Artikel 181 bis 195 von 312 gefundenen...

[1-15] [16-30] [31-45] [46-60] [61-75] [76-90] [91-105] [106-120] [121-135] [136-150] [151-165] [166-180] [181-195] [196-210] [211-225] [226-240] [241-255] [256-270] [271-285] [286-300] [301-315]

 
McLean Band, Jamie - completely [2010]
Wir sind begeistert! Was für ein Quantensprung für Jamie McLean und seine Band (McLean "firmiert" jetzt nicht mehr unter seinem eigenen Namen, sondern als Jamie Mclean Band - was seinen exzellenten Mitstreitern sicher auch mehr als gerecht wird). "Completely" ist, man könnte es geradewegs auf den Titel beziehen, in der Tat McLean's komplettestes und klar bestes Album bisher. Was für ein Könner der begnadete New Yorker "guitarslinger" und etatmäßige Gitarrist der New Orleans Funk-/Jazz-/Bläser-Institution "Dirty Dozen Brass Band" ist, hat er schon auf seinen Vorgängeralben bewiesen, doch welch einen großen Schritt nach vorn er noch einmal in puncto Frische, Songwriting, Songstrukturen, Musikalität, Arrangements und Melodik vollzogen hat, ist enorm. Von vorn bis hinten, ohne jeden schwachen Song, bietet "Completely" eine großartige Ansammlung prächtiger, von wunderbaren Melodien durchzogener, überaus gefälliger, gut hängen bleibender, dabei absolut würziger, immer die nötige Portion "grit" versprühender, erdiger Gitarren Rootsrock-Nummern, deren gepflegtes, knackiges Midwestern- und Heartland Rock-Flair vor allem auch mit einer ordentlichen Portion an überaus inspirierten, sehr markanten, aus tiefstem Herzen kommenden Blues-, Soul-, Southern Rock-, Groove-, und Jam-Zutaten aufwarten kann. So muß das sein, denn dies ist genau das Terrain, auf dem McLean zu Hause ist. Das entspricht seinem Naturell. Der Mann, im übrigen ein guter Kumpel der erweiterten Widespread Panic-"Familie", vereint diese Southern-, Blues-, Soul und Traditional American Rock-Einflüsse mit einer unwiderstehlichen Melodik und verleiht dem Ganzen ein großartiges, dabei sehr zeitgemässes, Retro-Ambiente. "You may be among those who already recognize McLean as an emerging player in that place where Southern and streetwise rock, roadhouse blues, downtown R&B and swampy soul music find communion", heisst es in seiner Biographie. Ja, das sind wir - und die beschriebene Stil-Mischung trifft bei dem neuen Werk voll und ganz zu. Im Mittelpunkt steht neben McLean's charismatischem Gesang natürlich sein bemerkenswertes, exzellentes Gitarrenspiel. Er ist schon ein kleiner Magier an den 6 Saiten, der an seinem Instrument genauso explodieren und sich mit wirbelnden, schnellen Volldampf-Soli die Finger "blutig" spielen kann, der andererseits aber auch vollkommen locker, flüssig und sehr gefällig agieren kann. Dabei spielt er immer würzig, erdig und entlockt seiner Gitarre einen schön satten, saftigen, oft wunderbar southern-mässigen Sound. Die Gitarrenläufe sind keineswegs ellenlang, haben dafür aber mächtig Feuer und Biss, strahlen viel Spielfreude aus und kommen dennoch immer auf den Punkt. Oftmals, und das gibt dem Sound zusätzliches Volumen, werden die kernigen, fleischigen Gitarren von einer vollmundigen Hammond-Orgel und tollen Wurlitzer Piano-Klängen ergänzt. Alles in allem klingt die Musik zuweilen wie eine wunderbare Mischung von Zutaten solcher Kollegen wie den bereits erwähnten Widespread Panic und sehr rootsigen, erdigen Tom Petty & the Heartbreakers mit einem Schuß southern-orientiertem, gut rockendem John Mellencamp. Zu der Vielzahl von Inspirationen, die den Sound der Band definieren, sagt McLean selbst: "The band dynamics of the Rolling Stones and The Allman Brothers Band, the searing impact of Stevie Ray Vaughan and the sophistication of George Benson on guitar, the varied examples of Bob Dylan, The Black Crowes and Paul Simon as writers, were among the landmarks that helped us chart our course". Ausgedehte Touren hat die Jamie McLean Band beispielsweise auch schon mit Gov't Mule hinter sich, was ebenso bestens passt. Überhaupt ist die Band vor allem auch im Jamrock-Circuit prächtig im Geschäft, wo ihre Fanbase, auch aufgrund ihrer bekannt starken Live-Performaces, in Windeseile steigt. Momentan stehem sie kurz vor einer gemeinsamen Tour mit Gregg Allman. Wie gesagt, das Album ist von vorn bis hinten aussnahmslos stark. Songs besonders herauszuheben erübrigt sich damit weitestgehend, denn sie sind samt und sonders von hervorragender Qualität. Beispielsweise der locker flockig nach vorn gehende, einen tollen Drive aufbauende, southern-soulige, überaus melodische, flotte Rootsrocker "Diamond plate" (würzige Lead-Gitarre, tolle Hooklines, feuriges Solo, großartiger Gesang), der sehr riffige, "catchy" Heartland Rocker "Completely" (satte E Gitarren-Riffs, klasse Orgel-Sound), der raue, dreckige, massive, fetzige, jammige, viel Dampf produzierende Knaller "Peace and glory" (hat ordentlich Southern-Feuer, herrlich Gas gebender Drum-Groove, klasse Orgel-Fills und ein lautes, wildes, zündendes, abgehendes, "slingendes" Gitarrensolo des Meisters), das herrlich lockere, wunderbar die Freiheit einer "breezy freeway cruise" einfangende "Checkmate", der geradeaus und druckvoll rockende Southern-/Roots-Riff-Kracher "Brother", oder auch die traumhaft schöne, melodische, tief im Southern Soul verwurzelte, bluesige Ballade "Bible". Die Jamie McLean Band hat ohne Frage mit "Completely" ihr bisheriges Meisterstück abgeliefert. Hut ab, Jungs - so kann's weitergehen. Dieser mit "Schmackes" soundende musikalische Motor läuft herrlich rund - und er läuft auf Hochtouren! Herrlich! Nicht nur das in Jamrock-Kreisen so renommierte, amerikanische "Relix"-Magazin prognostiziert der Truppe eine große Zukunft...

Das komplette Tracklisting:

1. Diamond Plate 4:03
2. Completely 4:42   
3. Peace and Glory 3:30   
4. Natalie 4:28   
5. Cupids Greatest Thief 3:29   
6. Checkmate 3:54
7. Summer Rain 4:18
8. Brother 3:44
9. Ain't Nobody Like My Baby 4:54
10. Hold On Tight 4:07
11. Bible 3:18

Art-Nr.: 6973
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Diamond plate
Completely
Peace and glory
Natalie
Checkmate
Brother
Bible

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Mellencamp, John - freedom's road [2007]
Der 55-jährige Heartland-Rocker aus Bloomington/Indiana beglückt uns mit einem phantastischen neuen Album, seinem ersten mit eigenem neuen Material seit über 5 Jahren (das 2003er-Werk "Trouble no more" war ein reines Cover-Album)! "Ich bin an einem Punkt in meiner Karriere angelangt, an dem ich ausschließlich Songs für mich selbst schreibe, ob sie anderen gefallen oder nicht", äußerte sich Mellencamp kürzlich in einem Interview. Vielleicht ist es genau das, was "Freedom's road" so glaubwürdig, so authentisch, so stark macht. Auf jeden Fall ist es ein Werk geworden, mit dem er sich zu 100% identifiziert - und das kommt spürbar rüber! Thematisch setzt er sich politisch und sozial überaus kritisch mit der aktuellen Lage in Amerika auseinander (in dem in der Tracklist nicht aufgeführten "hidden track" bezeichnet er Präsident Bush schlicht als einen "Rodeo clown with bloody red eyes" und die Vereinigten Staaten als eine "arrogant nation"), dabei jedoch stets bemüht aus allem Dilemma eine positive Erfahrung zu ziehen und hoffnungsvoll in die Zukunft zu schauen. Musikalisch ist es ein typisches Mellencamp-Album geworden, wenngleich, und das beeindruckt besonders, schon ein paar Veränderungen in den Arrangements stattgefunden haben. Von Kreativitäts-Stillstand also keine Spur, im Gegenteil: Plötzlich verarbeitet Mellencamp in seinen Songs neben den bekannten Roots-/Midwestern-Charakteristika noch einen wunderbaren Retro-Psychedelic-"Duft", ein gewisses Sixties-Flair und ein paar gepflegte Countryrock-Einflüsse. Zuweilen "schimmern" die Gitarren in dem unverwechselbaren Klangspektrum vergangener Byrds-Tage. Das alles passt prächtig zusammen und vereint sich zu einem tollen Roots-Sound voller herrlicher Melodien! Wunderbar flockig, dabei knackig und gleichzeitig schön flüssig kommt das großartige, geradezu hymnische Eröffnungsstück "Someday" aus den Lautsprechern - dezent psychedelisch, wie ein Relikt der legendären Byrds, übertragen in die heutige Zeit und gwürzt mit erdigen Rootsrock-/Midwestern-Rock-Tugenden. Hinzu kommt eine dezente Portion "Soul", ausgelöst vor allem durch den emotionalen, großartigen Background-Gesang der Country-Truppe Little Big Town (im übrigen touren die in den Staaten im Vorprogramm von Mellencamp), die bei diversen Stücken des Albums immer wieder mit tollen Background-Gesangsparts überzeugen. Die Gitarren von Mike Wanchic und Andy York hören sich an als spielte sie Roger McGuinn! Herrlich! Das nachfolgende, phantastische "Ghost towns along the highway" ist ein groovender Midtempo-Rootsrocker mit feiner Fiddle-Ergänzung, breit angelegter E-Gitarren-Begleitung, erneut starken Harmonies von Little Big Town und einem, dem Titel entsprechenden, typischen Wüsten-/"Ghost Town"-Flair! Dann das überragende "The American", ein knackiger, mit prächtiger Baritone-Gitarre begleiteter, von einer traumhaften, Gänsehaut erzeugenden Melodie bestimmter Rootsrocker, durch den gar eine leichte Brise Southern-Flair zu wehen scheint. Erinnert entfernt an alte Sachen der Sorte "Small town" und steckt doch voller neuer, frischer, unsere Ohren verwöhnender Details, die das Stück zu einem absoluten "Hit" werden lassen! Toll! Erneut etwas psychedelisch angehaucht und mit Byrds-Reminiszensen ausgestattet folgt das eingängige, schöne "Forgiveness", ehe der staubige, trockene, genauso entspannt wie "rough" wirkende Titelsong "Freedom's road" auf dem Programm steht. Eine starke Nummer reiht sich an die nächste, Ausfälle sucht man vergebens! Mellencamp hält das hohe Niveau völlig problemlos bis zum Ende durch! Besonders erwähnenswert sind vielleicht noch die engagierte Protest-Ballade "Jim Crow", ein Duett mit Folk-Legende Joan Baez, der exzellente Americana-Rocker "Our country", in den USA bereits aufgrund seiner Verwendung in einem Chevrolet-Commercial eine Riesennummer, und der bereits erwähnte, bei 7:37 Minuten nach Beginn des letzten Stückes einsetzende hidden track "Rodeo clown", ein dynamischer, voller Seele steckender Roots-/Heartlandrock-Knaller mit viel Stones-/Springsteen-Flavour! "Freedom's road" ist ein weiterer Meilenstein in der langen Karriere John Mellencamp's! Eine Meisterleistung eines Mannes, dem die guten Songs wohl niemals ausgehen werden! Möge er noch viele davon veröffentlichen, auch wenn er, wie er sagte, sie nur für sich selbst schreibt...

Art-Nr.: 4678
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Mellencamp, John - life, death, live and freedom ~ live [2009]
8 Track Live-EP! Das ist schon sehr beeindruckend! John Mellencamp veröffentlicht eine wirklich exzellente, im Jahre 2008 mitgeschnittene Live EP (bei über 33 Minuten Spielzeit kann man das fast schon als "full length album" bezeichnen) mit phantastischen Live-Versionen von 8 der wichtigsten Songs seines eh schon starken letzten Studioalbums "Life, death, love and freedom". Erschien so manchem das Studiowerk vom Stimmungsbild her insgesamt vielleicht ein wenig zu düster, trübe und melnacholisch, so erscheinen die Songs hier in einem völlig neuen Licht, voller Aufbruchsstimmung, spürbarer Vitalität, Dynamik und Spielfreude. Zuweilen hat man den Eindruck, als seien es komplett neue Stücke. Zur einen Häfte mit seiner großartigen Band, zur anderen vollkommen solo, zeigen Mellencamp und seine Freunde, welch hervorragende Live-Musiker sie doch sind. Insgesamt wirkt das Ganze auch wesentlich rootsiger und rockiger als im Studio. Irre stark beispielsweise "Don't need this body", bei dem Mellencamp lediglich von akustischer Gitarre und einer bluesigen, dreckigen, fetten E-Gitarre begleitet wird (welch eine Ausstrahlung geht von dieser Performance aus) oder der raue, voller Energie, Power und "Roots-Dreck" steckende, würzige, prächtig groovende Midwester-Rocker "If I die sudden" (sogar ein gewisses Southern-Flair ist hier nicht zu leugnen), mit seinem feurigen Gitarrensolo und der dynamischen Fiddle-Einlage (Mellencamp's Band nutzt den ihr zur Verfügung gestellten Freiraum hier glänzend aus). Ein weiteres Plus: Die Aufnahmen sind vollkommen unbehandelt - keine Overdubs, keinerlei Studio-Schliff! Alles vollkommen authentisch und live im wahren Sinne des Wortes - und das bei einem klasse Sound! John Mellencamp und seine Band (Andy York & Mike Wanchic - Gitarren, Troye Kinnett - Keyboards, Miriam Sturm - Violine, John Gunnell - Bass, Dane Clark - Drums, Percussion) mit einer Top-Vorstellung!

Das komplette Tracklisting, inklusive Aufnahmeort und -datum:

1. If I Die Sudden (5.42) - Greek Theatre/Los Angeles, July 31, 2008
2. Troubled Land (4.07) - Greek Theatre/Los Angeles, July 31, 2008
3. Don't Need This Body (5.20)- Mann Music Center/Philadelphia, July 8, 2008
4. Longest Days (3.32) - Greek Theatre/Los Angeles, July 31, 2008
5. Young Without Lovers (2.27) - Air Canada Centre/Toronto, February 6, 2008
6. A Ride Back Home (3.33) - Air Canada Centre/Toronto, February 6, 2008
7. Jena (4.13) - Centrum/Red Deer, AB, February 14, 2008
8. My Sweet Love (4.05) - Greek Theatre/Los Angeles, July 31, 2008

Art-Nr.: 6443
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 8,90

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Micky and The Motorcars - hearts from above [2014]
Die "Braun-Gang" schlägt wieder zu - und wie! Micky & the Motorcars um Frontmann Micky Braun und Gitarrist Gary Braun, den beiden Brüdern der Reckless Kelly-Protagonisten Willy und Cody Braun, kommen nach 3 Jahren endlich mit dem Nachfolger zum starken "Raise my glass" und setzen mit ihrem neuen Album "Hearts from above" ein absolutes Ausrufezeichen für das Jahr 2014 in Sachen kernigem Red Dirt Roots- und Countryrock. Was für ein saustarkes Album! Oft werden die "Motorcars", nicht nur wegen ihrer familiären Bande, ja so ein wenig wie der "kleine Bruder" der noch mehr im Fokus stehenden Reckless Kelly behandelt, doch das wird ihnen einfach nicht gerecht. Das beweist das neue Werk mehr denn je. Klar, die Musik der "Motorcars" liegt in etwa auf der gleichen Schiene wie die der "Kellys", und auch Micky Braun's Gesang unterscheidet sich nur unwesentlich von dem des Reckless kelly-Frontmannes Willy Braun, doch die Qualität der Songs steht denen der "Kellys" in nichts nach. Es ist die pure Countryrock- und Red Dirt-Wonne. "Hearts from above" wirkt deutlich knackiger, kraftvoller und erdiger als sein Vorgänger, ohne das dabei die traumhaften Melodien auch nur ansatzweise auf der Strecke bleiben. Zu jedem Moment der Scheibe spürt man, mit welcher Inspiration und Leidenschaft die Band zu Werke geht. Nach einem harten Schicksalsschlag (im Jahre 2012 verlor die Band ihren langjährigen Bassisten Mark McCoy durch einen tragischen, tödlichen Unfall) und zwei weiteren Umbesetzungen auf den Positionen des Lead Gitarristen (Dustin Schafer) und des Drummers (Bobby Paugh) präsentiert sich die Truppe spielfreudiger und frischer als je zuvor. Schon der Opener, das Titelstück "Hearts from above" ist ein absoluter Knüller, Satte Gitarrenlicks, kerniger Drive, herrliches, dezent southern-inspiriertes Red Dirt-Flair, eine traumhafte Melodie - das ist kapitaler, knackiger Texas-Countryrock wie aus dem Lehrbuch. So folgt eine "Killer"-Nummer nach der nächsten. Ob das wunderbar flockige, wie Öl runtergehende, rootsige "Destined to fall", das abermals mit einem schönen Southern-Flair verfeinerte, in allerbester Reckless Kelly-Tradition kommende, aber auch an große, klassische Countryrock-Tage solcher Institutionen wie Poco und Pure Prairie League erinnernde, herrliche "My girl now" oder der bluesige Roots-/Roadhouse-Rocker "Southbound street" - die "Motorcars" liefern nicht den Hauch einer schwachen Nummer ab. Zum Live-Standardrepertoire der "Motorcars", das wissen die Fans, zählte in der Vergangenheit regelmässig eine großartig dargebotene Coverversion des alten Faces-Klassikers "Stay with me". In deiser Tradition hat die Band für das neue Album das kraftvolle "Hurt again" aufgenommern, das mit seinen bluesigen, rauen, würzigen E-Gitarren und dem typischen E-Piano wie eine standesgemässe Fortsetzung des legendären Faces-Rockers klingt. Ebenso stark kommt auch der finale Track des Albums, "Tonigth we ride" der mit seiner Dynamik und Power, sowie seinen baumstarken Slideguitar-Licks zu einem regelrechten Klassiker der Red Dirt Rock-Szene avancieren könnte. Welch ein großartiger Abschluß dieses tollen Albums! Keine Frage, Micky & the Motorcars waren nie besser!

Das komplette Tracklisting:

1. Hearts From Above - 3.32
2. Long Road to Nowhere - 3.15
3. Hurt Again 3.25
4. Destined to Fall - 3.51
5. You Led Me The Wrong Way - 3.02
6. Fall Apart - 3.35
7. My Girl Now - 3.13
8. Sister Lost Soul - 4.15
9. Once In A Lifetime Girl - 3.35
10. Southbound Street - 3.15
11. From Where the Sun Now Stands - 3.59
12. Tonight We Ride - 3.44

Art-Nr.: 8634
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Hearts from above
Hurt again
Destined to fall
My girl now
Sister lost soul
Southbound street
Tonight we ride

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Mike and the Moonpies - mockingbird [2015]
Es bleibt dabei: Die Countrymusic aus Texas ist der aus Nashville in Puncto Authentizität und und Genretreue um Längen voraus. Ein weiteres, herausragendes Beispiel dafür: Mike and the Moonpies, ein klasse Sextett aus Austin/Texas, das mit einer wunderbaren Mischung aus traditionellem Country, Honkytonk, Outlaw Country und Countryrock, gepaart mit ein wenig Americana-Einflüssen und dem, der Heimat der Truppe geschuldeten, herrlichen Red Dirt-Flair ganz groß auftrumpft. Kopf von Mike and the Moonpies ist Mike Harmeier, der sämtliche Stücke geschrieben hat, singt (klasse Stimme, erinnert ein wenig an Phil Hamilton) und Gitarre spielt. Ihm assistieren auf dem bereits dritten Album der Band, "Mockingbird" (es handelt sich um die besonders in Texas weit verbreitete, sogenannte Spottdrossel, bei Ornithologen beliebt wegen ihres lauten, komplexen und lang anhaltenden Gesangs), Kyle Ponder (drums, percussion), Preston Rhone (bass), Catlin Rutherford (guitar), Zachary Moulton (steel guitar) und John Carbone (piano, organ). Produziert hat Harmeier dieses feine Werk zusammen mit Michael Kincaid, Bandleader der hochgehandelten, texanischen Insidercombo What Made Milwaukee Famous. Aufgenommen wurde das Ganze in den legendären Cedar Creek Studios in Austin, das Engineering übernahm John Silva, der für seine Zusammenarbeit mit The Trishas bekannt ist. "Mockingbird" ist ein ganz wunderbares, erfrischendes, unbekümmertes,. ja ganz hinreissendes, von immenser musikalischer Qualität geürgtes zehn Stücke umfassendes Kleinod, das mit einer ungeheuren Leichtigkeit und Komplexität aufwartet. Sämtliche Tracks bewegen sich im Drei- bis Vier-Minuten-Bereich, sind aber mit sehr vielen, auf den Punkt gebrachten instrumentellen Feinheiten gespickt. Freunde schöner Bariton-E-Gitarren im Zusammenspiel mit reichhaltig eingesetzter Pedal Steel und schöner Klavierbegleitung, garniert mit etwas Fiddle und Mandoline, werden hier ihre helle Freude haben. Die Band hat sich von der Basis her eher der traditionellen Country-Schiene verschrieben, aber dies mit unerhörtem Facettenreichtum. Die CD beginnt mit der ersten Single, "Smoke 'Em If You Got 'Em", ein flockiger, dehr melodischer Midtempo-Countrysong, der auch ganz gut bei traditioneller ausgerichteten Red Dirt Acts wie Wade Bowen, John D. Hale oder der Casey Donahew Band ins Repertoire passen würde. Mit "Say It Simply" folgt ein lupenreiner Honky Tonker. Herrlich rein, herrlich "echt"! Hier heult die Steelgitarre, surrt die Fiddle und klimpert das Piano, dass es eine wahre Freude ist - dazu eine wunderbare, schön "old school" klingende Country-E-Gitarre. Die melancholisch anmutende Ballade "I Don’t Love You" kommt danach in einem Duett. Hier singt die von Ray Wylie Hubbard in höchsten Tönen gelobte Singer/Songwriterin Carson McHone die zweite Strophe und bildet im weiteren Verlauf einen tollen Kontrast zu Harmeier. Der knackige, rhythmische Titelsong "Mockingbird" (Reminiszenzen zu Steve Earles „Guitar Town“ kommen in den Sinn) wird durch eine tolle Mandoline getragen, gespielt vom hier ebenfalls viele Akzente setzenden Gastmusiker Wesley Holtsford (fiddle, mandolin). Klasse vor allem die Steel-/Mandolinen-/E-Gitarren-Kombination im schmucken Soloteil. "Never Leaving Texas" ist ein humorvoller, textlich mit schöner Selbstironie versehener, sowie erneut urig instrumentierter "Lonestar-Schwofer". Der wohl markanteste Track "South First Blvd" wird von herrlich entspanntem Southern-Esprit durchzogen, wie man es von der anfänglichen The Marshall Tucker Band kannte (tolle, typische E-Gitarren). Grandios hier, die nach dem E-Gitarren-Solo-Part völlig überraschend einsetzende, fantastische Saxofon-Einlage von einem weiteren Gast, Joseph Serrato. Herrlich! Das Alkohol-geschwängerte und voller Selbstmitleid besungene Klagelied "One Is The Whiskey" wird von einer dazu passenden, weinenden Steelgitarre und sanften Streichereinheiten "melancholisiert"."Delilah" nimmt dann nochmals Fahrt auf. Fiddle, Honkytonk-Piano und Bariton-E-Gitarre (kurze Twin Einlage) geben sich in rhythmischer Bakersfield-Manier die Klinke in die Hand. Klasse! Die beiden wieder sehr ruhig gehaltenen Balladen "A Song In Here" (herrliches Mandolinengezirpe, inkl. Solo) und traurige "Miserable Man" (schöne, bedrückende Piano Moll-Töne, stöhnende Trompeten am Ende) zum Ausklang, lassen den Hörer mit Harmeier förmlich mitleiden. Man merkt, dass die Band durch zahlreiche Auftritte, wie unter anderem in bekannten Locations wie der Gruene Hall in New Braunfels oder dem Billy Bob’s in Fort Worth, zu einem sehr versiert spielendem Gefüge zusammengewachsen und gereift ist, das mit relativ unspektakulär wirkenden Mitteln, ein Höchstmaß an musikalischer Effizienz zu Stande bringt. Eine Truppe, die man schon nach wenigen Liedern in sein Herz eingeschlossen hat. Vor allem, wie gesagt, auch ein willkommener Gegenpart zum mittlerweile unsäglichen Trend in Nashville, Country zugunsten kommerzieller Interessen immer mehr von der Popmusik vereinnahmen zu lassen. Harmeier & Co. zeigen mit ihrem "Mockingbird" solchem Ungebahren völlig die kalte Schulter und verteidigen, ähnlich wie es dem besungen Vogel nachgesagt wird, vehement und furchtlos ihr Country-Revier. Jason Boland & The Stragglers oder Eleven Hundred Springs lassen sich von einer ähnlichen Philosophie leiten. Hier dürfen Countrymusic-Liebhaber (aller Couleurs) noch in reinstem, mit allen typischen instrumentellen Zutaten, vertonten Liedgut baden, wie es so authentisch wohl nur noch in texanischen Gefilden möglich ist. Mike And The Moonpies, eine Band, die es zu entdecken gilt und von der man dann nicht mehr loskommt. Großartige Red Dirt Countrymusic, regelrechte Suchtgefahr! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Smoke 'Em If You Got 'Em - 3:47
2. Say It Simply - 3:11
3. I Don't Love You - 4:30
4. Mockingbird - 3:35
5. Never Leaving Texas - 4:05
6. South First Blvd - 3:24
7. One Is The Whiskey - 4:37
8. Delilah - 3:44
9. Song In Here - 2:53
10. Miserable Man - 4:00

Art-Nr.: 8992
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Smoke 'em if you got 'em
Say it simply
Mockingbird
Never leaving Texas
South first blvd.
One is the whiskey
Miserable man

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Miller, Scott & The Commonwealth - reconstruction ~ live [2007]
Die "Bärchen Records-Crew" hatte im April 2006 im Rahmen des mittlerweile außerordentlich renommierten Americana/Roots-Festivals "Blue Highways" im niederländischen Utrecht das für Europa seltene, dafür aber um so genußvollere Vergnügen, Scott Miller and The Commonwealth einmal live erleben zu dürfen.
Dort mußten der Ex-Frontmann der legendären Rootsrock-Formation "The V-Roys" und seine Truppe als "Opening-Act" ran und brachten uns und das Publikum mit einem dynamischen und musikalisch über jeden Zweifel erhabenen, prächtigen Set sofort auf die richtige "Betriebstemperatur". Großartig, dass deren tolle Live-Mucke nun auch auf einem entsprechenden Live-Album der aktuellen "Citation"-Tour festgehalten wurde! Mitgeschnitten an drei Tagen (7. - 9. Dezember 2006) im Down Home in Johnson City/Tennessee, ist das Werk mit 19 Tracks/gut 67 Minuten Spielzeit (plus einem kurzen Spaß-Intro) randvoll gepackt und liefert einen prima Querschnitt der bisherigen drei Studioalben "Thus Always To Tyrants" von 2001 ("I Made A Mess Of This Town", "Dear Sarah" "Goddamn The Sun", "Is There Any Room To Cross"), "Upside Downside" von 2003 ("Amtrak Cresent", "Angels Dwell", "It Didn’t Take Too Long", "For Jack Tymon") und dem bereits erwähnten "Citation" von 2006: Letztgenanntes ist natürlich auf diesem Silberling schwerpunktmäßig vertreten mit tollen Live-Fassungen von "Jody", "Eight Miles Per Gallon", "Only Everthing", "Freedom’s A Stranger", "Still People Are Moving", "On A Roll" und "Wild Things"! Mit "Spike"1 (Tom Petty) und "Hawks And Doves" (Neil Young ) gibt es dazu zwei klasse Coverversionen, wobei der Young-Klassiker auch bereits auf "Citation" vertreten war, hier jetzt allerdings noch etwas rauer und authentischer. Man meint fast, Miller hätte sich für den Song Crazy Horse als Backing-Band ausgeliehen. Überhaupt bieten die Jungs eine herrlich raue, erdige, trockene, rootsige und unbeschwerte Performance voller Spielfreude und Energie in einer spürbar unbeschwerten, recht intimen Club-Atmosphäre. Staubiger Rootsrock, großartiger Alternate Country-Twang und knackiger Americana-Rock - kurzweilig, abwechslungsreich, kompetent! Miller's Truppe Commonwealth, bestehend aus Shawn McWilliams (Drums), Eric Fritsch (Keyboards, Guitar) und Jeremy Pennebaker (Bass), wie auch der Bandchef persönlich, zeigen sich in blendender Verfassung. Scott, auch gesangstechnisch sehr überzeugend, mit seinem vorzüglichen E-Gitarren-Spiel und die beeindruckende Rhythmusfraktion in seinem Rücken wirken, vor allem auch bei den vielen Tempovariationen innerhalb der Songs, überaus eingespielt. Trotz Miller's unbestrittenem, eigenständigem Stil schimmern immer wieder vermeintliche Einflußquellen durch, die von Neil Young, Chris Knight, Ryan Adams, John Mellencamp, Bruce Springsteen und Steve Earle bis hin zu Dan Baird oder den Bottle Rockets reichen. Besonders erwähnenswert in einem sich auf durchgehend hohem Niveau bewegenden Programm sind beispielsweise flotte und satt rockende Sachen wie "It Didn’t Take Too Long", ein fulminanter Roadhouse Rocker in bester Chuck Beryry-/Dan Baird-Manier und das Slide-wütige "Eight Miles Per Gallon", aber auch countryorientiertere, entspanntere Songs wie das lockere, staubige "Angels Dwell" (schöne Akustikgitarrenarbeit), "Arianne" (klasse Harmonies, einfühlsames E-Gitarren-Solo), das semi-akustische "On A Roll" (schön trocken, wieder tolles E-Gitarren-Solo) und das rhythmische, knackige, rootsige "For Jack Tymon" mit seinen tollen E-Breaks. Und wenn dann mit "Drunk All Around This Town" und "Is There Room On The Cross?" die Menge zum feuchtfröhlichem Mitgrölen animiert wird, und dies auch mit Freude und tosendem Beifall tut, dürfte auch dem Letzten klar werden, dass die Leute in Johnson City mit Scott Miller & The Commonwealth eine prächtige, drei Tage währende Roots-/Alternate Country-/Americana-Fete feierten. Feiern wir mit! Einfach klasse, diese Burschen! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 4916
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
I made a mess of this town
It didn't take too long
Only everything
Wild things
For Jack Tymon

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Moe. - sticks and stones [2008]
Buffalo's (New York) premier Jamrock-Quintett Moe. begeistert seine Fans gerade mal ein Jahr nach "The conch" mit einem weiteren, großartigen Studioalbum. Üblicherweise ist es bei Moe. so, dass sie ihre Songs, lange bevor sie sie auf ein Studioalbum packen, schon in den unterschiedlichsten Versionen während jeder Menge Live-Shows präsentierten - nicht so bei "Sticks and stones"! Der Großteil des Materials entstand "nebenbei" während der Recording-Sessions zu "Wormwood" (2003) und "The conch" (2007), wurde also nie zuvor live gespielt. Nun, einige Zeit später, entschloß man sich ob der Klasse der Songs, hinaus "auf's Land" zu fahren, quartierte sich mit dem nötigen Equipment für 3 Wochen in einer alten Kirche in den Bergen von New England ein, und begann die Stücke in dieser ruhigen, einzigartigen Atmosphäre für "Sticks and stones" einzuspielen. Das Aufregende an den Songs ist, so betont die Band, dass sie von einer ungeheuren Spontanität, einer rauen Ursprünglichkeit geprägt sind. Man hat sie nicht live während vieler Darbietungen immer wieder verändert und an ihnen herumgefeilt, sondern sie in ihrem "First instinct"-Status belassen. Und das hat bestens funktioniert! Erneut erleben wir die Band ungemein wandlungsfähig. Mit ihrer ihnen eigenen Identität verschmelzen sie auf einzigartige Weise Classic Rock, -Progressive-, Psychedelic-, Blues-, Folk- und auch Southern Rock-Elemente miteinander, wobei diesmal auf vielen Songs ein straighter Retro Rootsrock-Faktor dominiert. Da finden sich Spuren von den Rolling Stones bis zu Neil Young, von String Cheese Incident bis zu Widespread Panic und von Pink Floyd bis zu den Grateful Dead. Einige der Songs sind sehr kompakt durcharrangiert, andere sprühen auch im Studio nur so vor Improvisations- und Jam-Flair. Dominiert wird das Material einmal mehr von dem großartigen Zusammenspiel der beiden exzellenten Gitarristen Chuck Garvey und Al Schnier, doch auch Jim Loughlin's typisches Vibraphon ist wieder vereinzelt zu hören. Sehr schön auch die "zarten" Geigen-Ergämzungen bei dem ein oder anderen Stück durch Gastmusikerin Allie Kral! Zu den absoluten Höhepunkten eines durchweg spannenden Albums zählen beispielsweise der satte, kernige Gitarren-Roostrocker "Sticks and stones" mit seinen erdigen Riffs und dem interessanten "Progressive-Break", das überaus variable, voller Strukturwechsel steckende, aber nie die klare Linie verlierende, zuweilen an die Progressiv-Klänge der Kollegen von Umphrey's McGee erinnernde "Darkness", das wunderbare, sehr psychedelische, balladeske, von herrlichen Gitarren und dezenten Geigenklängen umgebene "Conviction song" (viel Pink Floyd-Feeling), das Slide-getränkte "Deep this time", der exzellente, dreckige, von klasse Slide-Licks und rotzigen Keith Richards-ähnlichen Riffs geprägte "Stones meets dirty Eagles-Harmonies"-Rootsrocker "All roads lead to home", die schöne, folkige Acoustic-Ballade "September", der kochende mit viel Improvisations-/Instrumental-Passagen ausgestattete Roots-/Blues-/Southern-/Swamp-/Groove-Rocker "Queen of everything", dessen prächtiges Uptempo Slide Gitarren-Jamming am Ende der 6 Minuten-Nummer auch im Studio richtig zündet, und auch der ausgelassene, etwas angelsächsisch angehauchte Party-Folk-Stomper "Raise a glass"! Moe., 1990 gegründet, gehören schon lange zu den fest etablierten Größen der Jamrock-Szene. "Sticks and stones" bestätigt diesen Status auf beeindruckende Art und Weise und wird ihrer, auch bei uns, stetig wachsende Fanschar einmal mehr größte Beifallsbekundungen entlocken!

Art-Nr.: 5473
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Sticks and stones
Darkness
Conviction song
Deep this time
All roads lead to home
Queen of everything

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Molly Hatchet - live in hamburg ~ dvd + cd [2005]
DVD-/CD-Set! Was hat die Southern Rock-Fraktion darauf gewartet! Endlich ist sie da, die lang angekündigte Molly Hatchet-Live-DVD! Und das noch in einem opulenten DVD-/CD-Kombi-Paket! Respekt! Aufgenommen am 24. Juli 2004 bei den Hamburger Harley Days brennt die Band um Bobby Ingram ein gewaltiges Heavy Southern Rock-Feuerwerk mit allen Klassikern ab! Dem Anlaß entsprechend präsentiert man sich in einer prima Verfassung. Es paßt halt auch bestens: Harleys, Biker und Hatchet's Southern Rock, das gehört schon irgendwie zusammen! Bemwerkenswert ist, daß die Jungs schon an diesem Abend einige Titel ihres erst in diesem Jahr erschienenen neuen Werkes "Warriors of the rainbow bridge" spielten, was dem Ganzen eine noch größere Aktualität verleiht. Und live kommen die Fassungen solcher Tracks wie "The rainbow bridge" "Son of the south", "Gone in 60 seconds" oder "Moonlight dancin' on a bayou" noch dynamischer rüber als in der sterilen Studio-Atmosphäre. Ansonsten gibt es das Material, was der geneigte Molly Hatchet-Liebhaber einfach hören möchte! Hier die komplette Tracklist: 1. Intro 1:21, 2. Whiskey Man 3:45, 3. Bounty Hunter 4:02, 4. Gator Country 7:30, 5. Moonlight Dancin` on a Bayou 5:08, 6. Fall Of The Peacemakers 5:16, 7. Devil´s Canyon 6:06, 8. Drum Solo 3:47, 9. Beati ´ The Odds 4:03, 10. Son Of The South 4:57, 11. The Creeper 4:55, 12. The Rainbow Bridge 5:13, 13. Keyboard Solo 2:24, 14. Instrumental 2:45, 15. Guitar Solo 5:54, 16. Dreams I`ll Never See 8:02, 17. The Journey 9:24, 18. Gone In 60 Seconds 3:43, 19. Jukin´ City 1:39, 20. Flirtin´ With Disaster 6:41 ! Und weil's so schön ist, gibt's das gleiche Konzert auch noch als Bonus-CD (74 1/2 Minuten Spielzeit!) mit dazu - allerdings ohne die letzten 4 Titel. Die haben einfach nicht mehr draufgepaßt! Eine feine Idee, ein CD-/DVD-Paket in Kombination zu veröffentlichen! Sehr preiswert und absolut zur Nachahmung empfohlen! Die Fans werden es danken! "The south has risen again", heißt es auf dem Back-Cover.. - alles klar, Leute?!!

Art-Nr.: 3585
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: DVD || Preis: € 18,90

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Molly Hatchet - warriors of the rainbow bridge [2005]
Molly Hatchet liefert der Southern Rock-Gemeinde in diesen Tagen wieder viel Diskussionsstoff. Zum einen schlug die Nachricht vom Wiedereinstieg des Gründungsmitgliedes Dave Hlubek wie eine Bombe ein, dann die Ankündigung vom neuen Album, die neue Deutschland-Tour im Vorfeld des neuen Albums, die entgegen aller Erwartungen dann leider doch ohne Hlubek stattfand - und nun ist das Album da! Im lt Booklet aufgeführten Line-Up der Band ist Dave Hluberk als zweiter Gitarrist mit aufgeführt, doch dies bezieht sich offenbar nur auf die Zukunft der Band, denn bei den Aufnahmen war er noch nicht mit von der Partie! Alles etwas verwirrend, aber egal: Das Album ist vielleicht eines der stärksten der letzten Jahre, mit Sicherheit aber das Härteste. Molly Hatchet präsentieren sich in allerbester Verfassung, und allein das zählt! Es rockt, daß es nur so kracht! In absolut typischer Hatchet-Manier, aber irgendwie richtig frisch, feuern Bobby Ingram, Phil McCormack & Co. ein solch gewaltiges, fast stählernes, "brüllenden" Heavy (Metal)-Boogie-Southern Rock-Geschoß ab, von dessen Einschlag man sich kaum erholen kann. Der Opener "Son Of The South", ein mit zahlreichen nachgrölbaren "Hell-Yeahs" intonierter Stimmungsmacher, startet mit einem kurzen Metalriff und geht sofort rhythmisch ab wie die Feuerwehr. Das Lied hat im aktuellen Live-Programm berechtigterweise sofort das Herz der Fans erobert. Ein klasse Auftakt! Danach wird mit jeder Menge knochenharter und trockener Boogies weiter mächtig auf die Tube gesrückt, wobei diesmal mit der geschickten und dezenten Einbindung weiblichen Background-Gesanges "experimentiert" wurde. Die Sache ist absolut gelungen. Ein Mädel namens Amalia "röhrt" sehr einfühlsam ihre Beiträge in die druckvollen Stücke hinein. Ganz toll kommt das beispielsweise bei dem seinem Namen alle Ehre machenden Kracher "Roadhouse Boogie"! "Flames Are Burning" scheint dann kurzweilig mal Zeit zum Durchatmen zu bieten. Zu klaren, akustischen Tönen wird vorübergehend auf's Bremspedal getreten, allerdings nur als Vorgeplänkel für ein furioses, ca. 3-miütiges Gitarrenfinish, das uns am Ende um die Ohren fliegt. Als echter Honky-Tonk-Boogie präsentiert sich "Hell Has No Fury", mit typischen Piano-Geklimper. Hat gar etwas von der Tradition der früheren, großen "Flirtin’ With Disaster"-Zeit. Das abschließende "Rainbow Bridge" erinnert ein wenig an "The Journey" und wird ebenfalls durch eine zielgerichtete, aber nicht übertriebene Gitarrenschlacht beendet. Bobby Ingram's Gitarrenkünste und McCormack's gelebter Malochergesang harmonieren prächtig. Die Produktion ist trotz aller Härte der Songs astrein abgemischt worden. Molly Hatchet haben sich mit einem ausgeglichen starken Album zurückgemeldet! "Warriors Of The Rainbow Bridge" ist mit knapp 60 Minuten Spielzeit zudem recht üppig ausgefallen. Die eingeschlagene Richtung stimmt! Im Booklet lassen Molly Hatchet noch schön eine dem Klischee entsprechende "Message to the world" verkünden, die da lautet: "Keep Southern-Rockin' and The South has risen again"! Und zwar mit einem richtigen "Wumm!"

Art-Nr.: 3248
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
MonkeyJunk - all frequencies [2013]
Brillantes, ungemein vielfältig agierendes Bluesrock-Trio aus Kanada (Ottawa), dessen dampfendes, musikalisches Gebräu seine Heimat jedoch in den verschiedensten Regionen der USA hat, vornehmlich in den Südstaten und dem Mississippi-Delta. Wie mit einer gut geölten Maschine unterwegs, durchkämmen sie unaufhaltsam die Grenzgebiete zwischen Swamp Boogie, Roots, Rock, Funk, Southern Blues, Delta Blues, Chicago Blues und Muscle Shoals-Soul, alles auf der Basis mitreissender Grooves. Die Besetzung dieses Trios gleicht jedoch ganz und gar nicht der klassischer Bluesrock-Trios, nein, MonkeyJunk spielen beispielsweise ohne einen Bassisten (dennoch entwickeln sie diese brodelnde, kernige Rhythmik), dafür aber mit einer instrumentalen Vielfalt, die einen den Tieftöner überhaupt nicht vermissen lässt. Frontmann und Multi-Instrumentalist Steve Marriner beispielsweise macht einen mtreissenden Job an der zweiten Gitarre (zumeist Baritone Gitarre), den Keyboards, der Mundharmonica und mit seinem großartigen, charismatischen, "soulful" Gesang. Darüber hinaus verfügt die Band mit Tony Diteodoro über einen famosen Lead Gitarristen, der immer wieder mit bärenstarken Soli und brennenden Slide-Läufen glänzt, sowie mit Matt Sobb über einen erstklassigen Drummer und Percussionisten, der hauptverantwortlich für die tierischen Grooves ist. Das Trio harmoniert geradezu perfekt miteinander. Der Sound ist herrlich rau und dreckig, doch dieses erdige Ambiente steht keinesfalls im Gegensatz zu der Melodik der Songs. Im Gegenteil, es passt alles prächtig zusammen, sodass das Songmaterial klasse hängen bleibt. Die Songs wirken hervorragend strukturiert, bieten aber auch immer genügend Platz für jammige Instrumentalpassagen. All das ist ein Indiz für die exzellente Musikalität der Truppe. Diese hohe Qualität kommt unmittelbar mit dem Auftaktsong zur Geltung. "You make a mess" heisst die Nummer, ein voller Soul steckender, kraftvoller Bluesrocker, der sofort, bei äusserst knackigem, straightem, dezent funky wirkendem Beat, mit einem tierischen Groove aufwartet. Und "Mr. D." brennt gleich ein gewaltiges Gitarrensolo ab. Klasse Slide-Fills, zündende Lead Gitarre und saustarkes Harpspiel bilden den musikalischen Mantel des erneut wunderbar groovenden "Right or wrong", das mit einem schönen, kochenden Shuffle Blues-Feeling besticht. Das furiose Harp-/Lead Gitarren-Duell im Break ist ein "Hit". Einfach toll! Im Verlauf der Zeit geht es immer mehr Richtung Süden und die Band scheint sich immer tiefer in den Swamps einzunisten. Brodelnde Slideguitar und dreckige Bluesharp-Klänge rühren mit dem baumstarken "Why are people like that?" die Sümpfe ordentlich auf. Das ist schwüler, dampfender "Voodoo"-/Delta-Bluesrock vom Allerfeinsten. Was für ein Druck! Die Percussion-Grundlage und das Gitarrensolo sind absolut heiss. Nach dem scharfen Funk-Heuler "Je nah say kwah" folgt mit dem treibenden "Sirens in the night" der nächste Boogie, der eine tiefe Spur in den Swamplands des Südens hinterlässt. Erneut hören wir diese wunderbare, sumpfige, dreckige Slidegitarre, eingebunden in einen brodelnden Drive. Oh, und welch eine wundervolle Nummer zelebriert die Band mit der famosen, rootsigen Bluesrock-Ballade "Once had wings". Klingt ein wenig, als stammten die klassischen Bad Company nicht aus dem Vereingten Königreich, sondern aus den tiefsten Swamps des amerikanischen Südens, zumal Steve Marriners vorzüglicher Gesang ein leichtes Paul Rodgers-Timbre nicht leugnen kann. Dazu regieren Slidegitarre und Bluesharp. Das ausgedehnte, ungemein melodische Solo mit dem Bottleneck ist ein Traum. Klasse auch der abgehende Mojo-Bluesrocker "Say what?" und das famose, jammige Instrumental "Swank" (furioses Orgel-Spiel, großartige Gitarrenläufe), das das Album mit ebenso aussergewöhnlicher Qualität abschliesst, wie es begonnen hatte. MonkeyJunk haben in ihrer kanadischen Heimat und den USA schon jede Menge bedeutender Blues-Awards gewonnen, wie etwa den amerikanischen Blues Music Award für "Best New Artist Debut" im Jahre 2010 und den kanadischen Juno Award für "Blues Album Of The Year" im Jahre 2012. Warum das so ist und das diese Preise absolut verdient sind, zeigt ihr grandioses, drittes Album "All frequenzies" in beeindruckender Art und Weise. Nicht nur die Fans von Muddy Waters über Robert Johnson, Sonny Landreth, Little Feat, Gov't Mule bis hin zu den North Mississippi Allstars werden begeistert sein. Diese rootsige, swampige Bluesrock-Vielfalt ist ein "Killer". Der Name der Band stammt übrigens aus einer Aussage des legendären Son House, der einst sagte: "I’m talking about the blues, I ain’t talking ’bout no monkeyjunk". Doch könnte der gute Son House diese Band heute erleben, würde er sehr wohl über MoneyJunk sprechen - und zwar in den höchsten Tönen. "All frequencies" wird auch bei den kommenden Blues-Awards wieder ein ganz heisser Kandiodat sein, da sind wir sicher. Überwältigend!

Das komplette Tracklisting:

1. You Make a Mess - 3:14
2. Right From Wrong - 3:37
3. Why Are People Like That? - 3:59
4. Je Nah Say Kwah - 2:55
5. Sirens In the Night - 3:54
6. Yearnin' For Yesterday - 3:32
7. Once Had Wings - 5:19
8. What I Got To Give - 4:21
9. Say What? - 4:03
10. Swank - 7:13

Art-Nr.: 8335
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
You make a mess
Right from wrong
Why are people like that?
Sirens in the night
Once had wings
What I got to give
Say what?

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Monroe, Ashley - the blade [2015]
"Destined to be one of the year's top albums", urteilt der amerikanische Rolling Stone. Das ist ein wahrlich fettes Lob - und es ist so etwas von nachvollziehbar. Ja, Ashley Monroe's "The blade" wird als eines der besten Countryalben des Jahres in die Annalen eingehen. Der junge Dame aus Knoxville/Tennesse, im übrigen auch ein Drittel der großartigen Pistol Annies, gelingt mit ihrem neuen Werk ein brillantes, lupenreines Countryalbum das man als so etwas wie ein Referenzbeispiel moderner, klassisch fundamentierter, unverfälschter Countrymusic bezeichnen darf. War ihr ebenfalls hinreissendes Vorgängerwerk "The rose" noch durch und durch traditionell, so öffnet sich Ashley mit "The blade" etwas mehr den moderneren Klangeinflüssen, ohne dabei jedoch die reinen Countrypfade auch nur ansatzweise zu verlassen. Vielmehr zeigt sie, wie zeitgemäß Country klingen kann, ohne das man dazu irgendwelche Loops, elektronische Spielererien oder gar völlig Genre-fremde Rap-Einflüsse intergieren müßte. Nix da, das ist "pure genuine Countrymusic" auf höchstem Niveau und auf der Höhe der Zeit. Die Basis ist natürlich weiterhin traditionell und klassisch. Doch die so aussergewöhnlich hoch talentierte Songwriterin und Sängerin lässt durchaus mal ein paar poppige Strömungen zu (wie etwa bei dem vorzüglichen Opener "On to something good", wobei sich das "poppige" ausschließlich auf den eingängigen Rhythmus und die wundervoll ins Ohr gehende Melodie bezieht, denn ansonsten bestimmen Baritone-Gitarre, Pedal Steel und klasse Country Gitarren-Licks das Geschehen), geht mal in Richtung Americana (super hier das ein wenig cineastisch, leich hallig inszenierte, rootsige, mit tollen Gitarren und einem klasse Groove versehene "I buried your love alive", im übrigen neben Monroe co-komponiert von Matrace Berg), um dann wieder einen absolut traditionellen, gar von einem nostaligischen, unterschwelligen Rockabilly-Feeling begleiteten Roadhouse Honky-Tonker abzuliefern (das dynamische "Winnig streak" mit furiosem Piano-Geklimper, klassicher Country-Gitarre und Background-Gesang von Marty Stuart). Sie klingt ungemein variabel und trotzdem kommt alles wie aus einem Guß. Songwriting und Melodien sind brillant. Bärenstark beispielsweise auch das lässig und herrlich locker daher kommende "Weight of the load", bei dem sowohl die Instrumentierung, als auch die Melodie pure Gänsehaut erzeugen. Die vielschichtigen Gitarren lösen mit ihrem transparenten Zusammenspiel und ihren hinreissenden, sich wundervoll in die Gehörgänge schlängelnden Riffs ein absolut wohliges Hörvergnügen aus. Ach, wie kann Countrymusic doch so schön sein! Toll auch die ein oder andere Ballade, allen voran das feine, sehr traditionell gehaltene Titelstück "The blade" mit Pistol Annies-Kollegin Miranda Lambert, die mit schönem Harmoniegesang aushilft. Famos auch das mit tollen Acoustic Gitarren, Fiddle, Pedal Steel, Banjo und dezenten, twangigen E-Gitarren-Fills in Szene gesetzte, unterschwellig grassig angehauchte "Mayflowers", bei dem Dan Tyminski und Alison Krauss ihre Harmoniestimmen zur Verfügung stellen. Produziert hat das Album, wie auch schon den Vorgänger, ihr guter Freund Vince Gill (wirkt auch an diversen Gitarren und mit Background-Gesang bei den meisten Stücken mit) in Zusammenarbeit mit Justin Niebank. Vor einigen Jahren, als Brad Paisley auf der Bildfläche erschien, sprach die Welt von ihm als "savior of Countrymusic". So etwas könnte man für die in Nashville zur Zeit so wenig zum Zuge kommende Damenwelt auch über Ashley Monroe sagen. Hoffentlich kann sie sich mit ihrer Musik im Mainstream Nashville's behauoten. Es wäre für die Countrymusic so wichtig, denn das ist es, was Music City braucht: Echten Country, der alles andere als antiquiert klingt. Grandioses Werk von Ashley Monroe!

Das komplette Tracklisting:

1. On To Something Good - 3.50
2. I Buried Your Love Alive - 3.14
3. Bombshell - 3.17
4. Weight Of The Load - 3.59
5. The Blade - 3.27
6. Winning Streak - 3.10
7. From Time To Time - 4.03
8. If Love Was Fair - 3.48
9. Has Anybody Ever Told You - 3.52
10. Dixie - 3.26
11. If The Devil Don't Want Me - 3.40
12. Mayflowers - 3.41
13. I'm Good At Leavin' - 3.14

Art-Nr.: 8923
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 14,90

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Montana Rose - my time [2007]
Montana Rose - welch ein wundervoller Name! Suggeriert dies nicht eine vollkommen lockere, wie ein kristallklares, sich durch die unberührte Natur der Rocky Mountains windendes Bächlein (an den Ufern erblühen die "wilden Rosen" Montana's) dahin fließende, unverfälschte, reine Country- & Westernmusic? Und ob! Entsprechend begeistert wird der anspruchsvolle Countryliebhaber dann auch auf die so natürlichen, puren Klänge von "My time" reagieren, denn was der Bandname verspricht, ist auch tatsächlich "drin". Das sind die pure Faszination und der pure "Spirit" des Westens! Montana Rose nennen ihre Musik "Western Music" oder auch "Authentic American Music"! Das trifft den Kern der Sache haargenau! Doch möchte man es etwas detaillierter beschreiben, so ist es schlichtweg völlig entspannte, von wunderschönen Melodien geprägte, glasklare, genauso simple und herrlich ins Ohr gehende wie auf höchstem musikalischem Niveau vorgetragene, unverfälschte Countrymusic, deren Arrangements vorwiegend von akustischen Instrumenten bestimmt werden. Man könnte es also auch als Acoustic Country bezeichnen, wenngleich der Ausdruck "semi-akustisch" dem Ganzen gerechter würde, da die Songs zusätzlich, und das kommt einfach wunderbar, von Drums, Pedal Steel und unaufdringlichen, aber effektiven E-Gitarren-Klängen begleitet werden. Montana Rose, hierzulande völlig unbekannt, sind alles andere als "Greenhorns" und existieren bereits seit rund 20 Jahren. Der Kern der Band besteht aus Claudia Williams, die eine fantastische Sängerin mit einer wunderschönen, klaren Stimme ist, ihrem Gatten Kenny Williams (Bass) und Gitarrist Mike Beck! "My time" ist bereits ihr achtes Album, auf dem sie von einer Schaar großer Musik-Veteranen begleitet werden. An erster Stelle ist der legendäre Al Perkins (u.a. Flying Burrito Brothers, Chris Hillman) zu nennnen, der mit seinem großartigen Dobro-, Banjo- und Lap Steel-Spiel glänzt. Dazu bereichert zum wiederholten Male Nashville Pedal Steel-Ass Steve Hinson (u.a. Josh Turner, Kenny Chesney, Trace Adkins, Randy Travis, Brenn Hill, Kevin Fowler,...) mit seinem exzellenten Spiel ein Montana Rose-Album, ebenso wie Tim Lorsch an der Fiddle und Mandoline, Boomer Castleman an der Acoustic Gitarre und Drummer Rick Lonow! Wie aus der Liste der Musiker hevorgeht, werden die Lieder hauptsächlich durch solche Instrumente wie Dobro, Steelguitar, Fiddle und Mandoline bestimmt, die dann durch die feinen E-Gitarren-Klänge und Drums ergänzt werden. Ein weiteres Markenzeichen ist die bereits erwähnte, großartige Stimme von Claudia Williams. Alles klingt überaus frisch - es duftet quasi nach "Natur" und ländlichem Flair! Flockig, locker, lässig und recht flott starten Montana Rose den Reigen ihrer 12 herrlichen Nummern (knapp 47 Minuten Gesamtspielzeit) mit dem wunderbar erfrischenden "Don't tell me"! Fiddle (schönes Solo im Break), tolles Dobrospiel von Al Perkins, feine Steelguitar-Klänge und dezente E-Gitarren-Licks bestimmen das Bild und vermitteln ein tolles, überaus authentisches "Western-/Prairie-/Rodeo"-Flair. Faszinierend! Exzellentes Dobro in Verbindung mit sauberen, klaren Acoustic-Gitarren, dezenter Fiddle, feiner E-Gitarre und frischen Mandolinen- und Steelguitar-Ergänzungen prägen die wunderschöne Countryballade "Over you". Claudia's Stimme ist ein Genuß, wie auch das traumhafte Zusammenspiel der großartigen Musiker. Countrymusic kann so natürlich, so locker und unverbraucht klingen! Toll! Wieder ein wenig flotter, aber total locker, mit klasse Fiddle-, Dobro- und Gitarreninstrumentierung geht die Reise durch die Weiten des Westens mit dem prächtigen "Boots" weiter. Das sie auch mal etwas "rockiger" zu Werke gehen können, beweisen sie eindrucksvoll bei dem sehr starken Titelstück "My time". Eine kratzige E-Gitarre vermittelt jede Menge Roots-/Americana-Feeling ala Julie & Buddy Miller. Klasse Melodie, exzellentes Kombinationsspiel von E-Gitarre und Dobro! Nach der feinen Ballade "Smokin' 100's alone" (tolle Mandolinen-Licks, erstklassiges Dobro, wunderbares, sauberes, klares E-Gitarrensolo), präsentieren Montana Rose schließlich auch eine traumhafte, frische Version (herrliche Steelguitar-Begleitung, dezente Banjo-Untermalung) von Townes van Zandt's "I'll be here in the morning", die jedem Countryfreund einmal mehr den "Westernduft" in der Nase spüren lässt! Nicht nur Kollegen und Kolleginnen wie die frühe Emmylou Harris, Brenn Hill, Paul Overstreet, Carl Jackson, The Whites, die frühe, Country-orientierte Nanci Griffith, Joni Harms, eine nicht so bluegrassige Alison Krauss, Irene Kelley oder auch die heutige Patty Loveless könnte man als Vergleichsgrößen nennnen - nein, Montana Rose präsentieren einfach ihre ganz eigene, so wunderschöne, lupenreine, kristallklare, semi-akustische Country & Westernmusic, die in ihrem Sound und in ihren Stories die ganze Pracht des ländlichen Lebens im "Big Sky Country" von Montana widerspiegelt! Einfach wunderbar!

Art-Nr.: 5526
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Don't tell me
Over you
Boots
My time
Smokin' 100's alone
I'll be here in the morning

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Moonshine - same [2014]
Hi Octane Southern Rock Blues! Wow! Das ist mal wieder ein richtiges "Pfund" für die ewig hungrige Southern Rock-Fraktion. Die einschlägigen Medien überschlagen sich mit Lobeshymnen. Vollkommen zu Recht, wie wir meinen. Gemeint ist das aus der zwar kommerziell nie sonderlich erfolgreichen, dafür in Southern Rock-Kreisen umso mehr gefeierten Band Laidlaw hervorgegangene, californische Sextett Moonshine, das auf seinem Debut ein geradezu packendes, furioses, kochendes und druckvolles Gebräu aus allen klassischen Zutaten des zeitlosen, ewig jungen, bluesigen, kraftvoll und hart zelebrierten, straighten, Gitarren-geprägten Southern Rocks anrührt, das den musikalischen Geschmacksnerven der Kenner des Metiers ein wahres Freudenfest bereiten dürfte. Wie gesagt, die Bands Laidlaw und Moonshine sind unmittelbar miteinander verbunden. Laidlaw wurden circa 1990 (so heisst es in der Bandhistorie) von den beiden großartigen Gitarristen Craig DeFalco und dem Slide-Virtuosen Buzzy James in Orange County/Californien gegründet. Allerdings begannen sie damals nicht unter dem Namen Laidlaw, sondern firmierten zunächst als Moonshine. Unter diesem Namen erschien 1998 ein kaum mehr aufzutreibendes, nur in sehr geringen Stückzahlen gepresstes "Mini-Album", das die Band den Fans ausschließlich im Eigenvertrieb zugänglich machte. 1999 schließlich erschien das grandiose Debut "First big picnic" von Laidlaw, in deren Besetzung damals die beiden genannten Gitarristen Craig DeFalco und Buzzy James, sowie Bassist Michael Norton zu finden waren. Und genau die Drei sind heute, gemeinsam mit dem großartigen ex Babylon A.D.-Sänger Derek Davis auch die Eckpfeiler von Moonshine. Es ist also nicht viel mehr passiert, als das sich Laidlaw nun wieder ihren ursprünglichen Namen Moonshine gegeben haben und endlich mit dem "eigentlichen" kompletten Debut am Start sind. Komplettiert wird die Besetzung noch durch Keyboarder Mike Malone und Drummer Brian Fox - allesamt exzellente Musiker. Prinzipiell machen Moonshine musikalisch auch genau dort weiter, wo Laidlaw aufgehört haben, vielleicht ein wenig bluesiger und noch southern-lastiger. Was wir hier vorfinden ist ein ungemein viel Power freisetzendes, packendes, voll im Gitarrensaft der beiden "Gitarreros" stehendes, kochendes; an den typischen American Hard Rock angelehntes Southern Rock-Album, das seine Einflüsse aus der Synthese solcher Bands wie Lynyrd Skynyrd, The Allman Brothers Band, Molly Hatchet, 38 Special, Aerosmith und vielleicht auch ein wenig Cinderella zieht. Das Hard Rock-Flavour ist allgegenwärtig, aber auch die Spuren des Blues, doch das Fundament dieser Musik ist eindeutig der klassische Southern Rock. Fetzige Boogies, straighte, krachende Riff-Rocker, Slide-getränkte Swamp-Rocker, kochende Blues-/Southern Rocker, erdige Roadhouse-Knaller und die ein oder andere, traumhaft schöne Südstaaten-Ballade bestimmen das Geschehen. Was die Band diesbezüglich anpackt, sie hat es einfach drauf. Klar bestimmend sind, wie bereits erwähnt, die massive, voll im Saft stehende Gitarrenklänge DeFalco's und James', wobei vor allem letzterer immer wieder mit hinreissenden Slide-Soli glänzt. Aber man hört auch mal ein "verlorenes" Dobro, um anschließend wieder die glühenden Riffs und Lead-Gitarren Defalco's um die Ohren zu bekommen, zuweilen unterlegt, bzw. ergänzt durch adäquate Piano- und Orgel-Klänge. Und ex Babylon A.D.-Mann Derek Davis ist einfach ein erstklassiger, handfester Rock-Shouter, der mit seinem durchaus Whiskey-getränkten Organ auch bestens ins Southern Rock-Geschäft passt. Los get's gleich mit einer absoluten Hammer-Nummer: "Mississippi Delta Blues" ist ein wie die sprichwörtliche "Sau" abgehender, von lichterloh brennender Slidegitarre und hämmerndem Piano durchzogener, fulminanter Power Southern-/Blues-Boogie, der sowohl die Band als auch den Zuhörer unmittelbar in Höchststimmung und auf eine amtliche Betriebstemperatur bringt. Was für ein Feger! Es ist angerichtet! Das anschließende "Warm beer catfish stew" macht auf dem selben Level weiter und klingt, als hätten sich die frühen Aerosmith in den Sümpfen von Louisiana verirrt. Drückender, toller Groove und starke Gitarren überall. Dann werden die Power und das Tempo verübergehend mal ein wenig zurückgenommen, ohne das das Feuer auch nur im geringsten nachlässt. Die hinreissende Southern Rock-Ballade "The devil's road" steht auf dem Programm. Die Nummer kommt in allerbester Lynyrd Skynyrd "Tuesday's gone"-Manier, beginnt relativ verhalten, wird dann aber immer kraftvoller. Akustische Gitarre, ein einsames Dobro, leichte Klavierklänge, schließlich herrlich fette E-Gitarren, eine satte Orgel-Untermalung und eine wundervolle Melodie bestimmen das Bild. Höhepunkt ist ein ausgedehntes, wunderschönes, genauso eingängig wie satt gespieltes, ausgiebiges Slide-Solo von Buzzy James. Allein schon diese 3 ersten Stücke machen das Album zu einem absoluten Genre-Highlight. Aber es geht ohne jeden Ausfall bis zum Ende so weiter (sehr "geil" auch die einzige Coverversion des Albums, John Fogerty's "Fortunate son", ebenfalls mit brillanter Slide-Einlage), bis das Werk schließlich mit dem krachenden Hard Southern Rocker "The American train" genauso stark endet, wie es begonnen hatte. Keine Frage, Southern Rock erlebt n unseren Tagen ein Revival, wie man es kaum noch für möglich gehalten hätte - und Moonshine sind mitten drin. Southern Rock lebt! Ein super Album!

Sehr interessant im übrigen, wie die Band sich selbst, ihre Musik und ihr Album, unter Einbeziehung aller Songtitel, in Worte fasst. "The story of Moonshine: Down by the levy, where you can still hear the “Mississippi Delta Blues” screaming through the black water swamps, there’s a band named Moonshine. Southern Rock Blues is the music they play and they’ve burned many a mile on the “Devils Road.” The long endless nights spent in dank motels and biker bars with only the comfort of “Warm Beer and Catfish Stew”.Of this six-member band of wandering brothers, not one can be called a “Fortunate Son”.And many a times they’ve played their “Last Song” in a hot tin-roofed juke-joint to a sweat soaked packed house. The crowd dancing and drinking a secret recipe of their very own corn whisky that some call “Mamas Kitchen Brew”.It’s “Southern Blood” that runs deep through the veins of these boys, and when they rip through one of their songs like ”Turn Me Around”, the blistering bottle-neck slide guitar, hellcat harmonica, piano, drums, bass and firey vocals all come together in a electrifying and powerhouse sound of hi-octane fervor and colorful story telling. The blues has not, and will not ever “Fade Away” if this band has its say. So punch your ticket and take ride on “The American Train” and groove to the music of the band “Moonshine”.

Das komplette Tracklisting:

1. Mississippie Delta Blues - 4.08
2. Warm Beer Catfish Stew - 4.29
3. The Devil’s Road - 6.12
4. Fortunate Son - 3.48
5. The Last Song - 4.54
6. Mams Kitchen Brew - 4.31
7. Southern Blood - 5.19
8. Turn Me Around - 5.08
9. Fade Away - 5.55
10. The American Train - 4.17

Art-Nr.: 8662
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Mississippi Delta Blues
Warm beer catfish stew
The devil's road
Fortunate son
The last song
Southern blood
Turn me around
The American train

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Moore, Kip - wild ones [2015]
Zweites Studioalbum des aus Tifton, Georgia stammenden Country-Singer/Songwriters! Nachdem Kip Moore mit seinem Debüt "Up All Night" einen sensationell guten Einstand in Nashville gefeiert hatte (Album Platz 3, die Single "Somethin' 'Bout A Truck" sein erster Nr.1-Hit, "Beer Money" und "Hey Pretty Girl" jeweils nochmal unter den Top-10), folgt jetzt mit "Wild Ones" der bereits heiß erwartete Nachfolger (wieder bei MCA Nashville), nachdem er zwischenzeitlich mit "Young Love" und "Dirt Road" bereits zwei Singles auf den Markt "geworfen" hatte. Das damit schon unter beträchtlichem Erfolgsdruck stehende Werk stellt eine behutsame und gut durchdachte Verifikation des Vorgängers dar, also quasi ein Upgrade, bei dem an den bewährten Stärken festgehalten wurde und in vereinzelten Fällen ein wenig gefeilt und geändert wurde. Im Wesentlichen ist hier die etwas stärkere Rockausrichtung zu erwähnen. Besonders hervorzuheben ist, dass Kip, wie schon zuvor, wieder konsequent sämtliche dreizehn Lieder (mit einigen bewährten und ein paar neuen Co-Writern) kreiert hat, was in diesen Künstlersphären nicht alltäglich ist (viele wählen sich ja meist bequem auf sie zugeschnittenes Fremdmaterial aus). Hut ab dafür. Geblieben ist angesichts der begonnenen Erfolgsstory natürlich seine Kooperation in Sachen Produktion mit Hitschreiber Brett James, der auch zwei Stücke kompositorisch begleitet und bei ein paar Background Vocals beigesteuert hat. Lediglich beim Opener und zugleich dem Titelstück "Wild Ones", ein Percussion- und Basslinien-betonter Midtempotrack mit einem euphorisch gesungenen Refrain, hat der sich ebenfalls gut im Geschäft befindliche Chris DeStefano an den Reglerknöpfen mitgewirkt. Das folgende, sehr flockig und poppig ins Ohr gehende "Come And Get It" überrascht am Ende mit einem überaus intensiven, E-Gitarren-dominierten Instrumentalfinish. Für einige hitverdächtige Momente des Silberlings sorgen wieder die eingespielten Erfolgsautoren Troy Verges und Blair Daily ("Beer Money"), die auf Sachen wie "Girl Of The Summer" (heartlandträchtige Power-Ballade), "What Ya Got On Tonight" (markante E-Gitarrenlinie, energiegeladener Refrain/Rhythmus) und dem, mit dezent keltischem Flair behafteten "Running For You" (klasse E-Gitarren-Solo) eindrucksvoll demonstrieren, wie man in Nashville den Nerv der Zeit trifft. Klasse auch das mit Westin Davis und Dan Couch atmosphärisch konstruierte "That Was Us", bei dem die in Axel Rose-/Kid Rock-Manier gebrachten Refrains/Harmoniegesänge schöne Farbtupfer abgeben. Zu einem Favoriten bei Kips Live-Konzerten (zur Zeit ist er ja mit Dierks Bentley und Canaan Smith groß auf Tour) dürfte im patriotisch geprägten "Amiland" das heroische "Lipstick" ('Hey'- Schlachtgesänge, ein wenig John Farnham-90er Stadion-Flair) avancieren, in dem Kip in so ziemlich allen bekannten Regionen der Staaten den Lippenstift seiner Liebsten küssen möchte. Sehr schön und im Refrain mitsingbar das ebenfalls Heartland-gefärbte "Heart's Desire". Textlich überzeugt "Complicated", wo mit starken Zeilen wie "All I know sometimes you love it, sometimes you hate it, but what good’s love if it ain’t a little complicated? No it don’t always go like you always hoped it would, but sometimes complicated is pretty damn good"” proklamiert wird, dass echte Liebe nicht immer nur "Friede, Freude Eierkuchen" bedeuten muss. Banjo und E-Gitarren führen den wohl Country-behaftesten Song "I'm To Blame". Das Stück klettert als erste Single gerade in den Charts nach oben. Steve Millers "The Joker" dürfte bei "That's Alright With Me" Pate gestanden haben. Ein lustiger Text und eine typisch coole Gesangsperformance von Kip runden diesen launigen Track ab. Das Piano-betonte "Comeback Kid" überzeugt in dezent pathetischer Weise im Stile großer zeitgenössischer, amerikanischer Songwriter wie z. B. Will Hoge und legt noch ein paar persönliche Seiten des Protagonisten offen. Ein recht emotional und autobiografisch gefärbter, starker Abschluss. Kip Moore hat mit "Wild Ones" dem Druck des erfolgreichen Vorgängers problemlos standgehalten, was, wie beschrieben, umso mehr zu würdigen ist, da es sich hier um Kompositionen handelt, in die er sich ausschließlich selbst miteingebracht hat. Das Album wird sicherlich einige Hits hervorbringen und vielleicht auch Chancen für diverse Nominierungen bei den anstehenden Awards in der einen oder anderen Sparte haben. Dazu muss man Kip eine deutlich spürbarere Reife und Weiterentwicklung attestieren. Bester Stoff für Liebhaber auf der Höhe von jungen Wilden wie Eric Church, Keith Urban, Tyler Farr & Co.! Dickes Kompliment dafür! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Wild Ones - 3:21
2. Come And Get It - 4:55
3. Girl Of The Summer - 3:56
4. Magic - 3:36
5. That Was Us - 3:59
6. Lipstick - 4:17
7. What Ya Got On Tonight - 2:59
8. Heart's Desire - 4:20
9. Complicated - 3:02
10. I'm To Blame - 2:16
11. That's Alright With Me - 3:36
12. Running For You - 3:32
13. Comeback Kid - 3:13

Art-Nr.: 8960
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 14,90

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Moorer, Allison - getting somewhere [2006]
Neues Pracht-Album der aus Frankenville/Southern Alabama stammenden Allison Moorer, deren kürzliche Heirat mit Steve Earle ihren musikalischen Emanzipierungsprozess, wie es scheint, noch einmal nachhaltig inspiriert hat. Schon auf ihren letzten Werken, vor allem auf dem 2004er "The duel" ging es eindeutig in Richtung raue, erdige Roots-/Americana-Musik, und diese Tendenz setzt sich klar fort! Dem Nashville-Country ihrer, zugegebenermaßen auch sehr starken, Anfangsalben sagt sie nunmehr vollkommen adé! Dafür wirkt sie heute freier, vielseitiger, experimentierfreudiger, variabler, ja irgendwie auch frischer als je zuvor und beschert uns auf "Getting somewhere" eine höchst gekonnte, versierte und niveauvolle Ansammlung von 10 Eigenkompositionen (erstmals hat sie sämtliche Songs eines Albums komplett alleine geschrieben) allerbester Rootsrock-/-Pop-/Americana-Musik mit einem dezenten Alternate Country-Einschlag, aber auch, zumindest bei einigen Nummern, einem gepflegten Sixties-/Retro-Garage-Bands- /Grunge-/Folkrock- Touch! Sie bekommt diese verschiedenen Einflüse großartig unter einen Hut! Die Songs sind sehr kompakt, sehr "catchy", wie der Amerikaner das nennt, und der vorwiegend aus herrlich kratzigen, rotzigen E-Gitarren bestehende, recht rockige Sound ist wunderbar dreckig, trocken und rau in Szene gesetzt worden. Produziert hat, na klar, Neu-Gatte Steve Earle! Das passt, denn wie gesagt, dessen Inspiration ist unverkennbar! Unterstützt hat sie eine erstklassige Clique von grandiosen Roots-/Americana-Musikern, wie u.a. der fantastische Brady Blade an den Drums (u.a. Steve Earle, Jewel, Buddy Miller, Emmylou Harris), natürlich Steve Earle selbst (Gitarre, Background Gesang), Doug Lancio (Gitarre) und Brad Jones am Bass! Das Album startet mit dem tollen "Work to do", bei dem Allison gleich überaus eindrucksvoll eine wunderbare Balance zwischen straightem, dreckigem Rootsrock und lässischem, Sixties-infused Pop-Rock der Marke früher Bangles oder gar Go-Go's schafft. Klasse dabei die rauen E-Gitarren, ähnlich wie man sie von den letzten Steve Earle-Alben kennt, und die hervorragende Melodie! Weiter geht's mit der flotten, schwungvollen, sehr rootsig gestalteten, in einem prima Gitarrengewand arrangierten Americana Pop-Nummer "You'll never know", gefolgt von der voller Gefühl, Herz und viel Southern Soul steckenden, spirituellen Roots-Ballade "Hallelujah" und der leicht wavigen, flotten Retro Roots-Rock-Pop-Nummer "Fairweather", mit ihrer gelungenen Melodie und den schön dreckig und rotzig gespielten E-Gitarren! Dann die saustarke, raue, kratzig trockene, von satten "Crazy Horse"-like Gitarren begleitete, kraftvolle Rootsrock-Ballade "New years day" (tolles, würziges, "roughes" Gitarrensolo), die wieder einmal Moorer's bakannte Liebe zu der Musik Neil Young's assoziiert. Sehr stark auch das gefühlvolle, entspannte Alternate Country-Stück "Where you are", der wunderbar simple, straighte, aber sehr effektiv und knackig inszenierte (die Riffs erinnern ein wenig an das legendäre "Wild thing"), von trockenen, rotzigen Licks geprägte Rootsrock-/Pop-Knüller "Take it so hard", der sicher auch einer kantigeren Sheryl Crow gut zu Gesicht stünde, das flotte Sixties-rooted "If it's just for today", wie auch der großartige, sehr ambitionierte Abschluß mit dem etwas folkig angehauchten, von tollen, rauen E-Gitarren und einem klasse Schlagzeug-Groove begleiteten, prächtigen, staubigen Rootsrocker "Getting somewhere"! Leider ist das Album mit nur 31 Minuten Spielzeit eigentlich viel zu kurz geraten, doch dafür gibt es absolut nichts zu bemängeln! Kein musikalischer Makel, keine Schwachstelle, ein schönes 12-seitiges Cover-Booklet mit allen Texten... - also: Haken dran, verziehen! (Was nützt schon halbherziges und "halbgares" Füllmaterial!) Mit diesem kleinen Meisterwerk gelingt es Allison Moorer (einfach großartig, dieser "southern accent" in ihrer Stimme) ihre eh schon überaus bedeutende Stellung unter den großen Rootsrock-/Americana-Damen weiter zu festigen! Dafür erhält sie unseren uneingeschränkten Beifall! Toll!

Art-Nr.: 4189
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Work to do
New years day
Take it so hard
If it's just for today
Getting somewhere

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


Zurück || Weiter