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Dixie Chicks - taking the long way ~ expanded edition mit bonus dvd [2006]
CD/DVD-Set! Die DVD ist "code free" und somit auf jedem DVD-Spieler abspielbar! Ein halbes Jahr nach der Veröffentlichung des aktuellen Dixie Chicks-Albums "Taking the long way" erscheint nun eine neue "Deluxe"-Ausgabe dieses großartigen Werkes! Neben der normalen CD enthält die Edition eine zusätzliche (Live)-DVD mit höchst interessantem und überaus lohnenswertem Material. Zunächst erleben wir einen sehr introvertierten, wundervollen, am 24.5.2006 in den Sony Music Studios von New York City mitgeschnittene Live-Auftritt der Damen, der einmal mehr ihre ganze Klasse und ihr Charisma untermauert. Eine herrliche, akustische Performance im Full Band Arrangement (in der Begleitband spielt unter anderem David Grissom die akustische Gitarre) von rund 23 Minuten Spieldauer mit exzellenten Versionen von "The long way around" (sehr knackig, flott, tolle Harmonien, großartige Fiddle von Martie), "Easy silence" (sehr intim und entspannt, sehr melodisch, toll gesungen), "Voice inside my head" (knackig, rootisg, Emily spielt eine starke Lap Steel-Gitarre) - diese 3 Stücke sind vom aktuellen Studioalbum und werden live n einer deutlich rootsigeren Americana-beeinflußten Version gespielt - , "Truth No. 2" (klasse Banjo von Emily) und dem fantastischen "Wide open spaces"! Anschließend sehen wir noch den offiziellen Video-Clip zu "Not ready to make nice", sowie eine interessante Unterhaltung von den 3 Mädels und Produzent Rick Rubin über das Album! Das ganze Set komt in einem edlen, 3-fach aufklappbaren Digipack mit 24-seitigem Booklet, umhüllt von einem schönen Schuber mit Prägedruck-Aufschrift! Tolles CD-/DVD Combo-Set, das selbst für die, die die Scheibe bereits haben, aufgrund der prächtigen DVD allemal noch zusätzlich lohnend erscheint!
Hier nochmal der Review zur "normalen" CD:
4 Jahre sind seit ihrem wundervollen Album "Home" vergangen! Was ist in der Zwischenzeit mit den Dixie Chicks nicht alles passiert? Erst die Jubelarien über "Home", dann Natalie Maines "Anti-Bush"-Äußerungen während eines Konzertes in London - sie wurden attackiert, geradezu "geächtet", aus dem Nashville-Radio verbannt, ihre Musik wurde aus den Playlists gestrichen. Ein ganzes "System" versuchte sie abzustrafen, doch ihre Fans standen immer hinter ihnen, wie auch unzählig viele Musiker-Kollegen, unter denen die Dixie Chicks ihr eh schon hohes Standing noch mehr untermauerten. Nach der vielumjubelten "Top of the world"-Tour legten sie eine Pause ein, sorgten allesamt für Familienzuwachs, und begannen langsam sich auf ihr "Comeback" vorzubereiten, das sie schon seinerzeit, während ihres Konflikts mit den Medien, als "Trennung von Nashville" ankündigten. Nun liegt "Taking the long way" vor, und es ist, dies vorab, ein Meisterstück geworden! Die Dixie Chicks präsentieren sich in jeder Hinsicht stärker und ambitionierter als je zuvor, puschen sich regelrecht zu neuen Höhen, sowohl als Songwriter, als auch als Performer! Ein traumhaftes Album! Und es kommt, wie sie es angekündigt hatten: Ihre Country-Wurzeln und Texas-Roots nie verlierend und stets wahrend, entfernen sie sich weitestgehend vom Nashville-Mainstream, hin zu äußerst niveauvollem, rootsigem Alternate Country/ Americana/ Countryrock-/pop mit einer gepflegten Portion Singer/Songwriter-Mentalität. Das bekommt ihnen ganz hervorragend, macht sie variabler und "unberechenbarer" als je zuvor! Dabei haben sie nichts, aber auch gar nichts, von ihren faszinierenden Melodien eingebüßt! Voller traumhafter Schönheit, musikalisch herrlich arrangiert und dominiert von Natalie Maines' charismatischem, unverwechselbarem Lead-Gesang in Verbindung mit Martie Maguire's und Emily Robison's wundervollen Harmonien, schleichen sich die 14 Songs mit all ihrer Magie unwiderstehlich in das Innerste unserer Ohren und unserer Sinne. Vom bluegrassigen Touch des Vorgängers ist nichts mehr zu spüren. Die Musik ist, trotz aller Emotionen und Gefühle, sehr knackig und durchaus kraftvoll in Szene gesetzt. Produzenten-Genie Rick Rubin, der ja beispielsweise auch die berühmte "American Recordings"-Reihe von Johnny Cash umsetzte, hat das Album in einen fantastischen, exakt auf den Punkt gebrachten, trockenen, aber herrlich transparenten Sound gepackt, die die famosen Musiker bestens ins richtige "Licht" rücken. Unter denen befinden sich solch illustre Namen wie die "Heartbreakers" Benmont Tench (Keyboards) und Mike Campbell (Guitars), Lloyd Maines (Pedal Steel, Mandolin), Red Hot Chili Peppers-Drummer Chad Smith, Lenny Castro, Larry Knechtel, Marvin Etzioni, Gary Louris (Jayhawks), John Mayer, Bonnie Raitt, Keb 'Mo', und, und, und! Alle Tracks wurden von den Chicks selbst komponiert, jeweils mit der Unterstützung solcher Kollegen wie Dan Wilson (ex-Semisonic), Gary Louris (ex-Jayhawks), oder auch Keb 'Mo' (das voller Southern Soul steckende, Gospel-bluesige, mit tollem E-Piano garnierte, wunderbare "I hope"), Sheryl Crow (die großartige, knackige Pop-Rock-Ballade "Favorite year"), und Crowded House's Neil Finn (das etwas schwebende, balladeske, dennoch wieder sehr knackige, von schöner Geige und Banjo geprägte "Silent house")! Ein paar weitere Highlights eines Albums, das man auch komplett als ein einziges Highlight betrachten muß: "The long way around", ein traumhafter, von schönen Acoustic Gitarren-Riffs eingeleiteter, herrlich flockiger, schwungvoller, wundervoll melodischer Countryrocker, der auch auf "Wide open spaces" einen zentralen Platz hätte einnehmen können (tolle, würzige E-Gitarre, dezente Steel-Einlagen von Natalie's Vater Lloyd Maines, schönes Banjo, trockenes Drumming), das grandiose, ideal zwischen staubigen Texas-Roots und pop-rockigem "Bombast" (was hier in keinster Weise negativ geneint ist - ganz im Gegenteil, denn es drückt die ganze Dramaturgie dieser Nummer aus) hin und her schwankende, genauso emotionale, gefühlvolle, wie von unbändiger Kraft gekennzeichnete "Not ready to make nice", in dem die Dixie Chicks die Geschehnisse der Vergangenheit aufarbeiten und deutlich zum Ausdruck bringen, daß sie noch lange nicht soweit sind zu "verzeihen" (Natalie Maines singt hinreißend), der erfrischende, mit toller Mandoline ergänzte, wunderschöne, melodische, lockere Americana-/Countryrocker "Everybody knows" (mitgeschrieben von Gary Louris, was diesem Song ein gepflegtes Jayhawks-Flair verpasst), die großartige, rootsige Alternate Country-/Countryrock-Ballade "Bitter end", das furios, fast rotzig und ungemein staubig, im besten Texas Roadhouse-rockin'-Stil abgehende, von Mike Campbell mitkomponierte "Lubbock or leave it" (toller Banjo- und Schlagzeug-Drive), das Slide-/Lap Steel-getränkte, melodische, schön kraftvolle, epische "Voice inside my head" usw., usw.! Das ist genau die richtige Antwort, die die Dixie Chicks ihren Kritikern geben konnten: Ein Album von einer solchen Brillanz! Ganz groß! Unsere tiefste Verneigung der Anerkennzng! "Taking the long way" wird als Meilenstein in die Geschichte der Dixie Chicks eingehen!

Art-Nr.: 4626
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 21,90

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Hoge, Will - the wreckage [2009]
Baumstarkes, neues Album von Will Hoge! Roots-/Heartland-/Americana-Rock "with a southern croon" vom Allerfeinsten! Der in Nashville lebende, amerikanische Songwriter hatte ja bereits mit dem Vorgängerwerk "Draw The Curtains", wie auch mit seinen übrigen Veröffentlichungen schon ganz exzellente Kost serviert und ist von uns und den Kritikerscharen zurecht mit Lobeshymnen überschüttet worden. Also beste Vorraussetzungen, um sich mit einem weiteren Silberling in der ganz oberen Riege seiner amerikanischen Kollegen zu etablieren. Doch leider sollte zunächst ein persönlicher Schicksalsschlag Hoge übel mitspielen. Während der Aufnahmen zu seinem neuen Album fuhr Hoge nach getaner Arbeit abends mit seinem Roller nach Hause und wurde von einem Van, der seine Bahn kreuzte, "volle Kanne" erfasst. Schwer blutend, mit mehreren Knochenbrüchen und zeitweise erblindet musste sich Hoge einem mehrmonatigem Krankenhausaufenthalt unterziehen. Die Rehamaßnahmen dauern bis zum heutigen Tage an. Damit hatte es sich mit "The Wreckage" (der Titel entstand in Anlehnung an seinen Unfall) erst einmal erledigt. Die Arbeiten waren zu diesem Zeitpunkt gerade zur Hälfte abgeschlossen. Dieses Ereignes bescherte Hoge, laut eigener Aussage, eine vllkommen veränderte Lebenseinstellung. Es setzte ein regelrechter Lernprozess ein. Für ihn, der eigentlich in achtzehn Jahren keinen Tag ohne Musik verbracht hatte, lag jetzt der Fokus komplett auf der persönlichen Genesung und dem Wohlbefinden seiner Familie. Acht Monate nach dem Unfall jedoch ging es dann, mental gestärkt, endlich zurück ins Studio, um das begonnene Werk zu vollenden. Und es ist ein absoluter Knaller geworden. Im Vergleich zum erfolgreichen Vorgänger wurde zwar personell nur marginal geändert (Ken Croomer und Charlie Brosco, die auch das kürzlich erschienene, klasse Album der Southern Rocker SwamDaWamp produzierten, sassen erneut an den Reglern; die meisten Musiker, wie u.a. Pat Buchanan, Ban Baird, Ken Croomer, Tim Marks, sind abermals mit von der Partie), das Ergebnis aber gestaltet sich noch einen Tick stärker als zuletzt und dank Hoge's, aus besagten Gründen sehr emotionaler Hingabe, um ein Vielfaches intensiver. Das ist schon eine Pracht-Leistung, die er hier abliefert. Tolles Songmaterial, mit saftigen, Gitarren-orientierten Arrangements, zumeist voller Kraft und mit gutem Drive, unterbrochen von der ein oder anderen Ballade, alles ungemein melodisch. Das Album startet mit dem flockig, aber knackig instrumentierten "Hard To Love", ein Stück in bester Bob Seger-Tradition im gehobenen Midtempo, mit einer klasse Pianountermalung, toller Melodieführung und einem starken Bariton-E-Gitarren-Solo. Weiter geht es in deftiger John Mellencamp-Manier mit dem schroffen, geradlinigen, einen tollen Drive aufbauenden, gnadenlos starken Roots-Rocker "Long Gone" (fettes Drumming, kreischiges E-Gitarren-Solo), der einmal mehr die ungeheure Vielseitigkeit Hoge's beweist. Hier geht's richtig zur Sache! Im Titelsong "The Wreckage" entladen sich dann alle erlebten Geschehnisse auf beeindruckende Weise, ohne dabei textlich auf das Vorgefallene einzugehen. Selten hat man Hoge so intensiv, introvertiert, emotional und doch voller kühler Melancholie singen gehört (ein wenig an Radney Foster und Kevn Kinney erinnernd), wie bei diesem Track. Eine dumpfe Akustikgitarre, ein dezentes Piano und eine kalt hallende Steelgitarre erzeugen eine ganz besondere, regelrecht mitfühlende Atmosphäre. Das ist große und bewegend performte Musik. Mit "Favorite Waste Of Time", "Even If It Brakes Your Heart" (mit dezentem Petty'schen "Into The Great Wide Open"-Flair) und "Highway Wings" bewegt sich Will in luftig instrumentierten, genauso knackigen, wie melodischen, rootsigen Mellencamp-/Chris Knight-Gefilden. Das atmosphärische "What Could I Do" steckt wieder voller eigenwilliger Melancholie, die von Jen Gunderman beigesteuerten Mellotron-Töne erzeugen Gänsehaut. Zusammen mit der bezaubernden Ashley Monroe (singt im Stile einer jungen Dolly Parton) präsentiert Hoge im Duett bei der wundervollen Ballade "Goodnight / Goodbye" entspannte, sehr melodische, großartige (Alternate)Countrymusic. Sein alter Weggefährte Dan Baird zupft hier die High String Guitar. Diese etwas besinnlichere Phase wird dann mittels "Just Like Me", einem forschen Rootsrocker an der Schnittstelle zwischen Neil Young und John Mellencamp, wieder abgelöst. Klasse hier das psychedelisch angehauchte, raue E-Gitarren-Solo von Pat Buchanan. Nach dem entspannten, wunderschönen "Where Do We Go From Now", kommt das wieder voller Atmosphäre steckende, balladeske "Too Late Too Soon", eindrucksvoll mit Gitarren (Southern Rock-kompatibles E-Gitarren-Solo), dumpfen Cello- und Bläsertönen in Szene gesetzt, sogar mit ein wenig Black Crowes-Flair rüber. Ein hervorragendes Album-Finale! Eigentlich ist Will Hoge's neues Werk angesichts der Vorgeschichte als reinstes Wunder zu bezeichnen. Woher dieser Musiker, der scheinbar wirklich am Rande des Ablebens taumelte, innerhalb so kurzer Zeit wieder die Kraft und Ideen zu solch einem starken Album schöpfte, verdient höchste Anerkennung und uneingeschränkten Respekt. Will Hoge hat sich mit diesem Werk endgültig in die Regionen der hier beschriebenen Bezugsgrößen katapultiert. Dieser Singer/Songwriter kann dem Vergleich mit den Mellencamps, Pettys Chris nights, Bob Segers, Dan Baidrs & Co. locker standhalten. Wir ziehen den Hut vor dieser Leistung und wünschen Will Hoge, auch wenn es sich im Fall von "The Wreckage" (das Wrack) schon fast makaber anhört, für seine zukünftige Entwicklung musikalisch weiterhin "Hals- und Beinbruch". Aber es wird schwer, dieses Werk zu toppen. Die Messlatte liegt verdammt hoch. Exzellenter Rootsrock-/Heartland-Rock-/rockin' Americana-Stoff (roadside Americana with the glory of Rock'n Roll", wie es ein U.S.-Kritiker nennt) zum Genießen, aufgemacht im feinen Digipack inkl. eingelegtem Faltblatt mit allen Texten und Infos! Brillant! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1 Hard to Love - 3:23   
2 Long Gone - 2:51   
3 The Wreckage - 3:33   
4 Favorite Waste of Time - 3:11   
5 Even If It Breaks Your Heart - 3:43   
6 What Could I Do - 4:28   
7 Goodnight/Goodbye - 4:24   
8 Just Like Me - 3:28   
9 Highway Wings - 3:24   
10 Where Do We Go from Down - 3:45   
11 Too Late Too Soon - 4:03

Art-Nr.: 6567
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Hard to love
Long gone
Favorite waste of time
Even if it breaks your heart
Goodnight / goodbye
Just like me

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Merritt, Tift - tambourine [2004]
Gut 2 Jahre nach ihrem großartigen Debut "Bramble rose" beglückt die wunderbare Tift Merritt aus North Carolina die Roots-/Americana-Welt mit einem neuen Traumalbum! Schon damals bezeichneten wir sie als neuen, hell leuchtenden Stern am Roots-/Americana-/Countryrock-Himmel, was mit "Tambourine" auf meisterhafte, sehr beeindruckende Weise seine Fortsetzung findet. Dieser Stern leuchtet heute heller, als je zuvor! Mit dem ihr angeborenen Südstaaten-Charme ausgestattet, begibt sich die begnadete Singer/Songwriterin erneut auf eine wunderbare Reise durch die musikalischen Landschaften des "Americana"-Genres. Wieder verzaubert sie uns mit 12 fantastischen Songs, deren Grenzen zwischen Rootsrock, Folk, Country, Countryrock und Alternate Country fließend ineinander übergehen, dabei diesmal aber noch, in Weiterentwicklung zu ihrem Vorgänger, zuweilen mit einer feinen Prise Memphis/Muscle Shoals-Soul, Southern-Gospel-Blues und Good Time Rock'n Roll-Drive ergänzt werden. "Tambourine is a blow-out of gritty defiance and therapeutic honesty, a sexy, energetic roots rock record with healthy doses of Muscle Shoals soul and hints of country", ist auf ihrer Website treffend nachzulesen. Die im Vergleich zum Vorgänger insgesamt etwas flotteren Songs stecken durch und durch voller excellenter Melodien, die den Zuhörer unmittelbar in ihren Bann ziehen. Dazu die frischen Arrangements aus einem herrlichen Gitarrensound und Tift's unwiderstehliche, kräftige, klare, aber gleichzeitig immer rootsig wirkende, reine Stimme. Alles paßt wunderbar zusammen und kommt völlig natürlich, sehr authentisch und voller Herz und Seele rüber. Auch die erlesene Schaar von Musikern, die mit ihr das Album einspielten, trägt natürlich dazu bei. Da haben wir Mike Campbell (Tom Petty's Heartbreakers) an der Lead-Gitarre, Neal Casal (Gitarre), Don Heffington (Emmylou Harris, Lone Justice) am Schlagzeug, Lance Morrison (Bass), eine prächtige Background Gesangs-Fraktion um Gary Louris (Jayhawks) und Maria McKee, sowie als weitere Gäste beispielsweise Benmont Tench (Keyboards) und Robert Randolph (Pedal steel)! Ein paar Songbeispiele: Das Album beginnt mit einer traumhaft schönen, von herrlichen Acoustic-Riffs und ungemein frischem, gefälligem und lockerem Lead-Gitarrenspiel geprägten Rootsrock-/Americana-Rock-Nummer, die irgendwie wirkt, als sei sie in einer gemeinsamen Session der Jayhawks und Sheryl Crow entstanden. "Stray paper" heißt der Song! Einfach herrlich! Enthält ein großartiges, variantenreiches E-Gitarrensolo von Mike Campbell! Weiter geht's mit dem knackigen, schwungvollen, wie Öl runter gehenden, voller Tom Petty-Flair steckenden Rootsrocker "Wait it out". Kann ein sonniges Westcoast-Feeling nicht von der Hand weisen, und wirkt dennoch trocken! Tolle Gitarren, eine bestens integrierte Hammond Orgel und ein guter Drive bestimmen das Arrangement! Es folgt mit "Good heartet man" eine hinreißende Midtempo Americana-Nummer, die voller herrlichem Muscle Shoals-/Memphis-/Gospel-Soul steckt, hauptsächlich ausgelöst durch den tollen Rhythmus, das dezente E-Piano und die bestens integrierten, niemals zu aufdringlich wirkenden Bläser. Sie trifft diesen schmalen Grat zwischen Americana und Southern-/Memphis-Soul traumhaft sicher! Toller, lässiger, dennoch kräftiger, sexy rüber kommender Gesang, entfernt vielleicht sogar ein wenig an Dusty Springfield erinnernd. Das anschließende, flockige Rootsrock-/pop-Stück "Ain't looking closely" ertönt, nicht nur wegen des Background Gesangs von Gary Louris, in allerbester Jayhawks-Tradition, ehe sie mit "Still pretending" eine wunderbar melodische, leicht nostalgisch angehauchte, voller Soul- und Blues-Feeling steckende Ballade vorträgt. Ganz stark auch das groovende, leicht funky angehauchte, rootsige "Your love made a u-turn", die himmlische, schier Gänsehaut erzeugende, mit tollen Acoustic Riffs und herrlich entspannter E-Gitarre ausgestattete Ballade "Plainest thing", der gut abgehende Good Time Roots-Rock'n Roller "I am your tambourine" und der herausragende, lässige, lupenreine Midtempo Countryrocker "Laid a highway"! Welch eine Traumnummer! Eine unnachahmlich schöne Melodie, ein wundervolles, klares, sauberes und frisches Arrangement aus transparenten Gitarren, der flockige Rhythmus - all das jagt einem einen Schauder der Verzückung über den Rücken und erinnert an allerbeste Tage einer frühen Emmylou Harris! So besticht dieses Album durch ein ausgewogen hohes Niveau von vorn bis hinten und weist auch nicht den Hauch eines schwachen Momentes auf! Tift Merritt spielt längst in der obersten Liga der Kasey Chambers, Emmylou Harris, Julie Millers, Lucinda Williams, Sheryl Crows und Linda Ronstadts mit, und zwar ganz vorne! Man kann sich der Schönheit dieser Songs und der charismatischen Ausstrahlung dieser Dame einfach nicht entziehen. Es war das Fazit des Debutalbums und es ist das erneute: Brillant! Eines der Genre-Heighlights des Jahres!

Das komplette Tracklisting:

1. Stray Paper - 3:55
2. Wait It Out - 3:40
3. Good Hearted Man 3:39
4. Ain't Looking Closely - 4:24
5. Still Pretending - 3:43
6. Write My Ticket - 3:43
7. Your Love Made A U Turn - 2:33
8. Plainest Thing - 3:31
9. Late Night Pilgrim - 4:25
10. I Am Your Tambourine - 3:44
11. Laid A Highway - 3:53
12. Shadow In The Way - 4:46

Art-Nr.: 2703
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 8,90

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Mudcrutch - 2 [2016]
Ist das herrlich! 8 Jahre nach dem sesationellen Debutalbum haben sich Mudcrutch, die begnadete, erste Band von Tom Petty, tatsächlich ein weiteres Mal im Studio zusammengefunden um ein neues Album aufzunehmen - und zwar wieder in der komplette Originalbesetzung. Alles, was auf das Debut von 2008 zutraf, gilt auch jetzt wieder. Das Album ist eine Sensation, eine hinreissende, von herausragenden Melodien geprägte, fantastische, locker flockige, wie Öl runtergehende, sonnendurchflutete Reise durch die Gefilde des Retro Westcoast Rocks-, Rootsrocks-, Americana-, Countryrocks, zum Teil mit wunderschönen, dezenten psychedelischen Eelementen, in einem herrlichen Sound aus vielschichtigen, transparenten, fließenden "jingle jangle guitars" (Tom Leadon und Mike Cambell ergänzen sich kongenial) und exzellent eingebundenen Keyboards von Benmont Tench. Hier noch einmal kurz etwas zur Historie von Mudcrutch: Wir schreiben das Jahr 1970 in Gainesville/Florida! Eine Gruppe von jungen, lokalen Musikern formiert sich zu einer Band namens Mudcrutch, bestehend aus dem Gitarristen und Sänger Tom Leadon, Drummer Randall Marsh, einem hoch talentierten Keyboarder namens Benmont Tench, dem zweiten Gitarristen Mike Campbell und einem gerade mal 17-jährigen Tom Petty (ja, der von den Heartbreakers) am Bass, der auch weitestgehend den Lead Gesang übernahm. er namens Benmont Tench, dem zweiten Gitarristen Mike Campbell und einem gerade mal 17-jährigen Tom Petty am Bass, der auch weitestgehend den Lead Gesang übernahm! Man tourte einige Zeit durch die Bars und Clubs von Florida, kam trotz immensen Potenzials aber irgendwie nicht weiter. Was tat man? Klar, man ging ins gelobte Kalifornien, genauer gesagt nach L.A.! Dort lief es auch gleich besser. 1974 bekam man einen Plattenvertrag von Shelter Records, dem Label von Leon Russell und Danny Cordell angeboten, schaffte es auch ein paar Aufnahmen einzuspielen und gar eine Single zu veröffentlichen, doch ehe ein komplettes Album fertig gestellt werden konnte, lösten sich Mudcrutch wieder auf. Der ausstrahlungsstarke Tom Petty war zwischenzeitlich längst zur zentralen Figur des Quintetts geworden, was darin resultierte, dass der geschlossene Vertrag mit dem Label für Tom Petty selbst erhalten werden konnte. Der wiederum wollte jedoch weiterhin mit seinen ehemaligen Mudcrutch-Freunden Benmont Tench und Mike Campbell Musik machen, engagierte zudem einen neuen Drummer namens Stan Lynch, den Bassisten Ron Blair und übernahm selbst neben dem Lead-Gesang die Rhythmusgitarre - es war die Geburtsstunde einer der erfolgreichsten US-Rockbands der letzten rund 4 Jahrzehnte: Tom Petty & the Heartbreakers! Im Sommer 2007, 37 Jahre nach der Gründung von Mudcrutch, kam Tom Petty dann auf die Idee, all seine damaligen Kumpels noch einmal zusammenzutrommeln und den Traum des Albums von 1970 nun endlich zu realisieren. Alle waren begeistert, die Truppe kam tatsächlich im Original Line-Up zusammen, ging ins Studio, spielte ein wahrhaft famoses Werk ein, und somit lag nun 38 Jahre nach der Gründung von Mudcrutch endlich deren Debut vor. Doch die Geschichte geht jetzt weiter. Weitere 8 Jahre später kommen Mudcrutch nun mit ihrem zweiten Album, schlicht "2" genannt - und diese brillante, famose Musik ihres Debut findet eine wirklich herausragende Fortsetzung, die dem Erstling in aber auch nichts nachsteht. Was verbreiten diese Herren noch für eine Frische. Unglaublich! Das Songmaterial ist genial. Welches Stück man auch herauspickt, eines ist besser, schöner als das andere. Bärenstark, wie es Petty er singt wieder phänomenal), Campbell, Tench, Leadon und Marsh gelingt, dieses wunderbare Retro-Flair der Siebziger ohne jeden Schnickschnack, dennoch soundtechnisch brillant und auf der Höhe der Zeit, voller Spielfreude und Wärme einzufangen. Produziert haben Tom Petty, Mike Campbell und Ryan Ulyate! Welch ein Feeling! Traumhafter American Retro Westcoast-/Roots-/Countryrock, wie man ihn besser wohl kaum spielen kann. Tom Petty auf einem neuen Höhepunkt seiner beispiellosen Karriere. Begeisternd!

Das komplette Tracklisting:

1. Trailer - 3:17
2. Dreams of Flying - 3:58
3. Beautiful Blue - 6:36
4. Beautiful World 3:07
5. I Forgive It All - 4:18
6. The Other Side of the Mountain - 3:16
7. Hope - 3:11
8. Welcome to Hell - 3:18
9. Save Your Water - 3:11
10. Victim of Circumstance - 2:37
11. Hungry No More - 6:14

Art-Nr.: 9176
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Nicks, Stevie - trouble in shangri-la [2001]
Die ex-"Fleetwood Mac"-Diva ist zurück! Es ist faszinierend und beispielhaft zugleich, was ihr 20 Jahre nach "Bella Donna", ihrem Debut und wohl bislang besten Soloalbum, gelungen ist: nämlich einen wunderbaren und "echten" Nachfolger zu diesem Werk zu fabrizieren. Das Qualitäts-Auf und Ab ihrer zwischenzeitlichen Alben ist vergessen. Da ist sie wieder, die "alte" Stevie Nicks, die wir so mögen. 13 herrliche Songs, ohne Ausfall, zwischen kernigen Rockern und wunderschönen Balladen. Großen Anteil an dem Gelingen von "Shangri-La" haben ihre Freundin und Bewunderin Sheryl Crow, Melissa Etheridge-Spezi John Shanks, die beide auch zum Teil an den Produzentenreglern saßen, sowie der Heartbreakers-Clan mit Tom Petty, Mike Campbell, Benmont Tench und Steve Ferrone. Weitere Musiker sind: Waddy Wachtel, Lindsay Buckingham, Jeff Trott, Vinnie Colaiuta, Sarah McLachlan usw.! Stellvertretend für die hervorragenden Songs seien das fast 30 Jahre alte "Sorcerer", aus ihrer "Buckingham/Nicks"-Zeit und das tolle Duett mit der "Dixie Chicks"-Sängerin Natalie Maines "Too far from Texas", ein grandioser Midtempo-Rocker, erwähnt. Stevie Nicks ist wieder da und musikalisch ganz "oben". Wir sind beeindruckt!

Art-Nr.: 1280
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,78

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Potter, Grace and the Nocturnals - nothing but the water ~ limited edition mit bonus live dvd [2006]
Limited Edition mit Bonus Live-CD! Eine fantastische, neue Band sorgt momentan in den Staaten mit ihrem genauso unbekümmerten und zwanglosen, wie musikalisch überaus versierten, unwiderstehlichen, groovenden, "heißen" Roots-Blues-Mix für mächtig Furore! Nicht nur ihr prächtiges Debut-Album "Nothing but the water", sondern vor allem auch ihre grandiosen Live-Auftritte reißen die einschlägige Presse und Musikerkollegen zu Jubelstürmen hin! Ihre jetzt schon riesige Fanschar wächst in Windeseile, - viel umjubelte Auftritte als Support-Act für Bands wie die North Mississippi Allstars, Big Head Todd And The Monsters, die Derek Trucks Band, die Dave Matthews Band, Buddy Guy und viele andere verzückten die Fans, - ein großartiger Gig im Rahmen des diesjährigen Bonnaroo-Festivals sorgte für erneutes Aufsehen: Die Rede ist von Vermont's Grace Potter and the Nocturnals! Zentrale Figur und Frontfrau des Quartetts ist die erst 22-jährige Grace Potter, offenbar ein musikalisches Naturtalent! Was sie bereits drauf hat, ist alles andere als alltäglich: Eine ungemein starke Songwriterin, eine Virtuosin an der Hammond Orgel und am Piano, Gitarristin, eine überaus charismatische, genauso lockere wie professionelle, durchaus auch von einem gewissen Sex-Appeal begleitete Stage-Performance und eine Wahnsinns-Sängerin mit einer schier atemberaubenden Stimme (Röhre), die Vergleiche zu Aretha Franklin, Janis Joplin, auch Lucinda Williams, vor allem aber zu Susan Tedeschi und Bonnie Raitt unerläßlich macht. Vielleicht klingt ihr Organ auch wie eine Mischung der vorgenannten Hochkaräter, auf jeden Fall aber kann sie mit ihnen locker mithalten, ja stellt sie fast in den Schatten! Sie trifft auch live jeden Ton, und das bei einem unglaublich emotionalen, aus tiefster, inbrünstiger Seele "herausgedrückten", rauen, kraftvollen, dreckigen, aber auch absolut melodischen, schönen, wenn nötig sogar sehr weichen, warmherzigen Gesangsstil! Viel Gefühl und Spirit pur! Doch, und nur so kann es funktionieren, sie hat natürlich auch eine ebenso adäquate, kompetente Band im Rücken, über dessen großartigen Lead-Gitarristen Grace selbst in einem kürzlich geführten Interview euphorisch und stolz zugleich schwärmte: "Our guitarist Scott Tournet is the next Jimmy Page, you heard it here first". Aber auch Bassmann Bryan Dondero und Drummer Matt Burr verstehen ihr Handwerk - ohne jeden Zweifel! Neben den bereits genannten Künstlern auch beeinflußt von so unterschiedlichen alten und jungen Bands wie Led Zeppelin, The Band, Little Feat, JJ Cale, Tom Petty, Norah Jones, Wilco und My Morning Jacket gelingt ihnen eine wunderbare, voller Soul steckende, überaus inspirierte, viel Southern-Flair und Swamp-Feeling versprühende, teils auch dezent Funk-, Gospel- und Americana-tangierte, jammig veranlagte Groove-/Roots-/Blues-/Bluesrock-Musik, von der sofort eine unmittelbare Faszination ausgeht. Selten aggressiv rockend, zumindestens nicht bei den Studiostücken, herrscht eher eine vermeintlich entspannte, ja intime Atmosphäre. Dennoch versprüht die Band jede menge Energie, allein schon durch Potter's fulminanten Gesang! Dazu spürt man zu jeder Minute eine immense Spannung aufbauende, drückende unterschwellige Schwüle! Toller, kompakter Bandsound aus prächtigen Keyboards, exzellenter Percussion, erstklassigen Gitarreneinlagen und groovendem Bass! Starkes E-Piano, Dobro-ähnliche Acoustic-Gitarre, lässige. aber würzige Gitarren-Licks und Grace's inspirierter, herrlicher Gesang bestimmen das großartige, stark an Bonnie Raitt erinnernde Eröffnungsstück "Toothbrush and my table", für das sie sogar schon eine "Jammy"-Nominierung einheimsten. Trotz des relaxten Feelings spürt man sofort diese bereits erwähnte Schwüle und Energie. Klasse Percussion, herrlicher Groove! Etwas flotter, aber immer noch recht lässig, wird's bei dem auf einem tollen Hammond Orgel-Teppich "ausgelegten", von wunderbar würzigen E-Gitarren-Licks begleiteten, voller Southern Soul steckenden, bluesigen Rootsrocker "Some kind of ride". Grace's unwiderstehlicher Gesang, die wohlige Hammond Orgel im Background, wunderbar transparente E-Gitarren-Fills, eine zunächst voller Harmonie steckende Ruhe, die im Verlauf der Zeit jedoch durch ein knackig einsetzendes Schlagzeug eine gewisse Dynamik erfährt, wieder diese spürbare Inspiration, dieser "Soul" und eine traumhafte Melodie geleiten uns anschließend durch die hinreißende Roots-/Blues-Ballade´"Ragged company", gewürzt sowohl mit einem tollen Orgelsolo, als auch mit einem herrlich rootsigen E-Gitarrensolo! Bärenstark! Wie auch das semi-akustische, rootsige, bluesige, flotte "Left behind", der ruhige, aber drückende, viel Gospel-Feeling versprühende, funkig groovende Delta-Blues "Treat me right", das forsche, Slide-getränkte, swampig rockende und brodelnde "Sweet hands", der voller unterschwelliger Power steckende, toll groovende Americana-/Roots-/Bluesrocker "Joey", u.s.w., u.s.w., bis das Album schließlich mit dem famosen, sehr melodischen, voller Southern-/Gospel-Soul steckenden Blues-/Rootsrocker "Nothing but the water" endet, bei dem die Band nochmal ihr ganzes, großes Können offenbart, inklusive toller Orgel-Passagen und großartiger Lead Gitarren-Läufe! Als wenn das noch nicht alles wäre, wird bei dieser limitierten Ausgabe des Albums auch gleich noch eine grandiose, immerhin 36 Minuten lang laufende Live-DVD mit 5 Songs ihres großartigen Konzertes aus dem "Higher Ground Ballroom" in Burlington/Vermont vom 15. Oktober 2005 mitgeliefert. Und live rockt die Band noch deutlich feuriger! Grace's Stimme kommt hier fast noch besser, was nachhaltig beweist, welch begnadete Sängerin sie ist. Unglaublich, wie präzise, kraftvoll, gefühlvoll und dreckig zugleich sie ihre Vorträge bringt! Was für eine Ausstrahlung! Zudem spielt sie Keyboards, Acoustic Gitarre, Tambourine und bewegt sich, als habe sie schon zig Jahre Bühnenerfahrung! Zu hören und sehen (film- und sound-technisch toll in Szene gesetzt) gibt's 3 Songs des Albums ("Joey" - viel mehr Power, als die Studiofassung. die Band weitet den Song gekonnt auf eine Länge von 8 Minuten aus; "Left behind", ebenfalls mehr "Pfeffer" als im Studio; "Nothing but the water" - 10 Minuten-Fassung, zunächst Grace solo, nur mit dem Tambourine bewaffnet, voller Inbrunst und mit purer Magie singend, dann die Band einsetzend, mit herrlichem Groove und einem grandiosen Gitarrensolo des Meisters Scott Tournet), sowie zwei "neue" Stücke ("Here's to the meantime" - swampig, bluesig, rockig, mit glühender Bottleneck/Slide, schönen Acoustic-Riffs und einem guten Drive; "Over again" - bluesiger, dreckiger Rootsrocker mit klasse Hammond-Basis und ausgedehnten Neil Young-/Crazy Horse-like E-Gitarren-Läufen)! "One of the most soulful new bands around", attestiert die große Bonnie Raitt auf dem aufgeklebten Cover-Sticker! Uneingeschränkte Zustimmung! Was steckt in dieser Truppe für ein Potential. "Nothing but the water" ist sicher erst der Anfang! Feinster, jammiger, inspierierter Roots-Blues-Groove-Rock, der, ist man erstmal infiziert, einen nicht mehr loslässt! Die DVD ist im übrigen "code free" und läuft somit auf jedem DVD-Spieler!

Art-Nr.: 4411
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Some kind of ride
Ragged company
Sweet hands
Joey
Nothing but the water

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Shurman - jubilee [2005]
Sie bekommen in den USA bereits eine Mega-Presse, haben sich durch ihr exzessives Touring in den letzte 2 Jahren (über 400 Gigs!), unter anderem als Opening Act für die Jayhawks, Drive-By Truckers, Cross Canadian Ragweed, Blues Traveler und zuletzt die Los Lonely Boys schon eine riesige Fanschar erspielt, genießen höchstes Ansehen unter den Musikerkollegen ("very good, reminds me of old pre-Heartbreakers stuff we used to play back in Florida", sagt beispielsweise Tom Petty's Gitarrist Mike Campbell), ... - die Rede ist von dem in Los Angeles beheimateten, großartigen, neuen Rootsrock-Qurtett Shurman! Nach einigen EPs legen sie mit "Jubilee" nun ihr "full length"-Debut vor und erfüllen damit die in sie hochgesteckten Erwartungen über alle Maßen! Ein fantastisches Album, das uns von vorn bis hinten vollends überzeugt! "Man kann die Musik von Shurman als Countryrock, Rock'n Roll, Cowpunk, Alternate Country oder Americana bezeichnen, doch nichts davon trifft den Sound der Band wirklich", kann man auf ihrer Website nachlesen. Was damit gesagt werden soll, ist, daß die Band durchaus genau diese vorgenannten musikalischen Elemente in ihrem Sound vereint, diese Kombination dann aber, nachdem man noch eine gute Portion Heartland Rock, Westcoast -Flair und Gitarren Rootsrock hinzu addiert hat, ausschließlich nach Shurman klingt, und nach nichts anderem. Die Jungs haben ihre eigene musikalische Mischung und Identität längst gefunden. Möchte man dennoch einen Vergleich zu Kollegen ziehen, so könnte man ihre Musik vielleicht am ehesten an der Schnittstelle Tom Petty / Son Volt / Jayhawks / Wallflowers / Counting Crows, insgesamt mit ein bißchen mehr Retro-Countryrock-Feeling, ansiedeln. Shurman sind in beeindruckender Manier jederzeit in der Lage eine schön knackig rockende, rootsige Basis, die immer die nötige Portion "grit" aufweist, mit ganz wunderbaren, herrlichen Melodien zu vereinen, die sich auf Grund ihrer eingängigen Struktur tief in den Gehörgängen einnistet und nicht mehr entweichen will. Große Klasse! Wir erleben einen tollen, kompakten, vollmundigen Bandsound, vorwiegend arrangiert aus sehr transparenten Gitarren, dabei immer wieder gespickt mit großartigen, satten und erdig würzigen Soli des hervorragenden Gitarristen Jason Moore. Aufgelockert wird das Ganz dann ab und zu durch klug und sehr angenehm eingsetzte Zusatzinstrumente einiger musikalischer Gäste, wie u.a. Skip Edwards (Orgel), Doug Pettibone (Pedal Steel), Dusty Wakeman (Baritone Gitarre), P.H.Naffah (Congas), usw.! Kopf und zentrale Figur von Shurman ist Sänger und Rhythmusgitarrist Aaron Beavers, gleichzeitig Autor sämtlicher Songs und Produzent des Albums, dessen charismatische, sehr angenehme, für diese Art von Musik geradezu prädestinierte Stimme irgendwo zwischen Adam Duritz und Jay Farrar angesiedelt zu sein scheint. Die meisten Tracks fließen sehr dynamisch, schön knackig, aber auch flockig aus den Lautsprechern, ohne dabei nicht auch mal eine wundervolle Americana-/Countryrock-Ballade, wie z.B. das traumhafte, von einer großartigen Melodie geprägte, mit unaufdringlichen, frischen E-Gitarren und einer wimmernden Steelguitar instrumentierte, voller Gram Parsons-Flair steckende Titelstück "Jubilee", oder einen kantigen, fast ein wenig cowpunkmäßigen Rocker, wie den gut abgehenden, mit glühenden E-Gitarren-Soli ausgestatteten "Live Favorite" (gut nachvollziehbar, daß hier live ordentlich die Post abgeht) "I got u babe, pt 3", einzustreuen. In seiner Gesamtheit wirkt das alles in sich dann wieder ungemein geschlossen. Los geht es mit dem klasse, sehr kraftvollen, von einem leichten "Modern-Appeal" durchzogenen Gitarren-Rootsrocker "Drownin'", gefolgt von dem grandiosen, herrlich flotten, frischen, dennoch schön rootsigen (Alternate)Countryrocker "Red eyes", dessen herrliche Melodie und lässige Dynamik einen wunderbar in Schwung bringen. Tolle, lockere E-Gitarren Begleitung mit kernigem Solo! Der Rhythmus erinnert mit seinem dezenten Rockabilly-Feeling gar ein wenig an eine erdigere Ausgabe der Mavericks. Toll auch der staubig trockene, melodische Midtempo-Rootsrocker "Impossibilities" mit seinen schönen E-Gitarren-Rhythmen und den kratzigen Lead-Gitarren, die bärenstarke, durchaus als autobiographisch zu betrachtende, Hommage an, wie es der Titel "Petty song" schon sagt, Tom Petty (knackiger, rauer, aber ungemein melodischer Midwestern-/California-Rootsrock mit tollen E-Gitarren und klasse Harp), der flotte, wie Öl runter gehende rootsige Americana-/Alternate Country-Rocker "So happy", das riffige, honky-tonkige "Tonight I'm drinking", bis hin zu dem fantastischen, groovigen, von toller Percussion und dreckigen Gitarren dominierten, trockenen, das Album in prächtiger Manier abschließenden Rootsrocker "2 a.m."! "Jubilee" gibt wirklich Anlaß zum Jubeln! Ein tolles Debut! Shurman sind auf dem besten Weg sich fest in der ersten Liga des Rootsrocks zu etablieren. Für uns haben sie das schon geschafft! Gratulation!

Art-Nr.: 3222
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Red eyes
Petty song
So happy
Jubilee
2 a.m.

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