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Kent, John David - before the sun comes up [2013]
Ganz starkes Album dieses Texaners, der mit tollen, melodischen Songs und einem satten Sound zwischen erdigem "vintage Countryrock" und knackigem New Country voller Red Dirt-Esprit aufwartet.. Auch wenn vermutlich, bis auf wenige Insider, John David Kent kaum jemand kennt, hat dieser Bursche aus Greenville, TX doch eine mehr als beachtliche Vita vorzuweisen. Schon mit 16 Jahren als tragendes Mitglied der Alternativ-Rock-Band "Radish" (zusammen mit Ben Kweller und Ryan Green, John David Kent agiert hier noch als Drummer) Inhaber eines Major Label-Deals, sowie mit Auftritten in den legendären Late Night Shows von Connan O’Brian und David Letterman bedacht, einigen Singleerfolgen/Konzerten in Europa (unter anderem auf der Hauptbühne beim bekannten Reading Festival), sprechen für eine bereits bewegte musikalische Vergangenheit. Nachdem er und Kweller sich dafür entschieden, getrennte Wege zu gehen, um sich auf ihre eigenen Solo-Karrieren zu fokussieren (John David formte vorher noch vorrübergehend die Band "Pony League"), bot sich ein drastischer musikalischer Stilwechsel für Kent förmlich an. Und da Texaner bekannterweise mit Country und Red Dirt tief verwurzelt sind, erweist sich sein Schwenk in Richtung dieser Genres (auch aufgrund seiner angehm rauchigen Stimme) als folgerichtig. Nach einer EP und seinem Debüt von 2011 legt John David Kent jetzt mit "Before The Sun Comes Up" beim immer stärker aufkommenden Label "Thirty Tigers" (u.a. Casey Donahew Band, Jason Isbell, The Statesboro Revue) einen überaus starken Nachfolger hin. Auch hier sind zunächst wieder grundlegende Veränderungen bezüglich des Vorgängeralbums zu bemerken. John David Kent tauschte seine Begleitband zugunsten von Bruder Tony Kent (Drums), Randall Fuller (Bass) und dem starken Gitarristen Colton Gilbreath komplett aus. Auch die Produktion gab er diesmal aus den eigenen Händen, und zwar in die von Dwight A. Baker, der hier auch noch einige Percussion-Elemente und Harmonie-Gesänge beisteuert. Alles sehr gute Entscheidungen. Die Band harmoniert perfekt mit ihm (vor allem die grandiose E-Gitarrenarbeit von Gilbreath macht richtig Laune) und auch Baker hat deutlich mehr Struktur in seine Musik gebracht. Das Paket "John David Kent plus radiotauglichen, texanisch und Red Dirt angehauchtem New Country" ist nun absolut stimmig. Die CD startet direkt mit einem saustarken, schön rau gehaltenen Redneck Country-/Southern Rocker "Country Twang". John Davids cooler Gesang und die typisch swampig rockenden E-Gitarren machen gleich richtig Dampf. Jason Aldeans "My Kinda Party" oder "Brantley Gilberts "Kick It In The Sticks" kommen einem hier in den Sinn, wenngleich, trotz aller Nashville-Kompatibilität, Kents Nummer deutlich erdiger, natürlicher und Red Dirt-rockiger köingt. Toller Auftakt! "Last Call" ist ein weiterer Track, der in diese Kerbe schlägt. Als Single wurde (eigentlich völlig untypisch) das Lied ganz am Ende des Silberlings, "Until We Turn Around" ausgewählt. Der etwas poppige und treibende Gitarrenrhythmus im Stile eines Keith Urban und der flockige Gute-Laune-Refrain bieten dann aber die schlüssige Begründung für das "Warum". Auch das wunderbar melodische Titelstück "Before The Sun Comes Up" ist ähnlich strukturiert. Dazwischen gibt es einen klasse Dreierpack ("Fight For You", "Little Less Lonely" und "Leaving Without You"), bei dem der uns ebenfalls gut bekannte Musiker Jeff Allen kompositorisch involviert ist. Allesamt variable Midtempotracks, immer durch schöne E-Gitarrenarbeit, hallende Orgel (klasse Gastmusiker: John Ginty), starke Refrains (mit hohem Wiedererkennungswert) und Kents angenehmen Gesang verziert. Das wunderbar atmosphärische "You Struck A Nerve" (schöne Tempo- und Stimmungswechsel, "Uhuhuh"-Harmonies), das bluesige "Should’ve Just Let Me Go" (klasse Akustikgitarrenuntermalung, Bariton-E-Gitarre, fettes E-Gitarren-Solo, großartiger Powerrefrain) und das einen stimmungsreich in seine Jugend zurückversetzende "Free To Drive" (herrliche, euphorisierende Melodie, toller authentischer Gesang von Kent, abermals saugute Gitarrenarbeit von Gilbreath, absolut Hit-tauglich), ergeben den Rest eines Albums mit durchweg hervorragendem Songmaterial. Zu letztgenanntem Stück passt auch die schöne Coveraufmachung, bei der John David mit einer netten jungen Dame in einen roten Mustang bei einer Spritztour fototechnisch begleitet wird. Seine Musik ist der geradezu ideale Begleiter für solche Gelegenheiten. Hut ab! John David Kent legt mit seinem zweiten Longplayer eine gehörige Schüppe drauf und hat ganz klar, ähnlich wie die Eli Young Band, Wade Bowen, Cory Morrow oder No Justice, etc. das Potential, weit über Texas hinaus für Furore zu sorgen. Wer diesen John David Kent noch nicht kennt und auf recht unverbrauchten, sich nicht unbedingt an die Charts anbiedernden, aber umso stärkeren New Country und Countryrock in beschriebenem Maße steht, sollte mit "Before The Sun Comes Up" diese musikalische "Bildungslücke" "stante pede" schließen. Ein (noch) echter Geheimtipp des Jahres 2013! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Country Twang - 3:46
2. Before The Sun Comes Up - 3:24
3. Fight For You - 3:06
4. Little Less Lonely - 3:29
5. Leaving Without You - 4:17
6. Last Call - 3:27
7. Struck a Nerve - 3:41
8. Should've Just Let Me Go - 4:11
9. Free to Drive - 4:38
10. Until We Turn Around - 3:29

Art-Nr.: 8366
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Country twang
Before the sun comes up
Fight for you
Little less lonely
Struck a nerve
Should've just let me go
Free to drive

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King Band, Marcus - soul insight [2015]
Nachdem dieses großartige Album ursprünglich bereits 2014 erschienen und nur im Eigenvertrieb der Band erhältlich war (mittlerweile ist es vergriffen), hat sich nun Warren Haynes (Gov't Mule) entschlossen das Werk über sein eigenes "Evil Teen"-Label erneut zu veröffentlichen, um es auch einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Mr. Haynes ist ein ausgesprochener Fan des jungen Gitarrenhexers Marcus King und seiner Freunde, deshalb dieser Schritt. Und das ist gut so!

Geballte Bluesrock-Power eines blutjungen Gitarrenmagiers aus South Carolina! Wow! Der gerade mal 18-jährige Marcus King und seine Band veranlassen mit ihrem packenden Debutalbum "Soul insight" nicht nur das der The Allman Brothers Band nahe stehende Magazin "Hittin' The Note" zu einem begeisternden Review, sondern sorgen in der einschlägigen Szene, auch unter den etablierten Musikerkollegen, für jede Menge Aufmerksamkeit. Man ist sich einig: Dieser Bursche hat eine große Zukunft. Marcus bearbeitet die Gitarre quasi seitdem er laufen kann. Schon mit 2 Jahren hat ihn sich sein musikverrückter Vater Marvin King, ein lokal sehr bekannter, ewig tourender "veteran bluesman" auf dem "fret board" austoben lassen und im zarten Alter von 11 Jahren stand er bereits mit der Band seines "alten Herrn" auf der Bühne und begeisterte die Zuhörer mit seiner verblüffenten "Duane Allman meets Jimi Hendrix"-Virtuosität. Schon zu diesem Zeitpunkt stand fest, dass die Buesrock-Musik in all ihren Facetten seine Mission ist und sein Leben bestimmen wird. Duane Allman und Jimi Hendrix gehören zu seinen großen Helden, doch die Einflüsse gehen deutlich weiter. Künstler wie Miles Davis, The Meters, B.B. King, Johnny Winter und The Allman Brothers Band inspirierten ihn total. Funk, Psychedelic, Jazz, Southern Rock sowie jede Menge Improvisationsfreude mit längeren Jammings fanden fortan in seiner Musik Zugang. Und genau das alles ist auf dem fantastischen Debut der Marcus King Band in vollster Blüte zu bewundern. Obwohl auf dem Cover nur 3 Musiker abgebildet sind, agiert die Marcus King Band zu viert, und zwar mit dem Keyboarder Alex Abercrombie, Bassmann Anthony House und Drummer Jack Rysn - alles hervorragende Mitstreiter. Unterstützt wird die Band zudem bei ein paar Stücken durch einen zusätzlichen Percussionisten, sowie einen Saxophonisten (Harold Todd aus der Band von Lenny Kravitz bei 2 Tracks) und einen Trompeter (ebenfalls bei 2 Tracks). Doch der Star der Truppe ist ganz klar Frontmann Marcus King, ein klasse Sänger, Songwriter und eben ein "Monster-Gitarrist", der mit umwerfenden, feurigen, fingerfertigen Läufen und Soli brilliert, genauso wie mit jeder Menge Spielwitz. Los geht's mit dem wuchtigen, fetten, mächtig groovenden, von einer gehörigen Portion Siebziger Classic-Rock unterwanderten Bluesrocker "Always". Starker Gesang, ein hervorragend strukturiertes Arrangement und ein "bäriges", mit genauso glühenden, wie lässig zelebrierten Gitarrenläufen und einem wunderbaren, kleinen Schlagzeugsolo aufwartendes Instrumentalbreak bestimmen das Geschehen. Herrlich retro. Das folgende "Boone" beginnt recht verhalten, mit viel Southern-Soul und feinem akustischen (Slide)Gitarrenspiel, legt dann im Verlauf aber gewaltig zu und wird zu einem voller Energie steckenden Southern-fueled Bluesrocker mit einem klasse Orgel-Untergrund. Hier spürt man die Einflüsse der Allmans deutlich. Danach das furiose Instrumental "Fraudulant waffle", bei dem die Band und vor allem Protagonist Marcus King sich zum einen völlig gehen lassen und gleichzeotig alle künstlerichen Register ziehen. Was für ein Jamming! Das geht von großartigen Twin Guitar-Momenten über fulminantes Lead Gitarren-Spiel, angetrieben von üppiger Percussion, gespickt mit viel Jazz- (Miles Davis) und Latin- Spirit (Santana). Das ist die pure Improvisationsfreude! Klasse! Etwas zurückhaltender, dafür mit ungemein viel Seele und Inspiration agiert die Band bei dem wunderbaren, gepflegten, leicht jazzig angehauchten Blues "Everything", der mit einem feinen Orgel-Background, ein paar schönen Saxophon-Momenten und einem hinreissend fingerfertigen Gitarrensolo des jungen Gitarrenzauberers besticht. Die Nummer sprüht nur so vor Spielfreude und Spielkultur. Erinnert ein wenig an die Tedeschi Trucks Band. Es folgen weitere, hochkarätige Nummern wie etwa der schön groovende, mit feinem Southern-Esprit versehene Midtempo-Blues "Dyin'" (klasse strukturiert, kleines Saxophon-Intermezzo, ausgedehntes, ungemein virtuoses, fulminantes Gitarrensolo), das furiose, mit Wahnsinns-Gitarrenarbeit aufwartende, abermals sehr jammige Instrumental "Booty stank" und der lichterloh brennende, voller "wilder" Gitarrenläufe steckende Uptempo Bluesrock-Kracher "Keep moving". ehe das Album mit der wunderschönen, melodischen, semi-akustisch inszenierten Ballade "I won't be here", eingehüllt in ein edles Southern-Gewand, überaus entspannt ausklingt. Die Reminiszensen an große Southern-Balladen der The Allman Brothers Band sind nicht zu leugnen. Tolle Nummer zum Abschluß eines ungemein vielseitigen, vielschichtigen Albums. Marcus King und seine Kumpels mit einem furiosen, genauso inspirierten, wie ambitionierten, teils sehr jammigen Bluesrock-Ritt, der einen von vorn bis hinten in Atem hält. Was diese Jungspunde drauf haben, ist schlicht "der Knaller"! Ja, das ist sicher erst der Anfang für die Marcus King Band, aber der hat es wahrlich schon in sich. Die Reise in die höchsten Hemisphären des Bluesrock-Universums hat begonnen...

Das komplette Tracklisting:

1. Always - 4.12
2. Boone - 5.30
3. Fraudulent Waffle - 5.21
4. Honey - 4.19
5. Dave's Apparition (Interlude) - 2.17
6. Everything - 4.48
7. No Decency - 4.42
8. Dying - 5.49
9. Booty Stank - 4.24
10. Opie - 5.09
11. Keep Moving - 5.00
12. I Won't Be Here - 4.37

Art-Nr.: 8951
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Always
Boone
Fraudulant waffle
Everything
Dyin'
Keep moving
I won't be here

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Lantana - unbridled [2006]
Lantana sind ein überaus vielversprechendes, sehr talentiertes, texanisches Damen-Trio, das sich mit seinem von einem schönen, staubigen Border-Flair tangierten, traditionell verwurzelten, aber dennoch absolut zeitgemäßen, astreinen Texas-Country anschickt, auch über die Grenzen des Lonestar-States hinaus, in der Welt des Country Fuß zu fassen. Ob sie dabei mit der selben Robustheit und Anpassungsfähigkeit ausgestattet sind, wie man es der Blume (dem Wandelröschen) nachsagt, nach der sich die drei bezaubernden Ladies benannt haben, um in diesem hart umkämpften Business auf Dauer erfolgreich arbeiten zu können, wird wohl erst die Zukunft zeigen. Doch die Chancen stehen sehr gut, denn mit ihrem klasse Debütalbum "Unbridled" ist in jedem Fall ein Anfang in die richtige Richtung gelungen. Biz Haddock und Karol Ann DeLong, beide aus Texas stammend, sowie die aus Kanada zugezogene Dalene Richelle können sich dabei auf eine fundierte musikalische Ausbildung seit frühester Kindheit stützen. Unter die Fittiche genommen wurden sie vom erfahrenen Musiker, Songwriter und Produzenten Bill Green, mittlerweile auch Inhaber des BGM-Labels ist, das Lantana’s Erstling nun veröffentlichte. Ein Album, das sich wirklich sehen lassen kann! Man bewegt sich überwiegend im traditionellen, allerdings eindeutig texanisch verwurzelten Country-Bereich, wirkt dabei dennoch modern. Die Musik klingt trocken und frisch zugleich, entwickelt in Ansätzen gar hin und wieder mal Berührungspunkte zum Bluegrass, und balanciert gleichzeitig zwischen staubigem Americana-Flair und melodischer Nashville Kompatibilität. Auch bluesige, funkige, poppige und swingende Ansätze sind zuweilen spürbar. Es passt alles prima zusammen. Zumeist recht knackig arrangiert, hören wir eine gelungene Mischung aus flotten und balladeskeren Stücken. Klasse (Harmonie)Gesang der Mädels! Unweigerlich ist man geneigt einen Vergleich mit SheDaisy oder den Dixie Chicks zu ziehen, doch, auch wenn dies nicht ganz von der Hand zu weisen ist, Lantana klingen wesentlich Roots-fundierter, bei weitem nicht so mainstreamig und durchaus etwas "kantiger". Unbekümmerter Texas Country eben! Die großartigen Begleitmusiker stammen allesamt aus dem schier unerschöpflichen Fundus texanischer Szene-Cracks, wie unter anderem auch Bobby Flores (Gitarre, Fiddle, Mandoline) und Tommy Detamore (Dobro, Lap Steel). Den Auftakt des Werkes macht die erste Single der Band, "Country As A City Girl Can Be". Ein dezent poppig angehauchter, dennoch traditioneller, melodischer, schwungvoller Song, der alles beinhaltet, was das Countryherz begehrt: Sirenenartige Fiddle, feine Mandolinen-Tupfer, schönes Honkytonk-Piano und die passenden Steelguitar-Fills! "I Ain’t No Jailer" ist ein wunderbar groovender Country-Blues mit tollem Wechselspiel zwischen Akustikgitarre und Dobro, sowie einer kurzen Banjopassage. Bei Stücken wie "You Know How It Is" oder "Give" erinnern die Harmoniegesänge der Drei sehr an die der bereits erwähnten SheDaisy. Stark auch das von einem grassigen Feeling und viel Schwung geprägte "The Juice Ain't Worth The Squeeze" (einzige Eigenkomposition der Drei, was auf eine Menge durchaus vorhandenes Songwriting-Potential schließen läßt), dem man gar ein typisches Waylon-like Outlaw-Flair nicht absprechen kann, der herrlich melodische, prächtig tanzbare (klasse "Futter" für die Linedancer) Honky Tonk-/ Roadhouse- Country-Feger "Savin' It Up For Saturday Night" mit seinem klasse Fiddle-/Steel-/Gitarren-Zusammenspiel und die traditionelle, knackige Redneck Countrynummer "What Turns Me On", bei der Parallelen zu Gretchen Wilson festzustellen sind! Als kleines Schmankerl gibt es zudem eine absolut gelungene Countryversion (mit Banjo, Fiddle und würziger Electric Slide/Lap Steel)) des alten REO Speedwagon-Rock-Klassikers "Roll With The Changes". Die partytaugliche Countryrock-Nummer "Feel Like Rockin’" am Ende der CD, mit klasse Harmonikaspiel von "Label-Boss" und Produzent Bill Green und typischem Honkytonk-Klavier, dürfte vor allem bei ihren Live-Gigs prima ankommen. Ein frischer Abschluss eines durch und durch gelungenen, interessanten und abwechslungsreichen Albums. Alle Texte der Tracks und ein paar nett anzuschauenden Aufnahmen der Protagonistinnen im 8-seitigen Klapp-Booklet runden das Ganze ab! Glückwunsch Mädels, ein prima Debut! Der Name passt schon... - wie eure pflanzlichen Namensgeber seid ihr ein willkommener, absolut bereichernder, bunter Farbtupfer in der großen Countrylandschaft rund um Texas. (Daniel Daus)

Art-Nr.: 4483
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Country as a city girl can be
The juice ain't worth the squeeze
You know how it is
Roll with the changes
Savin' it up for Saturday night
What turns me on

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Last Hombres, The - redemption [2003]
Herrlich! Da ist er wieder, dieser ach so geliebte, glorreiche Rootsrock-/Countryrock-Sound vergangener Tage, als Bands wie die New Riders of the Purple Sage, die Byrds oder The Band auf dem Zenit ihrer schöpferischen Kunst waren und ihre Fans in den frühen Siebzigern mit wunderbarer Americana-Rockmusik beglückten, als dieser Begriff noch gar nicht erfunden war. Und wie aktuell, kreativ und inspiriert kann man eine solche Musik auch in der heutigen Zeit noch zelebrieren, mit welcher Frische und Kraft kann man einer solchen Retro-Mucke wieder zu neuem Glanz verhelfen. Toll! Wer dieses Kunststück fertigbringt? The Last Hombres aus Long Island! Und wer sitzt bei denen am Schlagzeug? Jawohl, kein geringerer als der begnadete Levon Helm, ex-Drummer der legendären "Band"! Michael Meehan (bass, vocals), Paul Schmitz (guitars, dobro, harmonica, vocals) und Russ Seeger (guitars, dobro, vocals), 3 großartige Musiker, Sänger und Songwriter, und seit annnähernd 15 Jahren gestandene lokale Rootsrock-Größen, spielten Ende der 90iger Jahre einen Gig im Vorprogramm von Levon Helm, als man sich spontan zu einigen Jammings zusammensetzte und sofort merkte, welch eine Chemie unter den Musikern herrschte. Man war vom gegenseitigen Können und den gemeinsamen musikalischen Vorstellungen dermaßen begeistert, daß man spontan beschloß zusammenzuarbeiten. Das Resultat: Ein knackiges, trockenes Rootsrock-/Countryrock-Prachtalbum, "that really kicks up dust", wie es in einer US-Besprechung heißt. Ja, dreckig, staubig und erdig klingt dieses Roots-Meisterwerk, doch trotz dieses rauhen Charmes stecken die Songs voller grandioser Melodien, sind mal laut und roh, dann wieder wunderbar harmonisch, schön und locker. Die Musik der Hombres ist sehr gitarrenorientiert! Ein breiter, vielschichtiger Sound aus herrlichen Acoustic- und E-Gitarren, immer wieder unterbrochen durch rootsige, kratzende, dreckige E-Gitarrensoli, auch mal angereichert mit klimperndem Piano, vollmundigen Hammond-Klängen oder Mandoline und Steelguitar, vor dem Hintergrund von Levon Helm's einzigartigem, unverwechselbaren Schlagzeugspiel versetzt die Genre-Fans erst in Erstaunen und dann in wahre Begeisterung. Für den Part der Steel hat man im übrigen, das paßt einfach wunderbar, auch noch den legendären Steeler der New Riders, Buddy Cage, gewinnen können. Alle Musiker der Hombres beherrschen ihr Handwerk auf oberstem Niveau. Großartiger Gesang! Perfektes Songwriting! Die Songs stecken voller Herz und Seele. Man beackert das gesamte Roots-Genre von der Vergangenheit bis zur Gegenwart. Nicht nur die Einflüsse der bereits erwähnten Acts von den Byrds bis zu The Band sind spürbar, sondern auch Parallelen zu Gram Parsons, Warren Zevon, Tom Petty, Bob Dylan, Grateful Dead, den Stones und Steve Earle sind ebenso nachvollziehbar, wie auch ein gewisses Southern-Flair nicht zu leugnen ist. Und alles paßt zusammen, wie aus einem Guß! Schwache Songs sucht man auf dieser Scheibe vergebens. Ein paar Beispiele: Mit "King of Memphis" geht es gleich mit einem echten Knüller los. Mit ordentlichem Drive, einem tollen Shuffle-ähnlichen Rhythmus, einer klasse Melodie, einem Schuß Southern-Soul und einem unwiderstehlichen Zusammenspiel verschiedenster Gitarren bohrt sich dieser prächtige Uptempo-Rootsrocker in die Gehörgänge. Das rauhe "It's alright Norma" steckt voller dreckiger Stones-Riffs, unterstüzut von großartigem Piano-Geklimper und fetten E-Gitarren, während "Saint Estephe" einfach nur ein Traum von einem staubigen Retro-Texas-Border-Countryrocker ist. Hier herrscht eine wunderbar entspannte Atmosphäre. Tolle Melodie! Welch ein transparenter Acoustic-Gitarren-Sound, gekoppelt mit herrlichen, glasklaren, Steel-Passagen von Buddy Cage. "Humble enough" ist eine wunderbare, trockene Ballade zwischen Neil Young, Dylan und The Band angesiedelt, während mit "Cadillac" ein satt dampfender Boogie-Retro-Rootsrock-Knaller aus den Boxen tönt. So jagt ein toller Song den nächsten. The Last Hombres legen mit "Redemption" ein absolutes Rootsrock-Highlight vor, das zu keinem Moment an musikalischem Reiz verliert. Eine tolle Truppe, der sich Levon Helm da angeschlossen hat. Möglicherweise würden "The Band" in einer Top-Form heute genau so klingen. Ein wirklich famoses Album!

Art-Nr.: 1834
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 19,40

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King of Memphis
It's alright Norma
Swoon

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Little Big Town - the road to here [2005]
Gut drei Jahre sind mittlerweile seit dem Debütwerk von Little Big Town vergangen. In dieser Zeit haben sich viele Dinge ereignet, die das Bestehen der Band auf eine harte Probe stellten. Neben dem Rauswurf bei Sony, trotz ihres wirklich guten Erstlings, ereigneten sich im Umfeld des Quartetts Karen Fairchild, Kimberly Roads, Jimi Westbrook und Phillip Sweet einige Schicksalsschläge, die vermutlich für die meisten Gruppen ein vorzeitiges Aus bedeutet hätten. Jimi’s Vater starb, die Ehen von Karen und Phillip gingen in die Brüche, und Kimberlies Gatte Steven, ein Anwalt, der u. a. die geschäftliche Dinge von LBT regelte, erlag völlig überraschend im Alter von nur 41 Jahren einem Herzinfarkt. Doch die Musik ließ sie nicht los. Ein Silberstreif am Horizont bildete zudem Wayne Kirkpatrick, der schon als Co-Writer des Openers "Pontiac" aus dem Debütalbum mitgewirkt hatte, und letztendlich einen neuen Record-Deal mit Clint Black’s Equity Music Group vermittelt konnte. Ein echter Glücksfall für die Band (und wahrscheinlich auch für das Label), wie ihre neue CD "The Road To Here" eindrucksvoll beweist. Knackiger, wunderschöner, durchaus traditionell verwurzelter, aber peppig und zeitgemäß in Szene gesetzter New Country in einem herrlichen Soundgewand aus akustischen Instrumenten wie Dobros, Fiddles, und Mandolinen, sowie herzhaft "rockenden" E-Gitarren und prachtvollen Gesangsharmonien.
Wayne Kirkpatrick fungierte bei sämtlichen Stücken als Co-Writer, spielte darüber hinaus einige Instrumente, und sorgte, zusammen mit der Band, für die astreine, punktgenaue, schön druckvolle Produktion. Vor allem ließ er den Vieren völlig freie Hand ihre musikalischen Intentionen zu verwirklichen, was unter der Sony-Regie wohl sehr schwierig war. Dort versuchte man, laut eigener Aussage die Band, sie in ein Pop-Gerüst zu pressen, wogegen man sich aber versuchte wehement zu wehren, was ihnen zum Glück auf ihrer ersten Scheibe auch einigermaßen gelang. Doch auf ihrem neuen, exzellenten Longplayer zeigen sich Little Big Town, frei von allen Zwängen, von einer ganz anderen Seite, die man ihnen vielleicht gar nicht zugetraut hätte. Die dezenten Popeinflüsse sind praktisch völlig verschwunden, ohne dabei allerdings auf tolle Melodien zu verzichten. Die Harmoniegesänge wirken noch ausgereifter, alles kommt deutlich erdiger und rootsiger, von Westcoast-, Bluegrass-, Country- bis hin zu Southern-Elementen wird so ziemlich alles in die Waagschale geworfen - und es funktioniert vorzüglich! Hier sind eben großartige Vollblut-Musiker am Werk! Es wird, wie gesagt, viel mit Akustikgitarren, Mandolinen und Banjo gearbeitet, doch Gastmusiker Gordon Kennedy streut ein ums andere Mal wunderbare, satte E-Gitarren-Fills und -Soli ein. Schon der Eröffnungstrack "Good As Gone" besticht durch sein unterschwelliges, attackierendes Southern-Flair mit richtig "dreckigem", weiblichem Gesang, ähnlich wie es auch Shelly Fairchild (im übrigen nicht verwandt mit Karen) gerne praktiziert. Die Nummer hat sehr viel Pepp, ein tolles Banjo-Intro, sowie herrliche Mandolinen- und E-Gitarren-Parts! "Boondocks", inzwischen sogar (und wie gönnen wir ihnen das) auf Platz 20 der Billboard-Singles-Charts eingestiegen, vermittelt ebenfalls ein wunderbar swampiges Südstaten-Feeling, inklusive erstklassigem das Dobro-Spiel vom Meister dieses Instruments Jerry Douglas (Union Station) höchst persönlich. Wunderbar auch die relaxt dahin fließende Ballade "Bring It On Home" mit diesen an die Eagles erinnernden Harmonien und den tollen Steel- und Dobroklängen von Dan Dugmore. Ein wahre Freude für Liebhaber des mehrstimmigen Gesangs! Einfach nur "genial" kommt "A Little More You", ebenfalls sehr locker, lässig und überaus melodisch in der Darbietung, mit herrlichen Akustik-Riffs, toller, angerockter E-Gitarre von Gordon Kennedy, Banjotupfer und wieder diesen brillanten Harmony-Vocals. Eine unter die Haut gehende Ballade ist dann "Lost", die Kimberly Roads’ verstorbenem Mann gewidmet ist. Sehr knackig dagegen wieder Songs wie "Mean Streak", "Looking For A Reason" und "Welcome To The Family", die allesamt recht temporeich gespielt sind, natürlich mit jeder Menge instrumentell eingebauter Feinheiten. Erwähnenswert aber auch der tolle Gesang aller vier beteiligten Akteure, die sich allesamt solistisch, wie auch bei den Harmonien glänzend einbringen. Wohl einzigartig in dieser Konstellation in Nashville! Diese Stärke wird dann am Ende mit einer Akustikversion des Songs "Stay" (aus dem debutalbum) nochmals eindrucksvoll unterstrichen. "The Road To Here" ist ein Klassewerk geworden, das zeigt welches immense Potential in diesen Musikern steckt. Die Schicksalsschläge scheinen Little Big Town zu einer verschworeneren Gemeinschaft denn je zusammengeschweißt zu haben. Und mit Wayne Kirkpatrick hat das Quartett ein idealen Partner als Ergänzung gefunden. Toll! Weiter so, ihr Fünf! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 3697
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Little Boys Blue - tennissippi [2016]
Little Boys Blue - ein Bandname, der klingt, wie der einer Boygroup, doch weit gefehlt. Diese Kerle aus Jackson/Tennessee sind "alte" Recken der Tennessee- und Nashville-Szene, die sich im Rahmen dieses bärenstarken Sextetts jedoch vorwiegend ihren bluesigen Neigungen hingeben. Der Albumtitel ihres nunmehr schon 4. Werkes, "Tennissippi", repräsentiert ihre Musik nahezu perfekt: Blues, Bluesrock und Rootsrock mit schönen, gepflegten Southern-Bezügen, der die Americana-, Country, Rock-, Soul- und Southern-Charakteristika Tennessee's und den swampigen Delta-Blues und Soul des U.S.-Bundesstaates Mississippi in einem herrlich ausgewogenen Einklang miteinander verbindet. Das hat ungemein viel Spirit und Feeling. Kopf und Frontmann der Band ist der ausgezeichnete Mundharmonika-Spieler und Sänger JD Taylor, der auch gleich noch seinen Sohn, den außergewöhnlich talentierten Lead Gitarristen Alex Taylor mit eingebunden hat. Die beiden fungieren im Verbund auch als Haupt-Songwriter, denn 8 der 12 durchweg hervorragenden Tracks stammen aus ihrer Feder. Die weiteren Bandmitglieder sind der zweite Lead- und Slide-Gitarrist Tyler Goodson, Dave Thomas (B3 Organ & Piano), Dave Mallard (Bass) und Mark Brooks (Drums) - alles fantastische Musiker, die immer wieder ihr außergewöhnliches, individuelles Können demonstrieren, aber vor allem im Kollektiv exzellent zusammenspielen. Was für eine klasse Truppe - voller Leidenschaft, voller Seele, Spielfreude und Inspiration. Gerade die beiden Gitarristen brillieren immer wieder mit wunderbaren Läufen und Soli, aber auch für instrumentelle Ausflüge von Mundharmonika, Piano und Orgel besteht ausreichend Freiraum. Das alles ergänzt sich großartig. Verfeinert wird der satte, klare Sound (aufgenommen wurde das Album übrigens überwiegend in den legendären Fame Studios von Muscle Shoals/Alabama) bei dem ein oder anderen Track noch durch eine klug und markant, aber nie überladen eingesetzte Bläser-Sektion. Es passt alles hervorragend zusammen. Das Album startet direkt mit dem Titelstück "Tennissippi", gleich eine absolute Hammernummer. Tolle, dreckige swampige Slideguitar-Klänge und Mundharmonika-Licks eröffnen das Stück, ein cooles, herrlich retro klingendes E-Piano folgt, ein schwüler, sumpfiger Groove, und schon befinden wir uns mitten in einem packenden Blues-/Southern-/Rootsrocker, der einen nicht mehr loslässt. JD Taylor singt klasse, die Melodie ist top. Bärenstark sind sowohl das Harp, als auch das Gitarren-Solo. Jammige Percussion, ein lässiger, souliger, funky Groove, der geschickt zwischen Lockerheit und drückender "Hitze" (stark hier die Bläser) hin und her balanciert, dazu prächtige Wah Wah E-Gitarren-Riffs und erneut eine klasse Melodie bestimmen das wunderbare "Lights on". Enthält zwei himmlische, sehr lässige, fingerfertige Gitarrensoli, sowie ein tolles Orgelsolo. Super! Der geniale, flockig "shufflende" Slow-Blues "If Id'a known" besticht, neben seiner erstklassig hängen bleibenden Struktur, mit herrlichen, ausgedehnten Läufen der beiden Gitarristen, aber auch mit Soli von Fronter JD Harris an der Harp und Dave Thomas an der Orgel. Die Herrschaften zeigen auf beeindruckende Weise ihr jeweiliges, großes Können. Dann das traumhaft schöne "35 years" - das ist purer, edler, herrlicher Southern-Soul- und -Blues vom Allerfeinsten. Hier klingt die Truppe fast ein wenig wie die grandiose Tedeschi Trucks Band in Höchstform. Ein wundervolle Melodie schlängelt sich in unsere Ohren, dazu fantastische Slideguitar-Begleitung, inkl. eines tollen Solos, sowie ein hingebungsvolles Mundharmonika-Solo bestimmen das Geschehen, ebenso starkes E-Piano, Orgel und erstklassiger Gesang. Super auch beispielsweise das grandios groovende, wieder von toll integrierten Bläsern unterstützte, voller Memphis-Soul, aber auch voller Latin-Flair steckende, sehr jammige Instrumental "Chitlins con carne" (tolles Percussion-, Harp-, E-Gitarren-, Piano- und Trpmpeten-Spiel), der brodelnde Funk-/ Bluesrocker "Do you no wrong" und das sehr swampig daherkommende, fette, kochende "Big pimpin Sugar Daddy Romeo". Die Liebhaber erstklassiger Roots-, Southern-Blues-, und Delta-Blues-Musik werden diese Band unmittelbar in ihr Herz schließen. "Tennissippi" jedenfalls ist ein famoses Album! Dieser Band zuzuhören ist das reine Vergnügen. So dürft ihr weitermachen, Jungs...

Das komplette Tracklisting:

1. Tennissippi - 4:28
2. Lights On - 4:43
3. Pack It Up Baby - 3:43
4. If Id'a Known - 6:17
5. 35 Years - 5:29
6. Chitlins Con Carne - 4:56
7. Do You No Wrong - 5:41
8. Smoke Rings - 5:40
9. Health Insurance Blues - 4:10
10. Wanna Be Your Loving Man - 3:59
11. Big Pimpin Sugar Daddy Romeo -4:33
12. Jackson - 2:30

Art-Nr.: 9199
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Tennissippi
Lights on
If Id'a known
35 years
Chitlins con carne
Do you know wrong
Big pimpin Sugar Daddy Romeo

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Lively, Mason - stronger ties [2018]
Prächtiges, wunderbar vielseitiges Debut des hoch talentierten, jungen Texaners Mason Lively (der Bursche ist gerade mal zwanzig Jahre alt, performt aber schon wie ein "alter Haudegen"), dem mit "Stronger ties" gleich ein satter Volltreffer gelingt. Dem aus Victoria/Texas stammenden jungen Mann gelingt eine extrem gut ausbalancierte Mischung aus kernigem, rootsigem Country, Countryrock, Americana und diesem wunderbaren, in Texas und Oklahoma beheimateten, tollen, angerauten Red Dirt-Sound. Sofort kommen einem Kollegen wie Pat Green, die Casey Donahew Band, Wade Bowen, die Randy Rogers Band, aber auch New Country-Artists wie Dierks Bentley und Eric Church in den Sinn, von all denen sich Spuren in Lively's Musik wiederfinden. Die Songs stecken voller Energie, mal richtig rockig, mal locker flockig, sind variabel, sehr melodisch, und doch mit einer rootsig erdigen Grundnote und zuweilen auch einem Hauch von Southernflair versehen. Erstklassig produziert hat Texas-Maestro Pat Manske, der auch gleich noch eine Vielzahl hochkarätiger Gäste wie Bukka Allen (keyboards), Reckless Kelly's Cody Braun (Fiddle) und Pedal Steel-As Lloyd Maines mit ins Studio gebracht hat. Eine erstklassige Figur gibt auch Lead Gitarrist Carson Popp ab, der mit teils schön satten Soli glänzt. Schon der erdige, abwechslungsreich arrangierte, southern-fueled Opener "Heavy troll", ein fetter Countryrocker mit viel Power und klasse E-Gitarren-Licks, setzt einen ersten Glanzpunkt. Doch das ist bei weitem nicht der einzige, denn es geht munter so weiter: Zum Beispiel mit dem leicht folkig und rootsig angehauchten, Fiddle-, Mandolinen-, und Banjo-betonten, aber auch mit fetter E-Gitarre aufwartenden "Early grave", der herrlich lockeren, wieder mit einem Hauch von Souther-Roots versehenen Red Dirt-Countrynummer "Worry about nothing" (tolle Melodie, dezente Banjo-Untermalung, hintergründige Orgel, feine Mundharmonika und großartige E-Gitarre), dem ebenso flockigen, von hinreißenden Pedal Steel Guitar-Linien Lloyd Maines' durchzogenen "Hard to let go", dem furiosen, dabei durchaus traditionell verwurzelten "Rockin' Country"-Knaller "Roleplay", das darmatisch anmutende, äußerst dynamisch, mit viel Drive intonierte "Ballad of the broken heart" (kenige E-Gitarre mit tollem Solo), dem gut nach vorn gehenden Red Dirt-Countryrocker "Lonely comes back around", bis hin zu der wundervollen, lupenreinen Country-Ballade "Angel wings", bei der Lloyd Maines mit seiner Pedal Steel erneut einen großen Auftritt hat. Keine Frage, Mason Lively gelingt ein beeindruckend starkes Debut, das ihm, sowohl in der texanischen Country- und Countryrock-Szene, aber auch in der Red Dirt-Community eine Menge Gehör verschaffen wird. Wenn der junge Bursche so weiter macht, steht er möglicherweise vor einer großen Zukunft. Richtig klasse, dieses Album!

Das komplette Tracklisting:

1. Heavy Toll - 4:01
2. Early Grave - 3:34
3. Worry About Nothing - 3:45
4. Hard To Let Go - 3:56
5. Roleplay - 3:05
6. Right Back To You - 3:49
7. Ballad Of The Broken Heart - 3:04
8. Lonely Comes Back Around - 2:27
9. Worth The Fall - 3:17
10. Angel Wings - 4:03

Art-Nr.: 9683
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Heavy toll
Worry about nothing
Hard to let go
Roleplay
Ballad of the broken heart
Lonely comes back around
Angel wings

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Lone Bellow, The - then came the morning [2014]
Hoch gelobt von den Kritikern, umjubelt von den Fans! Vollkommen zu Recht, wie wir meinen. Vor 2 Jahren erschien das großartige Debut der Band aus Brooklyn um den aus Georgia stammenden, exzellenten Singer-Songwriter Zach Williams (die weiteren Lone Bellow-Mitglieder sind Brian Elmquist - guitars, vocals, sowie Kanene Donehey Pipkin - mandolin, vocals), mit dem sie in der Americana-/Roots-Szene für mächtig Furore und jede Menge Begeisterung sorgten. Nun ist mit "Then came the morning" der Nachfolger da - und sie legen glatt noch mal eine Schippe drauf. Welch ein prächtiges Album! "Williams and the band's music evolved to reflect his Southern roots, incorporating elements of rock, gospel, country and blues that result in a unique and soul-searing blend of can't-get-them-out-of-your-head lyrics that spring from a deep emotional reservoir", heisst es in ihrer Biogrphie. Tatsächlich präsentieren die Drei mit ihren vorzüglichen Begleitmusikern eine von hinreissenden Gesangsharmonien, aussergewöhnlichen Songwriting-Qualitäten und einen ganz eigenen Sound definierenden, tollen Arrangements geprägten, ungemein spannenden Americana-Mix zwischen Roots, Folk, Country, Gospel, Blues, Soul, Rock und Pop, immer vorgetragen mit einem gewissen "Southern-Drawl", der eine geradezu magische Anziehungskraft nach sich zieht. Alle Drei sind hervorragende Sänger, was sich, wie erwähnt, immer wieder in kraftvollen, prächtigen Harmonies niederschlägt, und die Songs bestechen mit hervorragender Melodik. Der Sound bewegt sich zwischen sehr dezent gehaltenen, akustischen Strukturen, flockigen, lässigen Midtempo-Grooves und fast ein wenig "cineastisch" anmutenden, trotzdem nie zu bombastisch wirkenden, "dicken" Momenten, was die Truppe mit aussergewöhnlichem Geschick und herausragender Klasse wie selbstverständlich unter einen Hut bringt. Wir hören Gitarren aller Art, Pedal Steel, feine Mandolinenklänge, Klavier, Geigen, fette Drums, und sogar vereinzelt dezente Bläser. Alles passt perfekt zusammen. Oft münden die Stücke nach einem lockeren Beginn in einem richtig kraftvollen Finale - wie gesagt, eingehüllt in großartige Melodien und bestimmt von charismatischem Lead- und Harmonie-Gesang. Die Lead-Stimme kommt überwiegend von Zach Williams, bei einem Stück singt Kanene. Vor einiger Zeit noch spielte die Band ausgiebige Tourneen im Vorprogramm von beispielsweise den Civil Wars und Brandi Carlile, doch sie werden mit diesem Werk noch weiter in den Vordergrund rücken. Ein bärenstarkes Album. The Lone Bellow vor dem ganz großen Durchbruch.

Das komplette Tracklisting:

1. Then Came the Morning - 4:11
2. Fake Roses - 3:33
3. Marietta - 3:36
4. Take My Love - 3:14
5. Call To War - 3:28
6. Watch Over Us - 3:33
7. Diners - 4:23
8. Heaven Don't Call Me Home - 2:35
9. If You Don't Love Me - 3:14
10. Telluride - 4:17
11. To The Woods - 1:59
12. Cold As It Is - 2:55
13. I Let You Go - 3:25

Art-Nr.: 8779
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 8,90

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Then came the morning
Fake roses
Take my love
Call to war
Watch over us
Diners
If you don't love me
Cold as ir is

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Lonestar - mountains [2006]
Berge haben sie in ihrer über zehn Jahren währenden Laufbahn bereits versetzt. Das texanische Quartett Lonestar (Ritchie McDonald, Michael Britt, Dean Sams und Keech Rainwater) zählt mit seinen millionenfach verkauften CDs zu den festen Größen im Geschehen rund um Music City. Auch ihr neues Werk "Mountains" wird diesen Trend wohl fortsetzen. Man ist in der komfortablen Situation, interpretationstechnisch ohnehin mit viel Talent gesegnet, sich seit geraumer Zeit das Beste vom Besten in Sachen Produzenten, Songwritern und Begleitmusikern leisten zu können. Also, was soll da schon großartig schief gehen? An den Reglerknöpfen saß diesmal der prominente Mark Bright (Rascal Flatts, Carrie Underwood, Brad Paisley, BlackHawk etc.), kompositorisch involviert ist, neben Ritchie (3x) und Dean (1x), alles, was Rang und Namen in der Szene hat (Wendell Mobley, Neil Thrasher, Brett James, Craig Wiseman, Tom Shapiro etc.). Hochkarätige Musiker wie Tom Bukovac, Gordon Mote, James Lowry, Eric Darken, Wes Hightower, usw. sind darüber hinaus zusätzliche Qualitätsgaranten, was die instrumentelle und gesangstechnische Ergänzung betrifft. Im Gegensatz zur letzten Scheibe "Coming Home" hat man bei "Mountains" den Fokus wieder verstärkt auf die Balladen gerichtet. Aber auch einige flottere Sachen, wie der Country-Party-Rocker "Cowboy Girl" (klasse Fiddle/E-Gitarre), das knackige "One Of These Days" (gab es auch schon mal von Trace Adkins) oder "Careful When You Kiss Me" (ebenfalls durch Andy Griggs auf seinem letzten Album vorgetragen) dienen sporadisch zur Auflockerung des Gesamtgeschehens. Die beiden letztgenannten Stücke erhalten durch Ritchie McDonald's wesentlich weichere Stimme einen ganz anderen Teint. Zentrum des Albums ist aber eindeutig der Titelsong: Eine wunderschöne Melodie im Midtempobereich, sehr feine Instrumentierung mit Akustik-, E-Gitarre und Mandoline, ganz dezentes Steelguitar-"Pfeifen", ein im Verlauf des Stückes kräftiger und emotionaler werdender Refrain mit sehr aufrüttelndem, gutem Text aus der Feder von Bandleader Ritchie McDonald. Einfach klasse. Die Nummer steht bereits unter den ersten Zwanzig der Billboard-Country-Singles-Charts, mit steigender Tendenz. Wie bereits erwähnt, bewegt man sich bei den restlichen sieben Stücken weitestgehend im professionell, modern instrumentierten, sehr emotional besungenen Balladen-Bereich (vor allem in den Refrains), wobei es textlich (wie auch bei "Mountains") teilweise recht ernst zur Sache geht ("Long Lost Smile", "What She Had To"). Beim abschließenden "Always In The Band" (pianogetränkt, Harmonika-Fills) lässt dann Frontmann McDonald noch mal viel persönliche Note einfließen. Mit "Mountains" haben Lonestar wieder ihren gewohnt routinierten Mainstream-Country abgeliefert. Prima Stoff für die etatmäßige Klientel der Band mit dem Titelsong als absolutes Highlight! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 4528
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

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Lost Immigrants - pasaporte [2010]
Was die Lost Immigrants offenbaren, ist die pure Texas "Red Dirt"-Countryrock-Wonne! Das ist die richtige Musik "to roll on down the long and winding, dusty Texas country roads". Und wenn wir uns schon nicht vor Ort, sondern in "good old Germany" befinden, so ist es dennoch genau das, was diese Musik assoziiert - lasst uns im Geiste auf den "red dirt roads" unterwegs sein, zwischen Austin, Fort Worth, San Antonio, Abilene und New Braunfels. Herrlich! Nach dem grandiosen Debut "Waiting on judgement day" aus dem Jahre 2006 und dem letztjährigen, famosen Live-Album "Baptized: Live from the Hill Country" folgt nun das zweite Studioalbum - und es ist erneut ein absoluter Knüller. "Pasaporte" nimmt uns mit auf eine von traumhaften Melodien begleitete Reise durch die musikalischen Landschaften des typischen, so unwiderstehlichen und einzigartigen "Red Dirt"-Sounds, wie er zwischen Texas und Oklahoma zu Hause ist, aber auch in die Gefilde klassischer, goldener Seventies-Countryrock-Tage ala Eagles, Poco oder Flying Burrito Brothers, leistet sich auch mal einen Abstecher über traditionelle, pure Country-Pfade, um schließlich auch noch das Terrain großer Southern-Countryrock-Helden der Marke Lynyrd Skynyrd, Outlaws und The Marshall Tucker Band zu streifen. Die Band spielt wie aus einem Guß! Dominiert wird das Ganze zumeist von einem transparenten, vollmundigen Gitarrensound, der vereinzelt mal durch eine Fiddle, eine Orgel oder Klavier, und auch mal durch ein Akkordeon ergänzt wird. Frontmann James Dunning hat eine wunderbare Stimme, die einerseits sehr sauber und harmonisch klingt, andererseits aber auch genau die richtige Portion texanischer Authentizität mit sich bringt, die zu dieser Musik passt. Freunde solcher Bands wie The Pear Ratz, der Kyle Bennett Band, der Josh Abbott Band, Cross Canadian Ragweed oder den zuletzt auch für Furore sorgenden Phil Hamilton & the Backroad Drifters (Phil and the Backroad Drifters Hamilton) werden neben denen der bereits genannte Bezugsgrößen von "Pasaporte" hellauf begeistert sein. Los geht's mit dem wundervollen, flockigen, dennoch knackigen, wie Öl runtergehenden Countryrocker "Song to sing", der mit einem großartigen Gewand aus vielschichtigen Gitarren daher kommt. Deren harmonisches Spiel wird effektiv durch eine klasse Country-Fiddle unterstützt. Unwiderstehlich, wie sich die Melodie dieser "twangy" Nummer in unsere Ohren schraubt. Das ist, sowohl für traditionsbewusste Countryfans, als auch für die Liebhaber klassischer, frischer Countryrock-Klänge, ein absoluter "Hit" - eine potenzielle Nummer 1 der Texas Music-Charts. Im instrumentellen Break gibt's zunächst ein großartiges, kleines Fiddle-Solo, dann eine klasse Lead Gitarren-Einlage des exzellenten Gitarristen Sean Isbell. Flockig lockerer "Red Dirt" Texas-Countryrock in vollster Blüte! Deutlich rockiger, aber nicht minder stark und schon gar nicht wenger melodisch, folgt das riffige, würzige "Rolling stone", ein straighter, voller Southern-Esprit steckender, kerniger Roots-/Americana-Rocker mit einem klasse Groove. Sehr stark die immer wieder einsetzende, raue Wah Wah-/E-Gitarre, die in einem erdigen, feurigen Solo ihren Höhepunkt abliefert. Die nächste Hammer-Nummer! Das anschliessende "Abilene" ist ein hinreissender, traditioneller, honky-tonkin', roadhouse-rockin' Country-Heuler mit einem klasse Drive und großartigem Baritone Lead Gitarren-Spiel, während wir mit dem fast schon episch anmutenden, traumhaften Midtempo-Track "Rose of Tokyo" wieder einen super melodischen, lockeren Countryrocker der Extraklasse geliefert bekommen. Erzählt wird die Geschichte einer vermeintlichen militärischen Auseinandersetzung zwischen China und den USA aus der Sicht von in Japan stationierten Soldaten. Großartig, wie die Band diese Nummer in solch einen vor Harmonie nur so strotzenden, aber fast cineastisch anmutenden Countryrocker packt. Tolles, markantes Drumming, herrliche, transparente Gitarren-Instrumentierung! So jagt weiterhin eine hochkarätige Nummer die nächste: Ob der bluesige, von dreckigen, rauen E-Gitarren umsäumte Southern Rocker "Genevieve" (erinnert mit seinem dezenten Jam-Flair gar etwas an die ebenfalls exzellente The Band Of Heathens), die lässige, traditionelle Outlaw-/Honky Tonk-Countrynummer "Goodbye Seoul", der erdige, mit satten E-Gitarren in Szene gesetzte, wieder sehr melodische Roots-/Southern-/Countryrocker "AM radio", der traumhaft schöne, flüssige, lockere, von einem tollen, hintergründigen Wüsten-/Ghost Town-Flair begleitete Countryrocker "Below" (im übrigen eine Nummer von Slaid Cleaves), oder das dynamisch und schön southern rockende, voller kerniger Cross Canadian Ragweed-mässiger "Red Dirt"-Würze steckende "Rollin' on", das aber auch deutliche Spuren der Outlaws oder der Marshall Tucker Band aufweist, - all diese Songs lassen uns Genre-Fans frohlocken. Wir haben es bereits im Review zum vorigen Live-Album bemerkt, möchten es aber unter dem Eindruck dieses wundervollen, neuen Werkes noch einmal deutlich unterstreichen: Die Lost Immigrants zählen ohne jeden Zweifel zu den besten texanischen Roots-/Americana-/Countryrock-Bands, die in den letzten Jahren auf der Bildfläche erschienen sind. Und "Pasaporte" ist einfach nur super! "Let's drive down the long open highways, while listening to the great music of The Lost Immigrants"...

Die komplette Tracklist:

1. Song to Sing 3:33
2. Rolling Stone 4:02
3. Abilene 3:45
4. Rose of Tokyo 5:48
5. Genevieve 4:43
6. Goodbye Seoul 3:42
7. Am Radio 4:21
8. Below 5:31
9. Red Leather Dress 4:08   
10. Leaving Laredo (or The Night Gilberto Hit the Floor) 5:16
11. Rollin' On 5:00

Art-Nr.: 6953
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Song to sing
Rolling stone
Abilene
Rose of Tokyo
AM radio
Below
Rollin' on

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Lucero - women & work [2012]
In der Roots-/Alternate Country-/Americana Rock-Szene geniessen Lucero schon seit rund 10 Jahren ein immenses Ansehen. Frontmann Ben Nichols mit seiner wunderbar heiseren, Staub-gegerbten, zuweilen etwas an einen erdigeren, kraftvolleren Steve Forbert erinnernden Stimme und seine Mannschaft stehen seit Jahren für einen rauen, trockenen, Southern-flavoured Sound, der irgendwo zwischen den Drive-By Truckers und kantigen Replacements angesiedelt ist. Nun legt die Truppe aus Memphis/Tennessee ihr brandneues Werk "Women & work" vor, ihr erstes bei dem renommierten ATO-Label, und macht damit nochmal einen riesigen Schritt nach vorn. In puncto Songwriting, Musikalität, Songstrukturen, Feeling, Spirit, Ausstrahlung - in allem. Es ist ein Pracht-Album geworden, eine herrliche, liebevolle Hommage an die Heimatstadt der Band mit einem ganz wundervollen Memphis Rock-/Soul-/Blues-Flair. Ben Nichols sagt dazu: "This record is Lucero doing what we do best. It s one part barrelhouse Rock & Roll and one part lonesome nights. The thing is, we are having more fun than ever playing both on stage and off and I think that shows on this album". Zu dem typischen trockenen Rootsrock-/Alternate Country-Sound der Band kommen diesmal eine gesunde Portion Heartland-/Memphis Rock und eine dezente Blues-/Soul-Atmosphäre hinzu, manchmal sogar ein wenig nostalgisch wirkend. Die großartige "Horn-Section", die diesmal das Klangbild bereichert, passt, gerade weil sie auch niemals zu opulent auftritt, einfach perfekt dazu. Die Songs sind lange nicht mehr so ruppig und Indie-mässig wie zu früheren Zeiten. Im Gegenteil: Sie klingen erstklassig strukturiert und bestechen mit hervorragenden Melodien. Durch das Memphis-/Heartland-Feeling klingen Lucero fast wie eine Mischung aus den Drive-By Truckers und erdigem Springsteen-Rock. Das hat eine Menge Charme und viel Klasse.Songs wie der hinreissende, kraftvolle und melodische Memphis-Rocker "On my way downtown", der furios dampfende und rollende Honky Tonk-/Roadhouse Heuler "Women & work", der vonn rootsigen E-Gitarren und funky Bläser-Fills bestimmte, kochende, "rocking and rolling" Blues-Boogie "Juniper" oder der wundervolle, ein feines Southern-Feeling verbreitende, von Steel-ähnlichen Gitarren umgebene Alternate Country-Rocker "Sometimes" mit seiner tollen Melodie und dem herrlichen Zusammenspiel von Gitarren, Piano und dezenten Bläsern sind nur einige, willkürlich ausgewählte Beispiele für die exzellente Vorstellung, die Lucero mit diesem fabelhaften Album abliefern. Ohne Frage ein absolutes, wenn nicht DAS Highlight der Jungs in ihrer bisherigen Karriere. Aufgenommen in den berühmten Ardent-Studios von Memphis und erstklassig produziert von Ted Hutt (u.a. Gaslight Anthem, Dropkick Murphys) begeistern wir uns an bestens hängen bleibendem Memphis- und Heartland-flavoured Americana-/Alternate Country-/Rootsrock vom absolut Feinsten.

Das komplette Tracklisting:

1. Downtown (Intro) - 1:07
2. On My Way Downtown - 4:29
3. Women & Work - 3:06
4. It May Be Too Late - 4:03
5. Juniper - 4:43
6. Who You Waiting On? - 3:29
7. I Can't Stand To Leave You - 4:49
8. When I Was Young - 4:43
9. Sometimes - 4:53
10. Like Lightning - 4:15
11. Go Easy - 5:30

Art-Nr.: 7715
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
On my way downtown
Juniper
Who you waiting on?
When I was young
Sometimes
Like lightning

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Lynyrd Skynyrd - lyve ~ the vicious cycle tour ~ dvd [2003]
Da ist er, der neue Knüller für die Southernrock-/Lynyrd Skynyrd-Fraktion: die "Vicious cycle"-Tour Live-DVD! Sie hatten es ja bereits im Booklet ihres Letzten Studioalbums angekündigt, daß da wohl im Rahmen der Aktivitäten zum 30-jährigen Jubiläum der Band noch eine DVD erscheinen würde - jetzt ist sie da! Ein starkes Teil mit tollem Sond! Zu sehen und zu hören ist das rund 110-minütige Konzert vom 11. Juli 2003 aus dem Amsouth Amphitheatre in Nashville/Tennessee! Schon auf der Europatour im Sommer konnten sich viele davon überzeugen, daß die Southernrock-Heroen live momentan in einer ausgezeichneten Verfassung sind. Das kommt bei dem hier mitgeschnittenen Nashville-Gig noch eindrucksvoller zur Geltung. Johnny van Zant, die 3 Gitarristen Rick Medlocke, Hughie Thomasson und Gary Rossington, Billy Powell, der neue Bassist Ean Evans und der herausragende neue Drummer Michael Cartellone präsentieren sich ungemein druckvoll, voller Energie, Kraft und in prächtiger Spiellaune. Sie scheinen einen so viel Spaß auf der Bühne zu haben, wie schon lange nicht mehr. Der Funke zwischen den Musikern und dem Publikum, wie auch dem Zuschauer der DVD, springt problemlos über. Das kommt richtig gut! Die, im übrigen ungemein zahlreich erschienenen Fans im Nashville Amsouth Amphitheatre lassen sich von dem rauschenden Set sichtlich mitreißen. Die Southern-Seele ist in ihrem Element! Die 3 Gitarristen ergehen sich immer wieder in mächtigen powernden, wechselseitigen Gitarrenläufen, großartigen, fetten Slide-Einlagen, wie auch herrlichen Twin-Passagen. Vor allen Dingen Rick Medlocke gibt ordentlich Gas. Aber auch Gary Rossington hat immer wieder seine starken Momente und auch Hughie Thomasson hat deutlich mehr Freiraum als früher. Darüber hinaus zeigt sich die Band durchaus willig, den ein oder anderen Song live einmal anders zu arrangieren. Bei einigen Nummern (es sind vielleicht 4-5) hat man Jim Horn's Horn-Section engagiert, um beispielweise Songs wie "What's your name" ein wenig aufzupeppen. Das stellt, da es nicht übertrieben wird und die Bläser sich nicht allzu sehr in den Vordergrund schieben, eine durchaus willkommene Abwechslung dar. Bei "Tuesday's gone" haben sie gar ein Streichorchester auf die Bühne geholt. Darüber werden sich einige Fans natürlich wieder fürchterlich aufregen und mäkeln, ob sie denn nun völlig von der Rolle seien, doch eigentlich ist das Gegenteil der Fall, denn auch dies ist eine wirklich abwechslungsreiche Ergänzung, die gar nicht stört, zumal der Song nichts an seiner Energie und Power einbüßt. Wir hören dadurch nicht eine satte Gitarre weniger! Lediglich den zweiten Auftritt der Streicher, nämlich bei "Free bird", hätte man sich eventuell sparen können, denn da geht das Orchester in dem unbändigen, finalen Gitarrenwirbel eh völlig unter. Doch ansonsten stimmt bei der Show alles! Auch die Setlist, die mit einer fulminanten Version des Krachers "That's how I like it" vom "Vicious cycle"-Album startet, kann sich richtig sehen lassen. Es folgen: "What's your name", "I know a little", "Pick 'em up" (Lead-Gesang sowohl Rick Medlocke, als auch Johnny van Zant), "Simple man", "That smell", "Red, white and blue", "Down south jukin'" (spielen sie auch nicht jeden Tag), "Gimme back my bullets", "Double trouble", "The ballad of Curtis Loew" (tolle Version mit herrlichen Twin-Gitarren - Slide unn Electric), "Tuesday's gone", "Mississippi kid" (in einer wunderbaren, swampigen Delta-bluesigen, semi-akustischen Version mit Rick Medlocke an der Mandoline, Hughie Thomasson an der akustischen Gitarre und Gary Rossington an der elektrischen Slide), "Workin'", "Gimme three steps", "Call me the breeze", "Sweet home Alabama", "Travelin' man", "The way" und "Free bird"! Im übrigen sehen wir eine klasse Bühnendekoration, bei der das Schlagzeug von einem Wall aus Whiskeyfässern umgeben ist. Macht richtig Spaß den Jungs zuzuschauen! Eine standesgemäße Live-DVD zum 30-jährigen Jubiläum! Das Teil ist "code free" und somit aif jedem DVD-Player abspielbar!

Art-Nr.: 2177
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: DVD || Preis: € 15,90

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Martin, Clint - last of a dying breed [2011]
"I dedicate this album to my grandma Queita Martin, who I miss every day. Thank you for buying me those old George Strait cassettes when I was a kid". Clint Martin's in den Linernotes des Covers nachzulesender, emotionaler Dank an seine Großmutter, die ihn in seiner Kindheit stetig mit neuer George Strait-Musik versorgte, offenbart uns klar und deutlich den wohl größten Einfluß des Texaners. Der junge Mann aus dem kleinen Kaff Leesville, im Südwesten der Gonzales County Area gelegen, gehört zu den wohl vielversprechendsten Talenten des Country. Ausgestattet mit dem Potential, vielleicht eines Tages in die schier überdimensionalen Fußstapfen seines großen Vorbildes treten zu können, legt er mit "Last of a dying breed" ein Album vor, das voller Vitalität mitten ins Herz der Countryfreunde trifft. Wunderbar! Diese Countrymusic lebt, sie atmet, sie ist durch und durch ehrlich und echt. Sie ist traditionell, rein, ursprünglich - und dennoch schafft Martin den so schwierigen Spagat zwischen purem Classic-Country und knackigem, erdigem, modernem Texas-(New)Country spielend. Nahezu alle Songs sind absolut Nashville- und Charts-kompatibel, bewahren aber gleichzeitig diese im Lone Star State so einzigartig zelebrierte, zwanglose, erdige "Red Dirt"-Mentalität. Damit bewegt er sich einerseits auf dem Terrain solcher Nashville-Helden wie beispielsweise Mark Chesnutt, Tracy Byrd, Alan Jackson, George Strait, Easton Corbin und jüngst Craig Campbell, liegt andererseits aber auch voll auf der Schiene solcher Texas-Heroes wie Jason Boland & The Stragglers, Trent Willmon, Jamie Richards oder Pat Green. Unterlegt von den jeweilegen Songs glänzend angepassten Rhythmen schlängeln sich herrliche Steelguitars durch diese Lieder, begleitet von surrenden Fiddles, hier und da mal einer grassig gezupften Mandoline und prächtigem, erstklassig in Szene gesetzten E-Gitarren. Der exzellente John Carroll begesitert diesbezüglich mit hochwertigem, typischem Country-Picking, ebenso wie mit zündenden Soli. Welch ein Rahmen für Martin's großartigen Gesang. Er verfügt über eine hervorragende Countrystimme mit einer Ausstrahlung und Performance, die sich absolut auf Augenhöhe mit den vorgenannten Kollegen wiederfindet. Ein weiteres Plus: Der Mann ist ein grandioser Songwriter. Hier braucht's keine Nashville-Profis. Martin erledigt das vollkommen allein und komponiert Songs, wie sie "countryer" nicht sein können - auch textlich (nachzulesen im Booklet). Man sieht sie quasi vor Augen, die Weiten der texanischen Prairies und die urigen Honky Tonk-Saloons. Man spürt ihn regelrecht, den Staub an den Cowboystiefeln und hat ihn einfach in der Nase, diesen "smell of the wild west". Los geht's gleich mit einem mitreissenden Traditional (New)Country-Feger ("I love being me"), der einem nicht mehr aus den Ohren gehen will. Überhaupt strotzen die Songs nur so vor klasse Melodien. Die Nummer entwickelt einen tollen Drive, begeistert mit wirbelnder Fiddle, schön im Hintergrund jaulender Steel und exzellentem E-Gitarren-Picking, inklusive eines erdigen, staubigen Solos. “'I Love Being Me' makes you want to drive ninety miles per hour on the interstate with the top down", sagt Martin über dieses Lied. Keine Frage, das ist Countryfeeling pur! So folgt ein Highlight nach dem nächsten, wie beispielsweise das knackige, dynamische "Storm of her memory" (hier werden pure Countrytradition und kernige Rock E-Gitarre auf ganz natürliche Weise miteinander vereint), das sich von einem langsamen Waltz zunächst in einen flotten, Fiddle-getränkten Western Two-Stepper und dann in eine Waylon-kompatible Outlaw-Countrynummer verwandelnde "Living lives overdues" (großartiger, kleiner E-Gitarren-/Fiddle-/Steelguitar-Schlagabtausch in der Mitte), der furios abgehende, swingende, wohl jeden noch so faulen Cowboy auf die Tanzfläche ziehenden Roadhouse-/Honky Tonk-Heuler "Keepin' it country" (schönes Piano-Geklimper), oder das geniale Titelstück "Last of a dying breed (Grandpa's song)". In dieser wunderschönen, traumhaft melodischen, puren Country-Ballade erzählt Martin die Geschichte seines Großvaters. Eine Geschichte über das Leben eines der letzten wahren Cowboys, einer vom Aussterben bedrohten "Spezies", wie es sie heute kaum noch gibt. Und er erzählt sie mit der perfekten musikalischen Begleitung aus wimmernder, klarer Steelguitar, wunderbaren Mandolinen-Akkorden, feinen Fiddle-Klängen und unaufdringlcher, großartiger E-Gitarre. Herrlich! Eigentlich müssten die Labelbosse Nashville's diesen Mann schon längst auf dem Radar haben. Clint Martin hat das Zeug dazu, wieder mehr klassische Traditionen in der Countrymusic zu etablieren, ohne sie dabei allzu "altbacken" klingen zu lassen, Nein, das ist zwar pur und rein, aber auch absolut zeitgemäss. Der Bursche wäre eigentlich ein Glücksfall für Nashville, wenn die "Nashville-Mafia" ihm eine Chance gäbe. Aber vielleicht will er das ja gar nicht. Vielleich will er einfach nur seine Unabhängigkeit bewahren und seine musikalische Freiheit genießen. Wir jedenfalls genießen diese wunderbare Musik in vollen Zügen. Das Teil ist im übrigen eine rare "Privatpressung" im Eigenvertrieb des Künstlers.

Die komplette Tracklist:

1. I Love Being Me 3:39
2. In The Doghouse Again 4:03
3. Storm of Her Memory 3:55
4. Last of a Dying Breed (Grandpa's Song) 4:10
5. Gone 3:56
6. My Ship Ran Aground 4:24
7. Keepin' it Country 3:50
8. Red Rio Grande 4:02
9. The Long Ride 3:59
10. Living Life's Overdues (incl. hidden track) 9:08

Art-Nr.: 7371
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
I love being me
In the doghouse again
Storm of her memory
Last of a dying breed (Grandpa's song)
Gone
Keepin' it country
Living life's overdues

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McCain, Edwin - lost in america [2006]
Zwei Jahre nach seiner phänomenalen Live-DVD haben Edwin McCain und seine Mannen wieder den Weg zurück ins Studio gefunden und beglücken uns jetzt mit ihrem bereits 7. Album - erneut einem geradezu meisterlichen Werk, durchweg von herrlichen Melodien durchzogener, exzellenter, sich tief in den Gehörgängen festsetzender Songs zwischen moderner, amerikanischer Singer/songwriter-Mentalität, knackigem angerautem Roots-/Heartland-Rock/-Pop, zuweilen dezentem, seiner Herkunft aus South Carolina entsprechenden Southern-Flair, und, trotz der kompakten Songstrukturen, spürbarer Spielfreude! Der in USA über eine riesige Fanschar verfügende und unter Musiker-Kollegen äußerst anerkannte McCain (zählt bekanntermaßen zu den besten Freunden von Gov't Mule's Warren Haynes, auf dessen alljährlichen Christmas-Jams er auch heute noch regelmäßig auftaucht) in brillanter Verfassung! Immer wieder fragt man sich, warum ein so begnadeter Sänger, Musiker und Songwriter mit solch klasse Instrumentalisten im Rücken, der die Fähigkeit besitzt solch hinreißende Songs zu schreiben und zu performen in unseren hiesigen Gefilden nicht über einen Insider-Status hinauskommt. Auch mit "Lost In America“ hat Edwin wieder einen Longplayer ins Rennen geworfen, der jedem zusagen müsste, der sich für niveauvolle, höchst melodische, rootsige Rockmusik begeistert. Zudem bekommt man diese großartigen Songs von einer unter die Haut gehenden, überaus angenehmen, dezent "staubigen" Charakterstimme serviert, wie sie nur ganz wenige in dieser Sparte ihr eigen nennen dürgen. Die neue CD beinhaltet zehn Stücke, darunter mit dem überragenden "Gramercy Park Hotel" und der dem leicht psychedelisch angehauchten Pop-Rocker "My Mystery" zwei Nummern, die auch bereits auf der eingangs erwähnten. DVD live vorgestellt wurden, jetzt als Studioversionen. "The Kiss" (schöne Rhythmuswechsel, starke E-Gitarren-Passagen), "Truly Believe" (tolle Percussion-Arbeit der beiden Gastmusiker Nick Buda und Craig Wright) und "Black And Blue" (fulminantes Sax-Solo von Craig Shields) stammen alle aus der Feder von McCain und Kolegin Maia Sharp, und bieten diesen typischen, unbeschwerten, melodischen, frischen Roots-Pop-Rock-Spund, den man schon lange von ihm kennt, mal sanft, mal dezent funkig, mal etwas flippiger, mit tollen Refrains, die sofort eindrucksvoll unsere Ohren verwöhnen. Die einzige, "echte" Ballade, "Losing Tonight" (trotzdem recht kräftig), kommt, wie so oft bei Edwin McCain, völlig ohne Schmalz aus. Klasse E-Slide.Führungsriffs, schönes Akustikgitarrenspiel und ganz dezentes Piano verschmelzen mit der Reibeisenstimme des Frontmannes zur harmonischen Einheit. Herrlich auch das relaxt, aber dennoch kräftig groovende, von einer wunderbaren Southern-Roots-Atmosphäre geprägte Titelstück "Lost In America". Insgesamt erscheint das Album ein wenig rockiger als seine Vorgänger. Beste Beweise dafür sind der stampfende, von kraftvollen Drums und satten Gitarren getragene Kracher "Bitter And Twisted", geschrieben von Edwin mit seinen beiden Gitarristen Larry Chaney (was spielt der Mann wieder für klasse Lead-Parts) und Pete Riley (am Ende kreischt McCain gar in Lenny-Kravitz-mäßiger Manier ins Mikro), sowie zwei Stücke, komponiert vom der Band sehr nahe stehenden, ex "Vigilantes Of Love"-Kopf Bill Mallonee: "Welcome To Struggleville" (mit ungemein viel Power, Slide-trächtig, mit tollem, pumpendes Bass-Spiel von Lee Hendricks) und das das Album abschließende, mächtig kocjhende "Babylon". Letztgenanntes "erschlägt" einen regelrecht mit aggressiven, kantigen, lauten, riffigen "Gitarrenbrettern", die ein ordentliches Southern Rock-Flair in der Art der frühen, rauen Laidlaw fabrizieren. Ganz große Klasse! Sämtliche Lieder wurden mit viel Fingerspitzengefühl angeordnet, so das einem das Gesamtmenü sehr abwechslungsreich serviert wird. Mit "Lost In America" ist Edwin McCain ohne Frage eine erneute Weiterentwicklung gelungen. Seine Stimme war nie besser, die Songs wirken ausgereifter und zeitgemäßer als je zuvor. Vielleicht sein bisher bestes und ausgeglichenstes Werk. Man merkt zu jeder Minute, dass er mit einem gut harmonierendem, homogenen, äißerst kompetenten und freudig aufspielenden Team zusammenwirkt. Auf dem Frontcover des Digi-Packs sieht man eine Hand mit nach oben ausgestreckten Daumen, in der Art eines Trampers! Auch wir richten den Daumen steil nach oben - für diese absolute Meisterleistung! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 4060
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Gramercy Park Hotel
Welcome to Struggleville
Lost in America
Losing tonight
Babylon

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McClure Band, Mike - everything upside down [2004]
Mike McClure, der begnadete Sänger, Songwriter, Gitarrist und ex-Kopf der Countryrocker von "The Great Divide", bei denen er kurz nach der Veröffentlichung von "Remain" ausstieg, ebenso zusammen mit Cody Canada Produzent der beiden letzten Cross Canadian Ragweed-Alben, hat eine neue, großartige Truppe um den erstklassigen Gitarristen Rodney Pyeatt zusammengestellt, die Mike McClure Band! Unglaublich, was auch immer dieser McClure anpackt, es hat nicht nur Hand und Fuß, es ist einfach von exorbitant hoher Qualität. Dementsprechend legt die Mike McClure Band mit ihrem Debutalbum "Everything upside down" dann auch nicht weniger, als einen weiteren, absoluten Meilenstein in Sachen zweitgemäßem Texas/Oklahoma "Red Dirt"-Countryrock vor. Das Teil ist ein "Hammer"! Mike McClure gilt als einer der Erfinder des sogenannten, mittlerweile immens beliebten "Red Dirt"-Sounds, der sich inzwischen durch die Musik solch großartiger Bands, wie eben Cross Canadian Ragweed, The Great Divide, Wade Bowen & West 84, No Justice & Co. einen festen Platz im Herzen der Americana- und Countryrock-Gemeinde erobert hat. Prinzipiell macht Mike McClure mit seiner neuen Band da weiter, wo er mit "The Great Divide" bei "Remein" aufhörte, wobei allerdings die rockige Note insgesamt noch ein wenig mehr betont wird als früher, und das neue Songmaterial noch stärker erscheint. Auf unnachahmliche Weise projezieren sie das einzigartigeTexas-/Oklahoma-Feeling ihrer Heimat in ihre wunderbaren Songs, indem es ihnen gelingt, rockige, durchaus staubige Arrangements und unglaublich schöne Melodien auf eine faszinierende Art miteinander zu verbinden. Obwohl die Stücke allesamt sehr harmonisch klingen, wirken sie niemals zu glatt oder gar brav. Nein, es sind immer Kanten zu spüren, genauso wie eine dezente Portion "Dreck". Das kommt allein schon durch den ausgeprägten, fetten Sound der vollblütigen, herrlich im Saft stehenden, satten Lead-Gitarren, manchmal sogar in einem wunderbaren Twin-Sound mündend. Das Tempo der Songs ist oftmals nicht sehr hoch, dennoch spürt man die rockende Kraft und Energie immer. Für knisternde Spannung sorgen zuweilen hochinteressante Wechsel zwischen laut und leise innerhalb eines Stückes. Erst ist alles ganz locker und gemächlich, und dann brechen die fetzigen, satten, aber wunderbar melodischen Gitarren hinein. Diese Melodik, mit McClure's umwerfendem, so einzigartigem, ausdrucksstarkem, leicht kratzig, kehlig und brüchig wirkendem, Staub gegerbtem, aber dennoch kräftigem und so angenehm wohltuend wirkendem Gesang beißt sich unnachahmlich in den Gehörgängen fest. Herrlich beispielsweise der klare, frische, entspannte Countryrocker "Change #1" mit seinen schönen Twin-Gitarren, das satt rockende "Out in the fields", die wunderschöne, nahezu Gänsehaut erzeugende Ballade "She gets to you", das kräftige, mit wunderbar parallel gespielten E-Gitarren rockende "Open my door", der mal leise dahin gleitende, dann ungemein satt auftretende Countryrocker "The void" mit seiner tollen Songstruktur und prächtigen Melodie, das wunderschön dahinfließende, im Mittelteil mit einem kochenden Gitarrenfeuerwerk allerdings regelrecht überschäumende, voller Southernflair rockende "You don't know me anymore", der traumhafte Midtempo-Countryrocker "Don't you say anything" (was für Gitarren, was für eine Melodie, was für ein Rhythmus!), die flockige, lässige, wunderschöne, klare Eagles-like Countrynummer "Sweet mother Mary", das Steelguitar getränkte "Angelina", der schwerblütige, von fetten E-Gitarrenriffs ummantelte, brodelnde, aber sehr melodische Country-/Rootsrocker "Skies are turning red", oder das schnelle, wilde "Wild child"... - ein Highlight jagt das nächste! Dazwischen gibt's dann mit "Witches" sogar mal einen kochenden, waschechten Boogie-Swing-Blues-Rock-Titel mit wirbelnden Gitarren. Die CD, auch nicht unbedingt der Regelfall, ist bei einer Spielzeit von gut 71 Minuten, mit 19 Songs randvoll! Aber das Beste - es gibt einfach keine Aussetzer. Man hört die 71 Minuten durch und ist so gefesselt, daß man gleich noch einmal von vorn anfangen möchte. "Red Dirt"-Countryrock in seiner ganzen Pracht! Faszinierend!

Art-Nr.: 2377
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
The void
You don't know me anymore
Don't you say anything
Sweet mother Mary
Wild child

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