Artikel 181 bis 195 von 311 gefundenen...

[1-15] [16-30] [31-45] [46-60] [61-75] [76-90] [91-105] [106-120] [121-135] [136-150] [151-165] [166-180] [181-195] [196-210] [211-225] [226-240] [241-255] [256-270] [271-285] [286-300] [301-315]

 
Molly Hatchet - live in hamburg ~ dvd + cd [2005]
DVD-/CD-Set! Was hat die Southern Rock-Fraktion darauf gewartet! Endlich ist sie da, die lang angekündigte Molly Hatchet-Live-DVD! Und das noch in einem opulenten DVD-/CD-Kombi-Paket! Respekt! Aufgenommen am 24. Juli 2004 bei den Hamburger Harley Days brennt die Band um Bobby Ingram ein gewaltiges Heavy Southern Rock-Feuerwerk mit allen Klassikern ab! Dem Anlaß entsprechend präsentiert man sich in einer prima Verfassung. Es paßt halt auch bestens: Harleys, Biker und Hatchet's Southern Rock, das gehört schon irgendwie zusammen! Bemwerkenswert ist, daß die Jungs schon an diesem Abend einige Titel ihres erst in diesem Jahr erschienenen neuen Werkes "Warriors of the rainbow bridge" spielten, was dem Ganzen eine noch größere Aktualität verleiht. Und live kommen die Fassungen solcher Tracks wie "The rainbow bridge" "Son of the south", "Gone in 60 seconds" oder "Moonlight dancin' on a bayou" noch dynamischer rüber als in der sterilen Studio-Atmosphäre. Ansonsten gibt es das Material, was der geneigte Molly Hatchet-Liebhaber einfach hören möchte! Hier die komplette Tracklist: 1. Intro 1:21, 2. Whiskey Man 3:45, 3. Bounty Hunter 4:02, 4. Gator Country 7:30, 5. Moonlight Dancin` on a Bayou 5:08, 6. Fall Of The Peacemakers 5:16, 7. Devil´s Canyon 6:06, 8. Drum Solo 3:47, 9. Beati ´ The Odds 4:03, 10. Son Of The South 4:57, 11. The Creeper 4:55, 12. The Rainbow Bridge 5:13, 13. Keyboard Solo 2:24, 14. Instrumental 2:45, 15. Guitar Solo 5:54, 16. Dreams I`ll Never See 8:02, 17. The Journey 9:24, 18. Gone In 60 Seconds 3:43, 19. Jukin´ City 1:39, 20. Flirtin´ With Disaster 6:41 ! Und weil's so schön ist, gibt's das gleiche Konzert auch noch als Bonus-CD (74 1/2 Minuten Spielzeit!) mit dazu - allerdings ohne die letzten 4 Titel. Die haben einfach nicht mehr draufgepaßt! Eine feine Idee, ein CD-/DVD-Paket in Kombination zu veröffentlichen! Sehr preiswert und absolut zur Nachahmung empfohlen! Die Fans werden es danken! "The south has risen again", heißt es auf dem Back-Cover.. - alles klar, Leute?!!

Art-Nr.: 3585
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: DVD || Preis: € 18,90

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Molly Hatchet - warriors of the rainbow bridge [2005]
Molly Hatchet liefert der Southern Rock-Gemeinde in diesen Tagen wieder viel Diskussionsstoff. Zum einen schlug die Nachricht vom Wiedereinstieg des Gründungsmitgliedes Dave Hlubek wie eine Bombe ein, dann die Ankündigung vom neuen Album, die neue Deutschland-Tour im Vorfeld des neuen Albums, die entgegen aller Erwartungen dann leider doch ohne Hlubek stattfand - und nun ist das Album da! Im lt Booklet aufgeführten Line-Up der Band ist Dave Hluberk als zweiter Gitarrist mit aufgeführt, doch dies bezieht sich offenbar nur auf die Zukunft der Band, denn bei den Aufnahmen war er noch nicht mit von der Partie! Alles etwas verwirrend, aber egal: Das Album ist vielleicht eines der stärksten der letzten Jahre, mit Sicherheit aber das Härteste. Molly Hatchet präsentieren sich in allerbester Verfassung, und allein das zählt! Es rockt, daß es nur so kracht! In absolut typischer Hatchet-Manier, aber irgendwie richtig frisch, feuern Bobby Ingram, Phil McCormack & Co. ein solch gewaltiges, fast stählernes, "brüllenden" Heavy (Metal)-Boogie-Southern Rock-Geschoß ab, von dessen Einschlag man sich kaum erholen kann. Der Opener "Son Of The South", ein mit zahlreichen nachgrölbaren "Hell-Yeahs" intonierter Stimmungsmacher, startet mit einem kurzen Metalriff und geht sofort rhythmisch ab wie die Feuerwehr. Das Lied hat im aktuellen Live-Programm berechtigterweise sofort das Herz der Fans erobert. Ein klasse Auftakt! Danach wird mit jeder Menge knochenharter und trockener Boogies weiter mächtig auf die Tube gesrückt, wobei diesmal mit der geschickten und dezenten Einbindung weiblichen Background-Gesanges "experimentiert" wurde. Die Sache ist absolut gelungen. Ein Mädel namens Amalia "röhrt" sehr einfühlsam ihre Beiträge in die druckvollen Stücke hinein. Ganz toll kommt das beispielsweise bei dem seinem Namen alle Ehre machenden Kracher "Roadhouse Boogie"! "Flames Are Burning" scheint dann kurzweilig mal Zeit zum Durchatmen zu bieten. Zu klaren, akustischen Tönen wird vorübergehend auf's Bremspedal getreten, allerdings nur als Vorgeplänkel für ein furioses, ca. 3-miütiges Gitarrenfinish, das uns am Ende um die Ohren fliegt. Als echter Honky-Tonk-Boogie präsentiert sich "Hell Has No Fury", mit typischen Piano-Geklimper. Hat gar etwas von der Tradition der früheren, großen "Flirtin’ With Disaster"-Zeit. Das abschließende "Rainbow Bridge" erinnert ein wenig an "The Journey" und wird ebenfalls durch eine zielgerichtete, aber nicht übertriebene Gitarrenschlacht beendet. Bobby Ingram's Gitarrenkünste und McCormack's gelebter Malochergesang harmonieren prächtig. Die Produktion ist trotz aller Härte der Songs astrein abgemischt worden. Molly Hatchet haben sich mit einem ausgeglichen starken Album zurückgemeldet! "Warriors Of The Rainbow Bridge" ist mit knapp 60 Minuten Spielzeit zudem recht üppig ausgefallen. Die eingeschlagene Richtung stimmt! Im Booklet lassen Molly Hatchet noch schön eine dem Klischee entsprechende "Message to the world" verkünden, die da lautet: "Keep Southern-Rockin' and The South has risen again"! Und zwar mit einem richtigen "Wumm!"

Art-Nr.: 3248
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
MonkeyJunk - all frequencies [2013]
Brillantes, ungemein vielfältig agierendes Bluesrock-Trio aus Kanada (Ottawa), dessen dampfendes, musikalisches Gebräu seine Heimat jedoch in den verschiedensten Regionen der USA hat, vornehmlich in den Südstaten und dem Mississippi-Delta. Wie mit einer gut geölten Maschine unterwegs, durchkämmen sie unaufhaltsam die Grenzgebiete zwischen Swamp Boogie, Roots, Rock, Funk, Southern Blues, Delta Blues, Chicago Blues und Muscle Shoals-Soul, alles auf der Basis mitreissender Grooves. Die Besetzung dieses Trios gleicht jedoch ganz und gar nicht der klassischer Bluesrock-Trios, nein, MonkeyJunk spielen beispielsweise ohne einen Bassisten (dennoch entwickeln sie diese brodelnde, kernige Rhythmik), dafür aber mit einer instrumentalen Vielfalt, die einen den Tieftöner überhaupt nicht vermissen lässt. Frontmann und Multi-Instrumentalist Steve Marriner beispielsweise macht einen mtreissenden Job an der zweiten Gitarre (zumeist Baritone Gitarre), den Keyboards, der Mundharmonica und mit seinem großartigen, charismatischen, "soulful" Gesang. Darüber hinaus verfügt die Band mit Tony Diteodoro über einen famosen Lead Gitarristen, der immer wieder mit bärenstarken Soli und brennenden Slide-Läufen glänzt, sowie mit Matt Sobb über einen erstklassigen Drummer und Percussionisten, der hauptverantwortlich für die tierischen Grooves ist. Das Trio harmoniert geradezu perfekt miteinander. Der Sound ist herrlich rau und dreckig, doch dieses erdige Ambiente steht keinesfalls im Gegensatz zu der Melodik der Songs. Im Gegenteil, es passt alles prächtig zusammen, sodass das Songmaterial klasse hängen bleibt. Die Songs wirken hervorragend strukturiert, bieten aber auch immer genügend Platz für jammige Instrumentalpassagen. All das ist ein Indiz für die exzellente Musikalität der Truppe. Diese hohe Qualität kommt unmittelbar mit dem Auftaktsong zur Geltung. "You make a mess" heisst die Nummer, ein voller Soul steckender, kraftvoller Bluesrocker, der sofort, bei äusserst knackigem, straightem, dezent funky wirkendem Beat, mit einem tierischen Groove aufwartet. Und "Mr. D." brennt gleich ein gewaltiges Gitarrensolo ab. Klasse Slide-Fills, zündende Lead Gitarre und saustarkes Harpspiel bilden den musikalischen Mantel des erneut wunderbar groovenden "Right or wrong", das mit einem schönen, kochenden Shuffle Blues-Feeling besticht. Das furiose Harp-/Lead Gitarren-Duell im Break ist ein "Hit". Einfach toll! Im Verlauf der Zeit geht es immer mehr Richtung Süden und die Band scheint sich immer tiefer in den Swamps einzunisten. Brodelnde Slideguitar und dreckige Bluesharp-Klänge rühren mit dem baumstarken "Why are people like that?" die Sümpfe ordentlich auf. Das ist schwüler, dampfender "Voodoo"-/Delta-Bluesrock vom Allerfeinsten. Was für ein Druck! Die Percussion-Grundlage und das Gitarrensolo sind absolut heiss. Nach dem scharfen Funk-Heuler "Je nah say kwah" folgt mit dem treibenden "Sirens in the night" der nächste Boogie, der eine tiefe Spur in den Swamplands des Südens hinterlässt. Erneut hören wir diese wunderbare, sumpfige, dreckige Slidegitarre, eingebunden in einen brodelnden Drive. Oh, und welch eine wundervolle Nummer zelebriert die Band mit der famosen, rootsigen Bluesrock-Ballade "Once had wings". Klingt ein wenig, als stammten die klassischen Bad Company nicht aus dem Vereingten Königreich, sondern aus den tiefsten Swamps des amerikanischen Südens, zumal Steve Marriners vorzüglicher Gesang ein leichtes Paul Rodgers-Timbre nicht leugnen kann. Dazu regieren Slidegitarre und Bluesharp. Das ausgedehnte, ungemein melodische Solo mit dem Bottleneck ist ein Traum. Klasse auch der abgehende Mojo-Bluesrocker "Say what?" und das famose, jammige Instrumental "Swank" (furioses Orgel-Spiel, großartige Gitarrenläufe), das das Album mit ebenso aussergewöhnlicher Qualität abschliesst, wie es begonnen hatte. MonkeyJunk haben in ihrer kanadischen Heimat und den USA schon jede Menge bedeutender Blues-Awards gewonnen, wie etwa den amerikanischen Blues Music Award für "Best New Artist Debut" im Jahre 2010 und den kanadischen Juno Award für "Blues Album Of The Year" im Jahre 2012. Warum das so ist und das diese Preise absolut verdient sind, zeigt ihr grandioses, drittes Album "All frequenzies" in beeindruckender Art und Weise. Nicht nur die Fans von Muddy Waters über Robert Johnson, Sonny Landreth, Little Feat, Gov't Mule bis hin zu den North Mississippi Allstars werden begeistert sein. Diese rootsige, swampige Bluesrock-Vielfalt ist ein "Killer". Der Name der Band stammt übrigens aus einer Aussage des legendären Son House, der einst sagte: "I’m talking about the blues, I ain’t talking ’bout no monkeyjunk". Doch könnte der gute Son House diese Band heute erleben, würde er sehr wohl über MoneyJunk sprechen - und zwar in den höchsten Tönen. "All frequencies" wird auch bei den kommenden Blues-Awards wieder ein ganz heisser Kandiodat sein, da sind wir sicher. Überwältigend!

Das komplette Tracklisting:

1. You Make a Mess - 3:14
2. Right From Wrong - 3:37
3. Why Are People Like That? - 3:59
4. Je Nah Say Kwah - 2:55
5. Sirens In the Night - 3:54
6. Yearnin' For Yesterday - 3:32
7. Once Had Wings - 5:19
8. What I Got To Give - 4:21
9. Say What? - 4:03
10. Swank - 7:13

Art-Nr.: 8335
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
You make a mess
Right from wrong
Why are people like that?
Sirens in the night
Once had wings
What I got to give
Say what?

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Montana Rose - my time [2007]
Montana Rose - welch ein wundervoller Name! Suggeriert dies nicht eine vollkommen lockere, wie ein kristallklares, sich durch die unberührte Natur der Rocky Mountains windendes Bächlein (an den Ufern erblühen die "wilden Rosen" Montana's) dahin fließende, unverfälschte, reine Country- & Westernmusic? Und ob! Entsprechend begeistert wird der anspruchsvolle Countryliebhaber dann auch auf die so natürlichen, puren Klänge von "My time" reagieren, denn was der Bandname verspricht, ist auch tatsächlich "drin". Das sind die pure Faszination und der pure "Spirit" des Westens! Montana Rose nennen ihre Musik "Western Music" oder auch "Authentic American Music"! Das trifft den Kern der Sache haargenau! Doch möchte man es etwas detaillierter beschreiben, so ist es schlichtweg völlig entspannte, von wunderschönen Melodien geprägte, glasklare, genauso simple und herrlich ins Ohr gehende wie auf höchstem musikalischem Niveau vorgetragene, unverfälschte Countrymusic, deren Arrangements vorwiegend von akustischen Instrumenten bestimmt werden. Man könnte es also auch als Acoustic Country bezeichnen, wenngleich der Ausdruck "semi-akustisch" dem Ganzen gerechter würde, da die Songs zusätzlich, und das kommt einfach wunderbar, von Drums, Pedal Steel und unaufdringlichen, aber effektiven E-Gitarren-Klängen begleitet werden. Montana Rose, hierzulande völlig unbekannt, sind alles andere als "Greenhorns" und existieren bereits seit rund 20 Jahren. Der Kern der Band besteht aus Claudia Williams, die eine fantastische Sängerin mit einer wunderschönen, klaren Stimme ist, ihrem Gatten Kenny Williams (Bass) und Gitarrist Mike Beck! "My time" ist bereits ihr achtes Album, auf dem sie von einer Schaar großer Musik-Veteranen begleitet werden. An erster Stelle ist der legendäre Al Perkins (u.a. Flying Burrito Brothers, Chris Hillman) zu nennnen, der mit seinem großartigen Dobro-, Banjo- und Lap Steel-Spiel glänzt. Dazu bereichert zum wiederholten Male Nashville Pedal Steel-Ass Steve Hinson (u.a. Josh Turner, Kenny Chesney, Trace Adkins, Randy Travis, Brenn Hill, Kevin Fowler,...) mit seinem exzellenten Spiel ein Montana Rose-Album, ebenso wie Tim Lorsch an der Fiddle und Mandoline, Boomer Castleman an der Acoustic Gitarre und Drummer Rick Lonow! Wie aus der Liste der Musiker hevorgeht, werden die Lieder hauptsächlich durch solche Instrumente wie Dobro, Steelguitar, Fiddle und Mandoline bestimmt, die dann durch die feinen E-Gitarren-Klänge und Drums ergänzt werden. Ein weiteres Markenzeichen ist die bereits erwähnte, großartige Stimme von Claudia Williams. Alles klingt überaus frisch - es duftet quasi nach "Natur" und ländlichem Flair! Flockig, locker, lässig und recht flott starten Montana Rose den Reigen ihrer 12 herrlichen Nummern (knapp 47 Minuten Gesamtspielzeit) mit dem wunderbar erfrischenden "Don't tell me"! Fiddle (schönes Solo im Break), tolles Dobrospiel von Al Perkins, feine Steelguitar-Klänge und dezente E-Gitarren-Licks bestimmen das Bild und vermitteln ein tolles, überaus authentisches "Western-/Prairie-/Rodeo"-Flair. Faszinierend! Exzellentes Dobro in Verbindung mit sauberen, klaren Acoustic-Gitarren, dezenter Fiddle, feiner E-Gitarre und frischen Mandolinen- und Steelguitar-Ergänzungen prägen die wunderschöne Countryballade "Over you". Claudia's Stimme ist ein Genuß, wie auch das traumhafte Zusammenspiel der großartigen Musiker. Countrymusic kann so natürlich, so locker und unverbraucht klingen! Toll! Wieder ein wenig flotter, aber total locker, mit klasse Fiddle-, Dobro- und Gitarreninstrumentierung geht die Reise durch die Weiten des Westens mit dem prächtigen "Boots" weiter. Das sie auch mal etwas "rockiger" zu Werke gehen können, beweisen sie eindrucksvoll bei dem sehr starken Titelstück "My time". Eine kratzige E-Gitarre vermittelt jede Menge Roots-/Americana-Feeling ala Julie & Buddy Miller. Klasse Melodie, exzellentes Kombinationsspiel von E-Gitarre und Dobro! Nach der feinen Ballade "Smokin' 100's alone" (tolle Mandolinen-Licks, erstklassiges Dobro, wunderbares, sauberes, klares E-Gitarrensolo), präsentieren Montana Rose schließlich auch eine traumhafte, frische Version (herrliche Steelguitar-Begleitung, dezente Banjo-Untermalung) von Townes van Zandt's "I'll be here in the morning", die jedem Countryfreund einmal mehr den "Westernduft" in der Nase spüren lässt! Nicht nur Kollegen und Kolleginnen wie die frühe Emmylou Harris, Brenn Hill, Paul Overstreet, Carl Jackson, The Whites, die frühe, Country-orientierte Nanci Griffith, Joni Harms, eine nicht so bluegrassige Alison Krauss, Irene Kelley oder auch die heutige Patty Loveless könnte man als Vergleichsgrößen nennnen - nein, Montana Rose präsentieren einfach ihre ganz eigene, so wunderschöne, lupenreine, kristallklare, semi-akustische Country & Westernmusic, die in ihrem Sound und in ihren Stories die ganze Pracht des ländlichen Lebens im "Big Sky Country" von Montana widerspiegelt! Einfach wunderbar!

Art-Nr.: 5526
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Don't tell me
Over you
Boots
My time
Smokin' 100's alone
I'll be here in the morning

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Moonshine - same [2014]
Hi Octane Southern Rock Blues! Wow! Das ist mal wieder ein richtiges "Pfund" für die ewig hungrige Southern Rock-Fraktion. Die einschlägigen Medien überschlagen sich mit Lobeshymnen. Vollkommen zu Recht, wie wir meinen. Gemeint ist das aus der zwar kommerziell nie sonderlich erfolgreichen, dafür in Southern Rock-Kreisen umso mehr gefeierten Band Laidlaw hervorgegangene, californische Sextett Moonshine, das auf seinem Debut ein geradezu packendes, furioses, kochendes und druckvolles Gebräu aus allen klassischen Zutaten des zeitlosen, ewig jungen, bluesigen, kraftvoll und hart zelebrierten, straighten, Gitarren-geprägten Southern Rocks anrührt, das den musikalischen Geschmacksnerven der Kenner des Metiers ein wahres Freudenfest bereiten dürfte. Wie gesagt, die Bands Laidlaw und Moonshine sind unmittelbar miteinander verbunden. Laidlaw wurden circa 1990 (so heisst es in der Bandhistorie) von den beiden großartigen Gitarristen Craig DeFalco und dem Slide-Virtuosen Buzzy James in Orange County/Californien gegründet. Allerdings begannen sie damals nicht unter dem Namen Laidlaw, sondern firmierten zunächst als Moonshine. Unter diesem Namen erschien 1998 ein kaum mehr aufzutreibendes, nur in sehr geringen Stückzahlen gepresstes "Mini-Album", das die Band den Fans ausschließlich im Eigenvertrieb zugänglich machte. 1999 schließlich erschien das grandiose Debut "First big picnic" von Laidlaw, in deren Besetzung damals die beiden genannten Gitarristen Craig DeFalco und Buzzy James, sowie Bassist Michael Norton zu finden waren. Und genau die Drei sind heute, gemeinsam mit dem großartigen ex Babylon A.D.-Sänger Derek Davis auch die Eckpfeiler von Moonshine. Es ist also nicht viel mehr passiert, als das sich Laidlaw nun wieder ihren ursprünglichen Namen Moonshine gegeben haben und endlich mit dem "eigentlichen" kompletten Debut am Start sind. Komplettiert wird die Besetzung noch durch Keyboarder Mike Malone und Drummer Brian Fox - allesamt exzellente Musiker. Prinzipiell machen Moonshine musikalisch auch genau dort weiter, wo Laidlaw aufgehört haben, vielleicht ein wenig bluesiger und noch southern-lastiger. Was wir hier vorfinden ist ein ungemein viel Power freisetzendes, packendes, voll im Gitarrensaft der beiden "Gitarreros" stehendes, kochendes; an den typischen American Hard Rock angelehntes Southern Rock-Album, das seine Einflüsse aus der Synthese solcher Bands wie Lynyrd Skynyrd, The Allman Brothers Band, Molly Hatchet, 38 Special, Aerosmith und vielleicht auch ein wenig Cinderella zieht. Das Hard Rock-Flavour ist allgegenwärtig, aber auch die Spuren des Blues, doch das Fundament dieser Musik ist eindeutig der klassische Southern Rock. Fetzige Boogies, straighte, krachende Riff-Rocker, Slide-getränkte Swamp-Rocker, kochende Blues-/Southern Rocker, erdige Roadhouse-Knaller und die ein oder andere, traumhaft schöne Südstaaten-Ballade bestimmen das Geschehen. Was die Band diesbezüglich anpackt, sie hat es einfach drauf. Klar bestimmend sind, wie bereits erwähnt, die massive, voll im Saft stehende Gitarrenklänge DeFalco's und James', wobei vor allem letzterer immer wieder mit hinreissenden Slide-Soli glänzt. Aber man hört auch mal ein "verlorenes" Dobro, um anschließend wieder die glühenden Riffs und Lead-Gitarren Defalco's um die Ohren zu bekommen, zuweilen unterlegt, bzw. ergänzt durch adäquate Piano- und Orgel-Klänge. Und ex Babylon A.D.-Mann Derek Davis ist einfach ein erstklassiger, handfester Rock-Shouter, der mit seinem durchaus Whiskey-getränkten Organ auch bestens ins Southern Rock-Geschäft passt. Los get's gleich mit einer absoluten Hammer-Nummer: "Mississippi Delta Blues" ist ein wie die sprichwörtliche "Sau" abgehender, von lichterloh brennender Slidegitarre und hämmerndem Piano durchzogener, fulminanter Power Southern-/Blues-Boogie, der sowohl die Band als auch den Zuhörer unmittelbar in Höchststimmung und auf eine amtliche Betriebstemperatur bringt. Was für ein Feger! Es ist angerichtet! Das anschließende "Warm beer catfish stew" macht auf dem selben Level weiter und klingt, als hätten sich die frühen Aerosmith in den Sümpfen von Louisiana verirrt. Drückender, toller Groove und starke Gitarren überall. Dann werden die Power und das Tempo verübergehend mal ein wenig zurückgenommen, ohne das das Feuer auch nur im geringsten nachlässt. Die hinreissende Southern Rock-Ballade "The devil's road" steht auf dem Programm. Die Nummer kommt in allerbester Lynyrd Skynyrd "Tuesday's gone"-Manier, beginnt relativ verhalten, wird dann aber immer kraftvoller. Akustische Gitarre, ein einsames Dobro, leichte Klavierklänge, schließlich herrlich fette E-Gitarren, eine satte Orgel-Untermalung und eine wundervolle Melodie bestimmen das Bild. Höhepunkt ist ein ausgedehntes, wunderschönes, genauso eingängig wie satt gespieltes, ausgiebiges Slide-Solo von Buzzy James. Allein schon diese 3 ersten Stücke machen das Album zu einem absoluten Genre-Highlight. Aber es geht ohne jeden Ausfall bis zum Ende so weiter (sehr "geil" auch die einzige Coverversion des Albums, John Fogerty's "Fortunate son", ebenfalls mit brillanter Slide-Einlage), bis das Werk schließlich mit dem krachenden Hard Southern Rocker "The American train" genauso stark endet, wie es begonnen hatte. Keine Frage, Southern Rock erlebt n unseren Tagen ein Revival, wie man es kaum noch für möglich gehalten hätte - und Moonshine sind mitten drin. Southern Rock lebt! Ein super Album!

Sehr interessant im übrigen, wie die Band sich selbst, ihre Musik und ihr Album, unter Einbeziehung aller Songtitel, in Worte fasst. "The story of Moonshine: Down by the levy, where you can still hear the “Mississippi Delta Blues” screaming through the black water swamps, there’s a band named Moonshine. Southern Rock Blues is the music they play and they’ve burned many a mile on the “Devils Road.” The long endless nights spent in dank motels and biker bars with only the comfort of “Warm Beer and Catfish Stew”.Of this six-member band of wandering brothers, not one can be called a “Fortunate Son”.And many a times they’ve played their “Last Song” in a hot tin-roofed juke-joint to a sweat soaked packed house. The crowd dancing and drinking a secret recipe of their very own corn whisky that some call “Mamas Kitchen Brew”.It’s “Southern Blood” that runs deep through the veins of these boys, and when they rip through one of their songs like ”Turn Me Around”, the blistering bottle-neck slide guitar, hellcat harmonica, piano, drums, bass and firey vocals all come together in a electrifying and powerhouse sound of hi-octane fervor and colorful story telling. The blues has not, and will not ever “Fade Away” if this band has its say. So punch your ticket and take ride on “The American Train” and groove to the music of the band “Moonshine”.

Das komplette Tracklisting:

1. Mississippie Delta Blues - 4.08
2. Warm Beer Catfish Stew - 4.29
3. The Devil’s Road - 6.12
4. Fortunate Son - 3.48
5. The Last Song - 4.54
6. Mams Kitchen Brew - 4.31
7. Southern Blood - 5.19
8. Turn Me Around - 5.08
9. Fade Away - 5.55
10. The American Train - 4.17

Art-Nr.: 8662
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Mississippi Delta Blues
Warm beer catfish stew
The devil's road
Fortunate son
The last song
Southern blood
Turn me around
The American train

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Moorer, Allison - getting somewhere [2006]
Neues Pracht-Album der aus Frankenville/Southern Alabama stammenden Allison Moorer, deren kürzliche Heirat mit Steve Earle ihren musikalischen Emanzipierungsprozess, wie es scheint, noch einmal nachhaltig inspiriert hat. Schon auf ihren letzten Werken, vor allem auf dem 2004er "The duel" ging es eindeutig in Richtung raue, erdige Roots-/Americana-Musik, und diese Tendenz setzt sich klar fort! Dem Nashville-Country ihrer, zugegebenermaßen auch sehr starken, Anfangsalben sagt sie nunmehr vollkommen adé! Dafür wirkt sie heute freier, vielseitiger, experimentierfreudiger, variabler, ja irgendwie auch frischer als je zuvor und beschert uns auf "Getting somewhere" eine höchst gekonnte, versierte und niveauvolle Ansammlung von 10 Eigenkompositionen (erstmals hat sie sämtliche Songs eines Albums komplett alleine geschrieben) allerbester Rootsrock-/-Pop-/Americana-Musik mit einem dezenten Alternate Country-Einschlag, aber auch, zumindest bei einigen Nummern, einem gepflegten Sixties-/Retro-Garage-Bands- /Grunge-/Folkrock- Touch! Sie bekommt diese verschiedenen Einflüse großartig unter einen Hut! Die Songs sind sehr kompakt, sehr "catchy", wie der Amerikaner das nennt, und der vorwiegend aus herrlich kratzigen, rotzigen E-Gitarren bestehende, recht rockige Sound ist wunderbar dreckig, trocken und rau in Szene gesetzt worden. Produziert hat, na klar, Neu-Gatte Steve Earle! Das passt, denn wie gesagt, dessen Inspiration ist unverkennbar! Unterstützt hat sie eine erstklassige Clique von grandiosen Roots-/Americana-Musikern, wie u.a. der fantastische Brady Blade an den Drums (u.a. Steve Earle, Jewel, Buddy Miller, Emmylou Harris), natürlich Steve Earle selbst (Gitarre, Background Gesang), Doug Lancio (Gitarre) und Brad Jones am Bass! Das Album startet mit dem tollen "Work to do", bei dem Allison gleich überaus eindrucksvoll eine wunderbare Balance zwischen straightem, dreckigem Rootsrock und lässischem, Sixties-infused Pop-Rock der Marke früher Bangles oder gar Go-Go's schafft. Klasse dabei die rauen E-Gitarren, ähnlich wie man sie von den letzten Steve Earle-Alben kennt, und die hervorragende Melodie! Weiter geht's mit der flotten, schwungvollen, sehr rootsig gestalteten, in einem prima Gitarrengewand arrangierten Americana Pop-Nummer "You'll never know", gefolgt von der voller Gefühl, Herz und viel Southern Soul steckenden, spirituellen Roots-Ballade "Hallelujah" und der leicht wavigen, flotten Retro Roots-Rock-Pop-Nummer "Fairweather", mit ihrer gelungenen Melodie und den schön dreckig und rotzig gespielten E-Gitarren! Dann die saustarke, raue, kratzig trockene, von satten "Crazy Horse"-like Gitarren begleitete, kraftvolle Rootsrock-Ballade "New years day" (tolles, würziges, "roughes" Gitarrensolo), die wieder einmal Moorer's bakannte Liebe zu der Musik Neil Young's assoziiert. Sehr stark auch das gefühlvolle, entspannte Alternate Country-Stück "Where you are", der wunderbar simple, straighte, aber sehr effektiv und knackig inszenierte (die Riffs erinnern ein wenig an das legendäre "Wild thing"), von trockenen, rotzigen Licks geprägte Rootsrock-/Pop-Knüller "Take it so hard", der sicher auch einer kantigeren Sheryl Crow gut zu Gesicht stünde, das flotte Sixties-rooted "If it's just for today", wie auch der großartige, sehr ambitionierte Abschluß mit dem etwas folkig angehauchten, von tollen, rauen E-Gitarren und einem klasse Schlagzeug-Groove begleiteten, prächtigen, staubigen Rootsrocker "Getting somewhere"! Leider ist das Album mit nur 31 Minuten Spielzeit eigentlich viel zu kurz geraten, doch dafür gibt es absolut nichts zu bemängeln! Kein musikalischer Makel, keine Schwachstelle, ein schönes 12-seitiges Cover-Booklet mit allen Texten... - also: Haken dran, verziehen! (Was nützt schon halbherziges und "halbgares" Füllmaterial!) Mit diesem kleinen Meisterwerk gelingt es Allison Moorer (einfach großartig, dieser "southern accent" in ihrer Stimme) ihre eh schon überaus bedeutende Stellung unter den großen Rootsrock-/Americana-Damen weiter zu festigen! Dafür erhält sie unseren uneingeschränkten Beifall! Toll!

Art-Nr.: 4189
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Work to do
New years day
Take it so hard
If it's just for today
Getting somewhere

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Morrison Band, Sam - dig it or don't [2011]
“100 Proof Southern Rock"! Jawohl, das ist es, was sie spielen. Die Sam Morrison Band kommt zwar aus dem californischen Fullerton, doch musikalisch galoppieren sie mit wehenden Fahnen und stolz geschwellter Brust durch den amerikanischen Süden. Und das Southern Rock-Feuer brennt! Natürlich erfinden auch sie das Rad nicht neu, verarbeiten vorwiegend und eutlich hörbar die Einflüsse nahezu aller großen Southern-Helden wie Molly Hatchet, Lynyrd Skynyrd, 38 Special, den Outlaws, Henry Paul Band, Doc Holliday, The Allman Brothers Band und wie sie alle heissen, doch es ist eine wahre Wonne zu hören, mit welcher Leidenschaft und mit wieviel Herzblut Morrison und seine Truppe das Erbe ihrer Idole, jegliche musikalischen Trends der Neuzeit ignorierend, antreten - und zwar im klassischten Sinne des Southern Rocks. Kompetent, authentisch und mit allem was dazu gehört. Inklusive zweier Background-Sängerinnen tritt die Sam Morrison Band in einer üppigen, 8-köpfigen Besetzung an, inklusiver dreier erstklassiger Gitarristen. Und was so eine fette 3 Gitarren Southern Rock-Band verspricht, halten sie dann auch. Großartige, massive, wunderbar transparente, erdige Riffs, zündende Gitarrensoli noch und nöcher, flammende Mehrgitarren-Attacken, herrliche Twin-Passagen, glühende Slide-Fills - die Gitarreros bestimmen eindeutig das Bild. Prächtig dazu passt Morrison's kerniger, kraftvoller Lead-Gesang, der nicht selten einen gewissen Skynyrd'schen van Zant-Vibe offenbart. Schon der Opener, das baumstarke "Rattlesnake stew", lässt das Herz eine jeden Southern Rock-Fans höher schlagen: Ein mächtiges, Genre-typisches, fettes Riff-Feuerwerk und treibende Rhythmen peitschen diesen von fulminanten Gitarren dominierten Molly Hatchet-mässigen "Killer"-Song. nach vorn. Die Retro-Reise in klassische, schnörkellose Southern Rock-Gefilde ist eröffnet. Und so folgen eine klasse Nummer nach der nächsten: Ob das großartige Titelstück "Dig it or don't", ein gut abgehender, bluesig angehauchter Southern-Boogie mit einem tollen Gitarren-Drive, der seinen Höhepunkt in einem zümdemdem Lead Gitarren-Schlagabtausch der Saitenkünstler findet, die beiden an große Skynyrd-Balladen erinnernden, getrageneren Tracks "Whiskey" und "Almost home", der powernde, aus allen Rohren feuernde Southern Rocker "Gunsmoke" mit seiner herzhaften, knackig auf den Punkt gebrachten "Dual Guitar"-Attacke im Break, inklusive wunderbarer Twin-Leads, die uns gegen Ende des Songs ein zweites Mal erfreuen, oder auch das typisch southern-patriotische Heldenopus "Peacekeepers", das uns in der zweiten Hälfte schließlich mit der obligatorischen (2 1/2-minütigen) Gitarrenschlacht ala "Green grass and high tides" / "Freebird" beglückt, hier wirklich ganz klassisch und sehr gekonnt in Szene gesetzt. "Peacekeeper" ist übrigens eins von zwei Stücken, die auch schon auf dem Debut der Sam Morrison Band zu finden waren. "Dig it or don't" ist bereits deren zweites Werk. Möge es bitte nur nicht ihr letztes sein, denn diese Burschen spielen genau die "Mugge", die das ewig hungrige Southern Rock-Herz der Fans begehrt. Der Sound ist ebenfalls klasse. Die Gitarren klingen wunderbar "saftig" und der "smell of the south" kommt aus allen Poren. Allerbester Stoff, der in jede ernstzunehmende Southern Rock-Sammlung gehört! Es ist ein ziemlich "abgedroschenes" und oft bemühtes Zitat von Charlie Daniels, aber hier trifft es einfach mal wieder zu: "The south has done it again"!

Das komplette Tracklisting:

1. Rattlesnake Stew 3:39
2. Dig It Or Don't 3:10
3. Celebrate 3:08
4. Whiskey 3:33
5. Gunsmoke 4:27
6. Almost Home 4:44
7. Say Your Prayers 3:49
8. Somebody's Daughter 4:09
9. You Bet 4:26
10. I Gotta Ride 3:08
11. Peacekeepers 5:36
12. Amazing Grace 3:14

Art-Nr.: 7461
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Rattlesnake stew
Dig it or don't
Whiskey
Gunsmoke
Almost home
You bet
Peacekeepers

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Morrison-Williams - same [2005]
Hinter dem Duo Morrison-Williams verbergen sich zwei Musiker namens Shane Morrison und Clint Williams, mit deren Namen Musikinsider eine seinerzeit durchaus beliebte New Country-Band namens "Perfect Stranger" (Shane Morrison, Richard Raines, Steve Murray gefolgt in der Endphase von Clint Williams) in Verbindung bringen werden, die 1995 einen Major-Label-Vertrag besaßen und auch eine recht erfolgreiches Werk namens "You Have The Right To Remain Silent" herausbrachten, mit dem sie sich immerhin fast vierzig Wochen in den Billboard Country-Charts behaupten konnten. Shane, damals Zeit Bassist in o.a. Band und Clint lernten sich in einem Plattenladen in Texas kennen und begannen Songs für weitere Perfect Stranger-Produktionen zu komponieren, die jedoch nie auf einen Silberling landeten. Doch Gott sei Dank konnten sie nun auf Umwegen bei diesem Projekt verwirklicht werden konnten. Das kleine Indie-Label Palo Duro Records spielte hier das Zünglein an der Waage und sicherte sich die Dienste zweier enorm talentierter Musiker und Songwriter. Eine mehr als gute Wahl!
Und die Burschen bedanken sich mit zwölf radiofreundlichen, oft balladenhaften, aber dennoch knackigen Songs, die sich durchgehend auf einem anspruchsvollen Niveau bewegen. Fast jedes Stück hat Single-Charakter! Ihren Musikstil zu klassifizieren, ist dennoch nicht allzu einfach, auch wenn die Produktion in Nashville getätigt wurde. "Progressive Country mit Texas Spirit" umschreibt das Ganze vielleicht am besten. Hier wird (New-)Country mit Pop-, Rock-, ja zum Teil AOR/Melodic-Rock-, Southern- und Texas-Roots-Elementen wunderbar in Einklang gebracht, wobei äußerst melodische Songstrukturen immer das Grundgerüst darstellen. Dank der tollen Harmoniegesänge werden manchmal gar Erinnerungen an Restless Heart wach! Circa dreiviertel der Stücke bohren sich bereits nach dem ersten Hörgang in das Langzeitgedächtnis und laden zum Nachsingen der Refrains ein. Die erste Single heißt "My Girl Friday" und eröffnet den Reigen der folgenden Klassenummern. Ein lockeres, flüssiges, sehr melodisches, von sanften, kaum spürbaren B3-Tönen und einen flotten Akustikgitarrenrhythmus unterlegtes, "leichtes" Lied mit recht trockenen E-Gitarren-Fills, das allerdings eine recht ernste Message verbreitet. Thematisch ein sogenannter "Cheatin’-Song": Ein Mann beginnt eine Affaire mit einer Frau, die seitens ihres Ehemanns misshandelt wurde. Will sagen, behandele deine Frau gut, dann hat sie keinen Grund dich zu verlassen! "Good Day To Die (The Alamo Song)" war ein weiterer Auslöser, die Kooperation Morrison-Williams in Eigenregie fortzuführen. Das Stück war für den Soundtrack zum Film "The Alamo" aus dem Jahr 2004 geplant, wurde jedoch von den Produzenten zugunsten eines rein instrumentalen Werkes gekappt. Dabei steckt dieses großartige Stück voller texanischem, atmosphärischem Country-Western-Outlaw-Flair, inklusiv fantastischer kratziger Mandoline, Banjountermalung, Dobroeinlagen und einem krachenden E-Gitarren-Solo. Ohne Zweifel ein Highlight dieses Albums! Die folgende Ballade "Beautiful Regret" würde ohne seine Steeleinlagen problemlos
ins Hit-Repertoire eines Bryan Adams passen. Das folgende "Take Me As I Am" erinnert ein wenig an den Stil der Warren Brothers; ein kraftvoll gesungener Refrain, sowie locker miteinender harmonierende Akustik- und E-Gitarren, und als Bonbon eine tolles Southern-E-Solo Marke Allman Brothers, mit kurzzeitigen Double-Leads! Zwei Stücke, die ein wenig aus der Art schlagen, was allerdings überhaupt nicht negativ gemeint ist, sind "Preacher Michael" und "Lovin’ You Is Tough". Beim Erstgenannten variiert Williams seine Stimme gar ein wenig in Richtung eines country-infizierten Chris Thompson (Manfred Mann's Earth Band), in Kombination mit Eagles-ähnlichen Harmonien, beim zweites gibt es schon fast Tendenzen in die AOR-Sparte. Den Abschluss bildet ein starkes Remake von Dr. Hook’s Riesen-Hit "Cover Of The Rolling Stones", was auf eine Kindheitserinnerung von Clint Williams zurückzuführen ist. Laut eigener Aussage trällerte er dieses Stück schon in jüngsten Jahren lauthals nach, wann immer es in seines Daddy's Truck im Radio lief. Alles in allem ein wunderbar in sich stimmiges, harmonisches, leicht AOR-orientiertes, New Country-Pop/-Rock-Werk, das durch seine kraftvolle Präsentation und eine hervorragende Melodik besticht. Morrison-Williams lassen die einstigen Perfect-Stranger-Tage locker in Vergessenheit geraten. Fortsetzung erwünscht! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 3318
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
My girl Friday
Take me as I am
Me again
Preacher Michael
Wonderful

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Mulholland Band, Luke - further [2008]
Rar! Schwer erhältliches Debut der fantastischen Luke Mulholland Band! Als wir vor einiger Zeit das zweite Album der Truppe um den jungen "Wunderknaben" aus Bosten/Massachusetts, "Midnight carnival" in unser Programm aufnahmen, war die Resonanz sensationell. Ihr packender, jammiger, Blues- und Psychedelic-inspired Classic-Rock kam bei unseren Kunden dermassen gut an, dass sofort massive Nachfragen nach dem Debut der Band aufkamen. Es hat zwar etwas gedauert, doch wir haben tatsächlich noch einige Exemplare des 2008 erschienenen Werkes "Further" auftreiben können. Und Leute, es hat sich gelohnt, denn auch das Debut der Jungs ist, obwohl nur 8 Songs mit rund 31 1/2 Minuten Spielzeit umfassend, schlichtweg ein Knüller! Ein Bluesrock-Killerteil mit einer gepflegten Jamrock-Neigung. Ja, "Further" ist deutlicher bluesrockiger ausgerichtet als "Midnight carnival", was aber der Klasse keinen Abbruch tut. Luke Mulholland ist ein Ausnahmetalent. Er war, als das Debut erschien, gerade mal 19 Jahre alt. Doch Mulholland hat sich seiner Musik mit Herz und Seele verschrieben. Er spielt auf, als sei er ein mit allen Wassern gewaschener alter Hase, angetrieben vom ewigen Hunger nach seiner geliebten Musik. Er ist ein großartiger, bereits ungemein reifer Songwriter, ein bravouröser Sänger mit einer dem Genre entsprechenden, rauen, erdigen, kraftvollen, Whiskey-resistenten Stimme, hinter der man eher einen 30 Jahre älteren Frontmann vermuten würde, und er ist ein fantastischer Gitarrist. Bereits im zarten Alter von 10 Jahren griff er zur Gitarre, entdeckte solche Rock-Legenden wie Led Zeppelin, die Doors und Jimi Hendrix und begann deren Soli nachzuspielen. Sein Vater unterstützte ihn dabei sehr. Eines der ersten Stücke, die er vor Publikum präsentierte, war J. J. Cale's "Cocaine". Dann entwickelte sich alles sehr schnell. Schon im mittleren Teen-Alter hatte er regelmässige Auftritte. Sein riesiges Talent an der Gitarre wurde über die lokalen Grenzen hinaus bekannt. Er lernte Leute wie Richie Sambora und Jeff Healey kennen, die von ihm begeistert waren und ihn kräftig unterstützen. Schnell ergaben sich Gigs als Opener für solche Bands wie The Marshall ucker Band, The Allman Brothers Band, Mountain und andere. Heute stehen bereits komplette, gemeinsame Tourneen mit solchen Größen wie beispielsweise Blues Traveler und Dickey Betts & Great Southern zu Buche. Vor allem mit Dickey Betts jammte er während dieser Tour immer wieder ausgiebig. Die Songs von "Further", übrigens alle von Mulholland komponiert, sind ausnahmslos exzellent strukturiert und bleiben klasse hängen. Dazu kommen sie in einem toll produzierten, ungemein kraft- und druckvollen, satten, saftigen Sound. Schön auch, wie gesagt, das allgegenwärtige Jamflair und die stets hervorragende Melodik. Es passt alles zusammen! Nach dem wunderbaren, schön fetten Instrumental-Intro "Go" (tierischer Orgel-Background und bäriges Wah Wah Lead-Gitarren-Spiel) startet die Band dann mit dem straighten, krachenden Hammer-Bluesrocker "Cold night" mit Vollgas durch. Die geradeaus nach vorn gehenden Drums geben einen forschen Powerrhythmus vor, doch nach ein paar Minuten gibt's im Break einen klasse Tempowechsel, hin zu einem wunderbar erdigen, getragenen Blues-Feeling, gipfelnd in einem brennenden, satten, großartigen E-Gitarren-Solo des Meisters. Packend! Da hört man Spuren von Hendrix, den Buddaheads, Mato Nanji's Indigenous und Gov't Mule. Das folgende, leicht Stevie Ray Vaughan-beeinflusste "Rambling on my mind" ist der nächste Knüller: Ein herrlich groovender, von tollem Slide-Spiel Mulholland's kraftvoll und "fleischig" in Szene gesetzter Midtempo-Bluesrocker vom Allerfeinsten. Das Slide-Solo des Bandleaders ist einfach klasse, wie auch sein Gesang und die prächtig hängen bleibende Struktur des Songs. Hat zudem ein schönes Southern-/Jam-Flair. Das großartige Titelstück, der Monster-Bluesrocker "Further", wird von mächtig schweren Riffs und zündenden Slide- und Lead Gitarren-Linien bestimmt, während das starke, leicht funky groovende "Caught up in a dreram" etwas von Hendrix, von Led Zeppelin und einen Hauch von Free aufweist. Das abschliessende "Drowning" hingegen besticht mit lockerem Doobie Brothers-Feeling (schönes Zusammenspiel von akustischen und elektrischen Gitarren), wirkt aber dennooch sehr kraftvoll. Welchen Song man auch herasupickt, sie sind alle saustark! Was wir schon bei der Rezension zu "Midnight carnival" gesagt haben, trifft auch hier uneingeschränkt zu: Das sind die Bands, die die Rock-Welt braucht. Long live the Luke Mulholland Band...

Das komplette Tracklisting:

1. Go (1.58)
2. Cold Night (4.11)
3. Rambling On My Mind (3.45)
4. My Angel (3.32)
5. Further (4.48)
6. The Last Verse (5.28)
7. Caught Up In A Dream (3.30)
8. Drowning (4.12)

Art-Nr.: 7600
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 9,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Go
Cold night
Rambling on my mind
Further
Caught up in a dream
Drowning

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
My Morning Jacket - okonokos ~ live concert film ~ dvd [2006]
Parallele DVD-Veröffentlichung zur gerade erschienenen Live Doppel-CD! Eine der ambitioniertesten, talentiertesten und faszinierendsten, jungen U.S.-Bands der heutigen Zeit begeistern uns nach nunmehr 4 hervorragenden Studio-Alben mit einer geradezu famosen Live-Veröffentlichung, hier als grandios in Szene gesetzte DVD! My Morning Jacket aus Louisville/Kentucky um den charismatischen Frontman, Sänger, Gitarrist und Songwriter Jim James, diese live immer so wunderbar ihre langen Mähnen schwingenden, unbekümmert wie hochklassig aufspielenden Burschen, im weitesten Sinne der Jamrock-Bewegung zuzuordnen, entfachen auf der Bühne die pure Magie! Einzigartiger, unwiderstehlicher "southern-tinged Rock'n Roll" mit traumwandlersich sicher zwischen Retro und Moderne hin und her balancierenden Roots- und Countryrock-Elementen, dessen epische Soundsphären von diesem herrlichen, den Stil der Band so unverwechselbar prägenden Sixties-/Seventies-/Hippie-/Psychedelic-Jam-Feeling durchzogen werden! Mal überaus kraftvoll, laut und dreckig rockend, aber auch mit ruhigen, bedächtigen Momenten, immer knackig und flüssig agierend, die ungezügelte Spielfreude im Blut, bestechen sie darüber hinaus mit einer unglaublichen Melodik. Die Bandbreite der Einflüsse scheint von Lynyrd Skynyrd bis zu den Flaming Lips, und von Gram Parsons bis zu Neil Young und Pink Floyd zu reichen. Eine "verrückte" Kombination, die sie aber voller Hingabe in eine nahezu vollendete Harmonie verwandeln, gleichzeitig aber immer wieder mit losgelösten Instrumental-Passagen/Jammings versehen. Man merkt sofort, was für eine grandiose Live-Band My Morning Jacket sind! Sie explodieren regelrecht auf der Bühne! Die 21 Songs umfassende Setlist von der aktuellen "Z"-Tour ertönt in einem prächtigen, vollmundigen, saftigen Sound aus vielschichtigen, mal filigran eingesetzten, aber überiwegend fett und satt rockenden, herrlichen, herzhaft würzigen E-Gitarren, verziert mit diesen "schwebenden", so markanten, doch niemals zu aufdringlichen Keyboard-Klängen. Dominiert wird das Ganze klar von den Gitarren, und natürlich von Jim James' unvergleichlichem, immer mit einem gewissen Hall unterlegtem, betörendem "howling falsetto"-Gesang, dessen Timbre zuweilen ein wenig an Neil Young erinnert. Großartig, wenn er neben den tollen Melodien, die er singt, mit seinen emotionalen Einsätzen, mal rotzig "kreischend", mal mit harmonischen "Oooohs" und "Aaaahs", mal mit sonstigen "Stimmgeräuschen", die ideale Ergänzung zu den instrumentalen Arrangements der Songs bildet. Es ist nahezu unmöglich einzelne Songs als etwas Besonderes herauszustellen, denn die komplette Setlist ist ein "Hammer"! Ob der von einem markanten Rhythmus aus kantigen Drums und großartigen Keyboard-Fills geprägte, leicht funkige, psychedelische Hippie-Jam-Rocker "Worldless chorus", das von satten E-Gitarren und tollem Drumming angetriebene, dynamische, rauhe, aber dennoch wieder überaus melodische, voller Southern-/Roots-Flair steckende "Gideon", der forsche, von tierischen Gitarrenschlachten geprägte, gleichzeitig sphärig, psychedelische, melodische "New Southern"-Rocker "One big holiday", die über 8-minütige, von James' hypnotischem Gesang eindrucksvoll dargebotene, fantastische Psychedelic-/Roots-/Jam-Ballade "I will sing you songs", deren epische Schönheit am Ende in rauhe, sägenden "Crazy Horse"-like E-Gitarren mündet, das flockige, melodische, wieder voller Southern-Flair steckende "Lowdown", das kochend rockende, von massive Gitarrenattacken geprägte "What a wonderful man", das rhythmische, leicht Reggae-mäßige "Off the record", die entspannte, mit Steeguitar-ähnlichen Klängen durchzogene Americana-/Retro-Country-Nummer "Golden", der über 11-minütige, gar mit einem Saxophon garnierte, jazzige Psychedelic-Jam-Rocker "Dondante", der mit feurigen Gitarren gewürzte, 9 1/2-minütige Southern-Roots-Blues "Run thru" (Jim James verausgabt sich hier völlig, dazu ein mächtig Fahrt aufnehmender Jam-Mittelteil mit einem fast die Bühne in "Schutt und Asche" legenden, verzerrten Gitarren-Gewitter), oder der rotzig dreckige, psychedelische Roots-/"New Southern"-Rocker "Lay low" - die Band übertrifft sich fast selbst! Wunderbar im Einklang mit der Musik steht das prächtige Bühnebild, das, verbunden mit all den Effekten, neben dem Ohrenschmaus einen ebenso adäqauten Augenschmaus bietet: Ein mit Laub bedeckter Bühnenboden, über dem, fast schon "bedrohlich" wirkende Nebelschwaden wabern, Unmengen von der Decke herunterhängende Schlingpflanzen vor dem Hintergrund einer herbstlichen "Geister"waldes, tolle Lichteffekte mit gleißendem Flackern - es hat halt etwas Psychedelisches, etwas Mystisches, etwas "Unheimliches"! Das Publikum ist begeistert! Fantastischer Sound, grandios gefilmt! Ansteckende Spielfreude, hypnotische Melodien, Virtuosität, Ästhetik, Magie - My Morning Jacket mit einem brillanten Live-Event! Herrlich, welch eine Frische diese Band in die heutige Rockwelt einbringt! Leute, tut das gut! Die DVD ist "code free" und somit auf jedem DVD-Spieler abspielbar!

Art-Nr.: 4594
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: DVD || Preis: € 19,90

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Nace Brothers, The - well traveled road [2011]
"Brilliant songwriting, expressive vocals, soaring guitar and a rock solid rhythm section." Gemeint sind die Nace Brothers aus Kansas City/Missouri, die nun schon auf eine rund 30-jährige Bandgeschichte zurückblicken können, aber völlig unverständlicherweise nur in ihrer lokalen Heimat und bei ein paar Genre-Insidern einen allerdings mehr als prächtigen Ruf genießen. Absurd, denn das Quartett um die beiden Brüder David (drums, lead vocals) und Jimmy Nace (guitars) sprüht nur so vor Musikalität und zwangloser Spielfreude. "Well traveled road", ihr neues Album, zeigt sie in brillanter Verfassung. Die Nace Brothers spielen einen exzellenten "soulful mix" aus Roots-, Blues-, Southern-, und Jamrock, voller großartiger Arrangements aus "southern-rooted electric and slide guitars", sich bestens ergänzendem Klavier- und Orgelspiel, alles auf einem klasse Groove der großartigen Rhythmusfraktion aufbauend. Der Duft des Südens weht vehement durch jeden einzelnen Song und sorgt für ein wunderbares Feeling. Die Einflüsse der Truppe liegen bei solchen Kollegen wie The Band, Little Feat, Poco, The Black Crowes, Eric Clapton und vor allen Dingen The Allman Brothers Band. Eines der ersten Stücke, die die Band in den frühen Achtzigern live spielte war "Ramblin' man" - und das war damals schon exakt auf einer Linie mit der Musik, die sie auch heute noch zelebrieren. Da passt auch David Nace's starker Gesang ins Bild, dessen Timbre zuweilen wie eine Mischung aus Gregg Allman und Dickey Betts rüber kommt. Los geht's mit dem traumhaft melodischen "The way it's always been", einem flockigen, zwischen Countryrock-Flair und tiefem Southern Rock-Ambiente hin und her balancierenden Rootsrocker mit erdigen, rauen Slide-Linien und prächtigen Piano-/Orgel-Ergänzungen. Klingt wie aus dem Dunstkreis southern-orientierter Eagles, Poco, Boyer & Talton's legendärer Band Cowboy, The Marshall Tucker Band und den Allmans. En herrlicher Auftakt, der sofort die Spannung für die weiteren Songs schürt. Und die sind allesamt klasse. Wie zum Beipiel das vorzügliche, vorwiegen mit Dobro, akustischer Gitarre und flockig klimperndem Piano instrumentierte Titelstück "Well traveled road" (herrliche Americana-Nummer), oder auch der kraftvolle, drückende, schön funky, swampy und sehr southern kommende, würzige Bluesrocker "Let me down easy" (strotzt nur so vor Einfüssen der The Allman Brothers Band - toller Orgelteppich, starkes Piano und erdige E-Gitarren-Licks), der gut abgehende Southern-/Roots-/Blues-Boogie "Sunday afternoon" mit seinem klasse Drive (super hier das leicht jazzige Klaviersolo von Keyboarder T. J. Erhardt, gefolgt von einem nicht minder starken Orgel-Solo, und am Ende des Stücks noch von einem tierischen Gitarren-Solo Jimmy Nace's), der kochende, Slide-getränkte "wild ride" Southern Rocker "Love by surprise" (großartiges, glühendes, swampiges Slide-Solo), der wieder sehr an die Allmans erinnernde Southern-Blues "World we live in", und, und, und. Die Roots-/Southern-/Blues-/Jam-Gemeinde wird diese Truppe mit offenen Armen aufnehmen. Wird höchste Zeit, dass die Nace Brothers eine weitaus breitere Aufmerksamkeit erlangen. Tolles Album einer exzellenten Band!

Das komplette Tracklisting:

1. The Way It's Always Been 3:44
2. Temptation 4:05
3. Well Traveled Road 3:43
4. Free 3:52
5. Let Me Down Easy 4:25
6. Sometimes It Rains 5:39
7. Sunday Afternoon 4:09
8. Love By Surprise 4:06
9. World We Live In 4:55
10. Daisy Chains 4:56
11. Tore Down With the Blues 4:56
12. Can't Change the Way I Live 3:18
13. Sad Day 4:05

Art-Nr.: 7657
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
The way it's always been
Well traveled road
Let me down easy
Sunday afternoon
Love by surprise
World we live in
Sad day

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Nail, David - i'm a fire [2014]
Drittes und bisher bestes Album von David Nail! Der ursprünglich aus Missouri stammende David Nail ist eine Kämpfernatur. Der ehemals talentierte Baseballspieler und -trainer hat in seiner Sportkarriere gelernt, dass man nach Niederlagen wieder aufstehen muss. Das hat ihm vermutlich auch in seinem nachfolgenden Leben als Musiker geholfen. Denn sein Weg war zunächst mehr als beschwerlich. Sein fertiggestelltes Debütalbum war nach einem ersten Singleachtungserfolg komplett gecancelt worden (somit wäre "I’m A Fire" eigentlich schon sein viertes). Erst fünf Jahre später konnte David bei MCA Nashville dann mit "I’m About To Come Alive" im New Country Business so richtig Fuß fassen (die Single "Red Light" schaffte es gleich unter die Top 10). Auch wenn Silberling Nr. 2 "The Sound Of A Million Dreams" mit "Let It Rain" dann prompt Nails erste Nr.1 Single mit sich brachte, blieb ihm die Tür zu den ganz Großen der Zunft immer noch versperrt. Das könnte sich jetzt mit seinem neuen Werk "I’m A Fire" gravierend ändern. Nail hat sich von seiner immer ein wenig mitschwebenden Introvertiertheit freigeschwommen und präsentiert ein hochmodernes, niveauvolles Mainstream New Country-Album voller Hitpotential. So schaffte es das mit herrlichem Banjo- und Dobrospiel (Ilya Toshinsky und Jerry Douglas) durchzogene "Whatever She’s Got" direkt auf Platz 2 der Billboard Country Single-Charts (sogar Platz 1 der Country Airplays). Der Song ist ein Paradebeispiel dafür, wie man moderne Pop-/Rockmusik mit country-typischen Instrumenten veredeln kann. Klasse dieses Lied. David hat auf der von Frank Liddell, Chuck Ainley und Glenn Worf produzierten Scheibe vier der insgesamt elf Tracks mitkomponiert und zeigt auch beim Songwriting deutlich reifere und variablere Züge. Sehr schön beispielsweise das mit einem Eli Young Band-Touch angenehm dahingleitende "Broke My Heart", die atmosphärischen Balladen "Brand New Day" (mit tollem Jerry McPherson E-Gitarren-Solo) und "The Secret" (sehr düster, packender Text, fantastische Gesangsleistung) oder das in Keith Urban-E-Gitarren-Manier locker dahinfliessende "Easy Love". Spaß machen vor allem auch die sehr stilvoll eingeflochtenen und gut wahrnehmbaren Harmoniegesänge von Damen wie Sara Buxton, Micah Wildshire oder Aubrie Sellers, der Tochter von Lee AnnWomack. Apropos Lee Ann Womack. Die hat einen Awards-verdächtigen Gastauftritt bei derDuettversion des Glen Campell-Klassikers "Galveston". Auch hier zeigen die starken Nashville-Musiker (neben den bereits erwähnten u. a. Chris McHugh, Eric Darken, Paul Franklin, Mike Rojas) wie man heute so einen alten Schinken von seinem Staub befreien kann. Das ist traditionelle Countrymusic auf der Höhe der Zeit - und zwar vom Allerfeinsten! Fantastisch! Die ganz hohe Kunst des Harmoniegesangs gibt es dann auf "When They’re Gone (Lyle County)“ zu hören. Hier hat David die Kollegen von Little Big Town mit ins Boot geholt. Ein herrlich rootsig-kratziger Countrysong, der auch perfekt ins LBT-Repertoire gepasst hätte. Glänzend erneut Jerry Douglas’ filigrane Dobro-Einlagen inkl. erstklassigem Solo. Auch der Titelsong könnte die Charts aufmischen. Aus der Feder von Hitgarant Tom Douglas und The Cadillac Three-Frontmann Daren Johnston (singt im Background mit) stammend, bekommt man hier so ein wenig "Bruce Springsteen goes New Country"-Feeling geboten. Starker Track! David Nail beweist auf "I’m A Fire" eindeutig, dass das musikalische Feuer in ihm brodelt. Die Radiostationen haben angesichts des hohen Hitvolumens wohl die Qual der Wahl. Spätestens jetzt dürfte er in der Topriege der Nashville-Elite angekommen sein. David Nail mit einer wahrhaftigen Top-Leistung! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Whatever She's Got - 3:56
2. Broke My Heart - 3:16
3. Burnin' Bed - 3:38
4. When They're Gone (Lyle County) fFeaturing Little Big Town) - 3:42
5. Brand New Day - 4:44
6. Kiss You Tonight - 3:51
7. The Secret - 4:21
8. Countin' Cars - 2:52
9. Easy Love - 3:21
10. I'm a Fire - 4:05
11. Galveston (Featuring Lee Ann Womack) - 3:13

Art-Nr.: 8511
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 13,90

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Nail, David - i'm about to come alive [2009]
Sehr schöner, qualitativ hochwertiger New Country mit jeder Menge Hitpotential! David Nail hat es wohl seinem Talent und seiner Hartnäckigkeit zu verdanken, dass es vielleicht doch noch mit einer großen Karriere im Music City klappen könnte. Auch er ist einer der vielen Künstler, die mit den Irrungen und Wirrungen der Labelentscheidungsträger zu kämpfen haben und hatten, in seinem Fall sogar schon, bevor es überhaupt richtig losging. Nail hatte 2002 bereits bei Mercury Records einen Major-Vertrag in der Tasche, doch die vorab herausgebrachte Single erreichte nur Platz 52 der Billboard-Charts. Der sich nur mäßig herauskristallisierende Erfolg weiterer an die Radiostationen verschickter Songs veranlasste das Label schließlich Nails geplantes Debüt auf Eis zu legen. Der aus einer Kleinstadt im Südosten von Missouri stammende Nail zog sich danach zunächst gefrustet zurück und arbeitete fortan als Jugendtrainer einer Baseballmannschaft. Über Brian Wright, dem Vizepräsidenten der mittlerweile unter dem Dach der Universal Group beherbergten Label Mercury Nashville und MCA Nashville kam der Kontakt zu Frank Liddell zustande, der nun gemeinsam mit Mike Wrucke (beide arbeiteten schon zusammen für Miranda Lambert) David Nail's MCA-Debüt "I’m About To Come Alive" produzierte. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt, Nail eine zweite Chance zu gewähren. Der Silberling steckt voller fein instrumentierter Songs (herrlich, solch großen Könnern wie u.a. Chuck Leavell, -z.B. The Allman Brothers Band, The Rolling Stones-, Waddy Wachtel, -die "alte" californische Gitarren-Legende, die u.a. Linda Ronstadt und Jackson Browne begleitete-, Mike Wrucke, Kenny Greenberg, Glenn Worf, Dan Dugmore, Jim Hoke, u.s.w. zuzuhören), die einerseits zwar vorwiegend im Midtempo- und Balladen-Bereich angesiedelt sind, andererseits aber knackig und kraftvoll daherkommen, und richtig Laune machen. Die Radiostationen werden dies diesmal wohl kaum ignorieren können. Das vorab veröffentlichte Titelstück "I’m About To Come Alive", im übrigen ein Coversong der amerikanischen Alternative Rock Band Train (mit klasse Gitarren , Steel und tollen Harmonies von Nathalie Hemby, dazu ein kräftiger Refrain), erreichte immerhin die Top 50 der Charts, mit der zweiten Single, dem von einem dezenten Heartland-Flair durchzogenen, sehr flockigen und melodischen "Red Light" (zur Zeit Platz 24, Tendenz steigend) scheint der Durchbruch nun möglich zu sein. Absolut herauszustellen ist allerdings mit "Mississippi" der großartige Auftakt dieses insgesamt sehr gelungenen Longplayers. Was ist das für eine Wonne, hier dem exzellenten Klavierspiel des Tastenvirtuosen Chuck Leavell zu lauschen (auch Co-Writer dieser voller Südstaatenatmosphäre durchströmten Ballade; die ein wenig an das alte "New Orleans Ladies" von Louisiana’s LeRoux zu erinnern scheint). Dazu das zündende E-Gitarrenspiel von Mike Wrucke und Waddy Wachtel (klasse Solo) und die bezaubernden Background Vocals ein Natalie Hemby betören. An Nails ehrfürchtig wirkendem Gesang spürt man förmlich, dass der realisiert hat, Teilhaber an einer ganz großen Nummer sein zu dürfen. Das ist erstklassige, nach dem Süden "riechende" New Country-Musik, deren zwischendrin eingestreute Streicher überhaupt nicht stören! Nails kompositorisches Talent kommt bei gleich vier Tracks zum Tragen ("Again" - peppig, dezentes, unterschwelliges U2-Feeling in der Gitarreninszenierung; "Clouds" - entspannt, aber kräftiger Refrain, fettes E-Gitarren-Solo; "This Time Around" - ein wenig poppig, rhythmisch, in "männlicher Shania Twain-Manier"; und "Missouri" - rootsig, mit schönem Dobro, atmosphärische Streicher, wieder tolle "Backs" von Hemby). Dazu hat auch der starke Songwriter Scooter Caruso einen erheblichen Anteil an der Gestaltung der Stücke. Mit Gary LeVox (Rascal Flatts-Sänger) bei "Summer Job Days" (im typischen RF-Stil mit ruhigem Strophengesang, emotionalem Refrain und immer kräftiger werdendem Songverlauf, surrendes E-Gitarren-Solo von Kenny Greenberg) und Kenny Chesney bei "Turning Home" (New Country-Ballade mit Southern-Teint, Steel, Mandoline, Piano, Twin Gitarren -erinnert vom Gesang her ein wenig an Garth Brooks), kann Nail zudem auf hochkarätige und sehr prominente Unterstützung beim Songwriting zählen. Sicher auch ein Beweis in das in ihn (zu Recht) gesetzte Vertrauen. Ein weiteres Highlight ist das von Scooter Caruso und Aimee Mayo kreierte "Strangers On a Train", wobei neben dem unnachahmlichen Harmonikaspiel von Jim Hoke auch Miranda Lambert's schön eingeflochtene Harmonies zentrale Akzente setzten. Und somit schließt sich wieder der Kreis zu Produzent Frank Liddell, der das ganze Werk mit einem glasklaren Sound veredelt hat. David Nail hat mit "I’m About To Come Alive" einen ersten Schritt in Richtung einer vielversprechenden Karriere gemacht (der Frauentyp dürfte auch bei der weiblichen Klientel bestens ankommen). Das Album könnte aufgrund des bereits erwähnten, erheblichen Hitpotentials zu einem der Überraschungen dieses Jahres in Nashville avancieren. Nail hat bewiesen, dass er durchaus das Zeug besitzt, sich problemlos in der Riege von Leuten wie Billy Currington, Josh Gracin, Brian McComas, Craig Morgan, Steve Azar & Co. einzureihen. Ein klasse Debüt! (Daniel Daus)

Die komplette Songliste:

1 Mississippi - 4:36   
2 I'm About to Come Alive - 4:28   
3 Red Light - 4:06   
4 Again - 4:21   
5 Clouds - 3:53   
6 Summer Job Days - 4:11   
7 Strangers on a Train - 4:08   
8 Looking for a Good Time - 5:12   
9 This Time Around - 3:25   
10 Turning Home - 4:59   
11 Missouri - 4:02

Art-Nr.: 6553
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 12,90

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Nail, David - the sound of a million dreams [2011]
Wow, was für ein Quantensprung zum Vorgänger von 2009 - und der war ja beileibe auch kein "Flop". Doch der aus dem kleinen Nest Kennett im Südosten von Missouri stammende Singer und Songwriter liefert mit "The sound of a million dreams" ein Album ab, auf dem er nicht nur sein ganzes Potential abruft, sondern auch auf beeindruckende Art und Weise seine musikalische Vielseitigkeit demonstriert. Ein immenser Schritt nach vorn! David Nail wollte sich bei seinem neuen Werk bewusst nicht ausschließlich vom Country-Mainstream leiten lassen. So hat er sich neben den 3 Nummern, die er selbst geschrieben, bzw. mitgeschrieben hat, mit sehr viel Geschick ganz unterschiedliche Songs ausgesucht. Songs hinter denen er mit vollem Herzen steht, die er mit Leib und Seele liebt und die einen Musiker mit einer erstaunlichen Bandbreite zeigen. Bravourös bewegt er sich mit diesem grandiosen Songmaterial zwischen Country, New Country, Countrypop, Countryrock, Roots und Americana, zuweilen mit einem wunderbaren Touch von Soul, Swamp, Blues und Gospel. Klar ist die saftige, glasklare Produktion von Frank Liddell und Chuck Ainlay mit einer gewissen Nashville-Glätte überzogen, doch nie zu "dick". Und etwas "Americana-Grit" ist, wenn es die Thematik erfordert, immer vorhanden. Der Sound ist brillant! Das ist ganz große Klasse! Nehmen wir beispielsweise mal den fantastischen Opener "Grandpa's farm". Vom Songtitel her könnte man da vielleicht eine fröhliche "Backporch"-Countrynummer vermuten, doch weit gefehlt. Nail brilliert hier mit einem packenden, toughen, bluesigen, toll groovenden, Country-infizierten Roots- und Southern-Rocker, der eher an alte Little Feat-, Wet Willie- und Delaney & Bonnie-Großtaten erinnert, als an irgendwelche Nashville Country-Helden. Zum Gelingen dieser wunderbar melodischen "Killer"-Nummer, wie auch dem kompletten Rest dieses tollen Albums, tragen natürlich nicht unwesentlich auch die exzellenten Begleitmusiker bei. So spielen hier beispielsweise an den Lead-Gitarren die Saitenakrobaten George Marinelli (u.a. Bonnie Raitt und Bruce Hornsby), sowie Doug Pettibone (u.a. Lucinda Williams) ganz groß auf (letzterer mit glühenden Slidelinien), ebenso wie Chuck Leavall (u.a. The Allman Brothers Band) an den Tasten und Dan Dugmore an der Pedal Steel. Hinzu kommen Gospel-mässige, intensive, weibliche Background-Gesänge und nicht zuletzt David Nail's tolle, viel Wärme ausstrahlende Stimme, die ebenso gut für die reinen Country- als auch für die Americana-Songs geeignet ist. Ein "Hammer"-Auftakt! Und es geht ebenso stark witer: Auch die zweite Nummer, "Songs for sale", hat wieder so eine klasse Melodie und solch einen herrlichen Groove, aber auch eine faszinierende Leichtigkeit. Großartige Percussion, Steelguitar, vereinzelte Mandolinenzupfer und prächtige Gitarren bilden einen tollen Klangteppich. Zudem hat Nail bei diesem klasse New Country-Song eine exzellente Duettpartnerin: die wunderbare Lee Ann Womack. Etwas poppiger, was aber in diesem Falle keinesfalls als negativ zu bewerten ist, geht es mit dem von Keith Urban und Vernon Rust komponierten "Desiree" weiter, das in seiner Struktur von ruhigen Strophen und knackigem, flotten, hoch melodischem Refrain zuweilen ein wenig an die guten alten Fleetwoof Mac zu erinnern scheint. Background Gesang hier: Sarah Buxton! Baumstark! Das folgende "She rides away" fängt an wie eine Ballade, entwickelt sich dann aber zu einer schön knackigen, saftigen, erneut prächtig ins Ohr gehenden New Country-/Countryrock-Nummer, gespickt mit der exzellenten Arbeit der beiden Gitarrenkünstler Doug Pettibone und George Marinelli. Die erste Single, "Let it rain", eine knackige, moderne Midtempo New Country-Nummer, wieder mit Sarah Buxton's Background-Stimme, ist bereits in die Top 10 der Billboard Country Singles-Charts eingestiegen - Tendenz steigend. So geht das munter weiter, bis das Album schließlich mit der grandiosen Ballade "Catherine", einer von Nail's Eigenkompositionen, endet. Das ist famoser, bluesiger Americana-/Roots-Country mit einer feinen Portion Soul, einem großartigen Rhythmus, tollen Piano- und Orgel-Klängen sowie glühender Slide-Gitarre von Doug Pettibone. Background-Gesang hier: Will Hoge! David Nail ist ohne Zweifel auf dem richtigen Weg. Diese Musik hat Herz, Seele, viel Substanz und demonstriert eindruckvoll, wie vielseitig Country sein kann. Eine absolute Meisterleistung!

Das komplette Tracklisting:

1. Grandpa's Farm - 4:21
2. Songs for Sale - 3:44
3. Desiree - 4:52
4. She Rides Away - 4:36
5. Let It Rain - 4:59
6. I Thought You Knew - 3:42
7. Catch You While I Can - 4:23
8. Half Mile Hill - 4:19
9. That's How I'll Remember You - 4:58
10. The Sound of a Million Dreams - 3:55
11. Catherine - 4:52

Art-Nr.: 7625
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Grandpa's farm
Songs for sale
Desiree
She rides away
Catch you while I can
Catherine

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Nettles, Jennifer - that girl [2014]
Glänzendes Solo-Album der Stimme von Sugarland, Jennifer Nettles! Sie liefert eine ganz starke Vorstellung ab. Es exsistieren nur wenig Parallelen mit den teils schmissigen, poppigen New Country-Hits von Sugarland, dafür wundervoll variantenreiche, charismatisch interpretierte Songs zwischen Roots, Country, Soul, Americana und Rock. Sonst hätte so ein Solo-Album vermutlich auch wenig Sinn gemacht. Trotzdem eine mutige Entscheidung, sich solch einer Herausforderung zu stellen. Aber wer mit einem derartigen Stimmorgan wie Jennifer Nettles gesegnet ist, dem braucht auch vor etwas variableren Aufgabenstellungen wirklich nicht bange zu sein. Und so bewältigt die 39-jährige, aus Georgia stammende Sängerin die elf Stücke ihres ersten Eigenwerks mit Bravour. Sie hat bis auf den Abschlusstrack sämtliche Stücke selbst mit einigen Co-Writern wie u. a. Mike Reid, Sara Bareilles ("Love Song"), Philip Sweet, etc. geschrieben. Auch die Auswahl der "nicht-üblichen" Musiker der Nashville-Garde (Smokey Hormel, Matt Sweeney, Jason Lader, Ian McLagan, Chad Smith, Lenny Castro, Alex Acuna, dazu jede Menge Streich-, und Hornblasinstrumente), zeugen von einem mit Bedacht gewähltem Richtungswechsel. Die CD beginnt mit dem wunderschönen "Falling", das nach einem zunächst nur mit Akustikgitarrenuntermalung stattfindenden Beginn sich nach dem ersten Refrain (Drums, Piano, Orgel und E-Gitarre setzten ein) zu einer wunderbar melodischen Nummer steigert, die noch am ehesten weitläufige Bezugspunkte zu Sugarland aufweist. Auf ganz sparsam gehaltenen Songs (hier dominieren fast nur Akustikgitarre und Ihre Stimme) wie "Me Without You", "This Angel" (gewisses Heart-Flair) oder "Thank You" kann Nettles ihre vokale Voluminösität so richtig entfalten und das macht sie erwartungsgemäß brillant. Geradezu Grammy-verdächtig! Das Titelstück groovt herrlich relaxt, man hat fast das Gefühl, dass der Song live im Studio eingespielt wurde. Das spontane Beifall-Händeklatschen am Ende des Liedes könnte ein Indiz dafür sein. Der eigentlich etwas ernstere Text von "Jealousy" (es geht um eine Frau, die sich fragt, warum sie ihre Eifersucht nicht in den Griff bekommt) und die "smoothige", lockere Akustik-Pop-Umsetzung stehen in krassem Gegensatz zueinander. Wunderbar der bluesig-soulig umgesetzte Lovesong "This One’s For You" (E-Gitarre, E-Piano, Bläser), mit einer hoch-emotionalen Nettles-Gesangsperformance. Die folgende, temporeichste Nummer des Werkes, "Know You Wanna Know", wurde mit dem wohl prominentesten Co-Autor, Richard Marx, kreiert: Launiger Roadhouse-Country-Rock-Stoff, wie man ihn auch von einer Eve Selis kennt. Mit dem bluesigen "Good Time To Cry" (erinnert phasenweise an den Eagles-Song "Take It To The Limit", Gesang von Jennifer ein wenig in Lucinda Williams-Manier) und der furiosen, souligen Fassung des alten Bob Seger-Klassikers "Like A Rock" (herrliche, Memphis-artige Bläser-Einlagen) gibt es nochmals zwei richtige Kracher zum Abschluss des Silberlings. Produziert hat übrigens der große Meister Rick Rubin (u.a. Johnny Cash, ZZ Top), der ja für seinen großartigen, erdigen und direkten Sound bekannt ist. Jennifer Nettles begibt sich mit ihrem ersten Solo-Album "That Girl" auf ganz eigene Pfade. Und das ist gut so. Das Mädel zieht ohne "Wenn und Aber" ihr eigenes Ding durch. Ganz tolle Scheibe. Gratulation, Ms. Nettles! (Daniel Daus)

Das homplette Tracklisting:

1. Falling - 3:23
2. Me Without You - 3:37
3. Moneyball - 3:13
4. That Girl - 4:00
5. This Angel - 3:31
6. Jealousy - 3:51
7. This One's For You - 3:45
8. Know You Wanna Know - 3:06
9. Thank You - 4:11
10. Good Time To Cry - 4:27
11. Like A Rock - 4:23

Art-Nr.: 8442
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


Zurück || Weiter