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Cook, Kristy Lee - why wait [2008]
Kristy Lee Cook (richtiger Name Kristy Lee) hat für ihre gerade mal 24 Jahre schon einiges erlebt. Aufgewachsen in Selma, Oregon als Tochter einer pferdebegeisterten Familie, modelte sie, war in einigen Videos und Werbespots präsent, sang, performte und nahm auch 2005 ihr erstes Album auf. Man offerierte ihr diverse Plattenverträge, so war sie beispielsweise die erste Künstlerin, die für Britney Spears' geplante Produktionsfirma verpflichtet wurde. Doch all diese Planungen wurden immer wieder seitens der Label durchkreuzt. Im Jahre 2007 bewarb sie sich dann für die siebte Folge der "American Idol"-Staffel, bei der sie letztendlich auch den siebten Platz belegte. Aufsehen erregte sie, als sie nach ihrem Ausscheiden in einem emotionalen Interview in der Show bekannt gab, dass sie, um die Kosten für "American Idol" tragen zu können, extra ihr geliebtes Pferd veräußert hatte und der neue Besitzer ihr den Rückkauf verweigerte. Als Lohn für ihre guten Leistungen ergatterte sie dann aber einen Major-Plattendeal beim Arista Nashville-Label, das jetzt ihr erstes, offizielles Album "Why Wait" veröffentlichte. Produziert hat es Hitschreiber Brett James, eingespielt wurde es mit der ersten Garde der Nashville-Studiomusiker (u.a. Ilya Toshinsky, Mike Brignardello, Lonnie Wilson, J.T. Corenflos, Troy Lancaster, Larry Franklin, Mike Rojas, Eric Darken, Mike Johnson). Die Stücke wurden von vielen arrivierten Komponisten der Szene beigesteuert, wobei auffällig ist, dass sehr viele weibliche Songschreiberinnen (Kelly Archer, Victoria Banks, Rachel Proctor, Liz Rose, Carrie Underwood, Janie O’Neal) involviert wurden. Parallel dazu war Kristy jetzt monatelang mit ihren AI-Finalisten-Kollegen auf der obligatorisch an die Show anschließenden Live-Tour unterwegs. Die zehn Stücke umfassende CD bedient ganz klar die New Country-Pop-Klientel der Marke Carrie Underwood & Co., wobei sich der erfolgsverwöhnte Brett James als der richtige Produzent erweist. Er bewies ein gutes Gespür bei der Songauswahl, verleiht den Liedern über die gesamte Distanz eine knackige Note, ohne allerdings dabei zu dick aufzutragen. Der Opener "15 Minutes Of Shame" (frecher, flott groovender Countrypopsong) bewegt sich um Platz 40 der Billnoard Country Singles-Charts, und zwar mit steigender Tendenz. Der folgende Titeltrack "Why Wait" ist die vielleicht rockigste Nummer des Albums (mit dezenter Southern-Atmosphäre, schöne E-Gitarren-Passage am Ende) und erinnert an Sachen von Little Big Town oder Shelly Fairchild. Klasse hier auch der recht angriffslustige Gesang von Kristy. Im weiteren Verlauf geben sich dann immer wieder emotionale, aber nicht zu bombastische Balladen ("Like My Mother Does", "Baby Believe", der patriotische Lee Greenwood-Klassiker "God Bless The USA") und recht flotte, gut tanzbare Nummern mit fetten Drums, untermalender Piano-, Orgel-, Akustik- und E-Gitarrenarbeit, sowie dezenten Steel-Tupfern ("Hoping To Find", "Plant The Seed", "I Think Too Much") die Klinke in die Hand, wobei das herrlich melodische "Not Tonight" (geschrieben von Brett James und Carrie Underwood - Kristy erinnert gesangstechnisch gar ein wenig an Stevie Nicks) richtig Laune macht. Eine Mischung aus beiden Sorten bietet das wunderbare "Homesick", wo neben Steel auch Banjo und die Fiddle im, von schönen Tempo- und Atmosphärenwechseln dominierten Stück, auftauchen. Überhaupt sind, trotz der zweifellos poppigen Note, die Countryinstrumente und -elemente doch noch etwas präsenter als beispielsweise bei Kollegin Carrie Underwood. Das kommt sehr gut! Alles in allem ist "Why Wait" von Kristy Lee Cook ein richtig gutes, knackiges, energiegeladenes, "hungriges" Album geworden (natürlich ist sie auf Front- und Backcover mit einem Pferd abgebildet), das Freunde der niveauvollen, poppigen Variante des New Country bestens bedient und ihr einen mehr als ernst zunehmenden Platz unter Kolleginnen wie Carrie Underwood, Taylor Swift, Kellie Pickler oder Joe Dee Messina sichern wird. (Daniel Daus)

Die Tracklist:

1 15 Minutes of Shame - 3:03   
2 Why Wait - 3:17   
3 Like My Mother Does - 4:06   
4 Hoping to Find - 4:04   
5 Baby Believe - 4:20   
6 Not Tonight - 3:34   
7 Plant the Seed - 3:23   
8 I Think Too Much - 3:12   
9 Homesick - 3:28   
10 God Bless the USA - 3:31

Art-Nr.: 5991
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 6,90

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Dupré, James - it's all happening [2010]
Wenn jemand wie "the worlds greatest dobro player" Jerry Douglas mit einem nahezu unbekannten Country Singer-Songwriter eine Zusammenarbeit eingeht, dann kann man davon ausgehen, dass es sich wohl um ein ganz aussergewöhnliches Talent handelt. Und Douglas liegt völlig richtig: James Dupré aus der Gegend von Bayou Chicot in Louisiana entpuppt sich als ein geradezu begnadeter Sänger mit einer phantastischen, irgendwo zwischen Alan Jackson, Don Williams, James Taylor und Randy Travis angesiedelten Stimme, die man als eine wahre "Wonne für die Countryohren" bezeichnen muss. Doch dieses Attribut trifft nicht nur auf Duprè's exzellente Gesangsleistung zu, sondern auf die komplette Musik seines wunderbaren Debutalbums "It's all happening". Eingespielt wurde es in den berühmten "Ocean Way"- und "Compound"-Studios in Nashville unter Beteiligung einer Horde der besten Sessionmusiker, die Music City aufzubieten hat. U.a. sind dabei: Paul Leim, Harry Stinson (jeweils Drums), Glenn Worf (Bass), Victor Krauss (Upright Bass), Bryan Sutton (Acoustic Guitar, Banjo), Dan Dugmore (Pedal Steel, Electric Guitar), Pat Buchanan, Steve Gibson (beide Electric Guitar), John Jarvis (Keyboards) und besagter Jerry Douglas (Dobro, Lap Steel), der das Album darüber hinaus, zusammen mit dem legendären Nashville-Producer Kyle Lehning (u.a. Randy Travis, Dan Seals, The Derailers, George Jones, Restless Heart, um nur einige zu nennen) auch produzierte und ihm einen herrlichen, klaren Sound verpasste. Was wir zu hören bekommen ist wunderbare, von einem dezenten Singer-Songwriter Charme begleitete, natürliche, klassische, vorwiegend mit einem schönen "Laid Back-Feeling" in Szene gesetzte, reine, höchst niveauvolle Countrymusic - flüssig, locker, melodisch, frisch, sauber, traditionell verwurzelt, zeitlos und dennoch alles andere als unmodern. Das gezielt und akribisch ausgesuchte Songmaterial setzt sich aus 9 Fremd- (inkl. einiger grandioser Coverversionen) und 2 Eigenkompositionen zusammen und wird überwiegend in einem überaus angenehmen Midtempo vorgetragen. Die Lieder strahlen eine erfrischende Natürlichkeit aus und schlängeln sich voller Wohlwollen in unsere Gehörgänge. Dazwischen gibt es die ein oder andere, hinreissend schöne Ballade, aber auch mal eine durchaus "rockige" New Country-Nummer. Basierend auf flockigen, entspannten, zuweilen auch knackigen Rhythmen, bewegen sich die Arrangements in einer wohl temperierten Balance zwischen effektiv eingesetzten E-Gitarren und Keyboards, ein ums andere Mal prächtig ergänzt um Pedal Steel und Lap Steel, und akustischen Instrumenten wie Fiddle, Dobro, Banjo und Acoustic Gitarre. Das manchmal aufkommende, ganz dezente Grass-Flair unterstreicht dabei die Natürlichkeit der Songs. Es passt einfach alles in nahezu perfekter Harmonie zusammen. Interessanterweise beginnt das Werk nicht mit einer Uptempo-Nummer, sondern mit einer lupenreinen, wunderschönen, sentimentalen Countryballade. "Ring on the bar" fängt die Verlorenheit und die traurige Einsamkeit nach einer schwerzhaften Trennung überuas authentisch ein. Großartig die unaufgeregte Instrumentierung aus akustischer Gitarre, einsamem Klimpern des Barroom-Pianos und einer wimmernden Pedal Steel. Erst mit dem zweiten Song wird's etwas flotter. "I'm good" heisst das Stück, das im übrigen auch schon von Bucky Covington für sein vor 3 Jahren erschienenes Debut aufgenommen wurde. Eine tolle, flockige Interpretation Duprè's, sehr traditionell verwurzelt und schön frisch dargeboten. Bester, melodischer, flüssiger New Country mit traumhaften Lap Steel-Einlagen von Jerry Douglas. Apropos Lap Steel: Die spielt auch eine dominierende Rolle in der hinreissend schönen Coverversion des alten CCR-/John Fogerty-Klassikers "Who'll stop the rain", ebenso wie Douglas' dezentes Dobro-Picking. Und wenn wir schon mal bei den Covers sind: Zwei weitere sind absolut erwähnenswert und extrem gut gelungen. Zum einen das leicht swampige, Gospel-angehauchte, von Bob McDill, Dickey Lee und Kenneth Jones geschriebene "Knee deep in a river", ein alter Don Williams-Standard, mit dem auch Kathy Mattea in den frühen Neunzigern einen Top 20-Hit landete, und zum anderen die herrliche, lockere Country-Fassung von Jackson Browne's wundervollem "For a dancer", mit toller Acoustic Gitarren-/Fiddle- und Piano-Instrumentierung. Klasse auch das entspannte "Postcards from Elvis" mit seiner lockeren, frischen, klaren Instrumentierung, das von einem imaginären, glücklichen Alternativ-Dasein solcher Legenden wie James Dean, Elvis Presley (arbeitet in einem Cafè in Guam), Marilyn Monroe und John F. Kennedy (leben in einer jungen Familie zusammen auf einer abgelegenen Farm) erzählt, und die knackige, angerockte, forsche, mit würzigen E-Gitarren ausgestattete New Country-Nummer "Deep down". Die beiden abschließenden Songs des Albums, die einzigen Eigenkompositionen Duprè's, unterstreichen noch einmal eindrucksvoll die großartigen Gesangskünste des Mannes aus Louisiana, aber auch seine offensichtlich immensen Qualitäten als Songwriter. Sie sind ein bemerkenswerter Beleg dafür, wie überaus ambitioniert, melodisch, spannend und charismatisch der Mann in der Lage ist, minimalistisch instrumentierte Countryballaden zu performen. Auf "Memories of heaven" wird er nur von einer akustischen Gitarre und einer toll in Szene gesetzten Steelguitar begleitet, auf "A hero in my eyes" lediglich von akustischer Gitarre und Jerry Douglas' prächtigem Dobro-Spiel. Brillant! James Duprè, der als seinen größten Helden und Inspirationsgeber im übrigen Vince Gill bezeichnet, ist mit seinem Debut ein wirklich großer Wurf gelungen. Die Major-Labels müssten eigentlich Schlange stehen. Vielleicht wird er eines Tages tatsächlich berühmt und wir erfreuen uns hier an einem in Eigenregie des Künstlers vertriebenen Album, das irgendwann Seltenheitswert erlangt und als ursprünglicher Karrierstart eines kommenden Countrystars gilt. Egal, was auch passiert, dieses Werk demonstriert eindrucksvoll wie natürlich, locker und anspruchsvoll zugleich Countrymusic sein kann - hier und jetzt! Dafür ein ganz fettes "Thanks a lot, Mr. James Duprè"!

Das komplette Tracklisting:

1. Ring On the Bar 3:29
2. I'm Good 3:05
3. Drive 3:27
4. Who'll Stop the Rain 3:09
5. Deep Down 3:06
6. Postcard From Elvis 4:14
7. Alright Tonight 3:13   
8. For A Dancer 3:52
9. Knee Deep In A River 3:38   
10. Memories of Heaven 3:23
11. A Hero In My Eyes 3:38

Art-Nr.: 7047
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Ring on the bar
I'm good
Who'll stop the rain
Deep down
Postcard from Elvis
For a dancer
Memories of heaven

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Earle, Steve - terraplane [2015]
Steve Earle & The Dukes mit einem hervorragenden. neuen Album! Mit "Terraplane" widmet sich die Roots-Ikone seinen Blues-Neigungen und führt seine Fans auf eine großartige Reise in die Gefilde des "down 'n dirty roots blues". Die Einflüsse reichen von Robert Johnson bis Lightnin' Hopkins. Aufgenommen in Nashville's "House Of Blues"-Studios umschreibt der "American Songwriter" das Album so: "'Terraplane' is a raw and dirty affair sonically, and moves from acoustic East Texas blues numbers to boogie-rock to early Stones-type ballads, with one spoken-word piece in iambic pentameter thrown in for good measure." Sehr treffend ausgedrückt. Produziert hat das Werk im übrigen R.S.Field (u.a. Buddy Guy, John Mayall). Steve Earle kann auch den Blues - eindeutig! Beeindruckend! Ganz starkes Album!

Das komplette Tracklisting:

1. Baby Baby Baby (Baby) - 3.37
2. You’re The Best Lover That I Ever Had - 4.07
3. The Tennessee Kid - 4.05
4. Ain’t Nobody’s Daddy Now - 2.29
5. Better Off Alone - 4.26
6. The Usual Time - 2.59
7. Go Go Boots Are Back - 3.33
8. Acquainted With The Wind - 2.20
9. Baby’s Just As Mean As Me - 2.35
10. Gamblin’ Blues - 2.04
11. King Of The Blues - 3.51

Art-Nr.: 8792
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

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Gill, Vince - guitar slinger ~ deluxe edition [2011]
Deluxe Edition mit 3 Bonustracks!
Grandioses, neues Album von Vince Gill, der hier einmal mehr seine herausragenden Fähigkeiten als Songwriter, Sänger und "guitarslinger" unter Beweis stellt. Contemporary Country von beeindruckender Qualität. Mal klassisch traditionell, mal flott und rockig, auch mal ein wenig soulig und bluesig, sowie die ein oder andere wunderbare Ballade - Vince Gill mal wieder in bestechender Form!

Wir bieten ausschließlich die mit 3 zusätzlichen, exzellenten Songs aufgestockte Deluxe Edition an, denn alles andere macht in Anbetracht dieser großartigen Musik keinen Sinn.

Das komplette Tracklisting:

1 Guitar Slinger - 4:05   
2 All Nighter Comin' - 2:34   
3 Tell Me Fool - 4:05   
4 Threaten Me with Heaven - 5:31   
5 When the Lady Sings the Blues - 4:34   
6 Who Wouldn't Fall in Love with You - 4:58   
7 When Lonely Comes Around - 3:45   
8 True Love - 4:44   
9 Bread and Water - 4:44   
10 Billy Paul - 3:52   
11 The Old Lucky Diamond Motel - 3:39   
12 Lipstick Everywhere - 3:11   
13 One More Thing I Wish I'd Said - 4:05   
14 If I Die - 3:40   
15 Buttermilk John - 6:20

Art-Nr.: 7602
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Johnson, Cody - cowboy like me [2014]
Ganz klar: Solange es Leute wie diesen Cody Johnson gibt, braucht sich die "real Countrymusic" keine Sorgen um ihre Zukunfft zu machen. 3 Jahre nach seinem famosen Album "A different day" kommt der von Kindesbeinen an mit dem "echten" Countryleben konfrontierte, in einem ländlichen, von Pinienwäldern umgebenen Gebiet im Osten Texas' aufgewachsene, ehemalige professionelle "bull rider" (auch als Gefängniswärter in Huntsville hat er schon gearbeitet) nun mit seinem, von den Fans heiss herbeigesehnten Nachfolgewerk - und es knüpft nahtlos an den Vorgänger an, ja setzt vielleicht sogar noch mal "einen drauf". "Cody Johnson is a true cowboy with countrymusic in his veins, a natural born star", attestierten wir anlässlich des Vorgängers. Dies trifft für sein neues Album noch mehr zu, als je zuvor. Obwohl man ohne jeden Zweifel ein paar rockige Einflüsse spürt (zu Cody's großen Einflüssen zählen neben George Strait und Willie Nelson auch Lynyrd Skynyrd), ist "Cowboy like me", der Name verrät es schon, ein lupenreines, unverfälschtes, genauso klassisches, wie modernes, knackiges, "saftig" und kraftvoll in Szene gesetztes, ungemein authentisches und reines Countryalbum geworden, so wie es sein muss und wie wir uns im Countrysektor eigentlich viel mehr wünschen. In Nashville, wo sich die Elite zumeist leider viel mehr dem poppigen Mainstream hingibt und zuweilen ihre wirklichen Wurzeln in den Hintergrund stellt, sollten viel mehr solche Typen wie dieser Cody Johnson die Charts regieren. Es gibt sie dort sicher auch (Easton Corbin. Josh Turner), aber sie sind in der Minderheit. In Texas hingegen sind solche Künstler absolut top und die Leute im Lone Star State fahren auf diese Art der Countrymusic total ab - völlig zu Recht, wie wir finden. Produziert hat das Werk übrigens der alte texanische, jetzt in Nashville residierende Countryrecke Trent Willmon, ebenfalls ein Garant für höchste Countryqualität. Wenn der jemanden unter seine Fittische nimmt, bekommen wir den besten zeitgemässen texanischen Country zu hören, den die Szene zu bieten hat - wie zuletzt auch mit den neuen Alben von Curtis Grimes und Josh Grider, die Willmon ebenfalls produzierte. Gleich zu Beginn des Albums bringt Cody Johnson die kraftvolle Energie, mit der er seinen lupenreinen Country auf diesem Album zumeist präsentiert, großartige rüber. "Dance her home" heisst der Opener, ein mit fetten, zündenden E-Gitarrenriffs bestückter, gleichzeitig aber auch voller herrlicher Steelguitar- und Fiddle-Fills steckender, vorzüglich tanzbarer, honky-tonkin' Roadhouse Two-Stepper mit einer tollen Melodie und einem klasse Rhythmus. So etwas muss die Countrywelt einfach verzücken. Super! Von ähnlicher Kategorie sind auch die folgenden "Me and my kind" und "Lucky", vor allem letzteres aber mit noch mehr Drive. Stark hier die trockene Banjountermalung, die diesen kräftigen Country-Knaller geschickt auflockert. Etwas mehr in den Midtempo-Bereich geht es dann mit dem wunderbar melodischen, traditionellen "Baby's blue". Hier entsteht ein klasse Honky Tonk-Feeling mit schönen Gitarren, Fiddle und Pedal Steel. Kommen wir zu dem fantastischen Titelsong des Albums, "Cowboy like me", eine schlicht wundervolle, astreine Countryballade mit einem durchau autobiographischen Hintergrund. Zu großartiger Steel-, Fiddle-, und Gitarrenbegleitung (starkes Acoustic Gitarren-Solo im Mittelteil) refelktiert Johnson im Bezug auf seine Liebste ein wenig die traurigen Begleiterscheinungen des Lebens eines "Cowboy-Musiker", der fast immer unterwegs ist. Eine weitere tolle Ballade hören wir mit dem schönen, aber weitaus kraftvolleren "Holes". Auffällig hier sind die kernigen E-Gitarrenläufe, die sich durch den Song ziehen. Egal, welche Nummer man auch herauspickt, sie alle sind höchstes Country-Niveau. Das ist traditionell fundamentierter, reiner, knackiger Country durch und durch, gleichzeitig aber voller Pep - auch textlich. Hier geht's um Cowboys, Rodeos, Honky Tonks, Trucks und "lonesome girls". So spielt man "real Country"! Das ist allerbestes Material für Freunde von Legenden wie George Jones, Geroge Strait, Alan Jackson, Tracy Byrd und Mark Chesnutt, genauso wie für Anhänger von Brad Paisley, Josh Turner, Easton Corbin oder auch mal Chris Young, bis hin zu seinen "Texas-Buddies" wie John Slaughter, Josh Ward, Curtis Grimes, Jason Boland & Kollegen. Tolles Album! Cody Johnson auf der amtlichen Country-Route. So kann's weitergehen. Wir ziehen ehrfurchtsvoll den Cowboyhut...

Das komplette Tracklisting:

1. Dance Her Home - 2.55
2. Me And My Kind - 2.36
3. Lucky - 3.06
4. Proud - 3.25
5. Baby’s Blue - 3.47
6. Bottle It Up - 4.30
7. Cowboy Like Me - 3.55
8. Hurtin’ - 3.59
9. (I Wouldn’t Go There) If I Were You - 3.44
10. Holes - 3.40
11. Give A Cowboy A Kiss - 5.05
12. Never Go Home Again - 4.12
13. In The Garden (Bonus Acoustic Track) - 4.36

Art-Nr.: 8503
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Dance her home
Lucky
Proud
Baby's blue
Cowboy like me
Holes
Give a cowboy a kiss

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Lanco - hallelujah nights [2018]
Großartige, junge, 5-köpfige Band, die die Countrycharts in Nashville mit ihrem Debutalbum "Hallelujah nights" und den beiden darin enthaltenen Hit-Singles "Greatest love story" und dem unwiderstehlichen Ohrwurm "Born to love you" gleich ordentlich aufmischt. Mit ihrem sehr schönen, auf viel Harmonie und exzellentem, auch mehrstimmigen Gesang basierendem Mix aus New Country und flockigen Pop-Einflüssen, sowie den prächtigen Melodien (die Einflüsse reichen von den aktuell mega-erfolgreichen Florida Georgia Line bis hin zu den legendären, guten, alten Eagles), gelingt den 5, in den amerikanischen Südstaaten Tennessee, Kentucky and Georgia aufgewachsenen Jungs ein herrliches Album mit 11 wunderbar im Ohr hängen bleibenden Songs. Tolle Truppe, die frischen, neuen Wind nach Nashville bringt. Produziert hat das Werk im übrigen, der beispielsweise auch für Eric Church und Little Big Town an den Reglern sitzende Jay Joyce. Klasse!

Das komplette Tracklisting:

1. Born to Love You - 3:50
2. Long Live Tonight - 3:44
3. Pick You Up - 2:56
4. Greatest Love Story - 3:42
5. We Do - 3:27
6. Trouble Maker - 2:47
7. Singin' at the Stars - 4:53
8. Win You Over - 3:16
9. So Long (I Do) - 2:59
10. Middle of the Night - 3:09
11. Hallelujah Nights - 5:58

Art-Nr.: 9573
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 14,90

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McGraw, Tim - damn country music ~ deluxe edition [2015]
Deluxe Edition mit 3 Bonustracks! Das brandneue Werk des Country-Superstars, sein mittlerweile schon 14. Album seit 1993, "Damn Country Music", lässt auch wieder keinen Zweifel aufkommen: Dieser Mann steht weiterhin wie ein Fels in der New Country-Brandung! Wie die Zeit vergeht. Der neue Silberling ist auch schon wieder seine dritte Veröffentlichung beim Label Big Machine Records, nachdem seine überaus erfolgreiche Ära bei Curb Records nach juristischem Dauerstreit irgendwann dann doch ihr Ende gefunden hatte. Die CD beginnt mit "Her Tonight", einem schönen melodischen, durch simulierte Flötentöne mit etwas keltischem Flair bedachten Midtempotrack. Tochter Macie zeigt mit starken Harmoniegesängen, dass auch der Nachwuchs im Hause McGraw dem Talent der Eltern in nichts nachsteht. Auch das folgende "Losin' You" durchzieht samt kräftigem Refrain, aufgrund schöner E-Gitarrenuntermalung, ein dezentes Heartland-Flair. Das starke "How I'll Always Be" trifft es mit dem Titel wie den Nagel auf den Kopf. Dieser Song hätte auch auf die Alben zu Beginn seiner Karriere hervorragend gepasst. Überhaupt muss man vermerken, dass Tim McGraw weiterhin gerne auf Bewährtes zurückgreift. Produziert hat mit ihm zusammen sein Dauerbegleiter Byron Gallimore, und auch bei den Songwritern findet man mit den Warren Brothers (beim flotten "Love Runs") oder Lori McKenna (bei der grandiosen, den Hauptpart abschließenden Singer/Songwriter-Ballade "Humble And Kind") Musiker, auf deren Ideen er immer wieder gerne zurückgreift. Sämtliche anderen Lieder wurden natürlich vom Who-Is-Who der Nashville-Kompositeure (u.a. Josh Osborne, Tom Douglas, Hillary Lindsey, Ashley Gorley, Rodney Clawson, Brett James, John Nite, und und und...) sowie Parade-Musikern wie Shannon Forrest, Ilya Toshinsky, Danny Rader, Michael Landau, Troy Lancaster, Larry Franklin, Steve Nathan & Co. kreiert und instrumentell perfekt umgesetzt. Dabei verlässt sich der Sohn der Baseball-Legende Tug McGraw (Tim hat übrigens zu Ehren seines Vaters mittlerweile eine Stiftung gegründet, die sich mit der Behandlung von Gehirntumoren befasst) nach wie vor auf sein überaus gutes Gespür bei der Auswahl seiner Lieder. Der Titelsong stammt aus der Feder von Gary Barlow, Josh Thompson und Jessi Alexander, eine wunderbar, recht traditionell im Erzählgesang gehaltene und mit viel Steelguitar garnierte Countryballade. Klasse auch das ruhige "What You're Lookin' For", im übrigen sehr hitverdächtig! Als erste Single wurde aber das viel positive Energie verströmende "Top Of The World" auserkoren. Der Steel- und Piano-getränkte Schwofer "Don't Make Me Feel At Home" stammt aus 1993, dem Jahr, als McGraws einzigartige Karriere ihren Ursprung fand. Mit "Want You Back" folgt eine emotionale Powerballade, wo Tim seinen berühmt 'näselnden' Gesang perfekt in Szene setzt. Klasse hier das surrende Landau-E-Gitaren-Solo. Fantastisch seine Kollaboration mit Big & Rich auf dem Cabrio-tauglichen "California". Hier heulen die southern-typischen Double Lead-Fills zum gute Laune versprühenden McGraw-Gesang, John Rich und Big Kenny geben sich im Bridge kurz die Ehre. Auch die drei Zusatzstücke der Deluxe-Ausgabe lohnen sehr. Das herrlich mit Bläser-Unterstützung groovende "Everybody's Lookin'" verbindet mit gluckerndem E-Piano und pfeifender Steel, Soul- und Countryelemte auf allerfeinste Art und Weise. Toller Track! Das schöne "Kiss A Girl" lässt mit Piano-, heuelnder Steel und Streicherklängen die Emotionen hochkochen. Das finale "Country And Western" ist eine sympathische Hommage ans Genre mit seinen Steelgitarren sowie seinen singenden Waylons und Willies. Ein starkes Ende! Auch wenn Tim McGraw sich dem einen oder anderen modernen Trend der heutigen Nashville-Zeit auf "Damn Country Music" nicht komplett verschließt, spürt man jeder Zeit, dass der Superstar, "seinem" Country-Genre nach wie vor den Vorzug einräumt. Ein starkes Werk mit 14 exzellenten Tracks in allerbester Tim McGraw-Tradition! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Here Tonight featuring Gracie McGraw
2. Losin You
3. How I ll Always Be
4. Damn Country Music
5. Love Runs
6. What You re Lookin For
7. Top of the World
8. Don t Make Me Feel At Home
9. Want You Back
10. California with Big & Rich
11. Humble and Kind
12. Everybody s Lookin'
13. Kiss A Girl
14. Country And Western

Art-Nr.: 9025
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Reckless Kelly - sunset motel [2016]
Umwerfend! Was soll man zu Reckless Kelly noch sagen? Sie haben sich mit ihrem neuen Werk "Sunset motel" wieder einmal selbst übertroffen! Besser kann man klassichen, erdigen, satten, zeitlosen Roots-/Americana-/Countryrock wohl kaum zelebrieren. Was für fantastische Songs! Das ist erneut eine überragende Vorstelllung. Grandios auch die aufwendige Covergestaltung, wunderbar designed von den hoch talentierten Dodds Sisters. Das Digipack ist 3-fach-aufklappbar, kommt mit einem edlen Prägedruck, enthält ein großes, postermässiges Booklet, sowie, passend zum "Sunset Motel", einen numerierten Zimmerschlüssel-Anhänger. Großartiges, sehr wertiges Teil!

Das komplette Tracklisting:

1. How Can You Love Him (You Don't Even Like Him) - 3.01
2. Radio - 4.57
3. Buckaroo - 3.28
4. Sunset Motel - 4.45
5. The Champ - 3.11
6. One More One Last Time - 4.27
7. Forever Today - 3.05
8. Volcano - 3.30
9. Give It Up - 4.36
10. Who's Gonna Be Your Baby Now - 3.39
11. Moment in the Sun - 3.52
12. Sad Songs About You - 4.39
13. Under Lucky Stars - 4.41

Art-Nr.: 9277
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
How can you love him (you don't even like him)
Radio
Buckaroo
Sunset motel
The champ
Forever today
Give it up
Sad songs about you

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Shelton, Blake - reloaded: 20 # 1 hits [2015]
Klasse Hit-Sammlung des Country-Superstars. 20 Nummer 1-Hits hat er seit dem Start seiner Karriere mittlerweile geschafft. Eine großartige Leistung von einem Mann, der es gekonnt versteht, traditionelle und moderne Countryelemente unter einen Hut zu bringen. All diese 20 Hits sind auf diesem Album vereint, plus seine neue Single, der vermeintliche 21. Charttopper "Gone", als Bonustrack Das ist eine prima Zusammenstellung für alle Blake-Fans und der beste Einstieg für die, die es noch werden wollen oder schon immer mal einen perfekten Überblick über seinen musikalischen Werdegang haben wollten.

Das komplette Tracklisting:

1. Sangria - 3:53
2. Lonely Tonight (feat. Ashley Monroe) - 3:38
3. Neon Light - 3:41
4. My Eyes (feat. Gwen Sebastian) - 3:10
5. Doin' What She Likes - 3:42
6. Mine Would Be You - 3:59
7. Boys 'Round Here (feat. Pistol Annies & Friends) - 4:48
8. Sure Be Cool If You Did - 3:35
9. Over - 3:13
10. Drink On It - 3:31
11. God Gave Me You - 3:49
12. Honey Bee - 3:30
13. Who Are You When I'm Not Looking - 3:07
14. All About Tonight - 3:25
15. Hillbilly Bone (feat. Trace Adkins) - 3:45
16. She Wouldn't Be Gone - 3:35
17. Home - 3:50
18. Some Beach - 3:25
19. The Baby - 3:55
20. Austin - 3:50
21. Gonna - 3:02

Art-Nr.: 9011
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

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Worley, Darryl - here and now [2006]
Respekt, Respekt, Mr. Worley! Der Mann scheint nicht nur "Nehmer-Qualitäten" zu besitzen, sondern obendrein noch genug Kraft zu haben, ordentlich "austeilen" zu können: Erst ist der Major-Deal bei "Dreamworks Records" futsch, dann bei Neal McCoy's kleinem "903 Music"-Independent Label, quasi als Trotzreaktion, sein bislang klar bestes Album abzuliefern, das muss man erst mal hinkriegen, das hat schon Klasse! Etwas rockiger als früher, gleichzeitig immer "real country", umgarnt mit fetten E-Gitarren, teilweise umweht von einem herrlichen Southern-Flair, geht Worley in den 13 neuen Songs auf, wie nie zuvor! Bei den früheren Alben fühlte Darryl sich nach eigener Aussage oftmals allzu sehr "in ein Korsett gepresst", konnte sich eigentlich nie so entfalten, wie er es wollte. Und wirklich, beim Hören der neuen Stücke von "Here And Now" spürt man förmlich, wie Darryl erleichtert "ausatmet" und seine ganze, neu gewonnene Energie in die Songs einbringt. Dabei hat sich eigentlich von den Grundgegebenheiten zum letzten Werk gar nicht soviel verändert. Produziert hat erneut Frank Rogers, viele der damaligen Co-Writer sind abermals involviert, und auch der Kreis der exzellenten Musiker früherer Tage hat im Großen und Ganzen wieder Hand angelegt. Selbst die Cover-technische Umsetzung (12-seitiges Klapp-Booklett mit vielen Bildern und sämtlichen Texten), hält dem Anspruch der großen Label ohne jede Frage stand! Das Geheimnis dieser CD dürfte vielmehr in der völlig zwanglosen Unbefangenheit liegen, mit der man hier zu Werke geht. Es wird nicht auf die Charts und Verkaufszahlen geschielt (obwohl die erste Single "I just came back from a war" bereits einen prima Chart-Einstieg hingelegt hat), sondern einfach, bei aller Professionalität, voller Spaß los musiziert! Das kommt prächtig rüber! Worley schreibt klasseTexte, die sympathisch und lebensnah wirken, die Lieder haben sehr viel Pepp und glänzen mit viel Abwechslungsreichtum, die großartigen Musiker, besonders die überragenden Gitarristen Brent Rowan und Pat Buchanan, dürfen sich so richtig austoben. Selten erlebt man eine New Country-CD, die ständige, satte, auf den Punkt gebrachte E-Gitarren-Soli beinhaltet, die so viel Southern-Espirit versprüht. Kommen wir zu den Songs: "Jumpin’ Off The Wagon", ein schöner Honkytonk-/Roadhouse Country-Rocker, bedeutet zunächst einmal Worley's gar nicht so zimperliche Abrechnung mit seinem früheren Label, "Nothin’ But A Love Thang" ist rhythmischer, dampfender, swampiger, sehr sexy dargebotener Southern-Country und das bluesige, dampfende "Free" hat gar etwas von den Allman Brothers (typische Orgel/E-Gitarren-Breaks). Der Song zeichnet sich zudem durch einen herrlichen Groove aus. Die nächsten beiden Stücke ("It’s The Way You Love Me" und "Party Song") dürften jede Location im staubigen Westen zum Kochen bringen. Das ist abgehender "Gute-Laune Southern Rock" vom Feinsten, wobei letzteres voller fulminanten Georgia Satellites-Flair steckt! Hier hat man schon die knapp bekleideten Mädels und gut aufgelegten Kerle in bester Feier-Laune auf der Tanzfläche vor dem geistigen Auge. So locker und flockig wie sein Text ist auch die Performance der fantastischen, lupenreinen Countrynummer "Living In The Here And Now": Schöne Akustikgitarrenuntermalung, immer wieder mit dezenten E-Gitarren und Orgel-Einsätzen versehen, sowie zwei schöne, aufeinander folgende E-Soli beider Gitarristen und eine herrliche Melodie lassen ein wenig entspannte Vince Gill-Atmosphäre aufkommen. "Do You Know What That Is" ähnelt von der Coolness her den Stücken, mit denen Trace Adkins in letzter Zeit immer wieder Erfolg hatte. Im hinteren Bereich des Albums gibt es dann noch zwei ruhigere Stücke mit nachdenklichen Texten, zwei erneute rockige Feger ("Whiskey Makes The World Go Round" - so richtig aus dem Leben gegriffen, "Lowdown Woman" - wieder mit fetten Gitarren und schönem Southern-Feeling), sowie das großartige, bereits erwähnte "I Came Back From A War", das in einem entspannten, aber durchaus kraftvollen, sehr melodischen musikalischen Rahmen, ebenso patriotisch wie kritisch aktuelle Kriegsproblematik amerikanischer Sodaten reflektiert. Insgesamt ist "Here And Now" von Darryl Worley ein Album, das Verlierer und Gewinner offenbart: Verlierer sind sicher sein Frisör, der ihn seit seinem letzten Werk scheinbar nicht mehr zu Gesicht bekommen hat (Darryl jetzt mit langer Matte), und sein voriges Label, das Worley's Stärken augenscheinlich nicht ausreichend zur Entfaltung kommen ließ. Gewinner, und das ist das alles Entscheidende, aber sind Worley selbst, der endlich die Musik machen kann, mit der er sich hundertprozentig identifizeirt, und die Fans, die diese großartige Musik in vollen Zügen genießen dürfen! Sehr stark! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 4640
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Free
Party song
Living in the here and now
Things I'll never do again
Lowdown women
I just came back from a war

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