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Chambers, Sean - trouble & whiskey [2017]
Fetter Bluesrock-Gitarrenzauber pur! 4 lange Jahre hat es gedauert, bis der famose, ehemalige Gitarrist des legendären Hubert Sumlin mit dem Nachfolegwerk zum bärenstarken 2013er-Release "The Rock House Sessions" auf den Markt kommt, doch das Warten hat sich gelohnt. Die Bluesrock-Welt und auch die Gitarren-Enthusiasten werden begeistert sein. "Trouble & whiskey" steht seinem Vorgänger in nichts nach. Was Sean Chambers und seine Mitstreiter (großartige Quartett-Besetzung) hier abliefern, ist zündender, von mitreissendem Gitarrenspiel geprägter, kraftvoller, satter Bluesrock vom Allerfeisten. Nicht umsonst kürte das renommierte britische "Guitarist Magazine" den Saitenhexer aus Fort Myers/Florida unlängst als einen der "Top 50 blues guitarists of the last cenmtury". Chambers kann es locker mit allen Größen des Genres aufnehmen, von Johnny Winter bis Stevie Ray Vaughan. Er ist nicht nur ein begnadeter Gitarrist, sondern auch ein klasse Sänger. Das Album punktet mit durch und durch hervorragend strukturiertem Songmaterial, bietet aber zudem immer genügend Freiraum für Chambers, seine außergewöhnlichen Gitarrenkünste unter Beweis zu stellen. Seine Soli (auch Slide) sind stets ungemein zielgerichtet und gleichzeitig voll ungebremster Spielfreude in den Songs untergebracht - glühende, teils schön ausgedehnte Läufe voller Virtuosität, immer schön erdig, dreckig, rau und herrlich unbekümmert, und dennoch, ohne übermütiges "Gefrickel" auf den Punkt gebracht. Er macht das fantastisch. Das Album startet mit dem von kochenden Riffs durchzogenen, klassischen Gitarren-Bluesrocker "I need your lovin'", der sich unbeirrt straight und dreckig im Bewusstsein des Zuhörers festsetzt. Robert Johnson meets ZZ Top! Klasse Groove! Und die ersten beiden Soli des Meisters hinterlassen unmittelbar einen tiefen Eindruck. Was für ein starker Auftakt. Beim folgenden "Bottle keeps staring at me" demonstriert Chambers auf beeindruckende Art und Weise seine Slide-Künste. Ein Slideguitar-rockin' Blues der Extraklasse mit Reminiszensen an George Thorogood und Konsorten. Welch ein Feuer! Packende Lead Gitarren-Läufe begleiten den famosen, voller Energie steckenden, "drinkin'" Slow Blues "Trouble & whiskey", der den Zuhörer mit seiner Direktheit, der herausragenden Instrumentierung aus Lead Gitarre und schöner Orgel-Untermalung, sowie seiner großartigen Melodie geradezu magisch einfängt. Die beiden virtuosen, schön satten, fingerfertigen Gitarrenausflüge begeistern auf der ganzen Linie. Hat ein schönes, dezentes Southern-Flair. Grandios auch das dezent funky wirkende, dennoch lockere "Cut off my right arm", der klassische, mächtig groovende, voller satter Gitarrensoli steckende Bluesrocker "Handyman" (an der zweiten Lead Gitarre hören wir hier als Gast den ebenfalls fantastisch aufspielenden Jimmy Bennett), oder das finale, rhythmische "Gonna groove", bei dem der Songtitel Programm ist. Zudem brennt Chambers bei der glühenden Vollgas-Coverversion von Rory Gallagher's "Bullfrog Blues" ein fulminantes Slide-Feuerwerk ab. Was Sean Chambers und seine großartige Band hier auch anpacken, der Funke springt unmittelbar über. Ein prachtvolles Gitarren Bluesrock-Werk, das die Genre-Enthusiasten von vorn bis hinten begeistern dürfte.

Das komplette Tracklisting:

1. I Need Your Lovin' - 3:40
2. Bottle Keeps Staring at Me - 4:05
3. Trouble & Whiskey - 5:06
4. Travelin' North - 3:40
5. Cut off My Right Arm - 4:45
6. Bullfrog Blues - 4:31
7. Sweeter Than a Honey Bee - 4:23
8. Handyman - 5:53
9. Be Careful with a Fool - 4:53
10. Gonna Groove - 3:15

Art-Nr.: 9410
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
I need your lovin'
Bottle keeps staring at me
Trouble & whiskey
Cut off my right arm
Sweeter than a honey bee
Handyman
Gonna groove

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Drugstore Gypsies, The - same [2017]
Saustarkes Debüt einer jungen, hoch talentierten Band aus Texas namens The Drugstore Gypsies. Das Quintett, bestehend aus Duke Ryan (lead vocals), Dillan Dostal (guitars, vocals), John Wilson (Hammond organ, guitar, vocals) sowie der Rhythmusfraktion Korey Davis (bass, vocals) und Rey Chapa (drums, percussion, vocals) hat sich dabei geradlinigem, äußerst kraftvollem Rock/Southern Rock verschrieben, der auf klassischen Strukturen basiert und mit den beliebten Ingredienzien ihrer Heimat wie Red Dirt, Roots, Country, Blues oder auch ein paar Americana-Tupfern verifiziert wird. Der Sound ist schöln vollmundig und druckvoll, und wird vornehmlich dominiert von kernigen Gitarren sowie bei dem ein oder anderen Song zusätzlich "erhitzt" durch eine punktgenau eingesetzte, aber nie zu dominant wirkende Horn-Section. Sehr stark wirkt der prächtig aufspielende Lead Gitarrist Dillan Dostal. der immer wieder mit rauen, dreckigen Soli, auch Slide, daherkommt. Das Songmaterial ist durchweg exzellent und besticht mit einer vorzüglichen Melodik. Die Jungs, die in letzter Zeit über 200 Gigs zusammen absolviert haben, beginnen ihr zehn Stücke umfassendes Erst-Werk mit dem Song "Drugstore Gypsy", einem ordentlich krachenden Southern Rock'n Roller über die teilweise chaotische Zustände während ihres Tourlebens. Die Band spielt sich sofort in einen regelrechten Rausch. Die Nummer kommt im Stile der Georgia Satellites/The Black Crowes (herrlich das "raunzende", brennende Slide-Intro). Die zünftigen Bläser-Fills (Travis Cielieski - trumpet, Tyler Summer- saxophone) passen wie die sprichwörtliche "Faust aufs Auge". Ähnliches gilt die beiden Tracks "Breakin' The Law" (erinnert ein wenig an "The Long Run" von den Eagles) und den shuffligen Midtempo-Rocker "Live The Life" (hallende Orgel, quirliges E-Gitarren-Solo in bester Lynyrd Skynyrd-Manier). Beste Beispiele für ihr euphorisches Auftreten und ihre unbändig erscheinende Energie sind Lieder wie ihre knackige Hommage an eine berühmte Whiskey-Sorte aus dem Staate Tennessee mit "Black Label Boogie"(kernige E-Gitarre, gurgelnde Hammond, deftig polternde Drums, viel Southern Rock-Feeling), der ordentlich dampfende, furios dahinschmetternde Hard Southern Rock-Ritt "Show Up Show Down" (fast wie Lemmy auf einem Südstaaten-Trip), oder das von einem, an AC/DC reminszierenden E-Gitarren-Lick getragene "Bayou Got The Best Of Me" (tolles Slide-Solo vom stark auftrumpfenden Dillan Dostal). Die für ihr noch junges Bestehen (seit 2014) bereits sehr variabel und abgeklärt wirkende Texas-Combo komplettiert ihre Vielseitigkeit mit dem bluesig-progressiven, wie auf Samtpfoten daherschleichenden "Kitty Strut Blues" (man assoziiert unweigerlich Songs wie Blackberry Smokes "The Whippoorwill") sowie Americana-/Red Dirt-umwehten Kleinoden der Marke "Runnin' To" (heulende Orgel, Tom Petty-Touch), dem melodischen Ohrwurm "Keep You Rollin' On", oder dem zurückgenommene, in musikalisch warmen Pastelltönen präsentierten Finale "Indian Summer", das besonders Duke Ryans wandlungsreichen Gesang in den Fokus rückt. Fazit: Ein tolles, vor Energie nur so strotzendes Debüt einer jungen und äußerst hungrig wirkenden texanischen Band, die sicherlich noch einiges vor hat. Anzumerken ist dabei sowohl ihr spielerisches als auch schon kompositorisches Talent (alles Eigenkreationen) mit seinem scheinbar riesigen Potenzial. Wie heißt es in einem amerikanischen Review so treffend: "...they sing about rolling your windows down and letting the good times roll. The Drugstore Gypsies is the ideal album to do just that." Wir meinen schlichtweg: Genauso ist es! Ein absolut tolles, mächtig Laune machendes, geradezu "hammermäßiges" Debut der Drugstore Gypsies! (Daniel Daus/Jürgen Thomä)

Das komplette Tracklisting:

1. Drugstore Gypsy - 3:34
2. Runnin' To - 3:31
3. Black Label Boogie - 3:12
4. Breakin' The Law - 3:26
5. Kitty Strut Blues - 4:33
6. Show Up Show Down - 3:50
7. Live The Life - 3:24
8. Bayou Got The Best of Me - 3:35
9. Keep You Rollin' On - 4:16
10. Indian Summer - 4:59

Art-Nr.: 9418
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Drugstore gypsy
Runnin' to
Black label boogie
Kitty Strut Blues
Show up show down
Live the life
Indian summer

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Hoey, Gary - dust & bones [2016]
"Soulful hard rockin' Bluesrock" vom Allerfeinsten! Toll! "World renowned rock guitarist" Gary Hoey, der zudem auch ein hervorragender Sänger und exzellenter Songwriter ist, kommt mit einem gnadenlos starken, packenden, Energie geladenen, viel Dampf und Power ausstrahlenden, "rockin' and rollin'" Bluesrock-Album, wobei sich die Kombination aus Blues und Rock hier im wahrsten Sinne des Wortes die Waage hält. Der ursprünglich aus Boston stammende und heute an der amerikanischen Weslküste lebende Meistergitarrist trat in seiner bewegten Vergangenheit eher mit der Veröffentlichung jeder Menge Instrumentalalben, wie etwa Steve Vai oder Joe Satriani, in Erscheinung, wenngleich Hoeys Werke zum Teil wesentlich rootsiger und sogar Surf-orientiert waren. In den Neunzigern hatte er einen Riesen-Hit mit der Coverversion von "Hocus Pocus", einem der bekanntesten Stücke der holländischen Siebziger Jahre-Formation "Focus" um deren "Gitarrengott" Jan Akkerman. Hoey machte sich im Laufe der Jahre in der Szene einen großen Namen. Er tourte mit Leuten wie Jeff Beck, B.B. King, Dick Dale, Ted Nugent, The Doobie Brothers und Peter Frampton, um nur einige zu nennen, und der amerikanische Billboard listete ihn folgerichtig unter den 100 besten Gitarristen aller Zeiten. In der jüngeren Vergangenheit war Gary Hoey maßgeblich an dem neuen Album "Living like a Runaway" der "Queen Of Metal", Lita Ford, beteiligt, das er auch produzierte. Doch schon immer hatte er auch einen gewissen Hang zum Blues (immer in der Kombination mit kraftvollem Classic Rock), den er öffentlich erstmals mit dem bärenstarken 2013er-Werk "Deja Blues" ausgiebig und mit großer Bravour auslebte. Groß geworden mit der Musik solcher Boston-Acts wie den frühen Aerosmith und der J. Geils Band, beeinflusst von Größen wie Jimi Hendrix, Eric Clapton, Albert King, Stevie Ray Vaughan, Johnny Winter und Led Zeppelin, gelingt ihm mit "Dust & bones" erneut ein ganz großer Wurf. Welch aussergewöhnlicher, fantastischer Gitarrist Hoey ist, zeigt er hier wieder einmal in vollstem Umfang. Dieser Bursche ist kein "a one trick rock guitar shredder", nein, sein Spiel ist punktgenau, von herausragender Variabilität und Klasse. Aber, und das kommt bei "Dust & bones" abermals klasse zum Vorschein, der Mann ist darüber hinaus ein toller, ausdrucksstarker Sänger mit einer großartigen, leicht angerauten Stimme, der einige der Etablierten der aktuellen Bluesrock-Szene auch diesbezüglich locker in den Schaten stellt. Das Songmaterial ist exzellent und besticht neben dem rockigen, satten Ambiente mit prächtigen Melodien und einem schön saftigen, druckvollen, knackig frischen Sound. Auch Hoey's Band, das sind AJ Pappas am Bass und Matt Scurfield an den Drums, spielt groß auf. Alle harmonieren prächtig miteinander. Was ist das für eine Spielfreude, für eine Leidenschaft. Nicht nur Tracks wie der southern-swampige, dreckige, fette, von wuchtigen Riffs geprägte Opener "Boxcar Blues", der herrlich rollende, rockin' Swing-Boogie "Who's your Daddy" (fesselnde Gitarrenläufe), das mit tollen Riffs, Licks und famosen Soli gespickte, ordentlich abgehende "Born to love you" (kommt wie ein feuriger Mix aus Too Slim and The Taildraggers und ZZ Top), der satte, Slideguitar-getränkte, dem großen Johnny Winter gewidmete Volldampf-Boogie "Steamroller", der fantastische, wunderbar melodische, voller Kraft und Emotionalität dargebotene Slow-Blues "This time tomorrow", das straight rockende "Dust & bones", der brennende, swampige Slideguitar-Blues "Blind faith" (toller Groove, straighte, fette Riffs), oder die bluesige, hinreissende, kraftvolle, von wundervollen Gitarrenläufen durchzogene, zusammen mit Lita Ford im Duett präsentierte Hard Rock-Ballade "Coming home" sind wahre Knüller - nein, das komplette Album ist ein absoluter Bluesrock-Hit. Gary Hoey sagt, er sein mit dieser Musik zu Hause angekommen. Genau das spürt man und hört man auch. Das ist Bluesrock, wie er richtig Laune macht. Eine wirklich brillante Vorstellung von Gary Hoey!

Das komplette Tracklisting:

1. Boxcar Blues - 3:43
2. Who's Your Daddy - 4:15
3. Born To Love You - 3:15
4. Dust & Bones - 4:08
5. Steamroller (tribute to Johnny Winter) - 3:26
6. Coming Home (feat. Lita Ford) - 4:56
7. Ghost Of Yesterday - 3:47
8. This Time Tomorrow - 4:35
9. Back Up Against The Wall - 3:05
10. Blind Faith - 3:12
11. Soul Surfer - 3:42

Art-Nr.: 9246
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Boxcar Blues
Who's your daddy
Born to love you
Steamroller
Coming home
This time tomorrow
Blind faith

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MonkeyJunk - time to roll [2016]
Gerade mal ein gutes Jahr nach dem brillanten "Moon turn red" veröffentlicht das herausragende, aus Ottawa/Kanada stammende Trio MonkeyJunk bereits das nächste Album - und, man mag es kaum glauben, sie setzen fast nochmal einen drauf. Ein Bluesrock-Hammerteil ist das, nicht mehr und nicht weniger. MonkeyJunk klingen manchmal ein wenig wie die guten, alten, klassischen Free um Paul Rodgers, auf einem Trip durch den bluesigen Süden der USA, wobei sie durchaus eine große, eigene Persönlicgkeit und Identität vorweisen können. "Time to roll" rollt durch die Gefilde des Mississippi Deltas und der Louisiana Swamps, genauso wie durch die des Chicago Blues, des Rootsrocks, funky Southern Blues, Chicago Blues und Roadhouse Boogie. Was sind das für begnadete Musiker: Frontmann und Multi-Instrumentalist Steve Marriner beispielsweise macht einen mtreissenden Job an der zweiten Gitarre (zumeist Baritone Gitarre), den Keyboards, am Bass (erstmals bedient sich die Band eines Tieftöners - bei den vergangenen Alben wurde komplett darauf verzichtet), der Mundharmonica und mit seinem bärenstarken, charismatischen, "soulful" Gesang. Mit Tony Diteodoro ist zudem ein famoser, herausragender Lead Gitarrist mit an Bord, der immer wieder mit flammenden, auf den Punkt gebrachten, straighten, "frickelfreien", aber überaus virtuosen Soli glänzt, und mit Matt Sobb verfügt man über einen erstklassigen Drummer und Percussionisten, der hauptverantwortlich für die unwiderstehlichen, "heißen" Grooves ist. Wow, hat das alles Seele und Herz! Das Songmaterial ist durchweg fantastisch, ohne jeden Ausfall. Die Band besticht mit mitreißenden Intrumentierungen, tollen Meldoien, Abwechslungsreichtum, höchstem handwerklichem Können und jeder Menge Spielfreude und Leidenschaft. Hier stimmt einfach alles! Zumeist agieren sie mit 2 fetten Gitarren oder einer glühenden Lead Gitarre und nicht minder satten, schön dreckigen Bluesharp, immer auf der Basis von diesen packenden, kernigen Grooves und Rhythmen. Es brodelt an allen Ecken und Kanten. "Best kept secret", der erste Track, bringt sowohl die Band, als auch die Zuhörer sofort auf Betriebstemperatur. Dieser kochende, auf klassischen Bluestraditionen basierende, "rattenscharfe" Bluesrocker groovt einfach "wie die Sau" (irre stark der trockene, kernige, den Rhythmus stark beeinflussende, viel Southern-Flair verbreitende Shaker). Steve Marriner singt bärenstark, seine raue Harp lässt einen dezenten Vibe der Fabulous Thunderbirds einfließen, die Melodie ist klasse und Diteodoro's prächtiges Gitarrenspiel (tolle Soli) setzt dem Ganzen die Krone auf. Ein absoluter "Knaller" zum Auftakt. Und es geht Song für Song so weiter, ohne die Spur eines schwächeren Momentes. Etwas an die frühen Bad Company, allerdings mit einem deutlichen Southern Rock-Einfluß, erinnert der genauso straighte, wie spannende, knackige Boogie "Time to roll". Dieses Titelstück geht unmittelbar ins Ohr und lässt den Puls der ewig hungrigen Genre-Fans vor Freude in die Luft schnellen. Von hinreissenden, vielschichtigen Gitarrenlinien (tolle Lead Gitarre) durchzogen ist das wunderschöne, etwas ruhigere, dennoch voller mächtiger, innerer Kraft steckende, faszinierende "Blue lights go down". Welch eine, geradezu Gänsehaut erzeugende Wonne! Ein leicht psychedelisch angehauchtes, herrliches Riff begleitet den wunderbaren Midtempo-Bluesrocker "Pray for rain", bei dem erneut Groove, Melodie und die sich gegenseitig anstachelnden E-Gitarre und Mundharmonika in unwiderstehlichem Zusammenspiel harmonieren, ohne dabei den nötigen "Dreck" vermissen zu lassen. Schön dreckig klingt auch MonkeyJunk's super Cover des alten Albert King-/Free-Klassikers "The hunter", während uns das traumhaft melodische "Can't call you baby" in wunderbar soulige Gefilde entführt (tolle Gitarren, großartige Orgel, begnadetes, herrlich ins Ohr gehendes E-Gitarren-Solo). Richtig nach vorn geht's dann bei dem sehr rootsig rockenden, ungemein dynamischen Roadhouse-Bluesrocker "Gone", gespickt mit fetten E-Gitarren, klimperndem Honky Tonk-Klavier und rauer Bluesharp. Was MonkeyJunk auch anpacken, es ist stets eine äußerst spannende, hochklassige Performance. Ihr nunmehr schon 5. Album "Time to roll" darf man mit Fug und Recht als ein Juwel des Genres bezeichnen. Sie etablieren sich endgültig ganz oben, in der "Bel Étage" des Bluesrocks. Eine herausragende Vorstellung!

Das komplette Tracklisting:

1. Best Kept Secret - 4:31
2. Time To Roll - 4:01
3. See The Sign - 3:36
4. Blue Lights Go Down - 4:27
5. Pray For Rain -5:13
6. The Hunter - 3:35
7. Can't Call You Baby - 5:39
8. Undertaker Blues - 3:25
9. Gone - 3:34
10. Fuzzy Poodle - 3:08

Art-Nr.: 9325
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Best kept secret
Time to roll
Blue lights go down
Pray for rain
The hunter
Can't call you baby
Gone

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Outlaw, Sam - tenderheart [2017]
Sam Outlaw.dieser junge, aus South Dakota stammende, heute in Los Angeles lebende, hoch talentierte, geradezu charismatische Singer-Songwriter, der die Liebhaber des traditionellen, flockigen, so unbeschwerten, lockeren California-Country vor 2 Jahren mit seinem hinreißenden Debut "Angeleno" begeisterte, legt nun mit "Tenderheart" den sehnlichst erwarteten Nachfolger vor - und auch dieses Werk ist wieder eine faszinierende Reise durch die wunderschönen musikalischen Landschaften genauso zeitloser wie zeitgemäßer, klassischer, unbeschwerter, aber auch eleganter californischer Countrymusic. Nach der mit einem markanten Streicher-Intermezzo angereicherten, sonst recht ruhigen, bedächtigen, sehr schönen Ballade "Everyone's looking for home", präsentiert uns Outlaw das herrlich lockere, flüssige, traumnhaft melodische, mit toller Pedal Steel und Baritone Gitarre inszenierte, eine unwiderstehliche Anziehungskraft entwickelnde "Bottomless mimosas" - und hat damit quasi den Fahrplan für das gesamte Album vorgegeben. Erfrischende, oft durchaus ruhige, auch entspannte, dann aber auch mal wieder dynamischere, von fantastischen Melodien und klangvollen Gitarren bestimmte (prächtiges Zusammenspiel der beiden E-Gitarristen Danny Garcia und Brad Lindsay mit dem Pedal Steeler Jeremy Lang), auf jeder Menge Tradition basierender Country voller Desert- und Bakersfield Retro-Flair. Die Einflüsse seiner großen Helden wie George Jones, Gene Watson, Buck Owens, Keith Whitley und Merle Haggard, sowie legendärer Vertreter der californischen Szene, wie der unvergessene Gram Parsons oder die frühe Linda Ronstadt sind unverkennbar. Outlaw kombiniert diese mit seinen eigenen Ideen und kreiert damit einen tollen Song nach dem nächsten - und er singt mit seinem leicht Dwight Yoakam-ähnlichen Timbre einfach großartig. Das grandiose Titelstück beispielsweise, die gediegene Ballade "Tenderheart", besticht mit einem wunderbaren Tom Petty-ähnlichen "Free fallin'"-Riff, eingebettet in transparente, vielschichtige (Lead)Gitarren, während das ebenfalls von einer tollen Melodie durchzogene, flockige "Now she tells me" mit einer leicht mexikanisch angehauchten Note aufwartet. Ganz stark beispielsweise auch der wie Öl runtergehende Countryrocker "Trouble" (tolle Gitarren), das fröhliche, puren Traditional California Country offenbarende, honky-tonkige "All my life", oder das von heulender Pedal Steel, dezent hintergründiger Orgel, großartigen Gitarren und einer Melodie zum Dahinschmelzen geprägte, deutlich von Gram Parsons beeinflusste "Diamond ring". Welchen Song man auch herauspickt, sie sind alle klasse. Der wunderbare californische San Fernando Valley-Sound ist allgegenwärtig. Sam Outlaw begeistert die Country-Welt mit einem umwerfenden, zweiten Album.

Das komplette Tracklisting:

1. Everyone's Looking for Home - 3:22
2. Bottomless Mimosas - 3:46
3. Bougainvillea, I Think - 3:14
4. Tenderheart - 4:36
5. Trouble - 3:00
6. She's Playing Hard to Get (Rid Of) - 2:41
7. Two Broken Hearts - 2:45
8. Diamond Ring - 4:36
9. Say It to Me - 3:14
10. All My Life - 2:54
11. Dry in the Sun - 2:00
12. Now She Tells Me - 3:01
13. Look at You Now - 3:38

Art-Nr.: 9421
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Bottomless mimosas
Tenderheart
Trouble
Two broken hearts
Diamond ring
All my life
Now she tells me

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Stollman, Jay - room for one more [2015]
"What a hell of a blues shouter"! "East Coast Bluesman" Jay Stollman, kürzlich im übrigen von der ehemaligen Johnny Winter Band als Sänger für eine Tribute-Tour zu Ehren der unvergessenen Blues-Ikone engagiert, beglückt die Blues- und Bluesrock-Welt mit einem vorzüglichen Debutalbum voller großartiger Songs und exzellenter Musikalität. Dieses Werk "is an interesting listen with plenty of fine music ranging across blues, rock and blue-eyed soul", heisst es in einem der vielen lobpreisenden US-Reviews. In der Tat gelingt Stollman ein äußerst niveauvoller Streifzug durch viele Facetten des klassischen Blues und Bluesrocks, vorwiegend in einem wunderbar Gitarren orientierten Ambiente. Mit an Bord hat er 3 Saitenartisten, allen voran die umwerfende Gitarristin Debbie Davies, die mit herrlichem Lead Gitarren-Spiel begeistert, wie auch die beiden ebenso stark aufspielenden Andy Abel auch Slide) und Jeremy Goldsmith. Scott Spray aus Johnny Winter's Band zupft im übrigen den Bass. Auffällig ist eh, dass Stollman nur richtig starke Musiker um sich geschart hat. Das durchweg erstklassige Songmaterial besteht aus Klassikern, einigen stilvoll interpretierten Coverversionen, wie etwa Johnny Winter's "Tired of tryin'" oder Walter Trout's "Ride 'till I'm satisfied" (wundervolle "tasty guitar lines" von Debbie Davies), aber auch aus tollen Eigenkompositionen, wie zum Beispiel der tierisch abgehende, dampfende, mit fetten Lead Gitarren-/Slideguitar-Duellen gespickte, voller Feuer und einem Hauch von Southernflair steckende Boogie "I'm done" oder das satt und powerful rockende "Can't slow down". Doch was Stollman und seine Freunde auch anpacken, es hat große Klasse, viel Emotion, Seele, Herz und jede Menge (vokale) Kraft. Fantastisch gelungen ist auch die Interpretation von Luther Johnson's "Lonesome in my bedroom", ein prächtiger, taditionell gehaltener, hinreißender Slow Blues mit herrlichen, erdigen Lead Gitarren-Linien, inklusive eines ausgedehnten, gefühlvollen, bärenstarken Solos, sowie wunderbar klimperndem Piano. Und bei Tracks wie "Pucker up buttercup" oder Sam Cooke's "A change is gonna come" (tolle Orgel, Piano und gnadenlos starkes, virtuoses Gitarrensolo von Jerry Goldsmith) wird es richtig schön soulig. Stollman läuft zur Hochform auf. Ganz großartig auch das Latin-getränkte, völlig lockere und melodische "Tumble", das von zwei wundervollen Lead Gitarren durchzogen wird. "Room for one more" ist ein Album, das in der Szene bereits für jede Menge Aufmerksamkeit gesorgt hat. Die Fachpresse ist voll des Lobes. Zu Recht, das steht außer Frage! Musikalisch von allen Beteiligten höchst kompetent umgesetzter, kraftvoller, sehr ausstrahlungsstark vorgetragener, genauso traditionell verankerter, wie zeitlos und variabel inszenierter Blues und Bluesrock, der richtig Laune macht. Ein super Debut!

Das komplette Tracklisting:

1. Ride Till I'm Satisfied - 4:40
2. I'm Done - 4:09
3. Tired of Tryin' - 3:43
4. Lonesome in My Bedroom - 4:33
5. I'd Rather Drink Muddy Water - 3:36
6. A Change Is Gonna Come - 5:31
7. Pucker Up Buttercup - 3:14
8. Back to Memphis - 3:04
9. Tumble - 3:35
10. Can't Slow Down - 3:47
11. Another Night to Cry - 4:17
12. Devil in Disguise - 4:09
13. Love Me & Leave Me - 3:37
14. Room for One More - 4:16

Art-Nr.: 9151
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Ride 'till I'm satisfied
I'm done
Lonesome in my bedroom
A change is gonna come
Tumble
Can't slow down
Love me & leave me

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