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Dirty Streets - blades of grass [2013]
Schon das Cover dieses prächtigen Albums erregt bei seinem Anblick sofort erhöhte Aufmerksamkeit, wirkt es doch in seinem tollen Retro-Design wie die Hülle eines raren Hippie Rock-Rohdiamanten aus den späten Sechzigern, frühen Siebzigern. Yeah, und wie das passt! Genau da, in den "good old days of soulful Blues-and Boogie-Rock" ist sie auch angesiedelt, diese "geile Mugge" der großartigen Dirty Streets aus Memphis/Tennessee. Die Liebe zu solch klassischen Acts wie Humble Pie, Cream und Led Zeppelin brachte im Jahre 2006 drei hoch talentierte, junge Musiker zusammen: Justin Toland (guitar/vocals), Thomas Storz (bass), and Andrew Denham (drums), die es sich zum Ziel setzten, die Musik dieser Ära, verbunden mit ihren eigenen Ideen, möglichst authentisch in die heutige Zeit zu transportieren. Es gelingt ihnen vorzüglich, denn trotz dieses ungemein "echten" Retro-Sounds, dieser klar in den "Late Sixties/Early Seventies" verankerten musikalischen Philossophie sprühen die Dirty Streets nur so vor jugendlichem Elan, Unbekümmertheit und Frische. Man spürt regelrecht ihre Leidenschaft, die sie dieser Musik entgegenbringen. Da steckt ihr Schweiß drin, ihre Seele. Zu der wunderbar kraftvollen, dreckigen, schön bluesigen Classic Rock-Basis, weht durch die Songs immer wieder eine leichte Southern Soul-Brise und ein Hauch von Sixties Hippie-Psychedlia. Das klingt herrlich! Neben den oben bereits genannten Einflüssen findet man somit auch Spuren solcher klassischen Kollegen wie Free, Taste, Blue Cheer, Jefferson Airplane und, gehen wir mal in die Gegenwart, vereinzelt auch The Black Crowes. Das passt alles großartig zusammen, zumal die Burschen exzellente Musiker sind und Frontmann Justin Toland nicht nur mit vorzüglicher Gitarrenarbeit (einige sehr starke, zündende Soli), sondern auch mit erstklassigem, drückendem, "soulful singing" glänzt. Aufgenommen in den berühmten Ardent.Studios von Memphis, gibt's gleich zu Anfang des Albums ein absolutes Highlight, das die musikalische Richtung der Band klar definiert. Unterlegt mit einem schweren, unbeirrt nach vorn rollenden, druckvollen Retro Hardrock-Groove und viel Southern Soul, hören wir einen tollen Blues-/Classic Rock-Song voller fetter, kochender Gitarrenriffs. Ergnzt wird das Ganze mit dem klimperndem Pianospiel des Gastmusikers Rick Steff, der die schwüle Atmosphäre dieses Songs wunderbar auflockert, ohne der Nummer auch nur ansatzweise die Power zu nehmen. Klasse auch das tierische, glühende Gitarrensolo zum Ende hin. Ein toller Auftakt, der mit dem brodelnden "Talk" seine adäquate Fortsetzung findet. Saustark auch das zündende, von schön dreckigen Gitarrenlinien durchzogene, zuweilen klar an Led Zeppelin erinnernde "No need to rest". Im zweiten Teil bringen die Dirty Streets hier ihren Hang zu psychedelischen Klängen wunderbar zum Ausdruck, indem sie ein paar herrliche, Hippie-mässige Soundspielereien zum Besten geben. Leicht psychedelisch angehaucht geht es auch in der sehr schönen, etwas ruhigeren Retro-Ballade "Movements #2" zu, bei der feine Acoustic-Riffs und dezent schwebende, elektrische Gitarrenlicks vorzüglich miteinander harmonieren. Dann nimmt die Power wieder zu. "Try harder", ein toller, fetter Classic Bluesrocker spielt mit Reminiszensen an solche Bands wie beispielsweise Paul Rodgers' Free. Feurige Gitarrenmomente werden von einer schön im Hintergrund agierenden Orgel unterstützt. Insgesamt macht die Nummer viel Druck und Dampf. So ziehen die Dirty Streets ihr Ding bis zum Ende des Albums unbeirrt durch. Es ist immer wieder eine große Freude, solche jungen, neuen Bands zu entdecken, die sich mit Leib und Seele klassischen Rock-Klängen verschreiben, ungeachtet irgendwelcher mainstreamiger Trends. Sie folgen einfach ihrem Herzen. "The Dirty Streets put out one hell of an album from start to finish", heisst es in einem amerikanischen Review. Dem kann man nur vorbehaltlos zustimmen!

Das komplette Tracklisting:

1. Stay Thirsty - 3:28
2. Talk - 3:48
3. No Need to Rest - 3:23
4. Movements #2 - 3:05
5. Try Harder - 3:36
6. Blades of Grass - 3:44
7. Keep an Eye Out - 3:17
8. Heart of the Sky - 3:52
9. Truth - 4:34
10. Twice - 2:45
11. I Believe I Found Myself - 3:25

Art-Nr.: 8229
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Stay thirsty
No need to rest
Movements #2
Try harder
Keep an eye out
Heart of the sky
Truth

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Drivin' N' Cryin' - great american bubble factory [2009]
Powerful, Southern-fueled American Rock'n Roll mit einer höllischen Gitarrenmacht! Was für ein "Hammer"-Comeback! Atlanta's Drivin' N' Cryin' um ihren charismatischen Frontmann Kevn Kinney ("you can take Kinney out of the South, but you can’t take the South out of Kinney", sagte unlängst ein amerikanischer Journalist über ihn - und er hat absolut recht) sind nach über 10 Jahren zurück mit einem neuen Album, und wie! Stärker als je zuvor, voller Frische und schier hemmungslosem, neuem Elan gehen sie ans Werk und präsentieren auf "Whatever happened to the great American bubble factory" einen "Killer"-Song nach dem nächsten. In Quartett-Besetzung (neben Kinney - Gesang und Gitarren, sind noch sein alter Weggefährte aus der Gründungszeit Tim Nielsen -Bass, Mandoline und Background Gesang, sowie der großartige zweite Gitarrist Mac Carter und Drummer Dave Johnson mit an Bord, unterstützt von Gästen wie dem im Süden sehr bekannten Keyboarder Joey Huffman und ein paar anderen) spielen sie in ihrer typischen Art auf, als hätten sie den Moment ihres neuerlichen Outputs herbeigesehnt wie nicht anderes in ihrem Leben. Es "platzt" regelrecht aus ihnen heraus, dieses fantastische Songmaterial - voller Seele, voller Spirit, voller Inspiration! Spuren von Gov't Mule und The Black Crowes sind wahrnehmbar, genauseo wie von Lynyrd Slynyrd, The Allman Brothers Band, den Rolling Stones, Big Head Todd And The Monsters, Widespread Panic, Big Star, Neil Young's Crazy Horse und den Drive-By Truckers. All das sind Kollegen, zu denen Drivin' N' Cryin' eine deutliche Seelenverwandschaft verbindet, doch sie fühlen sich, nach dem Bekunden Kinney's, darüber hinaus beeinflusst von solch unterschiedlichen Grössen wie R.E.M., Bob Dylan, den Ramones und Thin Lizzy - und das hört man auch. Doch im Herzen sind Drivin' N' Cryin', wie die Musik klar verdeutlicht, nichts weiter als eine richtige, bärenstarke, straighte "vintage Southern Rock Band"! Überwiegend geht es hier voller Power, druckvoll, fett und rau zu Werke, wenngleich mit einer wunderbaren Melodik, aber man ist mit der ein oder anderen Nummer zwischendurch auch mal in der Lage geschickt die Grenzen zu lockeren, flockigen Rootsrock-/Americana-Gefilden (war ja in den vergangenen Jahren das Zuhause von Kevn Kinney's Solo-Projekten) zu überschreiten, um anschliessend wieder mit voller Southern Rock-Wucht zurückzuschlagen. Was für grandioses, voller Strukturen, voller Melodik, und doch voller natürlicher, zwangloser Unbekümmertheit und Ursprünglichkeit steckendes Songmaterial. Viel Dreck, viel raue Retro-/Roots-Würze, viel direkte Kraft, umgesetzt mit unbändiger, spürbarer Spielfreude und brillanter, handwerklicher Kompetenz. Die beiden großartigen Gitarristen, also Kinney und Mac Carter, harmonieren prächtig miteinander. Mächtige Riffs, rauchende Duelle, famose, inbrünstige Twin-Licks und brennende Soli voller Explosivität sind das Ergebnis. Packend! Ein paar erdige, würzige, noch recht zurückhaltende Gitarrenlicks als Intro, der unverwechselbare Kevn Kinney mit seiner wunderbaren, kraftvollen, etwas nasalen "Knarz"-Stimme setzt ein, gefolgt von donnernden, straighten, hammerstarken, voll im Saft stehenden Riffs in fulminantem Drive - mit dem famosen "Detroit city" beginnt Drivin' N' Cryin's furioser Southern rockin' and rollin' Trip, der die Zuhörer für die nächsten, knapp 53 Minuten voll in Atem halten wird. Glühende, wuchtige Twin-Leads, ein drückendes, dreckiges Vollgas E-Gitarren-Solo - die Burschen rocken los wie eine Mischung aus AC/DC, The Black Crowes, Thin Lizzy und Lynyrd Skynyrd. Der Song ist eine tierische Hommage an die legendäre Detroit Musikszene um MC 5 oder The Stooges, allerdings tief verwurzelt in den Southern Rock-Wurzeln Kinney's und seiner Kumpels. Geil! Weiter geht's mit dem grandiosen Titelsong "(Whatever happened to the) Great American bubble factory", einem geradeaus abgehenden und mächtig nach vorn getriebenen (der Drummer macht richtig Tempo), mit heissen Bläsersätzen (passen wunderbar) forcierten Rocker, der sich ohne Umwege tief in unsere Gehörgänge schraubt. Tolle Melodie, kerniger Drive! Ein beeindruckendes Dokument für die Klasse und Variabilität der Band, die zu keiner Sekunde des Albums nachlässt. Hat das Feuer! Ein Sturm von fetten, massive Twin-Gitarren eröffnen die anschliessende, von einer tollen Melodie durchzogene, famose Souther Rock-Ballade "I see Georgia", ein grandioses Tribut an den Heimatstaat der Band. Viele Allmans- und Skynyrd-Einflüsse sind spürbar, vermischt mit einem gewissen Jam-Flair. Wechselt voller Spannung zwischen relativ entspannten Strophen-Phasen und eine immense Power freisetztenden, instrumentellen Abschnitten, in denen die pure Southern-Glut zum Vorschein kommt - baumstarkes, dreckiges Gitarrensolo inklusive. Etwas zurückhaltender, aber immer noch kernig und würzig, geht's bei dem fantastischen, Southern-inspired Midwestern-/Rootsrocker "Midwestern Blues" zu, umgeben von einem klasse Gitarrenmantel und hintergründiger Orgel-Untermalung. Hat etwas von Uncle Tupelo und Big Head Todd! Wieder eine klasse Melodie! Doch anschliessend wird's wieder härter, bluesiger und druckvoller. Mit einem traumhaften Groove unterlegt, intoniert man den packenden Southern Rocker "Let me down", der einerseits voller kantiger und rauer Gov't Mule-Anlagen steckt, andererseits aber wieder mit einem klasse ins Ohr gehenden Refrain besticht. Großartiges Arrangement aus massive E-Gitarren (fettes, fleischiges Solo), angereichert mit feinen Orgel-Ergänzungen. So geht das bis zum Ende weiter. Eine schwache Nummer sucht man vergebens. Die Band spielt wie aus einem Guss durch! Ob der fette, deutlich von Thin Lizzy beeinflusste, straighte Gitarrenrocker "I stand tall", die zwischendrin eingestreute, herrlich lockere, semi-akustische Alternate Country-/Americana-Nummer "Don't you know that I know that you know" (feine Mandoline und Acoustic Gitarre trifft auf dezente E-Gitarre - erinnert an Arbeiten von Jam Bands wie Leftover Salmon oder The String Cheese Incident, ebenso wie an The Jayhawks), der fast schon punkige, harte, schnelle Riff-Kracher "Get around kid", das voll abgehende, von monströsen, raffinierten Riffs angetriebene, fulminante "Trainwreck", mit seinen Bezügen zu Led Zeppelin und einer "Volles Rohr"-Ausgabe der The Black Crowes, oder die finale, traumhaft schöne Americana-Nummer "This town" mit ihren halligen Gitarren und dem trockenen Banjo - Drivin' N' Cryin' stehen voll im Saft ihres zweiten Frühlings! Welch ein Esprit, welch ein Feuer steckt (weider) in dieser Truppe! Keine Frage, die "große amerikanische Seifenblasenfabrik" von "Drivin' N' Cryin' wird in so mancher Endabrechnung zum "Album des Jahres 2009" ein gewichtiges Wörtchen mitreden. Noch einmal: Das ist ein "Hammer"-Comeback!

Das komplette Tracklisting:

1 Detroit City - 4:34   
2 (Whatever Happened to The) Great American Bubble Factory? - 3:33   
3 I See Georgia - 6:02   
4 Midwestern Blues - 4:19   
5 Let Me Down - 4:39   
6 I Stand Tall - 4:21   
7 Don't You Know That I Know That You Know? - 4:01   
8 Get Around Kid - 2:03   
9 Preapproved, Predenied - 4:51   
10 The Hardest Part - 4:49   
11 Trainwreck - 4:08   
12 This Town - 5:19

Art-Nr.: 6568
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Detroit city
(Whatever happened to the) Great American bubble factory
I see Georgia
Midwestern Blues
Let me down
Trainwreck
This town

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Heartsfield - disrupting the country [2008]
Welch eine Überraschung! Was für eine tolle, neue Scheibe! Chicago's kultige Southern Rock-/Roots-/Countryrock-Formation Heartsfield tauchten 2002 nach über 20 Jahren wie aus dem Nichts mit ihrem damaligen Album "Rescue the dog" wieder auf. Weitere 7 Jahre später kommen sie nun mit dem Nachfolger! Und wie sie kommen! Ein Pracht-Teil, das die Midwestern Roots Rock-Freunde, die Countryrock-Freunde und vor allem die Southern Rock-Gemeinde, in deren Kreisen die Truppe einen fantastischen Ruf geniesst, in absolute Feierlaune versetzen dürfte. Mit teilweise 4 Gitarren rocken sie "the Country" und "the South"! Spuren von The Allman Brothers, Lynyrd Skynyrd, The Marshall Tucker Band, den Outlaws, aber auch von CSNY und Poco verarbeiten sie zu ihrem unwiderstehlichen, eigenen Sound. Die Southern Rock-Roots sind stets präsent. Erstklassiges Songmaterial. Mat hat den Eindruck, sie waren nie besser.

Das komplette Tracklisting:

1 Pain in the Cash (4.55)
2 Door of Happiness (4.41)
3 Sins of Mexico (5.41)
4 Beep Beep Bye Bye (3.32)
5 Better Days (5.32)
6 Have Some Fun (4.04)
7 Toast (6.26)
8 Got the Country (4.16)
9 Do It Right (5.15)
10 Playing Bars Blues (5.37)
11 To See You Again (First Time) (4.44)
12 The Deceiver (4.42)
13 Troubles of the Hearts (4.27)

Art-Nr.: 6176
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Pain in the cash
Sins of Mexico
Beep Beep Bye Bye
Better days
Do it right
To see you again
Troubles of the heart

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Potter, Grace and the Nocturnals - same [2010]
Gov't Mule's Warren Haynes ist ein bekennender Fan (mehrere gemeinsame Tourneen mit Mule stehen bereits zu Buche); sie sind im Roots- und Jamrock-Circuit genauso zu Hause (immer wieder stehen sie mit Bands wie den Avett Brothers, The Black Crowes oder den North Mississippi Allstars auf der Bühne, um nur einige zu nennen), wie auf dem Terrain des Souls, Bluesrocks, klassischen Rocks und des Modern Rocks; der amerikanische "Rolling Stone" kürte sie kürzlich zur "best new band of 2010" (obwohl die Truppe seit dem Debut aus dem Jahre 2006 nur Meisterliches vollbrachte und zu Recht sowohl bei Kritikern und Fans gleichermassen begeistert gefeiert wird) - all das zeigt eindrucksvoll, welches Standing diese Band mittlerweile in der Szene hat - und das Ende ist noch lange nicht in Sicht! Moderne Rock-Musik kann so einfach, so spannend, so atemnberaubend gut sein. Die aus Vermont stammenden Nocturnals und ihre charismatische Frontfrau Grace Potter liefern mit ihrem dritten, schlicht Grace Potter & the Nocturnals betitelten Album, einen mehr als eindrucksvollen Beleg dafür ab. Das ist pure, moderne Rock-Magie! "Grace Potter and the Nocturnals are like a modern-day version of early Tina Turner stroking the microphone in a spangled mini-dress while fronting the Rolling Stones circa Sticky Fingers", heisst es in einem Statement. Das ist durchaus zutreffend, beschreibt aber längst nicht die ganze Bandbreite dieser phantastischen Formation. Blues, Funk, Soul, Gospel, Americana, Rock - alles bringen sie in grenzenloser Leidenschaft und mit beeindruckender Kompetenz unter einen Hut und rühren ein geradezu umwerfendes, höllisch groovendes Roots-/Voodoo-/Mojo-Rock-Gebräu an, das seine Wurzeln tief in der Musik der Siebziger und Sechziger findet, gleichzeitig aber ungeheuer modern und zeitgemäss in Szene gesetzt wird. Alles ist sehr druckvoll, voller Seele, intensiv, emotional, Energie-geladen und bleibt prächtig hängen. Das Songmaterial besticht durch immense Substanz! Die Musiker sind exzellent. Die Nocturnals sind im Verlauf der letzten 3 Jahre vom Quartett zum Quintett angewachsen. Die Eingliederung des zweiten Gitarristen Benny Yurco macht den Sound noch kerniger, noch fetter. Dazu ist der ehemalige Bassist Bryan Dondero durch die ex-Bassistin von Ryan Adams' Cardinals, Catherine Popper, ersetzt worden. Noch ein paar Anmerkungen zu Grace Potter selbst: Was diese, gerade einmal 26-jährige, junge Dame, die ihre massgebliche Inspiration von solch unterschiedlichen Künstlern wie Aretha Franklin, Janis Joplin, Bonnie Raitt, Buddy Guy, Lucinda Williams, den Rolling Stones, Led Zeppelin, JJ Cale und The Band empfängt, leistet, ist einfach phänomenal. Was für eine Songwriterin, was für eine exzellente Organistin, Pianistin und Gitarristin, was für eine umwerfende Sängerin: Kraftvoll, "soulful", inbrünstig, "gritty", sehr sexy - aber nicht zu "röhrig". Sie ist eine begnadete Performerin! Steigen wir ein, in eine kleine Übersicht einiger ausgewählter Songs: Ein kurzes, intensives, wildes, raues, temperamentvoll von der Protagonistin herausgeschrieenes "Ooaah" eröffnet das Album mit dem leidenschaftlichen, lebendigen, tierisch starken Blues-/Funk-Rocker "Paris ("Ooh la la)", der von einem tighten, fetten Mörder-Groove bestimmt wird, wie auch von den dreckigen, massiven Riffs des Rhythmus-Gitarristen Benny Yurco. Potter bekundet, dass sie während des Songwriting-Prozesses immer wieder die legendären, englischen Kinks gehört hat und sich von einem solch simplen, aber markanten Führungsriff wie bei "You really got me" inspirieren liess. Das setzt Yurco, wie gesagt, bestens um und Lead Gitarrist Scott Tournet unterstützt das Ganze mit messerscharfen, brennenden Hooklines, mündend in einem glühenden Solo während des Breaks. Herrlich, wie die Band den etwas poppigen Refrain mit dieser rohen, fast schon Gov't Mule-kompatiblen, mächtigen Classic Bluesrock-Basis kombiniert. Hat jede Menge Biss und Druck! Ein packender Auftakt! Soulig, voller retro-psychedelischer Gitarrenklänge und sehr melodisch, geht es bei dem folgenden "Oasis" zu. Hat entfernt etwas von Jefferon Airplane. Die sich wie Spiralen durch den Song ziehenden Gitarrenlinien der beiden Gitarristen und Potter's großartiges Orgelspiel verbinden sich einfach wunderbar mit der lässig und "cool" groovenden Rhythmik. Dreckige, fette Dual Guitar Killer-Hooks und Potter's großartiger Power-Gesang sind die markanten Eckpfeiler des brodelnden, prima ins Ohr gehenden, kernigen Voodoo-Rockers "Medicine". Heiss, scharf - Grace Potter & the Nocturnals "under fire"! Das anschliessende, lockere, entspannte "Goodbye kiss" spielt mit einem lässigen Reggae-Rhythmus (schöne Harmonica-Klänge), während das folgende, grandiose "Tiny light" zwei völlig verschiedene musikalische Gesichter offenbart. Beginnt, getragen von Potter's feinem Klavierspiel und unaufdringlichen "sparkling guitars", zunächst ebenfalls recht entspannt mit einem wunderbar ins Ohr gehenden Refrain, ehe "Gracie" den Song plötzlich mit einem tierischen Schrei in ein instrumentales Break überleitet, das, vor allem ausgelöst durch Tournet's flammendes, raues Lead Gitarren-Spiel und Matt Burr's fulminantes Drumming, in einer lauten, monströsen, psychedelischen Jam-Orgie endet. Saustark! Wie auch das von raffinierten Gitarren-Loops und tollen Orgel-Fills bestimmte, sehr lebendige "Only love", das lockere, wunderbar melodische "One short night", der kochende, mächtig ins Tanzbein gehende, soulig-bluesige Retro Rock-Kracher "Hot summer night" (klasse Melodie, Potter singt sich die Seele aus dem Hals), die wunderschöne, von klaren, transparenten Gitarren durchzogene, ein dezentes Southern-Flair ausstrahlende, sehr gefühlvoll vorgetragene Ballade "Things I never needed", oder der mitreissende, voller Southern Soul und Blues-Feeling steckende. sehr melodische, feurige Rootsrocker "That phone", der mit seinen zündenden E-Gitarren und den tollen Orgel- und Piano-Fills fast wie eine imaginäre "Bonnie Raitt fronting The Black Ctowes"-Ausgabe klingt. Welchen Song man auch auswählt, jeder ist auf seine eigene Art etwas ganz Besonderes. Und das Album ist einfach "magic"! Grace Potter & the Nocturnals mit einem Bomben-Werk, dass das Zeug dazu hat, ein Klassiker des Jahres 2010 zu werden. So spielt man "psyched-up and rowdy" American Soul-, Blues-, Roots-, Groove-Rock der Neuzeit! Geil!

Das komplette Tracklisting:

1 Paris (Ooh La La) - 3:15   
2 Oasis - 4:41   
3 Medicine - 4:06   
4 Goodbye Kiss - 3:33   
5 Tiny Light - 4:43   
6 Colors - 5:15   
7 Only Love - 3:22   
8 Money - 2:54   
9 One Short Night - 3:50   
10 Low Road - 4:39   
11 That Phone - 3:18   
12 Hot Summer Night - 3:22   
13 Things I Never Needed - 4:11

Art-Nr.: 6959
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

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Paris (Ooh la la)
Medicine
Tiny light
One short night
That phone
Hot summer night

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Ray Band, Don - full throttle [2012]
"This band is kickin' out some roots rockin', southern Blues!" Die Don Ray Band aus Nashville/TN zieht auch mit ihrem dritten Album genüßlich ihre Kreise. Wurden schon die beiden ersten Veröffentlichungen "On top of the heap" (2009) und "Lonesome rider" (2010), im übrigen völlig zu Recht, von der einschlägigen Presse und den Fans gleichermassen begeistert abgefeiert, so wird das auch mit dem neuen Werk "Full throttle" nicht anders sein. Ja, "Full throttle", der Titel passt schon gut, denn der "musikalische Tank" ist proppenvoll und die Band steht voll im Saft. Obwohl Ray mit völlig neuen Leuten am Start ist, geht er konsequent den musikalischen Weg seiner ersten beiden Alben weiter. Das ist auch gut so. Und vor allen Dingen, die Musiker, die er um sich gescharrt hat, sind nicht "irgendwelche", sondern gestandene "Haudegen" der Szene. Es sind der famose "Musician's Hall of Fame"-Gitarrist Will McFarlane (u.a. Bonnie Raitt, The Muscle Shoals Rhythm Section), der das Album im übrigen zusammen mit Don Ray auch produzierte, der großartige Keyboarder Jonathan Arnstrong und die schön "tight" agierende Rhythmus-Fraktion, bestehend aus Jamis McFarlane am Bass und Drummer Justin Holder, der fabelhaften "Bandito Brothers Rhythm Section". Mit ihrem "world class singer" Don Ray an der Front fabrizieren die Fünf wieder ihre unwiderstehliche Mixtur aus "Rockin' Blues, Southern Rock, Blue Eyed Soul and Rock'N Southern Country Roll", durchzogen von einem feinen "Muscle Shoals vibe". Kein Wunder, ist das Album doch im historischen Sheffield, Alabama "at The NuttHouse Studios" aufgenommen worden. Da spürt man Einflüsse von solchen Leuten wie Stevie Ray Vaughan, Albert Collins, Eric Clapton, Bad Company, Lynyrd Skynyrd, Bob Seger und Delbert McClinton, und nimmt Parallelen von solchen Kollegen wie David Grissom, Tom Hambridge und Mark Selby wahr. Das Songmaterial ist durchweg großartig und wird neben Ray's starkem Gesang vornehmlich von der prächtigen Verbindung der herzhaften Gitarrenarbeit McFarlane's mit den markanten Piano- und Orgel-Klängen Armstrong's bestimmt. Vesprüht oft auch ein klasse Biker-Feeling. Eröffnet wird das Album mit dem dynamischen, wunderbaren, erdigen, bluesigen Roadhouse-/Rootsrocker "This is our house", der gleich mit tollem Pianogeklimper und herrlichen, southern-mässigen Slide Guitar-Linen daher kommt. Strahlt eine Menge Power und ein schönes Outlaw-Flair aus. Will McFarlane betsicht mit einem zündenden Gitarrensolo und Jonathan Armstrong schiebt neben seinem auffälligen Piano auch noch vereinzelt eine großartige Orgel-Begleitung ein. Tolle Nummer, doch es geht ohne jede Qualitätseinschränkung weiter. Das Titelstück "Full throttle" steht auf dem Programm - und der "Don Ray-Motor" läuft wie geölt. Irgendwie locker, gleichzeitig aber mit viel Dampf und Power, hören wir einen großartigen, von herrlichen Riffs und Gitarren-Hooklines bestimmten, kernigen, kompakten, melodischen Southern-/Bluesrocker, bei dem erneut
McFarlane mit einem glühenden Gitarrensolo für den instrumentellen Höhepunkt sorgt. Weitere Uptempo-Nummern ähnlichen Kalibers sind beispielsweise der kochende und ordentlich Dampf produzierende, gut abgehende Blues-/Southern-Boogie "All get together" oder der wunderbare, schön knackige, straighte, southern-fueled Riff-/Bluesrocker "My rush" mit seiner klasse Instrumentierung aus klimperndem Honky Tonk-Piano, würziger Slide und sogar ein paar schönen Double Lead-Fragmenten. Doch auch auf dem Balladen-Sektor leistet die Truppe Vorzügliches. Beste Beispiele dafür sind zum einen die prächtige, powernde Roots-/Southern-Ballade "Daniels and Caine" mit ihrer feinen Melodie, den abermals schön fett und saftig klingenden Slide-Linien, den klasse Piano-Fills und den exzellenten, weiblichen, southern-rooted Backup-Vocals, und zum anderen die voller Southern Soul steckende, emotionale, genauso lockere, wie kraftvolle Bluesrock-Ballade "Morningside Ave.", durch die ein Hauch von Muscle Shoals-Feeling weht, und die von einem tollen Percussion-Groove, erstklassigen Gitarrenläufen und am Ende sogar von ein paar Flöten-Tönen bestimmt wird. Fazit: Auch das dritte Werk der Don Ray Band ist wieder ein tolles Teil geworden. Macht tierisch Laune, dieser Band zuzuhören. Dieser inspirierte, voller Herz und Seele steckende, straighte und kompakte Southern-/Roots-/Bluesrock hat einfach "das gewisse Etwas". Wie ist noch auf der Website der Band nachzulesen? Dieses Werk ist das "tribute album to hangin' out, ridin' on, growin' up and rockin' down". Besser kann man es nicht ausdrücken!

Das komplette Tracklisting:

1. This Is Our House 3:39
2. Full Throttle 3:32
3. Daniels and Caine 3:40
4. Bad Decisions 3:42
5. Morningside Ave. 5:23
6. Suicide Girl 2:43
7. My Rush 3:37
8. Road to Nashville 3:49
9. All Get Together 4:03
10. The Clown 3:46

Art-Nr.: 7915
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
This is our house
Full throttle
Daniels and Caine
Bad decisions
Morningside Ave.
My rush
All get together

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Snowblynd - dirty water [2007]
Ein "y" im Bandnamen - was soll das wohl demonstrieren? Klar, eine deutliche Seelenverwandschaft zu Lynyrd Skynyrd! Snowblynd, eine 5-köpfige, ganz groß aufspielende Truppe aus Columbus/Ohio, bedienen sich voller Stolz dieses äußerlichen Merkmals. Doch wenn das bei einer Band legitim erscheint, dann sicher bei Snowblynd - für die ist das eine spürbare Herzensangelegenheit! Diese bislang völlig unbekannte Truppe (das MUSS sich jetzt ändern!!!) hat sich voller Hingabe dem musikalischen Mythos des amerikanischen Südens verschrieben, und das, trotz aller Spuren klassischer Southern Rock-Helden, in einer Power, einer Frische, Authentizität und absolut eigenen Identität, dass es eine wahre Freude ist! Der "Bärchen Records Award for Best New Southern Rock Band of 2007" ist vergeben! Das ist der "Hammer"! Snowblynd selbst bezeichnen ihre Musik als "Motor City Dixie", was ihrer musikalischen Vorliebe, sowohl für die goldene Ära der klassischen Detroit-, als auch Southern Rock'n Roll-Bewegung Ausdruck verleihen soll, die sie auch heute noch als "still fresh and just as powerful as ever" bezeichnen! Keine Frage, diese Musik hat nichts von ihrer Stärke und Anziehungskraft verloren, solange solche Bands wie Snowblynd "die (Gitarren)Äxte schwingen"! Herrlich, wie fett und mit welch einer Power sie zu Werke gehen! Dreckig, sehr druckvoll, hart, dabei ungemein melodisch - und wundervoll "southern"! Elemente von Lynyrd Skynyrd, 38 Special, Molly Hatchet, Doc Holliday, The Black Crowes, aber auch von aktuelleren Bands wie Black Label Society, sogar mal dezent Kid Rock oder Big Engine, sowie jede Menge eigene Zutaten ergeben den packenden, prickelnden Mix von Snowblynd! Die Produktion ist großartig, der fette Sound über jeden Zweifel erhaben, das Songmaterial ausnahmslos erstklassig (Tracks wie beispielsweise "The ride" haben das Zeug zum regelrechten Southern Rock-Klassiker), die Musiker exzellent! Die Gitarren strotzen nur so vor Kraft und Saft, die Rhyhmusfraktion entfacht einen mächtigen Druck und der ungemein starke Sänger Brad Williams findet exakt die richtige Schnittstelle zwischen sofort hängen bleibender Melodik und powernder Intensität! Immer wieder spielen sich die beiden ausgezeichneten Gitarristen Ryan Smith und Gregory Wyld mit traumwandlerischer Sicherheit "die Bälle", sprich die Licks, Riffs und Soli zu. Der Gitarren-Motor läuft wie geölt! Gnadenlos, mit unbändiger, fett im "elektrischen Saft" angerührter Power, starten sie ihre Attacken und bringen unser (Southern) Rock'n Roll-Herz zum Vibrieren! Das macht einfach tierisch Laune und animiert uns die Luftgitarre rasuzuholen, um die Truppe "im Geiste" mit vollem Körpereinsatz zu unterstützen. Erst beim letzten Stück, der wunderschönen, nur von der akustischen Gitarre begleiteten Ballade "One time ain't enough" stöpselt die Band aus und nimmt "den Strom" aus Ihrer Musik, was allerdings der Qualität nicht im mindesten schadet - im Gegenteil: Es demonstriert noch einmal ihren Mut zur Abwechslung und ihre ganze Klasse. Denn auch diese Nummer, mit ihrer herrlichen "Southern-Breeze", ist eine wahre Wonne. Doch zu Anfang des Albums raucht's an allen Ecken und Enden. Kratzige, mächtige Riffs, eine röhrende Slide und ein ordentlich "Gummi" gebender Drive lassen schon mit den Eröffnungskracher "Blood, guts and gasoline" (schon der Titel verspricht, wo's lang geht...) den Snowblynd-Motor heiß laufen. Kein Zweifel, diese Band hat Feuer! Was für ein Auftakt! Und von nun an folgt ein "Knaller" dem nächsten, hangelt sich die Truppe von "Southern Rock-Hit" zu "Southern Rock Hit"! Welch eine Kontinuität auf gleichbleibend hohem Niveau! Respekt! Nächster, eindrucksvoller Beweis dieser Einschätzung folgt mit dem anschließenden, genauso melodischen, wie dreckigen und saftigen, lupenreinen, straighten, "gritty" Lousiana Swamp-Southernrocker "Dirty water"! Großartiger Gesang, satte, sehr transparente, massive Gitarren überall, inklusive eines prächtigen, glühenden Solos! Ein wunderbarer Southernrocker, der so manch etablierte Band des Genres in Ehrfurcht erstarren lassen sollte. Erneut etwas swampig kommt dann das balladeske, abermals sehr melodische, aber nicht minder kraftvolle "Carry on", bei dem Snowblynd scheinbar exakt den Schnittpunkt zwischen Lynyrd Skynyrd und The Black Crowes treffen. Die mächtigen Gitarren werden hier, und das peppt den Sound zusätzlich auf, von einer unauffällig im Hintergrund agierenden Hammond-Orgel unterstützt. Natürlich gibt's auch hier wierder die herrlichen, feurigen Lead Gitarren zu bewundern. Dann das bereits erwähnte "The ride": Rau, abermals nicht sonderlich schnell, dafür aber umso inspirierter, authentischer und intensiver, beglücken sie uns mit einem "Killer"-Southernrocker, der sofort mitten ins Herz trifft. Wunderbar! Das ist klassischer Southern Rock, wie man ihn heute spielen muß! Enthält ein tierisches, brennendes, wechselseitiges Gitarrensolo! Und so fahren sie fort: Glühende Slides rühren das kochende "Lust 'n' liquor" an (das Tempo zieht wieder an), die Black Crowes lassen erneut bei dem bluesigen, swampigen "Little Miss Misery" grüßen, 38 Special hinterlassen ihre Spuren bei dem starken "Cryin' shame", "One time ain't enough" besticht mit einer morz Power und brodelnden "Heavy" Skynyrd'schen "Gimme three steps"-like Riffs, usw., usw.! Das sind insgesamt gut 45 Minuten pures Southern Rock-Vergnügen ohne jeden Durchhänger! Das Booklet enthält im übrigen alle Songtexte! Diese Truppe steht voll im "Southern Rock-Saft"! Das Genre lebt! Begeisternd!

Art-Nr.: 5449
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 12,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Dirty water
Carry on
The ride
Lust 'n' liquor
The mask
One time ain't enough

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Truth & Salvage Co. - same [2010]
The Black Crowes verpflichteten sie als Opening Act für ihre ausgedehnte 2009er U.S.-Tour. Zur Zeit touren sie mit den Avett Brothers und auch im Vorprogramm von Gov't Mule werden sie spielen. Sie verehren und lieben die Musik von The Band, The Allman Brothers Band und den Eagles. Ihre herausragende Musikalität und ihre grandiosen Live-Shows brachte Ihnen bei den Fans, der einschlägigen amerikanischen Fachpresse und vor allen Dingen auch bei den Musikerkollegen allergrößte Hochachtung ein. Nun endlich ist ihr Debutalbum da - und es ist nicht mehr und nicht weniger als ein kleines Meisterwerk geworden. Einfach herrlich! Die Rede ist von dem famosen, in North Carolina ansässigen Sextett Truth & Salvage Co., gegründet 2005 in Los Angeles, als sich die aus den verschiedensten Ecken der USA stammenden Musiker (Atlanta, New Orleans, Indianapolis, Tupelo, und aus diversen Nestern in Ohio) Bill Smith (Vocals, Drums), Scott Kinnebrew (Vocals, Guitars, Lap Steel), Tim Jones (Vocals, Guitars), Walker Young (Vocals, Piano, Organ), Adam Grace (Organ, Piano, Wurlitzer) und Joe Edel (Bass) spät in der Nacht zu einer spontanen Jam-Session im berühmten "Crane Tavern" zusammenfanden und sofort bemerkten, das sich da etwas ganz Besonderes entwickelte. Jeder der Jungs konnte bereits mit beachtlichen Referenzen aufweisen (ihre musikalische Vergangenheit verbrachten sie mit u.a. The Moldy Peaches, Old Pike, Jack Johnson, The Ben Folds Five, The Squirrel Nut Zippers und My Morning Jacket), doch erst diese Nacht liess etwas zusammenkommen, was man heute als einen regelrechten Segen für die amerikanische Rootsrock-Musik bezeichenen darf, ja muss. Produziert von Black Crowes-Frontmann Chris Robinson wirkt ihr Album wie ein wunderbares, von viel Southern-Flair und einem unterschwelligen Jam-Feeling begleitetes, überaus erfrischendes, spiellfreudiges "early '70s" Roots-/Countryrock-Relikt, dessen herrliche Songs genüsslich zwischen californischer Westcoast-Leichtigkeit und dem "Southern-Smell" der "Mountains of North Carolina" hin und her pendeln. Die Band verfügt über nicht weniger als 4 erstklassige Lead-Sänger (und Songwriter), deren vollendeter (Harmonie)Gesang immer wieder in bester Eagles- oder Crosby, Stills, Nash & Young-Manier die warme Brise eines goldenen californischen Sommers vermittelt. Die Arrangements aber vebinden diese angenehme Westcoast-Mentalität auf völlig natürliche Art und Weise mit dem Duft des Südens. Wie gesagt, sie verneigen sich deutlich vor ihren Helden von The Band, The Allman Brothers Band und den Eagles, doch ihre Musik deutet auch immer wieder auf eine gewisse Seelenverwandschaft zu solchen Leuten wie Gram Pasrsons, rootsige, nicht so intensive The Black Crowes, The Marshall Tucker Band, Neil Young, The Jayhawks, Grateful Dead und, um mal einen aktuellen Act zu nennen, der ebenfalls hinreissenden The Band Of Heathens hin. Trotz viel Abwechslung und großer instrumenteller Vielvalt läuft das Album wie aus einem Guß durch. Das Songmaterial ist vom Allerfeinsten und lässt von der ersten Sekunde an die immense individuelle Klasse der Musiker, wie auch die der Band als Kollektiv, erkennen. Und diese Melodien - herrlich! Überaus eindrucksvoll demonstriert dies die Truppe gleich mit dem überragenden Opener "Hail Hail", einem traumhaften Westcoast-Rootsrocker, durch den ein wohl duftender Hauch des Südens zieht. Satte E-Gitarren-Riffs, eine tolle Hintergrund-Begleitung von unauffälligem, aber sehr effektivem Klavier- und Orgel-Spiel, wundervoller Harmonie-Gesang und ein entspannter, dennoch würziger Midtempo-Groove ergänzen sich zu einem schönen, satten, frischen Sound, der die nötige Portion "Roots-Grit" intus hat. Ein absoluter Volltreffer zum Start. Und die Jungs legen lässig nach: Locker, wieder sehr melodisch und mit tollen Harmonies geht's auch bei dem rootsigen "Call back" zu. Erneut so eine Nummer, die sofort ins Ohr geht. Entspricht von der Instrumentierung in etwa dem Eröffnungsstück, vermittelt dabei aber ein dezentes, verspieltes Cruise- und Jam-Flair. Phantastisch! Was dann folgt, ist der pure Zauber californischen Countryrocks: "Welcome to L. A." ist der passende Titel dieser genauso flotten, wie knackigen Nummer, die wie eine erfrischende Mischung solch Generationen-übergreifender Künstler wie Gram Parsons, Poco, The Jayhawks und The Band Of Heathens rüberkommt. Tolle E-Gitarren-Begleitung, eine hinreissende Melodie, herrliches California Countryrock-Feeling, dazu die richtige Dosierung würzige Roots-Elemente - ein wahrer "Killer"-Song! Feinste Wurlitzer-Klänge, großartiger Gesang, eine klasse Melodie und rootsige E-Gitarren bestimmen das folgende "Heart like a wheel", ehe prächtige, lockere, southern-rooted (Twin)E-Gitarren-Licks in bester Allman Brothers-Manier den wundervollen, von jeder Menge Southern-Spirit begleiteten, flotten Rootsrocker "See her" einleiten. Klasse E-Gitarren-Linien, inklusive eines schönen Solos und ein lockerer, aber würziger Drive im Zentrum des Songs verstärken dieses Flair des Südens, hinterlassen aber gleichzeitig ein paar Jam-Spuren der Westcoast-Ikonen von The Grateful Dead. So geht das mit einem super Song nach dem anderen weiter, bis das Album schließlich mit dem traumhaften "Pure mountain angel" ausklingt: Eine entspannte, wunderschöne, von wohl duftendem Southern- und Appalachian Mountain-/Country-Flair durchzogene Americana-/Roots-Nummer, die sich mit ihrer unwiderstehlichen Natürlichkeit noch einmal tief in unseren Gehörgängen einnistet. Die ersten 3 Minuten wird der exzellente Lead- und Harmonie-Gesang, der dieses Stück geradezu Gänsehaut-mässig dominiert, ausschliesslich von einem toll klingenden Klavier begleitet, ehe dann doch noch einmal die komplette Band mit u. a. knackigem Schlagzeug und beherzter E-Gitarre einsetzt. Grandios! Truth & Salvage Co. hinterlassen in der Rootsrock-Szene eine ähnlich markante Duftmarke, wie es vor einiger Zeit die oben erwähnte The Band Of Heathens tat. Meisterhafter amerikanischer Rootsrock mit Bezügen zum Southern-, Jam- und Countryrock voller zeitloser Substanz! Im Genre-bezogenen Jahresend-Ranking der besten Veröffentlichungen 2010 wird dieses famose Werk ohne Zweifel eine dominierende Rolle spielen. Kommt im übrigen in einer großartigen, raffinierten, nach verschiedenen Seiten, 4-fach aufklappbaren Digipack-Verpackung.

Das komplette Tracklisting!

1 Hail Hail - 3:46   
2 Call Back - 3:10   
3 Welcome to L.A. - 3:55   
4 Heart Like a Wheel - 3:12   
5 See Her - 3:33   
6 Old Piano - 4:35   
7 101 - 3:18   
8 Jump the Ship - 3:41   
9 She Really Does It For Me - 3:20   
10 Rise Up - 4:39   
11 Brothers, Sons & Daughters - 4:22   
12 Pure Mountain Angel - 4:35

Art-Nr.: 7031
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Hail Hail
Call back
Welcome to L. A.
See her
101
Rise up
Brothers. sons & daughters

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