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Midnight River Choir - fresh air [2014]
Verrückte Geschichte:Vor einigen Jahren begegneten sich vier junge Burschen rein zufällig während einer stimmungsträchtigen, nächtlichen Floßfahrt auf dem texanischen Guadalupe River. Im Stimmungshoch begannen sie dort gemeinsam zu singen und auf verschiefenen Instrumenten zu spielen - immer weiter und immer weiter. Es war ein Riesen-Spaß, die Chemie stimmte sofort, man harmonierte miteinander, als hätte man schon ewig zusammen gespielt. An nächsten Morgen stand fest, dies war die Geburtsstunde einer neuen Band, einer, wie man nun weiß, bärenstarken "tight-knit Texas Roots-/Southern-/Country Jam Band", die mittlerweile auf dem besten Wege ist, die Szene auch über die Grenzen des Lone Star Sttates hinaus, richtig "aufzumischen". Ein Name war, entsprechend der der Gründung zu Grunde liegenden "River Jam-Sessions", ebenfalls schnell gefunden: Midnight River Choir! Die heute in New Braufels/Texas ansässige Band erspielte sich binnen kürzester Zeit, vor allem aufgrund ihrer starken Live-Shows, eine beachtliche Fangemeinde. "Midnight River Choir is a refreshing new face to the Texas music scene" beschreibt es ein amerikanischer Fan - und er hat vollkommen Recht damit. Die Truppe besteht aus Eric Middleton (Gesang, Gitarre), Justin Nelson (Lead Gitarre), Mitchell Pyeatt (Drums) und Rob Driver III (Bass), doch alle 4 spielen eine Vielzahl von Instrumenten, was auf der Bühne oft dazu führt, dass man die "Arbeitsgeräte" miteinander tauscht. Ein klares Indiz für das große Talent der einzelnen Musiker, aber auch für das gesamte Kollektiv. Wie schon eingangs erwähnt: Die Musiker sind exzellent aufeinander abgestimmt. Die Songs kommen wie aus einem Guß und stecken voller großartiger Harmonien und Grooves. In ihrem "tighten" und zwanglosen Rootsrock lassen sie immer wieder eine gehörige Portion Americana-Rock, viel Southern-Flair, aber auch, je nach Thematik, ein schönes Blues-Flavour, das Feeling der Hill Country-Area, mal eine funkige Note, etwas Soul und einen Hauch von Countryrock-Feeling einfliessen. Zudem erahnt man, trotz der Kompaktheit der Songs, eine gewisse Jam-Neigung, denn immer wieder werden die Stücke mit wundervollen kleinen Instrumentalbreaks gefüllt, die live sicher biel Ausdehnungspielraum bieten. Vor allem tut sich dabei der herausragende Lead Gitarrist Justin Nelson hervor, der der Musik von Midneight River Choir einen markanten Stempel aufdrückt. Er besticht mit sehr würzigem, dreckigem Spiel, verziert die teils ungemein harmonischen Songs immer wieder mit zündenden, dominanten, "rusty guitar licks" und prächtigen Soli. Das kommt ganz groß und verträgt sich bestens mit den starken Melodien der Songs. Zudem verfügt Frontmann Eric Middleton über ein exzellentes Charisma und eine großartige, überaus angenehme Stimme. Wir finden Spuren von The Band, Uncle Lucius, The Band Of Heathens, Statesboro Revue, aber auch von Little Feat, der jammigen Zac Brown Band oder gar Grateful Dead, deren "I need a miracle" sie hier, auf ihrem nunmehr dritten Album "Fresh air", covern und in einen brillanten Texas Roadhouse-/Rootsrocker mit kernigen E-Gitarren-Riffs und klimperndem Piano verwandeln. Grandios beispielsweise auch der knackige, von sehr vielschichtigen, satten Gitarren geprägte Rootsrocker "Circles", durch den ein feines Southern-Flair weht. Groovt wie verrückt! Hier spürt man sofort das unterschwellige Jam-Feeling, aber auch ein dezentes Red Dirt-Flair. Klasse auch das raue E-Gitarren-Solo von Nelson im Break. Tolle Melodie! Apropos Groove: Auch das packende "Funny thing" verfügt über eine tolle, jammige Rhythmik und kommt ungemein funky. Kraftvolle, starke Riffs, klasse Keyboard-Fills und dieser "heiße" Groove - toll! Hat gar etwas von JJ Grey & Mofro. Dazu hören wir wieder ein brennendes E-Gitarren-Solo. Was hat diese Nummer Feuer! Ganz vorzüglich auch die Balladen, die die Truppe präsentiert, wie etwa den lockeren, flockigen, von einem feinen Southern-Feeling durchzogenen Countryrocker "Shine" (feine E-Gitarren-Licks), das grandiose, auf einem akustischen Rhythmus basierende "Tombstone lullaby" (kommt wie ein modernes, zeitgemässes Relikt aus solchen Countryrock-Veteranen wie New Riders Of The Purple Sage und Poco, unwiderstehliches Lead Acoustic Guitar-Spiel), oder das hinreissend schöne "Fly by", mit seiner wundervollen Melodie, dem exzellenten Gesang, Nelson's erdiger, rauer Electric Lead Guitar, den klaren Acoustic-Riffs, den Wurlitzer-Fills, dem tollen Southern-Flair und dem klasse Groove. Man wird irgendwie ein wenig an die so großartige Zac Brown Band erinnert. Eine wahre Wonne! "Fresh air" von Midnight River Choir ist ein phantastischen Album geworden, glasklar und in einem satten Sound produziert von Monty Byrom (arbeitete schon als Musiker und Produzent für solch unterschiedliche Leute wie Buck Owens, Merle Haggard, David Lee Roth, Rita Coolidge, Don Felder, Timothy B. Schmit, und Johnny Van Zant). Diese Band wird ihren Weg machen, da sind wir uns ganz sicher! Das ist der nächste, absolute Top Roots-Act aus Texas! Uns jedenfalls haben sie mit ihrer tollen Musik bereits völlig in ihren Bann gezogen...

Das komplette Tracklisting:

1. Circles - 4:00
2. Funny Thing - 3:39
3. Shine - 2:48
4. Moon Pies - 3:04
5. When You Lie - 3:53
6. Ashes To Ecstasy -4:25
7. Tombstone Lullaby - 4:38
8. Unblue - 4:12
9. Fly By - 3:05
10. I Need A Miracle - 4:56

Art-Nr.: 8556
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Circles
Funny thing
Shine
Ashes to ecstasy
Tombstone lullaby
Fly by
I need a miracle

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Miller, Scott & The Commonwealth - reconstruction ~ live [2007]
Die "Bärchen Records-Crew" hatte im April 2006 im Rahmen des mittlerweile außerordentlich renommierten Americana/Roots-Festivals "Blue Highways" im niederländischen Utrecht das für Europa seltene, dafür aber um so genußvollere Vergnügen, Scott Miller and The Commonwealth einmal live erleben zu dürfen.
Dort mußten der Ex-Frontmann der legendären Rootsrock-Formation "The V-Roys" und seine Truppe als "Opening-Act" ran und brachten uns und das Publikum mit einem dynamischen und musikalisch über jeden Zweifel erhabenen, prächtigen Set sofort auf die richtige "Betriebstemperatur". Großartig, dass deren tolle Live-Mucke nun auch auf einem entsprechenden Live-Album der aktuellen "Citation"-Tour festgehalten wurde! Mitgeschnitten an drei Tagen (7. - 9. Dezember 2006) im Down Home in Johnson City/Tennessee, ist das Werk mit 19 Tracks/gut 67 Minuten Spielzeit (plus einem kurzen Spaß-Intro) randvoll gepackt und liefert einen prima Querschnitt der bisherigen drei Studioalben "Thus Always To Tyrants" von 2001 ("I Made A Mess Of This Town", "Dear Sarah" "Goddamn The Sun", "Is There Any Room To Cross"), "Upside Downside" von 2003 ("Amtrak Cresent", "Angels Dwell", "It Didn’t Take Too Long", "For Jack Tymon") und dem bereits erwähnten "Citation" von 2006: Letztgenanntes ist natürlich auf diesem Silberling schwerpunktmäßig vertreten mit tollen Live-Fassungen von "Jody", "Eight Miles Per Gallon", "Only Everthing", "Freedom’s A Stranger", "Still People Are Moving", "On A Roll" und "Wild Things"! Mit "Spike"1 (Tom Petty) und "Hawks And Doves" (Neil Young ) gibt es dazu zwei klasse Coverversionen, wobei der Young-Klassiker auch bereits auf "Citation" vertreten war, hier jetzt allerdings noch etwas rauer und authentischer. Man meint fast, Miller hätte sich für den Song Crazy Horse als Backing-Band ausgeliehen. Überhaupt bieten die Jungs eine herrlich raue, erdige, trockene, rootsige und unbeschwerte Performance voller Spielfreude und Energie in einer spürbar unbeschwerten, recht intimen Club-Atmosphäre. Staubiger Rootsrock, großartiger Alternate Country-Twang und knackiger Americana-Rock - kurzweilig, abwechslungsreich, kompetent! Miller's Truppe Commonwealth, bestehend aus Shawn McWilliams (Drums), Eric Fritsch (Keyboards, Guitar) und Jeremy Pennebaker (Bass), wie auch der Bandchef persönlich, zeigen sich in blendender Verfassung. Scott, auch gesangstechnisch sehr überzeugend, mit seinem vorzüglichen E-Gitarren-Spiel und die beeindruckende Rhythmusfraktion in seinem Rücken wirken, vor allem auch bei den vielen Tempovariationen innerhalb der Songs, überaus eingespielt. Trotz Miller's unbestrittenem, eigenständigem Stil schimmern immer wieder vermeintliche Einflußquellen durch, die von Neil Young, Chris Knight, Ryan Adams, John Mellencamp, Bruce Springsteen und Steve Earle bis hin zu Dan Baird oder den Bottle Rockets reichen. Besonders erwähnenswert in einem sich auf durchgehend hohem Niveau bewegenden Programm sind beispielsweise flotte und satt rockende Sachen wie "It Didn’t Take Too Long", ein fulminanter Roadhouse Rocker in bester Chuck Beryry-/Dan Baird-Manier und das Slide-wütige "Eight Miles Per Gallon", aber auch countryorientiertere, entspanntere Songs wie das lockere, staubige "Angels Dwell" (schöne Akustikgitarrenarbeit), "Arianne" (klasse Harmonies, einfühlsames E-Gitarren-Solo), das semi-akustische "On A Roll" (schön trocken, wieder tolles E-Gitarren-Solo) und das rhythmische, knackige, rootsige "For Jack Tymon" mit seinen tollen E-Breaks. Und wenn dann mit "Drunk All Around This Town" und "Is There Room On The Cross?" die Menge zum feuchtfröhlichem Mitgrölen animiert wird, und dies auch mit Freude und tosendem Beifall tut, dürfte auch dem Letzten klar werden, dass die Leute in Johnson City mit Scott Miller & The Commonwealth eine prächtige, drei Tage währende Roots-/Alternate Country-/Americana-Fete feierten. Feiern wir mit! Einfach klasse, diese Burschen! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 4916
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
I made a mess of this town
It didn't take too long
Only everything
Wild things
For Jack Tymon

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Missing Cats - larry brown amen [2012]
Grandios! Was für großartige Musiker, welch eine Prominenz, was für ein begeisterndes Album! "Two old friends hanging out having a good time - this seems to be the attitude of Missing Cats, in general". Oh ja - und ob diese beiden alten Freunde eine gute Zeit haben, wenn sie zusammen Musik machen. Der eine ist der exzellente Singer/Songwriter Sherman Ewing aus New York City, der andere Widespread Panic's "keyboard wizard" John "JoJo" Hermann - zusammen sind sie die Missing Cats. Die beiden kennen sich seit über 30 Jahren und sind seit ihren College-Tagen eng miteinander befreundet. Musikalisch trennten sich ihre Wege früh und vor allen Dingen als JoJo Hermann mit Widespread Panic durchstartete, boten sich nur noch wenig Gelegenheiten für gemeinsame Aktivitäten. Doch ihr Kontakt zueinander brach nie ab und wenn es die Zeit erlaubte, traten sie immer mal wieder als Missing Cats in verschiedenen Clubs zwischen New York City und den Südstaaten auf. Das war jedes Mal ein Heidenspass für die beiden. Als sich nun Widespread Panic in diesem Jahr wieder einmal eine längere Pause gönnten, bot sich für Hermann und Ewing endlich die Gelegenheit, sich nach 30 Jahren ihren lang gehegten Wumsch zu erfüllen, ihr Debut-Album einzuspielen. "Larry Brown Amen" heisst das Teil - und es ist ein wahres Meisterwerk geworden. Das liegt natürlich zum einen an Sherman Ewing und JoJo Hermann, zum anderen aber auch an den "verwandten Seelen", den überragenden Musikern, die sie sich ins Studio holten, um dieses Projekt durchzuziehen. Als da wären: Luther Dickinson (North Mississippi Allstars, The Black Crowes) - Electric Guitar, Slide Guitar bei mehr als der Hälfte der Tracks, sein Bruder Cody Dickinson (North Mississippi Allstars, Hill Country Revue) - Drums bei rund der Hälfte der Tracks, Anthony Krizan (Spin Doctors) - Electric Guitar bei fast allen Tracks, Mike Mills (R.E.M.) - Bass bei nahezu allen Tracks, Sam Bush (New Grass Revival) - Mandolin bei nahezu allen Tracks, Chad Cromwell (einer der berühmtesten Session-Drummer Nashville's, dazu auf Tour mit Neil Young, Mark Knopfler, und, und, und) - Drums auf den Nummern, bei denen Cody Dickinson nicht am Start ist, Jon Randall Stewart (ein überaus bekannter Nashville Singer/Songwriter und Gitarrist) - Acoustic Guitar, Electricc Guitar nei vielen Tracks (hat das Album auch produziert), und viele mehr. All diese Namen halten auch tatsächlich, was sie versprechen. Alle Musiker harmonieren so fantastisch miteinander, als würden sie schon ihr Leben lang zusammen spielen und auftreten. "Ein Wahnsinn"! Nicht nur wegen der Musiker, sondern auch wegen des Stils der Musik sagt JoJo Hermann zu der Scheibe: "New York City meets Mississippi meets Athens, GA meets Nashville". Das stimmt ohne Zweifel, doch es ist weit, weit mehr. Die Truppe spielt einen geradezu unwiderstehlichen, fesselnden Mix aus Roots-, Blues-, Southern-, Americana-, Retro-, Hippie- und Jamrock mit einer feinen Dosis Sixties-Psychedelic, der auf den Zuhörer von der ersten bis zur letzten Minute eine geradezu magische Faszination ausübt, der man sich nie entziehen kann. Man fühlt sich zurück versetzt in eine Zeit, in der die Rockmusik noch eine ganze Ära prägte, als sie der Ausdruck eines unbeschwerten Lebensgefühls war. In eine Zeit von "Flower Power", "Love and Peace" und zwangloser Hippie-Kultur. Andererseits aber versprühen die Missing Cats eine herrliche, unverbrauchte Frische und klingen damit zeitlos aktuell. Voller leidenschaftlicher und zwanglose Spielfreude tummeln sie sich genüßlich auf dem Terrain des Jamrocks. Man findet Spuren von Grateful Dead, Neil Young, natürlich von Widespread Panic, von Jefferson Airplane, Pink Floyd, aber auch von den Jayhawks, Chris Robinson Brotherhood, u.s.w., dennoch klingen sie auf ihre Art und Weise einfach einzigartig. Ihre Musik ist ungemein abwechslungsreich. Kein Stück hört sich wie das andere an, und doch kommt das Album wie aus einem Guß. Jeder Song für sich ist ein Highlight, es gibt nicht die Spur eines Ausfalls. "Any moment" beispielsweise klingt wie eine wunderbare Hommage an die Sechziger, vorwiegend bestimmt von einer Art New Orleans Boogie Woogie.Klavier JoJo Hermanns, "Rose parade" dagegen ein famoser, "retro-country-infused" Americana-/Rootsrocker mit tollen Mandolinen-Riffs von Sam Bush. Das überragende "Now we go from here" bietet hinreissend schönen, wundervoll melodischen Midtempo Americana-Rock mit einem Touch von Grateful Dead, Neil Young und Widespread Panic. Sherman Ewings fantastischer Lead Gesang, JoJo Hermanns prächtiges Pianospiel, feinste Mandolinen-Klänge von Sam Bush und geradezu traumhaft schöne Slidelinien von Luther Dickinson bestimmen das Geschehen. Dickinsons geniale Soli während dieser 5 Minten-Nummer sind der pure Slide Guitar-Genuß! Das muss man sich "auf der Zunge zergehen lassen". Brillant! "Half way to the top" ist ein zunächst recht verhalten beginnender, voller Americana- und Psychedelic-Flair steckender Rootsrocker, durch den ein Hauch des Südens weht. Wird im Verlauf immer kraftvoller, besticht mit einer exzellenten Melodie und entwickelt zum Ende hin ein herrliches, stetig das Volumen steigerndes, jammiges Instrumental-Finish, vorwiegend bestimmt von fulminantem Klavier und furiosen Lead-Gitarren. Bärenstark! Wie auch das zwischen dynamischen, funky Rhythmen (tolles Wurlitzer-Piano) und einem sehr melodischen, psychedelisch angehauchten Refrain hin und her balancierende "Skydiver", der kochende, Slide- und Piano-getränkte Volldampf Roadhouse Rock'n Roller "Marissa", oder die traumhaft melodische, entspannte, von feinsten Klangkaskaden bestimmte Americana-Ballade "Highwire" - wie gesagt, das ganze Album ist ein einziger Knüller. Diese Truppe mit diesen Musikern verfügt über ein geradezu grenzenloses Potential, das sie hier in beeindruckendster Art und Weise auch abruft. Da kommt man aus dem Schwärmen gar nicht mehr raus. Wir betonen es noch einmal: "Larry Brown Amen" ist ein Meisterwerk - nicht mehr, vor allem aber auch nicht weniger!

Das komplette Tracklisting:

1. Any Moment - 3:27
2. Rose Parade - 3:31
3. How We Go from Here - 5:07
4. Larry Brown Amen - 2:44
5. Half Way to the Top - 6:22
6. Highwire - 2:55
7. Body in the River - 4:39
8. Your Guess Is as Good as Mine - 3:20
9. Skydiver - 4:27
10. Marissa - 4:22
11. Cleanse the Lepers - 3:54
12. Vinyl Persuasion - 7:07

Art-Nr.: 7922
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Any moment
Rose parade
How we go from here
Larry Brown Amen
Half way to the top
Highwire
Skydiver
Marissa

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Moe. - sticks and stones [2008]
Buffalo's (New York) premier Jamrock-Quintett Moe. begeistert seine Fans gerade mal ein Jahr nach "The conch" mit einem weiteren, großartigen Studioalbum. Üblicherweise ist es bei Moe. so, dass sie ihre Songs, lange bevor sie sie auf ein Studioalbum packen, schon in den unterschiedlichsten Versionen während jeder Menge Live-Shows präsentierten - nicht so bei "Sticks and stones"! Der Großteil des Materials entstand "nebenbei" während der Recording-Sessions zu "Wormwood" (2003) und "The conch" (2007), wurde also nie zuvor live gespielt. Nun, einige Zeit später, entschloß man sich ob der Klasse der Songs, hinaus "auf's Land" zu fahren, quartierte sich mit dem nötigen Equipment für 3 Wochen in einer alten Kirche in den Bergen von New England ein, und begann die Stücke in dieser ruhigen, einzigartigen Atmosphäre für "Sticks and stones" einzuspielen. Das Aufregende an den Songs ist, so betont die Band, dass sie von einer ungeheuren Spontanität, einer rauen Ursprünglichkeit geprägt sind. Man hat sie nicht live während vieler Darbietungen immer wieder verändert und an ihnen herumgefeilt, sondern sie in ihrem "First instinct"-Status belassen. Und das hat bestens funktioniert! Erneut erleben wir die Band ungemein wandlungsfähig. Mit ihrer ihnen eigenen Identität verschmelzen sie auf einzigartige Weise Classic Rock, -Progressive-, Psychedelic-, Blues-, Folk- und auch Southern Rock-Elemente miteinander, wobei diesmal auf vielen Songs ein straighter Retro Rootsrock-Faktor dominiert. Da finden sich Spuren von den Rolling Stones bis zu Neil Young, von String Cheese Incident bis zu Widespread Panic und von Pink Floyd bis zu den Grateful Dead. Einige der Songs sind sehr kompakt durcharrangiert, andere sprühen auch im Studio nur so vor Improvisations- und Jam-Flair. Dominiert wird das Material einmal mehr von dem großartigen Zusammenspiel der beiden exzellenten Gitarristen Chuck Garvey und Al Schnier, doch auch Jim Loughlin's typisches Vibraphon ist wieder vereinzelt zu hören. Sehr schön auch die "zarten" Geigen-Ergämzungen bei dem ein oder anderen Stück durch Gastmusikerin Allie Kral! Zu den absoluten Höhepunkten eines durchweg spannenden Albums zählen beispielsweise der satte, kernige Gitarren-Roostrocker "Sticks and stones" mit seinen erdigen Riffs und dem interessanten "Progressive-Break", das überaus variable, voller Strukturwechsel steckende, aber nie die klare Linie verlierende, zuweilen an die Progressiv-Klänge der Kollegen von Umphrey's McGee erinnernde "Darkness", das wunderbare, sehr psychedelische, balladeske, von herrlichen Gitarren und dezenten Geigenklängen umgebene "Conviction song" (viel Pink Floyd-Feeling), das Slide-getränkte "Deep this time", der exzellente, dreckige, von klasse Slide-Licks und rotzigen Keith Richards-ähnlichen Riffs geprägte "Stones meets dirty Eagles-Harmonies"-Rootsrocker "All roads lead to home", die schöne, folkige Acoustic-Ballade "September", der kochende mit viel Improvisations-/Instrumental-Passagen ausgestattete Roots-/Blues-/Southern-/Swamp-/Groove-Rocker "Queen of everything", dessen prächtiges Uptempo Slide Gitarren-Jamming am Ende der 6 Minuten-Nummer auch im Studio richtig zündet, und auch der ausgelassene, etwas angelsächsisch angehauchte Party-Folk-Stomper "Raise a glass"! Moe., 1990 gegründet, gehören schon lange zu den fest etablierten Größen der Jamrock-Szene. "Sticks and stones" bestätigt diesen Status auf beeindruckende Art und Weise und wird ihrer, auch bei uns, stetig wachsende Fanschar einmal mehr größte Beifallsbekundungen entlocken!

Art-Nr.: 5473
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 12,90

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Sticks and stones
Darkness
Conviction song
Deep this time
All roads lead to home
Queen of everything

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Moe. - what happened to the la las ~ deluxe edition [2012]
2 CD-Set! Deluxe-Edition! Prächtiges, neues Studioalbum der famosen Jamrock-Formation um die beiden Meistergitarristen Chuck Garvey und Al Schnier. 4 lange Jahre haben sich Moe. seit "Sticks and stones" Zeit gelassen, doch das Warten hat sich mehr als gelohnt. "What happened to the la las" ist ein tolles Teil geworden. Wie die meisten Jambands sind auch Moe. eigentlich eine typische Live-Band, die erst auf der Bühne richtig aufblüht und sich mit ihren ausgedehnten Jammings jedesmal in einen regelrachten "Rausch" spielt. Doch bei ihrem neuen Album haben sie es wieder einmal problemlos geschafft dieses unwiderstehliche Jam-Flair ihrer Live-Auftritte geradezu perfekt auch im Studio einzufangen. Bei fast jedem Stück ist die Möglichkeit zu ausgedehnten Instrumentalpassagen gegeben, die im Studio, vor allem von den beiden Saitenzauberern, auch bestens genutzt werden, die zudem aber genug Freiraum beinhalten, um live gegebenenfalls zu endlosen Exkursionen einzuladen. Die Songs sind bärenstark, ungemein kraftvoll, erdig, sehr rockig, tight und voller wunderbarer Grooves. Drummer Vinnie Amico und Percussionist Jim Loughlin leisten zusammen mit Bassmann Rob Derhal erstklassige Arbeit und bereiten so das optimale Fundament für Garvey und Schnier. Deren wechselseitige, sich gegenseitig anspornende Lead Gitarren-Arbeit und fulminanten Soli sind voller Feuer und Klasse. Das reisst einen mit. Ja, das Werk ist überaus Gitarren-orientiert und kann zuweilen mit einem schönen Southern-Flair aufwarten. Da werden auch die Fans von The Allman Brothers Band, Gov't Mule und vor allem von Widespread Panic ihre helle Freude haben. Nehmen wir beispielsweise mal das fast 8-minütige "Downward facing dog", jenen grandiosen, durchaus harten, hammermässigen, Southern-fried Rocker mit dem markanten Tempowechsel, bei dem die Band dermassen Energie-geladen aufspielt, als wolle sie "Mule" und "Panic" in ihre Grenzen verweisen. Packende Gitarren-Attacken überall, inkl. toller Slide-Linien und mächtig Dampf produzierender Wah Wah-Einlagen. Eine irre starke Vorstellung! So geht das weitestgehend während des gesamten Albums zu. Auf abgefahrene, spacige Phasen oder "schräge" Xylophon-Einlagen verzichten sie fast völlig. Lediglich beim jazzig, psychedelisch angehauchten Instrumental "Chromatic nightmare" und beim die CD abschliessenden "Suck a lemon" wird ein wenig "geklimpert", wobei es sich bei letzterem Track aber um einen dreckigen, krachenden Rocker mit leichtem Progressive-Flair handelt, der vorwiegend von rauen Gitarren bestimmt wird. Ja, man muss es einfach immer wieder erwähnen: Die beiden Gitarristen mit ihren unwiderstehlichen Gitarrenausflügen (teilweise hören wir auch feine Twin-Momente) spielen einfach in bestechender Form auf. Nein, die komplette Band ist in Höchstform! "What happened to the la las" belegt das auf eindrucksvollste Art und Weise. Toll und sehr interessant auch die Bonus-CD der hier vorliegenden Deluxe-Edition: Enthalten ist eine Acoustic-Version des kompletten Albums mit wunderbaren Alternativ-Versionen. Ebenfalls sehr stark!

Die komplette Tracklist:

Disc 1:
1. The Bones of Lazarus - 3:56
2. Haze - 5:12
3. Downward Facing Dog - 7:54
4. Rainshine - 4:39
5. Smoke - 3:39
6. Paper Dragon - 4:48
7. Chromatic Nightmare - 3:43
8. Puebla - 4:10
9. One Way Traffic - 2:54
10. Suck a Lemon - 4:30

Disc 2 (acoustic version of the album):
1. The Bones of Lazarus - 3:08
2. Haze - 4:12
3. Downward Facing Dog - 7:54
4. Rainshine - 4:41
5. Smoke - 3:26
6. Paper Dragon - 4:53
7. Chromatic Nightmare - 4:29
8. Puebla - 4:41
9. One Way Traffic - 2:37
10. Suck a Lemon - 2:29

Art-Nr.: 7693
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 19,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
The bones of Lazarus
Haze
Downward facing dog
Rainshine
Paper dragon
Puebla
One way traffic
The bones of Lazarus (acoustic version)

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Molly Hatchet - live in hamburg ~ dvd + cd [2005]
DVD-/CD-Set! Was hat die Southern Rock-Fraktion darauf gewartet! Endlich ist sie da, die lang angekündigte Molly Hatchet-Live-DVD! Und das noch in einem opulenten DVD-/CD-Kombi-Paket! Respekt! Aufgenommen am 24. Juli 2004 bei den Hamburger Harley Days brennt die Band um Bobby Ingram ein gewaltiges Heavy Southern Rock-Feuerwerk mit allen Klassikern ab! Dem Anlaß entsprechend präsentiert man sich in einer prima Verfassung. Es paßt halt auch bestens: Harleys, Biker und Hatchet's Southern Rock, das gehört schon irgendwie zusammen! Bemwerkenswert ist, daß die Jungs schon an diesem Abend einige Titel ihres erst in diesem Jahr erschienenen neuen Werkes "Warriors of the rainbow bridge" spielten, was dem Ganzen eine noch größere Aktualität verleiht. Und live kommen die Fassungen solcher Tracks wie "The rainbow bridge" "Son of the south", "Gone in 60 seconds" oder "Moonlight dancin' on a bayou" noch dynamischer rüber als in der sterilen Studio-Atmosphäre. Ansonsten gibt es das Material, was der geneigte Molly Hatchet-Liebhaber einfach hören möchte! Hier die komplette Tracklist: 1. Intro 1:21, 2. Whiskey Man 3:45, 3. Bounty Hunter 4:02, 4. Gator Country 7:30, 5. Moonlight Dancin` on a Bayou 5:08, 6. Fall Of The Peacemakers 5:16, 7. Devil´s Canyon 6:06, 8. Drum Solo 3:47, 9. Beati ´ The Odds 4:03, 10. Son Of The South 4:57, 11. The Creeper 4:55, 12. The Rainbow Bridge 5:13, 13. Keyboard Solo 2:24, 14. Instrumental 2:45, 15. Guitar Solo 5:54, 16. Dreams I`ll Never See 8:02, 17. The Journey 9:24, 18. Gone In 60 Seconds 3:43, 19. Jukin´ City 1:39, 20. Flirtin´ With Disaster 6:41 ! Und weil's so schön ist, gibt's das gleiche Konzert auch noch als Bonus-CD (74 1/2 Minuten Spielzeit!) mit dazu - allerdings ohne die letzten 4 Titel. Die haben einfach nicht mehr draufgepaßt! Eine feine Idee, ein CD-/DVD-Paket in Kombination zu veröffentlichen! Sehr preiswert und absolut zur Nachahmung empfohlen! Die Fans werden es danken! "The south has risen again", heißt es auf dem Back-Cover.. - alles klar, Leute?!!

Art-Nr.: 3585
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: DVD || Preis: € 18,90

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Molly Hatchet - warriors of the rainbow bridge [2005]
Molly Hatchet liefert der Southern Rock-Gemeinde in diesen Tagen wieder viel Diskussionsstoff. Zum einen schlug die Nachricht vom Wiedereinstieg des Gründungsmitgliedes Dave Hlubek wie eine Bombe ein, dann die Ankündigung vom neuen Album, die neue Deutschland-Tour im Vorfeld des neuen Albums, die entgegen aller Erwartungen dann leider doch ohne Hlubek stattfand - und nun ist das Album da! Im lt Booklet aufgeführten Line-Up der Band ist Dave Hluberk als zweiter Gitarrist mit aufgeführt, doch dies bezieht sich offenbar nur auf die Zukunft der Band, denn bei den Aufnahmen war er noch nicht mit von der Partie! Alles etwas verwirrend, aber egal: Das Album ist vielleicht eines der stärksten der letzten Jahre, mit Sicherheit aber das Härteste. Molly Hatchet präsentieren sich in allerbester Verfassung, und allein das zählt! Es rockt, daß es nur so kracht! In absolut typischer Hatchet-Manier, aber irgendwie richtig frisch, feuern Bobby Ingram, Phil McCormack & Co. ein solch gewaltiges, fast stählernes, "brüllenden" Heavy (Metal)-Boogie-Southern Rock-Geschoß ab, von dessen Einschlag man sich kaum erholen kann. Der Opener "Son Of The South", ein mit zahlreichen nachgrölbaren "Hell-Yeahs" intonierter Stimmungsmacher, startet mit einem kurzen Metalriff und geht sofort rhythmisch ab wie die Feuerwehr. Das Lied hat im aktuellen Live-Programm berechtigterweise sofort das Herz der Fans erobert. Ein klasse Auftakt! Danach wird mit jeder Menge knochenharter und trockener Boogies weiter mächtig auf die Tube gesrückt, wobei diesmal mit der geschickten und dezenten Einbindung weiblichen Background-Gesanges "experimentiert" wurde. Die Sache ist absolut gelungen. Ein Mädel namens Amalia "röhrt" sehr einfühlsam ihre Beiträge in die druckvollen Stücke hinein. Ganz toll kommt das beispielsweise bei dem seinem Namen alle Ehre machenden Kracher "Roadhouse Boogie"! "Flames Are Burning" scheint dann kurzweilig mal Zeit zum Durchatmen zu bieten. Zu klaren, akustischen Tönen wird vorübergehend auf's Bremspedal getreten, allerdings nur als Vorgeplänkel für ein furioses, ca. 3-miütiges Gitarrenfinish, das uns am Ende um die Ohren fliegt. Als echter Honky-Tonk-Boogie präsentiert sich "Hell Has No Fury", mit typischen Piano-Geklimper. Hat gar etwas von der Tradition der früheren, großen "Flirtin’ With Disaster"-Zeit. Das abschließende "Rainbow Bridge" erinnert ein wenig an "The Journey" und wird ebenfalls durch eine zielgerichtete, aber nicht übertriebene Gitarrenschlacht beendet. Bobby Ingram's Gitarrenkünste und McCormack's gelebter Malochergesang harmonieren prächtig. Die Produktion ist trotz aller Härte der Songs astrein abgemischt worden. Molly Hatchet haben sich mit einem ausgeglichen starken Album zurückgemeldet! "Warriors Of The Rainbow Bridge" ist mit knapp 60 Minuten Spielzeit zudem recht üppig ausgefallen. Die eingeschlagene Richtung stimmt! Im Booklet lassen Molly Hatchet noch schön eine dem Klischee entsprechende "Message to the world" verkünden, die da lautet: "Keep Southern-Rockin' and The South has risen again"! Und zwar mit einem richtigen "Wumm!"

Art-Nr.: 3248
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

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MonkeyJunk - all frequencies [2013]
Brillantes, ungemein vielfältig agierendes Bluesrock-Trio aus Kanada (Ottawa), dessen dampfendes, musikalisches Gebräu seine Heimat jedoch in den verschiedensten Regionen der USA hat, vornehmlich in den Südstaten und dem Mississippi-Delta. Wie mit einer gut geölten Maschine unterwegs, durchkämmen sie unaufhaltsam die Grenzgebiete zwischen Swamp Boogie, Roots, Rock, Funk, Southern Blues, Delta Blues, Chicago Blues und Muscle Shoals-Soul, alles auf der Basis mitreissender Grooves. Die Besetzung dieses Trios gleicht jedoch ganz und gar nicht der klassischer Bluesrock-Trios, nein, MonkeyJunk spielen beispielsweise ohne einen Bassisten (dennoch entwickeln sie diese brodelnde, kernige Rhythmik), dafür aber mit einer instrumentalen Vielfalt, die einen den Tieftöner überhaupt nicht vermissen lässt. Frontmann und Multi-Instrumentalist Steve Marriner beispielsweise macht einen mtreissenden Job an der zweiten Gitarre (zumeist Baritone Gitarre), den Keyboards, der Mundharmonica und mit seinem großartigen, charismatischen, "soulful" Gesang. Darüber hinaus verfügt die Band mit Tony Diteodoro über einen famosen Lead Gitarristen, der immer wieder mit bärenstarken Soli und brennenden Slide-Läufen glänzt, sowie mit Matt Sobb über einen erstklassigen Drummer und Percussionisten, der hauptverantwortlich für die tierischen Grooves ist. Das Trio harmoniert geradezu perfekt miteinander. Der Sound ist herrlich rau und dreckig, doch dieses erdige Ambiente steht keinesfalls im Gegensatz zu der Melodik der Songs. Im Gegenteil, es passt alles prächtig zusammen, sodass das Songmaterial klasse hängen bleibt. Die Songs wirken hervorragend strukturiert, bieten aber auch immer genügend Platz für jammige Instrumentalpassagen. All das ist ein Indiz für die exzellente Musikalität der Truppe. Diese hohe Qualität kommt unmittelbar mit dem Auftaktsong zur Geltung. "You make a mess" heisst die Nummer, ein voller Soul steckender, kraftvoller Bluesrocker, der sofort, bei äusserst knackigem, straightem, dezent funky wirkendem Beat, mit einem tierischen Groove aufwartet. Und "Mr. D." brennt gleich ein gewaltiges Gitarrensolo ab. Klasse Slide-Fills, zündende Lead Gitarre und saustarkes Harpspiel bilden den musikalischen Mantel des erneut wunderbar groovenden "Right or wrong", das mit einem schönen, kochenden Shuffle Blues-Feeling besticht. Das furiose Harp-/Lead Gitarren-Duell im Break ist ein "Hit". Einfach toll! Im Verlauf der Zeit geht es immer mehr Richtung Süden und die Band scheint sich immer tiefer in den Swamps einzunisten. Brodelnde Slideguitar und dreckige Bluesharp-Klänge rühren mit dem baumstarken "Why are people like that?" die Sümpfe ordentlich auf. Das ist schwüler, dampfender "Voodoo"-/Delta-Bluesrock vom Allerfeinsten. Was für ein Druck! Die Percussion-Grundlage und das Gitarrensolo sind absolut heiss. Nach dem scharfen Funk-Heuler "Je nah say kwah" folgt mit dem treibenden "Sirens in the night" der nächste Boogie, der eine tiefe Spur in den Swamplands des Südens hinterlässt. Erneut hören wir diese wunderbare, sumpfige, dreckige Slidegitarre, eingebunden in einen brodelnden Drive. Oh, und welch eine wundervolle Nummer zelebriert die Band mit der famosen, rootsigen Bluesrock-Ballade "Once had wings". Klingt ein wenig, als stammten die klassischen Bad Company nicht aus dem Vereingten Königreich, sondern aus den tiefsten Swamps des amerikanischen Südens, zumal Steve Marriners vorzüglicher Gesang ein leichtes Paul Rodgers-Timbre nicht leugnen kann. Dazu regieren Slidegitarre und Bluesharp. Das ausgedehnte, ungemein melodische Solo mit dem Bottleneck ist ein Traum. Klasse auch der abgehende Mojo-Bluesrocker "Say what?" und das famose, jammige Instrumental "Swank" (furioses Orgel-Spiel, großartige Gitarrenläufe), das das Album mit ebenso aussergewöhnlicher Qualität abschliesst, wie es begonnen hatte. MonkeyJunk haben in ihrer kanadischen Heimat und den USA schon jede Menge bedeutender Blues-Awards gewonnen, wie etwa den amerikanischen Blues Music Award für "Best New Artist Debut" im Jahre 2010 und den kanadischen Juno Award für "Blues Album Of The Year" im Jahre 2012. Warum das so ist und das diese Preise absolut verdient sind, zeigt ihr grandioses, drittes Album "All frequenzies" in beeindruckender Art und Weise. Nicht nur die Fans von Muddy Waters über Robert Johnson, Sonny Landreth, Little Feat, Gov't Mule bis hin zu den North Mississippi Allstars werden begeistert sein. Diese rootsige, swampige Bluesrock-Vielfalt ist ein "Killer". Der Name der Band stammt übrigens aus einer Aussage des legendären Son House, der einst sagte: "I’m talking about the blues, I ain’t talking ’bout no monkeyjunk". Doch könnte der gute Son House diese Band heute erleben, würde er sehr wohl über MoneyJunk sprechen - und zwar in den höchsten Tönen. "All frequencies" wird auch bei den kommenden Blues-Awards wieder ein ganz heisser Kandiodat sein, da sind wir sicher. Überwältigend!

Das komplette Tracklisting:

1. You Make a Mess - 3:14
2. Right From Wrong - 3:37
3. Why Are People Like That? - 3:59
4. Je Nah Say Kwah - 2:55
5. Sirens In the Night - 3:54
6. Yearnin' For Yesterday - 3:32
7. Once Had Wings - 5:19
8. What I Got To Give - 4:21
9. Say What? - 4:03
10. Swank - 7:13

Art-Nr.: 8335
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 16,90

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You make a mess
Right from wrong
Why are people like that?
Sirens in the night
Once had wings
What I got to give
Say what?

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Montana Rose - my time [2007]
Montana Rose - welch ein wundervoller Name! Suggeriert dies nicht eine vollkommen lockere, wie ein kristallklares, sich durch die unberührte Natur der Rocky Mountains windendes Bächlein (an den Ufern erblühen die "wilden Rosen" Montana's) dahin fließende, unverfälschte, reine Country- & Westernmusic? Und ob! Entsprechend begeistert wird der anspruchsvolle Countryliebhaber dann auch auf die so natürlichen, puren Klänge von "My time" reagieren, denn was der Bandname verspricht, ist auch tatsächlich "drin". Das sind die pure Faszination und der pure "Spirit" des Westens! Montana Rose nennen ihre Musik "Western Music" oder auch "Authentic American Music"! Das trifft den Kern der Sache haargenau! Doch möchte man es etwas detaillierter beschreiben, so ist es schlichtweg völlig entspannte, von wunderschönen Melodien geprägte, glasklare, genauso simple und herrlich ins Ohr gehende wie auf höchstem musikalischem Niveau vorgetragene, unverfälschte Countrymusic, deren Arrangements vorwiegend von akustischen Instrumenten bestimmt werden. Man könnte es also auch als Acoustic Country bezeichnen, wenngleich der Ausdruck "semi-akustisch" dem Ganzen gerechter würde, da die Songs zusätzlich, und das kommt einfach wunderbar, von Drums, Pedal Steel und unaufdringlichen, aber effektiven E-Gitarren-Klängen begleitet werden. Montana Rose, hierzulande völlig unbekannt, sind alles andere als "Greenhorns" und existieren bereits seit rund 20 Jahren. Der Kern der Band besteht aus Claudia Williams, die eine fantastische Sängerin mit einer wunderschönen, klaren Stimme ist, ihrem Gatten Kenny Williams (Bass) und Gitarrist Mike Beck! "My time" ist bereits ihr achtes Album, auf dem sie von einer Schaar großer Musik-Veteranen begleitet werden. An erster Stelle ist der legendäre Al Perkins (u.a. Flying Burrito Brothers, Chris Hillman) zu nennnen, der mit seinem großartigen Dobro-, Banjo- und Lap Steel-Spiel glänzt. Dazu bereichert zum wiederholten Male Nashville Pedal Steel-Ass Steve Hinson (u.a. Josh Turner, Kenny Chesney, Trace Adkins, Randy Travis, Brenn Hill, Kevin Fowler,...) mit seinem exzellenten Spiel ein Montana Rose-Album, ebenso wie Tim Lorsch an der Fiddle und Mandoline, Boomer Castleman an der Acoustic Gitarre und Drummer Rick Lonow! Wie aus der Liste der Musiker hevorgeht, werden die Lieder hauptsächlich durch solche Instrumente wie Dobro, Steelguitar, Fiddle und Mandoline bestimmt, die dann durch die feinen E-Gitarren-Klänge und Drums ergänzt werden. Ein weiteres Markenzeichen ist die bereits erwähnte, großartige Stimme von Claudia Williams. Alles klingt überaus frisch - es duftet quasi nach "Natur" und ländlichem Flair! Flockig, locker, lässig und recht flott starten Montana Rose den Reigen ihrer 12 herrlichen Nummern (knapp 47 Minuten Gesamtspielzeit) mit dem wunderbar erfrischenden "Don't tell me"! Fiddle (schönes Solo im Break), tolles Dobrospiel von Al Perkins, feine Steelguitar-Klänge und dezente E-Gitarren-Licks bestimmen das Bild und vermitteln ein tolles, überaus authentisches "Western-/Prairie-/Rodeo"-Flair. Faszinierend! Exzellentes Dobro in Verbindung mit sauberen, klaren Acoustic-Gitarren, dezenter Fiddle, feiner E-Gitarre und frischen Mandolinen- und Steelguitar-Ergänzungen prägen die wunderschöne Countryballade "Over you". Claudia's Stimme ist ein Genuß, wie auch das traumhafte Zusammenspiel der großartigen Musiker. Countrymusic kann so natürlich, so locker und unverbraucht klingen! Toll! Wieder ein wenig flotter, aber total locker, mit klasse Fiddle-, Dobro- und Gitarreninstrumentierung geht die Reise durch die Weiten des Westens mit dem prächtigen "Boots" weiter. Das sie auch mal etwas "rockiger" zu Werke gehen können, beweisen sie eindrucksvoll bei dem sehr starken Titelstück "My time". Eine kratzige E-Gitarre vermittelt jede Menge Roots-/Americana-Feeling ala Julie & Buddy Miller. Klasse Melodie, exzellentes Kombinationsspiel von E-Gitarre und Dobro! Nach der feinen Ballade "Smokin' 100's alone" (tolle Mandolinen-Licks, erstklassiges Dobro, wunderbares, sauberes, klares E-Gitarrensolo), präsentieren Montana Rose schließlich auch eine traumhafte, frische Version (herrliche Steelguitar-Begleitung, dezente Banjo-Untermalung) von Townes van Zandt's "I'll be here in the morning", die jedem Countryfreund einmal mehr den "Westernduft" in der Nase spüren lässt! Nicht nur Kollegen und Kolleginnen wie die frühe Emmylou Harris, Brenn Hill, Paul Overstreet, Carl Jackson, The Whites, die frühe, Country-orientierte Nanci Griffith, Joni Harms, eine nicht so bluegrassige Alison Krauss, Irene Kelley oder auch die heutige Patty Loveless könnte man als Vergleichsgrößen nennnen - nein, Montana Rose präsentieren einfach ihre ganz eigene, so wunderschöne, lupenreine, kristallklare, semi-akustische Country & Westernmusic, die in ihrem Sound und in ihren Stories die ganze Pracht des ländlichen Lebens im "Big Sky Country" von Montana widerspiegelt! Einfach wunderbar!

Art-Nr.: 5526
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Don't tell me
Over you
Boots
My time
Smokin' 100's alone
I'll be here in the morning

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Moorer, Allison - getting somewhere [2006]
Neues Pracht-Album der aus Frankenville/Southern Alabama stammenden Allison Moorer, deren kürzliche Heirat mit Steve Earle ihren musikalischen Emanzipierungsprozess, wie es scheint, noch einmal nachhaltig inspiriert hat. Schon auf ihren letzten Werken, vor allem auf dem 2004er "The duel" ging es eindeutig in Richtung raue, erdige Roots-/Americana-Musik, und diese Tendenz setzt sich klar fort! Dem Nashville-Country ihrer, zugegebenermaßen auch sehr starken, Anfangsalben sagt sie nunmehr vollkommen adé! Dafür wirkt sie heute freier, vielseitiger, experimentierfreudiger, variabler, ja irgendwie auch frischer als je zuvor und beschert uns auf "Getting somewhere" eine höchst gekonnte, versierte und niveauvolle Ansammlung von 10 Eigenkompositionen (erstmals hat sie sämtliche Songs eines Albums komplett alleine geschrieben) allerbester Rootsrock-/-Pop-/Americana-Musik mit einem dezenten Alternate Country-Einschlag, aber auch, zumindest bei einigen Nummern, einem gepflegten Sixties-/Retro-Garage-Bands- /Grunge-/Folkrock- Touch! Sie bekommt diese verschiedenen Einflüse großartig unter einen Hut! Die Songs sind sehr kompakt, sehr "catchy", wie der Amerikaner das nennt, und der vorwiegend aus herrlich kratzigen, rotzigen E-Gitarren bestehende, recht rockige Sound ist wunderbar dreckig, trocken und rau in Szene gesetzt worden. Produziert hat, na klar, Neu-Gatte Steve Earle! Das passt, denn wie gesagt, dessen Inspiration ist unverkennbar! Unterstützt hat sie eine erstklassige Clique von grandiosen Roots-/Americana-Musikern, wie u.a. der fantastische Brady Blade an den Drums (u.a. Steve Earle, Jewel, Buddy Miller, Emmylou Harris), natürlich Steve Earle selbst (Gitarre, Background Gesang), Doug Lancio (Gitarre) und Brad Jones am Bass! Das Album startet mit dem tollen "Work to do", bei dem Allison gleich überaus eindrucksvoll eine wunderbare Balance zwischen straightem, dreckigem Rootsrock und lässischem, Sixties-infused Pop-Rock der Marke früher Bangles oder gar Go-Go's schafft. Klasse dabei die rauen E-Gitarren, ähnlich wie man sie von den letzten Steve Earle-Alben kennt, und die hervorragende Melodie! Weiter geht's mit der flotten, schwungvollen, sehr rootsig gestalteten, in einem prima Gitarrengewand arrangierten Americana Pop-Nummer "You'll never know", gefolgt von der voller Gefühl, Herz und viel Southern Soul steckenden, spirituellen Roots-Ballade "Hallelujah" und der leicht wavigen, flotten Retro Roots-Rock-Pop-Nummer "Fairweather", mit ihrer gelungenen Melodie und den schön dreckig und rotzig gespielten E-Gitarren! Dann die saustarke, raue, kratzig trockene, von satten "Crazy Horse"-like Gitarren begleitete, kraftvolle Rootsrock-Ballade "New years day" (tolles, würziges, "roughes" Gitarrensolo), die wieder einmal Moorer's bakannte Liebe zu der Musik Neil Young's assoziiert. Sehr stark auch das gefühlvolle, entspannte Alternate Country-Stück "Where you are", der wunderbar simple, straighte, aber sehr effektiv und knackig inszenierte (die Riffs erinnern ein wenig an das legendäre "Wild thing"), von trockenen, rotzigen Licks geprägte Rootsrock-/Pop-Knüller "Take it so hard", der sicher auch einer kantigeren Sheryl Crow gut zu Gesicht stünde, das flotte Sixties-rooted "If it's just for today", wie auch der großartige, sehr ambitionierte Abschluß mit dem etwas folkig angehauchten, von tollen, rauen E-Gitarren und einem klasse Schlagzeug-Groove begleiteten, prächtigen, staubigen Rootsrocker "Getting somewhere"! Leider ist das Album mit nur 31 Minuten Spielzeit eigentlich viel zu kurz geraten, doch dafür gibt es absolut nichts zu bemängeln! Kein musikalischer Makel, keine Schwachstelle, ein schönes 12-seitiges Cover-Booklet mit allen Texten... - also: Haken dran, verziehen! (Was nützt schon halbherziges und "halbgares" Füllmaterial!) Mit diesem kleinen Meisterwerk gelingt es Allison Moorer (einfach großartig, dieser "southern accent" in ihrer Stimme) ihre eh schon überaus bedeutende Stellung unter den großen Rootsrock-/Americana-Damen weiter zu festigen! Dafür erhält sie unseren uneingeschränkten Beifall! Toll!

Art-Nr.: 4189
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Work to do
New years day
Take it so hard
If it's just for today
Getting somewhere

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Morrison Band, Sam - dig it or don't [2011]
“100 Proof Southern Rock"! Jawohl, das ist es, was sie spielen. Die Sam Morrison Band kommt zwar aus dem californischen Fullerton, doch musikalisch galoppieren sie mit wehenden Fahnen und stolz geschwellter Brust durch den amerikanischen Süden. Und das Southern Rock-Feuer brennt! Natürlich erfinden auch sie das Rad nicht neu, verarbeiten vorwiegend und eutlich hörbar die Einflüsse nahezu aller großen Southern-Helden wie Molly Hatchet, Lynyrd Skynyrd, 38 Special, den Outlaws, Henry Paul Band, Doc Holliday, The Allman Brothers Band und wie sie alle heissen, doch es ist eine wahre Wonne zu hören, mit welcher Leidenschaft und mit wieviel Herzblut Morrison und seine Truppe das Erbe ihrer Idole, jegliche musikalischen Trends der Neuzeit ignorierend, antreten - und zwar im klassischten Sinne des Southern Rocks. Kompetent, authentisch und mit allem was dazu gehört. Inklusive zweier Background-Sängerinnen tritt die Sam Morrison Band in einer üppigen, 8-köpfigen Besetzung an, inklusiver dreier erstklassiger Gitarristen. Und was so eine fette 3 Gitarren Southern Rock-Band verspricht, halten sie dann auch. Großartige, massive, wunderbar transparente, erdige Riffs, zündende Gitarrensoli noch und nöcher, flammende Mehrgitarren-Attacken, herrliche Twin-Passagen, glühende Slide-Fills - die Gitarreros bestimmen eindeutig das Bild. Prächtig dazu passt Morrison's kerniger, kraftvoller Lead-Gesang, der nicht selten einen gewissen Skynyrd'schen van Zant-Vibe offenbart. Schon der Opener, das baumstarke "Rattlesnake stew", lässt das Herz eine jeden Southern Rock-Fans höher schlagen: Ein mächtiges, Genre-typisches, fettes Riff-Feuerwerk und treibende Rhythmen peitschen diesen von fulminanten Gitarren dominierten Molly Hatchet-mässigen "Killer"-Song. nach vorn. Die Retro-Reise in klassische, schnörkellose Southern Rock-Gefilde ist eröffnet. Und so folgen eine klasse Nummer nach der nächsten: Ob das großartige Titelstück "Dig it or don't", ein gut abgehender, bluesig angehauchter Southern-Boogie mit einem tollen Gitarren-Drive, der seinen Höhepunkt in einem zümdemdem Lead Gitarren-Schlagabtausch der Saitenkünstler findet, die beiden an große Skynyrd-Balladen erinnernden, getrageneren Tracks "Whiskey" und "Almost home", der powernde, aus allen Rohren feuernde Southern Rocker "Gunsmoke" mit seiner herzhaften, knackig auf den Punkt gebrachten "Dual Guitar"-Attacke im Break, inklusive wunderbarer Twin-Leads, die uns gegen Ende des Songs ein zweites Mal erfreuen, oder auch das typisch southern-patriotische Heldenopus "Peacekeepers", das uns in der zweiten Hälfte schließlich mit der obligatorischen (2 1/2-minütigen) Gitarrenschlacht ala "Green grass and high tides" / "Freebird" beglückt, hier wirklich ganz klassisch und sehr gekonnt in Szene gesetzt. "Peacekeeper" ist übrigens eins von zwei Stücken, die auch schon auf dem Debut der Sam Morrison Band zu finden waren. "Dig it or don't" ist bereits deren zweites Werk. Möge es bitte nur nicht ihr letztes sein, denn diese Burschen spielen genau die "Mugge", die das ewig hungrige Southern Rock-Herz der Fans begehrt. Der Sound ist ebenfalls klasse. Die Gitarren klingen wunderbar "saftig" und der "smell of the south" kommt aus allen Poren. Allerbester Stoff, der in jede ernstzunehmende Southern Rock-Sammlung gehört! Es ist ein ziemlich "abgedroschenes" und oft bemühtes Zitat von Charlie Daniels, aber hier trifft es einfach mal wieder zu: "The south has done it again"!

Das komplette Tracklisting:

1. Rattlesnake Stew 3:39
2. Dig It Or Don't 3:10
3. Celebrate 3:08
4. Whiskey 3:33
5. Gunsmoke 4:27
6. Almost Home 4:44
7. Say Your Prayers 3:49
8. Somebody's Daughter 4:09
9. You Bet 4:26
10. I Gotta Ride 3:08
11. Peacekeepers 5:36
12. Amazing Grace 3:14

Art-Nr.: 7461
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Rattlesnake stew
Dig it or don't
Whiskey
Gunsmoke
Almost home
You bet
Peacekeepers

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Morrison-Williams - same [2005]
Hinter dem Duo Morrison-Williams verbergen sich zwei Musiker namens Shane Morrison und Clint Williams, mit deren Namen Musikinsider eine seinerzeit durchaus beliebte New Country-Band namens "Perfect Stranger" (Shane Morrison, Richard Raines, Steve Murray gefolgt in der Endphase von Clint Williams) in Verbindung bringen werden, die 1995 einen Major-Label-Vertrag besaßen und auch eine recht erfolgreiches Werk namens "You Have The Right To Remain Silent" herausbrachten, mit dem sie sich immerhin fast vierzig Wochen in den Billboard Country-Charts behaupten konnten. Shane, damals Zeit Bassist in o.a. Band und Clint lernten sich in einem Plattenladen in Texas kennen und begannen Songs für weitere Perfect Stranger-Produktionen zu komponieren, die jedoch nie auf einen Silberling landeten. Doch Gott sei Dank konnten sie nun auf Umwegen bei diesem Projekt verwirklicht werden konnten. Das kleine Indie-Label Palo Duro Records spielte hier das Zünglein an der Waage und sicherte sich die Dienste zweier enorm talentierter Musiker und Songwriter. Eine mehr als gute Wahl!
Und die Burschen bedanken sich mit zwölf radiofreundlichen, oft balladenhaften, aber dennoch knackigen Songs, die sich durchgehend auf einem anspruchsvollen Niveau bewegen. Fast jedes Stück hat Single-Charakter! Ihren Musikstil zu klassifizieren, ist dennoch nicht allzu einfach, auch wenn die Produktion in Nashville getätigt wurde. "Progressive Country mit Texas Spirit" umschreibt das Ganze vielleicht am besten. Hier wird (New-)Country mit Pop-, Rock-, ja zum Teil AOR/Melodic-Rock-, Southern- und Texas-Roots-Elementen wunderbar in Einklang gebracht, wobei äußerst melodische Songstrukturen immer das Grundgerüst darstellen. Dank der tollen Harmoniegesänge werden manchmal gar Erinnerungen an Restless Heart wach! Circa dreiviertel der Stücke bohren sich bereits nach dem ersten Hörgang in das Langzeitgedächtnis und laden zum Nachsingen der Refrains ein. Die erste Single heißt "My Girl Friday" und eröffnet den Reigen der folgenden Klassenummern. Ein lockeres, flüssiges, sehr melodisches, von sanften, kaum spürbaren B3-Tönen und einen flotten Akustikgitarrenrhythmus unterlegtes, "leichtes" Lied mit recht trockenen E-Gitarren-Fills, das allerdings eine recht ernste Message verbreitet. Thematisch ein sogenannter "Cheatin’-Song": Ein Mann beginnt eine Affaire mit einer Frau, die seitens ihres Ehemanns misshandelt wurde. Will sagen, behandele deine Frau gut, dann hat sie keinen Grund dich zu verlassen! "Good Day To Die (The Alamo Song)" war ein weiterer Auslöser, die Kooperation Morrison-Williams in Eigenregie fortzuführen. Das Stück war für den Soundtrack zum Film "The Alamo" aus dem Jahr 2004 geplant, wurde jedoch von den Produzenten zugunsten eines rein instrumentalen Werkes gekappt. Dabei steckt dieses großartige Stück voller texanischem, atmosphärischem Country-Western-Outlaw-Flair, inklusiv fantastischer kratziger Mandoline, Banjountermalung, Dobroeinlagen und einem krachenden E-Gitarren-Solo. Ohne Zweifel ein Highlight dieses Albums! Die folgende Ballade "Beautiful Regret" würde ohne seine Steeleinlagen problemlos
ins Hit-Repertoire eines Bryan Adams passen. Das folgende "Take Me As I Am" erinnert ein wenig an den Stil der Warren Brothers; ein kraftvoll gesungener Refrain, sowie locker miteinender harmonierende Akustik- und E-Gitarren, und als Bonbon eine tolles Southern-E-Solo Marke Allman Brothers, mit kurzzeitigen Double-Leads! Zwei Stücke, die ein wenig aus der Art schlagen, was allerdings überhaupt nicht negativ gemeint ist, sind "Preacher Michael" und "Lovin’ You Is Tough". Beim Erstgenannten variiert Williams seine Stimme gar ein wenig in Richtung eines country-infizierten Chris Thompson (Manfred Mann's Earth Band), in Kombination mit Eagles-ähnlichen Harmonien, beim zweites gibt es schon fast Tendenzen in die AOR-Sparte. Den Abschluss bildet ein starkes Remake von Dr. Hook’s Riesen-Hit "Cover Of The Rolling Stones", was auf eine Kindheitserinnerung von Clint Williams zurückzuführen ist. Laut eigener Aussage trällerte er dieses Stück schon in jüngsten Jahren lauthals nach, wann immer es in seines Daddy's Truck im Radio lief. Alles in allem ein wunderbar in sich stimmiges, harmonisches, leicht AOR-orientiertes, New Country-Pop/-Rock-Werk, das durch seine kraftvolle Präsentation und eine hervorragende Melodik besticht. Morrison-Williams lassen die einstigen Perfect-Stranger-Tage locker in Vergessenheit geraten. Fortsetzung erwünscht! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 3318
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
My girl Friday
Take me as I am
Me again
Preacher Michael
Wonderful

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Muggler Band, J. J. - hard luck town [2010]
"Original home grown Southern Rock from New Orleans"! Das ist schon so etwas wie eine kleine Sensation, eine Überraschung ist es allemal! Und was für eine! Als die bereits in den frühen Siebzigern gegründete, großartige JJ Muggler Band aus Harahan/Louisiana im Jahre 2007 ihre bis dahin quasi wie vom Erdboden verschwundene Southern Rock-"Perle" "Hear the truth" (Original release date: 1996) wiederveröffentlichte und begann, wieder zusammen aufzutreten, hoffte man zaghaft, dass die Band vielleicht irgendwann mal wieder neue Songs aufnehmen könnte. Und tatsächlich, das "Wunder" ist geschehen! Die Southern Rock-Fans dürfen jubeln, und sie werden jubeln. Mit dem 12 prächtige Songs umfassenden "Hard luck town" legt die Truppe nun ihr insgesamt viertes Album vor, ein Southern Rock-Leckerbissen par excellence! Die JJ Muggler Band ist vielleicht so etwas wie eine der "most important unknown Southern Rock Bands of all time", eine der wichtigsten unentdeckten Southern Rock Bands aller Zeiten, die unter den Kennern der Szene allerdings schon von jeher Kultstatus geniesst. "Hard luck town" wird diesen Status eindrucksvoll untermauern. Das Songmaterial ist von vorn bis hinten große Klasse! Voller sprühender Spielfreude bringen uns die Jungs die goldenen Zeiten des klassischen Southern Rocks zurück, der wie eine wundervolle Kreuzung von The Marshall Tucker Band, Lynyrd Skynyrd, The Outlaws, Wet Willie, The Radiators, Dickey Betts und vor allen Dingen The Allman Brothers Band aus den Lautsprechern sprudelt. Mal bluesig, mal funky, mal country-infiziert, mal mit losgelöster Jam-Leidenschaft, entwickelt die Band einen herrlichen Groove voller Dynamik, Würze, Kraft und mit jeder Menge, ihrer Herkunft entsprechendem Swamp-Feeling. Dabei ist das Material gleichzeitig mit einer unwiderstehlichen Lockerheit durchzogen, wie sie eben vornehmlich solchen Bands wie den Allmans oder den Tucker-Boys gegeben ist. Dominiert wird der Sound in erster Linie von dem exzellenten Zusammenspiel der beiden großartigen Gitarristen Tommy Chadwick (ein alter, mit allen Wassern gewaschener, maßgeblich von Duane Allman beeinflusster Haudegen der Louisiana-Szene) und unserem altbekannten "Liebling" Jay B. Elston, der ja auch mit seiner Jay B. Elston Band (diese Truppe ist ebenfalls nach wie vor aktiv) zwei tolle Southern Rock-Alben veröffentlichte. Leidenschaftliche Twin-Leads und sich gegenseitig zu Höchstleistungen anspornende, wechselseitige, genauso lockere wie feurige Soli und Duelle der beiden münden in purer Southern Rock-Wonne. Ergänzt werden diese tollen Gitarrenlinien immer wieder mit den klasse integrierten Piano- und Orgel-Fills von Keyboarder Wayne Lohr. Zum wieteren Line-Up der Band zählen noch die beiden Gründungsmutglieder Calvin Huber (Bass) und Jude Lirette (Drums). Los geht's mit dem baumstarken, bravourös groovenden (schön funky), feurigen, jammigen Titelstück "Hard luck town", das gleich mit ausgedehnten, hingebungsvollen Soli (E-Gitarre, Orgel, E-Gitarre) aufwartet und von einer wunderbaren, unterschwelligen Swamp-Schwüle durchzogen ist. Kommt wie eine Mischung aus den Allmans, Mama's Pride und den Radiators - aber mit der ganz eigenen Note der JJ Muggler Band.. Überhaupt ist es so, dass wir immer wieder die großen Namen des Southern Rocks zitieren, doch die Art und Weise, wie die "Mugglers" deren Trademarks miteinander vereinen, definiert klar und deutlich ihren eigenen, unverkennbaren Stil. Der Track Nr. 2 des Albums heisst stilgerecht "Dixie road" - was für ein traumhafter, country-infizierter, astreiner Southern Rocker, geschrieben und vogetragen von Jay B. Elston mit seiner tollen, "Whiskey -soaked" Stimme. Unterlegt mit einem lässigen, hintergründigen Banjo-Picking, schlängeln sich, vollkommen locker, geschmeidig und melodisch, in allerbester Allman Brothers-/Dickey Betts-/Marshall Tucker-Manier, wundervolle Gitarrenlinien durch diese Nummer, die in uns eine herrlich wohlige "Southern-Wärme" aufkommen lassen. Unterbrochen werden die Gitarrenläufe von einem klasse Klavier-Intermezzo, um sich am Ende wieder in harmonischen Twin-Leads zu vereinen. Klassischer Southern Rock in seiner reinsten Form! Tighten, funky "Juke Joint"-Southern Rock mit Biss bietet das anschliessende, jammige, mit exzellenter Percussion unterlegte "King Muggler". Tolle Riffs, starker Gesang, exzellente, swampig brodelnde, wechselseitige Soli der beiden Gitarristen, dazwischen ein prima E-Piano-Einsatz! Hat ordentlich Feuer, besticht aber auch mit einer ungeheuer lässigen Coolness. Groovt herrlich! So geht das munter weiter: Ob der großartige, melodische, lockere Louisiana Cajun-/Countryrocker "LeAnne" (klingt wie eine New Orleans-Ausgabe der legendären New Riders of the Purple Sage), das wie Öl runtergehende, flüssige, an der Schnittstelle The Allman Brothers Band / The Marshall Tucker Band / Lynyrd Skynyrd angesiedelte, von feinsten Twin-Leads geprägte "Higher than a mountain", der lockere Southern-Blues "Spanish moss" (quirlige, sehr virtuose, abwechselnde Gitarrenläufe von Chadwick und Elston), der kochende, Harp- und Slide-getränkte, swampige Blues-/Southern-Boogie "Hurtin' Blues", das abgehende, ZZ Top-inspirierte "Gibbons a goodtime", und, und, und - die JJ Muggler Band präsentiert sich einfach in Top-Form! Toll, das sie wieder da sind! Toll, dass sie dieses Album eingespielt haben! Die ewig hungrige Southern Rock-Gemeinde wird es geniessen! Classic, swampy Louisiana Southern Rock Blues'n Boogie mit dem Gütesiegel 1A!

Das komplette Tracklisting:

1. Hard Luck Town (6:16)
2. Dixie Road (3:47)
3. King Muggler (4:32)
4. LeAnne (4:14)
5. Higher Than A Mountain (4:45)
6. Spanish Moss (3:56)
7. Hurtin' Blues (4:50)
8. Gibbons A Goodtime (3:03)
9. Cocaine Lady (6:59)
10. Jewels (5:19)
11. Over You (5:04)
12. Around The Neighborhood (3:37)

Art-Nr.: 6757
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Hard luck town
Dixie road
King Muggler
Higher than a mountain
Hurtin' Blues
Gibbons a goodtime
Cocaine Lady

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Mulholland Band, Luke - further [2008]
Rar! Schwer erhältliches Debut der fantastischen Luke Mulholland Band! Als wir vor einiger Zeit das zweite Album der Truppe um den jungen "Wunderknaben" aus Bosten/Massachusetts, "Midnight carnival" in unser Programm aufnahmen, war die Resonanz sensationell. Ihr packender, jammiger, Blues- und Psychedelic-inspired Classic-Rock kam bei unseren Kunden dermassen gut an, dass sofort massive Nachfragen nach dem Debut der Band aufkamen. Es hat zwar etwas gedauert, doch wir haben tatsächlich noch einige Exemplare des 2008 erschienenen Werkes "Further" auftreiben können. Und Leute, es hat sich gelohnt, denn auch das Debut der Jungs ist, obwohl nur 8 Songs mit rund 31 1/2 Minuten Spielzeit umfassend, schlichtweg ein Knüller! Ein Bluesrock-Killerteil mit einer gepflegten Jamrock-Neigung. Ja, "Further" ist deutlicher bluesrockiger ausgerichtet als "Midnight carnival", was aber der Klasse keinen Abbruch tut. Luke Mulholland ist ein Ausnahmetalent. Er war, als das Debut erschien, gerade mal 19 Jahre alt. Doch Mulholland hat sich seiner Musik mit Herz und Seele verschrieben. Er spielt auf, als sei er ein mit allen Wassern gewaschener alter Hase, angetrieben vom ewigen Hunger nach seiner geliebten Musik. Er ist ein großartiger, bereits ungemein reifer Songwriter, ein bravouröser Sänger mit einer dem Genre entsprechenden, rauen, erdigen, kraftvollen, Whiskey-resistenten Stimme, hinter der man eher einen 30 Jahre älteren Frontmann vermuten würde, und er ist ein fantastischer Gitarrist. Bereits im zarten Alter von 10 Jahren griff er zur Gitarre, entdeckte solche Rock-Legenden wie Led Zeppelin, die Doors und Jimi Hendrix und begann deren Soli nachzuspielen. Sein Vater unterstützte ihn dabei sehr. Eines der ersten Stücke, die er vor Publikum präsentierte, war J. J. Cale's "Cocaine". Dann entwickelte sich alles sehr schnell. Schon im mittleren Teen-Alter hatte er regelmässige Auftritte. Sein riesiges Talent an der Gitarre wurde über die lokalen Grenzen hinaus bekannt. Er lernte Leute wie Richie Sambora und Jeff Healey kennen, die von ihm begeistert waren und ihn kräftig unterstützen. Schnell ergaben sich Gigs als Opener für solche Bands wie The Marshall ucker Band, The Allman Brothers Band, Mountain und andere. Heute stehen bereits komplette, gemeinsame Tourneen mit solchen Größen wie beispielsweise Blues Traveler und Dickey Betts & Great Southern zu Buche. Vor allem mit Dickey Betts jammte er während dieser Tour immer wieder ausgiebig. Die Songs von "Further", übrigens alle von Mulholland komponiert, sind ausnahmslos exzellent strukturiert und bleiben klasse hängen. Dazu kommen sie in einem toll produzierten, ungemein kraft- und druckvollen, satten, saftigen Sound. Schön auch, wie gesagt, das allgegenwärtige Jamflair und die stets hervorragende Melodik. Es passt alles zusammen! Nach dem wunderbaren, schön fetten Instrumental-Intro "Go" (tierischer Orgel-Background und bäriges Wah Wah Lead-Gitarren-Spiel) startet die Band dann mit dem straighten, krachenden Hammer-Bluesrocker "Cold night" mit Vollgas durch. Die geradeaus nach vorn gehenden Drums geben einen forschen Powerrhythmus vor, doch nach ein paar Minuten gibt's im Break einen klasse Tempowechsel, hin zu einem wunderbar erdigen, getragenen Blues-Feeling, gipfelnd in einem brennenden, satten, großartigen E-Gitarren-Solo des Meisters. Packend! Da hört man Spuren von Hendrix, den Buddaheads, Mato Nanji's Indigenous und Gov't Mule. Das folgende, leicht Stevie Ray Vaughan-beeinflusste "Rambling on my mind" ist der nächste Knüller: Ein herrlich groovender, von tollem Slide-Spiel Mulholland's kraftvoll und "fleischig" in Szene gesetzter Midtempo-Bluesrocker vom Allerfeinsten. Das Slide-Solo des Bandleaders ist einfach klasse, wie auch sein Gesang und die prächtig hängen bleibende Struktur des Songs. Hat zudem ein schönes Southern-/Jam-Flair. Das großartige Titelstück, der Monster-Bluesrocker "Further", wird von mächtig schweren Riffs und zündenden Slide- und Lead Gitarren-Linien bestimmt, während das starke, leicht funky groovende "Caught up in a dreram" etwas von Hendrix, von Led Zeppelin und einen Hauch von Free aufweist. Das abschliessende "Drowning" hingegen besticht mit lockerem Doobie Brothers-Feeling (schönes Zusammenspiel von akustischen und elektrischen Gitarren), wirkt aber dennooch sehr kraftvoll. Welchen Song man auch herasupickt, sie sind alle saustark! Was wir schon bei der Rezension zu "Midnight carnival" gesagt haben, trifft auch hier uneingeschränkt zu: Das sind die Bands, die die Rock-Welt braucht. Long live the Luke Mulholland Band...

Das komplette Tracklisting:

1. Go (1.58)
2. Cold Night (4.11)
3. Rambling On My Mind (3.45)
4. My Angel (3.32)
5. Further (4.48)
6. The Last Verse (5.28)
7. Caught Up In A Dream (3.30)
8. Drowning (4.12)

Art-Nr.: 7600
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 9,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Go
Cold night
Rambling on my mind
Further
Caught up in a dream
Drowning

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My Morning Jacket - okonokos ~ live concert film ~ dvd [2006]
Parallele DVD-Veröffentlichung zur gerade erschienenen Live Doppel-CD! Eine der ambitioniertesten, talentiertesten und faszinierendsten, jungen U.S.-Bands der heutigen Zeit begeistern uns nach nunmehr 4 hervorragenden Studio-Alben mit einer geradezu famosen Live-Veröffentlichung, hier als grandios in Szene gesetzte DVD! My Morning Jacket aus Louisville/Kentucky um den charismatischen Frontman, Sänger, Gitarrist und Songwriter Jim James, diese live immer so wunderbar ihre langen Mähnen schwingenden, unbekümmert wie hochklassig aufspielenden Burschen, im weitesten Sinne der Jamrock-Bewegung zuzuordnen, entfachen auf der Bühne die pure Magie! Einzigartiger, unwiderstehlicher "southern-tinged Rock'n Roll" mit traumwandlersich sicher zwischen Retro und Moderne hin und her balancierenden Roots- und Countryrock-Elementen, dessen epische Soundsphären von diesem herrlichen, den Stil der Band so unverwechselbar prägenden Sixties-/Seventies-/Hippie-/Psychedelic-Jam-Feeling durchzogen werden! Mal überaus kraftvoll, laut und dreckig rockend, aber auch mit ruhigen, bedächtigen Momenten, immer knackig und flüssig agierend, die ungezügelte Spielfreude im Blut, bestechen sie darüber hinaus mit einer unglaublichen Melodik. Die Bandbreite der Einflüsse scheint von Lynyrd Skynyrd bis zu den Flaming Lips, und von Gram Parsons bis zu Neil Young und Pink Floyd zu reichen. Eine "verrückte" Kombination, die sie aber voller Hingabe in eine nahezu vollendete Harmonie verwandeln, gleichzeitig aber immer wieder mit losgelösten Instrumental-Passagen/Jammings versehen. Man merkt sofort, was für eine grandiose Live-Band My Morning Jacket sind! Sie explodieren regelrecht auf der Bühne! Die 21 Songs umfassende Setlist von der aktuellen "Z"-Tour ertönt in einem prächtigen, vollmundigen, saftigen Sound aus vielschichtigen, mal filigran eingesetzten, aber überiwegend fett und satt rockenden, herrlichen, herzhaft würzigen E-Gitarren, verziert mit diesen "schwebenden", so markanten, doch niemals zu aufdringlichen Keyboard-Klängen. Dominiert wird das Ganze klar von den Gitarren, und natürlich von Jim James' unvergleichlichem, immer mit einem gewissen Hall unterlegtem, betörendem "howling falsetto"-Gesang, dessen Timbre zuweilen ein wenig an Neil Young erinnert. Großartig, wenn er neben den tollen Melodien, die er singt, mit seinen emotionalen Einsätzen, mal rotzig "kreischend", mal mit harmonischen "Oooohs" und "Aaaahs", mal mit sonstigen "Stimmgeräuschen", die ideale Ergänzung zu den instrumentalen Arrangements der Songs bildet. Es ist nahezu unmöglich einzelne Songs als etwas Besonderes herauszustellen, denn die komplette Setlist ist ein "Hammer"! Ob der von einem markanten Rhythmus aus kantigen Drums und großartigen Keyboard-Fills geprägte, leicht funkige, psychedelische Hippie-Jam-Rocker "Worldless chorus", das von satten E-Gitarren und tollem Drumming angetriebene, dynamische, rauhe, aber dennoch wieder überaus melodische, voller Southern-/Roots-Flair steckende "Gideon", der forsche, von tierischen Gitarrenschlachten geprägte, gleichzeitig sphärig, psychedelische, melodische "New Southern"-Rocker "One big holiday", die über 8-minütige, von James' hypnotischem Gesang eindrucksvoll dargebotene, fantastische Psychedelic-/Roots-/Jam-Ballade "I will sing you songs", deren epische Schönheit am Ende in rauhe, sägenden "Crazy Horse"-like E-Gitarren mündet, das flockige, melodische, wieder voller Southern-Flair steckende "Lowdown", das kochend rockende, von massive Gitarrenattacken geprägte "What a wonderful man", das rhythmische, leicht Reggae-mäßige "Off the record", die entspannte, mit Steeguitar-ähnlichen Klängen durchzogene Americana-/Retro-Country-Nummer "Golden", der über 11-minütige, gar mit einem Saxophon garnierte, jazzige Psychedelic-Jam-Rocker "Dondante", der mit feurigen Gitarren gewürzte, 9 1/2-minütige Southern-Roots-Blues "Run thru" (Jim James verausgabt sich hier völlig, dazu ein mächtig Fahrt aufnehmender Jam-Mittelteil mit einem fast die Bühne in "Schutt und Asche" legenden, verzerrten Gitarren-Gewitter), oder der rotzig dreckige, psychedelische Roots-/"New Southern"-Rocker "Lay low" - die Band übertrifft sich fast selbst! Wunderbar im Einklang mit der Musik steht das prächtige Bühnebild, das, verbunden mit all den Effekten, neben dem Ohrenschmaus einen ebenso adäqauten Augenschmaus bietet: Ein mit Laub bedeckter Bühnenboden, über dem, fast schon "bedrohlich" wirkende Nebelschwaden wabern, Unmengen von der Decke herunterhängende Schlingpflanzen vor dem Hintergrund einer herbstlichen "Geister"waldes, tolle Lichteffekte mit gleißendem Flackern - es hat halt etwas Psychedelisches, etwas Mystisches, etwas "Unheimliches"! Das Publikum ist begeistert! Fantastischer Sound, grandios gefilmt! Ansteckende Spielfreude, hypnotische Melodien, Virtuosität, Ästhetik, Magie - My Morning Jacket mit einem brillanten Live-Event! Herrlich, welch eine Frische diese Band in die heutige Rockwelt einbringt! Leute, tut das gut! Die DVD ist "code free" und somit auf jedem DVD-Spieler abspielbar!

Art-Nr.: 4594
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: DVD || Preis: € 19,90

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