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Black Crowes, The - croweology [2010]
2 CD-Set! Was für eine famose Leistung der Black Crowes! Neues Acoustic Doppel-Album der "Krähen", im übrigen erneut mit Luther Dickinson (North Mississippi Allstars) an Bord, zum Preis einer Einzel-CD! Dafür spielte die Truppe über 20 Songs ihres umfangreichen, phantastischen Repertoires noch einmal neu ein - wie gesagt, in akustischen Versionen. Doch was heisst hier akustisch: Sagen wir mal, die Basis ist eindeutig akustisch, aber das ist ein richtig kraftvolles, zündendes, ungemein engagiertes Werk geworden, bei dem die Rhythmus-Sektion aus Drums und elektrischem Bass einen wunderbar erdigen, rootsigen Groove vorgibt und auch mal eine dezente, dreckige, elektrische Lead-Gitarre zum Eisatz kommt. Eigentlich sind es also eher semi-akustische Arrangements, doch, und das ist das Entscheidende, sie unterscheiden sich deutlich von den bekannten Versionen. Es ist faszinierend, was die Band in der Lage ist, mit diesem Material noch einmal für einen Spannungsbogen aufzubauen. Der Funke springt sofort über. Tolle Jammings, tolle Grooves, großartige Melodien, ausgedehnte instrumentelle Breaks, Spielfreude, und viel, viel Seele und Inspiration. Enthält im übrigen eine klasse, bisher unveröffentlichte Coverversion von Gram Parsons' "She" und mit "Cold boy smile" auch ein vollkommen neues Stück. Einfach grandios! Ein zusätzliches Highlight ist die überragende Verpackung und Aufmachung des Albums. Die CDs kommen in einem wundervoll illustrierten, 4-fach aufklappbaren Digipack, bei dem sich, sobal man es auseinanderfaltet, in der Mitte ein Gebilde mit zwei am Lagerfeuer sitzenden, Mesch-gewordenen "Hippie-Krähen" erhebt (3 D-Gimmick-Cover), in der Art, wie bei der legendären, alten Jethro Tull-LP "Stand up". Klasse! So etwas Großartiges bekommt man bei einem Download eben nicht geboten. So etwas sollte Schule machen. Ein extrem reizvolles "Verpackungsplus" zu der eh schon genialen Musik. Tolle Sache für die Fans! Rundherum ein saustarkes Teil!

Kurz nach dem VÖ-Termin, am 13. August 2010, starten die Black Crowes in Milwaukee im übrigen ihre große U.S. "Say goodnight to the bad guys"-Tour, bei der sie jeweils einen 90-minütigen Acoustc-Set und einen 90-minütigen Electric-Set spielen werden. 20 Jahre sind es her, seitdem die Band ihr legendäres Album "Shake your money maker" veröffentlichte - und dieses neue Album und die anschliessende Tour sind eine Art Jubiläumsgeschenk der Band an die Fans. Danach ist erst einmal Schluß. Die Band wird sich nicht trennen, allerdings eine längere Auszeit nehmen. "Croweology" ist also so etwas wie ein "Abschiedsalbum" für eine längere Zeit... - aber das wird sicher nochmal ein Genuß für die Fans.

Aus dem Original-Text zur Produktbeschreibung":
The Black Crowes will release Croweology, its first double album of all acoustic material, on August 3. The release celebrates the 20th year anniversary of the Crowes’ 1990 debut Shake Your Money Maker. Following a tour in support of the album, the band has planned a lengthy hiatus. The members of the Black Crowes parted ways in 2001 and reunited in 2005.
“At this milestone in our career, I feel very fortunate that I have had the opportunity to spend my life making music,” Rich Robinson said in a statement. “It’s been 20 years since we started out on this journey. I would like to extend my deep gratitude to all of our fans who have been there with us along the way. We would not have gotten here without your support. Every night I stand on the stage I feel great pride and respect for what we share with our fans. After this tour we are going to take some much needed time to spend with our families. But for now, we are very much looking forward to a great year of touring. I look forward to seeing all your familiar faces again on the road. See you soon.”
After touring in 2009, The Black Crowes spent time at the Sunset Sound Studios in Los Angeles, recording over 20 songs from their 20-year history. The band arranged acoustic versions of many of their best-loved songs and the band’s catalogue picks."

Das komplette Tracklisting:

Disc 1
1. Jealous Again (5.13)
2. Share The Ride (3.58)
3. Remedy (5.33)
4. Nonfiction (7.53)
5. Hotel Illness (3.38)
6. Soul Singing (4.15)
7. Ballad In Urgency (9.16)
8. Wiser Time (9.33)
9. Cold Boy Smile (Unreleased) (5.35)
10. Under A Mountain (4.43)

Disc 2
1. She Talk s To Angels (6.16)
2. My Morning Song (6.13)
3. Downtown Money Waster (4.17)
4. Good Friday (5.42)
5. Thorn In My Pride (9.35)
6. Welcome To The Goodtimes (4.01)
7. Girl From A Pawnshop (7.08)
8. Sister Luck (5.58)
9. She (Unreleased) (5.31)
10. Bad Luck Blue Eyes Goodbye (7.07)

Art-Nr.: 6990
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Crow Band, Bart - desperate hearts [2008]
Welch ein Fortschritt! Großartig! Das zweite Album der texanischen Bart Crow Band ist schlichtweg ein "Countryrock-Hit", der einfach runter geht wie Öl! Als die Truppe mit ihrem klasse Debüt "Finally" vor rund zwei Jahren voller Unbekümmertheit die Texas "Red Dirt"-/Countryrock-Bühne betrat, prophezeiten wir bereits, wie auch einige andere Experten, dass hier einer der vielversprechendsten, neuen Szene-Acts heranwachsen würde ("Texas’ next rising star is born...")! Das Album verkaufte sich tierisch gut, die Single "Wear My Ring" hielt sich über zwanzig Wochen (!) in den Texas Music-Charts ("a song that just won’t go away", äußerte sich seinerzeit Jason Boland dazu) und deren Nachfolger "Driftin’ In The Wind" ergatterte 2007 sogar einen Platz unter den 10 meistgespielten Stücken im Texas Music-Radio. Ein toller Erfolg, der nun mit dem zweiten Album der Band neue Höhen erreichen dürfte, denn dieses Werk ist nochmal um Längen stärker als der Vorgänger! Apropos "Driftin' in the wind": Aufgrund des großen Erfolges entschied sich die Band kurzerhand diesen Song für das neue Album gleich noch einmal einzuspielen, diesmal noch frischer, noch dynamischer, noch besser! Ein Traum-Countryrocker mit einer tollen Melodie, irgendwo angesiedelt zwischen No Justice und besten Restless Heart-Tagen! Man spürt direkt die exzellente Handschrift des neuen Produzenten Mack Damon (bekannt für seine musikalische Vielseitigkeit), der in seinen Rhapsody Street Studios in San Antonio,Texas den Schritt vom zuweilen etwas unausgereift wirkenden "Demotape-Charme" des Erstlings zu einem satten, voller Transparenz steckenden, klaren, moderneren Sound mit Bravour vollzogen hat, ohne der Band dabei ihre Unbekümmertheit, Zwanglosigkeit und Ursprünglichkeit auch nur ansatzweise zu nehmen (in diesem Punkt ist die "Red Dirt"-Fangemeinde eh besonders sensibel). Nein, es stimmt jetzt einfach alles! Bart Crow's humorvoller Kommentar hierzu: "The first time I heard our very first record right off the mixing board I thought it was the best thing that ever happen to the planet. Boy did I have a lot to learn”. Die musikalische "Öffnung" für ein breiteres Publikum wird im Verlauf der weiteren zwölf Stücke konsequent durchgezogen. Es gibt mit dem wunderbaren "St. Valentine" eine Fremdkomposition aus der Feder von Jason Boland (erinnert gar ein wenig an eine texanische Abwandlung des Dylan/Byrds-Klassikers "Mr. Tambourine Man"), ein Stück aus der Feder des Lead Gitarristen Paul Russell ("Back Down" - herrlicher, leicht southern-angehauchter, lockerer Countryrocker mit markantem, flockigem Stratocaster-Spiel und am Ende mit einem starken Retro E-Gitarren-Solo), zwei klasse Nummern aus der Kombination Paul Russell/Bart Crow ("Change" - politischer Text, dezent psychedelisch angehaucht und schön roostig, sowie "Tami“ - lässiger New Country-Rock/-pop, melodisch im Stile von Sister Hazel mit leicht "nasalem" Gesang), doch der übrige Anteil der Songs wurde vom Bandleader im Alleinregie geschrieben. Schnell und deutlich bemerkt man die Weiterentwicklung, die Bart Crow auch beim Songwriting vollzogen hat. Die Stücke wirken viel ausgefeilter, vielseitiger, reifer und auch in Text und Musik deutlich komplexer und frischer strukturiert. Hervorragend die von einer wunderbaren, Gänsehaut erzeugenden Melodie durchzogene Ballade "Hollywood", durchströmt von toller Stratocaster-E-Gitarren-Arbeit und glänzenden, weiblichen Background Vocals von Fallon Franklin, wobei nicht einmal vor einem ganz dezenten Streicher-Einsatz zurückgescheut wird, der aber deutlich durch ein am Ende eingestreutes, vorzügliches E-Gitarren-Solo jeder Zeit in Schach gehalten wird. Auf dem Fuße folgt mit "Understand" ein weiterer "Kracher", der diesmal als erste Single ausgewählt wurde. Das Stück erinnert in seiner Lockerheit an Sachen von No Justice oder Wade Bowen. Bei diesem herrlichen, zum Mitwippen anregendem Gitarren-Rhythmus und dem zum Mitsingen animierenden, eingängigen Refrain, wird selbst der gefühlsmäßig kälteste Eisblock in rasender Schnelle zum Schmelzen gebracht. Wir sind uns sicher, dass dieser Song noch so manche Cabriofahrt auf den texanischen Highways begleiten wird. Absolut hitverdächtig! "Roses" und die texanische, fröhliche Countrynummer "Once A Day" (mit sirenenartigem Fiddle-Spiel von Nick Worley) pendeln irgendwo zwischen Randy Rogers, Pat Green und Django Walker. Der Titelsong "Desperate Hearts" glänzt mit einem recht rockigen Ambiente, wie man es beispielsweise von der Ryan Bales Band oder auch etwas "braveren" (was wir in diesem Zusammenhang alles andere als negativ meinen) Cross Canadian Ragweed her kennt. Das melodische, sehr rhythmisch dargebotene "New York" (klasse Harmoniegesänge) geht ähnlich wie "Understand" wieder direkt in die Beine und das abschließende, traumhaft schöne "Forever" (mit großartiger Steelguitar-Einlage von Bobby Flores) beendet balladesk den Reigen von ausnahmslos herrlichen Countryrock-Stücken, ohne eine einzige Schwachstelle zu offenbaren. Die Songs machen einfach Laune, was auch Kyle Hunt, ein texanischer Musiker-Kollege Crow's, treffend reflektiert: "Bart Crow’s sound reflects his personality, it is what he is, unique, laid back, real and fun. The songs just make you wanna sing along.” In der tat bleiben diese Nummern einfach wunderbar in den Ohren hängen. Bart Crow und seinen Freunden ist mit "Desperate Hearts" ein Riesen-Album gelungen. Dank des neuen Produzenten Mack Damon und einer genauso professionellen wie unbekümmerten, frischen, vor allem Dingen sehr ausgereiften Leistung der Band ist ein weiteres Kleinod texanischer Roots-/New Country-/Countryrock-/"Red Dirt"-Musik entstanden, das die Fans in Windeseile in ihr Herz schließen werden. Hier scheint eine steil nach oben gerichtete Entwicklung angesichts ihres enormen Potenzials (wie bei der Randy Rogers Band) beinahe vorprogrammiert. Die Bart Crow Erfolgsgeschichte geht weiter! Ein tolles Album! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 5586
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Driftin' in the wind
Back down
Understand
Sweet imitations
Desperate hearts
Forever

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Dixie Chicks - taking the long way ~ expanded edition mit bonus dvd [2006]
CD/DVD-Set! Die DVD ist "code free" und somit auf jedem DVD-Spieler abspielbar! Ein halbes Jahr nach der Veröffentlichung des aktuellen Dixie Chicks-Albums "Taking the long way" erscheint nun eine neue "Deluxe"-Ausgabe dieses großartigen Werkes! Neben der normalen CD enthält die Edition eine zusätzliche (Live)-DVD mit höchst interessantem und überaus lohnenswertem Material. Zunächst erleben wir einen sehr introvertierten, wundervollen, am 24.5.2006 in den Sony Music Studios von New York City mitgeschnittene Live-Auftritt der Damen, der einmal mehr ihre ganze Klasse und ihr Charisma untermauert. Eine herrliche, akustische Performance im Full Band Arrangement (in der Begleitband spielt unter anderem David Grissom die akustische Gitarre) von rund 23 Minuten Spieldauer mit exzellenten Versionen von "The long way around" (sehr knackig, flott, tolle Harmonien, großartige Fiddle von Martie), "Easy silence" (sehr intim und entspannt, sehr melodisch, toll gesungen), "Voice inside my head" (knackig, rootisg, Emily spielt eine starke Lap Steel-Gitarre) - diese 3 Stücke sind vom aktuellen Studioalbum und werden live n einer deutlich rootsigeren Americana-beeinflußten Version gespielt - , "Truth No. 2" (klasse Banjo von Emily) und dem fantastischen "Wide open spaces"! Anschließend sehen wir noch den offiziellen Video-Clip zu "Not ready to make nice", sowie eine interessante Unterhaltung von den 3 Mädels und Produzent Rick Rubin über das Album! Das ganze Set komt in einem edlen, 3-fach aufklappbaren Digipack mit 24-seitigem Booklet, umhüllt von einem schönen Schuber mit Prägedruck-Aufschrift! Tolles CD-/DVD Combo-Set, das selbst für die, die die Scheibe bereits haben, aufgrund der prächtigen DVD allemal noch zusätzlich lohnend erscheint!
Hier nochmal der Review zur "normalen" CD:
4 Jahre sind seit ihrem wundervollen Album "Home" vergangen! Was ist in der Zwischenzeit mit den Dixie Chicks nicht alles passiert? Erst die Jubelarien über "Home", dann Natalie Maines "Anti-Bush"-Äußerungen während eines Konzertes in London - sie wurden attackiert, geradezu "geächtet", aus dem Nashville-Radio verbannt, ihre Musik wurde aus den Playlists gestrichen. Ein ganzes "System" versuchte sie abzustrafen, doch ihre Fans standen immer hinter ihnen, wie auch unzählig viele Musiker-Kollegen, unter denen die Dixie Chicks ihr eh schon hohes Standing noch mehr untermauerten. Nach der vielumjubelten "Top of the world"-Tour legten sie eine Pause ein, sorgten allesamt für Familienzuwachs, und begannen langsam sich auf ihr "Comeback" vorzubereiten, das sie schon seinerzeit, während ihres Konflikts mit den Medien, als "Trennung von Nashville" ankündigten. Nun liegt "Taking the long way" vor, und es ist, dies vorab, ein Meisterstück geworden! Die Dixie Chicks präsentieren sich in jeder Hinsicht stärker und ambitionierter als je zuvor, puschen sich regelrecht zu neuen Höhen, sowohl als Songwriter, als auch als Performer! Ein traumhaftes Album! Und es kommt, wie sie es angekündigt hatten: Ihre Country-Wurzeln und Texas-Roots nie verlierend und stets wahrend, entfernen sie sich weitestgehend vom Nashville-Mainstream, hin zu äußerst niveauvollem, rootsigem Alternate Country/ Americana/ Countryrock-/pop mit einer gepflegten Portion Singer/Songwriter-Mentalität. Das bekommt ihnen ganz hervorragend, macht sie variabler und "unberechenbarer" als je zuvor! Dabei haben sie nichts, aber auch gar nichts, von ihren faszinierenden Melodien eingebüßt! Voller traumhafter Schönheit, musikalisch herrlich arrangiert und dominiert von Natalie Maines' charismatischem, unverwechselbarem Lead-Gesang in Verbindung mit Martie Maguire's und Emily Robison's wundervollen Harmonien, schleichen sich die 14 Songs mit all ihrer Magie unwiderstehlich in das Innerste unserer Ohren und unserer Sinne. Vom bluegrassigen Touch des Vorgängers ist nichts mehr zu spüren. Die Musik ist, trotz aller Emotionen und Gefühle, sehr knackig und durchaus kraftvoll in Szene gesetzt. Produzenten-Genie Rick Rubin, der ja beispielsweise auch die berühmte "American Recordings"-Reihe von Johnny Cash umsetzte, hat das Album in einen fantastischen, exakt auf den Punkt gebrachten, trockenen, aber herrlich transparenten Sound gepackt, die die famosen Musiker bestens ins richtige "Licht" rücken. Unter denen befinden sich solch illustre Namen wie die "Heartbreakers" Benmont Tench (Keyboards) und Mike Campbell (Guitars), Lloyd Maines (Pedal Steel, Mandolin), Red Hot Chili Peppers-Drummer Chad Smith, Lenny Castro, Larry Knechtel, Marvin Etzioni, Gary Louris (Jayhawks), John Mayer, Bonnie Raitt, Keb 'Mo', und, und, und! Alle Tracks wurden von den Chicks selbst komponiert, jeweils mit der Unterstützung solcher Kollegen wie Dan Wilson (ex-Semisonic), Gary Louris (ex-Jayhawks), oder auch Keb 'Mo' (das voller Southern Soul steckende, Gospel-bluesige, mit tollem E-Piano garnierte, wunderbare "I hope"), Sheryl Crow (die großartige, knackige Pop-Rock-Ballade "Favorite year"), und Crowded House's Neil Finn (das etwas schwebende, balladeske, dennoch wieder sehr knackige, von schöner Geige und Banjo geprägte "Silent house")! Ein paar weitere Highlights eines Albums, das man auch komplett als ein einziges Highlight betrachten muß: "The long way around", ein traumhafter, von schönen Acoustic Gitarren-Riffs eingeleiteter, herrlich flockiger, schwungvoller, wundervoll melodischer Countryrocker, der auch auf "Wide open spaces" einen zentralen Platz hätte einnehmen können (tolle, würzige E-Gitarre, dezente Steel-Einlagen von Natalie's Vater Lloyd Maines, schönes Banjo, trockenes Drumming), das grandiose, ideal zwischen staubigen Texas-Roots und pop-rockigem "Bombast" (was hier in keinster Weise negativ geneint ist - ganz im Gegenteil, denn es drückt die ganze Dramaturgie dieser Nummer aus) hin und her schwankende, genauso emotionale, gefühlvolle, wie von unbändiger Kraft gekennzeichnete "Not ready to make nice", in dem die Dixie Chicks die Geschehnisse der Vergangenheit aufarbeiten und deutlich zum Ausdruck bringen, daß sie noch lange nicht soweit sind zu "verzeihen" (Natalie Maines singt hinreißend), der erfrischende, mit toller Mandoline ergänzte, wunderschöne, melodische, lockere Americana-/Countryrocker "Everybody knows" (mitgeschrieben von Gary Louris, was diesem Song ein gepflegtes Jayhawks-Flair verpasst), die großartige, rootsige Alternate Country-/Countryrock-Ballade "Bitter end", das furios, fast rotzig und ungemein staubig, im besten Texas Roadhouse-rockin'-Stil abgehende, von Mike Campbell mitkomponierte "Lubbock or leave it" (toller Banjo- und Schlagzeug-Drive), das Slide-/Lap Steel-getränkte, melodische, schön kraftvolle, epische "Voice inside my head" usw., usw.! Das ist genau die richtige Antwort, die die Dixie Chicks ihren Kritikern geben konnten: Ein Album von einer solchen Brillanz! Ganz groß! Unsere tiefste Verneigung der Anerkennzng! "Taking the long way" wird als Meilenstein in die Geschichte der Dixie Chicks eingehen!

Art-Nr.: 4626
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 21,90

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Gov't Mule - the deepest end ~ live in concert ~ 2cds + dvd [2003]
2 CD/1 DVD-Set! Der 7. Oktober. 2003 - Veröffentlichung der "The deepest end"-Box von Gov't Mule! Über 2 1/2 Stunden live auf 2 CDs und über 3 Stunden live auf DVD! Ein Feiertag für die Mule-Fraktion, ein Festtag für den Rock'n Roll! Nach dem Tod von Original-Bassist Allen Woody, der die Band mitten ins Herz traf, stand man zunächst am Scheideweg, bis man sich entschloß angespornt von unzähligen Freunden der Band, allen voran Widespread Panic's Dave Schools, im Sinne von Woody Allen weiterzumachen. Gitarren-Großmeister Warren Haynes, zwischenzeitlich engagiert in 3 Bands (Mule, Allman Brothers, Phil Lesh & Friends) und Schagzeuger Matt Abts gingen wieder auf Tour, und zwar mit wecheselnden Bassisten. Darüber hinaus spielte man zu Ehren von Allen Woody zwei bärenstarke Studioalben (The deep end Vol.1 und Vol.2) ein, auf denen eine Unmenge von Gast-Bassisten mitwirkten, die Allen Woody zu seinen Lieblings-Kollegen zählte. Diese Würdigungen und Ehrungen an Woody gipfelten dann schließlich in diesem Jahr in ihrem absoluten Höhepunkt, als man das Ganze dann auch noch live auf die Bühne brachte. Was dann geschah, kann man mit Fug und Recht als einen historischen Moment des Rock bezeichnen. Warren Haynes und Matt Abts inszenierten während des New Orleans Jazz and Heritage Festivals am 3. Mai 2003 im Saenger Theatre zu New Orleans ein geradezu gigantisches, weit über 4 1/2 Stunden (mit Pause sogar 5 1/2 Stunden!!!)) dauerndes Live-Spektakel, das bereits jetzt schon von der Musikwelt als "legendär" bezeichnet wird. Und dieses CD/DVD-Set enthält die komplette Show!!! Mit dabei waren wieder jede Menge Gast-Bassisten (u.a. Les Claypool, Dave Schools, Mike Gordon, Roger Glover, Jack Casady, Victor Wooten, Rob Wasserman, Jason Newsted usw.), aber auch etliche weitere, hochkarätige Gäste, wie Slide-Wizzard Sonny Landreth, Los Lobos' David Hidalgo, Banjo-Guru Bela Fleck, Keyboarder Danny Louis, Fred Wesley, die Dirty Dozen Brass Band usw.! Die Setlist ist überragend! Haynes & Co spielen mit einer ungeheuren Intensität und Spielfreude. Was hören und sehen wir für fantastische Gitarrensoli. Was für Musiker auf der Bühne. Leidenschaft pur! Dabei strotzen sie auch noch vor Spontanität, denn etliches ist völlig anders arrangiert, als man es von den Studioversionen her kennt, wie z.B. "Blindman in the dark" (auf der CD und DVD) in einer gestreckten 15 1/2-Minuten-Version, "Lay of the sunflower" (CD/DVD) mit Bela Fleck am Banjo, oder "Beautifully broken" (CD/DVD) mit seinen fast 10 Minuten. Dazu gibt es Tracks, die sie live bislang nur äußerst selten spielten, wie z.B.die Allen Toussaint-Nummer "On your way down" (nur auf DVD), Freddie King's "Goin' down" (nur auf CD), oder "I shall return" (CD) vom "Dose"-Album, das die Allman Brothers ein paar mal spielten. Sogar absolute Live-Premieren gab es, wie die grandiose 16 1/2 Minuten-Version von Herbie Hancock's "Chameleon" (DVD) und eine völlig ungeplante, spontane, von Warren Haynes solo intepretierte Version der Eagles-Nummer "Wasted time" (DVD)! Die CDs und die DVD der Box überschneiden sich nur bei 7 Tracks, der Rest der Show ist entweder nur auf den CDs (13 Songs) oder auf der DVD (14 Songs) zu finden. Insgesamt enthalten die CDs somit 20 Songs, die DVD 21 Stücke! Weitere Tracks, nur auf den CDs sind z.B. "Game face", "Larger than life", "Fool's moon", "Patchwork quilt", "32/20-Blues", "Drivin' rain", usw. - nur auf der DVD hören und sehen wir z.B. "Voodoo chile", Black Sabbath's "Sweet leaf" und "War pigs", "Mule", Cream's "Politician", usw. - und sowohl auf CD und DVD gibt's noch z.B. "Banks of the deep end", "John the revelator", "Bad little doggie"...usw.! Wie gesagt, alles in allem ist die komplette Show enthalten. Ein spektakuläres, grandioses Rock-/Blues-/Southern-/Jam-Spektakel, festgehalten in einer fantastischen CD/DVD-Box. Endlich gibt's auch eine Live-DVD von Gov't Mule, werden viele sagen... - und dann gleich solch ein Teil. Sensationell! Enthält auch ein schönes, 24-seitiges Booklet mit umfangreichen Informationen zu den Songs. Die DVD ist "Code free" und somit auf allen DVD-Spielern abspielbar!

Das komplette Tracklisting:

Disc 1
1 Bad Little Doggie - 4:04   
2 Game Face - 8:36   
3 Larger Than Life - 6:11   
4 Blindman in the Dark - 15:38   
5 Which Way Do We Run? - 6:56   
6 Fool's Moon - 6:11   
7 Sco-Mule - 8:56   
8 Patchwork Quilt - 6:06   
9 Lay of the Sunflower - 7:35   
10 John the Revelator - 6:59   

Disc 2
1 Beautifully Broken - 9:49   
2 Time to Confess - 8:27   
3 Banks of the Deep End - 6:45   
4 32/20 Blues - 12:10   
5 Goin' Down - 5:58   
6 Slow Happy Boys - 7:29   
7 I Shall Return - 7:29   
8 Trying Not to Fall - 5:48   
9 Drivin' Rain - 5:03   
10 Soulshine - 7:41   

Disc 3
1 Bad Little Doggie [DVD]   
2 Blindman in the Dark [DVD]   
3 Sco-Mule [DVD]   
4 Lay of the Sunflower [DVD]   
5 John the Revelator [DVD]   
6 Chameleon [DVD]   
7 Beautifully Broken [DVD]   
8 Mule [DVD]   
9 Banks of the Deep End [DVD]   
10 On Your Way Down [DVD]   
11 Down and Out in New York City [DVD]   
12 Maybe I'm a Leo [DVD]   
13 Voodoo Chile [DVD]   
14 Politician [DVD]   
15 Guitar Solo - Drum Solo [DVD]   
16 Sweet Leaf [DVD]   
17 War Pigs [DVD]   
18 Greasy Granny's Gopher Gravy, Pts. 1-2 [DVD]   
19 Wasted Time [DVD]   
20 Thorazine Shuffle [DVD]

Art-Nr.: 2070
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 19,90

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Horsehead - sympathetic vibrations [2012]
Grandios! Brian Robbins vom in Fachkreisen überaus renommierten Webzine "jambands.com" ist völlig aus dem Häuschen und spricht von "one hell of an album". Man kann dies nur mit einem dicken Ausrufezeichen unterschreiben. Obwohl in der Breite noch immer weitestgehend unbekannt und lediglich unter Insidern ein Begriff, muss man das in Richmond/Virginia beheimatete Quartett Horsehead ohne jeden Zweifel als eine der stärksten und besten (Gitarren)Rootsrock-, Americana Rock-Bands der Gegenwart bezeichnen. Mit ihrem neuen Album "Sympathetic vibrations", ihrem bereits vierten, liefern sie (mal wieder) eine regelrechtes Musterbeispiel ganauso geradlinigen, straighten wie variantenreichen Rootsrocks ab. Nein, sie setzen Maßstäbe! 13 fantastische Songs präsentieren uns die Herren, genauso zeitlos wie aktuell, mal mit einem Hauch von Country- und Heartland Rock Anlagen, mal mit einem bluesigen Flair, staubig, erdig, "gritty", würzig, durchzogen von prächtig hängen bleibenden Hooklines und durchweg wunderbaren Melodien, dargeboten in vollendeter, musikalischer Qualität. Horsehead sind: Kopf, Produzent, Songwriter und Frontmann Jon Brown (lead vocals, guitar, percussion), Kevin W. Inge (lead guitar, pedal steel, piano, organ, background vocals), Randy Mendicino (bass) und Gregg Brooks (drums). Unterstützt wird die Band von einigen renommierten Gästen, wie zum Beispiel Drive-by Truckers' Jay Gonzales, der bei drei Stücken das Klavier bedient. Bestimmt werden die Arrangements vorwiegend von dem massiven, satten und dreckig erdigen Gitarrensound Brown's ind Inge's, die sich dabei vorbildlich ergänzen. Die Riffs stecken voller Saft und Kraft, die Lead Gitarren-Führung wirkt genauso spannend wie vertraut und eingängig, Dazu kommen einige herzhafte, flammende Soli, die die ganze Spielfreude der Band ausdrücken. Ergänzt wird dieses vielschichtige Gitarrengewand durch adäquat involvierte Klavier- und Orgel-Einsätze, und manchmal die herrlich eingebundene Pedal Steel von Kevin Inge. Es ist die pure Wonne dieser Band zuzuhören. Die Rolling Stones, Son Volt, Tom Petty & the Heartbreakers, The Band, The Black Crowes, The Jayhawks, Dan Baird, John Hiatt, die Bottle Rockets, Neil Young's Crazy Horse, alle hinterlassen irgendwie ein paar Spuren, aus denen Horsehead schließlich ihren unwiderstehlichen, eigenen Stil kreieren, der nur nach ihnen selbst klingt. Jon Brown drückt es so aus: "We don’t sound like anyone else, we sound like Horsehead". Ein paar Songbeispiele: "Darkened streets" ist ein ungemein erdiger, kraftvoller, mitreissender Rootsrocker mit einem leichten, unterschwelligen Crazy Horse- und Stones-Touch. Massive Gitarren bestimmen das Geschehen, die Melodie ist exzellent. Jon Brown singt großartig, Kevin Inge brilliert mit einem begnadeten, glühenden Gitarrensolo voller Leidenschaft - es ist eine Pracht. Das Feuer der Band springt unmittelbar auf den Zuhörer über. Wundervoll! Das anschließende, voller Dynamik und Schwung losrockende "Emptiest arms in the world" knüpft nahtlos an den Vorgänger an. Ein furioser, melodischer, abgehender "American Rock'n Roller" mit herrlichen Lead Gitarren-Linien und kernigen Riffs. Geradezu magisch schraubt sich der Song in unsere Gehörgänge und will nicht mehr weichen. Hammer! Einen Hauch von Countryrock-Feeling versprüht das mit traumhaften Pedal Steel-Klängen verzierte "Get up". Beginnt wunderbar locker und flockig, wird zum Ende hin aber immer kraftvoller, dabei jedoch nicht weniger melodisch. Auch ein gewisses Heartland-Flair ist spürbar. Klingt fast wie eine Synthese aus Anlagen von Bruce Springsteen und den legendären New Riders Of The Purple Sage. Geht nicht? Und wie das geht! Horsehead kriegen das in beeindruckender Manier hin. Ultrastark auch der von gewaltigen, fetten Riffs bestimmte, straighte Rootsrocker "Big sun" mit seinem mächtigen, nach vorn gehenden Drumming. Inge spielt abermals ein tolles Gitarrensolo. Schön hier der dezent psychedelische Retro-Touch und die feinen Klavier-Ergänzungen. Das letzte Stück der Scheibe, die großartige Ballade "Candy (by the side of the west highway) bewegt sich schließlich im schönen Roots-Fahrwasser der unvergessenen The Band. Doch welchen Song man sich auch anhört, einer ist stärker als der andere. Die Truppe besticht mit unglaublicher Qualitäts-Kontinuität. Keine Frage, "Sympathetic Vibrations" ist ein absolutes Rootsrock-/Americana Rock-Meisterwerk!

Hier noch das eingangs erwähnte, begeisternde Review von "jambands.com" im Original:

Go ahead – reel off your favorite alt-country/Americana/whatever-you-want-to-call-it albums of all time … the seminal statements of the genre. What would be on the list? Son Volt’s Trace ? Whiskeytown’s Faithless Street ? Hollywood Town Hall by The Jayhawks? Wilco’s A.M. ? Whatever the albums are, what about them grabs ahold of you? Smart lyrics and a stone-real delivery? A haybale punk vibe? Garage pop crossed with Exile On Main Street -style cellar funk? Twanging crunch? Crunchy twang?

Here – have some of all of the above. World, meet Horsehead. The album is Sympathetic Vibrations – their fourth – and I humbly offer it up as being real and good and raggedy and right.
Sympathetic Vibrations delivers – name your poison, bucko. The album enters softly with “Moving Target” – just Horsehead principals Jon Brown and Kevin W. Inge (the self-proclaimed “Dimmer Twins”). Brown leads the way on vocals with acoustic guitar in hand, while Inge infuses the tune with wisps of keys and lovely pedal steel. By the way, it’s worth noting that the frigging guy – Inge – basically taught himself pedal for this album. If you’re not familiar with the beast’s workings – foot pedals, knee levers, ten strings and all – then Inge’s accomplishment might be lost on you. Trust me – there are folks who’ve been pickers all their lives who wouldn’t dare get near a pedal steel in a recording studio. Inge may be a rookie steeler, but he handles it like a seasoned pro, adding washes of sparkle amongst the grit on “Get Up” and putting the thing on full stun for “Spinning Your Wheels” with a slightly raspy-voiced tone that is absolutely beautiful.

Brown is the band’s lead voice and tunesmith. The album’s 13 cuts show he knows how to convey his songs’ souls (and the characters who inhabit them) in short order – from the heartbroke, dirt-streaked weariness of “God Damned The Rain To Fall” (Travis Rinehart’s guest banjo completes the picture) to the ominous won’t-take-no-for-an-answer stalk of “Sweet On You”. On “Emptiest Arms In The World” Brown delivers the goods with flannel-shirted soul and the confidence of a man who could rebuild his own carburetor. And the good-byes of “Candy” leave you wishing him well and hoping like hell that he and that gal end up together in a good place.

Bassist Randy Mendicino ended up swapping rhythm partners midway through the Sympathetic Vibrations session when longtime drummer Andre LaBelle left the band and Gregg Brooks settled in behind the kit. It’s a tribute to all three that the transition was a seamless one and only the liner notes tell the tale – there are no obvious splits between the Mendicino/LaBelle and Mendicino/Brooks tunes. Dig the nuts-on lurch of “Darkened Streets” (think vintage Molina/Talbot slam – and listen for the “Norwegian Wood” tease in the guitar break); the driving rhythm of “Running For The Door” tears along like a cousin to Tommy Tutone’s “867-5309” before Brooks and Mendicino shift gears and go into full surf mode; “Wasting Time” is big and majestic – beat-down, but not without pride just the same.

Multi-instrumentalist Inge (we’ve already discussed his grossly-amazing pedal steel contributions) is all over this thing: doubling up with Brown on guitar here … adding some organ here … a bit of piano here … a master of divining what a particular tune needs – no more and no less. Horsehead buddy (and Drive-By Trucker) Jay Gonzales sits in on piano for a couple of tunes, the most notable being the walloping rocker “Big Sun”.

“Big Sun” alone could sell you on Horsehead: wicked grab-you-by-both-ears opening guitar riffs; big bass swoops and straight-ahead drumming; enough crash-and-thrash to get your attention before settling into the palm-muted chug of the verses. Brown tells his tale perfectly about the folder at a laundromat who “smelled of soap and cigarettes.” It’s obvious the story can go only go one way – and the fact that the song evolves into a total guitar workout is the perfect way to tell the tale. The song fades at about the 5-minute mark, but comes roaring back with an eff-you-we’re-not-done attitude: Mendicino and Brown join forces while Brooks rolls and tumbles in glorious drum ecstasy; and Inge simply plays the piss out of his six-string. Of all the titles Horsehead wears well, “Big Sun” proves that above all, they are one hell of a rock and roll band.

And beyond that, Sympathetic Vibrations is one hell of an album.

(Brian Robbins)

Das komplette Tracklisting:

1. Moving Target - 2:42
2. Darkened Streets - 5:07
3. Emptiest Arms in the World - 3:40
4. Hard Hand to Hold - 4:40
5. Get Up - 4:11
6. God Damned the Rain to Fall - 3:56
7. Running for the Door - 3:50
8. John Adams - 4:32
9. Spinning Your Wheels - 3:34
10. Big Sun - 6:14
11. Wasting Time - 5:04
12. Sweet On You - 3:19
13. Candy (By the Side of the West Highway) - 4:00

Art-Nr.: 8055
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Darkened streets
Emptiest arms in the world
Hard hand to hold
Get up
Running for the door
Big sun
Candy (by the side of the west highway)

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Indigenous - indigenous ~ featuring mato nanji [2012]
"Mato Nanji's always provided the heartbeat of the band Indigenous - along with the warm dusty voice and the soaring, spirited guitar fireworks that have earned the group from South Dakota's Nakota Nation a place among roots and blues rock's elite". Ja, Indigenous sind allein Mato Nanji's "Baby" und mit ihrem neuen Album gelingt der in Roots- und Bluesrock-Kreisen so gefeierten Band erneut ein Meilenstein ihrer bisherigen Karriere. Nach den feinen "Acoustic sessions" aus dem Jahre 2010 kehren Gitarrenhexer Mato (zudem ein vorzüglicher Sänger und Songwriter), sein Cousin, der exzellente Percussionspieler "American Horse", beide dem Stamm der Nakota-/Sioux-Indianer angehörend, mit ihren Freunden Jeff Martin (drums), Steve Evans (bass) und Jesse Bradman (organ) zu dem von der Band so geschätzten, fetten, druckvollen und teilweise auch schön jammigen, zündenden Bluesrock zurück, der zuweilen auch von einem schönen Roots-Feeling durchzogen ist. Mato Nanji's atemberaubendes, nicht selten an Stevie Ray Vaughan erinnerndes Gitarrenspiel (andere Einflüsse sind solche Gitarristen und Musiker wie Johnny Winter, Jimi Hendrix, R. L. Burnside und Jr. Kimbrough) kommt mit mehr Spirit und Feeling als je zuvor. Die Soli sind begnadet. Klasse auch die immer wieder wahrzunehmende, toll abgestimmte Orgel-Untermalung, die den Sound von Mato's meisterlichem Gitarrenspiel noch fetter werden lässt. Die Songs haben ordentlich Power, die Balance zwischen furiosen Uptempo-Nummern und zwei/drei rootsigen, traumhaften Balladen stimmt, und die Melodien sind vorzüglich. Das Album ist ungemein rockig, hat aber auch einen seeligen Blues. Es passt einfach alles! Los geht's mit dem tierisch groovenden, kraftvollen, von mächtigen E-Gitarren bestimmten Bluesrocker "Free yourself, free your mind", dem man ein leichtes Shuffle-Feeling anmerkt. Kerniges Drumming und herrliche, jammige Percussion unterstützen das packende Gutarrenspiel von Mato und Jonny Lang. Jawohl, der einstige "Wunderknabe" des Blues ist als Gast bei diesem Stück dabei und kehrt hier in beeindruckender Art und Weise zu den erdigen Bluesrock-Roots seiner Anfangstage zurück. Die beiden liefern sich prächtige Gitarrenduelle und wechseln sich auch beim Lead-Gesang ab. Gleich zu Anfang ein absoluter Volltreffer! Und es geht ohne einen einzigen schwachen Song bis zum Ende mit viel Abwechslung weiter. Ob beispielsweise der hammerstarke Bluesrock-Boogie "Everywhere I go" (tolle Melodie, guter Druck, baumstarke Lead Gitarre, schöne Orgel), das donnernde, von wuchtiger "Native Percussion" begleitete "Someone like you" (raue, dreckige, harte Gitarrenriffs, furioses Solo), die hinreissend schöne, erdige, dabei aber traumhaft melodische, rootsige Southern-/ Slow Blues-Ballade "Wake up" (hat ein herrliches Southern-Feeling,, als sei sie aus einer gemeinsamen Session der The Allman Brothers Band, Gov't Mule's und Stevie Ray Vaughan's hervor gegangen, Mato's ausgedehnte Gitarrenausflüge und -linien sind von beeindruckender Brillanz, schöne Orgel- und Percussion-Begleitung), oder der krachende, ordentlich abgehende Blues Rock'n Roller "By my side" (geht fett in die Beine, klasse Melodie, lichterloh brennende Gitarrensoli) - ein Highlight jagt das nächste. Dazu ist das Album mit satten 70 1/2 Minuten prall gefüllt. Und, wie gesagt, Ausfälle sucht man vergebens. Mato Nanji's Indigenous mit einem neuen "Killer"-Teil!

Das komplette Tracklisting:

1.   Free Yourself, Free Your Mind - 5:06
2.   Everywhere I Go - 5:22
3.   Jealousy - 5:59
4.   Someone Like You - 5:30
5.   I Was Wrong to Leave You - 6:35
6.   No Matter What It Takes - 4:05
7.   Storm - 4:25
8.   Find My Way - 5:54
9.   All Those Lies - 5:34
10. The Way I Feel - 5:09
11. Wake Up - 6:23
12. By My Side - 3:46
13. When Tomorrow Comes - 6:33

Art-Nr.: 7789
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Free yourself, free your mind
Everywhere I go
Someone like you
I was wrong to leave you
Find my way
The way I feel
Wake up
By my side

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King Band, Marcus - soul insight [2015]
Nachdem dieses großartige Album ursprünglich bereits 2014 erschienen und nur im Eigenvertrieb der Band erhältlich war (mittlerweile ist es vergriffen), hat sich nun Warren Haynes (Gov't Mule) entschlossen das Werk über sein eigenes "Evil Teen"-Label erneut zu veröffentlichen, um es auch einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Mr. Haynes ist ein ausgesprochener Fan des jungen Gitarrenhexers Marcus King und seiner Freunde, deshalb dieser Schritt. Und das ist gut so!

Geballte Bluesrock-Power eines blutjungen Gitarrenmagiers aus South Carolina! Wow! Der gerade mal 18-jährige Marcus King und seine Band veranlassen mit ihrem packenden Debutalbum "Soul insight" nicht nur das der The Allman Brothers Band nahe stehende Magazin "Hittin' The Note" zu einem begeisternden Review, sondern sorgen in der einschlägigen Szene, auch unter den etablierten Musikerkollegen, für jede Menge Aufmerksamkeit. Man ist sich einig: Dieser Bursche hat eine große Zukunft. Marcus bearbeitet die Gitarre quasi seitdem er laufen kann. Schon mit 2 Jahren hat ihn sich sein musikverrückter Vater Marvin King, ein lokal sehr bekannter, ewig tourender "veteran bluesman" auf dem "fret board" austoben lassen und im zarten Alter von 11 Jahren stand er bereits mit der Band seines "alten Herrn" auf der Bühne und begeisterte die Zuhörer mit seiner verblüffenten "Duane Allman meets Jimi Hendrix"-Virtuosität. Schon zu diesem Zeitpunkt stand fest, dass die Buesrock-Musik in all ihren Facetten seine Mission ist und sein Leben bestimmen wird. Duane Allman und Jimi Hendrix gehören zu seinen großen Helden, doch die Einflüsse gehen deutlich weiter. Künstler wie Miles Davis, The Meters, B.B. King, Johnny Winter und The Allman Brothers Band inspirierten ihn total. Funk, Psychedelic, Jazz, Southern Rock sowie jede Menge Improvisationsfreude mit längeren Jammings fanden fortan in seiner Musik Zugang. Und genau das alles ist auf dem fantastischen Debut der Marcus King Band in vollster Blüte zu bewundern. Obwohl auf dem Cover nur 3 Musiker abgebildet sind, agiert die Marcus King Band zu viert, und zwar mit dem Keyboarder Alex Abercrombie, Bassmann Anthony House und Drummer Jack Rysn - alles hervorragende Mitstreiter. Unterstützt wird die Band zudem bei ein paar Stücken durch einen zusätzlichen Percussionisten, sowie einen Saxophonisten (Harold Todd aus der Band von Lenny Kravitz bei 2 Tracks) und einen Trompeter (ebenfalls bei 2 Tracks). Doch der Star der Truppe ist ganz klar Frontmann Marcus King, ein klasse Sänger, Songwriter und eben ein "Monster-Gitarrist", der mit umwerfenden, feurigen, fingerfertigen Läufen und Soli brilliert, genauso wie mit jeder Menge Spielwitz. Los geht's mit dem wuchtigen, fetten, mächtig groovenden, von einer gehörigen Portion Siebziger Classic-Rock unterwanderten Bluesrocker "Always". Starker Gesang, ein hervorragend strukturiertes Arrangement und ein "bäriges", mit genauso glühenden, wie lässig zelebrierten Gitarrenläufen und einem wunderbaren, kleinen Schlagzeugsolo aufwartendes Instrumentalbreak bestimmen das Geschehen. Herrlich retro. Das folgende "Boone" beginnt recht verhalten, mit viel Southern-Soul und feinem akustischen (Slide)Gitarrenspiel, legt dann im Verlauf aber gewaltig zu und wird zu einem voller Energie steckenden Southern-fueled Bluesrocker mit einem klasse Orgel-Untergrund. Hier spürt man die Einflüsse der Allmans deutlich. Danach das furiose Instrumental "Fraudulant waffle", bei dem die Band und vor allem Protagonist Marcus King sich zum einen völlig gehen lassen und gleichzeotig alle künstlerichen Register ziehen. Was für ein Jamming! Das geht von großartigen Twin Guitar-Momenten über fulminantes Lead Gitarren-Spiel, angetrieben von üppiger Percussion, gespickt mit viel Jazz- (Miles Davis) und Latin- Spirit (Santana). Das ist die pure Improvisationsfreude! Klasse! Etwas zurückhaltender, dafür mit ungemein viel Seele und Inspiration agiert die Band bei dem wunderbaren, gepflegten, leicht jazzig angehauchten Blues "Everything", der mit einem feinen Orgel-Background, ein paar schönen Saxophon-Momenten und einem hinreissend fingerfertigen Gitarrensolo des jungen Gitarrenzauberers besticht. Die Nummer sprüht nur so vor Spielfreude und Spielkultur. Erinnert ein wenig an die Tedeschi Trucks Band. Es folgen weitere, hochkarätige Nummern wie etwa der schön groovende, mit feinem Southern-Esprit versehene Midtempo-Blues "Dyin'" (klasse strukturiert, kleines Saxophon-Intermezzo, ausgedehntes, ungemein virtuoses, fulminantes Gitarrensolo), das furiose, mit Wahnsinns-Gitarrenarbeit aufwartende, abermals sehr jammige Instrumental "Booty stank" und der lichterloh brennende, voller "wilder" Gitarrenläufe steckende Uptempo Bluesrock-Kracher "Keep moving". ehe das Album mit der wunderschönen, melodischen, semi-akustisch inszenierten Ballade "I won't be here", eingehüllt in ein edles Southern-Gewand, überaus entspannt ausklingt. Die Reminiszensen an große Southern-Balladen der The Allman Brothers Band sind nicht zu leugnen. Tolle Nummer zum Abschluß eines ungemein vielseitigen, vielschichtigen Albums. Marcus King und seine Kumpels mit einem furiosen, genauso inspirierten, wie ambitionierten, teils sehr jammigen Bluesrock-Ritt, der einen von vorn bis hinten in Atem hält. Was diese Jungspunde drauf haben, ist schlicht "der Knaller"! Ja, das ist sicher erst der Anfang für die Marcus King Band, aber der hat es wahrlich schon in sich. Die Reise in die höchsten Hemisphären des Bluesrock-Universums hat begonnen...

Das komplette Tracklisting:

1. Always - 4.12
2. Boone - 5.30
3. Fraudulent Waffle - 5.21
4. Honey - 4.19
5. Dave's Apparition (Interlude) - 2.17
6. Everything - 4.48
7. No Decency - 4.42
8. Dying - 5.49
9. Booty Stank - 4.24
10. Opie - 5.09
11. Keep Moving - 5.00
12. I Won't Be Here - 4.37

Art-Nr.: 8951
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

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Always
Boone
Fraudulant waffle
Everything
Dyin'
Keep moving
I won't be here

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Moe. - the conch [2007]
Erste neue Studioscheibe der beliebten Jamrock-Truppe seit 4 Jahren - und eine ganz starke! Es ist immer schwer für eine Band, die vor allen Dingen live ihr ganzes Potenzial auszuspielen in der Lage zu sein scheint und deren große Fangemeinde sie genau aus diesem Grund so verehrt, im Studio etwas Adäquates entstehen zu lassen, doch Moe. haben sich, dessen genau bewußt, für "The conch" dafür in eine nahezu ideale Situation gebracht: Man begab sich in das State Theatre von Portland/ME und nahm das Songmaterial für das neue Album während mehrerer Tage zunächst live auf (an zwei Tagen sogar vor Publikum) um herauszufinden, wie sich die Stücke während den Performances entwickeln. Anschließend ging man unverzüglich ins Studio und spielte dort, die live gesammelten Erfahrungen einbringend, die Tracks erneut ein, was ein Höchstmaß an Live-Authentizität auch für das Studio garantierte! Entstanden ist ein Werk, representativ für die ganzen Fähigkeiten Moe.'s, wie kein anderes zuvor! Toller Sound, ungemein wandlungsfähiges Songmaterial, voller kreativer, spannender und dabei durchaus melodischer Arrangements! Im weitesten Sinne irgendwo in der Schnittmenge solcher Bands wie Grateful Dead, Widespread Panic, The Big Wu oder String Cheese Incident angesiedelt, haben sie ihre eigene Identität längst gefunden. Moe. verarbeiten in iher Musik fundamentierte Classic Rock-Elemente, Psychedelic-, Progressive-, leichte Blues,- dezente Jazz-Spuren, zuweilen ein gewisses Retro-Countryrock-Flair und mittlerweile auch eine gute, gesunde Portion Southern Rock-Würze, vor allem hervorgerufen durch die markanten Gitarrenparts der beiden herausragenden Lead Gitarristen Chuck Garvey und Al Schnier, sowie die Strukturen vieler Songs. Es entsteht der unverkennbare Moe.-Sound! Das Material versprüht eine immense Spielfreude. Zu jeder Phase der Scheibe (in übrigen satte 75 Minuten Spielzeit) spürt und erahnt man die live teilweise unendlich zelebrierten Jammings, mit denen die Songs auf der Bühne auf zuweilen zwanzig/dreißig Minuten ausgedehnt werden, dabei aber nie ihre Strukturen verlieren. Im Großen und Ganzen werden die Arrangements von den beiden Lead-Gitarristen bestimmt, die sich immer wieder mit brillanten Soli von Höhepunkt zu Höhepunkt spielen. Doch durch die wohl dosierte, geschickte und sehr effiziente Integration von Keyboards und diesem jammigen Percussion-Groove entsteht ein sehr kompaktes Band-Feeling! Manche Songs wirken antspannt, andere kommen mit krachenden, lochenden Riffs daher und rocken, was das Zeug hält! Gleich die ersten beiden Nummern haben es in sich: Da hören wir zunächst den flotten, erfrischenden, luftigen, auf lässiger Percussion basierenden, locker dahin fließenden Jamrocker "Blue jeans pizza" (erinnert zuweilen fast ein wenig an Steely Dan), durchzogen von strategisch klug positionierten, rootsig dreckigen, würzigen, ja glühenden, sehr quirlig und virtuos gespielten Gitarrensoli und im Anschluß daran das traumhafte, 6 1/2-minütige "Lost along the way", eine leicht country-infizierte, zu Beginn etwas Grateful Dead-Feeling versprühende, recht entspannt startende Nummer, in der sich nach rund 3 Minuten ein hinreißendes, langes Gitarrensolo entwickelt, das erst einmal ruhig startet, dann aber immer mehr an Fahrt gewinnt und schließlich, bei aller Lockerheit in einem furiosen Drive mündet, bevor man wieder zu dem schönen, melodischen Refrain zurückkehrt. Super! Weitere Highlights sind beispielsweise der von krachenden Riffs bestimmte Rocker "Tailspin" (da wird man gar an Gov't Mule erinnert), das wunderbar groovende, leicht psychedelisch angehauchte, melodische, in der Mitte von einem klasse Wechselspiel zwischen spacigen Keyboards und würzigen, southern-fueled Gitarrenläufen bestimmte "Another one gone", der knapp 8-minütige Jamrocker "Wind it up", gespickt mit schönen Tempowechseln, Moe.-typischen Vibrophon-Passagen und jeder Menge dreckigen, fetten Gitarrenläufen, das dynamische, sowohl mit Modern Rock- als auch mit Retro Rootsrock-Elementen ausgestattete "Down boy", das frische, ein leichtes Country-/Folk-Flair versprühende, melodische "Where does the time go", das herrliche, semi-akustische, ruhige "Summer o i", und viele mehr! Das Songmaterial ist von vorn bis hinten große Klasse, "The conch" ein großartiges, durch und durch lebendiges Album! Eine der besten und wichtigsten Bands des Jamrock-Circuits mit einer absoluten Studio-Meisterleistung!

Art-Nr.: 4676
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

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Lost along the way
The pit
Wind it up
Where does the time go

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Potter, Grace and the Nocturnals - this is somewhere [2007]
"The pride of Vermont is back"! Die charismatische, mit einem genauso mächtigen, wie seeligen und emotionalen, großartigen Organ ausgestattete Singer/Songwriterin (was ist diese Frau bereits in ihren jungen Jahren in der Lage für mitreißende, ja geradezu voller Klassiker-Potenzial steckende Songs zu schreiben) und Multi-Instrumentalistin (Piano, Orgel, Gitarre) ist zurück mit ihren exzellenten Nocturnals, um den Nachfolger zum letztjährigen, grandiosen "Nothing but the water" zu präsentieren - und was sollen wir sagen, die zweifellos sehr hohen Erwartungen ihrer vielen Fans (und denen, die es einfach noch werden müssen...) erfüllt sich sich erneut! Und wie! "This is somewhere", (der Albumtitel resultiert im übrigen aus einer Inspiration von Neil Young's "Everybody knows this is nowhere") manifestiert das immense Standing, das sich das Quartett in den letzten Monaten in der Szene des "old-fashioned timeless organic American Roots Rock'n Roll's" geschaffen hat, auf beeindruckende Weise und bringt die Truppe infolge des ungeheuer starken Songmaterials (alles stammt aus der Feder Potter's) zweifelsfrei noch einen weiteren Schritt nach vorn. Zudem hat exzessives Touring das musikalische Verständnis der Band weiter optimiert. Die amerikanische Rockpresse feiert die Nocturnals geradezu enthusiastisch - zu Recht! Natürlich ist Grace Potter mit ihrem inbrünstig und aus teifster Seele kommenden, leicht angerauten, viel Sex-Appeal versprühenden, würzigen Gesangsstil und ihrer Ausstrahlung weiterhin die zentrale Person des Quartetts, doch sie weiss drei exzellente Mitstreiter neben sich (Lead Gitarrist Scott Tournet beispielsweise liefert ein paar bestechende Soli ab, die ihm einen Stil irgendwo zwischen Neil Young, Jimmy Page und Derek Trucks bescheinigen), die zusammen, wir deuteten es bereits an, wie aus einem Guß agieren. Stimmlich wie eine unwiderstehliche Mischung aus Aretha Franklin, Janis Joplin, Susan Tedeschi, Sheryl Crow und vor allem Bonnie Raitt klingend und nachhaltig beeinflußt von solchen Größen wie The Band, J.J.Cale, eben jener Bonnie Raitt, Sheryl Crow, Lucinda Williams, Little Feat, Ryan Adams, den Rolling Stones und auch Led Zeppelin ergibt sich ein jede Menge Anziehungskraft austrahlender, geradezu faszinierender, herrlich groovender "brand of neo-classic Roots-Rock" voller swampiger Schwüle, dreckigem Roots-Staub, teils einem feinen Southernflair, auch mal etwas bluesig, dessen großartige Melodien sich tief in unsere verzückten Ohren bohren. Absolut jeder Song steckt voller Spannung und übt eine unwiderstehliche Magie auf den Zuhörer aus, der man sich kaum entziehen kann. Toller, "gritty" Sound (produziert haben Grace Potter und Mike Daly), vorwiegend bestimmt von breit angelegten, erdigen Gitarren, immer wieder angenehm ergänzt um die geschickt eingesetzten Orgel-/Piano-/Wurlitzer-Sequenzen der Protagonistin! Der prächtige, knackige Uptempo-Rootsrocker "Ah Mary" mit seinem klimpernden Piano, den fetten Gitarren (kochendes Solo im Break) und seiner wunderbaren Melodie bildet den Auftakt dieses tollen Albums, und von nun an geht's, wie gesagt, "Schlag auf Schlag": Ob das exzellente "Stop the bus" (rhythmischer, von funkigen Wurlitzer-Klängen und schwüler Percussion getragener, erneut überaus melodischer, leicht swampiger, bluesiger Rootsrock/-pop,, durch dessen herrlichen Groove sich großartige Gitarrenlinien drücken), die Piano-bestimmte, viel Bonnie Raitt-Feeling versprühende, bluesige Ballade "Apologies" (feine Acoustic-Riffs, schöne Hammond-Orgel), der toll ins Ohr gehende, traumhafte Rootsrocker "Ain't no time" (klasse Hammond-Orgel und glühende, sehr melodisch gespielte Lead Gitarren-Linien), der das Zeug zu einem absoluten Genre-Hit hat, das flockige, an Sheryl Crow erinnernde, flotte "Mr. Columbus", der prachtvolle Hi-Energy-/"Good fun"-/Rootsrock-Knaller "Mastermind", bis hin zu der das Album bravourös abschließenden, phantastischen, mit einer feinen Portion Southern-/Blues-/Gospel-Soul ausgestatteten, mitreißenden, fetten Roots-Power-Ballade "Big white gate" mit ihrer im Verlauf stetig zunehmenden Kraft und den massiven (Slide)Gitarren-Riffs und -Linien, die einem wie eine inspirierte, überaus kraftvolle Fortsetzung von Bonnie Raitt's (John Prine's) "Angel from Montgomery" vorkommt. Großartig! Gepriesen als "the next big thing" lassen sich Grace Potter and the Nocturnals nicht aufhalten und ziehen unaufhaltsam ihre Kreise! Sie sind auf dem Weg ganz nach oben, ihre Fanbase wächst unaufhaltsam. "This is somewhere" jedenfalls ist der nächste ganz große Schritt in die richtige Richtung. "A testament of neoclassic, true, pure American Rootsrock music"! Noch etwas wurde soeben bekannt: Grace Potter and the Nocturnals werden das Vorprogramm der anstehenden "Mighty High"-U.S-Herbsttour von Gov't Mule betsreiten - ein weiterer Beleg dafür, in welcher Liga sich die Band aufgrund ihrer starken Leistungen nun schon bewegt. Und sie werden sich dort etablieren! Tolle Sache übrigens auch, zudem nicht ganz unerheblich, ist der überaus günstige CD-Preis, zu dem das amerikanische Label ihre neuen Helden in die Szene einführt. Trotzdem hat man an der Ausstattung nicht gespart, wie das vorzügliche, 24-seitige Booklet mit allen Songtexten, beweist. So etwas darf gerne Schule machen...

Art-Nr.: 5156
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Ah Mary
Ain't no time
Big white gate

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Powell and The Messengers, Leroy - life and death [2013]
Southern Rock Outlaw Leroy Powelll und seine "verwegenen" Messengers laden uns ein auf einen pulsierenden, atemberaubenden Höllentrip zwischen "Life and Death"! So der Titel des nächsten Geniestreichs vom ehemaligen Lead-Gitarristen von Shooter Jennings' Band, den "357's", und seinen neuen Freunden. Die Truppe wird, und das, wo auch schon die beiden Vorgängerwerke richtige "Killer"-Teile waren, immer stärker. Puh, was für ein Ritt! Das berühmte "Guitar Player Magazine" sagte einmal über den Protagonisten: "Half his riffs smell like beer and honky-tonks, while the other half sound like redneck cousins of Led Zeppelin". Dies trifft für das neue Album mehr zu, als je zuvor. Leroy Powell und die Messengers zeigen hier ihre zwei Gesichter. Das Werk beginnt zunächst ungemein entspannt mit ein paar wunderschönen. lupenreinen Countrynummern und Countryrockern, um dann, nach etwa einem Drittel regelrecht zu explodieren und mit einem knochenharten, rauen, dermassen aus allen (Gitarren)Rohren feuernden, grandiosen Roots-/Blues-/Southern Rock'n Roll-Gewitter fortzufahren, wie wir es so intensiv in der jüngeren Vergangeheit selten erlebt haben. Powell, der in seinen früheren Tagen ausser mit Shooter Jennings noch mit solch unterschiedlichen Leuten wie beispielsweise Hank Williams jr., David Allan Coe, Dickey Betts, Tony Joe White, Billy Joe Shaver, The Marshall Tucker Band, Lynyrd Skynyrd, Gene Loves Jezebel, Blink 182 und Stanley Clarke zusammengearbeitet hat, ist ein begnadetes Allround-Talent. Sein Potential als Songwriter ist immens, auch gesanglich ist er absolut top, variantenreich und überaus ausdrucksstark, er spielt Harmonica, Keyboards, Pedal Steel und ist "one hell of a guitarist". Was er hier auf den 6 Saiten abliefert ist schlicht phänomenal. Teilweise hören wir ein E-Gitarren-Brett, das einen vermuten lässt, hier seien mindestens 3 "pistoleros" am Werk, die sich gegenseitig in einen Rausch "ballern". Doch gehen wir das Album mal sukzessive durch. Es beginnt, wie gesagt, mit dem ruhigeren Part. "Satan put it on my tab" ist eine sehr lockere und verhalten instrumentierte, ungemein melodische, wunderbare Outlaw Countrynummer, eingebettet in einem gefühlvollen Midtempo-Groove. Klare akustische und zurückhaltende E-Gitarre, ein paar honky-tonkige Piano-Ergänzungen, eine einsame Violine - dass sind die Zutaten, die Leroy's großartigen Gesang umgeben. Die Einflüsse seines alten Kumpels Shooter und dessen Vater Waylon Jennings sind unverkennbar. Ähnlich gestrickt ist auch das folgende "I've got you where I want you", das mit vielen Geigen geschmückte "It hurts too much to cry" erinnert an puren Sechziger Jahre-Country, das Steel-getränkte "Send me out the door" lässt den Spirit eines Gram Parsons und eines Merle Haggard durchsickern, ehe mit dem herrlichen "You're driving me (out of my everloving mind)" ein traumhaft melodischer, knackiger, sehr erfrischender Retro-Countryrocker folgt. Durch diese Nummer weht ein schönes, "fluffiges" Westcoast-Flair. Großartig die vielschichtigen Gitarren und die vorzügliche Pedal Steel-Arbeit des Meisters. Man wird ein wenig an die guten, alten Byrds, die Flying Burrito Brothers, die New Riders Of The Purple Sage und die ganz frühen Poco erinnert. Dann noch, quasi als Übergang, ein kerniger Outlaw Countryrocker ("Cut em loose"), ehe die Band urplötzlich, wie vom Donner getroffen, mit ihrem so verdammt dreckig, rau und laut rockenden, höllischen "Roots-/Blues-/Southern-Blast" loslegt, der den Rest dieses ´"Mörder"-Albums bestimmt. "Cannonball" macht seinem Namen alle Ehre. Ein sprichwörtlicher Blues-/Southern-/Boogie-Rock'n Roll Vollgas-Ritt auf der Kanonenkugel. Eine furiose, voller dreckiger Bluesharp- und Gitarrensequenzen steckende "Tour de force", die die Band endgültig auf eine amtliche Betriebstemperatur bringt. Von nun an gibt's kein Halten mehr. Man glaubt es kaum, aber die Truppe legt bei dem folgenden, kochenden "Straight up" noch mal ein paar Kohlen mehr drauf. Wow! Was für ein gewaltiger, straighter, bluesiger "full-blowing" Southern Rocker! Powell setzt sich in Szene, als hätte er eine ganze Gitarristen-Armada aufgefahren. Das dürfte nicht nur die Gov't Mule-Fraktion begeistern, sondern auch die der The Allman Brothers Band (nur deutlich härter), Blackfoots und vielleicht auch Molly Hatchets. Und doch ist es dieser ganz eigene Stil, wie ihn nur die Messengers spielen können, der so fasziniert. Hammerhart! Hammerstark! Diese mächtige Gitarrenwand steht permanent unter Strom, glüht, kocht, röhrt, besticht mit wundervollen Twin-Licks. Powell's furioses Solo ist schlicht "monstermässig". Kommen wir zu dem knochenharten, southern-fueled Bluesrocker "Weatherman", der abermals bestens in das Anforderungsprofil von Warren Haynes und seinem berühmten "Maultier" passen würde. Powell schmettert kolossale Riffs aus den Boxen - man kann nur hoffen, dass das Equipment dieser musikalischen Urgewalt stand hält. Das Gitarrensolo lässt einen einmal mehr glauben, dass sich hier eine Vielzahl von "Gitarreros" die Seele aus dem Leib spielen. Welch eine Wucht! Auch bei dem Vollgas Southern Rocker "Blood in the sky" schießen die vermeintlichen "Saitenpsitoleros" aus allen Rohren. Es gibt kein Entrinnen! Zum Schluß noch ein absolutes Highlight: "Agent of death" ist eine regelrechte Vorzeige-Southern Rock-Hymne voller himmlischer Twin-Leads. Als wären die guten, alten Wishbone Ash eine lupenreine Southern Rock-Band und würden zusammen mit Gov't Mule, den nur erdenklich besten Doc Holliday und Blackfoot zu einem furiosen Jamming ansetzen. Hier wird ein Gitarren-Feuerwerk abgebrannt, das seinesgleichen sucht. Genial! Allein dieser zweite, deutlich längere Teil dieses fulminanten Albums wird die Southern Rock-, Bluesrock- und Gitarren-Fetischisten geradezu "aus den Socken hauen". Die CD kommt leider nur in einem einfachen Papp-Sleeve in alter LP Cover-Optik, doch das muss man bei dieser grandiosen Musik einfach vernachlässigen und in den Hintergrund stellen. Leroy Powell & The Messengers in Höchstform! Die Messlatte für das nächste Werk liegt verdammt hoch...

Das komplette Tracklisting:

1. Satan Put It on My Tab - 3:43
2. I've Got You Where I Want You - 2:33
3. It Hurts Too Much to Cry - 3:52
4. Send Me out the Door - 2:58
5. You're Driving Me (Out of My Everloving Mind) - 3:18
6. Cut Em Loose - 3:01
7. Cannonball - 4:07
8. Straight Up - 4:01
9. Give Me What I'm Needing - 4:04
10. Weatherman - 3:29
11. Blood in the Sky - 6:09
12. The Searcher - 3:53
13. The Agent of Death - 5:53

Art-Nr.: 8188
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 9,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Satan put it on my tab
You're driving me (out of my everloving mind)
Cannonball
Straight up
Weatherman
Blood in the sky
Agent of death

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Preacher Stone - paydirt [2014]
Drittes Album der Southern Rocker aus Charlotte/North Carolina! Preacher Stone haben sich mit ihren beiden Vorgängeralben erhebliche Sympathien in Genre-Kreisen erspielt, ihr ungeschliffener ehrlicher Southern Rock im Stile der großen Vorbilder Lynyrd Skynyrd, Molly Hatchet, Blackfoot & Co., aber durchaus mit eigener Note, wird in diesen Kreisen immer noch mit Wohlwollen angenommen, zumal die Band um die Leader Marty Hill und Ronnie Riddle nie auf die großen Budgets irgendwelcher großer Labels zurückgreifen konnte. Auch ihr Drittwerk ist wieder in Eigenregie entstanden. Mit leicht veränderter Formation (zum Line-up gehören jetzt Michael Gilbert - guitar, slide, dobro; Josh Sanders - bass, vocals; Johnny Webb - keyboards und Mark Hill - drums) ist ihnen jetzt mit „PayDirt“ ihr mit Abstand stärkstes Werk gelungen. Hill und Riddle, die sämtliche Tracks verfasst haben, ist es erstmalig gelungen, eine klare Linie in ihr Gesamtwerk zu bringen, woran es gerade beim Vorgänger "Uncle Buck’s Vittles", mit doch recht stark variierenden Stilelementen und sehr unruhig wechselnden Songs, noch ein wenig gehapert hatte. Die Truppe, die sich selber nicht als Southern Rock Band sieht, sondern als Band aus dem Süden, ist ihren Heroen ein wenig dichter in den Nacken gerückt. Obwohl die meisten Basisriffs überaus kraftvoll, kantig und zuweilen sogar ein wenig metallisch kommen, spielt die Band nicht mehr ganz so hart wie bei den Vorgängern, was nicht bedeutet, das sie "weich" oder gar lasch spielen - im Gegenteil. Die Power und Energie ist stets spürbar, aber alles wirkt etwas lockerer, Song-orientierter, flüssiger. Und das kommt richtig gut. Klasse direkt der Opener "Day Late", ein selbstironischer Song über Leute, die bei allen Dingen ewig zu spät im Leben kommen ("I’m just a day late and a dollar short, my ship came in, I was standin’ at the airport" heißt es im Refrain), geht nach ein paar kurzen Beckenschlägen durch Drummer Marty Hill und einem "Hell Yeah"-Ruf von Riddle direkt gitarrentechnisch in "Pearl Jam meets Molly Hatchet"-Manier ordentlich zur Sache. Klasse auch die gurgelnde Orgel von Johnny Webb im Hintergrund, die sich dann im weiteren Verlauf des öfteren von ihrer ganz feinen Seite zeigt. Mit "Meet My Maker" wird mit religösem Unterton im atmosphärischen Midtempo weitergemacht. Schön hier das typisch surrende Slide-Solo. Eine kurze Dobroeinlage ("Shrevport Stomp") dient als Vorspiel für den herrlich stimmungsträchtigen Footstomper-Boogie "Louisiana Dog", der von wunderbar flotten E-Gitarren und klimperndem Honky Tonk-Piano getragen wird und am Ende nochmals eine Temposteigerung erfährt. Ganz starker Song! Das folgende, ebenfalls schön kratzig stampfende "And Then Some" erinnert so ein wenig an die Zeiten des Copperhead-Debüts. Tolles Zusammenwirken hier von quirlig gespielten E-Gitarren und aufheulender Orgel im Solo-Teil. Ein Stratocasterintro kombiniert mit dem berühmten Lick von Bon Jovis "Dead Or Alive" bildet den Pfeiler des tollen "Me And Mine", einer southern-souligen Midtempoballade mit kräftigem Powerrefrain. Begeisternd die Lynyrd Skynyrd huldigende Solopassage gegen Ende mit eingebauten Double Leads. Ein richtiges Highlight! Ein bisschen in klassischere Rockrichtung a la Bad Company pendelt "Walk It Dry" (tolles Orgelintro), Riddles Gesang ähnelt hier durchaus dem des großen Paul Rodgers. "Hand On The Bible" gab es bereits auf dem Vorgänger, hier mit etwas stärker hervorgehobener Akustikgitarre. Eine schöne melodische Southern-Ballade mit angenehmen Slide-Solo in Skynyrd-Tradition und pathosgetränkten Harmoniegesängen. "Place To Be" führt einen mit dezent gospeligem Touch in die Hoch-Zeiten von Bands wie Dickey Betts & Great Southern, Charlie Daniels oder der Marshall Tucker Band zurück. Herrlich das Betts-typische Führungs-E-Gitarren-Spiel zum launigen Southern-Groove. Im Soloteil reichen sich E-Gitarren, E-Piano und Orgel die Klinke in die Hand. Lässig rockt "Swimmin’ Hole" und lässt etwas wehmütig "Flirtin With Disaster"-Zeiten aufkommen. Klasse hier Webbs gluckerndes E-Piano, dass toll mit den schweren Gitarren-Riffs harmoniert. Mit "All I Know" folgt dann im Vergleich zum Rest ein recht unspektakulärer, aber schön melodischer Abschluss. Dieser Song hätte vielleicht etwas besser als Füller irgendwo in die Mitte gepasst. Trotzdem angenehm zu hören. Preacher Stone haben sich mit "PayDirt" wieder ein Stück weiterentwickelt und gehören mittlerweile mit Bands wie Hogjaw, Skinny Molly, SwampDaWamp zum erweiterten Führungszirkel des Genres. Man darf sich gar nicht vorstellen, was passieren würde, wenn die Band, ähnlich wie Blackberry Smoke, mal ein mutiges Label und einen arrivierten Produzenten Marke Justin Niebank oder Dan Huff als Support bekommen würde... Aber auch gut möglich, dass Hill, Riddle & Co. das auch garnicht wollen. Trotzdem ist das sich stetig steigernder, klassischer Southern Rock auf der Schiene solcher Helden wie The Allman Brothers Band, Lynyrd Skynyrd, Molly Hatchet, Blackfoot, Doc Holliday, 38 Special, und, und, und. Preacher Stone sind und bleiben eine der Bands, die das Erbe der goldenen Southern Rock-Zeit höchst authentisch weiterverfolgen. Klasse Futter für die ewig hungrige Southern Rock-Fraktion! Gut gemacht, Jungs! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Day Late - 3:18
2. Meet My Maker - 4:09
3. Shreveport Stomp - 0:47
4. Louisana Dog - 4:03
5. And Then Some - 3:36
6. Me and Mine - 4:33
7. Walk It Dry - 3:43
8. Hand On the Bible - 4:39
9. Place to Be - 3:50
10. Swimmin' Hole - 4:39
11. All You Know - 3:41

Art-Nr.: 8526
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Day late
Meet my maker
Louisiana dog
And the some
Me and mine
Walk it dry
Place to be
Swimmin' hole

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Ray Band, Don - full throttle [2012]
"This band is kickin' out some roots rockin', southern Blues!" Die Don Ray Band aus Nashville/TN zieht auch mit ihrem dritten Album genüßlich ihre Kreise. Wurden schon die beiden ersten Veröffentlichungen "On top of the heap" (2009) und "Lonesome rider" (2010), im übrigen völlig zu Recht, von der einschlägigen Presse und den Fans gleichermassen begeistert abgefeiert, so wird das auch mit dem neuen Werk "Full throttle" nicht anders sein. Ja, "Full throttle", der Titel passt schon gut, denn der "musikalische Tank" ist proppenvoll und die Band steht voll im Saft. Obwohl Ray mit völlig neuen Leuten am Start ist, geht er konsequent den musikalischen Weg seiner ersten beiden Alben weiter. Das ist auch gut so. Und vor allen Dingen, die Musiker, die er um sich gescharrt hat, sind nicht "irgendwelche", sondern gestandene "Haudegen" der Szene. Es sind der famose "Musician's Hall of Fame"-Gitarrist Will McFarlane (u.a. Bonnie Raitt, The Muscle Shoals Rhythm Section), der das Album im übrigen zusammen mit Don Ray auch produzierte, der großartige Keyboarder Jonathan Arnstrong und die schön "tight" agierende Rhythmus-Fraktion, bestehend aus Jamis McFarlane am Bass und Drummer Justin Holder, der fabelhaften "Bandito Brothers Rhythm Section". Mit ihrem "world class singer" Don Ray an der Front fabrizieren die Fünf wieder ihre unwiderstehliche Mixtur aus "Rockin' Blues, Southern Rock, Blue Eyed Soul and Rock'N Southern Country Roll", durchzogen von einem feinen "Muscle Shoals vibe". Kein Wunder, ist das Album doch im historischen Sheffield, Alabama "at The NuttHouse Studios" aufgenommen worden. Da spürt man Einflüsse von solchen Leuten wie Stevie Ray Vaughan, Albert Collins, Eric Clapton, Bad Company, Lynyrd Skynyrd, Bob Seger und Delbert McClinton, und nimmt Parallelen von solchen Kollegen wie David Grissom, Tom Hambridge und Mark Selby wahr. Das Songmaterial ist durchweg großartig und wird neben Ray's starkem Gesang vornehmlich von der prächtigen Verbindung der herzhaften Gitarrenarbeit McFarlane's mit den markanten Piano- und Orgel-Klängen Armstrong's bestimmt. Vesprüht oft auch ein klasse Biker-Feeling. Eröffnet wird das Album mit dem dynamischen, wunderbaren, erdigen, bluesigen Roadhouse-/Rootsrocker "This is our house", der gleich mit tollem Pianogeklimper und herrlichen, southern-mässigen Slide Guitar-Linen daher kommt. Strahlt eine Menge Power und ein schönes Outlaw-Flair aus. Will McFarlane betsicht mit einem zündenden Gitarrensolo und Jonathan Armstrong schiebt neben seinem auffälligen Piano auch noch vereinzelt eine großartige Orgel-Begleitung ein. Tolle Nummer, doch es geht ohne jede Qualitätseinschränkung weiter. Das Titelstück "Full throttle" steht auf dem Programm - und der "Don Ray-Motor" läuft wie geölt. Irgendwie locker, gleichzeitig aber mit viel Dampf und Power, hören wir einen großartigen, von herrlichen Riffs und Gitarren-Hooklines bestimmten, kernigen, kompakten, melodischen Southern-/Bluesrocker, bei dem erneut
McFarlane mit einem glühenden Gitarrensolo für den instrumentellen Höhepunkt sorgt. Weitere Uptempo-Nummern ähnlichen Kalibers sind beispielsweise der kochende und ordentlich Dampf produzierende, gut abgehende Blues-/Southern-Boogie "All get together" oder der wunderbare, schön knackige, straighte, southern-fueled Riff-/Bluesrocker "My rush" mit seiner klasse Instrumentierung aus klimperndem Honky Tonk-Piano, würziger Slide und sogar ein paar schönen Double Lead-Fragmenten. Doch auch auf dem Balladen-Sektor leistet die Truppe Vorzügliches. Beste Beispiele dafür sind zum einen die prächtige, powernde Roots-/Southern-Ballade "Daniels and Caine" mit ihrer feinen Melodie, den abermals schön fett und saftig klingenden Slide-Linien, den klasse Piano-Fills und den exzellenten, weiblichen, southern-rooted Backup-Vocals, und zum anderen die voller Southern Soul steckende, emotionale, genauso lockere, wie kraftvolle Bluesrock-Ballade "Morningside Ave.", durch die ein Hauch von Muscle Shoals-Feeling weht, und die von einem tollen Percussion-Groove, erstklassigen Gitarrenläufen und am Ende sogar von ein paar Flöten-Tönen bestimmt wird. Fazit: Auch das dritte Werk der Don Ray Band ist wieder ein tolles Teil geworden. Macht tierisch Laune, dieser Band zuzuhören. Dieser inspirierte, voller Herz und Seele steckende, straighte und kompakte Southern-/Roots-/Bluesrock hat einfach "das gewisse Etwas". Wie ist noch auf der Website der Band nachzulesen? Dieses Werk ist das "tribute album to hangin' out, ridin' on, growin' up and rockin' down". Besser kann man es nicht ausdrücken!

Das komplette Tracklisting:

1. This Is Our House 3:39
2. Full Throttle 3:32
3. Daniels and Caine 3:40
4. Bad Decisions 3:42
5. Morningside Ave. 5:23
6. Suicide Girl 2:43
7. My Rush 3:37
8. Road to Nashville 3:49
9. All Get Together 4:03
10. The Clown 3:46

Art-Nr.: 7915
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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This is our house
Full throttle
Daniels and Caine
Bad decisions
Morningside Ave.
My rush
All get together

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Selby, Mark - nine pound hammer [2008]
Wow! Nach einigen Acoustic-Ausflügen ist der Mann aus Oklahoma mit einem elektrischen Meisterwerk zurück - und was für eines! Bärenstark! Dreckiger, zündender Roots-/Bluesrock mit ungemein viel "Feeling"! Grandioses Songmaterial, prächtiger Gesang, meisterhaftes Lead-Gitarrenspiel von Selby - und immer eine angenehme, wunderbar hängen bleibende Melodik! Herrlich, wie man den "Staub" in dieser Musik spürt, diese unterschwellige, drückende Schwüle, die Intensität, ebenso wie eine stets präsente, wohl duftende Southern-Brise! Mark Selby gilt, ähnlich wie Tom Hambridge, in der amerikanischen New Country- und Americana-Welt, vor allem auch in Nashville, als einer der angesagtesten Songwriter für die dortigen Größen. Unzählige seiner Songs wurden zu Hits! Doch in seiner "Freizieit" ist es seine Berufung selbst Musik zu machen - und dort gehört seine Liebe eindeutig dem Roots- und dem Bluesrock. Selby ist ein absolutes Allround-Talent. Er ist nicht nur ein "Star" unter den amerikanischen Songwritern, nein, der Mann ist ein großartiger Sänger, ein charismatischer Performer und vor allem ein Wahnsinns-Gitarrist, dessen versiertes, glühendes Spiel so manchen der vermeintlich etablierten Gitarrenheroes ganz alt aussehen lässt. Für sein neues Werk "Nine pound hammer" hat sich Selby im Sommer 2007 für einige Wochen in die Berge Colorados zurückgezogen um zusammen mit seiner Ehefrau Tia Sellers, ebenfalls eine in Nashville total angesagte und erfolgreiche Songwriterin, an dem neuen Material zu feilen. Herausgekommen sind wahre Songperlen des Roots-/Bluesrock, die Selby ohne jeden aufgemotzten Schnickschnak, erdig, direkt und ungeheuer intensiv mit seinen beiden großartigen Mitstreiten Charles Anderson am Bass und Daryl Burgess am Schalgzeug in Trio-Besetzung eingespielt hat. Was für wunderbare Grooves, welch (bei aller Wahrung des rootsigen "Drecks") herrliche Melodien, was für facettenreiche, mal lockere, mal regelrecht überkochende, glühende Gitarrenläufe! Seine Einflüsse von J.J. Cale über John Hiatt bis hin zu Stevie Ray Vaughan kombiniert er auf grandiose Art und Weise mit seinen eigenen Ideen! Ein kurzes, dreckiges Slide-Lick, trockene E-Gitarren-Riffs, dann eine dumpf, wie ein "Nine pound hammer" donnernde, drückende Bass-Drum in Verbindung mit einem Tambourine, der Drive nimmt zu, Selby's großartiger Gesang setzt ein - und schon ist der baumstarke Opener, das Titelstück, in vollem Gange: Ein gewaltig groovender, toller, kraftvoller, pulsierender Roots-/Bluesrocker von einer Klasse und mit einem Feeling, das sowohl die Freunde eines John Hiatt, eines David Grissom und dessen einstiger Band Storyville, eines Stevie Ray, bis hin zu Gov't Mule (!) begeistern dürfte Brillantes Gitarrenspiel mit Dual-Leads und Parallelgesang, sowie mit herrlich variablen Läufen! Weiter geht's mit dem nicht minder starken, von kochenden Riffs und dezenten Funk-Lines umsäumten Bluesrocker "I should know better", dessen Rhythmus prima in die Beine geht. Irre starkes, vielseitiges, immer wieder von kleinen, versteckten, dennoch markanten Raffinessen geprägtes Gitarrenspiel des Meisters, erneut ein klasse Groove und exzellenter, souliger, weiblicher Background-Gesang sorgen für eine würzige, aufgeheizte Szenerie. Stark auch die kurzen Slidepassagen! Locker, dabei sehr emotional, dennoch kraftvoll und vor allem ungemein erdig (herrliches Desert-Flair), bringt Selby den folgenden, prächtigen Rootsrocker "Cold one closin' in" zu Gehör, dessen großartige Melodie, dieses Americana-mässige "Ghost Town"-Feeling und tollen Gitarrenläufe sich lässig und unwiderstehlich in unseren Ohrmuscheln tummeln. Das Gitarrensolo ist famos! Der nächste Knüller steht mit dem überragenden "Buck-fifty & a flat-head Ford" auf dem Programm: Dreckiger, groovender, rauer, aber wunderbar melodischer, rootsiger Swamp-/Blues-/Southern Rock voller Lynyrd Skynyrd-Flair, aber auch mit Spuren von Little Feat oder den Radiators! Wirbelt den Staub in den Deltas gehörig auf und lässt die Sümpfe brodeln. Tolles Zusammenspiel von trockenem Dobro, kochenden Riffs, groovenden Rhythmen und glühenden Slide-Ausflügen! Und bei dem straighten, fetten "Leveler, reveler" gibt Selby danach einen abgehenden Bluesrocker zum Besten, der Kollegen wie den Buddaheads, Indigenous oder Joe Bonamassa in nichts nachsteht! So geht das munter weiter: Ob auch mal mit einem wunderbaren, hypnotischen Slow-Blues ("Baby I do"), dem dreckigen, irgendwo zwischen ZZ Top und John Lee Hooker angesiedelten, astreinen Bluesrock-Boogie "Sure hope it ain't a train" (was für eine glühende Lead Gitarre), dem AC/DC-like Rock-Kracher "Dangerous game", oder der traumhaft melodischen, wunderschönen Roots-/Blues-Ballade "Guitar in the rain" - Mark Selby zaubert ein Highlight nach dem nächsten aus dem Ärmel! Erstklassig produziert hat das Werk wieder, wie schon seine früheren Alben, sein alter Spezi Brent Maher (in Zusammenarbeit mit Selby selbst), einer der absoluten Star-Produzenten Nashville's! "Nine pound hammer" ist so etwas wie der legitime Nachfolger zu Selby's 2002er-Knüller "Dirt" - und der Meister hat es geschafft die damals schon gewaltig hohe Messlatte nochmal locker zu überspringen. Mitreißender, intensiver und prächtig hängen bleibender Roots-/Bluesrock von meisterlicher Qualität!

Art-Nr.: 5582
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Nine pound hammer
Cold one closin' in
Buck-fifty & a flat-head Ford
Sure hope it ain't a train
Dangerous game
Guitar in the rain

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Too Slim and The Taildraggers - high desert heat [2018]
Der gefeierte "road-tested guitar dynamo" Tim "Too Slim" Langford und seine exzellente Band The Taildraggers brauchen nach ihren herausragenden vergangenen Veröffentlichungen wirklich niemandem mehr etwas zu beweisen. Und doch kennen sie keinen Stillstand. Sie wachsen weiter, sich stetig weiter zu entwickeln liegt in ihrer musikalischen Natur, genauso wie das Händchen für mitreissende Songs voller packender Strukturen. Ihr neues Werk "High desert heat" ist der nächste, überragende Schritt eines Gitarristen und seiner Band, für die es nach oben kein Limit zu geben scheint. Das Album bietet eine kochende, Energie geladene Reise durch die vielfältigen Gefilde des Bluesrocks, mit Abstechern zum straighten, Blues-getränkten Rock, Rootsrock und jammigen, spielfreudigen Southern-/Swamp-Rock, die keine Wünsche offen lässt und die die Glückshormone der Freunde des Genres und der Jünger von Langford's herausragenden Gitarrenkünsten zum Überlaufen bringen dürfte. Langford's Gitarrenläufe und Soli sprühen nur so vor Leidenschaft, Power, Energie und Intensität, stecken gleichzeitig aber auch voller Gefühl und Emotionalität. Übertriebenes "Gefrickel" ist nicht sein Ding, vielmehr liebt er es straight und authentisch, vollkommen natürlich und herrlich erdig und dreckig zu spielen, getrieben von dem in ihm brennenden Feuer und seiner musikalischen Kraft. Ein wahrer Meister seines Fachs. Gleich der Opener des Albums ist ein absoluter "Knaller". Langford und seine Freunde Jeff Fowlkes (drums, vocals) und Zach Kasik (bass, vocals) wagen sich mit Bravour an eine fulminante Bluesrock-Coverversion des alten Sixties Chambers Brothers-Klassikers "Time has come today", den sie, umgeben von herrlichen E-Gitarren, mit einer fett rockenden Inbrunst, dabei aber auch prächtig ins Ohr gehenden Melodie interpretieren. Bärenstark! Diese Wertung trifft auch ohne jeden Abstrich für den Rest des Albums zu, alles neue Eigenkompositionen. Da haben wir beispielsweise den satten, Bluesrocker "Trouble" mit seinen tollen Basslines und der fantastisch von Gastmusiker Sheldon “Bent Reed” Ziro gespielten, wunderbar dreckigen Bluesharp, die sich prächtig mit Langford's Lead-Gitarre abwechselt, oder das geradeaus, voller Dampf und Power rockende, intensive, southern rockig angehauchte "Broken white line", wie auch den schweren, rhythmischen von tierischen Gitarrenlicks und -soli bestimmten Bluesrock-Stomper "One step at a time". Erdig und rau, kommt der opulente, über 7-minütige, jammige Bluesrocker "Run away", vollgepackt mit prächtigen Gitarrenmomenten und sehr inspirierten, auf den Punkt gebrachten, genauso kernigen, wie toll strukturierten Soli. Das rund 3-minütige, sich stetig steigernde Gitarrenfinish ist schlicht super. Grandios auch die wundervolle, von satten Gitarrenlicks begleitete, ungemein melodische Ballade "A little more time", im Break selbstverständlich wieder angereichert mit einem massiven E-Gitarrensolo des Meisters. Erinnernt in seinen Strukturen ein wenig an die jüngeren Sachen von Kenny Wayne Shepherd. Der gewaltig dampfende Bluesrocker "Lay down your gun" mit seinen mächtigen Gitarren hingegen steckt voller Robin Trower- und Jimi Hendrix-Pathos, ehe das Werk mit dem hinreissenden, seinem Namen alle Ehre machenden, staubtrockenen, einsamen, Wüsten-Instrumental "High desert heat" (tolle Slide von Langford), genauso stark endet, wie es begonnen hatte. Too Slim and The Taildreggers zählen ohne jeden Zweifel zu den ganz Großen des Bluesrocks, werden aber leider bei der breiten Öffentlichkeit immer noch unterschätzt, bzw. zu wenig wahrgenommen. Doch wer sie einmal entdeckt hat, den packt es. Definitiv auch ein Fest für Freunde solcher Helden wie Billy Gibbons (ZZ Top), Warren Haynes (Gov't Mule), Stevie Ray Vaughan, Johnny Winter, dem legendären Duane Allman (The Allman Brothers Band) und vielen anderen seelenverwandten Gitarren-Heroen. "High desert heat" ist ein "Killer"-Teil geworden!

Das komplette Tracklisting:

1. Time Has Come Today - 4:03
2. Trouble - 5:19
3. Broken White Line - 4:23
4. Stories to Tell - 4:53
5. One Step at a Time - 5:59
6. What You Said - 4:17
7. Run Away - 7:04
8. A Llttle More True - 5:21
9. Lay Down Your Gun - 4:10
10. High Desert Heat - 3:43

Art-Nr.: 9617
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Time has come today
Trouble
Broken white line
One step at a time
Run away
A little more true
Lay down your gun

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Wolfe - delaware crossing [2003]
Welch eine Gitarren-Pracht! Wie soll man es nun bezeichnen? Als Bluesrock, rocking Blues, High Energy Gitarren Retro-Rock, Jam-Rock?... - egal, auf jeden Fall ist es ROCK, und zwar gewaltiger Rock! Ein phänomenales Gitarren-Rock-Gewitter auf allerhöchstem Niveau. Ehrlich, schweißtreibend, von bestechender musikalischer Brillanz! "Delaware crossing" ist nach einer Live-Scheibe und dem Studiodebut von 2001 das dritte Album des Bluesrock-Quartetts Wolfe um den begnadeten Gitarren-Hexer Todd Wolfe, der seine Sporen zwischen 1993 und 1998 als Lead-Gitarrist in Sheryl Crow's Band verdiente. Doch, wie gesagt, es ist weit mehr als "nur" Bluesrock. Mit beachtlicher Selbstverständlichkeit und ausgesprochener musikalischer Klasse baut er eine Brücke, die die legitime Verbindung zwischen einem frühen Eric Clapton, klassischem Texas-Bluesrock, den Black Crowes, den Allman Brothers und den Jam Rock-Intentionen der heutigen Gov't Mule herstellt. Wolfe sind tatsächlich so variabel, wie sich das anhört. Das klingt mal nach Hendrix, mal nach Clapton, da hören wir Stevie Ray Vaughan inspirierte Läufe oder Stones-Riffs, klassischer anglo-amerikanischer Rock ist allgegenwärtig, genauso wie Blues-Licks ala Buddy Guy, dazu herrliche Heartland-Rock-Passagen, ungemein viel Jam-Feeling, weiches Dickey Betts-like Gitarrenspiel und jede Menge Southern-Rock-Esprit ala Allman Brothers oder Gov't Mule, großartige Swamp-Delta-Blues-Tupfer, bis hin zu rasantem Boogie-Rock. Verrückt! Dabei hat Wolfe soviel Potential und eigene Ideen daß die erwähnten Größen sich schon mal ganz artig verneigen dürfen. Er ist mit Herz und Seele dabei. Und was er auf der Gitarre zaubert, ist unglaublich. Da brennen die Saiten. Ein fulminantes, inspiriertes, fingerfertiges, dampfendes Solo jagt das nächste. Spielfreude pur! Doch diese herzhaften, gewaltig rockenden, außerordentlich versierten Gitarrensalven sind nicht alles, denn Todd Wolfe ist darüberhinaus ein prächtiger Sänger voller "Soul" in der Stimme und hat zudem eine erstklassige Backing-Band im Rücken. Alles paßt zusammen. Dazu perfektes Songwriting. Die Songs sind immer kompakt, niemals verliert man sich in orientierungslosem Gedudel. Alles hat Hand und Fuß! Schwächen sucht man auf "Delaware crossing" vergeblich. 68 Minuten lang zeigen die Musiker ihre ganze Extra-Klasse. Ein paar Beispiele: Ein sattes Wah-Wah-Feuerwerk und rauchende Texas-Blues-Riffs mit mächtig antreibenden Drums bringen Musiker und Zuhörer gleich bei dem kochenden Opener "Stranger blues" auf die amtliche Betriebstemperatur. Glühende, laute Gitarrensoli besorgen den Rest. Ein Hammer-Track zum Anfang! Weiter geht's mit dem staubtrockenen bluesigen Heartland-Rocker "No returns, no exchanges", der mit viel Drive, herzhaften Gitarrenläufen und einer gediegenen Portion Desert- und Southern-Flair erneut auf der ganzen Linie überzeugt. Dann mit "See what love can do" eine wunderbar entspannte Version dieses Jerry Williams-Klassikers, an der sich auch schon mal Clapton auf seinem "Behind the sun"-Album versucht hat. Doch dazwischen liegen musikalische Welten zugunsten der Version von Wolfe. Herrlich, wie gefühlvoll er diese Nummer rüberbringt, wunderbar dieses dezente Southern-Feeling, die weichen Dickey Betts-like E-Gitarrenläufe und das Zusammenspiel mit dem swampigen Dobro. Krachenden Power-Rock voller Stones-Riffs, mit Blues Traveler's John Popper als Gast, der eines seiner verrückten Mundharmonika-Soli beisteuert, dröhnt bei "Tumblin' down" aus den Boxen, "One last love" ist eine herrliche Blues-Ballade mit einem gepflegten Schuß Southern-Soul, "Black hearted woman" klingt nach einer prächtigen Groove-Kombination aus Hendrix und Cream, und das über 9-minütige "Love gone bad" läßt einen nun endgültig mit staunendem, offenen Mund zurück. Was für eine dreckige, brodelnde Bluesrock-Nummer. Ein über 6-minütiges Gitarren-Höllenritt von Wolfe, bei dem die Bandbreite von lauten, glühenden Passagen über lässiges Spiel, bis wieder zu einem fulminanten Finale reicht. Herrlich auch die wunderbare 7-minütige "Wolfe jam", eine Live-Aufnahme aus Allentown, die wie die Allman Brothers zu ihren besten Zeiten klingt, und der Boogie Knaller "Crowded in my soul", der, voller Southern-Esprit, auch von Molly Hatchet zu deren besten Tagen stammen könnte. Usw., usw.! Ein unglaublich variables, krachendes und dampfendes Bluesrock-/Rock-/Gitarren-Spektakel mit viel Jam-Flair und einer Menge Southernrock-Feeling, kantig und ständig die musikalischen Grenzen auslotend. Die Jungs rocken und grooven, was das Zeug hält. Die Gitarren-Enthusiasten werden ob Todd Wolfe's gnadenloser Gitarrenläufe aus dem Häuschen sein. Einfach begeisternd! Ein echtes "Killer"-Album! Das Rock-Feuer brennt, und wie....

Art-Nr.: 1843
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,50

In folgende Titel können Sie reinhören:
Stranger blues
See what love can do
Love gone bad
Crowded in my soul

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