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Atkins, Rodney - honesty [2003]
Ein weiterer neuer, durchaus vielversprechender Name, der, obwohl schon seit einiger Zeit in Sachen Country durch die Lande tingelnd, nun versucht, endlich in Nashville Fuß zu fassen. Die Chancen, daß ihm das gelingt, stehen mit "Honesty" gar nicht schlecht, denn mit der ersten Single, dem Titelstück, hat er bereits einen Hit gelandet. Diese feine Country-Ballade geht, nach dem Entern der Top 20, nun weiter gezielt ihren Weg Richtung Spitze der Billboard Country-Singles-Charts. Das Rodney Atkins kein Greenhorn mehr ist, kommt in dem Album gut rüber. Das ist cleverer, gut gelungener, moderner Mainstream-Country, zumeist recht knackig und kraftvoll in Szene gesetzt, der geschickt auf die Kenny Chesney-, Tim McGraw-, Toby Keith-Schiene zielt und in diesem Bereich durchaus als eine prima Ergänzung anzusehen ist. Sogar der ein oder andere Einfluß eines Garth Brooks scheint wahrnehmbar. Dazu hat Atkins eine sehr sympathische Stimme, die zugleich eine gewisse Coolness und auch Wärme ausstrahlt. Da sollten schon noch ein paar weitere Hits anfallen. Man denke dabei nur an das knackige, satte Midtempo-Stück "What's left of me" in seinem Rockin' New Country-Gewand, mit der prima Melodie und der gelungenen Instrumentenmischung aus Fiddle, Mandoline und all möglichen Gitarren, an die schmissige Uptempo-Nummer "Monkey in the middle", die Ballade "Someone to share with", das zurückhaltend beginnende, dann aber schön fetzig abgehende "The man I am today" oder "I will come to you" mit seiner feinen Steel. Prima Major-Debut von Rodney Atkins!

Art-Nr.: 2141
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

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Bentley, Dierks - live & loud at the fillmore ~ dvd [2007]
Drei mega-erfolreiche Alben (zwei davon bereits mit Platin-Status), mit dem aktuellen Werk "Long Trip Alone" und den bislang daraus ausgekoppelten Singles selbstverständlich auch wieder Dauergast in den Billboard-Charts - umso erfeulicher also, daß die bereits im Beileger der letzten CD angekündigte Live-DVD nun auf dem Markt ist. Ein tolles Konzert! Knackig, erfrischend, dynamisch, handwerklich perfekt umgesetzt - Bentley und seine ausgezeichnete Band präsentieren ihr prächtiges, genauso traditionell verwurzeltes wie zeitgemäßes New Country-Repertoire mit viel Elan und der entsprechenden Würze, die ein solches Live-Erlebnis benötigt, damit der Funke auch richtig überspringt. Und er springt über! Kein Wunder, denn Bentley liebt es live zu spielen. Mit fast dreihundert Konzerten im Jahr zählt er zu den absoluten "Tour"-Junkies der Country-Szene. Das hier in brillantem Dolby 5.1 Surround Sound mitgeschnittene Event fand am 10. Juni 2006 während der "Locked and loaded"-Tour im imposanten, prall gefüllten Fillmore Auditorium von Denver/Colorado statt. Wie schon auf dem aktuellen Album gelingt Bentley auch live mühelos der Spagat zwischen klassichen Honky Tonk-Traditionen, toughem Outlaw-Flair, jugendlicher Frische, lässigen Countryrock-Strömungen und einem beherzten Texas-Feeling. Seine ihn begleitenden Musiker beherrschen ihr Handwerk meisterlich. Ganz hervorragend beispielsweise immer wieder das glänzende Zusammenspiel von Gitarrist Rod Janzen und dem überragend agierenden Steeler Tim Sergent. Doch der von den "Massen" umschwärmter Star ist natürlich jederzeit Dierks Bentley selbst (wirkt rein äußerlich wie eine Mischung aus Billy Currington und Keith Urban), der sich schweißtreibend durch das 20 Stücke (inkl. Zugaben) unfassende Programm singt und spielt (Akustik- und Rhythmus-E-Gitarre). Trotz einer übermächtig wirkenden Schar weiblicher junger Fans, die den Protagonisten geradezu zu vergöttern scheinen, läuft die Veranstaltung dank Bentleys sympathischer, allürenfreier, publikumsnaher Art jederzeit in einem klar auf die Musik fokussierten Rahmen ab, auch wenn er das "Bad in der Menge" sichtlich genießt. Nach einem kurzem Instrumental-Intro (schön hier das rockige E-Riff von Janzen) legt Dierks direkt mit seinem Hit " A Lot Of Leavin’ Left To Do" los und erreicht mit dem Dancehall-tauglichen Heuler "Domestic, Light And Cold" ein erstes Stimmungshoch. "Forget About You" mit schönem Heartland-Flair, "Free And Easy (Down The Road I Go)", der flockig knackige Countryrocker vom aktuellen Album mit klasse Banjo-Spiel des vielseitigen Tim Sergent, sowie der schöne, trockene Countryblues "Settle For A Slowdown" mit herrlichen Telecaster-/Baritone-Einlagen stellen schnell die hohe instrumentelle Qualität der gesamten Truppe unter Beweis, die durch die für den Rhythmus-Background verantwortlichen Steve Misamore (Drums) und Robbie Harrington (Bass) vervollständigt wird. Das großartige "Every Mile A Memory", die erste Single von "A Long Trip Alone" (am Ende u. a. beim Bonus-Material auch als Videoclip beigefügt) bildet dann noch einen Farbtupfer, bevor mit "Good Man Like" und "My Last Name" ein lupenreines, akustisches und viel umjubeltes Bluegrass-Intermezzo eingestreut wird (Janzen an der Mandoline, Sergent am Banjo, Harrington am Upright-Bass). Auch das ein Indiz für die Wandlungsfähigkeit und das große Können aller beteiligten Musiker. Der Sidepunkt der Stimmung wird allerdings bei "Come A Little Closer" (Mädelschwarm Bentley lässt sich wie einst Garth Brooks auf dem Rücken durchs Publikum tragen) und dem saustarken "What Was I Thinkin’" (mit deftigem Instrumentalabschluss, Sergent diesmal mit glänzender Dobrovorstellung) zum Ende des Hauptprogramms erreicht. In der Zugabe gibt's dann u.a. noch die berühmte Rodney Crowell-Nummer "Ain't Livin' Long Like This" und den Johnny Cash-Klassiker "Folsom Prison Blues" zu bewundern, die auf seinen Studioalben natürlich nicht zu finden sind. Eine klasse Show! Als Bonusmaterial erhält man dann neben den bereits erwähnten Videoclip noch eine Photogallerie und einen feinen "Behind the scenes, Footage of Dierks on Tour"-Film. Dierks Bentley ist einer der wohl wichtigsten Vertreter der neuen, jungen Country-/New Country-Generation, der für seine langwierige, akribische Arbeit mit vielen Auszeichnungen und Erfolgen schon jetzt zu Recht belohnt wurde. Auch dieses tolle DVD-Live-Dokument wird seine Stellung in Nashville, und vielleicht sogar darüber hinaus, weiter manifestieren. Die DVD ist "code-free" und somit auf jedem DVD-Player abgespielbar! (Daniel Daus)

Hier nochmal die komplette Tracklist:
1.Lot of Leavin' Left to Do
2.Cab of My Truck
3.How Am I Doin'
4.Domestic, Light and Cold
5.Forget About You
6.Free and Easy (Down the Road I Go)
7.Settle for a Slowdown
8.Every Mile a Memory
9.Wish It Would Break
10.Can't Live It Down
11.Good Man Like Me
12.My Last Name
13.Long Trip Alone
14.My Love Will Follow You
15.So So Long
16.Come a Little Closer
17.What Was I Thinkin'
18.Ain't Livin' Long Like This
19.Where the Wind Don't Blow
20.Folsom Prison Blues
21.Bonus Material

Art-Nr.: 4810
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: DVD || Preis: € 16,90

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Bentley, Dierks - long trip alone [2006]
Vor 3 Jahren, anläßlich seines klasse Debuts, prophezeiten wir bereits große Taten und Erfolge dieses exzellenten, in Phoenix/Arizona aufgewachsenen, mittlerweile in Nashville residierenden, jungen New Country Singer-Songwriters! Heute, zwei Platin-Alben später, jede Menge Hits in der Tasche und inzwischen ehrenvolles Mitglied der "Grand Ole Opry", beglückt uns ein sich noch immer stetig steigernder und weiter entwickelnder Dierks Bentley mit einem geradezu meisterhaften dritten Werk, "Long trip alone", das man mit Fug und Recht als absolutes Musterbeispiel dafür bezeichnen darf, wie moderne und zeitgemäße Country-/New Country-Musik heute klingen sollte: In der Basis voller klassischer Traditionen, variabel, abwechslungsreich, spritzig, erfrischend, mit viel Seele, dabei durchzogen von einer leicht rootsigen Würze, in einem satt produzierten, vorwiegend Gitarren orientiertem, exakt auf den Punkt gebrachten, knackigen Sound (erneut Brett Beavers), und, sowohl textlich als auch musikalisch, authentisch bis ins Mark! Ehrlich, handgemacht, frei von übermäßigen, aufgesetzte Clichés, gleichzeitig mit allen Zutaten versehen, die der Begriff "Countrymusic" als Identifikationsmerkmale benötigt! Überaus beeindruckend! Insgesamt ist die neue CD vielleicht ein klein wenig erdiger und rauer als die beiden Vorgänger, doch das wirkt mit dieser exzellenten Mischung aus jugendlicher Unbekümmertheit und professioneller Musikalität sehr sehr angnehm: Schön rockig, wenn es erforderlich erscheint, aber auch durchsetzt mit allerdings sehr knackigen Balladen; vor einer kräftigen Rhythmussektion instrumentiert mit jeder Menge satter E-Gitarren, genauso wie mit erfrischender Steelguitar, Fiddle, Mandoline und Banjo; klug und ausgewogen balancierend zwischen klassicher Honky Tonk-Tradition, toughem Outlaw-Flair, lässigen Countryrock-Strömungen und auch einem dezenten, würzigen Texas "Red Dirt"-Feeling. Nicht von ungefaähr zählt Cody Canada (Cross Canadian Ragweed) nicht nur zu Dierks' besten, persönlichen Freunden, sondern outete sich auch als einer seiner größten Bewunder, als er ihn kürzlich in einem Interview als so etwas wie einen Referenzkünstler der neuen, jungen Country-Generation in Nashville bezeichnete. In der Tat, und das beweist das Album eindeutig, gilt Bentley als so etwas wie der Wegbereiter der jungen Wilden wie beispielsweise Jason Aldean, Eric Church oder auch den gerade in Nashville richtig Fuß zu fassen beginnenden Jack Ingram! Immer durch und durch Country, glaubt man in jedem Song den Hauch des amerikanischen Westens/Südwestens zu spüren. Los geht's mit der ersten Single (ist bereits schnurstracks auf dem Weg Richtung Nr.1 der Billboard Country-Singles-Charts), "Every mile a memory", einer geradezu traumhaften, ungemein kraftvoll und satt in Szene gesetzten, mit saftigen E-Gitarren gewürzten und von herrlichen, klaren Steelguitar-Linien durchzogenen, leicht "angerockten" Country-Ballade, die gleich zu Beginn für einen absoluten Höhepunkt sorgt. Welch eine großartige Melodie, welch ein authentishcen Country-Flair! Ein prächtiger Start eines herrlichen Country-/New Country-Trips durch 10 weitere, brillante Nummern, denn es gibt partout keinen Ausfall. Ob der riffige, dynamische, voller "Red Dirt"- und Outlaw-Flair steckende, mit einem feinen Banjo-Drive untermalte und mit tollen Gitarren-/Fiddle-Passagen gespickte Countryrocker "Can't live it down", die wundervoll melodische, von schöner Steelguitar und Fiddle bestimmte, erfrischende Countryballade "Long trip alone" (gewinnt im Verlauf ordentlich an Power mittels toller E-Gitarren-Riffs), das trockene, honky-tonkige, ein starkes Outlaw-Feeling verbreitende "That don't make it easy loving me", die knackige, wie ein toller Roadtrip durch den staubigen Westen anmutende, mit würzigen E-Gitarren instrumentierte Ballade "Soon as you can", der straighte Texas-Countryrocker "Trying to stop your leaving" (wäre auch einem Jack Ingram wie auf den Leib geschrieben), die mit toller Mandoline und Steelguitar ausgestattete Midtempo-Nummer "Hope for me yet", der schwungvolle, staubige, von klasse Banjo- und E-Gitarren-Dynamik herrlich nach vorn getriebenen, aber dennoch lockeren "Red Dirt"-Countryrocker "Free and easy (down the road I go)", der in einer kurzen Textpassage gar eine kleine Widmung an seine Kumpels von Cross Canadian Ragweed enthält ("Ragweed's rockin' on the radio, free and easy down the road I go"..., singt er dort), bis hin zu dem großartigen, bluegrassigen Finalstück "Prodigal son's prayer", das er zusammen mit den Grascals vorträgt! Sämtliche Songs, auch das ist bemerkenswert, haben Dierks Bentley und sein Produzent Brett Beavers gemeinsam komponiert, unterstützt von weitereren, namhaften Songwritern wie beispielsweise Steve Bogard oder Tony Martin! Ein meisterhaftes Album, das ein beachtenswertes Ausrufezeichen in der heutigen Countrylandschaft Nashville's hinterläßt! Authentische, aber wunderbar würzige, ehrliche, erfrischende, moderne Country-/New Country-Mucke durch und durch! Tut das gut! Freuen wir uns jetzt schon auf die für nächstes Jahr angekündigte Live -DVD...!

Art-Nr.: 4526
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Donahew, Casey - all night party [2016]
Hammerstarkes 6. Studioalbum von Casey Donahew! Herrlich, wie diese Songs ins Ohr gehen und losrocken. Das ist satter, knackiger Countryrock ala Cross Canadian Ragweed, Reckless Kelly, Will Hoge oder der frühen Eli Young Band, offeriert dabei aber auch eine gewisse Nashville New Country(rock)-Kompatibilität, was wir an dieser Stelle als ausschließlich positiv verstanden haben wollen, denn auf die momentan in Music City angeagten, hippen Mainstream-Spielereien wird gänzlich verzichtet. Hier wird schnörkellos geradeaus und mit absolut traumhaft schönen Melodien das "Country" gerockt" - und der unwiderstehliche, rootsige, staubige, texanische Red Dirt-Spirit ist dabei allgegenwertig. Die angesprochene Nashville-Kompatibilität ist eine logische Konsequenz des Aufnahmeprozesses, denn "All night party", eingespielt ohne Casey's übliche Casey Donahew Band, wurde in Nashville mit dortigen Genre-Größen aufgenommen. Nachdem die beiden Vorgänger "Double-Wide Dream" und "StandOff" unter den Top-10 der Country Billboard Charts gelandet waren, geht der beliebte, aus der Nähe von Fort Worth stammende Künstler damit nun den Weg, den zuvor auch andere Interpreten wie die Randy Rogers Band, Wade Bowen oder die Eli Young Band aus dem Red Dirt-Zirkel beschritten haben. Er begab sich für die Einspielung seines neuen Werkes "All Night Party" quasi in die 'Höhle des Löwen'. Im Gegensatz zu seinen o. a. Kollegen, hat er sich aber nicht von einem Major-Label vereinnahmen lassen, sondern mit dem solventen und großzügigen Thirty Tigers Vertriebslabel im Rücken, das Donahew schon lange begleitet, die Variante einer Eigenproduktion gewählt, um jederzeit die Oberhand über seine Musik zu behalten und seine kontinuierlich, in gesundem Maße, gewachsene, mittlerweile aber doch immense Fan-Basis (vor allem in Texas) nicht vor den Kopf zu stoßen. Dieser Spagat, ist ihm, um es vorwegzunehmen, prächtig gelungen. Er hat mit Josh Leo einen exzellent zu ihm passenden Produzenten engagiert und mit der Creme de la Creme der Nashville-Studiomusiker (Nir Z - drums, Steve Mackay - bass, Tony Harrell - keyboards & accordion, Bobby Terry -acoustic guitat & banjo, Kenny Greenberg und Rob McNelley - guitars, sowie Aubrey Haynie - fiddle & mandolin) ein Star-Ensemble gefunden, das sich wunderbar auf seine Art zu Musizieren einließ und gleichzeitig mit seinem ungemeinem handwerklichen Können ganz neue Ebenen eröffnete. Leo und sein Team haben an Donahews Sound nur marginal und ganz unmerklich gefeilt und ihm einfach nur deutlich mehr Frische, Drive, Kraft, Saft und Klasse beschert. Der fluffige, dennoch sehr knackige und eingängige Opener "Kiss Me" stellt für Donahew, mit seiner ersten, national veröffentlichten Single, ebenfalls ein Novum dar. Ein sehr melodischer und von einer markanten Banjo-Linie untermalter Red Dirt-Song, der auch in den Radiostationen Nashvilles auf offene Ohren stoßen sollte (lustig: seine texanische Live-Begleitband musste sich, laut einem Interview, extra ein Banjo für diesen Song neu zulegen). Auch das vom Hitschreiber-Duo Jon Nichols und Craig Wiseman kreierte sommerlich launige "That Got The Girl" (grooviges Piano und Orgel) dürfte große Chart-Ambitionen haben. Ansonsten belässt es der Protagonist bei seinen Eigenkompostionen, in seiner ureigenen Art zu performen: Mit "What Cowboys Do" gibt es einen kraftvollen Red Dirt-Countryrocker mit Western-Appeal, "Feels This Right" und die Fortsetzung seiner White Trash-Lieder, "White Trash Bay" bieten ebenfalls wunderbar knackigen Stoff, "College Years" ist eine sehr melodische, euphorische Rückbesinnung an alte Zeiten, die grandiose, hinreissend in Szene gesetzte Tex-Mex-Ballade "Josie Escalido" kommt in toller Gestaltung mit Mariachi-Trompeten, Akkordeon, Mandoline und spanischer Akustikgitarre, und der fantastisch ins Ohr gehende "Country Song" ist einfach nur die pure Countryrock-Wonne. Den absoluten Kracher gibt es dann mit "Going Down Tonight" als Rausschmeißer am Ende. Ein wüster, dreckiger und angriffslustiger Southern Rocker, bei dem der auch ansonsten alles überragende E-Gitarrist Kenny Greenberg (was für großartige und auf den Punkt gebrachte Einlagen und Soli) und seine Mitstreiter nochmal alles aus sich herausholen. Grandios hier auch die an Bekka Bramlett erinnernden sexy und frech gesungenen Uuh und Aah-Backs (die ausführende Dame ist in den Credits leider nicht genannt) - was für eine Rakete. Toller Song! Casey Donahews Trip nach Nashville ist exzellent gelungen. Mit "All Night Party" könnte diesmal der ganz große nationale Wurf gelingen. Versient hätte er es wirklich. Ein wunderbarer Kompromiss aus knackigem, ehrlichen New Country(rock) und traditionellem Donahew-typischen Texas Red Dirt. Das vielleicht beste Album des Texaners bisher. Große und lange Donahew-Feier-Nächte dürften damit vorprogrammiert sein! "So let's party all night long (with Casey Donahew)"! (Daniel Daus / Jürgen Thomä)

Das komplette Tracklisting:

1. Kiss Me - 3:28
2. Country Song - 3:08
3. College Years - 3:04
4. What Cowboys Do - 3:50
5. Feels This Right - 3:18
6. That's Why We Ride - 3:03
7. That Got the Girl - 3:36
8. Josie Escalido - 5:20
9. White Trash Bay - 3:09
10. Going Down Tonight - 3:18

Art-Nr.: 9257
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Kiss me
Country song
College years
What cowboys do
That's why we ride
Josie Escalido
Going down tonight

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Lann, James - honky tonk kung fu [2010]
Es ist immer wieder erstaunlich, welch phantastische Country-Interpreten es zu entdecken gibt - abseits vom Mainstream, aber auf einem dermassen hohen Niveau, dass man ehrfürchtig den Cowboyhut ziehen möchte. Doch noch erstaunlicher ist es, dass die Bosse der großen Major-Labels scheinbar achtlos an diesen Künstlern vorüber gehen. Wie ist es zu erklären, dass dieser junge Mann (noch) keinen Major-Deal hat? Wir wissen es nicht. Vielleicht ist es aber auch ganz gut so, denn sonst würden die musikalische Freiheit, Unbekümmertheit und Frische möglicherweise irgendwann auf der Strecke bleiben. Um wen geht es: James Lann, seit fünf Generationen ein "echter" Cowboy, quasi "im Sattel" aufgewachsen auf einer "Cattle-Ranch" vor den Toren Houston's, kennt das Countryleben von der Pike auf. Doch eines Tages war für ihn klar, dass er sein Pferd und sein Lasso gegen die Gitarre und die Musik eintauschen würde. Ebenso klar war, das er sein bislang geführtes Countryleben eins zu eins in die Musik übertragen würde. So etwas steckt einem einfach im Blut. Vielleicht ist deshalb James Lann's Musik so authentisch, so ehrlich, so "real country" - und doch so modern! Sein mittlerweite zweites Album, "Honky Tonk Kung Fu" jedenfalls ist, wie auch sein Vorgängerwerk "F-O-R-D" aus dem Jahre 2007, das wir gleichzietig in unser Programm aufgenommen haben (siehe Artikel-Nr. 6847) ein absoluter Country-Knüller. Bei dieser geradezu traumwandlerisch sicheren Gratwanderung zwischen traditionellen Klängen, nach unendlicher Freiheit duftendem Cowboy- und Western-Flair und knackigem, modernem, aber völlig Pop-freiem, von wundervollen Melodien durchzogenem, "jungem" New Country blüht das Herz eines jeden Countryfans auf! Versprochen! Lann, hätte er eine Chance im Country-Radio ausserhalb der Grenzen Texas' gespielt zu werden, dürfte mit seiner Musik mühelos in der Lage sein, die Charts in Nashville ordentlich durcheinander zu wirbeln. Vor allen Dingen ist er ganau das, was Nashville so nötig hätte. Nämlich Leute, die traditionelle Countrymusic wieder in den Fokus der (auch jungen) Fans rücken und die reine, ehrliche und authentische Countrymusic wieder zu dem dominierenden Element in den Charts machen. James Lann ist ein Traditionalist durch und durch. Und doch ist er so "up to date", so zwanglos und erfrischend, so zeitgemäss, vor allem aber auch so gut und kompetent, dass er Generationen von Countryfans vereinen könnte. Brad Paisley, ohne Zweifel auch ein herausragender und aussergewöhnlicher Vertreter seiner Zunft, verkauften Nashville's Marketing-Strategen einst als den "Savior of Countrymusic", doch auch einem Mann wie James Lann ist ein solcher Slogan geradezu auf den Leib geschrieben. Das ist allerfeinste "Stoff" in der Schnittmenge von Leuten wie George Strait, Alan Jackson, Trace Adkins, Dierks Bentley, besagtem Brad Paisley, Josh Turner, Clay Walker, Gary Allan und dem großen Garth Brooks. Das Verrückte: Lann kann jetzt schon locker das Niveau dieser "Konkurrenten" mitgehen. Der junge Mann ist gesegnet mit einer wunderbaren, äusserst angenehmen Countrystimme, die zeitweise etwas an seinen texanischen Landsmann Clay Walker, aber auch an den guten Garth Brooks erinnert. Eingespielt wurde das Material mit einigen exzellenten texanischen Musikern (u.a. John Carroll an der E-Gitarre, sowie der begnadete Multi-Instrumenatlist Milo Deering an der Mandoline, Fiddle, Dobro, Acoustic Guitar und Pedal Steel), sowie dem überragenden, legendären Nashville-Drummer Eddie Bayers. Die Songs sind von vorn bis hinten erste Sahne! Der Sound ist knackig, klar, super! Ob beispielsweise die von schönen, "saftigen" elektrischen Gitarren durchzogene, wunderbar melodische New Country-Nummer "Every kiss goodnight" , das von einem klasse Outlaw-Feeling umgebene, dabei sehr zeitgemäss und würzig in Szene gesetzte "Face in the mirror" (tolle E-Gitarre und Steel), das mit herrlichem Fiddle und Mandolinenspiel, aber auch mit kraftvollen E-Gitarren-Licks instrumentierte, im Refrain wunderbar knackige, traumhaft melodische "Halfway to Houston", der ordentlich dampfende, rockige Country-Kracher "Heaven ain't the place to be" (klasse der "pure Country"-Text mit der Erwähnung von Waylon Jennings' "Honky Tonk Heroes" und Conway Twitty), das ein wenig californisch eingefärbte, etwas an Gary Allan erinnernde, mit tollem Dobro, Steel und großartiger Baritone Gitarre intonierte, flotte "Cowboy killer" (schönes Western-Flair), der coole, knackig rockende, erneut vom Text her sehr authentisch und humorvoll verfasste, raue, von satten E-Gitarren-Riffs geprägte Roadhouse-/Honky Tonk Two-Stepper "Honky Tonk Kung Fu" (erzählt in "blumigen" Worten von einer durch zu viel Alkohol ausgelösten Saloon-Schlägerei - man sieht die vermeintlichen Szenen regelrecht wie in einem Westernmovie vor seinem geistigen Auge vorüber ziehen), die wunderschöne, von tollen, transparenten Gitarren, sowie feinen Fiddle- und Steel-Fills bestimmte Country-Ballade "Back on track", der swingende, ultra-traditionelle, Gitarren- und Steelguitar-getränkte Honky Tonker "That's why I'm here", bis hin zu dem fulminant abgehenden Country & Western-/Hillbilly-Knaller "The talent requires" - es gibt wirklich nichts zu mäkeln. Gar nichts! Neben zwei Bonustracks enthält das Album darüber hinaus noch einen nicht mal auf dem Cover aufgeführten "hidden" Track, und zwar eine klasse Live-Version des unvergessenen Michael Martin Murphey-Hits "Wildfire". Zudem ist das Werk mit insgesamt 16 Songs und knapp 60 Minuten Spielzeit prall gefüllt. James Lann ist ohne Frage einer der bis dato "unentdeckten Rohdiamanten" des Country. Einer, der Countrymusic aus tiefstem Herzen spielt. Einer, der das Countryleben in den Genen hat. Ein Pracht-Album! Die Fans werden es lieben! "This cowboy is keeping it country"!

Hinweis: Gleichzeitig haben wir auch James Lann's erstes Album "F-O-R-D" aus dem Jahre 2007 mit ins Programm genommen. Das Teil ist auf dem absolut gleichen Niveau wie "Honky Tonk Kung Fu", also ebenfalls ein wahrer Country-Knüller!

Die komplette Songliste:

1.Every kiss goodnight (4.43)
2.Face in the mirror (3.53)
3.Halfway to Houston (3.27)
4.Heaven ain’t the place to be (3.41)
5.She’s water (3.26)
6.Cowboy Killer (3.52)
7.Makin’ Payments (3.29)
8.Honky Tonk Kung Fu (3.22)
9.Back on Track (3.48)
10.I owe you one (3.08)
11.That’s why I’m here (3.53)
12.Rented Houses (3.44)
13.The Talent Requires (4.17)
14.I Owe you w/ Jason Allen (3.08)
15.That’s why I’m Here w/ Jason Allen & Chuck Allen Floyd (3.56)
16.Wildfire (live) (4.01)

Art-Nr.: 6848
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Every kiss goodnight
Halfway to Houston
Heaven ain't the place to be
Cowboy killer
Honky Tonk Kung Fu
Back on track
The talent requires

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Turnpike Troubadours - diamonds & gasoline [2010]
Was für ein wunderbares Album! Bezeichnen wie das, was die Turnpike Troubadours spielen, zunächst einmal als "Red Dirt"-Countryrock. Doch unter all den großartigen Bands, die das Genre zu bieten hat, nimmt diese Truppe schon jetzt, mit ihrem erst zweiten Album "Diamonds & gasoline", eine Ausnahmestellung ein, so originell (und schön) ist ihre Stilrichtung. Das aus dem Gebiet von Texas und Oklahoma immer wieder jede Menge vielseitige, neue Musik diversester Countryarten kommt, und das der Quell für junge, aufregende Bands dort niemals zu versiegen scheint, ist mittlerweile hinlänglich bekannt. Neustes Parade-Beispiel, für wirklich signifikante Wellen in der "Red Dirt"-Szene zu sorgen, sind die Turnpike Troubadours aus Tahlequah, Oklahoma. Das famose, "road-tested" Quintett um den exzellenten Songwriter, Sänger, Acoustic Gitarrist und Frontmann Evan Felker (weitere Bandmitglieder sind Kyle Nix an der Fiddle, Lead Gitarrist Ryan Engelman, R.C. Edwards am Bass und Drummer Giovanni Carnuccio III) hat sich bei unzähligen Gigs in den letzten Jahren in nahezu allen Dancehalls, Bars und Honky Tonks der "Red Dirt-Area" die Zähne ausgebissen und dabei einen originellen, einzigartigen, wundervollen Stil entwickelt, wie er die Handschrift und Identität einer Band nicht besser repräsentieren kann. Voller Frische, Leidenschaft und Vitalität kombinieren sie Folk, Country, Cajun, Bluegrass und Rock zu einem "gritty, country-leaning roots rock-sound" und würzen ihn mit diesem für diese Gegend so charakteristischen "Red Dirt"-Feeling. Der Folk eines Woody Guthrie trifft auf den Outlaw Honky Tonk eines Waylon Jennings und die rootsige, rockige Dynamik eines Chris Knight. Oder: Der rootsy Country-Sound der Old Crow Medicine Show trifft auf den Countryrock von Reckless Kelly. Spuren solcher Kollegen wie beispielsweise den Lost Immigrants, The Great Divide, nicht so rockiger Cross Canadian Ragweed, Jason Boland & The Stragglers, Cory Morrow, Steve Earle, Eleven Hundred Springs und einer zünftig "Red Dirt"-eigefärbten Desert Rose Band (Chris Hllman) sind ebenfalls nachvollziehbar, doch wie gesagt, die Turnpike Troubadours basteln daraus ihre ganz eigene, wohlklingende Musik. Vielleicht könnte man das auch als so etwas wie "Rockin' Red Dirt Countrygrass" bezeichnen, oder "Electric Outlaw Grass". Wie auch immer, diese Musik ist einzigartig, unwiderstehlich, einfach toll. Lebendigkeit, Dynamik, Schwung, eine erfrischende Unbekümmertheit, zwanglose Spielfreude, das sind die Komponenten, die die Songs der Turnpike Troubadours auszeichnen, ebenso wie die herrlichen Melodien. Flüssig, kraftvoll, wie aus einem Guß und mit viel Harmonie bahnen sich diese Leder ihren Weg in unsere Gehörgänge. Das vermittelt puren Spaß und pure Freude, lädt unweigerlich zum Mitsingen, Tanzen, Mitschwingen und zum gut gelaunten "Im Takt-Kopfnicken" ein. Gemäss der grassigen Einflüsse spielen Instrumente wie Banjo, Akustische Gitarre, Dobro, Mandoline und vor allen Dingen Kyle Nix' Cajun-mässiges Fiddle-Spiel eine tragende Rolle. Doch dahinter gibt die zumeist gut nach vorn gehende, kraftvolle Dynamik aus elektrischem Bass und knackigen Drums den Ton an, unterstützt von kernigen E-Gitarren-Riffs, zündender Lead-Gitarre und hin und wieder einer herrlich integrierten Pedal Steel. Die Songs bieten immer wieder genug Freiraum für die Musiker, ihre exzellenten Fähigkeiten mit großartigen Soli unter Beweis zu stellen. Gelegentlich kommt sogar ein feines Southern-Feeling auf, das sich genüsslich unter das rootsige Country-Ambiente mischt. Und die Countrynote ist die, die eindeutig den Kern des Ganzen bildet. Tolles Banjo-Picking, wunderbare, sirenenartige Fiddle, ein toller, rockig dynamischer Drive, ein Hauch von Bluegrass, die richtige Portion "Grit", klasse E-Gitarren-Riffs, inklusive zweier zünftiger, variabler Soli (auch der Fiddler hat seinen Solo-Part), starker Gesang und eine wunderschöne, hinreissend hängen bleibende, angenehme Melodie - das sind die Zutaten des herrlichen Openers "Every girl", der sofort und ohne Umwege mitten ins Herz der Country- und Countryrock-Freunde, aber auch in das der Americana-Liebhaber trifft. Das ist der Start zu einem Pracht-Song nach dem nächsten. Ohne jede Blöße hält die Band während der gesamten 50 Minuten des Albums das Niveau auf dem höchst möglichen Level. Ob die großartige, melodische Uptempo-Countrynummer "7 & 7" mit der starken Baritone E-Gitarre, dem forschen Drumming und den Squaredance-mässigen Fiddle-Linien, die wunderbare, balladeske, rootsige "Red Dirt" Countryrock-Nummer "1968" mit ihrer markanten Akkordeon-Begleitung, das traumhaft melodische, mit schönen Mandolinen-Fills und wundervollen Steelguitar-Linien angereicherte, flotte "Down in Washington", der knackige, wieder von feinster Steelguitar, aber auch von tollen Fiddle- und E-Gitarren-Klängen bestimmte "Red Dirt"-Countryrocker "Whole damn town", die sehr traditionell verwurzelte Honky Tonk-Ballade "Leaving & lonely", das countryrockige, abermals prächtig ins Ohr gehende, herrlich groovende, mit starkem Baritone E-Gitarren-Spiel aufwartende, wie eine Mischung aus Mike McClure's (Mike McClure Band) früherer Band The Great Divide und Raul Malo's The Mavericks rüberkommende "The funeral", das schön grassige, lockere "Evangeline" (tolles Banjo, Akkordeon, Fiddle, großartige Acoustic Lead Gitarre, klasse Melodie), bis hin zu der das Album abschliessenden, von einem üppigen, sumpfigen Southern-/Swamp-Touch durchzogenen, kraftvollen, mit rauen E-Gitaren gespickten Coverversion des alten John Hartford-Klassikers "Long hot summer days" - die Turnpike Troubadours nehmen uns mit auf eine aufregende, erlebnisreiche, wunderschöne Reise durch das faszinierende "rural country" im Gebiet von Texas und Oklahoma. Ein wahres Pracht-Album, das die "Red Dirt"-, Roots-, Americana-., Grass-, Alternate Country-, Countryrock-, und Country-Gemeinde gleichermassen begeistern wird. Dieses, im übrigen von Mike McClure exzellent produzierte Werk, wird wohl als eine der erfrischendsten, vitalsten, vielleicht sogar, so drückt es zumindest ein amerikanischer Journalist aus, "spektakulärsten", auf jeden Fall aber besten Veröffentlichungen des Texas-Country in die Annalen von 2010 eingehen - das ist mal sicher! "Fantastic"!

Das komplette Tracklisting:

1 Every Girl - 3:43   
2 7&7 - 4:47   
3 1968 - 4:15   
4 Down On Washington - 3:45   
5 Kansas City Southern - 3:15   
6 Whole Damn Town - 3:21   
7 Leaving & Lonely - 4:26   
8 The Funeral - 4:40   
9 Diamonds & Gasoline - 3:52   
10 Shreveport - 5:22   
11 Evangeline - 4:31   
12 Long Hot Summer Days - 4:12

Art-Nr.: 7092
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Every girl
Down on Washington
Kansas City Southern
Whole damn town
The funeral
Shreveport
Long hot summer days

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Wilson, Gretchen - one of the boys [2007]
Gleich eines zu Beginn: "One of the boys" ist ein phantastisches Album geworden, ja geradezu ein Country Vorzeige-Werk dafür, wie authentische Countrymusic heute klingen sollte! Unseren Respekt und die Begeisterung dafür können und wollen wir nicht verbergen! "This is the most important record I have ever made, and maybe ever will make. To me, it's more than just songs. It's my diary set to music", sagt Gretchen Wilson, die vor rund 3 Jahren als die "Redneck woman" aus dem Nichts heraus die Nashville-Charts aufmischte. Ein interessantes Statement für eine junge Dame, die gerademal mit dem dritten Album am Start ist. Doch dies als billige "Ich bin wichtig-Phrase" abzutun, wäre hier völlig fehl am Platz und würde der Philosophie und Einstellung Wilson's in keinster Weise gerecht. Im Gegenteil: Sie geht konsequent ihren ganz eigenen Weg, folgt ihrer Inspiration und bringt ihre musikalischen Seelenverwandschaft (auf der einen Seite sind das Leute wie Merle Haggard, George Strait, Loretta Lynn und Dolly Parten, auf der anderen Seite Hank jr., Charlie Daniels und Lynyrd Skynyrd) voller Nachdruck und mit viel Herz in den Songs unter. Sehr schwer für jemandem, der mit einem 5 Millionen mal verkauften Debut als "Overnight Sensation" des Country gefeiert wurde, dessen schnell produzierte, zweifellos immer noch sehr starker Nachfolger im gleichen Fahrwasser aber bei weitem nicht an diese Zahl herankam, und der nun mit dem dritten Album seinen Weg finden muß. Keine Frage, Gretchen hat diesen Weg ohne Zweifel gefunden, und der eindeutige Gewinner ist die Musik - und natürlich sie selbst! Denn sie wird immer besser! Sie entwickelt sich stetig weiter, reift wie ein guter Wein, legt ihren Fokus nicht auf "hippe" Trends, verkauft sich nicht aufgeblähtem Kommerz-Bombast, sondern folgt ihren Idealen und verpflichtet sich der Musik, die ihr im Blut liegt und mit der sie sich zu einhundert Prozent identifiziern kann: Bodenständiger, zeitloser, ehrlicher, "real Country for real Cowboys"! Das der kommerzielle Erfolg damit weiter zurückgehen könnte (im Interesse der Countrymusic hoffen wir allerdings auf das Gegenteil), ist ihr dabei egal! Sie spielt, was ihr Herz ihr vorgibt. Das ist ihr wichtig für sie, und nichts anderes! Respekt, Frau Wilson, das ist mutig, aber durch und durch ehrlich und glaubwürdig - und es kommt rüber! Ja, "One of the boys" ist "pure Country" - vom Anfang bis zum Ende! Diese ehrliche Verbundeheit zu Traditionen heißt aber nicht, daß Gretchen Wilson nicht "trendy" sei, überhaupt nicht. Das ist absolut moderne Countrymusic, nur bedeutet "modern" hier auch: Rein, unverfälscht, authentisch und mit alllen Indikatoren ausgestattet, die klassische Countrymusic auszeichnet. So werden die immer nur das wesentliche enthaltenden, exakt auf den Punkt gebrachten, großartigen Arrangements vorwiegend von vielschichtigen Acoustic- und E-Gitarren, jeder Menge Steelguitars und Fiddles bestimmt, die zuweilen durch feine Mandolinen- und Piano-Fills ergänzt werden. Das Songmaterial, bei dem Gretchen im übrigen bei 9 der 11 Songs kompositorisch mitwirkte (bei den ersten beiden Alben war dies bei keinem einzigen Song der Fall - auch das untermauert die vorangegangenen Ausführungen), ist allererste Sahne! Selbstverständlich gibt es noch immer einige prächtig rockende, viel Southern-Flair versprühende "rowdy" Country-Fetzer, doch insgesamt sind die flockigen, dabei immer noch flotten und knackigen, aber sehr lockeren, frischen Countrynummern, ein paar tolle, lupenreine Midtempo-Honky Tonker und prächtige, reine Balladen klar auf dem Vormarsch. Es passt einfach alles zusammen. Ein Album wie aus einem Guß! Ein herrliches Gewand aus flockigen Gitarren, Steelguitar und Fiddle umhüllt den wundervollen Opener "The girl I am", eine genauso lockere wie knackige und melodische, sich unwiderstehlich in den Ohren festsetzende, reine Countrynummer voller Frische, aber auch mit dem entsprechenden "Staub an den Sporen". Sehr autobiographischer, glaubwürdiger Text! Tolles E-Gitarren-Picking im Mittelteil, verbunden mit einem exzellenten Steelguitar-/Fiddle-Solo! Eine großartige Ballade, mit kurzen Vokal Duett-Ergänzungen von John Rich (Big & Rich), folgt mit dem starken "Come to bed", das von würzigen E-Gitarren, sowie von feinsten Steelguitar und Mandolinen-Klängen geprägt ist. Eine Traum-Nummer jagt die nächste: Ob der dynamische, knackige, melodische Honky Tonker "One of the boys" mit seiner tollen Gitarren-/Mandolinen-Begleitung, der voller Drive steckende Roadhouse-Heuler "You don't have to go home" mit seinen würzigen E-Gitarren und Fiddles, die hinreißend schöne Country-Ballade "Heaven help me" mit den feinen Gitarrenlinien und der exzellenten Cello-/Piano-Begleitung (vermittelt gar ein entferntes "grassiges" Flair, obwohl bis auf das prachtvolle Mandolinen-Solo im Mittelteil die typischen Bluegrass-Instrumente fehlen), der grandiose, bärenstarke, von treibenden Basslines und Drums nach vorn "gepeitschte", viel Power, Boogie- und Southern Rock-Flair versprühende, raue, honky-tonkin' Hillbillie-/"Rebel"-/Countryrocker "There's a place in the whiskey" (tierisches, kurzes, Charlie Daniels-mäßiges E-Gitarren-/Fiddle-Duell in der Mitte), der melodische, so erfrischend wirkende, Steelguitar-getränkte, entspannte "Barroom-Weeper" "Pain killer", der Erinnerungen an einen Merle Haggard zu seinen allerbesten Zeiten wach werden lässt, der tolle "modern-day rollicking honky tonk two-stepper" "There goes the neighborhood", usw., usw. - Gretchen Wilson offenbart nicht den Hauch einer Schwäche! 2007 scheint ein prächtiges Jahr für die "Country-Mädels" in Nashville zu werden, die mit ihrer, der Musik so wunderbar zu Gute kommenden, ehrlichen, kompromisslosen Art, für so viel frischen Wind und Authentizität in "Music City" sorgen. Erschien gerade vor 2 Wochen esrt Miranda Lambert's neues Meisterwerk "Crazy ex-girlfriend", so folgt Miss Wilson nun mit einer nicht minder bärenstarken Scheibe, der man ebenfalls, dies bedarf sicher keiner vorausschauenden Fähigkeiten, einen Spitzenplatz im Jahresend-Ranking der qualitativ besten Country-Alben 2007 vergeben wird. Famos!

Art-Nr.: 4922
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 7,90

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