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Fowler, Damon - sugar shack [2009]
Die amerikanischen Gitarrenmagazine, vor allem aber auch die Musikpresse in und um Florida feiert Damon Fowler breits als einen ganz Großen seiner Zunft. "Best Guitarist, Best Lap-Steel player, Best Slide player" sind nur einige der "Titel", mit denen der hoch talentierte Bursche nur so überhäuft wird. Völlig zu Recht, denn Fowler ist in der Tat ein "Zauberer" an der Gitarre - und ein klasse Sänger und Songwriter! Sein neues Album "Sugar shack" ist nicht mehr und nicht weniger als ein kleines Meisterwerk! Unterm Strich ist Damon Fowler sicher dem Blues-Circuit zuzurechnen, doch das Werk ist gleichzeitig ein wahres Fest für die Roots-, Americana-, Jam,- Swamp Rock- und Southern Rock-Fraktion, vor allem aber auch für die Gitarren-Liebhaber. Geboren und aufgewachsen in Brandon/Florida, nahe der Metropole Tampa, entdeckte Damon im Alter von 12 Jahren seine Liebe zur Gitarre. Nachdem man ihm ein paar Akkorde beigebracht hatte, stellte sich schnell heraus, dass der Junge ein regelrechtes Naturtalent ist, der sich in Windeseile alle nur erdenklichen Facetten des Gitarrespielens aneignete. Ein vollkommen natürlicher Prozess! Seit etwa 2004 nun tourt Fowler unentwegt durch die Lande und hat schon mit, bzw. für das "Who is who" der Szene zusammengespielt oder Shows eröffnet, wie beispielsweise B.B. King, Buddy Guy, Coco Montoya, Derek Trucks Band, Gregg Allman, Joe Bonamassa, Little Feat, the Radiators, Tinsley Ellis, Junior Brown, Johnny Winter, Molly Hatchet, Tab Benoit, um nur einige zu nennen. Seine Herkunft kann Fowler zu keiner Zeit leugnen, denn seine Musik ist "pure southern". Der Sound ist tief verwurzelt in den Sümpfen der Everglades. Mit seinen beiden kongenialen Partnern Chuck Riley am Bass und Scott Key an den Drums, gelingt ihm eine magische Mischung aus "swampy infectious grooves", staubigem Rootsrock, einem unterschwelligen "soulful hillbilly twang", erdigem "footstompin'" Blues,, rotsigen Americana-/Country-Einflüssen und einer gesunden Portion abgehendem Southern Rock'n Roll. Wie ein unwiderstehliches Gebräu aus Zutaten von The Band, den North Mississippi Allstars, Ry Cooder, John Hiatt, Dan Baird und den Georgia Satellites, Merle Haggard, Buddy Guy, The Allman Brothers Band, Delta Moon; Steve Earle und Little Feat! Fowler verfügt über eine klasse, einerseits irgedwie relaxt wirkende, andererseits sehr kraftvolle, durchaus von Staub gegerbte, leicht angeraute, von viel Natürlichkeit und Seele geprägte Stimme. Apropos Seele: Die steckt auch in seinem phänomenalen Gitarrenspiel, ebenso wie Feuer, Würze, grenzenlose Variabilität und Virtuosität, eben absolute künstlerische Klasse! Ob eingängige "catchy hooks", mitreißendes Acoustic Fingerpicking, glühende, tief aus den Sümpfen Florida's entsprungene Slide-Exkursionen, flammende, dreckige, kraftvolle Lead Gitarren-Ausflüge oder furioses Telecaster-Spiel - Fowler behersscht das alles, als wäre es nichts! Alles wirkt natürlich, zwanglos, kraftvoll, aber niemals zu "dramatisch". Ein amerikanischer Rezensent verweist auf ein gewisses "Skunk Baxter meets Duane Allman"-Feeling, was sicher nicht von der Hand zu weisen ist. Ein paar Songbeispiele: Nach dem schönen, bluesig swingenden, akustisch gehaltenen, "finger-snippin'" Opener "Some fun" (das "Ding" ist wirklich "pure fun", mit tollem Acoustic Gitarrenspiel des Meisters), folgt gleich mit "VFW" ein herrlicher, schwungvoller, prächtig in die Beine gehender Blues-based Roots-/Southern Rock'n Roller, der einem Dan Baird und den Georgia Satellites zu allen Ehren gereicht. Allerdings erleben wir hier deutlich mehr Roots- und Swamp-Flair, dazu einen klasse Country-/Roadhouse-Touch. Fowler's fulminantes Gitarrensolo löst unmittelbar tiefste Bewunderung aus. Irre stark! Welch einen wundervollen Groove erleben wir bei der fantastischen Blues-/Roots-/Southern-/Swamp-Ballade "I hope it's gonna rain"! Schwül, drückend, tief in den "Southern-Backwoods" verwurzelt, sehr kraftvoll, dennoch locker und mit einer prächtigen Melodie ausgestattet. Löst eine ungeheure Anziehungskraft auf den Zuhörer aus. Fowler begleitet diese Nummer mit intelligenten, geschickten, eingängigen Riffs, die den unwiderstehlichen Groove bestens unterstützen. Schließlich setzt er im Break zu einem, seine ganze Klasse offenbarenden E-Gitarrensolo an, das die etablierte Saitenzunft schon mal zu einer unterwürfigen Verneigung anhalten dürfte. Der Kerl ist ein echter Könner! Bei "Lonely Blues" wird dann erstmals die Slide ausgepackt. Und wie! Glühende, swampige Läufe von vorn bis hinten, dazu tierische Riffs. Ein großartiger, kochender Swamp-/Blues-/Southern Rocker! Eine weitere, viel Southern Rock-Esprit versprühende, rootsige Ballade steht mit dem grandiosen "James" auf dem Programm. Tolle Melodie, ein klasse Rhythmus, viel "Soul", und ein zündendes, messerscharfes Lap-Steel Solo bestimmen das Geschehen! "Sugar Lee" ist ein powernder, kochender, uriger Hill Country-Blues mit jeder Menge Reminiszensen an die North Mississippi Allstars. Toller Gesang, viel Drive, ein raues Ambiente und furioses, dreckiges Slide-Spiel, inklusive eines bärigen Bottleneck-Ritts sorgen für ordentlich Dampf. Dann noch das Titelstück "Sugar shack": Ein staubtrockener, wunderbar groovender, sehr ursprünglich und "rural" gehaltener Midtempo Roots-/Southern-Blues! Fowler besticht mit gefühlvollem Gesang und vor Spielfreude nur so strotzender Gitarrenarbeit, inklusive eines flammenden Lap Steel-/Bottleneck-Ausflugs. Purer Slide-Zauber! Neben seinen eigenen Stücken nimmt sich Fowler aber auch dreier Coverversionen an. Und auch die haben es wahrlich in sich! Wow, bringt der Bursche neues Leben in diese Nummern. Zum einen legt er seinen "southern spin" in eine prächtig rockende Fassung des Merle Haggard Country-Klassikers "Tonight the bottle let me down" (halsbrecherisches Gitarrensolo der Marke Dan Baird meets Albert Lee), fegt durch Billy Joe Shaver's "I'm just an old chunk of coal" und nimmt sich schließlich auch noch Russel Smith's (The Amazaing Rhythm Aces) unvergesslichen Hit "Third rate romance" vor, aus dem er einen herrlichen Roots-/Blues-/Country-Rocker zaubert, mit viel Slide-Arbeit, die nicht selten an Ry Cooder erinnert. Produzent Scott Cable hat das Album sehr trocken, ein wenig angeraut, aber ungemein filigran und fein akzuentiert in Szene gesetzt, Vermittelt einen sauberen, viel Atmosphäre versprühenden, sehr nätürlichen Live-Sound. Samstag abends, in einer urigen, abseits in den "Florida-Backwoods" gelegenen Bar - auf der Bühne eine "groovy little band from down south", Damon Fowler und seine Kumpels - und Du direkt davor! So in etwa muß man sich das vorstellen! Einfach wunderbar! CD rein, zuhören, geniessen....

Das komplette Tracklisting:

1 Some Fun - 2:26   
2 VFW - 3:20   
3 I Hope It's Gonna Rain - 4:43   
4 Lonely Blues - 4:29   
5 James - 4:47   
6 Sugar Lee - 4:31   
7 Sugar Shack - 4:36   
8 Tonight the Bottle Let Me Down - 3:41   
9 Third Rate Romance - 5:01   
10 Wrong Side of the Road - 3:41   
11 Don't Know Why I Love You - 4:58   
12 I'm Just an Old Chunk of Coal - 2:58

Art-Nr.: 6197
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
VFW
I hope it's gonna rain
Lonely Blues
James
Sugar Lee
Sugar shack
Third rate romance

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Furay, Richie - hand in hand [2015]
Die Scheibe hört sich an wie ein wundervolles Poco-Revival! Großartig! Wer hätte das gedacht? Einer der bedeutendsten Pioniere des Countryrocks beglückt uns 9 Jahre nach "The heartbeat of love" noch einmal mit einem fantastischen, neuen Album: Richie Furay, der Mitbegründer der legendären Buffalo Springfield und Poco lässt mit "Hand in hand" eine goldene Ära wieder aufleben. Das Teil ist ein "Traum"! Im Jahre 2013 erschien mit "All fired up" von Poco, oder was davon übriggeblieben ist (nur der stimmlich schon sehr angeschlagene Rusty Young ist von den alten Kempen noch an Bord) überraschenderweise noch einmal eine neue Scheibe, die jedoch nicht ansatzweise an die Qualität alter Werke der Countryrock-Veteranen heranreichen konnte. Doch das hier, was Richie Furay nun abliefert, das ist er, der alte Poco-Glanz - funkelnd wie zu deren allerbesten Zeiten. Es ist eine Wonne! Geradezu brillant lässt Fura die alten Tage aufleben und infiltriert dennoch eine immense Frische in diesen prächtigen, neuen Retro-Countryrock. Seine unnachahmliche Stimme hat auch im Alter von 70(!) Jahren in puncto Klasse und Anziehungskraft nicht das Geringste eingebüsst (er singt klar, sauber, trifft jeden Ton - wie ein junger "Spund"), ebenso wenig wie das exzellente Songwriting. Track 1 beispielsweise, das hinreissende "We were the dreamers", erzählt, sowohl in seiner musikalischen, als auch in seiner textlichen Ausrichtung, die Geschichte von Poco. Furay sagt dazu: "This one began as a guitar riff I played over and over during the Buffalo Springfield reunion in 2010. I didn't have any lyrics, just the feel and a hook. Then one day it became more. It was the story of Poco. I wrote one of these before, but what are you gonna do when the lyrics just come? So for those of you who were there 'When it all began', reminisce with me again - we 'Were the dreamers'". Was für ein begnadeter, eine goldene Ära zurückbringender Countryrocker. Auch das folgende Titelstück des Albums, "Hand in hand" ist solch eine glanzvolle Nummer, die einen Ehrenplatz auf jedem klassischen Poco-Album bekommen hätte, wäre sie seinerzeit geschrieben worden. Furay widmet diesen Song seiner Ehefrau Nancy, mit der er seit nunmehr 47(!) Jahren verheiratet ist. Besticht durch ein wundervolles, vielschichtiges Gitarren-Arrangement mit starkem Mehr-Gitarren-Solo im Break und toller Orgel-Untermalung. Und so folgt eine Pracht-Nummer nach der nächsten. Ob das fast ein wenig monumentale, glänzend arrangierte "Don't tread on me" (tolle Gitarrenläufe), der lässige, flockig flotte, an der Schnittstelle zwischen Poco und der frühen Nitty Gritty Dirt Band angesiedelte Gitarren-Countryrocker "Someday" (Gast an der Solo-Gitarre ist hier Keb Mo) oder der zeitlose Retro Roots-/ Country Rock'n Roller "Still fine" mit seinem prächtigen "Early Seventies-Flair" - das komplette Material des Albums ist makellos. Das das alles so großartig gelungen ist, liegt natürlich auch an der Klasse der musikalischen Mitstreiter, die Furay gewinnen konnte. Mit dabei sind beispielsweise Dan Dugmore (guitars), Chris Leuzinger (guitars), Michael Rhodes (bass), Dennis Holt (drums), Sam Bush (mandolin, fiddle), Pete Wasner (keyboards) und eine Horder erstklassiger Background-Sänger wie etwas Furay's Tochter Jesse Furay Lynch, Jeff Hanna und Furay's alter Weggefährte George Grantham. Das Werk enthält zudem noch 3 Bonustracks, und zwar ein klasse Remake der Buffalo Springfield-Nummer "Kind woman" in einem starken Gewand aus Gitarre, gespielt von niemand Geringerem als Neil Young, Fiddle und Steel (erschien bereits auf "The heartbeat auf love"), eine coole Live-Version des Poco-Klassikers "A good feeling to know" und eine zweite Version der schönen, auf diesem Aöbum enthaltenen Ballade "Love at first sight", diesmal mit dem Lead-Gesang von Jesse Furay Lynch. Welch eine Freude, dass uns Furay noch einmal mit solch einem wundervollen Album beglückt. Da kommt man in all seinen Countryrock Notalgie-Gefühlen aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus. "Welcome back, Poco"... - äääh Richie Furay...

Das komplette Tracklisting:

1. We Were The Dreamers - 5:16
2. Hand In Hand - 4:23
3. Don't Lose Heart - 4:44
4. Don't Tread On Me - 7:24
5. Wind Of Change - 5:30
6. SomeDay (feat. Keb Mo) - 5:13
7. Love At First Sight - 4:42
8. Let It Slide - 4:35
9. Still Fine - 4:57
Bonustracks:
10. Kind Woman (feat. Neil Young & Kenny Loggins) - 4:59
11. A Good Feeling To Know Live - 4:47
12. Love At First Sight (feat. Jesse Furay Lynch) - 4:46

Art-Nr.: 8818
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
We were the dreamers
Hand in hand
Don't lose heart
Don't tread on me
Someday
Let it slide
Still fine

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Gales, Eric - relentless [2010]
Neues, baumstarkes Album des 1975 in Memphis/TN geborenen und aufgewachsenen Bluesrock-Guitarslingers Eric Gales. Bereits im "zarten" Alter von 4 Jahren lernte Eric das Gitarrespielen von seinen beiden älteren Brüdern Eugene und Manuel und versuchte schnell sie mit größtem Ehrgeiz zu übertrumpfen. Ihr Stil war das linkshändige Gitarrenspiel, so wie es ihr Großvater zelebrierte, einst ebenfalls ein sehr renommierter Gitarrist, der schon an der Seite solcher Leute wie Muddy Waters und Howlin' Wolf jammte. Klar, dass diese Leute zu den großen Einflüssen Gales' zählen, doch vor allem die Vergleiche zum Stil des großen Jimi Hendrix', eben auch wegen des unterdessen mehr als beeindruckenden. außergewöhnlich guten, und virtuosen linkshändigeen Gitarrenspiels, sagte man ihm seit seinen ersten Alben nach. Das ist bis heute, vollkommen zu Recht, nicht anders geworden, doch Eric Gales ist mit seinem bravourösen Fähigkeiten längst aus dem Schatten des großen Vorbildes herausgetreten - mit seinem neuen Werk im übrigen mehr denn je. "Relentless" ist ein packendes, tolles Power-Bluesrock-Album geworden, das eine exzellente Balance zwischen fetten, kochenden, sehr traditionell verwurzelten, brennenden Bluesnummern, furiosen Boogies und krachenden, knackigen Geradeaus-Rockern findet. Neben den bereits genannten Einflüssen finden sich auch Spuren, die die Anhängerschaft solcher Leute wie Stevie Ray Vaughan bis Eric Johnson oder ZZ Top bis Joe Bonamassa auf's Vollste zufreiedenstellen dürften. Nie hat man mehr Wert auf kompaktes und dennoch mit genug Freiräumen für Gales' famose Gitarrenausflüge ausgetattetes Songmaterial gelegt, nie blieben die Tracks besser hängen, nie waren sie, trotz der immensen Power, von einer solchen Melodik geprägt. Ünd Gales' flammende, selbstverständlich in jedem Stück integrierte, zündende Soli werden immer ausgefeilter und variabler, stecken voller Inspiration, voller Biss und Spielfreude. Es ist erneut eine Weiterentwicklung erkannbar - großes Kompliment dafür an den "Meister", der auch gesanglich voll auf der Höhe ist. Stellvertretend für ein mit über 70 Minuten randvoll gepacktes Album ohne ausmachbare, erwähnenswerte Schwachstellen seien solche Highlights wie der fett rockende, schwerblütige, mit kochenden, heftigen Riffs vollgepackte, pure Blues-Hammer "Bad lawbreaker" (ausgedehnte, flammende, dreckige, großartige Soli), der knackige, direkte und druckvolle, dennoch irgendwie auch von einer wunderbaren Lockerheit und Melodik durchzogene, etwas funky groovende, herrliche Rocker "A little more time", der großartig "rollende", mit fulminanten, zündenden Gitarrenläufen gespickte, bluesrockin' Boogie "The finest club in town", das zwischen John Lee Hooker und ZZ Top hin und her balancierende, mit einem sehr dynamischen Boogie-Drive und viel Zug ausgestattete "The change in me", oder auch die prachtvolle, über 8-minütige, sehr bluesig fundamentierte, dabei ein dezentes Arena- Hardrock-Flair ausstrahlende-Ballade "On the wings of Rock and Roll" erwähnt. Produziert erneut von Mike Varney, beschert uns Eric Gales mit "Relentless" ein wirklich starkes, üppiges, fettes "guitar-slingin'" Bluesrock Power-Album der Güteklasse 1A! "Thanks a lot for a really great album, Eric"!

Das komplette Tracklisting:

1 Bad Lawbreaker (5.11)
2 A Little More Time (3.40)
3 Block the Sun (4.30)
4 Make It There (5.11)
5 Draggin' Me Down (6.07)   
6 The Finest Club in Town (3.51)
7 When You've Got No Place To Go (7.44)
8 The Liar (5.53)   
9 If You Knew the Truth (4.23)
10 The Spice (5.14)
11 The Change in Me (5.45)
12 On the Wings of Rock and Roll (8.26)
13 Universal Peacepipe (4.46)

Art-Nr.: 7020
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

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Bad lawbreaker
A little more time
Block the sun
The finest club in town
The liar
The change in me
On the wings of Rock and Roll

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Ghost Town Blues Band - dust the dust [2010]
"'Dust the Dust' grinds, stomps and grooves with such intensity that it is reminiscent of some of the best blues sixties or seventies blues-rockers ever offered", heisst es in einem U.S.-Statement zu dem famosen Debut-Album dieses saustarken Power Blues-/Jam-/Bluesrock-Trios aus Memphis/Tennessee. Die Ghost Town Blues Band kann man als ein ungemein kompetentes, authentisch raues, drückendes, kraftvolles "gritty Electric Blues-/Bluesrock-Outfit" bezeichnen, dessen Wurzeln zwar deutlich hörbar in den Sechzigern und Siebzigern liegen, die aber so zwanglos, erfrischend unbekümmert und zeitgemäss aufspielen, dass sie durchaus in der Lage sind, ihre packende Bluesrock-Mugge auch einem jüngeren Publikum schmackhaft zu machen - ähnlich wie es auch die North Mississippi Allstars fertig bringen. Sie spannen einen großen Bogen vom Memphis-Blues, über klassischen Blues und Bluesrock, bis hin zu druckvollem Hill Country Funk, kochendem Delta-/Swamp-Blues und soulful Southern-Blues. Dabei geht es die Band, wie gesagt, schön rau, dreckig und intensiv an. Durch ihre ungeheure Spielfreude, die live immer wieder mal mit ausgedehnten Instrumentalpassagen, vor allen Dingen Gitarrensoli, zelebriert wird, hat sich die Truppe bereits eine große Fanbase und einen prächtigen Ruf in der Jam-Szene erarbeitet. Die Musiker sind absolute Extraklasse! Die Basis für die großartigen Grooves bilden der exzellente Drummer Presten McEwen und Bassist Dusty Skies mit seinen prägnanten,, rootsig "knarrenden" und viel Elektrizität vermittelnden Basslines. Doch im Mittelpunkt steht der charismatische Frontmann Matt Isbell, ein sehr starker Sänger und noch stärkerer Gitarrist, der in der Szene bereits mit einer jüngeren Ausgabe von Gov't Mule's Warren Haynes verglichen wird und dessen Stimme nicht selten an die von Gregg Allman (The Allman Brothers Band) erinnert. Und tatsächlich, diese Vergleiche sind absolut nachvollziehbar. Isbell's Riffs strotzen nur so vor Dreck, Feeling und ursprünglicher Kraft. Seine ausgedehnten Gitarrenausflüge stecken voller Virtuosität, voller Glut, Inspiration und voller Spielfreude. Oftmals steht das Instrument regelrecht unter Starkstrom, dann wieder lässt er ein wunderbar lockeres Solo vom Stapel, ohne dabei auch nur im geringsten an Würze zu verlieren. Er holt aus seiner Gitarre raus, was möglich ist, lässt sie jaulen, krächzen, röhren, quietschen, ergeht sich in rauschendem Wah Wah-Spiel, bringt die Sümpfe mit dem slidenden Bottleneck in Wallung. Er ist ein Mörder-Gitarrist, der darüber hinaus auch noch auf der Bluesharp zu überzeugen vermag und sogar vereinzelt die Tasten der Keyboards bedient, wobie die Band dafür zumeist den Gastmusiker Chris Stephenson einsetzt. Spuren von bluesigen Gov't Mule, bluesigen Allman Brothers und den bereits erwähnten North Mississippi Allstars finden sich immer wieder in der Musik der Ghost Town Blues Band, ebenso wie die solcher Kollegen wie beispielsweise Too Slim and The Taildraggers, The Daddy Mack Blues Band, Swamp Cabbage oder solcher Blues-Legenden wie Little Milton, Robert Johnson und Albert King. Das Album startet mit dem prächtigen, von einem dezenten Stax-Rhythm-Feeling geprägten Memphis Shuffle-/Blues-Boogie "One more whiskey", dominiert von einer dreckigen Bluesharp, um im Anschluß daran mit der ersten von ein paar ausgesuchten, bärenstarken Coverversionen aufzuwarten, denen die Band allerdings jeweils ein vollkommen neues, großartiges Arrangement verpasst. "Come together" von den Beatles steht auf dem Programm, und zwar in einer Hammer-Version! Die Truppe macht daraus einen ultra rauen, vibrierenden, atmosphärisch dichten, elektrisierenden Power Bluesrock-Boogie voller sumpfiger Swamp-Schwüle. Die Drums geben kraftvoll die Richtung vor, Isbell's Gesang ist so etwas von dreckig, ebenso wie dessen kratzige, fulminante E-Gitarre und die glühenden Slide-Einlagen. Hat viel von dem Feeling, das auch die North Mississippi Allstars.verbreiten. "Geil"! Eine weitere, mitreissende Coverversion gibt's von dem alten Traditional "C.C. Rider", aus dem die Band einen phantastischen, mit tollen Orgel-Fills und würzigen, lockeren Riffs ausgetatteten, dezent, funky, aber ungemein "soulful", ambitioniert, kraftvoll und jammig dahin groovenden "Killer" Southern-Bluesrocker kreiert, der schier begeistert. Das lange, exquisite, wunderbare Gitarrensolo Isbell's ist "deep southern-fried" und seine Stimme kann gerade hier ein gewisses Gregg Allman-Timbre nicht leugnen. Eine grandiose Fassung dieses Evergreens, wie sie southern-rockiger und jammiger nicht sein kann. Und aus dem alten Big Joe Williams Memphis Blues-Klassiker "Baby please don't go" lässt die Truppe einen krachenden, straighten, aus allen Zylindern feuernden "High Octane" Bluesrock-Hammer entstehen, der mächtig reinhaut. Doch, das muß man deutlichst unterstreichen, auch die Eigenkompositionen haben es in sich. Und wie! Das Titelstück "Dust the dust" beispielsweise pflügt sich mit Macht und ohne Kompromisse durch die Blues-Äcker des Südens. Was für ein großartiger Groove, begleitet von rauen Riffs und glühender Lead Gitarre. Der von packenden, ausgedehnten, dreckigen, dabei sehr virtuos, vielseitig und emotional gespielten Gitarrenausflügen und -linien (Isbell ist wirklich ein Könner) durchzogene, brillante Southern Slow-Blues "Suga' Mama" hingegen kommt einem vor, als wäre es ein großartig und zeitgemäss inszenierter, alter Klassiker von Little Milton oder Robert Johnson. Das ist seeliger Mississippi Southern-Blues, der einen nicht mehr loslässt. Diese Burschen werden noch für mächtig Furore sorgen. Die Ghost Town Blues Band rockt die "Juke Joints" des Südens und hinterlässt eine zutiefst beeindruckte und begeisterte Anhänger-Schar. Southern-/Jam-/Blues-Rock in einer rauen, zwanglosen Intensität und Güte, wie man ihn wirklich nicht an "jeder Straßenecke" serviert bekommt. Ein Hammer-Debut, das diese Band zu einer DER Entdeckungen des Jahres 2010 werden lässt.

Das komplette Tracklisting:

1 One More Whisky - 3:28   
2 Come Together - 2:41   
3 Dust the Dust - 3:02   
4 C.C. Rider - 5:22   
5 Suga' Mama - 5:27   
6 Comfortable Way - 4:14   
7 Baby Please Don't Go - 3:19   
8 I Put a Spell On You - 4:12   
9 Give Me a Minute - 4:11   
10 Move On - 3:06   
11 Goin' Down - 4:04

Art-Nr.: 7072
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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One more Whisky
Dust the dust
C.C. Rider
Suga' Mama
Comfortable way
Baby please don't go
Move on

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Gilbert, Brantley - halfway to heaven [2010]
Sehr starkes New Country-Album (sein mittlerweile zweites) des aus Athens, Georgia stammenden Brantley Gilbert, und zwar ein sehr aus dem Rahmen fallendes (oftmals klingt der Bursche wie eine mächtig Dampf ablassende Countryrock-Ausgabe der Southern Rocker von Molly Hatchet, dann wieder bewegt er sich auf dem Terrain eines Keith Urban), was sicher hauptsächlich der Tatsache zu verdanken sein dürfte, dass Gilbert bei einem Indie Label unter Vertrag steht (Average Joes Entertainment Group). Er kann halt relativ zwanglos zu Werke gehen konnte und so etwas zahlt sich, wie auch hier, künstlerich zumeist aus. Schon der Blick auf das Cover lässt eher vermuten, dass man es mit einer Heavy Metal- oder Biker Rock-Scheibe zu tun haben könnte, als mit einem Werk, das in Nashville Fuß fassen möchte. Lediglich die diversen Co-Songwriter (Gilbert hat alle Stücke mitkomponiert) wie Jeremy Spillman, Dallas Davidson, Ben Haslip oder Rhett Akins, die bereits Lieder für klingende Namen wie Trace Adkins, Jack Ingram, Brooks & Dunn oder Joe Nichols abgeliefert haben, lassen Insider erahnen, wo der Hase lang läuft. Brantley Gilbert hat sein Handwerk von der Pike auf gelernt und sich mit jedem neuen Auftritt und jedem neu geschriebenen Song ein Stück mehr verbessert. Auf kompositorischem Gebiet gelang ihm der Durchbruch, als Jason Aldean Gilberts "The Best Of Me" für sein letztes Album "Wide Open" auswählte. Das Album, das in produktionstechnischer Zusammenarbeit mit den ebenfalls in Athens ansässigen Atom Brothers und mit vielen aus Georgia kommenden (nicht so bekannten) Musikern entstand (die aber alle frisch, unbekümmert und vor allen Dingen überaus kompetent zu Werke gehen - besonders klasse das deftige Drumming von Gerry Hensen und die filigrane Saiten- und Keyboardarbeit von Country Blues-Rocker Jess Franklin), durchweht demnach eine starke, wohltuende Southern Rock-Brise, die dem Ganzen sehr viel Pepp und Abwechslung verpasst. Schon der satte Opener "Hell On Wheels" gibt mit seinen fetten, dominierenden Slide-Riffs mächtig Gummi. Montgomery Gentry, Jeffrey Steele, The Roadhammers, Trace Adkins oder Van Zant kommen einem da sofort in den Sinn, aber eben auch eine Country-Ausgabe von Molly Hatchet. Ist ein Song, der nicht nur in Truckerkreisen, bei den Countryrockern, den Outlaw-Rockern und der Southern-Fraktion einen Stein im Brett haben dürfte. Die folgenden drei Tracks ("Bending The Rules And Breaking The Law", "Back In The Day", "My Kind Of Crazy") zeigen dann die andere Seite des Brantley Gilbert, der sich mit sehr angenehm ins Ohr gehenden, frischen Melodien sich im Stile moderner Interpreten wie Jason Aldean, Keith Urban oder Chris Cagle in seinen ruhigeren Momenten, für Radiopräsenz nahezu aufdrängt. Die erste Single "Kick It In The Sticks" ist in seiner Wahl allerdings, wie so vieles auf diesem Album, recht ungewöhnlich und (in Gilberts und im Interesse des Labels) als sehr gewagt zu bezeichnen. Doch es ist eine klasse Nummer. Der mit einem unterschwelligen Redneck-Flair daher stampfende, derartig heftig mit fetten Gitarrenläufen rockende Song dürfte eher der Southern Hard Rock-Fraktion Freudentränen in die Augen treiben, als den kommerziell-orientierten Entscheidern der Radio Airplays. Eine mutige Wahl, wie sie wohl auch nur bei einem Indie-Label möglich ist. Man drückt ganz feste die Daumen, denn der Song ist, wie gesagt, einfach toll. Das Album hat mit seinem Einstieg auf Platz 19 in der Billboard Country Charts immerhin schon mal einen Achtungserfolg erreicht. So wird vieles vermutlich von der Nachfolge-Single abhängen, aber hier kann Gilbert neben den zu Anfang erwähnten Songs bei "Halfway To Heaven" (autobiographischer Titelsong, der einen Autocrash Gilberts textlich verarbeitet und ihn zum Umdenken seines Lebenswandels bewog, Bilder seines zerquetschten Pickups im Booklet lassen einen dabei den Atem anhalten), "Saving Amy" (thematisiert ebenfalls einen Unfall, bei dem der Fahrer allerdings nicht, wie in Gilberts Fall, überlebt - schön mit emotionalen Streicherelementen in Szene gesetzt), "Them Boys" (schönes Dobro-Spiel, klasse Strat-E-Gitarren-Solo, erinnert ein wenig an Kenny Chesney’s "Young") oder dem pianoträchtigen, balladesken Lovesong "Fall Into Me" (mit einem Hauch von Lynyrd Skynyrd's "Tuesday’s Gone") aus einem reichhaltigen Fundus schöpfen. Während diese Songs dem Hörer Luft zum Atmen gewähren, wird dann immer wieder ordentlich dazwischen gerummst. "Country Must Be Country Wide" oder "Take It Outside" sind nichts für zart besaitete Gemüter, sondern eher etwas für derbe, raue, rebellische Vertreter. Beides sind klasse, aggressiv gesungene "Auf die Zwölf-Country-/Outlaw-Rocker, wie man sie von Chris Cagle, Travis Tritt, Shooter Jennings oder Jeffrey Steele mit viel Wucht um die Ohren gebrettert bekommt. Am Ende gibt es mit "Dirt Anthem Road (Revisited)" noch ein "Gimmick", den Colt Ford (auch bei einigen anderen Tracks als Co-Writer involviert) bereits auf seinem eigenen Album "Ride Through The Country" vorgestellt hatte. Hier präsentieren die beiden eine entspannt groovende Version (Brantley's Gesang mit seinem dezent introvertierten Touch erinnert oftmals ein wenig an Eric Heatherly), die von erstaunlich gut passenden Rap-Einlagen Ford's immer wieder unterbrochen wird. New Country meets Rap, ebenfalls nicht alltäglich, aber ein äußerst gelungenes Finish. Brantley Gilbert hat mit "Halfway To Heaven" ein äußerst spannendes Album („he’s somewhere between the Rock-N-Roll vibe of the southern country rock scene, the roots-rock oriented flavors of Texas country and the mainstream of Nashville”, so eine weitere, den Stil durchaus korrekt beschreibende Kritikermeinung) abgeliefert, das sich aufgrund des mutigen Konzepts viel Respekt verdient hat. Ein frisches, modernes, instrumentell hochwertig eingespieltes Werk (kommt auch ohne die arrivierten, omnipräsenten Studiomusiker hervorragend aus), das den relativ festgefahrenen Strukturen Nashvilles gut tun sollte. Tolle, abwechslungsreiche und kurzweilige New Country-Musik, die richtig Laune macht! Viel Erfolg, Brantley Gilbert! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1 Hell On Wheels - 4:16   
2 Bending the Rules and Breaking the Law - 3:31   
3 Back In the Day - 4:00   
4 My Kind of Crazy - 3:41   
5 Kick It In the Sticks - 3:48   
6 Halfway To Heaven - 3:15   
7 Saving Amy - 5:29   
8 Country Must Be Country Wide - 3:39   
9 Take It Outside - 4:21   
10 Them Boys - 4:04   
11 Fall Into Me - 4:01   
12 Dirt Road Anthem [Revisted] - 4:41

Art-Nr.: 6862
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Hell on wheels
Back in the day
Halfway to heaven
Country must be country wide
Take it outside
Them boys

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Gill Band, Cody - king of your hometown [2009]
Die "Red Dirt"-Countryrock-Jungs der Cody Gill Band aus Stephenville/Texas hatten uns ja mit ihrem hervorragenden Debüt "Boxcars" vor geraumer Zeit zu Begeisterungsstürmen hingerissen, jetzt legen sie mit "King Of Your Hometown" nach. Um es vorwegzunehmen, auch diesmal ist ihnen wieder ein ganz hervorragendes Werk gelungen. Die jungen Burschen scheinen eine gehörige Portion Selbstbewusstsein mitzubringen. Hatte man beim Debüt noch richtigerweise das Unterfangen in erfahrene Hände vergeben (so wurde es von "Mr. Red Dirt" persönlich, Mike McClure, produziert und von teilweise etablierten Musikern wie Lloyd Maines und Riley Osborne begleitet), so hat man das Projekt diesmal fast im Alleingang (inkl. der Produktion) durchgezogen. Beim Szene-Label "Smith Entertainment" scheint man schon jetzt blindes Vertrauen in die Jungs zu setzen, was sich in der Nachbetrachtung dieses starken Albums auch eindeutig als richtig erweist. Die Cody Gill Band spielt wunderbar melodischen, lockeren, erfrischenden, das typische "Red Dirt"-Flair beinhaltenden, aber sicher auch die Fraktion alter Eagles- oder Poco-Klänge in Verzückung bringenden Americana/Countryrock/-pop, der hin und wieder mal von einer feinen Southern-Brise durchzogen wird. Die Eli Young Band, Wade Bowen, Rich O'Toole, No Justice & Co. kommen als Vergleichsgrössen in Betracht. Marginale Änderungen gab es in der Bandbesetzung. Ritchie Petronis, der bei einem Stück als Co-Writer fungierte, wurde gegen Jarrod Baker am Schlagzeug ausgetauscht. Ansonsten wurde, wie gehabt, das nahezu komplette Songrepertoire wieder selbst komponiert. Lediglich zwei Stücke, u.a. das abschließende und recht trocken abgehende "Movin’ On" (klasse Southern Rock-Flair, erinnert an eine Mischung aus Cross Canadian Ragweed und The Great Divide), welches vom der Band sehr nahe stehenden Marshall Owens geschrieben wurde, sind Fremd-Kompositionen. Im Vergleich zum Vorgänger wurde der Einstieg diesmal besonders melodisch gehalten. Mit "Consider", "Threw Me Away" (Songwriter Jeremy Harlow) und dem fantastischen Titelstück "King Of Your Hometown" gibt es zum Auftakt gleich drei absolute Ohrwürmer am Stück, wobei letztgenanntes Lied, das dürfte jetzt schon sicher sein, sich zu einem Dauerbrenner in den Texas Music Charts entwickeln wird. Einfach herrlich, dieser Song. Mit dieser Nummer im CD-Player des Autos ist man im kommenden Sommer ganz sicher der "König seiner Heimatstadt"! Das sich die Burschen immer wieder gerne zu Ausflügen Richtung Southern Rock hinreißen lassen, hatten sie auf "Boxcars" bereits zur Genüge dargelegt. Hier liefern sie bei "Crazy" die erste Kostprobe ab. Ein Skynyrd-typisches E-Gitarren-Führungsriff (der emsige Gitarrist Zack Hooper, eigentlich aus der Jazz-Szene entstammend, beherrscht auch das große Southern Rock-Einmaleins), Kuhglocken-Drums und pumpender Bass des wieder sehr auffällig agierenden Caleb Hooper zeigen, dass der Vierer es auch in diesem Genre drauf hat. Cody Gill erinnert von der Stimme her immer wieder etwas an seinen Mentor Mike McClure. "18 In Mexico" kommt so ähnlich wie die "Red Dirt"-Variante von Tim McGraw's "Seventeen" daher und geht wunderbar "fluffig" ins Ohr. "Heart In The Middle" umschmeichelt erneut den melodiesüchtigen Hörer mit einem fast schon an einstige, goldene Seventies Countryrock-Tage aufkeimenden Retroflair, natürlich auf bestehender "Red Dirt"-Grundlage. "Crumble" wurde dagegen sehr atmosphärisch von Cody Gill in Szene gesetzt. Zu Donnergrollen und Regengüssen im Hintergrund pendelt das Stück zwischen balladesker Strophe und powerndem Refrain, abgerundet durch ein starkes E-Gitarren-Solo. Mit dem flotten und sehr peppigen "Roadsigns" gibt es den zweiten Abstecher in Southern Rock-Gefilde. Der sich gut einführende Jarrod Baker setzt mit fettem Drumming Akzente, eine herrliche Rhythmik und ein typisches Gitarrensolo wird die Fans dieser Musikrichtung zweifellos sehr erfreuen. Das von Cody Gill komponierte "Jack Of Hearts" weist schön rootsige Züge auf (Richtung Neal Casal). Gill wir hier von der wunderbare Harmonies beisteuernden Stacey Sliger vokal unterstützt. Fazit: Die Cody Gill Band hat mit ihrem zweiten Werk "King Of Your Hometown" ihren Status als eine rasant Richtung Spitze stürmende Red Dirt-Band noch einmal gefestigt. Die Truppe ist sehr gut aufgestellt und besitzt vom Talent her eindeutig das Zeug, Interpreten wie der Randy Rogers Band, Pat Green, Wade Bowen, der Eli Young Band und Cross Canadian Ragweed ins überregionale Majorlabel-Lager zu folgen. Cody Gill und seine Mannen stehen aus unserer Sicht kurz vor dem großen Durchbruch! Klasse! (Daniel Daus)

Die komplette Tracklist:

1 Consider - 2:55   
2 Threw Me Away - 3:48   
3 King of Your Hometown - 4:07   
4 Crazy - 3:01   
5 Special - 2:55   
6 18 in Mexico - 3:58   
7 Heart in the Middle - 4:14   
8 Crumble - 4:38   
9 Roadsigns - 3:40   
10 Jack of Hearts - 3:55   
11 Movin' On - 4:14

Art-Nr.: 6272
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Consider
Threw me away
King of your hometown
18 in Mexico
Heart in the middle
Roadsigns

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Girls Guns and Glory - good luck [2014]
Boston's "rising stars", die fantastischen Girls Guns and Glory um den begnadeten Sänger Ward Hayden (was hat der Bursche für eine charismatische, wunderbare Stimme) setzen den Reigen ihrer bärenstarken Alben mit dem eindrucksvollen "Good luck" wie selbstverständlich fort. Was ist das für eine tolle, erfrischende Band. Dieser herrliche "Country Twang'n Roll" macht einfach nur Laune und geht, trotz der natürlichen, erdigen, rootsigen Basis, runter wie Öl. Die Truppe ist zudem eine richtige "hard working band", die sich vor allem auch durch ihr intensives Touring mit über 200 Gigs pro Jahr eine immense Fanschar aufgebaut hat. So etwas fördert das Zusammenspiel und das musikalische Verständnis, was sie von der Bühne aus prächtig ins Studio übertragen haben. Ihre mitreissende Kombination aus "early Rock'n Roll" und Rockabilly (die Inspiration solcher Größen wie Buddy Holly, Chuck Berry, Eddie Cochran oder Elvis sind deutlich spürbar) und klassischem Honky Tonk und Country (hier zählen sie vor allen Dingen Hank Williams und Johnny Cash zu ihren großen Einflüssen) sprüht nur so vor Spielfreude. Das vorzügliche Songmaterial steckt voller herrlicher Melodien und ist vorwiegend geprägt von einem schönen Retro-Touch. Die, wie gesagt, schön rootsige und Americana-mässige Basis und der klassische, Rockabilly-angehauchte Countrysound ziehen einen magisch an. Das wirkt wie die Zusammenführung der besten Elemente solcher Bands wie The Derailers, The Mavericks, Two Tons Of Steel und Dwight Yoakam, und doch spielt diese Musik niemand so wie Girl Guns and Glory. Deren Sound ist einfach einzigartig. Und noch etwas: Produziert hat das neue Album Roots- und Alternate Country-Veteran Eric "Roscoe" Ambel - und was der anpackt, hat bekanntlich immer Hand und Fuß! Wir wünschen dieser Band in Anlehnung an den Albumtitel wirklich viel Glück, denn, wir attestierten dies bereits beim Vorgängerwerk, solche Bands braucht die Roots- und Countrymusic. Wunderbar!

Das komplette Tracklisting:

1. All the Way Up To Heaven - 3:30
2. Be Your Man - 3:03
3. One of These Days - 4:27
4. Shake Like Jello - 2:26
5. Centralia, PA - 4:15
6. C'Mon Honey - 2:17
7. Built For Speed - 3:43
8. Rockin' Chair Money - 4:24
9. UUU - 2:59
10. It's Your Choice - 4:12

Art-Nr.: 8477
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
All the way to heaven
Be your man
Shake like jello
Centralia, PA
Rockin' chair money
UUU
It's your choice

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Gov't Mule - high & mighty [2006]
Schon im Vorfeld der Veröffentlichung des neuen Gov't Mule-Albums "High & mighty" hörte man über dieses Werk endlose Lobeshymnen und reihenweise Aussagen wie "bestes Gov't Mule-Album aller Zeiten". Klar, da wächst bei dem geneigten "Mule"-Fan die Spannung, denn man traut dieser Band bei jedem Release Großes zu. Doch es machten sich sicher auch vereinzelt Zweifel bezüglich solch vermeintlich übertriebener Anpreisungen breit. Das kann doch kaum möglich sein, wird vielleicht der ein oder andere gedacht haben, vor allem Dingen, wenn man die Masse der hochkarätigen Outputs aus der Vergangenheit der Band in Betracht zieht. Da fragt man sich schon mal, wie denn das alles noch zu toppen sein soll...! Alle Spekulationen haben ein Ende - und Leute, ob Ihr's glaubt oder nicht, es hat   funktioniert - die Band hat sich tatsächlich noch einmal selbst übertroffen! "High & mighty" ist schlichtweg ein Meisterwerk, ein Meilenstein zeitloser Rockmusik! Diesmal überwiegend aufgenommen in Willie Nelson's "Pedernales Studios" in Austin/Texas (lediglich 2 Tracks entstanden in den "Water Music Studios" von Hoboken/New Jersey) unter der produktionstechnischen Regie des alten Big Sugar-Kempen Gordie Johnson (in Zusammenarbeit mit Warren Haynes), entstand ein Album, das das musikalische Zusammenwirken in der Band, das blinde, grenzenlose Spielverständnis, ihren Spirit, ihre scheinbar unerschöpfliche Kreativität besser zum Ausdruck bringt als je zuvor! Das ist pure Magie! Trotz aller Härte und Intensität ist ein wunderbarer, fast schon warmer, atmosphärisch dichter, sehr kompakter Bandsound entstanden, dem Warren Haynes (sämtliche Songs stammen allein aus seiner Feder) mit seinem fantastischen Gesang, seinem "überirdischen" Gitarrenspiel, ja seiner ganzen Präsenz zwar nach wie vor die prägnantesten Indikatoren verleiht, der aber in dieser Quartettbesezung eine Fülle und Transparenz entwickelt, die man nicht mehr missen möchte. Vor allem Danny Louis an den Tasteninstrumenten ist die ideale Ergänzung! Insgesamt darf man "High & mighty" wohl auch als das bislang gefälligste und eingängigste Album Gov't Mule's bezeichnen. Nie wurde soviel Wert auf Melodik gelegt, was schlußendlich in einer hinreißenden Kombination aus vom Konsumenten jederzeit hervorragend zu verarbeitenden, handfesten, powernden, immens druckvollen, satten, sehr direkten (Retro)Rock-Strukturen und prächtigen Jammings aus herrlichen, ausgedehnten Instrumental-Passagen voller grandioser Gitarrensoli resultierte - alles gewürzt mit wohl dosierten Zutaten aus Southern, Soul, Gospel, Jazz, Psychedelic, sogar Reggae und vor allen Dingen dem Blues! Gleich zu Beginn des Albums glaubt man seinen Ohren nicht zu trauen! "Mr. High & Mighty" heißt der Opener, ein "Hammer", wie er im Buche steht, der mit Sicherheit einmal als einer der ganz großen Klassiker in die Historie der Band eingehen wird, ja eingehen muß! Krachende, fette Riffs und Drums brechen los wie bei einer verschärften Ausgabe der legendären Free, Bad Company, Led Zeppelin und Mountain zusammen, Haynes singt mit einer geradezu entfesselten Intensität, dazu ab der zweiten Strophe ein bravouröser Hammond-Background. ein dezentes Southern-Flair schleicht sich ein - und es rockt mit einer Kraft und Power, als gäbe es kein Morgen mehr! Irre stark! Klar, daß der Magier gleich ein paar furiose, weltmeisterliche, glühende Gitarrenläufe "aus dem Ärmel" zaubert - jammig, bluesig, umwerfend! Ein 5 1/2-Minuten-Auftakt, der den seeligen Mule-Fan gleich in einen traumatischen Zustand der Glückseeligkeit versetzt! Doch Leute, versprochen: Die kompletten, gut 72 Minuten dieses Albums halten dieses Niveau! Verrückt! Ob der gewaltig kochende, krachende Riff-Bluesrocker "Brand new angel" mit seinen elektrisierenden, dreckigen Keyboard-Ausflügen, den massiven, trockenen Rhythmen, und den Starkstrom-artigen (Wah Wah)Gitarren-Attacken, das dezent psychedelisch angehauchte, ungemein melodische, von toller Percussion begleitete "So weak, so strong", der überschäumende Volldampf-Southern-Boogie-Rocker "Streamline woman" mit seinem mächtigen Drive, das traumhafte "Child of the earth", das von einem prägnanten, überaus gelungenen Reggae-Rhythmus und einem famosen, leicht psychedelisch anmutendem Reggae-/Blues-Jamming bestimmte "Unring the bell" (klasse Riffs, tolle Hammond Orgel), die hinreißende, von viel Allman Brothers-Flair und einer ordentlichen Portion Southern-Gospel-Soul geprägte Ballade "Million miles from yesterday" (herrlich inspirierte, weiblicher Background-Gesang der sogenannten "Mighty Mighties" um die großartige Ruthie Foster), den kochenden Slide-getränkten, Zeppelin-lastigen Bluesrocker "Brighter days", usw., Warren Haynes, Matt Abts, Andy Hess und Danny Louis sind nicht zu bremsen! "Das jetzige Line-Up ist jede Sekunde das aufregendste Ensemble, mit dem ich jemals gearbeitet habe," sagt Warren Haynes - und das kommt zu "jeder Sekunde" rüber! Die Rock-Welt liegt Gov't Mule zu Füßen! Und warum das so ist, dafür gibt es, neben ihren unwiderstehlichen Live-Auftritten, kein besseres Argument als dieses neue Album! Harter, klassischer (Blues)Rock mit Referenz-Charakter! Fesselnd! Packend!

Art-Nr.: 4331
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

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Gov't Mule - mulennium [2010]
3 CD-Set! Was für ein Knüller für die "Muleheads"! Was für ein unvergleichliches Live-Fest für die gesamte Rock-, Blues-, Southern-, Jamrock-Fraktion! Rund 10 Jahre nach Allen Woody's Tod (er verstarb am 26. August 2000) erscheint über Warren Haynes' eigenes "Evil Teen"-Label ein fulminantes 3 CD-Set mit einem der legendärsten Konzerte Gov't Mule's im Original Line-Up, also in der klassischen Power Trio-Besetzung "with their late, great bassist Allen Woody". Es ist die "Millennium"-Show aus der Silvesternacht des Jahrtausendwechsels 1999/2000, die sie im "Roxy" in Atlanta/Georgia spielten. Dem Anlass entsprechend warteten sie natürlich mit einer "Mörder"-Setlist auf, die es in dieser Form bislang nie mehr gab und wohl auch nie mehr geben wird. Was die Band in dieser Nacht neben eigenem Material an Coverversionen spielte, und vor allen Dingen, wie man sie präsentierte, war sensationell. Man denke nur an Led Zeppelin's "Dazed and confused", King Crimson's "21st. century schizoid man", The Who's "We're not gonna take it", Jimi Hendrix' "Power of soul", in der Blues-Sektion die Little Milton-Klassiker "My dog and me", "Lump on your stump" und "Blues is alright", alle mit Milton Campbell (Little Milton) als Gast, den Beatles-Standard "Helter skelter", The Black Crowes' "Sometimes salvation", "Humble Pie's "30 days in a hole", Tony Joe White's "Out of the rain", Bob Dylan's "I shall be released" und die überragende 15 Minuten-Version von Lynyrd Skynyrd's Southern Rock-Hymne "Simple man" mit einer famosen Gitarrenschlacht zwischen Warren Haynes und Audley Freed (Cry Of Love, The Black Crowes), der bei einigen Tracks als zweiter Gitarrist fungierte - es ist pure "Mule"-Magie! Eine spektakiläre Setlist, eine spektakuläre Show - festgehalten auf einer überragenden 3er CD (grandioser Sound) im 3-fach aufklappbaren Digipack mit sehr schönem, reich bebilderten, 16-seitigem Booklet!

Die komplette Setlist:

Disc 1:
1. Bad Little Doggie (4.47)
2. Lay Your Burden Down (5.07)
3. Blind Man In The Dark (7.36)
4. Life Before Insanity (7.17)
5. Larger Than Life (6.09)
6. Towering Fool (8.22)
7. Countdown Jam (change of year) (1.35)
8. 21st Century Schizoid Man (6.15)
9. We're Not Gonna Take It (3.52)
10. Dazed And Confused (11.48)

Disc 2:
1. When The Blues Comes Knockin' (5.55)
2. My Dog And Me (10.18)
3. Lump On Your Stump (7.57)
4. I Can't Quit You Baby (11.39)
5. It Hurts Me Too (10.11)
6. Blues Is Alright (8.17)
7. Is It My Body? (5.30)
8. Power Of Soul (13.27)

Disc 3:
1. Helter Skelter (3.45)
2. Sometimes Salvation (4.09)
3. 30 Days In The Hole (6.27)
4. End Of The Line 9.01)
5. Out Of The Rain (11.14)
6. I Shall Be Released (11.07)
7. Simple Man (15.45)
8. Crowd (1.47)

Art-Nr.: 6983
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Great Caesar's Ghost - dragonfly [2015]
2 CD-Set! Die begnadete, so aussergewöhnlich talentierte, eng mit den Mitgliedern der The Allman Brothers Band befreundete, Southern-inspirierte Jamrock-Formation Great Caesar's Ghost aus Long Island/New York (das Allmans-nahe Magazin "Hittin' The Note" ist mächtig beeindruckt und sagt: "There are very few bands we have ever heard that can do justice to an Allman Brothers cover. The level of talent required to pull it off is usually just too much. But these guys caught our attention".) um die beiden herausragenden Gitarristen Bosco Michne und Larry Schmid kommen nach ihren vielen Live-Outputs endlich mal wieder mit einem neuen Studioalbum (gleich eine Doppel-CD) - und was für einem großartigen! 7 Jahre nach "Means to an end" begeistern sie uns mit einem baumstarken Werk, gespickt mit leidenschaftlichen Jams voller endloser, fantastischer Gitarrenausflüge, oftmals mit jeder Menge Twin-Leads, prächtigen Orgel- und Klavier-Ergänzungen und -Soli, herrlichen Grooves aus üppiger Percussion und tollen Basslines. Das durchweg exzellente Songamterial, bestehend, wie üblich, aus einigen bemerkenswerten Coverversionen und eigenen Stücken, hat dementsprechend oft eine amtliche Länge. Die größten Einflüsse der Band sind The Allman Brothers Band und Grateful Dead, deren Stücke sie schon seit ewigen Zeiten mit Vorliebe covern. Doch sie vermitteln diesen Songs eine ganz persönliche, eigene Note, einen ganz eigenen Spirit und Sound, so dass es für die Fans der Origianlversionen in den Fassungen von Great Caesar's Ghost jede Menge Neues zu entdecken gibt, weshalb diese Truppe von der Jamrock-Community so ausserordentlich geliebt wird. Völlig zu Rect, wie wir meinen. Ihre Musikalität, ihre Instrementenbeherrschung, ihre Spielfreude, ihr künstlerisches Potential und herausragende Qualität steht denen ihrer Vorbilder in nichts nach. Neben dem allgegenwärtigen, unwiderstehlichen Southern-/Jam-Feeling prägen auch viele Rock-, Jazz-, Roots-, Psychedelic-, und Latin-Spuren die Performances der "Ghosts". Das Album beginnt mit der bärenstarken Eigenkomposition "Show of hands", die gekennzeichnet ist von einem gewaltigen Percussion-Groove, sowie unwiderstehlichem Parallelspiel von zwei E-Gitarren und Orgel. Dazu spürt man sie sofort, diese zwanglose Jam-Leidenschaft, diese ungezügelte Spielfreude. Stark auch die dreckige, satte Lead Gitarre im Break. Hier vermischen sich Einflüsse von den Allmans, Sanatana, Moe. und Widespread Panic zu der ganz eigenen Great Caesar's Ghost-Identität. Nun zu einigen Coverversionen: Zunächst gibt es eine tierische Fassung von Gregg Allman's "Black hearted woman". Dezent jazzig, mit tollem Drumming, herrlich southern und bluesig jammen und spielen sich die Burschen surch 9 1/2 ungemein kreative Minuten mit prächtigen, virtuosen Gitarrenausflügen, wechselseitigen, zündenden Soli und bestens integrierten Keyboard-Fills. Als nächstes steht Neil Young's Klassiker "Cortez the killer" auf dem Programm! Wow, was gelingt der Truppe hier für eine seelige Version. Die packenden Gitarrenläufe werden mit wunderbarem Piano-Spiel ergänzt, so dass diese Nummer eine ganz neue Note erhält. Im Verlauf der Instrumentalbreaks hören wir brillante Gitarren- und Orgel-Soli. Irre stark! Das trifft auch auf ihre Fassung von Grateful Dead's "St. Stephen" zu, bei der sie das typische Westcoast-Flair der Jam-Veteranen mit einem wunderbaren, Dickey Betts-/Allmans-mässigen Twin Lead-Southern-Esprit kombinieren. Enthält zudem ein paar Töne von "Montain Jam". Die Gitarrenasuflüge sind faszinierend, ebenso wie Keith Hill's vorzügliches Orgel-Spiel, Was für ein tolles, zuweilen auch leicht jazziges Hippie-Jamming. Großartig auch das von tollen Gitarrenläufen (auch Slide) bestimmte Instrumental "Dragonfly", das die Fähigkeiten der beiden Saitenartisten in beeindruckender Art und Weise demonstriert, wie auch das Stones-Cover "Sympathy for the devil", ABB's "In memory of Elizabeth Reed" und das drückende, bluesige, soulige, mit toller Slide gespickte "Get out my life woman", das in Hendrix' "Who knows" mündet. Keine Frage, das Standing dieser exzellenten Truppe in der Jamrock-Szene wird mit diesem fantastischen Werk weiter gefestigt. Great Caesar's Ghost in meisterlicher Verfassung

Das komplette Tracklisting:

Disc 1:
1. Show of Hands - 5:08
2. Black Hearted Woman - 9:31
3. Cortez the Killer - 11:00
4. Sympathy for the Devil - 6:39
5. Dragonfly - 7:18

Disc 2:
1. St. Stephen - 14:55
2. In Memory of Elizabeth Reed - 13:18
3. So What - 5:06
4. Get Out My Life Woman / Who Knows - 8:44

Art-Nr.: 8890
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 18,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Show of hands
Black hearted woman
Cortez the killer
Dragonfly
St. Stephen
Get out my life woman

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Great Caesar's Ghost - live with butch trucks [2012]
2 CD-Set! 3 großartige Gitarristen und 2 Drummer (einer davon ist der legendäre The Allman Brothers Band-Schlagzeuger Butch Trucks) sind die dominierenden Figuren bei diesem fantastischen Konzert der grandiosen Jamrock-Formation Great Caesar's Ghost aus Bridgehampton, NY. Die 7-köpfige Truppe (ergänzt um Butch Trucks sind es 8) wird nicht nur von Trucks hoch geachtet, sondern ist mittlerweile mit dem gesamten Allmans-Clan eng befreundet. Kein Wunder bei dieser Art vom Musik. Great Caesar's Ghost kommen zwar von der Ostküste, doch ihr musikalisches Herz ist tief in den Südstaaten verankert. Die Jungs spielen einen hinreissenden, Allmans-affinen Southern Rock mit engen Bezügen zum Blues, zum Roots, Jazz und Countryrock. Sie sind zwar auch im Studio eine echte Größe (man erinnere sich nur an ihr famoses 2008er Werk "Means to an end"), doch in erste Linie sind sie eine umwerfende Live-Band, die erst auf der Bühne ihre aussergewöhnliche Musikalität und ihre hingebungsvolle Spielfreude voll und ganz entfaltet. Live spielen sie sehr gerne auch mal Cover-Songs von The Allman Brothers Band und von Grateful Dead, aber auch von diversen Blues-Größen. Durchaus mit der Philosophie und Authentizität der Originale ausgestattet, verpassen sie diesen Nummern dennoch ihren eigenen Stil und lassen sie, vollgepackt mit tollen, jammigen Gitarrenausflügen, überaus "southern" klingen. Neben den Allmans darf man als verwandte Seelen solche Bands wie The Marshall Tucker Band, Tishamingo, Old Union, Widespread Panic und ähnliche nennen. Und um eines klar zu betonen: Great Caesar's Ghost spielen absolut in der gleichen Liga wie die genannten Referenzbands. Die Besetzung: Larry Schmid (guitar, vocals), Bosco Michne (guitar, vocals), Ray Penney (guitar, slide guitar - Penney ist leider am 2. August 2012 an einer seltenen Art von Leukämie verstorben, war bei dem hier mitgeschnittenen Konzert aber noch mit dabei), Keith Hill (organ, piano), Jerry Weldon (sax), Larry Hunter (bass), Ed DiCapua (drums) und als Gast eben Butch Trucks (drums). Die hier vorliegenden Aufnahmen stammen aus einem Konzert vom August 2011. Die Band legt einen fantastischen Auftritt hin. Die Gitarristen begeistern mit herrlichen Double- und Triple Lead-Passagen, aber auch mit feurigen und furiosen, aufeinanderfolgenden, ausgedehnten, inspirierten Gitarrensoli, die ihre aussergewöhnliche Klasse eindrucksvoll demonstrieren. Die Gitarrenfans werden ihre helle Freude haben. Und was die beiden Drummer für grandiose Grooves produzieren, ist einfach fabelhaft. Ein Trommel-Fundament vom Feinsten! Die Band sprüht nur so vor Spielfreude und agiert genauso kraftvoll wie locker. Die Setlist enthält, wie gehabt, einige grandios vorgetragene Allmans-Cover, wie z. B. "In memory of Elizabeth Reed", ein wunderschönes "Back where it all begins", "Done somebody wrong" und eine bärenstarke Fassung von "Blue sky" mit hinreissendem, ca. 5-minütigem, wechselseitigem Gitarrensolo. Auch Grateful Dead-Covers fehlen nicht. Genial beispielsweise das wunderschöne "Scarlet begonias", aus dem die Burschen einen richtigen, Dickey Betts-/Allmans-ähnlichen Southern Rocker machen. Super auch die Eigenkomposition "Wait until tommorrow" mit ohre großartigen Melodik und den erneut, exzellenten Gitarrenläufen. Great Caesar's Ghost mit einer meisterhaften Live-Scheibe! Southern-/Jamrock der absoluten Extraklasse! "One of the most talented jam bands to recently emerge on the scene!"

Hier noch im Original-Wortlaut das, was das Allman Brothers-nahe Fanzine "Hittin' The Note" sagt:

There are very few bands we have ever heard that can do justice to an Allman Brothers cover. The level of talent required to pull it off is usually just too much. We also get to listen to the real thing, so why waste time listening to a copy?
However, we also know a thing or two about how the Brothers music can inspire. After all, they are the reason we started our magazine. So, it's a pleasure to tell you that these guys in GCG have got the chops and actually do justice to the music of the ABB. And can you imagine just how inspiring it would be to play with one of your hero's?
Great Caesar's Ghost has just released a brand new live, two disc CD, that was recorded with Allman Brothers Band founding member, Butch Trucks in August of 2011. The CD contains eleven tracks of Allmans and Dead material plus some blues and one GCG original. Trust us, it's worth a listen!

Die komplette Setlist:

DISC ONE
1. Hot Lanta (8.18)
2. Done Somebody Wrong (4.21)
3. Blue Sky (7.58)
4. 32-20 Blues (7.11)
5. Scarlet Begonias (8.12)
6. In Memory Of Elizabeth Reed (15.16)

DISC TWO
1. Bertha (10.40)
2. You Don't Love Me (6.27)
3. Back Where It All Begins (8.12)
4. Wait Until Tomorrow (6.31)
5. Whipping Post (15.48)

Art-Nr.: 7886
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 18,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Hot Lanta
Blue sky
Scarlet begonias
Bertha
You don't love me
Back where it all begins
Wait until tomorrow

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Green, Pat - songs we wish we'd written II [2012]
Gleich zu Beginn: Das Album ist ein (country)rockendes Red Dirt-"Killerteil", das einen von der ersten bis zur letzten Minute fesselt! Pat Green ist bereits mit seinen 40 Jahren eine lebende Texas-Legende, im Lone Star State geliebt und verehrt für seine großartige Musik und seine umwerfenden, fulminanten Live-Shows. Aber auch ausserhalb von Texas ist der Mann aus San Antonio mittlerweile ein Star, dem es durchaus gelingt Locations wie das House of Blues in Los Angeles bis hin zum Nokia Theater am Times Square auszuverkaufen. Dennoch, trotz viel beachteter Major Label-Alben, einiger Top 10-Erfolge in den Billboard Country Singles-Charts und drieer Grammy-Nominierungen: der ganz große Erfolg in Nashville's Country-Business blieb aus. Und seien wir mal ehrlich, das ist einfach auch nichts für Pat Green. Der Mann hat Ecken und Kanten, lässt sich nicht in eine Schublade stecken, ist ein Musiker mit Herz und Seele, ein Pionier der texanischen Red Dirt-Bewegung, einer der eben so gar nicht in diese glamouröse, aalglatte Nashville-Welt passen will. Nun ist er mit seinem neuen Album zurück, dort wo er zu Hause ist - und es ist Hammer-Teil geworden. Veröffentlicht auf einem unabhängigen Label, ist "Songs we wish we'd written II" so etwas wie die Fortsetzung eines Albums mit dem gleichen Titel aus dem Jahre 2001, das er seinerzeit mit seinem guten Freund Cory Morrow eingespielt hatte - nur diesmal weitestghehend ohne Morrow (lediglich bei der wunderschönen, mit herrlicher Piano-Begleitung und vielschichtigen, transparenten Gitarren arrangierten Neueinspielung von Lyle Lovett's "If I had a boat" übernimmt Morrow einen Duett-Part). Pat Green hat sich erneut eine Anzahl höchst interessanter und anspruchsvoller Songs ausgesucht, von denen er sich wünscht, er hätte sie geschrieben, doch sie stammen eben alle von anderen Songwritern. Songs die er liebt, die ihn bewegt haben, Songs von denen er begeistert ist. Und all diese Begeisterung, dieses Herzblut lässt er hemmungslos in diese Coverversionen einfliessen - man spürt es einfach! Er drückt ihnen seinen ganz eigenen Stempel auf. Er bringt sie voller Frische, voller Leidenschaft, voller Leben, voller Klasse. Er macht sie zu "seinen" Songs, ohne das Original zu verleugnen. Und er rockt! Das Album ist eine mitreissende Red Dirt-Demonstration packenden Rootsrocks, Americanas und Countryrocks, vorwiegend dargeboten in erdigen Gitarrenarrangements. Alles ist wunderbar satt und "sauknackig" umgesetzt, dazu auf den Punkt und irre "tight" produziert von John Pollard. Pollard ist gleichzeitg der grandios aufspielende Drummer von Green's Band. Auch alle weiteren Musiker sind unglaublich gut. Schon die Anfangsnummer haut einen schier um. Pat Green interpretiert Joe Ely's bärenstarkes "All just to get to you" und legt gleich mit einer unbändigen Dynamik los. Herrliche Gitarren, toller Gesang, viel Power, wundervolle Melodie! Und was dann noch so alles kommt - fantastisch! So gibt's z. B. eine jeweils begnadete Fassung von Shelby Lynne's "Jesus on a greyhound" (rockt mächtig ab, Pollard gibt mit seinem furiosen Schalgzeugspiel Vollgas, die E-Gitarren brillieren), von Jon Randall's "Austin" (auch das ist zündender Countryrock vom Allerfeinsten) und von Tom Petty's "Even the loseres" aus dessen "Damn the torpedos"-Album (Green macht daraus eine hinreissende Ballade, die relativ ruhig anfängt und zum Schluß hin mächtig an Dynamik gewinnt - die hier eingesetzten Streicher passen einfach wunderbar). Ja und dann versucht sich Pat Green sogar an Warren Haynes' (Gov't Mule, The Allman Brothers Band) Meisterhymne "Soulshine", aber auch das covert der Texaner traumhaft stark. Die Nummer klingt als sei sie schon immer ein staubiger, dreckiger, herrlicher Red Dirt-Rocker gewesen, ausgestattet mit einem tierischen, southern-inspired E-Gitarren-Solo. Zwischendurch gibt es auch mal die ein oder andere, etwas zurückhaltendere Nummer, doch auch die sind sehr kraftvoll. Dazu gehören das leicht folkige"Streets of Galilee" und Collective Soul's "The world I know" (deren Ed Roland ist hier mit von der Partie). Zum Schluß haut er noch Todd Sniders fantastische "I am too" raus, nochmal ein von fulminanten E-Gitarren-Riffs nach vorn gepeitschter, "wie Sau" rockender Kracher, der einen genauso staunend wie bewundernd zurück läasst. Pat Green ist mit diesem Album voll in seinem Element. "Songs we wish we'd written II" zeigt einen losgelösten, ungezwungenen, brillanten Green, wie er besser nie war! Leute, macht das Laune...

Das komplette Tracklisting:

1. All Just To Get To You 3:50
2. Streets Of Galilee 5:30
3. Jesus On A Greyhound 4:32
4. Even The Losers 3:49
5. Austin 3:43
6. If It Weren't For You 3:55
7. Soulshine 6:24
8. The World I Know 4:14
9. If I Had A Boat 3:09
10. I Am Too 4:13

Art-Nr.: 7780
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
All just to get to you
Jesus on a greyhound
Even the losers
Austin
Soulshine
If I had a boat
I am too

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Grey, JJ & Mofro - ol' glory [2015]
"JJ Grey and his band Mofro stir up a Southern storm of soulful grooves. They deliver simmering, funky and propulsive Southern R&B with a rock edge." Der charismatische Sänger, Songwriter und Gitarrist John Grey Higginbotham, kurz JJ Grey, und seine grandiose Formation Mofro liefern mit "Ol' glory" ein neues Meisterwerk ihres unwiderstehlichen musikalioschen Cocktails aus Roots, Funk, Blues, Southern Rock und hinreissendem Florida Swamp Soul ab, der die Band abermals in neue, künstlerische Höhen hievt. 12 bärenstarke Songs, in denen der natürliche Duft und die Seele des Southern Souls stecken, hinterlassen ihren tiefen Eindruck und wirken wie pure Magie. Tolle Grooves, genauso lässige, wie voller Energie steckende, seelige Arrangements und exzellente Melodien stehen mit jammigen Instrumentalbreaks im Einklang. Gast auf 2 Tracks ist North Mississippi Allstars-Frontmann und Giutarrist Luther Dickinson, auf einem Song gibt sich Derek Trucks (The Allman Brothers Band, Tedeschi Trucks Band) die Ehre an der Slide-Gitarre. Erneut eine brillante Vorstellung von JJ Grey & Mofro!

Das komplette Tracklisting:

1. Everything Is A Song - 5:11
2. The Island - 5:03
3. Every Minute - 4:41
4. A Night To Remember - 5:29
5. Light A Candle - 4:21
6. Turn Loose - 3:18
7. Brave Lil' Fighter - 5:36
8. Home In The Sky - 4:50
9. Hold On Tight - 4:34
10. Tic Tac Toe - 4:38
11. Ol' Glory - 7:32
12. The Hurricane - 3:23

Art-Nr.: 8800
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Everything is a song
This island
Every minute
Brave lil' fighter
Home in the sky
Hold on tight
Tic tac toe

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Grinder Blues - same [2014]
"This trio’s high-energy performance, bone-crushing sound and from-the-gut songwriting put a fresh, contemporary spin on the blues tradition". Grinder Blues heisst die neue Band dreier grandioser, gestandener Musiker, deren fulminantes, baumstarkes Debut gleich mit einem donnernden Paukenschlag in die Bluesrock-Szene "hineinkracht". Grinder Blues sind der legendäre King's X-.Frontmann Dug Pinnick (Gesang, Bass) und die beiden uns von ihren eigenen, famosen The Bihlman Bros.-Alben bestens bekannten Brüder Jabo Bihlman (Gitarren, Gesang) und Scot Little Bihlman (Schlagzeug, Gesang) - was für Namen, was für ein Album! Grinder Blues paaren die Begriffe Blues und Rock zu gleichen Anteilen und kreieren daraus ein explosives Gebräu von erstklassigen Songs, die zwar eine Menge Dampf und Power freisetzen, aber immer bestens strukturiert sind, nie den roten Faden verlieren oder gar im instrumentellen "Overkill" untergehen. Im Gegenteil, sie bleiben bestens hängen. Das ist das Verdienst der gesamten Band. Ja. hier haben wir es mit einer "richtigen" Band zu tun, keiner der extremen Einzelkönner stellt sich besonders heraus. Es regiert das Kollektiv. Der "hard rockin', down'n dirty" Blues der The Bihlman Bros. und die rockende Heavy-Attitüde von Kings X paaren sich hervorragend, denn Dug Pinnick kann auch den "Blues". Von seiner Großmutter, einer Baptistin, in der Nähe von Chicago groß gezogen, hatte er seine ersten muikalische Begegnungen in der Kindheit mit dem Blues, Gospel , R&B und Motown. Ihm lag es schon lange am Herzen mal etwas bluesiges zu machen, nun hat er die kongenialen Partner gefunden. So wird ihre Musik beschrieben: "These high-voltage songs sizzle with daredevil virtuosity and rock with unrestrained energy, blasting a sound minted in the urban canyons of Chicago and the swamps of rural Louisiana during the 1950s into the present thanks to rumbling guitars, freight train rhythms and bass legend dUg Pinnick’s virtuoso licks and elegantly gritty rock ‘n’ soul voice". Jawohl, schwerblütige, druckvolle Rhythmen, Jabo Bihlman's herausragende, von purer Spielfreude, Energie, Virtuosität und Gefühl geprägte Gitarrenarbeit und Scot Little Bihlman's famoses Drumming bestimmen die Arrangements, dazu Pinnick's großartiger, "soulful" Gesang. Wir finden Spuren von Hendrix, Led Zeppelin, ZZ Top, der Chris Duarte Group, Indigenous, den North Mississippi Allstars, und, und, und, doch ohne jeden Zweifel spielen Grinder Blues ihr ganz eigenes, kochendes Ding. Das Album beginnt gleich mit einem Feuerwerk: "Don't go home" ist ein packender, schwer dampfender, Heavy Blues-Shuffle, unterlegt von einem wuchtigen Groove und bestimmt von dem erstklassigen, glühenden Lead Gitarren-Spiel Jabo Bihlman's. Dug Pinnick's einzigartige Bass-Riffs sind markant. Im zweiten Drittel der Nummer gibt es ein paar leicht psychedelische Spielereien, die eine spitzenmässige Brücke zwischen klassischem Retro-Blues und neuzeitlicher Bluesrock-Ausrichtung schlagen. Das hat große Klasse! Wie ein swampiger Hendrix kracht der anschließende, ordentlich drückende Bluesrocker "Wild one" aus den Lautsprechern. Was für ein Brett! Trotz aller Kraft aber ist die Nummer äusserst zugänglich und bleibt im Gedächtnis. Super das zündende, brodelnde, fette, mit viel Wah Wah-Effekten ausgestattete Gitarrensolo in der Mitte. Straight, rau und von fetten, metallischen Riffs bestimmt, kommt der durchaus eingängige, kraftvolle Rocker "Burn the bridge", der wieder mit einem feurigen Wah Wah-Solo aufwarten kann. Hat einen wunderbaren, "soulful" Groove. Puuh - und dann der fulminant abgehende Roadhouse Blues-Boogie "Train", der sowohl die Band als auch den Zuhörer ordentlich in Atem hält. Scot Little Bihlman peitscht die Nummer mit seinem furiosen Drumming nach vorn, Bruder Jabo brilliert mit gigantisch starker Lead Gitarren-Arbeit.und Pinnick singt einfach klasse. Hat viel Southern-Esprit, wie auch die von einer prima Melodie geprägte Ballade "It ain't easy", die sogar ein paar The Allman Brothers Band-like Licks bereit hält. Ganz stark auch der ein wenig Memphis-inspirierte, von einem tollen Groove unterlegte Midtempo-Blues/Bluesrocker´"Woke up this morning", bei dem Jabo Bihlman mit einem rund 2-minütigen Solo noch einmal sein ganzes Können abruft. Was ist dieser Bursche doch für ein "rattenscharfer" Gitarrist. Zum Abschluß des Albums hören wir mit "TX to CA" noch einen exzellenten, staubigen, Slide- und Wah Wah-getränkten, dampfenden Roadtrip von Texas nach Californien, der einen irgendwie an die raueren Arbeiten der North Mississippi Allstars erinnert. "The band wanted the sound to be unique and heavy, like nothing anyone had ever heard in the blues vein", sagt Jabo Bihlman - und das gelingt ihr trotz aller Einflüsse und Bezüge ganz hervorragend. So ergänzt er voller Stolz: "But we’ve got the right blend of chops, energy and love for the blues to really breathe some fire into it". Recht hat er" Grinder Blues mit einem "Kracher" von einem Debut!

Das komplette Tracklisting:

1. Don't Go Home - 4.14
2. Wild One - 4.23
3. Burn The Bridge - 4.20
4. Grinder's Blues - 4.18
5. Train - 4.18
6. Worried Mind - 3.25
7. It Ain't Easy - 4.08
8. Woke Up This Morning - 5.46
9. Chuck Berry - 3.59
10. From Texas To California - 3.36

Art-Nr.: 8694
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Don't go home
Wild one
Burn the bridge
Train
It ain't easy
Woke up this morning
TX to CA

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Grissom, David - how it feels to fly [2014]
Der texanische Ausnahmegitarrist David Grissom setzt die Reihe seiner vorzüglichen Veröffentlichungen mit einem weiteren, bravourösen Werk allerbesten Blues-/Roots-/Southern-/Gitarrenrocks fort. "How it feels to fly" heisst das nunmehr vierte, eigene Album dieses famosen Saitenkünstlers, der schon seit ewigen Zeiten zu den am meisten gebuchten Gitarristen der Rock-, Roots,- Blues-, und Country-Szene gehört, und unzähligen Künstler als "Sideman" auf deren Tourneen zur Verfügung stand und steht. Joe Ely, John Mellencamp, die einstige, bärenstarke Bluesrock-Formation Storyville, The Allman Brothers Band, Buddy Guy, Charlie Robison, James McMurtry, die Dixie Chicks - all das sind nur einige Stationen von Bands in denen er gespielt hat. Er ist, sowohl im Studio, als auch live, für sein tightes, sattes, kraftvolles, auf den Punkt gebrachtes, immer den rockigen Faktor herausstellendes Gitarrenspiel bekannt, spielt seine Soli zuweilen aber auch wunderbar flüssig und locker. Bei all den vielen Verpflichtungen nimmt sich Grissom aber immer wieder die Zeit, seine eigenen, voller Herzblut steckenden Alben einzuspielen, in denen er all die vielen Einflüsse seiner musikalischen Vita und seine Bluesrock-Roots prächtig miteinander vereint. Genau das ist ihm bei "How it feels to fly" wieder besonders eindrucksvoll gelungen. Das Album besteht aus 8 brandneuen, durchweg saustarken Studiotracks, die er mit seiner Live-Band (Quartettbesetzung, neben Grissom sind das Stefano Intelisamo an den Tasteninstrumenten, Scott Nelson am Bass und Bryan Austin an den Drums) aufgenommen hat und einem rund halbstündigen Konzertmitschnitt einer fulminanten Show aus dem berühmten Saxon Pub in Austin vom 9. April 2013. Das ist die absolute David Grissom-Vollbedienung. Grandios schon der krachende, kernige Opener "Bringin' Sunday mornin' to Saturday night", ein elektrisierender, von knochenharten Riffs und feurigen Gitarrenausflügen bestimmter, kochender, klassischer Bluesrocker, wie er im sprichwörtlichen "Buche" steht. Oder der wundervoll melodische, traumhaft locker, dennoch sehr kraftvoll in Szene gesetzte Southern-/Rootsrocker "Georgia girl", das sowohl von akustischen, aber auch von höllischen E-Gitarrenläufen geprägte "Never came easy to me", das packende, herrlich groovende und prächtig hängen bleibende Instrumental "Way Jose", das in seiner jammigen Grundausrichtung und mit seinem triefenden Southern-/Blues-Glair nahezu perfekt in das Anforderungsprofil der The Allman Brothers Band passt (fantastische Gitarrensoli und nicht minder starke Orgel-Einlagen von Intelisano), der knackig, aber auch sehr flockige Rootsrocker "Gift of desperation", bis hin zu der wundervollen, weitestgehend akustisch gehaltenen Roots-Ballade "Satisfied", bei der Grissom mit prächtigen Acoustic-Riffs und toller Acoustic Lead-Gitarre brilliert, zwischendurch aber auch mal kurz eine schön bluesige, würzige, satte E-Gitarre einsetzt - eine Nummer ist stärker als die nächste. Und dann der Live-Part. Hier lässt es die Band dann nochmal so richtig krachen. Wir hören eine gut 9-minütige, bärenstark gespielte Coverversion des Allmans-Klassiker "Jessica", zwei brodelnd und überaus spielfreudig dargebotene Tracks seines Vorgängerwerkes "Way down deep" (das Titelstück und eine irre starke, wieder über 9-minütiuge Fassung des Instrumentals "Flim Flam"), sowie eine kochende, mit fulminanten Gitarrensoli gespickte Coververion von ZZ Top's "Fandango"-Nummer "Nasty dogs and funky kings". David Grissom und seine Band in Hochform! Ein irre starkes Album! Flammender Texas Guitar Blues-/Roots-/Southern-Rock, der vollends begeitert.

Das komplette Tracklisting:

1. Bringin' Sunday To Saturday Night - 4.18
2. How It Feels To Fly - 4.22
3. Georgia Girl - 3.16
4. Never Came Easy To Me - 5.04
5. Way Jose - 4.20
6. Overnight - 3.39
7. Gift Of Desperation - 4.25
8. Satisfied - 3.47
9. Jessica (live) - 9.04
10. Way Down Deep (live) - 6.47
11. Flim Flam (live) - 9.48
12. Nasty Dogs And Funky Kings (live) - 4.27

Art-Nr.: 8462
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Bringin' Sunday mornin' to Saturday night
Georgia girl
Never came easy to me
Way Jose
Gift of desperation
Satisfied
Nasty dogs and funky kings

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