Artikel 1 bis 15 von 37 gefundenen...

[1-15] [16-30] [31-45]

 
Baird, Rob - i swear it's the truth [2012]
Hervorragend! Red Dirt-/Americana-/Countryrock-Herz, was willst Du mehr! Genial, was uns dieser junge Singer/Songwriter da abliefert. Der ursprünglich aus Memphis, Tennesse kommende, mittlerweile in Nashville lebende Rob Baird hatte mit seiner Debüt-CD "Blue Eyed Angels" mit gerade mal 23 Jahren schon ein echtes Glanzstück abgeliefert. Wir hatten ihn damals bereits als absoluten Geheimtipp proklamiert. Jetzt, knappe zwei Jahre später, präsentiert er mit "I Swear The Truth" den sehnlichst erwarteten Nachfolger und auch der ist wahrlich eine Wucht! Man darf sogar aufgrund kleiner Änderungen und des noch bestechenderen Songmaterials nochmal von einer Steigerung sprechen. Baird ist nach wie vor bei Frank Lidells "Carnival Recording Company" unter Vertrag, produziert und mitmusiziert hat wieder der Singer, Songwriter und Multiinstrumentalist Scott Davis (assistiert diesmal von Kevin Szymanski), für die Aufnahmen wurden allerdings diesmal die legendären "Cedar Creek Studios" in Texas gebucht. Auffällig ist sofort, dass Baird, der auf seinem Erstling noch fast alle Tracks alleine komponiert hat, diesmal mit einigen renommierten Co-Autoren wie Rick Brantley, Ryan Beaver, Andrew Combs oder dem uns bestens bekannten Drew Kennedy gearbeitet hat und gegen Ende auch auf drei Fremdkompositionen zurückgreift, die aber tadellos zu seinem Musikkonzept passen. Desweiteren wurde der Kreis der involvierten Instrumentalisten und Mitsänger/innen, der beim Debüt noch relativ klein gehalten war, deutlich erweitert, zum Teil mit einigen interessanten Gästen. Schon der famose Opener "Dreams And Gasoline" präsentiert uns wieder diesen unwiederstehlichen Mix aus Americana-, Country- und dezenten Red Dirt-Zutaten, immer von einer gewissen Introvertiertheit und unterschwelligen Schwermütigkeit getragen, der aber durch seine unglaublich schönen Melodien und die exzellente instrumentelle Umsetzung über die gesamte Spielzeit zu fesseln weiß (es ist absolut kein Schwachpunkt zu finden). Zu dieser traumhaften Melodik gesellt sich ein schön trockener, aber wunderbar transparenter, klarer, fein akzentuierter, überaus harmonischer Sound. Es ist die pure Wonne. Bairds angenehmer Gesang und einige seiner Songs (u. a. "Same Damn Thing") erinnern oft an Mike Eli von der Eli Young Band, bleiben aber viel ursprünglicher (wem die Eli Young Band heute zu kommerziell geworden ist, ist hier in jedem Fall an der richtigen Adresse). Grandios immer wieder die Zusammenarbeit von klaren Akustikgitarren (meist als Untermalung) mit den verschiedenen typischen Saiteninstrumenten wie E-Gitarre, Slidegitarre, Banjo (meist durch Davis zelebriert), Pedal Steel (klasse hier wieder Ricky Ray Jackson, der auch schon auf dem Debüt mitwirkte), oder auch das Dobro (herrlich gespielt von Ben Kitterman auf "Please, Please", einer wunderschönen Ballade). Auch die sehr apart eingeflochtenen Harmoniegesänge mit einer illustren Gesellschaft wie Ed Jurdi und Gordy Quist von der The Band Of Heathens bei "Same Damn Thing" und "40 Days And 40 Nights", Kelley Mickwee von den Trishas bei "Please, Please" oder Sarah Sharp bei der fantastischen Fassung des Julie Miller-Stückes "Can’t Get Over You", sind hervorragend gewählt. Klasse passend zum Gesamtsound immer wieder die sparsam gehaltenen Orgelfills. Bei "Same Damn Thing" wurde auch Robs Live-Band mit eingebunden (starke Vorstellung hier von Austin Woodrow Morgan an der Electric und Slide Gitarre). "More Than Willing" mit Guitar Guest Appearence von Keith Gattis, der dem Song ein wenig Southern Rock-Touch verleiht, "Don’t Cry For Me", der vielleicht radiofreundlichste und stimmungsvollste Song des Albums (trotz nicht gerade freudiger Botschaft im Songtext) und das von Rick Brantley, Tia Sillers und Mark Selby kreierte "40 Days And 40 Nights" (mit ein wenig Selby-typischem Blues-Flair) sind letztendlich die prägnantesten Stücke dieses Werkes, vor allem wenn Scott Davis den Bottleneck über die Saiten fegen lässt und gänsehauterzeugende Slides heraufbeschwört. Genial auch seine psychedelisch anmutende E-Gitarren-Einlassung im Hintergrund beim sonst sehr eingängig gehaltenen "Can’t Stop Running". Die ziemlich introvertierten Stücke wie "Redemption" und das abschließende "Can’t Get Over You" wirken wie für Baird geschaffen und zeigen seine großartige (hier fast bardenhafte) Sangeskunst. Angesichts der phänomenalen und reifen Leistung auf diesem Album (dazu noch für einen gerade mal 25-jährigen!), dürfte Rob mehr denn je ganz oben auf der Liste von Nashvilles Talent-Spähern stehen (zumal dort, wie oben bereits erwähnt, auch noch wohnhaft). Seine Art zu musizieren, dürfte aber (im Gegensatz zur Eli Young Band) sehr schwierig zu kommerzialisieren sein, man würde ihm nahezu seiner Seele berauben und das wird ihm sicherlich bewusst sein. Zudem darf dieses einzigartige, texanische Red Dirt-Flair nie verloren gehen. Was ist das für ein wundervolles Album! Die CD ist erneut in einem Digipak mit eingelegten Steckbooklet aufgemacht, das alle Songtexte beinhaltet. Die spannende Frage wird jetzt schon sein, ob Rob Baird seinem brillanten "I Swear It’s The Truth" beim oft so schwierigen dritten Album noch einmal eins oben drauf setzen kann. Wir schwören und wetten schon fest drauf, dass dies der Fall sein wird. Doch jetzt gilt es erst einmal dieses Werk zu geniessen. Dieser junge Bursche ist einfach grandios! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Dreams and Gasoline 4:41
2. Along the Way 3:25
3. Same Damn Thing 4:35
4. Black and Blue 3:55
5. More Than Willing 3:14
6. Redemption 4:28
7. Don't Cry for Me 3:19
8. Can't Stop Running 4:03
9. Please, Please 4:15
10. 40 Days and 40 Nights 4:34
11. I Can't Get Over You 5:12

Art-Nr.: 7844
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Dreams and gasoline
Along the way
Same damn thing
Black and blue
More than willing
Can't stop running
40 days and 40 nights

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Bang, Frank & The Secret Stash - double dare [2013]
"What a blast"! Neues "Killer"-Album des famosen Gitarristen und Slidemasters Frank "Bang" Blinkal, einst langjähriges Mitglied der Touring-Band von Blues-Legende Buddy Guy, und seiner großartigen Truppe The Secret Stash. "Double dare" heisst das gute Stück - und es ist "one hell of a ride" durch die weiten Landschaften des Blues- und Southern Rocks. Frank Bang stammt aus Chicago, wuchs aber in Texas, genauer gesagt, in Austin auf, in einer Gegend, nicht weit weg von den vielen Bars, in denen der Sound des "West Side Blues" berühmt wurde. Als er mit 16 seine Gitarre packte und begann öffentlich aufzutreten, waren seine Favoriten solche Bands wie AC/DC und ZZ Top. Es dauerte einige Zeit, bis er auch mit dem Blues in Berührung kam, zunächst mit der Musik solcher Gitarristen wie Albert Collins, Johnny Copeland und Robert Cray. Doch die Rockmusik sollte immer eine Hauptrolle in seiner musikalischen Entwicklung spielen. Eines Tages begegnete Frank im californischen San Diego dem unvergessenen Stevie Ray Vaughan, der ihm, als er herausfand, das Frank in Chicago geboren ist, empfahl, mit solchen Chicago-Bluesgrößen wie Junior Wells und Buddy Guy in Kontakt zu kommen. Das nahm sich Frank tatsächlich zu Herzen, kehrte nach Chicago zurück und ergatterte dort irgendwann einen Job als Türsteher in Buddy Guy's berühmten "Legends Showroom". Später stieg er zum Crewmitglied von Guy auf und begleitete ihn viele Jahre bei dessen Gigs. Immer wieder hatter Bang fortan Gelegenheiten, mit diversen Musikern zu jammen. Das brachte ihm über die Jahre eine Menge Aufmerksamkeit ein. Gerade als er einen Vertrag von Capricorn Records zur Aufnahme eines Bluesrock-Albums angeboten bekan, offerierte Buddy Guy ihm den Job als Gitarrist in seiner Backing Band, den er selbstverständlich annahm. Nun stand er auf einmal selbst im Rampenlicht. Heute ist Bang mit seiner eigenen Band The Secret Stash unterwegs und begeistert die Gitarren- und Bluesrock-Welt mit bärenstarken Resultaten. Wie vielseitig Frank Bang ist, wie geschickt er all seine langjährigen Einflüsse in seiner Musik unterbringt, ist einfach beeindruckend. Wie gesagt, die Rockmusik spielt eine zentrale Rolle, dabei vor allem auch der Southern Rock, zudem rootsige Bezüge, die wohl vor allem seinem langen Aufenthalt in Texas geschuldet sind. "Double Dare" ist somit ein Album geworden, das sowohl die Southern Rocker, als auch die Bluesrocker begeistern wird. Bang findet eine hinreissende, grenzüberschreitende Mischung aus Elementen des Südens und des Blues, rockt auf der einen Seite "volles Rohr", besticht zudem mit ein paar grandiosen, elektrischen Bluesrock-/Southern Rock-Balladen, aber auch mit 2-3 akustischen Nummern. Eine Vielfalt, die er brillant unter einen Hut bringt. Frank Bang ist ein großartiger Songwriter, ein klasse Sänger und natürlich ein Gitarrist der absoluten Extraklasse. Ein Lead Gitarren-Hexer, ein Slide- und Lap Steel-Spieler, der die Saiten zum Glühen bringt und ein exzellenter Acoustic-Picker. Ein Vollblut-Musiker, der sich alles mit viel Idealismus und Herzblut hart erarbeitet hat. Los geht's auf "Double dare" mit dem Titelstück - und unmittelbar heisst es "anschnallen". Wow, geht hier die Post ab. Das ist ein baumstarker, von massiven, mächtigen Slide-Läufen durchzogener Volldampf Bluesrock-Boogie, der von Anfang an gewaltig auf's Gaspedal drückt. Im Mittelteil geht das Tempo für ein immer noch sehr kraftvolles, wunderbar swampiges, leicht psychedelisches Intermezzo kurzzeitig etwas zurück, ehe die Band wieder in die Vollen geht. Was für ein Drive! Und immer "rührt" der Meister mit dem "Bottleneck" über die Saiten, als wäre der Teufel hinter ihm her. Wunderbar! Das folgende "Burnin' up in the wind", ein leicht funky und "Chicago-style" angehauchter, kochender Bluesrocker, macht auf ähnlichem Niveau weiter. Wieder regiert eine mörderische Slide, diesmal allerdings in Zusammenarbeit mit einer herrlich dreckigen, klassischen Bluesharp. Man ergänzt sich hervorragend. Dazu ist die Nummer von einer klasse Melodie durchzogen und Frank überzeugt mit sehr starkem Gesang. Nach zwei weiteren Krachern ("Lose control" und "God fearin' man") wird es erstmals etwas ruhiger. "Wonder woman" ist eine ganz großartige, rootsige, recht Southern-lastige Blues-Ballade, die zunächst mit akustischer Dobro-Begleitung beginnt, dann aber in eine von saftigen E-Gitarren- und Slide-Licks bestimmte, erstklassige Full Band-Nummer mündet. Tolles Slide-Solo von Bang, wieder unterstützt von einer bluesigen Harp. Mit "This is waht it's all about" folgt ein exzellenter, von viel Americana-Einflüssen geprägter, akustischer "Front Porch Blues", wohl eine deutliche Hommage an Bang's Zeiten in Texas, ehe sich die Band im zweiten Abschnitt des Albums deutlich mehr in Richtung Southern Rock orientiert. Und das macht sie hammermässig stark. "All's well" beispielsweise ist ein herrlich satter, sehr melodischer, von fetten Gitarren und einer ebenso fetten Orgel bestimmter, jede Menge Southern-Feeling verbreitender Uptempo-Rocker, zu dessen Krönung der Protagonist im Break ein flammendes, mit gezielt eingesetzten Wah Wah-Effekten garniertes, großartiges Gitarrensolo beisteuert. Oder die traumhaft melodische, herrliche Southern Rock-Ballade "All I need", in der deutliche Spuren von The Allman brothers Band bis hin zur The Marshall Tucker Band nachzuvollziehen sind. Das grandiose Gitarrensolo Bang's im Break hat so viel Seele wie eines von Toy Caldwell oder auch von Gov't Mule's Warren Haynes. Der "smell of the south" ist allgegenwärtig. Schön auch die harmonisch integrierte Orgel-Untermalung. Richtung Southern-orientiertem Countryrock geht es schließlich noch bei dem von quiligem, feurigem Gitarrenspiel bestimmten, packenden Outlaw-Rocker "18 wheels of hell", der auch zu einem auf Southern Rock abfahrenden Hank III passen könnte. Welch ein Spektrum bildet diese exzellente Truppe ab. "Hard-edged Guitar Blues- and Southern Rock" vom Allerfeinsten - das ist es, was "Double dare" bietet. This is an album that will kickstart your heart", heisst es in einem U.S.-Review! Das unterschreiben wir ohne jeden Einwand. Frank Bang & The Secret Stash machen einen "Hammer"-Job!

Das komplette Tracklisting:

1. Double Dare - 5:21
2. Burnin' Up in the Wind - 4:45
3. Lose Control - 4:21
4. God Fearin' Man - 3:52
5. Wonder Woman - 5:03
6. This Is What It's All About - 5:12
7. All's Well - 4:52
8. My Own Country Way - 2:54
9. 18 Wheels of Hell - 4:21
10. All I Need - 4:51
11. Mattie's Girl - 4:48

Art-Nr.: 8274
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Double dare
Burnin' up in the wind
God fearin' man
Wonder woman
That is what it's all about
All's well
18 wheels of hell
All I need

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Bennett Band, Kyle - grey sunrise [2009]
Das grandiose Debutalbum der in Fort Worth/Texas ansässigen Kyle Bennett Band avancierte im Jahre 2005 zu einem regelrechten "Juwel" in der "Red Dirt"-Countryrock-Szene, ebenso wie zu einem kultigen Geheimtipp unter den "Countryrock-tauglichen" Southern Rock-Fans! Ganze vier Jahre mussten wir warten, bis der Nachfolger kommt, doch nun liegt ihr Zweitwerk "Grey sunrise" vor - und das Genre hat allen Grund zum Feiern. Sie haben sich nochmal selbst übertroffen und die Messlatte ihres Erstlings noch höher gelegt. Was für ein herrliches Album! Countryrock (bringen wir es mal auf einen Nenner und bezeichnen es als Countryrock, doch das Spektrum ist sehr sehr vielseitig und Genre-übergreifend - dazu später mehr) soll tot sein? Niemals! Solange solche Bands wie die Kyle Bennett Band am Start sind, wirkt diese musikalische Spezies auch heute noch lebendiger und frischer denn je. Mit fantastischem Songmaterial und exquistiter musikalischer Leistung prescht die Kyle Bennett Band in der "Red Dirt"-Szene nach vorn und ist drauf und dran solch etablierten Größen wie Cross Canadian Ragweed, Stoney LaRue, Reckless Kelly, der Eli Young Band, Wade Bowen & Co. den Rang abzulaufen. Diese Musik symbolisiert Freiheit, Zwanglosigkeit, Frische, ist der pure amerikanische Countryrock-Traum! Gehen wir nochmal näher auf die Bezeichnug Countryrock ein: Das ist unterm Strich schon korrekt, doch detailliert betrachtet trifft die Kyle Bennett Band nahezu perfekt die Schnittmenge rauer Texas "Red Dirt"-Helden wie die bereits erwähnten Cross Candian Ragweed und Reckless Kelly, Nashville-kompatiblem New Country zwischen solchen, durchaus traditionell fundamentierten Größrn wie Brad Paisley und Travis Tritt, würzigem Outlaw-Country ala Waylon Jennings, klassischem Siebziger-fundamentiertem Countryrock der Sorte Eagles/Poco, wie auch, und das wird immer wieder deutlich, den kernigen, lupenreinen Southern Rock-Anlagen solcher Bands wie den Outlaws, der Henry Paul Band und Lynyrd Skynyrd. Wie selbstverständlich vereint die Truppe all das in ihrem wundervollen, von einem ganz großartigen, saftigen, satten und transparenten Gitarrensound geprägten (die Truppe agiert mit zwei exzellenten E-Giatrristen, dazu spielt Bennet noch Acoustic Gitarre), unwiderstehlichen, eigenen Songmaterial und ist damit nicht nur auf jedem dieser Terrains zu Hause, sondern vereint auch deren Anhänger zu einer begeisternden, gemeinsamen Fangemeinde! Die Kyle Bennet Band spielt, auch bei den lockeren, wie Öl runtergehenden Songs und bei den Balladen, immer knackig,"saftig" und voller Energie. Dazu gehen die Songs einfach wunderbar ins Ohr! Es geht gleich mit einer absoluten "Killernummer" los: "Time to switch to whiskey" ist ein fuminant abgehender, zwischen Southern Rock- und Outlaw-Strömungen angesiedelter, wundervoller Countryrock-Heuler voller Roadhouse-/Honky Tonk-/Boogie-Flair. Welch eine Dynamik! Angetrieben von einem knackig nach vorn gehenden Drumming, dominieren satte E-Gitarren das Geschehen, unterstützt von einer quiligen Steelguitar im Hintergrund. Der großartige Lead Gitarrist John Seidler brilliert mit kernigen, flinken Läufen, die viel Southern-Esprit versprühen. Und Bennett singt fantastisch! Ein prächtiger Auftakt, doch die Scheibe lässt während ihrer 13 Songs (gut 50 Minuten) zu keiner Phase nach. Nach dem melodischen, knackigen Roots-/Americana-/Red Dirt-Countryrocker "Should've listened" (in der Art der letzten Sachen der Eli Young Band) und dem von starker Lead Gitarren-Arbeit (tolles Solo) und feinen Mandolinen-/Steelguitar-Fills geprägten Texas Outlaw-Countryrocker "The road", folgt ein knallharter, kochender, von rauen, fetten E Gitarren-Riffs dominierter, astreiner, klassischer Southern Rocker in bester Lynyrd Skynyrd-Tradition. Doch "Blackbird" ist von einer Güte, die Skynyrd schon länger nicht mehr hinbekommen haben. Auch 38 Special, die Outlaws, mit Abstrichen Molly Hatchet und die in der Southern-Szene aktuell so angesagten Rebel Pride dienen als Vergleichsgröße. Saustark! Im Anschluß daran erleben wir dann das herrlich lockere, flockige, wie Öl runtergehende, dennoch knackige, erfrischende Countryrock-Stück "Grey sunrise" (hat sowohl Eagles-, Restless Heart- als auch Outlaws-Flair), bei dem jedem Genre-Liebhaber das Herz aufblühen wird. Tolle Gitarre, lockere, lässige Dynamik, schöne Steel- und Mandolinen-Ergänzungen, eine traumhafte Melodie - einfach wundervoll! Dach auf, und mit dem Cabrio entlang der endlosen Highways Amerikas cruisen - das passt! Das nachfolgende "Crescendo" ist eine hinreißend melodische New Country-, Countryrock-pop-Ballade, umgeben von ungemein transparenten, klaren Gitarren. Da kann man schon mal Gänsehaut bekommen. Klasse hier die Kombination aus E-Gitarren, Acoustic Gitarre, Steelguitar und unaufdringlicher Orgel. Matchbox 20 zu deren Anfangszeiten (wenn sie eine "Red Dirt"-Band gewesen wären), aber auch Sister Hazel. BlackHawk und die Eli Young Band kommen einem hier in den Sinn. Und mit dem herrlichen "When the lights go down" steht schon der nächste Traum-Countryrocker in den Starlöchern. Präzise, knackig, frisch, mit tollen, saftigen Gitarren und ungemein melodischen Strukturen ziehen die Jungs ihre Kreise. Blühender Countryrock von zeitloser Güte! Nach dem rootsigen "Devils on my trail" (satter Countryrock mit Outlaw- und Southern-Feeling zwischen Poco, Cross Canadian Ragweed, Waylon Jennings und der Eli Young Band), feuert die Truppe mit dem grandiosen "Empty barrels" nochmal einen krachenden Southern Rocker aus allen ihr zur Verfügung stehenden Rohren ab. Dreckige, raue, harte Riffs, donnernde Drums, eine morz Power - und trotzdem eine klasse Melodie. Das Quintett spielt auf, als wollten sie Cross Canadian Ragweed mit geballter Kraft an die Wand drücken. Produziert und mit einem tollen Sound versehen hat das Werk, wie schon das Debut, wieder Erik Herbst! Der Kyle Bennett Band ist mit "Grey sunrise" ein absolutes "Sahneteil" des Gitarren orientierten Countryrocks gelungen - ohne jeden Fehl und Tadel! Schon nach gut einem Drittel des Jahres 2009 ein Album, das in den Jahresend-Abrechnungen der Sektionen "Countryrock-Album des Jahres" und "Red Dirt-Album des Jahres" zweifelsfrei ein gewichtiges Wörtchen mitreden wird! Meisterlich!

Das komplette Tracklisting:

1 Time to Switch to Whiskey - 3:33   
2 Should've Listened - 3:37   
3 The Road - 3:28   
4 Blackbird - 3:36   
5 Grey Sunrise - 3:58   
6 Crescendo - 3:43   
7 When the Lights Go Down - 4:04   
8 Devil's on My Trail - 3:45   
9 Empty Barrels - 4:33   
10 One Light Town - 4:08   
11 Jimmy & Josie - 3:20   
12 Still in Love with You - 4:05   
13 Everything to Lose - 4:33

Art-Nr.: 6351
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Time to switch to whiskey
Blackbird
Grey sunrise
Crescendo
When the lights go down
Empty barrels

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Blackberry Smoke - the whippoorwill [2012]
Mannomann! Was hat diese Band für eine Entwicklung genommen! Die neue Scheibe von Blackberry Smoke, nach einer wohl nur eingefleischten Ornithologen bekannten Vogelart, der Schwarzkehl-Nachtschwalbe, benannt, ist einfach nur der Hammer. Der Fünfer um Frontmann Charlie Starr, der hier wieder grandiose Gesangs-, Gitarren- und Songwriterkunst abliefert, hat sich auf diesem Werk selbst übertroffen und sogar den saustarken Vorgänger "Little Piece Od Dixie" fast zur Bedeutungslosigkeit degradiert! Auf ihrer tollen Live-DVD, die schon vier Songs des neuen Werkes ("Everybody Knows She’s Mine", "The Whippoorwill", "Ain’t Much Left Of Me" und "Sleeping Dogs") als Heißmacher beinhaltete, hatte sich bereits angedeutet, dass diese Band aus Georgia ohne Wenn und Aber die Champions-League des Southern Rocks entern würde. Und dies ist mit dem dreizehn Stücke umfassenden neuen Silberling eindrucksvoll gelungen, eine regelrechte Sternstunde des Southern Rocks im Allgemeinen und für die Anbeter solcher Legenden wie Lynyrd Skynyrd, The Outlaws und The Kentucky Headhunters im Besonderen! Die Georgianer fühlen sich beim Label von Country-Superstar Zac Brown (Zac Brown Band), Southern Ground Records, der an den Burschen zu Recht einen Narren gefressen zu haben scheint, sichtlich pudelwohl und pushen sich immer wieder zu neuen Höchstleistungen. Besagter Zac Brown und sein Gitarrist Clay Cook sind auch wieder bei Produktion, Songwriting und auch instrumentell mit eingebunden. Wie ebenfalls auf dem Live-Dokument ersichtlich und prägnant hörbar, hat ihr neuer Silberling mit der Hinzunahme von Keyboarder Brandon Still auch im Studio das "noch etwas gewisse Mehr" hinzugewonnen. Der Bursche spielt sich hier zwischen Allman'schen Hammond-Klängen und Pilly Powell "Gedächtnis Piano-Geklimper" regelrecht in Rage und mutiert hinter Fronter Charlie Starr zum zweiten Star des Albums, getragen natürlich vom manschaftsdienlichen Restkollektiv, bestehend aus den Turner-Brüdern Rich (Bass) und Brit (Drums), sowie dem Zweitgitarristen Paul Jackson (schönes Lead-Solo auf "Everbody Knows She’s Mine" und mit einigen southern-typischen Twin-Ergänzungen zu Starr, ansonsten mit toller Rhythmus-Arbeit). Einfach herrlich diese Scheibe und man weiß eigentlich gar nicht, wo man mit den Lobeshymnen beginnen und wann aufhören soll. Wenn Charlie Starr schon beim fulminanten Opener "Six Ways To Sunday" mit an Georgia Satellites reminiszierenden E-Salven "losrumpelt", Brandon Still auf seinem Klavier in bester Honkytonk-Manier dazwischen "hämmert", und das Ganze in einen furiosen Southern-Boogie mündet (auch Skynyrd's "Things Goin’ On" schimmert dezent mit durch), geht jedem Liebhaber dieser Art von Musik sofort das Herz auf. Was für ein Auftakt! "Pretty Little Lie" bietet dann richtig feinen, natürlich auch southern-infizierten, Roots-/Countryrock, bei dem Will Hoge in Bestform Pate gestanden haben könnte. Was für eine tolle Melodie - einfach wunderbar! Ist der Starr jetzt ganz "verrückt" geworden? Auf "One Horse Town" näselt er im Refrain zuweilen gar in bester Henry Paul-Manier und haucht dem erneut grandiosen Song damit sogar ein gehöriges The Outlaws-Flair ein. Zudem spielt der Bursche hier auch noch herrliche Pedal Steel-Fills. "Ain’t Much Left To Say" (wieder mit etwas Georgia Satellites-Feeling) und das megaentspannte Titelstück "The whippoorwill" wissen auch im Studio zu überzeugen. Letzteres gewinnt durch Starrs erneute Steel-Einlagen sogar noch mehr an Atmosphäre. Absolute Gänsehaut-Garantie! Das folgende "Lucky Seven" hat einfach den Groove und bei "Leave A Scar" wird die "harte" Southern Rock-Keule geschwungen. Was für eine Power. Toll hier das unter die röhrenden E-Gitarren geflochtene Banjo des vielseitigen Bandleaders und die fetten Orgelsalven von Brandon Still. Einfach klasse, ein spektakulärer und zum Teil hymnenartiger Uptemporocker. Ein richtig schwerer Southern-Blues zwischen The Allman Brothers Band und Skynyrd pendelnd ist "Crimson Moon". Grandios auch die weiblichen Backs von Maureen Murphy, Lo Carter, Kyla Jade und Sarah Dugas, die erstmals bei einigen Smoke-Songs integriert wurden - und auch das passt hervorragend. "Ain’t Got The Blues" ist ein richtig schöner, spartanischer Retro-Blues mit Knistern am Anfang (wie früher bei den schon etwas zerkratzten LPs) und mit modifizierter, an alte Blueser erinnernder Stimme von Starr, der dann aber im Verlauf deutlich zulegt (klasse Slide). Hat ein wenig was von Skynyrds "Made in Shade" oder "Mississippi Kid". Was geht denn da bei "Shakin' Hands With The Holy Ghost" ab? Starr und Co. zaubern hier, als wenn AC/DC plötzlich im Southern Rock ihre neue Passion gefunden hätten. Der Song schüttelt mit seinem E-Gitarren-Führungsriff den ganzen Körper durch, einfach göttlich, dazu das glühende E-Gitarren-Solo und die rotzigen Backs der o.a. Ladies. Am Ende gibt es dann mit "Up The Road" noch eine Wahnsinns-Ballade, die einen in Derek & The Dominos-Zeiten zurückschwelgen lässt. Herrlich das Clapto-mässige Solo, die "Uuhs" der Damen und Stills mitreissende Piano- und Orgel-Arbeit. Der Song endet so, wie er enden muss, um ein Southern-typisches, furioses Gitarrenfinish anzugliedern, das dann aber in Kurzform gehalten wird, dafür jedoch mit einer erschlagenden Orgel und gospelartigen Klage-Gesängen der Damen (schreien regelrecht gegen Starr und Still an) kombiniert wird. Nach diesem Ende weiß ein jeder Southern Rocker, dass er hier ganz großes "Kino" geboten bekommt. Blackberry Smoke’s Meisterwerk "The Whippoorwill" kann man von daher mit Fug und Recht als eines der besten Southern Rock-Alben dieses Jahrtausends bezeichnen. Das Digipak wurde übrigens mit einem schön retro gestalteten, 16-seitigen Steckbooklet bestückt, das sämtliche Texte beinhaltet. Eine ganz große Verbeugung vor Charlie Starr und seinen Mannen! (Daniel Daus)

Hier noch der Link zum Review des renommierten Online-Magazins "Rocktimes", die das Album ebenfalls begeistert feiern:
http://www.rocktimes.de/gesamt/b/blackberry_smoke/the_whippoorwill.html

Das komplette Tracklisting:

1. Six Ways to Sunday (3.27)
2. Pretty Little Lie (3.34)
3. Everybody Knows She's Mine (3.49)
4. One Horse Town (4.16)
5. Ain't Much Left of Me (4.58)
6. The Whippoorwill (5.31)
7. Lucky Seven (4.17)
8. Leave A Scar (3.34)
9. Crimson Moon (4.00)
10. Ain't Got the Blues (4.03)
11. Sleeping Dogs (3.22)
12. Shakin' Hands with the Holy Ghost (3.45)
13. Up the Road (5.53)

Art-Nr.: 7884
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Six ways to Sunday
Pretty little lie
Everybody knows she's mine
One horse town
Ain't much left of me
Leave a scar
Sleeping dogs
Shakin' hands with the holy ghost

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Curtis Band, Stoney - halo of dark matter [2013]
Zündender, famoser "Guitar Blues Rock'n Roll" voller Vitalität und Power! Gitarrenheld Curtis Feliszak, alias Curtis Srone, und seine kongenialen Freunde von der Stoney Curtis Band (Barry Barnes-bass, Jeff Tortora - drums, Michael Lardie - keyboards) machen mit ihrem neuen Studiowerk "Halo of dark matter", obwohl auch schon der Vorgänger "Cosmic Conn3ction" ein Knüller war, noch einmal einen großen Entwicklungsschritt nach vorn und bestechen mit einem wahren Feuerwerk an bärenstarken Songs. Ja, vor allem das Songmaterial ist noch besser geworden und bleibt einfach prächtig hängen. In den Anfängen seiner Karriere zuweilen etwas "überladen", wirken Curtis' Songs heute kompakt, teils wunderbar straight und direkt, bieten dann aber in den instrumentellen Breaks stets genug Raum zur Entfaltung des Protagonisten. Seine Gitarrenausflüge sind besser denn je, einfach fantastisch. Sie wirken nie überdreht, sondern passen sich, obwohl oft sehr lang und jammig, den Songstrukturen bestens an. Mal glühend, atemberaubend schnell, ästhetisch, dann wieder überaus emotional, filigran, immer technisch brillant, voller Biß, aber auch voller Seele. Dieser Bursche ist ein echter "guitar hero", einer der besten "guitarslinger" der heutigen Bluesrock-Szene. Seine Einflüsse reichen von Johnny Winter über Stevie Ray Vaughan, Jimi Hendrix, Cream, Led Zeppelin's Jimmy Page, Eric Clapton und Robin Trower, bis hin zu Muddy Waters, Buddy Guy und Howlin' Wolf, aber auch Neuzeit-Kollegen wie etwa Joe Bonamassa, Chris Duarte (Chris Duarte Band), Kenny Wayne Shepherd & Co. entsprechen seiner Liga. Der starke Acid-/Cosmic Blues-Spirit des letzten Albums ist weitestgehend zu Gunsten einer deutlich straighteren Vintage Seventies-Ausrichtung gewichen. Der geradlinige, durchaus harte Bluesrock dominiert. Los geht's mit dem straighten, fetzigen Bluesrock-Kracher "Pure greed", der sofort richtig "kickt". Kochende, simple (das meinen wir ausschließlich positiv), erdige Riffs, eine klasse Melodik und zwei fulminante, furiose Gitarrensoli des Meisters stimmen uns blendend auf die anstehende, über 76 Minuten andauernde, spannungsgeladene Reise durch die Landschaften des Curtis'schen Bluesrocks ein. Hier brennt nichts an. Von ähnlichem Kaliber ist der nachfolgende, baumstarke Power-Bluesrocker "Grifter", dessen deutliche Einflüsse von Led Zeppelin nicht zu leugnen sind. Dezent psychedelisch angehaucht und mit viel Seventies-Flair kommt das grandiose "Life in odd times". Stoney's klasse Gesang wirkt fast wie eine Synthese aus Ozzy Osbourne und David Gilmour, und musikalisch befinden wir uns entsprechend an der Schnittstelle zwischen Black Sabbath und Pink Floyd. Die Melodie ist einfach großartig und die langen, ausgedehnten, wirbelnden, jammigen Gitarrensoli haben ihr Fundament im Blues. Das furiose Saitenfinish am Ende des Stücks ist der Hammer. "You don't know what you're talking about" dagegen ist ein vollkommen schnörkelloser, straighter Boogie-Rocker, dessen Riffs und Hooklines gar an die Stones oder Dan Baird erinnern. Animiert zum Tanzen, Headbangen, Mitrocken, macht einfach tierisch Laune. Dann das über 10-minütige "Deja vu", ein hinreissend interpretierter Slow Blues, dessen ausgedehnte Gitarrenausflüge eine unglaubliche Magie ausstrahlen. Stoney spielt "göttlich". Die nächste, absolute "Killer-Nummer ist das Titelstück "Halo of dark matter". Was für ein grandioser, ungemein melodischer, harter, Blues-based Seventies Classic-Rocker! Toller Gesang, zündende Riffs, brennende Gitarrenläufe - da geht einem das Herz auf! Wie auch bei dem rauen, fetten Heavy-Bluesrocker "Hard livin'"! Die Stoney Curtis Band legt die Messlatte mit "Halo of dark matter" für kommende Veröffentlichungen verdammt hoch. Doch es gelingt der Band sich stetig zu steigern. Für heute jedenfalls muss man, möchte man es mal mit einem Rating ausdrücken, ohne jeden Zweifel "satte" 10 von 10 möglichen Punkten vergeben. Keine Frage: Dies ist das bisherige Meisterstück der Stoney Curtis Band!

Das komplette Tracklisting:

1. Pure Greed - 6:09
2. Grifter - 5:24
3. Life in Odd Times - 7:57
4. I Can't Live My Life This Way - 4:31
5. You Don't Know What You're Talking About - 5:42
6. Deja Vu - 10:46
7. Drivin' All Night - 5:19
8. Halo of Dark Matter - 6:07
9. Ice Cold Beer - 5:30
10. Hard Livin' - 7:23
11. 7 Wonders of My World - 5:02
12. In the Shadows - 6:44

Art-Nr.: 8345
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Pure greed
Grifter
Life in odd times
You don't know what you're talking about
Deja vu
Halo of dark matter
Hard livin'

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Drivin' N' Cryin' - great american bubble factory [2009]
Powerful, Southern-fueled American Rock'n Roll mit einer höllischen Gitarrenmacht! Was für ein "Hammer"-Comeback! Atlanta's Drivin' N' Cryin' um ihren charismatischen Frontmann Kevn Kinney ("you can take Kinney out of the South, but you can’t take the South out of Kinney", sagte unlängst ein amerikanischer Journalist über ihn - und er hat absolut recht) sind nach über 10 Jahren zurück mit einem neuen Album, und wie! Stärker als je zuvor, voller Frische und schier hemmungslosem, neuem Elan gehen sie ans Werk und präsentieren auf "Whatever happened to the great American bubble factory" einen "Killer"-Song nach dem nächsten. In Quartett-Besetzung (neben Kinney - Gesang und Gitarren, sind noch sein alter Weggefährte aus der Gründungszeit Tim Nielsen -Bass, Mandoline und Background Gesang, sowie der großartige zweite Gitarrist Mac Carter und Drummer Dave Johnson mit an Bord, unterstützt von Gästen wie dem im Süden sehr bekannten Keyboarder Joey Huffman und ein paar anderen) spielen sie in ihrer typischen Art auf, als hätten sie den Moment ihres neuerlichen Outputs herbeigesehnt wie nicht anderes in ihrem Leben. Es "platzt" regelrecht aus ihnen heraus, dieses fantastische Songmaterial - voller Seele, voller Spirit, voller Inspiration! Spuren von Gov't Mule und The Black Crowes sind wahrnehmbar, genauseo wie von Lynyrd Slynyrd, The Allman Brothers Band, den Rolling Stones, Big Head Todd And The Monsters, Widespread Panic, Big Star, Neil Young's Crazy Horse und den Drive-By Truckers. All das sind Kollegen, zu denen Drivin' N' Cryin' eine deutliche Seelenverwandschaft verbindet, doch sie fühlen sich, nach dem Bekunden Kinney's, darüber hinaus beeinflusst von solch unterschiedlichen Grössen wie R.E.M., Bob Dylan, den Ramones und Thin Lizzy - und das hört man auch. Doch im Herzen sind Drivin' N' Cryin', wie die Musik klar verdeutlicht, nichts weiter als eine richtige, bärenstarke, straighte "vintage Southern Rock Band"! Überwiegend geht es hier voller Power, druckvoll, fett und rau zu Werke, wenngleich mit einer wunderbaren Melodik, aber man ist mit der ein oder anderen Nummer zwischendurch auch mal in der Lage geschickt die Grenzen zu lockeren, flockigen Rootsrock-/Americana-Gefilden (war ja in den vergangenen Jahren das Zuhause von Kevn Kinney's Solo-Projekten) zu überschreiten, um anschliessend wieder mit voller Southern Rock-Wucht zurückzuschlagen. Was für grandioses, voller Strukturen, voller Melodik, und doch voller natürlicher, zwangloser Unbekümmertheit und Ursprünglichkeit steckendes Songmaterial. Viel Dreck, viel raue Retro-/Roots-Würze, viel direkte Kraft, umgesetzt mit unbändiger, spürbarer Spielfreude und brillanter, handwerklicher Kompetenz. Die beiden großartigen Gitarristen, also Kinney und Mac Carter, harmonieren prächtig miteinander. Mächtige Riffs, rauchende Duelle, famose, inbrünstige Twin-Licks und brennende Soli voller Explosivität sind das Ergebnis. Packend! Ein paar erdige, würzige, noch recht zurückhaltende Gitarrenlicks als Intro, der unverwechselbare Kevn Kinney mit seiner wunderbaren, kraftvollen, etwas nasalen "Knarz"-Stimme setzt ein, gefolgt von donnernden, straighten, hammerstarken, voll im Saft stehenden Riffs in fulminantem Drive - mit dem famosen "Detroit city" beginnt Drivin' N' Cryin's furioser Southern rockin' and rollin' Trip, der die Zuhörer für die nächsten, knapp 53 Minuten voll in Atem halten wird. Glühende, wuchtige Twin-Leads, ein drückendes, dreckiges Vollgas E-Gitarren-Solo - die Burschen rocken los wie eine Mischung aus AC/DC, The Black Crowes, Thin Lizzy und Lynyrd Skynyrd. Der Song ist eine tierische Hommage an die legendäre Detroit Musikszene um MC 5 oder The Stooges, allerdings tief verwurzelt in den Southern Rock-Wurzeln Kinney's und seiner Kumpels. Geil! Weiter geht's mit dem grandiosen Titelsong "(Whatever happened to the) Great American bubble factory", einem geradeaus abgehenden und mächtig nach vorn getriebenen (der Drummer macht richtig Tempo), mit heissen Bläsersätzen (passen wunderbar) forcierten Rocker, der sich ohne Umwege tief in unsere Gehörgänge schraubt. Tolle Melodie, kerniger Drive! Ein beeindruckendes Dokument für die Klasse und Variabilität der Band, die zu keiner Sekunde des Albums nachlässt. Hat das Feuer! Ein Sturm von fetten, massive Twin-Gitarren eröffnen die anschliessende, von einer tollen Melodie durchzogene, famose Souther Rock-Ballade "I see Georgia", ein grandioses Tribut an den Heimatstaat der Band. Viele Allmans- und Skynyrd-Einflüsse sind spürbar, vermischt mit einem gewissen Jam-Flair. Wechselt voller Spannung zwischen relativ entspannten Strophen-Phasen und eine immense Power freisetztenden, instrumentellen Abschnitten, in denen die pure Southern-Glut zum Vorschein kommt - baumstarkes, dreckiges Gitarrensolo inklusive. Etwas zurückhaltender, aber immer noch kernig und würzig, geht's bei dem fantastischen, Southern-inspired Midwestern-/Rootsrocker "Midwestern Blues" zu, umgeben von einem klasse Gitarrenmantel und hintergründiger Orgel-Untermalung. Hat etwas von Uncle Tupelo und Big Head Todd! Wieder eine klasse Melodie! Doch anschliessend wird's wieder härter, bluesiger und druckvoller. Mit einem traumhaften Groove unterlegt, intoniert man den packenden Southern Rocker "Let me down", der einerseits voller kantiger und rauer Gov't Mule-Anlagen steckt, andererseits aber wieder mit einem klasse ins Ohr gehenden Refrain besticht. Großartiges Arrangement aus massive E-Gitarren (fettes, fleischiges Solo), angereichert mit feinen Orgel-Ergänzungen. So geht das bis zum Ende weiter. Eine schwache Nummer sucht man vergebens. Die Band spielt wie aus einem Guss durch! Ob der fette, deutlich von Thin Lizzy beeinflusste, straighte Gitarrenrocker "I stand tall", die zwischendrin eingestreute, herrlich lockere, semi-akustische Alternate Country-/Americana-Nummer "Don't you know that I know that you know" (feine Mandoline und Acoustic Gitarre trifft auf dezente E-Gitarre - erinnert an Arbeiten von Jam Bands wie Leftover Salmon oder The String Cheese Incident, ebenso wie an The Jayhawks), der fast schon punkige, harte, schnelle Riff-Kracher "Get around kid", das voll abgehende, von monströsen, raffinierten Riffs angetriebene, fulminante "Trainwreck", mit seinen Bezügen zu Led Zeppelin und einer "Volles Rohr"-Ausgabe der The Black Crowes, oder die finale, traumhaft schöne Americana-Nummer "This town" mit ihren halligen Gitarren und dem trockenen Banjo - Drivin' N' Cryin' stehen voll im Saft ihres zweiten Frühlings! Welch ein Esprit, welch ein Feuer steckt (weider) in dieser Truppe! Keine Frage, die "große amerikanische Seifenblasenfabrik" von "Drivin' N' Cryin' wird in so mancher Endabrechnung zum "Album des Jahres 2009" ein gewichtiges Wörtchen mitreden. Noch einmal: Das ist ein "Hammer"-Comeback!

Das komplette Tracklisting:

1 Detroit City - 4:34   
2 (Whatever Happened to The) Great American Bubble Factory? - 3:33   
3 I See Georgia - 6:02   
4 Midwestern Blues - 4:19   
5 Let Me Down - 4:39   
6 I Stand Tall - 4:21   
7 Don't You Know That I Know That You Know? - 4:01   
8 Get Around Kid - 2:03   
9 Preapproved, Predenied - 4:51   
10 The Hardest Part - 4:49   
11 Trainwreck - 4:08   
12 This Town - 5:19

Art-Nr.: 6568
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Detroit city
(Whatever happened to the) Great American bubble factory
I see Georgia
Midwestern Blues
Let me down
Trainwreck
This town

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Duarte Group, Chris - vantage point [2008]
Gerade mal 14 Monate nach dem prächtigen "Blue velocity" kommt die Chris Duarte Group mit dem nächsten, herausragenden, Volldampf-Bluesrock-Kraftpaket! Irre stark! Der aus San Antonio/Texas stammende, mittlerweile allerdings in Atlanta/Georgia residierende Duarte begegnet uns dabei erneut mit schier atemberaubendem Gitarrenspiel. Der Bursche und seine Freunde setzen dabei eine gewaltige Energie frei. Rau, ungemein dreckig, voller Power und purer "Elektrizität" begeistert der Meister mit ausgedehnten Soli, die genauso massiv wie durchdacht, genauso wuchtig wie quirlig und genauso virtuos wie "monströs" über uns hereinbrechen. Wie selbstverständlich scheint er die Einflüsse und Elemente solcher Kollegen wie Stevie Ray Vaughan (wohl sein größter "Hero"), Johnny Winter. Eric Johnson, Jimi Hendrix, Warren Haynes und Jimmy Page zu seinem ganz eigenen, mitreißenden Stil zu vereinen, der sowohl seine texanischen Wurzeln als auch die zur Heimat gewordene Nähe der Südstaaten mit einbezieht. Prinzipiell knüpft "Vantage point" nahtlos an den Vorgänger "Blue velocity" an, wenngleich diesmal wesentlich mehr Elemente des Classic-Rock mit einbezogen wurden. Vor allen Dingen sind bei einigen Songs deutliche Einflüsse von Led Zeppelin und ZZ Top spürbar, was wahrlich nicht von Nachteil ist. So rauscht der famos abgehende Opener "The best I can do" beispielsweise wie eine furiose Fortsetzung des Led Zeppelin-Klassikers "Rock & Roll" aus den auf eine amtliche Lautstärke eingestellten Boxen, zumindestens was die Rhythmik und die zentrale Hookline betrifft. Dazu kann man den grandiosen Gitarrenläufen Duarte's dessen texanischen Ursprung nicht absprechen. Eine geradezu packende Kombination! Auch der zunächst sehr schwerblütige, ungeheuer massiv und dreckig rockende, durchaus an Stevie Ray Vaughan erinnernde Blues "She don't live here anymore" steckt voller Zeppelin-Inspiration und vollzieht nach rund 2 1/2 Minuten mit dem einsetzenden Instrumentalbreak einen tollen Tempowechsel, in dem Duarte ein fulminantes Gitarren-Feuerwerk abbrennt. Danach findet die Nummer zum anfänglichen Blues-Rhythmus zurück, wobei Chris' vorzüglicher Gesang von scheinbat mehreren, unter Starkstrom stehenden, mächtigen Gitarren umgeben ist. Saustark! Die erwähnten ZZ Top (zu besten "La Grange"-Zeiten) hingegen lassen bei dem gnadenlos nach vorn rockenden Texas-Boogie "More Boogie" grüßen! Welch ein Drive! Was für furiose, dreckige Gitarrenritte! Erneut hat man zuweilen das Gefühl als rockten gleich mehrere, wie entfesselt aufspielende Gitarreros um die Wette. Weitere sehr starke Songbeispiele sind u.a. der kochende, packende, voller Southern-Flair steckende, rockin' Shuffle-Blues "Satisfy", der in manchen Nuancen gar an die Musik eines Dan Baird erinnert, der von dreckigen und glühenden, dabei aber wieselflinken und locker in Szene gesetzten Gitarrenläufen durchzogene, trockene, inspirierte Slow-Blues "Troubles on me", der wie die Hölle abgehende Rock'n Roll-/Roadhouse-/Party-Knaller "Let's have a party", der bluesige, riffige Retro Classic Rock-Kracher "Babylon", der mit seinen markanten Riffs und Licks, aber auch mittels der Gesangsperformance, einmal mehr an "Zep's" Page und Plant erinnert, wie auch der ungemein intensive, powernde "Hammer" Texas-Blues "Blow your mind", dessen in der "extended version" eingebautes, rund 10-minütiges Gitarrensolo (-jamming) des Meisters die Fans in eine seelige, nimmer enden mögende, hingebungsvolle Gitarren-/Bluesrock-Trance versetzen dürfte. Grandios! Apropos "extended versions": 2 Nummern des Albums gibt es als Bonustracks in diesen sogenannten "extended versions" ein zweites Mal, wobei die vermeintlich lange Version von "Troubles on me" in Wahrheit aber die kürzere ist. Das muß keiner verstehen! Tut dem ganzen Spaß aber keinen Abbruch, denn das Album hat eine satte Spielzeit von über 71 Minuten - und würden die kürzeren Versionen der beiden doppelten Titel wegfallen, wären es immer noch 61 Minuten. Es gibt also die Chris Duarte-Vollbedienung auf der ganzen Linie! Masse und Klasse im parallelen Einklang - und zwar vom Allerfeinsten! "Vantage point" wird unter den Gitarren-Enthusiasten und Bluesrock-Freunden erneut für Festtagsstimmung sorgen! Baumstarkes Album! Also Leute: "Get ready to have your face rocked off! Chris Duarte has been known to play guitar till his fingers bleed"...

Die Tracklist:

1 The Best I Can Do - 3:39   
2 Satisfy - 3:56   
3 Slapstak - 5:55   
4 More Boogie - 4:48   
5 Troubles on Me - 5:43   
6 Let's Have a Party - 3:20   
7 The End of Me and You - 4:49   
8 Blow Your Mind - 4:14   
9 She Don't Live Here Anymore - 6:40   
10 Babylon - 6:25   
11 Woodpecker - 4:38   
Bonus Tracks:
12 Blow Your Mind [Extended Version] - 12:07   
13 Troubles on Me [Extended Version] - 5:07

Art-Nr.: 5955
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
The best I can do
Satisfy
More Boogie
Blow your mind
She don't live here anymore
Babylon

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Dudek, Les - delta breeze [2013]
Wow! Neues Album des legendären Gitarristen aus Rhode Island - und was für ein bärenstarkes! Der Name Les Dudek ist aus der Rock-Historie nicht mehr wegzudenken. Der begnadete Saitenartist, seit den frühen Siebzigern eng befreundet mit Dickey Betts, ist uns vor allem durch seine Verbindungen zu The Allman Brothers Band (auf deren berühmten "Brothers and sisters"-Album spielt er die zweite Gitarre bei Dickey Betts' "Ramblin' man" sowie akustische Gitarre bei dem ewig jungen Klassiker "Jessica", dessen Co-Songwriter er auch war) und der Steve Miller Band (dort war er u. a. sehr stark in die Aufnahmen zu den beiden Meisterwerken "Fly like an eagle" und "Book of dreams" involviert) in Erinnerung. Aber auch mit Boz Scaggs, Steviie Nicks, Dave Mason, Maria Muldaur, sowie vielen anderen spielte er zusammen und feierte im Rahmen der Dudek, Finnigan, Krueger-Band, sowie als Solokünstler beachtliche Erfolge. Nun schlägt dieser Rock- und Blues-Veteran noch einmal mit einem neuen Album zu: "Delta breeze" heisst das Teil, das den mit seinem "Rauschebart" mittlerweile wie ein Bruder von ZZ Top's Billy Gibbons aussehenden Künstler in absoluter Höchstform präsentiert. Sein famoses Gitarrenspiel, ob feurige Lead oder swampige Slide, ist eh über jeden Zweifel erhaben, er wirkt frisch, steckt voller spürbarer Spielfreude, ist fantastisch gut bei Stimme und überzeugt mit exzellentem Songmaterial, das problemlos mit den stärksten Sachen seiner "alten Tage" mithalten kann. All seine Einflüsse bringt er zur Geltung. Die Songs wirken zumeist durchaus locker, gleichzeitig aber auch knackig, tight und überaus kraftvoll, sind funky, bluesig, und sehr, sehr southern. Dudek präsentiert sich einfach großartig. Nach dem "heissen" Instrumental-Opener "Chaos" (die funky Riffs erinnern ein wenig an Jeff Beck, großartige Percussion und furioses "fret dancing") geht es direkt mit dem Titelstück "Delta breeze" weiter. Ein toller Groove, wieder leicht funky, und viel Dynamik zeichnen diesen energiegeladenen, lebendigen Uptempo-Rocker aus. Der Meister beglückt uns sogleich mit zwei ungezügelten Soli. Beim kommenden, herrlich melodischen "High on the water" packt Dudek die Slide aus. Wie "an einem Strich" zieht er seine traumhaften Bottleneck-Läufe durch diese tief in amerikanischen Southern Rock-Traditionen verwurzelte, wundervolle Nummer. Hat einiges von dem "Countrypicking" eines Dickey Betts im Rahmen der The Allman Brothers Band, aber, bezüglich des Slide-Spiels, auch von David Lindley zu dessen früheren Zeiten bei Jackson Browne. Dudek's Gesang ist exzellent. Sein Slidespiel und sein Vokalvortrag verschmelzen sich in vollendeter Harmonie. Alles wirkt schön locker und doch knackig. Eine Knüller-Nummer! Dies darf man ohne jeden Zweifel auch von dem grandiosen "Wide open in the wind" behaupten, einem wieder mit viel Slidegitarre garnierten, überaus melodischen, lässigen Southern-/Biker-Rocker. Die Nummer ist eine Hommage an die "Harley"-Fahrer unter uns und lässt uns im Geiste über die einsamen, sonnengefluteten Highways der Südstaaten reiten. Toll! Dudek's "Southern Rock Slideguitar", die Melodie, und der "driving beat" der großartig agierenden Rhythmussektion erinnert ein wenig an eine Southern-Ausgabe der Steve Miller Band. Forsch, kraftvoll und funky geht es weiter mit dem vehementen Gitarrenrocker "I told you that", vollgepackt mit zündenden Gitarrenritten. Ein swampiger New Orleans-mässiger Backbeat mit dem Hauch eines Bo Diddley-Grooves bestimmt den prächtigen Southern-/Bluesrocker "Take my money" (wieder tolles Slide-Spiel des Meisters) und auch mit dem dampfenden, abgehenden "Trouble with the law" bleibt Dudek auf der Bluesrock-Schiene. Kommt wie eine kernige Mischung aus Stevie Ray Vaughan und ZZ Top, mit großartigem Harmonica-Spiel Dudek's und brennenden, furiosen Gitarrensoli. Irre stark! Wie auch das hinreissend melodische, abschließende "These are the good old days", ein wundervoll lockerer, von tollen Gitarrenlinien geprägter Southern Rocker, der etwas von einer "The Doobie Brothers meets The Marshall Tucker Band"-Mentalität zu haben scheint. Les Dudek begeistert mit seinem neuen Album auf der ganzen Linie. Das war in dieser geballten Klasse nicht unbedingt zu erwarten, umso erfreulicher ist es. Keine Frage, dieser Bursche steht noch "voll im Saft"! "Delta breeze" bringt uns den besten Les Dudek zurück, den wir kennen. Weiter so, in dieser Prachtform darf der gute Les ncoh einiges an Material abliefern...

Das komplette Tracklisting:

1. Chaos - 4:02
2. Delta Breeze - 5:30
3. High On the Water - 4:24
4. Wide Open in the Wind - 4:26
5. I Told You That - 3:10
6. Time Will Tell - 5:09
7. One White Lie - 4:41
8. Take My Money - 3:41
9. Trouble With the Law - 4:11
10. Take - 4:15
11. These Are the Good Old Days - 5:09

Art-Nr.: 8128
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Delta breeze
High on the water
Wide open in the wind
I told you that
Take my money
Trouble with the law
These are the good old days

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Elmore, Jason & Hoodoo Witch - upside your head [2010]
"Jason Elmore & Hoodoo Witch carry on the tradition of guitar-slinging Texas Blues Rock"! Und wie sie das tun! "Jason Elmore is the hottest new guitar hero, deep from the heart of Texas"! Yeah! Saustarkes Debut dieses "masterful guitarslingers" aus Denison/Texas, der sich mit seiner Truppe Hoodoo Witch (klassische Trio-Besetzung) aufmacht, die texanische Bluesrock-Szene ordentlich aufzumischen. Voller Herz und voller Selle, voller Leidenschaft und voller Biss, voller Enthusiasmus und voller Frische beackern sie das Terrain zwischen Stevie Ray Vaughan (ein amerikanischer Fan bemerkte gar in einem Statement "The new SRV has arrived") und Johnny Winter, zwischen Freddie King und Muddy Waters, zwischen Too Slim and the Taildreggers und ZZ Top, zwischen Joe Bonamassa und den Buddaheads, Led Zeppelin und Rory Gallagher, aber auch zwischen Sonny Landreth und The Allman Brothers Band. Vielseitig, aber sie bringen das prächtig unter einen Hut und es passt einfach wunderbar zusammen. Elmore ist nicht nur ein Wahnsinns-Gitarrist, dessen mitreissende Riffs und Soli ihm tiefste Bewunderung und Ehrfurcht entgegenbringen, nein, er ist auch ein fabelhafter Sänger und exzellenter Songwriter. Die Bandbreite des durch und durch bärenstarken Songmaterials geht von mächtig abgehenden Volldampf-Boogies, über kochenden Roadhouse-Blues, brodelnde Texas-Shuffles, herrlich groovenden Midtempo-Bluesrock, flüssigen Southern-Bluesrock, "gritty" Roots-Blues, schwülen Delta-Blues, bis hin zu seeligem, wundervollem Slow-Blues(rock). Und auch für vorzügliche Melodik hat Elmore ein gutes Händchen. Schon gleich zu Anfang gibt's eine absolute "Killer"-Nummer: "Dusk till dawn" heisst das Stück, ein baumstarker, fetter, dreckiger, Slide-getränkter, Southern-rooted Boogie voller zündender Bottleneck-Ausflüge. Elmore und seine Jungs sind sofort auf Betriebstemperatur und der Saitenkünstler rührt mit seiner Slide ein mächtig dampfendes Voodoo-Gebräu an. Man ist sofort von dieser Musik gefesselt. Zeppelin-mässige Riffs eröffnen den anschliessenden, klassischen, mit einem Schuss Funk-Blues gewürzten Rocker "Big money grip". Nicht nur hier fällt auf, wie großartig auch Elmore's Rhythmus-Fraktion "Hoodoo Witch" (Beau Chadwell - Drums, Chris Waw - Bass) auftritt, die den Protagonisten eine geradezu perfekte Basis verschafft. Die Nummer hat ein klasse Feeling. Mit dem folgenden "All it does is rain" präsentieren uns die Jungs nun einen ganz herrlichen Slow-Blues, eingehüllt in einen wunderbaren Rhythmus, eine exzellente Melodie und einen großartigen, aus vielseitigen. transparenten Gitarren bestehenden Mantel traumhafter Riffs, Licks und Soli. Faszinierend das immer wieder wieselflinke, erdige, satte, ungemein virtuose Gitarrenspiel des Meisters. Das ausgedehnte, über 3-minütige, mit schönen Wah Wahs angereicherte, überaus abwechslungsreiche Solo ist pure Gitarren-Magie. Ganz groß! Der kernige Rocker "Drag me down" kommt dann wieder mit klassischen Riffs zwischen Taste und Led Zeppelin (ohne dabei das "down home Texas-Feeling zu vernachlässigen) und die anschliessende "schwaze Witwe" ("Black widow") macht mit ihrem beherzten Auftreten die Roadhouses zwischen Texas und Oklahoma unsicher. Einen weiteren Texas Bluesrock "Killer"-Shuffle voller Southern-Flair (Stevie Ray Vaughan meets ZZ Top) bekommen wir mit dem prachtvollen "Road to ruin" serviert - klasse E-Gitarren-Riffs, ein scharfer Groove, starker Gesang, eine prima Melodie und natürlich wieder ein fulminantes, die Herzen der Saiten-Enthusiasten höher schlagendes Solo inklusive. Es folgen mit dem rauen, schnellen "6 foot down" ein explosiver "Volle Kanne"-Slide-/Delta-/Swamp-Boogie (glühende Slide-Attacken ohne Ende) und mit dem tollen "Dracula bite" ein straighter, riffiger, Blues-based Classic-Rocker (das Gitarren-Solo sprüht nur so vor flüssigem Southern-Flair), ehe mit dem wunderbaren "Evil woman" wieder ein eher zurückgenommener Midtempo-Bluesrocker auf dem Programm steht, der aber vor innerer Stärke und Energie nur so strotzt. Im richtigen Moment wartet Elmore erneut mit einem zündenden Gitarrensolo auf, das stetig an Kraft gewinnt, um den Song schließlich wieder in den ursprünglichen, lässigen Mojo-Groove zurückzugeleiten. Klasse hier auch die gut abgestimmte Orgel-Untermalung von Gastmusiker Shawn Phares. Eine Knüller-Nummer! Doch was soll man weiteres über einzelne Tracks erzählen, das komplette Album ist schließlich ein 56 1/2 Minuten währender, absoluter Bluesrock-"Hit"! Produziert hat das Werk im übrigen, zusammen mit Jason Elmore, Jim Suhler (Jim Suhler & Monkey Beat, George Thorogood), der zudem bei einigen Songs als zweiter Gitarrist mit von der Partie ist. Jason Elmore & Hoodoo Witch mit einem Debut, das keine Wünsche offen lässt. "Upside your head" ist nicht mehr und nicht weniger als ein waschechter Genre-Knüller. Einfach famos! "No tricks, just straight up rockin' kickass Blues"!

Das komplette Tracklisting:

1. Dusk Till Dawn 4:13
2. Big Money Grip 3:39
3. All It Does Is Rain 6:20   
4. Drag Me Down 3:37
5. Black Widow 3:36
6. Road to Ruin 4:45
7. 6 Foot Down 2:38   
8. Dracula Bite 5:14
9. Evil 6:00
10. Wash My Hands of You 4:11
11. Red River Valley 2:26
12. World of Trouble 3:34
13. Nobody Knows 3:32
14. That's the Way It's Got to Be 2:57

Art-Nr.: 6894
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Dusk till dawn
All it does is rain
Road to ruin
6 foot down
Dracula bite
Evil woman
Nobody knows

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Firkins, Michael Lee - yep [2013]
Sensationell! Welch eine Wahnsinns-Besetzung! Welch ein packendes Swamp Bluesrock-/Southern Bluesrock-Feuerwerk! Der begnadete Gitarrenvirtuose und Slide-Zauberer Michael Lee Firkins aus Omaha/Nebraske machte sich auf nach Nashville, begab sich dort in das "Staight Up Sound"-Studio von Johnny Neel, um gemeinsam mit seinen drei berühmten Freunden, "Keyboardist Extraordinaire" Chuck Leavell (u.a. The Rolling Stones, The Allman Brothers Band), Bassist Andy Hess (ex-Gov't Mule) und Drummer Matt Abts (Gov't Mule) sein neues Album "Yep" einzuspielen. Was zwischen den vier Ausnahmemusikern entsand, war pure Magie. Das Resutltat ist einfach umwerfend. Die hohen Erwartungen, die man bei solch einer Besetzung schürt, werden sogar noch übertroffen. "Yep" ist ein "Hammer"-Album! Michael Lee Firkins, Sohn einer Musikerfamilie (der Vater war ein exzellenter Lap Steel-Gitarrist, die Mutte eine großartige Pianistin), begann das Gitarrespielen bereits im zarten Alter von 8 Jahren. Im Verlauf seiner Jugend wurde er vor allen Dingen mit der Musik solcher Bands wie Lynyrd Skynyrd, Led Zeppelin, AC/DC und Black Sabbath konfronteiert, deren Songs er auch mit den diversen lokalen Bands, mit denen er dann unterwegs war, immer wieder coverte. Er entwickelte sich schnell zu einem aussergewöhnlich guten Gitarristen, gab schließlich Gitarrenunterricht und erweiterte stets seinen musikalischen Horizont, indem er solche Richtungen wie Roots, Country, Blues, und Jazz entdeckte. Große Gitarristen wie Stevie Ray Vaughan, aber auch Jerry Reed, Chet Atkins, Albert Lee und Danny Gatton begannen ihn zu interessieren und zu beeinflussen. Doch seine musikalischen Wurzeln blieben vorwiegend im (Southern)Rock- und Blues-Bereich. 1990 kam er mit Mike Varney zusammen, der fortan begann sein fulminantes Gitarrenspiel zu fördern. Einige Alben auf Varney's Label "Shrapnel Records" folgten, die Firkins eine Menge Beachtung und eine große Fanbase einbrachten. Das berühmte "Guitar Player Magazine" kürte ihn zum "Best new talent" und adelte ihn als "One of the most influential players of the next ten years". Sein bislang letztes Album erschien im Jahre 2007 (nicht mehr bei "Shrapnel Records") und war ein reines Instrumental-Album. Jetzt, 6 Jahre später, legt er mit "Yep" und dieser "Mörder"-Bandbesetzung sein bisheriges Meisterstück hin. Dabei muss zunächst erwähnt werden, dass Michael lee Firkins hier auch nachdrücklich seine großartigen gesanglichen Fähigkeiten unter Beweis stellt. Hut ab, das ist große Klasse. Doch was der Mann an den 6 Saiten anstellt, ist einfach atemberaubend. Vorwiegend (aber nicht ausschließlich) fegt er hier mit dem Bottleneck über sein "Brett" und erzeugt einen Slide-Sound, der es in sich hat. Das kocht, das brodelt - es ist die wahre Wonne. "Yep" ist ein explosives, massives Bluesrock-Album, und zwar angesiedelt auf dem Swamp Rock und Southern Rock-Terrain, zuweilen ein wenig den Roots- und Countryrock-Bereich tangierend. Auch die Freunde langer Jammings kommen voll auf ihre Kosten. Die instrementalen Breaks und Jammings stellen nicht nur Firkins' granidoses Gitarrenspiel ins Rampenlicht, sondern lassen auch genügend Platz für die übrigen Helden dieses Albums, allen voran Chuck Leavell, der für bärenstarke Orgel- und Piano-Einlagen und -Soli sorgt - oft im kongenialen Zusammenspiel mit dem Gitarrenzauberer. Und was Andy Hess und Matt Abts für einen wunderbaren Rhythmusteppich auslegen, darüber braucht man kaum ein Wort zu verlieren. Das Album beginnt mit dem, einen tollen Drive aufbauenden, voller Southern- und Swamp-Feeling steckenden, ungemein jammigen, großartigen Bluesrocker "Golden Oldie Jam". Die Gesangspassagen dieser Nummer stecken voller bestens hängen bleibender Strukturen und Melodik. Ebenfalls die Jammings, doch die begeistern gleichzeitig mit unbändiger Spiel- und Improvisationsfreude aller beteiligten Musiker. Das hat einen ungeheuren Spirit. Die Rhythmuscrew arbeitet fantastisch, Chuck Leavell besticht mit fetten, "rollenden" Otgel-Passagen und Firkins legt ein paar Gitarrenläufe hin, teils mit Double Lead-Momenten, die einen "aus den Schuhen hauen". Zudem wühlt er mit seine Slide die Sümpfe des Südens richtig auf. Ein gut 7 1/2-minütiges Happening zum Auftakt, das die Messlatte für den Rest der Scheibe schon immens hoch legt. Aber kein Problem. Die Truppe hält das Niveau, ja steigert es fast noch. Mit dem "Cajun Boogie" folgt sofort der nächste "Kracher". Was für ein gewaltiger Roots-/Blues-/Swamp-/Jam-Groove. Was für massive Slide-Riffs. Als spielten sich Little Feat, Sonny Landreth, Indigenous und Gov't Mule während einer gemeinsamen Session auf ständig neue "All Time Highs". Zuweilen meint man, es wären gar 3 Gitarristen am Werk. Vor allem Firkins mächtige Slide lässt die Sümpfe überkochen und seine Soli hinterlassen pure Bewunderung. Dazu brilliert Leavell mit exakt getimeten Orgel- und Piano-Einsätzen. Ganz groß! Voller Power geht es weiter mit dem fetten Swamp-Bluesrocker "No more angry man". Wartet mit gewaltigen Heavy Slide-Riffs auf, besticht aber auch mit wunderbar melodisch strukturierten, etwas verhaltener kommenden Dobro- und Acoustic Gitarren-Momenten. Alles verschmilzt zu einer harmonischen Einheit. Stark wieder Leavall's Orgelt-Background. Firkins langes, atemberaubendes Slide-Solo im Break ist genial. "The Swamps are under fire"! Mit dem flotten, knackigen "Standing ovation" fröhnt Firkins ein wenig seinen Roots- und Countryeinflüssen. Tolle, kraftvolle Nummer mit faszinierendem E-Gitarren-Picking und prächtigen Slide-Fills. Hier spürt man die Einflüsse solcher Leute, wie der bereits erwähnten Albert Lee und Danny Gatton. Als nächstes steht mit dem saustarken "Long day" eine von einer herrlichen Melodie und massiver Power durchzogene, lupenreine Southern Rock-Ballade auf dem Programm. Wir hören einerseits fette Slide-Licks und andererseits eine wundervolle Kombination aus transparenten Gitarren und exzellentem Pianospiel während der Strophen. Bei dem gewaltigen, dabei ebenfalls sehr, sehr melodischen Slide-Solo wird der "Bottleneck-Held" zudem wieder von herrlichen Orgel-Klängen unterstützt. Hat etwas von The Marshall Tucker Band und Lynyrd Skynyrd treffen auf Gov't Mule und Sonny Landreth. Überragend! Man könnte jetzt fortfahren, auch die übrigen Stücke detailliert zu betrachten, doch es ist alles gesagt. Ein Stück ist stärker als das nächste. "Yep" ist nicht mehr und nicht weniger, als eine absolutes Musterbeispiel für Slide-getrankten Southern-/Swamp-Bluesrock, ein mitreissender Arbeitsnachweis von 4 Ausnahmemusikern, die sich hier in einer musikalischen Einheit wiederfinden, die ihresgleichen sucht. Wir sind "geplättet"! Slide-Enthusiasten, Gitarren-Feaks, Bluesrock und Southern Rock-Freunde, ihr werdet dieses Album lieben. Michael Lee Firkins, Chuck Leavell, Andy Hess und Matt Abts mit einem absoluten "Killer"-Teil!

Das komplette Tracklisting:

1. Golden Oldie Jam - 7:38
2. Cajun Boogie - 4:54
3. No More Angry Man - 6:42
4. Standing Ovation - 4:43
5. Long Day - 7:27
6. Wearin' Black - 5:17
7. Out of Season - 5:40
8. Take Me Back - 5:17
9 .Last Call - 7:35
10. No More Angry Man, Pt. 2 - 5:13
11. The Cane - 4:49

Art-Nr.: 8358
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Golden oldie jam
Cajun Boogie
No more angry man
Long day
Wearin' black
Take me back
Last call

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Fowler, Damon - sugar shack [2009]
Die amerikanischen Gitarrenmagazine, vor allem aber auch die Musikpresse in und um Florida feiert Damon Fowler breits als einen ganz Großen seiner Zunft. "Best Guitarist, Best Lap-Steel player, Best Slide player" sind nur einige der "Titel", mit denen der hoch talentierte Bursche nur so überhäuft wird. Völlig zu Recht, denn Fowler ist in der Tat ein "Zauberer" an der Gitarre - und ein klasse Sänger und Songwriter! Sein neues Album "Sugar shack" ist nicht mehr und nicht weniger als ein kleines Meisterwerk! Unterm Strich ist Damon Fowler sicher dem Blues-Circuit zuzurechnen, doch das Werk ist gleichzeitig ein wahres Fest für die Roots-, Americana-, Jam,- Swamp Rock- und Southern Rock-Fraktion, vor allem aber auch für die Gitarren-Liebhaber. Geboren und aufgewachsen in Brandon/Florida, nahe der Metropole Tampa, entdeckte Damon im Alter von 12 Jahren seine Liebe zur Gitarre. Nachdem man ihm ein paar Akkorde beigebracht hatte, stellte sich schnell heraus, dass der Junge ein regelrechtes Naturtalent ist, der sich in Windeseile alle nur erdenklichen Facetten des Gitarrespielens aneignete. Ein vollkommen natürlicher Prozess! Seit etwa 2004 nun tourt Fowler unentwegt durch die Lande und hat schon mit, bzw. für das "Who is who" der Szene zusammengespielt oder Shows eröffnet, wie beispielsweise B.B. King, Buddy Guy, Coco Montoya, Derek Trucks Band, Gregg Allman, Joe Bonamassa, Little Feat, the Radiators, Tinsley Ellis, Junior Brown, Johnny Winter, Molly Hatchet, Tab Benoit, um nur einige zu nennen. Seine Herkunft kann Fowler zu keiner Zeit leugnen, denn seine Musik ist "pure southern". Der Sound ist tief verwurzelt in den Sümpfen der Everglades. Mit seinen beiden kongenialen Partnern Chuck Riley am Bass und Scott Key an den Drums, gelingt ihm eine magische Mischung aus "swampy infectious grooves", staubigem Rootsrock, einem unterschwelligen "soulful hillbilly twang", erdigem "footstompin'" Blues,, rotsigen Americana-/Country-Einflüssen und einer gesunden Portion abgehendem Southern Rock'n Roll. Wie ein unwiderstehliches Gebräu aus Zutaten von The Band, den North Mississippi Allstars, Ry Cooder, John Hiatt, Dan Baird und den Georgia Satellites, Merle Haggard, Buddy Guy, The Allman Brothers Band, Delta Moon; Steve Earle und Little Feat! Fowler verfügt über eine klasse, einerseits irgedwie relaxt wirkende, andererseits sehr kraftvolle, durchaus von Staub gegerbte, leicht angeraute, von viel Natürlichkeit und Seele geprägte Stimme. Apropos Seele: Die steckt auch in seinem phänomenalen Gitarrenspiel, ebenso wie Feuer, Würze, grenzenlose Variabilität und Virtuosität, eben absolute künstlerische Klasse! Ob eingängige "catchy hooks", mitreißendes Acoustic Fingerpicking, glühende, tief aus den Sümpfen Florida's entsprungene Slide-Exkursionen, flammende, dreckige, kraftvolle Lead Gitarren-Ausflüge oder furioses Telecaster-Spiel - Fowler behersscht das alles, als wäre es nichts! Alles wirkt natürlich, zwanglos, kraftvoll, aber niemals zu "dramatisch". Ein amerikanischer Rezensent verweist auf ein gewisses "Skunk Baxter meets Duane Allman"-Feeling, was sicher nicht von der Hand zu weisen ist. Ein paar Songbeispiele: Nach dem schönen, bluesig swingenden, akustisch gehaltenen, "finger-snippin'" Opener "Some fun" (das "Ding" ist wirklich "pure fun", mit tollem Acoustic Gitarrenspiel des Meisters), folgt gleich mit "VFW" ein herrlicher, schwungvoller, prächtig in die Beine gehender Blues-based Roots-/Southern Rock'n Roller, der einem Dan Baird und den Georgia Satellites zu allen Ehren gereicht. Allerdings erleben wir hier deutlich mehr Roots- und Swamp-Flair, dazu einen klasse Country-/Roadhouse-Touch. Fowler's fulminantes Gitarrensolo löst unmittelbar tiefste Bewunderung aus. Irre stark! Welch einen wundervollen Groove erleben wir bei der fantastischen Blues-/Roots-/Southern-/Swamp-Ballade "I hope it's gonna rain"! Schwül, drückend, tief in den "Southern-Backwoods" verwurzelt, sehr kraftvoll, dennoch locker und mit einer prächtigen Melodie ausgestattet. Löst eine ungeheure Anziehungskraft auf den Zuhörer aus. Fowler begleitet diese Nummer mit intelligenten, geschickten, eingängigen Riffs, die den unwiderstehlichen Groove bestens unterstützen. Schließlich setzt er im Break zu einem, seine ganze Klasse offenbarenden E-Gitarrensolo an, das die etablierte Saitenzunft schon mal zu einer unterwürfigen Verneigung anhalten dürfte. Der Kerl ist ein echter Könner! Bei "Lonely Blues" wird dann erstmals die Slide ausgepackt. Und wie! Glühende, swampige Läufe von vorn bis hinten, dazu tierische Riffs. Ein großartiger, kochender Swamp-/Blues-/Southern Rocker! Eine weitere, viel Southern Rock-Esprit versprühende, rootsige Ballade steht mit dem grandiosen "James" auf dem Programm. Tolle Melodie, ein klasse Rhythmus, viel "Soul", und ein zündendes, messerscharfes Lap-Steel Solo bestimmen das Geschehen! "Sugar Lee" ist ein powernder, kochender, uriger Hill Country-Blues mit jeder Menge Reminiszensen an die North Mississippi Allstars. Toller Gesang, viel Drive, ein raues Ambiente und furioses, dreckiges Slide-Spiel, inklusive eines bärigen Bottleneck-Ritts sorgen für ordentlich Dampf. Dann noch das Titelstück "Sugar shack": Ein staubtrockener, wunderbar groovender, sehr ursprünglich und "rural" gehaltener Midtempo Roots-/Southern-Blues! Fowler besticht mit gefühlvollem Gesang und vor Spielfreude nur so strotzender Gitarrenarbeit, inklusive eines flammenden Lap Steel-/Bottleneck-Ausflugs. Purer Slide-Zauber! Neben seinen eigenen Stücken nimmt sich Fowler aber auch dreier Coverversionen an. Und auch die haben es wahrlich in sich! Wow, bringt der Bursche neues Leben in diese Nummern. Zum einen legt er seinen "southern spin" in eine prächtig rockende Fassung des Merle Haggard Country-Klassikers "Tonight the bottle let me down" (halsbrecherisches Gitarrensolo der Marke Dan Baird meets Albert Lee), fegt durch Billy Joe Shaver's "I'm just an old chunk of coal" und nimmt sich schließlich auch noch Russel Smith's (The Amazaing Rhythm Aces) unvergesslichen Hit "Third rate romance" vor, aus dem er einen herrlichen Roots-/Blues-/Country-Rocker zaubert, mit viel Slide-Arbeit, die nicht selten an Ry Cooder erinnert. Produzent Scott Cable hat das Album sehr trocken, ein wenig angeraut, aber ungemein filigran und fein akzuentiert in Szene gesetzt, Vermittelt einen sauberen, viel Atmosphäre versprühenden, sehr nätürlichen Live-Sound. Samstag abends, in einer urigen, abseits in den "Florida-Backwoods" gelegenen Bar - auf der Bühne eine "groovy little band from down south", Damon Fowler und seine Kumpels - und Du direkt davor! So in etwa muß man sich das vorstellen! Einfach wunderbar! CD rein, zuhören, geniessen....

Das komplette Tracklisting:

1 Some Fun - 2:26   
2 VFW - 3:20   
3 I Hope It's Gonna Rain - 4:43   
4 Lonely Blues - 4:29   
5 James - 4:47   
6 Sugar Lee - 4:31   
7 Sugar Shack - 4:36   
8 Tonight the Bottle Let Me Down - 3:41   
9 Third Rate Romance - 5:01   
10 Wrong Side of the Road - 3:41   
11 Don't Know Why I Love You - 4:58   
12 I'm Just an Old Chunk of Coal - 2:58

Art-Nr.: 6197
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
VFW
I hope it's gonna rain
Lonely Blues
James
Sugar Lee
Sugar shack
Third rate romance

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Greene Band, Alastair - trouble at your door [2014]
Viertes Studioalbum des südcalifornischen "guitarslingers" Alastair Greene und seiner Band, mit dem er, wie sollte es auch anders sein, erneut ein voller Leidenschaft und Spielfreude steckendes Bluesrock-Meisterwerk, von vorn bis hinten gespickt mit erstklassigen Songs, abliefert. Zollte Greene mit dem 2009 erschienenen Album "Walking in circles" noch seinen großen Blues-Heores Tribut und fröhnte er mit dem 2011er Werk "Through the rain" eher dem harten, bluesgeträmkten Classic Rock, so liegt er mit "Trouble at your door" genau dazwischen. Es ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Bluesrock-Album entstanden, das überaus klug einen Bogen von traditionellen Blues-Fundamenten zu prächtigen, zeitlosen, klassischen Rock-Elementen spannt. Es rockt und bluest gleichermassen an allen Ecken und Enden. Die Songs wirken kompakt, stecken voller verzüglicher Strukturen und Melodien, bieten dabei aber immer ausreichend Freiraum für des Meisters furiose Gitarrenausflüge und -jammings, ohne dabei allerdings jemals in unkontrolliertes "Gefrickel" abzudriften. Nein, Greene ist wahrer Virtuose, dessen Gitarrenspiel voller Feeling und Seele steckt. "Trouble at your door" besticht zusätzlich mit jeder Menge Southern-Flair, vor allem auch deshalb, weil Greene viel Slide Gitarre spielt. Des öfteren hören sich die Soli an, als würden sich zwei Gitarristen gegenseitig anstacheln und auf immer höhere Levels spielen, nämlich dann, wenn der Protagonist zwischen Slide und klassischer Lead Gitarre hin und her wechselt, wie beispielsweise bei dem fabelhaften "southern-fried" Boogie "Back where I belong". Welch ein Feuer! Man mag kaum glauben, dass Alastair Greene schon seit einigen Jahren als Lead Gitarrist mit dem Alan Parsons Project um den Globus tourt, doch in seinem Herzen regiert ohne jeden Zweifel der erdige und straighte Bluesrock. Schon der Opener "People" ist eine absolute Hammer-Nummer! Ein prächtiger, packender, geradeaus nach vorn rockender Boogie, bestimmt von dreckigen Slide-Riffs und einem ordentlich an ZZ Top- oder auch an Gov't Mule erinnernden Groove. Die Melodie ist klasse, der Gesang exzellent und das Slide-Solo des Meisters lässt absolut keine Wünsche offen. Der Grundstein für ein famoses Album ohne jeden Aussetzer ist gelegt. Weitere Highlights sind das von herrlichen Wah Wah-Riffs und einem treibenden Groove bestimmte, genauso lässige wie powernde Titelstück "Trouble at your door", der erdige, von großartiger Acoustic-Slide dominierte Roots-Blues "Red wine woman", der kompakte, satte Bluesrocker "First born son" mit seinen glühenden, brillanten Gitarrenläufen, der mitreissende, wieder voller Southernflair steckende Shuffle "Last train around the sun" mit seiner unmittelbar hängen bleibenden Melodik und den begnadeten Gitarrenläufen, der wundervolle, von exzellenter, lockerer Lead Gitarre und einem prächtigen Retro-Feeling geprägte Slow-Blues "Calling for you" (schön hier auch die dezente Orgel-Untermalung), oder auch der flott abrockende, wieder mit herausragender Gitarrenarbeit versehene Rock'n Roller "The sweetest honey" (tolles Drumming). Wie gesagt, schwache Stücke sind Fehlanzeige und die Gitarrenenthusiasten werden Mr. Greene nach dem Genuß deises Albums wieder einmal begeistert feiern. Der Mann aus Southern California und seine Band haben sich endgültig in der "bel étage" des Bluesrocks etabliert. Famose Scheibe!

Das komplette Tracklisting:

1. People - 3:45
2. Trouble at Your Door - 3:28
3. Back Where I Belong - 3:51
4. Red Wine Woman - 3:14
5. First Born Son - 4:16
6. Love You so Bad - 3:32
7. Last Train Around the Sun - 4:27
8. Calling for You - 6:30
9. Make the Devil's Day - 3:38
10. Strange Feeling - 4:12
11. Pretty Price to Pay - 3:38
12. The Sweetest Honey - 3:25

Art-Nr.: 8624
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
People
Trouble at your door
Back where I belong
First born son
Last train around the sun
Calling for you
The sweetest honey

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Greene Band, Alastair - walking in circles [2009]
Bärenstarkes, neues Bluesrock-Album des begnadeten Gitarristen Alastair Greene aus Southern California und seiner Band. Viele werden sich sicher noch an sein famoses Werk "A little wiser" aus dem Jahre 2002 erinnern, als er in der Szene, zumindestens bei den "Insidern", wie eine Bombe einschlug. "Walking in circles" geht noch einen Schritt weiter. Mitreissender, dreckiger Blues, Bluesrock und rocking Blues von immenser Vielseitigkeit. Das geht von Chicago-style über Texas-Blues, bis hin zu jazzig angehauchtem Swing-Blues, fulminantem Boogie-Bluesrock und British Blues. Mal gewaltig brodelnd und kochend, mal slow, mal funky groovend, mal mit schönem Piano und erdiger Harp angereichert, mal laut und fetzig rockend - immer voller Inspiration, Herz und Seele. Dazu ist dieser Mann ein toller Sänger und vor allen Dingen ein wahrer Hexer an den sechs Saiten. Die Gitarren-Enthusiasten werden an den grandiosen, ungemein virtuosen und vielseitigen Soli ihre helle Freude haben.

Ein Auszug aus dem offiziellen Text der Alastair Greene Band zur CD-Veröffentlichung:

Greene’s new CD WALKING IN CIRCLES features 6 original songs and 5 covers ranging from the Elmore James-influenced title track and the deep Muddy Waters vibe on ‘Pocket Full of Change’ to the Gov't Mule - style reading of ‘Get Out Of My Life Woman’ and the hard-boogie ZZ Top-inspired interpretation of ‘Cut You Loose’.

Das komplette Tracklisting:

1. Walking in Circles 3:45
2. Look Out Baby 2:34
3. Drunk Again 2:56
4. Get Out of My Life, Woman 5:37
5. Don't Lose Your Cool 4:21
6. Say What You Want 3:02
7. Pocket Full of Change 4:22
8. Cut You Loose 5:00
9. Back Alley Strut 4:14
10. Merry-Go-Round 5:34   
11. Give Me Back My Wig 4:03

Art-Nr.: 6832
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Walking in circles
Drunk again
Get out of my life, woman
Say what you want
Pocket full of change
Cut you loose
Merry-go-round

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Hoge, Will - draw the curtains [2007]
Will Hoge, ein guter Freund vom alten Georgia Satellites-Haudegen Dan Baird, und, was noch viel wichtiger ist und von Album zu Album immer deutlicher wird, ein wahrhaft begnadeter Singer/Songwriter aus Nashville/Tennessee, legt mit seinem neuen Werk "Draw the curtains" ohne jeden Zweifel sein bisheriges Meisterstück vor! Weitestgehend abgewandt vom dampfenden "straighforward American Rock'n Roll" (auch das hat er ja bestens drauf) des Vorgängers, beglückt uns Hoge dieses Mal mit einer geradezu hingebungsvollen, ungemein inspirierten, einfach nur schönen, jede Menge Retrofeeling versprühenden Roots-/Rootsrock-/Americana-Performance, die zu dem absolut besten des Genres zählt, was uns dieses Jahr bislang zu Ohren gekommen ist. Natürlich gibt's auch hier wieder ein paar dynamische, gut abgehende Rocker, doch das überwiegende Material bewegt sich im mittleren Tempobereich. Viel Blues-, viel Alternate Country-, und viel Southern-Flair zieht sich durch sämtliche Songs, die einen Hoge zeigen, der vielseitiger nie war. Die Spannbreite geht von den Anlagen eines Neil Young bis zu The Black Crowes, wie auch von einem Gram Parsons zu Ryan Adams oder von The Band zu Kevn Kinney! Erneut erstklassig produziert von ex-Wilco's Ken Coomer, der auch bei fast allen Stücken die Drums bedient, erstrahlt das durchweg außergewöhnlich starke Songmaterial (stammt komplett aus Hoge's Feder) in sehr transparent und sauber aufeinander abgestimmten, abwechslungsreichen Arrangements, wunderbaren Melodien und einem prächtigen, klaren Sound. Dennoch herrscht eine herrlich rootsige, raue, ungeschliffene, völlig zwanglose Atmosphäre vor! Will Hoge ist ein seeliger Sänger! Das "Jambase"-Fanzine (auch in Jamkreisen, vor allem wegen ihrer grandiosen Live-Shows, geniessen Hoge und seine Band einen immensen Ruf) schreibt dazu: "He sings with grit, raw emotion, intensity and 'heart-on-his-sleeve' passion"! Wunderbar ausgedrückt, denn in der Tat ist seine Stimme einerseits geprägt von einer gewissen Gebrechlichkeit und Sensibilität, andererseits von natürlicher Ruppigkeit, von Staub und "Grit", von einem völlig "ausgebrannt" wirkenden und Whiskey-resistenten, heiseren Timbre - wenn es sein muß, kraftvoll und Energie geladen aus sich rausgehend, oder, wenn es die Situation erforderd, äußerst fragil erzählend. Es wird in jedem Song deutlich, wieviel Intensität und Emotion er investiert. Genauso, wie zu jeder Sekunde spürbar ist, wo Hoge's "Live-Herz" und seine Seele wirklich zu Hause sind, nämlich in den kleinen, verräucherten, intimen "Clubs" und "Wasserlöchern" der Szene, nicht etwa in den "glamourösen" Rock-Arenas! Nein, Hoge lebt den Rock'n Roller, den "Road-junkie", den Storyteller "to the bone" So etwas ist pure Authentizität! Das Album startet, durchaus ungewöhnlich, nicht mit einem fetzigen Uptempo-Rocker, sondern mit einer von sphärischen Violinen und weichen, bluesigen Piano-Klängen umgebenen Ballade ("When I can afford to lose"), der Hoge mit seinem "wehleidigen" und intensiven Gesang eine erstaunliche "Dramatik" verleiht. Toll hier die rootsige, raue, aber sehr dezent eingesetzte E-Gitarre und das großartige Mundharmonikaspiel Hoge's, was das Spannungsfeld zusätzlich erhöht. Erinnert in etwa an eine Mischung aus frühem Neil Young und gegenwärtigen Counting Crows! Klasse! Ach ja, erwähnten wir doch eben noch den als Opener erwarteten Uptempo-Rocker... - der kommt nun mit Stück 2! Und was ist dieses "These were the days" für eine Pracht-Nummer: Schwungvoll, knackig, vollgepackt mit einem unterschwelligen Late-Sixties Retro-Flair (vor allem die legendären Byrds kommen einem aufgrund des wunderschönen 12 String E-Gitarren-Arrangements in den Sinn, verantwortlich dafür im übrigen Nashville's Gitarren-As Pat Buchanan), eine ungeheure Frische ausstrahlend und mit einer Melodie ausgestattet, die sich unwiderstehlich ihren Weg in unsere Gehörgänge bahnt. Ein Country-infizierter, würziger Rootsrocker par excellénce! Mittlwerweile ordentlich auf Touren gekommen, packt Will Hoge nun endgültig seine ganz "große Kiste" aus und schüttelt eine Songperle nach der nächsten aus dem Ärmel seines offenbar riesigen, auf ein beachtliches Kreativitäts-Potenzial zurückgreifenden Song-Fundus'. Das wundervolle "Dirty little war" steht auf dem Programm - pure Americana-Magie! Ein herrlicher, entspannter, dennoch durchaus kerniger, lockerer, leicht southern-swampig angehauchter (großartige Slide-Gitarre) Midtempo Roots-/Countryrocker in einem exzellenten Gitarren-/Slide-/Akkordeon-Gewand. Und es geht auf diesem hohen Niveau weiter: Wie eine Mischung aus Neil Young und The Black Crowes, durchzogen von einer gepflegten Roots-/Southern-/Blues-Brise, schlängelt sich das spürbar inspirierte "Silver and gold" aus den Lautsprechern. Phantastische E-Gitarren-Arbeit von Adam Fluhrer, Hoge's etatmäßigem Tour-Gitarristen, immer wieder angereichert mit schönen Orgel-und Piano-Klängen! Anschließend lässt Hoge mal wieder ordentlich Dampf ab: Voller Drive geht's mit dem brodelnden "Sex, lies and money" tief in den Süden. Feurige, glühende Slides und ein kernig bluesiger, dynamischer Boogie-Rhythmus rühren in den Sümpfen der Deltas. Da lassen gar The Radiators und Sonny Landreth grüßen! Nach der sehr ruhigen Acoustic-Nummer "I'm sorry now" folgt mit "Midnight parade" ein traumhaft schöner, locker flockiger, flotter, viel Southern-- und Alternate Country-Esprit versprühender Roots-/Americana-Rocker, der runter geht wie Öl! Tolle Melodie, umgeben von wundervollen Slidegitarren-Linien (erneut Pat Buchanan) und einer "schrägen" Fiddle. Es folgen zwei weitere klasse Songs, bis das Album zum Abschluß noch einmal mit einem absoluten Knüller aufwartet. "The highway's home" ist so etwas von einer Vorzeige-Americana-/Countryrock-Ballade, das sich einem vor Freude die Nackenhaare hochstellen. Irgendwo zwischen Gram Parsons, Neil Young und Ryan Adams pendelnd, sorgt Hoge für pure Gänsehaut, begleitet von einer hinreißenden, glasklaren, "lonesome" Pedal Steel und feinsten Piano- und Gitarrenklängen! Wir sind begeistert! Meisterhafte Rootsrock-/Alternate Country-/Americana-/Americana-Rock-Musik von Will Hoge, der sich hier in einer Vielseitigkeit und Qualität präsentiert, die in schnurstracks in die allererste Liga der ganz großen Performer dieses Genres katapultiert! Vorhang auf für Will Hoge...

Art-Nr.: 5311
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
These were the days
Dirty little war
Silver or gold
Sex, lies and money
Midnight parade
The highway's home

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Hollis Brown - ride on the train [2013]
Hollis Brown, im übrigen benannt nach dem alten Bob Dylan-Klassiker "The Ballad of Hollis Brown", sind ein großartiges, junges, aufstrebendes, sehr ambitioniertes Rootsrock-Quartett aus New York City, die mit "Ride on the train" ein fantastisches Album präsentieren, dessen musikalische Unbekümmertheit, Zwanglosigkeit und Frische, bei gleichzeitig exzellenter Songqualität, einen von der ersten bis zur letzten Minute begeistert und die goldene Ära glorreicher Rockmusik-Tage aus den späten Sechzigern und den frühen Siebzigern in Erinnerung ruft. Ja, Hollis Brown spielen herrlich retro - und sie sehen auch so aus. Tief inspiriert von dem guten alten Sound solcher Bands wie beispielsweise CCR, Buffalo Springfield und dem frühen Neil Young, den Stones, The Band, Poco, den Byrds, den ganz frühen Tom Petty & the Heartbreakers, den Doors und anderen Seelenverwandten aus jener Zeit, kreieren die Vier ihren eigenen, unwiderstehlichen Mix aus traditionellem American Rock'n Roll und zeitlosem Rootsrock, durchzogen mit einem Hauch von Psychedelic, Countryrock, Blues und Southern Rock. Die Songs sind, im besten aller Sinne, simpel und versprühen ein bestechendes Feeling. Die Melodien sind hinreissend. Die Truppe sprüht nur so vor Spielfreude. Alles klingt wunderbar erdig, ja ungeschliffen, mit Ecken und Kanten, völlig unbeschwert, zwanglos und doch so harmonisch. Eröffnet wird das Album mit dem Titelstück "Ride on the train", einem ganz wunderbaren, alt ehrwürdigen, zeitlosen, erdigen, straighten, rootsigen Rocksong, der einen sofort packt. Ein ungemein "tughtes", sich kompromisslos durch den Track "hämmerndes" Drum-Kit bildet die rhythmische Grundlage, dazu gesellen sich die kernigen, satt rockenden Riffs des hervorragend aufspielenden Gitarristen Jon Bonilla (der Bursche ist mit allen Wassern gewaschen), ein Saloon-mässiges Honky Tonk-Piano im Hintergrund und der charismatische Gesang von Frontmann Mike Montali. Alles zusammen vereint sich in einer prächtig hängen bleibenden, großartigen Songstruktur, deren Melodie einem nicht mehr aus dem Ohr gehen will und damit einem hohen Wiedererkennungswert garantiert. Rockt klasse! Das viel Natürlichkeit versprühende, dezente "Garage"-Ambiente passt, nicht nur bei dieser Nummer, bestens ins Bild. Ein super Auftakt - und es geht so weiter bis zum Ende. Mit dem schmissigen "Down on your luck" folgt der nächste, in einem tollen Retro-Gitarren-Gewand steckende, herrliche Riff-Rocker, dessen klasse Melodie erneut eine Menge Freude bereitet. Fast noch melodischer, eingetaucht in ein wundervolles, balladeskes, leicht bluesiges Southern Rock-/Countryrock-Ambiente, kommt das bärenstarke "When the weather's warm". Man hört Spuren von Poco, The Band und vor allem vom frühen Neil Young, dem Mike Montali mit seinem großartigen Gesang hier verdammt nahe kommt. Ganz stark auch der gut rockende "Doghouse Blues" in seinem vorzüglichen Retro-Style. Hat ein bluesiges Psychedelic-Flair und weist gar Spuren von rockigen Byrds, The Doors und Quicksilver Messenger Service auf. Gitarrist Jon Biónilla brilliert mit tollen Hooklines und Soli. Einfach klasse, solche jungen Bands in der heutigen Zeit zu erleben. Sie scheren sich einen Dreck um irgendwelche Trends und ziehen unbeirrt ihr Ding durch. Diese Retro-"Mugge" macht ihnen Freude, sie liegt in ihrem Blut - und das kommt rüber. Tolle Truppe, tolles Album! "This is a band with a bright future", resümiert der amerikanische Musikjournalist Steve Leggett (Rovi) zu Abschluß seines Reviews. Dem kann man sich nur vorbehaltlos anschließen.

Das komplette Tracklisting:

1. Ride on the Train - 4:39
2. Down on Your Luck - 3:04
3. When the Weather's Warm - 3:52
4. Nothing & the Famous No One - 3:37
5. Doghouse Blues - 2:50
6. Gypsy Black Cat - 3:31
7. Faith & Love - 3:51
8. If It Ain't Me - 4:34
9. Walk on Water - 3:54
10. Nightfall - 3:41

Art-Nr.: 8155
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Ride on the train
Down on your luck
When the weather's warm
Doghouse Blues
Gypsy black cat
Faith & love
Walk on water

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


|| Weiter