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Bennett Band, Kyle - grey sunrise [2009]
Das grandiose Debutalbum der in Fort Worth/Texas ansässigen Kyle Bennett Band avancierte im Jahre 2005 zu einem regelrechten "Juwel" in der "Red Dirt"-Countryrock-Szene, ebenso wie zu einem kultigen Geheimtipp unter den "Countryrock-tauglichen" Southern Rock-Fans! Ganze vier Jahre mussten wir warten, bis der Nachfolger kommt, doch nun liegt ihr Zweitwerk "Grey sunrise" vor - und das Genre hat allen Grund zum Feiern. Sie haben sich nochmal selbst übertroffen und die Messlatte ihres Erstlings noch höher gelegt. Was für ein herrliches Album! Countryrock (bringen wir es mal auf einen Nenner und bezeichnen es als Countryrock, doch das Spektrum ist sehr sehr vielseitig und Genre-übergreifend - dazu später mehr) soll tot sein? Niemals! Solange solche Bands wie die Kyle Bennett Band am Start sind, wirkt diese musikalische Spezies auch heute noch lebendiger und frischer denn je. Mit fantastischem Songmaterial und exquistiter musikalischer Leistung prescht die Kyle Bennett Band in der "Red Dirt"-Szene nach vorn und ist drauf und dran solch etablierten Größen wie Cross Canadian Ragweed, Stoney LaRue, Reckless Kelly, der Eli Young Band, Wade Bowen & Co. den Rang abzulaufen. Diese Musik symbolisiert Freiheit, Zwanglosigkeit, Frische, ist der pure amerikanische Countryrock-Traum! Gehen wir nochmal näher auf die Bezeichnug Countryrock ein: Das ist unterm Strich schon korrekt, doch detailliert betrachtet trifft die Kyle Bennett Band nahezu perfekt die Schnittmenge rauer Texas "Red Dirt"-Helden wie die bereits erwähnten Cross Candian Ragweed und Reckless Kelly, Nashville-kompatiblem New Country zwischen solchen, durchaus traditionell fundamentierten Größrn wie Brad Paisley und Travis Tritt, würzigem Outlaw-Country ala Waylon Jennings, klassischem Siebziger-fundamentiertem Countryrock der Sorte Eagles/Poco, wie auch, und das wird immer wieder deutlich, den kernigen, lupenreinen Southern Rock-Anlagen solcher Bands wie den Outlaws, der Henry Paul Band und Lynyrd Skynyrd. Wie selbstverständlich vereint die Truppe all das in ihrem wundervollen, von einem ganz großartigen, saftigen, satten und transparenten Gitarrensound geprägten (die Truppe agiert mit zwei exzellenten E-Giatrristen, dazu spielt Bennet noch Acoustic Gitarre), unwiderstehlichen, eigenen Songmaterial und ist damit nicht nur auf jedem dieser Terrains zu Hause, sondern vereint auch deren Anhänger zu einer begeisternden, gemeinsamen Fangemeinde! Die Kyle Bennet Band spielt, auch bei den lockeren, wie Öl runtergehenden Songs und bei den Balladen, immer knackig,"saftig" und voller Energie. Dazu gehen die Songs einfach wunderbar ins Ohr! Es geht gleich mit einer absoluten "Killernummer" los: "Time to switch to whiskey" ist ein fuminant abgehender, zwischen Southern Rock- und Outlaw-Strömungen angesiedelter, wundervoller Countryrock-Heuler voller Roadhouse-/Honky Tonk-/Boogie-Flair. Welch eine Dynamik! Angetrieben von einem knackig nach vorn gehenden Drumming, dominieren satte E-Gitarren das Geschehen, unterstützt von einer quiligen Steelguitar im Hintergrund. Der großartige Lead Gitarrist John Seidler brilliert mit kernigen, flinken Läufen, die viel Southern-Esprit versprühen. Und Bennett singt fantastisch! Ein prächtiger Auftakt, doch die Scheibe lässt während ihrer 13 Songs (gut 50 Minuten) zu keiner Phase nach. Nach dem melodischen, knackigen Roots-/Americana-/Red Dirt-Countryrocker "Should've listened" (in der Art der letzten Sachen der Eli Young Band) und dem von starker Lead Gitarren-Arbeit (tolles Solo) und feinen Mandolinen-/Steelguitar-Fills geprägten Texas Outlaw-Countryrocker "The road", folgt ein knallharter, kochender, von rauen, fetten E Gitarren-Riffs dominierter, astreiner, klassischer Southern Rocker in bester Lynyrd Skynyrd-Tradition. Doch "Blackbird" ist von einer Güte, die Skynyrd schon länger nicht mehr hinbekommen haben. Auch 38 Special, die Outlaws, mit Abstrichen Molly Hatchet und die in der Southern-Szene aktuell so angesagten Rebel Pride dienen als Vergleichsgröße. Saustark! Im Anschluß daran erleben wir dann das herrlich lockere, flockige, wie Öl runtergehende, dennoch knackige, erfrischende Countryrock-Stück "Grey sunrise" (hat sowohl Eagles-, Restless Heart- als auch Outlaws-Flair), bei dem jedem Genre-Liebhaber das Herz aufblühen wird. Tolle Gitarre, lockere, lässige Dynamik, schöne Steel- und Mandolinen-Ergänzungen, eine traumhafte Melodie - einfach wundervoll! Dach auf, und mit dem Cabrio entlang der endlosen Highways Amerikas cruisen - das passt! Das nachfolgende "Crescendo" ist eine hinreißend melodische New Country-, Countryrock-pop-Ballade, umgeben von ungemein transparenten, klaren Gitarren. Da kann man schon mal Gänsehaut bekommen. Klasse hier die Kombination aus E-Gitarren, Acoustic Gitarre, Steelguitar und unaufdringlicher Orgel. Matchbox 20 zu deren Anfangszeiten (wenn sie eine "Red Dirt"-Band gewesen wären), aber auch Sister Hazel. BlackHawk und die Eli Young Band kommen einem hier in den Sinn. Und mit dem herrlichen "When the lights go down" steht schon der nächste Traum-Countryrocker in den Starlöchern. Präzise, knackig, frisch, mit tollen, saftigen Gitarren und ungemein melodischen Strukturen ziehen die Jungs ihre Kreise. Blühender Countryrock von zeitloser Güte! Nach dem rootsigen "Devils on my trail" (satter Countryrock mit Outlaw- und Southern-Feeling zwischen Poco, Cross Canadian Ragweed, Waylon Jennings und der Eli Young Band), feuert die Truppe mit dem grandiosen "Empty barrels" nochmal einen krachenden Southern Rocker aus allen ihr zur Verfügung stehenden Rohren ab. Dreckige, raue, harte Riffs, donnernde Drums, eine morz Power - und trotzdem eine klasse Melodie. Das Quintett spielt auf, als wollten sie Cross Canadian Ragweed mit geballter Kraft an die Wand drücken. Produziert und mit einem tollen Sound versehen hat das Werk, wie schon das Debut, wieder Erik Herbst! Der Kyle Bennett Band ist mit "Grey sunrise" ein absolutes "Sahneteil" des Gitarren orientierten Countryrocks gelungen - ohne jeden Fehl und Tadel! Schon nach gut einem Drittel des Jahres 2009 ein Album, das in den Jahresend-Abrechnungen der Sektionen "Countryrock-Album des Jahres" und "Red Dirt-Album des Jahres" zweifelsfrei ein gewichtiges Wörtchen mitreden wird! Meisterlich!

Das komplette Tracklisting:

1 Time to Switch to Whiskey - 3:33   
2 Should've Listened - 3:37   
3 The Road - 3:28   
4 Blackbird - 3:36   
5 Grey Sunrise - 3:58   
6 Crescendo - 3:43   
7 When the Lights Go Down - 4:04   
8 Devil's on My Trail - 3:45   
9 Empty Barrels - 4:33   
10 One Light Town - 4:08   
11 Jimmy & Josie - 3:20   
12 Still in Love with You - 4:05   
13 Everything to Lose - 4:33

Art-Nr.: 6351
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Time to switch to whiskey
Blackbird
Grey sunrise
Crescendo
When the lights go down
Empty barrels

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BlackHawk - brothers of the southland [2014]
"Country, Countryrock & a whole lot of Southern Rock"! Frohe Kunde für die BlackHawk-Freunde und den Outlaws-Dunstkreis: Henry Paul (The Outlaws) hat mit seinem zweiten "Standbein" BlackHawk endlich mal wieder ein neues Album am Start - und zwar ein baumstarkes. "Brothers of the southland" heisst das Teil, benannt nach der von Henry Paul, Dave Robbins und Jim Peterick im Jahre 2001 komponierten, gleichnamigen, bereits zu einem absoluten Neuzeit Southern Rock-Klassiker avancierten Hymne, die Henry Paul schon einmal im Jahre 2009 im Rahmen seines "Brothers Of The Southland"-Projektes veröffentlichte. Hier hören wir diese Nummer in einer hinreissenden, flockigen, lockern, voller wundervollem Southern-Esprit steckenden Countryrock-Version - ein Traum! 6 Stücke des neuen Albums waren bereits auf dem 2012 in einer sehr kleinen Auflage veröffentlichten, überaus raren, nur bei den BlackHawk Live-Shows erhältlichen, mittlerweile längst vergriffenen Album "Down from the mountain" enthalten, den Rest ist bis dato unveröffentlicht. Darunter befindet sich eine grandiose Coverversion des alten Stephen Stills-Klassikers "Bluebird" (Buffalo Springfield). Unter den Begleitmusikern finden sich einige The Outlaws-Recken, wie beispielsweise die Gitarristen Billy Crain und Chris Anderson, sowie Monte Yoho (drums). BlackHawk (Henry Paul & Dave Robbins) sind zurück in famoser Verrfassung - es ist eine wahre Wonne!

Das komplette Tracklisting:

1. Brighter - 3:57
2. That's What I'm Talkin' About - 2:51
3. Heart with a View - 3:18
4. Brothers of the Southland - 5:39
5. Champagne High - 4:33
6. Baby, The Rain Must Fall - 4:07
7. Wichita - 3:41
8. Voices - 4:08
9. Wide Open Spaces - 3:14
10. Bluebird - 5:10
11. Down from the Mountain - 4:56

Art-Nr.: 8606
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Brighter
That's what I'm talkin' about
Brothers of the southland
Champagne high
Baby, the rain must fall
Wichita
Bluebird
Down from the mountain

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Church, Eric - mr. misunderstood [2015]
Irre! Ein Album wie aus dem Nichts! Und was für ein Killer-Teil! Es gab keinerlei Anzeichen, dass Eric Church ein neues Album in der Pipeline hätte - nicht die Spur. Dann, am Dienstag (3.11.2015) und Mittwoch (4.11.2015) bekamen die Mitglieder des "The Church Choir", das ist der Fanclub Eric Church's, plötzlich die Nachricht von einem brandneuen Album - und schon war es auch schon auf seiner Website und bei einem Digital-Anbieter verfügbar. Jetzt, gerademal eine Woche später, liegt auch schon die "echte" CD vor - und wir haben sie hier! So spektakulär diese Veröffentlichung von statten ging, so apektakulär ist das Resultat. Keiner der 10 neuen Songs auf "Mr. Misunderstood" schwächelt auch nur ansatzweise. Eric Church mit einem brillanten Output! Es ist toll zu beobachten, dass der Country-Superstar, der in der jüngeren Vergangenheit "tonnenweise" mit Mega-Erfolgen aufwarten konnte, sich stetig weiter entwickelt und weiter wächst, auch als Singer-Songwriter. Alle 10 Stücke hat Church mitkomponiert, die Hälfte davon hat er komplett allein geschrieben. Und eine Nummer ist stärker, als die andere. Komplett eingespielt mit seiner Touring Band und Produzent Jay Joyce, der zusätzlich Gitarre spielt, hören wir Eric Church auf einem neuen, kreativen Höhepunkt. Der mächtige Bombast und die soundmässige Effekthascherei des dennoch hervorragenden Vorgänger-Werkes "The outsiders" ist weitestgehend verschwunden. Wir erleben Church und seine Band deutlich zurückgenommener, klarer, und musikalisch und instrumentell auf den Punkt gebracht. Das neue Werk ist ein fantastisches, zeitgemässes, modernes Countryalbum geworden - und doch wird es den Traditionalisten wohl wieder zu "rockig", zu rootsig, zu vielschichtig, zu stark unterlaufen von anderen Musikrichtungen sein. Ja, wir hören deutliche Eibflüsse von Americana, Soul, Southern Rock, und vor allen Dingen von Roots- und Heartland Rock - und dennoch ist das Country! Country mit dem Zeitgeist des Jahres 2015 - innovativ und kreativ auf höchstem Niveau. Was ist der Bursche dabei in der Lage für wunderbare Melodien zu kreieren. Genial gleich der Opener, das Titeklstück "Mr. Misunderstood": Fängt bedächtig und schön balladesk, in einem akustischen Rahmen an. Doch als die Drums und die komplette Band einsetzen, entwickelt sich ein herrlich knackiger, ja kerniger, erdiger, straighter, stetig im Tempo anziehender Heartland-/Countryrocker, der sich mit seiner traumhaften Melodie tief in unseren Gehörgängen festsetzt und nicht mehr weichen will. Diese Nummer würde "wie gemalt" auch in den Fundus eines Bob Seger oder John Mellencamp passen. Einfach famos! Und so geht das munter weiter. "Mistress named music" bringt alte Southern Rock-Tage ala The Marshall Tucker Band oder Lynyrd Skynyrd in Erinnerung, das rootsrockige "Knives of New Orleans" besticht mit einem feinen Americana-Flair und abermals einem Touch Heartland Rock, sowie einem tollen Groove, und das herrlich melodische, völlig locker dargebotene "Round here buzz" mit seinen transparenten Gitarren ist allerbester, lupenreiner, zeitgemässer Nashville New Country, reif für einen kommenden Nr. 1-Hit Churchs. Eine weitere herausragende Nummer hören wir mit der hinreissenden, R & B-/Blues-/Soul-/Roots-Ballade "Mixed drinks about feelings", die Eric mit der grandiosen Susan Tedeschi (Tedeschi Trucks Band) im Duett vorträgt. Ein klares Statement dafür, welch große Reputation Church mittlerweile auch in Genre-übergreifenden Musikerkreisen genießt. Großartig auch das genauso flockige, wie knackige, mit einem unwiderstehlichen Country-Charme ausgestattete "Record year", wie auch das das Album abschließende, seinem kleinen Sohn gewidmete "Three year old", eine wahres Musterbeispiel einer genauso modernen, wie rootsigen, ursprünglichen, unaufdringlichen, wunderschönen Countryballade. "Mr. Misunderstood" ist so eine seltene Art von Album, von dem die Fans eines Künstlers träumen, denn es demonstriert in beeindruckendster Art und Weise die gesamte Bandbreite und Fähigkeiten ihres Lieblings. "The sky's the limit". Ja, Eric Church ist unter diesen vielen, jungen Stars in Nashville etwas ganz Besonderes - und zwar im nur erdenklich positivsten Sinne. Besser als momentan war dieser Mann noch nie. Eines DER Highlights unter Nashville's Veröffentlichungen 2015!

Das komplette Tracklisting:

1. Mr Misunderstood - 5.19
2. Mistress Named Music - 5.22
3. Chattanooga Lucy - 3.22
4. Mixed Drinks About Feelings (feat. Susan Tedeschi) - 2.58
5. Knives of New Orleans - 4.01
6. Round Here Buzz - 3.34
7. Kill a Word - 3.19
8. Holdin' My Own - 3.55
9. Record Year - 2.59
10. Three Year Old - 3.46

Art-Nr.: 9034
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Corbett, John - leaving nothin' behind [2013]
Sehr starkes Album von John Corbett! Der in unseren Breitengraden ja eher als Schauspieler in Serien wie "Sex And The City" oder Kinostreifen wie "My Big Fat Greek Wedding" bekannte Interpret, hatte 2006 ein sehr beachtliches Debüt als Musiker hingelegt, was bei vielen seiner Kollegen mit gleichem Anliegen bekanntlich meistens schief gegangen ist. Gute sieben Jahre später hat es ihm scheinbar wieder "in den Fingern gejuckt" und er beschert uns ein weiteres, ganz großartiges New Country-/Countryrock-Werk mit dem Titel "Leaving Nothin‘ Behind". Wow, dass ist so stark, als wäre er von Hause aus Musiker und nicht Schauspieler. Auch wenn John in kompositorischer Hinsicht nicht involviert ist, so muss man ihm einerseits ein exzellentes Gespür für die richtigen, zu ihm passenden Songs attestieren, andererseits ein sehr glückliches Händchen bei der Auswahl der Leute, die ihn bei seinen Musikprojekten umgeben, bescheinigen. Beim Erstling damals hatten der beliebte und kurz danach verstorbene The Marshall Tucker Band-Gitarrist George McCorkle und auch Jon Randall Stewart (der schrieb seiner Zeit die beiden mit markantesten Tracks der CD "Bottle Of Whiskey" und "Cash") wesentliche Akzente gesetzt. Mit Letztgenanntem hat sich seither eine dicke Freundschaft entwickelt. Und so entschied sich Corbett schwerpunktmäßig, von Randall neu kreierte Stücke umzusetzen, bis auf das schöne, atmosphärische "Tennesse Will" aus der Feder von Pat McLaughlin und Adam Hood (voller wunderbarem Southern Soul, mit feiner Mandoline, Orgelhall, typisch weiblichem Background Gesang, weinender Steel), sowie zwei Coversongs, "Rainy, Windy Sunshine" (klasse Honky Tonk-Piano von Jimmy Wallace, schöne, riffige E-Gitarren) und "Satin Sheets" (mit herrlich rotzigen Background-Gesängen und starken Dobro-Fills - beide Stücke sind im übrigen auf dem Debütalbum der Bellemy Brothers ,"Let Your Love Flow", zu finden), bei denen sehr eindrucksvoll offeriert wird, was man heute aus solch vermeintlich angestaubten Tracks musikalisch rausholen kann, wenn die richtigen Akteure zu Gange sind. Ja, und bei diesen Akteuren hat Jon Randall Stewart mal wieder eine exklusive, begnadete Musikerschar um sich versammelt, deren Spielfreude sich automatisch auf den Hörer überträgt. Leute wie Steve Gorman (drums) und Audley Freed (guitar) kennt man aus dem The Black Crowes-Dunstkreis, Michael Rhodes (bass), Jimmy Wallace (keyboards), Bryan Sutton (guitars, mandolin), Dan Dugmore (steel, dobro, guitars), John Cowan, Sarah Buxton, Jon selbst und seine Frau Jessi Alexander (die nach knapp einer Woche, nachdem sie Zwillinge zur Welt gebracht hatte, schon wieder mit in die Aufnahmen einstieg) sind allesamt gern gebucht, wenn es in Nashville gilt, eine hochwertige Studioscheibe zu produzieren. Apropos Produktion: Auch hier hat Jon Randall in Zusammenarbeit mit Gary Paczcosa ein wunderbar klares und transparentes Ergebnis erzielt. Der Opener "Steel Your Heart" plätschert zunächst zu lässiger Akustikgitarrenuntermalung dahin, nimmt dann im Verlauf mit dem Einsetzen von Orgel, Piano und E-Gitarren (schönes Solo am Ende) und Backs aber ordentlich Fahrt auf. Sofort versprüht dazu der smarte Sänger mit seiner angenehmen Stimme ein wohliges Ambiente. Das ruhige innehaltende "Name On A Stone" erhält aufgrund des vor geraumer Zeit verstorbenen Vaters fast schon autobiografische Züge. Einfach herrlich das wie eine Art zurückgenommenes "Hotel California" im Tex-Mex-Gewand voller Atmosphäre und Spannung steckende "El Paso" (grandios die klare spanische Akustikgitarre, dazu die bedrückenden E-Bariton-Fills und die dramatisch klingende Slide-Gitarre). Klasse auch der Text ("…I wasn’t even in El Paso, when they gunned that cowboy down, I was in the arms of Rosa, sleeping safe and sound, so remember when you hang me, all I’m guilty of is drinking cheap tequila, and falling in love…"). "Backside Of A Backslide" ist ein richtig in Bakersfield-Manier abgehender Gute-Laune-Coutryrock-Heuler mit tollem, im Southern Rock verankertem E-Gitarren-Spiel. Die wieder eher ruhig gehaltenen Stücke "Me And Whiskey", "Cocaine And Communion", sowie das abschließende, grandiose "Dairy Queen" demonstrieren vor allem wieder das erstklassige Zusammenwirken von Corbett"s kraftvoller Wohlfühlstimme und dem herrlichen Spiel der beteiligten Musiker. Gerade das finale Stück mit dem dezent grassigen Flair hat absolute Gänsehautgarantie. Wenn Wallace sein Akkordeon sanft surren lässt, Suttons Mandoline zwitschert und Dugmore seine Dobrofills dazwischen wirft, zieht man als Zuhörer voll von Ehrfurcht den imaginären Hut und stellt sich bei dem klaren Klang fast vor, man säße mit im Studio. Ein toller Abschluss! Sieben Jahre sind tatsächlich vergangen. John Corbett hat sich nicht nur äußerlich verändert (die längere Matte ist zugunsten eines gut aussehenden, modischen und zu ihm passenden Kurzhaarschnitt gewichen - er sieht jetzt so ein bisschen wie ein Robert Redford in besten Jahren aus), auch seine Musik ist reifer geworden und hat (auch dank Jon Randalls Einfluss) erheblich an Tiefe gewonnen. "Leaving Nothin‘ Behind" überzeugt auf ganzer Linie und man kann nur hoffen, dass John Corbett die nächste Wartezeit etwas kürzer ausfallen lässt. Großartig! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Steal Your Heart - 4:19
2. Tennessee Will - 3:44
3. Name On A Stone - 3:48
4. Rainy Windy Sunshine - 3:41
5. El Paso - 4:04
6. Backside Of A Backslide - 2:40
7. Me And Whiskey - 3:24
8. Cocaine And Communion - 3:41
9. Satin Sheets - 3:11
10. Dairy Queen - 5:02

Art-Nr.: 8130
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Steal your heart
Tennessee will
Name on a stone
Rainy windy sunshine
El Paso
Me and whiskey
Satin sheets

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Crow Band, Bart - desperate hearts [2008]
Welch ein Fortschritt! Großartig! Das zweite Album der texanischen Bart Crow Band ist schlichtweg ein "Countryrock-Hit", der einfach runter geht wie Öl! Als die Truppe mit ihrem klasse Debüt "Finally" vor rund zwei Jahren voller Unbekümmertheit die Texas "Red Dirt"-/Countryrock-Bühne betrat, prophezeiten wir bereits, wie auch einige andere Experten, dass hier einer der vielversprechendsten, neuen Szene-Acts heranwachsen würde ("Texas’ next rising star is born...")! Das Album verkaufte sich tierisch gut, die Single "Wear My Ring" hielt sich über zwanzig Wochen (!) in den Texas Music-Charts ("a song that just won’t go away", äußerte sich seinerzeit Jason Boland dazu) und deren Nachfolger "Driftin’ In The Wind" ergatterte 2007 sogar einen Platz unter den 10 meistgespielten Stücken im Texas Music-Radio. Ein toller Erfolg, der nun mit dem zweiten Album der Band neue Höhen erreichen dürfte, denn dieses Werk ist nochmal um Längen stärker als der Vorgänger! Apropos "Driftin' in the wind": Aufgrund des großen Erfolges entschied sich die Band kurzerhand diesen Song für das neue Album gleich noch einmal einzuspielen, diesmal noch frischer, noch dynamischer, noch besser! Ein Traum-Countryrocker mit einer tollen Melodie, irgendwo angesiedelt zwischen No Justice und besten Restless Heart-Tagen! Man spürt direkt die exzellente Handschrift des neuen Produzenten Mack Damon (bekannt für seine musikalische Vielseitigkeit), der in seinen Rhapsody Street Studios in San Antonio,Texas den Schritt vom zuweilen etwas unausgereift wirkenden "Demotape-Charme" des Erstlings zu einem satten, voller Transparenz steckenden, klaren, moderneren Sound mit Bravour vollzogen hat, ohne der Band dabei ihre Unbekümmertheit, Zwanglosigkeit und Ursprünglichkeit auch nur ansatzweise zu nehmen (in diesem Punkt ist die "Red Dirt"-Fangemeinde eh besonders sensibel). Nein, es stimmt jetzt einfach alles! Bart Crow's humorvoller Kommentar hierzu: "The first time I heard our very first record right off the mixing board I thought it was the best thing that ever happen to the planet. Boy did I have a lot to learn”. Die musikalische "Öffnung" für ein breiteres Publikum wird im Verlauf der weiteren zwölf Stücke konsequent durchgezogen. Es gibt mit dem wunderbaren "St. Valentine" eine Fremdkomposition aus der Feder von Jason Boland (erinnert gar ein wenig an eine texanische Abwandlung des Dylan/Byrds-Klassikers "Mr. Tambourine Man"), ein Stück aus der Feder des Lead Gitarristen Paul Russell ("Back Down" - herrlicher, leicht southern-angehauchter, lockerer Countryrocker mit markantem, flockigem Stratocaster-Spiel und am Ende mit einem starken Retro E-Gitarren-Solo), zwei klasse Nummern aus der Kombination Paul Russell/Bart Crow ("Change" - politischer Text, dezent psychedelisch angehaucht und schön roostig, sowie "Tami“ - lässiger New Country-Rock/-pop, melodisch im Stile von Sister Hazel mit leicht "nasalem" Gesang), doch der übrige Anteil der Songs wurde vom Bandleader im Alleinregie geschrieben. Schnell und deutlich bemerkt man die Weiterentwicklung, die Bart Crow auch beim Songwriting vollzogen hat. Die Stücke wirken viel ausgefeilter, vielseitiger, reifer und auch in Text und Musik deutlich komplexer und frischer strukturiert. Hervorragend die von einer wunderbaren, Gänsehaut erzeugenden Melodie durchzogene Ballade "Hollywood", durchströmt von toller Stratocaster-E-Gitarren-Arbeit und glänzenden, weiblichen Background Vocals von Fallon Franklin, wobei nicht einmal vor einem ganz dezenten Streicher-Einsatz zurückgescheut wird, der aber deutlich durch ein am Ende eingestreutes, vorzügliches E-Gitarren-Solo jeder Zeit in Schach gehalten wird. Auf dem Fuße folgt mit "Understand" ein weiterer "Kracher", der diesmal als erste Single ausgewählt wurde. Das Stück erinnert in seiner Lockerheit an Sachen von No Justice oder Wade Bowen. Bei diesem herrlichen, zum Mitwippen anregendem Gitarren-Rhythmus und dem zum Mitsingen animierenden, eingängigen Refrain, wird selbst der gefühlsmäßig kälteste Eisblock in rasender Schnelle zum Schmelzen gebracht. Wir sind uns sicher, dass dieser Song noch so manche Cabriofahrt auf den texanischen Highways begleiten wird. Absolut hitverdächtig! "Roses" und die texanische, fröhliche Countrynummer "Once A Day" (mit sirenenartigem Fiddle-Spiel von Nick Worley) pendeln irgendwo zwischen Randy Rogers, Pat Green und Django Walker. Der Titelsong "Desperate Hearts" glänzt mit einem recht rockigen Ambiente, wie man es beispielsweise von der Ryan Bales Band oder auch etwas "braveren" (was wir in diesem Zusammenhang alles andere als negativ meinen) Cross Canadian Ragweed her kennt. Das melodische, sehr rhythmisch dargebotene "New York" (klasse Harmoniegesänge) geht ähnlich wie "Understand" wieder direkt in die Beine und das abschließende, traumhaft schöne "Forever" (mit großartiger Steelguitar-Einlage von Bobby Flores) beendet balladesk den Reigen von ausnahmslos herrlichen Countryrock-Stücken, ohne eine einzige Schwachstelle zu offenbaren. Die Songs machen einfach Laune, was auch Kyle Hunt, ein texanischer Musiker-Kollege Crow's, treffend reflektiert: "Bart Crow’s sound reflects his personality, it is what he is, unique, laid back, real and fun. The songs just make you wanna sing along.” In der tat bleiben diese Nummern einfach wunderbar in den Ohren hängen. Bart Crow und seinen Freunden ist mit "Desperate Hearts" ein Riesen-Album gelungen. Dank des neuen Produzenten Mack Damon und einer genauso professionellen wie unbekümmerten, frischen, vor allem Dingen sehr ausgereiften Leistung der Band ist ein weiteres Kleinod texanischer Roots-/New Country-/Countryrock-/"Red Dirt"-Musik entstanden, das die Fans in Windeseile in ihr Herz schließen werden. Hier scheint eine steil nach oben gerichtete Entwicklung angesichts ihres enormen Potenzials (wie bei der Randy Rogers Band) beinahe vorprogrammiert. Die Bart Crow Erfolgsgeschichte geht weiter! Ein tolles Album! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 5586
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Driftin' in the wind
Back down
Understand
Sweet imitations
Desperate hearts
Forever

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Davis, Moot - man about town [2012]
Moot Davis ist einer dieser herausragenden Country-Künstler, die schon seit Jahren so etwas wie ein ewiger Geheimtipp sind. Abseits von Nashville's kommerzieller Erfolgsspur gelingt dem Mann aus Trenton/New Jersey ein überragendes Album nach dem nächsten, ohne dass die Majorlabels ernsthafte Notiz von ihm nehmen. Das ist ob der Stärke seiner Musik völlig unverständlich. Doch die schreibende Zunft, die Experten und vor allen Dingen die Fans traditionsbewusster Countrymusic registrieren Davis' Veröffentlichungen um so mehr. Man ist sich einig: Dieser Bursche ist ein absoluter Könner seiner Zunft. "Man about town", sein neues Album, belegt dies auf eindrucksvollste Art und Weise. Ein geradezu meisterliches Werk erstklassiger, ja faszinierender und spannender, lupenreiner Honky Tonk- und Countrymusic, wie man sie wirklich nicht "an jeder Straßenecke" geboten bekommt. Dabei war es nach seinem letzten Werk von 2007 lange unklar, ob jemals noch ein weiteres Album von Moot Davis das Licht der Welt erblicken würde. Desillusioniert und ausgebrannt von jahrelangem, exzessivem Touring und der schlechten Behandlung seines alten Labels, verordnete er sich eine längere Auszeit, während der er nach Neuseeland ging und dort als Bühnenschauspieler arbeitete. Doch im Verlauf dieser Zeit entdeckte er seine Liebe zur Musik neu und ging zurück in die USA, diesmal nach Austin. Dort begann er wieder mit dem Songwriting und gründete schließlich sein eigenes Label "Highway Kind Music", auf dem nun "Man about town" erschien, das allerdings ausschließlich in Nashville mit einer Reihe ganz exzellenter Musiker aufgenommen wurde. Das waren: Paul Martin am Bass, Chris Scruggs an der Pedal Steel und Gitarre, George Bradfute an der Slide Gitarre, Hank Singer an der Fiddle und vor allen Dingen die beiden "Fabulous Superlatives" aus Marty Stuart's Band, Harry Stinson an den Drums und der grandiose Kanny Vaughan an der E-Gitarre, der das Album auch produzierte. Eine exzellente Mannschaft und ein wunderbarer Sänger und vorzüglicher Songwriter an der Front ergeben dieses großartige Album. Der Mann hat den Honky Tonk einfach im Blut. Geschickt versteht es Davis ursprüngliche Old School-Einflüsse eines Hank Williams oder Johnny Cash mit neo-traditionellen Elementen solcher Kollegen wie Dwight Yoakam oder Raul Malo's The Mavericks zu verknüpfen und schafft damit einen herrlich erfrischenden Sound. Auch gesanglich liegt Moot mit seiner "twangy" Stimme irgendwo zwischen Malo, Yoakam und Chris Isaak. Vor allem die Nähe zu Dwight Yoakam wird gleich bei dem Eröffnungsstück unmittelbar deutlich. "Rags to rhinestones" ist ein prächtiger, astreiner Honky Tonker mit toller Pedal Steel- und Fiddle-Begleitung. Oder das flotte, dynamische, mit einem unterschwelligen Rockabilly-Touch ausgestattete "Rocket", das wie eine Mischung aus The Mavericks zu ihren besten Zeiten und einem Dwight Yoakam in Hochform kommt. Starke Baritone E-Gitarre, Steelguitar und transparente Acoustic Gitarre bilden eine harmonische Begleitung zu Davis' fabelhaftem Gesang. Kenny Vaughan spielt meisterhaft. Aber der Protagonist schafft es auch bei einigen Stücken seinen Honky Tonk mit einem erdigen, durchaus rockigen, rootsigen Americana-Ambiente zu verknüpfen, wie zum Beispiel bei dem wunderbar "gritty und rough" präsentierten "Queensbury rules", einem starken, honky-tonkigen Countryrocker mit zünftigen E- und Slide-Gitarren. Dann wird's wieder ganz anders bei dem traumhaften "How long", das von einem klassischen, Johnny Cash-mässigen, "Shuffling Train-Track"-Rhythmus getragen wird. Hört sich an, als sei es einer imaginären Session von Cash und Yoakam entsprungen. Kenny Vaughan spielt eine hinreissende Baritone-Gitarre (klasse Solo), die von Hank Singer's sägender Fiddle adäquat unterstützt wird. Saustark! Diese Einstufung gilt auch uneingeschränkt für das traumhaft melodische, flockige, knackige, von einem herrlich erfrischenden California-Feeling geprägte "Fade to gold", das von wunderschönen, transparenten Gitarren und Pedal Steel begelitet wird. Hat etwas von einem auf Country fixierten Chris Isaak. Geradezu cineastisch dramaturgisch zieht Davis das baumstarke, 7 Minuten lange "Black and white picture" auf, eine wundervolle "Murder-Ballad", angesiedelt im musikalischen Grenzgebiet von Californien und Mexiko. Tolles Zusammenspiel von E-Gitarre, akustischen Gitarren und Pedal Steel! Bei dem flotten, Mavericks-nahen Honky Tonker "Crazy in love with you" singt übrigens die bezaubernde Elizabeth Cook die Duett-Stimme. So reiht sich ein tolles Stück an das nächste, bis das Album mit dem grandiosen Titelstück "Man about town" genauso erstklassig endet, wie es 47 Minuten zuvor begonnen hat. Diese herrlich melodische Ballade trägt Davis mit unglaublich viel Charisma vor, lediglich begleitet von einer akustischen Rhythmusgitarre und einer großartig harmonierenden Electric Slide. Es ist das bravouröse Ende erines famosen Countryalbums. Tut das gut, dass es solche Künstler wie Moot Davis gibt, die ausschließlich ihrem eigenen musikalischen Instinkt folgen, sich nicht, auch wenn es manchmal schwer fällt, entmutigen lassen und ihr Ding am Ende konsequent durchziehen. Eine meisterliche Vorstellung!

Das komplette Tracklisting:

1. Rags To Rhinestones 3:03
2. Day The World Shook My Hand 2:48
3. Rocket 3:22
4. Fade To Gold 4:10
5. Queensbury Rules 2:49
6. Crazy In Love With You 3:04
7. How Long 3:29
8. Black & White Picture 7:02
9. Rust 3:55
10. Only You 2:34
11. Memory Lane 4:30
12. Everybody's Gal 3:19
13. Man About Town 2:57

Art-Nr.: 7711
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Rags to rhinestones
Rocket
Fade to gold
Queensbury rules
How long
Black & white picture
Memory lane

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Drivin' N' Cryin' - songs about cars, space, and the ramones ~ ep [2012]
"A six song juggernaut of blistering guitars". Yeah! Nach "Songs from the laundromat" kommt nun die zweite von 4 EPs, die die großartige Roots-/Rock-/Jamrock-/Southern Rock-Truppe um Kevn Kinney innerhalb von 12 Monaten veröffentlichen wird. Die saustarke, rund 17 1/2-minütige, von "underground hero" Paul Ebersold erstklassig produzierte EP ist eine Hommage an die frühen Punk-Einflüsse von Drivin' N' Cryin'. Was die Band abliefert ist erstklassiger, furioser, satter, von fetten Gitarren dominierter, rootsiger, punkig riffiger, southern-rooted Power Rock'n Roll ohne Kompromisse. Da bleibt kaum Zeit zum Lufzholen und dennoch bestechen die Songs mit großartiger Melodik. 5 Mal geben die Jungs Vollgas, ehe die EP mit dem prächtigen, von grandiosen, transparenten Gitarren und einem herrlichen Retro Sixties Psychedelic-/Surf-Sound bestimmten Instrumental "Space eyes" endet. Diese zweite EP ist genauso ein "Kracher" wie die erste. Drivin' N' Cryin' sind in Bestform! Kommt erneut im einfachen Papp-Sleeve in alter LP Cover-Optik, doch das ist absolut zu vernachlässigen, denn der Inhalt ist einfach baumstark.

Das komplette Tracklisting:

1. Hot Wheels - 2:44
2. Acceleration - 3:18
3. Johnny Rides Shotgun - 3:32
4. Moonshot - 2:46
5. Out Here In the Middle of Nowhere - 2:06
6. Space Eyes - 3:01

Art-Nr.: 7936
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 8,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Hot wheels
Acceleration
Johnny rides shotgun
Space eyes

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Elmore, Jason & Hoodoo Witch - upside your head [2010]
"Jason Elmore & Hoodoo Witch carry on the tradition of guitar-slinging Texas Blues Rock"! Und wie sie das tun! "Jason Elmore is the hottest new guitar hero, deep from the heart of Texas"! Yeah! Saustarkes Debut dieses "masterful guitarslingers" aus Denison/Texas, der sich mit seiner Truppe Hoodoo Witch (klassische Trio-Besetzung) aufmacht, die texanische Bluesrock-Szene ordentlich aufzumischen. Voller Herz und voller Selle, voller Leidenschaft und voller Biss, voller Enthusiasmus und voller Frische beackern sie das Terrain zwischen Stevie Ray Vaughan (ein amerikanischer Fan bemerkte gar in einem Statement "The new SRV has arrived") und Johnny Winter, zwischen Freddie King und Muddy Waters, zwischen Too Slim and the Taildreggers und ZZ Top, zwischen Joe Bonamassa und den Buddaheads, Led Zeppelin und Rory Gallagher, aber auch zwischen Sonny Landreth und The Allman Brothers Band. Vielseitig, aber sie bringen das prächtig unter einen Hut und es passt einfach wunderbar zusammen. Elmore ist nicht nur ein Wahnsinns-Gitarrist, dessen mitreissende Riffs und Soli ihm tiefste Bewunderung und Ehrfurcht entgegenbringen, nein, er ist auch ein fabelhafter Sänger und exzellenter Songwriter. Die Bandbreite des durch und durch bärenstarken Songmaterials geht von mächtig abgehenden Volldampf-Boogies, über kochenden Roadhouse-Blues, brodelnde Texas-Shuffles, herrlich groovenden Midtempo-Bluesrock, flüssigen Southern-Bluesrock, "gritty" Roots-Blues, schwülen Delta-Blues, bis hin zu seeligem, wundervollem Slow-Blues(rock). Und auch für vorzügliche Melodik hat Elmore ein gutes Händchen. Schon gleich zu Anfang gibt's eine absolute "Killer"-Nummer: "Dusk till dawn" heisst das Stück, ein baumstarker, fetter, dreckiger, Slide-getränkter, Southern-rooted Boogie voller zündender Bottleneck-Ausflüge. Elmore und seine Jungs sind sofort auf Betriebstemperatur und der Saitenkünstler rührt mit seiner Slide ein mächtig dampfendes Voodoo-Gebräu an. Man ist sofort von dieser Musik gefesselt. Zeppelin-mässige Riffs eröffnen den anschliessenden, klassischen, mit einem Schuss Funk-Blues gewürzten Rocker "Big money grip". Nicht nur hier fällt auf, wie großartig auch Elmore's Rhythmus-Fraktion "Hoodoo Witch" (Beau Chadwell - Drums, Chris Waw - Bass) auftritt, die den Protagonisten eine geradezu perfekte Basis verschafft. Die Nummer hat ein klasse Feeling. Mit dem folgenden "All it does is rain" präsentieren uns die Jungs nun einen ganz herrlichen Slow-Blues, eingehüllt in einen wunderbaren Rhythmus, eine exzellente Melodie und einen großartigen, aus vielseitigen. transparenten Gitarren bestehenden Mantel traumhafter Riffs, Licks und Soli. Faszinierend das immer wieder wieselflinke, erdige, satte, ungemein virtuose Gitarrenspiel des Meisters. Das ausgedehnte, über 3-minütige, mit schönen Wah Wahs angereicherte, überaus abwechslungsreiche Solo ist pure Gitarren-Magie. Ganz groß! Der kernige Rocker "Drag me down" kommt dann wieder mit klassischen Riffs zwischen Taste und Led Zeppelin (ohne dabei das "down home Texas-Feeling zu vernachlässigen) und die anschliessende "schwaze Witwe" ("Black widow") macht mit ihrem beherzten Auftreten die Roadhouses zwischen Texas und Oklahoma unsicher. Einen weiteren Texas Bluesrock "Killer"-Shuffle voller Southern-Flair (Stevie Ray Vaughan meets ZZ Top) bekommen wir mit dem prachtvollen "Road to ruin" serviert - klasse E-Gitarren-Riffs, ein scharfer Groove, starker Gesang, eine prima Melodie und natürlich wieder ein fulminantes, die Herzen der Saiten-Enthusiasten höher schlagendes Solo inklusive. Es folgen mit dem rauen, schnellen "6 foot down" ein explosiver "Volle Kanne"-Slide-/Delta-/Swamp-Boogie (glühende Slide-Attacken ohne Ende) und mit dem tollen "Dracula bite" ein straighter, riffiger, Blues-based Classic-Rocker (das Gitarren-Solo sprüht nur so vor flüssigem Southern-Flair), ehe mit dem wunderbaren "Evil woman" wieder ein eher zurückgenommener Midtempo-Bluesrocker auf dem Programm steht, der aber vor innerer Stärke und Energie nur so strotzt. Im richtigen Moment wartet Elmore erneut mit einem zündenden Gitarrensolo auf, das stetig an Kraft gewinnt, um den Song schließlich wieder in den ursprünglichen, lässigen Mojo-Groove zurückzugeleiten. Klasse hier auch die gut abgestimmte Orgel-Untermalung von Gastmusiker Shawn Phares. Eine Knüller-Nummer! Doch was soll man weiteres über einzelne Tracks erzählen, das komplette Album ist schließlich ein 56 1/2 Minuten währender, absoluter Bluesrock-"Hit"! Produziert hat das Werk im übrigen, zusammen mit Jason Elmore, Jim Suhler (Jim Suhler & Monkey Beat, George Thorogood), der zudem bei einigen Songs als zweiter Gitarrist mit von der Partie ist. Jason Elmore & Hoodoo Witch mit einem Debut, das keine Wünsche offen lässt. "Upside your head" ist nicht mehr und nicht weniger als ein waschechter Genre-Knüller. Einfach famos! "No tricks, just straight up rockin' kickass Blues"!

Das komplette Tracklisting:

1. Dusk Till Dawn 4:13
2. Big Money Grip 3:39
3. All It Does Is Rain 6:20   
4. Drag Me Down 3:37
5. Black Widow 3:36
6. Road to Ruin 4:45
7. 6 Foot Down 2:38   
8. Dracula Bite 5:14
9. Evil 6:00
10. Wash My Hands of You 4:11
11. Red River Valley 2:26
12. World of Trouble 3:34
13. Nobody Knows 3:32
14. That's the Way It's Got to Be 2:57

Art-Nr.: 6894
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Dusk till dawn
All it does is rain
Road to ruin
6 foot down
Dracula bite
Evil woman
Nobody knows

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Foster, Radney - this world we live in [2006]
Vier Jahre sind bereits wieder ins Land gezogen, seitdem uns die eine Hälfte des einst in Nashville so erfolgreichen Duos Foster & Lloyd mit dem tollen "Another Way To Go" so begeistert hatte. Untätig war ein Mann dieses musikalischen Formates in der jüngeren Vergangenheit allerdings nicht. So produzierte er beispielsweise die Randy Rodgers Band, schrieb Songs für Größen wie u. a. Keith Urban, die Dixie Chicks oder Kenny Chesney, und, und, und! Hier ist sie nun endlich, die neue, einmal mehr ganz hervorragende Scheibe des ohne Zweifel zu den besten texanischen Songwritern zählenden Radney Foster: Wunderbarer, rootsiger Texas-Country/Alternate Country/Countryrock/Americana vom Allerfeinsten mit einem tollen, schön trockenen, auf den Punkt genau produzierten, angerauten, "gritty" Sound! Zehn neue Stücke, alle aus seiner Feder, zum Teil in Kooperation mit exzellenten Co-Writern, wie Blue Dogs-Frontmann Bobby Houck, Jack Ingram oder Darrell Brown, mit dem er sich auch die Produktionsarbeit teilte. Bediente er sich bei seiner letzten Scheibe noch einer Menge Begleitmusiker aus dem schier unerschöpflichen "Nashville-Pool", so versammelte er diesmal eine tolle, namhafte Band langjähriger Freunde um sich, wie Drummer Charlie Drayton und den "alten" Westcoast-Haudegen Waddy Wachtel (Linda Ronstadt; Warren Zevon, James Taylor, John David Souther, Ronin, Bob Dylan) an der E-Gitarre (beide haben schon auf Keith Richard’s Solo-Alben zusammen gearbeitet), Session Bass-Veteran Bob Glaub (u.a. Jackson Browne) und dem Keyboarder Rami Jaffe, vielen sicher nicht nur als Mitglied der Wallflowers ein Begriff. Mit an Bord sind auch wieder der starke Slide-Gitarrist Mike McAdam und ein weiterer Klassemann an der E-Gitarre, Adam Shoenveld, der etatmäßig bei Big & Rich die Saiten bedient. Und um es nochmal klar herauszustellen: Radney Foster ist schlichtweg wieder ein Sahneteil gelungen. Dem leicht Stones-infizierten, Slide-angerockten, rootsigen, trockenen "Drunk On Love" folgt mit "Sweet And Wild" ein wunderbar melodischer Americana-Midtemposong. Bei beiden Songs glänzt neben der starken instrumentellen Umsetzung Sarah Buxton mit ihrer klasse Stimme im Background, die gegen Ende der Stücke mit in den Vordergrund tritt. Die Ballade "The Kindness Of Strangers" lebt von Foster’s starker Akustikgitarrenarbeit, toller atmosphärischer Cello-Untermalung und einem bewegend geschriebenem und gesungenem Text. Ganz große Klasse! Der anschließende, exzellente, forsche Retro Country-Rocker "Big Idea" (erinnert stark an alte Foster & Lloyd-Hits) reißt einen regelrecht aus der poetischen Welt des Vorsongs, und bildet den gelungenen Vorläufer zum Center-Song des Gesamtalbum’s, "Half Of My Mistakes". Was für eine herrliche Melodie! Auch hier wieder ein toller Text, der Menschen dazu ermutigt, viele Dinge im Leben einfach zu riskieren, auch wenn mal etwas schief laufen sollte. Der Lerneffekt und viele positive Dinge, die sich trotzdem daraus entwickeln, sind laut Foster nicht zu unterschätzen. Den gleichen Song hat vor geraumer Zeit fast ebenso gut Jace Everett auf seinem Erstling, allerdings etwas mainstreamiger, interpretiert. Bei Radney Foster wirkt das Stück etwas kantiger, zurückhaltender und einen Schuss introvertierter. Starke Slide-Arbeit hier vom bereits erwähnten Mike McAdam. "New Zip Code" (mehr balladesk) und "Prove Me Right" (wäre auch durchaus von der Randy Rogers Band oder Chris Knight coverbar) liefern wieder etwas leichter verdauliche, überaus melodische Gute Laune-Kost, letzteres in durchaus Nashville-kompatibler, radiotauglicher, wenn auch leicht rootsiger Country-Manier, voller Hooklines, die ein wenig an Radney’s Frühwerke erinnern. Stark hier die angenehmen Fiddle-Fills. Eine weitere "Killer"-Ballade folgt mit "Fools That Dream". Im Background diesmal die zauberhafte Kim Richey, die auch beim Vorgänger schon ihre Stimme zur Verfügung gestellt hat. Zum Abschluss folgt dann noch mal ein herrlich locker dahinfließender, super-melodischer Alternate Country-/Roots-/Americana-Song, den Foster zusammen mit Jack Ingram komponiert hat. Neben dem eingängigen Rhythmus und den lässigen Drums stechen hier die immer wieder eingestreuten und punktgenauen Stratocaster- und Slide-Fills im harmonischen Wechselspiel heraus. Klasse Orgelarbeit auch vom Rami Jaffe. Das Stück hält einen noch Minuten nach Ende der CD regelrecht gefangen. Ein würdiger Abschluss eines wieder einmal großen Albums! "This World We Live In" etabliert und festigt Radney Foster's Platz in die Riege der heutigen, wichtigen, ganz großen texanischen Singer-Songwriter im Country-/Americana-Bereich nachhaltig. Durch und durch beeindruckende und fesselnde Musik! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 4063
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 7,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Big idea
New zip code
Prove me right
Fools that dream
Never gonna fly

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Isbell and the 400 Unit, Jason - the nashville sound [2017]
Dieser Mann ist phänomenal! Das neue Werk von Jason Isbell und seiner Band The 400 Unit ist erneut ein kleines Meisterwerk geworden. Mit hinreissendem Songmaterial (teils wundervoll entspannt, teils in kernigen Rocksphären, die gar an seine alten Drive-By Truckers-Tage zu erinnern scheinen) voller herrlicher Melodien im Gepäck, begibt sich Isbell auf eine unwiderstehliche Resie durch die Roots- und Americana-Landschaften des amerikanischen Südens. "The Nashville Sound" wurde in Nashvilles legendärem RCA Studio A aufgenommen und erneut produzert vom Grammy-dekorierten Meisterproduzenten Dave Cobb, der auch bei den begnadeten Vorgängern "Something More Than Free" und "Southeastern", an den Reglern saß. Brillant!

Das komplette Tracklisting:

1. Last of My Kind - 4:22
2. Cumberland Gap - 3:24
3. Tupelo - 4:01
4. White Man's World - 3:56
5. If We Were Vampires - 3:35
6. Anxiety - 6:57
7. Molotov - 3:46
8. Chaos and Clothes - 3:34
9. Hope the High Road - 3:03
10. Something to Love - 3:39

Art-Nr.: 9468
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Last of my kind
Cumberland gap
Tupelo
White man's world
Molotov
Hope the high road
Something to love

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Nail, David - i'm about to come alive [2009]
Sehr schöner, qualitativ hochwertiger New Country mit jeder Menge Hitpotential! David Nail hat es wohl seinem Talent und seiner Hartnäckigkeit zu verdanken, dass es vielleicht doch noch mit einer großen Karriere im Music City klappen könnte. Auch er ist einer der vielen Künstler, die mit den Irrungen und Wirrungen der Labelentscheidungsträger zu kämpfen haben und hatten, in seinem Fall sogar schon, bevor es überhaupt richtig losging. Nail hatte 2002 bereits bei Mercury Records einen Major-Vertrag in der Tasche, doch die vorab herausgebrachte Single erreichte nur Platz 52 der Billboard-Charts. Der sich nur mäßig herauskristallisierende Erfolg weiterer an die Radiostationen verschickter Songs veranlasste das Label schließlich Nails geplantes Debüt auf Eis zu legen. Der aus einer Kleinstadt im Südosten von Missouri stammende Nail zog sich danach zunächst gefrustet zurück und arbeitete fortan als Jugendtrainer einer Baseballmannschaft. Über Brian Wright, dem Vizepräsidenten der mittlerweile unter dem Dach der Universal Group beherbergten Label Mercury Nashville und MCA Nashville kam der Kontakt zu Frank Liddell zustande, der nun gemeinsam mit Mike Wrucke (beide arbeiteten schon zusammen für Miranda Lambert) David Nail's MCA-Debüt "I’m About To Come Alive" produzierte. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt, Nail eine zweite Chance zu gewähren. Der Silberling steckt voller fein instrumentierter Songs (herrlich, solch großen Könnern wie u.a. Chuck Leavell, -z.B. The Allman Brothers Band, The Rolling Stones-, Waddy Wachtel, -die "alte" californische Gitarren-Legende, die u.a. Linda Ronstadt und Jackson Browne begleitete-, Mike Wrucke, Kenny Greenberg, Glenn Worf, Dan Dugmore, Jim Hoke, u.s.w. zuzuhören), die einerseits zwar vorwiegend im Midtempo- und Balladen-Bereich angesiedelt sind, andererseits aber knackig und kraftvoll daherkommen, und richtig Laune machen. Die Radiostationen werden dies diesmal wohl kaum ignorieren können. Das vorab veröffentlichte Titelstück "I’m About To Come Alive", im übrigen ein Coversong der amerikanischen Alternative Rock Band Train (mit klasse Gitarren , Steel und tollen Harmonies von Nathalie Hemby, dazu ein kräftiger Refrain), erreichte immerhin die Top 50 der Charts, mit der zweiten Single, dem von einem dezenten Heartland-Flair durchzogenen, sehr flockigen und melodischen "Red Light" (zur Zeit Platz 24, Tendenz steigend) scheint der Durchbruch nun möglich zu sein. Absolut herauszustellen ist allerdings mit "Mississippi" der großartige Auftakt dieses insgesamt sehr gelungenen Longplayers. Was ist das für eine Wonne, hier dem exzellenten Klavierspiel des Tastenvirtuosen Chuck Leavell zu lauschen (auch Co-Writer dieser voller Südstaatenatmosphäre durchströmten Ballade; die ein wenig an das alte "New Orleans Ladies" von Louisiana’s LeRoux zu erinnern scheint). Dazu das zündende E-Gitarrenspiel von Mike Wrucke und Waddy Wachtel (klasse Solo) und die bezaubernden Background Vocals ein Natalie Hemby betören. An Nails ehrfürchtig wirkendem Gesang spürt man förmlich, dass der realisiert hat, Teilhaber an einer ganz großen Nummer sein zu dürfen. Das ist erstklassige, nach dem Süden "riechende" New Country-Musik, deren zwischendrin eingestreute Streicher überhaupt nicht stören! Nails kompositorisches Talent kommt bei gleich vier Tracks zum Tragen ("Again" - peppig, dezentes, unterschwelliges U2-Feeling in der Gitarreninszenierung; "Clouds" - entspannt, aber kräftiger Refrain, fettes E-Gitarren-Solo; "This Time Around" - ein wenig poppig, rhythmisch, in "männlicher Shania Twain-Manier"; und "Missouri" - rootsig, mit schönem Dobro, atmosphärische Streicher, wieder tolle "Backs" von Hemby). Dazu hat auch der starke Songwriter Scooter Caruso einen erheblichen Anteil an der Gestaltung der Stücke. Mit Gary LeVox (Rascal Flatts-Sänger) bei "Summer Job Days" (im typischen RF-Stil mit ruhigem Strophengesang, emotionalem Refrain und immer kräftiger werdendem Songverlauf, surrendes E-Gitarren-Solo von Kenny Greenberg) und Kenny Chesney bei "Turning Home" (New Country-Ballade mit Southern-Teint, Steel, Mandoline, Piano, Twin Gitarren -erinnert vom Gesang her ein wenig an Garth Brooks), kann Nail zudem auf hochkarätige und sehr prominente Unterstützung beim Songwriting zählen. Sicher auch ein Beweis in das in ihn (zu Recht) gesetzte Vertrauen. Ein weiteres Highlight ist das von Scooter Caruso und Aimee Mayo kreierte "Strangers On a Train", wobei neben dem unnachahmlichen Harmonikaspiel von Jim Hoke auch Miranda Lambert's schön eingeflochtene Harmonies zentrale Akzente setzten. Und somit schließt sich wieder der Kreis zu Produzent Frank Liddell, der das ganze Werk mit einem glasklaren Sound veredelt hat. David Nail hat mit "I’m About To Come Alive" einen ersten Schritt in Richtung einer vielversprechenden Karriere gemacht (der Frauentyp dürfte auch bei der weiblichen Klientel bestens ankommen). Das Album könnte aufgrund des bereits erwähnten, erheblichen Hitpotentials zu einem der Überraschungen dieses Jahres in Nashville avancieren. Nail hat bewiesen, dass er durchaus das Zeug besitzt, sich problemlos in der Riege von Leuten wie Billy Currington, Josh Gracin, Brian McComas, Craig Morgan, Steve Azar & Co. einzureihen. Ein klasse Debüt! (Daniel Daus)

Die komplette Songliste:

1 Mississippi - 4:36   
2 I'm About to Come Alive - 4:28   
3 Red Light - 4:06   
4 Again - 4:21   
5 Clouds - 3:53   
6 Summer Job Days - 4:11   
7 Strangers on a Train - 4:08   
8 Looking for a Good Time - 5:12   
9 This Time Around - 3:25   
10 Turning Home - 4:59   
11 Missouri - 4:02

Art-Nr.: 6553
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 12,90

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Outlaws, The - dixie highway [2020]
Pure Freude für die Southern Rock Enthusiasten: Nach 8 langen Jahren ist es endlich da, das neue Studioalbum der legendären Outlaws, neben The Allman Brothers Band, Lynyrd Skynyrd, Molly Hatchet und The Marshall Tucker Band sicher eine der bedeutendsten Bands der goldenen Siebziger Jahre Southern Rock-Ära. Die "Florida guitar army" ist wieder da! Henry Paul, Monte Yoho & Co. präsentieren, was die Outlaws stets ausgezeichnet hat: Exzellente Songs, Henry Paul's unverwechselbarer, einzigartiger Lead-Gesang, klasse Harmonie-Gesänge, starke Melodien, und vor allen Dingen Gitarren, Gitarren und nochmal Gitarren - ohne Ende. "Dixie highway", eingespielt in der Besetzung
Henry Paul: vocals, guitars
Monte Yoho: drums
Steve Grisham: guitars, vocals
Dale Oliver: guitars, vocals
Randy Threet: bass, banjo, vocals
Dave Robbins: keyboards, vocals
Jaran Sorenson: drums, percussion
und als Gast auch noch: Billy Crain: guitar,
zeigt die Outlaws nicht nur musikalisch voll im Saft, ja in geradezu berauschender Form, es dreht sich auch textlich nahezu alles um den Southern Rock. So zum Beispiel in dem furiosen Eröffnungstrack "Southern Rock will never die", in dem die Outlaws ihre verstorbenen, musikalischen Brüder huldigen, darunter Lynyrd Skynyrd's Ronnie Van Zant und Steve Gaines, Marshall Tucker's Toy und Tommy Caldwell, Duane und Gregg Allman, The Charlie Daniels Band's "Taz" DiGregorio und Tommy "TC" Crain, sowie die unvergessenen Outlaws-Gründungsmitglieder Billy Jones, Frank O`Keefe und Hughie Thomasson. "Der Song spiegelt den Geist der Pioniere dieses Genres wider", sagt Henry Paul über die Nummer und ergänzt: "Die Energie, die uns damals alle motiviert hat, inspiriert uns auch heute noch". Ja, inspiriert und motiviert bis in die Haarspitzen scheint die Band tatsächlich zu sein, denn mit welcher Vitalität, mit welcher Dynamik und Power sie zu Werke geht, ist erstaunlich. Schon die ersten 4 Tracks (darunter eine bärenstarke Neueinspielung von "Heavenly Blues" aus dem "Hurry Sundown"-Album) rocken wie geölt über den "Dixie Highway". Sie kennen nur eine Richtung: nach vorn! Und die Gitarristen geben Vollgas, spielen sich bei fast jeder Nummer in einen regelrechten Rausch. Das geht einem regelrecht das Herz auf. Unzählige, saftige, ausgedehnte Soli, Twin-Leads, Dual-Leads, mitreißende Gitarren-Duelle und -schlachten, soweit das Ohr reicht. Henry Paul singt besser denn je und die melodischen Strukturen der Songs sind einfach herrlich. Es ist eigentlich völlig unnötig, irgendwelche Songs besonders herauszustellen, da sie allesamt den puren Guitar Southern Rock-Genuß bieten. Dennoch seien, stellvertretend für das gesamte Album, kurz noch die traumhafte Ballade "Endless ride" mit ihren epischen Gitarren und dem nach einem lässigen Tempowechsel losrockenden, 2-minütigen Gitarrenfinish, die erstklassige Coverversion der Charlie Daniels Band-Nummer "Lonesome boy from Dixie", der treibende, mächtig Dampf, Power und Wucht entfachende Ritt entlang der "Rattlesnake Road", das packende Gitarren-Instrumental "Showdown", das von Frank O'Keefe komponierte und ihm gewidmete "WIndy City's blue", für das Henry Paul ein altes Demo aus dem Jahre 1972 ausgegraben hat, und die abschließende, abermals viele musikalische Freunde erwähnende, wunderbare Ballade "Macon memories" erwähnt. Es passt einach alles! Was wir vor 8 Jahren über das Album "It's about pride" gesagt haben, gilt auch uneingeschränkt für "Dixie highway": "Keine Frage, Hughie Thomasson, Billy Jones und Frank O'Keefe werden wir für immer vermissen, doch diese heutige Besetzung der Outlaws ist eine ganz vorzügliche, auf die die einstigen, legendären Originalmitglieder der Band wirklich stolz sein können - und irgendwie werden sie's 'da oben' auch sein". 11 neue Songs der Outlaws - was für ein Southern Rock-Fest!

Das komplette Tracklisting:

1. Southern Rock Will Never Die - 5:18
2. Heavenly Blues - 4:49
3. Dixie Highway - 5:48
4. Over Night from Athens - 4:23
5. Endless Ride - 6:05
6. Dark Horse Run - 5:48
7. Rattlesnake Road - 4:08
8. Lonesome Boy from Dixie - 4:48
9. Showdown - 3:10
10. Windy City's Blue - 5:44
11. Macon Memories - 4:30

Art-Nr.: 10003
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Southern Rock will never die
Heavenly Blues
Dixie highway
Over night from Athens
Endless ride
Rattlesnake road
Showdown
Macon memories

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Robinson Brotherhood, Chris - barefoot in the head [2017]
Kaum eine andere Band bringt uns das musikalische Erbe der californischen Hippe-Kultur der frühen Siebziger und späten Sechziger näher, als The Chris Robinsn Brotherhood, diese geniale, aktuelle Formation des ehemaligen Frontmannes der The Black Crowes. Sie transportieren nicht nur den Spirit der legendären Grateful Dead in die heutige Zeit, sondern das Feeling einer ganzen Ära. Auch mit ihrem neuen, bärenstarken Werk "Barefoot in the head" festigen sie diese Ausrichtung. Gespickt mit unbeschwerter Spielfreude und immensem musikalischem Potenzial beschert uns die Truppe einen hinreissenden Trip durch die Gefilde des californischen Jam-/Roots-/Psychedelic-/Countryrocks einer scheinbar längst vergessenen Ära und trifft damit unmittelbar den Nerv der heutigen Retro-Kultur. Ja, vor allen Dingen das Countryrock-Feeling der damaligen Zeit wird auf dem Werk ausgiebig ausgelebt - und zwar auf wunderbare Art und Weise. Lockere, frische Gitarren, auch mal eine Pedal Steel, eine Mundharmonika oder ein Banjo, fließendes Klavier, hin und wieder schön psychedelische Momente und lässige "California-Grooves" stehen im Mittelpunkt des Geschehens. Die teils ausgiebig verwendeten, spacige Keyboards der letzten Werke treten mehr in den Hintergrund und reihen sich, wenn sie mal kommen, überaus harmonisch in der herrlichen "Flow" der Musik ein. Countryrock-orientierte The Grateful Dead, Jerry Garcia, New Riders Of The Purple Sage, die guten alten Byrds, die "Exile on Main Street"-Phase der Stones und gar Poco in ihren Anfängen kommen einem in den Sinn, sowie aktuell die Jamrock-Kollegen von String Cheese Incident. Es ist eine grandiose Mixtur, die dann eben doch wieder genau The Chris Robinson Brotherhood charakterisiert, auch wegen des immer wieder herausragenden gesanglichen Vortrages ihres Frontmannes. Großartig gleich der überaus rootsige Opener "Behold the seer", durch den sich ein ordentlich funkiger, dennoch sehr lockerer Groove zieht. Dazu kommt ein überaus melodischer Refrain, eingebunden in klare, transparente Gitarren und je ein unaufdringliches, kleines Keyboard- und Mundharmonika-Solo am Ende. Eine traumhaft lockere, flotte Countryrock-Linie mit toller Gitarren- und Banjo-Instrumentierung, gepaart mit etwa um 1972 angesiedelten Grateful Dead-ähnlichen Psychedelic-Tempowechseln, zieht sich durch das schön jammige, lässige, Hippie-mässige "She shares my blanket". Brillant! Apropos 1972: das fast schon ein wenig grassige, mit tollen Gitarren, Banjo und Harp inszenierte "High is not the top" könnte gar als ein verlorener Track von Neil Yopung's "Harvest"-Werk oder von Poco zu dieser Zeit durchgehen, weist aber auch Parallelen zu den Jam-Kollegen von Railroad Earth auf. Irgendwo zwischen The Band und Bob Dylan, mit Nuancen von den Rolling Stones und Grateful Dead, scheint das starke “Hark, the Herald Hermit speaks” angesiedelt zu sein, während Robinson und seine Kollegen mit dem traumhaft schönen "If you had a heart to break" noch ein kleines Retro Countryrock-/Americana-Meisterwerk gelingt, ausgestattet mit diesem unwiderstehlichen California-Flair, viel Frische, toller Gitarren- und Klavier-Begleitung, unterbrochen von einem sehr kurzen, raueren Break in der Mitte. Eine irre starke Nummer! Der finale, psychedelische Rootsrocker "Good to know" schließt dieses tolle Album schließlich in typisch jammiger CRB-Manier ab. Abschließend das Statement eines amerikanischen Rezensenten, der resümiert: "As both, The Black Crowes and The Grateful Dead, have now become part of rock’s past and not its present, the Chris Robinson Brotherhood is a welcome refuge for fans of both. But make no mistake, 'Barefoot In The Head' doesn’t ape either band, it takes the best of both and runs it through its own carefree filter. This is hippie music at its finest since the original hippies ruled". Passt! Sicher eines der stäksten Alben von The Chris Robinson Brotherhood überhaupt. Ein super Teil!

Das komplette Tracklisting:

1. Behold the Seer - 4:22
2. She Shares My Blanket - 4:24
3. Hark, The Herald Hermit Speaks - 4:47
4. Blonde Light of Morning - 4:03
5. Dog Eat Sun - 3:06
6. Blue Star Woman - 4:59
7. High Is Not the Top - 3:49
8. If You Had a Heart to Break - 5:51
9. Glow - 4:50
10. Good to Know - 4:53

Art-Nr.: 9477
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Behold the seer
She shares my blanket
Hark, the Herald Hermit speaks
Blonde light of morning
High is not the top
If you had a heart to break
Good to know

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Rosehill - crooked thoughts [2012]
Prächtiger Nachfolger des großartigen, mit einem schönen Red Dirt-Feeling agierenden Country-/New Country-/Countryrock-Duos aus Cypress, Texas! Nachdem die beiden texanischen Langzeitfreunde Mitch McBain und Blake Myers mit "White Lines And Stars" vor zwei Jahren für viel Furore gesorgt hatten, gibt es jetzt den heiß ersehnten Nachschlag. "Crooked Thoughts" heißt das neue Werk, das nahtlos an die hervorragende Qualität des Vorgängers anknüpft. So gibt es auch nur marginale Veränderungen. Wie schon zuvor, begab man sich auch jetzt unter die "Fittiche" von Jay Clementi (Producer) und Radney Foster (Executive Producer), die auch beim Songwriting den beiden wieder aktiv zur Seite standen. Lediglich im Co-Writer- und Musikerbereich gab es Personalwechsel, die aber dem Stil und Konzept des Duos treu blieben. Radney Foster gab dem Wunsch der beiden, musikalich etwas eigenverantwortlicher zu handeln, was sehr gut gelingt und die beeindruckende Weiterentwicklung der beiden demonstriert. Produtzent Jack Clementi dagegen ist bei fast jedem Track auch kompositorisch involviert (Foster nur bei zweien). Das neue Werk bietet aber weiterhin die höchst bewährte Mischung aus wunderbar melodischem, durchaus schön knackig und auf den Punkt gebrachtem (New-) Country / Countryrock, durchzogen einer schönen Brise trockenet Red Dirt und wunderber frischer, lockerer Westcoast-Anleihen. McBain und Myers wechseln sich wie gewohnt beim Leadgesang ab und liefern dazu hinreissend schöne Harmoniegesänge. Man bekommt wunderbar melodische und eingängige Tracks in Hülle und Fülle geboten, das ist Wolfühlmusik par excellence. Herrlich relaxt direkt der eröffnende dezent country-folkige Titeltrack "Crooked thoughts" mit toller Mandoline-, sowie schöner Akustik- und E-Gitarrenuntermalung - dazu diverse Steel-Zutaten. Es folgt die erste Single "When The Flame Goes Out" (ein Lied über gescheiterte Beziehungen), die bereits starke Radiopräsens und hohe Platzierungen in den Texas Music Charts aufweisen kann.. Ganz stark (auch vom Text) ist die Country-Ballade "The Bible And The Gun", eines der beiden von Radney Foster mitgeschriebenen Stücke. Hier spielt natürlich die von Foster geliebte Baritone-E-Gitarre eine tragende Rolle und versprüht sehr viel wohltuende Atmoshäre. Klasse auch die beiden, mit viel Eagles-Flair durchzogenen Stücke "All Wrong But Just Right" (flockiger Countryrocker - erinnert gar ein wenig an "New Kid In Town") und "Ready To Fall" (feine Mandoline, Orgel, Baritone-E-Gitarren-Solo - dezente "Tequilla Sunrise"-Note). Sehr schön auch das im Stile der Sons Of The Desert gebrachte "Shotgun Out Of Town" (klirrende Mandoline, prima E-Gitarren-Untermalung, Steel, Orgel, "tighte" Drums). Voller Retroklänge steckt der langsame, ideal fürs Tanzparkett (auch für Nicht-Tänzer) geeignete Schwofer "Believe Me". Eine Art Countryvariante des aus der Jugend so bekannten Klammerblueses". Einen Hauch von Louisiana versprüht das mit einem tollen Akkordeon untermalte "That’s How I’m Going Out" (dazu viel Steelguitar-"Leiern", starkes E-Gitarren-Solo). "Racing The Sun" bietet wieder viel atmosphärischen, knackigen (New)Country und Countryrock (klasse Gitarren, leicht bluesig), ebenso das finale "Go", bei dem Radney Foster wieder omnipräsent ist (vor allem im Refrain), obwohl er kompositorisch und instrumentell nicht involviert war. Hochemotionaler Stoff zum Ausklang. Blake Myers und Mitch McBain alias Rosehill bieten auch auf "Crooked Thoughts" durchgehend überaus hochwertige Kost und beweisen erneut ihr Talent sehr angenehm und auf musikalisch hohem Niveau zu unterhalten. Toller Stoff für Freunde von Bands mit mehrstimmingen Gesängen wie Sons Of The Desert, Warren Brothers, Carolina Rain, Doc Walker, Love And Theft, Little Big Town (ohne die Mädels), oder gar von den Eagles, Restless Heart, sowie texanischen Interpreten der Marke Radney Foster, Wade Bowen, Josh Abbott Band & ähnlichem. Ganz großes Kompliment an Rosehill! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Crooked Thoughts - 3:36
2. When the Flame Goes Out - 4:18
3. Did You Ever Turn Around - 3:31
4. The Bible and the Gun - 3:53
5. All Wrong But Just Right - 3:45
6. Shotgun Out of Town - 3:57
7. Playing for Pride - 3:14
8. Ready to Fall - 3:59
9. Believe Me - 3:16
10. That's How I'm Going Out - 3:49
11. Racing the Sun - 3:20
12. Go - 3:28

Art-Nr.: 7982
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Crooked thoughts
When the flame goes out
The bible and the gun
Shotgun out of town
Playing for pride
Racing the sun
Go

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Thompson, Josh - way out here [2010]
Erfrischendes, knackiges, genauso kraftvolles und "rockiges" wie traditionell verwurzeltes New Country Debüt von Josh Thompson! Die Zeiten, in denen sich junge, viel versprechende Künstler fast im Zwei Wochen-Takt anschickten, in Nashville auf der Bildfläche zu erscheinen, sind seltener geworden. Die oberen Regionen der Country-Charts liegen schon seit geraumer Zeit fest in den Händen der etablierten Künstler. Newcomer wie die hervorragenden Justin Moore, Chris Young, Luke Bryan oder solche Senkrechtstarter wie die famose Zac Brown Band sind mittlerweile doch rar gesät und verschwinden meist nach einem Album wieder in der Versenkung. Das liegt natürlich auch daran, dass gerade die Major-Labels ein immer genaueres Auge auf potentielle Kandidaten werfen und diese in Zeiten der Wirtschaftskrise erfolgsorientierter denn je bewerten, bevor sie sie unter Vertrag nehmen. Das lässt dem mittel- bis langfristigem Aufbau eines jungen Interpreten fast keinen Spielraum mehr. Einer, der das Zeug dazu hat, sich ohne "Wenn und Aber" in diesem "Haifischbecken" von Music City durchzubeißen, ist zweifellos der aus Cedarburg, Wisconsin stammende Josh Thompson, der, um es vorwegzunehmen, mit "Way Out Here" nun einen höchst beeindruckenden, zu keiner Sekunde schwächelnden, überaus starken Erstling vorlegt. Thompson ging 2005 nach Nashville, schlug sich dort mit Gelegenheitsjobs durch und begann parallel damit, intensiv Songs zu schreiben. Dank schnell geknüpfter Kontakte ergatterte er einen Vertrag als Songwriter für ein Label. Der richtige Durchbruch gelang ihm aber erst, als seine Komposition "Growing Up Is Getting Old" als Titelsong für Jason Michael Carroll's aktuelles Album ausgewählt wurde. Die eigens vorgenommene Präsentation neuer Stücke beim Sony BMG-Vorsitzendem Joe Galante (eigentlich waren diese Songs für andere Interpreten gedacht, doch der von Thompson's klasse Gesang tief beeindruckte Galante fragte ihn schließlich zu seiner eigenen Überraschung, ob er die Songs nicht lieber selbst umsetzten wolle) brachte ihm dann einen spontanen Label-Vertrag ein. Eine absolut richtige Entscheidung, wie es das kompakte, zehn Stücke umfassende, von Josh sehr lebensnah, aber auch sehr selbstbewusst vorgetragene, prächtige Werk (er wirkt dabei fast schon wie ein etablierter, "alter Hase") nachhaltig beweist. Schon beim baumstarken Opener "Beer On The Table" (gleichzeitig die erste Single), einem satten, dezent mit Southern-Flair bestückten angerockten Country Roadhouse-Stomper (wunderbare Banjo- und herrlich würzige E-Gitarren-Arbeit), besingt Thompson in geflügelten Worten den vom Arbeiten und Geldverdienen beherrschten ersten Teil der Woche, der dann endlich am Freitag Abend, wenn die Bierflaschen auf dem Tresen stehen, mit den Freunden in die ländliche, ausgelassene, "rowdy" Honky Tonk-Party mümdet. Kommt wie eine Mischung aus Trace Adkins, Montgomery Gentry und einem frühen, noch hungrigen Tim McGraw. Mit kernigem Outlaw-Country geht es nahtlos weiter. Der Titel "Blame It On Waylon" spricht hier für sich. Klasse E-Gitarren-/Steelguitar-Kombination! Doch nicht nur hier harmonieren satte, würzige E-Gitarren, inklusive teils ordentlich glühender Soli (Adam Shoenfeld), mit glasklaren Pedal Steel-Linien (Mike Johnson) prächtig miteinander (zuweilen unterstützt von klimperndem Honky Tonk-Piano) - das hören wir im Verlauf des Albums immer wieder. Beim exzellenten "Sinner" tritt Josh das erste Mal ein wenig auf die Bremse. Ist ein schöner, fast balladesker Song mit emotionalem Touch und vorgetragen mit sehr echt wirkendem Pathos, wie man es auch beispielsweise von Billy Ray Cyrus kennt. Richtig stark kommt furiose "Won’t Be Lonely Long". Der Track beginnt zunächst sehr introvertiert und ruhig in einer sich selbst bemitleidenden "Crying in my beer"-Mentalität, schwenkt dann aber urplötzlich zum fetzigen, das Tanzbein schwingenden, honky-tonkigen Patryknaller um, der eine tierisch gute Laune verbreitet und wahrscheinlich jede Countryfete zum Kochen bringt. Das ganze erinnert ein wenig an den rotzigen Stil der Warren Brothers bei ihrem Song "Sell A Lot Of Beer". Bei "Always Be Me" könnten Leute wie Jack Ingram oder auch Montgomery Gentry Pate gestanden haben (Josh's Stimme weist dezente Ähnlichkeiten zu Troy Gentry auf). Die nächsten beiden Nummern entstanden in Kooperation mit David Lee Murphy, was auch deutlich hörbar ist. Zum einen das starke, knackige, dynamische, ein wenig mit John Mellencamp-Note versehene, aber natürlich Country-orientiertere "A Name In This Town", und zum anderen das wieder mit viel Pathos und in Storytelling-Manier vorgetragene Titelstück "Way Out Here" (abermals mit einer Southern-Note ala Montgomery Gentry). Überragend, was den kompletten Verlauf des Werkes betrifft, Gitarrist Adam Shoenfeld und Steel-Virtuose Mike Johnson, die mit ihren Einlagen (teilweise in tollen Duellen), neben Thompson's klaren und kräftigem Gesang die Hauptakzente setzten - das unterstreichen wir hiermit, wie bereit oben erwähnt, gerne noch einmal. Klasse auch die variablen Keybboards von Tony Harrell! Ein echter, fast schon stadiontauglicher Honky Tonk Party-Feger ist "You Ain’t Seen Country Yet" (tolle Textzeile: "If you ain’t made love to a Haggard cassette, well you ain’t seen country yet“). Die Crowd-Gesänge am Ende treiben dabei die Stimmung auf den Siedepunkt. Ist sicher ein absoluter Kracher in Thompson's Live-Programm. Mit "Back Around" (eine herrliche Powerballade Richtung Brian McComas/Billy Ray Cyrus) und dem schönen "I Won’t Go Crazy" (hier schimmert ein wenig Brad Paisley durch) klingt diese durchgehend auf hohem Niveau befindliche CD recht entspannt aus. Die Produktion von Michael Knox (u.a. Jason Aldean) ist knackig, voller Energie aber zu keinem Moment überzogen. Mit Josh Thompson hat Nashville wieder einen echten jungen Wilden am Start, einen sehr authentisch wirkenden Künstler, der ein Riesenpotential mit sich bringt (alle Songs selbst kreiert, teils mit diversen Co-Autoren). Ein super Leistung des jungen Mannes, ohne jede Schwäche! "Thompson doesn’t follow the old formula of front-loading an album with two or three hit singles and padding the rest with filler. On 'Way Out Here' he makes every cut count.” heißt es in einem der unzähligen, begeisterten Reviews. Und das können wir ohne jede Einschränkung unterstreichen. Dieser Josh Thompson hat es voll drauf! Ein prächtiger New Country-Einstieg! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1 Beer on the Table - 3:10   
2 Blame It on Waylon - 3:32   
3 Sinner - 3:56   
4 Won't Be Lonely Long - 3:43   
5 Always Been Me - 3:38   
6 A Name in This Town - 3:49   
7 Way Out Here - 4:06   
8 You Ain't Seen Country Yet - 3:18   
9 Back Around - 3:10   
10 I Won't Go Crazy - 3:22

Art-Nr.: 6816
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 12,90

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Beer on the table
Won't be lonely long
A name in this town
Way out here

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