsong beschreibt (Tobys Gesang voller Pathos) die sich immer mehr zum Negativen verändernden Zeiten in Amerikas Kleinstädten, übrig geblieben sei meist nur noch das Tempolimit von 35 mph. Ein wunderbarer relaxter Track ist "Rum Is The Reason", das, von Steel Drums unterlegt (klasse gespielt von Robert Greenidge), dezentes Calypso Feeling vermittelt. Bizarr die Aussage, dass, wenn Stalin und Hitler, statt Wodka und Bier, Rum getrunken hätten, wäre der Menschheit ihre Schreckensherrschaft wohl erspart geblieben, denn Piraten haben ja aufgrund ihres Rum-Konsums auch nie die Welt regiert. Politikgeschehen aus der vereinfachten Sicht eines Toby Keith, trotzdem ein herrliches Stück! Mit "What She Left Behind" folgt eine eingängige und sehr melodische Countryballade über das Verlassenwerden. Großartig auch das in 'Crying In My Beer'-Tradition gebrachte "Haggard, Hank & Her". Zu tollen Akustik- und Bariton-E-Gitarrenklängen, hallender Orgel und weinender Steel, wird Whisky-besäuselt an der Theke über das verpatzte Leben sinniert. Klasse hier auch die dezenten Harmonies von der guten Mica Roberts. Beim etwas wehmütig und melancholisch (wunderbare Akkordeon-Unterlegung) rüber kommenden "Sailboat For Sail" geben sich Toby und Jimmy Buffett gegenseitig die Ehre. Der etwas augenzwinkernde und selbstironische 'One Night Stand'-Song "Every Time I Drink I Fell In Love" drückt dann noch mal auf die Tube und beweist, dass sich Toby durchaus auch selbst auf die Schippe nehmen kann. Launiger, in Bakersfield-Manier gespielter Country Rock mit feinem Gitarren- /Banjo-Arrangement und kleinem Instrumental-Ausklang. Am Ende überrascht der 320 Millionen Dollar schwere Country-Entertainer mit einem echten Streicher-untermalten Schmachtfetzen: "Beautiful Stranger". Das ist dann doch sehr gewöhnungsbedürftig für ein musikalisches Raubein, das sich eigentlich lieber über 'Drinking Beer' und 'Kicking Ass' auslässt. Trotzdem insgesamt eine schöne Herz-Schmerzballade. Toby Keith lässt mit seinem aktuellen Werk "35 Mph Town" wieder nichts anbrennen. Man bekommt, wo Toby Keith drauf steht, auch den authentischen Toby Keith geboten. Und wenn man sein typisch selbstgefälliges, zufriedenes Grinsen auf dem Backcover (alle Songtexte sind übrigens im beigefügten Booklet enthalten) sieht, weiß man, genauso wie er, dass die Toby Keith-(New)Country-Welt nach wie vor noch im Lot ist. Sehr gute Leistung! "Classic Toby at his best"! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Drunk Americans - 3.20
2. Good Gets Here - 2.20
3. 35 mph Town - 3.40
4. Rum Is The Reason - 3.17
5. What She Left Behind - 3.32
6. 10 Foot Pole - 2.55
7. Haggard, Hank & Her - 3.20
8. Sailboat For Sale (feat. Jimmy Buffett) - 3.08
9. Every Time I Drink I Fall In Love - 3.40
10. Beautiful Stranger - 4.17

Art-Nr.: 8999
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

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King Band, Marcus - soul insight [2015]
Nachdem dieses großartige Album ursprünglich bereits 2014 erschienen und nur im Eigenvertrieb der Band erhältlich war (mittlerweile ist es vergriffen), hat sich nun Warren Haynes (Gov't Mule) entschlossen das Werk über sein eigenes "Evil Teen"-Label erneut zu veröffentlichen, um es auch einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Mr. Haynes ist ein ausgesprochener Fan des jungen Gitarrenhexers Marcus King und seiner Freunde, deshalb dieser Schritt. Und das ist gut so!

Geballte Bluesrock-Power eines blutjungen Gitarrenmagiers aus South Carolina! Wow! Der gerade mal 18-jährige Marcus King und seine Band veranlassen mit ihrem packenden Debutalbum "Soul insight" nicht nur das der The Allman Brothers Band nahe stehende Magazin "Hittin' The Note" zu einem begeisternden Review, sondern sorgen in der einschlägigen Szene, auch unter den etablierten Musikerkollegen, für jede Menge Aufmerksamkeit. Man ist sich einig: Dieser Bursche hat eine große Zukunft. Marcus bearbeitet die Gitarre quasi seitdem er laufen kann. Schon mit 2 Jahren hat ihn sich sein musikverrückter Vater Marvin King, ein lokal sehr bekannter, ewig tourender "veteran bluesman" auf dem "fret board" austoben lassen und im zarten Alter von 11 Jahren stand er bereits mit der Band seines "alten Herrn" auf der Bühne und begeisterte die Zuhörer mit seiner verblüffenten "Duane Allman meets Jimi Hendrix"-Virtuosität. Schon zu diesem Zeitpunkt stand fest, dass die Buesrock-Musik in all ihren Facetten seine Mission ist und sein Leben bestimmen wird. Duane Allman und Jimi Hendrix gehören zu seinen großen Helden, doch die Einflüsse gehen deutlich weiter. Künstler wie Miles Davis, The Meters, B.B. King, Johnny Winter und The Allman Brothers Band inspirierten ihn total. Funk, Psychedelic, Jazz, Southern Rock sowie jede Menge Improvisationsfreude mit längeren Jammings fanden fortan in seiner Musik Zugang. Und genau das alles ist auf dem fantastischen Debut der Marcus King Band in vollster Blüte zu bewundern. Obwohl auf dem Cover nur 3 Musiker abgebildet sind, agiert die Marcus King Band zu viert, und zwar mit dem Keyboarder Alex Abercrombie, Bassmann Anthony House und Drummer Jack Rysn - alles hervorragende Mitstreiter. Unterstützt wird die Band zudem bei ein paar Stücken durch einen zusätzlichen Percussionisten, sowie einen Saxophonisten (Harold Todd aus der Band von Lenny Kravitz bei 2 Tracks) und einen Trompeter (ebenfalls bei 2 Tracks). Doch der Star der Truppe ist ganz klar Frontmann Marcus King, ein klasse Sänger, Songwriter und eben ein "Monster-Gitarrist", der mit umwerfenden, feurigen, fingerfertigen Läufen und Soli brilliert, genauso wie mit jeder Menge Spielwitz. Los geht's mit dem wuchtigen, fetten, mächtig groovenden, von einer gehörigen Portion Siebziger Classic-Rock unterwanderten Bluesrocker "Always". Starker Gesang, ein hervorragend strukturiertes Arrangement und ein "bäriges", mit genauso glühenden, wie lässig zelebrierten Gitarrenläufen und einem wunderbaren, kleinen Schlagzeugsolo aufwartendes Instrumentalbreak bestimmen das Geschehen. Herrlich retro. Das folgende "Boone" beginnt recht verhalten, mit viel Southern-Soul und feinem akustischen (Slide)Gitarrenspiel, legt dann im Verlauf aber gewaltig zu und wird zu einem voller Energie steckenden Southern-fueled Bluesrocker mit einem klasse Orgel-Untergrund. Hier spürt man die Einflüsse der Allmans deutlich. Danach das furiose Instrumental "Fraudulant waffle", bei dem die Band und vor allem Protagonist Marcus King sich zum einen völlig gehen lassen und gleichzeotig alle künstlerichen Register ziehen. Was für ein Jamming! Das geht von großartigen Twin Guitar-Momenten über fulminantes Lead Gitarren-Spiel, angetrieben von üppiger Percussion, gespickt mit viel Jazz- (Miles Davis) und Latin- Spirit (Santana). Das ist die pure Improvisationsfreude! Klasse! Etwas zurückhaltender, dafür mit ungemein viel Seele und Inspiration agiert die Band bei dem wunderbaren, gepflegten, leicht jazzig angehauchten Blues "Everything", der mit einem feinen Orgel-Background, ein paar schönen Saxophon-Momenten und einem hinreissend fingerfertigen Gitarrensolo des jungen Gitarrenzauberers besticht. Die Nummer sprüht nur so vor Spielfreude und Spielkultur. Erinnert ein wenig an die Tedeschi Trucks Band. Es folgen weitere, hochkarätige Nummern wie etwa der schön groovende, mit feinem Southern-Esprit versehene Midtempo-Blues "Dyin'" (klasse strukturiert, kleines Saxophon-Intermezzo, ausgedehntes, ungemein virtuoses, fulminantes Gitarrensolo), das furiose, mit Wahnsinns-Gitarrenarbeit aufwartende, abermals sehr jammige Instrumental "Booty stank" und der lichterloh brennende, voller "wilder" Gitarrenläufe steckende Uptempo Bluesrock-Kracher "Keep moving". ehe das Album mit der wunderschönen, melodischen, semi-akustisch inszenierten Ballade "I won't be here", eingehüllt in ein edles Southern-Gewand, überaus entspannt ausklingt. Die Reminiszensen an große Southern-Balladen der The Allman Brothers Band sind nicht zu leugnen. Tolle Nummer zum Abschluß eines ungemein vielseitigen, vielschichtigen Albums. Marcus King und seine Kumpels mit einem furiosen, genauso inspirierten, wie ambitionierten, teils sehr jammigen Bluesrock-Ritt, der einen von vorn bis hinten in Atem hält. Was diese Jungspunde drauf haben, ist schlicht "der Knaller"! Ja, das ist sicher erst der Anfang für die Marcus King Band, aber der hat es wahrlich schon in sich. Die Reise in die höchsten Hemisphären des Bluesrock-Universums hat begonnen...

Das komplette Tracklisting:

1. Always - 4.12
2. Boone - 5.30
3. Fraudulent Waffle - 5.21
4. Honey - 4.19
5. Dave's Apparition (Interlude) - 2.17
6. Everything - 4.48
7. No Decency - 4.42
8. Dying - 5.49
9. Booty Stank - 4.24
10. Opie - 5.09
11. Keep Moving - 5.00
12. I Won't Be Here - 4.37

Art-Nr.: 8951
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Always
Boone
Fraudulant waffle
Everything
Dyin'
Keep moving
I won't be here

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Lucero - all a man should do [2015]
Was für ein wunderbares, neues Album der famosen Rootsrock-Truppe aus Memphis/Tennessee um den charismatischen Frontmann Ben Nichols! Erneut produziert von Ted Hutt (u. a. Gaslight Anthem, Old Crow Medicine Show, Dropkick Murphys) und augenommen in den legendären Ardent Studios von Memphis präsentiert sich die Band in herausragender Verfassung. Sie reifen immer mehr, die Songs werden von Album zu Album noch besser. "All a man should do" ist vielleicht das bislang "ruhigste" Werk der Band, doch die innere Kraft des durchweg bärenstarken Songmaterials ist immens. Zu den ursprünglichen, trockenen, teils ordentlich "polternden" Southern-flavored Rootsrock- und Alternate Country-Klängen ihrer Anfangstage entwickelt die Band nun zusätzlich einen größeren Hang Richtung Memphis-Sound und Heartland Rock. Zudem legt man viel mehr Wert auf klare Songstrukturen, was darin mündet, das die Stücke allesamt in wunderbaren Melodien verpackt werden, sowohl instrumentell, als auch gesanglich, gleichzeitig aber immer noch ihre zwanglose Rauheit bewahren. Durch das komplette Album zieht sich eine herrlich lockeres Ambiente. Die Gitarren klingen sehr klar und transparent, die Licks gehen unmittelbar ins Ohr, Klavier und Orgel integrieren sich in wunderbarer Harmonie und werden komplettiert durch eine flüssige, flockige Rhythmusarbeit von Bass und Schlagzeug, ohne das die Band dabei wenig knackig klingt. Nein, das tut sie gar nicht! Und, wie gesagt, ihre angeraute Ursprünglichkeit ist stets präsent, allein schon durch Ben Nichols' großartigen, heiseren, Staub-gegerbten und Whiskey-resistenten Gesang. Die Band schafft diesen anspruchsvollen Spagat zwischen angenehmer Eingängigkeit und erdiger Rauheit geradezu perfekt. Sinnbildlich für das komplette Album steht der grandiose Opener "Baby don't you want me", der durchaus rau, gleichzeitig aber traumhaft melodisch aus den Lautsprechern fließt. Hat viel Heartland-Flair und Mempfis-Spirit. Nichols "raspelnder" Gesang, die transparente, klare Instrumentierung (großartige E-Gitarren-Klänge und akustische Gitarren-Riffs, lockeres Klavierspiel) und der flockige Rhthmus passen herrlich zusammen. Ein Heartland-/Roots-/Americana-/Memphis-Rocker vom Allerfeinsten. Dem Sextett gehören im übrigen mit Jim Spake und Randy Ballard auch zwei Bläser an, die nicht bei jedem Stück, aber hin und wieder in Erscheinung treten. Wenn das passiert, wie etwa bei dem flotten Uptempo-Rootsrocker "Can't you hear the howl", wirken sie nie zu aufdringlich, sondern passen sich wunderbar dem natürlichen, flüssigen Klangbild an. Lucero ist mit ihrem neuen Werk ein ganz großer Wurf gelungen. Sie haben sich in den letzten Jahren ein immenses Standing in der Rootsrock-Szene erarbeitet, was mit diesem Album noch einmal aufs Beeindruckendste untermauert wird. Baumstark!

Das komplette Tracklisting:

1. Baby Don't You Want Me - 4.02
2. Went Looking For Warren Zevon's Los Angeles - 4.29
3. The Man I Was - 4.28
4. Can't You Hear Them Howl - 3.54
5. I Woke Up In New Orleans - 5.10
6. Throwback No. 2 - 4.15
7. They Called Her Killer - 3.31
8. Young Outlaws - 4.04
9. I'm In Love With A Girl - 2.25
10. My Girl & Me In '93 - 5.18

Art-Nr.: 8977
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Baby don't you want me
Went looking for Warren Zevon's Los Angeles
Can't you hear them howl
I woke up in New Orleans
They called her killer
Young outlaws
My girl and me in '93

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MonkeyJunk - moon turn red [2015]
Neues Album der brillanten, kanadischen Bluesrock-Formation MonkeyJunk, dessen brodelndes, musikalisches Gebräu seine Heimat jedoch in den verschiedensten Regionen der USA hat. "Moon turn red" ist wunderbar rockig und kernig geraten, kocht an allen Ecken und Enden und besticht mit faszinierender Musikalität der drei Protagonisten. Wie mit einer gut geölten Maschine unterwegs, durchkämmen MonkeyJunk unaufhaltsam die Grenzgebiete zwischen Swamprock, Boogie, Roots, Classic Rock, Funk, Southern Blues, Delta Blues, Chicago Blues und einem Schuss Muscle Shoals-Soul, alles auf der Basis von absolut mitreissenden Grooves. Die Besetzung der Band gleicht jedoch überhaupt nicht der eines klassischen Bluesrock-Trios, denn MonkeyJunk spielen ohne einen Bassisten. Dennoch entwickeln sie mit ihrer ungeheuren instrumentellen Vielfalt eine dermassen "tighte", druckvolle und kernige Rhythmik, die einen den Tieftöner überhaupt nicht vermissen lässt. Frontmann und Multi-Instrumentalist Steve Marriner beispielsweise macht einen begnadeten Job an der zweiten Gitarre (zumeist Baritone Gitarre), den Keyboards, der Mundharmonica und mit seinem großartigen, charismatischen, hin und wieder entfernt an den guten alten Paul Rodgers erinnernden, "soulful" Gesang. Darüber hinaus verfügt die Band mit Tony Diteodoro über einen außergewöhlich starken Lead Gitarristen, der immer wieder mit rauen, fulminanten Soli und brennenden Slide-Läufen glänzt, sowie mit Matt Sobb über einen vorzüglichen Drummer. Die Drei harmonieren prächtig miteinander und verstehen sich quasi blind. Ihre Arrangements knistern nur so vor musikalischer Soannung und vor Raffinesse, aber auch vor straighter, drückender Direktheit. Wie gesagt, überwiegend rockt's und raucht's gewaltig "im Karton" (genial etwa das ein wenig an die bluesigen Sachen von Free und Bad Company erinnernde, mit einem irren Groove unterlegte und mit herrlichen kurzen Twin Guitar-Riffs verzierte, brodelnde "Live another day"), aber ein zwei Mal besticht die Band auch mit geradezu hinreissend gespielten Balladen, wie zum Beispiel bei dem famosen, souligen, wunderbar melodischen Abschlußtrack "Meet me at midnight". Das komplette Songmaterial ist makellos. Von vorn bis hinten gibt es nicht einen Ausfall oder Füller. MonkeyJunk mit einem packenden, bärenstarken Bluesrock-Werk, das zu den besten im Jahre 2015 gehören wird. Absolut beeindruckend!

Das komplette Tracklisting:

1. Light It Up - 3.39
2. You - 3.49
3. Show Me Yours - 4.10
4. Hot Hot Papa - 4.41
5. Love Attack - 4.32
6. Live Another Day - 5.02
7. Learn How to Love - 5.08
8. Lucky One - 3.01
9. Travelin' Light - 4.26
10. Meet Me at Midnight - 4.51

Art-Nr.: 8984
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Light it up
You
Hot Hot Papa
Live another day
Learn how to love
Travelin' light
Meet me at midnight

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Romano, Daniel - if i've only one time askin' [2015]
Sein Label beschreibt ihn als "“a young man with an old mind", der amerikanische Rolling Stone ist begeistert und sagt, seine Songs “lead their baritone-voiced creator down a path filled with countrypolitan crooning, honky-tonk heartache and mid-century melodrama", Shooter Jennings nennt ihn schlicht eine Kreuzung aus Gram Pasons und George Jones... - die Fachwelt lobpreist den Kanadier aus Ontario in den höchsten Tönen. Vollkommen zu Recht! Daniel Romano's neues Album "If I've only one time askin'" knüpft nahtlos an seinen begnadeten 2013er Vorgänger "Come cry with me" an und bietet einmal mehr fantastischen, voller hinreissendem Twang steckenden, klassischen Old School, Fifties-, Sixties- und Seventies-angelehnten Retro-Country ohne jeden Schnörkel, durch und durch authentisch und dennoch absolut auf der Höhe der Zeit. Traumhafte Melodien, großartiges Songwriting, dieses herrliche Country Nostalgie-Feeling, das pure Honky Tonk-Flair, heulende Steelguitar, klimperndes Klavier, tolle Akkordeon-Sounds und ein mit den typischen "Klischees" behafteter Country-Groove (das meinen wir im allerbesten Sinne durch und durch positiv) machen diese Songs zu genialen, "cineastischen" Country-Perlen. Was für eine Wonne! Ob das pompös arrangierte (fette Streicher) "I'm gonna teach you", die mit einer Gänsehaut-Melodie aufwartende, von heulender Pedal Steel begleitete, herrlich "schnulzige" Ballade "Old fires die", das locker und flockig daherkommende, mit einem tollen Gram Pasons Claifornia-Feeling aufwartende, wieder wunderbar melodische "Strange faces", das wohlige "There's a hardship", der twangige, mit tollem E-Gitarren-Picking verfeinerte, grandiose Honky Tonker "Learning to do without me" - ein Stück ist stärker als das andere. Daniel Romano, der ehemalige Punk Rock'n Roller, lebt und agiert in seiner ganz eigenen Countrywelt. Faszinierend!

1. I'm Gonna Teach You - 2.35
2. Old Fires Die - 3.38
3. Strange Faces - 3.00
4. All The Way Under The Hill - 2.55
5. If I've Only One Time Askin' - 2.54
6. The One That Got Away (Came Back Today) - 4.13
7. There's A Hardship - 3.30
8. Learning To Do Without Me - 3.21
9. Two Word Joe - 3.18
10. If You Go Your Way (I'll Go Blind) - 4.58
11. Let Me Sleep (At The End Of A Dream) - 4.18

Art-Nr.: 8938
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 9,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
I'm gonna teach you
Old fires die
Strange faces
If I've only one time askin'
There's a hardship
Learning to do without me
Let me sleep (at the end of a dream)

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Sheepdogs, The - future nostalgia [2015]
Was ist das für ein großartiges Album! Möglicherweise sind es die Sheepdogs aus dem kleinen kanadischen Städtchen Saskatchewan leid, immer wieder als so etwas wie "Retro-Revivalists" bezeichnet zu werden, aber genau das ist es, was sie sind - tief verwurzelt im Classic Rock der späten Sechziger und frühen Siebziger. Allerdings spielen sie den absolut auf der Höhe der Zeit, weswegen der Albumtitel genau ihrer Musik ernspricht: "Future Nostalgia"! Mitreissend! Beeinflusst von solchen Bands wie Led Zeppelin, The Who, den Small Faces, aber auch von Credence Clearwater Revival und The Allman Brotthers Band und zuweilen auch mit Anleihen an Gov't Mule oder The Balck Crowes zelebrieren die Sheepdogs ihre Energie geladene Musik auf allerhöchstem Niveau. Zumeist geprägt von einem prächtigen Dual Gitarren-Zusammenspiel in Verbindung mit bestens abgestimmten Orgel- und Klavier-Ergänzungen entwickeln die Fünf einen sehr saftigen, satten Sound, der genauso rau und direkt, wie fein strukturiert und absolut melodisch daher kommt. Frontmann Ewan Currie ist zudem ein exzellenter Sänger. Die Songs sind oft recht kurz und kompakt, dabei aber so wunderbar aneinander gereiht und aufeinander abgestimmt, und mit so viel Staightness und Raffinesse in Szene gesetzt, dass das Ganze im Verbund wahnsinnig spielfreudig und mit absoluter instrumenteller Extraklasse vollendet wird. Ein Album wie aus einem "Rock'n Roll-Guß"! Saustark auch immer wieder die tierischen Gitarrenläufe und -soli der beiden Gitarritsen Ewan Currie und Rusty Matyas. Es ist hart, irgendwelche Songs besonders herauszustellen, denn es gibt auf dem gesamten Werk keinen schwachen Moment. Dennoch seien stellvertretend für das hochklassige Gesamtmaterial ein paar Tracks näher beleuchtet: Zum Beispiel der fantastische Opener "I'm gonna be myself", ein mit furioser Jimmy Page-ähnlicher Gitarrenarbeit, zeitweise auch ein wenig an The Black Crowes erinnernden Riffs, wunderbar retro arrangierter, grundsätzlich rauer, zwischedrin aber auch von ein paar flockigen Allmans-like Twin-Leads aufgelockerter Classic-Rocker mit leichtem Southern-Flair. Was für ein Auftakt! Es folgt der starke, Blues-based Classic-Rocker "Really wanna be your man", vollgepackt mit Reminiszensen an die Sechziger-/Siebziger-Hippie-Ära. Großartig die Melodik, der Groove und die wieder markant in Szene gesetzten Twin Lead-Gitarren. Dazu gibt's ein brennendes, wechselseitiges Solo der beiden Gitarrenkünstler. "Downtown" wird bestimmt von herrlichen Gitarren-Riffs- und -Hooklines, garniert mit wohl temperierten Orgel- und Piano-Zutaten, während das geniale "Bad Lieutenant" schön funky und mit viel Soul, sowie einenm dezenten New Orleans-/Swamp-Flair aus den Lautsprechern tönt. Toller Groove! Hat durchaus etwas von solchen Leuten wie Anders Osborne und Gov't Mule. Saustark hier die "messerscharfen", genauso klar wie rau intonierten Lead Gitarrenläufe und das perfekt dazu passende E-Piano, samt starkem Orgel-Background. Welche Nummer wir auch betrachten, die Sheepdogs geben sich nicht die Spur einer Blöße. Saustark auch der als zusammenhängendes Medley inszenierte Block von Track 13 - 18, eine rund 10-minütige, opulente "Suite" mit allen schon zitierten Sheepdogs-Zutaten. Hammer! Was diese Band hier abliefert, ist ein packendes, modernes Rock'n Roll Revival in seiner vollsten Blüte. War das Vorgänger-Album schon ein Knüller, so setzen sie mit "Future Nostalgia" noch mal richtig einen drauf. Ein Mörder-Teil!

Das komplette Tracklisting:

1. I'm Gonna Be Myself - 2:41
2. I Really Wanna Be Your Man - 3:17
3. Downtown - 3:35
4. Jim Gordon - 2:45
5. Bad Lieutenant - 3:40
6. Jim Sullivan - 2:06
7. Back Down - 2:17
8. Help Us All - 4:18
9. Take A Trip - 4:15
10. Same Old Feeling - 2:34
11. Nothing All Of The Time - 4:01
12. Darryl & Dwight - 4:01
13. Where I Can Roam - 2:10
14. The Bridge City Turnaround - 1:14
15. Plastic Man - 2:40
16. Giving It Up (For My Baby) - 1:53
17. I Get By - 0:27
18. Where I Can Roam (Reprise) - 1:45

Art-Nr.: 9050
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
I'm gonna be myself
I really wanna be your man
Downtown
Bad Lieutenant
Take a trip
Same old feeling
Giving it up (for my baby)

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Strait, George - the cowboy rides away: live from at&t stadium ~ dvd [2015]
Jetzt endlich auch als "reine" DVD zu einem "normalen" Preis erhältlich. Bislang gab es das grandiose Abschiedkonzert von George Strait nur im Rahmen der exklusiven, seltenen, überaus teuren Doppel-CD/DVD-Ausgabe von "Walmart", doch nun ist die Show auch für den "normalen" Markt erschienen. Inhalt: Das komplette Abschiedkonzert des Countrystars aus dem AT&T-Stadium von Dallas/Texas vom 7. Juni 2014 mit einer Spieldauer von rund 3 Stunden! Was für eine Country-Show mit jeder Menge Gäste, die zusammen mit Strait dessen Tour-Abschied gebührend feierten. Ein absolutes, packendes Traditional Country-Spektakel! ist code free und somit auf jedem DVD-Player abspielbar!

Die komplette Setlist:

1. Check Yes Or No
2. A Fire I Can't Put Out
3. The Love Bug (with Vince Gill)
4. Does Fort Worth Ever Cross Your Mind (with Vince Gill)
5. River Of Love
6. Lead On
7. Fool Hearted Memory (with Jason Aldean)
8. Nobody In His Right Mind Would've Left Her (with Jason Aldean)
9. Arkansas Dave (with Bubba Strait)
10. I Saw God Today
11. Cowboys Like Us (with Eric Church)
12. Easy Come Easy Go (with Eric Church)
13. That's What Breaking Hearts Do
14. Marina Del Rey
15. Here For A Good Time (with Sheryl Crow)
16. When Did You Stop Loving Me (with Sheryl Crow)
17. I Can Still Make Cheyenne
18. Drinkin' Man
19. Jackson (with Martina McBride)
20. Golden Ring (with Martina McBride)
21. Give It Away
22. I Got A Car
23. A Showman's Life (with Faith Hill)
24. Let's Fall To Pieces Together (with Faith Hill)
25. I Believe
26. Blame It On Mexico
27. Amarillo By Morning (with Alan Jackson)
28. Murder On Music Row (with Alan Jackson)
29. The Chair
30. Give It All We Got Tonight
31. How 'Bout Them Cowgirls (with Miranda Lambert)
32. Run (with Miranda Lambert)
33. You Look So Good In Love
34. I'll Always Remember You
35. Ocean Front Property (with Kenny Chesney)
36. The Fireman (with Kenny Chesney)
37. Troubadour
38. Unwound
39. All My Ex's Live In Texas (with Jason Aldean/ Ray Benson/ Kenny Chesney/ Eric Church/ Sheryl Crow/ Vince Gill/ Faith Hill/ Alan Jackson/ Miranda Lambert/ Martina McBride)
40. The Cowboy Rides Away

Art-Nr.: 8959
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: DVD || Preis: € 16,90

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Vintage Trouble - 1 hopeful rd. [2015]
Bärenstarkes, erst vor 5 Jahren in Los Angeles gegründetes Quartett um den grandiosen Sänger Ty Taylor (was hat der Kerl für eine tolle Stimme - wie eine "Modern Day Otis Redding") und den ebenso starken Gitarristen Nalle Colt, die im Moment in der Rock-Landschaft für mächtig Furore sorgen. Die Band spielt, wie sollte es bei diesem Namen auch anders sein, eine Musik, die an eine Zeit erinnert, in der noch die guten alten Vinyl-Platten das Geschehen bestimmten, und zwar eine mitreissende Kombination aus Classic Rock, Bluesrock und R & B, mit der Essenz der Sechziger-/Siebziger-Jahre Soul-Bewegung. So wurde ihr Sound schon als so etwas wie "Led Zeppelin fronted by James Brown" bezeichnet, dann werden sie mit einer Kreuzung aus den Rolling Stones, den Animals und dem bereits erwähnten Otis Redding verglichen - alles stimmt sicher irgendwie, doch Vintage Trouble haben längst ihre eigene Identität zwischen all den genannten Einflüssen gefunden. Tatsache ist, dass es wohl kaum eine andere Band gibt, die in ihrem bluesig fundamentierten Rock dermaßen viel Soul integriert. Eine faszinierende Kombination voller Vitalität, voller Feuer und voller Inspiration, Emotionalität und Seele. Ihre fulminanten Live-Shows sind hinlänglich bekannt. Gov't Mule's Frontmann Warren Haynes ist ein begeisterter Fan der Band, was längst darin mündete, dass Vintage Trouble schon etliche Shows mit dem "Maultier" zusammen gespielt haben. Unlängst machte die Band als Opener für AC/DC bei deren "Rock or Bust"-Tour auch hierzulande auf sich aufmerksam. Keine Frage, die Truppe steht, vollkommen zu Recht, zur Zeit voll im Rampenlicht. Gleich das Eröffnungsstück ist eine "Hammer"-Nummer. "Run like the river" heisst der Track, ein mächtig stampfender, Energie-geladener, sehr Southern-getränkter, fetter Swamp-/Bluesrocker, vollgepackt mit gewaltig rührenden, massiven Slideguitar-Riffs. Klingt ungemein "soulful", mit einem tollen Drive und Groove. Ty Taylors Gesang ist phänomenal stark - das gilt, wie gesagt nicht nur bei diesem Stück, sondern generell. Dann schlägt der Soul voll durch. "From my arms" ist eine voller Gefühl steckende, wunderbare Retro Soul-Rock-Ballade mit einer großartigen Melodie und fein akzuentiert eingestreuten, großartigen Gitarren-Licks. Man fühlt sie regelrecht, diese Inspiration. Baumstark auch der locker lässige, erneut herrlich groovende und melodische Midtempo-Soul von "Doin' what you were doin'", der straighte, knackig satte, Seventies-based Riff-Rocker "Angel City, California", der mit einem tollen Rhythmus unterlegte und starken Gitarren-Licks in Szene gesetzte, nostalgische Soul-Blues "Shows what you know", der schöne, wieder sehr nostalgische Retro-Shuffle "Before the tear drops", die ruhige Soul-Ballade "Soul serenity" oder der furiose, soulful Retro Classic Rock-Knaller "Another baby". "1 hopeful rd", im übrigen produziert von Don Was, ist allerfeinster, von 4 ganz exzellenten Musikern präsentierter, ungemein lebendiger Classic-/Blues-/Soul-Rock vom Allerfeinsten. Vintage Trouble transportieren die Musikhistorie einer großen, vergangenen Ära überaus stilvoll, mit viel Authentizität und noch mehr Können und in die heutige Zeit. Ganz groß!

Das komplette Tracklisting:

1. Run Like The River - 3.39
2. From My Arms - 3.01
3. Doin What You Were Doin' - 4.02
4. Angel City, California - 2.54
5. Shows What You Know - 4.12
6. My Heart Won't Fall Again - 3.21
7. Another Man's Words - 4.50
8. Strike Your Light - 3.26
9. Before The Tear Drops - 3.25
10. If You Loved Me - 3.24
11. Another Baby - 2.35
12. Soul Serenity - 3.57

Art-Nr.: 8949
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Run like the river
From my arms
Doin' what you were doin'
Angel City, California
Shows what you know
Before the tear drops
Another baby

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Wheeler Trio, Charlie - rewind [2015]
"Hailing from a small town called Ridgway" im US-Bundesstaat Pennsylvania, gelingt dem famosen Charlie Wheeler Trio mit "Rewind" ein geradezu herausragendes "Hi Energy"-Bluesrock-Album. Ihre aussergewöhnliche, von großer Muikalität geprägte Art des "hard driving" Groove-Rocks ist eine fulminante Mischung aus Blues-, Funk- und Southern Rock-Elementen, zuweilen gepaart mit ein paar Spuren des energetischen Post Grunge Hard Rocks. Das wirkt ein wenig wie ein brodelndes Gemisch aus Anleihen der The Black Crowes, The Allman Brothers Band mit einem Hauch von Pearl Jam - und doch, Charlie Wheeler und seine Mannen kreieren ihr eigenes, ganz heißes Ding. Wheeler ist ein grandioser Musiker. Man kann gar nicht entscheiden, was man mehr herausstellen soll - sein, und das ist für dieses Genre wahrlich nicht alltäglich, bärenstarker, kraftvoller, intensiver Gesang, oder sein brillantes, ungemin virtuoses, emotionales, glühendes, trotz aller längeren Ausflüge auf den Punkt gebrachtes, wunderbar hängen bleibendes Gitarrenspiel. Er ist ein absoluter Meister seines Fachs, und zudem ein exzellenter Komponist. Umgeben wird er von einer nicht minder starken Rhythmusfraktion, bestehend aus dem technisch ungemein versierten, mit viel Finesse aufspielenden Drummer Rad Akers und dem für einen tollen Basic-Groove sorgenden Bassisten Dave Fink. Was die Drei auf die Beine stellen ist eine geradezu mitreissendes Elixier aus Blues und Rock, verfeinert mit den oben bereits erwähnten Spuren aus Funk-und Southern-Elementen. Trotz aller jammigen Neigungen, die die Band vor allen Dingen live auslebt, legt man bei diesem Album immensen Wert auf saubere, gut hänge bnleibende Songstrukturen, was hervorragend gelingt. Es gibt nicht eine schwache Nummer. Zudem kommt das Material in einem ungemein knackigen, kraftvollen, satten, fein akzuentierten, glasklaren Power-Sound. Es passt einfach alles zusammen. Das Album startet gleich mit einer mächtig Druck fabrizierenden "Killer"-Nummer. "Love letter" heisst der Track, ein gewaltig groovender Funk-Bluesrocker mit treibenden Basslinien und kochend heißen Gitarren-Riffs. Die Band spielt sich sofort in einen "Rausch", der Funke springt unmittelbar über. Gedanken wie "Wow, was für eine rattenscharfe Truppe" schwirren einem durch den Kopf. Das rockt! Enthält ein tierisches, mit klasse "Wah Wah"-Klängen angereichertes, brennendes Gitarrensolo im Break. Ein erster Vorgeschmack für die genialen Gitarrenläufe, die im weiteren Verlauf des Albums noch auf uns zukommen. "Big City Blues" ist ein wieder etwas funky groovender, packender, sehr auf eine gute Melodik ausgerichteter, dabei sehr spielfreudig und ordentlich knackig umgesetzter, kraftvoller Bluesrocker, der mit starken Riffs und einem glühenden, elektrisierenden, dabei ganz wunderbar melodischen Gitarrensolo des Meisters punktet. Großartig! Dann der Titeltrack "Rewind": Was für eine hinreissend schöne, dennoch immens knackig in Szene gesetzte, voller Southern-Flair steckende, exzellente Bluesrock-Ballade. Besticht zum einen mit einen saustarken, genauso kraftvollen, wie emotionalen "soulful" Gesangsvortrag Wheeler's, und zum anderen mit einem fantastischen, sich unwiderstehlich in unsere Gehörgänge schlängelnden, feurigen Gitarrensolo. Eine Wonne! Das folgende "Back to Frisco Bay" ist eine lupenreiner, schnörkelloser, erneut schön Southen-mässig eingefärbter, von traumhaften Lead Gitarren-Linien durchzogener, einen klasse Drive entwickelnder Boogie-/Blues-Rock'n Roller, während das furios nach vorn gehende, kochende "River's gonna rise" mit seinem tierischen Drumming und den fulminanten Wah Wah-Gitarrenklängen, inklusive eines Hammer-Solos, wieder etwas mehr Richtung Funk-Blues tendiert. Der würzige Bluesrocker "Love comes tumblin' down" kommt mit einem klasse Shuffle-Rhythmus und wird von Wheeler erneut gesanglich 1a vorgetragen. Unterbrochen wird die Nummer von einem dreckigen, direkten, überaus virtuosen, prächtig hängen bleibenden, spitzenmässigen Gitarrensolo. Kommen wir zu dem brillanten "The ghost of who you were", einem mörderisch knackig und klar in Szene gesetzten, irgendwie schwer und "heavy", gleichzeitig aber auch spielerisch locker wirkenden Midtempo (Blues)Rocker, mit einem ganz dezenten Southern-Feeling und großartigen Twin Guitar-Riffs. Das ausgedehnte, "zerrige", unter Starkstrom stehende Gitarrensolo im Break ist einfach umwerfend. Wen das nicht packt, dem ist wirklich nicht zu helfen. Es ist alles gesagt. Das Charlie Wheeler Trio verzückt uns mit einem Hammer-Album! Auch die Gov't Mule-Frakton wird wohl ihre helle Freude an dieser Truppe haben. Also, rein mit dem Ding in den Player, und lasst Euch treiben von dieser packenden "Mugge"...

Das komplette Tracklisting:

1. Love Letter - 4.07
2. Semi Good Lookin' - 3.35
3. Big City Blues - 4.38
4. Rewind - 5.27
5. Back to Frisco Bay - 3.12
6. Makin' Love in the Afternoon - 5.55
7. River's Gonna Rise - 5.15
8. I Like to Wander - 4.26
9. Love Comes Tumblin' Down - 3.58
10. Lady Luck - 3.50
11. The Ghost of Who You Were - 6.10
12. So Glad to Be Here - 4.19

Art-Nr.: 8953
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Love letter
Big City Blues
Rewind
Back to Frisco Bay
River's gonna rise
Love comes tumblin' down
The ghost of who you were

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