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Satcher, Leslie - gypsy boots [2011]
Tolles Album der angesehenen Nashville-Songschreiberin! Leslie Satcher ist vermutlich den meisten New Country-Fans ein Begriff. Die dürfte ungefähr so jedem, der Tonträger dieser Sparte besitzt ganz sicher schon über den Weg gelaufen sein, sie zählt nämlich mit zu den prominentestenn Songwiterinnen der Szene und hat für unzählige Leute wie u.a. George Strait, Patty Loveless, Vince Gill, Willie Nelson, Reba McEntire, Gretchen Wilson oder Martina McBride Kompositionen beigesteuert. Untergegangen ist vermutlich ein wenig, dass sie auch eine hervorragende Musikerin und Sängerin ist. Mit "Gypsy Boots" hat sie jetzt ihren bereits dritten Silberling am Start. Leslie Satcher stammt ursprünglich aus Paris, Texas, zog aber 1989 nach Nashville, um ihr Musikglück zu versuchen, was dann ja auch songwritertechnisch höchst erfolgreich geklappt hat. Ihr neues Werk zeigt sie nun wieder einmal als eigenständige Interpretin auf dem bisherigen Höhepunkt ihres Schaffens. Das Album ist ein ungemein abwechslungsreiches Konglomerat aus angriffslustigen, Energie-geladenen, kraftvollen, oft schön swampigen, bluesigen, rootsigen, deltamäßigen Countrysongs, garniert mit einigen traditionellen Countryballden im Stile der großen Old School-Heldinnen, die allesamt eina, allerdings sehr dezentes, spirituelles Flair durchzieht (Leslie ist ein tiefgläubiger Mensch - ihre musikalische Karriere begann ja auch schon als Kind im Kirchenchor), ohne dabei, wie gesagt, zu dick aufzutragen. Schon bei den beiden Auftaktstücken "Where I Am" und "Delta Wedding" spürt man unweigerlich diese schwüle, schweißgetränkte Hitze des Südens, musikalisch umgesetzt auf herrlich authentische Art und Weise (beißend scharf gespielte Akustikgitarre, erdige, rockige Slidegitarren, sperrige Fiddle und schwer gurgelnde Orgeltöne, biestiger, keifender Gesang), das man unweigerlich den Drang verspürt, sich ein kaltes Bier aus dem Kühlschrank zu fischen. Gleiches gilt für den Titeltrack, den sie in Zusammenarbeit mit Terri Clark und Jon Randall geschrieben hat und der von Clark bereits für ihr früheres Album "The Long Way Home" aufgegriffen wurde. Diese Version schneidet durch Satchers stärkeren Gesang noch besser ab. Große Klasse! "In The Shadows Of Your Wings" wird von einem leichten Heartlandtouch umwoben. Hier erinnert Satcher fast ein wenig an Heart-Frontfrau Ann Wilson (auch optisch ein ähnlicher Typ), als hätte die plötzlich Bock auf Country bekommen. Der wohl rockigste Song ist das von ihr zusammen mit Jim Beavers komponierte "And The Well Run Dry" ein richtig schön aggressiv gesungener Kracher mit satten E-Gitarren. Es gibt natürlich eine ganze Reihe Lieder in typisch traditioneller retrobehafteter, purer Countrymanier ("Reason To Hang On", "Sing Like Loretta Lynn", "Lonely Don’t You Know When To Leave", "If I Had Wings" - z.T. richtig schöne "Schwofer"), die mit Steel, Fiddle und den allseits beliebten, emotionalen Countryrefrains daherkommen. Klasse ebenfalls "Rock Of Love", bei dem man die Handschrift von Mitschreiber Vince Gill (Song ist auch auf seinem "These Days"-4er-Album von 2006), deutlich erkennen kann. Auch das mit Delbert McClinton und Al Anderson kreierte, sehr fetzige "Somethin' 'Bout You Lovin'" verbreitet mächtig Laune (furioses Honky Tonk-Piano in Jerry Lee Lewis-Manier)."Tough" ist, wie der Titel es kurz und bündig ausdrückt, ein richtig tougher Countryrocker, der, Kenner werden es wissen, auch auf Kellie Pickler's, vor einigen Monaten erschienenem bärenstarkem "100 Proof"-Silberling zu finden ist. Wieder weiß Leslie hier mit ihrer Stimmstärke zu punkten. Ein weiteres mit Jon Randall komponiertes Stück, "Where that train was going", hat erneut dieses schöne, swampige Bluesfeeling. Ganz am Ende "röhrt" sie dann nochmal so richtig, ohne instrumentelle Begleitung, bei "Georgia Trip '56" los, das von einem damaligen Besuch ihres Vaters bei der Verwandtschaft erzählt. Mann, kann die singen! Beeindruckend! Leslie Satcher's drittes Album "Gypsy Boots" lässt die erfolgreiche Songschreiberin mal in ganz anderem Licht erscheinen. Die Dame hat nicht nur kompositorisch gewaltige was zu bieten, sondern braucht sich auch als Interpretin vor keiner der arrivierten, weiblichen Größen Nashville's zu verstecken. Im Gegenteil! Ein Riesen-Kompliment an Leslie Satcher für dieses exzellente Album! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Where I Am 3:40
2. Delta Wedding 4:13
3. In the Shadow of Your Wings 4:02
4. Gypsy Boots 3:23
5. Reasons to Hang On 3:41
6. And the Well Run Dry 2:39
7. Sing Like Loretta Lynn 3:14
8. Lonely Don't Know When to Leave 3:53
9. Rock of Your Love 3:23
10. Tough 2:50
11. Somethin' 'Bout Your Lovin" 2:53
12. Where That Train Was Going 4:34
13. If I Had Wings 4:06
14. Georgia Trip '56 (Big Daddy) 3:19

Art-Nr.: 7802
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 6,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Where I am
In the shadow of your wings
Gypsy boots
Reasons to hang on
Lonely don't know when to leave
Tough
Somethin' 'bout your lovin'

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Sheepdogs, The - changing colours [2018]
Schon die Musik ihres letzten Albums "Future nostalgia" bezeichneten wir als ein packendes, modernes Rock'n Roll Revival, was nun uneingeschränkt und mit allem Nachdruck auch für ihr neues Prachtwerk "Changing colours" gilt. "The Sheepdogs make the 1970s rock scene sound like it’s alive and well", ohne dabei auch nur ansatzweise "angestaubt" zu klingen. Nein, diese Band aus dem kleinen kanadischen Städtchen Saskatchewan wirkt mit ihrer Spielfreude, ihren herausragenden musikalischen Fähigkeiten, ihrer Variabilität und ihren erfrischenden Arrangements top aktuell. Großartig! Seit ihrem letzten Album haben die Sheepdogs im übrigen einen äußerst prominenten Neuzugang in ihren Reihen zu verzeichnen, und zwar niemand geringeren, als den schon als "Wunderkind" gefeierten, begnadeten jungen Bluesrock-Gitarristen Jimmy Bowskill, der den ausgestiegenen Rusty Matyas mehr als adäquat ersetzt. Die Einflüsse der Band reichen von solchen Ikonen wie Led Zeppelin, den Small Faces, Creedence Clearwater Revival über The Allman Brotthers Band, Lynyrd Skynyrd und, um mal aktuellere "Helden" zu nennen, Gov't Mule, aber auch von der Steve Miller Band, bis hin zu Gram Parsons und Crosby Stills Nash & Young. Ja, ihrem Energie-geladenen, klassischen Retro-Rocksound haben sie nun, und das bekommt ihnen richtig gut, auch noch ein paar Rootsrock-, Retro-Americana- und Retro-Country-Elemente hinzugefügt. Großen Anteil daran hat Jimmy Bowskill, der neben der Lead-Gitarre (wir hören immer wieder herrliche Twin Gitarren, bedient von Bowskill und Frontmann Ewan Currie), auch eine hervorragend eingefügte Pedal Steel Guitar, Mandoline, Banjo und sogar mal eine Fiddle bedient. Das kommt extrem gut! Ob Songs wie der dynamisch und kernig rockende, mit ordentlich fetten Gitarren eingespielte, angenehm geradeaus rockende Opener "Nobody", das mächtig "alt" und retro klingende, voller dreckiger, kraftvoller Gitarren und satter Leads aus den Lautsprechern preschende, mit einen Hauch von Psychedelia umwehte "I've got a hole where my heart should be", der mit tollen Twin-Riffs und -Leads gespickte, leicht southern angehauchte, erdige Retro Rocker "Saturday night", das mit Pedal Steel, E-Piano und feinsten akustischen Gitarren inszenierte, sehr melodische, viel Americana-Feeling verbreitende, wunderbare "Let it roll", der jammige, mit toller Percussion unterlegte, herrlich groovende Psychedelic-Trip "The big nowhere", das soulige, mit klasse integrierten Bläsern vorgetragene "I ain't cool", das Seventies Country-lastige mit wundervollen Gitarren (auch Pedal Steel) angereicherte, traumhaft lockere, ein prächtiges Gram Parsons-Feeling versprühende, toll ins Ohr gehende "Up in Canada" oder das CSNY-mässige "Run Baby run" - die Sheepdogs machen einen fantastischen Job. Die Band nimmt eine vorzügliche Entwicklung. "Changing colours" ist ein baumstarkes, den Sound der Siebziger packend wiederbelebendes Retro-Teil in vielen musikalischen "Farben", dem man sich kaum entziehen kann. Die Sheepdogs sind eine wirklich tolle Band!

Das komplette Tracklisting:

1. Nobody - 4:30
2. I've Got a Hole Where My Heart Should Be - 3:14
3. Saturday Night - 2:54
4. Let It Roll - 3:42
5. The Big Nowhere - 3:40
6. I Ain't Cool - 3:26
7. You Got to Be a Man - 2:16
8. Cool Down - 2:37
9. Kiss the Brass Ring - 1:50
10. Cherries Jubilee - 2:17
11. I'm Just Waiting for My Time - 4:20
Medley:
12. Born a Restless Man - 1:39
13. The Bailieboro Turnaround - 1:31
14. Up in Canada - 3:47
15. Hms Buffalo - 0:59
16. Esprit Des Corps - 2:33
17. Run Baby Run - 4:23

Art-Nr.: 9598
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Nobody
I've got a hole where my heart should be
Saturday night
Let it roll
I ain't cool
I'm just waiting for my time
Up in Canada
Run Baby run

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Silver Travis Band - traveler [2019]
"The South has done it again"! Sicher ein klischeebehaftetes Zitat, aber manchmal passt es einfach zu einhundert Prozent. So zum Beispiel bei der exzellenten Silver Travis Band aus Spartanburg im U.S.-Bundesstaat South Carolina, ja, genau, jenem Ort aus dem auch die legendäre The Marshall Tucker Band stammt. Die Silver Travis Band legt mit dem baumstarken "Traveler", im übrigen produziert von dem ehemaligen Marshall Tucker-Bassist Tim Lawter, rund 10 Jahre nach "Take the high road" (damals nannten sie sich einfach nur Silver Travis) nun endlich ihr drittes Album vor - ein richtiges Southern Rock-Prachtwerk! Das die "Tucker-Boys", neben vielen anderen Genre-Größen, zu den bedeutendsten Einflüssen der Band zählen, ergibt sich bei der Herkunft, und dem musikalischen Terrain, dem sie sich verschrieben haben, geradezu zwangsläufig. Das Quintett (2 Gitarren, Keyboards, Bass, Drums), alles vorzügliche Musiker, vier davon auch hervorragende Sänger, spielt puren, variablen, lupenreinen Southern Rock, teils auch mit schönen Jam-Neigungen. Alles ist vollgepackt mit "great guitars, twin leads, soaring keyboards, harmony vocals and an ultra-tight rhythm section", und angerührt aus vielen "Zutaten und Gewürzen" der goldenen Southern Rock-Generation um die schon genannte MTB, The Allman Brothers Band, The Charlie Daniels Band, Lynyrd Skynyrd, The Outlaws, der Henry Paul Band, u.s.w., aus denen dann aber der ganz eigene, einerseits schnell vertraut wirkende, andererseits schön frische, individuelle "Silver Travis"-Sound entsteht. Dabei agiert die Band auf einem beachtlich hohen Niveau. Hier und da scheint man ein Toy Caldwell- oder Tommy Crain-Gitarrenlick zu hören, dann eine bluesige Stevie Ray Vaughan-Note, tolle Allmans-like Twin- und Double-Leads, jede Menge energiegeladene Gitarrensoli (Lead Gitarrist Randall Calvert spielt groß auf) - alles mündend in großer, erfrischender Spielfreude und der totalen Identifizierung mit ihrer Musik. Authentischer kann Southern Rock nicht sein! Das Album startet mit dem mächtigen, gleich eine "schwere" Southern Rock-Power freisetzenden "Spirits in the hills", das ein wenig wie aus einer lange verschollenen, durchaus jammigen Session goldener Lynyrd Skynyrd-/Charlie Daniels Band-Tage zu klingen scheint. Rockt richtig fett! Was für ein toller Groove! Klasse Gesang, kernige Gitarren, klimperndes Piano, ein schönes Orgel- und fulminantes Gitarrensolo. Auch die Melodie ist stark. Ein Southern Rock-Pfund nach Maß zum Auftakt! Mit viel Allmans-Spirit und in etwa auf der Linie der neuen Allman Betts Band, dazu gekoppelt mit einem Hauch Marshall Tucker, kommt das bärenstarke, mit tollen Twin-Leads, schönen Harmoniegesängen und prächtigen E-Gitarrenläufen (herrliche Soli) versehene, überaus melodische "Sweet Carolina". Steckt voller Kraft, wirkt anderseits aber auch schön locker. Ein typischer, hinreißender Carolina Southen Rocker der Extraklasse. Ein Hauch von Achtziger Arena Rock-Flair (entsprechende Keyboards in Verbindung mit schönen Twin-Leads) weht durch das hoch melodische "Stop running", wonach die Band mit dem powernden, treibenden, ordentlich Dampf produzierenden "You lie" abermals einen Southern Rocker par excellence vom Stapel lässt. Schöner Orgel-Untergrund, satte Gitarrenriffs und wieder ein großer Auftritt der beiden Gitarristen, die zunächst einzeln und dann im wunderbaren Twin Lead-Modus überzeugen. Zusätzlich aufgewertet mit einer "heißen" Bläser-Section rockt das funkige, bluesige, leicht jammige, kraftvolle "Waitin on my ride", wie auch das starke "Lesson learned", das einmal mehr mit einem ausgedehnten, glühenden Gitarrensolo punktet. Mit dem balladesken, dennoch mit viel Power dargebotenen, fantastischen "Chain gang" bieten die Jungs dann nichmal alles auf, was das Southern Rock-Herz begehrt: Ein fulminantes, fast schon episch zwirbelndes E-Gitarren-Intro, zündende Riffs, begleitet von kernigen, tollen Lead Gitarrenlinien, die im weiteren Verlauf in feinste Twin-Leads münden, eine wunderbare Orgel-Untermalung, viele Soli, starker Gesang und eine klasse Melodie. Einfach "geil"! Es ist nur sehr schwer vorstellbar, dass diese so großartige Band ein weitestgehend unbeachtetes Nischendasein fristet, denn sie spielt absolut in der ersten Liga - und zwar ganz vorn mit dabei. Die Wege ins Rampenlicht der Rockmusik sind manchmal unergründlich. Wie dem auch sei, in der aktuellen Welt des klassischen Southern Rocks setzt die Silver Travis Band mit ihrem famosen Album "Traveler" ein fettes Ausrufezeichen. Absolut top! "This is the real good stuff"!

Das komplette Tracklisting:

1. Spirits in the Hills - 4:38
2. Sweet Carolina - 4:19
3. Stop Running - 4:33
4. Can't Stand the Rain - 4:30
5. You Lie - 4:10
6. Waitin on My Ride - 3:20
7. Lesson Learned - 3:49
8. Long Gone - 3:35
9. Baby Blue - 3:47
10. Chain Gang - 4:33
11. Love Fades Away - 3:57

Art-Nr.: 10017
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Spirits in the hills
Sweet Carolina
Stop running
You lie
Waitin on my ride
Lesson learned
Chain gang

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Sister Hazel - release [2009]
Es ist immerhin knappe drei Jahre her, seit Sister Hazel ihr letztes Studio-Werk mitt neuem Material, "Absolutely" veröffentlichten. Trotzdem wurde alles andere getan, als die Hände in den Schoß zu legen. Die sympathischen Musiker um Bandleader Ken Block gönnten sich den Luxus, eine großartige Scheibe mit B-Seiten und Outtakes früherer Alben herauszubringen, deren Qualität nur erahnen lässt, was sich noch so alles in den Archiven der Truppe tummelt. Dann schoben sie mal eben eine Weihnachts-CD hinterher und bewiesen danach auf dem Unplugged-Sektor ihr großes Können mit ihrer unwiderstehlichen Live-Scheibe "Before The Amplifiers...", bei der sie handwerklich perfekt ihre größten Hits in akustischem Gewand präsentierten. Als wenn das nicht genug wäre, brachte Frontmann Ken Block auch noch ein hervorragendes Solo-Werk, "Drift" heraus, das den bisherigen Veröffentlichungen der Band in nichts nachstand. Und da Stillstand eben ein Fremdwort im musikalischen Treiben des aus Gainesville/Florida stammenden Quintetts zu sein scheint, folgt jetzt ihr neues Werk "Release", das sich, wie nicht anders zu erwarten, qualitativ am oberen Limit ihres bisherigen Outputs einsortiert. Auffällig ist, dass mittlerweile nicht mehr nur Ken Block allein so dominant an allen Ecken präsent ist, wie zuvor, diesmal ist das komplette Team der Star. So wurde das Songwriting wie auch die Produktion der Stücke relativ gleichmäßig auf alle fünf Köpfe der Band verteilt (jeder einzelne Musiker hatte dabei sein Team mit festen Co-Autoren), selbst die beiden bisher eher im Hintergrund agierenden Jett Beres (Bass) und Mark Trojanowski (Drums) beweisen mit erstaunlich guten Kompositionen, dass dem Kreativpotential der Band offenbar keine Grenzen gesetzt ist..Grandios hier vor allem das von Beret zum Abschluss des Silberlings geschriebene, von einem klasse Reggae-Rhythmus geprägte "Ghost In The Crowd", das zunächst von einem kristallklaren Piano, gewohnt melodisch geführt wird, aber im Mittelteil durch eine für Sister Hazel-Verhältnisse ungemein rockig stampfende und relativ ausgedehnte, fast schon aggressiv anmutende E-Gitarrenpassage jäh unterbrochen wird. Ein starker Song! Drew Copeland durfte (entgegen seinen bisherigen eher sporadischen Einsätzen) gleich zweimal ans Mikro. "Run For These Hills" (mit ein wenig Flower-Power Retro-Touch) und "One Life" (tolles Westcoast-Flair mit klasse Harmoniegesängen, Drew singt hier fast wie Don Henley) fügen sich nahtlos in die ansonsten von Block besungene Setlist ein (dass Copeland ein guter Frontmann ist, hat er ja auch bereits mit seinem Solo-Album gezeigt). Die Stücke mit dem größten "Hitpotential" sind vermutlich der aus Ryan Newells Feder stammende, wunderbar flockig ins Ohr gehende Titelsong "Release" (schöne Banjo-Untermalung, atmosphärische Note durch einen dezenten Countryrock-Touch) und das von Block kreierte "See Me Beautiful" (hoher Widererkennungswert durch eine sehr markante Titelzeile, leichtes U2-Flair, schönes E-Gitarren-Solo), die natürlich vor allem von diesem warmen, hingebungsvollen, unwiderstehlichen Gesangsstil von Ken leben. Ganz stark auch das richtig satt groovende "Vacation Rain" (mit toller Percussionarbeit), das einfach den Körper zum automatischen Mitwippen animiert. Klasse! Man spürt einfach, dass die Chemie, musikalisch wie auch menschlich, bei diesem Quintett immer noch bestens zu funktioniert, was nicht nur durch die herzhaft lachenden Musiker auf dem Foto des Backcovers (die komplette Optik wurde diesmal in schwarz/weiß gehalten, alle Texte sind im Klappbooklet beigefügt) dokumentiert wird.Fazit: 12 wunderbare, neue Stücke in bewährter, qualitätiv hochwertiger Sister Hazel-Tradition - locker, flockig und mit herrlichen Melodien. Die Band präsentiert sich abermals in prächtiger Verfassung - allen voran Sänger Ken Block mit seiner zu jeder Minute faszinierenden Stimme. Die Burschen sind und bleiben eine Bank. (Daniel Daus)

Die komplette Tracklist:

1 Release - 3:51   
2 Take a Bow - 3:00   
3 I Believe in You - 2:51   
4 Run for the Hills - 3:41   
5 Better Way - 3:56   
6 Walls and Cannonballs - 3:14   
7 Vacation Rain - 3:51   
8 See Me Beautiful - 4:06   
9 One Life - 5:13   
10 Take It Back - 3:49   
11 Fade - 3:29   
12 Ghost in the Crowd - 5:07

Art-Nr.: 6518
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 12,90

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Release
Take a bow
I believe in you
Walls and cannonballs
Vacation rain
See me beautiful

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Six Market Blvd. - running on seven [2010]
Es ist erstaunlich und faszinierend zugleich, wie, scheinbar aus dem Nichts, immer wieder grandiose Bands auf der Bildfläche der texanischen Countryrock- und "Red Dirt"-Szene auftauchen und sich mit ihrer herrlichen Musik in die Herzen der Fans spielen. Sie sind jung, sie strotzen nur so vor Spielfreude, sie verfügen über exquisite handwerkliche Fähigkeiten, sie sind "road.tested", sie sind erfrischend unbekümmert - und sie sind verdammt gut! Six Market Boulvd. aus Stephenville/Texas sind der nächste Act dieser Kategorie, die mit ihrem unwiderstehlichen, von traumhaften Melodien und tollem Gitarrenspiel geprägten, wundervollen Countryrock dafür sorgen, dass ein ganzes Genre, abseits des oft so abgenutzten Mainstreams, (wieder) "voll im Saft" steht und wohl auch immer stehen wird. Eine tolle Truppe mit einem Pracht-Album! Na klar bedient sich das Quintett um den hervorragenden Sänger und Songwriter Clayton Landua vieler typischer Merkmale der aktuellen "Red Dirt"-Szene. Natürlich findet man Spuren von Kollegen wie beispielsweise Phil Hamilton (Phil and the Backroad Drifters Hamilton), Wade Bowen, der Eli Young Band, der Kyle Bennett Band, Zack Walther and The Cronkites, Stoney LaRue, No Justice, und, und, und, doch die Band verarbeitet das alles mit jeder Menge erfrischenden, eigenen Ideen zu einem von vorn bis hinten ganz exzellenten Songmaterial, dass sie schon mit ihrem Debut zu einem herausragenden und eigenständigen Act der großen "Red Dirt"-Gemeinde werden lässt. Dazu gehört auch die Fähigkeit in diesen "Texas-Style" immer mal wieder ein gewisses Southern-Flair oder ein luftiges Westcoast-Feeling einfliessen zu lassen, ebenso wie den Spirit guter alter Retro Seventies Countryrock-Tage ala Poco & Konsorten. Sic Market Blvd. "is a blend of lost romantics, multi-instrumentalists and traveling souls. Based on the fundamentals of a classic road touring band they are lyrically creative and musicalliy driven with influences of Country, Americana and Rock & Roll", heisst es sehr treffend in einem amerikanischen Pressebericht. Die meisten Songs (auch viele Balladen und Midtempo-Nummern, nur rund ein Drittel sind fetzende Uptempo-Nummern) sind, obwohl durchaus knackig, von einer herrlichen Lockerheit unterwandert und beeindrucken mit wundervollen Harmonien. Sänger Clayton Landua verfügt, wie gesagt, über eine exzellente Countryrock-Stimme - klar, ungemein angenehm und dennoch geradezu prädestiniert dazu, die nötige Portion "Grit", die die Musik von "6MB" jederzeit bewahrt, auch gesanglich mitzutragen. Grandios auch die vorzüglichen, mehrstimmigen Harmonie-Gesänge in den Refrains. In all diese Eingängigkeit fügen sich die großartigen Arrangements blendend ein. Bestimmt wird das Ganze von dem sehr starken Gitarrenspiel der beiden Lead-Gitarristen Josh Serrato und Scott Neal, die mit ihren mal satten und fetten, dann wieder kristallklaren Riffs, und ihren zündenden, jederzeit erdigen, würzigen, zwar nicht sehr ausgedehnten, dafür aber umso prägnanteren und sehr "tight" gespielten Soli für einen prächtigen Sound sorgen, teils auch mit schönen, southern-fueled Twin-Licks. Klasse dazu die vereinzelt eingesetzte, herrlich "grummelnde" und rollende Hammond-Orgel. Die Fünf sind exzellente Musiker! Und diese Melodien - es ist eine Wonne! Los geht's mit dem knackigen, zackigen, dampfenden, von würzigen, dreckigen, southern-fried E-Gitarren umgebenen, zünftigen Countryrocker "A feelin'", der schon nach Sekunden das immense Potential dieser Truppe erkennen lässt. Tolle Melodie, guter Drive, großartiger Harmoniegesang im Refrain, zwei kernige, gut rockende Gitarrensoli der beiden Gitarristen - stark. Kommt wie eine tolle Mischung aus Cross Canadian Ragweed und den legendären Countryrock-Helden von Poco. Das folgende, frische, mit tollen, transparenten Gitarren, schönen Orgel-Fills und einer trockenen Banjo-Untermalung ausgestattete, flockige Midtempo-Stück "Man alive" klingt wie eine perfekte Synthese aus staubigen "Red Dirt"-Klängen und luftigem Westcoast-Sound. Dann mit dem hinreissend schönen "Silence in me" die erste Countryrock-Ballade. Geht wunderbar ins Ohr, toller Gesang, eine teils fett rollende, hinreissende Hammond-Orgel, transparente Acoustic Guitar-Licks und schließlich ein prächtiges, von den beiden Gitarristen sehr kernig und würzig in Szene gesetztes, sattes, wechselseituges E-Gitarren-Solo. Baumstark! So geht das bis zum Ende ohne jeden Ausfall weiter: Ob der von satten E-Gitarren-Riffs und kernigen Lead Gitarren-Läufen geprägte, feurige Two Step-/Roadhouse-Countryrocker "Ready to throw" (schönes Southern-Flair), das wunderschöne, gediegene "High in heaven", das gar an akustisch orientierte The Black Crowes zu erinnern scheint, die traumhaft melodische, mit wundervollen akustischen und elektrischen Gitarren in Szene gesetzte, geradezu Gänsehaut erzeugende Countryrock-Ballade "That's the way love goes" (toller Spagat zwischen unwiderstehlicher Ohrwurm-Melodik und erdigem Gitarren-"Grit"), der mit ordentlich Dampf inszenierte, raue Uptempo-Countryrocker ""Roll locomotive", oder die romantische "Red Dirt"-Ballade "Roses" - Six Market Boulvd. setzen mit ihrem Debutalbum ein unüberhörbares Ausrufezeichen in der texanischen "Red Dirt"-Countryrock-Szene. "Maybe the next big thing of the Texas Red Dirt-Scene", orakelt ein amerikanisches Magazin und könnte damit gar nicht so falsch liegen. Denn eins ist klar: Bereits mit ihrem Debut spielen die Jungs auf absoluter Augenhöhe mit den Top Acts des Genres. Bleibt die Truppe zusammen, wird da sicher in Zukunft noch eine Menge zu erwarten sein. Tolle Band! Ein wunderbares Album!

Das komplette Tracklisting:

1 A Feelin - 3:03   
2 Man Alive - 3:32   
3 Silence In Me - 4:24   
4 High In Heaven - 4:48   
5 Terrible Lies - 4:12   
6 Ready To Throw - 3:26   
7 Misery In Me - 3:46   
8 That's The Way Love Goes - 4:08   
9 Stick To What's In Store - 4:49   
10 Roll Locomotive - 4:08   
11 Roses - 5:29   
12 Stuck In The Pen - 5:22   
13 Wintertime - 4:34

Art-Nr.: 7034
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
A feelin'
Silence in me
High in heaven
Ready to throw
That's the way love goes
Roll locomotive
Roses

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Smith & The Saints, Shane - geronimo [2015]
Sie sind bekannt für ihre furiosen, mitreissenden Live-Shows und sowohl die Kritiker, als auch die Fans liegen ihnen im Moment im "Lone Star Stete" zu Füßen. Die Rede ist von der 5-köpfigen, texanischen Roots-Formation Shane Smith & The Saints, die nun mit "Geronimo" ein packendes, neues Album vorlegen. Hört man dieses Werk, wird einem sofort klar, warum die Band solch ein Standing hat. Die Truppe spielt eine hingebungsvolle, leidenschaftliche, voller "Indian-Spirit" steckende, hoch explosive Mixtur aus Roots, Americana, Rock, Folk, Irish-Folk, Southern-Gospel, Cajun und Red Dirt Countryrock, dass es nur so "staubt". Angetrieben von jeder Menge Drive, bestimmen Smith's exzellenter, leicht angerauter Gesang, klasse "4-Part Harmonies", die überaus dominant in Erscheinung tretende Fiddle von Bennett Brown, Tim Allens kernige, teils ordentlich fette E-Gitarre, sowie wunderbar integrierte, vereinzelte Mandolinen-, Banjo- und Dobro-Fills, auch mal eine schöne Mundharmonika und die genauso kraftvoll wie "tighte", gut aufs Gas tretende Rhytmussektion das Geschehen - und das bei famosem Songwriting und prima Melodien. Auch die vielen, hervorragenden Balladen stecken voller Power und unterschwelliger Dynamik. Man spürt sie zu jeder Zeit, diese mächtige Energie, die die Band zum einen antreibt, die sie aber auch unvermindert an den Zuhörer weitergibt. Shane Smith und seine Saints vereinen in ihrer Musik durchaus eine Menge Spuren der üblichen Texas Red Dirt-Verdächtigen, entwickeln aber auf der anderen Seite durch ihre immense Vielfalt und vor allem durch die folkigen Faktoren einen Stil und einen Sound, sowie eine musikalische Philosophie, die mit keiner anderen Band zu vergleichen ist. Im weitesten Sinne klingen sie manchmal wie eine Mischung aus Mumford and Sons, The Avett Brothers, Ryan Bingham und den Turmpike Troubadours - und doch sind sie einzigartig. Sie setzen das brillant um. Von ihrer Musik geht eine gewaltige Magie aus, der man sich kaum entziehen kann. Welch ein packendes Album!

Das komplette Tracklisting:

1. The Mountain - 3:03
2. All I See Is You - 4:17
3. Oil Town - 3:56
4. New Orleans - 5:51
5. Whiskey & Water - 4:02
6. Right Side of the Ground - 4:11
7. I Can Hear Him Now - 3:30
8. Suzannah - 4:40
9. Crockett's Prayer - 3:23
10. Lord Bury Me in Texas - 3:37
11. Born & Raised - 4:07
12. When All Is Lost - 4:04
13. Runaway Train - 3:00
14. What a Shame - 4:07
15. Geronimo - 3:27

Art-Nr.: 9077
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 9,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
The mountain
All I see is you
Oil town
New Orleans
Whiskey & water
Lord bury me in Texas
Runaway train
Geronimo

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Sons Of Bill - one town away [2009]
Eine von großartiger Musikalität und ungemein starkem Songmaterial geprägte, exzellente Mixtur aus genauso würzigen wie wunderbar in unsere Gehörgänge einfliessende Rootsrock-, Americana- und Countryrock-Elementen, mal durchaus entspannt und relaxt, dann wieder schön kraftvoll und Energie geladen, präsentiert von einer noch richtig hungrig und unverbracht wirkenden, erstklassigen jungen Band aus Charlottesville/Virginia. Sons Of Bill sind die Söhne (James, Sam und Abe) eines gewissen Bill Wilson (selbst wohl ein talentierter Countrymusiker), der seine Nachkömmlinge schon sehr frühzeitig mit der "Droge" Musik infizierte. Die drei Brüder veröffentlichen jetzt mit ihren beiden Langzeitfreunden Seth Green (Bass) und Brian Caputo (Schlagzeug) ihr zweites, mit einem im Vergleich zum Debüt deutlich größeren Budget ausgestattetes Album, "One Town Away", produziert von niemand geringerem als Grammygewinner Jim Scott, der bereits mit solch klingenden Namen wie Tom Petty, Wilco oder Whiskeytown zusammenarbeitete. Das passt schon sehr gut, denn Spuren dieser Kollegen sind bei den Sons Of Bill durchaus zu entdecken. Doch am ehesten spielt sich das Geschehen an der Schnittstelle von erdigen Rootsrock-Einflüssen solcher Leute wie Steve Earle, Son Volt und mit Abstrichen auch der Drive-By Truckers, dem magischen Retro Countryrock-Flair eines Gram Parsons und den so wunderbaren, unwiderstehlichen Elementen der texanischen Red Dirt-Clique ala No Justice, Wade Bowen, Stoney LaRue und der Kyle Bennett Band ab. Klar, dass bei dieser Konstellation durch die Stücke auch ein Hauch von Southern-Flair weht. Die Band hat sämtliche Tracks selbst komponiert (der Löwenanteil stammt dabei aus der Feder von James Wilson) und eingespielt. Lediglich der in der Rootswelt so bekannte Multiinstrumentalist Greg Leisz (Stel, Lap Steel, E-Gitarre) ergänzt als Gastmusiker auf vier Tracks ("One Town Away" -tolle Countryrock-Ballade mit viel Retro Gram Parsons-Feeling, einer durchaus californischen Note und toller Steelguitar-Begleitung-; "Charleston"; "In The Morning" und "Rock And Roll" -ein kräftiger, kerniger Rootsrocker, der seinem Namen alle Ehre macht) die Band mit seinem exquisiten Spiel. Trotz der rootsigen Basis wirkt das Material sehr "radiotauglich" und überaus eingängig, was wir als absolut positiv verstanden haben möchten. Die Songs sind gespickt mit tollen Melodien und bleiben prächtig hängen. Die beiden das Album eröffnenden Stücke "Joey’s Arm" und "Broken Bottles" stehen prinzipiell für das gesamte Konzept des Albums, nämlich die ausgewogene Balance zwischen zwar würzigen, aber entspannt wirkenden Balladen und Midtempo-Nummern und flotten, knackigen Rockern. Erstgenanntes, eine traumhafte, mit herrlichen Gitarren und prächtigem Hammond-Untergrund in Szene gesetzte Roots-/Countryrock-Ballade (schön angerauter, leicht introvertiert klingender, erstklassiger Gesang, ein bis zwei genau auf den Punkt gebrachte Lead-Gitarrenpassagen, eine geradezu Gänsehaut erzeugende Melodie), das zweite (schöne Textzeile: "Hank Williams might have been a love-sick drinker, but being a love-sick drunk don’t make you a Hank"), kommt dann trocken, flott und ordentlich rootsig, wobei einem sowohl die oben genannten Red Dirt-Kollegen, als auch Son Volt, Steve Earle oder gar die Gin Blossoms in Erinnerung kommen. Auch bei weiteren Stücken blinzelt dann die Earle'sche Songwritingschule hin und wieder durch (z. B. "Western Skies", "Charleston"). Beim textlich dramatisch und ergreifend dargebotenen "Never Saw it Coming" (klasse Outlaw-Flair) wurde das im Staate Virginia noch relativ aktuell anmutende Thema Amoklauf in fiktiver Form musikalisch aufgearbeitet. Ein unter die Haut gehender, atmosphärisch, ja in seiner Bedrohlichkeit sehr authentisch wirkender Song. Baumstark auch der prachtvolle, voller texanischem Red Dirt-Feeling und viel Southern Rock-Flair (The Marshall Tucker Band) steckende, kernige, riffige, von satten E-Gitarren durchzogene, gar ein wenig jammig anmutende Roots-/Countryrocker "Going home" (tolles Gitarrensolo am Ende)! Zum Schluß des Albums wird es dank der recht prägnanten Steel-Arbeit von Greg Leisz noch ein wenig country-infizierter. "Charleston" entpuppt sich dabei als recht trockener Honky Tonk-Song mit einer spröden Schönheit, wie sie sonst eben nur von einem Steve Earle zelebriert wird.Gleiches gilt für das finale "The Song Is All That Remains", bei dem James Wilson sein Lied, nur von einer trockenen Akustikgitarre und einem Hauch von hallenden E-Gitarren Hintergrundklängen begleitet, auf ein Minimum reduziert. Wer auch immer dieser Bill Wilson sein möge, er hat seinen Söhnen jedenfalls eine Menge musikalisches Talent mit in die Wiege gelegt. "One Town Away" ist ein klasse Album! Die Rootsrock-/Americana-/Countryrock-Gemeinde darf sich auf eine neue,.richtig starke "Kapelle" freuen, die auf dem besten Weg ist, den Etablierten des Genres "Feuer unterm Hintern" zu machen. Respekt für diese großartige Leistung! (Daniel Daus / J. T.)

Das komplette Tracklisting:

1 Joey's Arm - 4:09   
2 Broken Bottles - 3:54   
3 The Rain - 4:11   
4 One Town Away - 4:23   
5 Going Home - 3:59   
6 Never Saw It Coming - 5:17   
7 Western Skies - 4:45   
8 So Much for the Blues - 3:40   
9 Rock and Roll - 3:18   
10 Charleston - 4:35   
11 In the Morning - 4:45   
12 The Song Is All That Remains - 5:15

Art-Nr.: 6461
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Joey's arm
Broken bottles
One town away
Going home
Never saw it coming
So much for the blues

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Stanley, Michael - the ride [2013]
Cleveland's Heartland Rock-Veteran Michael Stanley kommt bereits ein gutes Jahr nach seiner fantastischen Veröffentlichung von "The hang" mit seinem nächsten Album "The ride", dem achten in den letzten 10 Jahren. Das ist "ne Menge Holz" und man könnte meinen, dass bei einem solchen Veröffentlichungsrhythmus irgendwann einmal die Kreativität und damit die Qualität in Mitleidenschaft gezogen werden könnte, doch weit gefehlt. Nicht so bei Michael Stanley, der bringt ein famoses Album nach dem nächsten an den Start. "The ride" steht seinem Vorgänger aber auch in nichts nach und bietet erneut ganz wunderbaren, harmonischen, voller Herz und Seele steckenden Heartland-/Midwestern-/Cleveland-Rock der Extraklasse, durch den nach wie vor der typische Geist der legendären, kultigen Michael Stanley Band der Siebziger weht. Das ist wenig verwunderlich, denn zu Stanley's aktueller Touring-Band The Resonators, mit denen er das Album vorwiegend einspielte, gehören noch immer 2 prägende Akteure seiner alten "Combo", nämlich der exzellente Drummer Tommy Dobeck und der herausragende Keyboarder Bob Pelander. Das ist von extremer Bedeutung, denn vor allem Pelander ergänzt sich mit seinem grandiosen Piano- und Orgel-Spiel in bestechender Art und Weise mit den starken Gitarren von Stanley und den beiden zusätzlichen Gitarristen Danny Powers und Marc Lee Shannon. Im Verbund mit Stanley's charismatischem Gesang, der aber auch gar nichts von seiner alten Magie eingebüßt hat, entsteht dieser so tapische, einzigartige, so harmonische, teils von einem feinen Westcoast-Feeling durchzogene Michael Stanley-Sound, der durchweg von wundervollen Melodien geprägt wird. Wir hören typischen Cleveland-/Heartland Rock der Marke Stanley, mal mit einem Hauch von Soul und Blues, mal mit schönem R & B-Flair, wenn es die Thematik erfordert in einem kernig rockenden Uptempo, ein anderes Mal als seelige Ballade, doch der weitaus größte Anzahl der Songs ist in einem lässigen, sehr gepflegten Midtempo-Bereich angesiedelt. Neben dem bereits erwähnten Westcoast-Flair, haben einige Stücke, und das verstehen wir als Riesen-Kompliment, einen prächtigen Springsteen-Touch aus dessen berühmter Ära um die Ende Siebziger/Anfang Achtziger herum. Beim fantastischen "Take that ride" ist das beispielsweise so. Hier ergänzen sich Stanley's toller Gesang mit einem wunderbaren Zusammenspiel aus Gitarren, Orgel, Klavier und Saxophon. Es ist einfach wunderbar! Michael Stanley hat wieder alle Songs selbst komponiert, bis auf zwei ausgesuchte Coverversionen. Eine davon hat es besonders in sich: Michael Stanley und seine Resonators präsentieren eine wirklich hinreissende Fassung des alten Bee Gees-Klassikers "To love somebidy". Die Nummer beginnt zunächst sehr spartanisch instrumentiert, nur Michael von einer Gitarre und keyboards begleitet, und mündet dann in einem fast dramatisch anmutenden, knackigen Midtempo-Rocker (Background vocals von Don Dixon). Ein grandioses Arrangement. Aus einem alten Klassiker generiert Stanley seinen, ihm auf den Leib geschriebenen, eigenen, neuen Klassiker. Da ist Gänsehaut garantiert. Wie schon der Vorgänger, wurde auch "The ride" vom legendären Westcoast-/Southern Rock-Starproduzent Bill Szymczyk (u.a. The James Gang, The Outlaws, Bob Seger, Joe Walsh, The Eagles u.v.m.), der bereits für die frühen Werke der MSB verantwortlich zeichnete, abgemischt und arrangiert. Produziert hat Stanley selbst. Das alte Team ist wieder (oder noch) zusammen, auch das ist ein Schlüssel dieser fantastischen Musik. Sie ist typisch für Michael Stanley, hat den alten Spirit und steckt doch so voller Frische und unvergänglicher Leidenschaft. Michael Stanley ist in brillanter Verfassung, das zeigt dieses Album nachhaltig. "The ride" ist einfach wundervoll!

Das komplette Tracklisting:

1. Shiny Things - 5:59
2. All I Want - 4:15
3. Take That Ride - 4:14
4. To Love Somebody - 4:38
5. Uptown - 4:57
6. If Anybody Could - 5:37
7. A Fool In Love - 3:21
8. Justine - 5:42
9. Lucky Again - 5:21
10. Making Beds (In a Burning House) - 4:29
11. Shining Thru - 4:33
12. Anything Goes - 7:24
13. I Can't Wait - 4:01
14. When the Smoke It Finally Clears - 4:22

Art-Nr.: 8140
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Shiny things
All I want
Take that ride
To love somebody
Justine
Making beds (in a burning house)
I can't wait
When the smoke it finally clears

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Steadman Band, Brandon - recovery [2014]
Ganz feiner, frischer, unbekümmerter und hoch melodischer, knackiger Country/Countryrock/Red Dirt von der in Arlington/Texas beheimateten Brandon Steadman Band aus dem Hause Smith Entertainment! Auch Brandon Steadman stammt, wie so oft in hiesiger Szene, aus einem musikbegeisterten Haus. Während seine Mutter für Randy Travis und Clay Walker schwärmte, galten dir Vorlieben von Brandons Vater solchen Bands wie Lynyrd Skynyrd und Boston. Dieser kaufte ihm mit 12 schließlich die erste klassische Gitarre, welche aber erst intensiv genutzt wurde, als ihn die ältere Schwester mal mit ins berühmte Antone’s in Austin genommen hatte.
Brandon, unterdessen 17 Jahre alt, wechselte nun auf eine "richtige Gitarre" um. Von da an versuchte er in kürzester Zeit so viele Griffe wie möglich zu erlernen. Der Startschuss für die Brandon Steadman Band fiel dann auf der "South Of The Border Party" im ansässigen Sigma Chi House. Brandon traf bei einem weiteren Schul-Gig zufällig Kevin Lorensen, der bereits auf eine reichhaltige Erfahrung, was die Mitwirkung in dieversen Bands anging, zurückgreifen konnte. Man beschloss recht schnell, das erste Album "Front Seat Row" in Austin aufzunehmen. Mit diesem Werk im Rücken gelang es Steadman aus dem College-Zirkus auszubrechen und in ganz Texas aufzutreten. Unzählige Gigs formten in den nächsten Jahren ihn und seine Musiker. Eine weitere Begegnung mit Joey Green (Joey Green Band - mal bezeichnet als "Fort Worth’s best kept secret") brachte dann den endgültigen Durchbruch. Obwohl beide grundsätzlich verschiedene Charaktere waren, harmonierten sie und ergänzten sich in ihrer musikalischen Zusammenarbeit bestens. Steadman dazu: "We really had different styles - writing, personality and everything, so the fact that we became such good friends is a mystery to me. But that’s exactly what the band needed to get the next album in motion". Mit neuem Management und dem in Red Dirt-Kreisen arrivierten Smith Entertainment-Label im Rücken schmiedeten die beiden dann das jetzt brandaktuelle Werk "Recovery". Green übernahm die Produktion, Teile beim Songwriting und er glänzt vor allem mit seiner vorzüglichen E-Gitarrenarbeit (dazu kamen noch die Keyboard-Parts, Percussion und Background Vocals). Steadman konzentrierte sich auf den Großteil der Kompositionen, natürlich den Gesang (großartig) und spielt Akustikgitarre. Den Rest des Line-ups bilden besagter Kevin Lorensen am Bass, Randy Gray als weiterer Gitarrist, Brandon Morris an den Drums, Roger Ray an der Pedal Steel (ganz vorzügliche Vorstellung), sowie die wunderbaren Harmoniegesänge einbringende Ashley Lee. Die 11 Tracks bieten wunderbar erfrrischenden, klassischen, unverbrauchten Red Dirt Country und Countryrock mit solch herrlichen Arrangements und Melodien, wie wir sie von vielen Bands (zum Beispiel Eli Young Band, Bart Crow Band) in ihrer Frühphase kennen. Brandon hat eine überaus angenehme Stimme, die dann mit der Rhythmusfraktion und Green, sowie Grays E-Gitarrenarbeit und Rays erhabenen Steel-Fills perfekt harmoniert. Manchmal klingt es so, als wenn der frühere Keith Urban eine Red Dirt-Scheibe aufnehmen würde. Ganz stark wird es immer, wenn, wie bei "Fort Worth Line", Ashley Ley recht prägnant beim Gesang dazu stößt. Das ähnelt und erinnert ein wenig an die erfolgreiche Kooperation von Josh Abbott und Kacey Musgraves auf den letzten Alben der Josh Abbott Band. Sehr schön auch das retro-folkig angehauchte "Leaving Austin", wobei einem spontan Rob Baird spontan in den Sinn kommt. Was für eine großartige Melodie. Das sind alles richtige Ohrwürmer. Den Großteil bilden aber schön rockig, flockig und melodisch nach vorn gehenden Lieder der Marke "Stupid Girl" (wohl am hitverdächtigsten), "Already Gone" (schöne E-Baritongitarrenarbeit), "Stronger Than The Whiskey" (Southern-trächtiges E-Gitarren-Solo, Orgelhall, Mitsing-Refrain), oder das abschließende,schön kräftige, aber dennoch lockere "Who Do You Think You Are" (wieder solch eine herrliche Melodie, klasse E-Gitarren/Steel-Solo-Kombination). Die Brandon Steadman Band und ihr neues Werk "Recovery" stellen eine absolute Bereicherung für die Red Dirt-Szene dar. Das ist noch weitgehend unverbrauchte Musik, hoch talentiert, fernab irgendwelcher Zwänge, dabei hoch professionell in Szene gesetzt. Perfekter Stoff für Liebhaber solcher Acts wie beispielsweise Bart Crow, die Eli Young Band, Rob Baird, Cody Gill Band, Casey Donahew Band & Co.! Klasse Scheibe! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. All I'm Asking - 3:12
2. Without Saying Goodbye - 4:10
3. Hey Hey Tonight - 2:50
4. Fort Worth Line - 4:19
5. Leaving Austin - 4:12
6. Stupid Girl - 3:25
7. Already Gone - 2.52
8. Stronger Than the Whiskey - 3:13
9. Days & Nights - 4:00
10. When I See You Again - 3:34
11. Who Do You Think You Are - 3:13

Art-Nr.: 8548
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
All I'm asking
Hey hey tonight
Fort Worth line
Leaving Austin
Already gone
Stronger than the whiskey
Who do you think you are

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Steele, Jeffrey - outlaw [2004]
Für jeden, der sich mit New Country-Musik näher beschäftigt, ist Jeffrey Steele ein wohl klingender Name.Ja, man fragt sich bald schon, welcher der sich von Fremdkompositionen bedienenden Künstler des Genres mal ohne einen Song aus der Feder des in Burbank geborenen Kaliforniers auskommt. Hier nur ein kleiner Auszug der langen Liste von tantiementrächtigen Steele-Stücken, die man sich auf der Zunge zergehen lassen kann: “Speed” und “My Town” von Montgomery Gentry, “Now” von Lonestar, “When The Lights Go Down” von Faith Hill, “The Cowboy In Me” von Tim McGraw, “Chrome” von Trace Adkins, “These Days” von Rascal Flatts, “If That Ain’t Country von Anthony Smith, Diamond Rio’s “Unbelieveable” und und und. Als aktiver Musiker wird er hierzulande eher den Insidern der Szene bekannt sein. Anfang bis Mitte der Neunziger Jahre trat er als Sänger und Bassist der Gruppe Boy Howdy in Erscheinung, die immerhin drei Alben einspielten und mit „She’d give anything“ ihren größten Hit erzielten. Vor einigen Jahren ging der Start der Solo-Karriere zunächst in die Hose. Das bereits fertige Werk „Somethin’ in the water“ wurde nicht veröffentlicht. Um so erfreulicher, dass es jetzt mit seinem aktuellen Silberling „Outlaw“ geklappt hat. Ein starkes Teil! Das Werk offenbart ähnlich wie bei Montgomery Gentry gleich zwei Herzen, die in Jeffrey's Brust zu schlagen scheinen: Zum einen geradliniger New Country, zum anderen eine wohl dosierte Portion Southern Rock; eine regelrechte Spielwiese für die Anzahl hochkarätiger Musiker wie Chad Cromwell, Greg Morrow, Glenn Worf, Tom Bukovac, Pat Buchanan, Al Anderson, John Willis oder die Multiinstrumentalisten Russ Pahl und Jonathan Yudkin, nur um ein paar zu nennen. Zentralisiert wird das eigentlich schon beim Auftaktstück "Countrified". Im Strophenbereich atmosphärisches Countryfeeling, beim Refrain röhrt Jeffrey im Stile von Johnny Van Zant oder Anthony Smith, begleitet von Banjounterlegung, heulenden Fiddels und voluminösen E-Gitarren. Weitere Beispiele wo die Grenzen beider Richtungen harmonisch ineinander verschmelzen: "Dance" mit viel Honkytonk, "Good Year For The Outlaw" mit grandios stampfendem Swamp-Rhythmus, "Just The Way We Do It", ein Mitgröler mit deutlichen Anspielungen auf Skynyrd's "Gimme Three Steps", das fast bedrohlich wirkende "Shotglass" mit gar Molly Hatchet-artigen Slides, die relaxt dahinrauschenden "That’s The Stuff" und "Once A Cowboy" mit kleinen E-Gitarrenzupfern und zum Teil schönen Double-Leads. Das schwül-psychedelisch anmutende "SwampThang" mit seinem Voodoo-Flair wird immer wieder von knallharten, schon fast metalltauglichen, E-Gitarren durchbrochen. Zeit zum Durchatmen gibt es zwischendurch mit melodischen Midtempo-Songs, denen man guten Gewissens Hitambitionen nachsagen kann, ohne aufdringlich zu wirken. Da wären das wunderschöne "Twenty Years Ago", von dem es am Ende noch eine Unplugged Live Version als Zugabe gibt, oder "I Can’t Stop You", das man auch auf dem gerade erschienenen Werk "Bring it on" der "Melodic-Hardrock/Southern/Country-Metal"-Truppe "Ironhorse" bewundern kann. Die überaus knackige Produktion und auch reichhaltige Spielzeit von über einer Stunde bieten weiteren Anlass zur Freude. Alles in allem eine tolle Leistung von Jeffrey Steele, die nach Nachschlag verlangt. (Daniel Daus)

Art-Nr.: 2831
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Countrified
Dance
Good year for the outlaw
That's the stuff
Once a cowboy

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Steepwater Band, The - live & humble [2013]
"'Live & humble' is a modern day 'Rockin' the Fillmore'", schwärmt ein amerikanischer Kritiker in Anspielung auf den 1971er Humble Pie Live-Klassiker vom neuen Live-Album der grandiosen Steepwater Band aus Chicago/Illinois. In der Tat liefert die famose, jetzt mit dem zweiten Lead Gitarristen Eric Saylors zum Quartett angewachsene Blues-/Southern-/Jamrock-Formation am 20. April 2013 in der Ace Bar ihrer Heimatstadt Chicago eine dermassen tighte, vor Spielfreude nur so strotzende, kochende "High Energy Performance" ab, die einen solch honorigen Vergleich, zumal dies auch die musikalische Richtung zulässt, voll und ganz rechtfertigt. Was hier für eine Power von der Bühne ausgeht, ist irre. Nicht nur die Anhänger von Humble Pie bis hin zu Gov't Mule. oder Led Zeppelin bis zu The Black Crowes werden ihre helle Freude haben. "Live & humble" ist, wie gesagt, das erste Album, auf dem die Band mit zwei Gitarristen zu hören ist. Das macht den eh schon fetten Gitarrensound noch massiver, noch mächtiger, denn die beiden Saitenakrobaten Jeff Massey und Eric Saylors ergänzen sich nicht nur hervorragend, sondern treiben ihre ausgedehnten, wuchtigen Giterrenausflüge zu immer neuen Höhen. Ihre teils endlos wirkenden, wechselseitigen Soli, zuweilen auch mit Slide/Lead bedeuten einfach geballte Energie, wie etwa beim rau rockenden und straight groovenden, brodelnden "All the rails". Super dazu auch Jeff Massey's "smoky" Gesang. Es passt einfach alles zusammen. Bei vielen Stücken wird zudem wieder deutlich, dass die Band, obwohl sie aus Chicago kommt, neben ihrer Retro Bluesrock-Basis einen deutlichen, sehr willkommenen Hang zum Southern Rock hat. Diesen Southern-Twang lebt sie beispielsweise bei dem immens dynamischen "Come on down" (die Slide- und Lead Gitarren sind "in full force" - hat etwas von einer Mischung aus ZZ Top und brodelnden Vollgas-North Mississippi Allstars) oder beim straighten, kernigen "My back pocket" (auf einem Terrain irgendwo zwischen Lynyrd Skynyrd und The Black Crowes angesiedelt) zur Gänze aus. Bärenstark! Und was die Truppe bei der fast 17-minütigen Kombi-Coverversion aus John Lee Hookers "Boom Boom" und Led Zeppelin's "How many more times" abzieht ist einfach nur mitreissend. Ein absoluter, ausgelassener, gnadenlos massiver Power Gitarren-/Bluesrock-/Jam-Höllenritt, der alle Dämme brechen lässt. Welch eine Energie" Die Gitarren stehen in Flammen! Adrenalin-getränkter Rock'n Roll-Boogie pur! Die Ace Bar in Chicago steht "under fire"! Die Steepwater Band ist live eine Macht! Hier geht es noch dynamischer, noch zwangloser, noch dreckiger und direkter zu, als im Studio. Herrlich! Apropos direkt: Der Sound des Albums kommt sehr direkt rüber, ist transparent, toll abgemischt, wirklich brillant. Man hat das Gefühl, die Jungs rocken daheim im Musikzimmer, direkt vor einem. Was für ein furioser Blues-/Southern-/Jam-Rock'n Roll-Ritt! Toll! "This album brings you over 75 minutes of kinetic live Steepwater Band rock n' roll". Lasst Euch infizieren, Leute - wir sind es schon...

Das komplette Tracklisting:

1. Remember the Taker - 7:46
2. Off the Rails - 4:34
3. At the Fall of the Day - 4:25
4. Come On Down - 6:29
5. Dance Me a Number - 4:26
6. High and Humble - 6:05
7. Meet Me in the Aftermath - 3:51
8. Boom Boom / How Many More Times - 16:45
9. My Back Pocket - 3:06
10. All the Way to Nowhere - 7:35
11. World Keeps Moving On - 10:26

Art-Nr.: 8410
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Remember the taker
All the rails
Come on down
Dance me a number
Boom Boom/How many more times
My back pocket
All the way to nowhere

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Storyville - live at antones ~ 2 cds + 1 dvd [2008]
2 CDs & 1 DVD-Set! Code free! Live vom 20. Januar 2006, plus zwei brandneue Studiotracks! Da blüht das Gitarren-/Roots-/Bluesrock-Herz auf! Sensationell! Sowohl die Tatsache, dass diese phantastische Truppe wieder zusammen aufgetreten ist, als auch die bärenstarke Show selbst, und dann diese grandiose, ja traumhafte Veröffentlichung! 1994 entstand im legendären Music Club "Antones" in Austin/Texas während einer Jam-Session mehr oder minder zufällig die ausschließlich aus texanischen Größen bestehende Formation Storyville. Das waren Tommy Shannon (Bass), Chris Layton (Drums), die ehemalige Rhythmussektion von Stevie Ray Vaughan's Band "Double Trouble", die beiden Gitarrenzauberer David Grissom (u.a. The Allman Brothers Band, Joe Ely, John Mellencamp) und David Holt (u.a. Joe Ely, The Mavericks), sowie der begnadete Sänger der lokalen Austin-Band "Stick People", Malford Milligan! Der seelige, wunderbare Gitarren-Bluesrock, den man fortan präsentierte, verzauberte gleichermassen die Kritiker und die Fans, doch nach 3 Alben (die letzte CD erschien 1998) war wieder Schluß und die immens gefragten Musiker gingen wieder ihren anderen Aufgaben nach. Storyville, im übrigen auch in Southern Rock-Kreisen überaus geschätzt, waren Geschichte, aber auch Kult - und sie sind es noch heute! In den Herzen der Fans lebt diese großartige Musik immer weiter - zu groß war und ist deren Magie! 12 Jahre nachdem sie sich im Antones formiert hatten, dann die Sensation! Storyville reformierten sich Anfang 2006 in Originalbesetzung - und zwar wieder für ein paar Konzerte im "Antones"! Eine dieser Shows, nämlich die vom 20. Januar 2006, ist nun auf dem vorliegenden Set, bestehend aus 2 Live-CDs (knapp 94 Minuten Spielzeit) und einer Live-DVD (82 Minuten Spielzeit), erhältlich - und für dieses Konzert kann man gar nicht genug ins Schwärmen kommen: Überragend! Hier stehen 5 Freunde auf der Bühne, die einfach nur Spaß haben und mit außergewöhnlichen musikalischen Fähigkeiten gesegnet sind. Besser kann man texanischen, Gitarren dominierten Roots-/Blues-/Rock-/Bluesrock wohl kaum zelebrieren: Fett, intensiv, voller Seele, spieltechnisch brillant, und einfach wunderschön! Live kommt das alles noch besser, als auf den schon so großartigen Studioalben! Welch eine Energie, welch ein Druck! Tommy Shannon und Chris Layton entwickeln einen tierischen Groove, dann die peitschenden, und so etwas von fetten, fleischigen Gitarren der beiden mitreißenden Saitenartisten, die sich phantastisch ergänzen und immer wieder zu fulminanten, kochenden Duellen ansetzen, und "last but not least" Malford Milligan's begnadeter Gesang. Hat der Mann eine Ausstrahlung! Hat der Kerl einen "Soul" in der Stimme! Es ist grandios auf der DVD mitzuerleben, was für ein Feeling die Truppe entwickelt, welch eine Magie dort im "Antones" entsteht! Und der Schuppen kocht! Was für eine Atmosphäre! Storyville spielen wie aus einem Guß, als hätte es nie eine Unterbrechung gegeben! Das Songmaterial enthält einen Querschnitt durch ihre 3 Alben, aber auch einiges an Material, welches dort nicht zu finden ist. Ob massive, fetzige, straighte Rocker, groovende Blues Shuffles oder diese hinreißenden, wundervollen, roostigen, souligen Blues-Balladen - Storyville spielen das alles voller Spontanität, aber auch mit einer atemberaubenden, das ganze Können jedes einzelnen Musikers demonstrierenden Perfektion! Dabei weht nicht selten eine feine Southern-Brise durch die Songs. Und dazu diese traumhafte Melodik, vor allem bei den Balladen! Das erzeugt die pure Gänsehaut! Die Tracklist der beiden CDs und der, im übrigen filmtechnisch großartig in Szene gesetzten Live-DVD, sind nahezu identich! Ein Song der DVD ("Tell me how do you feel", eine Ray Charles/Percy Mayfield-Nummer) befindet sich nicht auf den CDs, dafür enthalten diese mit "Cynical" und "Wings won't let me fly" zwei Nummern, die nicht auf der DVD sind. Darüber hinaus, und das nährt natürlich die Spekulationen darüber, ob Storyville vielleicht auch künftig wieder zusammenarbeiten werden, gibt's auf der zweiten CD noch zwei brandneue Studiotracks: Zum einen mit "Nice ain't got me nothing" eine herrlich funkig angehauchte, straight rockende David Grissom-Nummer, und zum zweiten eine gnadenlos starke Pracht-Version von John Fogerty's "Bad moon rising", das die Jungs vom einst flotten, lockeren Rocker in einen tollen, dreckigen, von rauen, fetten Gitarren umgebenen, schwerblütigen Bluesrocker verwandeln. Irre stark! Und noch eines: Der Sound ist, sowohl bei den CDs als auch bei der DVD, perfekt! Bei diesem Set stimmt einfach alles! Feine Digipak-Verpackung! Das Jahr ist noch jung, doch bei der "Preisverleihung" am Jahresende für das "Live-Release des Jahres 2008" wird an diesem Teil kein Weg vorbeigehen! Gitarren Roots-/Bluedsrock mit "Soul" in Vollendung! Ein "Hammer"! Die DVD ist "code free" und somit auf jedem DVD-Player abspielbar!

Die Setlist:

CD 1:
1. Blind Side (4.19)
2. Bitter Rain (6.48)
3. Keep a Handle On It (4.52)
4. Under Stone (5.04)
5. Bluest Eyes (4.34)
6. Don't Make Me Cry (5.53)
7. Born Without You (4.18
8. Piece of Your Soul (4.38)
9. What Passes For Love (8.40)

CD 2:
1. Cynical (4.28)
2. Wings Won't Let Me Fly (5.32)
3. Solid Ground 5.42)
4. Luck Runs Out (4.28)
5. Good Day for the Blues (4.18)
6. Writing on the Wall (6.10)
7. Spanish Castle Magic (5.16)
8. Nice Ain't Got Me Nothing (4.34)
9. Bad Moon Rising (4.08)

DVD:
1. Blind Side
2. Bitter Rain
3. Keep a Handle On It
4. Under Stone
5. Bluest Eyes
6. Don't Make Me Cry
7. Born Without You
8. Piece of Your Soul
9. What Passes For Love
10. Solid Ground
11. Luck Runs Out
12. Good Day for the Blues
13. Writing on the Wall
14. Tell Me How Do You Feel
15 Spanish Castle Magic

Art-Nr.: 5636
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 29,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Blind side
Bitter rain
Don't make me cry
What passes for love
Solid ground
Good day for the blues

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Sugarland - enjoy the ride [2006]
Es ist endlich da, das mit großer Spannung erwartete Nachfolge-Werk von Sugarland! Mit ihrem Debüt "Twice The Speed Of Life" von 2004, das sich bis heute als Dauerbrenner mit bereits über 3 Millionen verkaufter CDs hält, tauchten sie wie aus dem Nichts auf der "New Country-Landkarte" auf, räumten diverse Auszeichnungen ab, und man erinnert sich gern daran, wie Frontfrau Jennifer Nettles im Duett selbst einen Mega-Star wie Jon Bon Jovi bei den CMA-Awards an die Wand gesungen hatte. Ein absoluter Traumstart, der die Messlatte für ihre zweite Scheibe "Enjoy The Ride" natürlich extrem hoch legte. Aber der vom Trio zum Duo geschrumpfte Act (Kristen Hall ist nicht mehr dabei), beweist auch diesmal, wie scheinbar spielerisch leicht man mit diesem Druck umzugehen weiß, denn die CD ist einfach ein Knaller! Auch der Wechsel von Garth Fundis zu Byron Gallimore (Tim McGraw, Faith Hill, Lee Ann Womack) am Produzentenpult ist fließend verlaufen. Man kann fast sagen, der hat der Geschichte sogar noch ein wenig mehr Drive vermittelt und Sugarland's Sound in "Arena-kompatible" Bahnen gelenkt. Die unumgängliche Folge, die ein solch aufkommender Stardom heutzutage nun mal mit sich bringt, doch bei Sugarland passt es einfach hundertprozentig! Überaus knackiger, saftiger Ohrwurm-New Country-(Rock/Pop), genauso massenkompatibel und radiotauglich, wie kompetent und qualitativ stark! Großartig! Das neue Werk beinhaltet vom furios startenden "Settlin’" (typisch frecher Gesang von Nettles mit ihrem unnachahmlichen Southern Twang, herrliche Gitarrenarbeit der Könner Tom Bukovac und Kenny Greenberg), ein Stück in der Tradition von "Something More" vom Vorgänger, bis zum grandios vorgetragenen, nach dem Bandnamen betiteltem Abschluss-Lied "Sugarland" (wieder phantastische Gesangsleistung, herrliche Mandolinentupfer, dezente Steel- und E-Gitarren-Fills - gewinnt nach akustischer ersten Strophe mit dem anschließenden Einsatz der übrigen Instrumente ungemein an Volumen) erneut fast ausschließlich potentielle Hitnummern, so dass man mit keinerlei hellseherischen Fähigkeiten gesegnet sein muss, um hier einen erneuten "Chartbreaker" mit Langzeitwirkung zu prognostizieren. Beeindruckend vor allem wieder diese positive, viel gute Stimmung auslösende Ausstrahlung, die selbst von den balladesken und im Midtempo befindlichen Stücke ausgeht. Als Paradebeispiel hierfür gilt u.a. die erste Single "Want To" (natürlich bereits in den oberen Etagen der Charts angekommen), die zunächst mit verhaltenen Mandolinen-, Akustikgitarren, Steel- und Dobro-Einsätzen beginnt, sich aber vom Refrain an zu einem kräftigen Ohrwurm entwickelt. Nettles-Partner Kristian Bush setzt hier glänzende Akzente, was das Mandolinenspiel angeht. "County Line" und "Mean Girls" sind mit ihrer Dynamik geradezu prädestiniert, Nettles' Qualitäten als Frontfrau in den Vordergrund (mit klaren Avancen zur Sängerin des Jahres) zu stellen. Beides richtig puren Spaß verbreitende Stücke! Bei letztgenanntem ließ es sich selbst Traditionalist Brad Paisley nicht nehmen, seine filigrane Fingerfertigkeit an der obligatorischen Telecaster-Gitarre mit einzubringen. Die Überraschung des Albums aber gelingt bei "These Are The Days", wo man hinter dem Einsetzen männlicher Gesangslinien in der zweiten Strophe unvermittelt wieder Jon Bon Jovi vermutet, der aber in den Liner Notes als Kristian Bush entlarvt wird. Junge, Junge, der kann nicht nur Mandoline und Akustikgitarre vorzüglich bedienen, der hat auch gesangstechnisch was drauf, was sich dann ebenfalls in den vielen, eingeflochtenen Harmonie-Parts widerspiegelt. Ein weiterer Beweis für das offensichtliche Potential des Duos, bei dem auch die Qualitäten im Songwriting (diesmal mit Leuten wie Bobby Pinson, Lisa Carver und Brad Paisley-Spezi Tim Owen), die auch nicht unerwähnt bleiben dürfen. "Everyday America", "One Blue Sky" oder "April Showers" sind allesamt "luftig" und flockig instrumentierte, qualitativ hochwertige, melodische Stücke mit hohem Wiedererkennungswert. Insgesamt wieder eine gute Drei-Viertelstunde prachtvolle Sugarland-Energie pur, eine regelrechte Gala-Vorstellung. Steht dem Vorgänger in wirklich nichts nach, ja bedeutet fast noch eine Steigerung! Der Titel "Enjoy The Ride" ist abolut passend gewählt. Wenn man bei diesem musikalischen "Sugarland-Ritt" keinen Spaß hat, wo dann? Wir ziehen den obligatorischen Hut vor dieser abermals sehr starken Leistung und erwidern die Aufforderung des Albumtitels mit einem von ganzem Herzen kommenden: "Yes, we do!" (Daniel Daus)

Art-Nr.: 4536
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Sullins, Chad & The Last Call Coalition - incommunicado [2012]
Stillwater/Oklahoma ist die Heimat der "Red Dirt Rocker" von Chad Sullins und seiner Band The Last Call Coalition. Und das Stillwater eine Hochburg der nach wie vor voll im Saft stehenden, immer wieder neue, fantastische Bands hervorbringenden Red Dirt-Bewegung ist, ist hinlänglich bekannt. Singer/Songwriter Chad Sullins und seine Kunpels sind der beste Beweis dafür. Das Quartett gilt als "one of the hottest new Red Dirt-acts" - und zwar vollkommen zu Recht. Ihr neuestes Werk "Incommunicado" ist ein vorzüglicher Beleg für die großartige Musik, die uns immer wieder aus dem Gebiet Texas/Oklahoma erreicht - es ist ein Pracht-Album! "It's one of the toughest albums to classify the red dirt scene", schwärmt ein amerikanischer Journalist. Das passt, denn den Burschen gelingt eine tolle Gratwanderung zwischen dampfendem Rock, Blues, Southern Rock, Roots, Americana und Country, den man geradezu beispielhaft unter dem Label "Red Dirt Rock" zusammenfassen kann. Oftmals rockt es laut und rau, vollgepackt mit fetten Gitarren (dazu passt das Zitat eines weiteren U.S.-Reviewers, der sagt "they are more grounded in ZZ Top than George Jones), dann wieder hören wir herrliche Americana/Alternate Country-Nummern, alles umgesetzt mit wunderbaren Strukturen und Melodien, aber auch voller ausgelassener Spielfreude. Die Musiker sind klasse. Vor allem Lead Gitarrist Josh Rutz erfreut uns mit seinem großartigen Spiel und einigen inspirierten, zündenden und glühenden Soli. Am ehesten wird die Band mit den unvergessenen Cross Canadian Ragweed und der Mike McClure Band verglichen, doch Cody Canada's neue Truppe The Departed passt ebenso als Bezugsgröße wie in einigen anderen Momenten auch beispielsweise No Justice, The Pear Ratz oder The Damn Quails. Die Band klingt herrlich unverbraucht und rockt frei von der Leber los. Wie bei dem fulminanten "Scratch", einem krachenden, straighten, Blues-fueled Texas Rocker, gespickt mit dreckigen, rauen Riffs und feurigen E-Gitarren-Läufen. Bleibt dennoch aufgrund seiner exzellenten Melodik bestens hängen. Hat ein wunderbares "rambling" Southern-Feeling. Frontmann Chad Sullins singt klasse. Seine Stimme passt zu den kernigen Rockern ebenso wie zu den ruhigeren, country-flavoured Titeln. Ordentlich zur Sache geht's auch bei dem dampfenden Texas-Boogie "Straight to hell" (klasse Outlaw-Flair), der abrockt, was das Zeug hät. Wie auch der deftige, raue Roadhouse Volldampf-Knaller "Thank God for Jack Daniels", bei dem nach einem ruhigen Acoustic-Intro plötzlich die "Hölle" losbricht. Hier fließt der Whiskey nicht nur textlich in Strömen, sondern sicher auch bei den entsprechenden Live-Auftritten der Band, die mit solchen Songs so manchen Honky Tonk-Schuppen in Texas und Oklahoma in "Schutt und Asche" legen wird. Macht tierisch Laune und der Spaß, den die Jungs dabei haben, kommt wunderbar rüber. Das obligatorische, glühende Gitarrensolo von Gitarrero Jush Rutz fehlt natürlich auch nicht. "This one kicks ass". Aber es geht auch deutlich ruhiger - und wie! "Paris" beispielsweise ist eine von wundervollen, vielschichtigen, reichhaltigen Gitarren (akustische Gitarre, E-Gitarre, Pedal Steel - im übrigen gespielt von Ryan Engleman von den Turnpike Troubadours) umgebene, traumhaft melodische, voller Southern-Flair steckende Americana-, Roots-, Countryrock-Ballade (The Marshall Tucker Band meets The Departed), die eindrucksvoll die vielseitigen Fähigkeiten der Band demonstriert. Klasse auch hier wieder das gefühlvoll, aber erdig eingestreute E-Gitarrensolo. Ein exzellente, in sich stimmiger Gegenpol zu den fetzigen Rockern, wie auch das wunderschöne, vollkommen akustisch dargebotene "10 one 10". Fetten Electric Southern Rock gibt's dann wieder mit dem saustarken "Full throttle". Welche Ecke des Red Dirt-Terrains die Truppe auch "beackert", sie macht es einfach großartig. "Incommunicado" ist eine tolle Scheibe einer tollen Band. Das Genre ist um eine echte Attraktion reicher. "These guys will rock your red dirt ass"....

Das komplette Tracklisting:

1. Intro - 1:06
2. Scratch - 5:23
3. Straight To Hell - 3:32
4. Thank God For Jack Daniels - 4:19
5. Paris - 5:39
6. Only Girl - 4:26
7. Full Throttle - 3:59
8. August Sun - 4:43
9. 10 One 10 - 3:36
10. Dance With the Gypsies (Backporch Style) - 4:27
11. Oklahoma Moon - 6:21

Art-Nr.: 8017
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Scratch
Straight to hell
Thank God for Jack Daniels
Paris
Full throttle
10 one 10
Oklahoma moon

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Taylor & The Sinners, Jackson - which way is up [2016]
Nach "Cantina Del Diablo" vor gut einem Jahr, kommen Texas-Outlaw Jackson Taylor und seine Sinners mit einem weiteren, großartigen, 8 Songs umfassenden Mini-Album. Geboten bekommen wir, wie es sich für die Truppe gehört, allerbesten, durch und durch glaubhaften, authentischen, schön dreckigen, Whiskey-getränkten, "genuine" Outlaw Country ohne Kompromisse, geradeaus und direkt. Alte Haudegen wie Waylon Jennings und Billy Joe Shaver lassen immer wieder grüßen. Auch "Which way is up" ist, wie so manches frühere Werk, im besten Sinne "ruppig", erdig, ursprünglich und dabei eingebunden in Taylor's typische, gut hängen bleibende Melodik, sowie sein ihm eigenes "Bad Boy"-/Honky Tonk-/Roadhouse-/Biker-/Outlaw-Image. Dennoch ist das Werk insgesamt nicht ganz so "wild" wie einige seiner Vorgänger. Das Album hat durchaus seine ruhigen Momente (zum Beispiel bei der exzellenten, schönen, von einem großartigen, lockeren Rhythmus und feinem Gitarren-/Steel-/Fiddle-Zusammenspiel geprägten, melodischen "Every other weekend", oder der tollen, mit Fiddle und starker E-Gitarre inszenierten, Southern-getränkten Ballade "Which way is up"), wenngleich natürlich in den Sinners neben dem Pure Country- und Honky Tonk-Herz, auch das eines manchmal gar etwas punkigen Rock'n Rollers schlägt. So wie etwa bei dem "rüden", kompakten, rauen, 2 1/2-Minuten Abschluß-Kracher des Albums "He's a whore", im übrigen eine Coverversion der Power Rock-Truppe Cheap Trick, im Original erschienen auf deren 1977iger Debutalbum. Doch liebe Countryfreunde, Jackson Taylor & The Sinners sind eine in ihrem musikalischen Fundament eine Outlaw Country-Band durch und durch. Bei einer zweiten Coverversion ihres neuen Werkes versuchen sich Taylor und seine Freunde mit einem klasse Ergebnis an einer sehr erdigen Fassung des Delbert McClinton-Klassikers "Two more bottles of wine", dessen bekannteste Version wohl die von Emmylou Harris ist. Sehr stark auch der kernige, von sattem E-Gitarren-Picking bestimmte Texas Outlaw-Countryrocker "Another bottle goes down", der gut abgehende und sicher bei einem Auftritt der Band so maches texanische Roadhouse zum Bersten bringende Honky Tonk-Boogie "Everybody needs an outlaw" (klasse Steelguitar-Solo und Fiddle-Begleitung), oder das recht locker startende, von feinen Steelguitar-Linien durchzogene, gegen Ende aber etwas kräftiger auftrumpfende "Foolin' around". Jackson Taylor & The Sinners sind wieder voll in ihrem Element. Dazu noch ein Zitat aus der offiziellen Produktbeschreibung: Jackson Taylor continues to break the rules of traditional country music with his straightforward lyrics, "take it or leave it" approach, intense live performances, and the drive and determination of a freight train. The end result cannot be pigeon holed into any style and can only be rightfully defined as what it is: "Jackson Taylor Music." Eine klasse Vorstellung der Texaner!

Das komplette Tracklisting:

1. Another Bottle Goes Down - 3:54
2. Sad Bastard Music - 4:07
3. Foolin' Around - 3:07
4. Everybody Needs an Outlaw (feat. Lucky Tubb) - 4:00
5. Two More Bottles of Wine - 3:07
6. Which Way is Up - 3:53
7. Every Other Weekend - 3:40
8. He's A Whore - 2:41

Art-Nr.: 9188
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 12,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Another bottle goes down
Foolin' around
Everybody needs an outlaw
Which way is up
Every other weekend

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