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Brooks & Dunn - cowboy town [2007]
"Möge ihnen diese Klasse nie abhanden kommen", wünschten wir ihnen am Ende unseres Reviews zum großartigen "Hillbilly deluxe"-Album, das mittlerweile zum best verkauftesten Brooks & Dunn-Album der letzten 10 Jahre avancierte. Nun, zwei Jahre später, liegt der heiß erwartete Nachfolger "Cowboy town" in unserem CD-Spieler - und was sollen wir sagen?.. - Jawohl! Und wie sie ihre Klasse beibehalten... - einfach phantastisch! Das Werk ist erneut eine dermaßen starke Vorstellung der Beiden, dass man seinen Cowboyhut, in Verbindung mit einer respektvollen Verbeugung, schon mal in höchster Anerkennung ziehen darf. Erfrischend, lebendig, voller jederzeit rüberkommender Lust ihr temperamentvolles New Country-Feuer aus sich rauszulassen, präsentieren sie sich in herausragender Verfassung - und das nach den gigantischen Erfolgen der Vergangenheit. Man ruht sich nicht aus, sondern bricht auf zu neuen Höchstleistungen. "Cowboy town" ist sowohl sehr abwechslungsreich, als auch äußerst "rockig" ausgefallen. "Smoking guitars and pounding drums" bilden weitgehend den Rahmen der überaus satten Arrangements. Teilsweise spürt man ein feines Southern(rock)-Flair! Herrliche, fette E-Gitarren dominieren die mit viel "Schmackes" ausgestatteten Songs, garniert mit wohl dosierten Piano-/Orgel-Klängen, Fiddles und Steelguitars. Das ist zeitlos, das ist modern, das ist traditionell, das rockt, das hat Pep, das ist die pure "Wild West Outlaw-Power" - und bei alledem ist es immer "real Country"! Irre, wie selbstverständlich sie immer wieder "ihren Draht" zu außergewöhnlich starkem Songmaterial finden, sei es selbst komponiert, oder von anderen Songwritern zur Verfügung gestellt. Es passt einfach alles, schwache Songs sind komplette Fehlanzeige! Eine traumhafte, fett rollende Hammond Orgel bildet das Intro zu der mitreißenden Eröffnungsnummer "Cowboy town", dem Titelstück! 20 Sekunden später setzen "krachende" Drums, treibende Bassläufe, powernde E-Gitarrenriffs und satte, würzige, mächtig Staub aufwirbelnde Lead Gitarren ein, Ronnie Dunn's unwiderstehlichher Gesang kommt hinzu, eine tolle Melodie... - wie aus einem Guß schraubt sich dieser knackige, erdige, eine Menge Southern-Esprit versprühende (starke Slide) Countryrocker in unsere Gehörgänge! Man kann diesem einzigartigen Brooks & Dunn'schen "Wild West-Feeling" in keinster Weise widerstehen! Willkommen in "Cowboy town", wo ein simples und raues Leben, "bibles and beer", böse Jungs und leichte Mädchen, "trucks and saddles", herber Whsikey und dreckige Boots an der Tagesordnung sind, wo aber das Wort eine Mannes mehr zählt als alles andere! Ein "Killer"-Auftakt! Der nächste Hit (im wahrsten Sinne des Wortes, denn die Nummer ist in hastigen Schritten auf dem Weg an die Spitze der Charts) folgt auf dem Fuße: Ähnlich gestickt wie der Opener, also mit viel "Saft" und in einem tollen Gitarrengewand, "fegt" das prachtvolle "Proud of the house we built" aus dem Lautsprechern und leitet uns genauso kernig wie melodisch zu dem folgenden, mit viel Fiddle, Steelguitar ind erstklassigem E-Gitarren-Picking ausgestatteten, lupenreinen. kraftvollen Honky Tonk-/Outlaw-/Redneck-Country-Heuler "Johnny Cash junkie (Buck Owens freak)" über, der nicht nur den im Songtitel genannten Legenden zur Ehre gereicht, sondern ein wunderbares Bekenntnis der Einflüsse und Countryroots Brooks & Dunn's im Allgemeinen darstellt. Exzellenten Midtempo New Country, absolut traditionell verwurzelt, aber in das typische, knackige Gewand der Beiden "gehüllt", hören wir mit dem großartigen "Cowgirls don't cry"! Eine tolle Melodie, klasse E-Gitarren, eine zwirbelnde Fiddle, und schöne Steelguitar-Klänge ergänzen sich in perfekter Harmonie zu Ronnie's großartigem Gesang! Eines der vielen weiteren Stücke des Albums mit dem Potenzial der nächste Nr.1-Hit des Duos zu werden! Dann scheint es, als rockten die Rolling Stones den Wilden Westen (fette Riffs, starkes Honky Tonk-Piano, glühende Southern-fueled Slide), so in etwa jedenfalls "bläst" "Put a girl in it" aus den Boxen, ehe mit dem anschließenden "Ballad of Jerry Jeff Walker" das erste von 3 Stücken folgt, bei denen Kix Brooks den Lead Gesang übernommen hat - ein großartiger, knackiger, von prächtigen Gitarren und Steel bestimmter Outlaw-/Honky Tonk-/Texas-Countryrocker, bei dem der gute alte Jerry Jeff Walker, legendäres, Stil-prägendes Country-/Countryrock-Aushängeschild der 70iger-Jahre Austin/Texas-Szene, in paar gelungene Duett-Gesangsparts übernommern hat. Große Klasse! Wie auch der überschäumende, einen mächtige Drive produzierende, rockin' Country-Boogie "Tequila", der coole, moderne Line Dance-Rocker "Drop in the bucket" (erinnert gar ein wenig an Big & Rich), der lustige, satte, riffige, zwischen kräftigen "Achy breaky heart"-like Rhythmen und "ballerndem" Georgia Satellites" Party Southern Rock hin und her schwankende "Chance of a lifetime" bis hin zu dem sehr schön entspannten, aber dennoch kraftvoll gesungenen Schlußtrack "God must be busy", der übrigens einzigen echten Ballade des Albums. Ansonsten geben Brooks & Dunn ihren "Gäulen" mächtig die Sporen und nehmen uns mit auf eine herrliche Reise in "ihre" Stadt "Cowboy town", wo einzig und allein ein Motto zählt: "Let's rock the Country"! Ein baumstarkes Album!

Art-Nr.: 5206
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 7,90

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Gracin, Josh - we weren't crazy [2008]
Vier Jahre sind ins Land gezogen, seitdem Josh Gracin, einer der Finalisten der zweiten American Idol Staffel, sein überaus erfolgreiches, gleichnamiges Debüt veröffentlichte (CD mit Gold Status, drei Top-Five Singles, “Nothin’ To Lose" sogar Nr.1). Er war der erste, der damals Countrymusik in den Talentwettbewerb einfließen ließ und mit einer Rascal Flatts-Nummer deren Bassisten Jay DeMarcus so überzeugte, dass dieser dem Ex-Marine und dreifachen Vater einen Plattendeal beim etablierten Lyric Street Label (u.a. Rascal Flatts, SHeDaisy, Trent Tomlinson, Bucky Covington) einen Plattendeal verschaffte. Nun endlich ist mit "We Weren’t Crazy“ der Nachfolger unter Dach und Fach, der dem Erstling in Nichts nachsteht und aller Voraussicht nach dessen Erfolg noch einmal locker übertrumpfen könnte, da praktisch jeder der elf neuen Songs Hitpotential in sich birgt. Nach dem Motto "Gut Ding hat Weile" hat Lyric Street Records an nichts gespart und in Gracin's Talent enorm investiert. Bei den Stücken wurden wieder absolut prominente Songwriter involviert (den Löwenanteil trug erneut der Fließband-Hitschreiber Brett James bei, der sich diesmal auch neben Marty Williams in der Produktion verantwortlich zeigte), doch Gracin liefert darüber hinaus einen weiteren Beweis seiner persönlichen Weiterentwicklung ab, denn drei Songs hat er selbst komponiert, und zwar auf absolutem Top-Niveau ("We Weren’t Crazy" - momentane, autobiographische Single, zusammen mit Bobby Pinson kreiert, melodischer Midtemposong mit kräftigem Refrain; "Let Me Fall" - wunderbar entspanntes Lied mit Romantik-Faktor; "Unbelievable (Ann Marie)" - seiner Ehefrau gewidmeter Lovesong mit schönem Keith Urban-Flair). Auch bei den Musikern wurde diesmal richtig aufgefahren. So sind alle Instrumente teilweise bis zu dreimal besetzt und fast immer mit hochkarätigen Namen (Lonnie Wilson, Chris McHugh, Larry Beaird, Ilya Toshinsky, Steve Nathan, Mike Rojas, Tom Bukovac, Jerry McPherson, Troy Lancaster, J.T. Corenflos, Mike Brignardello, Dan Dugmore, Jonathan Yudkin, Russ Pahl, Paul Franklin und und und...), was sich dann letztendlich auch in der musikalischen Qualität deutlich spürbar bezahlt macht. Es macht einfach Spaß hier zuzuhören, obwohl die Musiker eigentlich fast immer nur dezent agieren. Bei den Keyboardern weiß das wunderschön harmonierende Zusammenspiel von Piano und Organ zu gefallen, die glänzenden Gitarristen verstehen es immer wieder mit kurzen, aber auf den Punkt gebrachten Soli zu brillieren, die untermalenden Akustikgitarren ähneln vom feinen Spiel her fast dem Klang einer Mandoline, für den Countrytouch sorgen die sorgfältig eingeflochtenen, aber nie dominierenden Steel- und Fiddle-Einlagen. Der Fokus ist aber diesmal insgesamt stärker auf die eher poppige Variante des New-Country gerichtet worden. Bei vielen Stücken erkennt man deutliche Parallelen zur Erfolgsrezeptur der bereits oben erwähnten Band Rascal Flatts. In den Strophen bewegt sich Gracin im eher zurückhaltendem, melodischem Midtempo, um dann in den Refrains mit enormer Power aus sich herauszugehen. Seine Gesangsperformance ist dabei "Eins A" und lässt nichts zu wünschen übrig. Ganz stark beispielsweise der flockige Opener "Found“, der im Refrain mit einem coolen Banjo unterlegt ist (Keith Urban lässt grüßen). "We Weren’t Crazy","I Don’t Want To Live" (tolle Melodie), "Telluride" (wurde bereits früher schon einmal von Tim McGraw interpretiert, Josh steht ihm hier in nichts nach) und "Livin’ It Up" (rockiges Flair) stehen dabei für den Gute Laune-Anteil, während "Invisibel", "Let Me Fall", "I Keep Coming Back" (Co-Writer Jeffrey Steele) und "Sweet September" eher den obligatorischen Power-Balladenbereich abdecken. Lediglich "Favorite State Of Mind", die bereits vor dem Album veröffentlichte erste Single huldigt dem beim Erstling noch etwas stärker vertretenden Traditions-Country-Feeling. Hier brilliert Josh mit einer unglaublich schnellen, sehr schwierigen Sprechgesangsvorstellung, wie sie einst höchstens von einem Garth Brooks in adäquater Form praktiziert wwurde. Eine furiose Country-Uptempo-Nummer mit flotten Mundharmonika-Einlagen des klasse Harp-Spielers Jim Hoke. Ein echter Feger für Gracin's Live-Auftritte. Josh Gracin ist mit seinem neuen Werk ein absolut hitverdächtiges, massenkompatibles, klar auf die Nashville-Charts schielendes, dabei aber überaus niveauvolles, höchst qualitativ und sehr gekonnt in Szene gesetztes New Country-Album gelungen, das seinen Weg in den Hitlisten gehen wird. Wir wären verrückt, das Gegenteil zu behaupten... (Daniel Daus)

Art-Nr.: 5609
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

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Pirates Of The Mississippi - heaven and a dixie night [2006]
Er wehte immer durch ihre wunderbare Country-/New Country-/Countryrock-Musik - doch heute spürt man ihn mehr denn je: den Hauch des Südens! Wow, welch ein Comeback! Jawohl, die Pirates Of The Mississippi sind wieder da, und zwar mit einem absoluten Pracht-Album! Es war etwa Mitte der Achtziger Jahre als sich in Nashville der in Montgomery/Alabama geborene Sänger, Songwriter und Gitarrist Bill McCorvey sowie der aus Californien stammende Gitarrist und Songwriter Rich Alves mit 3 weiteren Session-Musikern zusammenfanden um die Pirates Of The Mississippi ins Leben zu rufen. Man tourte regelmäßig durch die Clubs, baute sich mit seiner irgendwo zwischen den Kentucky Headhunters und Alabama angesiedelten Musik nach und nach eine große und treue Fan-Gefolgschaft auf und erlangte schließlich auch die Aufmerksamkeit der großen Major-Labels! 1990 erschien ihr vielbeachtetes Debutalbum, dessen Singles "Honky Tonk Blues", ein Hank Williams-Cover, und "Feed Jake" es immerhin bis auf Platz 30, bzw. Platz 15 der Billboard-Country-Singles-Charts schafften. Doch weitere größere kommerzielle Erfolge blieben aus, und das, obwohl das Nachfolgewerk "Walk the plank" aus dem Jahre 1991 insgesamt nochmal eine deutliche Steigerung mit sich brachte. Presse und Kritik waren sich über die Klasse der Band immer einig, doch nach 3 weiteren gefloppten Alben war man schließlich am Ende! Bis heute! Schön das es solche Überraschungen gibt, vor allen Dingen, wenn sie dermaßen positiv ausfallen. Nach über 10 Jahren melden sich Bill McCorvey und Rich Alves, ergänzt um den neuen Drummer Pasi Leppikangas, Bassmann Ross Sermons und Nashville Tasten-Zauberer Gordon Mote mit einem, auf einem kleinen Independent-Label veröffentlichten, neuen Album zurück, das man vielleicht sogar als das beste ihrer bisherigen Karriere überhaupt bezeichnen muß! Es hat sie einfach wieder "gejuckt", wie sie betonen. Und das kommt rüber! Frei von jeglichen Label-Zwängen und modischen Trends, völlig unbeschwert, mit spürbarer Freude am Werk, haben sie, wie es scheint, ihre Musik nochmal einer kompletten Frischzellenkur unterzogen. Sehr beeindruckend! Das ist zeitloser, überaus melodischer, genauso lockerer wie knackiger, auf bestem Songmaterial basierender, genußvoll zwischen lupenreinen Honky Tonk-Traditionen und einem jederzeit spürbaren Southern-Charme (wie gesagt, die Truppe genoß/genießt auch im Dunstkreis des Southern Rocks unter den dem Country nicht abgeneigten Klientel einen sehr guten Ruf) balancierender, herrlicher Country/New Country/Countryrock, wie ihn die Befürworter dieser Stilrichtung über alles lieben. Großartig dabei die gesanglichen Leistungen von McCorvey. Dazu das fantastische Zusammenspiel der beiden, je nach Thematik würzig, riffig rockend, oder weich eingesetzten, jede Menge Southern-Feeling versprühenden E-Gitarren von Alves und McCorvey (mal mit rauen Riffs der Sorte Skynyrd, mal mit weichen Ansätzen der Marke Betts) mit vielen kleinen Soli, immer wieder klug ergänzt durch klimperndes Honky Tonk-Piano oder viel Wärme erzeugende Hammond Orgel-Klänge, wie zuweilen auch durch einen schönen im Hintergrund agierenden Banjo-Drive - alles im immer knackigen Rhythmus und mit bestens hängenbleibenden Melodien! Es passt einfach alles zusammen! Confederate Railroad, Little Texas, Alabama, die Kentucky Headhunters, in Ansätzen die Nitty Gritty Dirt Band, Blackhawk, vielleicht auch Brooks & Dunn waren und sind sicher Künstler, die im weitesten Sinne im gleichen Fahrwasser agieren wie die "Pirates", dennoch ist ihr southern-würziger Country(rock)-Sound einzigartig und unverkennbar! Mit dem prächtigen "Drinkin' money", angetrieben von einem mit viel Drive und dezentem Funk-Groove ausgestatteten, schön nach vorn gehenden Rhythmus, legen sie gleich voller Elan los! Ein toller Southern-/Country-/Roadhouse-Rocker mit starker Melodie, großartigen E-Gitarren-Licks, toughen Southern Twin-Riffs, kantigem Klavier-Geklimper und einem schönen Banjo im Hintergrund. Enthält ein sattes, kurzes E-Gitarren-Solo! Da lassen sogar Montgomery Gentry grüßen! Erdige Slide-Klänge und wiederum ein cooles Banjo begleiten den flotten, kräftigen, beherzten Honky Tonk-Feger "Kickin' up dust", der, würde er in Nashville von Brooks & Dunn präsentiert, wahrscheinlich zu einem Nummer 1-Hit werden würde. Mit dem anschließenden Titelstück "Heaven and a dixie night" bescheren uns die "Pirates" dann eine wahrhaft traumhafte, melodische, herrlich locker dargebotene, dennoch durchaus knackige, lupenreine Southern-Country-Ballade, wie man sie nicht "an jeder Straßenecke" geboten bekommt. Entspannte, elektrische Slide-Gitarre paart sich mit einer zweiten Lead Gitarre, dazu großartige Piano- und Orgel-Klänge. sowie ein herrlich lockerer Groove und eine erstklassige Melodie. Die Musik hält, was der Songtitel verspricht! Die absolut richtige Untermalung für eine schön "klischeehafte", romantische "Dixie Night" im tiefen Süden der USA! Toll! Wie auch der furiose, astreine, ordentlich abgehende, satte Honky Tonk-/Countryrock-"Two Stepper" "Is that country or what", der in allerbester Brooks & Dunn-, Montgomery Gentry-, Billy Ray Cyrus-Manier aus den Lautsprecher fegt. Wenn hier nicht die Tanzflächen aller Country-Roadhouses und Honky Tonk-Schuppen entlang des Mississippi und rund um Nashville bis zum Bersten gefüllt sind - wo dann? Tolle E-Gitarren, klasse Piano, kraftvoller Rhythmus! Sehr stark auch der knackige, viel gute Partystimmung verbreitende, swampige New Country-Rocker "Fish bait" mit seinen klasse Slide- und Orgel-Passagen, die schöne, voller Southern-Esprit steckende Countryballade "When love is meant to be", der voller dreckiger Stones-like Riffs und Southern-Flair steckende, straighte Countryrocker "Rollin'" (exzellente Blues-Harp in der Mitte), die von lockeren, gar an die Marshall Tucker Band oder die Allmans erinnernden Gitarrenlinien durchzogene Ballade "Wouldn't change a thing", oder der mit großartigen Twin Gitarren-Phasen gespickte und leichtem Banjo-Drive untermalte, flockige, frische Countryrocker "Me"! Wirklich durch und durch ein klasse Album! Die "Pirates Of The Mississippi" haben endlich wieder die Flagge gehisst. Laßt Euch von diesen "Freibeutern der Countryrocks" entführen und mitnehmen auf eine herrliche Reise durch südliche County-Gefilde! Genießt, das Cover stellt es bildlich prima dar, den "Heaven" und die "Dixie Night"!

Art-Nr.: 4557
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 11,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Drinkin' money
Kickin' up dust
Heaven and a dixie night
Is that country or what
Rollin'
Me

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Urban, Keith - love, pain & the whole crazy thing [2006]
Bereits mit seiner letzten CD "Be Here" hatte sich Keith Urban endgültig in die Riege der Superstars von Nashville katapultiert und diesen Status wird er mit seinem neuen, klasse Werk "Love, pain & the whole crazy thing" weiter festigen. In letzter Zeit überschlugen sich die Ereignisse um Urban, vor allem, was seine "Medienpräsenz" angeht. Ganz aktuell die Meldung: Keith Urban gewinnt bei den 40. CMA-Awards die heiß begehrte Trophäe zum "Sänger des Jahres"! Davor erhielt er bereits verdientermaßen seinen Lohn und wurde zum "Entertainer Of The Year" gewählt. Es folgte der "breitgetretene" und übertriebene Rummel um seine Hochzeit mit Schauspielerin Nicole Kidman. Dann, kurz vor der Veröffentlichung des neuen Albums, die Meldung, dass sich Keith wegen Drogenproblemen in eine Klinik hat einliefern lassen. All dieser aufgebauschte "Regenbogenpresse-Zirkus" interessiert hier herzlich wenig, denn auf dem neuen Alben sprechen die musikalischen Fakten für sich, und die signalisieren beste Vitalität und Frische! Ihm ist abermals ein ausgezeichnetes Album gelungen, das, "so sicher wie das Amen in der Kirche", wieder großartig einschlagen wird. Produziert haben das Werk erneut Keith selbst und Dann Huff, bei zwei Tracks der Protagonist alleine. Diesmal legt man dabei den Fokus nicht nur auf den New Country-Markt, sondern startet, noch deutlicher als es sich bereits beim Vorgänger andeutete, zum Großangriff auf die Arrivierten des Rockpops zwischen Bryan Adams und Tom Petty. Der dabei auszuführende Spagat, die alte Klientel nicht zu vergraulen und neue Fans hinzu zu gewinnen, ist dabei geradezu vorzüglich gemeistert worden. Bester Beweis: Die erste, rockig poppige, aber durchaus von einem schönen New Country-Flair durchwehte, knackige, mit einem prachtvollen, fetten Gitarrensolo vom begnadeten Gitarristen Urban ausgestattete Single "Once In A Lifetime" (bereits auf dem Vormarsch Richtung Platz 1 der Billboard Country-Singles-Charts)! Auffällig ist, dass sehr viele der meist von Keith (zum Teil mit bekannten Leuten wie Monty Powell oder John Shanks) komponierten Stücke jenseits der Fünf Minuten-Marke liegen, was außerordentlich viel Spielraum für Urban’s Gitarrenausflüge, sowie für die Instrumentalleistungen der Nashville Star-Riege (u. a. Chris McHugh, Tom Bukovac, Dann Huff, Jimmy Lee Sloas, Eric Darken, Jonathan Yudkin, Dan Dugmore) bedeutet. Die Stimme von Keith wirkt frisch, jung und unverbraucht wie eh und je. Der Sound ist ungemein fett, knackig und dynamisch ausgefallen. Highlights in einer auf durchgehend hohem Niveau befindlichen CD sind Songs wie "Shine", ein poppig angehauchter Ohrwurm mit Piano, ganz dezenten Streichern, aber auch mit richtig filigranen, Southern-rockigen E-Gitarren-Passagen, die so wunderbar schmalzige Coverversion der allseits bekannten Ballade "I Can’t Stop Loving", "Faster Car", ein knackiges Stück im 70er-Party-Retro-Sound mit druckvollen Bass-Läufen und Bläsereinlagen, das flockig melodische "Stupid Boy" (satte Drums, tolles Akustik-/E-Gitarren-Spiel), das fantastische, sehr Country-belassene, den Opfern des Hurricanes "Katrina" gewidmete Stück "Raise The Barn", ein satter Gute-Laune-Kracher mit Southern-Rock-Tendenzen (gesanglich unterstützt von Brooks & Dunn's Ronnie Dunn), "Tu Compania", untermalt von einem schönen, hier benanntem "Ch-Ka-Ka"-Percussion-Rhythmus, mit klasse B(G)anjospiel, leichtem Bluegrass-Feeling, sowie recht sexy gehauchten Harmony-Vocals einer Vanessa Millon (Spanish Senorita), und die Urban "One-Man Show" bei "Got Right This Time". "Love, Pain & The Whole Crazy Thing" ist ein starkes Album geworden. Ein Werk, das geradezu perfekt auf Keith Urban's Charisma ausgerichtet zu sein scheint! Keine Frage, die Scheibe wird ein Riesen-Hit werden und die eh schon große Anhängerschaft des, daran kann auch keine Negativ-Schlagzeile etwas ändern, überaus sympathischen Performers (wer diesen immer gut gelaunt rüberkommenden Strahlemann einmal live erlebt hat, wird das bestätigen) weiter wachsen lassen. (Daniel Daus)

Art-Nr.: 4537
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 7,90

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