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McClure, Mike - fifty billion [2011]
Dieser aus Tecumseh, Oklahoma stammende Mike McClure ist schon der Wahnsinn! Ein echter Tausendsassa der Red Dirt-Szene. Ob als emsiger Produzent/Studiomusiker bei vielen Interpreten des Genres (u. a. Cross Canadian Ragweed, Tommy Gallagher Band), Mitspieler bei diversen Live-Acts, Gründer und Frontmann von solch großartigen Bands wie The Great Divide, der Mike McClure Band oder auch ganz solo, mittlerweile sogar Mitinhaber eines eigenen Labels (598 Recordings), dieser Mike McClure ist, wenn es um Red Dirt geht, rastlos und omnipräsent (ob die ungewöhnliche Covergestaltung auch noch auf eine weitere Passion Mikes, der Schmetterlingskunde, hindeutet, bleibt ungeklärt...). Das Erstaunliche dabei: Überall, wo er seine Finger im Spiel hat, kann man sich zum einen auf aussergewöhnliche, musikalische Qualität verlassen, zum anderen darf man sich auf (positive) Überraschungen gefasst machen. So liefert auch sein neues Solo-Werk "Fifty Billion" erneut baumstarke Kost und hinterlässt einen bleibenden Eindruck. Hierzu hat er sich wieder mit seinem Spezi (ZZ Top-Produzent) Joe Hardy zusammengetan, der natürlich produziert und mit Mike sämtliche Kompostionen (alle aus der Feder von McClure) fast im Alleingang (lediglich bei Fiddle, Horns, Conga und Backs gab es partielle Unterstützung) mit diversesten Intrumenten eingespielt hat. Ja, beim Hören der ganzen Feinheiten, kann man gedanklich förmlich nachvollziehen, wie die beiden im Studio stundenlang herumgetestet, -experimentiert und jedes Songsdetail bis ins Kleinste "ausklamüsert" haben. Anders als bei den Scheiben, die McClure selbst produziert, und bei denen immer auch ein gewisser kommerzieller Nutzen nicht aus dem Auge verloren wird, gilt für seine eigenen Platten wohl eher das Motto "twice as different, half as popular". "Fifty Billion" bietet eine enorme Bandbreite an Stilen und Stimmungen (das reicht von wunderschönem, semi-akustischem Alternate Country bis zu knochentrockenem, riffigem Rootsrock, von staubigem Americana bis zu Bläser-geschwängertem Southern-Funk, oder von herrlichen Klangspielereien umgebenem, ungemein melodischem Countryrock bis hin zu punkigem Volldampf-Rock), die aber letztendlich doch alle in einer wunderbaren Harmonie und dem Oberbegriff "Red Dirt-Rootsmusic" wie selbstverständlich zusammenfinden. Der eröffnende Titelsong, kommt zunächst einmal im enspannten, leichten Country-/Americana-Ambiente mit sehr schöner Melodie sowie etwas sonnigem Eagles-Feeling daher. Dieser "Wohlfühl-Song" wird dann aber sofort jäh von einem deftigen, aber nicht minder starkem Rootsrocker ("Black Diamond") abgelöst, beo dem McClure mit zwei quirligen E-Gitarren-Solo-Passagen brilliert. Beim folgenden "Horsehoe" gibt’s direkt den nächsten Stimmungswechsel: Wundervoller Slow-Countryrock mit fast hawaianisch anmutender Steelgitarre und einem überraschenden Fiddle-Solo. "Almost Here / Almost Gone" liefert einen kleinen Vorgeschmack auf die wohl kommende The Great Divide-Reunion (in 2012 soll es ja einige Konzerte geben), ein typischer Track in der Tradition ihres einstigen Song-Repertoires. Das sich anschließende "Distractions" erinnert ein wenig an Lieder von Stoney LaRues letztem "Velvet"-Album mit recht introvertiertem Charakter, wo verschrobene E-Gitarren ein fast psychedelisches/hypnotisches Ambiente erzeugen. "Old Crow" gibt sich dann wieder herrlich fröhlich. Ein kleiner hübscher, folkig/grassiger Country-Stomper mit Banjo, Dobro und Mandoline verziert, der zum Tanzen animiert und jede Menge Gute Laune verbreitet. Bei "Hell And Highwater" hingegen fährt McClure wieder ein "schweres Geschütz" auf. Nach einem ruhigen, mit Akustikstreicheleinheiten unterlegten Gesangsintro und dezenten weiblichen "Uuhuuh"-Harmonies geht die Nummer in einen heissen, drückenden, souligen Memphis Funk-Blues mit fetter Hornsection und gospeligen weiblichen "Backs" über. Man hat teilweise das Gefühl, McClure singt gegen eine ganze Big Band an. Wuchtig, aber großartig! Toll, wie sich die Bläser mit dem akzentuierten Mandolinenspiel vertragen. Und mitten in den Bläser-Part stösst der Meister dann noch mit einem bärenstarken E-Gitarrensolo vor. Das hat was! Die prompte Gelegenheit zur Erholung folgt mit "The Other Side Of Midnight" auf dem Fuße, das fast wie ein Wiegelied mit viel Gefühl zelebriert wird. Schön hier vor allem die spanische Akustikgitarre. Dieses typische "Borderline-Flair", wie es Charlie Daniels oft in seinen Southern Rock-Stücken verarbeitet hat, umgibt auch das voller Pathos umwobene "Outlaws Prayer" (starke Twin-Leads). Am Ende versetzt McClure seine Hörerschaft dann endgültig ins Staunen. "Little Birdie" fängt zunächst mit Akustikgitarren-untermaltem Erzählgesang ganz simpel und harmlos an, wechselt dann aber plötzlich in einen überschwenglichen, mächtig abgehenden Gitarren-betonten, punkigen Rootsrocker mit Stadion-kompatiblen und Party-tauglichen "Ooohooh"-Mitgröl-Passagen, um dann so einfach und ruhig wie zu Anfang wieder abzuschließen. Ein selbst für McClure-Verhältnisse ungewöhlicher "Abflug". Mike McClure ist sich mit seinem neuen Silberling "Fifty Billion" wieder treu geblieben: Saustark auch wieder sein Gesang! Ist einfach wieder ein klasse Teil geworden, wie man es von ihm nicht anders erwartet. Keine "einfache" Kost, trotzdem zumeist überaus melodisch, immer den Hörer fordernd, mutig, oft so genial wie extravagant, dann wieder schön einfach, durchgehend toll instrumentiert. Gratulation und grössten Respekt dafür, "Mr. Red Dirt"! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Fifty Billion 3:39
2. Black Diamond 4:23
3. Horseshoe 3:15
4. Almost Here/ Almost Gone 2:44
5. Distractions 4:27
6. Old Crow 2:20
7. Hell And Highwater 4:06
8. Other Side of Midnight 4:30
9. Outlaw's Prayer 3:05
10. Little Birdie 2:01

Art-Nr.: 7649
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Fifty billion
Black diamond
Horseshoe
Old crow
Hell and highwater
Other side of midnight
Outlaw's prayer

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McComb, Jeremy - my side of town [2008]
Herrlich erfrischende, von einem lockeren, flockigen, wunderbar ländlichen "Carolina-Feeling" durchzogene, großartige Countrymusic des jungen Jeremy McComb, der für seine gerade mal 26 Jahre schon einiges hinter sich. Aufgewachsen in der Nähe von Washington, wurde er schon frühzeitig von seinem Vater, ebenfalls Berufsmusiker, im Alter von zwölf Jahren auf die Bühne gehievt und zum Singen animiert. Er entdeckte somit frühzeitig seine Liebe zur Countrymusic, tourte schon als Teenager durch die Lande und arbeitete später dann erst einmal als DJ für eine Radiostation. Der bekannte Singer/Songwriter/Produzent/Manager JP Williams offerierte ihm am Rande seiner Radio-Show zunächst einen Job als Tour-Manager für den bekannten Country-Comedian Larry "The Cable Guy", änderte seine Pläne nach einer Gesangsanhörung McComb's aber sehr schnell ab und verpflichtete ihn direkt als Interpreten für sein Label "Parallel Entertainment", das jetzt auch dieses hervorragende Debüt veröffentlichte. Produziert hat das Werk kein Geringerer als der exzellente Drummer Paul T. Riddle, einst Gründungsmitglied der legendären, auch in Country-/Countryrock-Kreisen hoch geschätzten Southern Rock-Truppe The Marshall Tucker Band, der neben seiner Tätigkeit an den Reglerknöpfen natürlich auch das Schlagzeug in seiner gewohnt markanten und versierter Form bedient. Eine sehr gute Wahl, wie die zwölf auf dem Album vertretenen Stücke schnell verdeutlichen. Jeremy McComb ist mit einem außergewöhnlichen musikalischen Talent gesegnet. Seine exzellente, sehr gefällige, angenehme Stimme (gelegentlich kommt einem Bruce Robison in den Sinn) passt toll zu der lockeren Atmosphäre, die sich durch sämtliche Stücke zieht. Drei der Songs stammen aus seiner eigenen Feder ("I Can Live With That", "You’re Killin’ Me" und das abschließende "Perfect", mit wunderbarem Marshall Tucker-Flair), die allesamt in puncto Qualität den übrigen Fremdkompositionen (u.a. mit einiger Prominenz, wie z.B. Bob Dylan, Bobby Pinson, Liz Rose, Craig Wiseman, u.s.w.) in Nichts nachstehen. Der Opener und gleichzeitig die erste Single des Albums, "Wagon Wheel", kann sogar mit einer ganz eigenwilligen Geschichte aufwarten. Die Nummer wurde in den Siebzigern von Bob Dylan begonnen zu schreiben, dann fast 30 Jahre in der "Schublade" belassen um schließlich von Ketch Secor (The Old Crow Medicine Show) textlich und musikalisch vollendet zu werden. Eine tolle, traumhaft melodische, locker Countrynummer, instrumentiert mit feinen, transparenten Gitarren und großartigen Fiddle-Passagen (Aubrey Haynie), sehr traditionell fundamentiert, dennoch ungemein zeitgemäß und alles andere als "hausbacken". Wie die gesamte Musik dieses Albums! McComb versteht es prächtig die reinen, puren Countrytraditionen in ein stets auf der Höhe der Zeit befindliches, musikalisches Gewand zu stecken, das die Barriere zwischen "Pure" und "Modern" Country geradezu spielerisch überwindet. Alles kommt, auch dank der lebendigen Produktion (großes Lob für Paul T. Riddle!), der tollen Gitarren-Arbeit von Rusty Miilner und Ronald Radford (auch klasse Steelguitar) und nicht zuletzt aufgrund McComb's starkem Gesang überaus frisch zur Geltung. Hier hat alles Hand und Fuß! Die Trackliste ist zudem überaus abwechslungsreich. "Slow Me Down" zum Beispiel ist ein flotter New Country-Feger mit einer schönen Banjo-Untermalung und sogar dezentem Southern-Touch, bei "Next Time I Leave" sind Steel- und E-Gitarre tonangebend in Verbindung mit einer gewissen Dramaturgie im Refrain (die Nummer wäre auch für Dierks Bentley maßgeschneidert), "This Town Needs A Bar" ist eine pure, lupenreine Traditional-Country-Ballade (klasse Mandoline, Piano, Steel, Fiddle). Das musikalisch zum Songtitel passende Gute-Laune-Stück "Miss Mexico" geht richtig rhythmisch durch Mark und Bein (tolle spanische Akustikgitarre/Mandoline) und hat als I-Tupfer noch ein glänzendes Bradford E-Gitarren-Solo zu bieten. Eine tolle Country "Schön-Wetter-Nummer" voller Chartpotential.gibt's dann mit "Day One" (hat gar etwas vin Garth Brooks, klasse Dobroeinlagen von Randy Kohrs). Hier zeigt Jeremy, dass er für größere Taten bereits vorzüglich gewappnet zu sein scheint. Balladesk wird es dann nochmals bei "Cold", etwas flotter wieder bei "Not Tonight" (Fiddle- und E-Gitarren-betont), bis schließlich am Ende das bereits erwähnte, herrlich entspannte, im Dunstkreis der Marshall Tucker Band befindliche "Perfect" (Jeremy ist beim Songwriting hier scheinbar vom kürzlich verstorbenen Geogre McCorkle inspiriert worden - McCorkle wird auch in den Credits erwähnt) ein durchgehend starkes Album einen Abschluss findet, dass sowohl Traditionalisten als auch Vertreter modernerer Countrytöne begeistern wird. Ein erstaunlich reife Leistung für einen so jungen Burschen. Mit Jeremy McComb reiht sich ein neuer, erfrischender, junger, sehr viel versprechender Künstler nahtlos in die Riege von Leuten wie Jon Randall, Gary Allan, Dierks Bentley, Brian McComas oder einem lockeren Jason Aldean ein, der in Nashville sicher noch einiges von seinem enormen Potenzial ausspielen wird. Ein glänzendes Debüt! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 5862
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Wagon wheel
Slow me down
Next time I leave
This town needs a bar
Not tonight
Perfect

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McConnell & the Nonchalants, George - cheers sports fans! [2013]
Cheers George McConnell & the Nonchalants und danke für dieses großartige Album! Der Name George McConnell dürfte vielen ein Begriff sein. Von 2002 - 2006 spielte der Mann aus Vicksburg, Mississippi die Lead Gitarre bei der Southern Rock-/Jamrock-Institution Widespread Panic, als ihn deren Keyboarder JoJo Hermann von seinem eigenen Sideprojekt mit zu Panic brachte, um dort Michael Houser zu ersetzen. Nach 4 Jahren verließ McConnell Widespread Panic wieder (auf ihn folgte Jimmy Herring), um sich fortan erneut seinen eigenen Projekten zu widmen. Heute ist der exzellente Gitarrenvirtuose mit seiner Band The Nonchalants unterwegs, mit denen er nun das beeindruckende, baumstarke Album "Cheers sports fans" vorlegt. Neben George McConnell, der bei den Nonchalants zudem den Gesang übernommen hat (auch das kann er prima), besteht die Band aus den Rhythmusleuten Tommy Turan am Bass und Kenny Graeber an den Drums, sowie dem zweiten Gitarristen (auch Slide) Max Williams. Und die beiden Gitarristen McConnell und Williams, zusammen mit dem dritten Gast-Gitarristen Daniel Karlish, (ein ex-Kumpel McConnell's aus alten Kudzu Kings-Tagen) bestimmen schließlich auch maßgeblich den Sound der Nonchalants. Die Band spielt einen leidenschaftlichen, leicht bluesigen und schön retro angehauchten, erfrischenden, sehr lebendigen Rock'n Roll, dessen Einflüsse vom Classic Rock, über britischen Seventies Punk und Rootsrock, bis hin zum Southern- und Jamrock reichen. In Namen ausgedrückt hört man Spuren von den Rolling Stones, The Who, Pink Floyd, über The Clash und bluesigen Rootsleuten wie Taj Mahal und Dr. John, bis hin zu The Allman Brothers Band und natürlich auch Widespread Panic. Dabei regieren eindeutig.die vielschichtigen, sehr transparent wahrnehmbaren Gitarren. Immer wieder treiben sich die Gitarristen zu gegenseitigen Höchstleistungen an, verlieren sich dabei aber nie in egoistischer Selbstdarstellung, sondern präsentieren sich mit ihrer exzellenten Arbeit im Kollektiv der Band. Dabei stehen die Songs im Mittelpunkt. Das Material ist durchweg große Klasse, wirkt immer großartig strukturiert, bietet aber auch sehr viele jammige Momente. Dazu packt die Band ihre Songs in starke Melodien, die bestens hängen bleiben. Los geht's mit dem ordentlich powernden, dynamisch nach vorn gehenden, von einer satten Gitarren-Präsenz geprägten Rocker "Take me to the show", der einen irgendwie ein wenig an die alten Who zu deren "Live at Leeds"-Zeiten erinnert. George McConnell überzeugt mit wunderbar rotzigem Gesang. Die Nummer hat richtig Feuer. Saustark die beiden aufeinander folgenden Gitarrensoli von McConnell und Williams im Break. Fett! Auch das folgende "A thousand things" ist von ähnlichem Kaliber, vielleicht etwas rootsiger und mit einem schönen Southern Rock-Flair unterlegt. Max Williams besticht mit prächtigen Slide-Linien, inklusive eines herzhaften Solos. Der dritte Songs des Albums ist ein Instrumental (das einzige), und zwar ein saustarkes. Tolle Gitarrendominanz, dabei sehr würzig, swampig groovend, jammig, ganz dezent psychedelisch und angenehm melodisch - das sind hier die Eckdaten. "Burn in flames" kommt dann wieder äusserst dynamisch, vollgepackt mit fetten Gitarren, brennendem Solo, leicht psychedelischer Note und starker Melodik. Hat etwas von Big Head Todd And The Monsters. Bärenstark auch die über 7-minütige, ungemein melodische Roots-/Southern Rock-Ballade "Bit of a problem", deren grandiose Struktur sich nachhaltig in den Gehörgängen festsetzt. Herrliche, transparente Gitarren zieren diese Nummer, ebenfalls eine wunderbare, den Sound harmonisch bereichernde Orgeluntermalung (Gastmusiker Rusty Del Ray). Das Ganze gipfelt am Ende in einem hinreissenden, sehr eingängigen, wundervollen Twin Leads-Solo,. Welch ein Gitarrensound, was für eine tolle Nummer. Klasse auch der Slide-getränkte, schön groovende, satte Bluesrocker "Kill the man", ehe die Band zum Abschluß des Albums eine zweite, aussergewöhnlich starke Ballade aus dem Köcher holt. "Oldesmobile Blues" scheint einen etwas an das große "Moonlight mile" der Rolling Stones zu erinnern, ist zudem gespickt mit psychedelischen Gitarrenklängen ala Pink Floyd, wartet andererseits aber auch mit einem schönen Southern-Feeling und jeder Menge Jam-Potential auf. George McConnell & the Nonchalants beglücken uns mit einem von vorn bis hinten esrtklassigen Album. Toll, wie unbekümmert und spielfreudig diese großartigen Musiker aufspeilen. Das bereitet richtig Freude. Also, noch einmal: Cheers George McConnell & the Nonchalants. "Prosit" - wir trinken auf euch und diese super Scheibe...

Das komplette Tracklisting:

1. Take Me to the Show - 4:01
2. A Thousand Things - 5:21
3. Black Mamba - 3:51
4. Bay of Scorn - 5:15
5. Burn in Flames - 4:58
6. Grinning Mischieviously - 2:54
7. Bit of a Problem - 7:12
8. Whistlin' Fishin' Blues - 4:26
9. Kill the Man - 6:50
10. Oldesmobile Blues - 5:42

Art-Nr.: 8330
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Take me to the show
A thousand things
Black mamba
Burn in flames
Bit of a problem
Kill the man
Oldesmobile Blues

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McCreery, Scotty - see you tonight ~ deluxe edition [20.10.2013]
Deluxe Edition mit 3 zusätzlichen Bonustracks! Großartiges, neues Countryalbum des einstigen "American Idol"-Gewinners (er gewann 2011 die zehnte Staffel im Finale gegen Lauren Alaina). Scotty ist noch immer so etwas wie eine echte Überraschung für die Countrywelt - und zwar im positivsten Sinne. War sein Debüt "Clear As A Day" schon Platin-zertifiziert, gilt es für den gerade mal Zwanzigjährigen, aus North Carolina stammenden Künstler, jetzt mit "See You Tonight" die Erfolgsgeschichte weiterzuschreiben. Das wird ihm ohne Zweifel gelingen, denn man muss dem rein äußerlich immer noch ein wenig juvenil wirkenden Burschen mit dem Lausbubengesicht eine deutliche Weiterentwicklung konstatieren. Seine variable, eindrucksvolle Bariton-Stimme überrascht immer wieder mit einer erstaunlichen Reife, aber auch seine (auf dem Vorgänger nicht vorhandenen) Songwriterqualitäten (er war diesmal an fünf Tracks kompositorisch mitbeteiligt) sind überaus erwähnenswert. So macht der Opener "Now" mit seinem coolen, swampigen Rhythmus und denm satten Powerrefrain (dazu gibt es ein klasse E-Gitarren-Solo) direkt schon mal fast "southern-rockigen" Dampf. Die folgende Single, zugleich Titelsong des Werkes, besticht durch eine sehr schöne, mandolineverzierte Melodie (aber auch würzigen Gitarren) und dem typischen, kraftvoll und euphorisch wirkenden Anstrich. Zwei ganz starke New Country-Nummern zum Auftakt! Produziert hat das Werk im übrigen hauptsächlich der erfahrene Frank Rogers (Brad Paisley, Darius Rucker, Trace Adkins), für zwei Lieder ("Can You Feel It" - mit urbanesker Banjo-/E-Gitarrenuntermalung und "Carolina Eyes") konnte Scotty mal eine Zusammenarbeit mit Mark Bright (Rascal Flatts, Carrie Underwood, Sara Evans) antesten, der sich mit unterschiedlichen Musikern (mit an Bord ist in beiden Fällen natürlich wieder ein "Who-is-Who" der Nashville-Studiomusiker) aber dem Grundschema des Albums anpasst. Ein echtes Highlight ist der "Feel Good Summer Song". Hier konterkarieren der traurige Text und die schwermütige, leicht depressive musikalische Aufmachung den Titel, hinter dem man zunächst einen Gute Laune-Party-Kracher vermuten würde. Toll gemacht. Sehr introvertiert auch das mit schönen Pianoklängen, E-Gitarren, Celli/Violinen ziemlich voluminös ausstaffierte "The Dash". Der Song zur Wiederaufmunterung folgt dann aber mit dem sommerlich dahingroovenden "Blue Jean Baby", dass auch Leuten wie Kenny Chesney oder Billy Currington sehr gut zu Gesicht gestanden hätte. Laune pur verbreiten dann auch noch Tracks wie das cool gesungene "I Don’t Wanna Be Your Friend" (wieder mit fettem Powerrefrain) oder das dezent in den Strophen an Steve Millers "The Joker" erinnernde "Roll Your Window Down" (eine der drei Bonusnummern). Für filgrane, traditionelle Country-Genießer hat McCreery mit dem Jon Randall-Song "Carolina Moon" unter Beteiligung der bezaubernden, großartige Fiddle und zuckersüße Harmoniegesänge einbringenden Allison Krauss ein echtes Bonbon parat. Herrlich hier das Zusammenwirken von den starken Gesängen und der begleitenden Instrumente wie Fiddle, Dobro und Mundharmonika. Purer Country in seiner reinsten und schönsten Form! Mit dem voller Pathos behafteten, Steelguitar-getränkten "Something More" (auch wieder mit aus Scottys Feder) schließt der Hauptpart. Die weiteren Bonustracks "Before Midnight" und "Carolina Eyes" bieten noch einmal absolut chartauglichen, schön kräftig instrumentierten New Country, mit den typischen Tempo und Stimmungswecheseln und powernden Refrains. Scotty McCreerys zweites Album "See You Tonight" bietet satte 16 Lieder auf durchgehend starkem Niveau, die sein vokales Talent und seine künstlerische Weiterentwicklung eindrucksvoll demonstrieren. Der junge Mann hat eine Riesen-Countrystimme, beweist das richtige Händchen bei der Auswahl seiner Songs und trifft damit genauso den Nerv der Traditionalisten, wie den solch angesagter New Country-Leute wie beispielsweise Josh Turner, Billy Currington, Joe Nichols und Dierks Bentley. McCreery klingt einfach immer "real country"! Klasse! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Now - 3:27
2. See You Tonight - 3:46
3. Get Gone with You - 3:16
4. Feelin' It - 3:18
5. Feel Good Summer Song - 4:07
6. Buzzin' - 3:47
7. Can You Feel It - 3:18
8. The Dash - 3:45
9. Blue Jean Baby - 2:58
10. Forget to Forget You - 3:58
11. I Don't Wanna Be Your Friend - 3:13
12. Carolina Moon - 4:57
13. Something More - 3:29
14. Roll Your Window Down (Bonustrack) - 3:01
15. Before Midnight (Bonustrack) - 3:22
16. Carolina Eyes (Bonustrack) - 3:54

Art-Nr.: 8361
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 16,90

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McKinney, Mark - middle america [2009]
Mark McWho?, werden vielleicht viele unserer Kunden im ersten Moment denken. Denn Mark McKinney ist wieder einer dieser typischen amerikanischen Interpreten, die eher mit Insiderstatus behaftet sind, von denen man aber, falls man sie irgendwann einmal gehört und "Blut geleckt" hat, einfach nicht mehr genug bekommt. Zwei Jahre nach seinem hervorragenden Debüt "Get It On" legt der aus Big Spring stammende Texaner mit "Middle America" den längst fälligen Nachfolger hin. McKinney, bekannt für die energiegeladenen Live-Shows mit seiner Begleitband "The Cosmic Cowboys", was ihm in der Szene den Spitznamen "The Entertainer" einbrachte, hält dabei an seinem bewährten Konzept vom "foot-stompin’, sing-a-long, feel-good Country with a strong melody" fest und hat sogar noch mal eine ordentliche Schüppe oben drauf gelegt. Klasse Songmaterial, wunderbare Melodien, ein sattes, Gitarren-orientiertes Gewand, viel Energie, toller Sound - das ist allerfeinster "kicking and driving" New Country(rock) voller radiotauglichem Top 40-Potenzial, das runter geht wie Öl und einen morz Spass macht. Sein bester Freund, Ron Dennis (Cross Canadian Ragweed, Lynyrd Skynyrd), hat das Werk, wie auch schon den Vorgänger, unter Mark's eigens gegründeter Labelfahne "Super Loud Music" in Nashville produziert. Der Opener "On The Run" startet dann auch in dieser typischen, energiegeladenen McKinney-Manier, die sich wie ein roter Faden durch seine Alben zieht: Fetter knackiger Gitarrenrhythmus (aus Akustik- und E-Gitarren), straighte Drums, pumpender Bass, engagierter, powervoller Gesang, Gitarrensolo, Tempobreak, immer irgendwo zwischen Roots-, Country-, Southern- oder purem American Rock pendelnd, dazu manchmal noch mit einer leichten Heartland-Brise versehen. Bei "Middle America", dem Titelsong, mit seiner markanten Fiddlenote, klingt McKinney wie ein moderner Mellencamp und hat sowohl die Aufmerksamkeit der Radiostationen als auch das Interesse der NASCAR-Fangemeinde gewinnen können. Herrlich das stoneske Honky Tonk Women-Gedächtnis-E-Gitarren-Intro (hier in der Southern-Variante) bei "Highly Recommend", einem Song, der richtig in die Beine geht und viel Southern-Feeling hat (Twin-Gitarreneinlage, weibliche Hamonies). Dan Baird und seine Georgia Satellites lassen gar grüßen. Entspannen darf man dann kurz beim mit schöner Mandoline, Fiddle und Steel verzierten "Long Night Coming On" (schön rauchiger Gesang), bevor bei "As Good As It Gets" die Schlagzahl wieder deutlich erhöht wird (hier bedient Marks Bruder Eric die E-Gitarre). Eine klasse, rockige New Country-Nummer! Dezent bluesig, mit feinen Harp-Einlagen, kommt "Wasting Time". Wunderschön hier das filigrane Akustikgitarren-Solo. Ein weiterer Stimmungshöhepunkt ist das dampfende, mächtig abgehende "Trouble", das mit knackigen Drums, heulender Fiddle, satten E-Gitarrenpassagen (von Georgia Satellites fast bis zu AC/DC) und McKinney's Powergesang (Titelzeile in gut Gas gebender "Stottermanier") ordentlich Staub aufwirbelt. Das kurze Tom Bukovac-Southern E-Gitarren-Solo am Ende reißt einen regelrecht vom Hocker. Das ruhige "Sleeping Alone Tonight" (aber zünftiges E-Gitarren-Solo) und das Dobro-lastige (starkes Spiel von Russ Pahl) "Safe Place" sind weitere Höhepunkte. "When You Get A Chanc" ist dann wieder ein Beweis, dass McKinney immer wieder gerne die Nähe zum Southern Rock sucht. Das Stück ginge auch als Van Zant-Song durch, hier weist Mark's Gesang in Stil und Art seiner Performance deutliche Bezüge zu Johnny Van Zant auf, ohne aber bewusst imitierend zu wirken. Am Ende regiert dann nochmals Gute Laune pur. "County Line" ist ein stimmungsträchtiger Country-Saloonfeger, wobei die quäkende Harp von Gastakteur Kevin Fowler (guter Freund von Mark, teilweise auch beim Songwriting mit involviert) und surrende Slide-Gitarren den Ton angeben. "I’m headin’ to the county line and I’m gonna grab me a bottle of good time“ singt er hier und diese Zeilen sprechen für die herrlich rübergebrachte Partyatmosphäre dieser Nummer. Am Ende klirren zuprostend die Gläser und ein launiges Stimmenwirrwarr beendet die CD. Mark McKinney hat mit "Middle America" ein klares Ausrufezeichen gesetzt. Tolle Scheibe! Seine Stärken liegen vor allem darin, dass er sich in allen benannten Genren scheinbar spielend leicht zurecht findet und diese immer wieder auch glänzend zu kombinieren weiß. Dazu kommt seine Fähigkeit, egal in welcher Tempoart, sehr melodische und radiokompatible Stücke zu kreieren. Ihm dürften die Tore im Business, ähnlich wie z.B. bei Jack Ingram oder Pat Green, für eine überregionale Präsenz weit offen stehen. Von daher lautet unsere glasklare Empfehlung: "Play it loud and have a good time with Mark McKinney’s 'Middle America'! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1 On The Run - 4:09   
2 Middle America - 3:46   
3 Highly Recommend - 3:42   
4 Long Night Coming On - 3:27   
5 As Good As It Gets - 4:27   
6 Wasting Time - 2:57   
7 Trouble - 3:41   
8 Sleeping Alone Tonight - 3:36   
9 Safe Place To Be Me - 3:34   
10 When You Get A Chance - 3:13   
11 County Line - 4:15

Art-Nr.: 6795
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 8,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
On the run
Middle America
Long night coming on
As good as it gets
Trouble
County line

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McLean Band, Jamie - completely [2010]
Wir sind begeistert! Was für ein Quantensprung für Jamie McLean und seine Band (McLean "firmiert" jetzt nicht mehr unter seinem eigenen Namen, sondern als Jamie Mclean Band - was seinen exzellenten Mitstreitern sicher auch mehr als gerecht wird). "Completely" ist, man könnte es geradewegs auf den Titel beziehen, in der Tat McLean's komplettestes und klar bestes Album bisher. Was für ein Könner der begnadete New Yorker "guitarslinger" und etatmäßige Gitarrist der New Orleans Funk-/Jazz-/Bläser-Institution "Dirty Dozen Brass Band" ist, hat er schon auf seinen Vorgängeralben bewiesen, doch welch einen großen Schritt nach vorn er noch einmal in puncto Frische, Songwriting, Songstrukturen, Musikalität, Arrangements und Melodik vollzogen hat, ist enorm. Von vorn bis hinten, ohne jeden schwachen Song, bietet "Completely" eine großartige Ansammlung prächtiger, von wunderbaren Melodien durchzogener, überaus gefälliger, gut hängen bleibender, dabei absolut würziger, immer die nötige Portion "grit" versprühender, erdiger Gitarren Rootsrock-Nummern, deren gepflegtes, knackiges Midwestern- und Heartland Rock-Flair vor allem auch mit einer ordentlichen Portion an überaus inspirierten, sehr markanten, aus tiefstem Herzen kommenden Blues-, Soul-, Southern Rock-, Groove-, und Jam-Zutaten aufwarten kann. So muß das sein, denn dies ist genau das Terrain, auf dem McLean zu Hause ist. Das entspricht seinem Naturell. Der Mann, im übrigen ein guter Kumpel der erweiterten Widespread Panic-"Familie", vereint diese Southern-, Blues-, Soul und Traditional American Rock-Einflüsse mit einer unwiderstehlichen Melodik und verleiht dem Ganzen ein großartiges, dabei sehr zeitgemässes, Retro-Ambiente. "You may be among those who already recognize McLean as an emerging player in that place where Southern and streetwise rock, roadhouse blues, downtown R&B and swampy soul music find communion", heisst es in seiner Biographie. Ja, das sind wir - und die beschriebene Stil-Mischung trifft bei dem neuen Werk voll und ganz zu. Im Mittelpunkt steht neben McLean's charismatischem Gesang natürlich sein bemerkenswertes, exzellentes Gitarrenspiel. Er ist schon ein kleiner Magier an den 6 Saiten, der an seinem Instrument genauso explodieren und sich mit wirbelnden, schnellen Volldampf-Soli die Finger "blutig" spielen kann, der andererseits aber auch vollkommen locker, flüssig und sehr gefällig agieren kann. Dabei spielt er immer würzig, erdig und entlockt seiner Gitarre einen schön satten, saftigen, oft wunderbar southern-mässigen Sound. Die Gitarrenläufe sind keineswegs ellenlang, haben dafür aber mächtig Feuer und Biss, strahlen viel Spielfreude aus und kommen dennoch immer auf den Punkt. Oftmals, und das gibt dem Sound zusätzliches Volumen, werden die kernigen, fleischigen Gitarren von einer vollmundigen Hammond-Orgel und tollen Wurlitzer Piano-Klängen ergänzt. Alles in allem klingt die Musik zuweilen wie eine wunderbare Mischung von Zutaten solcher Kollegen wie den bereits erwähnten Widespread Panic und sehr rootsigen, erdigen Tom Petty & the Heartbreakers mit einem Schuß southern-orientiertem, gut rockendem John Mellencamp. Zu der Vielzahl von Inspirationen, die den Sound der Band definieren, sagt McLean selbst: "The band dynamics of the Rolling Stones and The Allman Brothers Band, the searing impact of Stevie Ray Vaughan and the sophistication of George Benson on guitar, the varied examples of Bob Dylan, The Black Crowes and Paul Simon as writers, were among the landmarks that helped us chart our course". Ausgedehte Touren hat die Jamie McLean Band beispielsweise auch schon mit Gov't Mule hinter sich, was ebenso bestens passt. Überhaupt ist die Band vor allem auch im Jamrock-Circuit prächtig im Geschäft, wo ihre Fanbase, auch aufgrund ihrer bekannt starken Live-Performaces, in Windeseile steigt. Momentan stehem sie kurz vor einer gemeinsamen Tour mit Gregg Allman. Wie gesagt, das Album ist von vorn bis hinten aussnahmslos stark. Songs besonders herauszuheben erübrigt sich damit weitestgehend, denn sie sind samt und sonders von hervorragender Qualität. Beispielsweise der locker flockig nach vorn gehende, einen tollen Drive aufbauende, southern-soulige, überaus melodische, flotte Rootsrocker "Diamond plate" (würzige Lead-Gitarre, tolle Hooklines, feuriges Solo, großartiger Gesang), der sehr riffige, "catchy" Heartland Rocker "Completely" (satte E Gitarren-Riffs, klasse Orgel-Sound), der raue, dreckige, massive, fetzige, jammige, viel Dampf produzierende Knaller "Peace and glory" (hat ordentlich Southern-Feuer, herrlich Gas gebender Drum-Groove, klasse Orgel-Fills und ein lautes, wildes, zündendes, abgehendes, "slingendes" Gitarrensolo des Meisters), das herrlich lockere, wunderbar die Freiheit einer "breezy freeway cruise" einfangende "Checkmate", der geradeaus und druckvoll rockende Southern-/Roots-Riff-Kracher "Brother", oder auch die traumhaft schöne, melodische, tief im Southern Soul verwurzelte, bluesige Ballade "Bible". Die Jamie McLean Band hat ohne Frage mit "Completely" ihr bisheriges Meisterstück abgeliefert. Hut ab, Jungs - so kann's weitergehen. Dieser mit "Schmackes" soundende musikalische Motor läuft herrlich rund - und er läuft auf Hochtouren! Herrlich! Nicht nur das in Jamrock-Kreisen so renommierte, amerikanische "Relix"-Magazin prognostiziert der Truppe eine große Zukunft...

Das komplette Tracklisting:

1. Diamond Plate 4:03
2. Completely 4:42   
3. Peace and Glory 3:30   
4. Natalie 4:28   
5. Cupids Greatest Thief 3:29   
6. Checkmate 3:54
7. Summer Rain 4:18
8. Brother 3:44
9. Ain't Nobody Like My Baby 4:54
10. Hold On Tight 4:07
11. Bible 3:18

Art-Nr.: 6973
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Diamond plate
Completely
Peace and glory
Natalie
Checkmate
Brother
Bible

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McLean, Jamie - amarican heartache [2008]
Der New Yorker "guitarslinger" und etatmäßige Gitarrist der New Orleans Funk-/Jazz-/Bläser-Institution "Dirty Dozen Brass Band" (den Jamrock-Freunden vor allem durch ihre Zusammenarbeit mit Widespread Panic ein Begriff), Jamie Mclean, ist mit seiner eigenen, großartigen Truppe zurück und legt mit "American heartache" ein baumstarkes, zweites Album vor! "Soulful Roots Rock and Roll featuring burning guitar, soulful vocals and a driving band" tituliert es eine U.S.-Headline! Geben wir noch eine ordentliche Portion schwülen Southern Soul, Blues, Funk, Midwestern Rock und eine gepflegte Jam-Neigung hinzu, dann passt es hunderprozentig! McLean, der nicht nur die Clubs an der Ostküste und im Süden der Staaten rauf und runter spielt, sondern vom Madison Square Garden, über Bonnaroo bis hin zu Japan's Fuji Rock schon auf unzähligen großen Bühnen in fast jeder Ecke des Globus stand, ist alles andere als ein Unbekannter in der Szene. Renommierte Künstler und Stars wie beispielsweise Norah Jones, Dr. John, Elvis Costello oder eben auch Widespread Panic und die North Mississippi Allstars haben sich schon seiner Saitenkünste bedient, bzw. zusammen mit ihm gespielt. Jamie McLean, zudem ein großartiger Sänger und Songwriter, genießt überall ein immenses Ansehen. Vollkommen zu Recht, denn der Bursche ist ein Vollblutmusiker und Vollprofi! Das neue Album zeigt ihn und seine formadible Band (am Schlagzeug sitzt übrigens sein Bruder Carter McLean - ein toller Trommler) in Bestform. Voller Power, Energie, Dynamik und mit großer Spielfreude pendeln sie zwischen riffigem Rootsrock, Blues, Soul, Jazz, Funk, Southern Rock, Swamp Rock, Psychedelic und Heartland Rock hin und her, immer basierend auf herrlichen Grooves und versehen mit der spürbaren Neigung Richtung Jamrock! Ja, auch in der Jamrock-Szene genießt McLean bereits ein Riesen-Standing! Vereint man den Southern Soul von The Black Crowes mit dem Roots- und Midwestern Rock von Big Head Todd & the Monsters, vielleicht auch ein wenig Tom Petty, und dem zwanglosen Jam-Feeling von Widespread Panic, dann ist man dem erdigen, satten Sound der Jamie McLean Band sicher sehr nahe. Klasse kommt dabei neben den saftigen Gitarren die immer wieder geschickt eingesetzte Hammond Orgel zur Geltung. Cool, lässig, dabei aber auch schön saftig geschlagene E-Gitarren-Riffs und -Licks bilden das Intro zu dem voluminösen, Pracht Southern-/Roots Rock-Knüller "Can you hear me now", mit dem das Album voller Vehemenz und Spirit eröffnet wird. Nach dem ersten Refrain setzt die komplette Band ein und es entwickelt sich eine drückende Energie mit dem Feuer und Southern Soul von The Black Crowes. Knackig, fettes Drumming, ein massiver Gitarrensound, unterstützt von dicken Hammond-Klängen, großartige Slide-Licks (Gast: Luther Dickinson von den North Mississippi Allstars) und ein voller Spielwitz steckendes, spritziges Instrumental-Break mit leicht psychedelisch jammiger Note aus tollen Orgel- und Gitarren-Sequenzen belegen eindrucksvoll das Riesen-Potenzial dieser exzellenten Musiker. Baumstark! Weiter geht's mit dem toll groovenden, leicht jazzig, southern und psychedelisch angehauchten Rootsrocker "Cherry tree", gespickt mit raffinierten Keyboard-Einlagen und fetten Gitarrenlinien, gefolgt von dem starken Titelstück "American heartache", das locker mit melodischen, bluesigen, souligen und rootsigen Elementen spielt und die Zuhörer dabei mit seiner Inspiration und Seele zwangsläufig in seinen Bann zieht. Wunderbar funkige, southern soulful Rhythmen bestimmen das anschließende, packende "Up down"! McLean singt voller Intensität und Emotionen und begleitet die Nummer zudem mit exzellenten Gitarrenlinien. Toller Groove! The Band treffen auf die Black Crowes in einem absolut zweitgemäßen Roots-, Jam-, Groove-Ambiente. Tierisches, fettes, voller Virtuosität steckendes, glühendes Gitarrensolo des Protagonisten! Klasse Melodie! Aporpos Melodie: Mit dem großartigen "Don't do me that way" folgt eine voller Soul, Blues und Southern-Feeling steckende, wunderbare Ballade, die eindrucksvoll demonstriert, wie gefühlvoll und gleichzeitig mit welch unterschwellig aufkommender Kraft die Jungs auch dieses Terrain beherrschen. Hat erneut etwas von The Black Crowes, aber auch von The Allman Brothers Band, Delta Moon und sogar balladesken Gov't Mule. Tolles Gitarren-Arrangement (fettes, würziges Solo) mit herrlicher Orgel-Unterstützung! Grandios auch der brennende, straighte, satte, gewaltig groovende Riff-/Funk-/Blues-/Southern-/Roots-Rock-Kracher "Garden of thieves" in seinem mächtig glühenden (Slide)Gitarren-Gewand und der von den Dirty Dozen Brass Band-Bläsern (stören zu keinem Moment) unterstützte, jammige, soulige Funk-/Groove-/Swamp-Knaller "Heads are gonna roll"! Die Jamie McLean Band hat den nächsten Schritt vollzogen und setzt die bereits auf "This time around" (aus dem Jahre 2005) eingeschlagene Route konsequent fort - mit neuen Ideen, mit neuem Feuer! Ein ganz starke Vorstellung! McLean selbst sagt zur Entwicklung der Truppe: "I feel like the band is really fring on all cylinders right now!" Dem können wir nur zustimmen! Weiter führt er aus: "We are amazingly productive with songwriting, singing and touring and look forward to releasing and performing as much of this great music as possible". Okay, das nehmen wir als Versprechen der Jamie McLean Band gerne mit, denn von dieser großartigen Musik können wir wahrlich nicht genug bekommen...

Art-Nr.: 6040
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 4,90

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Can you hear me now
Up down
Don't do me that way
Working man
Garden of thieves
Heads are gonna roll

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Medusa Stone - shaking hands [2008]
Die Hitze des Südens, die Roots der Seventies, die Energie und Unbekümmertheit der Jugend! "This is called Rock 'N' Roll, so turm it up"! Wer dieser, auf dem Backcover niedergeschriebenen Empfehlung Folge leistet, wird seine helle Freude haben! Medusa Stone, eine junge Truppe aus Wilmington/North Carolina, reißt jeden aus seiner vermeintlichen "Rock'n Roll-Lethargie" und setzt die Zeichen auf Sturm! Was für ein bärenstarkes Album! So spielt man klassischen, harten, bluesigen, Southern-fueled, von massiver Gitarren-Power bestimmten, Seventies-rooted, American Rock, der durchaus auch von Spuren großer englischer Siebziger-Legenden unterwandert ist, im Jahre 2008! So verbindet man Retro-Anlagen und moderne Rock-Philosophie zu einem zeitlosen, unsterblichen Sound! Nein, Rock'n Roll ist noch lange nicht tot! Zwei Gitarren, Bass, Schlagzeug, außergewöhnliches Talent, jede Menge "Spirit", Seele, viel Herz und ein natürliches Gespür für herausragende Songqualität - das ist die magische Formel mit der Medusa Stone ihre Pracht-Songs in die nach solchen Bands geradezu lechzende Rock'n Roll-Welt hinausschmettern. Als wollten sie ihren "Vätern" und Mentoren wie Led Zeppelin, den frühen Aerosmith, den Faces, Humble Pie, Great White, den Allmans, Stevie Ray Vaughan, The Black Crowes, Cry Of Love, den Screaming Cheetah Wheelies, und wie sie alle heißen, jegliche Sorgen um die Zukunft dessen, was sie musikalisch jahrzehntelang aufgebaut haben, nehmen, hauchen sie der klassischen, straighten, Riff-betonten, bluesigen und southern-orientierten Gitarren-Rockmusik jede Menge Frische und neues Leben ein. Medusa Stone tun dies mit einer herrlich zwanglosen Natürlichkeit, als wäre es ihre Berufung! Voller Unbekümmertheit und mit der Energie einer Dampflok ziehen sie eine "Hammer-Nummer" nach der anderen aus dem Ärmel! Kopf der Truppe ist, ohne die anderen Musiker auch nur im geringsten zu schmälern, der charismatische, großartige Sänger (saustarke Stimme voller purer Energie, die einem zuweilen wie eine Mischung aus Robert Plant und Black Crowes-Röhre Chris Robinson vorkommt), Songwriter (sämtliche Songs wurden von ihm komponiert) und exzellente Gitarrist Justin Fox, der das Zeug dazu hat, problemlos in die Fußstapfen großer Rock-Frontmänner treten zu können. Die Songs sind laut, geradeaus, simpel, bauen dennoch eine immense Spannung auf und bleiben prächtig hängen. Was für eine Gitarren-Wucht, immer wieder durch mitreißende, glühende Soli unterstrichen, welch ein Druck! Nach einem kurzen Intro aus sägender Violine, langsam anrollenden, schwergängigen Drums und monströser E-Gitarre, donnert die Band mit dem prächtigen, dreckigen und straighten "ass-kicking" Riff-Kracher "Live alone" los, als hätte man einzelne Leute von Led Zeppelin, Aerosmith (zu deren "Rocks"-Phase), The Black Crowes und Cry Of Love zu einer gemeinsamen Session ins Studio geholt. Toller Gesang, eine mächtige Gitarren-Wand und glühende Soli (starke Double-Leads in der Mitte) bestimmen das Geschehen. Hatte dieser großartige Auftakt schon eine gewaltige Power, so "laden" sie mit dem anschließender "Loaded gun" noch mal kräftig nach und machen dem Songtitel im wahrsten Sinne des Wortes alle Ehre. Jetzt gibt's kein Halten mehr! "AC/DC goes Southern and meet The Black Crowes" heißt die Devise. Eine wahre Wonne, wie uns hier die "Riff bullets" um die Ohren fliegen. Stark, die vehement nach vorn gehende Rhythmus-Sektion aus permanent Gas gebenden Drums und fulminanten Bass-Lines, dazu ein höllisches, giftiges, mächtig viel Dreck aufwirbelndes Gitarrensolo. Großartige Gitarrenlinien, ein toller, bluesiger Black Crowes-ähnlicher Southern-Groove und ein wunderbar melodischer Refrain bestimmen das herrliche "Rock 'N' Roll queen", gefolgt von dem mörderischen, Slide-getränkten "Killer"-Swamp-/Blues-/Riff-Kracher "Mr. Grim Reaper" mit seiner rauen, monströsen, stetig unter Starkstrom stehenden Gitarrenarbeit: Dann das fulminant abgehende, knochenharte "Pills and pot" (eine klasse Hommage an die Unsterblichkeit des Rock'N Rolls)! Hat irgendwie etwas von Led Zeppelin's "Communication breakdown", allerdings tief durch die Sümpfe des amerikanischen Südens gezogen. Welch eine Wucht! Flammende, wirbelnde Gitarren-Ritte bedeuten für die Akteure sicher "blutige" Finger! "Geil"! Nach dem prima hängen bleibenden, eingängigen, von erdigen Stones-like Riffs geprägten "Same old road", gibt's schließlich mit dem achten Track erstmals eine kleine Verschnaufpause mittels der wundervollen, dabei immer noch sehr satten Southern Rock-Ballade "Good time friend" (wunderbare, melodische Gitarrenläufe), ehe bei dem massiven "H-jam" wieder alle Dämme brechen. Eine Höllen-Power und infernale Gitarren scheinen zielsicher die Schnittstelle zwischen Black Sabbath und Gov't Mule zu treffen. Verrückt! Saustark! Also Leute, noch einmal: "Turn it up" (wir fügen noch ein beherztes "Play it loud" hinzu") - und ihr werdet eure helle Freude haben! Medusa Stone spielen nicht mehr und nicht weniger als schlichtweg begeisternden "timeless American Guitar Rock'n Roll"! Grandios!

Art-Nr.: 5815
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Loaded gun
Rock 'N' Roll queen
Pills and pot
Same old road
Good time friend
H-jam

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Mellencamp, John - freedom's road [2007]
Der 55-jährige Heartland-Rocker aus Bloomington/Indiana beglückt uns mit einem phantastischen neuen Album, seinem ersten mit eigenem neuen Material seit über 5 Jahren (das 2003er-Werk "Trouble no more" war ein reines Cover-Album)! "Ich bin an einem Punkt in meiner Karriere angelangt, an dem ich ausschließlich Songs für mich selbst schreibe, ob sie anderen gefallen oder nicht", äußerte sich Mellencamp kürzlich in einem Interview. Vielleicht ist es genau das, was "Freedom's road" so glaubwürdig, so authentisch, so stark macht. Auf jeden Fall ist es ein Werk geworden, mit dem er sich zu 100% identifiziert - und das kommt spürbar rüber! Thematisch setzt er sich politisch und sozial überaus kritisch mit der aktuellen Lage in Amerika auseinander (in dem in der Tracklist nicht aufgeführten "hidden track" bezeichnet er Präsident Bush schlicht als einen "Rodeo clown with bloody red eyes" und die Vereinigten Staaten als eine "arrogant nation"), dabei jedoch stets bemüht aus allem Dilemma eine positive Erfahrung zu ziehen und hoffnungsvoll in die Zukunft zu schauen. Musikalisch ist es ein typisches Mellencamp-Album geworden, wenngleich, und das beeindruckt besonders, schon ein paar Veränderungen in den Arrangements stattgefunden haben. Von Kreativitäts-Stillstand also keine Spur, im Gegenteil: Plötzlich verarbeitet Mellencamp in seinen Songs neben den bekannten Roots-/Midwestern-Charakteristika noch einen wunderbaren Retro-Psychedelic-"Duft", ein gewisses Sixties-Flair und ein paar gepflegte Countryrock-Einflüsse. Zuweilen "schimmern" die Gitarren in dem unverwechselbaren Klangspektrum vergangener Byrds-Tage. Das alles passt prächtig zusammen und vereint sich zu einem tollen Roots-Sound voller herrlicher Melodien! Wunderbar flockig, dabei knackig und gleichzeitig schön flüssig kommt das großartige, geradezu hymnische Eröffnungsstück "Someday" aus den Lautsprechern - dezent psychedelisch, wie ein Relikt der legendären Byrds, übertragen in die heutige Zeit und gwürzt mit erdigen Rootsrock-/Midwestern-Rock-Tugenden. Hinzu kommt eine dezente Portion "Soul", ausgelöst vor allem durch den emotionalen, großartigen Background-Gesang der Country-Truppe Little Big Town (im übrigen touren die in den Staaten im Vorprogramm von Mellencamp), die bei diversen Stücken des Albums immer wieder mit tollen Background-Gesangsparts überzeugen. Die Gitarren von Mike Wanchic und Andy York hören sich an als spielte sie Roger McGuinn! Herrlich! Das nachfolgende, phantastische "Ghost towns along the highway" ist ein groovender Midtempo-Rootsrocker mit feiner Fiddle-Ergänzung, breit angelegter E-Gitarren-Begleitung, erneut starken Harmonies von Little Big Town und einem, dem Titel entsprechenden, typischen Wüsten-/"Ghost Town"-Flair! Dann das überragende "The American", ein knackiger, mit prächtiger Baritone-Gitarre begleiteter, von einer traumhaften, Gänsehaut erzeugenden Melodie bestimmter Rootsrocker, durch den gar eine leichte Brise Southern-Flair zu wehen scheint. Erinnert entfernt an alte Sachen der Sorte "Small town" und steckt doch voller neuer, frischer, unsere Ohren verwöhnender Details, die das Stück zu einem absoluten "Hit" werden lassen! Toll! Erneut etwas psychedelisch angehaucht und mit Byrds-Reminiszensen ausgestattet folgt das eingängige, schöne "Forgiveness", ehe der staubige, trockene, genauso entspannt wie "rough" wirkende Titelsong "Freedom's road" auf dem Programm steht. Eine starke Nummer reiht sich an die nächste, Ausfälle sucht man vergebens! Mellencamp hält das hohe Niveau völlig problemlos bis zum Ende durch! Besonders erwähnenswert sind vielleicht noch die engagierte Protest-Ballade "Jim Crow", ein Duett mit Folk-Legende Joan Baez, der exzellente Americana-Rocker "Our country", in den USA bereits aufgrund seiner Verwendung in einem Chevrolet-Commercial eine Riesennummer, und der bereits erwähnte, bei 7:37 Minuten nach Beginn des letzten Stückes einsetzende hidden track "Rodeo clown", ein dynamischer, voller Seele steckender Roots-/Heartlandrock-Knaller mit viel Stones-/Springsteen-Flavour! "Freedom's road" ist ein weiterer Meilenstein in der langen Karriere John Mellencamp's! Eine Meisterleistung eines Mannes, dem die guten Songs wohl niemals ausgehen werden! Möge er noch viele davon veröffentlichen, auch wenn er, wie er sagte, sie nur für sich selbst schreibt...

Art-Nr.: 4678
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

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Mellencamp, John - life, death, live and freedom ~ live [2009]
8 Track Live-EP! Das ist schon sehr beeindruckend! John Mellencamp veröffentlicht eine wirklich exzellente, im Jahre 2008 mitgeschnittene Live EP (bei über 33 Minuten Spielzeit kann man das fast schon als "full length album" bezeichnen) mit phantastischen Live-Versionen von 8 der wichtigsten Songs seines eh schon starken letzten Studioalbums "Life, death, love and freedom". Erschien so manchem das Studiowerk vom Stimmungsbild her insgesamt vielleicht ein wenig zu düster, trübe und melnacholisch, so erscheinen die Songs hier in einem völlig neuen Licht, voller Aufbruchsstimmung, spürbarer Vitalität, Dynamik und Spielfreude. Zuweilen hat man den Eindruck, als seien es komplett neue Stücke. Zur einen Häfte mit seiner großartigen Band, zur anderen vollkommen solo, zeigen Mellencamp und seine Freunde, welch hervorragende Live-Musiker sie doch sind. Insgesamt wirkt das Ganze auch wesentlich rootsiger und rockiger als im Studio. Irre stark beispielsweise "Don't need this body", bei dem Mellencamp lediglich von akustischer Gitarre und einer bluesigen, dreckigen, fetten E-Gitarre begleitet wird (welch eine Ausstrahlung geht von dieser Performance aus) oder der raue, voller Energie, Power und "Roots-Dreck" steckende, würzige, prächtig groovende Midwester-Rocker "If I die sudden" (sogar ein gewisses Southern-Flair ist hier nicht zu leugnen), mit seinem feurigen Gitarrensolo und der dynamischen Fiddle-Einlage (Mellencamp's Band nutzt den ihr zur Verfügung gestellten Freiraum hier glänzend aus). Ein weiteres Plus: Die Aufnahmen sind vollkommen unbehandelt - keine Overdubs, keinerlei Studio-Schliff! Alles vollkommen authentisch und live im wahren Sinne des Wortes - und das bei einem klasse Sound! John Mellencamp und seine Band (Andy York & Mike Wanchic - Gitarren, Troye Kinnett - Keyboards, Miriam Sturm - Violine, John Gunnell - Bass, Dane Clark - Drums, Percussion) mit einer Top-Vorstellung!

Das komplette Tracklisting, inklusive Aufnahmeort und -datum:

1. If I Die Sudden (5.42) - Greek Theatre/Los Angeles, July 31, 2008
2. Troubled Land (4.07) - Greek Theatre/Los Angeles, July 31, 2008
3. Don't Need This Body (5.20)- Mann Music Center/Philadelphia, July 8, 2008
4. Longest Days (3.32) - Greek Theatre/Los Angeles, July 31, 2008
5. Young Without Lovers (2.27) - Air Canada Centre/Toronto, February 6, 2008
6. A Ride Back Home (3.33) - Air Canada Centre/Toronto, February 6, 2008
7. Jena (4.13) - Centrum/Red Deer, AB, February 14, 2008
8. My Sweet Love (4.05) - Greek Theatre/Los Angeles, July 31, 2008

Art-Nr.: 6443
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 8,90

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Miller, Scott & The Commonwealth - reconstruction ~ live [2007]
Die "Bärchen Records-Crew" hatte im April 2006 im Rahmen des mittlerweile außerordentlich renommierten Americana/Roots-Festivals "Blue Highways" im niederländischen Utrecht das für Europa seltene, dafür aber um so genußvollere Vergnügen, Scott Miller and The Commonwealth einmal live erleben zu dürfen.
Dort mußten der Ex-Frontmann der legendären Rootsrock-Formation "The V-Roys" und seine Truppe als "Opening-Act" ran und brachten uns und das Publikum mit einem dynamischen und musikalisch über jeden Zweifel erhabenen, prächtigen Set sofort auf die richtige "Betriebstemperatur". Großartig, dass deren tolle Live-Mucke nun auch auf einem entsprechenden Live-Album der aktuellen "Citation"-Tour festgehalten wurde! Mitgeschnitten an drei Tagen (7. - 9. Dezember 2006) im Down Home in Johnson City/Tennessee, ist das Werk mit 19 Tracks/gut 67 Minuten Spielzeit (plus einem kurzen Spaß-Intro) randvoll gepackt und liefert einen prima Querschnitt der bisherigen drei Studioalben "Thus Always To Tyrants" von 2001 ("I Made A Mess Of This Town", "Dear Sarah" "Goddamn The Sun", "Is There Any Room To Cross"), "Upside Downside" von 2003 ("Amtrak Cresent", "Angels Dwell", "It Didn’t Take Too Long", "For Jack Tymon") und dem bereits erwähnten "Citation" von 2006: Letztgenanntes ist natürlich auf diesem Silberling schwerpunktmäßig vertreten mit tollen Live-Fassungen von "Jody", "Eight Miles Per Gallon", "Only Everthing", "Freedom’s A Stranger", "Still People Are Moving", "On A Roll" und "Wild Things"! Mit "Spike"1 (Tom Petty) und "Hawks And Doves" (Neil Young ) gibt es dazu zwei klasse Coverversionen, wobei der Young-Klassiker auch bereits auf "Citation" vertreten war, hier jetzt allerdings noch etwas rauer und authentischer. Man meint fast, Miller hätte sich für den Song Crazy Horse als Backing-Band ausgeliehen. Überhaupt bieten die Jungs eine herrlich raue, erdige, trockene, rootsige und unbeschwerte Performance voller Spielfreude und Energie in einer spürbar unbeschwerten, recht intimen Club-Atmosphäre. Staubiger Rootsrock, großartiger Alternate Country-Twang und knackiger Americana-Rock - kurzweilig, abwechslungsreich, kompetent! Miller's Truppe Commonwealth, bestehend aus Shawn McWilliams (Drums), Eric Fritsch (Keyboards, Guitar) und Jeremy Pennebaker (Bass), wie auch der Bandchef persönlich, zeigen sich in blendender Verfassung. Scott, auch gesangstechnisch sehr überzeugend, mit seinem vorzüglichen E-Gitarren-Spiel und die beeindruckende Rhythmusfraktion in seinem Rücken wirken, vor allem auch bei den vielen Tempovariationen innerhalb der Songs, überaus eingespielt. Trotz Miller's unbestrittenem, eigenständigem Stil schimmern immer wieder vermeintliche Einflußquellen durch, die von Neil Young, Chris Knight, Ryan Adams, John Mellencamp, Bruce Springsteen und Steve Earle bis hin zu Dan Baird oder den Bottle Rockets reichen. Besonders erwähnenswert in einem sich auf durchgehend hohem Niveau bewegenden Programm sind beispielsweise flotte und satt rockende Sachen wie "It Didn’t Take Too Long", ein fulminanter Roadhouse Rocker in bester Chuck Beryry-/Dan Baird-Manier und das Slide-wütige "Eight Miles Per Gallon", aber auch countryorientiertere, entspanntere Songs wie das lockere, staubige "Angels Dwell" (schöne Akustikgitarrenarbeit), "Arianne" (klasse Harmonies, einfühlsames E-Gitarren-Solo), das semi-akustische "On A Roll" (schön trocken, wieder tolles E-Gitarren-Solo) und das rhythmische, knackige, rootsige "For Jack Tymon" mit seinen tollen E-Breaks. Und wenn dann mit "Drunk All Around This Town" und "Is There Room On The Cross?" die Menge zum feuchtfröhlichem Mitgrölen animiert wird, und dies auch mit Freude und tosendem Beifall tut, dürfte auch dem Letzten klar werden, dass die Leute in Johnson City mit Scott Miller & The Commonwealth eine prächtige, drei Tage währende Roots-/Alternate Country-/Americana-Fete feierten. Feiern wir mit! Einfach klasse, diese Burschen! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 4916
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
I made a mess of this town
It didn't take too long
Only everything
Wild things
For Jack Tymon

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Missing Cats - larry brown amen [2012]
Grandios! Was für großartige Musiker, welch eine Prominenz, was für ein begeisterndes Album! "Two old friends hanging out having a good time - this seems to be the attitude of Missing Cats, in general". Oh ja - und ob diese beiden alten Freunde eine gute Zeit haben, wenn sie zusammen Musik machen. Der eine ist der exzellente Singer/Songwriter Sherman Ewing aus New York City, der andere Widespread Panic's "keyboard wizard" John "JoJo" Hermann - zusammen sind sie die Missing Cats. Die beiden kennen sich seit über 30 Jahren und sind seit ihren College-Tagen eng miteinander befreundet. Musikalisch trennten sich ihre Wege früh und vor allen Dingen als JoJo Hermann mit Widespread Panic durchstartete, boten sich nur noch wenig Gelegenheiten für gemeinsame Aktivitäten. Doch ihr Kontakt zueinander brach nie ab und wenn es die Zeit erlaubte, traten sie immer mal wieder als Missing Cats in verschiedenen Clubs zwischen New York City und den Südstaaten auf. Das war jedes Mal ein Heidenspass für die beiden. Als sich nun Widespread Panic in diesem Jahr wieder einmal eine längere Pause gönnten, bot sich für Hermann und Ewing endlich die Gelegenheit, sich nach 30 Jahren ihren lang gehegten Wumsch zu erfüllen, ihr Debut-Album einzuspielen. "Larry Brown Amen" heisst das Teil - und es ist ein wahres Meisterwerk geworden. Das liegt natürlich zum einen an Sherman Ewing und JoJo Hermann, zum anderen aber auch an den "verwandten Seelen", den überragenden Musikern, die sie sich ins Studio holten, um dieses Projekt durchzuziehen. Als da wären: Luther Dickinson (North Mississippi Allstars, The Black Crowes) - Electric Guitar, Slide Guitar bei mehr als der Hälfte der Tracks, sein Bruder Cody Dickinson (North Mississippi Allstars, Hill Country Revue) - Drums bei rund der Hälfte der Tracks, Anthony Krizan (Spin Doctors) - Electric Guitar bei fast allen Tracks, Mike Mills (R.E.M.) - Bass bei nahezu allen Tracks, Sam Bush (New Grass Revival) - Mandolin bei nahezu allen Tracks, Chad Cromwell (einer der berühmtesten Session-Drummer Nashville's, dazu auf Tour mit Neil Young, Mark Knopfler, und, und, und) - Drums auf den Nummern, bei denen Cody Dickinson nicht am Start ist, Jon Randall Stewart (ein überaus bekannter Nashville Singer/Songwriter und Gitarrist) - Acoustic Guitar, Electricc Guitar nei vielen Tracks (hat das Album auch produziert), und viele mehr. All diese Namen halten auch tatsächlich, was sie versprechen. Alle Musiker harmonieren so fantastisch miteinander, als würden sie schon ihr Leben lang zusammen spielen und auftreten. "Ein Wahnsinn"! Nicht nur wegen der Musiker, sondern auch wegen des Stils der Musik sagt JoJo Hermann zu der Scheibe: "New York City meets Mississippi meets Athens, GA meets Nashville". Das stimmt ohne Zweifel, doch es ist weit, weit mehr. Die Truppe spielt einen geradezu unwiderstehlichen, fesselnden Mix aus Roots-, Blues-, Southern-, Americana-, Retro-, Hippie- und Jamrock mit einer feinen Dosis Sixties-Psychedelic, der auf den Zuhörer von der ersten bis zur letzten Minute eine geradezu magische Faszination ausübt, der man sich nie entziehen kann. Man fühlt sich zurück versetzt in eine Zeit, in der die Rockmusik noch eine ganze Ära prägte, als sie der Ausdruck eines unbeschwerten Lebensgefühls war. In eine Zeit von "Flower Power", "Love and Peace" und zwangloser Hippie-Kultur. Andererseits aber versprühen die Missing Cats eine herrliche, unverbrauchte Frische und klingen damit zeitlos aktuell. Voller leidenschaftlicher und zwanglose Spielfreude tummeln sie sich genüßlich auf dem Terrain des Jamrocks. Man findet Spuren von Grateful Dead, Neil Young, natürlich von Widespread Panic, von Jefferson Airplane, Pink Floyd, aber auch von den Jayhawks, Chris Robinson Brotherhood, u.s.w., dennoch klingen sie auf ihre Art und Weise einfach einzigartig. Ihre Musik ist ungemein abwechslungsreich. Kein Stück hört sich wie das andere an, und doch kommt das Album wie aus einem Guß. Jeder Song für sich ist ein Highlight, es gibt nicht die Spur eines Ausfalls. "Any moment" beispielsweise klingt wie eine wunderbare Hommage an die Sechziger, vorwiegend bestimmt von einer Art New Orleans Boogie Woogie.Klavier JoJo Hermanns, "Rose parade" dagegen ein famoser, "retro-country-infused" Americana-/Rootsrocker mit tollen Mandolinen-Riffs von Sam Bush. Das überragende "Now we go from here" bietet hinreissend schönen, wundervoll melodischen Midtempo Americana-Rock mit einem Touch von Grateful Dead, Neil Young und Widespread Panic. Sherman Ewings fantastischer Lead Gesang, JoJo Hermanns prächtiges Pianospiel, feinste Mandolinen-Klänge von Sam Bush und geradezu traumhaft schöne Slidelinien von Luther Dickinson bestimmen das Geschehen. Dickinsons geniale Soli während dieser 5 Minten-Nummer sind der pure Slide Guitar-Genuß! Das muss man sich "auf der Zunge zergehen lassen". Brillant! "Half way to the top" ist ein zunächst recht verhalten beginnender, voller Americana- und Psychedelic-Flair steckender Rootsrocker, durch den ein Hauch des Südens weht. Wird im Verlauf immer kraftvoller, besticht mit einer exzellenten Melodie und entwickelt zum Ende hin ein herrliches, stetig das Volumen steigerndes, jammiges Instrumental-Finish, vorwiegend bestimmt von fulminantem Klavier und furiosen Lead-Gitarren. Bärenstark! Wie auch das zwischen dynamischen, funky Rhythmen (tolles Wurlitzer-Piano) und einem sehr melodischen, psychedelisch angehauchten Refrain hin und her balancierende "Skydiver", der kochende, Slide- und Piano-getränkte Volldampf Roadhouse Rock'n Roller "Marissa", oder die traumhaft melodische, entspannte, von feinsten Klangkaskaden bestimmte Americana-Ballade "Highwire" - wie gesagt, das ganze Album ist ein einziger Knüller. Diese Truppe mit diesen Musikern verfügt über ein geradezu grenzenloses Potential, das sie hier in beeindruckendster Art und Weise auch abruft. Da kommt man aus dem Schwärmen gar nicht mehr raus. Wir betonen es noch einmal: "Larry Brown Amen" ist ein Meisterwerk - nicht mehr, vor allem aber auch nicht weniger!

Das komplette Tracklisting:

1. Any Moment - 3:27
2. Rose Parade - 3:31
3. How We Go from Here - 5:07
4. Larry Brown Amen - 2:44
5. Half Way to the Top - 6:22
6. Highwire - 2:55
7. Body in the River - 4:39
8. Your Guess Is as Good as Mine - 3:20
9. Skydiver - 4:27
10. Marissa - 4:22
11. Cleanse the Lepers - 3:54
12. Vinyl Persuasion - 7:07

Art-Nr.: 7922
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Any moment
Rose parade
How we go from here
Larry Brown Amen
Half way to the top
Highwire
Skydiver
Marissa

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Moe. - sticks and stones [2008]
Buffalo's (New York) premier Jamrock-Quintett Moe. begeistert seine Fans gerade mal ein Jahr nach "The conch" mit einem weiteren, großartigen Studioalbum. Üblicherweise ist es bei Moe. so, dass sie ihre Songs, lange bevor sie sie auf ein Studioalbum packen, schon in den unterschiedlichsten Versionen während jeder Menge Live-Shows präsentierten - nicht so bei "Sticks and stones"! Der Großteil des Materials entstand "nebenbei" während der Recording-Sessions zu "Wormwood" (2003) und "The conch" (2007), wurde also nie zuvor live gespielt. Nun, einige Zeit später, entschloß man sich ob der Klasse der Songs, hinaus "auf's Land" zu fahren, quartierte sich mit dem nötigen Equipment für 3 Wochen in einer alten Kirche in den Bergen von New England ein, und begann die Stücke in dieser ruhigen, einzigartigen Atmosphäre für "Sticks and stones" einzuspielen. Das Aufregende an den Songs ist, so betont die Band, dass sie von einer ungeheuren Spontanität, einer rauen Ursprünglichkeit geprägt sind. Man hat sie nicht live während vieler Darbietungen immer wieder verändert und an ihnen herumgefeilt, sondern sie in ihrem "First instinct"-Status belassen. Und das hat bestens funktioniert! Erneut erleben wir die Band ungemein wandlungsfähig. Mit ihrer ihnen eigenen Identität verschmelzen sie auf einzigartige Weise Classic Rock, -Progressive-, Psychedelic-, Blues-, Folk- und auch Southern Rock-Elemente miteinander, wobei diesmal auf vielen Songs ein straighter Retro Rootsrock-Faktor dominiert. Da finden sich Spuren von den Rolling Stones bis zu Neil Young, von String Cheese Incident bis zu Widespread Panic und von Pink Floyd bis zu den Grateful Dead. Einige der Songs sind sehr kompakt durcharrangiert, andere sprühen auch im Studio nur so vor Improvisations- und Jam-Flair. Dominiert wird das Material einmal mehr von dem großartigen Zusammenspiel der beiden exzellenten Gitarristen Chuck Garvey und Al Schnier, doch auch Jim Loughlin's typisches Vibraphon ist wieder vereinzelt zu hören. Sehr schön auch die "zarten" Geigen-Ergämzungen bei dem ein oder anderen Stück durch Gastmusikerin Allie Kral! Zu den absoluten Höhepunkten eines durchweg spannenden Albums zählen beispielsweise der satte, kernige Gitarren-Roostrocker "Sticks and stones" mit seinen erdigen Riffs und dem interessanten "Progressive-Break", das überaus variable, voller Strukturwechsel steckende, aber nie die klare Linie verlierende, zuweilen an die Progressiv-Klänge der Kollegen von Umphrey's McGee erinnernde "Darkness", das wunderbare, sehr psychedelische, balladeske, von herrlichen Gitarren und dezenten Geigenklängen umgebene "Conviction song" (viel Pink Floyd-Feeling), das Slide-getränkte "Deep this time", der exzellente, dreckige, von klasse Slide-Licks und rotzigen Keith Richards-ähnlichen Riffs geprägte "Stones meets dirty Eagles-Harmonies"-Rootsrocker "All roads lead to home", die schöne, folkige Acoustic-Ballade "September", der kochende mit viel Improvisations-/Instrumental-Passagen ausgestattete Roots-/Blues-/Southern-/Swamp-/Groove-Rocker "Queen of everything", dessen prächtiges Uptempo Slide Gitarren-Jamming am Ende der 6 Minuten-Nummer auch im Studio richtig zündet, und auch der ausgelassene, etwas angelsächsisch angehauchte Party-Folk-Stomper "Raise a glass"! Moe., 1990 gegründet, gehören schon lange zu den fest etablierten Größen der Jamrock-Szene. "Sticks and stones" bestätigt diesen Status auf beeindruckende Art und Weise und wird ihrer, auch bei uns, stetig wachsende Fanschar einmal mehr größte Beifallsbekundungen entlocken!

Art-Nr.: 5473
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 12,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Sticks and stones
Darkness
Conviction song
Deep this time
All roads lead to home
Queen of everything

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Moe. - what happened to the la las ~ deluxe edition [2012]
2 CD-Set! Deluxe-Edition! Prächtiges, neues Studioalbum der famosen Jamrock-Formation um die beiden Meistergitarristen Chuck Garvey und Al Schnier. 4 lange Jahre haben sich Moe. seit "Sticks and stones" Zeit gelassen, doch das Warten hat sich mehr als gelohnt. "What happened to the la las" ist ein tolles Teil geworden. Wie die meisten Jambands sind auch Moe. eigentlich eine typische Live-Band, die erst auf der Bühne richtig aufblüht und sich mit ihren ausgedehnten Jammings jedesmal in einen regelrachten "Rausch" spielt. Doch bei ihrem neuen Album haben sie es wieder einmal problemlos geschafft dieses unwiderstehliche Jam-Flair ihrer Live-Auftritte geradezu perfekt auch im Studio einzufangen. Bei fast jedem Stück ist die Möglichkeit zu ausgedehnten Instrumentalpassagen gegeben, die im Studio, vor allem von den beiden Saitenzauberern, auch bestens genutzt werden, die zudem aber genug Freiraum beinhalten, um live gegebenenfalls zu endlosen Exkursionen einzuladen. Die Songs sind bärenstark, ungemein kraftvoll, erdig, sehr rockig, tight und voller wunderbarer Grooves. Drummer Vinnie Amico und Percussionist Jim Loughlin leisten zusammen mit Bassmann Rob Derhal erstklassige Arbeit und bereiten so das optimale Fundament für Garvey und Schnier. Deren wechselseitige, sich gegenseitig anspornende Lead Gitarren-Arbeit und fulminanten Soli sind voller Feuer und Klasse. Das reisst einen mit. Ja, das Werk ist überaus Gitarren-orientiert und kann zuweilen mit einem schönen Southern-Flair aufwarten. Da werden auch die Fans von The Allman Brothers Band, Gov't Mule und vor allem von Widespread Panic ihre helle Freude haben. Nehmen wir beispielsweise mal das fast 8-minütige "Downward facing dog", jenen grandiosen, durchaus harten, hammermässigen, Southern-fried Rocker mit dem markanten Tempowechsel, bei dem die Band dermassen Energie-geladen aufspielt, als wolle sie "Mule" und "Panic" in ihre Grenzen verweisen. Packende Gitarren-Attacken überall, inkl. toller Slide-Linien und mächtig Dampf produzierender Wah Wah-Einlagen. Eine irre starke Vorstellung! So geht das weitestgehend während des gesamten Albums zu. Auf abgefahrene, spacige Phasen oder "schräge" Xylophon-Einlagen verzichten sie fast völlig. Lediglich beim jazzig, psychedelisch angehauchten Instrumental "Chromatic nightmare" und beim die CD abschliessenden "Suck a lemon" wird ein wenig "geklimpert", wobei es sich bei letzterem Track aber um einen dreckigen, krachenden Rocker mit leichtem Progressive-Flair handelt, der vorwiegend von rauen Gitarren bestimmt wird. Ja, man muss es einfach immer wieder erwähnen: Die beiden Gitarristen mit ihren unwiderstehlichen Gitarrenausflügen (teilweise hören wir auch feine Twin-Momente) spielen einfach in bestechender Form auf. Nein, die komplette Band ist in Höchstform! "What happened to the la las" belegt das auf eindrucksvollste Art und Weise. Toll und sehr interessant auch die Bonus-CD der hier vorliegenden Deluxe-Edition: Enthalten ist eine Acoustic-Version des kompletten Albums mit wunderbaren Alternativ-Versionen. Ebenfalls sehr stark!

Die komplette Tracklist:

Disc 1:
1. The Bones of Lazarus - 3:56
2. Haze - 5:12
3. Downward Facing Dog - 7:54
4. Rainshine - 4:39
5. Smoke - 3:39
6. Paper Dragon - 4:48
7. Chromatic Nightmare - 3:43
8. Puebla - 4:10
9. One Way Traffic - 2:54
10. Suck a Lemon - 4:30

Disc 2 (acoustic version of the album):
1. The Bones of Lazarus - 3:08
2. Haze - 4:12
3. Downward Facing Dog - 7:54
4. Rainshine - 4:41
5. Smoke - 3:26
6. Paper Dragon - 4:53
7. Chromatic Nightmare - 4:29
8. Puebla - 4:41
9. One Way Traffic - 2:37
10. Suck a Lemon - 2:29

Art-Nr.: 7693
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 19,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
The bones of Lazarus
Haze
Downward facing dog
Rainshine
Paper dragon
Puebla
One way traffic
The bones of Lazarus (acoustic version)

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Molly Hatchet - live in hamburg ~ dvd + cd [2005]
DVD-/CD-Set! Was hat die Southern Rock-Fraktion darauf gewartet! Endlich ist sie da, die lang angekündigte Molly Hatchet-Live-DVD! Und das noch in einem opulenten DVD-/CD-Kombi-Paket! Respekt! Aufgenommen am 24. Juli 2004 bei den Hamburger Harley Days brennt die Band um Bobby Ingram ein gewaltiges Heavy Southern Rock-Feuerwerk mit allen Klassikern ab! Dem Anlaß entsprechend präsentiert man sich in einer prima Verfassung. Es paßt halt auch bestens: Harleys, Biker und Hatchet's Southern Rock, das gehört schon irgendwie zusammen! Bemwerkenswert ist, daß die Jungs schon an diesem Abend einige Titel ihres erst in diesem Jahr erschienenen neuen Werkes "Warriors of the rainbow bridge" spielten, was dem Ganzen eine noch größere Aktualität verleiht. Und live kommen die Fassungen solcher Tracks wie "The rainbow bridge" "Son of the south", "Gone in 60 seconds" oder "Moonlight dancin' on a bayou" noch dynamischer rüber als in der sterilen Studio-Atmosphäre. Ansonsten gibt es das Material, was der geneigte Molly Hatchet-Liebhaber einfach hören möchte! Hier die komplette Tracklist: 1. Intro 1:21, 2. Whiskey Man 3:45, 3. Bounty Hunter 4:02, 4. Gator Country 7:30, 5. Moonlight Dancin` on a Bayou 5:08, 6. Fall Of The Peacemakers 5:16, 7. Devil´s Canyon 6:06, 8. Drum Solo 3:47, 9. Beati ´ The Odds 4:03, 10. Son Of The South 4:57, 11. The Creeper 4:55, 12. The Rainbow Bridge 5:13, 13. Keyboard Solo 2:24, 14. Instrumental 2:45, 15. Guitar Solo 5:54, 16. Dreams I`ll Never See 8:02, 17. The Journey 9:24, 18. Gone In 60 Seconds 3:43, 19. Jukin´ City 1:39, 20. Flirtin´ With Disaster 6:41 ! Und weil's so schön ist, gibt's das gleiche Konzert auch noch als Bonus-CD (74 1/2 Minuten Spielzeit!) mit dazu - allerdings ohne die letzten 4 Titel. Die haben einfach nicht mehr draufgepaßt! Eine feine Idee, ein CD-/DVD-Paket in Kombination zu veröffentlichen! Sehr preiswert und absolut zur Nachahmung empfohlen! Die Fans werden es danken! "The south has risen again", heißt es auf dem Back-Cover.. - alles klar, Leute?!!

Art-Nr.: 3585
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: DVD || Preis: € 18,90

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