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Amazing Rhythm Aces, The - nothin' but the blues [2003]
Bisher nur recht schwer zu ergattern (Eigenvertrieb), können wir, obwohl es schon vor rund einem Jahr erschienen ist, nun endlich auch das neue Album der legendären Amazing Rhythm Aces anbieten! Das Teil ist schlichtweg ein Knüller! In absoluter Top-Form haben sie in Quintett-Besetzung ein wahrhaft grandioses, wie es der Titel schon vermuten läßt, sehr Blues orientiertes Album eingespielt, das jedoch die bewährten und typischen Aces-Merkmale zu keiner Zeit vermissen läßt. Zentrale Figur ist nach wie vor der charismatische Sänger und Songschreiber Russell Smith (sein Gesang ist wieder umwerfend!!!), zusammen mit den beiden Original-Mitgliedern Billy Earheart (Piano/Orgel) und Jeff "Stick" Davis am Bass, sowie Drummer Brian Owings und dem großartigen Lead-Gitarristen Fred James! Seit rund 30 Jahren sind die Aces bekannt für ihren einzigartigen und unverkennbaren Memphis-/Muscle Shoals-geprägten Countryrock voller Blues- und Southern Soul-Einflüssen, weshalb sie, durchaus berechtigt, oft zu dem erweiterten "Dunstkreis" der Southern Rock-Szene gerechnet werden. Und dem Southern Rock waren sie niemals näher als heute, als mit "Nothin' but the blues"! Es ist eine ganz herrliche, hochklassige, voller Eleganz und voller Gefühl und Seele steckende, von unglaublich starkem Songmaterial geprägte, wunderbar groovende Blues(rock)-Scheibe geworden, bei der die Countryrock-Elemente zwar immer noch vorhanden sind, aber nicht mehr so im Vordergrund stehen. Die Basis bildet der Southern Blues, garniert mit jeder Menge "Alabama Muscle Shoals"-Soul und großartigen Melodien! Dazu kommt auch mal ein prächtiges Delta-Flair, mal ein stark an Little Feat erinnernder Groove, viel Rootsrock-Feeling - alles verpackt in höchste Musikalität von 5 versierten Könnern! Was für Songs, was für Musiker, was für ein herrliches Southern Soul-Flair! Tolles, knackiges Drumming und Jeff's geradliniger, wie flüssiger Bass bilden die rhythmische Grundlage der wundervoll groovenden Arrangements, in denen es die Band auf einzigartige Weise versteht, das Feuer des Südens, sowohl mit einer gewissen Relaxtheit, gleichzeitig aber auch mit einer kernigen Würze, durchzogen von prachtvollen, bluesig-rockigen Melodien, zu entfachen. Ungemein authentisch! Immer wieder hören wir ganz großartige, kräftige Lead Gitarren-Soli, das typische Aces E-Piano, wohlige Orgel-Klänge und hervorragendes Mundharmonikaspiel von Russell Smith! Das Album startet mit dem würzig knackigen Shuffle-Bluesrocker "She lied on me", gleich mit hinreißendem Gesang von Herrn Smith und einem dreckigen Bluesharp-Solo, das schließlich in ein großartiges, versiertes wie feuriges E-Gitarren-Solo von Fred James übergeht.Toll! Das Amazing Rhythm Aces-Funke springt sofort über! Man ist gefangen! Genauso wie bei dem folgenden, energischen, voller Country-Soul steckenden Slow-Blues "The blues, the whole blues and nothin' but the blues", dem flüssig flockigen, dennoch knackigen, bluesigen Rootsrocker "Sensual woman" mit seinen wunderbaren Melodienbögen, der mit tollen E-Gitarren und einem wohligen Teppich aus Hammond Orgel und E-Piano instrumentierten und einer hinreißenden Prise Southern-Funk-Soul versehenen Roots-/Blues-/Groove-Ballade "Strong enough" (Russell singt in Hochform, dazu der Rhythmus und diese klasse Melodie...), dem herrlichen, von einem brodelnden, schwülen Swamp-Groove geprägten (die Radiators und Little Feat lassen grüßen), mit klaren wie glühenden Lead Gitarren-Läufen und rauer Mundharmonika ausgestatteten "Snakin' up on you", dem gefühlvollen "Reminiscing with the Blues", dem souligen "Feels like the first time" (Klasse Orgel, klasse Gitarren), dem cool groovenden Delta-/Blues-/Rootsrocker "The chance you take" mit seinem klasse Drumming und den starken Slide-Gitarren, der traumhaften Southern-Blues-Ballade "Worse than dyin'", oder dem fröhlich groovenden (hat fast ein wenig "Third rate romace"-Feeling in Verbindung mit einer gewissen Little Feat-Rhythmik in sich vereint) "Thangamalang", usw.! Stark auch das von Russell Smith mit Jimmy Hall komponierte, flotte "One tear at a time", bei dem sogleich ein gepflegtes (Jimmy Hall spielt hier auch Mundharmonika) "Wet Willie meets Aces"-Feeling aufkommt! 14 Tracks, knapp 60 Minuten (über das etwas spartanische Ein-Blatt-"Booklet" sehen wir gerne hinweg - das macht die Musik zigmal wett), das sind die Amazing Rhythm Aces von ihrer allerbesten Seite! Feinster, gediegener Southern-Soul-Blues mit Roots- und Countryrock-Anlagen in Vollendung! So können das wirklich nur die Amazing Rhythm Aces spielen... - Genial!

Art-Nr.: 3023
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 18,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
She lied on me
Strong enough
Snakin' up on you
Worse than dyin'
Thangamalang

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Anderson, Keith - c'mon! [2008]
3 lange Jahre hat es gedauert, bis Keith Anderson endlich den Nachfolger seines großartigen und sehr erfolgreichen Debutalbums (immerhin verkaufte sich "Three chord Country and American Rock& Roll" über 500.000 mal) präsentiert - nun ist er da! Was sollen wir sagen? Das Warten hat sich wirklich gelohnt! "C'mon" ist noch einen Tick stäker als der Vorgänger geworden, das Songmaterial noch besser und Anderson, bei aller Power, noch vielseitiger aund reifer! Nicht nur äußerlich ein "Kerl wie ein Baum", transportiert es diese Kraft auch ohne Umschweife in seine Musik. So heißt es passend in einem amerikanischen Review zum neuen Album: "For his second album 'C'mon' the beefy, broad-shouldered Keith Anderson amps up his country-rock swagger again", was den Nagel auf den sprichwörtlichen Kopf trifft. Das ist moderner, junger, von einem rauen, wilden, nach Freiheit schreienden, rebellischen Charme durchzogener, dennoch ungemein authentischer und voller Herz und Emotionen geprägter "Hi-Energy Country", wie er in Nashville momentan äußerst angesagt ist. Anderson ist ein Paradebeispiel für eine Generation, die es versteht pure Country-Traditionen mit rockige Klängen zu verbinden und somit alle Barrieren zwischen jung und alt hinter sich zu lassen. Keith Anderson, geboren in der Nähe der Ozark Mountains in Miami/Oklahoma, wurde vorwiegend mit den "Southern-fried" Klängen solcher Bands wie Lynyrd Skynyrd, Molly Hatchet und diverser Hardrock-Bands groß. Erst als ihm ein Exemplar von Willie Nelson's "Red headed stranger"-Album in die Hände viel, entdeckte er seine verstäkte Liebe zur Countrymusic. Dennoch sah es zunächst alles andere als nach einer Musikerkarriere aus. Anderson, auch sportlich überaus talentiert, wurde in jungen Jahren zu einem gefeierten College Baseball Star, doch eine Schulterverletzung verhinderte eine große Karriere. Dann schlug er sich zunächst als Bodybuilder durch (er war wohl auch mal "Mr.Oklahoma"), arbeitete als Model, hielt sich mit "day-jobs" über Wasser, bis er sich schließlich seines musikalischen Talents besann und nach Nashville zog, um dort Fuß zu fassen. Das gelang ihm dann sehr schnell. Besonders der dort unter den Songwritern sehr etablierte George Ducas verhalf ihm zu den richtigen Kontakten. Heute zählt Anderson selbst zu den angesagtesten Songwritern Nashville's, der bereits Riesen-Hits für u.a.Garth Brooks & George Jones, Gretchen Wilson oder auch Big & Rich mitkomponierte, wie auch zu den talentiertesten Performern der neuen, jingen Country-Generation. "C'mon" beweist das sehr eindrucksvoll! "Volles Rohr" wird das Album mit dem großartigen Titelsong eröffnet. Sollte irgendjemand einmal annehmen, AC/DC würden einen Countrysong aufnehmen, dann ist "C'mon" genau dieses Stück! Rockt "wie die Sau", doch zeigt zu jedem Moment deutlich seine Countryroots! Eine tolle Synthese aus krachenden Rock-Riffs und "purem Countryblut"! Bleibt prächtig hängen, hat eine klasse Melodie, lebt von powerndem Gesang, fetten E-Gitarren und einem treibenden Groove. Bärenstarker "young and wild" Nashville-Country "at his very best"! Weiter geht's mit dem nicht minder starken "Break my heart", einer tollen, wieder sehr "saftigen" New Country-Nummer (nicht ganz so hart wie der Opener, aber dennoch sehr knackig), die auch vorzüglich in das Repertoire von Montgomery Gentry passen würde. Klasse hier die lässigen "Talk Box-Guitar"-Elemente zu Beginn, die schöne Orgel-Untermalung und die großartigen, southern-angehauchten Twin Lead-Gitarren. The Kentucky Headhunters, die Georgia Satellites und Van Zant hinterlassen ihre Spuren bei dem tollen, bestens zum Abtanzen (auch für Linedancer) geeigneten Outlaw-/Southern-, honky-tonkin' Redneck-/Roadhouse-Countryrocker "Somebody needs a bug". Die Nummer ist bestens garniert mit herrlichen, fetten Double-Leads, den obligatorischen, weiblichen Background-Gesängen, jeder Menge ausgelassener "Beer and Whiskey-drinkin'" Party-Stimmung und einem tollen Southern-Spirit. Neben den fulminanten, rockin' Country-Fetzern enthält das Werk aber auch ein paar astreine, ganz hervorragend in Szene gesetzte Balladen, bei denen Anderson eindrucksvoll belegt, wie gekonnt und ausstrahlungsstark er sich auch auf diesem Terrain bewegt. Sehr stark beispielsweise die ungemein kraftvolle Power-Ballade "Closest I've ever been" mit ihren gelungenen Wechseln zwischen zurückhaltend vorgetragenen Strophen und dem wunderbaren, satt instrumentierten Refrain, oder auch die toll ins Ohr gehende, ebenfalls recht kräftige "Modern Country"-Ballade "I still miss you" mit ihren schönen Gitarren und den feinen Piano-Tupfern. Ist bereits in den Toß 10 der Billboard Country Singles-Charts mit deutlicher Tendenz Richtung Nr.1. Zwei weitere Songs bedürfen einer besonderen Erwähnung: Erstens, das grandiose Remake des 20 Jahre alten Foster & Lloyd-Knallers "Crazy over you", für das Keith Anderson Radney Foster und Bill Lloyd zur Gesangsunterstützung erstmals wieder gemeinsam ins Studio holte und somit für eine kleine Foster & Lloyd-Reunion sorgte (kochende, massive E-Gitarren, glühende Slide, und eine pulsierende Rhythmus-Sektion sorgen für ein gewaltiges "Country-Pfund"), und zweitens, Keith's eigene Interpretation des von ihm mitkomponierten, wunderschönen, lockeren "Lost in this moment", das kürzlich zum ersten Nr.1-Hit für Big & Rich avancierte. Bis auf besagtes "Crazy over you" wurden übrigens alle Songs von Anderson geschrieben, unterstützt von solch grandiosen Kollegen wie beispielsweise Bobby Pinson, David Lee Murphy, Bob DiPiero, Jason Sellers, Rivers Rutherford und Jeffrey Steele, der das Album auch fantastisch produzierte. Unter den Muskern, die alle zur 1A-Mannschaft Nashville's zählen, befinden sich u.a.: Pat Buchanan, Tom Bukovac, Troy Lancaster, Kenny Greenberg (alle E-Gitarre), Michael Rhodes, Glenn Worf (beide Bass), Steve Hinson (Steel), Greg Morrow (Drums), u.s.w.! Keith Anderson hat mit "C'mon" einen weiteren großen Schritt nach vorn gemacht! Ein Pracht-Album, das seiner Karriere einen weiteren, ordentlichen Schub bescheren sollte. "C'mon all of you cowboys and outlaws, rock the Country with Keith Anderson"! Jawohl! Und ob wir das tun...

Die Tracklist:

1 C'mon! - 3:34   
2 Break My Heart - 3:47   
3 Somebody Needs a Hug - 4:07   
4 She Could've Been Mine - 4:05   
5 Sunday Morning in America - 4:53   
6 I Still Miss You - 3:57   
7 Crazy Over You - 3:27   
8 I Ain't Hurtin' Nobody But Me - 3:25   
9 Adaliene - 3:47   
10 Lost in This Moment - 4:34   
11 Closest I've Ever Been - 3:45

Art-Nr.: 5869
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Assembly Of Dust - sun shot [2013]
Recht rares, gar nicht so leicht zu bekommendes, neues, fantastisches Album der New Yorker Jamrock-Formation Assembly Of Dust, die dieses Werk ansonsten nur über ihre Website anbieten. Assembly Of Dust haben, wie viele andere Bands des Jamrock-Circuits auch, vor allem als Live-Band einen prächtigen Ruf. Ihre wunderbaren, unbeschwerten Konzerte gelten nicht nur unter den "dustheads" als herausragende Ereignisse. Nun haben sie, 4 Jahre nach "Some Assembly required" endlich wieder einmal ein neues Studioalbum eingespielt - und es steht ihren brillanten Live-Shows in nichts nach. Viele Kenner der Band, unter anderem auch das renommierte "Relix"-Magazin und das nicht weniger bekannte "Jambase"-Fanzine, bezeichnen "Sun shot" als das bis dato wohl beste Studiowerk der Band. Gegründet im Jahre 2002 von dem einstigen Strangefolk-Frontmann Reid Genauer (Strangefolk sind im übrigen mittlerweile auch wieder aktiv), der die Truppe nach dem Titel seines ersten Solo-Albums benannte, kreieren Assmebly Of Dust eine von vielen Einflüssen geprägte, unvergleichliche Mischung, die ein amerikanischer Journalist einst mit den Worten "Melding the deep grooves of Blues and R&B with guitar work that recalls J.J.Cale and Little Feat" umschrieb. Das trifft sicher auch auf "Sun shot" zu, doch hier lässt die Band zudem nicht nur eine wohl proportionierte Dosis von Rootsrock-, Americana-, Folkrock- und auch Southern Rock-Elementen einfließen, sondern besticht mit einer herrlichen, luftigen, sonnigen Westcoast-Frische, fast noch ausgeprägter wie es einst die großen Grateful Dead zelebrierten. Die Songs sind durchaus kraftvoll, wirken aber auch vor allem locker und flockig, sprühen vor Spielfreude und kommen dieser genannten Westcoast-Frische entsprechend in einem glasklar und sauber produzierten, wunderbar transparenten Sound. Neben den Dead spürt man die Einflüsse von Siebziger-Helden wie The Band, Neil Young (ohne Crazy Horse), Traffic, über Jamrock-Kollegen wie The String Cheese Incident, The Allman Brothers Band und Phish, bis hin zu Ryan Adams und Wilco. Das Songmaterial ist ohne jede Ausnahme exzellent, ebneso wie die musikalischen Fähigkeiten jeden einzelnen Akteurs. Vor allem das Zusammenspiel des großartigen Lead Gitarristen Adam Terrell mit Organist und Pianist Jason Crosby ist brillant. "USA Today" sagte letztlich in diesem Zusammenhang: "Hooky melodies, poetic lyrics, and a profound depth of musicianship prompted". Das können wir unbesehen unterschreiben. Los geht's mit dem bärenstarken "Grey believer". Schöne Gitarrenriffs und überaus harmonisches Zusammenspiel zwischen Gitarren und Keyboards bestimmen das Geschehen. Genauer's Gesang ist warm und sehr angenehm, dazu weht eine feine Southern-Brise. Die Band versprüht ein Feeling im Grenzbereich zwischen Grateful Dead, The String Cheese Incident und The Allman Brothers Band. Vor allem Terrell's Lead Gitarren-Spiel, inklusive exzellentem Solo, sprüht nur so vor southern-rockigem Allmans-Flair. Nach dem luftigen Americana-Shuffle "Vaulted sky" steht bereits das Titelstück "Sun shot" auf dem Programm, ein toller facettenreicher, zunächst fast fregiler, dann aber mit der nötigen Portion Kraft groovender Roots-/Jamrocker voller erdiger E-Gitarren-Sequenzen, kombiniert mit klaren Acoustic Gitarren-Riffs und prächtigen Piano- und Orgel-Fills. Besticht mit hervorragender Melodik und viel Jam-Potential. Der flockige, wunderbare Midtempo-Rocker "Unvarnished" kommt mit einem dezent jazzig folkigen Groove während der Strophen und viel melodischer Harmonie während der Refrains. Tolle Gitarrenspielereinen ergänzen sich mit herrlichem Orgelspiel und jammiger Percussion. Besonders viel lockeres Westcoast-Flair vermittelt das lässige "Lost and amazed". Starkes Orgelspiel und glänzende, von großartiger Percussion erzeugte Rhythmik, mal ein schön retro klingendes E-Piano und ein paar erdige E-Gitarren-Licks beschwören eine prächtige, fluffige, zwanglose Atmosphäre herauf. Den großartigen Instrumentalpart wird die Band live sicher zu einem herrlichen Jam-Happening ausdehmen. Stark! Der raffinierte Rhythmus (vorzügliches Drumming) des grandiosen Rootsrockers "Avenue of the giants" lässt gar ein dezentes Country & Western-Feeling aufkommen. Eine hervorragende Melodik, beste E-Gitarren-/Acoustic Gitarren-Arbeit, und genußvoll ergänzte E-Piano- und Orgel-Fills verbinden sich in perfekter Harmonie mit Genauer's schönem Gesang. Im Break besticht Adam Terrell mit einem virtuosen, sehr variabken E-Gitarren-Solo, das erneut ein wundervolles Southern-Feeling suggeriert. Einfach klasse! Assembly Of Dust zeigen sich auch im Studio mit "Sun shot" in exzellenter Verfassung. Kein Wunder, dass die Fanbase dieser Band mehr und mehr wächst. Reid Genauer und seine Freunde mit dem nächsten, ganz großen Schritt in die richtige Richtung. Toll! Das Album kommt in einem ansprechend gestalteten Digiback mit dickem, 28-seitigen Booklet inkl. aller Texte. Rundum perfekt!

Das komplette Tracklisting:

1. Grey Believer - 4:31
2. Vaulted Sky - 4:02
3. Sun Shot - 5:02
4. Unvarnished - 4:39
5. Cluttered - 3:48
6. Lost & Amazed - 5:05
7. Avenue of the Giants - 4:14
8. Arkansas Down - 5:07
9. Myth of Mine - 3:55
10. Weehawken Ferry - 3:59
11. Silver and Worn - 3:18
12. Mrs. What You Are - 2:41

Art-Nr.: 8379
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Grey believer
Sun shot
Unvarnished
Lost and amazed
Avenue of the giants
Arkansas down
Mrs what you are

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Band Of Heathens, The - one foot in the ether [2009]
Die grandiose Band Of Heathens aus Austin/Texas hat ihr zweites Studioalbum fertig gestellt - erneut ein schlichtweg umwerfendes Teil! Sie sind und bleiben, das sagen wir mit vollster Überzeugung, die Rootsrock-Sensation der jüngeren Vergangenheit. 3 exzellente Sänger, die gleichzeitig herausragende Songwriter und ebenso famose Gitarristen sind, und eine hinreissend groovende Rhythmusfraktion zelebrieren ihren grenzenlosen, unwiderstehlichen Mix aus Rock, Country, Gospel, Soul, Blues, Southern, und Jam-Elementen, dem man einfach nur hoffnungslos ausgeliefert ist. Es wird nicht bis zum "Anschlag" gerockt, aber diese Musik hat eine Tiefe, einen Groove, eine handwerkliche Substanz, und eine Stärke, die einzigartig ist. Voller Hingabe, voller Seele, voller Leidenschaft, voller Herz. Vollendete Musikalität und Spielkultur! Das ist das Elixier, aus dem der texanische Rootsrock das ewige Leben erlangt.

Das komplette Tracklisting:

1. L.A. County Blues (4.32)
2. Say (3.15)
3. Shine A Light (3.55)
4. Golden Calf (3.02)
5. What's This World (3.41)
6. You're Gonna Miss Me (5.38)
7. Right Here With Me (3.42)
8. Let Your Heart Not Be Troubled (3.44)
9. Somebody Tell The Truth (6.12)
10. Look At Miss Ohio (5.12)
11. Talking Out Loud (4.23)
12. Hey Rider (5.55)

Art-Nr.: 6559
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
L. A. County Blues
Say
Shine a light
What's this world
Somebody tell the truth
Look at Miss Ohio

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Bang, Frank & The Secret Stash - double dare [2013]
"What a blast"! Neues "Killer"-Album des famosen Gitarristen und Slidemasters Frank "Bang" Blinkal, einst langjähriges Mitglied der Touring-Band von Blues-Legende Buddy Guy, und seiner großartigen Truppe The Secret Stash. "Double dare" heisst das gute Stück - und es ist "one hell of a ride" durch die weiten Landschaften des Blues- und Southern Rocks. Frank Bang stammt aus Chicago, wuchs aber in Texas, genauer gesagt, in Austin auf, in einer Gegend, nicht weit weg von den vielen Bars, in denen der Sound des "West Side Blues" berühmt wurde. Als er mit 16 seine Gitarre packte und begann öffentlich aufzutreten, waren seine Favoriten solche Bands wie AC/DC und ZZ Top. Es dauerte einige Zeit, bis er auch mit dem Blues in Berührung kam, zunächst mit der Musik solcher Gitarristen wie Albert Collins, Johnny Copeland und Robert Cray. Doch die Rockmusik sollte immer eine Hauptrolle in seiner musikalischen Entwicklung spielen. Eines Tages begegnete Frank im californischen San Diego dem unvergessenen Stevie Ray Vaughan, der ihm, als er herausfand, das Frank in Chicago geboren ist, empfahl, mit solchen Chicago-Bluesgrößen wie Junior Wells und Buddy Guy in Kontakt zu kommen. Das nahm sich Frank tatsächlich zu Herzen, kehrte nach Chicago zurück und ergatterte dort irgendwann einen Job als Türsteher in Buddy Guy's berühmten "Legends Showroom". Später stieg er zum Crewmitglied von Guy auf und begleitete ihn viele Jahre bei dessen Gigs. Immer wieder hatter Bang fortan Gelegenheiten, mit diversen Musikern zu jammen. Das brachte ihm über die Jahre eine Menge Aufmerksamkeit ein. Gerade als er einen Vertrag von Capricorn Records zur Aufnahme eines Bluesrock-Albums angeboten bekan, offerierte Buddy Guy ihm den Job als Gitarrist in seiner Backing Band, den er selbstverständlich annahm. Nun stand er auf einmal selbst im Rampenlicht. Heute ist Bang mit seiner eigenen Band The Secret Stash unterwegs und begeistert die Gitarren- und Bluesrock-Welt mit bärenstarken Resultaten. Wie vielseitig Frank Bang ist, wie geschickt er all seine langjährigen Einflüsse in seiner Musik unterbringt, ist einfach beeindruckend. Wie gesagt, die Rockmusik spielt eine zentrale Rolle, dabei vor allem auch der Southern Rock, zudem rootsige Bezüge, die wohl vor allem seinem langen Aufenthalt in Texas geschuldet sind. "Double Dare" ist somit ein Album geworden, das sowohl die Southern Rocker, als auch die Bluesrocker begeistern wird. Bang findet eine hinreissende, grenzüberschreitende Mischung aus Elementen des Südens und des Blues, rockt auf der einen Seite "volles Rohr", besticht zudem mit ein paar grandiosen, elektrischen Bluesrock-/Southern Rock-Balladen, aber auch mit 2-3 akustischen Nummern. Eine Vielfalt, die er brillant unter einen Hut bringt. Frank Bang ist ein großartiger Songwriter, ein klasse Sänger und natürlich ein Gitarrist der absoluten Extraklasse. Ein Lead Gitarren-Hexer, ein Slide- und Lap Steel-Spieler, der die Saiten zum Glühen bringt und ein exzellenter Acoustic-Picker. Ein Vollblut-Musiker, der sich alles mit viel Idealismus und Herzblut hart erarbeitet hat. Los geht's auf "Double dare" mit dem Titelstück - und unmittelbar heisst es "anschnallen". Wow, geht hier die Post ab. Das ist ein baumstarker, von massiven, mächtigen Slide-Läufen durchzogener Volldampf Bluesrock-Boogie, der von Anfang an gewaltig auf's Gaspedal drückt. Im Mittelteil geht das Tempo für ein immer noch sehr kraftvolles, wunderbar swampiges, leicht psychedelisches Intermezzo kurzzeitig etwas zurück, ehe die Band wieder in die Vollen geht. Was für ein Drive! Und immer "rührt" der Meister mit dem "Bottleneck" über die Saiten, als wäre der Teufel hinter ihm her. Wunderbar! Das folgende "Burnin' up in the wind", ein leicht funky und "Chicago-style" angehauchter, kochender Bluesrocker, macht auf ähnlichem Niveau weiter. Wieder regiert eine mörderische Slide, diesmal allerdings in Zusammenarbeit mit einer herrlich dreckigen, klassischen Bluesharp. Man ergänzt sich hervorragend. Dazu ist die Nummer von einer klasse Melodie durchzogen und Frank überzeugt mit sehr starkem Gesang. Nach zwei weiteren Krachern ("Lose control" und "God fearin' man") wird es erstmals etwas ruhiger. "Wonder woman" ist eine ganz großartige, rootsige, recht Southern-lastige Blues-Ballade, die zunächst mit akustischer Dobro-Begleitung beginnt, dann aber in eine von saftigen E-Gitarren- und Slide-Licks bestimmte, erstklassige Full Band-Nummer mündet. Tolles Slide-Solo von Bang, wieder unterstützt von einer bluesigen Harp. Mit "This is waht it's all about" folgt ein exzellenter, von viel Americana-Einflüssen geprägter, akustischer "Front Porch Blues", wohl eine deutliche Hommage an Bang's Zeiten in Texas, ehe sich die Band im zweiten Abschnitt des Albums deutlich mehr in Richtung Southern Rock orientiert. Und das macht sie hammermässig stark. "All's well" beispielsweise ist ein herrlich satter, sehr melodischer, von fetten Gitarren und einer ebenso fetten Orgel bestimmter, jede Menge Southern-Feeling verbreitender Uptempo-Rocker, zu dessen Krönung der Protagonist im Break ein flammendes, mit gezielt eingesetzten Wah Wah-Effekten garniertes, großartiges Gitarrensolo beisteuert. Oder die traumhaft melodische, herrliche Southern Rock-Ballade "All I need", in der deutliche Spuren von The Allman brothers Band bis hin zur The Marshall Tucker Band nachzuvollziehen sind. Das grandiose Gitarrensolo Bang's im Break hat so viel Seele wie eines von Toy Caldwell oder auch von Gov't Mule's Warren Haynes. Der "smell of the south" ist allgegenwärtig. Schön auch die harmonisch integrierte Orgel-Untermalung. Richtung Southern-orientiertem Countryrock geht es schließlich noch bei dem von quiligem, feurigem Gitarrenspiel bestimmten, packenden Outlaw-Rocker "18 wheels of hell", der auch zu einem auf Southern Rock abfahrenden Hank III passen könnte. Welch ein Spektrum bildet diese exzellente Truppe ab. "Hard-edged Guitar Blues- and Southern Rock" vom Allerfeinsten - das ist es, was "Double dare" bietet. This is an album that will kickstart your heart", heisst es in einem U.S.-Review! Das unterschreiben wir ohne jeden Einwand. Frank Bang & The Secret Stash machen einen "Hammer"-Job!

Das komplette Tracklisting:

1. Double Dare - 5:21
2. Burnin' Up in the Wind - 4:45
3. Lose Control - 4:21
4. God Fearin' Man - 3:52
5. Wonder Woman - 5:03
6. This Is What It's All About - 5:12
7. All's Well - 4:52
8. My Own Country Way - 2:54
9. 18 Wheels of Hell - 4:21
10. All I Need - 4:51
11. Mattie's Girl - 4:48

Art-Nr.: 8274
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Double dare
Burnin' up in the wind
God fearin' man
Wonder woman
That is what it's all about
All's well
18 wheels of hell
All I need

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Bihlman Bros., The - american son [2003]
Nach dem grandiosen Erfolg des überragenden, aktuellen Albums "What u want" und dem begeisternden Feedback unserer Kunden haben wir nun auch das Vorgänger-Werk der in Los Angeles ansässigen Bihlman Bros. ins Programm aufgenommen. "American son" heisst das Teil, und es ist genauso mitreissend, genauso packend, genauso phänomenal wie der Nachfolger - schlichtweg ein "Hammer"! "The hard rockin', down'n dirty, bluesy force of nature" bläst zum Sturm. Fesselnder, eine gewaltige Power freisetzender, hard-driving Gitarren-Bluesrock, Rockin' Blues, bluesy Roots- und Classic American Rock, voller Southern-Esprit und mit einer gesunden Portion Funk- und Jam-Grooves. Erstklassiges Songwriting, überragende musikalische Fähigkeiten, wunderbare Melodien, baumstarke Gesangsleistungen - Jabo Bihlman (Gitarren, Gesang), Scott "Little" Bihlmann (Drums) und der exzellente Bassist Jason Kott brennen ein gewaltiges Feuerwerk ab. Dabei ist "American son" insgesamt noch ein wenig härter als der Nachfolger. Dreckig, rau, fett und vollgepackt mit flammenden, glühenden, richtig die Muskeln spielen lassenden Gitarrensoli des Saitenhexers Jabo Bihlman, bauen die Jungs mächtig Druck und Intensität auf. Jabo ist wirklich ein Wahnsinns-Gitarrist, der immer wieder ein zentrales Thema in den die einschlägigen, amerikanischen Gitarrenmagazinen ist. Der Bursche demonstriert grenzenlose Virtuosität und Spielfreude, und ballert uns einen harten, expolisven Riff nach dem anderen um die Ohren. Andererseits verliert er sich auch mal in einem herrlich entspannten, verträumten Instrumental ("The cowboy" song"). Doch, wie gesagt, überwiegend dominieren geballte Bluesrock- und Rock-Power. Das Album startet, wie es sich gehört, nach einem kleinen Intro gleich mit einer absoluten "Killer"-Nummer - dem Titelstück "American son"! Es geht los mit bluesigen, swampigen, trockenen Acoustic-Licks, doch nach ein paar Sekunden donnern einem gnadenlose, harte Gitarrenriffs entgegen, unterstützt von krachenden, technisch brillant in Szene gesetzten Power-Drums. Was für ein prächtiger, fetter, straighter, elektrischer "Blue Collar"-American Southern-/Blues-Rocker! Ein mitreissender Groove und bärenstarker Gesang runden das Bild ab. Im Break hören wir ein von wunderbarer, jammiger Percussion unterlegtes, dreckiges, rau und roh gespieltes, glühendes Gitarren-Solo. Schon bei diesem ersten Stück scheint sich Jabo die Finger wund zu spielen. Sein "Brett" brennt lichterloh. Saustark! Das ist die komplette Vollbedienung für alle Freunde von harten Blackberry Smoke bis Gov't Mule, von "heavy" Buddheads bis Stevie Ray Vaughan und von "krachenden" Tishamingo, über Black Stone Cherry bis zu ZZ Top. In eine ähnliche Kerbe schlägt das ebenfalls sehr hart präsentierte, baumstarke "You got me". Die Riffs hauen noch straighter rein und die permanent Gas gebenden, markannten Basslinien erzeugen mächtig Druck. Der Song entwickelt einen Mörder-Drive - tierisches Wah Wah-Gitarrensolo inklusive. Phantastisch auch die improvisationsfreudige, von großartigen Gitarrenspielereien und einem schönen Psychedelic-Flair gekennzeichnete, 8 1/2-minütige Ballade "Dream", die wie eine ungemein fruchtbare Kombination aus Pink Floyd'scher Inspiration und bluesigem, kernigen Gitarren Southern-/Jam-Rock ala The Black Crowes daher kommt. Spannend, intensiv, großartig! So jagt ein Highlight das nächste: Beispielsweise der kochende Funk-/Bluesrocker "Bad axe", der wunderbare, von tollen, dreckigen Gitarrelinien durchzogene, herrlich groovende, melodische, sehr kraftvoll und emotional vorgetragene Slow Blues "Hold out your hand", der Volldampf Power-/Roots-/Blues-/Southern-/Heartland-Rocker "Rusty chain" mit seinem fulminanten Gitarrensolo, oder auch der von höllischen Riffs und wildem "Eindreschen" auf die Schlaginstrumente nach vorn gepeitschte Kracher "Soul vitamin" ("fiery guitar playing and amazing action drumming") - das Material ist einfach genial! Eine absolut bemerkenswerte und besonders erwähnenswerte Nummer ist noch die brillante Coverversion der "Bihlmänner" von Johnny Cash's Country-Klassiker "Folsom Prosn Blues". Was die Truppe aus dieser Nummer für einen von zündenden, fetten, dreckigen Gitarren durchzogenen, Stevie Ray Vaughan-inspirierten, southern-fried Monster-Bluesrocker macht, ist schlicht ein kleiner, musikalischer "Geistesblitz". Die unter Starkstrom stehenden Basslines, das fulminante Drumming, das schon erwähnte, raue, packende Gitarenspiel, und dieser brodelnde Groove - wunderbar! Wir sind vollends begeistert! Ein meisterhaftes Werk dieser "Powerhouse Bluesrocker", wobei das Wort "Rock" hier eindeutig dominiert. 60 Minuten lang "The Bihlman Bros. on fire"! Und sie spielen auf, als wollten sie jeden noch so etablierten Kollegen an die Wand "nageln". Unfassbar, dass diese Jungs noch nicht den ganz großen Durchbruch geschafft haben...

Das komplette Tracklisting:

1. Caminando a una boda 1:22
2. American Son 4:22   
3. You Got Me 3:23
4. Dream 8:25   
5. Bad Axe 4:23
6. Misery 5:57   
7. Hold Out Your Hand 7:10   
8. Rusty Chain 3:54
9. Blue Skies 4:32
10. Folsom Prison Blues 3:53
11. Sugarman 4:29
12. The Cowboy Song 4:15   
13. Soul Vitamin 3:10

Art-Nr.: 6873
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
American son
You got me
Dream
Hold out your hand
Rusty chain
Folsom Prison Blues
Soul vitamin

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Bihlman Bros., The - what u want [2009]
"The Bihlman Bros. are a hard rockin', down'n dirty, bluesy force of nature"! Mitreissend! Packend! "What u want" ist das bereits vierte Album der in Los Angeles ansässigen Bihlmann Bros., ein Werk, dass die pure Begeisteung auslöst! "Blues Rock with an emphasis on Rock. Guitar driven songs that'll keep you hummin' all day", heisst es in einem U.S.-Statement, "a hard, driving, soulful Bluesrock juggernaut" in einem anderen, wir nennen es ein unwiderstehliches, einen nicht mehr los lassendes, fettes, "Southern Rock-fueled Bluesrock-Spektakel", wobei die Betonung auf "Rock" liegt. Geprägt ist das Ganze von jeder Menge Power, geradezu traumhaften Melodien, erstklassigen Gesangsleistungen, aussergewöhnlicher Musikalität und einem famosen Gitarren-Feuerwerk! Mit wem haben diese Bihlman Bros., zwei ausgefuchste Studio-Veteranen und Mitglieder der "Warner Chappel Songwriter Association" nicht schon alles gearbeitet und gespielt: ZZ Top, Buddy Guy, Charlie Daniels, Kenny Wayne Shepherd, Little Feat, Pat Travers, Son Seals, Chris Duarte Group, Ted Nugent, BB King, um nur einige zu nennen. All das ist durchaus kompatibel mit ihrer Musik, wenngleich man zudem deutliche Einflüsse von beispielsweise The Black Crowes, Bad Company, Stevie Ray Vaughan, Jimi Hendrix, The Allman Brothers Band, Indigenous und durchaus auch sehr zeitgemässem, straightem American Rock verspürt, wie ihn beispielsweise Black Stone Cherry zelebrieren, nur sehr viel eingängiger, musikalisch noch eine Idee versierter und ausgereifter. Hier sind Weltklasse-Musiker am Werk. Vor allen Dingen der unglaubliche Gitarrist Jabo Bihlman ist ein Teufel an den 6 Saiten, der immer wieder die einschlägigen, amerikanischen Gitarrenmagazine für sich in Anspruch nimmt. Vor dessen famosem Spiel muss so mancher "guitar hero" ehrfurchtsvoll zu Kreuze kriechen. Eingespielt ist das Album in klassischer Trio-Besetzung. Neben Jabo Bihlmann, im übrigen auch ein grandioser Sänger, agieren noch sein Bruder Scot "Little" Bihlman am Schlagzeug und der ebenfalls herausragend spielendeCharlie "Cornbread" Short am Bass. Was die Drei aufziehen, ist eine voller Southern-Esprit steckende Bluesrock-/Rock-Show, die eine gewaltige Energie freisetzt. "Fabulous guitar picking and amazing action drumming" bestimmen die Szenerie! Kochende Slide, explosive Riffs, auch mal ein lockeres, sehr gefühlvolles Intermezzo, dann wieder flammende, zündende, grenzenlose Spielfreude demonstrierende und doch so klar stukturierte, wunderbare, fette Lead Gitarren-Ausflüge - Jabo Bihlmann spielt in beeindruckender Art und Weise auf. Weitere, gar nicht hoch genug einzustufende Pluspunkte sind, wie gesagt, die exzellente Gesangsleistung, das durch und durch hervorragende Songwriting und diese sich unwiderstehlich in die Gehörgänge schraubenden Melodien. Steigen wir mal ein, ins prächtige Geschehen: Ein paar trockene, staubige, fast verloren erscheinende Acoustic Gitarren-Riffs als Intro - und schon bricht das Gewitter los."I wanna fly" heisst dieser packende, donnernde, straighte Bluesrock-Kracher. Harte, massive Riffs und furioses Lead- und Slide-Gitarren-Spiel produzieren mächtig Dampf. Das gewaltig rockende Ambiente, ein tierische Bass-Drive und die zündenden Gitarren sorgen für "brennende Luft" - und dann diese tolle Melodie! Apropos Melodie: Nach dem nächsten, satten Riff-Knaller "Believe", steht mit dem traumhaft eingängigen und harmonischen "Jubilee" eine ganz herrlich zwischen ruhigeren und kraftvolleren Momenten hin und her balancierende, sich wunderbar in unseren Ohren festsetzende, lupenreine Southern Rock-Ballade auf dem Programm, deren zentrale, instrumentale Passage in der Mitte von einem hinreissenden, rund 1 1/2-minütigen Gitarren-Solo bestimmt wird. In der Manier eines Toy Caldwell (The Marshall Tucker Band) steigert sich Jabo Bihlman von anfangs langsamerem, sehr melodischem, dennoch würzigem Spiel hin zu einem fulminanten, satten, virtuosen Uptempo-Ritt. Genial! Eine absolute "Killer"-Nummer! Wie auch der von rührender, glühender Slide und staubtrockenem Dobro begleitete, kochende, drückende Swamp-Bluesrocker "What u want". Besticht mit einem tollen Rootsrock-Flair! Die Swamps brodeln und die Gitarren dampfen! Hat entfernt etwas von Eric Sardinas! Lässig, californisch, sonnig, locker, dennoch ausgestattet mit der nötogen, bluesigen Kraft und ein wenig funky groovend (tolle Wah Wah-Begleitung) kommt das großartige "Better place". Jede Menge Stevie Ray Vaughan- und Hendrix- Blues-Feeling, vermischt mit californischer Rock-Frische und einem unterschwelligen Southern-Flair, versprüht die wunderbare Ballade "Angel's wings". Ruhige Passagen mit exzellenten, bluesigen Gitarren-Hooklines wechseln mit einem krachenden, druckvollen, massiv Riff-betonten Rafrain, der allerdings einmal mehr von einer tollen Melodie bestimmt wird. Wie auch der herrliche, von vielschichtigen, transparenten Gitarren bestimmte, bluesige, Southern-flavoured Rootsrocker "Needle & thread" (saustarkes Gitarren-Solo), der sich wieder wunderbar in unsere Gehörgänge schleicht. Auch das brodelnde "Walk outside" (hat was von den Allmans, Gov't Mule und Chris Duarte, aber auch von modernen U.S. Rock-Strukturen - tolle, zusätzliche Percussion, klasse Wah Wah-Gitarre) und die das Album abschliessende, epische, schwere, atmosphärische Bluesrock-Ballade "Broken wings" (mächtiges Gitarren-Feuerwerk) hinterlassen pure Begeisterung. Zum Abschluss des Reviews noch ein paar Zitate von einigen Experten, die sich als absolute Bihlman Bros.-Fans outen:
"The Bihlman Bros. are simply unbelievable. With the right exposure, there'll be no stoppin' em." - Jim Gaines - Grammy Award winning Memphis producer!
"I love this music. The Bihlman Bros. are awesome. They blew me away!" - Bruce Robb, Cherokee Studios / Quarter 2 Three Records!
"The Bihlman Bros. are on fire. Jabo Bihlman is an incredible singer and sizzling guitar player." - Terri Ray, WKLT Radio!
"Excellent" - Chris Duarte!
Das können wir alles "blind" unterschreiben! "What u want" ist genauso klassischer, wie moderner, melodischer, rootsy, ass kicking, Southern-fueled Guitar-Bluesrock/Rock, dessen Qualitätseinstufung nur ein Urteil zulässt: "Überragend"!

Das komplette Tracklisting:

1. I Wanna Fly 3:09
2. Believe 3:41
3. Jubilee 4:40
4. What U Want 3:16
5. Better Place 4:20
6. Angel's Wings 5:41
7. Needle & Thread 3:14
8. Butterfly 4:40
9. Walk Outside 3:34
10. Shotgun 2:20
11. Broken Wings 4:16

Art-Nr.: 6725
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
I wanna fly
Jubilee
What u want
Angel's wings
Needle & thread
Walk outside
Broken wings

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Bingham, Ryan & The Dead Horses - roadhouse sun [2009]
Staub, Dreck, raue Intensität, überragende Songwriter-Qualitäten, und eine musikalisch ungemein versiert aufspielende Truppe - Ryan Bingham & The Dead Horses (roots)rocken nicht nur Texas, den amerikanischen Südwesten und das Heartland, sondern erobern mit ihrem fantastischen "rural Texas Rootsrock" in Windeseile auch die Fans "all over the world". Ihr neues Album "Roadhouse sun" ist schlichtweg ein Knüller! Ryan Bingham verbrachte den Großteil seines noch jungen Lebens quasi ohne festes Zuhause "on the road". Bereits seit seinen mittleren Teenager-Jahren stand der heute 28-jährige auf eigenen Füssen, schlug sich auf Farmen und Rodeos durch, tingelte kreuz und quer durch den amerikanischen Südwesten, schlief jahrelang nach nächtlichen Rodeo-Gigs in seinem Truck und lernte das raue Leben unterwegs mit allem Für und Wider intensiv kennen. All das spiegelt sich in ungewöhnlicher Authentizität in seiner Musik wider. "It's the vario of roadside bars and last calls, of bull-riding gigs and border town trailer parks", sagt Bingham und fügt an: "Manchmal hab' ich in der verdammt heißen Sonne Texas' für gerade mal einen Dollar pro Tag gearbeitet". Genau das kommt rüber. Er transportiert das raue Leben, das er bislang führte, vollkommen ehrlich und nachvollziehbar in seine Songs, sowohl textlich als auch musikalisch. Ein großes Plus, das er vielen Kollegen voraus hat. Erst im Alter von 17 Jahren erlernte er das Gitarrespielen von einem Mariachi-Freund. Sein musikalisches Talent war eh aussergewöhnlich und so kam es, das er die Leute oftmals nach irgendwelchen Rodeo-Veranstaltungen mit seinen Songs spontan unterhielt und regelrecht fesselte. Ein Roadhouse-Besitzer in Stephenville/Texas (dort lebt Bingham heute) wurde auf ihn aufmerksam, engagierte ihn für wöchentliche Auftritte, es folgten zwei Album-Veröffentlichungen im Eigenvertrieb und schließlich der Deal mit dem renommierten "Lost Highway"-Label. Seitdem geht es, im übrigen vollkommen verdient, mit der Karriere steil bergauf. Bingham wird schon in eiem Atemzug mit den ganz Großen des Metiers genannt, was angesichts der aussergewöhlichen Qualitäten des Protagonisten und seiner großartigen Truppe in keinster Weise verwundert. Ryan Bingham ist aus dem gleichen, rauen Holz geschnitzt wie solch legendäre Texas-Troubadours der Sorte Billy Joe Shaver und Willie Nelson. Darüber hinaus fühlt sich Bingham stark beeinflusst von so renommierten Künstlern wie Joe Ely, Terry Allen, John Prine und Steve Earle, aber auch von Bob Dylan, Bruce Springsteen, John Mellencamp, The Marshall Tucker Band, den Rolling Stones und The Black Crowes! Und auch das ist alles aus seiner Musik herauszuhören, wenngleich sie von unverkennbarer, eigener Identität geprägt ist. Apropos The Black Crowes: Deren ehemaliger Gitarrist Marc Ford ist ein Riesen-Fan von Bingham und hat ihn und seine Band sofort produktionstechnisch unter seine Fittiche genommen. Das passt prächtig, denn Ford bewahrt alle Rauheit und Ursprünglichkeit des Sounds, fördert aber gleichzeitig den Druck und die kochenden blues-rockigen Momente dieser wunderbaren Songs! Das Material geht von lockeren, erdigen Storytelling-Songs (das vollkommen akustische "Snake eyes"), knochentrockenem, kantigem Rootsrock (der turbulente Opener "Dry is done" mit seinen abrupten Wechseln zwischen laut und leise, dem großartigen Blues-Feeling, der tollen Instrumentierung aus fetten E-Gitarren und coolem Piano-Geklimper, inklusive heißer, swampiger Gitarrensoli), herrlichen texanischen Countryrock-Anlagen (das etwas grassige, mit schöner Mandoline und tollen Gitarren instrumentierte, schwungvolle "Tell my mother I miss her so"), bis hin zu kochendem, lautem, rauem, mit fetten E-Gitarren zugeschmettertem, Southern-/Blues-rooted Texas-Rock (beispielsweise das knallharte, krachende, eine gewaltige Power freisetzende, aus einer Kombination von wuchtigen Drums, dampfenden E-Gitarren und wundervollen Mandolinen-Ergänzungen bestehende "Endless ways" das sicher auch solche Texas-Legenden wie Lightnin' Hopkins stolz machen würde)! Alles wirkt sehr intensiv, kraftvoll und drückend! Der Dreck und Staub Texas' und des Südwestens ist stets präsent. Und dann Bingham's Stimme: Rau, Staub-gegerbt, wie mit Sandpapier bearbeitet! “Too many nights in the whiskey house”, seien die Gründe dafür, sagt Bingham scherzhaft! Weitere, absolute Höhepunkte eines, und das sei noch einmal ausdrücklich erwähnt, von vorn bis hinten saustarken Albums ohne jeden Ausfall, sind beispielsweise der herrlich flotte, von texanischem Steve Earle-Staub überzogene, dynamische Roostrocker "Dylans hard rain" (vereint trockene Americana-Klänge mit dezenten Sixties Countryrock-Anlagen der Byrds), die wundervolle, melodische Ballade "Bluebird" (klingt, als stamme sie aus einer imaginären, von ungehemmter Spielfreude und Natürlichkeit geprägten Session von The Black Crowes und Bruce Springsteen, gespielt im texanischen Lubbock), der von rauen, bluesigen, rotzig zirpenden Gitarren umsäumte und mit tollem Honky Tonk-Piano garnierte Americana-Rocker "Hey Hey Hurray", das fast ein wenig meditativ wirkende, von hypnotischen Neo-Psychedelic Gitarren-Spielereien gerägte, über 7-minütige, bluesige "Change is", oder auch die herrliche, entspannte, rootsige Country-Ballade "Rollin' highway blues", die in einem exzellenten, semi-akustischen Gewand erklingt! Packender, rauer, ehrlicher, dreckiger, intensiver, texanischer Rootsrock ("the rwaness is real", schreibt beispielsweise die "Los Angeles Times"), der einen nicht mehr los lässt! Ryan Bingham und seine famose "road-tested band" (Corby Schaub - guitars, dobro, lap steel, mandolin; Matt Smith - drums; Elijah Ford - bass, piano) werden sich mit diesem Album unwiderbringlich in die Herzen der Genre-Fans spielen. Doch auch der ein oder andere Blues-, Southern-, und Countryrock- Begeisterte wird sich aus dem Bann dieses Werkes nicht mehr befreien können. Ryan Bingham & The Dead Horses auf dem Weg in den Rootsrock-Olymp! Grandios!

Das komplette Tracklisting:

1 Day Is Done - 4:25   
2 Dylan's Hard Rain - 4:32   
3 Tell My Mother I Miss Her So - 3:45   
4 Country Roads - 3:46   
5 Bluebird - 5:02   
6 Snake Eyes - 4:38   
7 Endless Ways - 3:55   
8 Change Is - 7:18   
9 Rollin Highway Blues - 3:49   
10 Hey Hey Hurray - 3:13   
11 Roadhouse Blues - 3:30   
12 Wishing Well - 3:58

Art-Nr.: 6412
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Dry is done
Country roads
Bluebird
Endless ways
Rollin' highway blues
Hey Hey Hurray

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Bishop Black - same [2009]
Mit großer Freude erleben wir im Moment so etwas wie eine kleine Renaissance des Southern Rocks. Und es sind nicht die großen und arrivierten Bands des Genres, die sich dabei hervortun, sondern eher Formationen, die bisher aufgrund ihrer noch jungen Vergangenheit eher weniger in Erscheinung traten (Rebel Pride, Blackberry Smoke), mittlerweile dank bärenstarker Veröffentlichungen dafür umso gewaltiger, oder aber richtige Newcomer wie zuletzt beispielsweise The Last Straw, die Holman Autry Band, Silver Travis und Preacher Stone, die unmittelbar mit furiosen Debütalben von sich Reden machen. Zu letztgenannter Sorte ist auch das junge, aus Alabama stammende, seit 2007 bestehende, hervorragende Quintett Bishop Black (benannt nach der schwarzen Schachfigur) zu zählen, deren prächtiges, gleichnamiges erstes Album ebenfalls als überaus eindrucksvolles Indiz für die wunderbare neue Frische und das neue Leben der Southern Rock-Szene gewertet werden muß. Ist das herrlich, wenn sich solch hoch talentierte junge Bands dieser Musik verschreiben und darin ihre Roots ausleben. Keine Frage, die Rockmusik des Südens lebt. Bishop Black spielen einen sehr gefällgen, schön "saftigen" Southern Rock mit einem Hauch von Countryrock und Blues, kraftvoll, mit Biss, aber auch voller toller, sich unwiderstehlich in die Gehörgänge grabender Melodien (geht teilweise runter wie Öl), eingebettet in einen klasse Gitarrensound. Nicht nur die Southern Rock-Freunde werden ihre helle Freude haben, auch die "Red Dirt"-Gemeinde kann jubeln. Denn zwischen Lynyrd Skynyrd, Blackberry Smoke und Cross Canadian Ragweed tummelt sich genüsslich die Musik von Bishop Black, wie gesagt, auch mal mit einem leichten Blues-, Soul,- und/oder Funk-Touch. Das Teil ist sehr knackig und fett produziert worden von Steve Lowery, und zwar in den Birdland Studios von Muscle Shoals, Alabama (da klingelt’s doch direkt in den Ohren eines jeden Southern-Fans). Und kein geringeres Blatt als das legendäre "Rolling Stone Magazine" resümierte schlicht und ergreifend über das erste Album: "Bishop Black is the return of of the Muscle Shoals Sound". Na wenn das mal nicht gewaltige Vorschusslorbeeren sind! Und in der Tat knüpfen Bishop Black (bestehend aus Jeremy Braswell - Vocals, Harmonica; Preston Grammer - Guitar, Vocals; Pat Sowell - Guitar, Bass, Vocals; Cory Sowell - Bass und Steve White - Drums) da an, wo Lynyrd Skynyrd einst den Grundstein für ihre spätere Popularität legten. Der saustarke Opener "Long Road To Bama" enthält somit auch deutliche Bezüge und musikalische Parallelen zu Skynyrds größtem Hit "Sweet Home Alabama", ist aber längst nicht so trivial abgekupfert, wie es Kid Rock vor kurzem mit seinem "All Summer Long" (allerdings mit großem Erfolg) praktizierte. Nein, dieser Song steckt darüber hinaus voller frischem Wind und eigenenr Identität. Er groovt melodisch, fett und swampig, mit einem leicht differenzierten Ableger des legendären Ed-King-Riff und einer zusätzlichen, glühenden Slidegitarre (inkl. Solo), unterlegt von feinen Orgelklängen. Für die zeigt sich (ähnlich wie Chuck Leavell bei der Holman Autry Band) Tastenlegende Clayton Ivey (u.a. Wilson Pickett, Diana Ross, Rod Stewart, Bob Seger, Lionel Ritchie, Brooks & Dunn, Aretha Franklin, Roy Orbison) als einziger Gastmusiker verantwortlich, der sich mittels Piano, B3-Organ und Wurlitzer immer wieder gekonnt einbringt. Das folgende "Lawyers, Guns & Money" (Warren Zevon) ist eine von zwei Coverversionen (dazu kommt noch das funkig-bluesig stampfende "Mississippi" - mit schön quäkiger Bluesharp, aus der Feder von Mofro-Kopf JJ Grey - einer Soul/Funk/R&B/Blues/Southern Rock Band aus Florida). welche als ein ungemein frisches, fettes, modernes Update des alten Zevon-Origimals daher kommt, mit einen sehr viel Rhythmik und Dynamik. Einfach großartig! Bei dem starken "Long Way" geht es ebenfalls mit viel Southern-Drive nach vorn. Lynyrd Skynyrd meets The Black Crowes zu ihren "Shake Your Moneymaker"-Tagen. Rockige Gitarren, aggressiver Gesang, Harp-Fills, Orgel-"Gurgeln", satter Groove, klasse E-Gitarren-Solo, Herz was willst du mehr? Überhaupt ist bei Bishop Black gerade die Rhythmusfraktion ein echtes Highlight, die immer wieder für eine fett groovende Untermalung sorgt, besonders Steve White erzeugt mit seinen deftig polternden Schlagzeugeinlagen sehr viel musikalisches Volumen. Ganz besonders atmosphärisch gelungen ist das von Preston Grammer besungene "Shine On", das ganz dezent an "Green Grass & High Tides" von den Outlaws erinnert, allerdings etwas bluesiger dargeboten und ohne die schnellen Passagen und die abschliessende Gitarrenschlacht. Allerdings gibt's auch hier sehr wohl ein exzellentes E-Gitarren-Solo voller meoldischem Southern-Spirit. "Run To Tennesse" (herrliches Tucker-mäßiges Twinspiel am Ende) und "Southern Hospitality" (mit einem Hauch von "Red Dirt", Richtung Cross Canadian Ragweed) bestechen vor allem durch die geschickten Tempovariationen zwischen Strophen und Refrain, wobei auch die Harmoniegesänge von Braswell, Grammer und Pat Sowell nicht von schlechten Eltern sind. Beide Stücke sind southern-typisch gitarrenbetont, bekommen aber durch Braswells filigrane Harpeinlagen ein weiteres Markenzeichen. Balladesk und sehr melodisch geht es bei "Down Again" zu, stark hier das tolle Les Paul-E-Gitarren-Solo. Bei "Brother Locklayer" bieten Bishop Black nochmal deftige Kost im Stile der Allman Brothers oder, zumindestens in Ansätzen, Gov’t Mule. Wieder stehen ein fetter Groove, klasse Gitarren, Orgel und Harp im Mittelpunkt, dazu kommt ein swampig,bluesig, funkiger Touch. Das abschließende "Time" fällt etwas aus dem Rahmen, was aber keineswegs negativ gemeint ist. Vornehmlich mit einer Akustikgitarre begleitet, erinnert es ein wenig an "The Seasons" vom einst erst nach dem Skynyrd-Flugzeugabsturz veröffentlichten Erstwerk "The First... And The Last". Wenn jetzt an dieser Stelle noch eine Gitarrenhymne käme,... nicht auszudenken! Insgesamt ist Bishop Black mit ihrem Debüt ein großartiger Einstieg in die Southern-Szene gelungen. Diese junge Band verfügt offensichtlich über ein beachtliches, kreatives und musikalisches Potential. Damit wird man sich verdientermassen viel Respekt und Anerkennung in der Szene holen. Gratulation zu einer tollen Leistung! Wir freuen uns jetzt schon auf die weitere Entwicklung der Jungs... (Daniel Daus)

Die komplette Trackliste:

1 Long Road To Bama (3.33)
2 Lawyers, Guns & Money (3.25)
3 Long Way (4.28)
4 Shine On (5.30)
5 Run To Tennessee (3.36)
6 Southern Hospitality (4.06)
7 Down Again (4.13)
8 Mississippi (4.28)
9 Brother Locklayer (3.33)
10 Time (3.39)

Art-Nr.: 6513
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Long road to Bama
Long way
Shine on
Run to Tennessee
Southern hospitality
Brother Locklayer

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Black Stone Cherry - same [2006]
Yeah! Auch das ist der Süden! "Turn it loud"! Anschnallen - genießen! Mit, im wahrsten Sinne des Wortes, voller Wucht blasen Black Stone Cherry, ein Haufen langhaariger, blutjunger Rotzlöffel (zwischen 20 und 23 Jahren alt) aus dem kleinen Städtchen Edmonton in South Central Kentucky (auch Heimat der Kentucky Headhunters, was aber nicht die einzige Gemeinsamkeit ist - dazu später mehr) zum massiven Angriff auf die Rock-Welt, und wer von ihren gewaltigen Gitarren-Attacken, den monströsen Riff-Salven und den knochenharten Rhythmen getroffen wird, bleibt nicht etwa benommen liegen, sondern findet sich in einem geradezu aufputschenden, die Sinne "alkoholisierenden", lauten Rock'n Roll-Rausch wieder, der das pure Adrenalin freisetzt! Was für Glücksgefühle! Sie selbst nennen ihre Musik schlicht "Southern Rock for a modern audience", was es sicher irgendwie trifft, aber einer doch weitreichenderen Speziifizierung bedarf. Vor allen Dingen sind die Vier hart! Angesiedelt irgendwo zwischen Metal und Southern Rock liegen ihre Roots sowohl im Retro-Sound der Siebziger, als auch in neuzeitlicheren Gefilden der Post-Grunge-Ära! Da hinterlassen Bands wie AC/DC, Led Zeppelin, Aerosmith, Metallica oder gar Godsmack und Alice In Chains ihre Spuren, genauso wie die Black Crowes und Lynyrd Skynyrd! Alles passt prächtig zusammen. Mit all diesen Einflüssen generieren Black Stone Cherry eine Musik, die irgendwie neu, und doch wieder klassich klingt, aber eben, und das beeindruckt sehr, mit eindeutiger Eigen-Identifikation! Ungeheuer variabel, und für einen solch jungen Haufen extrem abgebrüht, ausgereift und technisch versiert, nennen wir diese grandiose Power-Mucke einfach mal "American Hard Rock with a metal edge, but southern to the core"! Ja, das ist es! Die Band, alles, wie gesagt, verdammt starke Musiker, besteht aus den beiden großartigen Lead-Gitarristen Ben Wills und Chris Robertson, letzterer auch ein ganz hervorragender Sänger (Shouter), dem Bassisten Jon Lawhon, sowie dem brillanten Drummer John Fred Young! Und da haben wir sie wieder, die eingangs bereits erwähnte Verbindung zu den Kentucky Headhunters, denn John Fred ist der Sohnemann von KHH-Gitarrist und Gründungsmitglied Richard Young, der zudem das Album co-produzierte! Die Truppe spielt mit unbändiger Kraft und entwickelt einen gewaltigen Druck! Donnernde, manchmal wie ein Maschinengewehr-Feuer hernieder prasselnde Riffs treffen auf mitreißende, glühende und kochende, voll im Southern Rock verwurzelte, massive, regelrecht stürmische Lead-Gitarrenläufe (teilweise großartige Double-Leads) und perfekt strukturierte, bestens hängen bleibende Songs, die trotz der Härte nie auch nur ansatzweise zum Chaos tendieren, sondern deren Melodik ausgezeichnet gefällt! Eine sehr saubere, klare, knackige Produktion und, trotz der Lautstärke, ein wunderbar transparenter Klang begeistern auf der ganzen Linie! Mächtiger, klassischer Schwermetall-Rock, fast schon dramaturgisch arrangiert, donnert uns zu Start der Scheibe mit dem von unbändigen Power-Riffs und einer gewaltigen Schlagzeug-Kanonade gekennzeichneten, großartigen Opener "Rain wizard" entgegen, dessen mächtiges Gitarrengerüst einen sofort packt! Tolle Songstruktur, die klasse hängen bleibt! Ja, auch das Songwriting-Talent dieser "Jungspunde" ist einfach erstaunlich! Ohne Luft zu holen, geht es "volle Kanne" und mit salvenartigen Riffs weiter: "Backwoods gold" heißt die "Mördernummer", deren Starkstrom-Gitarren und Chris Robertson's prächtiger, ordentlich "röhrender" Gesang sich zu einer hervorragenden Melodie verschmelzen. Hier hört man sie richtig raus, ihre Herkunfts-bedingten Sounthern-Anlagen, ihre familiären Wurzeln, die sie, wie gesagt aber auch zu keiner Zeit leugnen, und die einen entscheidenden Indikator ihrer Musik darstellen. Tierisch, diese glühenden Gitarrenläufe! Und sie werden von Song zu Song stärker. Bis zum Ende, man glaubt es kaum, scheinen sie sich stetig zu steigern. Das zeigt, wie varaibel sie sind, welche Spannung sie bewahren, und bedeutet schlichtweg kenerlei Ausfälle auf der Scheibe! "Lonely train" ist ein Song, "that cuts to the bone": Riffige, "head-bangin'" Heavy-Boogie-Rhythmen, ein mächtiger Druck, und abermals eine prima hängen bleibende Melodik treffen auf voll satte Gitarrenläufe, die ein loderndes Southern-Feuer entflammen. Saustark! Der gelungene Tempowechsel in der Mitte mit einer kurzen, etwas langsameren Phase sorgt für zusätzliche Spannung, ehe die "Gitarren Riff-Hölle" wieder losbricht! Mit "Maybe someday" folgt ein traumhafter Hardrocker mit tollen Twin-Licks! Was für eine Power! Die Black Crowes treffen auf Led Zeppelin und Metallica treffen auf eine verschärfte Blackfoot/Hatchet-Ausgabe, alles in einem Song. Ein fulminantes, durchaus ins Ohr gehendes Feuerwerk - natürlich nicht unbdingt für Zartbesaitete! "When the weight comes down", im Anschluß daran, ist ein höllischer, voller Southern Rock-Feeling steckender, straighter Rock-Kracher, dessen parmenent mit vollem Volumen rockender Gitarren-Mantel und die kochenden Soli einem fast den Atem rauben. Wow, hat das Biß! So geht das stetig bis zum Ende weiter! Die Gitarristen rocken sich die Seele aus dem Leib, Frontmann Robertson singt und grölt "wie ein Großer" und Bassist und Drummer pumpen und "dreschen" sich in meisterhafter Manier in einen wahren Power-Rausch! Einen kleinen Gang zurück, ohne daß es jedoch allzu "leise" wird, schalten sie lediglich bei dem lockeren, balladesken Finalstück "Rollin' on", das allerdings eine absolute Hammer-Nummer darstellt: Eine wunderbare Melodie, herrliche Twin-Leads, gar ein dezenter Country-, dazu ein massiver Southern-Touch, glühende, flinke Gitarrensoli, viel "Saft" - all das demonstriert in beeindruckender Manier, wie eine junge, unverbrauchte, aber schon erstaunlich ausgereifte und variable, "wilde" Truppe namens Black Stone Cherry klassisch fundamentierten, im Süden verwurzelten, modernen, amerikansichen Gitarren Hard-Rock'n Roll zu spielen gedenkt - ehrlich, packend, laut, begeisternd! "This album captures the kinetic energy and force of the band's straight-ahead, in-your-face Rock & Roll and it is proof that the guys are true southern originals." Wie gesagt, die Scheibe ist 'ne Wucht!

Art-Nr.: 4333
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Lonely train
Maybe someday
When the weight comes down
Shapes of things
Violator girl
Rollin' on

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Blackberry Smoke - leave a scar: live in north carolina ~ dvd [2014]
Soeben eingetroffen!

Jetzt endlich auch als Live-DVD lieferbar: Eine der stäksten Southern Rock-Bands der Gegenwart mit einem fulminanten Konzert ihrer aktuellen "Whippoorwill"-Tour. Kaum eine andere Band transportiert den klassischen Southern Rock in der Tradition Lynyrd Skynyrd's dermassen authentisch und "echt" in die heutige Zeit, wie Blackberry Smoke. Genau das demonstrieren sie mit diesem Live-Set mehr denn je. Fünf langhaarige "Mähnen", scheinbar den Siebzigern entsprungen, lassen jedes Southern Rock-Herz höher schlagen. Das Konzert ist in Sound und Bild prächtig eingefangen worden, auch die wirklich sehr interessanten "Behind the scene"-Features und das Bonus-"Making of" von "Yesterday's wine" mit George Jones und Jamey Johnson. Long live Blackberry Smoke...

Die DVD ist "code free" und somit auf jedem DVD-Player abspielbar!

Die Setlist:

1. Shakin' Hands With The Holy Ghost
2. Sanctified Woman
3. Testify
4. Good One Comin' On
5. Six Ways To Sunday
6. Ain't Got The Blues
7. Lucky Seven
8. Pretty Little Lie
9. Restless
10. Up In Smoke
11. Crimson Moon
12. The Whippoorwill
13. Son Of The Bourbon
14. Everybody Knows She's Mine
15. One Horse Town
16. Lesson In A Bottle
17. Ain't Much Left Of Me
18. Leave A Scar

Art-Nr.: 8629
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: DVD || Preis: € 18,90

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Blackberry Smoke - the whippoorwill [2012]
Mannomann! Was hat diese Band für eine Entwicklung genommen! Die neue Scheibe von Blackberry Smoke, nach einer wohl nur eingefleischten Ornithologen bekannten Vogelart, der Schwarzkehl-Nachtschwalbe, benannt, ist einfach nur der Hammer. Der Fünfer um Frontmann Charlie Starr, der hier wieder grandiose Gesangs-, Gitarren- und Songwriterkunst abliefert, hat sich auf diesem Werk selbst übertroffen und sogar den saustarken Vorgänger "Little Piece Od Dixie" fast zur Bedeutungslosigkeit degradiert! Auf ihrer tollen Live-DVD, die schon vier Songs des neuen Werkes ("Everybody Knows She’s Mine", "The Whippoorwill", "Ain’t Much Left Of Me" und "Sleeping Dogs") als Heißmacher beinhaltete, hatte sich bereits angedeutet, dass diese Band aus Georgia ohne Wenn und Aber die Champions-League des Southern Rocks entern würde. Und dies ist mit dem dreizehn Stücke umfassenden neuen Silberling eindrucksvoll gelungen, eine regelrechte Sternstunde des Southern Rocks im Allgemeinen und für die Anbeter solcher Legenden wie Lynyrd Skynyrd, The Outlaws und The Kentucky Headhunters im Besonderen! Die Georgianer fühlen sich beim Label von Country-Superstar Zac Brown (Zac Brown Band), Southern Ground Records, der an den Burschen zu Recht einen Narren gefressen zu haben scheint, sichtlich pudelwohl und pushen sich immer wieder zu neuen Höchstleistungen. Besagter Zac Brown und sein Gitarrist Clay Cook sind auch wieder bei Produktion, Songwriting und auch instrumentell mit eingebunden. Wie ebenfalls auf dem Live-Dokument ersichtlich und prägnant hörbar, hat ihr neuer Silberling mit der Hinzunahme von Keyboarder Brandon Still auch im Studio das "noch etwas gewisse Mehr" hinzugewonnen. Der Bursche spielt sich hier zwischen Allman'schen Hammond-Klängen und Pilly Powell "Gedächtnis Piano-Geklimper" regelrecht in Rage und mutiert hinter Fronter Charlie Starr zum zweiten Star des Albums, getragen natürlich vom manschaftsdienlichen Restkollektiv, bestehend aus den Turner-Brüdern Rich (Bass) und Brit (Drums), sowie dem Zweitgitarristen Paul Jackson (schönes Lead-Solo auf "Everbody Knows She’s Mine" und mit einigen southern-typischen Twin-Ergänzungen zu Starr, ansonsten mit toller Rhythmus-Arbeit). Einfach herrlich diese Scheibe und man weiß eigentlich gar nicht, wo man mit den Lobeshymnen beginnen und wann aufhören soll. Wenn Charlie Starr schon beim fulminanten Opener "Six Ways To Sunday" mit an Georgia Satellites reminiszierenden E-Salven "losrumpelt", Brandon Still auf seinem Klavier in bester Honkytonk-Manier dazwischen "hämmert", und das Ganze in einen furiosen Southern-Boogie mündet (auch Skynyrd's "Things Goin’ On" schimmert dezent mit durch), geht jedem Liebhaber dieser Art von Musik sofort das Herz auf. Was für ein Auftakt! "Pretty Little Lie" bietet dann richtig feinen, natürlich auch southern-infizierten, Roots-/Countryrock, bei dem Will Hoge in Bestform Pate gestanden haben könnte. Was für eine tolle Melodie - einfach wunderbar! Ist der Starr jetzt ganz "verrückt" geworden? Auf "One Horse Town" näselt er im Refrain zuweilen gar in bester Henry Paul-Manier und haucht dem erneut grandiosen Song damit sogar ein gehöriges The Outlaws-Flair ein. Zudem spielt der Bursche hier auch noch herrliche Pedal Steel-Fills. "Ain’t Much Left To Say" (wieder mit etwas Georgia Satellites-Feeling) und das megaentspannte Titelstück "The whippoorwill" wissen auch im Studio zu überzeugen. Letzteres gewinnt durch Starrs erneute Steel-Einlagen sogar noch mehr an Atmosphäre. Absolute Gänsehaut-Garantie! Das folgende "Lucky Seven" hat einfach den Groove und bei "Leave A Scar" wird die "harte" Southern Rock-Keule geschwungen. Was für eine Power. Toll hier das unter die röhrenden E-Gitarren geflochtene Banjo des vielseitigen Bandleaders und die fetten Orgelsalven von Brandon Still. Einfach klasse, ein spektakulärer und zum Teil hymnenartiger Uptemporocker. Ein richtig schwerer Southern-Blues zwischen The Allman Brothers Band und Skynyrd pendelnd ist "Crimson Moon". Grandios auch die weiblichen Backs von Maureen Murphy, Lo Carter, Kyla Jade und Sarah Dugas, die erstmals bei einigen Smoke-Songs integriert wurden - und auch das passt hervorragend. "Ain’t Got The Blues" ist ein richtig schöner, spartanischer Retro-Blues mit Knistern am Anfang (wie früher bei den schon etwas zerkratzten LPs) und mit modifizierter, an alte Blueser erinnernder Stimme von Starr, der dann aber im Verlauf deutlich zulegt (klasse Slide). Hat ein wenig was von Skynyrds "Made in Shade" oder "Mississippi Kid". Was geht denn da bei "Shakin' Hands With The Holy Ghost" ab? Starr und Co. zaubern hier, als wenn AC/DC plötzlich im Southern Rock ihre neue Passion gefunden hätten. Der Song schüttelt mit seinem E-Gitarren-Führungsriff den ganzen Körper durch, einfach göttlich, dazu das glühende E-Gitarren-Solo und die rotzigen Backs der o.a. Ladies. Am Ende gibt es dann mit "Up The Road" noch eine Wahnsinns-Ballade, die einen in Derek & The Dominos-Zeiten zurückschwelgen lässt. Herrlich das Clapto-mässige Solo, die "Uuhs" der Damen und Stills mitreissende Piano- und Orgel-Arbeit. Der Song endet so, wie er enden muss, um ein Southern-typisches, furioses Gitarrenfinish anzugliedern, das dann aber in Kurzform gehalten wird, dafür jedoch mit einer erschlagenden Orgel und gospelartigen Klage-Gesängen der Damen (schreien regelrecht gegen Starr und Still an) kombiniert wird. Nach diesem Ende weiß ein jeder Southern Rocker, dass er hier ganz großes "Kino" geboten bekommt. Blackberry Smoke’s Meisterwerk "The Whippoorwill" kann man von daher mit Fug und Recht als eines der besten Southern Rock-Alben dieses Jahrtausends bezeichnen. Das Digipak wurde übrigens mit einem schön retro gestalteten, 16-seitigen Steckbooklet bestückt, das sämtliche Texte beinhaltet. Eine ganz große Verbeugung vor Charlie Starr und seinen Mannen! (Daniel Daus)

Hier noch der Link zum Review des renommierten Online-Magazins "Rocktimes", die das Album ebenfalls begeistert feiern:
http://www.rocktimes.de/gesamt/b/blackberry_smoke/the_whippoorwill.html

Das komplette Tracklisting:

1. Six Ways to Sunday (3.27)
2. Pretty Little Lie (3.34)
3. Everybody Knows She's Mine (3.49)
4. One Horse Town (4.16)
5. Ain't Much Left of Me (4.58)
6. The Whippoorwill (5.31)
7. Lucky Seven (4.17)
8. Leave A Scar (3.34)
9. Crimson Moon (4.00)
10. Ain't Got the Blues (4.03)
11. Sleeping Dogs (3.22)
12. Shakin' Hands with the Holy Ghost (3.45)
13. Up the Road (5.53)

Art-Nr.: 7884
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Six ways to Sunday
Pretty little lie
Everybody knows she's mine
One horse town
Ain't much left of me
Leave a scar
Sleeping dogs
Shakin' hands with the holy ghost

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Blakeman, Shy - long distance man [2010]
5 lange Jahre nach dem vorzüglichen "The Southern Roots Revival" kommt der aus Wyoming stammende, schon vielerorts herumgekommene Shy Blakeman (lebte einige Jahre in Californien, dann in Kilgore/Texas und residiert aktuell in Nashville) endlich mit einem neuen Album, doch das Warten hat sich wahrlich gelohnt. "Long distance man" ist ein bravouröses Werk geworden, das den jungen Mann extrem gereift zeigt und von vorn bis hinten mit phantastischen Songs glänzt. Den Albumtitel des Vorgängers könnte man auch problemlos für das neue Album verwenden, denn er drückt klar und deutlich den Charakter und die Philosophie von Blakeman's großartiger Musik aus. Der Bursche hat irgendwie den Southern Rock im Blut - aber auch den Texas Outlaw-Country und den klassischen, Retro-Countryrock der goldenen Siebziger-Ära. Er möchte diesen "organic Texas Spirit" in seiner Musik zum Ausdruck bringen, ebenso wie "some L.A.-Countryrock-Roots" und vor allem auch einen "big taste of bluesy, swampy Southern Rock", sagt Blakemann. Und wie ihm das gelingt - einfach vorzüglich! Diese voller Seele und Würze steckende Mischung aus Roots-/Country- und Southern Rock mit ihrem Outlaw-Flair und "Renegade"-Charme übt auf den Zuhörer unmittelbar eine gewaltige Anziehungskraft aus, denn das Zeug bleibt nicht nur prächtig hängen, sondern wird auch, neben Blakeman's exzellentem Gesang, von einer Horde herausragender Musiker brillant in Szene gesetzt. Und schaut man mal auf das Line-Up der Instrumentalisten, wird noch einmal unmissverständlich klar in welche Richtung es hier geht: Marc Ford - Electric Guitar (ex-The Black Crowes), Audley Freed - Electric Guitar (ex-The Black Crowes, Cry Of Love), Doug Pettibone - Guitars, Dobro (u.a. Lucinda Williams), Kenny Vaughan - Electric Guitar (u.a. Rodney Crowell, Marty Stuart, Steve Earle), Jason Sutter - Drums, Ted Russell Kamp - Bass, Keyboards, Guitars, Trumpet, Akkordeon, Percussion (ex-Shooter Jennings' 357s), der das Werk auch hervorragend produzierte. Dem gesamten "Stab" gelingt eine einfach wunderbare, völlig natürliche Aufhebung der Grenzen zwischen staubiger Texas Roots-Musik, trockenem, klassischem Countryrock, Outlaw-Country und nahezu lupenreinem, oft schön swampigem Southern Rock! Inspirationen von Kollegen wie Waylon Jennings, Billy Joe Shaver, Poco, Wet Willie, The Black Crowes, The Charlie Daniels Band, The Allman Brothers Band und vor allem Lynyrd Skynyrd sind deutlich spürbar. Auch jüngere Veröffentlichungen, wie die der Brothers Of The Southland oder von Bo Bice passen recht gut ins Bild, wenngleich Blakeman's Musik doch noch ein deutlicheres Retro-Flair anhaftet. Das kommt einfach klasse! Tolle, erdige, Southern-fueled Lead-Gitarren und swampige, kernige Slide-Linien verzieren die Songs, ebenso wie die Klänge eines herrlichen, "verstaubten" Wurlitzer-Klaviers. Wie gesagt, wunderbar retro! Die Siebziger sind allgegenwärtig - und doch klingt alles sehr frisch und zeitgemäss. Los geht's mit dem großartigen, heissen, von einem tollen Waylon-Groove getragenen Outlaw-Countryrocker "Long distance man", dessen wunderbar funky wirkende, kurze Bläser-Fills der Nummer eine Menge Biss verpassen. Vollkommen locker, aber dennoch kraftvoll und dynamisch, kommt der anschliessende, schön flüssig dargebotene honky-tonkin' Roots-/Countryrocker "So many Honky Tonks" aus den Lautsprechern, dessen schönes, laues Southern-Feeling einem überaus geschmackvoll um die Nase weht. Es folgt eine phantastische Coverversion des alten Rusty Wier-Klassikers "Don't it make you wanna dance": Traumhafte Melodik, lockere, aber knackige Dynamik, wundervolles Slide-/Lap Steel-Spiel - ein Roots-/Countryrocker, wie er im sprichwörtlichen Buche steht. Hat erneut eine tiefe Southern-Seele. Klasse Piano-Geklimper! Ruhig, aber dennoch schwül, wird's bei "Dragob fly", einer prächtigen, semi-akustischen Roots-/Swamp-Nummer in einem klasse Banjo-/Acoustic Gitarren-/Akkordeon-/Slide-Gewand, der man, wüsste man es nicht besser, klar und deutlich eine Herkunft aus Louisiana bescheinigen würde. "Late night early morning" hat den Geist von The Band verinnerlicht, während Blakeman und seine Jungs in der Folge, zuunächst mit "Swamp water whiskey" und anschliessend mit "A quarter to three", zwei lupenreine, in vollster Blüte stehende, klassische Southern Rocker, die der besten Lynyrd Skynyrd-Ära entsprungen sein könnten, vom Stapel lassen. Der erste schön swampig mit feurig würzigen Riffs, dreckiger Lead Gitarre, starkem Wulitzer-Klavier im Hintergrund und weiblichem "soulful" Background-Gesang, der zweite mit einem charakteristischen Skynyrd-Groove, einem unterschwelligen Stones-Einschlag, heissen Bläser-Fills und einem brennenden, fetten E-Gitarren-Solo. Da kommt Freude auf! Danach wird die Power etwas runtergefahren. Die wunderschöne, ruhige, entspannte Country-/Americana-Ballade "Cannon ball" steht auf dem Programm. Fliesst mit ihren feinen Mandolinen- und Gitarren-Klängen, der hintergründigen Orgel-Untermalung, dem einsamen Dobro und dem sparsamen Percussion-Spiel locker, leicht und sehr natürlich in unsere Ohren. "Easy goin' woman" ist kerniger Texas Outlaw-/Roots-/Alternate Country an der Schnittstelle Waylon Jennings/Steve Earle und mit dem brodelnden, bluesigen, swampigen "Satin sheets" wird noch einmal mächtig gerockt (toller Groove, fiebrig glühendes Slide-Solo, dezenter Gospel-Touch). Es gibt auf diesem Album keinen Ausfall! Shy Blakeman und seine Mannschaft mit einem ungemein ambitionierten Werk! Retro-Country-/Roots-/Southern-Rock voller Herz und Seele! Wundervoll, wie Blakeman diese Musik in die heutige Zeit transportiert, wie er ihr, trotz aller Ursprünglichkeit, so viel Frische und Leben einhaucht, ohne auch nur einen Hauch an Authentizität einzubüssen. So muss man diese "Mugge" spielen! So lieben wir das! Das "Southern Roots Revival" des Shy Blakeman ist weiter auf dem Vormarsch...

Die komplette Tracklist:

1 Long Distance Man - 3:44   
2 So Many Honky Tonks - 2:46   
3 Don't It Make You Wanna Dance - 3:41   
4 Dragon Fly - 3:40   
5 Late Night Early Morning - 3:42   
6 Swamp Water Whiskey - 3:26   
7 A Quarter To Three - 3:59   
8 Cannon Ball - 3:30   
9 Old Folks Blues - 3:54   
10 Easy Goin' Woman - 3:13   
11 Livin' Proof - 3:49   
12 Satin Sheets - 3:43   
13 Save A Little Room - 4:45

Art-Nr.: 6939
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
So many Honky Tonks
Don't it make you wanna dance
Dragon fly
Swamp water whiskey
A quarter to three
Cannon ball
Easy goin' woman

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Bluefields, The - ramshackle [2013]
Wow, was haben die für tolle Songs im Köcher! Nur wenige Monate nach dem baumstarken Debut "Pure" legen Nashville's neue Vorzeige-Southern Rock'n Roller mit "Ramshackle" nach! Und wie sie das tun! "Hammer"! The Bluefields sind die neue Formation des ehemaligen Georgia Satellites-Recken Dan Baird (bass, guitars, vocals), des ex Jason & the Scorchers-Gitarristen Warner E. Hodges (guitars, vocals), beide sind auch noch mit Dan Baird's Himemade Sin am Start, sowie des exzellenten Sängers Joe Blanton (ehemals Royal Court of China). Mit an Bord haben die Drei noch den vorzüglichen Drummer Brad Pemperton, langjähriger Schlagzeuger von Ryan Adams' Cardinals. Das sind große Namen, die eine Menge Qualität versprechen - und die wird letzendlich auch ohne jede Einschränkung geboten. "Ramshackle" ist eine voller Energie steckende Demonstration, schnörkellosen, puren, straighten, dreckigen "ass-kickin'" Gitarren Southern Rock'n Rolls, der von der ersten bis zur letzten Minute Laune ohne Ende macht. Man muß der Band attestieren, dass "Ramshackle" sogar noch ein Tick stärker ist als der Vorgänger. Das Songmaterial ist besser, "tighter", direkter und findet auf Grund der großartigen Strukturen und Melodien einen noch schnelleren Zugang in die Tiefen unserer stets nach solchen Klängen lechzenden Gehörgänge. Der Sound ist herrlich fett und rockt ohne Kompromisse. Die Gitarren machen richtig Dampf, klingen massiv, dreckig, rau und erdig. So lieben wir das. Vor allem Warner E. Hodges ist ein echter "gunslinger", der ein paar furiose Soli hinlegt. Obwohl die Songs von klaren Strukturen geprägt sind, sprüht dieses Zeug nur so vor Unbekümmertheit und Frische (das ist alles andere als selbstverständlich bei solchen "Haudegen"), demonstriert Leidenschaft und Spielfreude pur. Hinter diesem prächtigen, satten Gitarrensound, inklusiver großartiger Twin-Passagen, bringt die hervorragend agierende Rhythmusfraktion den "Rock' n Roll-Train" stets ordentlich auf Touren. Und alles klingt "deep southern". Ja, die Bluefields sond ohne jeden Zweifel eine 1 A-Southern Rock-Band, durch deren tolle "Mugge" immer wieder mal ein Hauch von Blues, Roots, Country und vor allem, klassischem Siebziger Jahre Rock weht. Genau so gehört es sich auch. Alles passt vorzüglich zusammen. Wie bei dem packenden Opener "Don't blame me", einem dreckigen, kraftvollen, satten, intensiven Southern Rocker, dessen massive Riffs unwiderstehlich den Takt vorgeben. Rockt gewaltig! Baird und Hodges duellieren sich im Break mit einem furiosen, glühenden Gitarrensolo, inklusive exzellenter Twin-Licks. Ein "geiler" Auftakt! Mit unverminderter Power geht es weiter: Das krachende, straight rockende, dabei wunderbar melodische, erdige, gut nach vorn gehende "Twistin' in the wind" steht auf dem Programm. Eignet sich ideal zum "Headbangen"! Das ist allerbester Georgia Satellites-/Dan Baird-affiner Stoff aus deren Hochphasen. Dampft mächtig! Das anschließende, herrliche "Sweet Medusa" kommt in einem gut "rollenden" Midtempo. Eine wunderbare Southern Rock-Nummer mit einer sofort hängen bleibenden, tollen Melodie, umgeben von saftigen, satten Gitarren. Auffallend starker Gesang von Joe Blanton. Dann wird's schön rootsig: "Give my broken heart a break" (tolle, textliche Wortspielerei) ist ein erstklassiger Rootsrock-Stampfer mit starken Mandolinen-Riffs zu Beginn. Entwickelt sich dann aber zu einem zünftigen, geradeaus rockenden, "Whiskey-geschwängerten" Mitgröl-Knaller - sicher eine vorzügliche Live-"Stimmungskanone"! Anschließend kracht es wieder gewaltig: "Wake it up" weckt mit seinen lauten Monster-Riffs klare Assoziationen an den guten, alten Led Zeppelin-Klassiker "Black dog", nur deutlich verwurzelt im Southern Rock. Tolle Riff-/Gesangs-Wechsel in den Strophen. Produziert viel Dampf! Hodges bläst in Verlauf dieses "Killer"-Songs zu einem fulminanten Gitarrensolo mit wunderbaren Twin-Passagen, während im Hintergrund weiterhin diese wuchtigen Riffs für einen morz Donner sorgen. Irre stark! Das nicht minder powernde "Heart like a muscle car" (wieder so ein herrlicher Songtitel) hat gar etwas von AC/DC, aber auch von harten Stones, ZZ Top und eben den Georgia Satellites. Dieser zündende, straighte Hard Rock-/Roots-/Southern Boogie hinterlässt einfach "brennenden Asphalt". Die im Southern Rock so heiß geliebten Double Leads kommen bei dem abgehenden Volldampf-Rocker "Suicide doors" voll zur Geltung. Rollt durch den amerikanischen Süden wie ein unaufhaltsamer "Freight Train". Welche Nummer man auch betrachtet, es gibt auf diesem Album keinen Ausfall. "These southern bred rockers remind you why you love rock and roll in the first damn place". Diesem Statement kann, nein muss man uneingeschränkt zustimmen. Die Bluefields spielen wie aus einem Guß! Dampfender, straighter American Southern Rock'n Roll, von dem man einfach nicht genug bekommen sein. Super! "Come on guys, let it rock"...

Das komplette Tracklisting:

1. Don't Blame Me (4.53)
2. Twistin' In The Wind (3.25)
3. Sweet Medusa (4.51)
4. Give My Broken Heart A Break (5.11)
5. Wake It Up (3.11)
6. Red River Stomp (2.21)
7. Heart Like A Muscle Car (5.31)
8. Suicide Doors (3.15)
9. Toxic Hootenanny (3.07)
10. The Dick Mulcahey Bypass (2.41)

Art-Nr.: 8146
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

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Don't blame me
Twistin' in the wind
Sweet Medusa
Give my broken heart a break
Wake it up
Heart like a muscle car
Suicide doors

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Bluefields, The - under high cotton [2014]
Phänomenal! Was legt diese Truppe für eine Schlagzahl hin - und vor allem, mit welch famosen Resultaten. Pro Jahr ein Album! Respekt! Und eins ist stärker als das nächste. Jedes Werk steckt voller erstklassiger Songs, hat seinen eigenen Reiz. Jedes Werk vermittelt die pure Lust am Rock'n Roll, die pure Spielfreude, garantiert den maximalen Output an " finest songwriting, great talent and bone rattling, mind jarring, head banging rock from the south". Genau so ist das auch bei Album Nr. 3! Nashville's neue Vorzeige-Southern Rock'n Roller, The Bluefields, liefern mit "Under high cotton" nicht mehr und nicht weniger als das nächste "Hammer"-Teil ab. Der ehemalige Georgia Satellites-Recke Dan Baird (bass, guitars, vocals), der ex Jason & the Scorchers-"Gitarrero" Warner E. Hodges (guitars, vocals), beide sind parallel noch mit Dan Baird's Himemade Sin unterwegs, sowie der exzellente Sänger Joe Blanton (ehemals Royal Court of China) und der vorzügliche Drummer Brad Pemperton, langjähriger Trommler von Ryan Adams' Cardinals gehen ihren Weg konsequent weiter und setzen nach den exzellenten Vorgängern "Pure" und "Ramshackle" mit dem neuen Werk gerade noch mal einen drauf. Die Songs sind einfach großartig! Straight, rau, erdig, satt und mit purem Feuer und Enthusiasmus geht's zur Sache. Herrliche, zündende, voller Dampf steckende Gitarrenläufe überall, auch die von den Fans so geliebten Twin-Leads blitzen hin und wieder auf, krachende Riffs, prächtige Grooves, Southern Rock-Mentalität durch und durch, und, trotz des "rotzig dreckigen" Ambientes, blendend hängen bleibende, wunderbare Melodien - das sind die Charakteristika der Songs. Einfach herrlich, wie sich das Zeug in unseren Gehörgängen einnistet. Und immer wieder diese Gitarren - Mann, klingen die fett und saftig. Obwohl das Material von klaren Strukturen geprägt ist, spielt diese Truppe voller leidenschaftlicher Unbekümmertheit und Frische. Das ist bei solchen "Haudegen" alles andere als selbstverständlich, zeigt aber, mit wieviel Herz und Seele die Band am Werk ist Diese gestandenen "Herren" genießen das, was sie tun, in vollen Zügen - und das kommt so etwas von rüber. Toll! Man braucht eigentlich keine einzelnen Nummern besonders hervorheben, denn es gibt nicht die Spur eines "Aussetzers". Ob der kernige, straighte Power Southern-/Swamp-Rocker "Shake 'em on down" mit seinen wunderbar dreckigen Riffs (teils im Twin-Sound) und geradezu brennenden Hooklines und Gitarrenläufen (Joe Blanton singt mit leidenschaftlicher Intensität und doch irgendwie "locker", soweit man dieses Wort bei einer derart fetten Nummer überhaupt verwenden kann), der herrlich melodische, genauso erdig und kraftvoll, wie lässig in Szene gesetzte, flockig rockende Roots-/Southern-Knaller "Back in the day" (die vielschichtige Gitarrendominanz ist die pure Wonne), die schön bluesig angehauchte, prächtig ins Ohr gehende, rootsige "Guitar Southern Rock"-Ballade "Wish it on me" (Warner E. Hodges zelebriert fantastische, seelig southern klingende Soli), oder der krachende Goergia Satellites-kompatible, mächtig Dampf ablassende Rocker "Under high cotton" (toller Groove) - ein Highlight jagt das nächste. "These southern bred rockers remind you why you love rock and roll in the first damn place". Das dritte Album der Bluefields wird in so manchem Ranking am Ende des Jahres 2014 eine dominierende Rolle spilen - das ist jetzt schon sicher. "Under high cotton" ist wie eine Droge - man kann davon gar nicht genug bekommmen...

Das komplette Tracklisting:

1. Great Day In The Mornin' - 5.01
2. Shake Em On Down - 3.00
3. Back In The Day - 4.12
4. Wish It On Me - 5.46
5. Under High Cotton - 4.11
6. You Never Knew My Name - 3.47
7. Paint It Blue - 3.55
8. You Make Me Lonely - 2.55
9. Dixie Past The Graveyard - 4.09
10. Not My Problem - 4.28
11. Fields Of Blue - 4.23

Art-Nr.: 8485
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Shake 'em on down
Back in the day
Wish it on me
Under high cotton
You never knew my name
Paint it blue
Dixie past the graveyard
Not my problem

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