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Azar, Steve & The Kings Men - down at the liquor store [2017]
Das letzte musikalische Lebenszeichen von Steve Azar war der, von ihm, für die alpinen Ski-Weltmeisterschaften 2015 in Vail, komponierte Song "Fly", den er dann auch bei der Eröffnungsfeier zusammen mit Andreas Gabalier performte. Nach knapp sechs-jähriger Abstinenz, was Alben betrifft (sein letztes war das tolle "Delta Soul, Vol. 1"), hat die Wartezeit nun ein Ende. Der in Greenville, Mississippi, geborene und aufgewachsene Tausendsassa (Filmusikschreiber, Festivalveranstalter, Labelinhaber, Sportler, Koch, engagierter Spendensammler für karitative Zwecke, was ihm zu Ehren in den Staaten Mississippi und South Dakota, seitens höchster politischer Kreise, mit einem Steve Azar-Tag gewürdigt wurde) präsentiert mit "Down At The Liquor Store" sein mittlerweile 6. Studio-Werk. Dafür hat er sich mit einer neuen Begleitband "The Kings Men" umgeben, die mit Leuten wie u. a. Ray Neal, Regi Richards, Walter King, Jason Young, Herman Jackson, und David Briggs, Musiker beherbergt, die schon für Legenden wie B.B. King und Elvis Presley tätig waren. Steve Azar, dessen Tour mit Bob Seger 2007 vom Polistar Magazine zur Nr. 1-Tour in Amerika gekürt wurde und dessen "The Mighty Mississippi Music Festival" in der dritten Ausgabe von "1,000 Places in the United States and Canada to See Before You Die" gewürdigt wird, hat sich schon seit langem von seinem durchaus auch erfolgreichen Nashville-Major-Label-Intermezzo Anfang des Jahrtausends (mit der tollen Scheibe "Waitin' On Joe") gelöst und hat sich seitdem eher einer entspannt groovenden, wahnsinnig starken Mischung aus Blues, (Southern) Soul, Roots und Country verschrieben, die auf diesem Lonplayer wieder nahezu meisterhaft repräsentiert wird. Diese Scheibe "Down At The Liquor Store" lädt geradezu ein, sich in einem Sprituosen-Geschäft mit ein paar Flaschen Wein einzudecken und diesen 13 unaufgeregten, relaxten, so wunderbar instrumentierten und wohlig besungenen Liedern wie u. a. dem melodisch southern bluesigen Opener "Rena Lara", 'Mörder'-Balladen wie "Tender And Tough", "Over It All" sowie "These Crossroads" (mit grandiosem Sax-Solo), dem funkig groovenden "Wake Me From The Dead" (Doobie Brothers-Flair) oder dem autobiografischen "Greenville" in gemütlichem Ambiente beizuwohnen. Tolle Gitarren (das bluesige Lead Gitarren-Spiel von Ray Neal in Anlehung an die großen Kings, aber auch eines Toy Caldwells), das Memphis-trächtige Gepluster der Bläser-Fraktion und die Tasten-Einlagen von Keyboard-Institution David Briggs jagen einem förmlich einen Schauer nach dem anderen den Rücken runter und bilden einen fantastischen Counterpart zu Steves Wohlfühlgesang. Fazit: Steve Azar ist nach sechs Jahren mit dem überragenden "Down At The Liquor Store" auf der musikalischen Bühne in eigener Sache zurück. Seine übrwiegend selbst geschriebenen (z. T. mit ein paar wenigen Co-Writern wie Ryan Mitchell Burgess, James House und Johnny Douglas) Kompositionen bieten eine perfekt harmonierende Symbiose aus Blues, Soul, Country und Roots-Einflüssen. Das Werk kommt in einem geschmackvoll gestalteten DigiPak mit Steckbooklet, das alle Texte und Backgroundinfos zum Album beinhaltet. Ein absolutes "Must Have" in 2017! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Rena Lara - 3:39
2. Start to Wanderin' My Way - 3:18
3. Tender and Tough - 3:08
4. Wake Me from the Dead - 3:17
5. Down at the Liquor Store - 3:51
6. She Just Rolls with Me - 3:36
7. I Don't Mind (Most of the Time) - 3:49
8. Chance I'll Take - 3:31
9. Over It All - 5:02
10. Road Isn't There Anymore - 3:46
11. These Crossroads - 3:59
12. Ode to Sonny Boy - 4:06
13. Greenville - 3:40

Art-Nr.: 9499
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Rena Lara
Tender and tough
Wake me from the dead
Down at the liquor store
I don't mind (most of the time)
Over it all
Road isn't there anymore
These crossroads

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Big Head Todd And The Monsters - new world arisin' [2017]
Big Head Todd and The Monsters sind zurück mit einem neuen "Killer"-Album! Kraftvoller, geradliniger, von exzellenten Songs geprägter, satter Gitarrenrock, Classic Rock, Rootsrock, Bluesrock, Jamrock u.s.w. - von allem ein bißchen, verarbeitet zu einem brodelnden kochenden Gebräu in typischer Big Head Todd-Tradition. Enthält eine abgefahrene, starke Coverversion von Jimi Hendrix' "Room full of mirrors". "This album one rocks"! Sie sind noch immer in bestechender Form!

Das komplette Tracklisting:

1. Glow - 4.58
2. New World Arisin' - 4.43
3. Damaged One - 4.07
4. Trip - 3.53
5. Mind - 5.15
6. Detonator - 3.11
7. Wipeout Turn - 4.54
8. Long Coal Train - 3.51
9. Under Your Wings - 3.21
10. Room Full of Mirrors - 3.43

Art-Nr.: 9535
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 12,90

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Blitzen Trapper - all across this land [2015]
"All across this land" ist bereits das achte Album des in unseren Gefilden immer noch weitestgehend unbekannten, aber ganz großartigen Quintetts Blitzen Trapper aus Portland/Oregon. Es ist ein prächtiges, wunderbar "tightes", genauso vielseitiges, wie direktes, erstklassig auf den Punkt gebrachtes, knackiges Rootsrock-Werk geworden, dessen Bandbreite von Americana, über Southern Rock, East Coast Rock, Heartland Rock, Classic Rock, Countryrock, Electric Folkrock bis hin zu richtig jammiger, die ganze Spielfreude offenbarender "Mugge" reicht (ja, auch in der Jamrock-Szene genießt die Band einen hervorragenden Ruf). Was hat diese Truppe in den vergangenen Jahren für eine musikalische Variabilität an den Tag gelegt. Genauso "blumig" wie treffend formuliert vom hoch angesehenen "Paste"-Magazin, waren sie unterwegs als "Cosmic Tricksters", "Calm Folkies", "Twang-Funk Wildmen", "Ragged Psychedelic Jammers", und "To-The-Bone Rock ‘n’ Rollers". Das neue Album nun zeigt Sänger und Songwriter Eric Earley, Lead Gitarrist Erik Menteer, Bassist Michael Van Pelt, Keyboarder Marty Marquis und Drummer Brian Adrian Koch total fokussiert auf tighte, wunderbar rootsige Rock'n Roll Grooves, vollgepackt mit "Easygoing Melodies" und "First-Pumping Guitar Hooks". Die Songs werden zumeist von einer straighten Basis bestimmt, dabei aber überaus intelligent umgesetzt. Immer wieder wird das, im besten Sinne ausgedrückt, kernige, "simple" Fundament von großartigen, kleinen Breaks unterbrochen, mal rhythmisch und mal mit klasse Soli der einzelnen Musiker. Das lässt einen großartigen Spannungsbogen entstehen. In seiner Gesamtheit kommt das Material wunderbar eingängig, besticht dabei aber durch tolle Songstrukturen und exzellente Musikalität. Das Album startet mit dem glänzend in Szene gesetzten Titelstück "All across this land", das unmittelbar ein herrliches Vintage Southern Rock-Feeling erzeugt. Straighte, satte Gitarrenriffs, teils mit Dual Guitar-Sound, ein sehr direkter Rhythmus und eine klasse Melodie lassen sofort aufhorchen. Das rockt einfach klasse! Stark dabei das etwas ruhigere, ganz dezent folkig angehauchte, großartig ins Ohr gehende, harmonische Break im Mittelteil, ehe dann wieder kernig weitergerockt wird. Die Nummer würde auch bestens in das Anforderungsprofil von Widespread Panic passen. Der Titel des folgenden Rootsrocker spricht für sich selbst: "Rock and Roll (was made for you)" geht kompromisslos, straight und simpel nach vorn - wunderbar! Dennoch ist die Nummer alles andere als langweilig oder wenig variabel. Im Gegenteil: In der Mitte trumpft die Truppe mit dezenten psychedelischen Momenten auf und am Ende gibt's ein brennendes Power Dual-Gitarren-Solo. "Mystery and wonder" besticht mit einer feinen Retro Westcoast-Frische, "Love grow cold" tummelt sich leicht, locker und flockig, in seinem ungemein vielschichtigen, transparenten Gitarrengewand (schöne Steelguitar-Fills) auf feinstem Countryrock-/Roots-/Americana-Terrain und das wunderschöne "Lonesome angel" mit seiner schönen Gitarren-/Keyboards-/Mundharmonika-Instrumentierung lässt sogar Reminiszensen an Gram Parsons erahnen. Die zweite Häfte des Albums wird eingeleitet von dem etwas an gute alte Bruce Springsteen-Tage erinnernden, leicht folkrockigen und Jersey-rockigen "Nights were made for love" dessen Textzeilen wie "The days were made for running, the nights they were made for us / The days were made for working hard and the nights they were made for love", durchaus in die unvergessene "Born To Run"-Ära passen würden. Zum Ende hin wird es dann ein klein wenig folkiger mit solch großartigen Nummern wie "Let the cards fall" und "Even if you don't". Es gibt an diesem Werk nichts zu mäkeln. Blitzen Trapper überzeugen mit einem blitzsauberen, erdigen Rootsrock-Album, das die Genre-Liebhaber in seiner Direktheit, Simplizität und gleichzeitiger Variabilität begeistern dürfte. Glänzende Vorstellung der Jungs!

Das gesamte Tracklisting:

1. All Across This Land - 3:54
2. Rock and Roll (Was Made for You) - 3:47
3. Mystery and Wonder - 4:04
4. Love Grow Cold - 3:39
5. Lonesome Angel - 3:43
6. Nights Were Made For Love - 3:54
7. Cadillac Road - 4:35
8. Let The Cards Fall - 3:31
9. Even If You Don't - 3:32
10. Across The River - 4:41

Art-Nr.: 8994
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
All across this land
Rock and Roll (was made fro you)
Love grow cold
Lonesome angel
Nights were made for love
Let the cards fall
Even if you don't

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Capps, Grayson - scarlett roses [2017]
Mitreißend! Packend! Was für ein prächtiges Album dieses charismatischen Singer-Songwriters "deep from the heart of the south". Der in Opelika/Alabama geborene, nach vielen verbrachten Jahren in Nashville und anschließend in New Orleans nun wieder in Alabama (Mobile) lebende Grayson Capps gilt nun schon seit Jahren als einer der absoluten Lieblinge der amerikanischen Rootsrock-/Americna-/Singer Songwriter-Szene, sowohl bei den Experten und Kritikern, als auch bei den Fans und Kennern der Szene. Dieser Status wird sich mit Capps' neuem, fantastischen Werk "Scarlett roses" noch einmal nachhaltig festigen. Was wir geboten bekommen, ist überaus inspirierter, voller Feuer steckender, kerniger, spannungsgeladener, dreckiger, rauer, und doch so wunderbar klar strukturierter, prächtig hängen bleibender Americana-/Rootsrock voller Abwechslungsreichtum und musikalischer Qualität. Die brodelnde Mixtur reicht von erdigem, ruppigem Rootsrock, Americana, klassischem Storytelling, Blues und kochendem Southern-/Swamp-/JamRock, wobei seine durchweg erstklassigen Songs niemals die Struktur verlieren. Das Werk bringt Capps im übrigen wieder mit seinem langjährigen Weggefährten, dem meisterhaften Gitarristen Corky Hughes zusammen, mit dem er auch immer wieder in Duo-Besetzung live unterwegs ist. HUghes besticht bei diversen Songs mit herausragenden E-Gitarrenläufen. Die übrigen Bandmitglieder sind Rufus Ducote am Bass und Drummer Russ Broussard, sowie bei vereinzelten Tracks Dylan LeBlanc (background vocals), sowie Ehegattin und Produzentin Trina Shoemaker (u. a. Queens of the Stone Age, Dylan LeBlanc, Emmylou Harris, Sheryl Crow, Brandi Carlile, Mike Zito) - alles exzellente Vertreter ihres Fachs. Wunderbare Acoustic- und Electric-Gitarren leiten den grandiosen Opener, das Titelstück "Scarlett roses", ein, der dann mit seinem tollen Gitarrenarrangement (saustarkes Solo von Hughes) und Capps' großartigem Gesang sofort unser ewig hungriges Roots-Herz erobert und sich tief darin verankert. Toll! Das ist ganz große Americana Rock-Kunst! So reiht sich eine bärenstarke Nummer an die nächste, wie etwa das von einer tollen Lap Steel begleitete, unterschwellig schön swampige "Hold me darlin'", das sich sehr harmonisch und trotzdem erdig und dreckig in unsere Ohren schraubende, von einer lässigen E-Gitarren-Begleitung geprägte "Bag of weed", das rau rockende "Thankful", das leicht psychedelisch angehauchte, jammige, mit extrem rauen "rusty guitars" inszenierte, damit ein wenig an Neil Young's Crazy Horse erinnernde, über 8-minütige "Taos", bis hin zu dem herrlich flockigen, sehr melodischen, trotzdem auch wieder rauen Americana Finaltrack "Moving on". Grayson Capps überzeugt auf ganzer Linie. Diese Songs üben eine geradezu magische Anziehungskraft aus. "Scarlett roses" zählt sicher zu den besten "Rootsrock-/Americana"-Werken des nun zu Ende gehenden Jahre 2017. Eine absolute Meisterleistung von Grayson Capps und seinen Jungs!

Das komplette Tracklisting:

1. Scarlett Roses - 4.33
2. Hold Me Darlin' - 3.15
3. Bag Of Weed - 5.44
4. You Can't Turn Around - 4.17
5. Thankful - 3.12
6. New Again - 4.34
7. Hit Em Up Julie - 2.50
8. Taos - 8.28
9. Moving On - 4.08

Art-Nr.: 9564
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Scarlett roses
Hold me darlin'
Bag of weed
Thankful
Taos
Moving on

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Capps, Grayson - the lost cause minstrels [2011]
"One of the finest Southern troubadours", Grayson Capps, mit seinem fünften Album - einer überaus inspirierten, feurigen, spannungsgeladenen Mixtur aus dreckigem Rootsrock, Americana, klassischem Storytelling, brodelndem Blues und kochendem Southern-/Swamp-Rock, die einen unmittelbar packt und nicht mehr los lässt. Der in Opelika/Alabama geborene, nach vielen verbrachten Jahren in Nashville und anschließend in New Orleans nun wieder nach Alabama (Mobile) zurückgekehrte Capps gilt schon seit Jahren als ein Liebling der amerikanischen Kritiker - völlig zu Recht. "Take the poetry of Texas troubadour Townes Van Zandt, combine with Steve Earle s edgy attitude and stir with a little cup of the bayou-blues (think Howlin' Wolf) and you start to get a taste of Capps's scrumptious gothic gumbo", heisst es beispielweise in einer Stellungnahme. Das passt absolut, doch man sollte es bezüglich des neuen Albums noch etwas spezifizieren. "The lost cause minstrels" (so nennt er im übrigen auch seine aktuelle, fantastische Band, ein "who's who of the finest players on the Gulf Coast music scene") strotzt nur so vor bluesigen, swampigen und southern-souligen Elementen, verbunden mit einem wunderbar rootsigen, Country- und Americana-Flair, besticht mit umwerfenden Grooves und grandiosem Songwriting sowie hin und wieder mit einem prächtigen, geheimnisumwitterten, mystischen "Voodoo"-, manchmal auch einem unterschwelligen "Southern Gothic"- und "Los Angeles Noir"-Feeling. Eine magische, faszinierende Mischung! Sehr stark wirken in diesem Zusammenhang die markanten "Choruses" in vielen Refrains, Die, wie gesagt, durchweg exzellenten Songs, wirken immer rau und ursprünglich und sind dennoch, produziert von Trina Shoemaker (Queens of the Stone Age, Dylan Leblanc, Sheryl Crow) und Grayson Capps, in einem prächtigen Sound umgesetzt. Manchmal hören wir großartige, lockere Singer-/Songwriter-Nummern in bester Steve Earle-Manier, dann dynamischen, rootsigen Twang-Rock, mal einen heissen Roadhouse-Blues, typische New Orleans-Klänge, urigen Memphis-Soul, dann wieder kochenden Dixie-fried Swamp-/Blues-/Southern Rock. Doch so abwechslungsreich und unterschiedlich die Songs auch sein mögen, sie sind untrennbar miteinander verbunden. Der exzellente Opener "Highway 42" beispielsweise ist ein herrlich groovender, voller Southern- und Swamp-Soul steckender, flotter, lockerer, dennoch sehr erdiger Rootsrocker mit einem klasse Countryrock-Touch, arrangiert in einem erstklassigen Banjo-, Gitarren-, Mundharmonika-Gewand. Tolle Melodie! Am Schlagzeug sitzt hier übrigens der gute, alte Jerry Marotta. Oder das auf tollem Drumming und einer viel Spannung aufbauenden Storyteller-Mentalität basierende, schön bluesig und jazzig groovende, dabei jede Menge New Orleans-Dixieland-Flair versprühende, faszinierende "Coconut moonshine" (saustark hier die effizient integrierten, heissen Bläser-Segmente), der schwer groovende, von rauen, fetten E-Gitarren dominierte, druckvolle, die Sümpfe ordentlich zum Brodeln bringende Mississippi Southern Rocker "John the dagger" (pendelt irgendwo an der Schnittstelle zwischen Anders Osborne und Gov't Mule, starke Slide-Licks), das traumhaft in Szene gesetzte Taj Mahal-Cover "Annie's lover" (ein wunderbar melodischer, flüssiger, lockerer Country-Blues mit tollen Lap Steel-Linien und feinen Piano-Klängen), das total an Little Feat erinnernde, mit einem schönen Mardi Gras-Feeling versehene, jammige "Ol' slac", wie auch der kochende, ungemein kraftvolle, dreckige Blues-/Southern Rocker "No definitions", der schließlich in einem minutenlangen, zündenden, fetten Gitarrensolo mündet (Capps' Gitarrist Corky Hughes mit einer Bravourleistung) - all diese Nummern üben eine magische Anziehungskraft aus. Auch Capps' starke, Staub-gegerbte Stimme passt wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge zu dieser großartigen Musik. "The lost cause minstrels" ist vielleicht sogar Capps' beste Arbeit bislang überhaupt. Ein tolles Werk eines charismatischen Singer-Songwriters "deep from the heart of the south".

Das komplette Tracklisting:

1 Highway 42 - 3:57   
2 Coconut Moonshine - 4:17   
3 John the Dagger - 3:25   
4 Jane's Alley Blues - 4:07   
5 Chief Seattle - 4:17   
6 Yes You Are - 4:23   
7 Annie's Lover - 2:41   
8 Ol' Slac - 4:29   
9 Paris, France - 2:51   
10 No Definitions - 6:05   
11 Rock 'n' Roll - 3:42

Art-Nr.: 7418
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Highway 42
Coconut moonshine
John the dagger
Jane's Alley Blues
Chief Seattle
Annie's lover
No definitions

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Castro, Tommy & The Painkillers - stompin' ground [2017]
Bluesman Tommy Castro und seine großartigen Painkillers mit einem prächtigen, neuen Album! "Stompin' ground" bringt uns wunderbaren, klassischen soulful Bluesrock, Rockin' Blues und Soul-Blues, dessen Wurzeln im Grenzgebiet von Kalifornien und Mexiko, genauer gesagt in San Jose, wo Castro zu dieser Zeit lebte, in der Ära der Hippie-Kultur der späten Sechziger und Siebziger Jahre liegen. Es war der "soulful" Sound der "Mexican Americans". Wir hören packende Songs, hinreissende Grooves, tolle Melodien, sowie exzellentes Gitarrenspiel und großartigen Gesang von Castro, der sich mit seinen Painkillers in absoluter Top-Form präsentiert. Und dieser herrliche Soul in den Stücken - eine Wonne! Tracks wie das nostalgisch, dynamisch rockende "Blues all around me", die begnadet groovende, balladeske traumhaft melodische Soul-Nummer "My old neighborhood", der dreckige, fast schon ein wenig Richtung ZZ Top daher kommende, einen tollen Drive aufbauende Rockin' Blues-Boogie "Enough is enough", der kochende Hi-Energy-Shuffle "Rock bottom" (Gast ist hier Gitarrenhexer Mike Zito, der sich zusammen mit Castro prächtige Lead Gitarren-Duelle liefert, dazu starkes, hintergründiges Piano-Geklimper), die dynamische Retro Soul-Nummer "Soul shake" im Duett mit Danielle Nicole (ex Trampled Under Foot), sowie das brodelnde "Them changes" sind nur einige stellvertretende Beispiele für ein bestechend starkes Album von Tommy Castro und seinen Painkillers. Hier lodert das Blues- und Soul-Feuer lichterloh. Beeindruckend stark!

Hier ein U.S.-Statement zu diesem Album im Original-Wortlaut:

Swaggering, razor-wire gospel-tinged soul, simmering deep blues and hard-grooving house rockers (AllMusic. com). Gritty, funky, rocking and original (Boston Globe). Blazing soul-blues rocker Tommy Castro’s musical roots run deep. As he unleashes his high-energy music to fans all over the world, Castro is inspired by the sounds he absorbed while coming of age on the rough and tumble side of San Jose, California. During the late 1960s and early 1970s, this was Castro’s home turf – his stomping ground. It was a place where the street-tough Mexican Americans and the counter-culture hippies came together to drink, smoke, laugh, party and listen to tunes – the hippies with their blues and rock, the Mexicans with their soul music. Mixing the blues-rock he loved and the soul music he heard blasting out from the lowriders cruising the streets, along with the socially conscious message songs of the day, Tommy’s own sound was born. He honed his guitar playing to a razor’s edge on the city’s competitive bar scene, where he learned how to capture an audience with his intensely passionate vocals, stellar musicianship and dynamic performances. Almost every major rock and soul act, from Ike & Tina Turner to Janis Joplin to Elvin Bishop and Taj Mahal toured through the area, and Castro was at almost every show. He saw John Lee Hooker, Albert King and Buddy Guy & Junior Wells at the same local blues bar, JJ’s, where he often jammed, dreaming of one day busting out. Over the course of his career, Tommy Castro’s San Jose DNA has always inspired his music, whether he’s squeezing out the deepest blues or the funkiest soul grooves. He and The Painkillers – bassist Randy McDonald, keyboardist Michael Emerson and drummer Bowen Brown – have played hundreds of shows to thousands of music lovers, always leaving his audiences screaming for more. All of his albums are filled with original blues, soul and West Coast rock, each song showing a slightly different side of Castro’s multifaceted musical personality. Billboard says the band plays “irresistible contemporary blues-rock” with “street-level grit and soul.” On his new album, Stompin’ Ground, Tommy Castro opens windows both into his past and his always-evolving musical future. Produced by Castro and guitar wunderkind Kid Andersen and recorded at Andersen’s soon-to-be legendary Greaseland Studio in San Jose, Stompin’ Ground finds Castro letting loose on a set of 12 tracks featuring six originals and new versions of songs he learned and played as a young up-and-comer. He is simultaneously looking back with autobiographical originals and cover songs that inspired him, while forging a forward trail with modern lyrics atop blistering blues-rock. With The Painkillers firing on all cylinders behind him, Castro lays it all on the line from the opening notes of Nonchalant to the final, introspective Live Every Day. From the autobiographical My Old Neighborhood to the socially aware Enough Is Enough and Fear is The Enemy to versions of Elvin Bishop’s Rock Bottom and Taj Majal’s Further On Down The Road (two of his favorite songs from his earliest heroes), Stompin’ Ground is pure musical pleasure. “As soon as we started cutting,” Castro says, “we knew we were onto something.” In addition to the The Painkillers, Castro’s friends Charlie Musselwhite (harp and vocals on Live Every Day), Mike Zito (guitar and vocals on Rock Bottom), Danielle Nicole (vocals on Soul Shake) and Los Lobos’ David Hidalgo (guitar and vocals on Them Changes) add their talents to Stompin’ Ground. “I heard each one of my friends’ contributions on these songs in my head as I was working on them. Happily, when I reached out and actually asked, everyone said yes.”

Das komplette Tracklisting:

1. Nonchalant - 3:55
2. Blues All Around Me - 3:42
3. Fear Is The Enemy - 3:34
4. My Old Neighborhood - 5:42
5. Enough Is Enough - 3:52
6. Love Is - 4:40
7. Rock Bottom - 4:30
8. Soul Shake - 3:59
9. Further On Down The Road - 4:17
10. Them Changes - 4:47
11.Sticks And Stones - 3:07
12. Live Every Day - 4:28

Art-Nr.: 9518
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Nonchalant
Blues all around me
My old neighborhood
Enough is enough
Rock bottom
Soul shake
Them changes

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Copperhead - live & lost [2002]
Wieder lieferbar! Sehr, sehr lange vergriffen, haben wir von diesem prächtigen Album noch einmal einige Exemplare ergattern können. Rar! Wer zuerst kommt...

Auch Copperhead (nicht zu verwechseln mit der legendären 1970iger-Westcoast-Truppe um John Cipollina) sind, obwohl weitgehend unbekannt und mittlerweile nicht mehr existent, eine dieser fast vergessenen, aber kultigen Bands, deren Name immer wieder durch die Köpfe der vielen Southern Rock-Liebhaber geistert, wobei ihnen ein verdammt guter Ruf voraus eilt! In der Tat muß man das großartige Quintett um "Shouter" und Gitarrist Neil Carswell aus North Carilina zu den besten Southern Rock-Acts zählen, die aus den Neunziger Jahren hervorgegangen sind! Musikalisch eindrucksvoll und überaus kompetent folgen Copperhead den klassichen Pfaden solcher Bands wie Molly Hatchet, Lynyrd Skynyrd, 38 Special, Doc Holliday, Blackfoot & Co., streuen eine paar gepflegte, geschickt portionierte Heavy-Zutaten ein, und begeistern so mit einem astreinen "Southern Rock with a metal edge", druckvoll, hart, straight, voll sprühender Energie, Spielwitz und prächtiger, rauer, kochender Gitarren-Dominanz! Die leider viel zu magere Ausbeute ihre hervorragenden Musik beschränkt sich auf lediglich zwei Longplayer - und was steckte in dieser Band für für ein immenses Potential! Das erste Album (sie hatten sogar einen Major-Deal bei "Mercury"), längst vergriffen, brachte ihnen mit ihrer Debut-Single "Long way from home", die zum "Main-Song" des gar nicht so unbekannten Hollywood-Streifens "Harley Davidson and the Marlboro Man" avancierte, immerhin einen Achtungserfolg ein, doch ein Folge-Album sollte nicht mehr erscheinen. Das Label feuerte die Truppe, doch musikalisch blieben Neil Carswell und seine Freunde ihrer Linie treu! Im Jahre 2002 schließlich veröffentlichte man im Eigenvertrieb das Album "Live & lost" mit insgesamt 4 Live-Stücken und 8 bis dato unveröffentlichten Studiotracks, das zunächst nur überaus schwer, dann lange Zeit wieder gar nicht erhältlich war und zuweilen nur als CD-R angeboten wurde. Jetzt endlich, und das wird die Southern Rock-Fraktion sicher richtig freuen, können wir den "echten" Silberling anbieten! Leute, das Teil ist ein Kracher! Allerbester Heavy Southern Rock, klassisch und zeitgemäß zugleich, produziert vom legendären Genre-Ass Rodney Mills! Carswell's hervorragende "Rock-Shouter"-Qualitäten, mit denen er so manch großen Namen in seine Schranken verweist, durch die Songs jagende, fulminante, feurige und überaus fette Gitarrenritte (Lead-Gitarrero John Byrd weiß, wie man das "Brett" bearbeitet), zuweilen von schweren, powernden Riffs geprägte Rhythmus-Arbeit, und trotz des Heavy-Ambientes prima hängen bleibende, klasse strukturierte Songs mit ausgezeichneter Melodik - dies sind die Eckdaten dieser tollen Mucke! Nach dem sehr starken, nur 2.45 Minuten kurzen, aber umso fulminanteren, von fetten Metal-Riffs geprägten und in bluesigen Slide-Läufen getränkten, mächtig rockenden Instrumental "Stricken", das das Album eröffnet, brennen die Jungs mit dem grandiosen, harten, gewaltig dampfenden "Get out of my way" gleich noch so ein donnerndes, in die Knochen gehendes, Southern-/Hardrock-Feuerwerk ab, das mitten ins Herz der Fans trifft. Eine unwiderstehliche Wand aus harten, dreckigen Power-Riffs, pulsierenden Rhythmen, glühenden, fleischigen Gitarrensoli, großartig entegrierter, satter Hammond-Orgel und Neil's röhrendem Organ bricht über uns hinein. Headbangende Luftgitarren-Freaks werden ebenso begeistert sein, wie die beinharten Southern Rock-Enthusiasten! Nach diesem tollen Auftakt folgen die vier, ebenso starken, Live-Tracks! Da haben wir zunächst das hart, aber dennoch irgendwie locker und sehr melodisch rockende "Hard livin'" mit seinen tollen Slide-Läufen, dann den wunderbaren, puren, 38 Special-like, wieder gut ins Ohr gehenden, mit schön transparenten, satten Gitarren ausgestatteten Southern Rocker "Born loser", inclusive quirliger, kraftvoller Gitarrenläufe, das mit klasse Twin-Gitarren eingeleitete, gut abgehende "Whiskey", und schließlich das riffige, fette "Keepin' on"! Zurück beim Studiomaterial, beglückt uns die Band nun mit zwei fantastischen Coverversionen! Zuerst eine ungemein starke, sehr melodische, gut rockende, mit jeder Menge Southern-Flair angereicherte Fassung des alten Dobie Grey-Klassikers "Drift away" (u.a. seinerzeit auch gespielt von Steppenwolf), und als zweites eine tierisch kochende, packende Version der ZZ Top-Nummer "Whiskey'n Mama" (hier nur "Whiskey Mama" betitelt)! Auch die restlichen vier Eigenkompositionen haben es in sich! Zum Beispiel der mächtig kochende, southern-metallische Riff-Kracher "Raging fire", mit seinen mitreißenden, dynamischen Gitarrenläufen im Break, oder die etwas entspanntere, mit schöner Acoustic-Slide beginnende, im Verlauf aber immer rockiger werdende, herrlich melodische, von wunderbaren, "weichen" Southern-E-Gitarren umgebene Traum-Ballade "I'll get by"! Die Neunziger Jahre galten als alles andere, als eine Hochzeit des Southern Rocks, doch Copperhead bewiesen überaus eindrucksvoll, daß es auch in dieser Zeit Bands gab, die die Fahne des Südens uneigennützig hoch hielten. Klasse! Großartiger "Whiskey-drenched Southern Heavy Rock'n Roll from the heart"!

Das komplette Tracklisting:

1. Stricken - 2:47
2. Get Out Of My Way - 3:10
3. Hard Living (Live) - 3:41
4. Born Loser (Live) - 3:52
5. Whiskey (Live) - 5:44
6. Keepin' On (Live) - 5:08
7. Drift Away - 5:22
8. Whiskey Mama - 3:11
9. Raging Fire - 4:32
10. I'll Get By - 4:10
11. Free Man - 4:46
12. Voices In The Night - 4:30

Art-Nr.: 3861
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 17,90

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Get out of my way
Born loser
Whiskey
Raging fire
I'll get by

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Crow, Bart - dandelion [2012]
Bart Crow, jetzt ganz auf Solopfaden, mit dem wohl besten und professionellsten Album seiner bisherigen Karriere! Herrlicher, hoch melodischer, zumeist schön knackiger, flockiger Texas Red Dirt Countryrock vom Allerfeisten! Nach seinem letztjährigen, starken Live-Album, dem insgesamt vierten mit der Bart Crow Band, hat der aus Maypearl bei Dallas stammende Texaner jetzt den nächsten Schritt in seiner Karriere getätigt und firmiert auf seiner neuen Studio-CD "Dandelion" (dt. Löwenzahn/Pusteblume), ähnlich wie Phil Hamilton vor geraumer Zeit, nur noch unter dem eigenem Namen. Die Vorteile liegen natürlich auf der Hand, Crow hat so einen viel größeren Handlungsspielraum, was die Umsetzung seiner musikalischen Visionen angeht, muss sich viel weniger kompromissbereit zeigen als im Bandgefüge, und hat dazu den großen Vorteil, äußerst flexibel bei der Auswahl der Musiker und des Produzenten agieren zu können. In letztgenannter Hinsicht hat er sich für Pat Greens Drummer Justin Pollard entschieden, der natürlich dann auch die Schlagstöcke schwang. Ebenfalls aus Pat Greens Umfeld mit dabei Brett Danaher, der hier tolle Saitenarbeit in Zusammenschluss mit einem weiteren prominenten Gitarristen, David Grissom (Storyville; John Mellencamp, Dixie Chicks, Joe Ely) abliefert. Mit u. a. Michael Ramos (B3, piano, accordian), Kim DeSchamps (Pedal Steel, dobro, banjo, papoose) Brendan Anthony (Fiddle), und Mike Daly (Lap steel guitar) konnte Bart weitere, hochkarätige Instrumentalisten für sein neues Projekt gewinnen. Und dies zahlt sich dann auch spürbar im Ergebnis und der Qualität seiner Musik aus. Es geht viel filigraner, mit viel mehr Feinheiten zu,als früher, auch wenn er seinem bisherigen Stil weitestgehend treu bleibt. Er eröffnet seinen Silberling direkt mit der ersten Single "A Little Bit Of Luck", die klassisch schwungvollen, melodischen Red Dirt-Countryrock bietet. Orgel, Fiddle und Bariton-E-Gitarre gesellen sich zum typisch eingängigen Drums-/Gitarrenrhytmus, im Soloteil liefern sich E-Gitarre und Fiddle einen kurzen Schlagabtausch. Als Lohn gab es sofort eine Top-15 Platzierung zum Einstieg in die Texas Music Charts. Von den insgesamt 14 Tracks mit einer satten Spielzeit von fast einer Stunde hat Bart bis auf zwei Fremdkompostion (Titelstück "Dandelion" mit dezentem Western-Flair und "If I Go, I’m Goin’" im Stile der Josh Abbott Band mit toller Guest-Appearence im Duett von Macy Maloy) fast alle Stücke im Alleingang kreiert. Co-Writer waren lediglich Mando Saenz beim heartlandträchtigen, irisch angehauchten "First Of Fall", Matt Stell (tolle Harpbegleitung von Mark Kazanoff) bei "Cold Heart", Drew Kennedy bei "Better Day" (eines der stäksten Stücke des ohnehin komplett starken Albums - herrliche Melodie, Steel, Fiddle, feine Pianotupfer) und Rob Baird bei "I Miss You" (melodischer, introvertiert vorgetragener Lovesong). Dazwischen immer wieder countryinfizierte Red Dirt-Stücke, die dank Crows tollem Gesang oft Erinnerung an die von Henry Paul angeführten Lieder der Outlaws oder auch von Blackhawk hervorrufen (u.a. "Didn’t Mean To Break Your Herat"). Bei Stücken wie dem Rockabilly-angelehnten "Swing To The Radio" (toll hier Barts fulminanter Schnellsprechgesang) oder dem abschließenden, schon fast etwas grassig abgehaltenen "Thank You", wo fast alles an Saitenistrumenten (u. a. Dobro, Banjo, Ukulele, Papoose) aufgefahren wird, erkennt man dann deutlich Barts Intention, fortan alleine zu wirken. Diese Stücke wären im alten Bandgefüge sicherlich so nicht machbar gewesen. Insgesamt kann man den Schritt von Bart Crow mit "Dandelion" gut nachvollziehen, zumal der sympatische Musiker sich seiner Klasse sehr wohl bewusst ist. Das zeigt seine Entwicklung, seine Reife. Derart talentierte Musiker wie er müssen irgendwann entscheiden, wohin der Weg gehen soll. Seinem bisherigen Stil von bestens ins Ohr gehendem Red Dirt/Country-/Roots-/Americana-Rock/-Pop ist er ja treu geblieben, aber besser war er nie. Mit dieser Produktion eröffnet sich ihm vielleicht auch die Option, sich einmal für ein Major-Label in Nashville zu empfehlen und eventuell in naher Zukunft über die regionalen Grenzen Texas' hinaus (ähnlich der sehr erfolgreichen Eli Young Band, Wade Bowen oder der Randy Rogers Band) einen höheren Bekanntheitsgrad zu erlangen. Wie dem auch sei, "Dandelion" ist ein ganz wunderbares Album geworden, dass all seine bisherigen Fans glücklich machen wird und mit dem er viel neue Freunde hinzugewinnen dürfte. Gratulation und weiter so, Bart Crow! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Little Bit of Luck 2:36
2. Didn't Mean To Break Your Heart 3:54
3. First of Fall 4:38
4. Dandelion 3:52
5. Swing to the Radio 2:51
6. Cold Heart 5:04
7. If I Go I'm Going 4:32
8. Falling For You 3:51
9. Loving You's A Crime 2:45
10. Better Day 5:12
11. Busted 3:40
12. I Miss You 3:24
13. Wasted Time 3:21
14. Thank You 3:36

Art-Nr.: 7920
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

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Little bit of luck
Didn't mean to break your heart
Dandelion
Cold heart
If I go, I'm goin'
Falling for you
Busted

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Donahew, Casey - all night party [2016]
Hammerstarkes 6. Studioalbum von Casey Donahew! Herrlich, wie diese Songs ins Ohr gehen und losrocken. Das ist satter, knackiger Countryrock ala Cross Canadian Ragweed, Reckless Kelly, Will Hoge oder der frühen Eli Young Band, offeriert dabei aber auch eine gewisse Nashville New Country(rock)-Kompatibilität, was wir an dieser Stelle als ausschließlich positiv verstanden haben wollen, denn auf die momentan in Music City angeagten, hippen Mainstream-Spielereien wird gänzlich verzichtet. Hier wird schnörkellos geradeaus und mit absolut traumhaft schönen Melodien das "Country" gerockt" - und der unwiderstehliche, rootsige, staubige, texanische Red Dirt-Spirit ist dabei allgegenwertig. Die angesprochene Nashville-Kompatibilität ist eine logische Konsequenz des Aufnahmeprozesses, denn "All night party", eingespielt ohne Casey's übliche Casey Donahew Band, wurde in Nashville mit dortigen Genre-Größen aufgenommen. Nachdem die beiden Vorgänger "Double-Wide Dream" und "StandOff" unter den Top-10 der Country Billboard Charts gelandet waren, geht der beliebte, aus der Nähe von Fort Worth stammende Künstler damit nun den Weg, den zuvor auch andere Interpreten wie die Randy Rogers Band, Wade Bowen oder die Eli Young Band aus dem Red Dirt-Zirkel beschritten haben. Er begab sich für die Einspielung seines neuen Werkes "All Night Party" quasi in die 'Höhle des Löwen'. Im Gegensatz zu seinen o. a. Kollegen, hat er sich aber nicht von einem Major-Label vereinnahmen lassen, sondern mit dem solventen und großzügigen Thirty Tigers Vertriebslabel im Rücken, das Donahew schon lange begleitet, die Variante einer Eigenproduktion gewählt, um jederzeit die Oberhand über seine Musik zu behalten und seine kontinuierlich, in gesundem Maße, gewachsene, mittlerweile aber doch immense Fan-Basis (vor allem in Texas) nicht vor den Kopf zu stoßen. Dieser Spagat, ist ihm, um es vorwegzunehmen, prächtig gelungen. Er hat mit Josh Leo einen exzellent zu ihm passenden Produzenten engagiert und mit der Creme de la Creme der Nashville-Studiomusiker (Nir Z - drums, Steve Mackay - bass, Tony Harrell - keyboards & accordion, Bobby Terry -acoustic guitat & banjo, Kenny Greenberg und Rob McNelley - guitars, sowie Aubrey Haynie - fiddle & mandolin) ein Star-Ensemble gefunden, das sich wunderbar auf seine Art zu Musizieren einließ und gleichzeitig mit seinem ungemeinem handwerklichen Können ganz neue Ebenen eröffnete. Leo und sein Team haben an Donahews Sound nur marginal und ganz unmerklich gefeilt und ihm einfach nur deutlich mehr Frische, Drive, Kraft, Saft und Klasse beschert. Der fluffige, dennoch sehr knackige und eingängige Opener "Kiss Me" stellt für Donahew, mit seiner ersten, national veröffentlichten Single, ebenfalls ein Novum dar. Ein sehr melodischer und von einer markanten Banjo-Linie untermalter Red Dirt-Song, der auch in den Radiostationen Nashvilles auf offene Ohren stoßen sollte (lustig: seine texanische Live-Begleitband musste sich, laut einem Interview, extra ein Banjo für diesen Song neu zulegen). Auch das vom Hitschreiber-Duo Jon Nichols und Craig Wiseman kreierte sommerlich launige "That Got The Girl" (grooviges Piano und Orgel) dürfte große Chart-Ambitionen haben. Ansonsten belässt es der Protagonist bei seinen Eigenkompostionen, in seiner ureigenen Art zu performen: Mit "What Cowboys Do" gibt es einen kraftvollen Red Dirt-Countryrocker mit Western-Appeal, "Feels This Right" und die Fortsetzung seiner White Trash-Lieder, "White Trash Bay" bieten ebenfalls wunderbar knackigen Stoff, "College Years" ist eine sehr melodische, euphorische Rückbesinnung an alte Zeiten, die grandiose, hinreissend in Szene gesetzte Tex-Mex-Ballade "Josie Escalido" kommt in toller Gestaltung mit Mariachi-Trompeten, Akkordeon, Mandoline und spanischer Akustikgitarre, und der fantastisch ins Ohr gehende "Country Song" ist einfach nur die pure Countryrock-Wonne. Den absoluten Kracher gibt es dann mit "Going Down Tonight" als Rausschmeißer am Ende. Ein wüster, dreckiger und angriffslustiger Southern Rocker, bei dem der auch ansonsten alles überragende E-Gitarrist Kenny Greenberg (was für großartige und auf den Punkt gebrachte Einlagen und Soli) und seine Mitstreiter nochmal alles aus sich herausholen. Grandios hier auch die an Bekka Bramlett erinnernden sexy und frech gesungenen Uuh und Aah-Backs (die ausführende Dame ist in den Credits leider nicht genannt) - was für eine Rakete. Toller Song! Casey Donahews Trip nach Nashville ist exzellent gelungen. Mit "All Night Party" könnte diesmal der ganz große nationale Wurf gelingen. Versient hätte er es wirklich. Ein wunderbarer Kompromiss aus knackigem, ehrlichen New Country(rock) und traditionellem Donahew-typischen Texas Red Dirt. Das vielleicht beste Album des Texaners bisher. Große und lange Donahew-Feier-Nächte dürften damit vorprogrammiert sein! "So let's party all night long (with Casey Donahew)"! (Daniel Daus / Jürgen Thomä)

Das komplette Tracklisting:

1. Kiss Me - 3:28
2. Country Song - 3:08
3. College Years - 3:04
4. What Cowboys Do - 3:50
5. Feels This Right - 3:18
6. That's Why We Ride - 3:03
7. That Got the Girl - 3:36
8. Josie Escalido - 5:20
9. White Trash Bay - 3:09
10. Going Down Tonight - 3:18

Art-Nr.: 9257
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Kiss me
Country song
College years
What cowboys do
That's why we ride
Josie Escalido
Going down tonight

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Ellis, Tinsley - winning hand [2018]
“Guitar, guitar, guitar is what this album is all about,” sagt Tinsley Ellis! Und wie recht er damit hat. Blues-/Bluesrock-Veteran und Gitarren-Legende Tinsley Ellies aus Atlanta/Georgia mit einer triumphalen Rückkehr zu seinem Stammlabel "Alligator Records", wo vor über 30 Jahren alles begann. "Winning hand" ist sein vielleicht bestes Album seit vielen Jahren. Gesanglich ist er in Top-Form, das wunderbar straighte Songmaterial ist schlichtweg super und seine Gitarrenarbeit ist elektrisierend, voller Inspiration, kraftvoll, messerscharf, virtuos - einfach herauzsragend. Viele große Kollegen (u. a. Derek Trucks und Warren Haynes) zählen ihn zu ihren absoluten Favoriten. In Quartett-Besetzung mit Kevin McKendree an den Keyboards, Steve Mackay am Bass und Lynn Williams am Schlagzeug, gelingt ihm ein rauschendes, facettenstarkes Blues-/Bluesrock-Meisterwerk, direkt, knackig, ohne Schnörkel, aber von beeindruckender musikalischer Tiefe und Qualität. Ein Werk, vom Beginn mit dem herrlich groovenden, kernigen, direkten, prächtig hängen bleibenden "Sound of a broken man", bis hin zu dem von monströsen Gitarrenläufen geprägten, über 8 1/2-minütigen, packenden, finalen Kracher "Savin grace", ohne jeden Durchhänger. Tinsley Ellis auf einem neuen Hoch in seiner jetzt schon sehr beeindruckenden, langen Karriere. Einfach toll!

Hier eine U.S.-Beschreibung im Original-Wortlaut:

"Feral blues guitar...non-stop gigging has sharpened his six-string to a razor’s edge...his eloquence dazzles...he achieves pyrotechnics that rival early Jeff Beck and Eric Clapton." –Rolling Stone "Ellis unleashes a torrent of dazzling musicianship pitched between the exhilarating volatility of rock and roll and the passion of urban blues." –Los Angeles Times Since his Alligator debut 30 years ago, Southern blues-rock guitar wizard, vocalist and songwriter Tinsley Ellis has become a bona fide worldwide guitar hero. The Chicago Sun-Times says, “It’s hard to overstate the raw power of his music.” Now, he makes his triumphant return to Alligator Records with a powerful new album, Winning Hand. Armed with his signature molten licks, melodic riffs and rousing, intense solos, Ellis, as his legions of fans will attest, is among the blues world’s best-loved, hardest working and most well-travelled statesmen. He has performed in all 50 United States as well as in Canada, Western and Eastern Europe, Australia and South America, earning legions of fans with his guitar virtuosity, passionate vocals and memorable original songs. Ellis is also revered as a guitarist’s guitarist, with famous friends including Derek Trucks, Warren Haynes, Oliver Wood, Jonny Lang and members of Widespread Panic calling on him to sit in and jam. “A musician never got famous staying home,” he says. Recorded in Nashville and produced by Ellis and keyboardist Kevin McKendree, the ten brilliantly performed, fervently sung tracks on Winning Hand include nine originals, ranging from blistering blues to heart-pounding rock to soulful ballads. As his only cover song, Ellis pays tribute to his greatest guitar-playing and songwriting influences with a Freddie King-inspired version of rock legend Leon Russell’s Dixie Lullaby. “Guitar, guitar, guitar is what this album is all about,” says Ellis, who recorded primarily with his 1959 Fender Stratocaster, his 1967 Gibson ES 345 and his 1973 Les Paul Deluxe. Guitar World says, “Ellis’ playing sparkles with depth and subtlety. Whether playing deep, slow blues or uptempo rockers, Ellis rides a gorgeously fat, pure tone.” Born in Atlanta in 1957, Ellis was raised in southern Florida. He discovered the blues through the back door of British Invasion bands like The Yardbirds, The Animals, Cream and The Rolling Stones as well as Southern rockers like The Allman Brothers. One night he and a friend were listening to records when his friend’s older brother told them if they liked blues, they should really be listening to B.B. King. As luck would have it, King was in town for a week, and the upcoming Saturday afternoon show was just for teenagers. Tinsley and his friend went, sitting transfixed in the front row. When B.B. broke a string on Lucille, he changed it without missing a beat, and handed the broken string to Ellis. After the show, B.B. came out and talked with fans, mesmerizing Tinsley with his warmth and kindness. Tinsley’s fate was now sealed; he had to become a blues guitarist. He saw Howlin’ Wolf, Muddy Waters and every other blues artist who came through town, always sitting up front, always waiting to meet the artists, take photos, get autographs. And yes, he still has B.B.’s string. Already an accomplished teenaged musician, Ellis left Florida and returned to Atlanta in 1975. He soon joined a gritty local blues band, the Alley Cats. In 1981, along with veteran blues singer and harpist Chicago Bob Nelson, Tinsley formed The Heartfixers, a group that would become Atlanta’s top-drawing blues band. After cutting a few Heartfixers albums for the Landslide label, Ellis was ready to head out on his own. Georgia Blue, Tinsley’s first Alligator release, hit the unprepared public by surprise in 1988. Critics and fans quickly agreed that a new and original guitar hero had emerged. The Chicago Tribune said, “Tinsley Ellis torches with molten fretwork. Ellis takes class...

Das komplette Tracklisting:

1. Sound Of A Broken Man - 4:51
2. Nothing But Fine - 3:52
3. Gamblin' Man - 5:59
4. I Got Mine - 4:14
5. Kiss This World - 3:55
6. Autumn Run - 6:12
7. Satisfied - 2:48
8. Don't Turn Off The Light - 4:41
9. Dixie Lullaby - 3:15
10. Saving Grace - 8:48

Art-Nr.: 9565
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Sound of a broken man
Nothing but fine
Gamblin' man
Autumn run
Satisfied
Dixie lullaby
Saving grace

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Fish, Samantha - belle of the west [2017]
Klasse, neues Werk der so hoch talentierten Bluesrock-Gitarristin und -Sängerin. Diesmal ist es ein semi-akustisches-/elektrisches Werl voller exzellenter Songs, angesiedelt zwischen Rootsrock, Roots-Blues, Blues, und Bluesrock. Erstklassige, prächtig hängen bleibende Songs! Produziert hat Luther Dickinson (North Mississippi Allstars)! Großartig!

1. American Dream
2. Blood in the Water
3. Need You More
4. Cowtown
5. Daughters
6. Don't Say You Love Me
7. Belle of the West
8. Poor Black Mattie
9. No Angels
10. Nearing Home
11. Gone for Good

Art-Nr.: 9534
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Georgia Shine Band - same [2016]
'Smokin' hot original Southern Rock'! Eine absolut treffende Umschreibung der seit 2013, aus Atlanta, Georgia, bestehenden, recht neuen Southern Rock- Formation Georgia Shine Band, die jetzt mit ihrem gleichnamigem Debüt (alles Eigenkompositionen) sofort famos auftrumpft. Hier sind allerdings keine Jungspunde zu Werke geschritten, sondern gestandene und erfahrene Musiker aus der Atlanta-Szene, die schon für und mit arrivierten Bands des Genres zusammengespielt haben. Bei einem klangvollen Namen wie dem von Doug Southern, dem Leader, Sänger, Songwriter/Texter und Gitarrist der Truppe, war der einzuschlagene Musikpfad ja quasi schon determiniert. Er bildet mit den weiteren Gitarristen Kevin Taylor und Dustin McElroy (beide haben früher mit dem einstigen, mittlerweile ja leider verstorbenen Lynyrd Skynyrd-Drummer Bob Burns in einer Band gespielt, Taylor auch sporadisch mal für Molly Hatchet) das klassische 3-Gitarren-Line-Up. Drummer Mark Smith (früher Southbound Band und Three Leg Dog) und Bassist Brian Watson bilden die routinierte Rhythmus-Fraktion. Als zusätzliche Gast-Musiker hat der Georgia-Fünfer noch Southerns Tochter Layla Rae (die ist schon bei den berühmten "Simple Man Cruises" aufgetreten) im Background, David Smith (bass), Dave Lamar James (klasse Keys) und Rick Willaford (Percussion) mit an Bord genommen, Letztgenannter hat das Werk sehr schön rau, ungeschliffen und erdig, ja fast im Live-Ambiente mit Doug in Assistenz produziert. Vierzehn durchgehend großartige, sich an der großen Southern Rock-Zeit der Siebziger Jahre orientierende Stücke mit einer Spielzeit von fast genau einer Stunde sind der treffliche Beweis, dass diese Musikrichtung sich einfach nicht tot kriegen lässt und immer wieder für neue Überraschungen gut ist. Die Opener "Redneck" und "Ink Under My Skin" lassen es sofort standesgemäß in einstmaliger Lynyrd Skynyrd-/Molly Hatchet-Tradition voller typischer E-Gitarreneinlagen krachen und knarzen. Southern, dessen klasse Stimme insgesamt entfernt an die von John Hiatt erinnert (dazu kommen leichte Tendenzen in Richtung Ronnie Keel, Gary Jeffries, Jimmy Van Zant), hat hier dieses schön "grimmige" Flair eines damaligen Danny Joe Browns. Mit den herrlichen Balladen "Shame" (klingt wie eine Modifikation von "Lonesme Guitar") und "Love Is Alive" (feines Piano), dem sehr an The Marshall Tucker Banr erinnernden "I'm Gone", dem Bandnamen getreuen "Georgia Shine" (hier blinzelt ein wenig Charlie Daniels "Long-Haired Country Boy" durch) und dem starken "Johnny Rebb" (erinnert vom Aufbau an Doc Hollidays "Southern Man", zwei starke verschachtelte, "mehrstimmige" E-Gitarren-Kurz-Passagen in der Mitte und am Ende) hat die Band gleich fünf Hymnen-taugliche Tracks am Start (!), an die man spielend, ein typisches langezogenes Gitarrenfinish hätte anbauen können. Zur Anhebung des biergelaunten Stimmungsbarometers eignen sich vortrefflich solche Songs wie das furiose "Junkie Dumb", bei dem die höllisch gespielten Lead Gitarren regelrecht Funken sprühen lassen (toll!), die rhythmisch-shuffligen Boogie-Nummern wie "Hot Mess" (klingt wie eine Reinkarnation von Skynyrds "What's Your Name") und der inkludierte, zünftige Hidden-Track "You Know What I Mean" (folgt dem abschließenden überwiegend akustisch gehaltenen "64"). Die Georgia Shine Band bedient mit einem starken Debüt in erster Linie die Fraktion der Southern Rock-Nostalgiker, die es wehmütig nach Musik aus der Hochzeit von Bands wie Lynyrd Skynyrd, Molly Hatchet, Doc Holliday, Allman Brothers (einige Duane Allman-mäßige Slides sind hier auch vertreten), The Marshall Tucker Band, Charlie Daniels Band dürstet. Dies geschieht in Verbindung mit viel kreativer musikalischer Neuenergie, ähnlich wie es zeitgenössische Interpreten wie Rebel Pride, Rambler, Blackberry Smoke, Gary Jeffries, Holman Autry Band & Co. auch immer wieder praktizieren und umzusetzen versuchen. Ein echter neuer Stern am Southern Rock-Firmament dieses Quintett aus Atlanta, Georgia, und eine weitere starke Veröffentlichung in einem von vielen guten Neuveröffentlichungen begleiteten Southern Rock-Jahr 2016! So darf es gerne weitergehen. 'Shine On' Georgia Shine Band! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Redneck - 4:08
2. Ink Under My Skin - 3:41
3. Shame - 4:50
4. Born to Do - 2:54
5. I'm Gone - 4:53
6. Junkie Dumb - 5:07
7. Georgia Shine - 4:50
8. Love Is Alive - 4:26
9. Hott Mess - 3:01
10. Crazy Daisy - 3:40
11. Johnny Rebb - 5:34
12. Under Cover - 2:43
13. 64 - 4:28
14. You Know What I Mean (hidden track) - 5.01

Art-Nr.: 9247
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Redneck
Ink under my skin
I'm gone
Georgia shine
Love is alive
Hot mess
Johnny Rebb
Under cover

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Greene, Alastair - dream train [2017]
"One Hell of a Bluesrock Album"! Hammerstarkes, neues Werk des begnadeten Gitarristen Alastair Greene aus Southern California und seiner Band. Einige werden sich vielleicht noch an sein famoses Werk "A little wiser" aus dem Jahre 2002 erinnern, als er in der Szene, zumindestens bei den "Insidern", wie eine Bombe einschlug. Mittlerweile ist er bei den Gitarrenfans und Bluesrock-Enthusiasten gleichermaßen etabliert und haut auch mit "Dream train" wieder eine "Monsterscheibe" raus, die vor saustarken Songs nur so strotzt. Seine Vielseitigkeit geht von Texas Blues, Blues-Shuffles, Chicago-Style, über Southern Bluesrock, fulminanten Boogie-Bluesrock und British Blues., bis hin zu endlos wirkenden Gitarrensoli und- jams. Mitreissend, erdig, dreckig, technisch hochklassig und eindrucksvoll. Greene's Gitarrenarbeit ist herausragend gut, er beherrscht alles. Die Gitarren-Enthusiasten werden an diesen grandiosen, ungemein virtuosen Soli ihre helle Freude haben. Dazu ist der Mann auch ein echt klasse Sänger und Songwriter. Beste Beispiele für sein durchweg meisterhaftes, neues Album sind der atemberaubende, voll nach vorn rockende Uptemo-Kracher "Dream train" (raues, wildes Slideguitar-Solo), der ebenfalls ordentlich abgehende Bluesrock-Boogie "Big bad wolf" (packende, feurige Gitarrensoli), der heruasragende, von hinreissenden Gitarrenläufen begleitete, balladeske Bluesrocker "Another lie" (fantastische, ausgedehnte Gitarrensoli - mit dabei als Gast an der zweiten Gitarre ist Walter Trout), der klassische, kernig rockende, shuffelig treibende Blues "Daredevil" (feine Harp-Einlage von Dennis Gruenling), das Slide-getränkte, Delta-mässige, raue "Rain Stomp", das ruhige, von makelloser, wundervoller, melodischer, filigraner Gitarrenarbeit bestimmte "Iowa" (eines von zwei Instruzmentals), oder auch der krachende, plusternde, swampige, Southern-getränkte Bluesrocker "Down to Memphis" (tolles E-Gitarren- und Slideguitar-Wechselspiel, Gast als zweiter Gitarrist ist hier Mike Zito), um nur einige zu nennen. Alastair Greene und seine Mitstreiter (Austin Reede - drums, Jim Rankin - bass) lassen wirklich nichts nanbrennen. "Dream train" ist ohne jeden Zweifel eine der heißesten Bluesrock-Veröffentlichungen des Jahre 2017. Ein Killer-Teil!

Das komplette Tracklisting:

1. Dream Train - 3:40
2. Big Bad Wolf - 5:27
3. Nome Zayne - 3:31
4. Another Lie (feat. Walter Trout) - 6:52
5. Song for Rufus - 1:56
6. I'm the Taker - 4:13
7. Daredevil (feat. Dennis Gruenling) - 5:55
8. Grateful Swagger (feat. Debbie Davies) - 4:27
9. Rain Stomp - 3:04
10. Demons Down - 3:37
11. Iowa - 4:52
12. Down to Memphis (feat. Mike Zito) - 4:21
13. Lucky 13 - 2:34

Art-Nr.: 9542
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
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Dream train
Big bad wolf
Another lie
Daredevil
Rain stomp
Iowa
Down to Memphis

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Hard Working Americans - we're all in this together ~ live [2017]
"We're all in this together" heißt das neue, großartige Live-Album der Hard Working Americans, jener fantastischen, von den Fans heiß geliebten "Supergroup", bestehend aus Todd Snider - vocals (höchst angesehener, grandioser Singer-Songwriter aus Texas), Dave Schools - bass (von Widespread Panic), Neal Casal - guitars (von Chris Robinson Brotherhood, ex Ryan Adams' Cardinals), Chad Staehly - keyboards (von Great American Taxi), Duane Trucks - drums (dem jüngeren Bruder von Tedeschi Trucks Band-Meistergitarrist Derek Trucks, Col. Bruce Hampton & mittlerweile fester Drimmer bei Widespread Panic), sowie dem exzellenten Singer-Songwriter, Gitarrist und Lap Steeler Jesse Aycock aus Tulsa/Oklahoma. Die Hard Working Americans transportieren bei ihren wunderbaren Live-Shows die Hippie-Kultur der frühen Siebziger in die heutige Zeit, denn sie spielen ihre Musik "frei" und jammig, sich einfach nur ihrem Element hingebend. Sie lieben, was sie tun - das spürt man zu jeder Zeit. Aufgenommen während ihrer 2016er U.S.-Tour (der Großteil der Songs stammt von einem Konzert am 19. August 2016 im Iron City in Birmingham, Alabama - weitere, ausgewählte Cuts stammen aus Konzerten im El Rey Theater in Los Angeles, The Buckhead Theater in Atlanta und vom Lockn’ Music Festival in Arrington, Virginia), nehmen sie uns mit auf einen unwiderstehliche Streifzug durch ihr wunderbares, von allen Zwängen losgelöstes Roots-/Hippie-/Southern-/Jam-Repertoire. Ein knapp 80-minütiges, saustarkes Live-Dokument der Hard Working Americans!

Die komplette Setlist:

1. Mission Accomplished - 6:13
2. I Don't Have a Gun - 9:14
3. Stomp and Holler - 5:47
4. Roman Candles - 6:06
5. Something Else - 8:25
6. Ascending into Madness - 5:48
7. Burn out Shoes - 6:36
8. Another Train - 6:11
9. We're All in This Together - 4:54
10. Is This Thing Working? - 5:15
11. The High Price of Inspiration - 5:06
12. Run a Mile - 6:11
13. School Day (Ring! Ring! Goes the Bell) - 4:06

Art-Nr.: 9490
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
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Hoge, Will - anchors [2017]
Der exzellente Singer-Songwriter aus Nashville kommt mit einem erneut wunderbaren Album und zieht seine eingeschlagene Linie herausragender Roots-/Americana-Musik mit einem Schuß Country, Countryrock und Heartlanf-Feeling kosequent durch. Es ist abermals eine Wonne, seinen fantastischen Songs zuzuhören.

Aus der offiziellen Produktbeschreibung:
Recorded with an all-star band comprised of drummer Jerry Roe (Emmylou Harris & Rodney Crowell, Darius Rucker), bassist Dominic Davis (Jack White, Wanda Jackson), and guitarists Brad Rice (Son Volt, Ryan Adams) and Thom Donovan (Lapush, Ruby Amanfu), the album is a prime showcase for Hoge s searing, gritty vocals, as well as his remarkable gift for crafting complex characters with real emotional depth and plainspoken profundity. Over the course of eleven tracks, Hoge weaves elements of vintage country, literate folk, and heartland rock into a passionate, genre-busting masterpiece, one that offers an unflinching portrait of the messy challenges of adulthood and the ways in which we preserve (or don't) through hard times.

Aus dem Review von Daniel Daus (www.sounds-of-south.de):
Mittlerweile hat der in Nashville ansässige, einstige Wegbegleiter von Dan Baird mit „Anchors“ sein 10. Studiowerk am Start. Erneut ist ihm ein Meisterwerk in Sachen Country-, Roots-, Americana- bzw. Singer/Songwriter-Stoff gelungen. Will setzt damit den Reigen seiner ausnahmslos guten Alben konsequent fort.
Musikalisch umgeben hat sich Hoge diesmal mit Leuten wie u. a. Drummer Jerry Roe (Emmylou Harris & Rodney Crowell, Darius Rucker), Bassist Dominic Davis (Jack White, Wanda Jackson) sowie den Gitarristen Brad Rice (Son Volt, Ryan Adams) und Thom Donovan (Lapush, Ruby Amanfu), als auch mit Sheryl Crow, die beim medial wohl verheißungsvollsten Anwärter dieser Scheibe, dem wunderbaren „Little Bit Of Rust“ Harmoniegesänge beisteuert. Großartig hier auch die Fiddle-/E-Slide-Gitarren-Solo-Kombination und die schön klirrende Mandoline.
Vom Heartland-umschwingten Opener „The Reckoning“ bis zum finalen, in Tom Petty-Manier gezeichneten „Young As We Will Ever Be“ fasziniert der Basketball-Fan mit seinen unaufgeregt klingenden und doch so fesselnd wie nuanciert arrangierten Songkompositionen ohne eine kleinste Schwachstelle zu offenbaren.
„The Grande Charade“, „Through Missing You“ (Slide-Solo) und das Titelstück bedienen das Gemüt von Melancholikern, das überaus atmosphärische „Cold Night In Santa Fe“ erinnert mich ein wenig an Blackberry Smokes „The Whippoorwill“. Beim rockigsten Track der CD „(This Ain’t) An Original Sin“ (Uptempo, starkes E-Solo, Ohohoh-Gesänge) dürften Will die alten Tage seines Tourens mit Dan Baird vermutlich den Anstoß gegeben haben.
Die flockigen, eingängigen Stücke wie „Baby’s Eyes“, das Steel-getränkte, herrlich countryeske „Angels Wings“ und das an die Hoch-Zeiten von Bob Seger erinnernde „17“ (mit überraschenden Bläser-Einsätzen) könnten wieder als Vorlagen zur Adaption durch andere Bands dienen, wie es schon mal die Eli Young Band mit „Even If It Breaks Your Heart“ erfolgreich praktiziert hatte und prompt einen Nr. 1-Hit einfuhr.
Fazit: Mit seinem exzellenten neuen Longplayer „Anchors“ hat Will Hoge erneut bewiesen, dass an seinem Name kein Weg vorbeiführt, wenn es gilt, das Who-Is-Who der zeitgenössischen amerikanischen Singer/Songwriter-Szene zu benennen. Dieses Werk bietet ein weiteres Mal Leuten Zuflucht, die in der beschriebenen Musik ihr Passion erfüllt sehen! Eigentlich auch prädestiniert dafür, hier mit ganzer Band live vorgestellt zu werden. Wieder mal eine Hogesche Glanzleistung!

Das komplette Tracklisting:

1. The Reckoning - 3:42
2. This Grand Charade - 3:43
3. Little Bit of Rust - 3:47
4. Cold Night in Santa Fe - 3:22
5. Baby's Eyes - 2:29
6. (This Ain't) An Original Sin - 3:19
7. Through Missing You - 3:16
8. Anchors - 3:55
9. Angels Wings - 4:00
10. 17 - 4:04
11. Young as We Will Ever Be - 3:05

Art-Nr.: 9500
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
The reckoning
Little bit of rust
Baby's eyes
(This ain't) An original sin
Through missing you
Anchors
Angels wings
Young as we will ever be

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