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Allen, Jeff - raised on gettin' by [2009]
Stark! Dynamischer, ungemein knackiger, ja schon fetziger, noch von jeglicherr "Nashville-Politur" befreiter, herrlich zwangloser, Energie geladener, rockin' Country/New Country voller "Schmackes", der sowohl die Traditionalisten, als auch die "jungen Wilden" des Genres vollends begeistern wird! Und wo kommt so ein Kerl her? Natürlich aus Texas! Jeff Allen stammt aus einer musikbegeisterten Familie, aus Canton/TX. Mit 15 Jahren brachte er sich das Gitarre spielen selbst bei. Von dort an verfolgte er stetig sein Ziel, einmal als Musiker auf der Bühne zu stehen und die Leute zu begeistern "In ten years, I’d love to still be on tour full-time and have a few songs on the radio. I just want to make a living writing and playing the music I love", war seine damalige Intension. Der Erfolg gibt ihm recht. Bereits ohne Album gelang es ihm, im Vorprogramm von solch klangvollen Namen wie u.a. Emerson Drive, Reba McEntire, Randy Travis, Vince Gill, Little Big Town und Big & Rich aufzutreten. Mit seinem nun vorliegenden, prächtigen, bei dem kleinen Independent Label Savvy Recordings erschienenen Debüt "Raised On Gettin’ By, das er zur Zeit in ganz Texas promoted, dürfte er seinem Lebenstraum nun ein ganzes Stück näher gekommen sein. Ein tolles Teil , das noch voller spürbarem Idealismus und Elan steckt, und frei von allen Zwängen, munter und ungeschliffen drauflos rockt, dabei aber zu keiner Zeit die "real Country"-Pfade verlässt.. Die musikalische Performance ist einfach klasse. Allen hat eine tolle Country-Stimme, die aber auch hervorragend für rockige Sachen geeignet ist. Er und die hervorragenden Musiker sind prächtig aufeinander abgestimmt. Manchmal köännte man meinen, Allen spielt einen wunderbar "rotzigen" Mix aus den Elementen solcher Leute wie Brooks & Dunn, Eric Church, Jake Owen, aber auch Gary Allan und Brad Paisley, vermischt mit dem Texas-Flair solcher "Lonestar"-Ikonen wie Pat Green und Jack Ingram, und seinen eigenen Ideen. Und alles passt klasse zusammen! Allen hat acht von zwölf Stücken selbst komponiert und präsentiert sich als ein mit bereits allen (New Country-)Wassern gewaschener, aber gleichzeitig noch sehr hungriger, junger Musiker. Die Songs (produziert von Kevin Savigar und Brian Kolb), zumwiest umgeben von einem Gewand aus satten Gitarren, überzeugen auf ganzer Linie. Bereits das zum Einstieg gebrachte, sehr traditionell fundamentierte, großartige "Watching You", mit herrlich lässigem Gesang Allen's, quietschender Fiddle und exzellenter Gitarrenarbeit, rockt in allerbester Brooks & Dunn-Manier, ebenso wie das baumstarke, kraftvolle und dynamische Titelstück "Raised On Getting By" (krachende, rhythmische Drums, schön integrierte Orgel-Klänge, "saftige" E-Gitarren, tolle Melodie)! Ein echter Knaller! Bei den balladeskeren, immer och ungemein kraftvollen Stücken, wie zum Beispiel der Killer-Nummer "Can’t Trust Myself" (fetziges, zündendes E-Gitarren-Solo, großartige Steelguitar-Unterstützung, wundervolle Melodie) und solch klasse Nummern wie "Anyway", "You’ve Gotta Stop This" und "Still Gonna Wait For You", bewegt sich Allen in geschmackvollen Sphären zwischen Gary Allan, Brian McComas und dem jungen Keith Urban zu seiner weniger Mainstream-orientierten The Ranch-Zeit. Das mächtig rockende, riffige, kernige "Mighty Mississippi" und auch "Hurt Me" werden dann mit einem ordentlichen Schuß Southern Rock-Groove serviert. Für den Gute Laune-Pegel seiner Live-Konzerte dürften "Drive Me To Drink" und "Honkytonk Saturday Night" (mit fettem E-Gitarren-Solo und großartigem, hintergründigem Saloon Piano-Geklimper) das richtige Elixier sein. Hier geht mächtig die (traditionelle) Post ab, und auch die Besucher der texanischen Roadhouses und Honky Tonks landauf, landab, dürften hier ausgelassen in Stimmung kommen. Gleiches gilt ebenfalls für das abschließende, etwas spirituelle "Me And Jesus", ein alter Tom T. Hall-Song, den Jeff seinem verstorbenen Großvater widmet. Kommt in einer tollen, lockeren, dennoch durchaus knackigen, grassig angehauchten, traditionellen Version mit klasse Fiddle-, Mandolinen- und Banjo-Klängen, sowie fulminantem, quick lebendigem E-Gitarren-Picking..Ein wenig schade, dass die wirklich stark aufspielenden Musiker, die einen tollen Job erledigen, im recht spärlichen 1-Blatt-"Booklet" nicht aufgeführt wurden. Dies bleibt allerdings der einzige, kleine Wermutstropfen und muß bei der Klasse dieses Albums einfach in den Hintergrund geschoben werden. "Raised On Gettin’ By" zeigt mit Jegff Allen einen jungen, bislang nahezu unbekannten (New)Country-Musiker, in dem eine Menge beeindruckendes Potential zu stecken scheint. Dieses Debut ist jedenfalls ein "Hit"! Die Urbans, Brooks & Dunns und Paisleys dieser Welt haben auch irgendwann mal "klein" angefangen, um eines Tages den verdienten Ruhm zu ernten. Jeff Allen hat ohne Zweifel das Zeug dazu, es ihnen nachzumachen. Der erste Schritt ist getan! Eine ganz starke Vorstellung des jungen Texaners! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1 Watching You (3.25)
2 Can’t Trust Myself (4.15)
3 Raised On Getting By (3.05)
4 Anyway (3.36)
5 Drive Me To Drink (3.20)
6 You’ve Gotta Stop This (3.18)
7 Mighty Mississippi (2.34)
8 Still Gonna Wait For You (3.49)
9 Running Out Of Ways (3.31)
10 Honkytonk Saturday Night (3.24)
11 Hurt Me (3.20)
12 Me And Jesus (3.20)

Art-Nr.: 6515
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Watching you
Can't trust myself
Raised on getting by
Anyway
Mighty Mississippi
Honky Tonk Satirday Night
Me and Jesus

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Alvin, Dave - eleven eleven ~ limited expanded edition with live dvd [2012]
3 CDs & 1 DVD- Box-Set! Limited Expanded Edition! Dave Alvins brvouröses Meisterwerk aus dem Jahre 2011 erscheint nun noch einmal, und zwar in einer neuen, limitierten, umfenagreich erweiterten Ausgabe, bestehend aus insgesamt 3 CDs und einer großartigen Live-DVD. Alles ist eingepackt in einer exklusiven Hardcover-Box. Absolut lohnenswerte Neuveröffentlichung!

Der Inhalt im einzelnen:

1.) Das komplette, ganz normale "Eleven Eleven"-Album in der feinen Digipack-Verpackung, incl. 16-seitigem Falt-Booklet und Download-Code für weiteres Bonusmaterial.

2.) Eine großartige Live-CD mit 9 Songs "recorded live on the official Eleven Eleven US Tour at the Ark in Ann Arbor, MI on July 2, 2011", mit seiner fantastischen Begleitband "The Guilty Ones", incl. Dave's Klassiker ''Fourth of July und'' ''Out Of Control''.

3.) Eine weitere Bonus-CD mit 3 bislang unveröffentlichten, prächtigen Tacks bonus tracks aus den Original "Eleven Eleven" Aufnahmesessions, incl. ''Never Trust A Woman,'' ''Signal Hill,'' und ''Beautiful City 'Cross the River''.

4.) Wundervolle Live-DVD des auch auf CD 2 enthaltenen, fantastischen Konzertes vom 2. Juli 2011. Die DVD enthält allerdings zusätzlich noch den Track "Abilene". Weit über 80 Minuten Spielzeit!

Dave Alvin selbst sagt über diese Veröffentlichung:
''Starting in May 2011, my great band, The Guilty Ones and I hit the highways blasting and rocking our blues in every bar, theatre and joint that we could get into across America. Some of 'em we even hit twice! As you might guess, I love playing with this band and I think it shows in the live performance that was recorded last summer (2011) at The Ark in Ann Arbor. We were in Cincinnati the night before we taped this show, and we were in Chicago the night after, so this is a document of one night (mistakes, sweat and all) traveling down the endless interstate. I'm happy to be able to release this to you on DVD in a new swanky package of Eleven Eleven (expanded edition), complete with three previously unreleased songs from that album's sessions. I hope you enjoy the music and I look forward to seeing you soon somewhere down the road."

Hier nochmal der Review zur "Eleven Eleven"-Studio-CD:
"Dave Alvin turns it up - the intensty, the focus, the volume"! Was für eine brillante Vorstellung des Californiers, der seit nunmehr gut 30 Jahren, seit seinen Tagen mit den Blasters und vor allen Dingen auch danach, als einer der zentralen und bedeutendsten Pioniere der amerikanischen Rootsrock-/Americana-Bewegung gilt. Der exzellente Gitarrist, Sänger und Songwriter geht mit "Eleven Eleven" zurück zu seinen Wurzeln, zu jenen Tagen als der Begriff "Rootsrock" zu dem wurde, was man heute darunter versteht. Vor allen Dingen aber geht er zurück zu seinen bluesigen Wurzeln, zu jenem "burning, guitar-centered bluesrock", den auch die Blasters neben ihren Rockabilly-Nummern gerne spielten. Das Album ist von vorn bis hinten mit einem wunderbaren, erdigen Blues-Feeling durchzogen, doch Alvin kombiniert dies auf unwiderstehliche Art und Weise mit seinem typischen California Country- und Americana-Flair. Das Resultat sind 11 ausnahmslos starke Songs ohne auch nur den Hauch einer Schwachstelle. Bis auf 3 etwas ruhigere Nummern, rockt und bluest Alvin deutlich würziger als zuletzt, besticht dabei aber mit exzellenten Melodien. Herrlich dabei dieses stetige, rootsige Flair, oft mit einem Hauch von Desert-Feeling. Alvin's charismatischer, teils fast "sprechender"Gesang tut sein übriges. Es passt alles bestens zusammen und resultiert in einfach hinreissenden Songs. Der Opener, "Harlan County Line" beispielsweise ist ein fantastischer, voller Energie und Dynamik steckender, dabei aber ungemein flüssiger Roots-/Bluesrocker, dessen grandioser Rhythmus wie geölt aus den Lautsprecher-Boxen "rollt". Was für ein lockerer, dennoch würziger, herrlicher Drive! Und wie das bluest. Alvin's tolles Gitarrenspiel wird durch die großartigen Slide-Einlagen des bekannten, californischen Blues-Gitarristen Danny Ott ergänzt, der auch gleich noch ein leidenschaftliches Solo hinlegt. Ott ist im übrigen bei einigen Stücken mit von der Partie, was den eh schon tollen Gitarrensound noch einmal deutlich vielseitiger und dominanter werden lässt. Ein super Auftakt! Und es geht so weiter. Mit dem herausragenden "Johnny Ace is dead" folgt gleich noch so ein, von locker aus dem Handgelenk geschüttelten, erdigen Gitarrenlinien geprägter, "rockin' and rollin'" Roots-Blues mit einer toll ins Ohr gehenden Melodik, der aber gleichzeitg jede Menge "grit" suggeriert. Apropos Melodie: "Black rose of Texas" ist einfach umwerfend. So stellt man sich eine Vorzeige Alternate Country-/Americana-Nummer vor. Ein erdiges Feeling, eine ungemein entspannte, ruhige Atmosphäre, glasklare, transparente Acoustic Gitarren-Begleitung, faszinierende Slide-Linien inklusive eines hinreissend schönen Solos und eine geradezu Gänsehaut erzeugende Melodie - wunderbar! Grandios sind allerdings auch solche kernigen Bluesrocker wie das raue, von tollem Gitarren-, Harp-, und Orgel-Zusammenspiel geprägte "What's up with your brother" (ein Duett mit Dave's Bruder Phil Alvin - im übrigen das erste Mal, dass Phil ausserhalb der Blasters auf einem Album seines Bruders auftaucht), das von einem prächtigen Bo Diddley-Groove geprägte "Run Conejo run" (packendes Gitarren- und Slide-Zusammenspiel), oder das straight und schön kraftvoll rockende "Dirty nightgown" (tolle Gitarrensoli). Enthält zudem noch je ein Duett mit Christy McWilson von den "Guilty Women" ("Manzanita" - eine wunderschöne Alternate Country-Nummer) und dem leider vielzu früh verstorbenen Chris Gaffnes ("The lucky bums"). Als Musiker hat Alvin neben dem bereits erwähnten Danny Ott noch solche Genre-Größen wie Don Heffington (drums), Bob Glaub (bass), die "alte" Klavier-Ikone Gene Taylor (erstmals seit den Blasters-Tagen), Greg Leisz (lap steel, guitar), Rick Shea (pedal steel), und einige andere mit an Bord. Entstanden sind die Songs nach Angaben Alvin's ausschließlich "on the road", vorwiegend im Jahre 2010, während er mit den "Guilty Women" auf Tour war. Vielleicht steckt in ihnen auch deswegen eine so nachhaltige Authentizität. Egal, was es auch ist, Tatsache ist jedenfalls, dass wir einen geradezu brillanten Dave Alvun erleben, wie er besser nie war. Das Album ist schlichtweg ein "Hit"! Eine unwiderstehliche Synthese aus von prachtvollen Gitarren bestimmtem Roots, Rock, Americana und Blues, deren Magie einen nicht mehr los lässt. "Turn it up, Dave"!

Das komplette Tracklisting:

Disc 1 ("Elevene Eleven" studio album):
1. Harlan County Line - 5:11   
2. Johnny Ace is Dead - 4:26   
3. Black Rose of Texas - 4:52   
4. Gary, Indiana 1959 - 4:05   
5. Run Conejo Run - 4:52   
6. No Worries Mija - 3:35   
7. What's Up With Your Brother? - 4:43   
8. Murrietta's Head - 5:58   
9. Manzanita - 4:08   
10. Dirty Nightgown - 5:18   
11. Two Lucky Bums - 2:27

Disc 2 (Live at the Ark in Ann Arbor):
1. Harlan County Line - 6:38   
2. Boss Of The Blues - 8:13
3. Long White Cadillac - 5:35
4. Rio Grande - 5:14
5. Johnny Ace is Dead - 5:11
6. Out Of Contro - 9.51
7. Dry River - 8:07
8. Run Conejo Run - 7:26
9. Fourth Of July - 6:50

Disc 3 (from the "Eleven Eleven"-sessions)
1. Beautiful City 'Cross The River - 4:16
2. Signal Hill - 4:28
3. Nver Trust A Woman (w. Candye Kane) - 3:42

DVD (Live at the Ark in Ann Arbor):
1. Harlan County Line   
2. Boss Of The Blues
3. Long White Cadillac
4. Rio Grande
5. Johnny Ace is Dead
6. Abilene
7. Out Of Contro
8. Dry River
9. Run Conejo Run
10. Fourth Of July

Art-Nr.: 7795
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 32,90

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Anderson, Keith - three chord country and american rock & roll [2005]
Tolles Debut eines der größten, neuen Talente in Nashville! Der in Oklahoma aufgewachsene Keith Anderson, seit über 10 Jahren in den Clubs rund um Nashville aktiv, steht für die neue, einen gewissen rauen, wilden und rebellischen Charme verbreitende, junge Country-Generation, die in Music City zur Zeit ordentlich für Furore sorgt. Der Albumtitel "Three chords country and Americna Rock & Roll" könnte seine Musik kaum besser beschreiben. Anderson gelingt es in beeindruckender Manier Elemente traditioneller Countrymusic mit denen der jungen, modernen, aber auch klassischen amerikanischen Rockbewegung zu paaren, was schließlich in einer Art "modern rockin' New Country" mündet. Musikalisch bedeutet das "big drums", knackige, gut nach vorne gehende Rhythmen und jede Menge "loud guitars"! "This Country music rocks and boogie" - auch dieses Statement trifft es eindeutig! Doch trotz der rockigen Note bilden eindeutig die Countryelemente die musikalische Basis. Es ist und bleibt Country! Wir hören Banjos, Steelguitars, Mandolinen, Dobro, Klavier... - alles, was das Countryherz begehrt, doch dominiert wird der Sound von den massiven E-Gitarren und den kraftvollen Rhythmen. Toll, wenn sich, wie beispielsweise bei dem großartigen Titelstück, zwirbelnde Rock-Gitarren mit schreienden Country-Fiddles duellieren, und dann im Text noch gesungen wird "Crankin' everything from Brooks & Dunn to Aerosmith, out here in the country that's the way we get our kicks"! Sagt doch mehr als eindeutig, wo's lang geht! Auch als Songwriter hat sich Keith Anderson in Nashville längst fest etabliert. Im Jahre 2002 gewann er den renommiertene "10th annual Jim Beam Country Band Search"-Contest, im selben Jahr nahmen George Jones und Garth Brooks das von ihm mit-komponierte Duett "Beer run" auf, welches sogar eine Grammy-Nominierung nach sich zog und im letzten Jahr wählte Gretchen Wilson für ihr mega-erfolgreiches Debutalbum "Here for the party" mit "The bed" ebenfalls eine Keith Anderson co-written Nummer aus. So verwundert es kaum, daß er auch sämtliche Stücke seines eigenen Albums (mit)geschrieben hat, und zwar zusammen mit solch angesagten, in Nashville für das rockige "young Country" zuständigen Songwritern wie Tom Hambridge, Big & Rich's John Rich oder Jeffrey Steele, der das Album zudem produzierte. Sehr stark beispielsweise das riffige, mit klasse im Hintergrund agierendem Banjo angereicherte, ungemein knackige, satte New Country-Stück "Podunk" mit seiner tollen Melodie und der schönen Kombination aus dezenter Steel und fetten Lead Gitarren. Geht prima ins Ohr, rockt und wird gleichzeitig der (Line)Dance-Fraktion gefallen! Oder der lustige Party-Heuler und Stimmungsmacher "Wrap around", der wohl sämtliche Roadhouses und Truckstops der Nation ordentlich in Schwung bringen sollte. Ein/zwei verdiente Feierabend-Biere intus und diese Mucke... - wer dann nicht mitgrölt, ist definitiv eine Spaßbremse! Toll auch die, wiederum sehr knackige, von fetten E-Gitarren und treibendem Schlagzeug gut in Fahrt gebrachte, rockin' New Country-Nummer "XXL", die ein gewisses Honky Tonk-/ Southern-/ Boogie-Flair nicht leugnen kann, ebenso wie die rockige, wieder schön satt instrumentierte Midtempo New Country-Nummer "Pickin' wildflowers". Banjo und Mundorgel bilden hier eine willkommene Ergänzung zu den massiven E-Gitarren und der jederzeit spürbaren "Young and Wld"-Atmosphäre. Weitere Knüller: Das etwas lockerere, mit frischer Mandoline und schöner Steel angereicherte, sehr melodische "Every time I hear your name", der wieder richtig Stimmung machende "Beer-drinkin"" New Country-Rocker "Stick it" mit seiner klasse Melodie, der schwungvolle, wie Öl runtergehende, voller herrlicher Slide-Gitarren steckende, an der Schnittstelle Brooks & Dunn / Montgomery Gentry angesiedelte, leicht southern-getränkte Countryrocker "Plan B", usw., usw.! Moderne, den Nerv der Zeit treffende, erstklassige, etwas raue, die junge, rockende Country-Generation repräsentirende, kräftige Country-Sounds, etwa in der Schnittmenge Big & Rich, Keith Urban und Montgomery Gentry liegend. Hat Biß, Drive und Tradition! Stark!

Art-Nr.: 3268
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 12,90

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Bentley, Dierks - up on the ridge [2010]
Es ist eine großartige Sache, dass Dieks Bentley's Label ihm bereits mit seinem fünften Album die Freiheit zugesteht, seine über den bisherigen Standard hinausgehenden musikalischen Vorlieben zu verwirklichen, zumal sie nicht gerade mit Nashville's Country-Mainstream auf einer Wellenlänge liegen. Doch Bentley nutzt die Chance auf beeindruckende Art und Weise. "Up on the ridge" ist ein ganz wundervolles Album geworden. In den Medien als reines Bluegrass-Projekt angepriesen, gelingt Bentley damit vielmehr eine faszinierende, spannende, ja hinreissende Mischung aus klassischem Bluegrass, modernem Newgrass, traditionellem, reinem Acoustic Country und Acoustic New Country - alles in einem sehr schön rootsig gehaltenen Gewand. Das sorgfältig ausgewählte Songmaterial aus Eigenkompositionen und einigen Coverversionen ist genauso abwechslungsreich wie exzellent. Alles wird in tollen Full Band-Arrangements präsentiert, wobei sich zu den üblichen, akustischen Instrumenten eine tolle Rhythmus-Fraktion aus Bass und Schlagzeug gesellt. Jawohl, ein grassiges Album mit Drums - auch das belegt die Schnittstelle zur akustisch gehaltenen Country-/New Country-Musik. Und die Musikergarde, die Bentley begleitet, ist das Allerfeinste, was die Szene zu bieten hat: U. a. Bryan Sutton (Gitarre), Sam Bush (Mandoline), Ronnie McCoury (Mandoline), Stuart Duncan (Fiddle), Chris Eldridge (Gitarre), Chris Thile (Mandoline), Rob Ickes (Dobro), Rob McCoury (Banjo), Randy Kohrs (Dobro), Glen Worf (Bass), Larry Atamanuik (Drums), John Gardner (Drums), und Jon Randall Stewart (Gtarre), der das Album auch hervorragend produzierte. Im entsprechend großartigen Sound beginnt der Reigen mit dem glanzvollen, epischen, von einem leichten Western-/Wüstenflair durchzogenen Titelstück "Up on the ridge". Sehr modern, in einem prächtigen Newgrass-Gewand, unterlegt von Larry Atamanuik's vorzüglichem Drumming (den kennen wir auch als zeitweise eingesetzten Schlagzeuger bei Alison Krauss und Union Station) wagt Bentley damit gleich zu Beginn des Albums einen mutigen Ausflug in die Gefilde des progressiven Psychedelic Country. Doch der Mut wird belohnt. Was der Sänger und seine Picker hier für eine Spannung aufbauen und ihren Instrumenten entlocken ist schlichtweg grandios. Aber trotz aller musikalischen Raffinesse bleibt das Stück auch prima hängen. Toll! Nicht minder stark geht es mit der von einer dynamischen Fiddle angetriebenen, eine Menge Americana-Flair ausstrahlenden Country-Ballade "Fallin' for you" weiter - wieder weit weg von Bentley's üblichem, radiotauglischem New Country. Dennoch, auch diese Nummer wirkt wieder vertraut - ein weiteres Argument für die große Klasse dieser Musik. Komponiert von Shawn Camp und Paul Kennerly, hören wir ein tolles Zusammenspiel von akustischer Gitarre, Dobro, Mandoline, sirenenartiger Fiddle, trockenem, sprödem Banjo und unaufdringlicher, aber effektiver Percussion. Aber es gibt auch herrlichen, fröhlichen, lupenreinen Bluegrass zu hören, wie etwa bei dem Squaredance-geeigneten "Rovin gambler" - wundervoll performt mit den Punch Brothers um Chris Thile. Erwähnten wir zuvor noch so etwas wie "weit weg vom radiotauglichem New Country", so muss allerdings auch deutlich festgestellt werden, dass es darüber hinaus auf dem Album sehr wohl eine ganze Anzahl von traumhaft melodischen und wunderbar ins Ohr gehenden Titeln gibt, die voller Hit-Potenzial stecken. Nehmen wir zum Beispiel das von Buddy & Julie Miller geschriebene "Love grows wild", eine locker flockige, wie Öl runter gehende Countrynummer, bei der, neben herrlichen Dobro-, Fiddle-, und Mandolinenklängen, sowie John Gardners lässigem, aber dynamischem Schlagzeugspiel, sogar eine, jedoch sehr dezent eingesetzte, E-Gitarre zu hören ist. Oder die flotte, total traditionelle, ebenfalls sehr lockere, erfrischend fröhliche, reine Countrynummer "Fiddlin' around" (Background Gesang: Vince Gill), wie auch die wunderschöne, mit glasklarer Mandoline verzierte, entspannte Ballade "Draw me a map" (Background Gesang: Alison Krauss). Als weitere, absolute Höhepunkte seien noch die großartige, leicht bluesige Acoustic Outlaw Country-Nummer "Bad angel" (klasse Schlagzeug-Groove, starkes Mandolinen-/Dobro-/Gitarren-Zusammenspiel), die Bentley mit zwei Gast-Vokalisten vorträgt (Miranda Lambert und Jamey Johnson singen jeweils eine Strophe), sowie die jeweilegen, exzellenten Coverversionen von Kris Kristofferson's "Bottle to the bottom" (mit Kristofferson als Duett-Partner), Bob Dylan's "Senor (Tales of yankee power)" und U2's Rock-Klassiker "Pride (In the name of love)", - eine starke Grass-Fassung -, erwähnt. In der offiziellen Produktbeschreibung zur CD heisst es u. a. "'Up on the ridge' - a powerful, beautiful album, steeped in the bluegrass and roots music, that moved Dierks Bentley to be a country musician in the first place". Ein wirklich treffendes Statement, das in der Tat die ganze Entwicklung eines der vielversprechendsten Country-Interpreten der jüngeren Generation ausdrückt. Mit "Up on the ridge" trifft Bentley den schmalen Grat zwischen kommerziellem Interesse und künstlerischem Anspruch nahezu perfekt - eine Mesiterleistung! Dazu kann man ihm nur gratulieren. Der Mann ist auf dem Weg einer der ganz Großen seiner Zunft zu werden...

Die komplette Songliste:

1 Up on the Ridge - 3:34   
2 Fallin' for You - 3:44   
3 Señor (Tales of Yankee Power) - 3:24   
4 Rovin' Gambler - 2:34   
5 Draw Me a Map - 3:31   
6 Bad Angel - 4:04   
7 Fiddlin' Around - 3:08   
8 You're Dead to Me - 3:19   
9 Pride (In the Name of Love) - 4:09   
10 Love Grows Wild - 2:48   
11 Bottle to the Bottom - 4:16   
12 Down in the Mine - 5:01

Art-Nr.: 6954
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

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Blakeman, Shy - long distance man [2010]
5 lange Jahre nach dem vorzüglichen "The Southern Roots Revival" kommt der aus Wyoming stammende, schon vielerorts herumgekommene Shy Blakeman (lebte einige Jahre in Californien, dann in Kilgore/Texas und residiert aktuell in Nashville) endlich mit einem neuen Album, doch das Warten hat sich wahrlich gelohnt. "Long distance man" ist ein bravouröses Werk geworden, das den jungen Mann extrem gereift zeigt und von vorn bis hinten mit phantastischen Songs glänzt. Den Albumtitel des Vorgängers könnte man auch problemlos für das neue Album verwenden, denn er drückt klar und deutlich den Charakter und die Philosophie von Blakeman's großartiger Musik aus. Der Bursche hat irgendwie den Southern Rock im Blut - aber auch den Texas Outlaw-Country und den klassischen, Retro-Countryrock der goldenen Siebziger-Ära. Er möchte diesen "organic Texas Spirit" in seiner Musik zum Ausdruck bringen, ebenso wie "some L.A.-Countryrock-Roots" und vor allem auch einen "big taste of bluesy, swampy Southern Rock", sagt Blakemann. Und wie ihm das gelingt - einfach vorzüglich! Diese voller Seele und Würze steckende Mischung aus Roots-/Country- und Southern Rock mit ihrem Outlaw-Flair und "Renegade"-Charme übt auf den Zuhörer unmittelbar eine gewaltige Anziehungskraft aus, denn das Zeug bleibt nicht nur prächtig hängen, sondern wird auch, neben Blakeman's exzellentem Gesang, von einer Horde herausragender Musiker brillant in Szene gesetzt. Und schaut man mal auf das Line-Up der Instrumentalisten, wird noch einmal unmissverständlich klar in welche Richtung es hier geht: Marc Ford - Electric Guitar (ex-The Black Crowes), Audley Freed - Electric Guitar (ex-The Black Crowes, Cry Of Love), Doug Pettibone - Guitars, Dobro (u.a. Lucinda Williams), Kenny Vaughan - Electric Guitar (u.a. Rodney Crowell, Marty Stuart, Steve Earle), Jason Sutter - Drums, Ted Russell Kamp - Bass, Keyboards, Guitars, Trumpet, Akkordeon, Percussion (ex-Shooter Jennings' 357s), der das Werk auch hervorragend produzierte. Dem gesamten "Stab" gelingt eine einfach wunderbare, völlig natürliche Aufhebung der Grenzen zwischen staubiger Texas Roots-Musik, trockenem, klassischem Countryrock, Outlaw-Country und nahezu lupenreinem, oft schön swampigem Southern Rock! Inspirationen von Kollegen wie Waylon Jennings, Billy Joe Shaver, Poco, Wet Willie, The Black Crowes, The Charlie Daniels Band, The Allman Brothers Band und vor allem Lynyrd Skynyrd sind deutlich spürbar. Auch jüngere Veröffentlichungen, wie die der Brothers Of The Southland oder von Bo Bice passen recht gut ins Bild, wenngleich Blakeman's Musik doch noch ein deutlicheres Retro-Flair anhaftet. Das kommt einfach klasse! Tolle, erdige, Southern-fueled Lead-Gitarren und swampige, kernige Slide-Linien verzieren die Songs, ebenso wie die Klänge eines herrlichen, "verstaubten" Wurlitzer-Klaviers. Wie gesagt, wunderbar retro! Die Siebziger sind allgegenwärtig - und doch klingt alles sehr frisch und zeitgemäss. Los geht's mit dem großartigen, heissen, von einem tollen Waylon-Groove getragenen Outlaw-Countryrocker "Long distance man", dessen wunderbar funky wirkende, kurze Bläser-Fills der Nummer eine Menge Biss verpassen. Vollkommen locker, aber dennoch kraftvoll und dynamisch, kommt der anschliessende, schön flüssig dargebotene honky-tonkin' Roots-/Countryrocker "So many Honky Tonks" aus den Lautsprechern, dessen schönes, laues Southern-Feeling einem überaus geschmackvoll um die Nase weht. Es folgt eine phantastische Coverversion des alten Rusty Wier-Klassikers "Don't it make you wanna dance": Traumhafte Melodik, lockere, aber knackige Dynamik, wundervolles Slide-/Lap Steel-Spiel - ein Roots-/Countryrocker, wie er im sprichwörtlichen Buche steht. Hat erneut eine tiefe Southern-Seele. Klasse Piano-Geklimper! Ruhig, aber dennoch schwül, wird's bei "Dragob fly", einer prächtigen, semi-akustischen Roots-/Swamp-Nummer in einem klasse Banjo-/Acoustic Gitarren-/Akkordeon-/Slide-Gewand, der man, wüsste man es nicht besser, klar und deutlich eine Herkunft aus Louisiana bescheinigen würde. "Late night early morning" hat den Geist von The Band verinnerlicht, während Blakeman und seine Jungs in der Folge, zuunächst mit "Swamp water whiskey" und anschliessend mit "A quarter to three", zwei lupenreine, in vollster Blüte stehende, klassische Southern Rocker, die der besten Lynyrd Skynyrd-Ära entsprungen sein könnten, vom Stapel lassen. Der erste schön swampig mit feurig würzigen Riffs, dreckiger Lead Gitarre, starkem Wulitzer-Klavier im Hintergrund und weiblichem "soulful" Background-Gesang, der zweite mit einem charakteristischen Skynyrd-Groove, einem unterschwelligen Stones-Einschlag, heissen Bläser-Fills und einem brennenden, fetten E-Gitarren-Solo. Da kommt Freude auf! Danach wird die Power etwas runtergefahren. Die wunderschöne, ruhige, entspannte Country-/Americana-Ballade "Cannon ball" steht auf dem Programm. Fliesst mit ihren feinen Mandolinen- und Gitarren-Klängen, der hintergründigen Orgel-Untermalung, dem einsamen Dobro und dem sparsamen Percussion-Spiel locker, leicht und sehr natürlich in unsere Ohren. "Easy goin' woman" ist kerniger Texas Outlaw-/Roots-/Alternate Country an der Schnittstelle Waylon Jennings/Steve Earle und mit dem brodelnden, bluesigen, swampigen "Satin sheets" wird noch einmal mächtig gerockt (toller Groove, fiebrig glühendes Slide-Solo, dezenter Gospel-Touch). Es gibt auf diesem Album keinen Ausfall! Shy Blakeman und seine Mannschaft mit einem ungemein ambitionierten Werk! Retro-Country-/Roots-/Southern-Rock voller Herz und Seele! Wundervoll, wie Blakeman diese Musik in die heutige Zeit transportiert, wie er ihr, trotz aller Ursprünglichkeit, so viel Frische und Leben einhaucht, ohne auch nur einen Hauch an Authentizität einzubüssen. So muss man diese "Mugge" spielen! So lieben wir das! Das "Southern Roots Revival" des Shy Blakeman ist weiter auf dem Vormarsch...

Die komplette Tracklist:

1 Long Distance Man - 3:44   
2 So Many Honky Tonks - 2:46   
3 Don't It Make You Wanna Dance - 3:41   
4 Dragon Fly - 3:40   
5 Late Night Early Morning - 3:42   
6 Swamp Water Whiskey - 3:26   
7 A Quarter To Three - 3:59   
8 Cannon Ball - 3:30   
9 Old Folks Blues - 3:54   
10 Easy Goin' Woman - 3:13   
11 Livin' Proof - 3:49   
12 Satin Sheets - 3:43   
13 Save A Little Room - 4:45

Art-Nr.: 6939
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
So many Honky Tonks
Don't it make you wanna dance
Dragon fly
Swamp water whiskey
A quarter to three
Cannon ball
Easy goin' woman

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Bunzow, John - darkness and light [2002]
John Bunzow - hmm, vielen wird der Name vielleicht nichts sagen, doch der Bursche ist ein "alter Hase" im Geschäft. Und all ihr Rootsrock-/Alternate Country-/Americana-Rock-Freunde, all ihr Buddy Miller, Steve Earle und Chris Knight-Anhänger: "Darkness and light" wird einen Ehrenplatz in eurer CD-Sammlung neben den genannten Herren einnehmen. Ein großartiges Album, mit dem wir John Bunzow hoch erfreut im erlauchten Kreis der Rootsrock-Helden willkommen heißen. "The most exciting new singer/songwriter I've heard in years", sagt zum Beispiel Dwight Yoakam's Gitarrist und Produzent Pete Anderson über Bunzow. Tatsächlich ist er ein begnadeter Songwriter, dessen Titel schon Patty Loveless, die Nitty Gritty Dirt Band oder auch Jack Ingram aufgenommen haben. Aber er ist auch ein ebenso starker Sänger mit einer "staubigen", etwas kehligen, erdigen, aber höchst angenehmen Stimme und ein grandioser Gitarrenspieler, dessen ein oder anderes rasantes Solo zeigt, daß er sein Handwerk wirklich versteht. Zuletzt hat er in den Touring-Bands von Chris Knight und Allison Moorer die Lead-Gitarre gespielt. Ohnehin hat er schon unzählige Jahre "on the road" auf dem Buckel. Und das Merkt man! "Darkness and light" vermittelt trotz der Studio-Aufnahme viel Live-Flair. An den Songs scheint kaum mit technischem Schnickschnack gearbeitet worden zu sein, so direkt und ursprünglich roh klingen sie. Der Sound ist erdig, staubig, trocken und "schwül", herrlich rootsig eben! Bunzow's rockiger, Alternate Country kommt dem eines Buddy Miller und Chris Knight sehr nahe, doch drei/vier seiner Songs haben eine dezente, bluesige Note, die das Rootselement zusätzlich betont. Dazu hat er ein Händchen für die richtigen Melodien. Das paßt alles wunderbar zusammen. Mit dem riffigen, rhythmischen, voller Swamp-Country-Groove ausgestatteten Americana-Rocker "Love is the only rescue", tolles E-Gitarrensolo inbegriffen, startet das Album. Anschließend eröffnen feinste, flüssige Riffs aus Acoustic- und dezenten E-Gitarren das lässige, herrliche "Long gone leavin' train", dessen tolle Melodie sofort ins Ohr geht. Als dann noch das schnelle, knochentrockene Schlagzeug einsetzt, befinden wir uns in einem traumhaften, foltten Vorzeige-Rootsrocker, der keine Wünsche offen läßt. Tolle Percussion (Shaker) und eine klasse Orgel runden die Sache ab. Nach der klasse Midtempo Rootsrock-/Alternate Country-Nummer "Straight into the sun" mit starkem Gitarrensolo am Ende, dem bluesigen "Muddy water under the bridge", der gefühlvollen Ballade "Pieces on the ground" (Allison Moorer - background vocals), kommt mit "Desolation road" eine wahre Knüller-Nummer. Gnadenlos guter Geradeaus-Rootsrock/Countryrock, der richtig "kracht" und abgeht, was das Zeug hält. Eine antastische Melodie, starker Gesang und tolle, dreckig rotzige, satte Gitarrensoli, bei denen Bunow zeigt, was er kann, machen den Song zu einer echten "Granate". Steve Earle und Buddy Miller dürfen da ruhig applaudieren. Die Nummer ist schon fast allein das Geld für die Scheibe wert. Aber keine Angst, auch der noch folgende Rest kann sich wahrlich sehen lassen. Unter den Musikern: Chad Cromwell: drums, Richard Bennett: zusätzliche Gitarren, Tim Lauer: keyboards, Dan Dugmore: steel usw.! Ein Rootsrock/Alternate Country/Americana-Rock-Album der Kategorie 1, das einen John Bunzow präsentiert, der zu einem der ganz Großen des Genres werden könnte. Das Potential dazu scheint er zu haben. Stark!

Art-Nr.: 1433
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 18,87

In folgende Titel können Sie reinhören:
Straight into the sun
Desolation road

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Corbin, Easton - same [2010]
"Easton is bringing Country back"! Er ist mit Brad Paisley, den die amerikanischen Medien einst als "savior of countrymusic" bezeichneten, im kommenden Sommer auf Tour - und es passt hundertprozentig! Auch Easton Corbin darf man einen vielleicht wegweisenden Erfolg und Einstieg in die Billboard Country Singles-Charts bescheinigen (sein Hit "A little more country than that" ist auf dem Weg zur Spitze), der die Hoffnung nährt, dass sich Nashville doch endlich wieder auf seine wahren Country-Roots mit ehrlicher, reiner, traditionellen Countrymusic besinnt. Die einschlägige Presse jedenfalls ist voll des Lobes und feiert seinen "real Country" überschwenglich! Völlig zu Recht, denn Corbin's wunderbares Debutalbum ist ein ganz jerrlicher, lockerer, flockiger Traditional Country-Leckerbessen an der Schnittstelle zwischen Alan Jackson, George Strait und Keith Whitley. Die beiden letzteren bezeichnet er als seine absoluten musikalischen Helden, was in seinen Songs deutlichst hörbar wird. Geboren und aufgewachsen in "rural" Gilchrist County, in Florida, kennt Easton Corbin das reale Countryleben von der Pike auf. Er verbrachte viele Jahre auf der Cattle Farm seiner Großeltern, entwickelte bereits in frühester Jugend eine intensive Liebe Für die "Opry"-Fersehshows, die regelmässig liefen und durchstöberte die Plattensammlungen seiner gesamten Verwandschaft. "I wanted to be a country singer since I way three or four years old", erinnert sich Corbin heute. Er nahm Gitarrenunterricht, spielte später in einer lokalen Band Lead Gitarre, trat dann auch solo auf und wurde nach einem überzeugenden Gig beim bekannten Suwannee River Jam-Festival spontan für das Vorprogramm solcher Acts wie Janie Fricke und Mel McDaniel gebucht. Im Jahre 2006 schließlich ging Corbin, inzwischen frisch verheiratet, mit seiner Frau nach Nashville, erhaschte dort sehr schnell die Aufmerksamkeit von Joe Fisher, dem "Senior Director" der Universal Music Group von Nashville, der in auf der Stelle für Merciry Nashville unter Vertrag nahm. Von nun an ging alles seinen Weg, was jetzt mit der Veröffentlichung seines tollen Debuts einen ersten, vorläufigen Höhepunkt erreichte. Doch wir sind uns sicher: das ist erst der Anfang! Corbin's "real Countrymusic" steckt voller Authentizität, voller ursprünglicher Reinheit und Ehrlichkeit. Man hört nicht den Hauch poppiger Einflüsse. Das ist "country to the bone" - und dennoch ist es absolut zeitgemäss. Corbin hat eine überaus angenehme, klare Countrystimme, ähnlich der eines Georg Strait, Alan Jackson oder Clint Black. Die elf Stücke fliessen mit wunderbaren Melodien aus den Lautsprechern und finden ohne Umwege den Weg in unsere, diese Songs regelrecht aufsaugenden Gehörgänge. Auch die Texte sind durch und durch country. Abgerundet wird das Ganze durch die famosen Begleitmusiker. Das ist die absolute 1A-Garde Nashville's, und damit genau der richtige Background für solch einen klasse Sänger: Brent Mason (E-Gitarre), Biff Watson (Acoustic Gitarre), Paul Franklin (Steel), Larry Franklin (Fiddle), Gary Prim (Keyboards), Eddie Bayers (Drums), und andere. Grandioses E-Gitarren-Picking, ein flotter, knackiger, aber total lockerer, flüssiger Rhythmus, prächtige Pedal Steel- und Fiddle-Fills, eine wunderbare Melodie - das Album startet gleich mit einem umwerfenden "Pure Country"-Hit (das muss eigentlich eine Single mit Zug zur Chartspitze werden...). "Roll with it" heisst die Nummer, bei der sich sofort ein wohltuender "Aah, welch herrliche Countrymusic"-Effekt einstellt. Geht runter wie Öl, ist, im positivsten Sinne, leicht verdaulich und simpel arrangiert - und doch mit einer ganz aussergewöhnlichen musikalischen Qualität in Szene gesetzt, wie es eben nur den Besten der Besten gebührt (siehe oben genannte Musiker). Das ändert sich auch während des gesamten Albums nicht. Ob das bereits erwähnte "A little more country than that" (schönes Midtempo, klasse E-Gitarren-/Steelguitar-Wechselspiel), das foltte, in allerbester Alan Jackson-Manier (wenn der in Hochform ist) vorgetragene "The way love looks" (tolle Steel-, Gitarren-, Fiddle-Begleitung), die großartige Ballade "Let alone you" (tolle Baritone E-Gitarre, schöne Steel) oder das flockige, mit feinen, transparenten Acoustic Gitarren und herrlicher Steelguitar instrumentierte, lässige "Leavin' a lonely town" - es ist die pure Country-Freude! Keine Frage,.Easton Corbin beweist es eindrucksvoll: "Real Country is still alive" - auch im Chart- und Kommerz-orientierten Nashville! Mit einem Easton Corbin am Start entledigt man sich eindrdrucksvoll der Nachwuchssorgen auf dem Terrain der Straits und Jacksons. Und das ist wirklich gut zu wissen...

Das komplette Tracklistsing:

1 Roll with It - 3:27   
2 A Little More Country Than That - 2:52   
3 This Far from Memphis - 3:17   
4 The Way Love Looks - 2:41   
5 Someday When I'm Old - 3:22   
6 Don't Ask Me 'Bout a Woman - 3:36   
7 I Can't Love You Back - 4:05   
8 A Lot to Learn About Livin' - 3:46   
9 Let Alone You - 3:14   
10 That'll Make You Wanna Drink - 3:26   
11 Leavin' a Lonely Town - 3:22

Art-Nr.: 6815
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

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Creager, Roger - here it is [2008]
Großartiger, abwechslungsreicher Texas Country vom Allerfeinsten - kernig, dynamisch, aber auch voller Herz und vor allen Dingen voller Seele! Seit vielen Jahren gehört Roger Creager bereits zu den arrivierten Stars der Texas Music-Scene. "For more than a decade, Roger Creager built a reputation on his distinctive brand of hard-core, rabble-rousing Texas Country music, on his rich, full-bodied voice that can carry a tune for miles, and on his exceptional ability to work thousands of Texans into a rabid frenzy with his voice and guitar", heißt es in einer Biographie über ihn. Das trifft den Kern seiner Musik hervorragend und umschreibt seine ganze, auf die Fans so anziehend wirkende Ausstrahlung. Creager ist ein Country-Musiker durch und durch. Der Mann aus Corpus Chriti hat neben mehreren Universitätsabschlüssen auch jahrelang auf einer Farm gearbeitet. Er weiß also, wovon er spricht (singt). Bereits im zarten Alter von sechs Jahren entdeckte Roger sein Herz für die Countrymusic und begann mit ersten Auftritten während seiner High School-Zeit. Dabei hörte er immer wieder solche Songs wie Guy Clark's "Desperadoes waiting for a train" oder Gary P. Nunn's "You ask me what I like around Texas", entwickelte ein gesteigertes Interesse für die Musik solcher Leute wie Jerry Jeff Walker, Willie Nelson, Waylon Jennings, Johnny Cash und Merle Haggard, zählt im weiteren Verlauf seinens Entwicklungsprozesses aber auch Kollegen wie Lyle Lovett und vor allen Dingen Robert Earl Keen, Pat Green, Cory Morrow und Jack Ingram zu seinen großen Einflüssen. Auch Leute wie Jason Boland & the Stragglers, Gary Allan oder die Randy Rogers Band sind hin und wieder als Vergleiche vertretbar. Roger Creager's großartige Countrymusic ist tief und deutlich in den texanischen Traditionen verwurzelt. Aber sie ist dabei stets staubig, "rowdy", unbekümmert und schön tough geblieben, vermittelt eher das Ambiente des etwas einfacheren, raueren Lebens außerhalb der glitzernden Großstädte. So hören wir viel Abwechslung. Das geht von bärenstarken Outlaw Country-Nummern über voller Drive anrollende und jede Menge des unwiderstehlichen "Red Dirt"-Flairs verbreitende "full-speed Gasoline-injected" Countryrock-Ritte, bis hin zu gefühlvollen, ein schönes "raue Schale, weiches Herz"-Feeling ausstrahlenden Balladen und derben, Party-tauglichen Roadhouse-Honky Tonkern. Sämtliche Songs stammen aus der Feder von Creager, oft zusammen mit solch renommierten Songwritern wie beispielsweise Trent Willmon, Paul Overstreet oder Radney Foster. Foster hat das Album zudem auch in Zusammenarbeit mit Lloyd Maines und Justin Tocket produziert. Und was konnte Creager zusammen mit seinen Produzenten für eine Riege erstklassiger Musiker um sich herum versammeln: Storyville's David Grissom, Kenny Vaughn, Eric Borash, Radney Foster (alle Gitarre), Lloyd Maines, Dan Dugmore (Pedal steel), Byron House (Bass), Chad Cromwell (Drums), Jonathan Yudkin (Fiddle, Mandoline), Allen Huff (Keyboards), u.s.w.! Los geht's mit dem starken "I love being lonesome", eine astreine, traditionelle Outlaw Country-Nummer mit dem typischen Waylon Jennings-Charme, wie es zuletzt beispielsweise auch dem bravourösen Jackson Taylor gelang. Ein herrlich würioges Gewand aus erdigen E-Gitarren trifft auf lockere Steelguitar-Linien und wunderbar eingebundene, sirenenartige Fiddle - dazu ein prima Melodie! Aber dann, dann brettert Roger richtig den Highway hinunter: "Driving home" macht seinem Namen alle Ehre. Ein rootsiger, von tierisch starkem Lap Steel-Spiel durchzogener und galoppierenden Drums nach vorn gepeitschter, brennender Countryrock-"Killer", der einem vor seinem geistigen Auge wie ein mächtig Staub aufwirbelnder, furioser Roadmovie vorbeizieht. Baumstark! Im Anschluß daran zeigt Creager seine gefühlvolle Seite: "I loved you when" (co-Writer: Paul Overstreet) ist eine wundervolle, hinreißend romantische, auch textlich von geradezu erhabener Schönheit geprägte, zielsicher die Balance zwischen rauer Natürlichkeit und prickelnder Sinnlichkeit auspendelnde Ballade mit großartiger Gitarren-/Fiddle- und Klavier-Begleitung sowie exzellentem Background-Gesang von Joanna Janet. Eine weitere, allerdings deutlich würzigere Ballade mit klasse E-Gitarre, Orgel, Piano und dezenten Mandolinen-Fills folgt mit dem voller "Red Dirt"-Flair steckenden "Tangle me in you". Apropos "Red Dirt": Die Trademarks dieses unwiderstehlichen "rockin' Texas Country-Sounds" treffen ebenso auf den erdigen, von satten, dreckigen, Stones-ähnlichen, straighten Riffs geprägten, dennoch total traditionellen "Beer-drinkin'" Barroom-Honky Tonker "I'm from the beer joint" zu. Mit Textzeilen wie "I'm from the beer joint, and that's where your money is blown, we got ice cold beer and red hot women, you ain't need to bring your own"..., kann man sich lebhaft vorstellen, was in den texanischen Honky Tonks bei den Cowboys zu diesem Heuler abgeht. Macht einfach nur tierisch Laune! Flotten, knackigen, mit feiner Steelguitar und klasse E-Gitarren (Slide) garnierten, erstklassigen, angerockten, melodischen New Country hören wir danach mit dem hervorragenden, schmissigen "A good day for sunsets". So zieht Creager unbeirrt und voller eigener Identität sein Ding bis zum Ende durch und besticht mit abwechslungsreichem, einzigartigem Country. Durch und durch voller texanischer Roots, aber durchaus auch kompatibel zu Nashville. Creager lebt seine Countrymusic und mit der Musik wiederum lebt er seinen Traum. Das spürt man, das kommt ungemein authentisch rüber! "He's a hard Country worker", sagte einmal ein US-Kritiker, und das ist ein Riesen-Kompliment! Ein tolles Album von Roger Creager, der damit seinen Status in Texas weiter festigen wird, vielleicht aber auch endlich außerhalb der Grenzen des "Lonestar-States" die längst verdiente Aufmerksamkeit erhält. "Great stuff"!

Die Tracklist:

1 I Love Being Lonesome - 3:53   
2 Driving Home - 4:00   
3 I Loved You When - 4:28   
4 Tangle Me in You - 3:40   
5 I'm from the Beer Joint - 3:26   
6 A Good Day for Sunsets - 3:21   
7 She Chose You - 3:36   
8 Let's Run - 4:02   
9 Habit (Needle in My Arm) - 3:23   
10 I'm Missing You - 3:17   
11 The Man I Used to Be - 3:40   
12 My Ship Goes Down - 3:10   
13 Cowboys and Sailors - 3:43

Art-Nr.: 5967
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
I love being lonesome
Driving home
I loved you when
I'm from the beer joint
Let's run
My ship goes down

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Daniels Band, Charlie - deuces [2007]
Ein gutes Vierteljahr nach "Live from Iraq" ist die Charlie Daniels Band schon wieder mit einem neuen Album am Start - und Leute, dieses Teil hat es wahrhaft in sich! Das ist eine extrem starke Vorstellung! Für "Deuces", der Titel lässt es bereits vermuten, haben sich der gute alte Charlie und seine Jungs eine hochkarätige Schar seelenverwandter Duettpartner ins Studio geholt, um sich gemeinsam mit ihnen der Neueinspielung einiger ausgesuchter und hoch interessanter Coverversionen, früherer Charlie Daniels-Klassiker und auch neuer Stücke zu widmen. Und das ist ihnen einfach in bestechender Art und Weise mit einem prachtvollen Spagat zwischen lupenreinem, voller Pfeffer steckendem Southern Rock, fettem Countryrock und zwei/drei bluegrassigen Exkursionen gelungen! Dabei sind die teilweise sehr berühmten Songs der "fremden" Interpreten nicht "einfach nur" gecovert, nein die Charlie Daniels Band und ihre Gäste drücken diesen Neu-Interpretationen nachhaltig ihren ganz eigenen Stempel auf, gestalten sie komplett um und hauchen ihnen damit vollkommen neues Leben ein. Nehmen wir zum Beispiel den legendären Ray Charles-Klassiker "What'd I say" (der Album-Opener), aus dem die Charlie Daniels Band und Travis Tritt einen bärenstarken, fulminanten, mächtig brodelnden, waschechten Swamp-/Southern-/Blues-/Groove-Rocker der allerersten Güte zaubern, der den goldenen Zeiten der früheren CDB in nichts nachsteht. Prächtige, kochende Slide- und glühende E-Gitarren, southern-soulige, weibliche Background Vocals, wunderbar rhythmisches Drumming und erstklassige Orgel-/Piano-Fills sorgen in großartigem Zusammenspiel für die nötige Würze. Nicht viel anders verhält es sich beim folgenden "Signed, sealed, delivered, I'm yours". Auch aus diesem berühmten Stevie Wonder-Hit bastelt die CDB, diesmal zusammen mit dem seeligen, röhrenden Organ Bonnie Bramlett's, eine tolle, von glühenden Gitarren und klimperndem Piano durchzogene, kernige, brennende Classic Southern Rock-Nummer voller "Soul"! Dann der nächste "Knaller": "Jackson", jener alte von so vielen Künstlern gecoverte Evergreen (u.a. Nancy Sinatra & Lee Hazelwood, Johnny Cash...), eingespielt zusammen mit "Redneck woman" Gretchen Wilson steht auf dem Programm! Wow, und was rockt diese Nummer plötzlich! Herrliche Dual Lead-Guitars, ein pochender, straighter Rhythmus, dreckige Southern-/Swamp-Riffs, hervorragende Gesangsleistungen vom alten Charlie und Gretchen, pure Emotion und Authentizität - ein feuriges, saustarkes "blue-collar" Hi-Energy Southern-/Countryrock-Juwel par excellénce! Respekt, Respekt! Im Anschluß daran hören wir eine klasse Fassung des ewig jungen Robbie Robertson-/The Band-Klassikers "The night they drove old dixie down", vorgetragen im Duett mit dem unverwechselbaren Vince Gill, ehe erstmals die bluegrassige, reine Countryseite des Charlie Daniels zum Vorschein kommt. Bob Dylan's "Maggie's farm" wird interpretiert, und zwar in einer mitreißenden, Banjo-driven Uptempo-Version! Mit dabei: die Scruggs-Familie um Randy, Gary und dem legendären Banjo-Picker Earl Scruggs. Darüber hinaus ergänzt Charlie die Nummer mit glänzenden Fiddle-Passagen! Und weil's so schön ist, schiebt man gleich mit der wunderbaren Dolly Parton-Nummer "Daddy's old fiddle" noch einen Song gleichen Kalibers hinterher, natürlich vorgetragen im Duett mit Dolly! Starkes, locker nach vorn gehendes Drumming, großartige Fiddle- und Banjo-bestimmte Squaredance-Atmosphäre! Es folgen jede Menge weiterer, wirklich erstklassiger Duette (u.a. eine feine Version von "Like a rolling stone" mit Hootie & the Blowfish's Darius Rucker als Partner, ein phantastisches Remake des alten Charlie Daniels Band-Klassikers "Long haired country boy", eingespielt zusammen mit Brooks & Dunn in allerbester Southern Rock-Manier, inklusive wunderbarer Slide- und E-Gitarren-Passagen in Verbindung mit Taz DiGregorio's vorzüglicher Hammond Orgel, oder der gut abgehende Southern-/Countryrock-Feger "Drinkin' my baby goodbye" zusammen mit Montgomery Gentry), ehe zum Abschluß des Albums noch ein absolutes Highlight für die puren Southern Rock-/Jamrock-/Gitarren-Liebhaber auf dem Programm steht. Country Neo-Traditionalist Brad Paisley, bekanntermaßen ein grandioser Gitarren-Virtuose, und Charlie Daniels haben mit dem Instrumental "Jammin' for Stevie" eine grandiose Hommage an Stevie Ray Vaughan komponiert und zusammen mit Stevie Ray's Original Rhythmus-Fraktion "Double Trouble" (Chris Layton -Drums, Tommy Shannon - Bass) eingespielt. Hier gibt's alles, was das Southern-Herz begehrt. Eine geradezu traumhafte Demonstration lockeren, melodischen, flüssig vor sich hin fließenden Twin Guitar-/ Dual Lead Guitar-Spiels, bei dem einem nahezu alle Größen des Genres von Duane Allman bis Dickey Betts oder Toy Caldwell bis Stevie Ray in den Sinn kommen. Brad Paisley und Charlie Daniels mit einem 6-minütigen Southern Rock-Gitarren-Genuß, der allein schon den Erwerb dieses Albums lohnt! Von vorn bis hinten ein bärenstarkes Werk der Charlie Daniels Band und ihrer Freunde, das gut 55 Minuten lang fetten Southern Rock, kernigen Countryrock und ein paar großartige bluegrassige Einlagen bietet, die einen schlichtweg begeistern! Charlie rocks - auch im "hohen" Alter! Hut ab!

Das komplette Tracklisting:
1 What'd I Say - 4:15 (mit Travis Tritt)
2 Signed Sealed Delived I'm Yours - 4:06 (mit Bonnie Bramlett)
3 Jackson - 4:23 (mit Gretchen Wilson)
4 The Night They Drove Old Dixie Down - 4:00 (mit Vince Gill)
5 Maggie's Farm - 3:50 (mit Earl, Gary und Randy Scruggs)
6 Daddy's Old Fiddle - 3:51 (mit Dolly Parton)
7 Like a Rolling Stone - 4:59 ( mit Darius Rucker)
8 Evangeline - 3:37 (mit The Del McCoury Band)
9 Let It Be Me - 3:59 (mit Brenda Lee)
10 Long Haired Country Boy - 4:20 (mit Brooks & Dunn)
11 God Save Us All from Religion - 3:50 (mit Marty Stuart)
12 Drinkin' My Baby Goodbye - 3:43 (mit Montgomery Gentry)
13 Jammin' for Stevie [Instrumental] - 6:05 (mit Brad Paisley)

Art-Nr.: 5313
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Daniels Band, Charlie - off the grid: doin' it dylan [2014]
Der außenstehende Musikhörer wird sich vermutlich verwunderlich die Nase rümpfen. Waffennarr und Irakkriegsbefürworter Charlie Daniels versucht sich an Bob Dylan-Songs! Also an Liedern des Mannes, der eigentlich in Musikkreisen als Synonym für die große Protest-, Friedes- und Emanzipationsbewegung der Siebziger-Generation gilt. Man könnte meinen, das wäre fast so ähnlich, wie wenn George W. Bush ein Hörbuch mit Gedichten von Fidel Castro besprechen würde. Aber weit gefehlt.Bei näherem Hinsehen haben die beiden alten Recken doch einiges an Gemeinsamkeiten aufzuweisen. Was viele vielleicht nicht wissen, ist, dass Charlie zu Beginn seiner Musikerkarriere auf drei Alben von Dylan als Studiomusiker den Bass betätigte - das auf dieser CD auch vertretene "Country Pie" (hier als toller Countryfeger im typischen CDB-Stil, der seinem Titel alle Ehre macht) ist von Dylans "Nashville Skyline"-Werk, mit dem Bob sich seiner Zeit auch dem Countrygenre ein wenig nähern wollte. Beide sind ja auch glühende Vertreter des Erzählgesangs. So ist es für Daniels auch ein Leichtes, sich in die Tracks, die ja teilweise 50 Jahre auf dem Buckel haben, hineinzufinden. Sicherlich ist auch der Respekt vor der großen Leistung des Anderen eines der Hauptmotive dieses Projekts. Schon nach wenigen Momenten des herrlichen Openers "Tangled Up In Blue" (Dobro, Fiddle, Honky Tonk Piano-Solo) wird einem die Hingabe klar, mit der Daniels und seine starken Mitmusiker (Pat McDonald, Charlie Hayward, Bruce Brown, Chris Wormer, Shannon Wickline und Casey Wood) an die Sache herangingen. Mit "Off The Grid" ist hier übrigens gemeint, dass es sich um ein rein akustisch eingespieltes Album handelt. Aufgrund der herrlich klar herausgearbeiteten Instrumentalleistungen und der ungemeinen Spielfreude der Beteiligten hat das Album jedoch einen wunderbar kraftvollen Schwung, so dass zu keiner Zeit Momente von Monotonie oder Langeweile aufkommen. Im Prinzip hat man das Gefühl mit auf der großen Terasse von Charlies Farm zu sitzen. Im Hintergrund bruzzeln die fetten Steaks und in der Icebox ist für genügend kaltem Biernachschub gesorgt. Der gute Tennessee-Whiskey steht natürlich auch auf dem Tisch. Dazu musizieren die Herren mit den countrytypischen Instrumenten wie Fiddle, Dobo, Akustikgitarren, Mandolinen, Mundharmonika, etc., ergänzen sich und solieren nach Herzenslust, dass es eine reine Freude ist. Stellvertretend hierfür sei besonders das Mundharmonika-trächtige "I’ll Be You Baby Tonight" genannt, das wirklich dieses unnachahmliche Frontporch-Feeling perfekt rüberbringt. Grandios auch, wie z. B. Fiddle und Mandoline ein keltisch anmutendes Folk-Ambiente bei "Times They Are A Changin’" erzeugen. Traumhaft der funkige Groove (pumpender Bass, starke Percussion, tolles Akustikgitarrensolo, Harmoniegesänge), den die Musiker bei "You Gotta Serve Somebody" loslassen. Einfach großartig. "I Shall Be Released" wird von einem gediegenen "Sweet Melissa"-Flair begleitet (dazu eine herrlich quäkende Südstaaten-Mundharmonika). Das locker fröhliche "Mr. Tambourine Man", das seiner Zeit den Byrds zu Hit und Ruhm verhalf, wird hier von einer klirrenden, folkigen Mandoline getragen. "Hard Rain’s A Gonna Fall" zeigt, dass man auch mit rein akustischen Instrumenten eine dezente psychedelische Atmosphäre erzeugen kann, wenn nur die richtigen Musiker Hand anlegen. Das abschließende "Quinn The Eskimo (The Mighty Quinn)" serviert die Charlie Daniels Band als herrlichen Bluegrass-Cocktail, wobei der Hauptprotagonist nochmals ordentlich seine berühme Fiddle quietschen lässt. Ein fröhlicher Rausschmeißer zum Finale. Mit "Off The Grid - Doin’ It Dylan" huldigt der mittlerweile 77-jährige (!) Charlie Daniels, der sich erst kürzlich von einem leichten Schlaganfall erholt hat, eine der zu Recht mit am meisten gecoverten Musikergrößen unserer Zeit. Ein Paradebeispiel dafür, wie schön Musik auch unter kontroversest anmutenden Bedingungen verbinden kann. Robert Zimmerman alias Bob Dylan wird dieses Werk voller aufrichtiger musikalischer Zuneigung und sicherlich mit Stolz zur Kenntnis nehmen. Klasse! (Daniel Daus)

Tracklisting:

1 Tangled up in blue   4:15
2 Times they are a changin   3:23
3 I´ll be your baby tonight   3:24
4 Gotta serve somebody   5:31
5 I shall be released   4:32
6 Country pie   2:19
7 Mr. Tambourine man   4:31
8 Hard rain´s a gonna fall   4:18
9 Just like a woman   4:24
10 Quinn the eskimo (The Mighty Quinn) 3:44

Art-Nr.: 8513
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Davis, Moot - man about town [2012]
Moot Davis ist einer dieser herausragenden Country-Künstler, die schon seit Jahren so etwas wie ein ewiger Geheimtipp sind. Abseits von Nashville's kommerzieller Erfolgsspur gelingt dem Mann aus Trenton/New Jersey ein überragendes Album nach dem nächsten, ohne dass die Majorlabels ernsthafte Notiz von ihm nehmen. Das ist ob der Stärke seiner Musik völlig unverständlich. Doch die schreibende Zunft, die Experten und vor allen Dingen die Fans traditionsbewusster Countrymusic registrieren Davis' Veröffentlichungen um so mehr. Man ist sich einig: Dieser Bursche ist ein absoluter Könner seiner Zunft. "Man about town", sein neues Album, belegt dies auf eindrucksvollste Art und Weise. Ein geradezu meisterliches Werk erstklassiger, ja faszinierender und spannender, lupenreiner Honky Tonk- und Countrymusic, wie man sie wirklich nicht "an jeder Straßenecke" geboten bekommt. Dabei war es nach seinem letzten Werk von 2007 lange unklar, ob jemals noch ein weiteres Album von Moot Davis das Licht der Welt erblicken würde. Desillusioniert und ausgebrannt von jahrelangem, exzessivem Touring und der schlechten Behandlung seines alten Labels, verordnete er sich eine längere Auszeit, während der er nach Neuseeland ging und dort als Bühnenschauspieler arbeitete. Doch im Verlauf dieser Zeit entdeckte er seine Liebe zur Musik neu und ging zurück in die USA, diesmal nach Austin. Dort begann er wieder mit dem Songwriting und gründete schließlich sein eigenes Label "Highway Kind Music", auf dem nun "Man about town" erschien, das allerdings ausschließlich in Nashville mit einer Reihe ganz exzellenter Musiker aufgenommen wurde. Das waren: Paul Martin am Bass, Chris Scruggs an der Pedal Steel und Gitarre, George Bradfute an der Slide Gitarre, Hank Singer an der Fiddle und vor allen Dingen die beiden "Fabulous Superlatives" aus Marty Stuart's Band, Harry Stinson an den Drums und der grandiose Kanny Vaughan an der E-Gitarre, der das Album auch produzierte. Eine exzellente Mannschaft und ein wunderbarer Sänger und vorzüglicher Songwriter an der Front ergeben dieses großartige Album. Der Mann hat den Honky Tonk einfach im Blut. Geschickt versteht es Davis ursprüngliche Old School-Einflüsse eines Hank Williams oder Johnny Cash mit neo-traditionellen Elementen solcher Kollegen wie Dwight Yoakam oder Raul Malo's The Mavericks zu verknüpfen und schafft damit einen herrlich erfrischenden Sound. Auch gesanglich liegt Moot mit seiner "twangy" Stimme irgendwo zwischen Malo, Yoakam und Chris Isaak. Vor allem die Nähe zu Dwight Yoakam wird gleich bei dem Eröffnungsstück unmittelbar deutlich. "Rags to rhinestones" ist ein prächtiger, astreiner Honky Tonker mit toller Pedal Steel- und Fiddle-Begleitung. Oder das flotte, dynamische, mit einem unterschwelligen Rockabilly-Touch ausgestattete "Rocket", das wie eine Mischung aus The Mavericks zu ihren besten Zeiten und einem Dwight Yoakam in Hochform kommt. Starke Baritone E-Gitarre, Steelguitar und transparente Acoustic Gitarre bilden eine harmonische Begleitung zu Davis' fabelhaftem Gesang. Kenny Vaughan spielt meisterhaft. Aber der Protagonist schafft es auch bei einigen Stücken seinen Honky Tonk mit einem erdigen, durchaus rockigen, rootsigen Americana-Ambiente zu verknüpfen, wie zum Beispiel bei dem wunderbar "gritty und rough" präsentierten "Queensbury rules", einem starken, honky-tonkigen Countryrocker mit zünftigen E- und Slide-Gitarren. Dann wird's wieder ganz anders bei dem traumhaften "How long", das von einem klassischen, Johnny Cash-mässigen, "Shuffling Train-Track"-Rhythmus getragen wird. Hört sich an, als sei es einer imaginären Session von Cash und Yoakam entsprungen. Kenny Vaughan spielt eine hinreissende Baritone-Gitarre (klasse Solo), die von Hank Singer's sägender Fiddle adäquat unterstützt wird. Saustark! Diese Einstufung gilt auch uneingeschränkt für das traumhaft melodische, flockige, knackige, von einem herrlich erfrischenden California-Feeling geprägte "Fade to gold", das von wunderschönen, transparenten Gitarren und Pedal Steel begelitet wird. Hat etwas von einem auf Country fixierten Chris Isaak. Geradezu cineastisch dramaturgisch zieht Davis das baumstarke, 7 Minuten lange "Black and white picture" auf, eine wundervolle "Murder-Ballad", angesiedelt im musikalischen Grenzgebiet von Californien und Mexiko. Tolles Zusammenspiel von E-Gitarre, akustischen Gitarren und Pedal Steel! Bei dem flotten, Mavericks-nahen Honky Tonker "Crazy in love with you" singt übrigens die bezaubernde Elizabeth Cook die Duett-Stimme. So reiht sich ein tolles Stück an das nächste, bis das Album mit dem grandiosen Titelstück "Man about town" genauso erstklassig endet, wie es 47 Minuten zuvor begonnen hat. Diese herrlich melodische Ballade trägt Davis mit unglaublich viel Charisma vor, lediglich begleitet von einer akustischen Rhythmusgitarre und einer großartig harmonierenden Electric Slide. Es ist das bravouröse Ende erines famosen Countryalbums. Tut das gut, dass es solche Künstler wie Moot Davis gibt, die ausschließlich ihrem eigenen musikalischen Instinkt folgen, sich nicht, auch wenn es manchmal schwer fällt, entmutigen lassen und ihr Ding am Ende konsequent durchziehen. Eine meisterliche Vorstellung!

Das komplette Tracklisting:

1. Rags To Rhinestones 3:03
2. Day The World Shook My Hand 2:48
3. Rocket 3:22
4. Fade To Gold 4:10
5. Queensbury Rules 2:49
6. Crazy In Love With You 3:04
7. How Long 3:29
8. Black & White Picture 7:02
9. Rust 3:55
10. Only You 2:34
11. Memory Lane 4:30
12. Everybody's Gal 3:19
13. Man About Town 2:57

Art-Nr.: 7711
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Rags to rhinestones
Rocket
Fade to gold
Queensbury rules
How long
Black & white picture
Memory lane

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Eady, Jason - am country heaven [2012]
Jason Eady, geboren im U.S.-Bundesstaat Mississippi, seit vielen Jahren aber schon in Texas lebend, gehört zu den profiliertesten Singer-Songwritern und Storytellern im Lone Star State, bisher jedoch eher im Roots-/Amerivcana-Genre zu Hause. Doch tief in seinem Herzen liebt Jason die Countrymusic und beobachtet sehr kritisch, wohin sich "seine" Musik in den letzten Jahren entwickelt. Mit Nashville's Pop-Country hat er absolut nichts am Hut. Dies ist einer der Gründe, warum Eady und sein in Americana- und Country-Kreisen viel gepriesener Produzent Kevin Welch schon seit längerer Zeit darüber diskutierten, mal ein vollkommen traditionelles Countryalbum aufzunehmen. Nun haben sie es endlich umgesetzt, und es ist ein großartiges Werk geworden. Seiner eingangs erwähnten Abneigung zu den kommerziellen, poppigen Countrysongs, die die Hitparaden dominieren und ständig im Nashville-Countryradio laufen, macht er sich dann auch gleich im das Album eröffnenden Titelstück "AM Country Heaven" richtig Luft. "They sing about Jesus and they sing about Jones and they sing about American pride, but they're all too damn clean and polished like stones and they won't sing about cheating or lies, I remember the days when the singers just sang and left it all in the stories they'd tell, but these days we're in AM country heaven and FM country hell" - das sind die Zeilen, mit denen er die Nummer anstimmt. Zeilen, die sehr viel Wahrheit beinhalten, denn in der Tat sind die Tage, in denen pure und ehrliche, "unpolierte" Countrymusic im (kommerziellen) Radio lief, weitestgehend gezählt. Der Song sit ein toller, von schönen Acoustic Gitarren, sowie feinen Steelguitar- und E-Gitarren-Linien dominierter (die beiden Instrumente hört man oft parallel im "Twin"-Stil), ruhig gehaltener Texas Country-Waltz mit einem leichten Outlaw-Flair. Der prächtig gelungene Auftakt zu einem wunderbaren Album, vollgepackt mit entspannter, vollkommen natürlicher, genußvoller, lupenreiner, traditioneller Countrymusic. Jason Eady verfügt über eine geradezu für diese Musik prädestinierte, überaus angenehme, viel Wärme ausstrahlende Stimme, die zuweilen wirkt wie die eines texanischen, unaufgeregten Alan Jackson. Schön flotte, langsame und im mittleren Tempo gehaltene Lieder stehen in einem ausgewogenen Einklang zueinander. Das Songmaterial ist vom Allerfeinsten. Lockere Rhythmen, feinste Melodien, Instrumente wie Dobro, Steelguitar, Fiddle, akustische und elektrische Gitarren und Honky Tonk-Piano bahnen sich ohne Umwege ihren Weg tief in unsere Ohren. Mal hören wir ein gepflegtes Outlaw-Flair ala Waylon Jennings und Willie Nelson, mal werden wir mit einem leicht grassigen Ambiente verwöhnt, dann wieder gibt es puren Country im Stil solcher Heroen wie Merle Haggard, Geroge Jones & Co.. Jason Eady vermischt diese Einflüsse wie selbstverständlich miteinander und gibt ihnen eine eigene Identität. Das Resultat ist zeitlose, klassische Countrymusic voller Authentizität zwischen "old school" und stilgerechter Aktualität. Diese Musik hat Herz und Seele, ist durch und durch rein und ehrlich. Großen Anteil daran haben auch Eady's exzellente Begleitmusiker, allen voran die texanische Pedal Steel-Legende Lloyd Maines und der berühmte Telecaster Guitarslinger Redd Volkaert, der unter anderem lange Jahre in der Band von Merle Haggard spielte. Weiter mit dabei sind: Earl Poole Bell am Klavier, Kevin Smith am Bass und Tom Lewis am Schlagzeug, die mit Volkaert zusammen auch die Honky Tonk-Band Heybale bilden, sowie Cody Brown (Reckless Kelly) an der Fiddle. Was für eine hochkarätige Besetzung! Doch Eady kann mit einer weiteren Prominenten aufwarten: Für die grandiose, mit einem tollen Bluegrass-Touch inszenierte Nummer "Man on a mountain" gewann er die wunderbare Patty Loveless als Duett-Partnerin. Die beiden ergänzen sich prächtig. Großartig beispielsweise auch die von transparenten Gitarren geprägte Midtempo-Countrynummer "Tomorrow morning" (vorzügliches Zusammenspiel von Redd Volkaert mit seiner Baritone-Gitarre und Lloyd Maines an der Pedal Steel), die wunderschöne, mit wimmernder Steel, Honky Tonk-Piano und unaufdringlicher E-Gitarre in Szene gesetzte Ballade "Wishful drinking", das leicht swingende "Forget about the truth", oder der flotte Country-Boogie "Sober on the weekends" (erstklassige Piano-, Gitarren-, und Steelguitar-Läufe, erinnert dezent an Rodney Crowell). Jason Eady ist seinem Herz gefolgt und hat dieses Album eingespielt, einzig und allein um die "echte" Countrymusic zu fördern und zu unterstützen. "Someone’s got to keep country music alive, to preserve that kind of sound. That was our aim with this record”, sagt er dazu. Großartig! Mehr davon! Ein wunderbares Album!

Das komplette Tracklisting:

1. Am Country Heaven (3.34)
2. Old Guitar And Me (3.05)
3. Tomorrow Morning (2.57)
4. Man On A Mountain (duet with Patty Loveless) (3.36)
5. Wishful Drinking (4.14)
6. Forget About The Truth (3.24)
7. Sober On The Weekends (4.49)
8. Longer Walk In The Rain (3.58)
9. Paying My Dues (2.26)
10. I'll Sure Be Glad When I'm Gone (3.57)
11. Lying To Myself (4.11)
12. Water Into Wine (4.03)

Art-Nr.: 7813
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
AM Country heaven
Tomorrow morning
Man on a mountain
Wishful drinking
Forget about the truth
Sober on the weekends
I'll sure be glad when I'm gone

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Eldredge, Brett - illinois [2015]
Der "CMA New Artist Of The Year 2014" mit seinem zweiten Album! Brett Eldredge hatte schon mit seinem Debütwerk "Bring You Back" einen Traumstart in die Karriere hingelegt. Der Silberling erreichte Platz 2 der Country Billboard-Charts und verpasste nur knapp die Pole-Position. Zusätzlich gab es mit drei Singles unter den Top 10 (parallel auch Nr. 1 in den Airplay-Charts) weitere, große Erfolge. Das weckt, in Bezug auf den Nachfolger, natürlich Begehrlichkeiten. Was ihm beim Vorgänger um Haaresbreite verwehrt blieb, ist ihm jetzt mit seinem brandneuen Silberling "Illinois" gelungen. Es ist amtlich: Brett Eldredge hat sein erstes Nr. 1 Album in den Billboard Country-Charts und on top noch Platz 3 in der genreübergreifenden Top 200-Notierung der Billboard Album-Charts erreicht. Eldredge ist somit im Kreise der großen US-Künstler bereits frühzeitig angekommen. Denn ähnlich wie Luke Bryan (im Gegensatz zu ihm, dessen Gesang eigentlich immer recht "hölzern" wirkt, kann Brett dazu noch mit einer "Mords"-Stimme aufwarten) und Taylor Swift zuvor, folgte der aus Paris, Illinois stammende Cousin von Chris Eldredge (The Grascals) dem derzeitigen Trend in Nashville, die Musik möglichst "zweigleisig" anzulegen, d. h. auch über den Countrymarkt hinaus kompatibel zu gestalten. So verschwimmen auch auf "Illinois" New Country- und Pop/Rock-Elemente fließend ineinander. Mitverantwortlich hierfür natürlich der für seine modernen Produktionen bekannte Russ Copperman, für den sich Brett jetzt schwerpunktmäßig entschieden hat, nachdem es beim Vorgänger noch einen Konglomerat aus verschiedensten Produzenten gegeben hatte. Vermutlich auch, weil zwischen beiden die Chemie beim Songwriting (sie haben den Großteil der Stücke geschrieben, Eldredge war sogar in allen Tracks kompositorisch involviert!) zu stimmen scheint. Dementsprechend hat auch die erste Single des Albums, "Lose My Mind" (schöne, markante Slide Gitarren-Führungslinie, rhythmischer Powersong) schon die Charts geentert und ist in die Top 10 eingestiegen. Tendenz Richtung Spitze! Die CD startet jedoch mit dem ruppigen Countryrocker "Fire" (tolle Tempowechsel, starke E-Gitarren) fast in der Manier eines Pat Green. Ein starker Auftakt! Es folgt mit "You Can’t Stop Me" ein grooviger, soulig angehauchter R&B-Track, den Brett im Duett mit Thomas Rhett performt, der in diesen Tagen auch sein neues Album "Tangled Up" auf den Markt bringt. Beide werden auch zusammen in Kürze ihre "Suits & Boots"-Tour jeweils als Co-Headliner (Opening Act: Danielle Bradbery) in Angriff nehmen. Auf der ein wenig mit Will Hoge-Flair bedachten Ballade "Wanna Be That Song" kann Brett dann seine stimmlichen Qualitäten (er "hängt" sich spürbar immer richtig rein und geht nicht zu Unrecht so ein bisschen als der "Ray Charles des Country" durch) richtig ausspielen. Klasse hier auch die Harmonie-Vocals gegen Ende von Stephanie Chapman. Gute Laune verbreitet der Beach-taugliche Abhäng-Track "Time Well Spent", gefolgt vom melodischen Countrypoplied "If You Were My Girl". Centersong des Werkes ist das Piano-trächtige, mit einer schönen Southern-Brise umwehte Titelstück "Illinois", zugleich eine Hommage an seinen Heimatstaat, aber auch vielleicht so etwas wie der legitime Nachfolger von Marc Cohns "Walking In Memphis". Wunderbar! Geschrieben mit Brad Crisler, der hier, wie auch beim schönen "Lose It All" (Akustikgitarre, Steeltupfer, kurzes E-Gitarren-Solo) mit an den Reglerknöpfen saß (bei allen anderen Tracks dann Russ Copperman). Das ein wenig an Marc Broussard erinnernde, atmosphärische "Just A Taste" und das mit Akkordeon- und Mandolinentupfern bestückte "Drunk On Your Love" warten ebenfalls mit klaren Chart-Ambitionen auf. Auf "Shadow" zeigt sich Brett Eldredge recht experimentierfreudig und mutig zugleich. Ein rockiges, sehr "asymmetrisch" strukturiertes Stück, das ziemlich polarisieren dürfte und man eher im Repertoire von Bands wie Nickelback, Hinder & Co erwarten würde. Ein Klasselied, aber in diesen Sphären doch sehr ungewöhnlich. Dafür wird man zum Schluss mit dem flockigen, eingängigen New Country-Stück "Going Away For A While" mit einem launigen "Sing-A-Long"-Refrain zurück in die Spur gebracht. Fazit: "Illinois" ist bester, moderner New Country mit leichten Pop-Tendenzen, wie er momentan in Nashville richtig angesagt ist. Eingespielt natürlich vom Who-Is Who der Nashville Garde-Studio-Musiker. Brett Eldredge ist nicht zuletzt dank seiner enormen Charakterstimme und dem Gespür für die richtigen Songs vollkommen zu Recht zur richtigen Zeit im Reigen der momentan populären US-Interpreten (aller Genres) angekommen. Chapeau Mr. Eldredge! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Fire - 3:18
2. You Can't Stop Me (feat. Thomas Rhett) - 3:24
3. Lose My Mind - 2:35
4. Wanna Be That Song - 3:56
5. Time Well Spent - 3:35
6. If You Were My Girl - 3:31
7. Illinois - 3:22
8. Just A Taste - 3:28
9. Drunk On Your Love - 2:54
10. Lose It All - 3:40
11. Shadow - 2:39
12. Going Away For A While - 3:15

Art-Nr.: 8973
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

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Fowler, Kevin - bring it on [2007]
Kevin Fowler, "the country rebel with a heart of rock", bringt richtig Schwung und mächtig frischen Wind in die Honky Tonks von Texas bis nach Nashville! "Bring it on", sein nunmehr bereits fünftes Album und die zweite Veröffentlichung auf Clint Black's "Equity"-Label ist ein ganz starkes Werk geworden und bestätigt höchst eindrucksvoll den schon lange gehegten Eindruck, dass der sympathische Bursche aus Amarillo /West Texas einer der "heißesten" und mit dem größten Potenzial ausgestatteten Neo-Traditionalisten der neuen Country-Generation ist. Ein "echter" Musiker durch und durch, ein "modern Country-Outlaw" mit Herz und Seele, ein Idealist, der seine Musik "lebt", das ist Kevin Fowler, der, in Texas längst ein Star, nun endlich den ganz großen Durchbruch auch über die Grenzen des Lonestar-States hinaus mehr als verdient hätte! Fowler selbst bezeichnet seine Musik als eine Art "Southern Country", andere nennen sie "Countryrock", doch was sie schlußendlich tatsächlich darstellt, ist nichts anderes als ungemein knackige, schmissige, ehrliche, überaus traditionell verwurzelte, lupenreine, "Southern-/Outlaw-fueled honky-tonkin' Countrymusic" mit einer wohl dosierten Prise "Rock", die jedoch das Countryfundament nur würzt, es aber nie übertönt! "This is 100% Texan Country with style", heißt es in einem U.S.-Statement - und das trifft es exakt! Klasse, wie Fowler (hatte einst eine durchaus erfolgreiche Zeit als Gitarrist in der Hardrock-Band "Dangerous Toys" und der Southern Rock-Truppe "Thunderfoot") in der Lage ist, diese so überaus traditionellen Roots in ein durchaus modernes Gewand zu packen und somit auch die jungen Hörer in seine Heimat für Countrymusic zu mobilisieren. Er sagt, dass es für ihn gar kein Problem sei, direkt hinter Johnny Cash oder Merle Haggard einen Song von Metallica oder AC/DC zu hören - und genau das ist es, was er versucht in seiner Countrymusic rüber zu bringen. Seine Fans in Texas lieben das. Songs wie "The Lord loves a drinking man" oder "Loose, loud and crazy" aus vergangenen Alben sind längst zu absoluten Countryhymnen in den Roadhouses von Texas geworden. Möchte man zu seiner Musik Namen vergleichbarer Künstler nennen, so könnte man vielleicht sagen, in seinen Songs treffen sich Anleihen von Johnny Cash bis George Jones, von Dwight Yoakam bis Buck Owens, von Mark Chesnutt bis Toby Keith, von Jason Aldean bis Montgomery Gentry - alles aber in Kevin's ganz eigener "Note" präsentiert! Fowler ist ein Multitalent" Er spielt Klavier, Gitarre, ist ein wirklich großartige Sänger mit viel Ausstrahlung, aber auch ein exzellenter Songwriter. Zehn der dreizehn Songs des Albums stammen aus seiner Feder, teils gemeinsam mit anderen namhaften Komponisten. Die Arrangements bestehen, wie es sich für "echte" Countrymusic gehört, vorwiegend aus einer Vielzahl von Gitarren (Acoustic, Electric, Slide, Baritone) in Verbindung mit Fiddle, Piano und Steelguitar. Alles ist knackig, kraftvoll und sehr flott in Szene gesetzt. Unterstützt wird er von einer exquisiten Musiker-Schar, wie beispielsweise Brent Mason, J.T. Corenflos und David Grissom an den E-Gitarren, Owen Hale an den Drums, Steve Hinson an der Steel, Hank Singer an der Fiddle, u.s.w., u.s.w.! Eine herrliche, traditionelle Fiddle eröffnet das prachtvolle, sich schnell zu einem ordentlich kraftvollen, kernigen, astreinen Midtempo Texas-Outlaw-Countryrocker entwickelnde "Long line of losers", ein Album Opener, der, wie die eingangs erwähnten "Heuler" vergangener Alben , auch das Zeug dazu hat, einen ungebremsten Siegeszug durch die Honky Tonks und Roadhouses weit über Texas hinaus anzutreten. Mit tiefen Countryroots als Basis und einem schönen Southern-Charme im Arrangement klingt das wie eine würzige Mischung aus Waylon Jennings und Montgomery Gentry. Eine klasse Melodie und sich großartige duellierende. fette Lead Gitarren im Mittelteil lassen den Funken auf die Zuhörer sofort überspringen! Toller Auftakt! Modern, peppig, rockig, und dennoch "pure country" geht's mit dem fetzigen "Feels good don't it" weiter. Trifft in etwa den Nerv der Jason Aldean-Fraktion! Knackiger Rhythmus, guter Drive, wirbelnde Fiddles und E-Gitarren erzeugen ein unterschwelliges "wild rebel"-Flair! Einen ganz wunderbaren, lupenreinen, hervorragend tanzbaren Uptempo-Countrysong hören wir mit dem sich in herrlichen Fiddles, E-Gitarren, Steelguitar- und Piano aalenden, schwungvollen "Ain't dead yet", das so mancher ausgelassenen Countryfete nochmal einen zusätzlichen "Kick" verleihen dürfte. Sehr traditionell und dennoch voller "Pfiff"! Klasse! Der nächste, schön in Fahrt kommende, traditionelle, "beer drinkin'", rockin' Country-Feger steht anschließend mit dem großartigen "Me and the boys" auf dem Programm, bei dem Fowler niemand Geringeren als sein Idol George Jones als Duett-Partner gewinnen konnte. Mächtig Gas gebende Drums, klasse Fiddle und tolle Baritone Lead-Gitarre in Verbindung mit feinen Steelguitar-Ergänzungen sorgen für jede Menge "Country-Dampf"! Es folgen der ultra-traditionelle, flotte Barroom Honky-Tonker "I pulled a Hank last night" (herrliches E-Gitarren-/Steel-/Fiddle-/Piano-Gewand), das flotte "What's your point?", das aus würzigen Southern-/Oulaw-Riffs bestehende, etwas raue "Bring it on", das überaus melodische, flotte, sehr traditionelle, mit einem gewissen an Dwight Yoakam erinnernden Bakersfield-/Honky Tonk-/Rockabilly-Country-Feeling ausgestattete, exzellente "Cheaper to keep her" (toller Drive, tolles E-Gitarren-Picking), bis mit dem bärenstarken, "saftigen", von grandiosem E-Gitarrenspiel und schönen Fiddle-/Steelguitar-Ergänzungen geprägten, reinen "Killer"-Honky Tonker "Honky Tonk junkie" die Scheibe schließlich genauso stark endet, wie es rund eine dreiviertel Stunde zuvor begonnen hatte. Das macht richtig Laune! Ein ganz starkes Album von Kevin Fowler, und ohne Zweifel sein bislang ausgereiftetes! Beherzter "straight-ahead, honky-tonkin', southern-ridin', traditional, genuine Texas (New)Country" auf der Höhe der Zeit! Fazit kurz, knapp und ohne jede Einschränkung: "A really great CD"!

Art-Nr.: 5248
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Long line of losers
Ain't dead yet
I pulled a Hank last night
What's your point?
Cheaper to keep her
Honky Tonk junkie

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Green, Pat - lucky ones [2004]
Drittes Majorlabel-Release von Texas-Hero Pat Green! Wieder ein klasse Album! Nach den Erfolgen seiner beiden Vorgängerwerke und den Riesenhits "Carry on" und "Wave on wave" hat sich Green mittlerweile auch über die Grenzen von Texas hinaus tief in die Herzen der Country-/New Country-Gemeinde gespielt. Mit "Lucky ones" macht er grundsätzlich da weiter, wo er bei "Wave on wave" aufgehört hat, wenngleich die Tracks insgesamt noch radiotauglicher wirken als zuvor. Das möchten wir aber keinesfalls als Negativum verstanden wissen, ganz im Gegendteil! Er hat sich seine Texas-Roots bewahrt und versteht es perfekt, die Schnittstelle zwischen knackigem Nashville New Country und seiner ihm angeborenen, natürlichen texanischen Ursprünglichkeit zu treffen. In einer US-Besprechung ist etwas von einer Kombination aus Kenny Chesney, Guy Clark, Willie Nelson und John Mellencamp zu lesen... - addiert man noch ein wenig Radney Foster und Keith Urban hinzu, so kommt das in etwa hin! Tatsächlich hört man zuweilen so ein gewisse "John Mellencamp goes Country"-Feeling ala "Small town" (kein Wunder sind doch Mellencamp's ex-Musiker David Grissom an der Gitarre und Lisa Germano an der Fiddle bei fast allen Tracks dabei), was sich aber fanz großartig in dem knackigen, sehr Gitarren orientierten, saftigen New Country-Sound einfügt. Die Songs stecken durchweg voller Frische, Schwung und prächtiger, gut hängen bleibender Melodien! Es wäre nicht verwunderlich, wenn für den guten Pat bei "Lucky ones" eine ganze Reihe Hits abfallen würden. Nehmen wir beispielsweise den immens gute Laune verbreitenden, knackigen Opener "Baby doll" mit seinem schwungvollen Fiddle-/Gitarren-Drive, die großartige, von Radney Foster geschriebene Midtempo Country-Nummer "Lucky ones", die mit ihrer schönen Gitarren-/Fiddle-/Steelguitar-Kombination und ihrer Struktur an beste Foster & Lloyd-Zeiten erinnert, den wundervoll flüssigen, frischen, die Sonne ins Herz lassenden, knackigen Countryrocker "Somewhere between Texas and Mexico" mit den satten, klaren Gitarren, der feinen Mandoline und der klasse Melodie, wie auch der zusammen mit Wade Bowen geschriebene Texas-Midtempo-Countryrocker "Don't break my heart again" - alles Titel, die eine gute Chartposition allemal verdient hätten. Sehr stark auch die lupenreine, traditionell verwurzelte, mit tollen Gitarrenlinien, herrlichen Banjo- /Mandolinen-/ und Steel-Licks ausgestattete, peppige Countrynummer "College", geschrieben von Pat und Brad Paisley, der hier nicht nur sein excellentes Gitarrenspiel beisteuert, sondern auch als Duett-Partner fungiert! Weitere "Hits": Eine fantastische, wie geschmiert abgehende, von tollen Gitarren und einem ordentlichen Roots-Flair begleitete Version von Jack Ingram's Countryrock-Feger "One thing", die schöne, so viel Frische ausstrahlende, reine Texas Midtemp-Countrynummer "Long way to go (headed home)", die Steel- und Gitarren-getränkte, voller Americana-Feeling steckende, wundervolle Ballade "Temporary angel" und das semi-akustische, sehr rootsige, an Steve Earle erinnernde "Sweet revenge" (Co-Autor: Ray Wiley Hubbard)! Der Mann aus Waco und seine Pat Green Band, mit der er das Album, bis auf die oben erwähnten Gäste, weitgehend eingespielt hat, haben wieder einen tollen Job gemacht. Erwähnenswert ist noch, daß der große Herb Pederson (Dillards / Desert Rose Band / Hillman-Pederson) bei einigen Tracks den Background-Gesang übernahm. Ein prima Album, das von vorn bis hinten Freude bereitet!

Art-Nr.: 2888
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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