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Shelton, Blake - blake shelton's barn & grill [2004]
Dritter Volltreffer des introvertierten "Boy from Oklahoma" mit dem freundlichen Lächeln! Die großen Akteure des Country-/New Country-Genres leben in der Regel neben ihrer persönlichen Ausstrahlung von ihrer Beständigkeit und dem Gespür für die Sehnsüchte ihres Publikums - und das auf hohem Niveau! Da wird bedingungslos professionell an den eigenen Stärken gefeilt und nicht wie wild herumexperimentiert. Gut so! Für eine solche Arbeit ist Blake Shelton ein Musterbeispiel! Wo Kritiker längst den Einbruch erwarten, wird, oft zur Überraschung vieler, eben noch mal eine Schüppe draufgepackt. Und so machen das Team um Shooting-Star Blake Shelton und sein Produzent Bobby Braddock mit dem neuen Album "Blake Shelton's Barn & Grill" konsequent da weiter, wo sie beim Debütwerk angefangen und dessen Nachfolger "The Dreamer" aufgehört haben. Sämtliche mit Bedacht ausgewählte Stücke sind Blake wie auf den Leib geschnitten. Er fühlt sich bei deren Performance spürbar wohl. Moderne und Tradition halten mal wieder perfekt die Balance. Während es auf "The Dreamer" mit "Heavy Liftin’ noch direkt in die Vollen ging, startet er diesmal mit einem fröhlichen Sommersong mit leicht mexikanischem, bzw. karibischem Flair, der locker dahinrauscht, wie ein relaxter Strandspaziergang, wo einem heiße Senoritas mit langen schwarzen Haaren und kühlen Margheritas entgegen lächeln. "Some Beach", so heißt diese Nummer, hat als erste Singleauskoppelung bereits Platz 16 in den Country Billboard Charts erklommen, mit Drang nach oben, und es bedarf keiner prophetischer Eingebungen, dass das Album nicht nur wegen dieses Tracks wohl wieder ein Verkaufsschlager wird. "Nobody But Me" ("The Weight" von The Band oder "Love Of A Woman" von Travis Tritt könnten hier Pate gestanden haben), "Love Gets In The Way" (wunderbare Banjo-Unterlegung), "Goodbye Time" (mit herrlichem Akustik-Piano) und "When Somebody Knows You Well" (nette Akustik-Gitarren, dezent Streicher-unterlegt) sind alles
kraftvolle Balladen, auf denen Blake in seiner unnachahmlichen Art aus sich herausgehen kann. Dabei wirkt seine Stimme frischer und kräftiger denn je. Die Musiker wie Brent Rowan, Shannon Forrest, Gordon Mote, Mike Rojas, Paul Franklin oder Jonathan Yudkin, um nur einige zu nennen, leisten Schwerstarbeit, harmonieren aber famos! Für zusätzlichen Pep sorgen die schwungvollen Stücke wie "Good Old Boy, Bad Old Boyfriend" (der leicht bluesige Country-Rock’N’Roller aus der Feder von Bobby Braddock klingt wie ein Song eines gedopten J. J. Cale) oder "Cotton Pickin’ Time", einn knackiger, traditioneller Country"rock"-Song mit Slide-Gitarren, tollem Fiddle-Solo, klimperndem Piano und kessen Mundorgel-Einlagen..Da wippt jeder Cowboystiefel unweigerlich mit und jede Country-Kneipe wird zum Tollhaus. Apropos Country-Kneipe: Die beiden Abschlussstücke "The Bartender" und "I Drink" sind echte Barroom-Songs, in denen Blake mit hingebungsvollem Gesang für entsprechende Stimmung sorgt. Zudem zeigt das Booklet ein typisches Lokal dieser Art, wo in neonleuchtender Schrift ein Schild mit der Aufschrift "Blake Shelton’s Barn & Grill" hinter der Theke zu sehen ist, entsprechend dem Schriftzug auf dem Frontcover. Ob man ihm eventuell zur Neueröffnung seiner eigenen Kneipe beglückwünschen darf, konnte die Recherche nicht klären, doch zu einem weiteren Spitzen-Album kann und muß man es auf jeden Fall! In diesem Sinne: Prost Blake! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 2861
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 12,90

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Young, Chris - same [2006]
Debüt-Album des diesjährigen "Nashville-Star"-Gewinners Chris Young! Anders als in hiesigen Gefilden kann man beim Sieger dieses Wettbewerbs eigentlich blindlings davon ausgehen, dass sich dieser auch über einen längeren Zeitraum im Business rund um Music City etablieren wird. Der Grund dafür ist einfach die entsprechend hohe Qualität, die alle, die sich letztendlich bei diesem Contest durchsetzen, vorweisen können. Zudem können sie meistens auch auf eine fundierte musikalische Ausbildung zurückblicken. Im Fall von Chris Young gewährten bereits die Eltern ihrem Sprössling jegliche Unterstützung um auf musikalischem Terrain Fuß fassen zu können. Der aus Murfreesboro, Tennessee stammende Sänger und Songwriter absolvierte schon zu Universitätstagen rund 150 Gigs im Jahr und wagte es, irgendwann sogar ein festes Engagement quasi in der "Höhle des Löwen" anzunehmen, nämlich dem berühmten Honkytonk-Club in Arlington, dort, wo man dem Nashville-Country im Allgemeinen eher distanziert gegenübersteht. Doch Young schaffte es dort problemlos mit vier wöchentlichen Auftritten sein Publikum regelmäßig zu begeistern. Rein äußerlich an eine Mischung aus Brad Paisley und Chris Cagle erinnernd, setzten Chris und sein Produzent, der erfahrene Buddy Cannon (Kenny Chesney, Sara Evans, John Michael Montgomery etc.) auf eher traditionellen New Country-Werte, die aber von den beteiligten Musikern derartig knackig und fett eingespielt werden, dass es eine wahre Freude ist. Der erst 21-jährige Young versteht es fast wie ein Chamäleon in farblicher Hinsicht, seine Stimme, (meistens im Bariton-Bereich liegend und für sein Alter bereits erstaunlich reif klingend), immer wieder zu verändern und der Stimmung der jeweiligen Stücke optimal anzupassen. Hier und da hört man mal einen Blake Shelton, Randy Travis, Buddy Jewell oder einen Trace Adkins heraus, ohne das es den Anschein erweckt, Young habe kein eigenes Profil. Gleich das erste Stück wurde von einem überaus prominenten Trio komponiert: Trick Pony-Bassist Ira Dean, Klasse-Musiker und Songwriter David Lee Murphy sowie Hit-Erfolgsgarant Kim Tribble erschufen mit "Beer Or Gasoline" einen kraftvollen, satten Countryrocker mit stampfendem E-Gitarren-Rhythmus, der mit jeder Menge Liebe zum Detail (integriertes Banjo, Dobro und Mandoline, Soli :Fiddle / Dobro) glänzt. "You’re Gonna Love", "Drinkin’ Me Lonely" (der Song, mit dem Young die Herzen des "Nashville Star"-Publikums eroberte - erste Single - übrigens von ihm selbst mitkomponiert), sowie "Flowers" decken den eher gemäßigteren Teil des Werkes ab. Ansonsten dominiert jedoch bei allen Songs eine sehr zeitgemäße, überaus knackige Performance. Immer wieder hören wir starke Gitarrenparts von so etablierten Klasse-Leuten wie Kenny Greenberg oder Pat Buchanan, kombiniert mit Fiddle, Honkytonk-Piano, Steelguitar oder Mundharmonika, zum Teil ein wenig funkig-rockig präsentiert wie Chris Cagle das des öfteren tut, oder aber mit coolem "Sprechgesang" der Marke Trace Adkins modernisiert. Richtig flott geht es bei den Boogie-mäßigen "White Lighning Hit The Family Tree" (erinnert vom Flair an den Chuck-Berry-Klassiker "C’est La Vie") oder "Lay It On Me" (starkes Piano, krachende Drums, Fiddle-/Harp-/E-Gitarren-Solo) zu, während "I’m Headed Your Way, Jose" auf humorvolle Weise den Grenzkonflikt USA/Mexico in konträrer Weise auf die Schippe nimmt (..."Here’s the keys to my Chevrolet, you can have the house and bills I pay, welcome to the good ol’ U.S.A, Im headed your way, Jose."). Eine passende Baritone-E-Gitarre und typische Trompeten vermitteln hier diese herrliche Border-Atmosphäre. "Who’s Gonna Take Me Home" schließlich lässt dann mit krachendem Schlagzeug-Tusch am Ende diese Klasse-Albums noch einen tollen, kräftigen Country-Rocker mit coolem Southern-Flair ausklingen! Insgesamt kann man dem Newcomer ein kurzweiliges, sehr lebhaftes Debüt attestieren. Man merkt förmlich, dass der Junge "heiß" war, sich auf seiner ersten Scheibe zu präsentieren. Gelingt es Chris Young in Zukunft noch weiter sein Profil zu schärfen, dürfte einem weiteren "jungen Wilden" in Nashville eine große Karriere bevorstehen. (Daniel Daus)

Art-Nr.: 4542
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

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