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Virgil & the Accelerators - the radium [2011]
"The Radium" ist das Debutalbum von einer der aufregendsten und vielversprechendsten, jungen Bands des Gitarren Bluesrock-/Classic Rock-Circuits: Virgil & the Accelarators aus Großbritannien. Eine phänomenale, blutjunge Truppe mit einem "Monster-Guitarslinger", die dermassen stark und "abgebrüht" auftrumpft, als seien sie schon zig Jahre im Geschäft. Dabei sind sie alle gerade mal um die 20. In etwa bewegen sich Virgil & the Accelerators auf dem Terrain, das aktuell auch Davy Knowles & Back Door Slam und vor allem The Brew beackern - und das mindestens auf dem gleichen, unglaublich hohen Niveau. Die einschlägige Presse liegt ihnen jetzt schon zu Füßen und Fans, die ihre Konzerte gesehen haben, bekommen, überwältigt von den Eindrücken des gerade Erlebten, meistens nur noch ein staunendes, schlichtes "I'm speechless" heraus. Klassischer Blues und Rock verschmelzen sich bei der Band in einem recht ausgewogenen Verhältnis, vielleicht mit leichten Tendenzen in Richtung Rock. Doch der Blues ist allgegenwärtig. Ihre Musik strotzt nur so vor Kraft, Power und Spielfreude. Sie hat ein deutliches, in den Seventies fundamentiertes Retro-Basement, wirkt dabei aber dennoch aif der Höhe der Zeit. Auf Grund der exzellenten Songstrukturen und einer stets ausgezeichneten Melodik, bleibt das Zeug prächtig hängen. Das funktioniert natürlich nur, wenn die Musiker die entsprechenden handwerklichen Voraussetzungen mitbringen - und das tun sie. Ihre formadiblen Fähigkeiten sind über jeden Zweifel erhaben. Virgil's Bruder Gabriel McMahon (18) am Schlagzeug (der Bursche bedient seine "Schießbude" zuweilen wie ein Irrwisch - der junge Keith Moon kommt einem sponatn in den Sinn) und Bassist Jack Timmis (21) zeichnen für die großartige, tighte Rhythmusarbeit verantwortlich (Timmis sorgt zum Teil auch für einen, den dominierenden Gitarrensound wunderbar unterstützenden Orgel-Background). Sie bereiten damit die Grundlage für die große Entfaltung ihres herausragenden Frontmannes Virgil McMahon (19). Virgil besticht nicht nur mit einer eindrucksvollen Gesangs-Performance, nein, er ist vor allen Dingen ein sagenhafter Gitarrist. Ein "Wunderknabe" an den 6 Saiten. Tolle, packende Riffs, ein wahres Lead Gitarren-Feuerwerk und fantastische Soli in allen Variationen, dazu viel Gefühl - es gibt nichts, was dieser Bursche nicht drauf hat. Er braucht sich nicht im Geringsten hinter den Großen der Szene, wie z. B. Joe Bonamassa, zu verstecken. Der Kerl ist ein Saitenhexer par excellénce. Er selbst scheint beeinflusst von solchen Leuten wie Rory Gallagher, Peter Green, Jimmy Page, Jimi Hendrix, Stevie Ray Vaughan und Gary Moore, in der Musik findet man zudem durchaus Spuren solcher Helden wie Cream, Free, Led Zeppelin, Rolling Stones und Robin Trower. Doch mit wem man Virgil und seine Accelerators auch vergleicht - einerseits passt es, andererseits haben sie längst ihren eigenen Stil gefunden. Los geht's mit dem famosen "Working man": Ein 1-minütiges Intro an der akustischen Gitarre eröffnet die Nummer, doch dann rockt die Band mit einem wunderbaren, unvergleichlichen, einen sofort packenden Groove los. Ein bärenstarker Bluesrocker nimmt Fahrt auf, der sofort das gane Potential der Band aufzeigt. Was für eine exzellente Gitarrenarbeit. Das ist zeitloser, kraftvoller Bluesrock zum "mit der Zunge schnalzen". Mit viel Power und durchaus hart kommt der raue, straighte Riffrocker "Backstabber" daher, der aber gleichzeitig prächtig ins Ohr geht. Toller, intensiver Gesang von Virgil und ein paar prickelnde Gitarrenritte sorgen für jede Menge Feuer. Von ähnlichem Kaliber sind auch die viel Dynamik entfaltenden Kracher "Bad girl" und "Cold hearted woman". Ganz stark auch das toll groovende "Low down and dirty" Startet zunächst mit wuchtigen, wunderbaren, stark an Paul Rodgers' Free erinnernden Power-Riffs und mündet schließlich in einer brillanten, mitreissenden, gut 3-minütigen, ungemein variabel gestalteten Gitarrenschlacht, die sich anhört, als sei eine ganze Armee von Gitarristen am Start. Furiose Lead-Läufe, brodelnde Wah Wah-Sequenzen, spannende Tempowechsel und herrliche Twin-Leads - es ist alles dabei. Eine Hammer-Nummer! Sehr stark auch der klar strukturierte, bluesige, von wunderbar groovenden Riffs geprägte Seventies Classic-Rocker "88", bei dem der Funke erneut sofort überspringt. Tolle Melodik, erstklassiger Gesang, fulminantes Gitarrenspiel, glühende Soli! Zum Ende dieses fantastischen Albums holt Virgil McMahon nochmal alles raus, was er drauf hat. "Silver giver" ist ein von Virgil's Gitarrenspiel dominiertes, wunderschönes Instrumental. Ein hinreissender Slow-Blues, weitestgehend recht ruhig in Szene gesetzt, im Verlauf aber deutlich an Kraft zunehmend, um gegen Ende wieder in ruhigere Gewässer zurück zu finden. Virgil begeistert während der knapp 9 Minuten dieser Nummer mit geradezu faszinierendem Gitarrenspiel. Er demonstriert seine grenzenlose Variabilität und Virtuosität, seine umwerfende Technik, seine Fingerfertigkeit, sein immenses Feeling. Schön hier die dezente Orgel-Untermalung. Was für ein toller Abschluß dieses brillanten Albums. "Play it loud and enjoy" empfehlen die Jungs ihren Fans im Coverbooklet. Oh ja, dem sollte man umbedingt folgen. Bringt den Lautstärke-Regler auf einen amtlichen Pegel, und ihr werdet eure helle Freude haben. "Virgil & the Accelerators will blow you away"...

Das komplette Tracklisting:

1. Working Man 6:35
2. Refuse To Believe 3:24
3. Backstabber 3:02
4. 88 3:54
5. Racing With Life 3:57
6. The Storm 2:39
7. Low Down And Dirty 6:16
8. Bad Girl 2:56
9. Fell To The Floor 4:38
10. Cold Hearted Woman 3:40
11. Silver Giver 8:49

Art-Nr.: 7832
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Working man
Backstabber
88
Low down and dirty
Bad girl
Cold hearted woman
Silver giver

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Washers, The - everything at once [2014]
"Rock 'n Roll, y'all" - mit diesem wunderbaren Motto wird man eingangs der Internet-Präsenz der Washers begrüsst. Was für eine großartige, voller Klasse und Leidenschaft aufspielende Gitarren Rootsrock-/Countryrock-/Americana Rock-Band aus -na klar- Texas, genauer gesagt dem kleinen Nest East Bernard im westlich von Houston gelegenen Wharton County. "Everything at once" ist bereits das dritte Album des Quartetts (mittlerweile sind sie zum Quintett angewachsen - Shane Boeker ist als dritter Gitarrist hinzugekommen), mit dem sie sich nun endgültig im Kreis der ganz großen Texas-Acts festsetzen werden. Mit zwei exzellenten Gitarristen (Todd Janik und Justin Wilcox, der auch das Banjo und die Steelguitar bedient), einer vorzüglichen Rhythmusfraktion (Matt Kopycinski am Bass und MikeFaltysek an den Drums), sowie 3 fantastischen Sängern (alle, ausser dem Drummer singen Lead und Harmonies) verschmelzen sie klassische Retro Countryrockstrukturen mit zeitgemässem Gitarren Rootsrock, feinem Americana-Feeling und einem gepflegten Schuß Southern Rock-getränktem Red Dirt-Flair zu ihrem unwiderstehlichen, eigenen Sound. Dabei sind Einflüsse zu hören, die durch die gesamte Historie des Roots- und Countryrocks reichen, von Poco und den Flying Burrito Brothers, über Neil Young, bis hin zu aktuellen Bands wie The Band Of Heathens, der Kyle Bennett Band, Midnight River Choir, Reckless Kelly und der Zac Brown Band (ohne das Karibik-Flair). Die Musiker harmonieren prächtig miteinander. Die erdigen Gitarren, teils mit prächtigen Soli, dominieren und ergänzen sich dabei perfekt mit den ausnahmslos herausragenden Gesangsleistungen und Melodien. Los geht es mit dem bärenstarken "Break your heart", einem durchaus angerauten, dabei aber überaus melodischen Red Dirt-Rootsrocker mit einer tollen Gitarrenbegleitung und herrlich groovender, dezent jammiger Bongo-Percussion im Hintergrund. Dazu gibt's ein vorzügliches, sehr Southern-affines, zündendes Gitarrensolo. Wundervoll, wie die 3 Sänger ihre Stimmen einsetzen. Ein Hammer-Auftakt! Rootsrock aus Texas der Güteklasse 1A! Weiter geht's mit dem recht lockeren, flockigen, gleichzeitig schön knackigen, flüssigen, erneut mit einer klasse Melodie auftwartenden Countryrocker "Pennies". Wir hören eine großartige Banjo-Untermalung und starke E-Gitarren-Begleitung, inklusive eines erneut sehr versierten, erdig rauen Solos. So jagt eine Killer-Nummer die nächste. Nun steht das grandiose "Austin Town" auf dem Programm. Was für eine hinreissende Hommage an die texanische Musikmetropole. Was für eine famose Countryrock-/Americana-/Roots-Ballade. Abermals begleitet von einem im Hintergrund agierenden, schön trockenen Banjo-Lick und herrlichen Gitarren, versteht es die Band hervorragend, die eingängige, sich im Ohr festfressende Harmonie des Songs mit einer staubigen, stets angeraute Roots-Basis zu verbinden. Das ist es, was diesen prächtigen Red Dirt-Sound so unwiderstehlich macht. Dieses Stück ist geradezu ein Musterbeispiel dafür. Jede Menge Southern-Einflüsse gepaart mit einem ordentlichen Schuß Neil Young & Crazy Horse bestimmen das wunderbar rockige "Fame". Tierisch die von den beteiligten Gitarristen zelebrierten E-Gitarren-Breaks in der Mitte und am Ende, zum Teil mit tollen Double-Leads. "Stepping stone" ist ein straighter, tougher Roots-/Countryrocker mit starken Riffs, der ein wenig an Reckless Kelly und zünftige Micky and The Motocars erinnert. Erneut eine schöne Banjo-Untermalung, eine großartige Melodie und exzellenter (Harmonie)Gesang bestimmen das Geschehen. Es folgen der wunderschöne Retro-Countryrocker "Small town", der uns die goldenen, alten Zeiten ala Poco, Flying Burrito Brothers und Pure Prairie League in Erinnerung ruft, der waschechte, raue Southern Rocker "Hired hand", der wie eine Verbindung legendärer Helden wie Lynyrd Slynyrd und den aktuellen Genre-Königen Blackberry Smoke daherkommt, und die geradzu hymnische Americana-Ballade "Best of me", mit der das Album ohne die Spur eines Ausfalls genauso famos endet, wie es begonnen hat. Ja, wie wiederholen es gerne: The Washers gehören nach diesem Album zweifelsfrei zu den absoluten Top-Adressen des Genres. Wir sind begeistert! Genau so muss man ihn spielen, diesen fantastischen "Roots'n Country-Rock'n Roll made in Texas"!

Das komplette Tracklisting:

1. Break Her Heart - 3:57
2. Pennies - 4:01
3. Austin Town - 5:04
4. Weak in the Knees - 3:30
5. Pink and Yellow Packets - 2:51
6. Fame - 4:19
7. Stepping Stone - 4:01
8. Small Town - 3:46
9. Hired Hand - 3:47
10. Best of Me - 6:39

Art-Nr.: 8669
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

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Break her heart
Pennies
Austin Town
Fame
Stepping stone
Small town
Hired hand

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Watson, Aaron - real good time [2012]
Ach, ist das schön ein Countryfan zu sein. Das sind die Alben, die wir so lieben, die man jedem als Referenzwerk vorspielen kann, der beginnt, sich für Countrymusic zu interessieren. Das ist die Musik, mit der man zum "Countrymusic-Junkie" werden kann. Wunderbar! Auslöser dieser "Glücksgefühle" ist das neue Werk von Aaron Watson mit dem bezeichnenden Titel "Real good time". Der Texaner, geboren und aufgewachsen in Amarillo, heute zu Hause in Abilene, gehört im heimatlichen Lone Star State längst zu den ganz Großen der Countrymusic. Völlig zu Recht! "Real good time" demonstriert das in beeindrucknder Art und Weise - es ist ein Werk, dass die Countryfreunde auch weit über die Grenzen Texas' hinaus vollends begeistern wird. Mit dieser Msuik hätte es Watson endlich verdient, den ganz großen Durchbruch zu schaffen. Das ist unverfälschter, schnörkelloser, authentischer Texas Honky Tonk, Outlaw Country und Pure Traditional Country, dem der "Red Dirt"-Staub spürbar an den Stiefeln haftet. Ehrlich, rein, erfrischend unverbraucht, voller Inspiration, Herz und Seele! Aaron Watson, dem man in seiner Heimat übrigens nach einem gleichnamigen Song von ihm liebevoll den Sptznamen "Honky Tonk Kid" verpasst hat, hat sich in den letzten Jahren mit etlichen großartigen Alben und seinem ausgedehnten Touring (200 Gigs pro Jahr sind gar nichts) stets weiter entwickelt, blieb dabei aber immer seiner "real Country"-Linie treu. Wie selbstverständlich schafft er es mit durch und durch traditionell verwurzelter Countrymusic ohne befremdliche, aufgesetzte Pop-Attitüden den Zahn der Zeit zu treffen und auch das junge texanische Publikum in Scharen zu begeistern. Das ist es, was Nashville so sehr fehlt. Reinen Country zu produzieren und dennoch "hip" zu sein. Aaron Watson zeigt lässig und cool, wie man's macht. Das Album ist gefüllt mit der satten 18 Songs. 13 davon sind brandneue Stücke, 5 sind "alte" Klassiker seiner bisherigen Karriere, die er aber für dieses Album noch einmal in ganz neuen Versionen eingespielt hat - das besagte, kultige "Honky Tonk Kid" beispielsweise im Duett mit Willie Nelson. Doch "good old Willie" ist bei weitem nicht der einzige Gast, den Aaron als Gesangspartner gewinnen konnte, aber dazu im Verlauf des Reviews mehr. Gleich mit dem Eröffnungstrack, dem Titelstück, gibt es kein Halten mehr. Was für eine fantastische Nummer! Flottes Acoustic Gitarren-Picking, eine grandios gespielte, elektrische Lead-Gitarre kommt hinzu (überhaupt bietet das Album immer wieder herausragendes Gitarrenspiel, u.a. von Brent Mason und David Grissom), die Fiddle surrt, es entsteht eine hinreissende Melodie. Aaron's starker Gesang setzt zusammen mit der dynamisch agierenden Rhythmusfraktion ein und bringt den Song nun richtig in Schwung - ein herrlicher, mächtig Stimmung machender, "dance florr filling" Uptempo Honky Tonker, der einen packt und nicht mehr los lässt. Und wenn Aaron singt: "So cast away all our cares in the world, like a worm on a hook on a cane pole line, let your hair down, kick your feet up, let a country boy show you a real good time", sieht man sie direkt vor seinem geistigen Auge, die in einem texanischen Roadhouse zur stimmungsvoll aufspielenden Band ausgelassen tanzenden Cowgirls und Cowboys - toll! Von ähnlichem Kaliber ist der temporeiche, "angerockte" Countryfeger "Summertime girl", mit seiner surrenden Fiddle, den schönen Pedal Steel-Fills und den würzigen, ein staubiges "Red Dirt"-Flair vermittelnden E-Gitarren. Dann das überragende "July in Cheyenne": ene geradezu traumhaft melodische, bewegende, voller Western-Feeling steckende, lockere Midtempo-Countrynummer zu Ehren des professionellen Bullriders Lane Frost, der bei einem Rodeo in Cheyenne/Wyoming tödlich verunglückte. Pedal Steel, Acoustic Gitarre und Fiddle sorgen gemeinsam mit Aaron's tollem Gesang (erinnert hier im Timbre ein wenig an Gary Allan) für eine hinreissend harmonische Inszenierung. Vor allem die wunderbaren instrumentalen Breaks lassen einen die ganzen Emotionen dieses Liedes spüren. Ehrliche, natürliche Countrymusic, wie man sie schöner kaum spielen kann. Bärenstark beispielsweise auch die von Chuck Pyle komponierte Coverversion des einstigen Chris LeDoux-Hits "Cadillac cowboy" (gab's auch von der Nitty Gritty Dirt Band auf deren "Partners, Brothers and Friends"-Album aus dem Jahre 1985, dort allerdings unter dem Titel "Other side of the hill"), den Aaron hier gemeinsam mit dem PBR-Champion Justin McBride vorträgt, wie auch das Cover der Stevie Nicks-Nummer "Leather and lace" (Nicks sang diesen Song seinerzeit zusammen mit Don Henley), den wir hier im Duett mit der fabelhaften Elizabeth Cook hören (wundervolle Begleitung aus Pedal Steel, Mandoline und transparenten Gitarren). Wie man ordentlichen Outlaw Country spielt, demonstriert Watson zusammen mit seinen Kumpels Pat Green und Josh Abbott (Josh Abbott Band) mit dem Waylon-beeinflussten, großartigen "Texas boys" und das zunächst sehr traditionell beginnende, dann aber kräftig und herzhaft rockende, sogar mit einer kleinen "kick-ass" Rap-Phase garnierte "Hey y'all" versetzt noch einmal die "junge Texas Cowboy-Meute" in Hochstimmung. Doch was man auch herauspickt, dieser Aarom Watson und seine beteiligten Musiker begeistern in jeder Hinsicht mit einer voller Spielwitz und Frische steckenden Countrymusic, wie man sie heute leider nur noch viel zu selten geboten bekommt. Unter all diesen Stücken ist nicht ein einziger Durchhänger - ganz im Gegenteil. Die erste Single übrigens, "Raise your bottle", erreichte sofort die Nummer 1 der Texas Music Charts! Oh ja, Mr. Watson, dieses Album bereitet einem wirklich eine gute Zeit, denn "Real Good Time" ist "Real Good Countrymusic" - und zwar verdammt gute!

Das komplette Tracklisting:

1. Real Good Time (2.23)
2. Summertime Girl (3.44)
3. Lips (3.48)
4. Turn Around (3.35)
5. July In Cheyenne (Song For Lane's Momma) (4.22)
6. Cadillac Cowboy (3.06)
7. Fish (2.23)
8. Leather And Lace (3.54)
9. Raise Your Bottle (3.32)
10. Texas Boys (3.44)
11. Nowhere Fast (3.02)
12. Deer Blind (2.41)
13. Hey Y'all (My Contribution To Ruining Country Music Country Song! Ha!) (3.51)
14. Barbed Wire Halo (4.25)
15. Reckless (3.42)
16. Off The Record (3.35)
17. I Don't Want You To Go (2.54)
18. Honky Tonk Kid (4.13)

Art-Nr.: 7960
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

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Real good time
Summertime girl
July in Cheyenne
Cadillac cowboy
Raise your bottle
Texas boys
Barbed wire halo

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Wheeler Trio, Charlie - rewind [2015]
"Hailing from a small town called Ridgway" im US-Bundesstaat Pennsylvania, gelingt dem famosen Charlie Wheeler Trio mit "Rewind" ein geradezu herausragendes "Hi Energy"-Bluesrock-Album. Ihre aussergewöhnliche, von großer Muikalität geprägte Art des "hard driving" Groove-Rocks ist eine fulminante Mischung aus Blues-, Funk- und Southern Rock-Elementen, zuweilen gepaart mit ein paar Spuren des energetischen Post Grunge Hard Rocks. Das wirkt ein wenig wie ein brodelndes Gemisch aus Anleihen der The Black Crowes, The Allman Brothers Band mit einem Hauch von Pearl Jam - und doch, Charlie Wheeler und seine Mannen kreieren ihr eigenes, ganz heißes Ding. Wheeler ist ein grandioser Musiker. Man kann gar nicht entscheiden, was man mehr herausstellen soll - sein, und das ist für dieses Genre wahrlich nicht alltäglich, bärenstarker, kraftvoller, intensiver Gesang, oder sein brillantes, ungemin virtuoses, emotionales, glühendes, trotz aller längeren Ausflüge auf den Punkt gebrachtes, wunderbar hängen bleibendes Gitarrenspiel. Er ist ein absoluter Meister seines Fachs, und zudem ein exzellenter Komponist. Umgeben wird er von einer nicht minder starken Rhythmusfraktion, bestehend aus dem technisch ungemein versierten, mit viel Finesse aufspielenden Drummer Rad Akers und dem für einen tollen Basic-Groove sorgenden Bassisten Dave Fink. Was die Drei auf die Beine stellen ist eine geradezu mitreissendes Elixier aus Blues und Rock, verfeinert mit den oben bereits erwähnten Spuren aus Funk-und Southern-Elementen. Trotz aller jammigen Neigungen, die die Band vor allen Dingen live auslebt, legt man bei diesem Album immensen Wert auf saubere, gut hänge bnleibende Songstrukturen, was hervorragend gelingt. Es gibt nicht eine schwache Nummer. Zudem kommt das Material in einem ungemein knackigen, kraftvollen, satten, fein akzuentierten, glasklaren Power-Sound. Es passt einfach alles zusammen. Das Album startet gleich mit einer mächtig Druck fabrizierenden "Killer"-Nummer. "Love letter" heisst der Track, ein gewaltig groovender Funk-Bluesrocker mit treibenden Basslinien und kochend heißen Gitarren-Riffs. Die Band spielt sich sofort in einen "Rausch", der Funke springt unmittelbar über. Gedanken wie "Wow, was für eine rattenscharfe Truppe" schwirren einem durch den Kopf. Das rockt! Enthält ein tierisches, mit klasse "Wah Wah"-Klängen angereichertes, brennendes Gitarrensolo im Break. Ein erster Vorgeschmack für die genialen Gitarrenläufe, die im weiteren Verlauf des Albums noch auf uns zukommen. "Big City Blues" ist ein wieder etwas funky groovender, packender, sehr auf eine gute Melodik ausgerichteter, dabei sehr spielfreudig und ordentlich knackig umgesetzter, kraftvoller Bluesrocker, der mit starken Riffs und einem glühenden, elektrisierenden, dabei ganz wunderbar melodischen Gitarrensolo des Meisters punktet. Großartig! Dann der Titeltrack "Rewind": Was für eine hinreissend schöne, dennoch immens knackig in Szene gesetzte, voller Southern-Flair steckende, exzellente Bluesrock-Ballade. Besticht zum einen mit einen saustarken, genauso kraftvollen, wie emotionalen "soulful" Gesangsvortrag Wheeler's, und zum anderen mit einem fantastischen, sich unwiderstehlich in unsere Gehörgänge schlängelnden, feurigen Gitarrensolo. Eine Wonne! Das folgende "Back to Frisco Bay" ist eine lupenreiner, schnörkelloser, erneut schön Southen-mässig eingefärbter, von traumhaften Lead Gitarren-Linien durchzogener, einen klasse Drive entwickelnder Boogie-/Blues-Rock'n Roller, während das furios nach vorn gehende, kochende "River's gonna rise" mit seinem tierischen Drumming und den fulminanten Wah Wah-Gitarrenklängen, inklusive eines Hammer-Solos, wieder etwas mehr Richtung Funk-Blues tendiert. Der würzige Bluesrocker "Love comes tumblin' down" kommt mit einem klasse Shuffle-Rhythmus und wird von Wheeler erneut gesanglich 1a vorgetragen. Unterbrochen wird die Nummer von einem dreckigen, direkten, überaus virtuosen, prächtig hängen bleibenden, spitzenmässigen Gitarrensolo. Kommen wir zu dem brillanten "The ghost of who you were", einem mörderisch knackig und klar in Szene gesetzten, irgendwie schwer und "heavy", gleichzeitig aber auch spielerisch locker wirkenden Midtempo (Blues)Rocker, mit einem ganz dezenten Southern-Feeling und großartigen Twin Guitar-Riffs. Das ausgedehnte, "zerrige", unter Starkstrom stehende Gitarrensolo im Break ist einfach umwerfend. Wen das nicht packt, dem ist wirklich nicht zu helfen. Es ist alles gesagt. Das Charlie Wheeler Trio verzückt uns mit einem Hammer-Album! Auch die Gov't Mule-Frakton wird wohl ihre helle Freude an dieser Truppe haben. Also, rein mit dem Ding in den Player, und lasst Euch treiben von dieser packenden "Mugge"...

Das komplette Tracklisting:

1. Love Letter - 4.07
2. Semi Good Lookin' - 3.35
3. Big City Blues - 4.38
4. Rewind - 5.27
5. Back to Frisco Bay - 3.12
6. Makin' Love in the Afternoon - 5.55
7. River's Gonna Rise - 5.15
8. I Like to Wander - 4.26
9. Love Comes Tumblin' Down - 3.58
10. Lady Luck - 3.50
11. The Ghost of Who You Were - 6.10
12. So Glad to Be Here - 4.19

Art-Nr.: 8953
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Love letter
Big City Blues
Rewind
Back to Frisco Bay
River's gonna rise
Love comes tumblin' down
The ghost of who you were

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Whiskey Myers - mud [2016]
Viertes Album von Whiskey Myers. Die Txaner untermauern ihren Status als einer der gefragtesten Southern Rock-/ Red Dirt-Acts der Gegenwart auf eindrucksvolle Art und Weise. Mit ihren Freunden von Blackberry Smoke agieren sie längst auf Augenhöhe. Ganz starke Vorstellung! Whiskey Myers rocks!

Daniel Daus vom "Sounds Of South"-Webzine schreibt zu diesem Album:
Whiskey Myers zählen fast schon zum ‚alten Eisen‘ der neuen heranwachsenden jungen Southern Rock-Generation. Die Band aus Palastine, Texas, die zunächst eher dem Red Dirt-Genre zugerechnet wurde, bestehend aus Cody Cannon (lead vocals, acoustic guitar) Cody Tate (guitars, vocals), John Jeffers (guitars, vocals), Gary Brown (bass), Jeff Hogg (drums) sowie den neuen Mitgliedern Jon Knudson (fiddle, keys – teilweise auf einem Piano aus dem Jahre 1904 eingespielt!) und Tony Kent (percussion) hat sich seit ihrem Debüt „Road Of Life“ aus dem Jahr 2008 kontinuierlich gesteigert und nimmt mittlerweile neben Blackberry Smoke so etwas wie eine Führungsposition dieser Bewegung ein. Mit „Mud“ legen sie jetzt ihren vierten Silberling, produziert von Grammy Gewinner Dave Cobb (Chris Stapleton, Rival Sons, Shooter Jennings), hin, der auch wieder zu überzeugen weiß. Ein kurzweiliges, zehn Stücke umfassendes Album, das eigentlich alles bietet, was der gediegene Freund von Country- und Southern Rock-inspirierter Musik erwartet. Zum Auftakt darf Knudson direkt mal seine Fiddle beim atmosphärischen Opener „On The River“ quietschen lassen. Nach recht introvertiertem Beginn, nimmt das Stück Fahrt auf, um im weiteren Verlauf immer wieder im Tempo zu variieren. Klasse auch die zu Cannons kauziger Stimme hinzu kommenden weiblichen Harmoniegesänge und die knarzige E-Gitarre am Ende. Ein toller Auftakt. Der Titelsong stampft schön zu raunzender Orgel und begleitenden Uuhuuh-Gesängen durch swampig matschige Southern Rock-Gefilde. Sehr schön hier das progressiv anmutende Bridge im Mittelteil. „Lightning Bugs And Rain“ ist ein fröhlicher Bläser-gestützter Schunkler, perfekt genießbar in Bierlaune. „Deep Down In The South“ hatte gut auf Lynyrd Skynyrds damaliges „Twenty“-Album gepasst. Toll wieder die Backgroundgesänge und die heulende E-Gitarre. Eine Klasse-Nummer. Die herzzerreißende Piano-getränkte Ballade „Stone“ (pathetischer Gesang von Cannon, episches E-Solo) beschließt die erste Hälfte des Werkes. „Trailer We Call Home“ erinnert entfernt an „Curtis Loew“, bleibt in seiner Gesamtheit aber mehr im Veranda-Country-Format. „Some Of your Love“ orientiert sich an den guten Siebzigern, im Refrain blinzeln die guten alten Bad Co. ein wenig durch. Der ‚Froschmann‘ taucht ab in Gewässer irgendwo zwischen Black Crowes (kein Wunder deren Rich Robinson hat als Co-Writer fungiert) und den derzeit angesagten Cadillac Three um deren Mastermind Jaren Johnston. Dass ein Lied mit dem Titel „Hank“ Country-lastig daherkommt war zu erwarten, Whiskey Myers schwenken aber trotz einer markanten Fiddle-Hook in deutliche Southern Rock-Gefilde über (klasse E-Gitarren und weibliche Background vocals). Am Ende werden ‚die guten alten Tage‘ überwiegend akustisch (Akustikgitarre, Mandoline) mit kollektiven Gesängen abgefeiert. Erinnert zum Teil an Skynyrds einstiges „Made In Shade“. Ein echter Gassenhauer als Finale. Whiskey Myers liefern mit „Mud“ erneut ein durchgehend starkes und in sich stimmiges Werk ab. Diese musikalische Schlammschlacht mit Whiskey Myers lohnt sich für Southern Rock- Kinder gebliebene Leute wie uns in jedem Fall! Klasse übrigens auch das Coverbild mit den tarn-beschmierten Gesichtern. (www.sounds-of-south.de)

Das komplette Tracklisting:

1. On the River - 3.54
2. Mud - 4.11
3. Lightning Bugs and Rain - 3.11
4. Deep Down in the South - 3.21
5. Stone - 5.35
6. Trailer We Call Home - 3.39
7. Some of Your Love - 3.23
8. Frogman - 3.38
9. Hank - 3.58
10. Good Ole Days (feat. Brent Cobb) - 3.57

Art-Nr.: 9267
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

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Widespread Panic - street dogs [2015]
"Street dogs" ist das lang erwartete, von den Heerscharen ihre Fans herbeigesehnte, 12. Studioalbum der begnadeten Jamrock-Formation. 5 Jahre nach dem gefeierten "Dirty side down" setzen sie nun, man mag es kaum glauben, glatt noch mal einen drauf. Diese Band kennt keinen Stillstand. Die Entwicklung geht immer weiter, Grenzen scheint es keine zu geben. Live aufgenommen in den bekannten Echo Mountain Studios von Asheville in North Carolina mit ihrem langjährigen Freund und Produzenten John Keane am Mischpult, entwickelt die Band eine Spielfreude, die ihresgleichen sucht. Die Inspiration, die sie antreibt und den Spaß, den sie im Studio hatten, spürt man ab den ersten Sekunden der wunderbaren Eröffnungsnummer "Sell Sell". Das überträgt sich wie ein Magnet auf den Zuhörer und lässt ihn nicht mehr los. "Street dogs" ist ein sehr kraftvolles, jammiges Album geworden, bei dem die Band die ganze kreative Bandbreite ihrer musikalischen Orientierung auslebt. Das Songmaterial ist aussergewöhnlich stark, lebt einerseits von überragenden Songstrukturen, andererseits aber auch von den langen instrumentellen Passagen, bei denen die einzelnen Musiker mit ihrem herausragenden Können glänzen können. Und alles bleibt wunderbar hängen. Was für ein Spirit - hinreissend! Es gibt einen vorübergehenden Wechsel in der Band. Am Schlagzeug sitzt zur Zeit Derek Trucks' (Tedeschi Trucks Band) jüngerer Bruder Duane Trucks von den Hard Working Americans (bei denen ja auch Dave Schools den Bass zupft), der den etatmässigen Todd Nance ersetzt, der sich eine längere Auszeit von der Band genommen hat, im Jahr 2016 aber wohl zurückkehren wird. Duane Trucks trommelt äusserst "tight", was dem Panic-Sound sehr gut zu Gesicht steht. Ansonsten ist die Besetzung die alte. Vor allen Dingen JoJo Hermann an den Keyboards und der geniale Gitarrist Jimmy Herring glänzen während der Instrumentalpassagen immer wieder mit magischen, fulminanten Soli, wobei Herring zumeist sehr erdig und kraftvoll spielt. Und John Bell's Gesang war nie besser! Das Album startet mit einer fantastischen, herrlich jammigen Fassung der prächtigen Alan Price-Nummer "Sell Sell". Der Song kommt mit viel Power, aber auch mit einer wunderbar unbeschwerten "Leichtigkeit". Die Rhythmusfraktion agiert phänomenal, genau wie JoJo Hermann mit einem tollen Orgelsolo und Jimmy Herring mit einem packenden, ausgedehnten, seine ganze Virtuosität ausspielenden, variablen, satten Gitarrensolo, inklusive großartiger Wah Wah-Momente. Gleich eine absolute Hammer-Nummer zum Auftakt! Irre stark auch das knapp 8-minütige "Cease fire"! Klingt wie die moderne Adaption der Philosophie der The Allman Brothers Band, mit Anleihen von Santana und den legendären Blind Faith, sowie, vor allem während des knapp 5-minütigen Instrumentalparts, einem Hauch von Pink Floyd. Wir hören wunderbare Percussion, fabelhafte, unwiderstehliche Gitarrenausflüge von Jimmy Herring, viel viel Jam-Freude - und doch ist das alles eigehüllt in eine ganz wunderbare Melodie. Ein von herausragender künstlericher Qualität geprägtes Fest für die Ohren. "Angel don't sing the Blues" kommt hingegen zunächst mit ein wenig unterschwelligem Jazz-Flair, lässt aber nach einem klasse platzierten Tepowechsel dann einen Hauch von Psychedelia einfliessen - alles stilsicher miteinander kombiniert zu einem erlesenen, großartig inszenierten, gepflegten Jam-/Blues-Rocker, während die Band mit dem mächtigen "Honky Red" einen lupenreinen, phänomenalen, fetten, satten Southernrocker raushaut, vollgepackt mit kochenden, schweren Riffs und einem langen, "brennenden" Gitarrensolo. Toll! Das sind nur wenige, wahllos herausgegriffene, näher beleuchtete Beispiele, stellvertretend für das komplette, wundervolle Songmaterial, bei dem die Band während der gesamten knappen Stunde Spielzeit dieses Albums nicht die Spur einer Schwäche zeigt. Keine Frage, Widespread Panic sind auf einem neuen Karriere-Höhepunkt ihrer eh schon formidablen Studio-Tätigkeiten angelangt. Brillant!

Das kpmplette Tracklisting:

1. Sell Sell - 6.25
2. Steven's Cat - 4.28
3. Cease Fire - 7.51
4. Jamais Vu (The World Has Changed) - 7.14
5. Angels Don't Sing The Blues - 5.54
6. Honky Red - 6.27
7. The Poorhouse Of Positive Thinking - 5.10
8. Welcome To My World - 5.51
9. Tail Dragger - 4.49
10. Street Dogs For Breakfast - 4.31

Art-Nr.: 8983
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Sell Sell
Steven's cat
Cease fire
Angels don't sing the Blues
Honky Red
The poorhouse of positive thinking
Welcome to my world

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Wiggins Band, Scott - burn [2007]
Die sehr junge, aber bereits überaus professionell und reif agierende, texanische Scott Wiggins Band aus dem Raum Corpus Christi/San Antonio spielt sich mit ihrem bereits zweiten Album "Burn" in beeindruckender Art und Weise in die Riege solch gestandenener "Red Dirt"-Acts wie Cross Canadian Ragweed, der Britt Lloyd Band, der Eli Young Band, Bart Crow Band & Co.! Intensives Touring beschert der Band in ihrer Heimat bereits eine große Anhängerschaft. Kein Wunder, denn was das Quartett abliefert, ist herrlich unbeschwerter, kraftvoller, Texas-"Red Dirt"-Roots-/Americana-/Countryrock mit einem genußvollen Schuß Southern-Feeling, wie er im Lonestar-State so unnachahmlich praktiziert wird. Sehr stark! Scott, ein großartiger Sänger mit einer für diese Art von Musik geradezu prädestinierten Stimme, hat alle zehn Tracks komponiert, lediglich einmal stand ihm sein langjähriger Freund und Bandmitbegründer John Diaz zur Seite. An den Reglerknöpfen wurde die Band diesmal in Form von Gitarrist/Songwriter Keith Davis und Grammy-Gewinner Adam J. Odor von zwei echten texanischen "Schwergewichten" unterstützt. Die zehn Stücke von "Burn", überwiegend sehr kräftig in Szene gesetzt, bestechen mit einem großartigen, sehr satten Gitarren-Arrangement. Dazu kommen ganz wunderbare Melodien, denen allesamt, ohne offensichtliche Anbiederungsversuche (die "Ecken und Kanten" bleiben trotz der herrlichen Melodik gewahrt) eine gewisse Radiotauglichkeit attestiert werden kann. Sämtliche Stücke bewegen sich im Drei- bis Vier-Minutenbereich, rocken teils recht kompromisslos, straight und sehr rhythmisch geradeaus, lassen aber auch ab und zu mal Luft zum Durchatmen, wobei dann ein entspanntes "Border-/Countryrock-Flair" (z. B. "Long run") mit dezentem Retro-Touch versprüht wird. Beindruckend für einen noch so jungen Frontmann wie Scott Wiggins, ist neben seinen zweifelsfreien kompositorischen Fähigkeiten, wie bereits erwähnt, auch die schon erstaunlich variabel und reif eingesetzte, Stimme . Bei den angesprochenen flockigeren Sachen wie "Lonely’s Holding Me", "Long Run" oder "Perfect Way To Fall" (alle mit schöner Baritone-E-Gitarre bestückt) blinzelt neben dem typischen "Red Dirt"-Flair sogar ab und zu ein unterschwelliges, Elvis-ähnliches Nostalgie-Feeling durch (Scott ist seit frühester Kindheit ein glühender Elvis-Verehrer), bei den fett rockenden Nummern, wie "Side Of Me" , "When She’s Lonely" oder "Addictions" staubt's dann in Richtung Cross Canadian Ragweed. Das Fundament bildet die glänzende Rhythmus-Fraktion, bestehend aus Drummer John Diaz (knackiges, kraftvolles Spiel), Gitarrist Ricky Diaz (nicht verwandt mit John), sowie der wunderbar dynamische Basslinien abliefernde Ryan Fedako. Herrlich auch immer wieder die glühende, auf den Punkt gebrachte Lead-Gitarre von Gitarrist Austin Gilliam, die dem Ganzen zum Teil einen schönen Southern-Rock-Anstrich verpasst. Einzelne Stücke ganz explizit als Highlight herauszuheben, würde jedem einzelnen Song nicht gerecht werden. Durchweg sehr starker Stoff für Freunde der bereits erwähnten Interpreten, aber auch die Ryan Bales Band, Rich O'Toole, die Tyler McCumber Band etc. sind adäquate Vergleichsgrößen. "Burn" - das "Red Dirt"-Feuer der Scott Wiggins Band brennt! Und zwar lichterloh! (Daniel Daus / J.T.)

Art-Nr.: 5442
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Was it worth it
Side of me
Lonely is holding me
There goes the world
Long run
Addictions

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Wild Feathers, The - lonely is a lifetime [2016]
A breath of fresh air in the rock and roll world" – so, und mit vielen weiteren Lobeshymnen wurde das 2010 in Nashville/Tennessee gegründete Rootsrock-Quartett angesichts ihres vor 3 Jahren erschienenen, fantastischen Debüts von den Kritikern nahezu überschüttet. Nun führt das Quartett bestehend aus Ricky Young (guitar, vocals), Taylor Burns (guitar, vocals), Joel King (bass, vocals) und Ben Dumas (drums) den eingeschlagenen Weg mit ihrem Major-Nachfolgewerk „Lonely Is A Lifetime“ (Warner Bros. Records) mit neuem Elan fort. Sowohl Young, als auch Burns und King geben sich dabei wieder als gleichberechtigte Lead-Sänger und beweisen ihr vokales Können auch mit wunderbaren Harmoniegesängen. Schon direkt mit dem knackig rockenden Opener „Overnight“ lassen sie ihrer Energie freien Lauf. Der voller Euphorie strotzende Refrain animiert regelrecht zum Mitsingen. Atmosphärisch, in dezenter Britpop-Manier, wandelt das folgende „Sleepers“ traumwandlerisch durch den Raum. Mit dem über acht Minuten währenden „Goodbye Song“ beweist der Vierer seine ganze spielerische Finesse. Der Song verläuft in den gesungenen Parts im Westcoast-Stil von Acts wie Poco oder den Eagles wird aber durch zwei lange progressiv-/Jam-artige Instrumentalpassagen nach Pink Floyd'schem Muster mit furioser E-Gitarrenarbeit eingekleidet. Das passt wunderbar zusammen. Das ungekrönte Highlight der CD! Auch im weiteren Verlauf überzeugen die Wilden Federn immer wieder mit ihren, positive Stimmung/gute Laune verbreitenden Hooks und Refrains. Das Heartland-umwehte „Leave The Light On“ lässt dabei sogar Reminiszenzen an Größen wie den Hooters, Simple Minds oder U2 aufkommen. Klasse auch die im Titellied verankerte 60/70ies-Retrospektive a la Monkees, Byrds & Co. Das hymnische, mit seinem elektrisierenden Refrain bestückte „Into The Sun“ dürfte ein Kracher in Sachen Interaktion mit ihren Fans im Live-Programm der Band werden. Stark hier, wie auch bei einigen anderen Tracks, das immer wieder im Southern Rock verankerte E-Gitarrenspiel. Die interessante und recht eigenwillige Kombination aus Drum Loops, Akustikgitarre und Gesang funktioniert beim abschließenden „Halleluhja“ ebenfalls überraschend gut. Das Zweitwerk "Lonely Is A Lifetime" der Wild Feathers strotzt nur so vor großartigen Texten, Hooks, Songs und Melodien. Vielleicht sind vereinzelte Songs etwas poppiger als der Vorgänger, doch das bedeutet alles andere als eine Schwächung. Nein, das ist bester, modern arrangierter, aber auch zeitloser, höchst erfrischender Rootsrock/-Pop, Americana Rock/-Pop, Power-Pop, teils mit einem Hauch von Southern-Feeling, mit Einflüssen von den ganz frühen Matchbox 20, The Band, Tom Petty, The Clarks, bis hin zu den Avett Brothers. Produziert hat erneut der großartige Jay Joyce (u. a. John Hiatt, Derek Trucks Band, Cage The Elephant, Emmylou Harris, Patty Griffin, Little Big Town und Eric Church),. Ein spacig gestaltes Coverartwork (tolles Titelbild) mit allen Texten gibt’s dazu. Klasse! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Overnight - 4:07
2. Sleepers - 4:49
3. Goodbye Song - 8:16
4. Don't Ask Me To Change - 4:30
5. Happy Again - 4:53
6. Leave Your Light On - 4:17
7. Help Me Out - 3:45
8. Lonely Is A Lifetime - 2:46
9. On My Way - 4:09
10. Into The Sun - 3:00
11. Hallelujah - 4:05

Art-Nr.: 9125
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Womack, Drew - same [2004]
Vorweg eine schlechte Nachricht: Drew Womack hat nach 14-jähriger Tätigkeit seinen Dienst als Frontmann der äußerst beliebten New Country-Truppe "Sons Of The Desert" eingestellt! Die gute aber lautet - und das ist das entscheidende: Er legt ein wahrhaft meisterliches Solodebut vor, eine nahezu ideale Kombination aus sehr knackigem, frischem, von traumhaften Melodien durchzogenem New Country und Countryrock/-pop zwischen erdiger texanischer Ursprünglichkeit und dem "Glanz" Nashville's! Irgendwo war klar, daß ein musikalischer Charakterkopf, wie ihn Sänger, Multiinstrumentalist und Songwriter Drew Womack nun einmal darstellt, nicht weiter untätig bleiben würde, nachdem es schon über zwei Jahre um die "Sons" recht ruhig geworden war. Trotz zweier klasse CDs "Whatever Comes First" (1997) und "Change" (2000), gelang es der Band aufgrund ständiger Unruhen (Labelwechsel / interne Umstrukturierungen) nicht, aus ihrem ohne Zweifel großen musikalischenPotential die entsprechenden Früchte zu ernten. Nachdem alle rechtlichen Fragen geklärt waren (Drew kann über alle SOD-Songs frei verfügen), ist der Alleingang die wohl logische und begrüßenswerte Konsequenz des Ganzen, zumal das Tuch zwischen ihm und den Ex-Kollegen nicht völlig zerschnitten zu sein scheint. Denn bis auf Drummer Brian Westrum sind alle Mitstreiter vergangener Tage auf seinem Debüt involviert. Der mittlerweile in Austin, Texas ansässige Singer/Somgwriter sprüht geradezu vor Energie und brennt ein richtiges Feuerwerk an erstklassigen Songs ab, von denen aber auch kein einziger einen Ausfall darstellt. Im Dunstkreis der etablierten Texas-Szene von Leuten wie Radney Foster, Rodney Crowell, Pat Green, Chris Knight & Co. trifft er zielsicher den schmalen Grat zwischen rootsigen Texas "Red Dirt"-Anlagen, Alternate Country, dezent poppigen, manchmal von einem gewissen Wedstcoast-Feeling umhauchten Countryrock-Elementen und radiofreundlichen Nashville-Strömungen nahezu perfekt. Drew Womack hat konstant und spürbar erfolgreich an seiner Weiterentwicklung gearbeitet. Seine Musik ist ein wenig kratziger, kantiger und auch etwas rockiger geworden, gewinnt an großer Reife, ohne dabei auf ganz wunderbare Melodien zu verzichten. Drew's Stimme klingt weiterhin frisch und nach wie vor unverwechselbar. "Premium Gasoline" beispielsweise könnte mit seinem Speed problemlos auf jeden, in der NASCAR-Rennsportserie so beliebten Sampler gepackt werden, "To Her And Back" glänzt durch rockige Gitarrenriffs und leichtem 70er Flair, "Fastest Way To Texas" unterstreicht Womack's Singer-, Songwriterambitionen mit atmosphärischem Touch und roher Darbietung der Marke Ingram & Co, "Fine Art Of Failure" ist ein rhythmischer Country-Rock’N’Roller mit typischer Gitarre und viel Dampf, wie es etwa bei Pat Green sehr oft zu beobachten ist. Natürlich gibt es auch jede Menge "Sons Of The Desert"-Feeling: Die aktuelle Single "Hey Daisy" gleitet mit lockerer Banjountermalung, dezenten Mundharmonikaeinlagen und schönen Harmoniegesängen westcoastmäßig leicht ins Ohr. Gleiches gilt für den Power-Lovesong "That’s Just Me" und das knackige "Waitin’ On A Bullet". Stark auch der von Radney Foster mitkomponierte, knacjige, ungemein frische Countryrocker "Any love at all" mit seiner traumhaften Melodie! Besonderes Bonbon für alle "Sons"-Fans: Das einst sehr pianoträchtige Liebeslied "Leaving October" von derem ersten Werk "Whatever Comes First" präsentiert Womack in einer Neueinspielung durch Umwandlung der Tastenparts in Electric-Dobro-Töne und mit dezenten Hammond-Tupfern in einem völlig neuen, aber wunderschönen Gewand. Der Song wirkt dadurch viel ursprünglicher und geht mehr in die Tiefe. "Melancolic Cafe" (nur Drew/Gesang und Ex-Sons-Keyboarder Scott Saunders/Akustik-Piano) lässt, wie es der Titel schon ausdrückt, eine knappe Stunde feinster Musik melancholisch ausklingen. Ein geschmackvolles Booklet, inclusive aller Texte, rundet dieses Klasse-Werk zusätzlich positiv ab. Das Teil müsste eigentlich ein Bestseller werden. Verdient hätte er es mit dieser starken Musik auf jeden Fall! Fazit: Die Vergangenheit war Sons Of The Desert, die Zukunft heißt Drew Womack! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 2925
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 9,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Hey Daisy
Any love at all
Premium gasoline
Fastest way to Texas
Fine art of failure

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Wreckers, The - stand still, look pretty ~ limited edition [2006]
Limited Edition mit Bonus-Track und Bonus-DVD! Welch ein wunderbares Debut-Album! Kaum zu glauben, aber The Wreckers dürften im New Country-Bereich in eine echte Marktlücke gestoßen sein. Zwar offeriert die Szene immer noch hochgradige Talente en masse, im Bereich der Duos allerdings sind die zu vergebenden Spitzenplätze bisher eher recht rar in Anspruch genommen worden. Die Ausnahmeerscheinungen in der männlichen Sparte bilden hochkarätige Namen wie Brooks & Dunn oder Montgomery Gentry, aber im weiblichen Bereich? Dies dürfte sich ab sofort ändern! Die Wreckers sind da und beglücken die Szene mit einem prächtigen, knackigen New Country-Album allerfeinster, herrlich melodischer Songs, die nahezu perfekt die Grenzen zwischen wunderbarem Country-Twang aus Fiddles, Banjos, Mandolinen und Telecaster-Klängen mit der, durchaus leicht rootsigen Pop-Rock-Sensibilität der Sorte Sheryl Crow verwischen. Es handelt sich bei den Wreckers um die längst fest etablierte, wenn auch bisher eher der Rock-/Pop-Sparte zuzuordnenden, Michelle Branch, (da stehen bereits zwei millionenfach verkaufte Solo-Alben zu Buche, wie auch der Grammy-honorierte Riesenhit "The game of love" aus dem Jahre 2003 für ihr Duett mit Carlos Santana), sowie die Nashville-Singer/Songwriterin Jessica Harp, Branch’s ehemalige Backup-Sängerin und Langzeitfreundin! Hier haben sich zwei hochtalentierte, zudem noch blendend aussehende Musikerinnen zusammengeschlossen, deren Debüt "Stand Still- Look Pretty" sicher für ordentlich Furore sorgen wird Die letzten Zweifel diesbezüglich räumte schon im Vorfeld dieses Releases ihr Song "The Good Kind" (toller, knackiger Midtempo Country-Pop mit klasse Gitarren und exzellenten Gesangsharmonien) aus, der von Ihnen bereits in der Soap "One Tree Hill" und einer Begleittour der Serie sehr erfolgreich präsentiert wurde. Die erste Single des Albums, "Leave The Pieces" (übrigens aus der Feder von Jennifer Hanson und Billy Austin), dokumentiert unmittelbar die Stärken der beiden Mädels: Zwei wunderbare, markante, wenn auch recht ähnliche Stimmen (Michelle’s ist vielleicht einen Tick rauchiger/kratziger), beide spielen hervorragend Akustik-Gitarre und auch die zusammengefügten Harmoniegesänge sind kaum besser in Szene zu setzen. Dieser traumhafte New Country-Song wird ganz sicher ein gewaltiges Wort in Sachen Single-Charts mitreden. Produziert wurde er von Tom Shanks (Melissa Etheridge, Sheryl Crow, SheDaisy), der auch einen Großteil der Restinstrumente übernahm (besonders stark hier seine Banjo- und Mandolinen-Einlagen). Den Löwenanteil der Produktion, bis auf eine weitere Ausnahme aber, übernahm allerdings der ebenfalls instrumentell stark involvierte, in der Szene hoch geschätzte und erfahrene "Tüftler" John Leventhal (Shawn Colvin, Rodney Crowell, Rosanne Cash, Kelly Willis, Marc Cohn), dem es glänzend gelingt, den Spagatschritt zwischen durchgehend radiotauglichen, wunderbaren (New-) Country-Melodien (Richtung der letzten Alben von SheDaisy, Sugarland, Little Big Town, Jo Dee Messina...) und einer damit verbundenen, gehörigen Portion lässiger, musikalisch hochwertiger, moderner, pop-rockiger Roots-/Americana-Würze (Richtung der bereits erwähnten Sheryl Crow, und teilweise gar nicht so weit von Michelle Branch's Solo-Projekten entfernt) zu bewältigen. Letztendlich ist das schlichtweg absolut zeitgemäßer New Country der allerfeinsten Sorte! Die Stücke schrauben sich wunderbar in unsere gehörgänge und strahlen eine immense Frische aus. Nicht zu vergessen auch, dass sich Branch und Harp, entweder alleine, zusammen oder mit diversen Co-Autoren, fast für das gesamte Songwriting verantwortlich zeigen. Eine gelungene Teamleistung durch und durch! Die zweite, nicht von Leventhal produzierte Nummer ist das bärenstarke "My, oh my", das unter der Leitung von Paul Worley (u.a. Dixie Chicks, Martina McBride, Pam Tillis) in Nashville eingespielt wurde. Ein flotter, fröhlicher, knackiger, durchaus traditionell verwurzelter, stompin' Country-Uptempo-Feger mit großartigen Mandolinen-/Fiddle-/Dobro-Einlagen von Haudegen wie Stuart Duncan und Randy Kohrs. Und es folgt ein starker Song nach dem anderen, in immer unterschiedlichen Stimmungslagen und Tempi! Ganz toll beispielsweise das entspannte, aber durchaus "saftige", wunderschöne "Tennessee" mit seiner Kombination aus klaren, frischen Akustikgitarren, kraftvolle E-Gitarre und wohltuend integrierten Piano- und Orgel-Fills! Diese Nummer gibt es auf der hier vorliegenden, limitierten Ausgabe des Albums als Bonustrack nochmal in einer herrlichen Acoustic-Version, die fast noch besser rüberkommt (wundervolles Akustik-Gitarren-/Mandolinen-/Fiddle-Zusammenspiel), als die herkömmöiche Full Band-Fassung! Klasse! Der mit recht amüsantem Text verzierte Countrysong "Crazy People" (wieder brillantes Mandolinenspiel) endet dann mit freudigem Kichern der beiden Protagonistinnen. Die Chemie zwischen Michelle Branch und Jessica Harp stimmt hundertprozentig, wie überhaupt ihre gesamte Leistung auf diesem Werk! Nicht ein Durchhänger im Verlauf der insgesamt 13 Stücke! Hut ab! Hier haben sich zwei starke Musikerinnen zum rechten Zeitpunkt zusammengeschlossen! "Stand Still - Look Pretty": Aussehen hübsch - keine Frage, aber Stillstand - wohl nicht zu befürchten. Die beiden werden uns mit ihren innovativen Ideen sicherlich auch in Zukunft noch viel Freude bereiten. Erfrischend starke, weibliche New Country Duo-Power! Die hier vorliegende, limitierte "Luxus-Ausgabe" des Albums kommt in einem feinen Schuber, mit dem bereits erwähnten Bonus-Track, sowie einer schönen DVD, die das offizielle Video zur Single "Leave the pieces" enthält (ein klasse Video), wie auch einen rund 15-minütingen "Making of"-Kurzfilm über die Dreharbeiten dazu! Die DVD ist "code free" und somit auf jedem DVD-Player absoielbar! (Sie können selbstverständlich auch die "abgespeckte" Ausgabe des Albums für einen Euro weniger bestellen, ohne den Schuber, die Acoustic-Version von "Tennessee" und die DVD. Klicken Sie dazu auf den Interpreten-Namen "The Wreckers"!) (Daniel Daus)

Art-Nr.: 4199
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 19,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Leave the pieces
Way back home
My, oh my

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Wynonna & The Big Noise - same [2016]
Wynonna Judd ist zurück - und wie! Packendes, fantastisches Album mit ihrer neuen Begleitband "The Big Noise"! Eine geradezu magische, erdige, knackige, höchst anspruchsvolle Mischung aus Country, Roots, Americana, Blues, Soul und Rock. Gut dreizehn Jahre sind seit "What The World Needs Now Is Love" nun schon wieder vergangen. Jetzt ist die Zeit des Wartens allerdings endlich vorbei. Wynonna beglückt uns wieder mit einem "echten" Longplayer mit eigenständigem Material. Und es ist eine kraftvolle, energiegeladene und selbstbewusste Rückkehr, wie es der Name Wynonna & The Big Noise und auch das Titelbild der CD (Wynonna in Schreipose mit weit aufgerissenem Mund, nach dem Motto"‚Hallo Leute, hier bin ich wieder") schon suggerieren. Die mittlerweile 51-jährige, die ihre verheißungsvolle Karriere zunächst im Duo mit ihrer Mutter Naomi als The Judds begann und ab 1992 dann im Alleingang mit noch größerem Erfolg fortsetzte, hat für dieses Werk eine tolle Trzppe von Musikern um sich versammelt, die von ihrem Ehemann Cactus Moser angeführt wird, der als Musiker (Drums, percussion, background vocals), Produzent und Songschreiber hier neben der unangefochtenen Protagonistin auch eine tragende Rolle einnimmt. Des weiteren breiten hier noch Dow Tomlin (Bass), Justin Weaver (Guitars), Tommy "Johnny Diamond" Hannum (Pedal Steel - erinnert sich eigentlich noch jemand an die begnadete Countryrock-Band Rosslyn Mountain Boys aus den späten Siebzigern und frühen Achtzigern, deren Mitglied er seinerzeit war...) und Peter King (Keyboards), sowie einige weitere Studioakteure der Hauptdarstellerin den musikalischen "roten Teppich" aus, auf dem sich ihre unnachahmlichen Gesangskünste dann voll entfalten können. Nicht zu vergessen natürlich auch die gut gewählten markanten Gäste, die für weiteren Glanz auf diesem Silberling sorgen. Genial schon der knarzige, Slide-getränkte Opener "Ain’t No Thing" (aus der Feder des jetzt Grammy-prämierten Chris Stapelton), bei dem Susan Tedeschi der Stimmgewalt des langmähnigen Rotschopfes eine einfühlsame ergänzende Zusatznote vermittelt. Jason Isbell "harmoniert" auf der semi-akustisch gehaltenen, feinen Countryballade "Things That I Lean On"(nur Akustikgitarre, Mandoline, dezente Fiddle, Percussion). Tedeschi Ehemann Derek Trucks liefert sein perfekten Slideguitar-Künste auf dem recht düsteren "Keeps Me Alive" ab, das auch gut als Hintergrundmusik für einen Tarrantino-Western geeignet wäre. Absolut großartig auch ihr Zusammenschluss mit exPoco-/Eagles-Bassist Timothy B. Schmit, bei dem die beiden mit "I Can See Everthing" eine alte, wunderschöne Nummer aus dessen früherer Poco-Zeit (das Original stammt von dem grandiosen Pocr-Aöbum "A good feeling to knoe" aus dem Jahre 1972) wieder aufleben lassen. Das bluesige, shufflige, perkussive, megacool im Schlepptau der wuchtigen Sängerin (klasse auch die hallende Orgel und das E-Gitarren-Solo) groovende "Cool Ya", das wieder bluesig swampende "You Make My Heart Beat Too Fast" (herrlich raue Gitarren), die soulige Retro-Nummer "Staying In Love" und das religiös motivierte Country-Kleinod "Jesus And A Jukebox" (Judds-Flair, schöne Steelbegleitung, inkl. Solo) sprechen für die stilistische Bandbreite, die auf diesem Silberling abgebildet wird. Ja, man kann fast sagen, dass hier so ein wenig Wynonnas gesamtes Spektrum, das sie über die vielen Jahre ihres Wirkens offerierte, auf diesem Werk zusammengefasst und mit neuen Inhalten versehen wurde. Atmosphärisch, fast progressiv geht es auf "Something You Can’t Live Without" zu, während der superb besungene Slow Blues "You Are So Beautifu"“ (klasse Orgelakzente und markante E-Gitarre) einfach nur Gänsehaut erzeugt. Very beautiful! Das auf dem Fuß folgende "Everyday (Is A New Beginning)" verbreitet ein wenig claptoneskes "Unplugged-Feeling", beim abschließenden, kühl mit Piano Moll-Klängen, trocken pumpendem Bass und surrender Slide dahin schleichenden "Choose To Believe" entwickelt sich fast eine experimentelle, an frühere Steely Dan-Zeiten erinnernde Atmosphäre. Cactus Moser hat mit dem rauen, aber klaren, zum großen Teil live im Studio eingespielten Vintage-Sound einen kongenialen Konterpart zur immer noch beeindruckend voluminösen Stimmgewalt Wynonna's erzeugt. Es kommt einem fast so vor, als wenn sich die mutmaßliche Magie während der Aufnahmen mit ins heimische Wohnzimmer überträgt. Famoscht. Wynonna kehrt mit ihren Big Noise-Musikern wuchtig, rau und stimmgewaltig wie eh und je auf die musikalische Bühne zurück. Nie war sie abwechslungsreicher und besser. Chapeau einer wahren "Grande Dame", nicht nur des Country, sondern der gesamten Rootsmusik. (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Ain't No Thing (featuring Susan Tedeschi) - 4:54
2. Cool Ya' - 3:28
3. Things That I Lean On (featuring Jason Isbell) - 3:40
4. You Make My Heart Beat Too Fast (featuring Cactus Moser) - 3:32
5. Staying In Love - 4:10
6. Keeps Me Alive (featuring Derek Trucks) - 4:11
7. Jesus And A Jukebox - 3:48
8. I Can See Everything (featuring Timothy B. Schmit) (5:03)
9. Something You Can't Live Without - 5:33
10. You Are So Beautiful - 5:02
11. Every Ending (Is A New Beginning) - 3:53
12. Choose To Believe - 3:47

Art-Nr.: 9093
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

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ZZ Top - la futura [2012]
Wir haben die Original U.S.-Ausgabe des neuen Albums der Rauschebärte aus Texas! Kult-Trio trifft auf Kult-Produzent! Geschlagene neun Jahre nach ihrem letzten Album "Mescalero" haben sich ZZ Top für ihr neues Werk, dem fünfzehnten insgesamt in ihrer jetzt 42 Jahre währenden Karriere (!) mit Rick Rubin (besonders bekannt durch seine Zusammenarbeit mit Johnny Cash oder den Red Hot Chili Peppers) zusammengetan. "La Futura" heißt der lang von ihren Fans herbei gesehnte, neue Silberling. Mit der Zukunft und dem Zurück kennen sich die Herren Gibbons, Hill und Beard ja bestens aus, denn schließlich waren sie seiner Zeit Part des Blockbusters "Zurück In die Zukunft 3" (mit Michael Fox), eine Phase, die mit den "Eliminator"- und "Afterburner"-Alben, den unbestrittenen kommerziellen Höhepunkt ihres Schaffens markierte, ihnen aber auch von Seiten der Hardliner einiges an Kritik einbrachte. Mit "La Futura" kehren sie teilweise in diese Zeit zurück, ohne dabei aber den letztgenannten Teil ihrer Fanschar allzu sehr zu verschrecken. "Ein, wie die zehn Stücke dann nachhaltig darlegen, wunderbar gefundener Kompromiss zwischen modern und "back to the beginning". Und es knarzt gleich herrlich mit der Single "Gotsa Get Paid" los. Kratzige E-Gitarren-Riffs von Gibbons, gepaart immer wieder mit Rhythmus-Unterbrechungen, dazu garniert mit den typischen Soli. Man denkt direkt an Songs wie "I Thank You" oder "Cheap Sunglasses" vom starken "Deguello"-Werk zurück. "Cartreuse" (saustarkes Intro a la"„La Grange" oder "Beer Drinkers"…) ist ein prächtig stampfender Boogie, "Comsumption" in fließendem Übergang glänzt durch Slide und ein herrlich trockenes E-Gitarren-Solo. Tom Hambrige assistierte Billy bei den zwei wohl am meisten mit Hitpotential ausgestatteten Tracks. Zum einen der zwar irgendwie an "Rough Boy" erinnernde, aber überhaupt nicht so triefende Slow Blues "Over You" und das mit viel Flair der berühmten "Eliminator"-Scheibe behaftete "I Don’t Wanna Lose, Lose You" (mit tollen Les Paul-Nadelstichen, starkem Solo, pumpendem Bass von Hill). Harp-lastig geht es in grooviger Texas Blues Rock-Manier bei "Heartache in Blue" zu. Hier quäkt der einzige Gastmusiker James Harman (neben D. Sardy und Joe Hardy) samt seiner Mundhamonika mit Billy Gibbons‘ furiosen Vintage-angelehnten E-Gitarren-Attacken um die Wette. Klasse gemacht! Stark hier auch Billys typisch heiserer Gesang. Bei dem mit einem AC/DC-Riff durchtränkten "Flyin‘ High" schäumt Gibbons im Refrain vor Euphorie fast über. Das Stück hat sogar dezenten Southern Rock-Charakter, ganz kurz heulen auch mal die Double Leads auf. Mit aus der Feder von Gillian Welch stammt (neben "Over You") ein weiterer, diesmal mit einer Portion Tex-Mex angereicerhter, schwermütiger Schwofer namens "It’s Too Easy Mañana". Am Ende gibt es eine schöne Instrumental-Variation. Die abschließenden "Big Shiny Nine" und "Have A Little Mercy" lassen erneut unweigerlich Assoziationen an frühere Tracks wie "I Thank You" oder "Waiting For The Bus" & Co. aufkommen. Gibbons hat sichtlich Spaß und fordert Dusty Hill ("Come on Dusty") sogar kurz zum Mitsingen auf. Nach Ende der zehn kompakten Tracks hält man eine Weile vor Hochachtung inne. ZZ Top zeigen auch nach 42 Jahren absolut keine Altersmüdigkeit. Auf "La Futura" meistern sie den Spagat zwischen Retro und Moderne eindrucksvoll und müssten eigentlich alle ihre Anhänger glücklich machen. Rick Rubin ist eine schön klare und kräftige Produktion gelungen. Eine lohnenswerte Zusammenarbeit. Die Gitarrentöne von Billy Gibbons sind eine einzige Wucht. Auch in der zweiten Dekade des neuen Jahrtausend ist der Dreier aus Houston einfach eine sau-coole Truppe (und bleibt es hoffentlich noch lange). Und scheinbar auch immer noch für eine Überraschung gut! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Gotsta Get Paid - 4:03
2. Chartreuse - 2:57
3. Consumption - 3:48
4. Over You - 4:30
5. Heartache in Blue - 4:09
6. I Don't Wanna Lose, Lose, You - 4:21
7. Flyin' High - 4:17
8. It's Too Easy Mañana - 4:48
9. Big Shiny Nine - 3:11
10. Have a Little Mercy - 3:18

Art-Nr.: 7916
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

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