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Alabama - southern drawl [2015]
Jawohl! Da sind sie wieder! Endlich ein brandneues Album von Alabama! Ganze 14 Jahre hat sich das beliebte Trio, bestehend aus Leader Randy Owen, Teddy Gentry und Jeff Cook seit ihrer letzten ‚echten‘ Studioveröffentlichung "When It All Goes South" Zeit gelassen, ihre immer noch immens große Fan-Schar, mit neuem Songmaterial zu beglücken. Wer befürchtet, dass die Herren Rost angesetzt haben oder mit dem Zug der Zeit nicht mehr standhalten können, dem sei versichert, dass hier genau das Gegenteil der Fall ist. Mit ihrem neuen Werk "Southern Drawl" beweisen die drei Recken vorzüglich, wie man sich zeitgenössisch geben kann, ohne dabei in die eigene musikalische DNA allzu stark einzugreifen. Die legendäre, mega-erfolgreiche Band (41 Nr. 1- Hits, unzählige Auszeichnungen, über 65 Millionen verkaufte Tonträger!) beeindruckt mit 13 neuen Songs, die, wie man es von früher kennt, zum Teil gut rocken und zum Teil in wunderbaren Balladen vorgetragen werden. Alles kommt, wie der Titel der CD es schon suggeriert, mit viel Southern-Esprit rüber! Herrlich, wie die exzellenten E-Gitarristen der Nashville-Studiomusiker-Garde (Danny Radar, Adam Shoenveld, JT Corenflos, Tom Bukovac, Kenny Greenberg, Charles English), direkt beim eröffnenden Titelstück die Slide-Gitarre raunen lassen , um dann, nach Owens brunftartigem Eingangs-Statement "Life gets better with a Southern drawl", in einen schwer stampfenden Southern Countryrock-Swamper im Stile von Montgomery Gentry zu münden. Sofort eine bärenstarke Nummer, klasse vor allem das E-Gitarren-Solo und das Honky Tonk-Piano-Geklimper von dem auch insgesamt überragend agierenden Gordon Mote (Piano, Wurlitzer, B3). Das Alabama auch wegen ihrer, immer wieder mit tollen Harmoniegesängen bestückten Balladen geliebt werden, ist kein wohl behütetes Geheimnis mehr. Mit "Wasn’t Through Lovin' You Yet" (tolles Bruce Hornsby-mäßiges Piano, starkes E-Gitarren Kurz-Solo), "This Ain't Just A Song" (klasse Harmonies und feines Violinenspiel von Gaststar Alison Krauss) und "As Long As There's Love" (mit orchestralen Streicher- und Crowd Gesangs-Passagen) bekommt man anschließend gleich drei hochemotionale Musterbeispiele dafür serviert (z. T. bitte die "Tempos" in Griffweite halten - kleiner Scherz am Rande). Vor allem beim später folgenden Liebeslied "One On One", wo Randy das Intro sprechend, mit belegter Stimme und voller Pathos dahinseufzt, muss man ganz tief durchatmen. Dank der tollen Musiker und ihrer vielen, instrumentell eingestreuten Feinheiten, sowie der perfekt sitzenden Harmoniegesänge, driften diese allerdings nie wirklich in den Kitsch ab. Zudem werden sie meist zum richtigen Zeitpunkt von satt rocken Southern Country-Tracks abgelöst, die jede aufkommende Melancholie wieder in südstaatliche Musikfreude umschlagen lassen. Herrlich das mit "Ghost Riders In The Sky"-Western-Flair umwobene "Back To The Country" (großartige Banjo-, Dobro-, Fiddle-Einlagen) oder das mit launigem Text und viel Southern Blues/Soul versehene "Hillbilly Wins The Lotto Money", das aufgrund der fulminanten Orgel, den prickelnden E-Gitarren sowohl der Skynyrd-/Montgomery Gentry-Klientel, als auch, dank der von Charlie Judge simulierten, deftigen Bläsereinsätze, Freunden der legendären Blues Brothers große Freude bereiten würde. Grandios auch das von einer interessant zusammengesetzten Armada von Songschreibern und arrivierten Interpreten/Musikern (Django Walker, James Slater, Ray Johnston, Patrick Davis, James Otto, Jeff Cook, der dieses Stück auch singt) kreierte "No Bad Days" (das Original dieser tollen Nummer findet sich im übrigen auf dem gleichnamigen, bärenstarken Album der texanischen Ray Johnston Band), das wunderbar soulig wärmend dahin groovt. Man merkt, dass hier ein James Otto, dem das Stück auch auf den Leib geschrieben wäre, mit bei der Komposition involviert ist. Typische Alabama-Country Rock-Nummern wie das patriotische "American Farmer" (Heartland-mäßige E-Gitarrenführung) und der Mitgröl-taugliche, dem Titel alle Ehre machende Stampfer "Footstompin‘ Music" (fettes Drumpoltern von Greg Morrow, klasse Rede-/Antwort-Gesang im Refrain, furioses Fiddle-Finale im Stile von Charlie Daniels' "Orange Blossom Special") dürften vor allem im Live-Programm so richtig gefeiert werden. Famos auch das fast schon episch/progressiv und sehr atmosphärisch anmutende "It’s About Time" (klasse die markante E-Gitarrenlinie von Charles English und wieder mal das feinfühlige Pianospiel von Mote), das man von Alabama so nicht erwartet hätte, aber für ihre Flexibilität spricht. Am Ende ziehen Owen, Gentry und Cook mit dem kammermusikartigen "I Wanna Be There" nochmals voller Inbrunst alle Balladenregister und beenden ein hochunterhaltsames, instrumentell versiertes und eingängiges Musikerlebnis (fast alle Tracks bleiben schon nach einem Hördurchgang im Gedächtnis hängen). Sie haben wirklich nichts von ihrer Klasse eingebüßt - im Gegenteil. Alabama präsentieren sich auf der Höhe der Zeit. Bester Country Alabama-Style! Absolut kein Zweifel: "Life gets better – with their 'Southern Drawl'"! Große Klasse! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Southern Drawl - 4.26
2. Wasn't Through Lovin' You Yet - 4.03
3. This Ain't Just A Song - 4.02
4. As Long As There's Love - 4.08
5. Back To The Country - 3.25
6. Hillbilly Wins The Lotto Money - 4.13
7. Come Find Me - 4.04
8. No Bad Days - 4.23
9. One On One - 3.31
10. American Farmer - 4.57
11. It's About Time - 3.28
12. Footstompin' Music - 4.04
13. I Wanna Be There - 3.12

Art-Nr.: 8976
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Aldean, Jason - they don't know [2016]
7. Studio-Album von Jason Aldean. Er zählt schon seit geraumer Zeit zu den Stadien-füllenden Megastars der Nashville-Szene und was soll man nach sechs Alben, die alle bis auf zwei kleine Ausnahmen unter den Top-5 der Billboard Country- als auch der Genre übergreifenden Charts gelandet sind (die beiden letzten jeweils in beiden Rankings auf Platz 1), großartiges ändern? Aldean und sein Langzeit-Produzent Michael Knox fahren weiter die Erfolgslinie und überlassen das Experimentieren anderen. Gut so! Man ist mittlerweile in der bequemen Lage, sich in Ruhe die Songs herauspicken zu können (natürlich ist auch hier wieder alles am Start, was sich an angesagten Songwritern auf dem Markt befindet), die zu Jason am Besten passen. Mit seiner exzellenten Liveband, bestehend aus Rich Redmond, Tully Kennedy und Kurt Allison, die jederzeit in der Lage ist, auf Augenhöhe mit den arrivierten Nashville Studio-Musikern zu agieren (auch hier sind natürlich wieder bewährte Leute wie u. a. Adam Shoenveld, Danny Radar, Rob McNelley, John Willis, Mike Johnson mit an Bord) hat man dazu ein perfekt eingespieltes und funktionierendes Team, auf das man sich ebenfalls blind verlassen kann. So wird auf seinem neuen Werk "They Don't Know" auch diesmal an die bewährten Konzepte von "My Kinda Party" und "Old Boots, New Dirt" nahtlos angeknüpft. Überwiegend kräftige und mitreißende Countryrocker sowie ein paar Balladen, die vom Anliegen dazu prädestiniert sind, ein Spektakel in den großen Arenen, die mittlerweile nun mal Aldeans überwiegende Projektionsfläche sind, abzuliefern. Die Songs sind durchweg klasse und vielleicht sogar noch ein wenig besser als bei früheren Werken. Erneut gibt es satte 15 Tracks, beginnend mit euphorischen, vom knackigen E-Gitarren durchzogenen "Lights Come On" (belegte bereits Platz 3), bis zum abschließenden, atmosphärischen "When The Lights Go Out". Man hat lediglich wieder die Qual der Wahl, welche Stücke als Singles ins Rennen geschickt werden sollen. Den zweiten Anlauf macht das von dezenter Melancholie gezeichnete, etwas ruhigere "A Little More Summertime", das eher Aldeans sentimentale Seite repräsentiert. Tradition hat ja auch ein Duett mit einer aktuell angesagten Kollegin. Diesmal ist Kelsea Ballerini die Partnerin beim der herzzerreißenden, Blockbuster-tauglichen Ballade "First Time Again". Am wohlsten fühlt sich Aldean aber spürbar, wenn in Southern-rockiger Manier, wie beim krachenden Titelstück "They Don't Know" (geht in Richtung "My Kinda Party"), "One We Won't Forget" oder dem herrlichen "The Way A Night Should Feel" (Co-Writer Brett James) ordentlich Gas gegeben wird.. Fazit: Superstar Jason Aldean geht unbeirrt seinen Weg weiter. Rockiger New Country vom Feinsten! Das Songmaterial ist exzellent und "They Don't Know" bietet erneut exakt das, was seine Fans von ihm hören wollen. Das Album wird, das wissen wir schon jetzt, ganz sicher wieder die Pole erklimmen. Was eigentlich in seiner Karriere nur noch fehlt, ist eine Gene-übergreifende Billboard Top 100 Nr.1-Hitsingle. Bleibt lediglich die spannende Frage, ob es diesmal klappt. Verdient hätte er es und das Material hat allemal die Klasse dazu. Wir sagen, viel Glück und 'toi toi toi', Jason Aldean! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Lights Come On - 3.14
2. A Little More Summertime - 3.39
3. This Plane Don't Go There - 2.59
4. Comin' In Hot - 2.59
5. First Time Again (with Kelsea Ballerini) - 3.24
6. Bad - 3.33
7. They Don't Know - 3.15
8. One We Won't Forget - 3.16
9. Whiskey'd Up - 3.11
10. In Case You Don't Remember - 2.59
11. All Out of Beer - 3.18
12. Any Ol' Barstool - 3.23
13. The Way a Night Should Feel - 3.04
14. Reason to Love L.A. - 3.22
15. When the Lights Go Out - 3.25

Art-Nr.: 9266
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Assembly Of Dust - some assembly required [2009]
Assembly Of Dust, jenes exzellente, im Jahre 2002 von dem einstigen Strangefolk-Frontmann Reid Genauer gegründete Quartett aus New York, das seit seinem Erscheinen im Jamrock-Circuit, eine stetig steigende Fanschar hinter sich weiss und in der Szene immer mehr Ansehen erlangt, legt nun mit "Some Assembly Reqired" sein neues Studioalbum vor - und es ist ein ebenso besonderes wie starkes. Alle 12 Tracks, im übrigen samt und sonders von Genauer komponiert (4 davon zusammen mit dem Keyboarder Nate Wilson), zeichnen sich dadurch aus, dass sie, neben der eh schon hervorragenden Umsetzung der Band, jeweils durch einen weiteren hochkarätigen musikalischen Gast massgeblich mitgestaltet werden. Leute wie beispielsweise David Grisman, Richie Havens, Mike Gordon (Phish), Grace Potter (Grace Potter and the Nocturnals), Bela Fleck, Jerry Douglas oder Al Schnier (Moe.) bereichern AOD's so wunderbaren, aus feinsten Zutaten von Folk, Americana, Countryrock, Bluegrass, Roots, Blues und Rock generierten Jam-Sound mit ihrer ganzen künstlerischen und instrumentellen Klasse. Alles klingt einerseits schön retro und andererseits ungemein zeitgemäß. Deutliche Spuren und Einflüsse solcher Leute wie Grateful Dead, String Cheese Incident, The Band, Neil Young, Railroad Earth, Moe. und Little Feat sind wahrnehmbar, doch Assembly Of Dust verschmelzen all dies zu ihrem ganz eigenen, stets eine gewisse Lockerheit, elegante Leichtigkeit und unbeschwerte Frische ausweisenden, sehr melodischen musikalischen Gebilde, dass auf ausgezeichnetem Songwriting basiert. Zudem zieht durch die Musik fast immer ein leichter "haunting Southern vibe", der so etwas wie "an old South of days gone by" und "a South of pickin' on porches, classic literature and strong whiskey" suggeriert. Highlights, eines allerdings durch und durch großartigen Werkes, sind beispieldsweise solche Nummern wie der fantastische Opener "All that I am now", ein einerseits lockerer, anererseits kraftvoll "galoppierender", melodischer Rootsrocker, umsäumt von schönen transparenten Gitarren mit einem leicht psychedelischen Touch (zieht einen Bogen von den legendären Byrds bis hin zu My Morning Jacket), der satte, riffige, sehr kernige Rocker "Pedal down" mit einem leichten "The Beatles go South"-Flair, der wunderbar rootsige Americana-/Folk-Jamrocker "Cold coffee", verfeinert mit exzellenten Mandolinen-Zusätzen von David Grisman (tolle Melodie, und ein herrlicher, markanter, genau die Schnittstelle von Neil Young und The Band treffender Rhythmus), der frische, melodische, folkige, von Banjo-Wizard Bela Fleck (klasse Solo) unterstützte Country-/Roostrocker "Edges", der wunderbar flüssig daher kommt (erinnert in seiner Rhythmik zuweilen an Sachen von Mark Knopfler), das ähnlich gelagerte, Country-infizierte "Leadbelly" mit Jerry Douglas' herausragender Dobro- und Pedal Steel-Arbeit, oder auch der großartige, kraftvolle Southern Rocker "High brow" mit seinen Reminiszensen an The Band, The Marshall Tucker Band, Lynyrd Skynyrd und My Morning Jacket (Genauer's Gesang erinnert mit seinem leicht psychedelischen Hall ein wenig an MMJ's Jim James), inklusive eines fetten, kochenden E-Gitarren-Solos von Moe.'s Al Schnier. 54 1/2 Minuten lang prächtiges, neues Material von Assembly Of Dust! Die Rootsrock-/Jamrock-Freunde mit Bezügen irgedwelcher Art zu den genannten Referez-Künstlern werden ihre Freude haben...

Das komplette Tracklisting:

1. All That I Am Now (3.38) - feat. Richie Havens
2. Pedal Down (3.50) - feat. Zach and Andrew Gabbard (Buffalo Killers)
3. Cold Coffee (3.41) - feat. David Grisman
4. Arc of the Sun (5.13) - feat. Mike Gordon (Phish)
5. The Second Song (4.11) - feat. Keller Williams
6. Light Blue Lover (5.03) - feat. Grace Potter and Tony Rice
7. Edges (4.52) - feat. Béla Fleck
8. Leadbelly (4.17) - feat. Jerry Douglas
9. Borrowed Feet (3.40) - feat. John Scofield
10. Revelry (4.41) - feat. Martin Sexton and Tony Rice
11. Straight (3.38) - feat. Theresa Andersson
12. High Brow (4.23) - feat. Al Schnier (Moe.)
13. You Lay The Dust (3.19) - feat. Jeff Pevar

Art-Nr.: 6479
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 11,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
All that I am now
Pedal down
Cold coffee
Edges
Leadbelly
high brow

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Bastard Sons Of Johnny Cash - new old story [2014]
Herrlich! Wundervoll! Welch eine Überraschung! Die in San Diego/Californien beheimateten Bastard Sons Of Johnny Cash (der "Man in black" höchst persönlich gab nicht nur die Einwilligung zu diesem Namen, sondern galt noch zuletzt als einer ihrer größten Fans) um den fantastischen Songwriter und Sänger Mark Stuart sind zurück mit einem genauso erfrischenden, wie flüssigen, lockeren und traumhaft melodischen Album allerfeinster "Dusty California Country"-/Countryrock-/Americana-Musik, die einen mit auf eine imaginäre, unwiderstehliche Reise entlang der staubigen "long lost desert highways" zwischen Texas und Californien nimmt. Das ist die pure Wonne, sowohl für Traditionalisten, als auch für Americana-Liebhaber. Oh, kann ehrliche, rootsige, traditionelle und zuweilen mit einem Hauch von Rockabilly versehene Country- und Ameicana-Musik schön sein...

Das komplette Tracklisting:

1. Highway Bound - 3:31
2. Well Worn Heart - 3:39
3. No Honky-Tonks - 4:15
4. Poor Man's Son - 4:03
5. Ain't No Tellin' - 3:34
6. Leave A Light On - 2:47
7. Into The Blue 3:01
8. El Troubadour - 3:22
9. New Old Story -3:36
10. Bounds Of Your Heart - 4:24

Art-Nr.: 8505
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Highway bound
Well worn heart
No honky-tonks
Poor man's son
Ain't no tellin'
Into the blue
New old story

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Bentley, Dierks - up on the ridge [2010]
Es ist eine großartige Sache, dass Dieks Bentley's Label ihm bereits mit seinem fünften Album die Freiheit zugesteht, seine über den bisherigen Standard hinausgehenden musikalischen Vorlieben zu verwirklichen, zumal sie nicht gerade mit Nashville's Country-Mainstream auf einer Wellenlänge liegen. Doch Bentley nutzt die Chance auf beeindruckende Art und Weise. "Up on the ridge" ist ein ganz wundervolles Album geworden. In den Medien als reines Bluegrass-Projekt angepriesen, gelingt Bentley damit vielmehr eine faszinierende, spannende, ja hinreissende Mischung aus klassischem Bluegrass, modernem Newgrass, traditionellem, reinem Acoustic Country und Acoustic New Country - alles in einem sehr schön rootsig gehaltenen Gewand. Das sorgfältig ausgewählte Songmaterial aus Eigenkompositionen und einigen Coverversionen ist genauso abwechslungsreich wie exzellent. Alles wird in tollen Full Band-Arrangements präsentiert, wobei sich zu den üblichen, akustischen Instrumenten eine tolle Rhythmus-Fraktion aus Bass und Schlagzeug gesellt. Jawohl, ein grassiges Album mit Drums - auch das belegt die Schnittstelle zur akustisch gehaltenen Country-/New Country-Musik. Und die Musikergarde, die Bentley begleitet, ist das Allerfeinste, was die Szene zu bieten hat: U. a. Bryan Sutton (Gitarre), Sam Bush (Mandoline), Ronnie McCoury (Mandoline), Stuart Duncan (Fiddle), Chris Eldridge (Gitarre), Chris Thile (Mandoline), Rob Ickes (Dobro), Rob McCoury (Banjo), Randy Kohrs (Dobro), Glen Worf (Bass), Larry Atamanuik (Drums), John Gardner (Drums), und Jon Randall Stewart (Gtarre), der das Album auch hervorragend produzierte. Im entsprechend großartigen Sound beginnt der Reigen mit dem glanzvollen, epischen, von einem leichten Western-/Wüstenflair durchzogenen Titelstück "Up on the ridge". Sehr modern, in einem prächtigen Newgrass-Gewand, unterlegt von Larry Atamanuik's vorzüglichem Drumming (den kennen wir auch als zeitweise eingesetzten Schlagzeuger bei Alison Krauss und Union Station) wagt Bentley damit gleich zu Beginn des Albums einen mutigen Ausflug in die Gefilde des progressiven Psychedelic Country. Doch der Mut wird belohnt. Was der Sänger und seine Picker hier für eine Spannung aufbauen und ihren Instrumenten entlocken ist schlichtweg grandios. Aber trotz aller musikalischen Raffinesse bleibt das Stück auch prima hängen. Toll! Nicht minder stark geht es mit der von einer dynamischen Fiddle angetriebenen, eine Menge Americana-Flair ausstrahlenden Country-Ballade "Fallin' for you" weiter - wieder weit weg von Bentley's üblichem, radiotauglischem New Country. Dennoch, auch diese Nummer wirkt wieder vertraut - ein weiteres Argument für die große Klasse dieser Musik. Komponiert von Shawn Camp und Paul Kennerly, hören wir ein tolles Zusammenspiel von akustischer Gitarre, Dobro, Mandoline, sirenenartiger Fiddle, trockenem, sprödem Banjo und unaufdringlicher, aber effektiver Percussion. Aber es gibt auch herrlichen, fröhlichen, lupenreinen Bluegrass zu hören, wie etwa bei dem Squaredance-geeigneten "Rovin gambler" - wundervoll performt mit den Punch Brothers um Chris Thile. Erwähnten wir zuvor noch so etwas wie "weit weg vom radiotauglichem New Country", so muss allerdings auch deutlich festgestellt werden, dass es darüber hinaus auf dem Album sehr wohl eine ganze Anzahl von traumhaft melodischen und wunderbar ins Ohr gehenden Titeln gibt, die voller Hit-Potenzial stecken. Nehmen wir zum Beispiel das von Buddy & Julie Miller geschriebene "Love grows wild", eine locker flockige, wie Öl runter gehende Countrynummer, bei der, neben herrlichen Dobro-, Fiddle-, und Mandolinenklängen, sowie John Gardners lässigem, aber dynamischem Schlagzeugspiel, sogar eine, jedoch sehr dezent eingesetzte, E-Gitarre zu hören ist. Oder die flotte, total traditionelle, ebenfalls sehr lockere, erfrischend fröhliche, reine Countrynummer "Fiddlin' around" (Background Gesang: Vince Gill), wie auch die wunderschöne, mit glasklarer Mandoline verzierte, entspannte Ballade "Draw me a map" (Background Gesang: Alison Krauss). Als weitere, absolute Höhepunkte seien noch die großartige, leicht bluesige Acoustic Outlaw Country-Nummer "Bad angel" (klasse Schlagzeug-Groove, starkes Mandolinen-/Dobro-/Gitarren-Zusammenspiel), die Bentley mit zwei Gast-Vokalisten vorträgt (Miranda Lambert und Jamey Johnson singen jeweils eine Strophe), sowie die jeweilegen, exzellenten Coverversionen von Kris Kristofferson's "Bottle to the bottom" (mit Kristofferson als Duett-Partner), Bob Dylan's "Senor (Tales of yankee power)" und U2's Rock-Klassiker "Pride (In the name of love)", - eine starke Grass-Fassung -, erwähnt. In der offiziellen Produktbeschreibung zur CD heisst es u. a. "'Up on the ridge' - a powerful, beautiful album, steeped in the bluegrass and roots music, that moved Dierks Bentley to be a country musician in the first place". Ein wirklich treffendes Statement, das in der Tat die ganze Entwicklung eines der vielversprechendsten Country-Interpreten der jüngeren Generation ausdrückt. Mit "Up on the ridge" trifft Bentley den schmalen Grat zwischen kommerziellem Interesse und künstlerischem Anspruch nahezu perfekt - eine Mesiterleistung! Dazu kann man ihm nur gratulieren. Der Mann ist auf dem Weg einer der ganz Großen seiner Zunft zu werden...

Die komplette Songliste:

1 Up on the Ridge - 3:34   
2 Fallin' for You - 3:44   
3 Señor (Tales of Yankee Power) - 3:24   
4 Rovin' Gambler - 2:34   
5 Draw Me a Map - 3:31   
6 Bad Angel - 4:04   
7 Fiddlin' Around - 3:08   
8 You're Dead to Me - 3:19   
9 Pride (In the Name of Love) - 4:09   
10 Love Grows Wild - 2:48   
11 Bottle to the Bottom - 4:16   
12 Down in the Mine - 5:01

Art-Nr.: 6954
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

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Blackberry Smoke - the southern ground sessions ~ ep [2018]
6 Song EP! Die hoch geschätzten Southern Rocker Blackberry Smoke veröffentlichen eine wunderbare Acoustic-EP, die sie live in den Southern Ground Studios von Nashville aufgenommen haben. Diese Aufnahmen zeigen die ganze Spielfreude und Klasse der Band, die hier herrliche, akustische Versionen von 5 Tracks ihres letzten Studioalbums "Find a light" präsentiert, sowie eine fantastische Coverversion des alten Tom Petty-Hits "You got lucky", ebenfalls akustisch performt. Das Material klingt frisch, innovativ und zeigt die große, künstlerische Entwicklung, die die Band in den letzten Jahren vollzogen hat. Gast bei 2 Stücken ist Jason Isbell's Gattin Amanda Shires an der Fiddle, sowie bei einem Track Oliver Wood von den Wood Brothers. Richtig spannend, richtig klasse! Ganz feines Teil von Blackberry Smoke!

Das komplette Tracklisting:

1. Run Away from It All - 4:27
2. Medicate My Mind - 4:39
3. Let Me Down Easy (feat. Amanda Shires) - 3:01
4. Best Seat in the House - 4:34
5. You Got Lucky (feat. Amanda Shires) - 5:15
6. Mother Mountain (feat. Oliver Wood) - 3:35

Art-Nr.: 9718
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 10,90

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Blue Rodeo - are you ready [2005]
Sie feiern in diesem Jahr ihr 20-jähriges Bandjubiläum, und da lassen sie sich mit ihrem zehnten Studioalbum nun wirklich nicht lumpen! Kanada's Vorzeige-Rootsrock/-pop-, Americana-, Alternate Countryrock-Band Blue Rodeo legen nach dem etwas verkorksten und allzu experimentellen 2002er-Werk "Palace of gold" nun mit dem fantastischen "Are you ready" wieder einen, dem Anlaß entsprechenden, standesgemäßen Genre-"Ober-Knüller" vor, der sämtliche Blue Rodeo-typischen Tugenden und Attribute, die wir so sehr lieben, vorzüglich in sich vereint. So gut haben wir sie schon lange nicht mehr gehört! Schon das ungemein freundlich gestaltete Cover, das einen von in saftigem Grün leuchtenden Büschen und Bäumen umsäumten Weg in Richtung "Blue Mountains" zeigt, vermittelt eine tiefe, ungetrübte Frische, Natürlichkeit und unberührte Reinheit, so wie es die gesamte Musik auf diesem großartigen Album eben auch tut. Klar, sauber, weich und sehr harmonisch, durchzogen von unwiderstehlich schönen, zuweilen regelrecht Gänsehaut erzeugenden Melodien, fließen diese lockeren, flockigen Songs in unsere Gehörgänge und hinterlassen ein "sonniges" Gefühl der Glückseligkeit. Doch wenn es sein muß, können Blue Rodeo auch mal richtig kantig und dreckig rocken. Vielleicht könnte man sie im weitesten Sinne als so etwas wie die kanadischen Jayhawks bezeichnen, wobei sie über die Jahre hinweg in einzigartiger Weise jedoch einen ganz eigenen Stil entwickelten, der sowohl Elemente solcher Künstler wie The Band, Gram Parsons, der Nitty Gritty Dirt Band, Poco, New Riders Of The Purple Sage und in Ansätzen auch von country-orientierten Grateful Dead enthält, als auch mal einen dezenten britischen Akzent verarbeitet. Sogar ihrer leicht jammigen, psychedelischen Hippie-Ader lassen sie zuweilen freien Lauf, wie bei dem genialen, etwas bluesigen, einerseits völlig entspannten, dann aber auch mal kräftig zupackenden, schwebenden, mit starken Bläsern angereicherten, über 6-minütigen "Tired of pretending". Doch alles ist sauber strukturiert, besticht durch diese klaren Konturen und erfüllt uns mit einer einzigartigen Melodik! Insgesamt betont "Are you ready" jedoch wieder sehr viel deutlicher die Countryrock-Seite der Band als dies zuletzt der Fall war - und das ist gut so, denn dort liegen die größten Stärken von Blue Rodeo. Was strahlen diese Songs und die herrlichen Gesänge von Jim Cuddy und Greg Keelor für eine Wärme und Harmonie aus! Doch das Album beginnt zunächst mit zwei verhältnismäßig fetzigen, rauen, großartigen Rootsrock-Nummern, bei denen, vor allem durch die knackigen, an die Sixties-angelehnten Beat-Rhythmen, ein dezentes, britisches Flair auszumachen ist. Das ist zuerst das froh gelaunte "Can't help wondering why", gefolgt von dem rotzigen, gar mit einem leichten Retro-Rockabilly-Einschlag versehenen, dynamischen, eckigen, aber von einer tollen Melodie bestimmten Titelstück "Are you ready", gespickt mit dreckigen, lauten Lead-Gitarren! Stark! Und dann folgt die erste dieser ganz wundervollen, unwiderstehlichen, wohligen, so weich dahin fließenden, traumhaft melodischen Americana-/Countryrock-pop-Songs, wie man sie in dieser Klarheit und Frische wohl nur von Blue Roedeo zu hören bekommt. Hinreißend! "Rena" heißt diese wundervolle Huldigung Jim Cuddy's an seine Frau, in der man die ganze Wärme und Nähe spürt, die Mr. und Mrs. Cuddy verbindet. Leicht an Grateful Dead erinnernde Gitarren-Licks, ein glasklarer Sound, tolle Mundharmonika-Fills ala Nitty Gritty Dirt Band, ein herrlicher Twang, dieser flockige Rhythmus... - alles fließt vollkommen locker in unsere sowohl kritischen als auch verwöhnten Roots-/Americana-/Countryrock-Ohren und hinterläßt dort eine tiefe Furche beeindruckender Countryrock-Harmonien, die einen nicht mehr los lassen! Und es geht so weiter: Mit "Up on that cloud" folgt die nächste "Killer"-Nummer! Herrlicher, flotter, klarer, lockerer, von toller Mandoline und transparenten, sauberen E-Gitarren dominierter, lässiger Retro-Countryrock, der einmal mehr eine immense Frische ausstrahlt. Was soll man zu den folgenden Songs noch ausführen? Ob die wunderschöne, mit sauberen Acoustic- und E-Gitarren instrumentierte, Retro Countryrock-Nummer "I will", das mystische, etwas psychedelisch veranlagte, mit einem keltischen Einschlag versehene, folkige "Phaedra's meadow" (Gast an "Tin Whistle" und "Uilleann Pipes" ist Chieftain's Paddy Malone), der flockige Country-/Rootsrocker "Runaway train", das wundervoll melodische, wieder von einer herrlichen Gitarren-Reinheit umgebene, frische "Stuck on you", oder der wunderschöne, flockige Countryrocker "Finger lakes" mit den feinen Steelguitar-Klängen - die Jungs leisten sich nicht die Spur eines Aussetzers! Im Diskussionsforum der Band-Homepage wird sehr viel über das Album kommuniziert, wobei besonders auffällig ist, daß, wenn es um die Frage der Lieblingssongs des Album geht, die Fans sehr unterschiedlicher Auffassung sind. Es werden immer wieder andere Titel zu den Favoriten erkoren, was ein eindeutiger Beweis für die ausgewogene Qualität und das durchweg hohe Niveau von "Are you ready" ist. Für uns hat die Scheibe ganz einfach 12 Lieblings-Songs - klare Sache! Ein bärenstarkes Teil! Blue Rodeo präsentieren sich zu ihrem 20-jährigen Bestehen in einer Traum-Verfassung! Möge dies noch lange anhalten...

Art-Nr.: 3569
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Are you ready
Rena
Up on that cloud
Finger lakes
Tired of pretending

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Blue Water Highway Band - things we carry [2015]
Neues, hell funkelndes Juwel in den texanischen Red Dirt-/Roots-/Americana-/Countryrock-Gefilden: Die Blue Water Highway Band mit ihrem wundervollen, mit durchweg fantastischen Songs in edlen Melodien bestückten Debütalbum "Things We Carry". Wenn schon ein alter, mit allen Country-Wassern gewaschener Recke wie Multiinstrumentalist und Produzent Lloyd Maines Sätze wie "The Blue Water Highway Band is the best new band that I’ve heard in years. Their vocals are spot on and their writing is smart and thoughtful. They’re very serious and impressive musicians’" von sich zum Besten gibt, kann man mit absoluter Sicherheit davon ausgehen, dass den musikbegeisterten Hörer etwas ganz Besonderes erwartet. Maines ist natürlich auch mit seinem unverwüstlichen und unnachahmlichen Pedal Steel-Spiel auf diesem Werk als Gastmusiker (neben weiteren illustren Leuten wie Cindy Cashdollar, Warren Hood oder John Ginty) mit von der Partie. Die kreativen Köpfe der Band sind Zack Kibodeaux (vocals, acoustic guitar) und Multiinstrumentalist Greg Essington (vocals, guitars, piano, banjo, mandolin, accordion), die den Löwenanteil des Songwritings erledigt haben. Hinzu kommen Catherine Clarke, die mit den typisch texanischen Harmoniegesängen im Stile einer Kacey Musgraves zu gefallen weiß, ein weiterer Alleskönner Zach Landreneau (piano, rhodes, banjo, accordion,, dobro, synth chamberlin) sowie die Rhythmusfraktion, bestehend aus Kyle Smith (bass) und Daniel Dowling (drums, percussion). Produziert hat in einem schön transparenten, unaufdringlichen und ‚organisch‘ gehaltenen Sound, David Butler. Anhand der ganzen aufgeführten Instrumente kann man bereits erkennen, dass viel Wert auf ein überaus variables Musizieren im Americana- und Country-typischen Ambiente gelegt wurde. Das zeigt direkt der hinreissend schöne, von einer traumhaften Melodie geprägte, glasklar in Szene gesetzte Opener "Hard Time Train" mit seinen feinen Mundharmonika-Einlagen und den transparenten Gitarrenklängen. Was für eine tolle Red Dirt-/Americana-/Countryrock-Nummer mit fantastischem Gesang von Zack Kibodeaux. Der Bursche singt wie eine ausdrucksstarke Kombination aus Zac Brown (Zac Brown Band) und Mike Eli (Eli Young Band) mit dem Slang der Braun-Brüder Willy (Reckless Kelly) und Micky (Micky and The Motorcars). Toll hier auch das am Ende einstzende, schnelle, grassig angehauchte Instrumentalfinish, wobei hier vor allem Maines den Bottleneck über sein Paradeinstrument fliegen lässt. Ein weiteres tolles Beispiel ist „Medicine Man“, das mit New Orleansscher Fröhlichkeit vorgetragen wird und dann mittels eingebundener Horn Section mit einer furiosen Dixieland-Bridge noch einen oben drauf setzt. Die wohl radiofreundlichsten Tracks sind das wunderbar melodische, flockig lockere Stück "City Love, City Loose" (gurgelnde Orgel, tolle Harmoniegesänge, klasse Harp-Solo), das viel Southern-Esprit versprühende "How I Broke Your Heart", die beide auch gut in das Repertoire eines Rob Baird passen würden, oder der wunderschöne Titelsong "Things We Carry", der dezent etwas an die einstigen Sons Of The Desert erinnert. Für ganz großartige Momente auf diesem Album sorgen die Texaner zudem mit ein paar herausragenden Balladen, wie zum Beispiel mit dem rootsigen, staubigen "Greytown" (klasse Orgel, tolle Mandolinen-Ergänzungen), dem voller Melancholie schwer seufzenden "My Blue San Antone" (Orgel, Piano, Banjo), dem in Klagemanier gebrachten, folkigen "Voice In Ramah" (live im Studio eingespielt, starkes Mandoline-Solo, klasse Harmonies), oder dem sehr atmosphärisch, in einem klassischen Piano- und Cello-Gewand vorgetragenen, mit fast sakral anmutenden "Ohohoh"-Gesängen umwobenen, ganz feinen "Q To Cortel You", bei denen sich Kibodeaux vor allem als exzellenter Storyteller erweist. Was für ein Talent! Stücke wie das mit einem schöne Gypsy-Flair behaftete "Oh Seraphim!" (klasse Steel, schöne Fiddle), der leicht bluesig stampfende "Working Man"-Song "John Henry" oder das flockige "The Running" (Piano, Orgel, klasse Harmonies von Clarke, prima E-Gitarren-Solo) sorgen immer wieder für viel kontrastreiche Abwechslung. Alles Beschriebene mündet in den glorreichen Abschluss "Highway To Glory", bei dem die Band voller Fröhlichkeit und Intensität noch mal das texanische Countryterrain beackert. Da wünscht man sich im Geiste irgendwo mit den Protagonisten bei einer kühlen Flasche Bier (oder mehreren) zusammen am abendlichen Lagerfeuer mit Blick auf einen Canyon zu sitzen und sich einfach von ihrer stimmungsvollen Musik berauschen zu lassen. Eine großartige Truppe, was für talentierte Jungspunde! Das grandiose Debüt "Things We Carry" der Blue Water Highway Band ist ein Füllhorn mit Stoff für Liebhaber anspruchsvoller Roots-/Country-/Americana-/Red Dirt-Sachen in Richtung von Interpreten wie Rob Baird, der Eli Young Band, den Turnpike Troubadours, Sons Of The Desert, der Josh Abbott Band, Reckless Kelly, Micky and The Motorcars, The Band Of Heathens & Co. Auf den Punkt bringt es die ebenfalls spielerisch sehr versierte Gastmusikern Cindy Cashdollar (Baritone Weissenborn, Lap Steel), die das Treiben der BWHB so zusammenfasst: "Round bounded music, with contemporary drive". Diesem Statement können wir uns nur ehrfurchtsvoll und Kopf nickend anschließen. Ganz sicher einer DER Geheimtipps des Jahres 2015! Tolles Cover Artwork übrigens (mit eingelegtem Textbooklet) wieder mal von den Dodd Sisters (Backstage Design). Eine famose Vorstellung der Blue Water Highway Band! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Hard Time Train - 5:43
2. City Love, City Lose - 4:22
3. Oh Seraphim! - 3:57
4. Greytown - 4:51
5. Medicine Man - 3:48
6. How I Broke Your Heart - 5:00
7. My Blue San Antone - 5:34
8. John Henry - 4:00
9. The Running - 4:36
10. Voice in Ramah - 4:43
11. Q to Cortel You - 3:06
12. Things We Carry - 4:49
13. Highway To Glory - 4:01

Art-Nr.: 8965
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Hard time train
City love, city lose
Oh Seraphim!
Greytown
Medicine man
My blue San Antone
The running
Things we carry

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Captain Legendary Band, The - tclb live [2013]
2 CD-Set! Was für eine großartige Band! Das 2010 erschienene Studioalbum der Captain Legendary Band (damals "firmierten" sie noch unter Charlie Hager & the Captain Legendary Band), "Smoking barrel", bezeichneten wir seinerzeit als wahres "Killer-Album". Weiterhin führten wir anlässlich ihres Gewinns als bester Live-Act bei den 2010er "Texas Music Awards" aus, dass dieser Gewinn "wahrlich keine Überraschung ist, wenn sie das, was sie auf ihrem Studioalbum anbieten, auch nur annähernd auf die Bühne bringen". Leute, und wie sie das es auf die Bühne bringen! "Hammer"! Die Captain Legendary Band verzückt die Welt der Red Dirt-Rock-, Countryrock-, Rootsrock-, Dixie Rock- und Southern Rock-Begeisterten mit einem tollen, wirklich beeindruckenden Doppel Live-Album ihrer Show vom 4. Mai 2013 aus dem Firehouse Saloon in Dallas/Texas, bestehend aus einem Acoustic- (CD 1) und einem Electric-Set (CD 2) von insgesamt satten 135 Minuten Spielzeit. Hat man sich diesen Live-Mitschnitt erst einmal "reingezogen", versteht man schnell, warum die Jury der TMA von den Auftritten dieser Truppe so überzeugt ist. Das ist die pure, von zwei exzellenten Lead Gitarren (Charlie Hager und sein kongenialer Partner Aaron Bancroft) bestimmte, countryfied Southern-/Red Dirt-Freude. Die Band, gegründet in Baton Rouge/Louisisana während der College-Zeit von Charlie Hager, residiert mittlerweile in dessen texanischer Heimat Humble, einem kleinen Städtchen im Harris County, nördlich von Houston. Seine musikalischen Einflüsse und die der Band beschreibt Hager als tief verwurzelt im Southern Rock und Blues, aber auch im Outlaw Country und Countryrock. In Namen ausgedrückt nennt er Waylon Jennings, Jerry Jeff Walker, die Ozark Mountain Daredevils, The Marshall Tucker Band, Lynyrd Skynyrd und die Outlaws. Wie vorzüglich die Truppe (neben den erwähnten Gitarristen Charlie Hager und Aaron Bancroft gehören noch Charlie's Bruder Jeff Hager am Bass und Drummer Matt Groll zum Line-Up) diese Einflüsse in ihren Stücken auf ihre ganz eigene Art und Weise zum Ausdruck bringt, zeigen sie voller Nachhaltigkeit bei der hier vorliegende "Firhouse Saloon"-Show.- auch bei dem Acoustic-Set. Die Band spielt voller Dynamik und bringt die pure Spielfreude rüber. Es entsteht eine wunderbare Southern-Atmosphäre. Die Musikalität der Jungs ist exzellent, die Lead-Gitarren (auch die akustischen), inklusive grandioser, wechselseitiger Soli, sind die pure Wonne, der Sound ist glasklar. Ausnahmslos großartiges Songmaterial, oft kompakt, mit tollen Melodien, aber auch mit ausreichend Freiraum für die vielen, teils sehr jamfreudigen Instrumentalpassagen. Als fünften Mann haben sie bei der Show noch den dritten Gitarristen Billy Jo High mit auf der Bühne, der auch häufig die Pedal Steel bedient. Einzelne Song-Highlights herauszupicken, ist nahezu unmöglich - zu gut und ausgewogen ist das Material. Stellvertretend für einen fantastischen Gesamtauftritt seien für den Acoustic-Set solche Titel wie der traumhaft melodische, flockige Countryrocker "Kemah bay" (tolle Pedal Steel-Fills, großartiges, wechselseitiges Acoustic Gitarren-Solo der beiden Saitenkünstler), der dynamische, bluesige, von grandiosem Gitarrenspiel geprägte Boogie "Train song", sowie der packende, in bester MTB-/Lynyrd Skynyrd-Tradition präsentierte Southern-/Country-Rocker "Lost in a song" (mehr southern als country) mit seiner furiosen, rund 3-minütigen, "Freebird"-mässigen, finalen (Acoustic)Gitarrenschlacht, und für den Electric-Set solche "Knaller" wie der flüssige, lässige Countryrocker "Brianna" (tolles, southern-rooted Dual Lead Guitar-Solo), der dampfende, lupenreine Outlaws-mässige Southernrocker "Smoking barrel" (furiose "Green grass & high tides"-kompatible "guitar-battle"), sowie der famose Outlaw-/Southern-/Red Dirt-Rocker "Where did I go wrong" erwähnt, in den die Band plötzlich eine ausgedehnte Cover-Passage von Pink Floyd's "Time" aus deren Jahrhundert-Werk "Dark side of the moon" einbaut (großartig, wie man in eine Floyd-Nummer so viel Southern Rock-Atmosphäre hineinbekommt). Nebem den bereits genannten musikalischen Einflüssen der Band, dienen als weitere Vergleichsgrößen der jüngeren Vergangenheit sicher auch solche Kollegen wie beispielsweise Cross Canadian Ragweed, The Band Of Heathens, Blackberry Smoke und Whiskey Myers. Vermutlich Ende 2014 wird die Captain Legendary Band in unseren Gefilden für ein paar Club-Gigs zu Gast sein. Dieses Live-Album weckt darauf die pure Vorfreude. Baumstarkes Teil!

Die komplette Setlist:

CD 1: Acoustic Set
1. Cold Texas Night - 6.13
2. Back 2 Home - 4.09
3. Leaving Louisiana In The Broad Daylight - 5.10
4. Kemah Bay - 4.38
5. Train Song - 4.00
6. Writing On The Wall - 4.37
7. Heartbroke Bank Robery - 5.11
8. Put Me In My Place - 5.06
9. Louisiana Moonshine - 4.46
10. Gypsy Eyes - 5.06
11. P&WT - 5.11
12:Standing On The Rock - 2.18
13. Lost In A Song - 8.00

CD 2: Electric Set
1. Brothers - 4.18
2. NE TX Women - 4.19
3. Lifetime - 5.22
4. Brianna - 4.53
5. Where Did I Go Wrong - 8.14
6. Flyin' - 4.09
7. I Can't Change - 4.21
8. Honey - 4.17
9. Harry The Beast Stomp - 2.14
10. Down - 4.37
11. The Captain - 7.10
12. Cocaine Afternoon - 2.52
13. Moonshiner's Prayer - 5.15
14. Smoking Barrel - 9.04

Art-Nr.: 8596
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Back 2 home
Kemah Bay
Train song
Lost in a song
Brothers
Brianna
Where did I go wrong
Honey
Smoking barrel

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Church, Eric - mr. misunderstood [2015]
Irre! Ein Album wie aus dem Nichts! Und was für ein Killer-Teil! Es gab keinerlei Anzeichen, dass Eric Church ein neues Album in der Pipeline hätte - nicht die Spur. Dann, am Dienstag (3.11.2015) und Mittwoch (4.11.2015) bekamen die Mitglieder des "The Church Choir", das ist der Fanclub Eric Church's, plötzlich die Nachricht von einem brandneuen Album - und schon war es auch schon auf seiner Website und bei einem Digital-Anbieter verfügbar. Jetzt, gerademal eine Woche später, liegt auch schon die "echte" CD vor - und wir haben sie hier! So spektakulär diese Veröffentlichung von statten ging, so apektakulär ist das Resultat. Keiner der 10 neuen Songs auf "Mr. Misunderstood" schwächelt auch nur ansatzweise. Eric Church mit einem brillanten Output! Es ist toll zu beobachten, dass der Country-Superstar, der in der jüngeren Vergangenheit "tonnenweise" mit Mega-Erfolgen aufwarten konnte, sich stetig weiter entwickelt und weiter wächst, auch als Singer-Songwriter. Alle 10 Stücke hat Church mitkomponiert, die Hälfte davon hat er komplett allein geschrieben. Und eine Nummer ist stärker, als die andere. Komplett eingespielt mit seiner Touring Band und Produzent Jay Joyce, der zusätzlich Gitarre spielt, hören wir Eric Church auf einem neuen, kreativen Höhepunkt. Der mächtige Bombast und die soundmässige Effekthascherei des dennoch hervorragenden Vorgänger-Werkes "The outsiders" ist weitestgehend verschwunden. Wir erleben Church und seine Band deutlich zurückgenommener, klarer, und musikalisch und instrumentell auf den Punkt gebracht. Das neue Werk ist ein fantastisches, zeitgemässes, modernes Countryalbum geworden - und doch wird es den Traditionalisten wohl wieder zu "rockig", zu rootsig, zu vielschichtig, zu stark unterlaufen von anderen Musikrichtungen sein. Ja, wir hören deutliche Eibflüsse von Americana, Soul, Southern Rock, und vor allen Dingen von Roots- und Heartland Rock - und dennoch ist das Country! Country mit dem Zeitgeist des Jahres 2015 - innovativ und kreativ auf höchstem Niveau. Was ist der Bursche dabei in der Lage für wunderbare Melodien zu kreieren. Genial gleich der Opener, das Titeklstück "Mr. Misunderstood": Fängt bedächtig und schön balladesk, in einem akustischen Rahmen an. Doch als die Drums und die komplette Band einsetzen, entwickelt sich ein herrlich knackiger, ja kerniger, erdiger, straighter, stetig im Tempo anziehender Heartland-/Countryrocker, der sich mit seiner traumhaften Melodie tief in unseren Gehörgängen festsetzt und nicht mehr weichen will. Diese Nummer würde "wie gemalt" auch in den Fundus eines Bob Seger oder John Mellencamp passen. Einfach famos! Und so geht das munter weiter. "Mistress named music" bringt alte Southern Rock-Tage ala The Marshall Tucker Band oder Lynyrd Skynyrd in Erinnerung, das rootsrockige "Knives of New Orleans" besticht mit einem feinen Americana-Flair und abermals einem Touch Heartland Rock, sowie einem tollen Groove, und das herrlich melodische, völlig locker dargebotene "Round here buzz" mit seinen transparenten Gitarren ist allerbester, lupenreiner, zeitgemässer Nashville New Country, reif für einen kommenden Nr. 1-Hit Churchs. Eine weitere herausragende Nummer hören wir mit der hinreissenden, R & B-/Blues-/Soul-/Roots-Ballade "Mixed drinks about feelings", die Eric mit der grandiosen Susan Tedeschi (Tedeschi Trucks Band) im Duett vorträgt. Ein klares Statement dafür, welch große Reputation Church mittlerweile auch in Genre-übergreifenden Musikerkreisen genießt. Großartig auch das genauso flockige, wie knackige, mit einem unwiderstehlichen Country-Charme ausgestattete "Record year", wie auch das das Album abschließende, seinem kleinen Sohn gewidmete "Three year old", eine wahres Musterbeispiel einer genauso modernen, wie rootsigen, ursprünglichen, unaufdringlichen, wunderschönen Countryballade. "Mr. Misunderstood" ist so eine seltene Art von Album, von dem die Fans eines Künstlers träumen, denn es demonstriert in beeindruckendster Art und Weise die gesamte Bandbreite und Fähigkeiten ihres Lieblings. "The sky's the limit". Ja, Eric Church ist unter diesen vielen, jungen Stars in Nashville etwas ganz Besonderes - und zwar im nur erdenklich positivsten Sinne. Besser als momentan war dieser Mann noch nie. Eines DER Highlights unter Nashville's Veröffentlichungen 2015!

Das komplette Tracklisting:

1. Mr Misunderstood - 5.19
2. Mistress Named Music - 5.22
3. Chattanooga Lucy - 3.22
4. Mixed Drinks About Feelings (feat. Susan Tedeschi) - 2.58
5. Knives of New Orleans - 4.01
6. Round Here Buzz - 3.34
7. Kill a Word - 3.19
8. Holdin' My Own - 3.55
9. Record Year - 2.59
10. Three Year Old - 3.46

Art-Nr.: 9034
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Clark, Brandy - 12 stories [2013]
Die amerikanische Countryszene, Kritiker und Fans, preisen sie in den höchsten Tönen - vollkommen zu Recht, wie wir meinen. Brandy Clark besticht mit einem bärenstarken Debut und zählt neben Kacey Musgraves und Ashley Monroe zu den großen Entdeckungen des Jahres 2013 in Nashville, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Music City und die Countrywelt in Zeiten, in denen immer mehr Pop- und Rap-Einflüsse die Country-Charts regieren, wieder mit echter, reiner, traditionsbewusster Countrymusic zu beglücken. Herrlich! Tut das gut! Brandy Clark, ursprünglich aus dem kleinen Nest Morton im US-Bundesstaat Washington stammend, ging vor über 15 Jahren nach Nashville, um, ihrer Liebe zur Countrymusic folgend, dort ihr Glück zu versuchen. Und tatsächlich machte sie ihren Weg. Sie zählt heute zu den angesagtesten Songwriterinnen des Genres und hat auf diesem Gebiet für den Song "Mama's broken heart", den sie gemeinsam mit Shane McAnally komponiert hat (Miranda Lambert machte ihn zu einem Nr. 1-Hit), gerade ihre erste Grammy-Nominierung erhalten. Weitere, große Hits mit Songs von Brandy Clark erzielten beispielsweise Kacey Muusgraves ("Follow your arrow"), The Band Perry ("Better dig two"), Darius Rucker ("Love without you"), Sheryl Crow ("Homecomin queen"), Reba McEntire (das auch hier enthaltene "The day she got divorced") und viele, viele mehr. Nun tritt sie selbst als Interpretin in den Vordergrund und liefert mit ihrem Debut "12 stories" eine wahre "Perle" von einem Countryalbum hat. Sie verfügt über eine hinreissend schöne, klare, reine Stimme und spielt unverfälschte, völlig lupenreine, entspannte Countrymusic, leicht rootsig und mit einem Hauch von Americana, völlig Pop-frei, durch und durch natürlich und auf der Höhe der Zeit. Frei von pompösem Glamour ist diese Art von Musik geradezu ein Segen für Nashville. Die 12 Songs (Geschichten) bestechen mit kargen, aber sehr emotionalen, großartigen Texten und wundervollen Melodien. Alles klingt sehr wohltuend, angenehm unaufgeregt, voller spürbarer Wärme und Harmonie, zumeist ungemein zielorientiert, ohne großen Schnickschnak, auf den Punkt genau instrumentiert. Akustische Gitarren, hin und wieder auch nicht allzu stark im Vordergrund eingesetzte E-Gitarren, Klavier, Fiddle, Mandoline, Dobro, feinste Pedal Steel, lässiges Schlagzeug und schön flüssige Strukturen bestimmen das Geschehen. Jedes Stück macht Brandy mit ihrer außergewöhnlichen Ausstrahlung zu etwas ganz Besonderem. Schon die erste Nummer ist ein absoluter "Hit". "Pray to Jesus" heisst das Stück, eine wunderbar flockige, flüssige, traumhaft melodische, natürliche Countrynummer mit dezenten Old School-Anleihen. Die Instrumentierung aus akustischen Gitarren, Piano und feinen, an die Nitty Gritty Dirt Band erinnernden, klaren Mundharmonika-Fills ist ein Genuß. Das folgende "Crazy woman" ist deutlich rhythmischer, moderner, kraftvoller, dennoch schön "stripped down" in Szene gesetzt. Peppiger acoustic-based New Country, wieder mit feiner Gitarren-, Harp-, und Banjo-Arbeit. Dann das fantastische ""What'll keep me out of heaven" (Background-Gesang: Vince Gill), das ein amerikanischer Kritiker begeistert als den perfekten "cheating song" bezeichnet. Es beginnt mit ein paar simplen, aber sehr effektvollen, herrlichen Klavierakkorden, ehe feinste Acoustic-Gitarren und schmerzvolle Pedal Steel-Linien eine hinreissende Atmosphäre aufkommen lassen. Ganz groß auch das mit unaufdringlicher, aber markanter Dramaturgie inszenierte "Stripes", eine waschechte Country & Western-Nummer voller Honky Tonk-Flair und schönem "Shootout"-Szenario. Es geht um Vergeltung am Liebhaber, den die betrogene Protagonistin mit einer anderen im Bett erwischt hat. "I got a pistol and I got a bullet and an pissed off finger just itchin to pull it", singt sie, doch sie schießt nicht, da sie sich den Knast aufgrund der unmodernen Gefängniskleidung ersparen will und fährt mit entsprechend ironischem Humor fort: "There's no crime of passion worth the crime of fashion, the only thing savin' your life is that I don't look good in orange and I hate stripes". Großartig! Möchte man bezüglich dieses Songs, der mit einer tollen Melodie und starken Baritone E-Gitarren-Klängen in Szene gesetzt ist, einen Vergleich zu anderen aktuellen Kolleginnen herbeiführen, so fallen einem hier Lindi Ortega und die ebenfalls unwiderstehlichen Pistol Annies ein. Herrlich auch die sparsam mit Klaver, feinen Gitarren und schöner Pedal Steel begleitete, traditionelle, Old School-Ballade "In some corner" (wunderbar "schwummriges" Saloon-Flair) und die knackige, mit "grollenden" Orgelklängen untermalte, sowie mit starken E-Gitarren und schönen Akkordeonklängen instrumentierte New Country-Nummer "Hungover". Brandy Clark ist ein absolutes Country-Multitalent. Was sie hier abliefert, ist äusserst beeindruckend. Solch ein Niveau bräuchte man im heutigen Nashville viel öfter. Ohne jeden Zweifel ist "12 stories" eines der besten Countryalben einer weiblichen Interpretin des Jahres 2013. Herausragend!

Das komplette Tracklisting:

1. Pray to Jesus - 3:22
2. Crazy Women - 3:36
3. What'll Keep Me Out of Heaven - 3:34
4. Get High - 3:31
5. Hold My Hand - 3:36
6. Stripes - 3:16
7. In Some Corner - 3:38
8. Take a Little Pill - 3:30
9. Hungover - 3:56
10. Illegitimate Children - 3:23
11. The Day She Got Divorced - 3:24
12. Just Like Him - 3:31

Art-Nr.: 8425
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Pray to Jesus
Crazy women
What'll keep me out of heaven
Stripes
In some corner
Take a little pill
Hungover

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Clyne, Roger And The Peacemakers - turbo ocho ~ incl. bonus dvd [2008]
CD + DVD-Set! Mitreißend, heiß, rhythmisch, melodisch, stark! Der "Circus Mexicus" rollt an! Roger Clyne & the Peacemakers aus Tempe/Arizona mit ihrem nächsten Meisterstück dieses unwiderstehlichen, scharf gewürzten, Mexican-flavoured Southwestern Rootsrocks, der auf so unnachahmliche Weise die brütende Hitze der Wüste Arizona's, das markige Temperament feurigen Tequila's und die lockere, so viel gute Laune auslösende Ozeanfrische der "Sea of Cortez" reflektiert, denn genau dort (at Rocky Point/Mexiko) hatten sich Clyne (ex-Refreshments) und seine Freunde samt Crew in einem Aufnahmestudio mit herrlichem Meeresblick eingenistet um das großartige "Turbo Ocho" einzuspielen. Welch eine Umgebung, welch eine Inspiratiuon, welch ein tolles Album und welch ein interessantes "Reality-Experiment", das die Band mit den Aufnahme dazu vollzog. An 8 Tagen wurden 8 Songs eingespielt und die Aufnahmesession dazu wurden live im Internet übertragen. Eine tolle Reality-Aufnahmesessions-Show", die einen exklusiven Blick hinter die Kulissen der Aufnahmen zu "Turbo ocho" erlaubt, mit all ihren "Ecken und Kanten", vom Beginn der Songs bis zur endgültigen Fassung, die schließlich ihren Weg aufs Album fand. Tolle Idee, die von den Fans (und die Peacemakers habe in ihre Heimat eine riesige Fanbase) begeisternd angenommen wurde. Noch besser: Die beigefügte Bonus-DVD enthält in einer Länge von über 2 1/2 Stunden Ausschnitte der live übeertragenen Sessions und lässt somit nun auch den Erwerber des Albums recht ausführlich an den Studioaktivitäten rund um "Turbo ocho" teilhaben. Klasse Sache, denn die Peacemakers sind eine wirklich starke Band (immer gut aufgelegt, exzellente Musiker, tolles Feeling, sehr professionell, prächtiges Live-Flair auch im Studio) und "Turbo ocho" ist ein Pracht-Album geworden. Es gibt kaum eine Band, die diesen feurigen, Outlaw- and Mexican-inspired Arizona-/Southwestern Rootsrock, "that flashes with Mariachi horns, Heartland twang and ample guitar muscle" so transparent, inspiriert, authentisch und in wunderbare Melodien gefasst spielt, wie dies Truppe aus Tempe! Neben den 8 Songs der bereits beschriebenen "Reality Recording Sessions" enthält das Album noch 3 weitere Tracks! Los geht's mit dem ungemein flockigen, lockeren, dennoch äußerst knackigen, kraftvollen, frischen, sonnigen, die pure mexikanische Urlaubsstimmung und Rock'n Roll Strand-Fiesta vermiitelnden, melodischen "I speak your language", vollgepackt mit schmissigen Gitarrenriffs und -linien. Die Jungs versprühen eine Menge gute Laune. Die Nummer geht runter wie Öl und steckt dennoc voller mexikanischem Feuer. Einfach herrlich! Ein mittelamerikanisch anmutender Percussion-Rhythmus, satte E-Gitarren, toller Gesang voller Feeling, vereinzelt, aber sehr effektiv eingesetzte Mariachi-Bläser und Flamenco-mäßige Gitarren in Verbindung mit "mediterranem Rock'n Roll-Flair" bilden das Gerüst des anschließenden, würzigen. temperamentvollen Border-Rootsrockers "State of the art"! Geht prima in die Beine, inspiriert aber auch zur Cabriofahrt durch Kakteen-gesäumte und Sonnen-durchflutete Landschaften Arizonas und Mexikos, und übt mit seiner klasse Melodie eine hohe Anziehungskraft auf unsere musikalischen Sinne aus. Nicht anders ist das bei dem wunderbar relaxten, ruhigen, mit feiner Steelguitar angereicherten, lockeren "Summer number 39"! Was für großartige, straighte, harte Heartland-Riffrocker die Truppe zudem drauf hat, beweist sie unter anderem mit dem fetzigen Roots-Kracher "I know you know" (klingt zuweilen wie eine verschärfte, Chilli-gewürzte Ausgabe von Big Head Todd & the Monsters, dabei überaus melodisch), dem mit starker Harmonika eingeleiteten und von massiven E-Gitarren-Riffs und krachenden Drums angetriebenen Knaller "Mercy" (geht klasse ins Ohr), dem auf den Punkt rockenden "I do" und dem scharfen, rhythmischen Mexican-Roostrocker "Manana" (genialer Groove)! "Turbo ocho" besticht einfach durchweg mit makellosem Songmaterial. Roger Clyne und seinen Peacemakers ist auch mit ihrem bereits sechsten Studioalbum wieder ein ganz großer Wurf gelungen. Der Sommer kann kommen: Mexiko, Tacos, Hot Dogs, Tequila, Senoritas und Rock'n Roll - die Peacemakers laden zur "Feasta Mexicana" des Jahres! Großartige Digipack-Aufmachung mit tollem 28-seitigem Booklet! Die gut 2 1/2-stündige DVD mit der Chronologie der Aufnahmesessions ist "code free" und somit auf jedem DVD-Player abspielbar!

Art-Nr.: 5691
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
I speak your language
State of the art
Summer number 39
Mercy
I do
Manana

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Cuddy, Jin - countrywide soul [2019]
Kanada-Import! Jim Cuddy, "hauptberuflich" neben Greg Keelor einer der beiden Kreativköpfe der fantastischen, kanadischen Rootsrock-/Americana-/Alternate Country-Institution Blue Rodeo, hat in seinem heimischen "Cuddy"s Barn"-Studio in Southern Ontario mit seiner großartigen Jim Cuddy Band ein wunderbares, neues Album eingespielt, mit der Vorgabe, das Feeling und die Energie ihrer Live-Shows möglichst authentisch auch im Studio einzufangen. Gleich vorweg: Das ist herausragend gut gelungen. "Countrywide soul", selbstverständlich live im Studio eingespielt, klingt "as natural as possible" und verliert nie diesen herrlich natürlichen "woody sound of the barn board room." Cuddy und seine Mitstreiter haben sich für das Album, auch da orientierte man sich an den Live-Shows, einiges an Material aus dem Blue Rodeo-Fundus und einiges aus Cuddy's bisheriger Solo-Karriere herausgesucht, um diese Songs hier neu einzuspielen, dazu ein paar Coverversionen und zwei völlig neue Tracks. Eine super Mischung, die bestens zusammenpasst - einfach durch und durch prächtiges Songmaterial. Der Sound ist rein und glasklar. Die Musik "fließt" aus den Lautsprechern wie eine sprudelnde Quelle. Durch das komplette Album zieht sich ein hinreißendes, wunderschönes, erfrischendes "Canadian Country-Feeling". Großartig gleich der von einem schön lässigen Drums-Groove getragene, lockere Country(rock)-Opener "All in time", ein Remake aus Cuddy's gleichnamigem 1998iger Solo-Album (wie auch "Everybody cries"), der einen mit seiner unberührten Frische sofort einfängt und mitnimmt. Gerdaezu traumhaft schlängelt sich die Melodie in unsere Gehörgänge. Tolle Instrumentierung aus exzellentem Mandolinen-Picking (The Sheepdogs' Jimmy Bowskill), dezente E-Gitarren-Fills, harmonisch integrierte Fiddle und feiner Background-Gesang von Kathleen Edwards. Ein ähnlicher Rhythmus bildet auch das Grundgerüst beim folgenden Titelstück "Countrywide soul" (das Original befindet sich auf Cuddy's "The Light That Guides You Home"-Album). Abermals eingebunden in eine tolle Melodie, besticht die Nummer mit einem dezenten Honky Tonk-Feeling, starkem Saloon Piano-Geklimper und herrlicher Pedal Steel-Guitar, inklusive tollem Solo (erneut Jimmy Bowskill). Bei den beiden komplett neuen Songs handelt es sich um den bluesigen, recht erdigen, rootsigen, von E-Gitarren und Fiddle dominierten Americana-Rocker "Glorious day", sowie um den richtig gut nach vorn gehenden, launigen, fröhlichen Saloon-/Roadhouse- Countryfeger "Back here again". Wundervoll auch der prächtige Retro-Countryrocker "The light that guides you home" (starkes E-Gitarren-Solo, Fiddle und Mandolinen-Fills) oder Cuddy's Coverversion des alten Glen Campbell Mega-Hits "Rhinestone cowboy". Keine Frage, dem Blue Rodeo-Frontmann ist mit "Countrywide soul" mal wieder ein ganz vorzügliches Album gelungen. Mit welcher Kreativität Cuddy all diese Songs "aufmöbelte", wie er und seine Band die besondere, natürliche Live-Atmosphäre im Studio einfingen, seine gesanglichen Fähigkeiten, all das offenbart die einzigartige Kombination aus alt wieder etwas vollkommen neues zu machen. Ein tolles, ganz besonderes Alternate Country-Schmankerl, nicht nur für alle Blue Rodeo- und Jim Cuddy-Fans.

Das komplette Tracklisting:

1. All in Time - 5:00 (remake from Jim Cuddy's "All In Time"-album)
2. Countrywide Soul - 4:35 (remake from Jim Cuddy's "The Light That Guides You Home"-album)
3. Clearer View - 3:50 (remake from Blue Rodeo's "Palace Of Gold"-album)
4. Everybody Cries - 3:45 (remake from Jim Cuddy's "All In Time"-album)
5. Dragging On - 6:25 (remake from Blue Rodeo's "Tremolo"-album)
6. The Light That Guides You Home - 5:23 (remake from Jim Cuddy's "The Light That Guides You Home"-album)
7. Glorious Day - 5:06 (new song)
8. Maybe Sometime - 4:06 (remake from Jim Cuddy's "The Light That Guides You Home"-album)
9. Back Here Again - 3:07 (new song)
10. Almost Persuaded - 4:20 (George Jones-Cover)
11. Rhinestone Cowboy - 3:19 (Glen Campbell-Cover)
12. Wash Me Down - 4:38 (remake from Jim Cuddy's "Skyscraper Soul"-album)

Art-Nr.: 9848
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 17,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
All in time
Countrywide soul
The light that guides you home
Glorious day
Maybe sometime
Back here again
Wash me down

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Deadstring Brothers - starving winter report [2006]
Bisher hat man Detroit eigentlich immer mit dem Geräusch von röhrenden Motoren oder ziemlich lauter Rock-Musik in Verbindung gebracht. Seit 2001 hat sich dort allerdings eine Band formiert, die in der Americana-/Rootsrock-Szene für immer mehr Furore zu sorgen beginnt: Die Deadstring Brothers, bestehend aus Bandlleader und Songschreiber Kurt Marschke (Lead vocals, guitars, dobro & mandolin), E. Travis Harrett (Drums), Philip Skarich (Bass), Ross Westerbur (Piano, organ) und der hervorragenden Background-Sängerin Masha Marjieh (Harmony vocals, Percussion). So beurteilte das in amerikanischen Szenekreisen hoch angesehene "Paste"- Magazine ihre Debütwerk von 2003 als eine der besten Roots-Rock-CDs des Jahres. Mittlerweile haben sie mit ihrer Nachfolgescheibe "Starving Winter Report" sogar nochmal ordentlich nachgelegt. Den Deadstring Brothers ist ein kleines Meisterwerk mit zehn wunderbar ineinander greifenden Songs auf einem erstaunlich hohem Niveau gelungen. Nicht nur wegen der Stimmähnlichkeit des Sängers Kurt Marschke zu Mick Jagger wird die Band häufig mit den Rolling Stones zu ihren "Exile On Main Street"-Zeiten verglichen. Das passt schon, doch es ist weit mehr. Wohl niemand zuvor hat die Ruppigkeit der damaligen Stones-Ära mit der Country-Mentalität eines Gram parsons besser verbunden als die Deadstring Brothers. Ein wenig Flair von "The Band" oder gar Ryan Adams runden die Sache ab. Schon der Opener "Sacred Heart" hat den berühmten, Stones-trächtigen Sound mit unterschwelligem Honkytonk-Feeling, der am besten in Whiskey getränkter Luft und Nikotin verräuchter Atmosphäre genossen werden kann. Tolle Gitarrenriffs, eine klasse melodie, geht die Nummer prima ab! Hat vielleicht entfernt soagr etwas von Dan Baird und seinen Georgia Satellites! Ganz große Klasse sind auch die beiden einzigen balladesken Stücke des Albums, "Lights Go Out" (mit typischem Barroom-Flair) und das überragende, emotional kraftvolle "Blindfolded" mit ganz ausgezeichneten Vokalleistungen von Marschke und den schönen Harmoniegesängen von Mascha Marjieh. Die starken Pedal Steel-Einlagen von Gastmusiker Dale Dorsey vermitteln dabei eine äußerst angenehme Retro Countryrock-/Alternate Country-Note. Ganz überragend, trotz der allseits dominanten (aber keineswegs aufdringlichen) Präsenz des Bandchefs, ist Keyboarder Ross Westerbur (fast schon so etwas wie der heimliche "Star" des Albums), der mit unnachahmlichen und immer genau passenden Piano- und Orgeleinsätzen (teilweise sogar im Wechsel) dem eh schon erstklassigen Songmaterial das endgültige "gewisse Etwas" verpasst. Herrlich sein oft klimperndes Piano! "Toe The Line" und "Lonely Days" umgibt wieder ein Hauch von countryrockigem Retro-Flair, "Get Up Jake" (ein Cover von Robbie Robertson) und "All Over Now" huldigen in partytauglicher Weise einmal mehr die Stones, "’Til The Bleeding Stops" hat gar durchaus Southern-lastige Momente. Der einzige etwas aus dem Rahmen fallende, aber ebenfalls traumhaft gelungene Song, ist das großartige "Moonlight Only Knows", bei dem vollkommen akustisch, mit einem feinen Bluegrass-Flair musiziert wird: Kratzige Akustikgitarre, tolle Percussion-Arbeit, Mandoline, Dobro und eine, wiederum sehr starke, Gastvorstellung von David Mosher an der Fiddle, inklusive eines schönen Solos - Allternate Country-/Americana-Musik vom Feinsten! Das Album ist zudem noch ein echter "Grower". Je öfter man es hört, desto besser kommt es einem bei jedem weiteren Male vor - die Musik wächst! Ein absolutes Indiz für die hohe Qualität dieser Mucke! Diese höchst talentierte Gruppe hat sich dank intensiven Tourings in den Staaten, und auch in Europa (England, Niederlande), bereits einen prächtigen Namen in Insiderkreisen erarbeitet. Fest steht, dass "Starving Winter Report" in positiver Hinsicht dazu beitragen wird, dass sich ihr Bekanntheitsgrad in Zukunft noch erheblich steigern wird. Mit den Deadstring Brothers wächst etwas Großes im Americana-/Rootsrock-/Alternate Countryrock-Bereich heran. Ganz hervorragende Leistung! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 4136
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Sacred heart
Toe the line
Get up Jake
Blindfolded
All over now

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Eady, Jason - am country heaven [2012]
Jason Eady, geboren im U.S.-Bundesstaat Mississippi, seit vielen Jahren aber schon in Texas lebend, gehört zu den profiliertesten Singer-Songwritern und Storytellern im Lone Star State, bisher jedoch eher im Roots-/Amerivcana-Genre zu Hause. Doch tief in seinem Herzen liebt Jason die Countrymusic und beobachtet sehr kritisch, wohin sich "seine" Musik in den letzten Jahren entwickelt. Mit Nashville's Pop-Country hat er absolut nichts am Hut. Dies ist einer der Gründe, warum Eady und sein in Americana- und Country-Kreisen viel gepriesener Produzent Kevin Welch schon seit längerer Zeit darüber diskutierten, mal ein vollkommen traditionelles Countryalbum aufzunehmen. Nun haben sie es endlich umgesetzt, und es ist ein großartiges Werk geworden. Seiner eingangs erwähnten Abneigung zu den kommerziellen, poppigen Countrysongs, die die Hitparaden dominieren und ständig im Nashville-Countryradio laufen, macht er sich dann auch gleich im das Album eröffnenden Titelstück "AM Country Heaven" richtig Luft. "They sing about Jesus and they sing about Jones and they sing about American pride, but they're all too damn clean and polished like stones and they won't sing about cheating or lies, I remember the days when the singers just sang and left it all in the stories they'd tell, but these days we're in AM country heaven and FM country hell" - das sind die Zeilen, mit denen er die Nummer anstimmt. Zeilen, die sehr viel Wahrheit beinhalten, denn in der Tat sind die Tage, in denen pure und ehrliche, "unpolierte" Countrymusic im (kommerziellen) Radio lief, weitestgehend gezählt. Der Song sit ein toller, von schönen Acoustic Gitarren, sowie feinen Steelguitar- und E-Gitarren-Linien dominierter (die beiden Instrumente hört man oft parallel im "Twin"-Stil), ruhig gehaltener Texas Country-Waltz mit einem leichten Outlaw-Flair. Der prächtig gelungene Auftakt zu einem wunderbaren Album, vollgepackt mit entspannter, vollkommen natürlicher, genußvoller, lupenreiner, traditioneller Countrymusic. Jason Eady verfügt über eine geradezu für diese Musik prädestinierte, überaus angenehme, viel Wärme ausstrahlende Stimme, die zuweilen wirkt wie die eines texanischen, unaufgeregten Alan Jackson. Schön flotte, langsame und im mittleren Tempo gehaltene Lieder stehen in einem ausgewogenen Einklang zueinander. Das Songmaterial ist vom Allerfeinsten. Lockere Rhythmen, feinste Melodien, Instrumente wie Dobro, Steelguitar, Fiddle, akustische und elektrische Gitarren und Honky Tonk-Piano bahnen sich ohne Umwege ihren Weg tief in unsere Ohren. Mal hören wir ein gepflegtes Outlaw-Flair ala Waylon Jennings und Willie Nelson, mal werden wir mit einem leicht grassigen Ambiente verwöhnt, dann wieder gibt es puren Country im Stil solcher Heroen wie Merle Haggard, Geroge Jones & Co.. Jason Eady vermischt diese Einflüsse wie selbstverständlich miteinander und gibt ihnen eine eigene Identität. Das Resultat ist zeitlose, klassische Countrymusic voller Authentizität zwischen "old school" und stilgerechter Aktualität. Diese Musik hat Herz und Seele, ist durch und durch rein und ehrlich. Großen Anteil daran haben auch Eady's exzellente Begleitmusiker, allen voran die texanische Pedal Steel-Legende Lloyd Maines und der berühmte Telecaster Guitarslinger Redd Volkaert, der unter anderem lange Jahre in der Band von Merle Haggard spielte. Weiter mit dabei sind: Earl Poole Bell am Klavier, Kevin Smith am Bass und Tom Lewis am Schlagzeug, die mit Volkaert zusammen auch die Honky Tonk-Band Heybale bilden, sowie Cody Brown (Reckless Kelly) an der Fiddle. Was für eine hochkarätige Besetzung! Doch Eady kann mit einer weiteren Prominenten aufwarten: Für die grandiose, mit einem tollen Bluegrass-Touch inszenierte Nummer "Man on a mountain" gewann er die wunderbare Patty Loveless als Duett-Partnerin. Die beiden ergänzen sich prächtig. Großartig beispielsweise auch die von transparenten Gitarren geprägte Midtempo-Countrynummer "Tomorrow morning" (vorzügliches Zusammenspiel von Redd Volkaert mit seiner Baritone-Gitarre und Lloyd Maines an der Pedal Steel), die wunderschöne, mit wimmernder Steel, Honky Tonk-Piano und unaufdringlicher E-Gitarre in Szene gesetzte Ballade "Wishful drinking", das leicht swingende "Forget about the truth", oder der flotte Country-Boogie "Sober on the weekends" (erstklassige Piano-, Gitarren-, und Steelguitar-Läufe, erinnert dezent an Rodney Crowell). Jason Eady ist seinem Herz gefolgt und hat dieses Album eingespielt, einzig und allein um die "echte" Countrymusic zu fördern und zu unterstützen. "Someone’s got to keep country music alive, to preserve that kind of sound. That was our aim with this record”, sagt er dazu. Großartig! Mehr davon! Ein wunderbares Album!

Das komplette Tracklisting:

1. Am Country Heaven (3.34)
2. Old Guitar And Me (3.05)
3. Tomorrow Morning (2.57)
4. Man On A Mountain (duet with Patty Loveless) (3.36)
5. Wishful Drinking (4.14)
6. Forget About The Truth (3.24)
7. Sober On The Weekends (4.49)
8. Longer Walk In The Rain (3.58)
9. Paying My Dues (2.26)
10. I'll Sure Be Glad When I'm Gone (3.57)
11. Lying To Myself (4.11)
12. Water Into Wine (4.03)

Art-Nr.: 7813
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
AM Country heaven
Tomorrow morning
Man on a mountain
Wishful drinking
Forget about the truth
Sober on the weekends
I'll sure be glad when I'm gone

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