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Moe. - sticks and stones [2008]
Buffalo's (New York) premier Jamrock-Quintett Moe. begeistert seine Fans gerade mal ein Jahr nach "The conch" mit einem weiteren, großartigen Studioalbum. Üblicherweise ist es bei Moe. so, dass sie ihre Songs, lange bevor sie sie auf ein Studioalbum packen, schon in den unterschiedlichsten Versionen während jeder Menge Live-Shows präsentierten - nicht so bei "Sticks and stones"! Der Großteil des Materials entstand "nebenbei" während der Recording-Sessions zu "Wormwood" (2003) und "The conch" (2007), wurde also nie zuvor live gespielt. Nun, einige Zeit später, entschloß man sich ob der Klasse der Songs, hinaus "auf's Land" zu fahren, quartierte sich mit dem nötigen Equipment für 3 Wochen in einer alten Kirche in den Bergen von New England ein, und begann die Stücke in dieser ruhigen, einzigartigen Atmosphäre für "Sticks and stones" einzuspielen. Das Aufregende an den Songs ist, so betont die Band, dass sie von einer ungeheuren Spontanität, einer rauen Ursprünglichkeit geprägt sind. Man hat sie nicht live während vieler Darbietungen immer wieder verändert und an ihnen herumgefeilt, sondern sie in ihrem "First instinct"-Status belassen. Und das hat bestens funktioniert! Erneut erleben wir die Band ungemein wandlungsfähig. Mit ihrer ihnen eigenen Identität verschmelzen sie auf einzigartige Weise Classic Rock, -Progressive-, Psychedelic-, Blues-, Folk- und auch Southern Rock-Elemente miteinander, wobei diesmal auf vielen Songs ein straighter Retro Rootsrock-Faktor dominiert. Da finden sich Spuren von den Rolling Stones bis zu Neil Young, von String Cheese Incident bis zu Widespread Panic und von Pink Floyd bis zu den Grateful Dead. Einige der Songs sind sehr kompakt durcharrangiert, andere sprühen auch im Studio nur so vor Improvisations- und Jam-Flair. Dominiert wird das Material einmal mehr von dem großartigen Zusammenspiel der beiden exzellenten Gitarristen Chuck Garvey und Al Schnier, doch auch Jim Loughlin's typisches Vibraphon ist wieder vereinzelt zu hören. Sehr schön auch die "zarten" Geigen-Ergämzungen bei dem ein oder anderen Stück durch Gastmusikerin Allie Kral! Zu den absoluten Höhepunkten eines durchweg spannenden Albums zählen beispielsweise der satte, kernige Gitarren-Roostrocker "Sticks and stones" mit seinen erdigen Riffs und dem interessanten "Progressive-Break", das überaus variable, voller Strukturwechsel steckende, aber nie die klare Linie verlierende, zuweilen an die Progressiv-Klänge der Kollegen von Umphrey's McGee erinnernde "Darkness", das wunderbare, sehr psychedelische, balladeske, von herrlichen Gitarren und dezenten Geigenklängen umgebene "Conviction song" (viel Pink Floyd-Feeling), das Slide-getränkte "Deep this time", der exzellente, dreckige, von klasse Slide-Licks und rotzigen Keith Richards-ähnlichen Riffs geprägte "Stones meets dirty Eagles-Harmonies"-Rootsrocker "All roads lead to home", die schöne, folkige Acoustic-Ballade "September", der kochende mit viel Improvisations-/Instrumental-Passagen ausgestattete Roots-/Blues-/Southern-/Swamp-/Groove-Rocker "Queen of everything", dessen prächtiges Uptempo Slide Gitarren-Jamming am Ende der 6 Minuten-Nummer auch im Studio richtig zündet, und auch der ausgelassene, etwas angelsächsisch angehauchte Party-Folk-Stomper "Raise a glass"! Moe., 1990 gegründet, gehören schon lange zu den fest etablierten Größen der Jamrock-Szene. "Sticks and stones" bestätigt diesen Status auf beeindruckende Art und Weise und wird ihrer, auch bei uns, stetig wachsende Fanschar einmal mehr größte Beifallsbekundungen entlocken!

Art-Nr.: 5473
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Sticks and stones
Darkness
Conviction song
Deep this time
All roads lead to home
Queen of everything

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Moe. - what happened to the la las ~ deluxe edition [2012]
2 CD-Set! Deluxe-Edition! Prächtiges, neues Studioalbum der famosen Jamrock-Formation um die beiden Meistergitarristen Chuck Garvey und Al Schnier. 4 lange Jahre haben sich Moe. seit "Sticks and stones" Zeit gelassen, doch das Warten hat sich mehr als gelohnt. "What happened to the la las" ist ein tolles Teil geworden. Wie die meisten Jambands sind auch Moe. eigentlich eine typische Live-Band, die erst auf der Bühne richtig aufblüht und sich mit ihren ausgedehnten Jammings jedesmal in einen regelrachten "Rausch" spielt. Doch bei ihrem neuen Album haben sie es wieder einmal problemlos geschafft dieses unwiderstehliche Jam-Flair ihrer Live-Auftritte geradezu perfekt auch im Studio einzufangen. Bei fast jedem Stück ist die Möglichkeit zu ausgedehnten Instrumentalpassagen gegeben, die im Studio, vor allem von den beiden Saitenzauberern, auch bestens genutzt werden, die zudem aber genug Freiraum beinhalten, um live gegebenenfalls zu endlosen Exkursionen einzuladen. Die Songs sind bärenstark, ungemein kraftvoll, erdig, sehr rockig, tight und voller wunderbarer Grooves. Drummer Vinnie Amico und Percussionist Jim Loughlin leisten zusammen mit Bassmann Rob Derhal erstklassige Arbeit und bereiten so das optimale Fundament für Garvey und Schnier. Deren wechselseitige, sich gegenseitig anspornende Lead Gitarren-Arbeit und fulminanten Soli sind voller Feuer und Klasse. Das reisst einen mit. Ja, das Werk ist überaus Gitarren-orientiert und kann zuweilen mit einem schönen Southern-Flair aufwarten. Da werden auch die Fans von The Allman Brothers Band, Gov't Mule und vor allem von Widespread Panic ihre helle Freude haben. Nehmen wir beispielsweise mal das fast 8-minütige "Downward facing dog", jenen grandiosen, durchaus harten, hammermässigen, Southern-fried Rocker mit dem markanten Tempowechsel, bei dem die Band dermassen Energie-geladen aufspielt, als wolle sie "Mule" und "Panic" in ihre Grenzen verweisen. Packende Gitarren-Attacken überall, inkl. toller Slide-Linien und mächtig Dampf produzierender Wah Wah-Einlagen. Eine irre starke Vorstellung! So geht das weitestgehend während des gesamten Albums zu. Auf abgefahrene, spacige Phasen oder "schräge" Xylophon-Einlagen verzichten sie fast völlig. Lediglich beim jazzig, psychedelisch angehauchten Instrumental "Chromatic nightmare" und beim die CD abschliessenden "Suck a lemon" wird ein wenig "geklimpert", wobei es sich bei letzterem Track aber um einen dreckigen, krachenden Rocker mit leichtem Progressive-Flair handelt, der vorwiegend von rauen Gitarren bestimmt wird. Ja, man muss es einfach immer wieder erwähnen: Die beiden Gitarristen mit ihren unwiderstehlichen Gitarrenausflügen (teilweise hören wir auch feine Twin-Momente) spielen einfach in bestechender Form auf. Nein, die komplette Band ist in Höchstform! "What happened to the la las" belegt das auf eindrucksvollste Art und Weise. Toll und sehr interessant auch die Bonus-CD der hier vorliegenden Deluxe-Edition: Enthalten ist eine Acoustic-Version des kompletten Albums mit wunderbaren Alternativ-Versionen. Ebenfalls sehr stark!

Die komplette Tracklist:

Disc 1:
1. The Bones of Lazarus - 3:56
2. Haze - 5:12
3. Downward Facing Dog - 7:54
4. Rainshine - 4:39
5. Smoke - 3:39
6. Paper Dragon - 4:48
7. Chromatic Nightmare - 3:43
8. Puebla - 4:10
9. One Way Traffic - 2:54
10. Suck a Lemon - 4:30

Disc 2 (acoustic version of the album):
1. The Bones of Lazarus - 3:08
2. Haze - 4:12
3. Downward Facing Dog - 7:54
4. Rainshine - 4:41
5. Smoke - 3:26
6. Paper Dragon - 4:53
7. Chromatic Nightmare - 4:29
8. Puebla - 4:41
9. One Way Traffic - 2:37
10. Suck a Lemon - 2:29

Art-Nr.: 7693
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 19,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
The bones of Lazarus
Haze
Downward facing dog
Rainshine
Paper dragon
Puebla
One way traffic
The bones of Lazarus (acoustic version)

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Molly Hatchet - live in hamburg ~ dvd + cd [2005]
DVD-/CD-Set! Was hat die Southern Rock-Fraktion darauf gewartet! Endlich ist sie da, die lang angekündigte Molly Hatchet-Live-DVD! Und das noch in einem opulenten DVD-/CD-Kombi-Paket! Respekt! Aufgenommen am 24. Juli 2004 bei den Hamburger Harley Days brennt die Band um Bobby Ingram ein gewaltiges Heavy Southern Rock-Feuerwerk mit allen Klassikern ab! Dem Anlaß entsprechend präsentiert man sich in einer prima Verfassung. Es paßt halt auch bestens: Harleys, Biker und Hatchet's Southern Rock, das gehört schon irgendwie zusammen! Bemwerkenswert ist, daß die Jungs schon an diesem Abend einige Titel ihres erst in diesem Jahr erschienenen neuen Werkes "Warriors of the rainbow bridge" spielten, was dem Ganzen eine noch größere Aktualität verleiht. Und live kommen die Fassungen solcher Tracks wie "The rainbow bridge" "Son of the south", "Gone in 60 seconds" oder "Moonlight dancin' on a bayou" noch dynamischer rüber als in der sterilen Studio-Atmosphäre. Ansonsten gibt es das Material, was der geneigte Molly Hatchet-Liebhaber einfach hören möchte! Hier die komplette Tracklist: 1. Intro 1:21, 2. Whiskey Man 3:45, 3. Bounty Hunter 4:02, 4. Gator Country 7:30, 5. Moonlight Dancin` on a Bayou 5:08, 6. Fall Of The Peacemakers 5:16, 7. Devil´s Canyon 6:06, 8. Drum Solo 3:47, 9. Beati ´ The Odds 4:03, 10. Son Of The South 4:57, 11. The Creeper 4:55, 12. The Rainbow Bridge 5:13, 13. Keyboard Solo 2:24, 14. Instrumental 2:45, 15. Guitar Solo 5:54, 16. Dreams I`ll Never See 8:02, 17. The Journey 9:24, 18. Gone In 60 Seconds 3:43, 19. Jukin´ City 1:39, 20. Flirtin´ With Disaster 6:41 ! Und weil's so schön ist, gibt's das gleiche Konzert auch noch als Bonus-CD (74 1/2 Minuten Spielzeit!) mit dazu - allerdings ohne die letzten 4 Titel. Die haben einfach nicht mehr draufgepaßt! Eine feine Idee, ein CD-/DVD-Paket in Kombination zu veröffentlichen! Sehr preiswert und absolut zur Nachahmung empfohlen! Die Fans werden es danken! "The south has risen again", heißt es auf dem Back-Cover.. - alles klar, Leute?!!

Art-Nr.: 3585
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: DVD || Preis: € 18,90

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Molly Hatchet - warriors of the rainbow bridge [2005]
Molly Hatchet liefert der Southern Rock-Gemeinde in diesen Tagen wieder viel Diskussionsstoff. Zum einen schlug die Nachricht vom Wiedereinstieg des Gründungsmitgliedes Dave Hlubek wie eine Bombe ein, dann die Ankündigung vom neuen Album, die neue Deutschland-Tour im Vorfeld des neuen Albums, die entgegen aller Erwartungen dann leider doch ohne Hlubek stattfand - und nun ist das Album da! Im lt Booklet aufgeführten Line-Up der Band ist Dave Hluberk als zweiter Gitarrist mit aufgeführt, doch dies bezieht sich offenbar nur auf die Zukunft der Band, denn bei den Aufnahmen war er noch nicht mit von der Partie! Alles etwas verwirrend, aber egal: Das Album ist vielleicht eines der stärksten der letzten Jahre, mit Sicherheit aber das Härteste. Molly Hatchet präsentieren sich in allerbester Verfassung, und allein das zählt! Es rockt, daß es nur so kracht! In absolut typischer Hatchet-Manier, aber irgendwie richtig frisch, feuern Bobby Ingram, Phil McCormack & Co. ein solch gewaltiges, fast stählernes, "brüllenden" Heavy (Metal)-Boogie-Southern Rock-Geschoß ab, von dessen Einschlag man sich kaum erholen kann. Der Opener "Son Of The South", ein mit zahlreichen nachgrölbaren "Hell-Yeahs" intonierter Stimmungsmacher, startet mit einem kurzen Metalriff und geht sofort rhythmisch ab wie die Feuerwehr. Das Lied hat im aktuellen Live-Programm berechtigterweise sofort das Herz der Fans erobert. Ein klasse Auftakt! Danach wird mit jeder Menge knochenharter und trockener Boogies weiter mächtig auf die Tube gesrückt, wobei diesmal mit der geschickten und dezenten Einbindung weiblichen Background-Gesanges "experimentiert" wurde. Die Sache ist absolut gelungen. Ein Mädel namens Amalia "röhrt" sehr einfühlsam ihre Beiträge in die druckvollen Stücke hinein. Ganz toll kommt das beispielsweise bei dem seinem Namen alle Ehre machenden Kracher "Roadhouse Boogie"! "Flames Are Burning" scheint dann kurzweilig mal Zeit zum Durchatmen zu bieten. Zu klaren, akustischen Tönen wird vorübergehend auf's Bremspedal getreten, allerdings nur als Vorgeplänkel für ein furioses, ca. 3-miütiges Gitarrenfinish, das uns am Ende um die Ohren fliegt. Als echter Honky-Tonk-Boogie präsentiert sich "Hell Has No Fury", mit typischen Piano-Geklimper. Hat gar etwas von der Tradition der früheren, großen "Flirtin’ With Disaster"-Zeit. Das abschließende "Rainbow Bridge" erinnert ein wenig an "The Journey" und wird ebenfalls durch eine zielgerichtete, aber nicht übertriebene Gitarrenschlacht beendet. Bobby Ingram's Gitarrenkünste und McCormack's gelebter Malochergesang harmonieren prächtig. Die Produktion ist trotz aller Härte der Songs astrein abgemischt worden. Molly Hatchet haben sich mit einem ausgeglichen starken Album zurückgemeldet! "Warriors Of The Rainbow Bridge" ist mit knapp 60 Minuten Spielzeit zudem recht üppig ausgefallen. Die eingeschlagene Richtung stimmt! Im Booklet lassen Molly Hatchet noch schön eine dem Klischee entsprechende "Message to the world" verkünden, die da lautet: "Keep Southern-Rockin' and The South has risen again"! Und zwar mit einem richtigen "Wumm!"

Art-Nr.: 3248
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

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MonkeyJunk - all frequencies [2013]
Brillantes, ungemein vielfältig agierendes Bluesrock-Trio aus Kanada (Ottawa), dessen dampfendes, musikalisches Gebräu seine Heimat jedoch in den verschiedensten Regionen der USA hat, vornehmlich in den Südstaten und dem Mississippi-Delta. Wie mit einer gut geölten Maschine unterwegs, durchkämmen sie unaufhaltsam die Grenzgebiete zwischen Swamp Boogie, Roots, Rock, Funk, Southern Blues, Delta Blues, Chicago Blues und Muscle Shoals-Soul, alles auf der Basis mitreissender Grooves. Die Besetzung dieses Trios gleicht jedoch ganz und gar nicht der klassischer Bluesrock-Trios, nein, MonkeyJunk spielen beispielsweise ohne einen Bassisten (dennoch entwickeln sie diese brodelnde, kernige Rhythmik), dafür aber mit einer instrumentalen Vielfalt, die einen den Tieftöner überhaupt nicht vermissen lässt. Frontmann und Multi-Instrumentalist Steve Marriner beispielsweise macht einen mtreissenden Job an der zweiten Gitarre (zumeist Baritone Gitarre), den Keyboards, der Mundharmonica und mit seinem großartigen, charismatischen, "soulful" Gesang. Darüber hinaus verfügt die Band mit Tony Diteodoro über einen famosen Lead Gitarristen, der immer wieder mit bärenstarken Soli und brennenden Slide-Läufen glänzt, sowie mit Matt Sobb über einen erstklassigen Drummer und Percussionisten, der hauptverantwortlich für die tierischen Grooves ist. Das Trio harmoniert geradezu perfekt miteinander. Der Sound ist herrlich rau und dreckig, doch dieses erdige Ambiente steht keinesfalls im Gegensatz zu der Melodik der Songs. Im Gegenteil, es passt alles prächtig zusammen, sodass das Songmaterial klasse hängen bleibt. Die Songs wirken hervorragend strukturiert, bieten aber auch immer genügend Platz für jammige Instrumentalpassagen. All das ist ein Indiz für die exzellente Musikalität der Truppe. Diese hohe Qualität kommt unmittelbar mit dem Auftaktsong zur Geltung. "You make a mess" heisst die Nummer, ein voller Soul steckender, kraftvoller Bluesrocker, der sofort, bei äusserst knackigem, straightem, dezent funky wirkendem Beat, mit einem tierischen Groove aufwartet. Und "Mr. D." brennt gleich ein gewaltiges Gitarrensolo ab. Klasse Slide-Fills, zündende Lead Gitarre und saustarkes Harpspiel bilden den musikalischen Mantel des erneut wunderbar groovenden "Right or wrong", das mit einem schönen, kochenden Shuffle Blues-Feeling besticht. Das furiose Harp-/Lead Gitarren-Duell im Break ist ein "Hit". Einfach toll! Im Verlauf der Zeit geht es immer mehr Richtung Süden und die Band scheint sich immer tiefer in den Swamps einzunisten. Brodelnde Slideguitar und dreckige Bluesharp-Klänge rühren mit dem baumstarken "Why are people like that?" die Sümpfe ordentlich auf. Das ist schwüler, dampfender "Voodoo"-/Delta-Bluesrock vom Allerfeinsten. Was für ein Druck! Die Percussion-Grundlage und das Gitarrensolo sind absolut heiss. Nach dem scharfen Funk-Heuler "Je nah say kwah" folgt mit dem treibenden "Sirens in the night" der nächste Boogie, der eine tiefe Spur in den Swamplands des Südens hinterlässt. Erneut hören wir diese wunderbare, sumpfige, dreckige Slidegitarre, eingebunden in einen brodelnden Drive. Oh, und welch eine wundervolle Nummer zelebriert die Band mit der famosen, rootsigen Bluesrock-Ballade "Once had wings". Klingt ein wenig, als stammten die klassischen Bad Company nicht aus dem Vereingten Königreich, sondern aus den tiefsten Swamps des amerikanischen Südens, zumal Steve Marriners vorzüglicher Gesang ein leichtes Paul Rodgers-Timbre nicht leugnen kann. Dazu regieren Slidegitarre und Bluesharp. Das ausgedehnte, ungemein melodische Solo mit dem Bottleneck ist ein Traum. Klasse auch der abgehende Mojo-Bluesrocker "Say what?" und das famose, jammige Instrumental "Swank" (furioses Orgel-Spiel, großartige Gitarrenläufe), das das Album mit ebenso aussergewöhnlicher Qualität abschliesst, wie es begonnen hatte. MonkeyJunk haben in ihrer kanadischen Heimat und den USA schon jede Menge bedeutender Blues-Awards gewonnen, wie etwa den amerikanischen Blues Music Award für "Best New Artist Debut" im Jahre 2010 und den kanadischen Juno Award für "Blues Album Of The Year" im Jahre 2012. Warum das so ist und das diese Preise absolut verdient sind, zeigt ihr grandioses, drittes Album "All frequenzies" in beeindruckender Art und Weise. Nicht nur die Fans von Muddy Waters über Robert Johnson, Sonny Landreth, Little Feat, Gov't Mule bis hin zu den North Mississippi Allstars werden begeistert sein. Diese rootsige, swampige Bluesrock-Vielfalt ist ein "Killer". Der Name der Band stammt übrigens aus einer Aussage des legendären Son House, der einst sagte: "I’m talking about the blues, I ain’t talking ’bout no monkeyjunk". Doch könnte der gute Son House diese Band heute erleben, würde er sehr wohl über MoneyJunk sprechen - und zwar in den höchsten Tönen. "All frequencies" wird auch bei den kommenden Blues-Awards wieder ein ganz heisser Kandiodat sein, da sind wir sicher. Überwältigend!

Das komplette Tracklisting:

1. You Make a Mess - 3:14
2. Right From Wrong - 3:37
3. Why Are People Like That? - 3:59
4. Je Nah Say Kwah - 2:55
5. Sirens In the Night - 3:54
6. Yearnin' For Yesterday - 3:32
7. Once Had Wings - 5:19
8. What I Got To Give - 4:21
9. Say What? - 4:03
10. Swank - 7:13

Art-Nr.: 8335
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
You make a mess
Right from wrong
Why are people like that?
Sirens in the night
Once had wings
What I got to give
Say what?

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Montana Rose - my time [2007]
Montana Rose - welch ein wundervoller Name! Suggeriert dies nicht eine vollkommen lockere, wie ein kristallklares, sich durch die unberührte Natur der Rocky Mountains windendes Bächlein (an den Ufern erblühen die "wilden Rosen" Montana's) dahin fließende, unverfälschte, reine Country- & Westernmusic? Und ob! Entsprechend begeistert wird der anspruchsvolle Countryliebhaber dann auch auf die so natürlichen, puren Klänge von "My time" reagieren, denn was der Bandname verspricht, ist auch tatsächlich "drin". Das sind die pure Faszination und der pure "Spirit" des Westens! Montana Rose nennen ihre Musik "Western Music" oder auch "Authentic American Music"! Das trifft den Kern der Sache haargenau! Doch möchte man es etwas detaillierter beschreiben, so ist es schlichtweg völlig entspannte, von wunderschönen Melodien geprägte, glasklare, genauso simple und herrlich ins Ohr gehende wie auf höchstem musikalischem Niveau vorgetragene, unverfälschte Countrymusic, deren Arrangements vorwiegend von akustischen Instrumenten bestimmt werden. Man könnte es also auch als Acoustic Country bezeichnen, wenngleich der Ausdruck "semi-akustisch" dem Ganzen gerechter würde, da die Songs zusätzlich, und das kommt einfach wunderbar, von Drums, Pedal Steel und unaufdringlichen, aber effektiven E-Gitarren-Klängen begleitet werden. Montana Rose, hierzulande völlig unbekannt, sind alles andere als "Greenhorns" und existieren bereits seit rund 20 Jahren. Der Kern der Band besteht aus Claudia Williams, die eine fantastische Sängerin mit einer wunderschönen, klaren Stimme ist, ihrem Gatten Kenny Williams (Bass) und Gitarrist Mike Beck! "My time" ist bereits ihr achtes Album, auf dem sie von einer Schaar großer Musik-Veteranen begleitet werden. An erster Stelle ist der legendäre Al Perkins (u.a. Flying Burrito Brothers, Chris Hillman) zu nennnen, der mit seinem großartigen Dobro-, Banjo- und Lap Steel-Spiel glänzt. Dazu bereichert zum wiederholten Male Nashville Pedal Steel-Ass Steve Hinson (u.a. Josh Turner, Kenny Chesney, Trace Adkins, Randy Travis, Brenn Hill, Kevin Fowler,...) mit seinem exzellenten Spiel ein Montana Rose-Album, ebenso wie Tim Lorsch an der Fiddle und Mandoline, Boomer Castleman an der Acoustic Gitarre und Drummer Rick Lonow! Wie aus der Liste der Musiker hevorgeht, werden die Lieder hauptsächlich durch solche Instrumente wie Dobro, Steelguitar, Fiddle und Mandoline bestimmt, die dann durch die feinen E-Gitarren-Klänge und Drums ergänzt werden. Ein weiteres Markenzeichen ist die bereits erwähnte, großartige Stimme von Claudia Williams. Alles klingt überaus frisch - es duftet quasi nach "Natur" und ländlichem Flair! Flockig, locker, lässig und recht flott starten Montana Rose den Reigen ihrer 12 herrlichen Nummern (knapp 47 Minuten Gesamtspielzeit) mit dem wunderbar erfrischenden "Don't tell me"! Fiddle (schönes Solo im Break), tolles Dobrospiel von Al Perkins, feine Steelguitar-Klänge und dezente E-Gitarren-Licks bestimmen das Bild und vermitteln ein tolles, überaus authentisches "Western-/Prairie-/Rodeo"-Flair. Faszinierend! Exzellentes Dobro in Verbindung mit sauberen, klaren Acoustic-Gitarren, dezenter Fiddle, feiner E-Gitarre und frischen Mandolinen- und Steelguitar-Ergänzungen prägen die wunderschöne Countryballade "Over you". Claudia's Stimme ist ein Genuß, wie auch das traumhafte Zusammenspiel der großartigen Musiker. Countrymusic kann so natürlich, so locker und unverbraucht klingen! Toll! Wieder ein wenig flotter, aber total locker, mit klasse Fiddle-, Dobro- und Gitarreninstrumentierung geht die Reise durch die Weiten des Westens mit dem prächtigen "Boots" weiter. Das sie auch mal etwas "rockiger" zu Werke gehen können, beweisen sie eindrucksvoll bei dem sehr starken Titelstück "My time". Eine kratzige E-Gitarre vermittelt jede Menge Roots-/Americana-Feeling ala Julie & Buddy Miller. Klasse Melodie, exzellentes Kombinationsspiel von E-Gitarre und Dobro! Nach der feinen Ballade "Smokin' 100's alone" (tolle Mandolinen-Licks, erstklassiges Dobro, wunderbares, sauberes, klares E-Gitarrensolo), präsentieren Montana Rose schließlich auch eine traumhafte, frische Version (herrliche Steelguitar-Begleitung, dezente Banjo-Untermalung) von Townes van Zandt's "I'll be here in the morning", die jedem Countryfreund einmal mehr den "Westernduft" in der Nase spüren lässt! Nicht nur Kollegen und Kolleginnen wie die frühe Emmylou Harris, Brenn Hill, Paul Overstreet, Carl Jackson, The Whites, die frühe, Country-orientierte Nanci Griffith, Joni Harms, eine nicht so bluegrassige Alison Krauss, Irene Kelley oder auch die heutige Patty Loveless könnte man als Vergleichsgrößen nennnen - nein, Montana Rose präsentieren einfach ihre ganz eigene, so wunderschöne, lupenreine, kristallklare, semi-akustische Country & Westernmusic, die in ihrem Sound und in ihren Stories die ganze Pracht des ländlichen Lebens im "Big Sky Country" von Montana widerspiegelt! Einfach wunderbar!

Art-Nr.: 5526
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Don't tell me
Over you
Boots
My time
Smokin' 100's alone
I'll be here in the morning

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Moonshine - same [2014]
Hi Octane Southern Rock Blues! Wow! Das ist mal wieder ein richtiges "Pfund" für die ewig hungrige Southern Rock-Fraktion. Die einschlägigen Medien überschlagen sich mit Lobeshymnen. Vollkommen zu Recht, wie wir meinen. Gemeint ist das aus der zwar kommerziell nie sonderlich erfolgreichen, dafür in Southern Rock-Kreisen umso mehr gefeierten Band Laidlaw hervorgegangene, californische Sextett Moonshine, das auf seinem Debut ein geradezu packendes, furioses, kochendes und druckvolles Gebräu aus allen klassischen Zutaten des zeitlosen, ewig jungen, bluesigen, kraftvoll und hart zelebrierten, straighten, Gitarren-geprägten Southern Rocks anrührt, das den musikalischen Geschmacksnerven der Kenner des Metiers ein wahres Freudenfest bereiten dürfte. Wie gesagt, die Bands Laidlaw und Moonshine sind unmittelbar miteinander verbunden. Laidlaw wurden circa 1990 (so heisst es in der Bandhistorie) von den beiden großartigen Gitarristen Craig DeFalco und dem Slide-Virtuosen Buzzy James in Orange County/Californien gegründet. Allerdings begannen sie damals nicht unter dem Namen Laidlaw, sondern firmierten zunächst als Moonshine. Unter diesem Namen erschien 1998 ein kaum mehr aufzutreibendes, nur in sehr geringen Stückzahlen gepresstes "Mini-Album", das die Band den Fans ausschließlich im Eigenvertrieb zugänglich machte. 1999 schließlich erschien das grandiose Debut "First big picnic" von Laidlaw, in deren Besetzung damals die beiden genannten Gitarristen Craig DeFalco und Buzzy James, sowie Bassist Michael Norton zu finden waren. Und genau die Drei sind heute, gemeinsam mit dem großartigen ex Babylon A.D.-Sänger Derek Davis auch die Eckpfeiler von Moonshine. Es ist also nicht viel mehr passiert, als das sich Laidlaw nun wieder ihren ursprünglichen Namen Moonshine gegeben haben und endlich mit dem "eigentlichen" kompletten Debut am Start sind. Komplettiert wird die Besetzung noch durch Keyboarder Mike Malone und Drummer Brian Fox - allesamt exzellente Musiker. Prinzipiell machen Moonshine musikalisch auch genau dort weiter, wo Laidlaw aufgehört haben, vielleicht ein wenig bluesiger und noch southern-lastiger. Was wir hier vorfinden ist ein ungemein viel Power freisetzendes, packendes, voll im Gitarrensaft der beiden "Gitarreros" stehendes, kochendes; an den typischen American Hard Rock angelehntes Southern Rock-Album, das seine Einflüsse aus der Synthese solcher Bands wie Lynyrd Skynyrd, The Allman Brothers Band, Molly Hatchet, 38 Special, Aerosmith und vielleicht auch ein wenig Cinderella zieht. Das Hard Rock-Flavour ist allgegenwärtig, aber auch die Spuren des Blues, doch das Fundament dieser Musik ist eindeutig der klassische Southern Rock. Fetzige Boogies, straighte, krachende Riff-Rocker, Slide-getränkte Swamp-Rocker, kochende Blues-/Southern Rocker, erdige Roadhouse-Knaller und die ein oder andere, traumhaft schöne Südstaaten-Ballade bestimmen das Geschehen. Was die Band diesbezüglich anpackt, sie hat es einfach drauf. Klar bestimmend sind, wie bereits erwähnt, die massive, voll im Saft stehende Gitarrenklänge DeFalco's und James', wobei vor allem letzterer immer wieder mit hinreissenden Slide-Soli glänzt. Aber man hört auch mal ein "verlorenes" Dobro, um anschließend wieder die glühenden Riffs und Lead-Gitarren Defalco's um die Ohren zu bekommen, zuweilen unterlegt, bzw. ergänzt durch adäquate Piano- und Orgel-Klänge. Und ex Babylon A.D.-Mann Derek Davis ist einfach ein erstklassiger, handfester Rock-Shouter, der mit seinem durchaus Whiskey-getränkten Organ auch bestens ins Southern Rock-Geschäft passt. Los get's gleich mit einer absoluten Hammer-Nummer: "Mississippi Delta Blues" ist ein wie die sprichwörtliche "Sau" abgehender, von lichterloh brennender Slidegitarre und hämmerndem Piano durchzogener, fulminanter Power Southern-/Blues-Boogie, der sowohl die Band als auch den Zuhörer unmittelbar in Höchststimmung und auf eine amtliche Betriebstemperatur bringt. Was für ein Feger! Es ist angerichtet! Das anschließende "Warm beer catfish stew" macht auf dem selben Level weiter und klingt, als hätten sich die frühen Aerosmith in den Sümpfen von Louisiana verirrt. Drückender, toller Groove und starke Gitarren überall. Dann werden die Power und das Tempo verübergehend mal ein wenig zurückgenommen, ohne das das Feuer auch nur im geringsten nachlässt. Die hinreissende Southern Rock-Ballade "The devil's road" steht auf dem Programm. Die Nummer kommt in allerbester Lynyrd Skynyrd "Tuesday's gone"-Manier, beginnt relativ verhalten, wird dann aber immer kraftvoller. Akustische Gitarre, ein einsames Dobro, leichte Klavierklänge, schließlich herrlich fette E-Gitarren, eine satte Orgel-Untermalung und eine wundervolle Melodie bestimmen das Bild. Höhepunkt ist ein ausgedehntes, wunderschönes, genauso eingängig wie satt gespieltes, ausgiebiges Slide-Solo von Buzzy James. Allein schon diese 3 ersten Stücke machen das Album zu einem absoluten Genre-Highlight. Aber es geht ohne jeden Ausfall bis zum Ende so weiter (sehr "geil" auch die einzige Coverversion des Albums, John Fogerty's "Fortunate son", ebenfalls mit brillanter Slide-Einlage), bis das Werk schließlich mit dem krachenden Hard Southern Rocker "The American train" genauso stark endet, wie es begonnen hatte. Keine Frage, Southern Rock erlebt n unseren Tagen ein Revival, wie man es kaum noch für möglich gehalten hätte - und Moonshine sind mitten drin. Southern Rock lebt! Ein super Album!

Sehr interessant im übrigen, wie die Band sich selbst, ihre Musik und ihr Album, unter Einbeziehung aller Songtitel, in Worte fasst. "The story of Moonshine: Down by the levy, where you can still hear the “Mississippi Delta Blues” screaming through the black water swamps, there’s a band named Moonshine. Southern Rock Blues is the music they play and they’ve burned many a mile on the “Devils Road.” The long endless nights spent in dank motels and biker bars with only the comfort of “Warm Beer and Catfish Stew”.Of this six-member band of wandering brothers, not one can be called a “Fortunate Son”.And many a times they’ve played their “Last Song” in a hot tin-roofed juke-joint to a sweat soaked packed house. The crowd dancing and drinking a secret recipe of their very own corn whisky that some call “Mamas Kitchen Brew”.It’s “Southern Blood” that runs deep through the veins of these boys, and when they rip through one of their songs like ”Turn Me Around”, the blistering bottle-neck slide guitar, hellcat harmonica, piano, drums, bass and firey vocals all come together in a electrifying and powerhouse sound of hi-octane fervor and colorful story telling. The blues has not, and will not ever “Fade Away” if this band has its say. So punch your ticket and take ride on “The American Train” and groove to the music of the band “Moonshine”.

Das komplette Tracklisting:

1. Mississippie Delta Blues - 4.08
2. Warm Beer Catfish Stew - 4.29
3. The Devil’s Road - 6.12
4. Fortunate Son - 3.48
5. The Last Song - 4.54
6. Mams Kitchen Brew - 4.31
7. Southern Blood - 5.19
8. Turn Me Around - 5.08
9. Fade Away - 5.55
10. The American Train - 4.17

Art-Nr.: 8662
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Mississippi Delta Blues
Warm beer catfish stew
The devil's road
Fortunate son
The last song
Southern blood
Turn me around
The American train

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Moorer, Allison - getting somewhere [2006]
Neues Pracht-Album der aus Frankenville/Southern Alabama stammenden Allison Moorer, deren kürzliche Heirat mit Steve Earle ihren musikalischen Emanzipierungsprozess, wie es scheint, noch einmal nachhaltig inspiriert hat. Schon auf ihren letzten Werken, vor allem auf dem 2004er "The duel" ging es eindeutig in Richtung raue, erdige Roots-/Americana-Musik, und diese Tendenz setzt sich klar fort! Dem Nashville-Country ihrer, zugegebenermaßen auch sehr starken, Anfangsalben sagt sie nunmehr vollkommen adé! Dafür wirkt sie heute freier, vielseitiger, experimentierfreudiger, variabler, ja irgendwie auch frischer als je zuvor und beschert uns auf "Getting somewhere" eine höchst gekonnte, versierte und niveauvolle Ansammlung von 10 Eigenkompositionen (erstmals hat sie sämtliche Songs eines Albums komplett alleine geschrieben) allerbester Rootsrock-/-Pop-/Americana-Musik mit einem dezenten Alternate Country-Einschlag, aber auch, zumindest bei einigen Nummern, einem gepflegten Sixties-/Retro-Garage-Bands- /Grunge-/Folkrock- Touch! Sie bekommt diese verschiedenen Einflüse großartig unter einen Hut! Die Songs sind sehr kompakt, sehr "catchy", wie der Amerikaner das nennt, und der vorwiegend aus herrlich kratzigen, rotzigen E-Gitarren bestehende, recht rockige Sound ist wunderbar dreckig, trocken und rau in Szene gesetzt worden. Produziert hat, na klar, Neu-Gatte Steve Earle! Das passt, denn wie gesagt, dessen Inspiration ist unverkennbar! Unterstützt hat sie eine erstklassige Clique von grandiosen Roots-/Americana-Musikern, wie u.a. der fantastische Brady Blade an den Drums (u.a. Steve Earle, Jewel, Buddy Miller, Emmylou Harris), natürlich Steve Earle selbst (Gitarre, Background Gesang), Doug Lancio (Gitarre) und Brad Jones am Bass! Das Album startet mit dem tollen "Work to do", bei dem Allison gleich überaus eindrucksvoll eine wunderbare Balance zwischen straightem, dreckigem Rootsrock und lässischem, Sixties-infused Pop-Rock der Marke früher Bangles oder gar Go-Go's schafft. Klasse dabei die rauen E-Gitarren, ähnlich wie man sie von den letzten Steve Earle-Alben kennt, und die hervorragende Melodie! Weiter geht's mit der flotten, schwungvollen, sehr rootsig gestalteten, in einem prima Gitarrengewand arrangierten Americana Pop-Nummer "You'll never know", gefolgt von der voller Gefühl, Herz und viel Southern Soul steckenden, spirituellen Roots-Ballade "Hallelujah" und der leicht wavigen, flotten Retro Roots-Rock-Pop-Nummer "Fairweather", mit ihrer gelungenen Melodie und den schön dreckig und rotzig gespielten E-Gitarren! Dann die saustarke, raue, kratzig trockene, von satten "Crazy Horse"-like Gitarren begleitete, kraftvolle Rootsrock-Ballade "New years day" (tolles, würziges, "roughes" Gitarrensolo), die wieder einmal Moorer's bakannte Liebe zu der Musik Neil Young's assoziiert. Sehr stark auch das gefühlvolle, entspannte Alternate Country-Stück "Where you are", der wunderbar simple, straighte, aber sehr effektiv und knackig inszenierte (die Riffs erinnern ein wenig an das legendäre "Wild thing"), von trockenen, rotzigen Licks geprägte Rootsrock-/Pop-Knüller "Take it so hard", der sicher auch einer kantigeren Sheryl Crow gut zu Gesicht stünde, das flotte Sixties-rooted "If it's just for today", wie auch der großartige, sehr ambitionierte Abschluß mit dem etwas folkig angehauchten, von tollen, rauen E-Gitarren und einem klasse Schlagzeug-Groove begleiteten, prächtigen, staubigen Rootsrocker "Getting somewhere"! Leider ist das Album mit nur 31 Minuten Spielzeit eigentlich viel zu kurz geraten, doch dafür gibt es absolut nichts zu bemängeln! Kein musikalischer Makel, keine Schwachstelle, ein schönes 12-seitiges Cover-Booklet mit allen Texten... - also: Haken dran, verziehen! (Was nützt schon halbherziges und "halbgares" Füllmaterial!) Mit diesem kleinen Meisterwerk gelingt es Allison Moorer (einfach großartig, dieser "southern accent" in ihrer Stimme) ihre eh schon überaus bedeutende Stellung unter den großen Rootsrock-/Americana-Damen weiter zu festigen! Dafür erhält sie unseren uneingeschränkten Beifall! Toll!

Art-Nr.: 4189
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Work to do
New years day
Take it so hard
If it's just for today
Getting somewhere

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Moorman Group, Sonny - lucky 13 [2014]
Die Sonny Moorman Group um den aus Cincinnati stammenden Meistergitarristen Sonny Moorman gilt unter den Fachleuten als eine der versiertesten Bluerock-Bands der USA, gleichzeitig aber auch, vor allem hierzulande, als eines der ewigen "best kept secrets" der Szene. Was ist das für eine großartige Formation! Die Truppe gilt nicht nur unter den Bluesrock-Enthusiasten als eine der heissesten Szene-Acts, auch unter den Southern Rock-Freunden geniessen sie mit ihrer unverblümten Nähe zur Musik des Südens eine immens hohe Reputation. Das verwundert wenig, denn neben Freddie King, Lonnie Mack, Jimi Hendrix, Eric Clapton, Rory Gallagher und Stevie Ray Vaughan, gehört vor allen Dingen der legendäre Gitarrist der The Allman Brothers Band, Duane Allman, zu Moorman's größten Einflüssen. So spielte er bei dem 2012er GABBA Fest, dem alljährlichen Festival der Georgia Allman Brothers Band Association, bei dem die Sonny Moorman Band als Headliner auftrat, sogar Duane Allman's Gitarre. Auch mit Warren Haynes (Gov't Mule) wird Moorman's Spiel des öfteren verglichen. Wen immer man als Einfluss oder Vergleich heranzieht, Moorman ist ein begnadeter Gitarrist (und toller Sänger), der es locker mit allen aufnehmen kann. Trotz seiner zentralen Bedeutung für die Band, stellt er sich niemals durch allzu "aufgeblasenes Gefrickel" in den Mittelpunkt. Nein, er versteht sich als Teil eines Kollektivs und besticht vielmehr mit hinreissenden, auf den Punkt gebrachten Riffs, Licks und Soli, die seine große Virtuosotät und leidenschaftliche Spielfreude unterstreichen. Dabei wird er immer wieder von dem ebenfalls klasse aufspielenden Organisten Mike Sonderman unterstützt. Komplettiert wird das famose Quartett durch Moorman's langjährige Begleiter Chris Perreault am Bass und Dave Fair an den Drums. Alle vier sind großartige Musiker. Das neue Album der Band steckt voller exzellenter Songs. Das Material hat keinerlei Schwachstellen. Obwohl die Truppe zumeist sehr jammig agiert, mit herrlichen Grooves und teilweise ausgedehnten Gitarrensoli, sind die Songs bestens strukturiert und stecken voller wunderbarer Melodien. Die Jungs haben die große Spielfreude und den wunderbaren Spirit ihrer exzellenten Live-Shows (so waren die letzten drei Veröffentlichunger der Sonny Moorman Band allesamt Konzertmitschnitte) nahezu perfekt ins Studio transportiert. Das Album startet mit dem prächtigen, Slide-getränkten (auch die Slideguitar bedient der Meister nach allen Regeln der Kunst), gut abgehenden, von einem tollen Allmans-Flair durchzogenen, southern-rockin' Blues-Boogie "Ol' gunslinger". Startet zunächst mit einem Acoustic Slide-Intro, ehe die elektrische ausgepackt wird und es gewaltig brodelt. Tolle Orgel-Fills und Moorman's exzellenter, dezent angerauter Gesang runden das Bild ab. Feurige, swampige Wah Wah-Riffs, erstklassige Orgel-Ergänzungen, eine wunderbare Melodie und erneut ein bestechendes Southern Rock-Esprit bestimmen den herrlich knackig groovenden, bluesigen Rocker "Deal with the devil". Moorman zieht im Verlauf des Songs zwei von immenser Virtuosität geprägte, genauso locker wie kraftvoll gespielte, zündende Gitarrensoli auf. Eine absolute "Hammer"-Nummer, deren großes Jamrock-Flair live sicher mit den entsprechenden Gitarrenausflügen voll und ganz ausgelebt wird. Eine gesangliche Nähe von Moorman zu Gregg Allman ist ebenfalls erkannbar. Das anschließende "You quit me, Baby" ist ein seeliger, voller Emotionalität vorgetragener Slow-Blues, garniert mit einem glühenden, über 2-minütigen, packenden Gitarrensolo des Meisters. Was für eine Hingabe! Saustark auch die liebevolle, erneut wunderbar jammige Hommage an die Stadt "Macon" im US-Bundesstaat Georgia. Toll hier der lockere, überaus authentische "early The Allman Brothers Band"-Groove und die entsprechenden Lead Gitarren-Läufe von Sonny. Klasse auch die von kochender Slide begleitete Coverversion des Savoy Brown-Klassikers "Tell Mama". Als Bonustrack beinhaltet das Album noch eine kochende, großartige Live-Version des unverwüstlichen ABB-Standards "Statesboro Blues". Ausser den beiden letztgenannten Stücken, stammen alle Songs aus der Feder der Sonny Moorman Band, oft gemeinsam von allen 4 Mitgliedern komponiert. "Lucky 13" (nocht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Chris Duarte Group-Album) ist ein bärenstarkes Album einer bärenstarken Band. Sowohl die Bluesrock-, als auch die Southern Rock-Fraktion werden ihre helle Freude haben - und die Gitarrenenthusiasten sowieso. Ein wirklich beeindruckende Vorstellung in Sachen Southern Bluesrock!

Das komplette Tracklisting:

1. Ol' Gunslinger - 3:55
2. Deal With the Devil - 5:05
3. You Quit On Me, Baby - 6:21
4. Go - 5:56
5. Macon - 4:22
6. Winter - 4:19
7. I Am - 4:07
8. Half the Money - 4:18
9. Tore Up - 3:50
10. Cherokee Rose - 3:51
11. Tell Mama - 7:32
12. Take the Motorway - 4:00
13. Statesboro Blues - 5:47

Art-Nr.: 8685
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Ol' gunslinger
Deal with the devil
You quit on me, Baby
Macon
Winter
Cherokee Rose
Tell Mama

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Morrison Band, Sam - dig it or don't [2011]
“100 Proof Southern Rock"! Jawohl, das ist es, was sie spielen. Die Sam Morrison Band kommt zwar aus dem californischen Fullerton, doch musikalisch galoppieren sie mit wehenden Fahnen und stolz geschwellter Brust durch den amerikanischen Süden. Und das Southern Rock-Feuer brennt! Natürlich erfinden auch sie das Rad nicht neu, verarbeiten vorwiegend und eutlich hörbar die Einflüsse nahezu aller großen Southern-Helden wie Molly Hatchet, Lynyrd Skynyrd, 38 Special, den Outlaws, Henry Paul Band, Doc Holliday, The Allman Brothers Band und wie sie alle heissen, doch es ist eine wahre Wonne zu hören, mit welcher Leidenschaft und mit wieviel Herzblut Morrison und seine Truppe das Erbe ihrer Idole, jegliche musikalischen Trends der Neuzeit ignorierend, antreten - und zwar im klassischten Sinne des Southern Rocks. Kompetent, authentisch und mit allem was dazu gehört. Inklusive zweier Background-Sängerinnen tritt die Sam Morrison Band in einer üppigen, 8-köpfigen Besetzung an, inklusiver dreier erstklassiger Gitarristen. Und was so eine fette 3 Gitarren Southern Rock-Band verspricht, halten sie dann auch. Großartige, massive, wunderbar transparente, erdige Riffs, zündende Gitarrensoli noch und nöcher, flammende Mehrgitarren-Attacken, herrliche Twin-Passagen, glühende Slide-Fills - die Gitarreros bestimmen eindeutig das Bild. Prächtig dazu passt Morrison's kerniger, kraftvoller Lead-Gesang, der nicht selten einen gewissen Skynyrd'schen van Zant-Vibe offenbart. Schon der Opener, das baumstarke "Rattlesnake stew", lässt das Herz eine jeden Southern Rock-Fans höher schlagen: Ein mächtiges, Genre-typisches, fettes Riff-Feuerwerk und treibende Rhythmen peitschen diesen von fulminanten Gitarren dominierten Molly Hatchet-mässigen "Killer"-Song. nach vorn. Die Retro-Reise in klassische, schnörkellose Southern Rock-Gefilde ist eröffnet. Und so folgen eine klasse Nummer nach der nächsten: Ob das großartige Titelstück "Dig it or don't", ein gut abgehender, bluesig angehauchter Southern-Boogie mit einem tollen Gitarren-Drive, der seinen Höhepunkt in einem zümdemdem Lead Gitarren-Schlagabtausch der Saitenkünstler findet, die beiden an große Skynyrd-Balladen erinnernden, getrageneren Tracks "Whiskey" und "Almost home", der powernde, aus allen Rohren feuernde Southern Rocker "Gunsmoke" mit seiner herzhaften, knackig auf den Punkt gebrachten "Dual Guitar"-Attacke im Break, inklusive wunderbarer Twin-Leads, die uns gegen Ende des Songs ein zweites Mal erfreuen, oder auch das typisch southern-patriotische Heldenopus "Peacekeepers", das uns in der zweiten Hälfte schließlich mit der obligatorischen (2 1/2-minütigen) Gitarrenschlacht ala "Green grass and high tides" / "Freebird" beglückt, hier wirklich ganz klassisch und sehr gekonnt in Szene gesetzt. "Peacekeeper" ist übrigens eins von zwei Stücken, die auch schon auf dem Debut der Sam Morrison Band zu finden waren. "Dig it or don't" ist bereits deren zweites Werk. Möge es bitte nur nicht ihr letztes sein, denn diese Burschen spielen genau die "Mugge", die das ewig hungrige Southern Rock-Herz der Fans begehrt. Der Sound ist ebenfalls klasse. Die Gitarren klingen wunderbar "saftig" und der "smell of the south" kommt aus allen Poren. Allerbester Stoff, der in jede ernstzunehmende Southern Rock-Sammlung gehört! Es ist ein ziemlich "abgedroschenes" und oft bemühtes Zitat von Charlie Daniels, aber hier trifft es einfach mal wieder zu: "The south has done it again"!

Das komplette Tracklisting:

1. Rattlesnake Stew 3:39
2. Dig It Or Don't 3:10
3. Celebrate 3:08
4. Whiskey 3:33
5. Gunsmoke 4:27
6. Almost Home 4:44
7. Say Your Prayers 3:49
8. Somebody's Daughter 4:09
9. You Bet 4:26
10. I Gotta Ride 3:08
11. Peacekeepers 5:36
12. Amazing Grace 3:14

Art-Nr.: 7461
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

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Rattlesnake stew
Dig it or don't
Whiskey
Gunsmoke
Almost home
You bet
Peacekeepers

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Morrison-Williams - same [2005]
Hinter dem Duo Morrison-Williams verbergen sich zwei Musiker namens Shane Morrison und Clint Williams, mit deren Namen Musikinsider eine seinerzeit durchaus beliebte New Country-Band namens "Perfect Stranger" (Shane Morrison, Richard Raines, Steve Murray gefolgt in der Endphase von Clint Williams) in Verbindung bringen werden, die 1995 einen Major-Label-Vertrag besaßen und auch eine recht erfolgreiches Werk namens "You Have The Right To Remain Silent" herausbrachten, mit dem sie sich immerhin fast vierzig Wochen in den Billboard Country-Charts behaupten konnten. Shane, damals Zeit Bassist in o.a. Band und Clint lernten sich in einem Plattenladen in Texas kennen und begannen Songs für weitere Perfect Stranger-Produktionen zu komponieren, die jedoch nie auf einen Silberling landeten. Doch Gott sei Dank konnten sie nun auf Umwegen bei diesem Projekt verwirklicht werden konnten. Das kleine Indie-Label Palo Duro Records spielte hier das Zünglein an der Waage und sicherte sich die Dienste zweier enorm talentierter Musiker und Songwriter. Eine mehr als gute Wahl!
Und die Burschen bedanken sich mit zwölf radiofreundlichen, oft balladenhaften, aber dennoch knackigen Songs, die sich durchgehend auf einem anspruchsvollen Niveau bewegen. Fast jedes Stück hat Single-Charakter! Ihren Musikstil zu klassifizieren, ist dennoch nicht allzu einfach, auch wenn die Produktion in Nashville getätigt wurde. "Progressive Country mit Texas Spirit" umschreibt das Ganze vielleicht am besten. Hier wird (New-)Country mit Pop-, Rock-, ja zum Teil AOR/Melodic-Rock-, Southern- und Texas-Roots-Elementen wunderbar in Einklang gebracht, wobei äußerst melodische Songstrukturen immer das Grundgerüst darstellen. Dank der tollen Harmoniegesänge werden manchmal gar Erinnerungen an Restless Heart wach! Circa dreiviertel der Stücke bohren sich bereits nach dem ersten Hörgang in das Langzeitgedächtnis und laden zum Nachsingen der Refrains ein. Die erste Single heißt "My Girl Friday" und eröffnet den Reigen der folgenden Klassenummern. Ein lockeres, flüssiges, sehr melodisches, von sanften, kaum spürbaren B3-Tönen und einen flotten Akustikgitarrenrhythmus unterlegtes, "leichtes" Lied mit recht trockenen E-Gitarren-Fills, das allerdings eine recht ernste Message verbreitet. Thematisch ein sogenannter "Cheatin’-Song": Ein Mann beginnt eine Affaire mit einer Frau, die seitens ihres Ehemanns misshandelt wurde. Will sagen, behandele deine Frau gut, dann hat sie keinen Grund dich zu verlassen! "Good Day To Die (The Alamo Song)" war ein weiterer Auslöser, die Kooperation Morrison-Williams in Eigenregie fortzuführen. Das Stück war für den Soundtrack zum Film "The Alamo" aus dem Jahr 2004 geplant, wurde jedoch von den Produzenten zugunsten eines rein instrumentalen Werkes gekappt. Dabei steckt dieses großartige Stück voller texanischem, atmosphärischem Country-Western-Outlaw-Flair, inklusiv fantastischer kratziger Mandoline, Banjountermalung, Dobroeinlagen und einem krachenden E-Gitarren-Solo. Ohne Zweifel ein Highlight dieses Albums! Die folgende Ballade "Beautiful Regret" würde ohne seine Steeleinlagen problemlos
ins Hit-Repertoire eines Bryan Adams passen. Das folgende "Take Me As I Am" erinnert ein wenig an den Stil der Warren Brothers; ein kraftvoll gesungener Refrain, sowie locker miteinender harmonierende Akustik- und E-Gitarren, und als Bonbon eine tolles Southern-E-Solo Marke Allman Brothers, mit kurzzeitigen Double-Leads! Zwei Stücke, die ein wenig aus der Art schlagen, was allerdings überhaupt nicht negativ gemeint ist, sind "Preacher Michael" und "Lovin’ You Is Tough". Beim Erstgenannten variiert Williams seine Stimme gar ein wenig in Richtung eines country-infizierten Chris Thompson (Manfred Mann's Earth Band), in Kombination mit Eagles-ähnlichen Harmonien, beim zweites gibt es schon fast Tendenzen in die AOR-Sparte. Den Abschluss bildet ein starkes Remake von Dr. Hook’s Riesen-Hit "Cover Of The Rolling Stones", was auf eine Kindheitserinnerung von Clint Williams zurückzuführen ist. Laut eigener Aussage trällerte er dieses Stück schon in jüngsten Jahren lauthals nach, wann immer es in seines Daddy's Truck im Radio lief. Alles in allem ein wunderbar in sich stimmiges, harmonisches, leicht AOR-orientiertes, New Country-Pop/-Rock-Werk, das durch seine kraftvolle Präsentation und eine hervorragende Melodik besticht. Morrison-Williams lassen die einstigen Perfect-Stranger-Tage locker in Vergessenheit geraten. Fortsetzung erwünscht! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 3318
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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My girl Friday
Take me as I am
Me again
Preacher Michael
Wonderful

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Mother Hips, The - chronicle man [2014]
Eine der unter Kritikern und Fans gleichermassen anerkanntesten und gefeiertsten Bands des California Rock-/ Roots-/ Jamrock-Circuits, die grandiosen Mother Hips, präsentieren mit "Chronicle man" eine bärenstarke, neue Veröffentlichung von Material, das sie ursprünglich bereits in der Zeit zwischen 1994 und 1997 aufgenommen hatten, das für dieses Album aber noch einmal neu von den Original Analog 2-Inch Mastertapes abgemischt und remastert wurde. Die voller Retro Hippie-Mentalität steckende Truppe aus San Francisco, deren so herrlich unbeschwerter Bay Area-Rock (man bezeichnet die "Hips" oft als die Erfinder des "California Soul") irgednwo zwischen Neil Young, Widespread Panic, Grateful Dead, The Black Crowes, Buffalo Springfield und Konsorten angesiedelt zu sein scheint, dennoch völlig eigenständig ist, infiltrieren ihren Sound mit jeder Menge kraftvoller Roots- und bluesiger Jamrock-Elemente, einem Hauch von Psychedelic und auch mal mit einem gewissen Southern-Flair, spielen aber andererseits auch immer wieder mit dieser unvergleichlichen "Dead"-schen Leichtigkeit und dieser typischen Westcoast-Frische. Am Anfang ihrer nun schon rund 20-jährigen Karriere (ihr Debutalbum von 1993 , "Back to the grotto" ist heute noch "Kult"), hatte die Band gleich eine immens kreative Phase, in der die Songs nur so in Scharen entstanden. Absolute Hochkaräter wurden kreiert, die trotz ihrer herausragenden Qualität in den Archiven verschwanden, weil sie es infolge der Menge des kreativen Outputs einfach nicht mehr auf die ersten 3 Alben der Band schafften, es sei denn man hätte Doppelalben veröffentlicht. Aber das wollte man dann damals auch nicht. Nun hat man sich aber mit dem eigenen "Mother Hips Archivist" David Dolger Schwartz zusammengesetzt, sich akribisch das alte Material vorgenommen, und dazu entschlossen, eine handverslesene Auswahl dieser alten "Perlen" doch noch zu veröffentlichen. "Chronicle man" ist das Resultat - und es ist Mother Hips-Musik vom Allerfeinsten. 7 der 11 Songs stammen aus den Sessions des zweiten Albums der "Hips" von 1995, "Part-timer goes full", 2 aus denen des dritten Werkes, "Shootout", ergänzt um zwei weitere, erstklassige Demos. "Desert song" beispielsweise ist ein wunderbar lockerer, flockiger Rootsrocker mit diesem unvergleichlichen, sonnigen, californischen Rhythmus, wie ihn vornehmlich die "Bay Area"-Bands in der Lage sind zu fabrizieren. Man spürt sofort ein zwangloses Jam-Feeling. Starke Percussion, großartige Gitarren (klasse Solo) und eine prächtig integrierte Hammond Orgel bestimmen das Geschehen. Toll auch der von ungemein rauen E-Gitarren umgebene Rootsrocker "El Pancho Villa", der darüber hinaus aber von wunderbarem Harmoniegesang, einem leicht psychedelischen Ambiente und einer klasse Melodie bestimmt wird. Zum Ende gibt's erneut ein saustarkes Gitarren-Solo. Das phänomenale "Loup Garou" startet als ein kraftvoller Sixties Psychedelic-Jamrocker (tolle, zerrige Gitarren-Licks), um zwischendurch jedoch in einen straighteren Rhythmus zu wechseln, so dass die Nummer plötzlich klingt, als entstamme sie einer gemeinsamen Jam-Session mit den The Black Crowes. Und der fette, großartige Blues-/Jamrocker "Headache to headache" mit seinen fulminanten, massiven Gitarren passt gar in das klassische Anfoderungsprofil von Warren Haynes' Gov't Mule. Ebenso verhält es sich mit dem gut 7-minütigen, packenden, krachenden Gitarren-Jamrocker "Rich little girl", der irgendwo im Grenzgebiet zwischen den Black Crowes und dem soeben schon erwähnten "Maultier" sein "Unwesen " treibt. Irre starkes, sehr intensives, ausgedehntes, raues, licheterloh brennendes, effektvolles Gitarrenjamming am Ende der Nummer. Unglaublich, dass diese Songs für die Fans bislang noch nicht zugänglich waren. Wer weiss, was sonst noch so in den Archiven der "Hips" schlummert. "Chronicle man" ist auf jeden Fall der beeindruckende Nachweis dafür, über welch verdammt starke Songs die Band noch verfügt. Das ist "Early Mother Hips at their very best"!

Das komplette Tracklisting:

1. Desert Song - 3:23
2. El Pancho Villa - 3:50
3. You Can't Win - 3:10
4. St. Andrew - 4:13
5. Loup Garou - 4:14
6. Desert Moon - 1:21
7. Headache to Headache - 4:33
8. The Flood - 5:13
9. Chronicle Man - 2:54
10. Barefoot Sea Chantey - 2:15
11. Rich Little Girl - 7:20

Art-Nr.: 8676
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Desert song
El Pancho Villa
You can't win
Loup Garou
Headache to headache
The flood
Rich little girl

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Mulholland Band, Luke - further [2008]
Rar! Schwer erhältliches Debut der fantastischen Luke Mulholland Band! Als wir vor einiger Zeit das zweite Album der Truppe um den jungen "Wunderknaben" aus Bosten/Massachusetts, "Midnight carnival" in unser Programm aufnahmen, war die Resonanz sensationell. Ihr packender, jammiger, Blues- und Psychedelic-inspired Classic-Rock kam bei unseren Kunden dermassen gut an, dass sofort massive Nachfragen nach dem Debut der Band aufkamen. Es hat zwar etwas gedauert, doch wir haben tatsächlich noch einige Exemplare des 2008 erschienenen Werkes "Further" auftreiben können. Und Leute, es hat sich gelohnt, denn auch das Debut der Jungs ist, obwohl nur 8 Songs mit rund 31 1/2 Minuten Spielzeit umfassend, schlichtweg ein Knüller! Ein Bluesrock-Killerteil mit einer gepflegten Jamrock-Neigung. Ja, "Further" ist deutlicher bluesrockiger ausgerichtet als "Midnight carnival", was aber der Klasse keinen Abbruch tut. Luke Mulholland ist ein Ausnahmetalent. Er war, als das Debut erschien, gerade mal 19 Jahre alt. Doch Mulholland hat sich seiner Musik mit Herz und Seele verschrieben. Er spielt auf, als sei er ein mit allen Wassern gewaschener alter Hase, angetrieben vom ewigen Hunger nach seiner geliebten Musik. Er ist ein großartiger, bereits ungemein reifer Songwriter, ein bravouröser Sänger mit einer dem Genre entsprechenden, rauen, erdigen, kraftvollen, Whiskey-resistenten Stimme, hinter der man eher einen 30 Jahre älteren Frontmann vermuten würde, und er ist ein fantastischer Gitarrist. Bereits im zarten Alter von 10 Jahren griff er zur Gitarre, entdeckte solche Rock-Legenden wie Led Zeppelin, die Doors und Jimi Hendrix und begann deren Soli nachzuspielen. Sein Vater unterstützte ihn dabei sehr. Eines der ersten Stücke, die er vor Publikum präsentierte, war J. J. Cale's "Cocaine". Dann entwickelte sich alles sehr schnell. Schon im mittleren Teen-Alter hatte er regelmässige Auftritte. Sein riesiges Talent an der Gitarre wurde über die lokalen Grenzen hinaus bekannt. Er lernte Leute wie Richie Sambora und Jeff Healey kennen, die von ihm begeistert waren und ihn kräftig unterstützen. Schnell ergaben sich Gigs als Opener für solche Bands wie The Marshall ucker Band, The Allman Brothers Band, Mountain und andere. Heute stehen bereits komplette, gemeinsame Tourneen mit solchen Größen wie beispielsweise Blues Traveler und Dickey Betts & Great Southern zu Buche. Vor allem mit Dickey Betts jammte er während dieser Tour immer wieder ausgiebig. Die Songs von "Further", übrigens alle von Mulholland komponiert, sind ausnahmslos exzellent strukturiert und bleiben klasse hängen. Dazu kommen sie in einem toll produzierten, ungemein kraft- und druckvollen, satten, saftigen Sound. Schön auch, wie gesagt, das allgegenwärtige Jamflair und die stets hervorragende Melodik. Es passt alles zusammen! Nach dem wunderbaren, schön fetten Instrumental-Intro "Go" (tierischer Orgel-Background und bäriges Wah Wah Lead-Gitarren-Spiel) startet die Band dann mit dem straighten, krachenden Hammer-Bluesrocker "Cold night" mit Vollgas durch. Die geradeaus nach vorn gehenden Drums geben einen forschen Powerrhythmus vor, doch nach ein paar Minuten gibt's im Break einen klasse Tempowechsel, hin zu einem wunderbar erdigen, getragenen Blues-Feeling, gipfelnd in einem brennenden, satten, großartigen E-Gitarren-Solo des Meisters. Packend! Da hört man Spuren von Hendrix, den Buddaheads, Mato Nanji's Indigenous und Gov't Mule. Das folgende, leicht Stevie Ray Vaughan-beeinflusste "Rambling on my mind" ist der nächste Knüller: Ein herrlich groovender, von tollem Slide-Spiel Mulholland's kraftvoll und "fleischig" in Szene gesetzter Midtempo-Bluesrocker vom Allerfeinsten. Das Slide-Solo des Bandleaders ist einfach klasse, wie auch sein Gesang und die prächtig hängen bleibende Struktur des Songs. Hat zudem ein schönes Southern-/Jam-Flair. Das großartige Titelstück, der Monster-Bluesrocker "Further", wird von mächtig schweren Riffs und zündenden Slide- und Lead Gitarren-Linien bestimmt, während das starke, leicht funky groovende "Caught up in a dreram" etwas von Hendrix, von Led Zeppelin und einen Hauch von Free aufweist. Das abschliessende "Drowning" hingegen besticht mit lockerem Doobie Brothers-Feeling (schönes Zusammenspiel von akustischen und elektrischen Gitarren), wirkt aber dennooch sehr kraftvoll. Welchen Song man auch herasupickt, sie sind alle saustark! Was wir schon bei der Rezension zu "Midnight carnival" gesagt haben, trifft auch hier uneingeschränkt zu: Das sind die Bands, die die Rock-Welt braucht. Long live the Luke Mulholland Band...

Das komplette Tracklisting:

1. Go (1.58)
2. Cold Night (4.11)
3. Rambling On My Mind (3.45)
4. My Angel (3.32)
5. Further (4.48)
6. The Last Verse (5.28)
7. Caught Up In A Dream (3.30)
8. Drowning (4.12)

Art-Nr.: 7600
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 9,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Go
Cold night
Rambling on my mind
Further
Caught up in a dream
Drowning

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My Morning Jacket - okonokos ~ live concert film ~ dvd [2006]
Parallele DVD-Veröffentlichung zur gerade erschienenen Live Doppel-CD! Eine der ambitioniertesten, talentiertesten und faszinierendsten, jungen U.S.-Bands der heutigen Zeit begeistern uns nach nunmehr 4 hervorragenden Studio-Alben mit einer geradezu famosen Live-Veröffentlichung, hier als grandios in Szene gesetzte DVD! My Morning Jacket aus Louisville/Kentucky um den charismatischen Frontman, Sänger, Gitarrist und Songwriter Jim James, diese live immer so wunderbar ihre langen Mähnen schwingenden, unbekümmert wie hochklassig aufspielenden Burschen, im weitesten Sinne der Jamrock-Bewegung zuzuordnen, entfachen auf der Bühne die pure Magie! Einzigartiger, unwiderstehlicher "southern-tinged Rock'n Roll" mit traumwandlersich sicher zwischen Retro und Moderne hin und her balancierenden Roots- und Countryrock-Elementen, dessen epische Soundsphären von diesem herrlichen, den Stil der Band so unverwechselbar prägenden Sixties-/Seventies-/Hippie-/Psychedelic-Jam-Feeling durchzogen werden! Mal überaus kraftvoll, laut und dreckig rockend, aber auch mit ruhigen, bedächtigen Momenten, immer knackig und flüssig agierend, die ungezügelte Spielfreude im Blut, bestechen sie darüber hinaus mit einer unglaublichen Melodik. Die Bandbreite der Einflüsse scheint von Lynyrd Skynyrd bis zu den Flaming Lips, und von Gram Parsons bis zu Neil Young und Pink Floyd zu reichen. Eine "verrückte" Kombination, die sie aber voller Hingabe in eine nahezu vollendete Harmonie verwandeln, gleichzeitig aber immer wieder mit losgelösten Instrumental-Passagen/Jammings versehen. Man merkt sofort, was für eine grandiose Live-Band My Morning Jacket sind! Sie explodieren regelrecht auf der Bühne! Die 21 Songs umfassende Setlist von der aktuellen "Z"-Tour ertönt in einem prächtigen, vollmundigen, saftigen Sound aus vielschichtigen, mal filigran eingesetzten, aber überiwegend fett und satt rockenden, herrlichen, herzhaft würzigen E-Gitarren, verziert mit diesen "schwebenden", so markanten, doch niemals zu aufdringlichen Keyboard-Klängen. Dominiert wird das Ganze klar von den Gitarren, und natürlich von Jim James' unvergleichlichem, immer mit einem gewissen Hall unterlegtem, betörendem "howling falsetto"-Gesang, dessen Timbre zuweilen ein wenig an Neil Young erinnert. Großartig, wenn er neben den tollen Melodien, die er singt, mit seinen emotionalen Einsätzen, mal rotzig "kreischend", mal mit harmonischen "Oooohs" und "Aaaahs", mal mit sonstigen "Stimmgeräuschen", die ideale Ergänzung zu den instrumentalen Arrangements der Songs bildet. Es ist nahezu unmöglich einzelne Songs als etwas Besonderes herauszustellen, denn die komplette Setlist ist ein "Hammer"! Ob der von einem markanten Rhythmus aus kantigen Drums und großartigen Keyboard-Fills geprägte, leicht funkige, psychedelische Hippie-Jam-Rocker "Worldless chorus", das von satten E-Gitarren und tollem Drumming angetriebene, dynamische, rauhe, aber dennoch wieder überaus melodische, voller Southern-/Roots-Flair steckende "Gideon", der forsche, von tierischen Gitarrenschlachten geprägte, gleichzeitig sphärig, psychedelische, melodische "New Southern"-Rocker "One big holiday", die über 8-minütige, von James' hypnotischem Gesang eindrucksvoll dargebotene, fantastische Psychedelic-/Roots-/Jam-Ballade "I will sing you songs", deren epische Schönheit am Ende in rauhe, sägenden "Crazy Horse"-like E-Gitarren mündet, das flockige, melodische, wieder voller Southern-Flair steckende "Lowdown", das kochend rockende, von massive Gitarrenattacken geprägte "What a wonderful man", das rhythmische, leicht Reggae-mäßige "Off the record", die entspannte, mit Steeguitar-ähnlichen Klängen durchzogene Americana-/Retro-Country-Nummer "Golden", der über 11-minütige, gar mit einem Saxophon garnierte, jazzige Psychedelic-Jam-Rocker "Dondante", der mit feurigen Gitarren gewürzte, 9 1/2-minütige Southern-Roots-Blues "Run thru" (Jim James verausgabt sich hier völlig, dazu ein mächtig Fahrt aufnehmender Jam-Mittelteil mit einem fast die Bühne in "Schutt und Asche" legenden, verzerrten Gitarren-Gewitter), oder der rotzig dreckige, psychedelische Roots-/"New Southern"-Rocker "Lay low" - die Band übertrifft sich fast selbst! Wunderbar im Einklang mit der Musik steht das prächtige Bühnebild, das, verbunden mit all den Effekten, neben dem Ohrenschmaus einen ebenso adäqauten Augenschmaus bietet: Ein mit Laub bedeckter Bühnenboden, über dem, fast schon "bedrohlich" wirkende Nebelschwaden wabern, Unmengen von der Decke herunterhängende Schlingpflanzen vor dem Hintergrund einer herbstlichen "Geister"waldes, tolle Lichteffekte mit gleißendem Flackern - es hat halt etwas Psychedelisches, etwas Mystisches, etwas "Unheimliches"! Das Publikum ist begeistert! Fantastischer Sound, grandios gefilmt! Ansteckende Spielfreude, hypnotische Melodien, Virtuosität, Ästhetik, Magie - My Morning Jacket mit einem brillanten Live-Event! Herrlich, welch eine Frische diese Band in die heutige Rockwelt einbringt! Leute, tut das gut! Die DVD ist "code free" und somit auf jedem DVD-Spieler abspielbar!

Art-Nr.: 4594
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: DVD || Preis: € 19,90

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Nace Brothers, The - well traveled road [2011]
"Brilliant songwriting, expressive vocals, soaring guitar and a rock solid rhythm section." Gemeint sind die Nace Brothers aus Kansas City/Missouri, die nun schon auf eine rund 30-jährige Bandgeschichte zurückblicken können, aber völlig unverständlicherweise nur in ihrer lokalen Heimat und bei ein paar Genre-Insidern einen allerdings mehr als prächtigen Ruf genießen. Absurd, denn das Quartett um die beiden Brüder David (drums, lead vocals) und Jimmy Nace (guitars) sprüht nur so vor Musikalität und zwangloser Spielfreude. "Well traveled road", ihr neues Album, zeigt sie in brillanter Verfassung. Die Nace Brothers spielen einen exzellenten "soulful mix" aus Roots-, Blues-, Southern-, und Jamrock, voller großartiger Arrangements aus "southern-rooted electric and slide guitars", sich bestens ergänzendem Klavier- und Orgelspiel, alles auf einem klasse Groove der großartigen Rhythmusfraktion aufbauend. Der Duft des Südens weht vehement durch jeden einzelnen Song und sorgt für ein wunderbares Feeling. Die Einflüsse der Truppe liegen bei solchen Kollegen wie The Band, Little Feat, Poco, The Black Crowes, Eric Clapton und vor allen Dingen The Allman Brothers Band. Eines der ersten Stücke, die die Band in den frühen Achtzigern live spielte war "Ramblin' man" - und das war damals schon exakt auf einer Linie mit der Musik, die sie auch heute noch zelebrieren. Da passt auch David Nace's starker Gesang ins Bild, dessen Timbre zuweilen wie eine Mischung aus Gregg Allman und Dickey Betts rüber kommt. Los geht's mit dem traumhaft melodischen "The way it's always been", einem flockigen, zwischen Countryrock-Flair und tiefem Southern Rock-Ambiente hin und her balancierenden Rootsrocker mit erdigen, rauen Slide-Linien und prächtigen Piano-/Orgel-Ergänzungen. Klingt wie aus dem Dunstkreis southern-orientierter Eagles, Poco, Boyer & Talton's legendärer Band Cowboy, The Marshall Tucker Band und den Allmans. En herrlicher Auftakt, der sofort die Spannung für die weiteren Songs schürt. Und die sind allesamt klasse. Wie zum Beipiel das vorzügliche, vorwiegen mit Dobro, akustischer Gitarre und flockig klimperndem Piano instrumentierte Titelstück "Well traveled road" (herrliche Americana-Nummer), oder auch der kraftvolle, drückende, schön funky, swampy und sehr southern kommende, würzige Bluesrocker "Let me down easy" (strotzt nur so vor Einfüssen der The Allman Brothers Band - toller Orgelteppich, starkes Piano und erdige E-Gitarren-Licks), der gut abgehende Southern-/Roots-/Blues-Boogie "Sunday afternoon" mit seinem klasse Drive (super hier das leicht jazzige Klaviersolo von Keyboarder T. J. Erhardt, gefolgt von einem nicht minder starken Orgel-Solo, und am Ende des Stücks noch von einem tierischen Gitarren-Solo Jimmy Nace's), der kochende, Slide-getränkte "wild ride" Southern Rocker "Love by surprise" (großartiges, glühendes, swampiges Slide-Solo), der wieder sehr an die Allmans erinnernde Southern-Blues "World we live in", und, und, und. Die Roots-/Southern-/Blues-/Jam-Gemeinde wird diese Truppe mit offenen Armen aufnehmen. Wird höchste Zeit, dass die Nace Brothers eine weitaus breitere Aufmerksamkeit erlangen. Tolles Album einer exzellenten Band!

Das komplette Tracklisting:

1. The Way It's Always Been 3:44
2. Temptation 4:05
3. Well Traveled Road 3:43
4. Free 3:52
5. Let Me Down Easy 4:25
6. Sometimes It Rains 5:39
7. Sunday Afternoon 4:09
8. Love By Surprise 4:06
9. World We Live In 4:55
10. Daisy Chains 4:56
11. Tore Down With the Blues 4:56
12. Can't Change the Way I Live 3:18
13. Sad Day 4:05

Art-Nr.: 7657
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
The way it's always been
Well traveled road
Let me down easy
Sunday afternoon
Love by surprise
World we live in
Sad day

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