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Gov't Mule - high & mighty [2006]
Schon im Vorfeld der Veröffentlichung des neuen Gov't Mule-Albums "High & mighty" hörte man über dieses Werk endlose Lobeshymnen und reihenweise Aussagen wie "bestes Gov't Mule-Album aller Zeiten". Klar, da wächst bei dem geneigten "Mule"-Fan die Spannung, denn man traut dieser Band bei jedem Release Großes zu. Doch es machten sich sicher auch vereinzelt Zweifel bezüglich solch vermeintlich übertriebener Anpreisungen breit. Das kann doch kaum möglich sein, wird vielleicht der ein oder andere gedacht haben, vor allem Dingen, wenn man die Masse der hochkarätigen Outputs aus der Vergangenheit der Band in Betracht zieht. Da fragt man sich schon mal, wie denn das alles noch zu toppen sein soll...! Alle Spekulationen haben ein Ende - und Leute, ob Ihr's glaubt oder nicht, es hat   funktioniert - die Band hat sich tatsächlich noch einmal selbst übertroffen! "High & mighty" ist schlichtweg ein Meisterwerk, ein Meilenstein zeitloser Rockmusik! Diesmal überwiegend aufgenommen in Willie Nelson's "Pedernales Studios" in Austin/Texas (lediglich 2 Tracks entstanden in den "Water Music Studios" von Hoboken/New Jersey) unter der produktionstechnischen Regie des alten Big Sugar-Kempen Gordie Johnson (in Zusammenarbeit mit Warren Haynes), entstand ein Album, das das musikalische Zusammenwirken in der Band, das blinde, grenzenlose Spielverständnis, ihren Spirit, ihre scheinbar unerschöpfliche Kreativität besser zum Ausdruck bringt als je zuvor! Das ist pure Magie! Trotz aller Härte und Intensität ist ein wunderbarer, fast schon warmer, atmosphärisch dichter, sehr kompakter Bandsound entstanden, dem Warren Haynes (sämtliche Songs stammen allein aus seiner Feder) mit seinem fantastischen Gesang, seinem "überirdischen" Gitarrenspiel, ja seiner ganzen Präsenz zwar nach wie vor die prägnantesten Indikatoren verleiht, der aber in dieser Quartettbesezung eine Fülle und Transparenz entwickelt, die man nicht mehr missen möchte. Vor allem Danny Louis an den Tasteninstrumenten ist die ideale Ergänzung! Insgesamt darf man "High & mighty" wohl auch als das bislang gefälligste und eingängigste Album Gov't Mule's bezeichnen. Nie wurde soviel Wert auf Melodik gelegt, was schlußendlich in einer hinreißenden Kombination aus vom Konsumenten jederzeit hervorragend zu verarbeitenden, handfesten, powernden, immens druckvollen, satten, sehr direkten (Retro)Rock-Strukturen und prächtigen Jammings aus herrlichen, ausgedehnten Instrumental-Passagen voller grandioser Gitarrensoli resultierte - alles gewürzt mit wohl dosierten Zutaten aus Southern, Soul, Gospel, Jazz, Psychedelic, sogar Reggae und vor allen Dingen dem Blues! Gleich zu Beginn des Albums glaubt man seinen Ohren nicht zu trauen! "Mr. High & Mighty" heißt der Opener, ein "Hammer", wie er im Buche steht, der mit Sicherheit einmal als einer der ganz großen Klassiker in die Historie der Band eingehen wird, ja eingehen muß! Krachende, fette Riffs und Drums brechen los wie bei einer verschärften Ausgabe der legendären Free, Bad Company, Led Zeppelin und Mountain zusammen, Haynes singt mit einer geradezu entfesselten Intensität, dazu ab der zweiten Strophe ein bravouröser Hammond-Background. ein dezentes Southern-Flair schleicht sich ein - und es rockt mit einer Kraft und Power, als gäbe es kein Morgen mehr! Irre stark! Klar, daß der Magier gleich ein paar furiose, weltmeisterliche, glühende Gitarrenläufe "aus dem Ärmel" zaubert - jammig, bluesig, umwerfend! Ein 5 1/2-Minuten-Auftakt, der den seeligen Mule-Fan gleich in einen traumatischen Zustand der Glückseeligkeit versetzt! Doch Leute, versprochen: Die kompletten, gut 72 Minuten dieses Albums halten dieses Niveau! Verrückt! Ob der gewaltig kochende, krachende Riff-Bluesrocker "Brand new angel" mit seinen elektrisierenden, dreckigen Keyboard-Ausflügen, den massiven, trockenen Rhythmen, und den Starkstrom-artigen (Wah Wah)Gitarren-Attacken, das dezent psychedelisch angehauchte, ungemein melodische, von toller Percussion begleitete "So weak, so strong", der überschäumende Volldampf-Southern-Boogie-Rocker "Streamline woman" mit seinem mächtigen Drive, das traumhafte "Child of the earth", das von einem prägnanten, überaus gelungenen Reggae-Rhythmus und einem famosen, leicht psychedelisch anmutendem Reggae-/Blues-Jamming bestimmte "Unring the bell" (klasse Riffs, tolle Hammond Orgel), die hinreißende, von viel Allman Brothers-Flair und einer ordentlichen Portion Southern-Gospel-Soul geprägte Ballade "Million miles from yesterday" (herrlich inspirierte, weiblicher Background-Gesang der sogenannten "Mighty Mighties" um die großartige Ruthie Foster), den kochenden Slide-getränkten, Zeppelin-lastigen Bluesrocker "Brighter days", usw., Warren Haynes, Matt Abts, Andy Hess und Danny Louis sind nicht zu bremsen! "Das jetzige Line-Up ist jede Sekunde das aufregendste Ensemble, mit dem ich jemals gearbeitet habe," sagt Warren Haynes - und das kommt zu "jeder Sekunde" rüber! Die Rock-Welt liegt Gov't Mule zu Füßen! Und warum das so ist, dafür gibt es, neben ihren unwiderstehlichen Live-Auftritten, kein besseres Argument als dieses neue Album! Harter, klassischer (Blues)Rock mit Referenz-Charakter! Fesselnd! Packend!

Art-Nr.: 4331
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

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Great Divide, The - under your own sun [2005]
Grund zum Feiern für die Countryrock-Freunde: The Great Divide aus Stillwater/Oklahoma sind zurück mit einem tollen Comeback-Album! Nach dem Ausstieg ihres charismatischen, stilprägenden Aushängeschildes, Gitarrist, Songwriter und Sänger Mike McClure, der inzwischen mit seiner eigenen Combo, der Mike McClure Band Großartiges leistet, war die weitere Existenz der Band sehr fraglich. Als man sich dann entschloß weiter zu machen, stellte sich schnell die Frage, wie die Band wohl den schmerzlichen Verlust eines solch entscheidenden Mannes verkraften würde. Ja, konnten sie ihn überhaupt verkraften? Die Antwort lautet "Ja", wenngleich sich natürlich einiges verändert hat. "Ja" für: Sie sind wieder da und legen mit "Under your own sun" ein prächtiges Album vor, mit dem sie grundsätzlich ihrem gewohnten Stil treu bleiben und die Reihe erstklassiger Werke aus der Vergangenheit gekonnt fortsetzen. Einmal mehr spielen sie einen von traumhaften Melodien geprägten, frischen, gleichzeitig aber auch den trockenen Oklahoma-Staub spührenden, herrlich Gitarren orientierten, schön knackigen New Country/Countryrock, der sich mit seinen harmonischen Strukturen schnell und nachhaltig in unseren Ohren festsetzt. Die goldenen Zeiten des Countryrocks sind allgegenwärtig! Veränderungen für: Sie haben mit Micah Aills einen neuen, wieder sehr guten Lead Gitarristen und ebenso starken Sänger verpflichtet, der zum einen eine völlig andere Stimme als Mike McClure hat (doch das empfinden wir als durchaus in Ordnung - eine Kopie von McClure wäre fatal gewesen), und zum zweiten wohl nicht über dessen Songwriter-Potential verfügt (wenngleich kurioserweise das von ihm komponierte "Scared of heights" eines der besten Stücke des Albums überhaupt ist). Die Folge ist, man greift überwiegend (bis auf 2 Songs) auf Fremdkompositionen zurück, doch diese Auswahl ist mehr als gelungen! Und so paßt es wieder! Wir hören wunderbare, dynamische Uptempo Countryrocker, feine, jedoch ebenso knackig gehaltene Midtempo-Nummern, sowie die ein oder andere, ganz wundervolle Ballade - alles im typischen Great Divide-Sound gehalten, aus klaren, satten, zuweilen leicht rootsig und "Red Dirt"-mäßig, kratzig klingenden, aber immer frisch wirkenden Gitarren und diesen herrlichen Melodien! Oft ergänzt man das transparente Gitarren-Klangbild durch eine geschickt integrierte Pedal oder Lap Steel-, sowie eine äußerst angenehme Orgel. Als Parallelen fallen einem immer wieder Bands der Sorte Restless Heart oder gar Poco ein, allerdings texanischer und rootsiger klingend, mit Ansätzen solcher Leute wie Cross Canadian Ragweed & Co.! Nach wie vor schlagen sie eine tolle Brücke zwischen Nashville-tauglichem New Country(rock) und den staubigen, rootsigen Texas-"Red Dirt"-Americana-Anlagen! "Crazy in California", mit dem das Album startet, ist gleich ein ganz großartiger, mit einem gewissen, dem Songtitel entsprechenden Westcoast-/California-Flair ausgestatteter Midtempo-Countryrocker, dessen tolle Melodie einem sofort die Angst nimmt, Great Divide könne nicht mehr an frühere Glanzleistungen anknüpfen. Sattes, zuweilen ein wenig an Tom Petty's Heartbreakers erinnerndes, trockenes Lead Gitarren-Spiel, im Hintergrund eine dezent agierende Steelguitar, knackiger Rhythmus und ein hervorragend singender Micah Aills sind der Garant für eine klasse Auftaktnummer. Doch das Album scheint nach hinten hin immer besser zu werden. Nehmen wir beispielsweise das ebenfalls im mittleren Tempo gehaltene, von tollen Acoustic Gitarren, knackigem Drumming, dezenten Steel-Tupfern, wohliger Hammond Orgel und einmal mehr einer wunderbaren Melodie geprägte "The plan" mit seinem tollen E-Gitarren-Solo, oder den traumhaften, voller Drive abgehenden und gut im Saft stehenden, dynamischen, herrlich rootsigen, leicht angedreckten, aber dennoch sehr frischen Countryrocker "Just another day", der mit seiner Kombination aus Steelguitar, dezent rauen E-Gitarren und wundervollen Gesangsharmoniern gar an die guten alten Sachen der Eagles erinnert, wie auch die schon erwähnte Traumballade "Scared of heights" die mit ihrer tollen Melodie in wundervoller Art und Weise zwischen verhaltenen und kraftvollen Momenten hin- und her pendelt, inklusive großartiger Lap Steel-Passagen. Sehr stark auch der flockige, melodische Countryrocker "Can't call it cheatin'" mit seinen tollen Gitarren, das herrliche aus Steel, Baritone Gitarre und satten E-Gitarren instrumentierte "She's leavin' this town" und die abgehende, rootsige Chris Knight-Nummer "Love and gasoline" mit ihrem staubigen Texas-Drive! Und was machen sie zum Schluß? Sie covern eine alte Phil Lynott-/Thin Lizzy-Nummer! Riffig, leicht dreckig und schön rockig lassen sie den "Cowboy song" vom Stapel! Klasse! Die "neuen" Great Divide (nur Mike McClure ist nicht mehr dabei, die restliche Besetzung ist unverändert) sind anders und trotzdem immer noch unverkennbar sie selbst. Eine neue Stimme, aber ihren musikalischen Weg voller traumhaft schöner Countryrock-Songs haben sie beibehalten! Genau richtig! Glückwunsch, Jungs - ihr habt diese sicher nicht ganz leicht zu nehmende Kurve bravourös gemeistert.

Art-Nr.: 3287
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Crazy in California
Just another day
Scared of heights
She's leavin' this town
Love and gasoline

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Green River Ordinance - fifteen [2016]
Grandioses, neues Album der aus Fort Worth stammenden Texaner! Die Bandmitglieder der Green River Ordinance befinden sich seit Teenager-Zeiten mittlerweile im 15. Jahr ihres Bestehens, was macht also besser Sinn, als ihr neues Werk voller Stolz demnach auch "Fifteen" zu benennen. Der Fünfer hat sich von CD zu CD kontinuierlich gesteigert, der neue Silberling zeigt die Band eindeutig im Zenit ihrer bisherigen Schaffensphase. Sämtliche elf Tracks wurden wie so oft im Kollektiv kreiert, dazu hat man sich wieder in eine alte Holzhütte am Caney Fork River zurückgezogen, wo man laut Frontmann Josh Jenkins fernab von Handyempfang und dem üblichen Stress, einfach mal völlig relaxt in den Fluss springen kann. An diesem für die Band, bestehend aus den weiteren Mitgliedern Denton Hunker (Drums, percussion), Geoff Ice (Bass, Harmonica, bg vocals), Jamey Ice (Lead guitar, banjo, mandolin) und Joshua Wilkerson (Electric guitar, mandolin, piano, bg vocals), heiligen Ort, kommen ihnen die wesentlichen Ideen für ihre so fein konstruierten Songs, wie der Bandleader weiter ausführt. Schon der Auftakt ist bestechend. Der überragende Opener "Keep Your Cool" stampft herrlich lässig in Country Rock-Manier mit quäkender Harmonica, hallender Orgel sowie satten Southern Rock-E-Gitarren vor sich hin, um letztendlich in ein kräftiges, an die Dirty Guv'nahs/Rolling Stones erinnerndes Finish überzugleiten. Ein wirklich cooler Song direkt zu Beginn. Das mit einem wunderbar trockenen, relaxten Banjo unterlegte, flockige, traumhaft melodische, flüssige "Red Fire Night" erscheint, dank einer dominierenden Fiddle, in einem tollen Country-/Americana-Ambiente. Irgendwie kommen einem Blue Rodeo mit einem leichten Red Dirt-Flair in den Sinn. Und so pendeln Green River Ordinance auch im weiteren Verlauf immer wieder zwischen Roots-/Folk-/Countryrock-/Country-beeinflussten, fein instrumentierten (sehr viele kleine eingeflochtene Hinhörer) Tracks wie "Simple Life", "You, Me & The Sea", "Endlessly" (fein akzuentierte Mandoline, klasse Pedal Steel-Gastauftritt von Milo Deering), dem retrobehaften"„Life In The Wind" (hier gibt eine slidende Dobro den Ton an) und eher rockig arrangierten Nummern wie "Maybe It's Time (Gravity)", "Tallahassee" (tolles Southern-/Outlaws-Flair) oder "God Only Knows" hin und her. Am Ende lässt die Band ihr Werk mit dem verletzlich gespielten, für ihre Verhältnisse recht sparsam angelegten "Keep My Heart Open" sanft-melancholisch ausklingen. Mit "Fifteen" präsentiert das Quintett ein bärenstarkes neues Album, das damit den nächsten Schritt zum ganz großen Durchbruch macht. 11 herrliche Songs voller traumhafter Melodien, irgendwo an der Schnittstelle zwischen der frühen Eli Young Band, den kanadischen Blue Rodeo (mit deren countryorientierteren Songs), der Zac Brown Band, Will Hoge, der Josh Abbott Band, Rob Baird und ähnlicher Seelenverwandter. Eine geradezu perfekte Mischung aus Country, Countryrock, dezentem Red Dirt und Americana. Einfach umwerfend! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Keep Your Cool - 4:18
2. Red Fire Night - 3:08
3. Maybe It's Time (Gravity) - 2:51
4. Simple Life - 3:57
5. Tallahassee - 4:31
6. You, Me & The Sea - 3:44
7. Always Love Her - 3:24
8. Endlessly - 3:57
9. Only God Knows - 3:36
10. Life In The Wind - 2:55
11. Keep My Heart Open - 4:59

Art-Nr.: 9100
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Keep your cool
Red fire night
Maybe it's time (Gravity)
Simple life
Tallahassee
Endlessly
Only God knows
Keep my heart open

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Hagar, Sammy & The Waboritas - livin it up! in st. Louis ~ live ~ dvd [2007]
Was für eine, die pure Lebensfreude austrahlende, farbenfrohe, ausgelassene, "laute" Rock'n Roll-Sommerparty des "Red Rockers" und seiner großartigen "Wabos"! Prächtige Live-DVD eines überschwenglichen Auftritts, mitgeschnitten am 25. Juli 2006 während der "Livin' it up"-Tour im mit Tausenden von feiernden Zuschauern besetzten Open Air-Arreal des "UMB Pavilion" von Maryland Heights bei St. Louis/Missouri! Es ist ein lauer, wunderbarer Sommerabend, draußen in Maryland Heights, als sich vor der erwartungsvollen Menge langsam der mit dem "Livin' it up"-Cover designte Vorhang vor der riesigen Bühne öffnet. Ein tolles, buntes Bühnenbild mit einer Unmenge von Karibik-/"Cabo Wabo"-Schnickschnack kommt zum Vorschein (die "Cabo Wabo Cantina" ist Hagar's Club in Cabo San Lucas, "Cabo Wabo" der Name des hauseigenen Tequilas), inklusive einer im Hintergrund wohl der Clubeinrichtung nachgebauten "Bar" mit jeder Menge Boys und Bikini-Girls als Gäste. Die Band betritt die Bühne, Sammy feuert erstmal eine überdimensionale Konfetti-Kanone ab, lässt sich von einer spärlich bekleideten Schönheit einen "Cabo Wabo" bringen und legt mit seinen Freunden los, daß es die pure Freude ist! Prost, "Mas Tequila", die Party ist in vollem Gange! Ein bestens aufgelegter, fast aufgedrehter Hagar und seine nicht minder gut gelaunten Wabos (verstärkt durch den zusätzlichen Percussion-Spieler John Douglas) stecken das Publikum sofort an. Der Funke springt über, die Menge feiert frenetisch mit! Als Hagar am Ende des ersten Songs dann mit seiner Gitarre auch noch eine riesige, imaginäre Tequilaflasche aus Pappe zerschlägt und damit einen erneuten Konfettiregen auslöst, ist die Stimmung bereits zu Anfang auf dem Sidepunkt. So geht das pausenlos weiter! Tolle Show, aber auch ein toller Set! Großartige Musiker, die über jeden Zweifel erhaben sind. Immer wieder holt neben Hagar (ebenfalls ein großartiger Gitarrist), der sich die Seele aus dem Hals röhrt auch Gitarrist Vic Johnson zu klasse Slide-Attacken und fulminanten Soli aus. Es wird gerockt und gerockt! Neben einigen Songs von neuen "Livin' it up"-Album, die hier wesentlich härter als im Studio gespielt werden, gibt's eine klasse Auswahl von Stücken aus Sammy's rund 30-jähriger Karriere, inklusive Montrose- und Van Halen-Material! Apropos Van Halen: Deren Original-Bassist Michael Anthony, mit dem Hagar das Projekt "The Other Half" am Laufen hat, ist für gut 40 Minuten ebenfalls mit von der Partie!

Hier die komplette Setlist:
1.Mas Tequila
2.Mexico
3.There's Only One Way to Rock
4.Rainy Day Women #13 & #35 (Everybody Must Get Stoned)
5.The Girl Gets Around
6.Rock Candy
7.I'll Fall in Love Again
8.I'll Take You There
9.Sam I Am
10.Little White Lie
11.I Can't Drive 55
12.Heavey Metal
13.Good Enough
14.Summer Nights
15.Right Now
16.Finish What You Started
17.Best of Both Worlds
18.Fight for Your Right
19.Cabo Wabo

Das Konzert dauert knapp zwei Stunden! Hervorragend gefilmt, großartiger Sound (Digital DTS Surround, 5.0 Surround, Dolby Digital, 2.0 Stereo)! Zudem enthält die DVD jede Menge Bonus-Matreial, wie beispielsweise die beiden offiziellen Musikvideos zu "Sam I am" und "Tropic of capricorn", Interviews mit Sammy und den Wabos, "Scenic Cabo footage" und vieles mehr! "That's the way we like to party", sagt Sammy über solche Shows, und wir sagen: "Yeah Sammy, that's the way WE like to party too"! Leute, macht das Laune!

Die DVD ist "code free" und somit auf jedem DVD-Player abspielbar!

Art-Nr.: 5022
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: DVD || Preis: € 21,90

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Hamilton, Phil and the Backroad Drifters - nothing to lose [2010]
"I was just another ole ramblin' man, burnin' up the road with a guitar band", heisst es im Text des großartigen Openers zu diesem prächtigen Album - sicher so etwas wie eine autobiographische Aussage zum Stil und zur Philosophie dieser jungen, hoch talentierten Truppe aus Fort Worth/Texas, denn sie passt hundertprozentig! Phil Hamilton and the Backroad Drifters sind einer der neuen, hell leuchtenden Sterne am Firmament der scheinbar unerschöpflichen "Red Dirt"-Countryrock-Szene Texas'. Und wie hell der strahlt - wunderbar! Gleich das Debutalbum der "Backroad Drifters" ist ein Knüller. Traumhaft melodischer, von satten Gitarren umsäumter, sofort ins Ohr gehender, dynamischer Texas "Red Dirt"-Roots-/Countryrock, durchweht den eine herrlich duftenden, angenehmen, viel Charme versprühenden Southern-Brise. Die Genre-Fans werden begeistert sein. Die Band wirkt ungemein spielfreudig, bereits sehr ausgereift und agiert schon auf einem verdammt hohen Level. Cross Canadian Ragweed, die Eli Young Band, die Ryan Bales Band, Wade Bowen, Whiskey Myers, die Tyler McCumber Band, The Great Divide, die Pear Ratz und vor allem auch die ebenfalls aus Fort Worth stammende Kyle Bennett Band dienen als adäquate Vergleichsgrößen - und hinter keinem dieser Kollegen brauchen sich die Backroad Drfters auch nur ansatzweise zu verstecken. Im Gegenteil, schon zu Beginn ihrer vielversprechenden Karriere bewegen sie sich mit dieser "Red Dirt"-Elite auf absoluter Augenhöhe. 2 Gitarren, Bass, Drums und einen Keyboarder, der allerdings nie im Vordergrund steht, sondern den satten Gitarrensound meist nur mit seinem dezenten Orgelspiel untermalt - mehr braucht's nicht. Ja, und dieser Gitarrensound kommt einfach wunderbar saftig, satt und transparent rüber. Akustische Gitarren treffen auf überaus angenehme, kraftvolle, sich geschmeidug in unsere Ohren schleichende E-Gitarren-Linien, ebenso wie auf kernige, straighte Riffs und zündende, feurige, variable, voller Southern Rock-Esprit steckende Soli. Hier spürt man, das die Truppe auch von einigen Southern Rock Bands, wie den Outlaws, The Marshall Tucker Band und Lynyrd Skynyrd inspiriert wurde. Zusammen mit Hamilton's großartigem Gesang verschmilzt das Ganze zu einer herrlich melodischen Einheit. Das Zeug geht runter wie Öl. Und immer spürt man dieses wunderbare, unbekümmerte, staubige, so viel Freiheit suggerierende "Red Dirt-/Texas-/Highway-/Endless Road"-Feeling. Gleich der bereits oben erwähnte Opener "Texas girl" ist ein Knüller: Dynamischer, schmissiger, voll im "Gitarren-Saft" stehender, southern-fueled "Red Dirt"-Countryrock, wie man ihn schöner kaum präsentieren kann. Tolle Melodie, erdige, würzige Lead Gitarren, eine sehr dezente, kaum wahrnehmbare Orgel-Untermalung und gegen Ende ein feuriges Gitarrensolo. Großartig! Da blüht das Herz der Fans auf! Weitere Uptempo-Nummern von ähnlichem Format und Charakter sind beispielsweise das prächtige, einen herrlichen Drive aufbauende "Nine mile" (klasse Lead Gitarren mit Reminiszensen an die guten, alten Outlaws), das bärenstarke, von einer tollen, erdigen Slide-/Lap Steel-Gitarre geprägte, ungemein melodische "Before I broke your heart", oder auch der gut abgehende, knackige Countryrocker "Once in a lifetime" mit seinem kraftvollen, dreckigen, southern-rockigen Gitarren-Solo. Dazwischen gibt's dann solch weitere, großartige Nummern, wie beispielsweise die herrliche Southern-/Roots-/Countryrock-Ballade "Nothing to lose" mit ihren feinen Acoustc Gitarren-Riffs zu Beginn, der dezenten, hintergründigen Orgel und dem fliessenden Übergang in kernigere E-Gitarren-Gefilde, gipfelnd in einem glühenden Solo, oder auch die exzellente, entspannte Roots-/Countryrock-Ballade "Other side of crazy", den rauen, Country-inspirierten, riffigen Rootsrocker "281" und den erdigen, zwanglosen, staubigen, viel Southern-Flair versprühenden, Party-tauglichen Roadhouse-Countryrocker "Alan's place". Phil Hamilton and the Backroad Drifters mit einem super Debut! Dynamischer, spritziger, mit einem schönen Southern-Feeling versehener "Red Dirt"-Texas-Roots-/Countryrock, der herrlich ins Ohr geht und keine Wünsche offen lässt. Willkommen im Kreis der "Red Dirt"-Vorzeige-Bands - "we love you rocking Backroad Drifters"...

Das komplette Tracklisting:

1 Texas Girl - 3:47   
2 Nothing To Lose - 4:44   
3 Nine Mile - 4:27   
4 281 - 3:24   
5 Before I Broke Your Heart - 4:59   
6 Once In a Lifetime - 3:57   
7 She's Got a Way - 3:27   
8 Other Side of Crazy - 3:40   
9 Silhouette - 3:36   
10 Alan's Place - 2:59

Art-Nr.: 6875
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Texas girl
Nothing to lose
Nine mile
281
Before I broke your heart
Once in a lifetime

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Hanna-McEuen - same [2005]
Endlich liegt das mit Spannung erwartete und mit viel Vorschuß-Lorbeeren bedachte (geschürt nicht zuletzt durch ihren überragenden Auftritt beim letzten "Will the circle be unbroken"-Projekt der Band ihrer Väter) Debut-Album von Jaime Hanna und Jonathan McEuen, den Söhnen der beiden Nitty Gritty Dirt Band-Gründungsmitglieder Jeff Hanna und John McEuen vor! Und was sollen wir sagen? Sie erfüllen die in sie gesetzten Erwartungen mit Leichtigkeit, ja übertreffen sie vielleicht sogar! Was da voller Frische und musikalischer Klasse aus den Lautsprechern kommt, ist der pure (New)Country-Genuß! Wunderbare Gesangsharmonien, herrliche Melodien und großartige Songs (die beiden sind excellente Songwriter), überwiegend schön knackig in Szene gesetzt (aber auch die ein oder andere, hinreißenden Ballade fehlt natürlich nicht), in einem tollen, vielschichtigen, transparenten und sehr klaren, sauberen Gitarrensound, oft mit prächtiger Baritone Gitarre, schönen Steel-Passagen und dezenten Keyboard-Fills! Die beiden haben einfach die musikalische Kompetenz geerbt, sie haben sie regelrecht im Blut. Vor allem auch stimmlich spürt man eine solche Wärme und innerliche Verbundenheit, eine Chemie, wie sie wohl nur in solch einem familiären Verwandschaftsverhältnis möglich ist. Sie sind nicht nur die Söhne von Jeff Hanna und John McEuen, sondern darüber hinaus auch noch Cousins, denn ihre Mütter Rae und Kae sind eineiige Zwillinge! Egal, wer den Lead-Gesang übernimmt, beide Stimmen sind herausragend! Zudem sind beide excellente Gitarristen (akustisch und elektrisch), wobei Jaime Hanna auch noch Mandoline und Mundharmonica, Jonathan McEuen, ebenfalls Mandoline und Banjo (wie sein Vater) spielt. Die fantastische Band, die sie im Rücken haben, komplettiert den Genuß! Als da wären: Greg Morrow - Drums (äußerst knackig), Glenn Worf - Bass, Dan Dugmore - Pedal Steel, Gordon Mote - Keyboards, sowie als weiteren Gitarristen Kenny Greenberg und die beiden Fiddler Gabe Witcher und Phil Salazar, auf einigen Tracks! Möchte man nach Vergleichen von Künstlern, denen die Musik in etwa ähnelt, suchen, so fallen einem Namen wie Foster & Lloyd, die Mavericks (ohne ihren Rockabilly-Einschlag), ein früher, rockiger Vince Gill, in Ansätzen vielleicht auch die Eagles, und die Everly Brothers, allerdings sehr countryorientiert und in einem aktuelleren Sound, ein. Natürlich gibt's auch Reminiszensen an die Nitty Gritty Dirt Band! Ein paar Beispiele: Das Album startet gleich mit einem richtigen Knüller: "Fool around" ist ein prachtvoller, munterer und überaus knackiger Uptempo New Country-Knaller mit einer ganz wunderbaren Melodie, der bereits nach Sekunden keinen Zweifel mehr aufkommen läßt, welch hervorragende Künstler hier am Werk sind. Sehr stark die rockigen Gitarren, inklusive quirliger, rotziger Baritone Guitar, sowie die Integration der harmonischen, weichen Steelguitar. Hat einen guten Drive! Auch bei dem folgenden, angerockten Midtempo-Countrysong "Blue sunrise" hören wir wieder diese wunderbare Baritone Gitarre, die sich regelrecht geheimnisvoll, aber auch majestätisch durch das, von einem gewissen Roots-, Western- und Americana-Feeling begleitete, Stück zieht. Toller Gesang! Strahlt eine immense Frische aus! Wie auch das anschließende "Read between the lies", eine herrlich melodische Country-Ballade, mit der sie erstmals musikalisch recht nahe an die Band ihrer Väter herankommen. Großartiger, von toller Mandoline, schöner Steel, transparenten Gitarren und einer, ein dezentes Mountain-Flair versprühenden, wunderbar reinen Mundharmonika, bestimmter, traditionell verwurzelter, semi-akustischer Country, der in seinem feinen 3/4-Waltzing-Takt auch der Nitty Gritty Dirt Band wie auf den Leib geschrieben wäre. So folgt eine klasse Nummer der nächsten! Wie der kräftige, etwas rootsige, wieder sehr knackige, melodische, mit tollen Gitarren, schöner Steel und ein paar klimpernden Piano-Klängen instrumentierte Countryrocker "Something like a broken heart", das rhythmische, sonnige "End of me" mit seinem leichten Buddy Holly- und Karibik-/Latino-Einschlag, die wundervolle, glasklare, gefühlvolle und reine Country-Ballade "Prayer for you", das dynamische, Banjo-driven "Wild eyes of love", das rockige, sehr an Foster & Lloyd erinnernde "Someone else", der schmissige, viel Everly Brothers-Feeling verbreitende, etwas nostalgisch angehauchte Countryrocker "Rock and a heartache" mit seiner großartigen "Schweineorgel" und dem glühenden E-Gitarren-Solo, bis hin zu der abschließenden, entspannten, wunderbaren Ballade "Ocean"! Hanna-McEuen haben einen beeindruckenden Grundstein für eine möglicherweise große Karriere gelegt. Alle Voraussetzungen dafür sind jedenfalls gegeben! Ein Pracht-Debut!

Art-Nr.: 3421
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

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Healey, Jeff - mess of blues [2008]
Der einzigartige, einst in einem Club in Toronto von Stevie Ray Vaughan entdeckte, seit seinem ersten Lebensjahr blinde, kanadische Gitarrist Jeff Healey erlag vor einigen Tagen, am 2. März 2008, seinem Krebsleiden (ein seltener Netzhaut-Krebs), gegen das er schon sein Leben lang gekämpft hatte. Neben vielen anderen hervorragenden Alben hinterlässt Healey als letztes Vermächtnis sein kurz vor seinem Ableben fertig gestelltes, neues Werk "Mess of Blues", das nicht nur seine erste Blues-/Bluesrock-Scheibe seit crica 8 Jahren ist, nein, der Meister und seiner Band ("the best damned bar band in Canada", wie er sie selbst bezeichnet) liefern eine geradezu mitreißende Vorstellung ab. Welch eine Tragik! Healey hat sich 10 Coverversionen ausgesucht, die allerdings nicht lieblos zusammengestellt wurden, sondern voller Inbrunst und Seele zum Besten gegeben werden. Healey haucht diesen Titeln ein teilweise hinreißendes, neues Eigenleben ein, geprägt von seinem fulminanten Gitarrenspiel. 6 Tracks sind live im Studio eingespielt, 2 sind live in seinem eigenen "Roadhouse"-Club in Toronto mitgeschnitten worden, 2 weitere stammen von einem Konzert aus London! Irre stark, was die Truppe beispielsweise aus Hank Williams' Countryheuler "Jambalaya" zaubert, wie sie eine furiose Fassung von Neil Young's "Like a hurricane" von der Leine lässt, ein herrliches "The weight" (The Band) interpretiert oder sich in famoser Art und Weise über 8 Minuten an dem seeligen Slow Blues-Klassiker "How blue can you get" (u.a. Albert Collins, B.B. King) auslässt, inklusiver großartiger Orgel- (Dave Murphy) und Gitarrenausflüge! Jeff Healey und seine Band sind in ihrem Element. Das ist ehrlicher, zeitloser, klassischer, rootsiger Retro Blues-/Bluesrock, bei dem man zu jeder Zeit den puren Idealismus der beteiligten Musiker, allen voran Healey's, spürt! Große Klasse!

Die komplette Tracklist:
1. I'm Torn Down
2. How Blue Can You Get
3. Sugar Sweet
4. Jambalaya
5. The Weight
6. Mess O' Blues
7. It's Only Money
8. Like A Hurricane
9. Sittin' On Top of The World
10. Shake, Rattle and Roll

Hier noch die offizielle Presseerklärung der Ruf Records GmbH (Thomas Ruf) vom 3.3.2008 zum Tode von Jeff Healey und zur Album-Veröffentlichung:

Jeff Healey, der zu den markantesten Gitarristen unserer Zeit gehörte, ist gestern (am Sonntag, den 2. März) im St. Joseph’s Krankenhaus von Toronto verstorben. Er war 41. Er hinterlässt seine Frau Cristie, seine Tochter Rachel (13) und Sohn Derek (3), seinen Vater und Stiefmutter Bud und Rose Healey und seine beiden Schwestern Laura und Linda.

Details zur Trauerfeier und zum Begräbnis sind noch nicht bekannt. Nachdem er als Kleinkind durch eine seltene Krebsart (Retinoblastoma) sein Sehvermögen verlor, fing er schon im Alter von drei an, auf unkonventionelle Weise, die Gitarre zu spielen: Er hielt das Instrument flach auf seinem Schoss. Mit 17 gründete er seine erste Band und führte bald unter dem Namen Jeff Healey Band sein eigenes Trio.

Nachdem er in dem Hollywood-Film Road House zu sehen war, wurde er von Arista Records unter Vertrag genommen. 1988 erschien sein Album See the Light, dass für den Grammy nominiert wurde. Mit „Angel Eyes“ vom selben Album landete er einen großen Hit. 1990 wurde er mit einem Juno Award als „Entertainer des Jahres“ ausgezeichnet.

In den 90ern veröffentlichte er zwei weitere Alben auf Arista, die allerdings weniger erfolgreich waren. In den Jahren danach erschienen diverse „Best of“-Sammlungen und Livealben. Er nahm zwei weitere Rockalben auf, bevor er sich seiner wahren Leidenschaft, dem klassischen amerikanischen Jazz der 20er, 30er und 40er, widmete.

Inzwischen war Healey ein international bekannter Star geworden, der zusammen mit unzähligen namhaften Künstlern, darunter auch B.B. King und Stevie Ray Vaughan, musiziert hatte und gemeinsam mit George Harrison, Mark Knopfler und der Blueslegende Jimmy Rogers ins Studio gegangen war.

Als Vater eines dreijährigen Sohns und einer dreizehnjährigen Tochter zog Healey ein eher sesshaftes Leben vor. „Das großen Reisen habe ich schon hinter mir“, sagte er. Lange, anstrengende Tourneen, die für seine jüngeren Jahre prägend waren, wollte er am liebsten vermeiden.

Jahrelang arbeitete er für das CBC Radio als Diskjockey — seine Sendung „My Kinda Jazz“ verfügte über eine treue Hörerschaft. Neulich moderierte er ein ähnliches Musikformat für den Sender Jazz-FM in Toronto. Im Mittelpunkt seiner Sendungen präsentierte er seltene — und selten gehörte — Aufnahmen aus seiner Privatsammlung mit über 30.000 78er-Platten.

Als das neue Millennium näherte, kehrte er vorübergehend der Rockmusik den Rücken und nahm drei klassische Jazzalben mit seiner Jazzkapelle Jeff Healey & the Jazz Wizards auf, bei der er neben Akustik-Gitarre auch Trompete spielte. Das letzte davon, It’s Tight Like That, wurde 2005 im Hugh’s Room in Toronto gemeinsam mit der britischen Jazzlegende Chris Barber aufgenommen. Zum Zeitpunkt seines Todes bereitete sich Healey auf die bevorstehende Veröffentlichung seines ersten Rock/Blues-Album seit acht Jahren. Mess of Blues erscheint am 20. März in Europa und am 22. April in Kanada und den USA. Das Album war aus der Zusammenarbeit zwischen zwei führenden Plattenfirmen entstanden, dem deutschen Blueslabel Ruf Records sowie der kanadischen Firma Stony Plain, die auch für Healeys Jazz CDs verantwortlich war. Mess of Blues entstand überwiegend in mehreren Tonstudios in Toronto. Zwei Tracks wurden in seinem eigenen Club Jeff Healey’s Roadhouse live aufgenommen, zwei weitere sind Mitschnitte eines Londoner Konzerts. Seine Begleitband auf der neuen CD — Healey’s House Band — spielte regelmäßig mit ihm im Roadhouse in Zentrum von Toronto und auch früher in einem anderem eigenen Musikclub in Stadtteil Queen-Bathurst.

Im vergangenen Jahr wurde Healey operiert, um krebsartige Gewebe von seinen Beinen und später auch von seinen Lungen zu entfernen. Eine aggressive Behandlung mit Bestrahlung und Chemotherapie konnte die Ausbreitung der Krankheit jedoch nicht verhindern.

Trotz seines Kampfs gegen den Krebs ging Healey häufig mit seiner Bluesband sowie mit seiner Jazzkapelle in Kanada auf Tour. Eine ausgedehnte Tournee durch Deutschland und Großbritannien stand kurz bevor. Geplant war ebenfalls ein Fernsehauftritt bei der beliebten Jools Holland TV Show der BBC. Healeys ironische Humor und musikalische Verspieltheit wird unter Musikern — und unter seinen Fans — in Erinnerung bleiben. Healey war ein einzigartiger Musiker, der es schaffte, mit Leichtigkeit und Selbstvertrauen die Kluft zwischen verschiedene Musikgenres zu überbrücken.

Art-Nr.: 5589
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

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Hicks, Chris - dog eat dog world [2008]
Brandneues, starkes Solo-Album des einstigen Outlaws- und jetzigen The Marshall Tucker Band-Gitarristen Chris Hicks! "He is southern rock royalty in the making" heißt es über Hicks auf seiner Website - und dieser Aussage kann man sich nur anschließen. "Dog eat dog world" besticht mit großer Variabilität und spannt einen weiten Bogen von Rock, Blues, Soul, R & B und Country, bis hin zu kochenden Funk-Grooves, doch alles basiert auf einem tiefen Southern Rock-Fundament! So finden sich logischerweise deutliche Bezüge zu den Tucker-Boys, zur frühen Charlie Daniels Band, aber auch zu Wet Willie und zu den glorreichen Muscle Schoals-Tagen der Siebziger! Chris Hicks' vorzügliches, stark von Toy Caldwell beeinflusstes, überaus fingerfertiges Gitarrenspiel ist, genau wie seine intensiven, mit viel Seele vorgetragenen, inspirierten Gesangsleistungen, hinlänglich bekannt und kommt auf diesem Werk in seiner ganzen Klasse zur Geltung. Der Mann zeigt sich in blendender Verfassung. Das Songmaterial (bis auf 3 Nummern stammt alles aus seiner Feder) ist erstklassig! Für zusätzliche "Hitze" und viel Memphis-Soul sorgen die zuweilen zündend eingesetzten Bläser, die keinesfalls stören, sondern hier für willkommene Anwechslung und Power sorgen. Sehr stark involviert in das Projekt war der ehemalige "Capricorn"-Soundtüftler, Hour Glass-Musiker und in Southern-Kreisen als legendärer Produzent (u.a. die ersten 6 Marshall Tucker Band-Alben) bekannte Paul Hornsby, in dessen Muscadine Studio in Macon/Georgia das Album auch aufgenommen wurde. Los geht es mit dem lockeren, frischen, dennoch sehr knackigen, großartigen Carolina Southern Rocker "It all comes back around", der gleich deutlich Hicks' Nähe zu Toy Caldwell's Gitarrenspiel demonstriert. Klasse Melodie! Für zusätzliche Abwechslung sorgen prima integrierte Piano- und Orgel-Fills! Tolle Riffs, ein hinreißender, gut abgehender Groove irgendwo zwischen Wet Willie, ZZ Top und einer bluesigen MTB, Hicks' ausdrucksstarker, southern-souliger, inspirierter Gesang, prächtige Gitarren, dezente Orgelbegleitung und ein paar würzig scharfe Bläser bestimmen den anschließenden, ungemein rhythmischen, leicht funkig angehauchten, brodelnden Muscle Schoals-Kracher "Chokin kind", der wunderbar in unsere Ohren und unsere Beine geht. Hicks brilliert bei dieser alten Harlan Howard-Nummer im Mittelteil mit einem exzellenten Gitarrensolo, inklusive einiger Double Lead-Ansätze. Spitzenmäßig! Wäre in den Siebzigern wahrscheinlich ein richtiger Genre-Hit geworden! Es folgt die schöne, melodische, wieder mit viel "Soul" vorgetragene, entspannte, R&B-beeinflußte Ballade "The tie that binds" (feine Southern-Gitarre), ehe Hicks mit dem sehr druckvollen, von tierischen Gitarrenlinien durchzogenen, kochenden Swamp-/Blues-/Funk-/Groove-Rocker "Dog eat dog world" die Sümpfe des Südens mächtig aufheizt. Das geradezu Funken sprühende, seelige Gitarrensolo im Break ist "der Hit"! Stark auch das anschließende Saxophon-Solo! Zu den weiteren Highöights zählen das bluesige, Sixties R&B-mäßige Cover von Bobby Blue Bland's "Share your love with me", die sehr melodische, erneut dezent funkige Midtempo-Nummer "Can the world still turn tomorrow?" und der mächtige dampfende Southern-/Funk-/Groove-Kracher "Too cool for school", bei dem Hicks ein furioses Gitarren-Feuerwerk an Riffs und Soli abbrennt (dazu ein tolles E-Gitarren-Duell mit einer dreckigen Bluesharp). Den Abschluß des Albums bildet schließlich das wunderbar entspannte, ruhige, viel MTB- und Allmans-Flair versprühende "Georgia moon", eine großartige, Country-infizierte Southern-Ballade aus der Feder von Paul Hornsby! Unter den weiteren Musikern befinden sich übrigens neben Hornsby auch noch der MTB-Mitstreiter Clay Cook, Jerome Thomas, Marshall Coats und deren legendärer Lead-Sänger Doug Gray (Background Vocals)! Ein klasse Solo-Album von Chris Hicks, der damit eindrucksvoll unterstreicht, welch großartiger Musiker er ist. Die Southern Rock-Szene darf sich glücklich schätzen, jemand wie ihn in ihren Reihen zu haben. Weiter so, Mr. Hicks!

Art-Nr.: 5494
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
It all comes back around
Chokin' kind
The tie that binds
Dog eat dog world

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Hill, Faith - fireflies [2005]
In Sachen Faith Hill können wir mit zwei Nachrichten aufwarten: Einer Guten und noch einer Guten. Zum einen ist der weibliche Superstar (fünf Mehrfach-Platin-Alben, neun Nr. 1 Hits , mehrfache Grammy Gewinnerin) von ihrem Ausritt in bombastische Pop-Gefilde endlich wieder in heimatliche, "richtige" (New)Country-Gefilde zurückgekehrt, zum anderen ist ihr nach fast dreijähriger Pause mit ihrem sechsten Silberling "Fireflies" dabei auch noch eine solch starke Scheibe gelungen (vielleicht ist es sogar ihr bestes Album bis dato überhaupt), die zweifellos jede Menge Fans, die sich erbost von ihr abgewendet hatten, wieder zurück ins Boot holen wird. Produziert hat Faith einmal mehr mit Dann Huff, mit dabei am Mischpult aber auch der etatmäßige Weggefährte ihres Ehemanns Tim McGraw, Byron Gallimore! Beim Durchblättern des umfangreichen Bookletts (mit allen Texten) fällt sofort auf, dass Faith bei der Auswahl der vielen exzellenten Songschreiber (u.a. The Warren Brothers, Rivers Rutherford, Darrell Scott, Craig Wiseman) diesmal insbesondere auf zwei Komponisten gesetzt hat: Mit John Rich (Part des angesagten und im Moment mega erfolgreichen Duos Big & Rich) und der zierlichen Americana-Singer/Songwriterin Lori McKenna wurden fast die Hälfte der 14 neuen Stücke abgedeckt, die sich trotz ihrer unterschiedlichen Ansätze wunderbar ins Gesamtgefüge des Albums integrieren. Rich ist naturgemäß mehr für die lockere Gangart der Lieder verantwortlich, während McKenna der textlich anspruchsvolleren Note Genüge tut, aber auch erstaunlich schöne Melodien damit verbindet. Dazu sind sämtlich Songs, ob knackiger New Country oder traditionell verwurzelte, herrlich dahin fließende, entspannte Nummern in wunderbare, reine Arrangements verpackt. Das ist logischerweise nicht zuletzt ein Verdienst der, wie immer, überragend agierenden Musiker. Bis in die kleinsten Ecken, und gleich mehrfach, ist jedes Instrument mit den absoluten Könnern des Genres besetzt worden. Wenn man sich allein die Liste der Background-Sängerinnen und -Sänger einmal anschaut, wird einem ganz flau im Magen: Vom Vulkan Bekka Bramlett, über Wes Hightower, Rhonda Vincent, Kelly Willis, Bret Warren, Perry Coleman, Lisa Cochran und einigen anderen, bis hin zu ihrem Gatten Tim McGraw reicht die Liste - alles absolute Hochkaräter. Letztgenannter "haucht" bei der romantischen, aber kraftvollen Ballade "Like We Never Loved Before" (aus der Feder von John Rich) so unnachahmlich dazwischen, dass dieser Song durchaus die Nachfolge des einst so erfolgreichen Duetts der beiden "It’s Your Love" antreten könnte. Als erste Single wurde jedoch "Mississippi Girl" ausgewählt, auf "Fireflies" nach dem, wie es der Titel schon verspricht, flockigen Sommersong "Sunshine and Summertime" (getragen von einem relaxten Banjospiel), der das Werk mit angenehmer Temperatur eröffnet, als zweiter Song platziert. "Mississippi Girl", ist ein knackiger, flotter Song mit leichtem Southern-Flair, durchsetzt von den schönen, rockigen Gitarrenriffs eines Tom Bukovacs, klasse Mandolinen-Begleitung von Darrell Scott, einem kleinen E- und Steel- Gitarren-Schlagabtausch der Herren Huff und Dugmore, dazu dezente Akkordeon-Untermalung von Tim Lauer! Das Stück hat bereits zurecht Platz vier der Country-Billboard-Charts mit Blick nach oben erklommen. Wird wohl Faith's nächste Nummer 1 werden! Die allerletzten Zweifel der Countrygemeinde, daß Faith wieder auf die richtigen Pfade zurückgefunden hat, dürfte dann das großartige "Dearly Beloved" vom Tisch wischen, wo richtig traditionell mit herzerfrischendem Gefiddel die Post abgeht, und so manche Squaredance-Truppe vor eine neue Aufgabe gestellt werden dürfte. Erwähnenswert, wie gesagt, aber auch die drei McKenna-Stücke "Stealing Kisses", der wunderbare Titeltrack "Fireflies" (mit toller Akustikgitarren- Mandolinen- und Dobroarbeit), sowie "If you Ask", die dem Gesamtwerk viel Tiefe vermitteln und Faith’s ganze Gesangsklasse offenbaren. Aufgepeppt wird die Geschichte dann mit tollen Gute-Laune-Nummern wie zum Beispiel "The Lucky One", geschrieben von den Warren Brothers, allerdings nicht zu verwechseln mit deren Stück "The Lucky", oder dem von einer kratzigen Mandoline geführten, leicht rootsigen "We’ve Got Nothing But Love To Prove", das sogar ein kleines überraschend angedeutetes Steel-Reggae-Break enthält, auch ein kleines Indiz für die spürbare Spielfreude der beteiligten Akteure. Auffällig ist, wie mit zunehmender Spieldauer solche den ursprünglichen Country-Traditionen zuzuordnenden, typischen Intrumente wie Mandoline, Dobro, Fiddle, Akkordeon neben den allseits brillant dargebotenen Akustik- und E-Gitarrenparts von Bukovac, Huff, Greenberg und Co. für immer mehr Akzente sorgen. Die mit gut 57 Minuten Spielzeit recht üppig ausgestatte CD lässt von vorn bis hinten keine Wünsche offen! Der "Back-To-The-Roots-Trip" der immer noch blendend aussehenden Faith Hill macht richtig Spaß! Das ist die Faith Hill, die die Countryfans hören wollen! Kompliment, Mrs.Hill, und die alten Sünden sind verziehen! Übrigens: Sollte in Europa wieder eine nachträglich poppig eingefärbte Extra-Ausgabe dieses Albums erscheinen, bei uns gibt's immer die Original US-Country-Ausgabe!! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 3422
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Hoge, Will - the wreckage [2009]
Baumstarkes, neues Album von Will Hoge! Roots-/Heartland-/Americana-Rock "with a southern croon" vom Allerfeinsten! Der in Nashville lebende, amerikanische Songwriter hatte ja bereits mit dem Vorgängerwerk "Draw The Curtains", wie auch mit seinen übrigen Veröffentlichungen schon ganz exzellente Kost serviert und ist von uns und den Kritikerscharen zurecht mit Lobeshymnen überschüttet worden. Also beste Vorraussetzungen, um sich mit einem weiteren Silberling in der ganz oberen Riege seiner amerikanischen Kollegen zu etablieren. Doch leider sollte zunächst ein persönlicher Schicksalsschlag Hoge übel mitspielen. Während der Aufnahmen zu seinem neuen Album fuhr Hoge nach getaner Arbeit abends mit seinem Roller nach Hause und wurde von einem Van, der seine Bahn kreuzte, "volle Kanne" erfasst. Schwer blutend, mit mehreren Knochenbrüchen und zeitweise erblindet musste sich Hoge einem mehrmonatigem Krankenhausaufenthalt unterziehen. Die Rehamaßnahmen dauern bis zum heutigen Tage an. Damit hatte es sich mit "The Wreckage" (der Titel entstand in Anlehnung an seinen Unfall) erst einmal erledigt. Die Arbeiten waren zu diesem Zeitpunkt gerade zur Hälfte abgeschlossen. Dieses Ereignes bescherte Hoge, laut eigener Aussage, eine vllkommen veränderte Lebenseinstellung. Es setzte ein regelrechter Lernprozess ein. Für ihn, der eigentlich in achtzehn Jahren keinen Tag ohne Musik verbracht hatte, lag jetzt der Fokus komplett auf der persönlichen Genesung und dem Wohlbefinden seiner Familie. Acht Monate nach dem Unfall jedoch ging es dann, mental gestärkt, endlich zurück ins Studio, um das begonnene Werk zu vollenden. Und es ist ein absoluter Knaller geworden. Im Vergleich zum erfolgreichen Vorgänger wurde zwar personell nur marginal geändert (Ken Croomer und Charlie Brosco, die auch das kürzlich erschienene, klasse Album der Southern Rocker SwamDaWamp produzierten, sassen erneut an den Reglern; die meisten Musiker, wie u.a. Pat Buchanan, Ban Baird, Ken Croomer, Tim Marks, sind abermals mit von der Partie), das Ergebnis aber gestaltet sich noch einen Tick stärker als zuletzt und dank Hoge's, aus besagten Gründen sehr emotionaler Hingabe, um ein Vielfaches intensiver. Das ist schon eine Pracht-Leistung, die er hier abliefert. Tolles Songmaterial, mit saftigen, Gitarren-orientierten Arrangements, zumeist voller Kraft und mit gutem Drive, unterbrochen von der ein oder anderen Ballade, alles ungemein melodisch. Das Album startet mit dem flockig, aber knackig instrumentierten "Hard To Love", ein Stück in bester Bob Seger-Tradition im gehobenen Midtempo, mit einer klasse Pianountermalung, toller Melodieführung und einem starken Bariton-E-Gitarren-Solo. Weiter geht es in deftiger John Mellencamp-Manier mit dem schroffen, geradlinigen, einen tollen Drive aufbauenden, gnadenlos starken Roots-Rocker "Long Gone" (fettes Drumming, kreischiges E-Gitarren-Solo), der einmal mehr die ungeheure Vielseitigkeit Hoge's beweist. Hier geht's richtig zur Sache! Im Titelsong "The Wreckage" entladen sich dann alle erlebten Geschehnisse auf beeindruckende Weise, ohne dabei textlich auf das Vorgefallene einzugehen. Selten hat man Hoge so intensiv, introvertiert, emotional und doch voller kühler Melancholie singen gehört (ein wenig an Radney Foster und Kevn Kinney erinnernd), wie bei diesem Track. Eine dumpfe Akustikgitarre, ein dezentes Piano und eine kalt hallende Steelgitarre erzeugen eine ganz besondere, regelrecht mitfühlende Atmosphäre. Das ist große und bewegend performte Musik. Mit "Favorite Waste Of Time", "Even If It Brakes Your Heart" (mit dezentem Petty'schen "Into The Great Wide Open"-Flair) und "Highway Wings" bewegt sich Will in luftig instrumentierten, genauso knackigen, wie melodischen, rootsigen Mellencamp-/Chris Knight-Gefilden. Das atmosphärische "What Could I Do" steckt wieder voller eigenwilliger Melancholie, die von Jen Gunderman beigesteuerten Mellotron-Töne erzeugen Gänsehaut. Zusammen mit der bezaubernden Ashley Monroe (singt im Stile einer jungen Dolly Parton) präsentiert Hoge im Duett bei der wundervollen Ballade "Goodnight / Goodbye" entspannte, sehr melodische, großartige (Alternate)Countrymusic. Sein alter Weggefährte Dan Baird zupft hier die High String Guitar. Diese etwas besinnlichere Phase wird dann mittels "Just Like Me", einem forschen Rootsrocker an der Schnittstelle zwischen Neil Young und John Mellencamp, wieder abgelöst. Klasse hier das psychedelisch angehauchte, raue E-Gitarren-Solo von Pat Buchanan. Nach dem entspannten, wunderschönen "Where Do We Go From Now", kommt das wieder voller Atmosphäre steckende, balladeske "Too Late Too Soon", eindrucksvoll mit Gitarren (Southern Rock-kompatibles E-Gitarren-Solo), dumpfen Cello- und Bläsertönen in Szene gesetzt, sogar mit ein wenig Black Crowes-Flair rüber. Ein hervorragendes Album-Finale! Eigentlich ist Will Hoge's neues Werk angesichts der Vorgeschichte als reinstes Wunder zu bezeichnen. Woher dieser Musiker, der scheinbar wirklich am Rande des Ablebens taumelte, innerhalb so kurzer Zeit wieder die Kraft und Ideen zu solch einem starken Album schöpfte, verdient höchste Anerkennung und uneingeschränkten Respekt. Will Hoge hat sich mit diesem Werk endgültig in die Regionen der hier beschriebenen Bezugsgrößen katapultiert. Dieser Singer/Songwriter kann dem Vergleich mit den Mellencamps, Pettys Chris nights, Bob Segers, Dan Baidrs & Co. locker standhalten. Wir ziehen den Hut vor dieser Leistung und wünschen Will Hoge, auch wenn es sich im Fall von "The Wreckage" (das Wrack) schon fast makaber anhört, für seine zukünftige Entwicklung musikalisch weiterhin "Hals- und Beinbruch". Aber es wird schwer, dieses Werk zu toppen. Die Messlatte liegt verdammt hoch. Exzellenter Rootsrock-/Heartland-Rock-/rockin' Americana-Stoff (roadside Americana with the glory of Rock'n Roll", wie es ein U.S.-Kritiker nennt) zum Genießen, aufgemacht im feinen Digipack inkl. eingelegtem Faltblatt mit allen Texten und Infos! Brillant! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1 Hard to Love - 3:23   
2 Long Gone - 2:51   
3 The Wreckage - 3:33   
4 Favorite Waste of Time - 3:11   
5 Even If It Breaks Your Heart - 3:43   
6 What Could I Do - 4:28   
7 Goodnight/Goodbye - 4:24   
8 Just Like Me - 3:28   
9 Highway Wings - 3:24   
10 Where Do We Go from Down - 3:45   
11 Too Late Too Soon - 4:03

Art-Nr.: 6567
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Hard to love
Long gone
Favorite waste of time
Even if it breaks your heart
Goodnight / goodbye
Just like me

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Honey Island Swamp Band - cane sugar [2013]
Hmm, "they sound like the sweet smell of a swampy southern breeze". Wundervoll! Die Honey Island Swamp Band gilt als einer der heissesten, neuen Acts in New Orleans, die sich dort innerhalb kürzester Zeit eine mächtige Fanbase aufgebaut haben. Man stelle sich irgendwo im Nichts des Südens eine dunkle, verrauchte Bar vor, aus deren Jukebox die Klänge von Gram Parsons, Delbert McClinton, Little Feat and The Allman Brothers Band zu hören sind, dort in etwa passt auch die Musik dieses großartigen Quintetts aus der Metropole Louisiana's hin. Angefangen hat alles unter den nicht sehr glücklichen Umständen, die der Hurricane "Katrina" mit sich brachte. Die beiden hoch talentierten Gitarristen und Songwriter Aaron Wilkinson und Chris Mule verloren ihr komplettes Zuhause in New Orleans und landeten erst einmal in San Francisco. Dort beschlossen sie gemeinsam mit ihren Flüchtlingskumpels Sam Price (bass) und Garland Paul (drums) ein Bandprojekt auf die Beine zu stellen, wenngleich sie zu diesem Zeitpunkt eine mehr als ungewisse Zukunft vor sich hatten. Doch die Liebe zur Musik schweisste sie zusammen. Die Honey Island Swamp Band war geboren. Schnell ließ man San Francisco wieder hinter sich, ging zurück in die geliebte Heimat New Orleans und erhaschte dort innerhalb kürzester Zeit ungemein viel Aufmaerksamkeit in den Clubs der Stadt. Im Jahre 2010 stieß noch der Keyboarder Trevor Brooks zur Band und nun gab es kein Halten mehr. Ihre großartige Musik, stark beeinflusst von Lowell George und Little Feat, aber auch von The Band, Gram Parsons, Dr John, The Radiators und The Allman Brothers Band, sowie ihre fulminanten "burn-the-house-down" Live Shows, brachten der Band ein ungeheures Standing, auch ausserhalb der Region, ein. Auch der hochkarätige, Grammy-dekorierte Produzent John Porter (u.a. Keb' Mo', Buddy Guy, B.B. King, zuletzt zudem als "Engineer" für das neue Album "Badlands" von Trampled Under Foot" in Erscheinung getreten) ist begeistert von den Jungs und hat es sich nicht nehmen lassen, ihr neues Album "Cane sugar" zu produzieren. Es ist ein klasse Teil geworden. "Bayou Americana", so bezeichnet die Truppe selbst ihre Musik. Das passt durchaus als Oberbegriff, doch im Grunde spielen sie eine wunderbare Mixtur aus Blues, Rootsrock, Southern Rock Boogie, Soul, Appalachian Music, Honky Tonk, Countryrock und Swamp Funk. Sie bekommen die einzelnen Stilelemente großartig unter einen Hut. Das ist aber auch klar, denn es handelt sich hier durchweg um vorzügliche Musiker. Die Musik ist geprägt von tollen Grooves (die Rhythmus-Fraktion arbeitet exzellent), wie auch von einer schönen, unterschwelligen Swamp-Schwüle. Doch trotz alledem wirkt sie oft sehr locker und flockig. Wir hören viel Sliedegitarre, auch mal schönes Mandolinenspiel, mal eine Mundharmonica, tolle Piano- und Orgel-Ergänzungen, schöne Percussion und vereinzelt ein paar effektive, aber nie zu aufdringliche Bläser. Das Album beginnt mit dem genauso locker wie schwül groovenden Roots-/Southern Rocker "Change my ways", der mit lässigen Slide-Licks, einer klasse Melodik und einer feinen Brise Soul besticht. Die dezenten Bläser kommen richtig gut, wie auch das zündende Wah Wah Slide-Gitarrensolo in der Instrumentalphase des Stückes. Ein hintergründiges Retro-Countryrockflair, schön southern und swampig, zieht sich durch das lockere, dennoch knackige, wundervolle "Black and blue". Herrlich hier die jammige Percussion und die flüssige Allmans-ähnliche Slidegitarre. Zu alledem kommt eine schön klimpernde Piano-Unterstützung. "Cast the first stone" ist dann allerbester, drückend schwüler New Orleans Funk-, Swamp-, Bluesrock mit klasse Harp-Fills, tierischem Piano-Spiel (vor allem im Break) und heissen Bläser-Sätzen. Dieser Louisiana-Groove lässt einen nicht mehr los. Erinnert durchaus an The Radiators, doch die Honey Island Swamp Band ist auf dem besten Weg in die großen Fußstapfen dieser kultigen New Orleans-Formation zu treten. Super auch das Titelstück, der wundervoll lockere, melodische Southern-/Rootsrocker "Cane sugar". Tolle, Allmans-mässige Slide und exzellente, frische Mandolinenklänge erzeugen eine hinreissende Harmonie. Auf einer ähnlichen Linie bewegt sich das fantastische "Prodigal son". Hier kommt das legendäre, lockere Dickey Betts'sche The Allman Brothers Band-Feeling noch mehr zur Geltung. Was für ein prächtiger, "süßer" Southern-Duft weht durch diesen herrlich flüssigen, mit feinsten Slidelinien gespickten Rootsrocker. Klasse auch wieder die entsprechenden Percussionklänge und die jammigen Instrumentalpassagen aus Piano und Slidegitarre. Schönen Swamp Rock der Marke Little Feat hören wir dann wieder mit dem klasse groovenden "Johnny come home". Welches Stück man auch herauspickt, ist schlußendlich egal - "Cane sugar" ist einfach ein klasse Album. New Orleans hat ein neues, musikalisches Aushängeschild, das die Musik der Swamps von Louisiana prächtig in Szene setzt: Die großartige Honey Island Swamp Band!

Das komplette Tracklisting:

1. Change My Ways - 4:14
2. Black and Blue - 4:43
3. Cast the First Stone - 3:48
4. One Shot - 4:50
5. Cane Sugar - 4:55
6. Miss What I Got - 3:44
7. Prodigal Son - 5:50
8. Just Another Fool - 3:42
9. Johnny Come Home - 2:54
10. Pills - 4:21
11. Never Saw It Comin' - 2:34
12. Strangers - 2:23

Art-Nr.: 8252
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

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Change my ways
Black and blue
Cast the first stone
Cane sugar
Prodigal son
Just another fool
Johnny come home
Devil's den

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Honeybrowne - mile by mile [2008]
Hervorragendes neues Album der Texaner aus Austin, das fünfte und bislang wohl stärkste, die mit ihrem Namen seit nun schon über einem Jahrzehnt für qualitativ hochwertigen, überaus melodischen, flockigen und sehr harmonischen, von einem dezenten "Red Dirt"-Flair durchzogenen Texas Roots-Pop/-Rock/-Countryrock bürgen, der auf angenehmste Art und Weise unsere Ohren umgarnt. Seit ihrem ebenfalls schwer gelobten Vorgänger "Something To Believe In" aus dem Jahre 2005 hat es leichte personelle Umbesetzungen in der Band gegeben, die sich aber in keinster Weise negativ auswirken. Stephen Bres ersetzt Cody Banks am Schlagzeug und der vielseitige Josh Owen zeigt sich für den Gitarrensound und auch einige Tastenparts verantwortlich. Produktionstechnisch hat man diesmal auf das in Austin ansässige Multitalent Mark Addison vertraut, der sowohl beim Songwriting, als auch bei der instrumentellen Umsetzung stark involviert ist (Gitarren, Keyboards). Das Grundgerüst bilden aber nach wie vor Bassist Jake "Bass" Blackwell und natürlich der kreative Kopf der Truppe und Frontmann, Sänger und Gitarrist Fred Andrews, der wiederum allen zehn, auf dem Werk enthaltenen Kompositionen deutlich seinen Stempel aufdrückt. Los geht es mit dem großartigen, lockeren Countryrocker "Help Me Find My Way", der ganz in der Tradition des typischen Bandsounds gehalten wurde, den Honeybrowne schon seit Beginn ihrer Gründung zelebrieren: Schöne, entspannte Drums-, lockere Akustik- und Bariton E-Gitarren--Untermalung, dezente Orgel-Fills - alles in Verbindung mit einer unaufgeregten, aber wunderschönen Melodie a là Eli Young Band, Little Texas, Wade Bowen und vielleicht einem Hauch von Hootie & The Blowfish. Der leicht genäselte Gesang von Fred Andrews lässt einem unweigerlich Sänger wie Ken Block (Sister Hazel) oder entfernt auch Michael Stipe (R.E.M) in den Sinn kommen. Auffällig, dass der neue Gitarrist Josh Owen in seinem Spiel sehr viele Bariton-Töne einfließen lässt, die den Songs ein zusätzliches Retroflair verpassen, ohne allerdings dabei je "altbacken" zu wirken. Bestes Beispiel dafür ist das flockig und sehr harmonisch dahin fließende "Yesterdays News", das so richtig locker in die Beine geht. Absolut radiotauglich! Der Titelsong "Mile By Mile" weist in den Strophen balladeske Züge auf (herrliche, Gänsehaut erzeugende Akkordeonuntermalung), wobei er im Refrain mit zunehmender Emotionalität an Tempo zulegt. Ein echter Ohrwurm! Recht traditionell verwurzelten Country/Countryrock in weitest gehender Bakersfield-Tradition bietet "Bowling Green". Hier setzen Owen und Addison mit filigranen Steel- bzw. Bouzouki-Einlagen nette Zusatzakzente. Ein kleiner Fehler hat sich in der Trackliste eingeschlichen: Anders als auf dem Backcover abgedruckt, folgt zunächst mit "Trouble’s Got A Thing For Me" einer der weiteren Höhepunkte des Albums: Feine E-Gitarren-/Slideläufe, sowie Pianospiel mit etwas Honkytonk vermitteln zum lustigen Text ein bluesiges Barroom-Flair. ehe das schöne "Personal Lullaby" zu hören ist, dem die vor kurzem vollbrachte Vaterschaft von Fred Andrews und Stephen Bres als Inspirationsquelle zu Grunde liegt. Am Ende wird es dann nochmals etwas countrylastiger: "Line Sinker And Hook" (auch mit etwas Heartland-Flair) wird durch schöne weibliche "Backs" von Gastsängerin Alli Russell aufgepeppt und mit "Put That Ring On Your Finger" gibt es einen launig dahinstampfenden, Gitarren-lastigen, sehr würzig rockigen Rausschmeißer (schönes Tambourine-Rasseln am Anfang und Ende), der sicherlich zu viel Stimmung bei den anstehenden Live-Konzerten beitragen dürfte. Ein klasse Abschluss. Fazit: Honeybrowne gehen auch mit ihrem 5. Studioalbum "Mile By Mile" ihren Weg akribisch und konsequent weiter und etablieren sich immer mehr zu einer der beliebtesten Bands des texanischen Music-Circuits. Ein großes Lob an Fred Andrews & Co.! Klasse, lockere, stilvolle "Red Dirt"-flavoured Roots-Pop/-Rock/-Countryrock-Musik mit 100% Wohlfühlfaktor! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 5791
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Help me find my way
Yesterday's news
Mile by mile
Love wanted
Line sinker and hook
Put that ring back on your finger

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Hootie & The Blowfish - live in charleston ~ the homegrown concert event ~ dvd [2006]
Wie groß war die Erleichterung, als sich Hootie & The Blowfish im letzten Jahr, nach einigen eher durchwachsenen Werken, mit ihrem glänzenden Album "Looking For Lucky" wieder so eindrucksvoll zurückgemeldet hatten. Die Last und der Erfolgsdruck ihres megaerfolgreichen Debütwerkes "Cracked Rear View" schien sich, abgesehen von den finanziellen Aspekten, eher zum Fluch zu entwickeln, so dass man lange den Eindruck hatte, das Ende des Quartetts sei nur eine Frage der Zeit. Soloversuche von Mark Bryan und Darius Rucker brachten ebenfalls keine erwähnenswerten Fortschritte, und so versuchten die vier Musiker noch mal einen "Neuanfang" auf einem eigenen Label mit angeschlossenem Independant-Vertrieb. Auf "Looking For Lucky" schien dann auch der gesamte Ballast, die ganze Verklemmung von den Schultern der Akteure gefallen zu sein. Endlich sprudelten aus ihnen wieder diese lockeren, unverwechselbaren Songs wie zu ihren Anfangstagen heraus. Sie waren wieder die alten! Konsequenterweise gab es zu diesem Album natürlich auch eine Tour, die am 12. August 2005 mit dem Auftritt im ausverkauften "Family Circle Tennis Center Stadium" ihrer Heimatstadt Charleston/South Carolina, einer altehrwürdigen Südstaaten-Metropole, einen ihrer Höhepunkte erlebte. Die brillant gefilmte DVD dieser Show, in ganz fantastischer Dolby-Surround 5.1-Qualität (auch in Stereo 2.0), beschränkt sich, nachdem es ein paar kurze Impressionen von Charleston und dem Geschehen vor Konzertbeginn gab, ausschließlich auf den Gig selbst! So darf man sich über satte zwanzig Stücke freuen, die Hootie & The Blowfish im "vollen Saft" präsentiert, ja man muss sogar konstatieren, dass die Truppe mit den beiden zusätzlichen Gastmusikern Gary Green, Percussion und Peter Holsapple (ex dB's und Continental Drifters), Guitars, Mandoline und Keyboards, live sogar noch mehr an Substanz und musikalischer Vielfalt zu bieten hat, als im Studio. Der Fokus des Songrepertoires lag schwerpunktmäßig auf ihrem Hitalbum "Cracked Rear View", mit acht Songs vertreten ("Time", "Hannah Jane", "Running From An Angel", "Look Away", "Let Her Cry" - bärenstarke Version-, "Drowning", "Hold My Hand" und "Only Wanna Be With You"- letzte Zugabe) und, wie man es bei vielen Bands nicht so oft präsentiert bekommt, recht selbstbewusst auf dem aktuellen Werk, mit sechs Stücken ("State Your Peace", "Hey Sister Pretty", "One Love" - der absolute Ohrwurm der CD -, "Leaving", "Get Out Of My Mind" und "The Killing Stone" - die 2. Zugabe). Auch die restlichen Alben werden, zumindest mit einem Song, gestreift. Somit erhalten selbst nicht ganz so "Hootie-feste" Betrachter einen recht umfangreichen Gesamt-Überblick. Stark auch die herrlich entspannte Coverversion von Tim Waits' großartigem "I Hope That I Don't Fall In Love With You"! Insgesamt ein brillanter Streifzug durch wunderschöne Rock-, Countryrock- und Rootsrock/-pop-Gefilde der nicht alltäglichen Art. Dean Felber am Tieftöner, Jim Sonefeld an den Drums (sporadisch auch an der Gitarre) und Gary Greene, mit diversesten Percussion-Instrumenten geben den Rhythmus vor, während Rucker mit seiner einzigartigen, zwischen Introvertiertheit, unterschwelliger Aggressivität und wundervoller Melodik hin und her pendelnder Stimme das zentrale Element der Show darstellt. Für die Feinheiten sind dann allerdings Co-Leader Mark Bryan (mit recht vielen Ansagen zwischen den Stücken), der ein ums andere Mal mit tollem Solospiel auf diversen (Gibson-E- und Akustik-) Gitarren glänzt, wie auch der anfangs erwähnte Peter Holsapple, der an der (E-)Mandoline, der Lap Steel-Gitarre (ganz toll bei "Desert Mountain Showdown") und der Orgel für jede Menge spannende Akzente sorgt. Er ist vielleicht so etwas wie der "heimliche Star im Hintergrund". Auf höchsten Niveau liegend auch die immer wieder eingestreuten, zu Rucker's toller Stimme einen schönen Kontrast bildendenden Harmoniegesänge! Das sehr angenehme Publikum kitzelte am Ende schließlich drei Zugaben heraus, wobei das recht funkige "Go And Tell Him (Soup Song)" live wesentlich besser zur Geltung kommt als in der Studioversion. Um noch ein wenig den Spannungsbogen zu erhalten, möchte man eigentlich gar nicht mehr verraten. Ganz sicher aber ist, dass die Genre-Liebhaber und die Fans der Band mit Hootie's "Homegrown Concert Event" eine fantastische Live-DVD geliefert bekommt, die eindrucksvoll beweist wie lebendig, ja wie frisch Hootie & The Blowfish heutzutage (wieder) sind! Herrlich! Die DVD ist "code free" und somit auf jedem DVD-Spieler abspielbar! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 4400
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: DVD || Preis: € 19,90

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Horsehead - casual dracula [2015]
"Hey, Hey, My, My, Rock & Roll will never die…"! Mit diesem berühmten Neil Young-Zitat begrüßen Horsehead ihre Fans auf ihrer Website - und es passt einfach wie die sprichwörtliche "Faust aufs Auge". Horsehead zählen ohne jeden Zweifel zu den besten (Gitarren)Rootsrock-/Amercana-Rockbands der Gegenwart, obwohl die Truppe aus Richmond/Virginia trotz mittlerweile 5 hochklassiger Alben immer noch weitestgehend unbekannt ist. Das muss sich ändern! Ihr neues Werk "Casual Dracula" knüpft nahtlos an die Vorgängeralben an und bestätigt mit seinen 11 bärenstarken Songs einmal mehr die Aussage eines amerikanischen Kritikers, der unlängst über den Stil der Band sagte: "The honky-tonk swagger of the Rolling Stones, the Southern-fried soul of Lynyrd Skynyrd, the pop sensibilities of Tom Petty and the slinky bravado of The Faces". Das trifft es vorzüglich, wenngleich man im Sound von Horsehead auch noch Spuren solcher Kollegen wie beispielsweise Dan Baird, Shurman, Neil Young & Crazy Horse und vor allem auch den Bottle Rockets findet. Was wir erleben ist ein Feuerwerk voller Energie steckenden, dreckigen, kernigen, schnörkellosen Rootsrocks und Americana Rocks, immer wieder mit dezenten Anleihen des Blues und des Heartland Rocks. Das durchweg erstklassige Material ist "heavy on the hooks" und vollgepackt mit bestens hängen bleibender Melodik. Die zentralen, den Sound bestimmenden Figuren der Band sind Produzent, Songwriter und Frontmann Jon Brown (lead vocals, guitar, percussion) und Kevin W. Inge (lead guitar, pedal steel, keyboards, background vocals). Dazu gesellen sich die hervorragende Rhythmusfraktion von Randy Mendicino (bass) und Gregg Brooks (drums), sowie der kurz vor den Aufnahmen zu "Casual Dracula" neu eingestiegene, fünfte Bandmember Ben Willson (piano), der den satten, rotzigen, zündenden Gitarrensound immer wieder mit klimperndem Piano unterstützt. Kommen wir zum ersten Song des Albums, dem Titelstück: Herrlich dreckige E-Gitarren-Riffs erklingen, dazu ebensolcher, erdiger Gesang von Jon Brown, ehe nach ca. einer Minute die komplette Band einsetzt, um das musikalische Feuer endgpültig zu zünden. Was erleben wir gleich zu Beginn für einen wunderbaren, herzhaften, rauen Power Heartland-/Rootsrocker. Klasse! Eine tolle Melodie und ein erdiges Rootsrock-Ambiente umgeben das anschließende, großartige, würzige "Money taks". Die fulminanten Gitarrenriffs, das klimpernde Piano und das Energie-geladene Arrangement vereinen Spuren der Stones, der Bottle Rockets und eines kräftig nach vorn rockenden Springsteens. Ähnliches gilt für das straighte, richtig fett aus den Lautsprechern preschende "Last word wins". Diese Nummer hat vielleicht auch etwas von den großartige Lucero und einem frühen Will Hoge. Tolle Dynamik, glühendes Slide-Solo am Ende. Etwas zurückgenommener agieren Horsehead bei der wunderbaren Roots-/Americana-Ballade "Dear radio". Klasse Mundharmonika-Intro, unaufdringliche Klavierbegleitung, transparente Gitarren, feine Pedal Steel-Fills und eine exzellente Melodie bestimmen das Geschehen. Ist schön staubig inszeniert und könnte damit auch durchaus in das Repertoire eines Ryan Bingham passen. Deutlich rauer und rockiger wird's dann wieder bei dem von dreckige Geradeaus-Riffs bestimmten, kernig knackigen Rocker "Feel to good to cry", bei dem die Gitarren einfach herrlich "schrammeln". Toll! So folgt eine klasse Nummer nach der nächsten, bis das Album schließlich mit der fantastischen, etwas Alternate Country-infizierten Americana-Ballade "Built a bridge" (tolle Melodie, schöner Harmonium-Untergrund, würzige E-Gitarren-Licks) genauso stark endet, wie es begonnen hat. Frontmann Jon Brown sagt über die Musik: “We just wanted to make honest rock and roll and I feel that’s just what we’ve done.”. Dem gibt's wenig hunzuzufügen. Also, in diesem Sinne: "Hooks and harmonies, roots and soul, this is Horsehead Rock'n Roll"! Das ist einfach eine "geile" Truppe, wieder mal mit einem "geilen" Album.

Das komplette Tracklisting:

1. Casual Dracula - 3:20
2. Money Talks - 3:00
3. Last Word Wins - 3:30
4. Dear Radio - 4:10
5. Feel Too Good to Cry - 6:40
6. Border Living - 3:09
7. Help Me Sing - 4:39
8. Pretty Girls / Heavy Drinks - 4:57
9. Footsteps - 3:29
10. The Losing End - 3:16
11. I Built a Bridge - 4:34

Art-Nr.: 9078
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Casual Dracula
Money talks
Last word wins
Dear radio
Feel to good to cry
Help me sing
The losing end
I built a bridge

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Horsehead - sympathetic vibrations [2012]
Grandios! Brian Robbins vom in Fachkreisen überaus renommierten Webzine "jambands.com" ist völlig aus dem Häuschen und spricht von "one hell of an album". Man kann dies nur mit einem dicken Ausrufezeichen unterschreiben. Obwohl in der Breite noch immer weitestgehend unbekannt und lediglich unter Insidern ein Begriff, muss man das in Richmond/Virginia beheimatete Quartett Horsehead ohne jeden Zweifel als eine der stärksten und besten (Gitarren)Rootsrock-, Americana Rock-Bands der Gegenwart bezeichnen. Mit ihrem neuen Album "Sympathetic vibrations", ihrem bereits vierten, liefern sie (mal wieder) eine regelrechtes Musterbeispiel ganauso geradlinigen, straighten wie variantenreichen Rootsrocks ab. Nein, sie setzen Maßstäbe! 13 fantastische Songs präsentieren uns die Herren, genauso zeitlos wie aktuell, mal mit einem Hauch von Country- und Heartland Rock Anlagen, mal mit einem bluesigen Flair, staubig, erdig, "gritty", würzig, durchzogen von prächtig hängen bleibenden Hooklines und durchweg wunderbaren Melodien, dargeboten in vollendeter, musikalischer Qualität. Horsehead sind: Kopf, Produzent, Songwriter und Frontmann Jon Brown (lead vocals, guitar, percussion), Kevin W. Inge (lead guitar, pedal steel, piano, organ, background vocals), Randy Mendicino (bass) und Gregg Brooks (drums). Unterstützt wird die Band von einigen renommierten Gästen, wie zum Beispiel Drive-by Truckers' Jay Gonzales, der bei drei Stücken das Klavier bedient. Bestimmt werden die Arrangements vorwiegend von dem massiven, satten und dreckig erdigen Gitarrensound Brown's ind Inge's, die sich dabei vorbildlich ergänzen. Die Riffs stecken voller Saft und Kraft, die Lead Gitarren-Führung wirkt genauso spannend wie vertraut und eingängig, Dazu kommen einige herzhafte, flammende Soli, die die ganze Spielfreude der Band ausdrücken. Ergänzt wird dieses vielschichtige Gitarrengewand durch adäquat involvierte Klavier- und Orgel-Einsätze, und manchmal die herrlich eingebundene Pedal Steel von Kevin Inge. Es ist die pure Wonne dieser Band zuzuhören. Die Rolling Stones, Son Volt, Tom Petty & the Heartbreakers, The Band, The Black Crowes, The Jayhawks, Dan Baird, John Hiatt, die Bottle Rockets, Neil Young's Crazy Horse, alle hinterlassen irgendwie ein paar Spuren, aus denen Horsehead schließlich ihren unwiderstehlichen, eigenen Stil kreieren, der nur nach ihnen selbst klingt. Jon Brown drückt es so aus: "We don’t sound like anyone else, we sound like Horsehead". Ein paar Songbeispiele: "Darkened streets" ist ein ungemein erdiger, kraftvoller, mitreissender Rootsrocker mit einem leichten, unterschwelligen Crazy Horse- und Stones-Touch. Massive Gitarren bestimmen das Geschehen, die Melodie ist exzellent. Jon Brown singt großartig, Kevin Inge brilliert mit einem begnadeten, glühenden Gitarrensolo voller Leidenschaft - es ist eine Pracht. Das Feuer der Band springt unmittelbar auf den Zuhörer über. Wundervoll! Das anschließende, voller Dynamik und Schwung losrockende "Emptiest arms in the world" knüpft nahtlos an den Vorgänger an. Ein furioser, melodischer, abgehender "American Rock'n Roller" mit herrlichen Lead Gitarren-Linien und kernigen Riffs. Geradezu magisch schraubt sich der Song in unsere Gehörgänge und will nicht mehr weichen. Hammer! Einen Hauch von Countryrock-Feeling versprüht das mit traumhaften Pedal Steel-Klängen verzierte "Get up". Beginnt wunderbar locker und flockig, wird zum Ende hin aber immer kraftvoller, dabei jedoch nicht weniger melodisch. Auch ein gewisses Heartland-Flair ist spürbar. Klingt fast wie eine Synthese aus Anlagen von Bruce Springsteen und den legendären New Riders Of The Purple Sage. Geht nicht? Und wie das geht! Horsehead kriegen das in beeindruckender Manier hin. Ultrastark auch der von gewaltigen, fetten Riffs bestimmte, straighte Rootsrocker "Big sun" mit seinem mächtigen, nach vorn gehenden Drumming. Inge spielt abermals ein tolles Gitarrensolo. Schön hier der dezent psychedelische Retro-Touch und die feinen Klavier-Ergänzungen. Das letzte Stück der Scheibe, die großartige Ballade "Candy (by the side of the west highway) bewegt sich schließlich im schönen Roots-Fahrwasser der unvergessenen The Band. Doch welchen Song man sich auch anhört, einer ist stärker als der andere. Die Truppe besticht mit unglaublicher Qualitäts-Kontinuität. Keine Frage, "Sympathetic Vibrations" ist ein absolutes Rootsrock-/Americana Rock-Meisterwerk!

Hier noch das eingangs erwähnte, begeisternde Review von "jambands.com" im Original:

Go ahead – reel off your favorite alt-country/Americana/whatever-you-want-to-call-it albums of all time … the seminal statements of the genre. What would be on the list? Son Volt’s Trace ? Whiskeytown’s Faithless Street ? Hollywood Town Hall by The Jayhawks? Wilco’s A.M. ? Whatever the albums are, what about them grabs ahold of you? Smart lyrics and a stone-real delivery? A haybale punk vibe? Garage pop crossed with Exile On Main Street -style cellar funk? Twanging crunch? Crunchy twang?

Here – have some of all of the above. World, meet Horsehead. The album is Sympathetic Vibrations – their fourth – and I humbly offer it up as being real and good and raggedy and right.
Sympathetic Vibrations delivers – name your poison, bucko. The album enters softly with “Moving Target” – just Horsehead principals Jon Brown and Kevin W. Inge (the self-proclaimed “Dimmer Twins”). Brown leads the way on vocals with acoustic guitar in hand, while Inge infuses the tune with wisps of keys and lovely pedal steel. By the way, it’s worth noting that the frigging guy – Inge – basically taught himself pedal for this album. If you’re not familiar with the beast’s workings – foot pedals, knee levers, ten strings and all – then Inge’s accomplishment might be lost on you. Trust me – there are folks who’ve been pickers all their lives who wouldn’t dare get near a pedal steel in a recording studio. Inge may be a rookie steeler, but he handles it like a seasoned pro, adding washes of sparkle amongst the grit on “Get Up” and putting the thing on full stun for “Spinning Your Wheels” with a slightly raspy-voiced tone that is absolutely beautiful.

Brown is the band’s lead voice and tunesmith. The album’s 13 cuts show he knows how to convey his songs’ souls (and the characters who inhabit them) in short order – from the heartbroke, dirt-streaked weariness of “God Damned The Rain To Fall” (Travis Rinehart’s guest banjo completes the picture) to the ominous won’t-take-no-for-an-answer stalk of “Sweet On You”. On “Emptiest Arms In The World” Brown delivers the goods with flannel-shirted soul and the confidence of a man who could rebuild his own carburetor. And the good-byes of “Candy” leave you wishing him well and hoping like hell that he and that gal end up together in a good place.

Bassist Randy Mendicino ended up swapping rhythm partners midway through the Sympathetic Vibrations session when longtime drummer Andre LaBelle left the band and Gregg Brooks settled in behind the kit. It’s a tribute to all three that the transition was a seamless one and only the liner notes tell the tale – there are no obvious splits between the Mendicino/LaBelle and Mendicino/Brooks tunes. Dig the nuts-on lurch of “Darkened Streets” (think vintage Molina/Talbot slam – and listen for the “Norwegian Wood” tease in the guitar break); the driving rhythm of “Running For The Door” tears along like a cousin to Tommy Tutone’s “867-5309” before Brooks and Mendicino shift gears and go into full surf mode; “Wasting Time” is big and majestic – beat-down, but not without pride just the same.

Multi-instrumentalist Inge (we’ve already discussed his grossly-amazing pedal steel contributions) is all over this thing: doubling up with Brown on guitar here … adding some organ here … a bit of piano here … a master of divining what a particular tune needs – no more and no less. Horsehead buddy (and Drive-By Trucker) Jay Gonzales sits in on piano for a couple of tunes, the most notable being the walloping rocker “Big Sun”.

“Big Sun” alone could sell you on Horsehead: wicked grab-you-by-both-ears opening guitar riffs; big bass swoops and straight-ahead drumming; enough crash-and-thrash to get your attention before settling into the palm-muted chug of the verses. Brown tells his tale perfectly about the folder at a laundromat who “smelled of soap and cigarettes.” It’s obvious the story can go only go one way – and the fact that the song evolves into a total guitar workout is the perfect way to tell the tale. The song fades at about the 5-minute mark, but comes roaring back with an eff-you-we’re-not-done attitude: Mendicino and Brown join forces while Brooks rolls and tumbles in glorious drum ecstasy; and Inge simply plays the piss out of his six-string. Of all the titles Horsehead wears well, “Big Sun” proves that above all, they are one hell of a rock and roll band.

And beyond that, Sympathetic Vibrations is one hell of an album.

(Brian Robbins)

Das komplette Tracklisting:

1. Moving Target - 2:42
2. Darkened Streets - 5:07
3. Emptiest Arms in the World - 3:40
4. Hard Hand to Hold - 4:40
5. Get Up - 4:11
6. God Damned the Rain to Fall - 3:56
7. Running for the Door - 3:50
8. John Adams - 4:32
9. Spinning Your Wheels - 3:34
10. Big Sun - 6:14
11. Wasting Time - 5:04
12. Sweet On You - 3:19
13. Candy (By the Side of the West Highway) - 4:00

Art-Nr.: 8055
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Darkened streets
Emptiest arms in the world
Hard hand to hold
Get up
Running for the door
Big sun
Candy (by the side of the west highway)

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