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Back Porch Mary - time of the broken heart [2008]
"Back Porch Mary from Austin/Texas play Honky Tonk Rock'n Roll"! Yeah, und wie! Was für ein klasse Album! Texas Roots-/Americana-/Gitarren-/Country-Rock'n Roll voller Feuer, Spritzigkeit, Spielfreude und Biß, aber auch voller herrlicher Melodien! Genauso tief verwurzelt in den Country- wie Rock'n Roll-Roots kombinbieren sie auf großartige Art und Weise diese einzigartigen, unwiderstehlichen "Red Dirt"-Charakteristika solcher Bands wie Cross Canadian Ragweed, Micky and The Motorcars und vor allem auch Reckless Kelly mit den Rootsanlagen solcher Kollegen wie Steve Earle und den Bottle Rockets, sowie dem rotzigen, unbekümmerten, losgelassenen Drive solch "wilder" Horden wie Jason & the Scorchers oder den frühen Kentucky Headhunters! 2 großartige Gitarristen, Bass, Schlagzeug, bei dem ein oder anderen Song auch mal eine zwibelnde Fiddle oder eine ergänzende Hammond-Orgel, fertig ist diese prächtige, straighte, durch und durch ehrliche und authentische Countryrock-Mucke! Klasse auch die immer wieder spürbaren Outlaw- und Southern Rock-Bezüge! Bestimmt werden die Arrangements von dem satten, transparenten Mehr-Gitarrensound der beiden Gitarristen Mike Krug (er ist der "Kopf" der Band, ein hervorragender Sänger und exzellenter Songwriter mit dem richtigen Händchen für prächtig hängen bleibende Hooklines und großartige Melodien) und Slim Laurence (zeichnet auch für die erstklassige Produktion des Albums verantwortlich), die ihr eigentlich von einem völlig unterschiedlichen Stil geprägtes, exzellentes Les Paul- und Telecaster-Spiel zu einer genauso harmonischen, wie würzigen und scheinbar untrennbar miteinander verbundenen Einheit kombinieren. Die Songs sind wunderbar straight, kernig, riffig, satt, geradeaus, und bleiben bestens in den Ohren hängen. Diese Band ist mit ihren tausenden von absolvierten Gigs erstklassig eingespielt und verwandelt die Honky Tonks in und rund um Texas regelmässig in ausgelassene Hochstimmungs-Tempel. Back Porch Mary-Musik bringt überwiegend Drive, Melodik und gute Laune! Und wenn thematisch mal der "Blues" vorherrscht, so wird er im Whiskey oder Bier "ersäuft"! Los geht's mit dem griffigen, straighten, von kernigen Riffs geprägten "Red Dirt"-Roots-/Countryrock-Knaller "This band" - direkt, erdig, simpel, eingängig, mit tollen Gitarren! Super Auftakt! Und es geht so weiter: Das grandiose "Missouri girl" steckt voller Southern-Feeling und besticht mit herrlichen Hooklines. Tolle Melodie, saftige E-Gitarren und als Höhepunkt ein wunderbar lebendiges Solo! Das folgende "Harsh light of day" ist begnadeter, melodischer Midtempo "Red Dirt"-Gitarren-Countryrock (tolle Baritone E-Gitarre) in allerbester Reckless Kelly-Tradition! Die Bottle Rockets lassen beim anschließenden "That song" grüßen, während bei der wunderschönen, rootsigen Americana-/Countryrock-Ballade "We are the broken hearted" exzellente Mandolinen-Riffs den satten Gitarrensound (tolle Lead Gitarren-Linien) ergänzen. Weiter geht's mit dem starken, fulminanten, leicht grassig angehauchten, ungemein schnellen Dancehall-/Honky Tonk-/Country-Feger "Other end of the road", dessen brillante, quicklebendige Gitarrensoli die ganze Klasse der beteiligten Musiker demonstrieren. Die Band hat absolut keinen Durchhänger! Eine klasse Nummer folgt der nächsten: Ob der fette, von saftigen Gitarren dominierte Outlaw-Countryrocker "The girl" mit seiner tollen Baritone E-Gitarre (hört sich fast an, wie ein überaus lebendiges Ergebnis einer gemeinsamen Session von The Kentucky Headhunters und Shooter Jennings), die folkige Texas Roots-/Americana-/Alternate Country-Nummer "I'm to blame" (schönes semi-akustisches Arrangement), der traumhaft melodische, knackige, von herrlichen E-Gitarren flankierte "Red Dirt"-Countryrocker "Sing you a song", bis hin zu dem trockenen Kracher "Carpe diem" (wie eine Kreuzung aus Anlagen von Cross Canadian Ragweed, Jason & the Scorchers und Dan Baird's Georgia Satellites), mit dem das Album nach knapp 50 Minuten genauso stark endet wie es begonnen hatte - Bach Porch Mary lassen die Messlatte ihrer Musik stets auf dem gleichen Level liegen, und zwar einem verdammt hohen! Diese Truppe spielt sich mit "Time of the broken heart" in die absolute Spitze der Texas ("Red Dirt")Countryrock-Liga! Back Porch Mary rocks! Tolles Teil!

Art-Nr.: 5773
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
This band
Missouri girl
We are the broken hearted
The girl
Sing you a song
I won't look back at you
Carpe diem

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Blue Water Highway Band - things we carry [2015]
Neues, hell funkelndes Juwel in den texanischen Red Dirt-/Roots-/Americana-/Countryrock-Gefilden: Die Blue Water Highway Band mit ihrem wundervollen, mit durchweg fantastischen Songs in edlen Melodien bestückten Debütalbum "Things We Carry". Wenn schon ein alter, mit allen Country-Wassern gewaschener Recke wie Multiinstrumentalist und Produzent Lloyd Maines Sätze wie "The Blue Water Highway Band is the best new band that I’ve heard in years. Their vocals are spot on and their writing is smart and thoughtful. They’re very serious and impressive musicians’" von sich zum Besten gibt, kann man mit absoluter Sicherheit davon ausgehen, dass den musikbegeisterten Hörer etwas ganz Besonderes erwartet. Maines ist natürlich auch mit seinem unverwüstlichen und unnachahmlichen Pedal Steel-Spiel auf diesem Werk als Gastmusiker (neben weiteren illustren Leuten wie Cindy Cashdollar, Warren Hood oder John Ginty) mit von der Partie. Die kreativen Köpfe der Band sind Zack Kibodeaux (vocals, acoustic guitar) und Multiinstrumentalist Greg Essington (vocals, guitars, piano, banjo, mandolin, accordion), die den Löwenanteil des Songwritings erledigt haben. Hinzu kommen Catherine Clarke, die mit den typisch texanischen Harmoniegesängen im Stile einer Kacey Musgraves zu gefallen weiß, ein weiterer Alleskönner Zach Landreneau (piano, rhodes, banjo, accordion,, dobro, synth chamberlin) sowie die Rhythmusfraktion, bestehend aus Kyle Smith (bass) und Daniel Dowling (drums, percussion). Produziert hat in einem schön transparenten, unaufdringlichen und ‚organisch‘ gehaltenen Sound, David Butler. Anhand der ganzen aufgeführten Instrumente kann man bereits erkennen, dass viel Wert auf ein überaus variables Musizieren im Americana- und Country-typischen Ambiente gelegt wurde. Das zeigt direkt der hinreissend schöne, von einer traumhaften Melodie geprägte, glasklar in Szene gesetzte Opener "Hard Time Train" mit seinen feinen Mundharmonika-Einlagen und den transparenten Gitarrenklängen. Was für eine tolle Red Dirt-/Americana-/Countryrock-Nummer mit fantastischem Gesang von Zack Kibodeaux. Der Bursche singt wie eine ausdrucksstarke Kombination aus Zac Brown (Zac Brown Band) und Mike Eli (Eli Young Band) mit dem Slang der Braun-Brüder Willy (Reckless Kelly) und Micky (Micky and The Motorcars). Toll hier auch das am Ende einstzende, schnelle, grassig angehauchte Instrumentalfinish, wobei hier vor allem Maines den Bottleneck über sein Paradeinstrument fliegen lässt. Ein weiteres tolles Beispiel ist „Medicine Man“, das mit New Orleansscher Fröhlichkeit vorgetragen wird und dann mittels eingebundener Horn Section mit einer furiosen Dixieland-Bridge noch einen oben drauf setzt. Die wohl radiofreundlichsten Tracks sind das wunderbar melodische, flockig lockere Stück "City Love, City Loose" (gurgelnde Orgel, tolle Harmoniegesänge, klasse Harp-Solo), das viel Southern-Esprit versprühende "How I Broke Your Heart", die beide auch gut in das Repertoire eines Rob Baird passen würden, oder der wunderschöne Titelsong "Things We Carry", der dezent etwas an die einstigen Sons Of The Desert erinnert. Für ganz großartige Momente auf diesem Album sorgen die Texaner zudem mit ein paar herausragenden Balladen, wie zum Beispiel mit dem rootsigen, staubigen "Greytown" (klasse Orgel, tolle Mandolinen-Ergänzungen), dem voller Melancholie schwer seufzenden "My Blue San Antone" (Orgel, Piano, Banjo), dem in Klagemanier gebrachten, folkigen "Voice In Ramah" (live im Studio eingespielt, starkes Mandoline-Solo, klasse Harmonies), oder dem sehr atmosphärisch, in einem klassischen Piano- und Cello-Gewand vorgetragenen, mit fast sakral anmutenden "Ohohoh"-Gesängen umwobenen, ganz feinen "Q To Cortel You", bei denen sich Kibodeaux vor allem als exzellenter Storyteller erweist. Was für ein Talent! Stücke wie das mit einem schöne Gypsy-Flair behaftete "Oh Seraphim!" (klasse Steel, schöne Fiddle), der leicht bluesig stampfende "Working Man"-Song "John Henry" oder das flockige "The Running" (Piano, Orgel, klasse Harmonies von Clarke, prima E-Gitarren-Solo) sorgen immer wieder für viel kontrastreiche Abwechslung. Alles Beschriebene mündet in den glorreichen Abschluss "Highway To Glory", bei dem die Band voller Fröhlichkeit und Intensität noch mal das texanische Countryterrain beackert. Da wünscht man sich im Geiste irgendwo mit den Protagonisten bei einer kühlen Flasche Bier (oder mehreren) zusammen am abendlichen Lagerfeuer mit Blick auf einen Canyon zu sitzen und sich einfach von ihrer stimmungsvollen Musik berauschen zu lassen. Eine großartige Truppe, was für talentierte Jungspunde! Das grandiose Debüt "Things We Carry" der Blue Water Highway Band ist ein Füllhorn mit Stoff für Liebhaber anspruchsvoller Roots-/Country-/Americana-/Red Dirt-Sachen in Richtung von Interpreten wie Rob Baird, der Eli Young Band, den Turnpike Troubadours, Sons Of The Desert, der Josh Abbott Band, Reckless Kelly, Micky and The Motorcars, The Band Of Heathens & Co. Auf den Punkt bringt es die ebenfalls spielerisch sehr versierte Gastmusikern Cindy Cashdollar (Baritone Weissenborn, Lap Steel), die das Treiben der BWHB so zusammenfasst: "Round bounded music, with contemporary drive". Diesem Statement können wir uns nur ehrfurchtsvoll und Kopf nickend anschließen. Ganz sicher einer DER Geheimtipps des Jahres 2015! Tolles Cover Artwork übrigens (mit eingelegtem Textbooklet) wieder mal von den Dodd Sisters (Backstage Design). Eine famose Vorstellung der Blue Water Highway Band! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Hard Time Train - 5:43
2. City Love, City Lose - 4:22
3. Oh Seraphim! - 3:57
4. Greytown - 4:51
5. Medicine Man - 3:48
6. How I Broke Your Heart - 5:00
7. My Blue San Antone - 5:34
8. John Henry - 4:00
9. The Running - 4:36
10. Voice in Ramah - 4:43
11. Q to Cortel You - 3:06
12. Things We Carry - 4:49
13. Highway To Glory - 4:01

Art-Nr.: 8965
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Hard time train
City love, city lose
Oh Seraphim!
Greytown
Medicine man
My blue San Antone
The running
Things we carry

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Donahew Band, Casey - moving on [2009]
Prächtiger "Red Dirt"-Countryrock voller Leidenschaft, herrlicher Melodien, würziger Instrumentierung und mit einem ungemein erfrischend klingendem Sound. Die aus Burleson/Texas stammende Casey Donahew Band gilt, obwohl sie bereits schon drei CDs veröffentlicht hat, in hiesigen Red-Dirt-Kreisen noch immer als so etwas wie ein gut behütetes Geheimnis der Szene. Das muß sich, und wird sich sicher auch, mit ihrem von Erik Herbst (u.a. Eli Young Band, Macon Greyson, Kyle Bennett Band) hervorragend produziertem, vierten Werk "Moving On" schlagartig ändern. Die Scheibe ist ein Knüller und meistert den gar nicht so einfachen Spagat zwischen radiofreundlicher Melodik und anspruchsvoller, überaus kompetenter instrumenteller Umsetzung, genau wie auch den zwischen erdigem, unbekümmertem, rootsigen Texas Roots-Staub und traditionell verwurzelter Nashville-Kompatibilität als wäre es das natürlichste von der Welt. Das ist richtig klasse! Leader der Band ist, wie der Name es schon vorgibt, Casey Donahew, der als Sänger, Gitarrist und Songschreiber klar den Takt vor gibt. Begleitet wird er von Steve Stone (Bass), Donte “Taz“ Gates (Drums), Josh Moore (Fiddle) und John “JZ” Zaskoda (Electric guitars), alles großartige Musiker. Gemanagt wird das Quintett von Casey’s Frau, Melinda. Laut eigener Aussage bezeichnet die Band ihren Stil als "Pure Texas Country" und sieht sich beeinflusst von Interpreten wie Pat Green, Cross Canadian Ragweed, Jack Ingram und Robert Earl Keen, wobei hier aber auch Acts wie No Justice, die Randy Rogers Band, die Eli Young Band, Wade Bowen, die Tommy Gallagher Band oder Zack Walther and The Cronkites genannt werden können. Dieses "Pure Texas Country", wie sie ihre Musik nennen, muß man allerdings schon um das Wörtchen "Rock" ergänzen, denn die Casey Donahew Band weist wirklich alle Mermale einer klassischen Countryrock-Formation auf und lässt durchaus auch Erinnerungen an die goldenen Tage des "vintage Countryrocks" der Siebziger aufkommen. Zudem gilt die Trupper als heiß begehrter Live-Act, die das Publikum mit langen, ausgedehnten Sets und unbändiger Energie (in ihrer Live-Präsenz vergleicht man sie sogar mit der Power Springsteen's) mitreisst. Los geht's mit der ersten Single des Albums, dem beeindruckenden, dynamischen, lockeren, aber sehr knackigen Countryrocker "Ramblin' kind", der nicht nur aufgrund des Songtitels unterschwellige Parallelen zu Dickey Betts' "Ramblin' Man", bzw. der "Brothers and sisters"-Ära der Allman Brothers aufweist. Dazu kommen natürlich die typischen, unwiderstehlichen "Red Dirt"-Anlagen, wie man sie so eben nur in Texas spielt. Beinhaltet zwei exzellente, jeweils wechselnde Solo-Passagen zwischen Fiffle und elektrischer Lead Gitarre (zunächst heulende Fiddle/E-Gitarren-Solo dann in umgekehrter Reihenfolge E-Solo mit anschließendem Fiddle-Konter), wobei die flinken Finger von Gitarrist John Zaskoda in einer Würze ind Lockerheit über die Saiten gleiten wie einst bei Dickey Betts oder Hughie Thomasson (The Outlaws). Der Song ist ein richtiger Leckerbissen für die Countryrock- und "Red Dirt"-Enthusiasten. Wenn das kein Riesen-Hit in den Texas Music-Charts wird...! Auch im weiteren Verlauf strotzt die CD geradezu vor erfrischend gutem, voller toller Melodien bestücktem, tollem Songmaterial: Herrlich beispielsweise die beiden super melodischen "Next Time" (mit southern-typischem E-Gitarren-Spiel) und "Breaks My Heart" (mit Steel, Fiddle und schönem E-Gitarren-Solo), das flockige "California" (starker "Red Dirt"-Countryrock mit einem Hauch von Westcoast), das rootsig stampfende, grandiose, gitarrenbetonte "Nowhere Fast" , das im Fahrwasser von Cross Canadian Ragweed befindliche, rockige "Burn This House Down" (feines Southern-Flair, starke Drums), oder die mit wohl dosierten Streicherpassagen verzierte Ballade "Angel", welche allesamt auf Grund ihrer Eingängigkeit wohl kaum von den Radiostationen ignoriert werden dürften. Die Band hat natürlich, wie in Red Dirt-Kreisen üblich, das gesamte Material selbst komponiert und in Eigenregie eingespielt, wobei allerdings auch einige wenige, auserwählte Gastmusiker Akzente setzen. Hier drückt besonders der agile Multiinstrumentalist Milo Deering mit Pedal Steel (stark u.a. bei der famosen, recht traditionell in Szene gesetzten, flockigen, lupenreinen New Country-Nummer "Strong Enough" mit ihrer frappierenden Nähe zu der nicht unter zu krigenden, gerade wieder mit einem glänzenden Album aufwartenden Nitty Gritty Dirt Band), Mandoline (das wunderbare "Let Me Love You") und Dobro ("Break Me Down") seinen markanten Stempel auf. Am Ende geht mit dem Titelstück "Moving On" (inkl. eines klasse Hiddentracks, der nach etwas 5.14 Minuten einsetzt) noch mal so richtig die Post ab. Der ein wenig an Charlie Daniels' "Trudy" erinnernde, als traditioneller Countrystomper in Cross Canadian Ragweed-Manier abgewandelte Song (Donahew's frecher Gesang im Stile von Cody Canada ist klasse), besticht durch seine klug ineinander verschachtelten Tempovariationen und seine instrumentellen Finessen (schön klimperndes Piano, wiehernde Fiddle, starkes E-Gitarren-Solo, prima Orgel) und dürfte einen atmosphärischen Vorgeschmack auf Casey Donahew's kommendes Live-Programm abgeben. "Moving On" von der Casey Donahew Band bietet insgesamt eigentlich alles, was eine starke "Red-Dirt"-Countryrock-Scheibe ausmacht. Ein hohes Maß an Kreativität und eine hervorragende Instrumentierung als Bestandteil authentischer, abwechslungsreicher und eingängiger Songs für das gesamte Spektrum der Klientel - und das noch ohne jede Schwachstelle. Eines der vielleicht besten "Red-Dirt"-Countryrock-Veröffentlichungen des Jahres 2009! Wir sagen respektvoll: "So kann's weitergehen", Jungs! "Move On, Casey Donahew Band"! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1 Ramblin' Kind - 3:33   
2 Next Time - 3:31   
3 Breaks My Heart - 3:52   
4 California - 3:27   
5 Nowhere Fast - 3:32   
6 Let Me Love You - 3:48   
7 Burn This House Down - 3:58   
8 Break Me Down - 3:50   
9 Strong Enough - 3:27   
10 Broken - 3:32   
11 Angel - 4:31   
12 Moving On - 9:59 (incl. hidden track)

Art-Nr.: 6605
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Ramblin' kind
Next Time
Breaks my heart
Let me love you
Burn this house down
Strong enough
Broken

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Drivin' N' Cryin' - great american bubble factory [2009]
Powerful, Southern-fueled American Rock'n Roll mit einer höllischen Gitarrenmacht! Was für ein "Hammer"-Comeback! Atlanta's Drivin' N' Cryin' um ihren charismatischen Frontmann Kevn Kinney ("you can take Kinney out of the South, but you can’t take the South out of Kinney", sagte unlängst ein amerikanischer Journalist über ihn - und er hat absolut recht) sind nach über 10 Jahren zurück mit einem neuen Album, und wie! Stärker als je zuvor, voller Frische und schier hemmungslosem, neuem Elan gehen sie ans Werk und präsentieren auf "Whatever happened to the great American bubble factory" einen "Killer"-Song nach dem nächsten. In Quartett-Besetzung (neben Kinney - Gesang und Gitarren, sind noch sein alter Weggefährte aus der Gründungszeit Tim Nielsen -Bass, Mandoline und Background Gesang, sowie der großartige zweite Gitarrist Mac Carter und Drummer Dave Johnson mit an Bord, unterstützt von Gästen wie dem im Süden sehr bekannten Keyboarder Joey Huffman und ein paar anderen) spielen sie in ihrer typischen Art auf, als hätten sie den Moment ihres neuerlichen Outputs herbeigesehnt wie nicht anderes in ihrem Leben. Es "platzt" regelrecht aus ihnen heraus, dieses fantastische Songmaterial - voller Seele, voller Spirit, voller Inspiration! Spuren von Gov't Mule und The Black Crowes sind wahrnehmbar, genauseo wie von Lynyrd Slynyrd, The Allman Brothers Band, den Rolling Stones, Big Head Todd And The Monsters, Widespread Panic, Big Star, Neil Young's Crazy Horse und den Drive-By Truckers. All das sind Kollegen, zu denen Drivin' N' Cryin' eine deutliche Seelenverwandschaft verbindet, doch sie fühlen sich, nach dem Bekunden Kinney's, darüber hinaus beeinflusst von solch unterschiedlichen Grössen wie R.E.M., Bob Dylan, den Ramones und Thin Lizzy - und das hört man auch. Doch im Herzen sind Drivin' N' Cryin', wie die Musik klar verdeutlicht, nichts weiter als eine richtige, bärenstarke, straighte "vintage Southern Rock Band"! Überwiegend geht es hier voller Power, druckvoll, fett und rau zu Werke, wenngleich mit einer wunderbaren Melodik, aber man ist mit der ein oder anderen Nummer zwischendurch auch mal in der Lage geschickt die Grenzen zu lockeren, flockigen Rootsrock-/Americana-Gefilden (war ja in den vergangenen Jahren das Zuhause von Kevn Kinney's Solo-Projekten) zu überschreiten, um anschliessend wieder mit voller Southern Rock-Wucht zurückzuschlagen. Was für grandioses, voller Strukturen, voller Melodik, und doch voller natürlicher, zwangloser Unbekümmertheit und Ursprünglichkeit steckendes Songmaterial. Viel Dreck, viel raue Retro-/Roots-Würze, viel direkte Kraft, umgesetzt mit unbändiger, spürbarer Spielfreude und brillanter, handwerklicher Kompetenz. Die beiden großartigen Gitarristen, also Kinney und Mac Carter, harmonieren prächtig miteinander. Mächtige Riffs, rauchende Duelle, famose, inbrünstige Twin-Licks und brennende Soli voller Explosivität sind das Ergebnis. Packend! Ein paar erdige, würzige, noch recht zurückhaltende Gitarrenlicks als Intro, der unverwechselbare Kevn Kinney mit seiner wunderbaren, kraftvollen, etwas nasalen "Knarz"-Stimme setzt ein, gefolgt von donnernden, straighten, hammerstarken, voll im Saft stehenden Riffs in fulminantem Drive - mit dem famosen "Detroit city" beginnt Drivin' N' Cryin's furioser Southern rockin' and rollin' Trip, der die Zuhörer für die nächsten, knapp 53 Minuten voll in Atem halten wird. Glühende, wuchtige Twin-Leads, ein drückendes, dreckiges Vollgas E-Gitarren-Solo - die Burschen rocken los wie eine Mischung aus AC/DC, The Black Crowes, Thin Lizzy und Lynyrd Skynyrd. Der Song ist eine tierische Hommage an die legendäre Detroit Musikszene um MC 5 oder The Stooges, allerdings tief verwurzelt in den Southern Rock-Wurzeln Kinney's und seiner Kumpels. Geil! Weiter geht's mit dem grandiosen Titelsong "(Whatever happened to the) Great American bubble factory", einem geradeaus abgehenden und mächtig nach vorn getriebenen (der Drummer macht richtig Tempo), mit heissen Bläsersätzen (passen wunderbar) forcierten Rocker, der sich ohne Umwege tief in unsere Gehörgänge schraubt. Tolle Melodie, kerniger Drive! Ein beeindruckendes Dokument für die Klasse und Variabilität der Band, die zu keiner Sekunde des Albums nachlässt. Hat das Feuer! Ein Sturm von fetten, massive Twin-Gitarren eröffnen die anschliessende, von einer tollen Melodie durchzogene, famose Souther Rock-Ballade "I see Georgia", ein grandioses Tribut an den Heimatstaat der Band. Viele Allmans- und Skynyrd-Einflüsse sind spürbar, vermischt mit einem gewissen Jam-Flair. Wechselt voller Spannung zwischen relativ entspannten Strophen-Phasen und eine immense Power freisetztenden, instrumentellen Abschnitten, in denen die pure Southern-Glut zum Vorschein kommt - baumstarkes, dreckiges Gitarrensolo inklusive. Etwas zurückhaltender, aber immer noch kernig und würzig, geht's bei dem fantastischen, Southern-inspired Midwestern-/Rootsrocker "Midwestern Blues" zu, umgeben von einem klasse Gitarrenmantel und hintergründiger Orgel-Untermalung. Hat etwas von Uncle Tupelo und Big Head Todd! Wieder eine klasse Melodie! Doch anschliessend wird's wieder härter, bluesiger und druckvoller. Mit einem traumhaften Groove unterlegt, intoniert man den packenden Southern Rocker "Let me down", der einerseits voller kantiger und rauer Gov't Mule-Anlagen steckt, andererseits aber wieder mit einem klasse ins Ohr gehenden Refrain besticht. Großartiges Arrangement aus massive E-Gitarren (fettes, fleischiges Solo), angereichert mit feinen Orgel-Ergänzungen. So geht das bis zum Ende weiter. Eine schwache Nummer sucht man vergebens. Die Band spielt wie aus einem Guss durch! Ob der fette, deutlich von Thin Lizzy beeinflusste, straighte Gitarrenrocker "I stand tall", die zwischendrin eingestreute, herrlich lockere, semi-akustische Alternate Country-/Americana-Nummer "Don't you know that I know that you know" (feine Mandoline und Acoustic Gitarre trifft auf dezente E-Gitarre - erinnert an Arbeiten von Jam Bands wie Leftover Salmon oder The String Cheese Incident, ebenso wie an The Jayhawks), der fast schon punkige, harte, schnelle Riff-Kracher "Get around kid", das voll abgehende, von monströsen, raffinierten Riffs angetriebene, fulminante "Trainwreck", mit seinen Bezügen zu Led Zeppelin und einer "Volles Rohr"-Ausgabe der The Black Crowes, oder die finale, traumhaft schöne Americana-Nummer "This town" mit ihren halligen Gitarren und dem trockenen Banjo - Drivin' N' Cryin' stehen voll im Saft ihres zweiten Frühlings! Welch ein Esprit, welch ein Feuer steckt (weider) in dieser Truppe! Keine Frage, die "große amerikanische Seifenblasenfabrik" von "Drivin' N' Cryin' wird in so mancher Endabrechnung zum "Album des Jahres 2009" ein gewichtiges Wörtchen mitreden. Noch einmal: Das ist ein "Hammer"-Comeback!

Das komplette Tracklisting:

1 Detroit City - 4:34   
2 (Whatever Happened to The) Great American Bubble Factory? - 3:33   
3 I See Georgia - 6:02   
4 Midwestern Blues - 4:19   
5 Let Me Down - 4:39   
6 I Stand Tall - 4:21   
7 Don't You Know That I Know That You Know? - 4:01   
8 Get Around Kid - 2:03   
9 Preapproved, Predenied - 4:51   
10 The Hardest Part - 4:49   
11 Trainwreck - 4:08   
12 This Town - 5:19

Art-Nr.: 6568
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Detroit city
(Whatever happened to the) Great American bubble factory
I see Georgia
Midwestern Blues
Let me down
Trainwreck
This town

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Edmondson, Bleu - lost boy [2007]
Bärenstarkes, drittes Studio-Album des grandiosen texanischen Singer-Songwriters Bleu Edmondson und seiner großartigen Band, das dieser Truppe nun endgültig die Aufmerksamkeit bescheren sollte, die ihr zusteht. "Bleu Edmondson doesn't sing rock and roll; on "Lost Boy" he bleeds it", feiert ein amerikanischer Journalist das neue Werk - und er hat recht. Ungemein authentisch, voller Charisma und mit einem ungeheuren Gespür für atmosphärisches, intelligentes und gleichzeitig eingängiges Songwriting gelingt Edmondson ein regelrechtes Roostrock-"Killer"-Album. Eigentlich ein "Junge" der schier unerschöpflichen texanischen "Red Dirt"-Szene, verwurzelt in den rootsigen Countryrock-Fundamenten zwischen Texas und Oklahoma, sticht Edmondson mit seinem unwiderstehlichen Stil genauso angenehm wie deutlich aus der Masse heraus, denn in seinen Stücken verarbeitet er zum einen eine ordentliche Prise Southern-Flair und zum anderen voller Stolz und deutlich hörbar die Einflüsse seines großen "Helden" Bruce Springsteen - eine tolle, packende Kombination! Das Resultat: Voller Energie und Power steckender, durchaus rauer, dabei aber traumhaft melodischer Texas "Red Dirt"-Rootsrock mit unterschwelligen Countryrock-Anlagen, massiv durchzogen von erdigen und straighten Heartland-/Midwestern-Rock-Trademarks (z.B. eines John Mellencamp) und der so typisch amerikanischen Songwriting-Philosophie eines jungen, "wilden" Springsteen! Edmondson's prächtige, durchaus etwas Southern-getränkte, raue, kraftvolle, mit viel Seele und Intensität behaftete, ausdrucksstarke Stimme und der dreckig rockige, viel texanischen Staub aufwirbelnde Gitarren-orientierte Sound der Band harmonieren geradezu perfekt mit der wunderbaren Melodik, die der Protagonist seinen Songs mitgegeben hat. Dazu erhöht sich der Spannungsbogen stetig durch die sehr abwechslungsreichen Arrangements! Der Bursche ist ein grandioser Songwriter mit der Fähigkeit knallenden, abgehenden Americana Rock'n Roll, aber auch umwerfende, so einzigartig rootsige, erdige, von einer gewissen "ungezügelten, wilden und verlorenen Romantik" geprägte, würzige Balladen zu zelebrieren. Immer wieder geht es in seinen Texten um die besagten "lost boys," "rejects," "sinners," "saints," "Southern sons" und "suicide girls" abseits der amerikanischen "Gewinner"-Gesellschaft. Musikalisch eingepackt ist das Ganze vorwiegend in satte E-Gitarren, immer mal wieder unterstützt von ausgewogen dosierten Piano- und Orgel-Einsätzen. Gleich zu Beginn des Albums gibt's mit "American saint" eine absolute "Hammer"-Nummer: Ein ruhiges Piano-Intro, langsam setzen die E-Gitarren ein, das Tempo zieht an, der Drummer erhöht die Schlagzahl, und schon sind wir mitten in einem unwiderstehlichen, satten American Rootsrock-Kracher, der alles, was zu einem "texanischen Springsteen" gehört, hergibt. Will einem nicht mehr aus den Ohren weichen! Einfach herrlich, diese raue, heisere Stimme, diese erdigen, würzigen Gitarren, dieser straighte Drive! Natürlich ist auch der typische "Red Dirt"-Dreck präsent! Und diese Melodie - welch eine faszinierende Kombination! Man bekommt regelrecht Gänsehaut! In ähnlichem Fahrwasser bewegt sich das anschließende "Last call"! Klasse Melodie, tolle Gitarren-Riffs (inklusive eines "brennenden", großartigen Solos), eine schöne Orgel im Hintergrund - rockt einfach wunderbar! Bleu Edmondson und "Red Dirt"-Countryrock-Kollege Wade Bowen sind die Komponisten der nächsten Knüller-Nummer: "Ressurection" (wird der ein oder andere auch von Wade Bowen's "Lost hotel"-Album kennen) ist eine exzellente, hier sehr würzig und "gritty" arrangierte, dabei wundervoll melodische, von fetten E-Gitarren umgarnte (tierisches Solo), pathetische, viel Southernrock-Flair versprühende, rootsige "Red Dirt"-/Heartland Rock-Ballade, die einen sofort in ihren Bann zieht. Eindrucksvoll, welch eine Authentizität und welch eine Ausstrahlung die Band versprüht! Auch bei dem folgenden, exzellenten "The echo (maybe tonight)" ist das nicht anders. Es handelt sich erneut um eine großartige Ballade, die zunächst recht verhalten beginnt, dann aber immer kraftvoller wird, um schließlich voller knisternder Spannung und Atmosphäre zwischen ruhigen und Energie geladenen Momenten hin und her zu pendeln. Auch hier wird neben den texanischen "Red Dirt"-Charakteristika wieder der Einfluß Springsteen's deutlich, insbesondere auch durch die wunderbaren Saxophon-Ergänzungen in der Art eines Clarence Clemons. Tolle Melodie! Volldampf voraus geht's dann wieder mit dem prächtigen Heartland-/Country-/Rootsrock-Knaller "Jesus is cryin'", vollgepackt mit fetten Gitarren und einer dezent im Hintergrund agierenden Geige. Balladesk rootsig wird's erneut beim starken "Back to you", wie auch beim anschließenden "Finger on the trigger", das mit seinen großartigen, würzigen Gitarrenlinien vor Southernrock-Flair (Lynyrd Skynyrd, The Marshall Tucker Band) nur so trieft, gleichzeitig aber auch von den "Red Dirt"-Spuren solcher Bands wie Cross Canadian Ragweed & Co. geprägt ist! So gibt sich Edmondson bis zum Ende des Albums nicht den Hauch einer Blöße! Was wir erleben, sind gut 48 Minuten genauso zeitlosen, wie aktuellen American Rootsrock der absoluten Spitzenklasse! Einfach famos! In Texas ist das Album bereits ein Top-Seller, nun muß "nur" noch der Rest der Welt diesen großartigen Burschen und dieses Pracht-Werk entdecken. Also, los geht's...

Art-Nr.: 5420
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
American saint
Ressurection
The echo (maybe tonight)
Jesus is cryin'
Finger on the trigger
You call it trouble

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Great Divide, The - under your own sun [2005]
Grund zum Feiern für die Countryrock-Freunde: The Great Divide aus Stillwater/Oklahoma sind zurück mit einem tollen Comeback-Album! Nach dem Ausstieg ihres charismatischen, stilprägenden Aushängeschildes, Gitarrist, Songwriter und Sänger Mike McClure, der inzwischen mit seiner eigenen Combo, der Mike McClure Band Großartiges leistet, war die weitere Existenz der Band sehr fraglich. Als man sich dann entschloß weiter zu machen, stellte sich schnell die Frage, wie die Band wohl den schmerzlichen Verlust eines solch entscheidenden Mannes verkraften würde. Ja, konnten sie ihn überhaupt verkraften? Die Antwort lautet "Ja", wenngleich sich natürlich einiges verändert hat. "Ja" für: Sie sind wieder da und legen mit "Under your own sun" ein prächtiges Album vor, mit dem sie grundsätzlich ihrem gewohnten Stil treu bleiben und die Reihe erstklassiger Werke aus der Vergangenheit gekonnt fortsetzen. Einmal mehr spielen sie einen von traumhaften Melodien geprägten, frischen, gleichzeitig aber auch den trockenen Oklahoma-Staub spührenden, herrlich Gitarren orientierten, schön knackigen New Country/Countryrock, der sich mit seinen harmonischen Strukturen schnell und nachhaltig in unseren Ohren festsetzt. Die goldenen Zeiten des Countryrocks sind allgegenwärtig! Veränderungen für: Sie haben mit Micah Aills einen neuen, wieder sehr guten Lead Gitarristen und ebenso starken Sänger verpflichtet, der zum einen eine völlig andere Stimme als Mike McClure hat (doch das empfinden wir als durchaus in Ordnung - eine Kopie von McClure wäre fatal gewesen), und zum zweiten wohl nicht über dessen Songwriter-Potential verfügt (wenngleich kurioserweise das von ihm komponierte "Scared of heights" eines der besten Stücke des Albums überhaupt ist). Die Folge ist, man greift überwiegend (bis auf 2 Songs) auf Fremdkompositionen zurück, doch diese Auswahl ist mehr als gelungen! Und so paßt es wieder! Wir hören wunderbare, dynamische Uptempo Countryrocker, feine, jedoch ebenso knackig gehaltene Midtempo-Nummern, sowie die ein oder andere, ganz wundervolle Ballade - alles im typischen Great Divide-Sound gehalten, aus klaren, satten, zuweilen leicht rootsig und "Red Dirt"-mäßig, kratzig klingenden, aber immer frisch wirkenden Gitarren und diesen herrlichen Melodien! Oft ergänzt man das transparente Gitarren-Klangbild durch eine geschickt integrierte Pedal oder Lap Steel-, sowie eine äußerst angenehme Orgel. Als Parallelen fallen einem immer wieder Bands der Sorte Restless Heart oder gar Poco ein, allerdings texanischer und rootsiger klingend, mit Ansätzen solcher Leute wie Cross Canadian Ragweed & Co.! Nach wie vor schlagen sie eine tolle Brücke zwischen Nashville-tauglichem New Country(rock) und den staubigen, rootsigen Texas-"Red Dirt"-Americana-Anlagen! "Crazy in California", mit dem das Album startet, ist gleich ein ganz großartiger, mit einem gewissen, dem Songtitel entsprechenden Westcoast-/California-Flair ausgestatteter Midtempo-Countryrocker, dessen tolle Melodie einem sofort die Angst nimmt, Great Divide könne nicht mehr an frühere Glanzleistungen anknüpfen. Sattes, zuweilen ein wenig an Tom Petty's Heartbreakers erinnerndes, trockenes Lead Gitarren-Spiel, im Hintergrund eine dezent agierende Steelguitar, knackiger Rhythmus und ein hervorragend singender Micah Aills sind der Garant für eine klasse Auftaktnummer. Doch das Album scheint nach hinten hin immer besser zu werden. Nehmen wir beispielsweise das ebenfalls im mittleren Tempo gehaltene, von tollen Acoustic Gitarren, knackigem Drumming, dezenten Steel-Tupfern, wohliger Hammond Orgel und einmal mehr einer wunderbaren Melodie geprägte "The plan" mit seinem tollen E-Gitarren-Solo, oder den traumhaften, voller Drive abgehenden und gut im Saft stehenden, dynamischen, herrlich rootsigen, leicht angedreckten, aber dennoch sehr frischen Countryrocker "Just another day", der mit seiner Kombination aus Steelguitar, dezent rauen E-Gitarren und wundervollen Gesangsharmoniern gar an die guten alten Sachen der Eagles erinnert, wie auch die schon erwähnte Traumballade "Scared of heights" die mit ihrer tollen Melodie in wundervoller Art und Weise zwischen verhaltenen und kraftvollen Momenten hin- und her pendelt, inklusive großartiger Lap Steel-Passagen. Sehr stark auch der flockige, melodische Countryrocker "Can't call it cheatin'" mit seinen tollen Gitarren, das herrliche aus Steel, Baritone Gitarre und satten E-Gitarren instrumentierte "She's leavin' this town" und die abgehende, rootsige Chris Knight-Nummer "Love and gasoline" mit ihrem staubigen Texas-Drive! Und was machen sie zum Schluß? Sie covern eine alte Phil Lynott-/Thin Lizzy-Nummer! Riffig, leicht dreckig und schön rockig lassen sie den "Cowboy song" vom Stapel! Klasse! Die "neuen" Great Divide (nur Mike McClure ist nicht mehr dabei, die restliche Besetzung ist unverändert) sind anders und trotzdem immer noch unverkennbar sie selbst. Eine neue Stimme, aber ihren musikalischen Weg voller traumhaft schöner Countryrock-Songs haben sie beibehalten! Genau richtig! Glückwunsch, Jungs - ihr habt diese sicher nicht ganz leicht zu nehmende Kurve bravourös gemeistert.

Art-Nr.: 3287
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Crazy in California
Just another day
Scared of heights
She's leavin' this town
Love and gasoline

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Hanna-McEuen - same [2005]
Endlich liegt das mit Spannung erwartete und mit viel Vorschuß-Lorbeeren bedachte (geschürt nicht zuletzt durch ihren überragenden Auftritt beim letzten "Will the circle be unbroken"-Projekt der Band ihrer Väter) Debut-Album von Jaime Hanna und Jonathan McEuen, den Söhnen der beiden Nitty Gritty Dirt Band-Gründungsmitglieder Jeff Hanna und John McEuen vor! Und was sollen wir sagen? Sie erfüllen die in sie gesetzten Erwartungen mit Leichtigkeit, ja übertreffen sie vielleicht sogar! Was da voller Frische und musikalischer Klasse aus den Lautsprechern kommt, ist der pure (New)Country-Genuß! Wunderbare Gesangsharmonien, herrliche Melodien und großartige Songs (die beiden sind excellente Songwriter), überwiegend schön knackig in Szene gesetzt (aber auch die ein oder andere, hinreißenden Ballade fehlt natürlich nicht), in einem tollen, vielschichtigen, transparenten und sehr klaren, sauberen Gitarrensound, oft mit prächtiger Baritone Gitarre, schönen Steel-Passagen und dezenten Keyboard-Fills! Die beiden haben einfach die musikalische Kompetenz geerbt, sie haben sie regelrecht im Blut. Vor allem auch stimmlich spürt man eine solche Wärme und innerliche Verbundenheit, eine Chemie, wie sie wohl nur in solch einem familiären Verwandschaftsverhältnis möglich ist. Sie sind nicht nur die Söhne von Jeff Hanna und John McEuen, sondern darüber hinaus auch noch Cousins, denn ihre Mütter Rae und Kae sind eineiige Zwillinge! Egal, wer den Lead-Gesang übernimmt, beide Stimmen sind herausragend! Zudem sind beide excellente Gitarristen (akustisch und elektrisch), wobei Jaime Hanna auch noch Mandoline und Mundharmonica, Jonathan McEuen, ebenfalls Mandoline und Banjo (wie sein Vater) spielt. Die fantastische Band, die sie im Rücken haben, komplettiert den Genuß! Als da wären: Greg Morrow - Drums (äußerst knackig), Glenn Worf - Bass, Dan Dugmore - Pedal Steel, Gordon Mote - Keyboards, sowie als weiteren Gitarristen Kenny Greenberg und die beiden Fiddler Gabe Witcher und Phil Salazar, auf einigen Tracks! Möchte man nach Vergleichen von Künstlern, denen die Musik in etwa ähnelt, suchen, so fallen einem Namen wie Foster & Lloyd, die Mavericks (ohne ihren Rockabilly-Einschlag), ein früher, rockiger Vince Gill, in Ansätzen vielleicht auch die Eagles, und die Everly Brothers, allerdings sehr countryorientiert und in einem aktuelleren Sound, ein. Natürlich gibt's auch Reminiszensen an die Nitty Gritty Dirt Band! Ein paar Beispiele: Das Album startet gleich mit einem richtigen Knüller: "Fool around" ist ein prachtvoller, munterer und überaus knackiger Uptempo New Country-Knaller mit einer ganz wunderbaren Melodie, der bereits nach Sekunden keinen Zweifel mehr aufkommen läßt, welch hervorragende Künstler hier am Werk sind. Sehr stark die rockigen Gitarren, inklusive quirliger, rotziger Baritone Guitar, sowie die Integration der harmonischen, weichen Steelguitar. Hat einen guten Drive! Auch bei dem folgenden, angerockten Midtempo-Countrysong "Blue sunrise" hören wir wieder diese wunderbare Baritone Gitarre, die sich regelrecht geheimnisvoll, aber auch majestätisch durch das, von einem gewissen Roots-, Western- und Americana-Feeling begleitete, Stück zieht. Toller Gesang! Strahlt eine immense Frische aus! Wie auch das anschließende "Read between the lies", eine herrlich melodische Country-Ballade, mit der sie erstmals musikalisch recht nahe an die Band ihrer Väter herankommen. Großartiger, von toller Mandoline, schöner Steel, transparenten Gitarren und einer, ein dezentes Mountain-Flair versprühenden, wunderbar reinen Mundharmonika, bestimmter, traditionell verwurzelter, semi-akustischer Country, der in seinem feinen 3/4-Waltzing-Takt auch der Nitty Gritty Dirt Band wie auf den Leib geschrieben wäre. So folgt eine klasse Nummer der nächsten! Wie der kräftige, etwas rootsige, wieder sehr knackige, melodische, mit tollen Gitarren, schöner Steel und ein paar klimpernden Piano-Klängen instrumentierte Countryrocker "Something like a broken heart", das rhythmische, sonnige "End of me" mit seinem leichten Buddy Holly- und Karibik-/Latino-Einschlag, die wundervolle, glasklare, gefühlvolle und reine Country-Ballade "Prayer for you", das dynamische, Banjo-driven "Wild eyes of love", das rockige, sehr an Foster & Lloyd erinnernde "Someone else", der schmissige, viel Everly Brothers-Feeling verbreitende, etwas nostalgisch angehauchte Countryrocker "Rock and a heartache" mit seiner großartigen "Schweineorgel" und dem glühenden E-Gitarren-Solo, bis hin zu der abschließenden, entspannten, wunderbaren Ballade "Ocean"! Hanna-McEuen haben einen beeindruckenden Grundstein für eine möglicherweise große Karriere gelegt. Alle Voraussetzungen dafür sind jedenfalls gegeben! Ein Pracht-Debut!

Art-Nr.: 3421
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

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Horsehead - casual dracula [2015]
"Hey, Hey, My, My, Rock & Roll will never die…"! Mit diesem berühmten Neil Young-Zitat begrüßen Horsehead ihre Fans auf ihrer Website - und es passt einfach wie die sprichwörtliche "Faust aufs Auge". Horsehead zählen ohne jeden Zweifel zu den besten (Gitarren)Rootsrock-/Amercana-Rockbands der Gegenwart, obwohl die Truppe aus Richmond/Virginia trotz mittlerweile 5 hochklassiger Alben immer noch weitestgehend unbekannt ist. Das muss sich ändern! Ihr neues Werk "Casual Dracula" knüpft nahtlos an die Vorgängeralben an und bestätigt mit seinen 11 bärenstarken Songs einmal mehr die Aussage eines amerikanischen Kritikers, der unlängst über den Stil der Band sagte: "The honky-tonk swagger of the Rolling Stones, the Southern-fried soul of Lynyrd Skynyrd, the pop sensibilities of Tom Petty and the slinky bravado of The Faces". Das trifft es vorzüglich, wenngleich man im Sound von Horsehead auch noch Spuren solcher Kollegen wie beispielsweise Dan Baird, Shurman, Neil Young & Crazy Horse und vor allem auch den Bottle Rockets findet. Was wir erleben ist ein Feuerwerk voller Energie steckenden, dreckigen, kernigen, schnörkellosen Rootsrocks und Americana Rocks, immer wieder mit dezenten Anleihen des Blues und des Heartland Rocks. Das durchweg erstklassige Material ist "heavy on the hooks" und vollgepackt mit bestens hängen bleibender Melodik. Die zentralen, den Sound bestimmenden Figuren der Band sind Produzent, Songwriter und Frontmann Jon Brown (lead vocals, guitar, percussion) und Kevin W. Inge (lead guitar, pedal steel, keyboards, background vocals). Dazu gesellen sich die hervorragende Rhythmusfraktion von Randy Mendicino (bass) und Gregg Brooks (drums), sowie der kurz vor den Aufnahmen zu "Casual Dracula" neu eingestiegene, fünfte Bandmember Ben Willson (piano), der den satten, rotzigen, zündenden Gitarrensound immer wieder mit klimperndem Piano unterstützt. Kommen wir zum ersten Song des Albums, dem Titelstück: Herrlich dreckige E-Gitarren-Riffs erklingen, dazu ebensolcher, erdiger Gesang von Jon Brown, ehe nach ca. einer Minute die komplette Band einsetzt, um das musikalische Feuer endgpültig zu zünden. Was erleben wir gleich zu Beginn für einen wunderbaren, herzhaften, rauen Power Heartland-/Rootsrocker. Klasse! Eine tolle Melodie und ein erdiges Rootsrock-Ambiente umgeben das anschließende, großartige, würzige "Money taks". Die fulminanten Gitarrenriffs, das klimpernde Piano und das Energie-geladene Arrangement vereinen Spuren der Stones, der Bottle Rockets und eines kräftig nach vorn rockenden Springsteens. Ähnliches gilt für das straighte, richtig fett aus den Lautsprechern preschende "Last word wins". Diese Nummer hat vielleicht auch etwas von den großartige Lucero und einem frühen Will Hoge. Tolle Dynamik, glühendes Slide-Solo am Ende. Etwas zurückgenommener agieren Horsehead bei der wunderbaren Roots-/Americana-Ballade "Dear radio". Klasse Mundharmonika-Intro, unaufdringliche Klavierbegleitung, transparente Gitarren, feine Pedal Steel-Fills und eine exzellente Melodie bestimmen das Geschehen. Ist schön staubig inszeniert und könnte damit auch durchaus in das Repertoire eines Ryan Bingham passen. Deutlich rauer und rockiger wird's dann wieder bei dem von dreckige Geradeaus-Riffs bestimmten, kernig knackigen Rocker "Feel to good to cry", bei dem die Gitarren einfach herrlich "schrammeln". Toll! So folgt eine klasse Nummer nach der nächsten, bis das Album schließlich mit der fantastischen, etwas Alternate Country-infizierten Americana-Ballade "Built a bridge" (tolle Melodie, schöner Harmonium-Untergrund, würzige E-Gitarren-Licks) genauso stark endet, wie es begonnen hat. Frontmann Jon Brown sagt über die Musik: “We just wanted to make honest rock and roll and I feel that’s just what we’ve done.”. Dem gibt's wenig hunzuzufügen. Also, in diesem Sinne: "Hooks and harmonies, roots and soul, this is Horsehead Rock'n Roll"! Das ist einfach eine "geile" Truppe, wieder mal mit einem "geilen" Album.

Das komplette Tracklisting:

1. Casual Dracula - 3:20
2. Money Talks - 3:00
3. Last Word Wins - 3:30
4. Dear Radio - 4:10
5. Feel Too Good to Cry - 6:40
6. Border Living - 3:09
7. Help Me Sing - 4:39
8. Pretty Girls / Heavy Drinks - 4:57
9. Footsteps - 3:29
10. The Losing End - 3:16
11. I Built a Bridge - 4:34

Art-Nr.: 9078
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Casual Dracula
Money talks
Last word wins
Dear radio
Feel to good to cry
Help me sing
The losing end
I built a bridge

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Horsehead - sympathetic vibrations [2012]
Grandios! Brian Robbins vom in Fachkreisen überaus renommierten Webzine "jambands.com" ist völlig aus dem Häuschen und spricht von "one hell of an album". Man kann dies nur mit einem dicken Ausrufezeichen unterschreiben. Obwohl in der Breite noch immer weitestgehend unbekannt und lediglich unter Insidern ein Begriff, muss man das in Richmond/Virginia beheimatete Quartett Horsehead ohne jeden Zweifel als eine der stärksten und besten (Gitarren)Rootsrock-, Americana Rock-Bands der Gegenwart bezeichnen. Mit ihrem neuen Album "Sympathetic vibrations", ihrem bereits vierten, liefern sie (mal wieder) eine regelrechtes Musterbeispiel ganauso geradlinigen, straighten wie variantenreichen Rootsrocks ab. Nein, sie setzen Maßstäbe! 13 fantastische Songs präsentieren uns die Herren, genauso zeitlos wie aktuell, mal mit einem Hauch von Country- und Heartland Rock Anlagen, mal mit einem bluesigen Flair, staubig, erdig, "gritty", würzig, durchzogen von prächtig hängen bleibenden Hooklines und durchweg wunderbaren Melodien, dargeboten in vollendeter, musikalischer Qualität. Horsehead sind: Kopf, Produzent, Songwriter und Frontmann Jon Brown (lead vocals, guitar, percussion), Kevin W. Inge (lead guitar, pedal steel, piano, organ, background vocals), Randy Mendicino (bass) und Gregg Brooks (drums). Unterstützt wird die Band von einigen renommierten Gästen, wie zum Beispiel Drive-by Truckers' Jay Gonzales, der bei drei Stücken das Klavier bedient. Bestimmt werden die Arrangements vorwiegend von dem massiven, satten und dreckig erdigen Gitarrensound Brown's ind Inge's, die sich dabei vorbildlich ergänzen. Die Riffs stecken voller Saft und Kraft, die Lead Gitarren-Führung wirkt genauso spannend wie vertraut und eingängig, Dazu kommen einige herzhafte, flammende Soli, die die ganze Spielfreude der Band ausdrücken. Ergänzt wird dieses vielschichtige Gitarrengewand durch adäquat involvierte Klavier- und Orgel-Einsätze, und manchmal die herrlich eingebundene Pedal Steel von Kevin Inge. Es ist die pure Wonne dieser Band zuzuhören. Die Rolling Stones, Son Volt, Tom Petty & the Heartbreakers, The Band, The Black Crowes, The Jayhawks, Dan Baird, John Hiatt, die Bottle Rockets, Neil Young's Crazy Horse, alle hinterlassen irgendwie ein paar Spuren, aus denen Horsehead schließlich ihren unwiderstehlichen, eigenen Stil kreieren, der nur nach ihnen selbst klingt. Jon Brown drückt es so aus: "We don’t sound like anyone else, we sound like Horsehead". Ein paar Songbeispiele: "Darkened streets" ist ein ungemein erdiger, kraftvoller, mitreissender Rootsrocker mit einem leichten, unterschwelligen Crazy Horse- und Stones-Touch. Massive Gitarren bestimmen das Geschehen, die Melodie ist exzellent. Jon Brown singt großartig, Kevin Inge brilliert mit einem begnadeten, glühenden Gitarrensolo voller Leidenschaft - es ist eine Pracht. Das Feuer der Band springt unmittelbar auf den Zuhörer über. Wundervoll! Das anschließende, voller Dynamik und Schwung losrockende "Emptiest arms in the world" knüpft nahtlos an den Vorgänger an. Ein furioser, melodischer, abgehender "American Rock'n Roller" mit herrlichen Lead Gitarren-Linien und kernigen Riffs. Geradezu magisch schraubt sich der Song in unsere Gehörgänge und will nicht mehr weichen. Hammer! Einen Hauch von Countryrock-Feeling versprüht das mit traumhaften Pedal Steel-Klängen verzierte "Get up". Beginnt wunderbar locker und flockig, wird zum Ende hin aber immer kraftvoller, dabei jedoch nicht weniger melodisch. Auch ein gewisses Heartland-Flair ist spürbar. Klingt fast wie eine Synthese aus Anlagen von Bruce Springsteen und den legendären New Riders Of The Purple Sage. Geht nicht? Und wie das geht! Horsehead kriegen das in beeindruckender Manier hin. Ultrastark auch der von gewaltigen, fetten Riffs bestimmte, straighte Rootsrocker "Big sun" mit seinem mächtigen, nach vorn gehenden Drumming. Inge spielt abermals ein tolles Gitarrensolo. Schön hier der dezent psychedelische Retro-Touch und die feinen Klavier-Ergänzungen. Das letzte Stück der Scheibe, die großartige Ballade "Candy (by the side of the west highway) bewegt sich schließlich im schönen Roots-Fahrwasser der unvergessenen The Band. Doch welchen Song man sich auch anhört, einer ist stärker als der andere. Die Truppe besticht mit unglaublicher Qualitäts-Kontinuität. Keine Frage, "Sympathetic Vibrations" ist ein absolutes Rootsrock-/Americana Rock-Meisterwerk!

Hier noch das eingangs erwähnte, begeisternde Review von "jambands.com" im Original:

Go ahead – reel off your favorite alt-country/Americana/whatever-you-want-to-call-it albums of all time … the seminal statements of the genre. What would be on the list? Son Volt’s Trace ? Whiskeytown’s Faithless Street ? Hollywood Town Hall by The Jayhawks? Wilco’s A.M. ? Whatever the albums are, what about them grabs ahold of you? Smart lyrics and a stone-real delivery? A haybale punk vibe? Garage pop crossed with Exile On Main Street -style cellar funk? Twanging crunch? Crunchy twang?

Here – have some of all of the above. World, meet Horsehead. The album is Sympathetic Vibrations – their fourth – and I humbly offer it up as being real and good and raggedy and right.
Sympathetic Vibrations delivers – name your poison, bucko. The album enters softly with “Moving Target” – just Horsehead principals Jon Brown and Kevin W. Inge (the self-proclaimed “Dimmer Twins”). Brown leads the way on vocals with acoustic guitar in hand, while Inge infuses the tune with wisps of keys and lovely pedal steel. By the way, it’s worth noting that the frigging guy – Inge – basically taught himself pedal for this album. If you’re not familiar with the beast’s workings – foot pedals, knee levers, ten strings and all – then Inge’s accomplishment might be lost on you. Trust me – there are folks who’ve been pickers all their lives who wouldn’t dare get near a pedal steel in a recording studio. Inge may be a rookie steeler, but he handles it like a seasoned pro, adding washes of sparkle amongst the grit on “Get Up” and putting the thing on full stun for “Spinning Your Wheels” with a slightly raspy-voiced tone that is absolutely beautiful.

Brown is the band’s lead voice and tunesmith. The album’s 13 cuts show he knows how to convey his songs’ souls (and the characters who inhabit them) in short order – from the heartbroke, dirt-streaked weariness of “God Damned The Rain To Fall” (Travis Rinehart’s guest banjo completes the picture) to the ominous won’t-take-no-for-an-answer stalk of “Sweet On You”. On “Emptiest Arms In The World” Brown delivers the goods with flannel-shirted soul and the confidence of a man who could rebuild his own carburetor. And the good-byes of “Candy” leave you wishing him well and hoping like hell that he and that gal end up together in a good place.

Bassist Randy Mendicino ended up swapping rhythm partners midway through the Sympathetic Vibrations session when longtime drummer Andre LaBelle left the band and Gregg Brooks settled in behind the kit. It’s a tribute to all three that the transition was a seamless one and only the liner notes tell the tale – there are no obvious splits between the Mendicino/LaBelle and Mendicino/Brooks tunes. Dig the nuts-on lurch of “Darkened Streets” (think vintage Molina/Talbot slam – and listen for the “Norwegian Wood” tease in the guitar break); the driving rhythm of “Running For The Door” tears along like a cousin to Tommy Tutone’s “867-5309” before Brooks and Mendicino shift gears and go into full surf mode; “Wasting Time” is big and majestic – beat-down, but not without pride just the same.

Multi-instrumentalist Inge (we’ve already discussed his grossly-amazing pedal steel contributions) is all over this thing: doubling up with Brown on guitar here … adding some organ here … a bit of piano here … a master of divining what a particular tune needs – no more and no less. Horsehead buddy (and Drive-By Trucker) Jay Gonzales sits in on piano for a couple of tunes, the most notable being the walloping rocker “Big Sun”.

“Big Sun” alone could sell you on Horsehead: wicked grab-you-by-both-ears opening guitar riffs; big bass swoops and straight-ahead drumming; enough crash-and-thrash to get your attention before settling into the palm-muted chug of the verses. Brown tells his tale perfectly about the folder at a laundromat who “smelled of soap and cigarettes.” It’s obvious the story can go only go one way – and the fact that the song evolves into a total guitar workout is the perfect way to tell the tale. The song fades at about the 5-minute mark, but comes roaring back with an eff-you-we’re-not-done attitude: Mendicino and Brown join forces while Brooks rolls and tumbles in glorious drum ecstasy; and Inge simply plays the piss out of his six-string. Of all the titles Horsehead wears well, “Big Sun” proves that above all, they are one hell of a rock and roll band.

And beyond that, Sympathetic Vibrations is one hell of an album.

(Brian Robbins)

Das komplette Tracklisting:

1. Moving Target - 2:42
2. Darkened Streets - 5:07
3. Emptiest Arms in the World - 3:40
4. Hard Hand to Hold - 4:40
5. Get Up - 4:11
6. God Damned the Rain to Fall - 3:56
7. Running for the Door - 3:50
8. John Adams - 4:32
9. Spinning Your Wheels - 3:34
10. Big Sun - 6:14
11. Wasting Time - 5:04
12. Sweet On You - 3:19
13. Candy (By the Side of the West Highway) - 4:00

Art-Nr.: 8055
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Darkened streets
Emptiest arms in the world
Hard hand to hold
Get up
Running for the door
Big sun
Candy (by the side of the west highway)

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Indigenous - broken lands [2008]
"Native American Guitarslinger" Mato Nanji und seine Freunde mit einem traumhaften, neuen Album! So wunderbar kann Roots-based Bluesrock sein! Als Indigenous vor rund 10 Jahren die Bühne des Bluesrock-Circuits betraten, schlugen Mato mit seinem atemberaubenden, oft an Stevie Ray Vaughan erinnernden Gitarrenspiel, sein Bruder Pte am Bass, seine Schwester Wanbodi am Schlagzeug und Cousin Horse (Percussion), alle dem Stamm der Nakota-/Sioux-Indianer angehörend, ein wie eine "Bombe". Sie waren, und sind es natürlich auch heute noch, so etwas wie die neue Vorzeige-Institution harten, intensiven, mit einem deutlichen Jam-Spirit durchzogenen Gitarren-Bluesrocks! Was hat sich nach einer Dekade geändert? Aus der ehemaligen "Familienbande" ist nur noch Mato übrig geblieben. Die anderen haben sich in aller Freundschaft, ohne den Hauch von Meinungsverschiedenheiten, mittlerweile anderen Aufgaben zugewandt, und Mato führt das Projekt "Indigenous" mit neuen Musikern und neuem Elan weiter. "Everybody decided to go their own way, leaving me to carry on Indigenous," sagt Mato zu dieser Entwicklung. "Playing with my family for 10 years was a lot of fun, but it was time to grow." So rekruierte er zusätzlich den großartigen Slide-Gitarristen Kris Lager, den Keyboarder Jeremiah Weir, Bassist Aaron C. Wright, Drummer Kirk Stallings und Percussionist Chico Perez in die Band (zum Teil war diese Truppe auch schon beim Vorgänger "Chasing the sun" mit an Bord), deren erstes gemeinsames Resultat auf CD nun das fantastische "Broken land" ist. Nich mehr ganz so intensiv wie früher, aber nicht minder kraftvoll und vor allen Dingen ungeheuer inspiriert, tendiert die Musik von "Broken lands", das thematisch einiges über die Historie und das Leben in den Reservaten zu erzählen hat, etwas mehr in Richtung Roots- und American Heartland Rock, was unter dem Strich zu einer grandiosen Synthese aus Roots- und Bluesrock führt: Traumhaftem Roots-based Bluesrock! Tolle Melodien, hinreißende Grooves, großartig hängen bleibende Strukturen, und doch diese Verspieltheit, dieses Fließende, diese unterschwellige Jam-Freude und dieser stets spürbare Hang, irgendwann zu einem dieser, von lässiger Percussion unterstützten, glühenden, unwiderstehlichen Gitarren-Ausflüge anzusetzen. Mato Nanji's "heroes" wie Stevie ray vaughan, Jimi Hendrix, Carlos Santana, aber auch Los Lobos, Gov't Mule oder gar John Mellencamp hinterlassen dabei durchaus ihre Spuren. Auch eine Menge Southern-Esprit ist immer wieder spürbar. Der wunderbare Gitarrensound, durch den zweiten Gitarristen noch vielschichtiger geworden, wird immer wieder durch dezente, aber prägnante Orgel- und Klavierklänge bereichert. Es passt einfach prächtig. Und Mato's Gesang war nie besser! Herrlich bluesige Riffs und wundervolle, erdige, würzige Gitarrenlicks bestimmen den kraftvollen, dennoch sehr gediegen wirkenden, von einer großartigen Melodie und lässigem Groove geprägten, seeligen Roots-/Bluesrocker "Should I stay", der unsere verwöhnten Roots-/Blues-Ohren unverzüglich in einen Zustand angenehmsten Wohlbefindens und höchster Zufriedenheit versetzt, der sich auch im weiteren Verlauf des Albums zu keiner Minute mehr verflüchtigt. Toller Refrain mit schönem Background-Gesang von Mato's Gattin Leah Nanji (zudem, bis auf eine Ausnahme, Co-Writerin aller Songs), brennendes Gitarrensolo von Mato! Was für ein Start in dieses grandiose Album! Nicht minder stark geht's mit dem langsamen, erneut sehr melodischen, aber kraftvollen, rootsig-bluesigen "Eyes of a child" weiter (tolle Bottleneck-Arbeit von Kris Lager), ehe die Energie mit dem kernigen, von großartigen, parallel zum Gesang eingesetzten Gitarrenlicks und straighten, satten Riffs bestimmten Knaller "Place I know" deutlich zunimmt. Hat gut Dampf! Klasse Jam-Feeling! In dem fast 3-minütigen, von einem tollen Percussion-Groove getragenen Instrumentalfinish brilliert Mato mit wunderbaren Gitarrenläufen. Teilweise hat man den Eindruck, drei Gitarristen führen einen glühenden Schlagabtausch! Flüssig, jammig, locker, voller spürbarer Spielfreude, frisch und lässig geht es bei dem flockigen "All I want to see" zur Sache, ehe man mit "I can't pretend" zu einer hinreißenden, von kochenden E-Gitarren und wunderschönen, klaren Linien geprägten, herrlich melodischen, rootsigen Heartland Rock-/Bluesrock-Ballade ansetzt, die sicher bei dem ein oder anderen pure Gänsehaut entfachen dürfte. Großartig hier die dezente Orgel-/Piano-Untermalung in Verbindung mit den transparenten Gitarren. Ungemein stark beispielsweise auch der semi-akustische Blues-Shuffle "All night long" mit toller Acoustic-Slide, der trockene, dynamische, von zwischen Hendrix und SRV liegenden Riffs geprägte, straighte Bluesrocker "Just can't hide", der ordentlich abgehende, sehr knackige und melodische Uptempo-Bluesrocker "Make a change" (toller Schlagzeug-Drive, tierisches Electric Lead-/Slide-Guitar Wechsel-Solo im Break), oder die rootsige, voller Southern-Spirit steckende (die Licks erinnern gar entfernt an Lynyrd Skynyrd), mit wundervollen, vielschichtigen Gitarren und großartigen, glühenden Soli gespickte Ballade "Waiting", mit der das Album genauso stark endet, wie es gut 54 Minuten zuvor begonnen hatte. Nach den Veränderungen in der Band herrscht bei Mato Nanji und seinen Freunden eine regelrechte Aufbruchstimmung, die sich wunderbar in der Musik widerspiegelt. "'Broken Lands' makes me feel like I did when Indigenous was just starting out," sagt Nanji. "We were excited about making music and making records, and maybe getting to tour all over the United States, which we did. Now Indigenous is a new band again and I feel that same excitement, but this time, when we start touring in August, I want to take these new songs and this great sounding band all over the world." Wir nehmen Dich beim Wort, Mato! Laßt Euch mal in unseren Gefilden blicken, die Fans werden Euch zu Füßen liegen! Bis dahin (und darüber hinaus), ergötzen wir uns an diesem famosen Album! "Broken land" ist einfach wunderbar!

Die Tracklist:

1 Should I Stay - 4:12   
2 Eyes of a Child - 4:57   
3 Place I Know - 5:16   
4 All I Want to See - 4:33   
5 I Can't Pretend - 4:24   
6 All Night Long - 3:58   
7 Just Can't Hide - 4:28   
8 Make a Change - 3:33   
9 It's Alright with Me - 4:43   
10 Let It Rain - 3:56   
11 Still Remember - 4:30   
12 Waiting - 5:39

Art-Nr.: 5913
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Should I stay
Place I know
All I want to see
I can't pretend
Make a change
Waiting

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McClure Band, Mike - foam [2006]
Was für ein Hammer-Album! Ihr "Red Dirt"-Enthusiasten, schnallt Euch an, jetzt wird gerockt! Der begnadete, mit einer so prächtigen, einzigartigen Stimme gesegnete Singer/Songwriter, Gitarrist, Produzent (unter anderem produzierte er die letzten Studioalben von Cross Canadian Ragwed) und ex-Kopf der Oklahoma Countryrock-Formation "The Great Divide", Mike McClure, legt mit "Foam", dem nun bereits dritten Album seiner neuen Truppe, der Mike McClure Band, die Meßlatte für seine eigenen Ansprüche in gewaltige Höhen, so stark, so beigeisternd, so packend ist dieses Werk geworden! McClure, im übrigen ein "Busenfreund" von Cody Canada, gilt als eine der Persönlichkeiten der jungen, "wilden", Texas/Oklahoma-"Red Dirt"-Generation, als Mentor, Vorbild, Einflußgeber und Wegbereiter der Erfolge für unzählige Bands und Musiker dieses Genres, wie Wade Bowen, die Randy Rogers Band, die Kyle Bennett Band, No Justice und eben auch Cross Canadian Ragweed. Was er nun mit "Foam" abliefert, wird sein Standing, wowohl unter den Musikern, als auch unter den Fans, noch einmal massiv festigen! Voller Intensität, ja man kann schon sagen voller "Wucht", preschen uns diese 11 ausnahmslos fantastischen Songs aus den Lautsprecherboxen entgegen. So laut und hart haben wir die Mike McClure Band noch nie erlebt. Teilweise klingt der Stoff, als wolle man seine Kumpels von Cross Canadian Ragweed ungespitzt in den Boden rocken! Das Album strotz nur so vor Kraft und Power, vor Saft und Druck, aber auch vor Frische und Lockerheit! Denn trotz allen Drucks und des zuweilen mächtig dampfenden Gitarrensounds (inklusive der Gäste Joe Hardy, Travis Linville und Kevin Webb sind insgesamt 4 E-Gitarristen am Werk) gelingt McClure und seinen Freunden natürlich wieder diese hinreißende Synthese aus brodelnden Riffs, mitreißendem Americana-/Red Dirt-/Countryrock-Feeling, rauem Roots-Staub und an Schönheit und Eingängigkeit kaum zu überbietender, teilweise regelrecht Gänsehaut erzeugender, traumhafter Melodik! Songs, deren Charakter schon fast als "heavy" zu bezeichnen ist, treffen auf bluesigen Texas-Roots-Stoff, einen Schuß Midwestern Rock, unübertreffliche Southern-Kracher und herrlich flockige, knackige Countryrocker! Powernde Drums, fette, dreckige, überschäumende Riffs und glühende, raue Leads treffen auf glasklare, filigrane Mandolinenklänge und wunderschöne Pedal Steel Guitar! Und das Zeug geht einem nicht mehr aus dem Ohr! So unterschiedlich und abwechslungsreich das Album in seiner Songauswahl und seinen Arrangements auf den ersten Blick zu wirken scheint, so in sich geschlossen ist es schlußendlich! Grandios! Dreckige, laute, kantige, raue Gitarrenlinien, kochende Leads (starke Soli), sowie intensive Red Dirt-Rhythmen aus pochenden Drums und treibendem Bass bilden das Gerippe des beißenden Texas-Roots-/Alternate Country-Rockers "I know", der darüber hinaus durch eine fantastische Melodie und einen wunderbar rotzigen, "wilden" Charme besticht! Wo holt McClure nur immer wieder solche Songs her? Ein ganz schmaler Grat, den er hier, wie praktisch auf dem gesamten Album, beschreitet, den er aber perfekt trifft - raue, rootsige Ursprünglichkait, natürliches Countryrock-Feeling, massiver Texas Rock-Druck und unwiderstehliche Melodik! Weiter geht's mit dem knackigen, kernigen, schwungvollen, nicht mehr aus dem Ohr weichen wollenden, wie Öl runtergehenden "Red Dirt"-Countryrocker "Saints in the twilight", der ein gewisses Mellencamp'sches Midwestern-Flair nicht leugnen kann. Satter Sound aus transparenten Gitarren, einer schönen, wohligen Hammond-Orgel im Hintergrund und tollen Harmoniegesängen im Refrain! Klasse, das versierte und virtuose, rotzige, erdige Gitarrensolo gegen Ende der Nummer! Nach dem leicht balladesken, prachtvollen "Floods" (wieder sehr kraftvoll und mit tollen Gitarren ausgestattet) folgt der donnernde, massive Roots-/Gitarren-Riff Rock-Kracher "Belly of the beast", der "reinhaut" als gäbe es kein Morgen mehr! Selbst berauschte Cross Canadian Ragweed unter Volldampf hätten da Schwierigkeiten mitzuhalten! Fulminante E-Gitarren sorgen für ein mächtiges "Riff-Inferno" und loderndes, southern-getränktes "Red Dirt"-Feuer! Toller Groove! Und, trotz aller Intensität, eine herrliche Melodie! Etwas Abwechslung und Erholung bieten dann das lässige, coole, von ungemein lockerem, fingerfertigem Gitarrenspiel begleitete, bluesig swingende, southern-lastige, country-rockige "Jack of diamonds" und das von den großartigen Steelguitar-Linien der Texas-Ikone Lloyd Maines begleitete, am ehesten an alte "The Great Divide"-Country-Tage erinnernde "Fool's holiday", ehe die Truppe mit dem packenden "Fire" das Gaspedal abermals bis zum Anschlag durchdrückt! Ein fulminanter Kracher, der einen Eindruck hinterlässt, als seien Black Sabbath ein Relikt der Texas/Oklahoma-"Red Dirt"-Countryrock-Szene! Viel Southern Rock-Flair! Was für ein "geiler" Fetzer! Völlig gegensätzlich dann wieder der traumhafte, rootsige, lockere Countryrocker "She don't want nobody" mit seinen knackigen Drums, den wundervollen Mandolinen-Klängen und herrlichen Steelguitar-Läufen (erneut Lloyd Maines)! Es folgen noch der großartige, trockene Americana-Rocker "Lucky Man" (schöne Mundharmonika), der durch Mark und Bein gehende, aber wieder sehr melodische, explosive, drückende, dezent bluesige Southern Rock-Knaller "Riverside" (bärenstarke, massive, brodelnde Double E-Riffs und-Licks) und der prächtige, Slide-getränkte, knackige, voller Midwestern-Flair steckende, von herrlich transparenten Gitarren begleitete Americana-/Roots-/Countryrocker "Calling all cars"! Für die unglaublich starke Produktion und den klasse Sound zeichnen McClure selbst und Joe Hardy verantwortlich! Ein kleiner Wehrmutstropfen ist vielleicht das spartanische "Booklet" (Ein Blatt-Einleger) als Cover, doch in Anbetracht der überragenden Musik sehen wir darüber großzügig hinweg! Ein Album ohne den Hauch eines Aussetzers! Mike McClure auf einem neuen Höhepunkt seines bisherigen musikalischen Outputs! Texas Rock-Fans, die Southern Rock-Fraktion, die "Red Dirt"-Enthusiasten, Rootsrock-Freunde, die Americana-/Countryrock-Gemeinde - alle sind hier angesprochen: Die Mike McClure Band mit einem Album, daß im Ranking der "Highlights des Jahres 2006" eine gewaltige Rolle spielen wird!

Art-Nr.: 4642
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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I know
Saints in the twilight
Fire
She don't want nobody
Lucky man
Riverside

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Merritt, Tift - tambourine [2004]
Gut 2 Jahre nach ihrem großartigen Debut "Bramble rose" beglückt die wunderbare Tift Merritt aus North Carolina die Roots-/Americana-Welt mit einem neuen Traumalbum! Schon damals bezeichneten wir sie als neuen, hell leuchtenden Stern am Roots-/Americana-/Countryrock-Himmel, was mit "Tambourine" auf meisterhafte, sehr beeindruckende Weise seine Fortsetzung findet. Dieser Stern leuchtet heute heller, als je zuvor! Mit dem ihr angeborenen Südstaaten-Charme ausgestattet, begibt sich die begnadete Singer/Songwriterin erneut auf eine wunderbare Reise durch die musikalischen Landschaften des "Americana"-Genres. Wieder verzaubert sie uns mit 12 fantastischen Songs, deren Grenzen zwischen Rootsrock, Folk, Country, Countryrock und Alternate Country fließend ineinander übergehen, dabei diesmal aber noch, in Weiterentwicklung zu ihrem Vorgänger, zuweilen mit einer feinen Prise Memphis/Muscle Shoals-Soul, Southern-Gospel-Blues und Good Time Rock'n Roll-Drive ergänzt werden. "Tambourine is a blow-out of gritty defiance and therapeutic honesty, a sexy, energetic roots rock record with healthy doses of Muscle Shoals soul and hints of country", ist auf ihrer Website treffend nachzulesen. Die im Vergleich zum Vorgänger insgesamt etwas flotteren Songs stecken durch und durch voller excellenter Melodien, die den Zuhörer unmittelbar in ihren Bann ziehen. Dazu die frischen Arrangements aus einem herrlichen Gitarrensound und Tift's unwiderstehliche, kräftige, klare, aber gleichzeitig immer rootsig wirkende, reine Stimme. Alles paßt wunderbar zusammen und kommt völlig natürlich, sehr authentisch und voller Herz und Seele rüber. Auch die erlesene Schaar von Musikern, die mit ihr das Album einspielten, trägt natürlich dazu bei. Da haben wir Mike Campbell (Tom Petty's Heartbreakers) an der Lead-Gitarre, Neal Casal (Gitarre), Don Heffington (Emmylou Harris, Lone Justice) am Schlagzeug, Lance Morrison (Bass), eine prächtige Background Gesangs-Fraktion um Gary Louris (Jayhawks) und Maria McKee, sowie als weitere Gäste beispielsweise Benmont Tench (Keyboards) und Robert Randolph (Pedal steel)! Ein paar Songbeispiele: Das Album beginnt mit einer traumhaft schönen, von herrlichen Acoustic-Riffs und ungemein frischem, gefälligem und lockerem Lead-Gitarrenspiel geprägten Rootsrock-/Americana-Rock-Nummer, die irgendwie wirkt, als sei sie in einer gemeinsamen Session der Jayhawks und Sheryl Crow entstanden. "Stray paper" heißt der Song! Einfach herrlich! Enthält ein großartiges, variantenreiches E-Gitarrensolo von Mike Campbell! Weiter geht's mit dem knackigen, schwungvollen, wie Öl runter gehenden, voller Tom Petty-Flair steckenden Rootsrocker "Wait it out". Kann ein sonniges Westcoast-Feeling nicht von der Hand weisen, und wirkt dennoch trocken! Tolle Gitarren, eine bestens integrierte Hammond Orgel und ein guter Drive bestimmen das Arrangement! Es folgt mit "Good heartet man" eine hinreißende Midtempo Americana-Nummer, die voller herrlichem Muscle Shoals-/Memphis-/Gospel-Soul steckt, hauptsächlich ausgelöst durch den tollen Rhythmus, das dezente E-Piano und die bestens integrierten, niemals zu aufdringlich wirkenden Bläser. Sie trifft diesen schmalen Grat zwischen Americana und Southern-/Memphis-Soul traumhaft sicher! Toller, lässiger, dennoch kräftiger, sexy rüber kommender Gesang, entfernt vielleicht sogar ein wenig an Dusty Springfield erinnernd. Das anschließende, flockige Rootsrock-/pop-Stück "Ain't looking closely" ertönt, nicht nur wegen des Background Gesangs von Gary Louris, in allerbester Jayhawks-Tradition, ehe sie mit "Still pretending" eine wunderbar melodische, leicht nostalgisch angehauchte, voller Soul- und Blues-Feeling steckende Ballade vorträgt. Ganz stark auch das groovende, leicht funky angehauchte, rootsige "Your love made a u-turn", die himmlische, schier Gänsehaut erzeugende, mit tollen Acoustic Riffs und herrlich entspannter E-Gitarre ausgestattete Ballade "Plainest thing", der gut abgehende Good Time Roots-Rock'n Roller "I am your tambourine" und der herausragende, lässige, lupenreine Midtempo Countryrocker "Laid a highway"! Welch eine Traumnummer! Eine unnachahmlich schöne Melodie, ein wundervolles, klares, sauberes und frisches Arrangement aus transparenten Gitarren, der flockige Rhythmus - all das jagt einem einen Schauder der Verzückung über den Rücken und erinnert an allerbeste Tage einer frühen Emmylou Harris! So besticht dieses Album durch ein ausgewogen hohes Niveau von vorn bis hinten und weist auch nicht den Hauch eines schwachen Momentes auf! Tift Merritt spielt längst in der obersten Liga der Kasey Chambers, Emmylou Harris, Julie Millers, Lucinda Williams, Sheryl Crows und Linda Ronstadts mit, und zwar ganz vorne! Man kann sich der Schönheit dieser Songs und der charismatischen Ausstrahlung dieser Dame einfach nicht entziehen. Es war das Fazit des Debutalbums und es ist das erneute: Brillant! Eines der Genre-Heighlights des Jahres!

Art-Nr.: 2703
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Osborne, Anders - american patchwork [2010]
Meisterlich! Begeisternd! Imposant! Eine Sternstunde des "soulful" groovenden Roots- und Bluesrocks - einerseits rau, drückend, intensiv und kraftvoll, andererseits so wunderbar melodisch. Krachende, brennende, laute (Blues)Rocker und ein paar wundervolle Rootsrock-Balladen geben sich genüsslich die Klinke in die Hand, dazwischen mal ein kerniger New Orleans-Funk oder ein herrlicher Reggae - eine Nummer stärker als die andere. Mitreissend! Der in den USA überaus erfolgreiche Singer-Songwriter und Gitarrist Anders Osborne, der auch bereits einen Grammy in der Vitrine stehen hat, legt mit seinem neuen Werk "American patchwork", obwohl ihn Kritiker, Presse und Fans gleichermassen schon seit Jahren in ihr Herz geschlossen haben, nun sein bis dato absolut bestes Album vor. Der in Schweden geborene, aber vor 25 Jahren in die USA ausgewanderte, in New Orleans lebende Künstler ist längst zu einem stolzen Amerikaner geworden. "I'm in the promised land", sagt er, was man in seiner Musik deutlich spürt. In einer Stadt, in der es vor aussergewöhnlichen Performern und Bands nur so wimmelt, zählt Osborne längst zu einem der absoluten "Helden" unter den Musikern des "Big Easy". Seine Originalität und seine Visionen sind aussergewöhnlich, seine Kreativität und sein musikalischer "Hunger" grenzenlos. Beeinflusst von Leuten wie Ry Cooder und Robert Johnson, Joni Mitchell und Jackson Browne, aber auch Miles Davis und John Coltrane, gilt er als herausragender Gitarrist, Sänger und Songwriter gleichermassen. So unterschiedliche Kollegen wie Jonny Lang, Tab Benoit, Kim Carnes und Brad Paisley haben schon Songs von ihm aufgenommen. Sein für Tim McGraw geschriebenes "Watch the wind blow by" wurde ein langwöchiger Nr.1-Hit für den Country-Star und auch Keb' Mo's erfolgreiches, Grammy-dekoriertes Album "Slow down" enthielt zwei, von Osborne mitkomponierte Songs. Doch über all dem stehen Osborne's eigene Veröffentlichungen. Man könnte sagen, der Mann ist so etwas wie ein Künstler mit zwei musikalischen Persönlichkeiten. Die eine ein voller Power rockender, ausgelassener, ordentlich Zunder gebender, kochender, ein gewaltiges Gitarren-/Slide-Feuerwerk abbrennender /Southern)Bluesmann, die andere ein regelrechter Poet, ein Literat, ein aus tiefster Seele agierender Singer-Songwriter. Nur selten hat er in der Vergangenheit beides miteinander verknüpft, sieht man man von dem exzellenten 2001er-Werk "Ash Wednesday Blues" ab. Entweder entschied er sich für die eine oder die andere Seite. Doch bei "American patchwork" hat er, egal ob es sich um laute, mächtig dampfende Rocker, oder um eher etwas zurückhaltendere Nummern handelt, eine geradezu brillante Balance zwischen beiden Welten gefunden. Kerniger Rootsrock, die ein oder andere wundervolle Ballade und brodelnder, southern-inspired (Heavy)Bluesrock bilden eine unzertrennliche Einheit. Die Arrangements haben eine herrlich rohe, dreckige Basis, oft vollgepackt mit rauen, kratzigen E-Gitarren-Riffs, überaus intensiv und druckvoll, teils mit langen, würzigen, elektrisierenden, packenden Gitarrensoli, die nicht nur die Gemeinde von den North Mississippi Allstars bis hin zu Gov't Mule "vom Hocker hauen" werden. Dann wieder glänzen sie mit herrlich transparenten Gitarren und einem wunderbar lockeren Ambiente, das nicht selten auch mal an einen Jackson Browne erinnert. Apropos Jackson Browne: Osborne's Stimme klingt zuweilen wie eine Mischung aus Luther Dickinson (North Mississippi Allstars), Steve Miller und eben Jackson Browne. Er ist, wie gesagt, ein klasse Sänger. Begleitet wird Osborne von 3 großartigen Musikern. Zum einen, dem exzellenten Keyboarder Robert Walter, der den Sound immer wieder mit ganz wundervollen, markanten Hammond Orgel-Klängen veredelt, und zum anderen von dem stark trommelnden Schlagzeuger Stanton Moore (von der Band Galactic) und dem zweiten Gitarristen, aber auch Percussion und Background Gesang beisteuernden Pepper Keenan (Corrosion Of Conformity). Letzter beiden haben das Album auch zusammen mit Anders Osborne produziert. Der Sound ist super! Alles strahlt, wie gesagt, eine immense Intensität aus, aufbauend auf Osborne's spürbarer Inspiration und seinem magischen "Spirit". Das Album startet gleich mit einem absoluten "Kracher", einem lauten Aufschrei, mitten ins Herz tiefster Dunkelheit. "On the road to Charlie Parker" heisst die Nummer, ein bärenstarker, leicht swampiger, southern-fueled Bluesrocker über die dunklen Seiten der Heroin-Abhängigkeit und die ausweglosen Nöte eines Junkies. Genauso intensiv wie das Thema ist die Musik. Dreckig, rau, ruppig, drückend, voller massiver, roher Gitarren-Riffs, unterstützt von Robert Walter's tollen Orgel-Fills - aber auch mit einer starken Melodik, vor allem im Refrain. Was für ein klasse Groove! Zum Ende hin wird die Nummer immer lauter. Kocht gewaltig! Ein irre starker Auftakt! Aber keine Bange, es geht mit dieser Qualität ohne jeden Hänger bis zum Schluß weiter. "Echoes of my sins" beispielsweise ist ein grandioser, sehr erdiger, aus hartzigen, bluesigen Riffs entspringender Rootsrocker mit einem herrlichen Reggae-Groove. Osborne's Wahlheimat New Orleans ist allgegenwärtig. Toll erneut die feinen Hammond Orgel-Fills und die vorzügliche Melodie. Mit "Got your heart" folgt gleich noch ein klasse Reggae, der einerseits eine unterschwellige Southern-Schwüle ausstrahlt, andererseits aber sehr locker rüber kommt, während mit dem anschliessenden, brodelnden "Killin each other" ein kerniger, heisser "funked-up" Rocker aus den Lautsprechern fegt. Dann die wunderschöne, weich und überaus angenehm ins Ohr fliessende, voller positiver Aufbruchsstimmung steckende, lockere Rootsrock-Ballade "Acapulco", die mit ihrer Frische etwas von einem Jackson Browne aus seinen allerbesten Tagen hat. "Osborne's slide sings as sweetly as his voice", schreibt ein U.S-Journalist - und damit kann man es nicht besser ausdrücken. Danach wieder zwei donnernde, krachende Heavy-Bluesrock-Nummern voller gewaltiger Intensität. Zunächst das saustarke "Darkness at the bottom" und dann das geniale "Love is taking it's toll". Ist das dreckig, ist das heftig, ist das laut! Ein kochender, riffiger, fetter Groove - und dennoch wieder diese großartige Melodie. Dazu ein glühendes, kreischendes, unter Starkstrom stehendes, ausgedehntes Gitarrensolo, gefolgt von einem ebenso prächtigen Orgel-Solo im zweiten Break. Am Ende brechen fast alle Dämme. Diese Nummer würde auch bestens in das Repertoire von Gov't Mule passen. Hammer! Klar, das danach etwas Erholung nötig ist, die mit dem wunderbar lockeren, flockigen, fast schon sonnig californischen Rootsrocker "Meet me in New Mexico" auch kommt. Wunderbar, dieser lässige Percussion-Groove, diese Wärme, aber auch diese erdige Natürlichkeit. Geht runter wie Öl. Tolle Melodie, erstklassiger Gesang, exzellentes Gitarrenspiel, klasse Orgel-Fills, und ein Refrain, der einem nicht mehr aus dem Ohr gehen will. Mit der wunderschönen, nur von glasklaren, transparenten akustischen Gitarren begleiteten, ruhigen Ballade endet schließlich dieses absolute Meisterwerk. "American patchwork" übt mit seiner Intensität, seinen Emotionen und seiner Spannung einen immensen Reiz auf den Zuhörer aus. Alles, was Osborne hier zelebriert, kommt aus tiefstem Herzen. Das nimmt einen gefangen und lässt einen nicht mehr los. Essentieller Roots- und Bluesrock aus New Orleans! Schlichtweg brillant!

1 On the Road To Charlie Parker - 4:16   
2 Echoes of My Sins - 4:34   
3 Got Your Heart - 4:05   
4 Killing Each Other - 4:09   
5 Acapulco - 3:49   
6 Darkness At the Bottom - 6:00   
7 Standing With Angels - 5:15   
8 Love is Taking Its Toll - 5:01   
9 Meet Me In New Mexico - 4:00   
10 Call On Me - 2:57

Art-Nr.: 6889
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
On the road to Charlie Parker
Echoes of my sins
Acapulco
Darkness at the bottom
Love is taking its toll
Meet me in New Mexico

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Osborne, Joan - pretty little stranger [2006]
Wunderbar! "This is my kind of Country- and Americana-record", sagt sie selbst über ihr neues, kleines Meisterwerk! Was hat Joan Osborne, diese ungemein vielseitige Singer/Songwriterin nicht schon alles gemacht: Den meisten sicher hauptsächlich in Erinnerung mit ihrem Pop-/Poprock-Album "Relish" und dem Mega-Hit "One of us", einem der größten Hits der Mitt-Neunziger überhaupt (Segen und Fluch zugleich für Osborne), nahm sie Soul- und R & B-Musik auf, präsentierte Jazziges, sang mit Stevie Wonder und den Funk Brothers, spielte Blues, trat als Produzentin in Erscheinung (zum Beispiel für die Holmes Brothers), spielte mit Grateful Dead und tourte im Sommer 2006 mit Phil Lesh & Friends als Lead-Sängerin durch die Staaten um nicht zuletzt mit ihrem inspirierten Vortrag der unzähligen Dead-Klassiker auch die Deadheads und die Jamrock-Gemeinde restlos zu überzeugen. Diese Künstlerin genießt unterdessen einen gewaltigen Ruf in der Szene, und nun liefert sie mit dem überragenden, neuen Album "Pretty little stranger" auch noch ihre Americana-Reifeprüfung ab! Das Teil ist schlichtweg ein Knüller, das in all seinem Abwechslungsreichtum, seiner umwerfenden Songqualität, den exzellenten Musikern und seiner seeligen Gesangs-Performance das Ausnahmetalent einer ganz großen Singer/Songwriterin offenbart. Obwohl man während der ganzen Scheibe ein gewisses "Laid-back"-Feeling spürt, wirkt die Musik gleichzeitig durchaus knackig, vor allen Dingen aber voller Leidenschaft, voller Ausstrahlung und voller Autherntizität. Osborne ist in der Lage auf ganz natürliche Weise ihre große Vielseitigkeit in die Americana-/Country-Basis zu integrieren. So reicht das Repertoire von knackigen Countryrockern, über, von herrlichem Gospel- und Southern-Flair durchzogene, funky Grooves, bis hin zu sonnigem Westcoast-Feeling, lupenreinen, sehr traditionell verwurzelten Countrynummern, bluesigen Momenten, Folkigem und trockenem Roots-Staub! Zuweilen scheint es, als schlage sie eine Brücke moderner Americana-Musik, wie sie beispielsweise Rosanne Cash zuletzt präsentierte, zu den Höhepunkten in der Karriere der großen Linda Ronstadt - und es gelingt ihr auf höchstem Niveau! Dazu bestechen die Songs mit einer immer wieder Gänsehaut erzeugenden Melodik! Neben Osborne's faszinierender Stimme und ihrem hochklassigen Gesang bilden die beteiligten, exzellenten Musiker (und was sind das für erlauchte Künstler), die ideale und perfekte Ergänzung, und verschmelzen ihre außergewöhnlichen Qualitäten mit dem großartigen Songmaterial (6 Eigen-/6 ausgesuchte Fremdkompositionen) zu von umwerfender Schönheit und viel "Seele" geprägten Arrangements! Mit an Bord sind u.a.: Eddie Bayers (Drums), Michael Rhodes (Bass), Steve Gibson (E-Gitarre), Bryan Sutton (Acoustic guitar), John Hobbs (Keyboards), Paul Franklin (Pedal Steel), Dan Dugmore (Lap Steel), Sonny Landreth (Slide guitar), Alison Krauss, Dan Tyminski, Rodney Crowell, Vince Gill (harmony vocals), usw.! Toller, ungemein sauberer, klarer Sound, punktgenau produziert von Steve Buckingham! Ein schön knackiger, flockiger Midtempo-Rhythmus bildet die Grundlage des prächtigen Countryrockers "Pretty little stranger", dem Titelstück also, das die Scheibe gleich in all ihrer Herrlichkeit eröffnet! Man ist sofort von dieser großartigen Musik verzaubert! Eine Traum-Nummer zu Beginn eines Traum-Albums! Exzellente, transparente Gitarren (inklusive toller Baritone-Klänge), kraftvoller, klarer Gesang, feine, unaufdringliche Piano- und Orgel-Klänge und eine hinreißende Melodie bohren sich unwiderstehlich in die tiefsten Katakomben unserer Ohrmuscheln. Dann Joan Osborne's fantastische Coverversion der Jarry Garcia/Robert Hunter-Nummer "Brokedown palace", aus der sie eine tolle Americana-Fassung voller Southern-/Gospel-Soul zaubert! Was für ein herrlicher Groove - entspannt, inspiriert, voller Gefühl, mit feinsten Gitarren und exzellenter Orgel-Untermalung! Es folgen der starke, trockene, von bluesigen Grooves getragene Roots-/Americana-Rocker "Who divided" und die grandiose, entspannte, vor Southern-Soul nur so triefende Americana-/Alternate Country-Ballade "Holy waters" (tolle Acoustc-/Electric-/Steel-Guitar-Begleitung, schöne Harmonies von Alison Krauss, eine herrliche Melodie), ehe sie mit dem fantastischen, genauso knackig, entspannt, wie rein und rootsig präsentierten "What you are" einen der tollen Songs der großartigen Patty Griffin vorträgt: Das ist wunderschöne, von einem dezenten, sehr angenehmen Pop-Feeling durchzogene, rootsige Americana-Musik mit einer großartigen Melodie und toller Gitarren-/Orgel-Begleitung, schließlich gipfelnd in einem starken, rauen Lap Steel-Solo des Nashville-Cracks Dan Dugmore, der ja vor zig Jahren bereits in der Band von Linda Ronstadt spielte. Wie sich der Kreis zu schließen scheint! Nach dem semi-akustischen "Shake the devil" (klasse Banjo), folgen mit Kris Kristofferson's "Please don't tell me how the story ends" (wundervolles Honky Tonk-/"Lonesome"-Feeling, schöne Gitarren, klasse Piano, traumhafte Pedal Steel - sowohl Linda Ronstadt, als auch Tammy Wynette kommen einem sofort in Erinnerung) und "Time won't tell" (geschrieben von Beth Nielsen Chapman und Harlan Howard - eine glasklar vorgetragene, herrliche Ballade - Background Gesang: Vince Gill) zwei astreine, ganz traditionelle, pure Countrynummern, ehe bluesige und funkige Grooves den famosen, swampigen, voller Southern-Flair steckenden Rootsrocker "Dead roses" einleiten, der gar ein wenig an Bonnie Raitt und Little Feat erinnert. Gitarren-Magier Sonny Landreth würzt diese Nummer mit einer prächtigen, feurigen Slide-Einlage! So geht das Album ohne jede Schwachstelle weiter, bis es schließlich mit dem schönen von Rodney Crowell, zusammen mit Roy Orbison und Will Jennings komponierten "When the blue hour comes" ebenso faszinierend endet, wie es vor gut 51 Minuten begonnen hatte! Herrlich! Joan Osborne's triumphaler Einzug in die Roots-/Americana-/Alternate Country-Welt!

Art-Nr.: 4606
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Pretty little stranger
Brokedown palace
Who divided
What you are
Please don't tell me how the story ends
Dead roses

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Ponderosa - moonlight revival [2011]
Das neue Jahr hat gerade mal begonnen und die einschlägigen Experten und Kritiker der Rootsrock-Szene haben schon ihre neuen Lieblinge für 2011 gefunden. "This will be one the first best band debuts of 2011" heisst es allerorten - und, hört man sich das baumstarke Debut dieses in Atlanta/Georgia beheimateten Quintetts an, kommt man tatsächlich so ins Schwärmen, das man gar nicht umhin kommt, den gezollten Lobeshymnen vorbehaltlos zuzustimmen. Kerniger, kraftvoller, straight-ahead Rootsrock/Americana-Rock in einem wunderbar dreckigen, rauen, Gitarren-orientierten "classic southern roadhouse rock"-Sound, infiziert mit einem gepflegten (Alternate)Country-Feeling, einem Hauch von Blues und jeder Menge Soul. Spuren von John Fogerty und Creedence Clearwater Revival, von Tom Petty, Ryan Adams, den Jayhawks (alles vorzustellen in einer etwas dreckigeren, staubigeren Variante), aber auch von Neil Young, The Black Crowes, den Faces und My Morning Jacket sind durchaus wahrnehmbar, doch die fünf jungen, erstklassigen Musiker sind absolut in der Lage aus den vielen Einflüssen, die sie offensichtlich inspirieren, ihr ganz eigenes, magisches Elixier zu brauen. Neben einer wunderbar tighten, herrliche, straighte Grooves produzierenden Rhythmus-Fraktion um den großartigen Trommler Darren Dodd und den einen sehr markanten, erdigen Bass zupfenden Jonathan Hall, spielen vor allen Dingen die beiden Gitarristen Kris Sampson (Lead) und Kalen Nash (gleichzeitig auch der Sänger) die dominierende Rolle, immer wieder adäquat unterstützt von dem unaufdringlichen, aber den Sound wunderbar bereichernden Klavier- und Orgelspiel des Keyboarders John Dance. Neben dem bravourösen Lead Gitarren-Spiel von Sampson muß man noch einmal besonders auf Frontmann und Sänger Kalen Nash eingehen, der einfach eine grandiose Performance abliefert. Stimmlich irgendwo zwischen Chris Robinson, Tom Petty und Ryan Adams angesiedelt singt er überaus intensiv, alles gebend, dann wieder absolut emotional und durchaus relaxt. Der Bursche strahlt jede Menge Charisma aus. Ein amerikanischer Kritiker bezeichnete seine Stimme kürzlich als "golden", wobei dieses "Gold" zu gleichen Teilen aus Honig und aus Whiskey besteht. Und ordentlich "road-tested" ist die Band auch. Allein im vergangenen Jahr tourte man kreuz und quer durch die Staaten und spielte mehr als 150 Gigs. Die Jungs verstehen sich blind. Ein weiteres Plus: Trotz des rauen, staubigen, oft von direkten, krachenden Riffs bestimmten Ambientes besticht das durch und durch prächtige Songmaterial mit einer herrlichen, bestens hängen bleibenden Melodik. Das alles hat mächtig Substanz. Los geht's mit dem richtig schön erdigen, straighten, klasse ins Ohr gehenden, von dreckigen, kernigen Riffs bestimmten, saustarken Rootsrocker "Old gin road", der nicht nur das Terrain des Südens unsicher macht, sondern auch das solcher Leute wie John Fogerty, The Black Crowes und Ton Petty grenzüberschreitend abgrast. Toller mehrstimmiger Gesang im Refrain, wunderbares Retro-Flair mit klasse Wurlitzer-Klängen, ein zünftiges Gitarrensolo - Roots-/Southern-/Americana Rock-Herz, was willst Du mehr? Es folgt das bärenstarke "I don't mind", das in etwa in die gleiche Kerbe schlägt. Satte, transparente E-Gitarren dominieren das Geschehen, durchzogen von einer kräftigen Southern-Würze und umgeben von einer erstklassigen Melodik. Es groovt prächtig und Lead-Gitarrist Kris Sampson setzt erneut zu einem feinen Solo an. Das rockt einfach wunderbar! Dann die etwas ruhigere Seite der Band: "Pistolier" ist eine großartige, entpannte, leicht folkige Americana-Nummer mit exquisiten E-Gitarren-Licks und trockener, staubiger Banjo-Untermalung. Vom Rhythmus her bleibt es im Anschluß daran etwas "langsamer", doch die Intensität nimmt gewaltig zu: Die schlichtweg packende, bluesige Roots-/Southern Rock-Ballade "Hold on you" steht auf dem Programm, die zeitweise eine gewaltige Energie freisetzt. Bärenstarker Gesang, saustarke Gitarrenriffs und ein wummernder, ungemein würziger Bass produzieren spannende Wechsel zwischen lauten und leisen Passagen, durch die der raue Rock'n Roll-Wind der Black Crowes bläst, genauso wie eine wundervolle, jammige Psychedelic-Brise von My Morning Jacket. Hat dazu jede Menge Soul. Eine Hammer-Nummer! Im Anschluß daran ist wieder ein wenig Entspannung angesagt. Die flockige, exzellente Americana-/Countryrock-Nummer "Little runaway" steht auf dem Programm, sicher ein Stück, das auch The Jayhawks zu deren besten Tagen prima zu Gesicht gestanden hätte. So geht das mit diesen herrlichen "campfire songs, southern rock anthems, and drunken two-step shuffles" ausgewogen weiter, bis das Album schließlich mit dem swampigen, dreckigen, von glühenden, rauen Gitarren bestimmten, intensiven Roots-/Blues-/Southern-Kracher "Devil on my shoulder" genauso stark aufhört, wie es begonnen hatte. Das ganze Teil ist schlichtweg ein Knüller! Die Roots-/Southern-/Alternate Countryrock-Welt nimmt diese Band mit offenen Armen auf. Hey Ponderosa, wir haben auf Euch gewartet. Jawohl, diese Truppe wird mit diesem Werk am Ende des Jahres im Ranking der besten, neuen Rootsrock-Bands ein gewichtiges Wörtchen mitreden.

Das komplette Tracklisting:

1 Old Gin Road - 3:37   
2 I Don't Mind - 3:59   
3 Pistolier - 3:41   
4 Hold On You - 4:54   
5 Little Runaway - 3:47   
6 Pretty People - 3:34   
7 Girl I've Ever Seen - 4:43   
8 Revolution - 3:54   
9 Broken Heart - 4:29   
10 Penniless - 3:32   
11 Devil On My Shoulder - 3:21

Art-Nr.: 7255
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Old gin road
I don't mind
Hold on you
Little runaway
Pretty people
Girl I've ever seen
Devil on my shoulder

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