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Atlas Road Crew - halfway to hopkins [2015]
Blutjunge, hungrige Truppe aus Charleston im U.S.-Bundesstaat South Carolina, die gerade drauf und dran ist, die Herzen der Rock-, Rootsrock- und vor allem der Southern Rock-Fans im Sturm zu erobern. Ja, diese Burschen haben dieses einzigartige, typische "deep down from the south"-Gen, das sie perfekt in ihre Musik integrieren. Ihre Inspiration liegt im klassischen Vintage Rock der Siebziger, aber die Umsetzung und der Sound liegen mit ihrer kreativen Frische total auf der Höhe der Zeit. Das Potential des, wie gesagt, noch sehr jungen Qintetts (alle sind noch in den Zwanzigern) scheint immens zu sein. Jedenfalls klingen sie dermaßen versiert, so seien sie schon ewig im Geschäft - und dazu hoch professionell. Nach einer ersten EP liegt nun das "Full Length Debut" der Truppe vor - und sie Scheibe ist schlichtweg ein "Hammer"! Das Album strotzt nur so vor hochkarätigen Songs und potentiellen Hits, die allesamt, das meinen wir im nur erdenklich positivsten Sinn, "radiotauglich" erscheinen, denn ihre Strukturen und vorzüglichen Melodien gehen sofort ins Ohr und bleiben nachhaltig hängen. Dennoch klingt die Atlas Road Crew niemals zu brav oder kommerziell, ganz im Gegenteil. Sie spielen herrlich rotzig, wenn nötig auch dreckig, sehr kraftvoll, brodelnd, völlig zwanglos, unbeschwert und unwiderstehlich frisch. Die Balance stimmt einfach. Bei ihrer packenden Mixtur aus traditionellem amerikanischen Rock, Guitar Classic Rock, einem Hauch von Blues und Psychedelic, Rootsrock und den allgegenwärtigen Southern Rock-Einflüssen springt der Funke unmittelbar über. Da finden wir Spuren von Led Zeppelin über The Black Crowes, von The Allman Brothers Band über Lynyrd Skynyrd, von den Rolling Stones über Credence Clearwater Revival, bis hin zu den Kings of Leon. Aber auch solch jüngere Bands, wie etwa The Dirty Guv'nahs, Blackberry Smoke oder Robert Jon & The Wreck tummeln sich auf dem gleichen Terrain wie die Atlas Road Crew. Die Musiker sind einfach großartig, allen voran Frontmann, Gitarristen und Sänger Taylor Nicholson, der über ein fantastisches, leicht angerautes, "soulful" Organ verfügt (klingt zuweilen wie eine superbe Kombination aus Chris Robinson, UFO's Phil Mogg und Caleb Followill von den Kings of Leon), der bereits über eine immense Ausstrahlung verfügt. Komplettiert wird die Truppe von Dave Beddingfield (lead guitar), Bryce James (piano, organ), Max Becker (bass) und Patrick Drohan (drums), wie geagt, alle mit köchster Kompetenz unterwegs. Herz, Leidenschaft, Spielfreude, tolle Gitarren, immer wieder ergänzt durch großartige Piano- und Orgel-Sequenzen und eine äußerst satte, knackige, klare, auf den Punkt gebrachte Produktion (5 Tracks wurden produziert von Rick Beato, u.a. Needtobreathe, Trey Anastasio, Shinedown) bestimmen das Bild. Einen schwachen Song sucht man auf dem Album absolut vergebens. Los geht's mit dem von herrlichen, lockeren, transparenten Gitarren und erdigen, kraftvollen Riffs bestimmten, mit wunderbaren Hooks durchsetzten Roots-/Southern Rocker "Voices", der sich mit seiner tollen Melodie sofort tief in unsere Gehörgänge schraubt. Sofort weht einem dieser wohlige "smell of the south" um die Nase - einfach eine Wonne. Lead Gitarrist Dave Beddingfield brilliert gleich mit einem quirligen, zündenden Solo und Sänger Taylor Nicholson überzeugt mit viel Seele. Die Band hat den Zuhörer sofort im Griff. Bärenstark! Prächtige, bluesige Retro-/Pyschedelic-Riffs, ein schönes Southern-Flair und der Vibe der Kings of Leon bestimmen das folgende, famos inszenierte "Black eye sunrise", das eindrucksvoll zeigt mit welch ausgefuchsten Songwriting-Qualitäten und mit welcher Kreativität und Explosivität die Burschen am Werk sind. Das hat richtig Biß, aber auch wieder ein wunderbare Melodie. Starkes Gitarrenspiel! Nach dem fulminanten, dreckigen "Low Country Blues", einem voller Drive steckenden Slideguitar-getränkten Southern-/Swamp-Boogie (herrlich klimperndes Piano in Verbindung mit den kochenden Gitarren) wird es langsamer im Rhythmus. Feinste Acoustic Gitarren-Riffs, überaus harmonische Lead Gitarre, eine fantastische Orgel- und Klavier-Untermalung, dazu eine unwiderstehliche Melodik, Kraft und erdiger Gesang - das sind die Zutaten der hinreissenden Rootsrock-/Southern Rock-Ballade "Wasted time". Ja, das ist es, das sprichwörtliche "Holz" aus dem die so begnadeten Southern-Balladen "geschnitzt" sind. Wirkt wie eine magische Kombination aus The Marshall Tucker Band und The Black Crowes, angereichert mit der Ideen der Atlas Road Crew. Und weiter jagt ein Highlight das nächste: Ob der satte, straighte, von glühenden Gitarren geprägte Classic-/Southern Rocker "Lose control", der brodelnde, forsch nach vorn rockende, toll groovende, feurige Boogie "Halfway to Hopkins" (hier "brennt die Hütte"), das wunderschöne, mit vielschichtigen Gitarrenlinien aufwartende und einem tollem Orglespiel unterlegte "Abilene", oder das gar an "tighte", southern-rockige Bad Company erinnernde, sehr knackige, satt rockende "Betty" - die Band macht einen "Hammer"-Job. Wie sagt es ein amerikanischer Rezensent so schön ein seinem Fazit? "Don't miss this sensational band". Das unterschreiben wie vorbehaltlos. Saustarke Truppe, grandioses Album! Einfach nur "heiß"!

Das komplette Tracklisting:

1. Voices - 4:35
2. Black Eye Sunrise - 4:18
3. Low Country Blues - 3:50
4. Wasted Time - 4:08
5. I Want You to Know - 3:25
6. Lose Control - 3:11
7. Weeping Will - 4:43
8. Halfway to Hopkins - 2:46
9. Runaway - 3:02
10. Abilene - 3:22
11. Betty - 4:56

Art-Nr.: 9040
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Voices
Black eye sunrise
Low Country Blues
Wasted time
Lose control
Halfway to Hopkins
Abilene
Betty

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Brought Low, The - third record [2010]
"This band knocks you down"! The Brought Low lassen ihre Muskeln spielen. Ihr Classic Seventies Hard Rock-Freunde, Ihr Heavy Blues- und Southern Rocker - dieses kompromisslose und gnadenlos gute Powerhouse-Trio aus Brooklyn/New York "is the real deal for you". Was für ein Dampf! Laut, hart, ungemein melodisch, handwerklich bärenstark - wir sind regelrecht "geplättet"! Ist das eine Freude, wie diese Jungs drauflos rocken: The Brought Low, im übrigen eine tierische Live-Band, existieren seit rund 11 Jahren. "The third record" ist, welch eine Überraschung, ihr mittlerweile drittes Album. Das Debut aus dem Jahre 2001 zeigte die Band vorwiegend auf dem "vintage 70's Hardrock"-Trip, 2006 folgte das zweite Werk, diesmal deutlich stärker Richtung Bluesrock tendierend, und nun, mit dem aktuellen Album, schlagen sie die Southern Rock-Route ein, ohne dabei allerdings ihre harte Gangart und ihre Bluestendezen zu vernachlässigen. Es scheint, als hätten sie ihren Stil gefunden - und der ist einfach nur klasse! "The third record" ist ein unerschütterliches, von knochenharten Riffs und mächtiger Lead Gitarre dominiertes, eine ungemeine Dynamik aufbauendes, fulminantes, druckvolles 70's-based Classic Rock-/Southern Rock-Spektakel, dessen Songs bei aller Wucht voller Herz und Seele stecken und dabei von einer aussergewöhnlich starken Melodik geprägt sind. Das Zeug geht trotz alle Härte runter wie Öl. Nehmen wir beispielsweise mal die deutlich Lynyrd Skynyrd-beeinflussten, lupenreinen Volldampf Southern Rock'n Roller "Old century" (mächtiger Drive, knallhart, rauschende, satte Gitarre, volle Kanne voraus - und dennoch ungemein melodisch) und "The Kelly Rose" (kochende Riffs, die Gitarren rocken wie geschmiert, und wieder diese bestechende Melodik) - allein diese Nummern verdeutlichen schon diie bemerkenswerte, nahezu perfekte Gratwanderung zwischen kompromissloser Härte, Seele, straighter Direktheit und kompakter Eingängigkeit in der großartigen Musik dieser tollen Truppe. Möchte man die Einflüsse von The Brought Low aufzählen, so fallen einem unmittelbar solche Namen wie Led Zeppelin, AC/DC, Motörhead, Humble Pie, The Faces, The Black Crowes, Lynyrd Skynyrd, ZZ Top, The Four Horseman und nicht zuletzt Gov't Mule ein, um nur einige zu nennen. Die Band besteht aus dem saustarken Gitarristen und großartigen Sänger Benjamin Smith, Drummer Nick Heller (der Kerl ist ein Tier, das sich die Seele aus dem Leib trommelt) und Bassist Robert Russell (erzeugt mächtig Strom an dem 4-Saiter) - allesamt aussergewöhnlich gute Musiker. Keiner hat es nötig sich irgendwie in den Vordergrund zu spielen und doch fallen sie alle drei unmittelbar mit ihren beeindruckenden Fähigkeiten auf. Eine perfekt harmonierende musikalische Gemeinschaft. Weitere Höhepunkte, neben den bereits genannten Titeln, hervorzuheben ist eigentlich unsinnig, da die Scheibe von vorn bis hinten nicht die geringste Schwachstelle aufweist, und doch möchten wir stellvertretend noch solche Nummern wie den wunderbar groovenden, jammigen, von viel Southern Rock-Flair umgebenen, bluesigen Retro "Killer"-Rocker "My favorite waste of time" (klingt, als sei er in einer gemeinsamen Jam-Session von Led Zeppelin- The Black Crowes- und Gov't Mule-Leuten entstanden), den seeligen, zwischenzeitlich für ein klein wenig Entspannung sorgenden, semi-akutsich in Szene gesetzten Roots-/Swamp-Rocker "A thousend miles away", den schnörkellosen, bluesigen Hard Southern-Rocker "Blow out your candles" (starkes, dreckiges Bluesharp-Solo von Five Horse Johnson-Frontmann Eric Oblander, der hier als Gast mit von der Partie ist), das furiose, kochende, dabei toll hängen bleibende Instrumental "Slow your roll", die herrliche, bluesige Roots-/Southern Rock-Ballade "Last man alive", oder den powernden Hochgeschwindigkeits-Kracher "Everybody loves a whore" (die wuchtigen Riffs brechen wie purer Donner über einen hinein, die Lead Gitarre steht unter Starkstrom, die Truppe geht ab, als gäbe es kein Morgen mehr) erwähnen - sie alle tragen ihren Teil zu einem einfach wunderbaren, packenden, berauschenden Rock'n Roll-Fest bei. Nein, diese Musik wird dank solcher Bands wie The Brought Low niemals sterben. Wie gesagt, die Jungs kommen aus Brooklyn/New York, doch "Third Record" klingt, als hätten sie das pure Southern-Blut in ihren Adern. Ein schlichtweg "geiles" Album! Und ganz wichtig: "Play it loud, and louder, and louder"...

Das komplette Tracklisting:

1 Old Century (3.20)
2 Everybody Loves a Whore (2.41)
3 The Kelly Rose (4.06)
4 A Thousand Miles Away (3.53)
5 My Favorite Waste of Time (6.16)
6 Matthew’S Grave (3.20)
7 Blow Out Your Candles (5.21)
8 Last Man Alive (6.19)
9 Slow Your Roll (3.22)

Art-Nr.: 7005
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Old century
The Kelly Rose
My favorite waste of time
Matthew's grave
Blow out your candles
Last man alive

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Collins, Ruthie - get drunk and cry [2017]
Ruthie Collins ist eine hoch talentierte, in Fredonia, NY aufgewachsene, heute in Nashville lebende, junge Singer-Songwriterin, die mit "Get drunk and cry" nun ihr überaus viel versprechendes Album-Debut präsentiert. Collins spielt jede Menge Instrumente, hat eine klasse Country-Stimme, ist nach eigener Aussage u. a. stark beeinflusst von Emmylou Harris und versucht bei ihrem Debut sowohl ihren traditionellen Roots, als auch der Moderne von Nashville gerecht zu werden. Dementsprechend bewegt sie sich zwischen Country-Tradition und Country-Pop, wobei ihr hier eine ausgewogene Balance gelingt. Das Songmaterial ist klasse, steckt voller Hitpotenzial, und Collins singt mit sehr viel Gefühl. Ein richtig starker Einstieg. Die Türen zu einer großen Karriere stehen ihr offen.

Das komplette Tracklisting:

1. Getting Out There - 3:35
2. Boys and Beaches - 3:45
3. Great Wide Open - 2:53
4. Get Drunk and Cry - 3:34
5. All I Wanna Be - 3:25
6. Pink Bic Lighter - 3:10
7. You Don't - 3:34
8. Mockingbird - 3:35
9. What If You Fly - 3:46
10. Me and Emmylou - 3:29

Art-Nr.: 9526
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Girls Guns and Glory - inverted valentine [2008]
Erneut muß man sich fragen, wo die Bosse der Majorlabels ihre Augen und Ohren haben. Das erst vor gut 3 Jahren, im Winter 2005 in Scituate/Massachusetts von den beiden High School-Freunden Ward Hayden (ein begnadeter Sänger) und Bassist Bruce Beagley gegründete Quartett Girls Guns and Glory täte Nashville so etwas von gut - aber sie tristen (noch) ein Independent-Dasein und veröffentlichen ihre Alben im Eigenvertrieb. Dabei ist ihr mitreißender "Country Twang'n Roll", wie wir ihre herrliche Musik einmal bezeichnen möchten, von solch außergewöhnlicher Qualität, wie man sie wahrlich nicht an jeder Straßenecke findet. In ihrer Heimat und den angrenzenden US-Bundesstaaten werden sie längst abgefeiert und mit Awards und Preisen überhäuft - völlig zu Recht. Girls Guns and Glory (neben Hayden und Beagley gehören noch der exzellente Gitarrist Colt Thompson und Drummer John Graham zum Line-Up) fabrizieren ein umwerfendes musikalisches Elixier aus tradirionellem Country, Rockabilly, Americana und Old Time Rock'n Roll, das, hat man es erst einmal intus, einen nicht mehr loslässt. Dazu einige Zitate der US-Presse: "Imagine Lyle Lovett and Chris Isaak are paying tribute to Elvis, Hank Williams, Johnny Cash and Roy Orbison", "One minute Johnny Cash, the other minute Creedence Clearwater Revival", oder "Buddy Holly meets Buck Owens with a authentic Honky Tonk/early Rock'n Roll vibe", u.s.w.! Das alles trifft zu, womit sie sich weitestgehend auf dem Parkett solcher Bands wie The Derailers und The Mavericks bewegen. Doch irgendwie hat man das Gefühl als könnten sie diese Kollegen jederzeit an die Wand spielen. Ihr Sound ist kritallklar und ungeheuer transparent produziert, bewahrt sich dabei aber eine herrliche Unbekümmertheit, Natürlichkeit und jugendliche Frische. Energie und Eleganz halten sich geschickt die Waage. Die überwiegende Anzahl der Nummern hat einen klasse Drive. Großartige Gitarren, eine druckvoll nach vorn marschierende Rhythmus-Sektion und Ward Hayden's grandioser Gesang ("he has a baritone to die for", heißt es dazu in einer US-Pressemeldung) bestimmen die Arrangements. Wirklich jeder der 11 Songs hat, sofern er denn im Countryradio laufen würde (doch Independent-Veröffentlichungen haben dort bekanntermassen kaum eine Chance), absolutes Hit-Potenzial. Die Lieder strotzen nur so vor wundervollen Melodien. Ein Ohrwurm folgt dem nächsten! Voller Elan und Schwung starten die Jungs ihren glorreichen und so erfrischenden Ritt durch die Landschaften des traditionellen, Rock'n Roll-getränkten Country & Western-Areals. Straighte Riffs von der Acoustic Gitarre, dynamisches, eine gute Power vorgebendes Drumming und klasse E-Gitarren begleiten den jede Menge Drive aufbauenden Countryrocker "Six sixty seven", der einen sofort mit seiner Magie und seiner traumhaften Melodik gefangen nimmt. Kurz vor dem von einem kernigen, satten E-Gitarren-Solo dominierten Break entführt uns die Band für ein paar Sekunden in eine herrliche, von dem Klang einer halligen Steelguitar unterstütze, nostaligische Western-Atmosphäre - die unendliche Prärie vor dem geistigen Auge. Toll! Mit einer neuerlich faszinierenden Melodie schraubt sich das anschließende, wieder schön flotte, lockere "Only one thing" in unsere Ohren und möchte dort scheinbar für immer verweilen. Allerfeinster Gitarren-dominierter rockin' Country, wie eine Mischung aus Raul Malo's Mavericks (Sänger Ward Hayden braucht sich hinter Malo nicht im geringsten zu verstecken) und den legendären Creedence Clearwater Revival. Die fetten E-Gitarrenriffs und -läufe sind deutlich von John Fogerty inspiriert. Ebenfalls zu den schwungvollen Nummern zählen beispielsweise das wunderschöne Titelstück "Inverted Valentine" (nostalgisch angehaucht, voller Cowboy-Mentalität und sehr traditionell verwurzelt, mit Spuren von Johnny Cash und Hank Williams, aber auch von Chris Isaak), der knackige Rockabilly-/Honky Tonk-Feger "Keep on calling", oder auch der von schön saftigen E-Gitarren umsäumte, wie Öl runter gehende, temporeiche Countryrocker "Keep your distance" (wobei die Betonung schon auf "Country" liegt), dessen furios feuriges Gitarrensolo ordentlich "kickt"! Wie enorm vielseitig sich die Truppe zu präsentieren in der Lage ist, zeigen zwischendurch solche hervorragenden Nummern wie der bärenstarke, von fetten Mariachi Trompeten, schöner Flamenco-style Gitarre und einem klasse Rhythmus geprägte, wie aus einem "Spaghetti-Western" stammende "Mexican-Border-Country"-Knaller "Temptation", oder der wunderschöne, entspannte, von dezent halligen Gitarren, feinster Pedal Steel, sowie zurückhaltenden Fiddle- und Akkordeon-Klängen begleitete, ganz traditionelle Countrywaltz "Ramblin' Ole Daddy". Das exzellente, akustische, mit schöner, unaufdringlicher, lockerer Percussion unterlegte "Unrequited love" belegt zum Abschluß noch einmal eindrucksvoll, zu welch hinreißenden Stimmvariationen Frontmann Ward Hayden in der Lage ist. In einer riesigen Bandbreite zwischen hoch und tief trifft er wirklich jeden Ton mit geradezu "beängstigender" Präzision. Und alles erscheint so einfach, so selbstverständlich! Eine große Leistung! "Inverted Valentine" ist ein fantastisches Album einer fantastischen Band. Wünschen wir Girls Guns and Glory alles nur erdenklich Gute für die Zukunft, ihre weitere Entwicklung und ihren Erfolg. Sie hätten den großen Durchbruch wirklich verdient. Solche Bands braucht die Countrymusic...

Das komplette Tracklisting:

1 Six Sixty Seven (3.20)
2 Only One Thing (3.27)
3 Inverted Valentine (4.41)
4 Ramblin' Ole Daddy (3.51)
5 Temptation (3.48)
6 Keep on Calling (3.29)
7 Suzie (4.17)
8 Baby You're a Dog (4.14)
9 Keep Your Distance (3.11)
10 Working all the Time (3.11)
11 Unrequited Love (3.46)

Art-Nr.: 6181
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Six sixty seven
Only one thing
Inverted Valentine
Ramblin' Ole Daddy
Temptation
Keep your distance
Unrequited love

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Jive Mother Mary - all fall down [2009]
"Attention - there's anouthern fast rising kick-ass Rock-/Southern Rock-Band on the radar - so turn it up loud..."! Die blutjunge, aus Alamance, North Carolina stammende Band Jive Mother Mary spielt auf, als sei sie schon ewig im Geschäft. Mit 150 bis 200 Gigs im Jahr sind sie "road-tested" durch und durch und gehören zu jener Kategorie Bands, denen man mit Fug und Recht bescheinigen darf: "With bands like you, Classic (Southern) Rock'n Roll will never die"! Niemals! Jive Mother Mary finden ihre Berufung klar und deutlich in den Wurzeln ihrer musikalischen Väter und Großväter, nämlich in der klassischen Rock- und Southern Rock-Musik der Seventies. Die grössten Einflüsse stammen unüberhörbar von solchen Helden wie Led Zeppelin, The Black Crowes, Aerosmith, The Rolling Stones, Blackfoot, Cry Of Love (deren alter Produzent John Custer hat im übrigen auch dieses Album produziert - und zwar erstklassig) und vor allen Dingen Lynyrd Skynyrd. Dementsprechend retro klingt ihre Musik, doch sie verpassen ihr eine wundervolle, Energie-geladene jugendliche Unbekümmertheit und Ausgelassenheit, so dass der Sound überaus zeitgemäss rüber kommt. Dies wirkt wie eine wundervolle Frischzellenkur klassischer amerikanischer Rockmusik! Ähnlich, wie beispielsweise auch bei den Kollegen von Medusa Stone, die ebenfalls aus North Carolina kommen. Jive Mother Mary, im übrigen "nur" ein Trio, bestehend aus den ausnahmslos hervorragenden Musikern Seth Aldridge an den Drums, Nathan Cow am Bass und dem phantastischen Sänger (klingt in etwa wie eine Mischung aus Robert Plant und Chris Robinson), Songwriter und fabelhaften Gitarristen Mason Keck (unterstützt werden sie vereinzelt noch von John Custer an den Keyboards) gehen zumeist mit voller Wucht zu Werke. Mason Keck liefert ein fulminantes "Riff-Gitarrenbrett" ab und dominiert das Geschehen darüber hinaus mit furiosen, mächtig kochenden Gitarrensoli. Wenn Jive Mother Mary Volldampf rocken, gibt's keine Gefangenen. Und doch steckt das Zeug voller prächtiger Melodien. Zwischendurch gibt's dann auch mal ein paar balladeskere Klänge, die manchmal mit einem leichten psychedeliischen Flair unterlegt sind. Und die Southern-Roots sind allgegenwärtig - vor allen Dingen bei Keck's herrlichem Gitarrenspiel. Nach einem tollen, von einem leichten, schwebenden Psychedelic-Feeling unterlaufenen, eingängigen Gitarren-Intro (ungemein melodische Hookline), unterstützt von einer stampfenden Bass-Drum (sehr southern), donnert der Band mit ihrer ganzen, geballten, "in your face"-Gitarrenwucht los. "Let me in" heisst der Eröffnungs-Kracher, dessen saustarker Groove etwas von dynamischen, harten The Black Crowes hat, ebenfalls wie von southern-orientierten The Answer. Dazu hoher, kehrliger, erstklasiger Gesang von Mason Keck, der ein wenig Led Zeppelin-Flair integriert, eine klasse Melodie und mächtig dampfende Southern-rockin' Lead Guitars. Schon nach gut 4 Minuten haben Jive Mother Mary sich selbst und die begeisterte Zuhörerschaft auf eine amtliche Betriebstemperatur gebracht. Und die geht mit der zweiten Nummer kein Grad runter: "Bedroom eyes" ist ein von knüppelharten Riffs und einer prächtigen Melodie gesteuerter wunderbarer Southern-fueled Rocker (Led Zeppelin meets Lynyrd Skynyrd), inklusive eines klasse, ordentlich Fahrt aufnehmenden Tempowechsels im Break, das Gitarrist Keck zu einem furiosen, glühenden Gitarrensolo nutzt. Nach dem nächsten Volldampf-Rocker "Out of love", schalten Jive Mother Mary mit der leicht psychedelisch angehauchten, wunderbar melodischen, tief im Southern Rock verwurzelten Ballade "Another new never" erst einmal einen Gang zurück. Kritallklare Acoustic Gitarre und Keck's sauberer Gesang paaren sich mit herrlichen Allmans- und Skynyrd-like E-Gitarren-Linien. Bleibt prächtig hängen. Eine tolle Nummer! Wie auch das folgende, hinreissend groovende, rhythmische (dezenter Latino Rock-Touch) Midtempo-Rocker "Save me", der gleichermassen in die Beine und ins Ohr geht. Wartet im Mittelteil mit einem flammenden E-Gitarren-Solo auf. Für "Fever" standen wieder eindeutig Led Zeppelin Pate, während der großartige Southern Rocker "Catalina" wieder seine psychedelischen Momente hat (erinnert an Zeppelin's "Kashmir"-Phase), parrallel dazu aber mit schön lockerer, total southern-mässiger Gitarrenarbeit überzeugt. Das bravouröse "Holy roller" ist eine traumhaft melodsiche, vollkommen akustisch präsentierte, lupenreine Southern-Ballade (swampiges, bluesiges, exzellentes Dobro-Spiel), ehe die Jungs mit voller Wucht und jeder Menge Dynamik den höllisch "geilen" Volldampf Southern-Riff Rocker "Move on home" raushauen und das Album schließlich mit der zwischen Led Zeppelin, Jimi Hendrix, The Black Crowes und Lynyrd Skynyrd angesiedelten, schweren, bluesigen Gitarren-Lärm-Orgie "All fall down" genauso packend ausklingen lassen, wie sie es rund 48 1/2 Minuten vorher begannen. "These kids know how to rock", "These boys may be young but they can play and sing their asses off", und "Fans of jam bands, southern rock, riff rock and good old classic hard rock will love this band", sind nur einige Zitate aus begeisternden U.S.-Reviews, die wir bedenkenlos unterschreiben. Eine tolle, neue Band mit einem baumstarken Debut! "Seventies-based, Southern-rooted Classic American Guitar-Rock'n Roll with an attitude"!

Das komplette Tracklisting:

1. Let Me In 4:16
2. Bedroom Eyes 3:47
3. Out of Love 3:51
4. Another New Never 4:59
5. Save Me 4:56
6. Fever 4:47
7. Catalina 5:09
8. Holy Roller 5:54
9. Move On Home 3:59
10. All Fall Down 6:54

Art-Nr.: 6701
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Let me in
Bedroom eyes
Another new never
Save me
Catalina
Move on home

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Ponderosa - moonlight revival [2011]
Das neue Jahr hat gerade mal begonnen und die einschlägigen Experten und Kritiker der Rootsrock-Szene haben schon ihre neuen Lieblinge für 2011 gefunden. "This will be one the first best band debuts of 2011" heisst es allerorten - und, hört man sich das baumstarke Debut dieses in Atlanta/Georgia beheimateten Quintetts an, kommt man tatsächlich so ins Schwärmen, das man gar nicht umhin kommt, den gezollten Lobeshymnen vorbehaltlos zuzustimmen. Kerniger, kraftvoller, straight-ahead Rootsrock/Americana-Rock in einem wunderbar dreckigen, rauen, Gitarren-orientierten "classic southern roadhouse rock"-Sound, infiziert mit einem gepflegten (Alternate)Country-Feeling, einem Hauch von Blues und jeder Menge Soul. Spuren von John Fogerty und Creedence Clearwater Revival, von Tom Petty, Ryan Adams, den Jayhawks (alles vorzustellen in einer etwas dreckigeren, staubigeren Variante), aber auch von Neil Young, The Black Crowes, den Faces und My Morning Jacket sind durchaus wahrnehmbar, doch die fünf jungen, erstklassigen Musiker sind absolut in der Lage aus den vielen Einflüssen, die sie offensichtlich inspirieren, ihr ganz eigenes, magisches Elixier zu brauen. Neben einer wunderbar tighten, herrliche, straighte Grooves produzierenden Rhythmus-Fraktion um den großartigen Trommler Darren Dodd und den einen sehr markanten, erdigen Bass zupfenden Jonathan Hall, spielen vor allen Dingen die beiden Gitarristen Kris Sampson (Lead) und Kalen Nash (gleichzeitig auch der Sänger) die dominierende Rolle, immer wieder adäquat unterstützt von dem unaufdringlichen, aber den Sound wunderbar bereichernden Klavier- und Orgelspiel des Keyboarders John Dance. Neben dem bravourösen Lead Gitarren-Spiel von Sampson muß man noch einmal besonders auf Frontmann und Sänger Kalen Nash eingehen, der einfach eine grandiose Performance abliefert. Stimmlich irgendwo zwischen Chris Robinson, Tom Petty und Ryan Adams angesiedelt singt er überaus intensiv, alles gebend, dann wieder absolut emotional und durchaus relaxt. Der Bursche strahlt jede Menge Charisma aus. Ein amerikanischer Kritiker bezeichnete seine Stimme kürzlich als "golden", wobei dieses "Gold" zu gleichen Teilen aus Honig und aus Whiskey besteht. Und ordentlich "road-tested" ist die Band auch. Allein im vergangenen Jahr tourte man kreuz und quer durch die Staaten und spielte mehr als 150 Gigs. Die Jungs verstehen sich blind. Ein weiteres Plus: Trotz des rauen, staubigen, oft von direkten, krachenden Riffs bestimmten Ambientes besticht das durch und durch prächtige Songmaterial mit einer herrlichen, bestens hängen bleibenden Melodik. Das alles hat mächtig Substanz. Los geht's mit dem richtig schön erdigen, straighten, klasse ins Ohr gehenden, von dreckigen, kernigen Riffs bestimmten, saustarken Rootsrocker "Old gin road", der nicht nur das Terrain des Südens unsicher macht, sondern auch das solcher Leute wie John Fogerty, The Black Crowes und Ton Petty grenzüberschreitend abgrast. Toller mehrstimmiger Gesang im Refrain, wunderbares Retro-Flair mit klasse Wurlitzer-Klängen, ein zünftiges Gitarrensolo - Roots-/Southern-/Americana Rock-Herz, was willst Du mehr? Es folgt das bärenstarke "I don't mind", das in etwa in die gleiche Kerbe schlägt. Satte, transparente E-Gitarren dominieren das Geschehen, durchzogen von einer kräftigen Southern-Würze und umgeben von einer erstklassigen Melodik. Es groovt prächtig und Lead-Gitarrist Kris Sampson setzt erneut zu einem feinen Solo an. Das rockt einfach wunderbar! Dann die etwas ruhigere Seite der Band: "Pistolier" ist eine großartige, entpannte, leicht folkige Americana-Nummer mit exquisiten E-Gitarren-Licks und trockener, staubiger Banjo-Untermalung. Vom Rhythmus her bleibt es im Anschluß daran etwas "langsamer", doch die Intensität nimmt gewaltig zu: Die schlichtweg packende, bluesige Roots-/Southern Rock-Ballade "Hold on you" steht auf dem Programm, die zeitweise eine gewaltige Energie freisetzt. Bärenstarker Gesang, saustarke Gitarrenriffs und ein wummernder, ungemein würziger Bass produzieren spannende Wechsel zwischen lauten und leisen Passagen, durch die der raue Rock'n Roll-Wind der Black Crowes bläst, genauso wie eine wundervolle, jammige Psychedelic-Brise von My Morning Jacket. Hat dazu jede Menge Soul. Eine Hammer-Nummer! Im Anschluß daran ist wieder ein wenig Entspannung angesagt. Die flockige, exzellente Americana-/Countryrock-Nummer "Little runaway" steht auf dem Programm, sicher ein Stück, das auch The Jayhawks zu deren besten Tagen prima zu Gesicht gestanden hätte. So geht das mit diesen herrlichen "campfire songs, southern rock anthems, and drunken two-step shuffles" ausgewogen weiter, bis das Album schließlich mit dem swampigen, dreckigen, von glühenden, rauen Gitarren bestimmten, intensiven Roots-/Blues-/Southern-Kracher "Devil on my shoulder" genauso stark aufhört, wie es begonnen hatte. Das ganze Teil ist schlichtweg ein Knüller! Die Roots-/Southern-/Alternate Countryrock-Welt nimmt diese Band mit offenen Armen auf. Hey Ponderosa, wir haben auf Euch gewartet. Jawohl, diese Truppe wird mit diesem Werk am Ende des Jahres im Ranking der besten, neuen Rootsrock-Bands ein gewichtiges Wörtchen mitreden.

Das komplette Tracklisting:

1 Old Gin Road - 3:37   
2 I Don't Mind - 3:59   
3 Pistolier - 3:41   
4 Hold On You - 4:54   
5 Little Runaway - 3:47   
6 Pretty People - 3:34   
7 Girl I've Ever Seen - 4:43   
8 Revolution - 3:54   
9 Broken Heart - 4:29   
10 Penniless - 3:32   
11 Devil On My Shoulder - 3:21

Art-Nr.: 7255
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Old gin road
I don't mind
Hold on you
Little runaway
Pretty people
Girl I've ever seen
Devil on my shoulder

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Potter, Grace and the Nocturnals - same [2010]
Gov't Mule's Warren Haynes ist ein bekennender Fan (mehrere gemeinsame Tourneen mit Mule stehen bereits zu Buche); sie sind im Roots- und Jamrock-Circuit genauso zu Hause (immer wieder stehen sie mit Bands wie den Avett Brothers, The Black Crowes oder den North Mississippi Allstars auf der Bühne, um nur einige zu nennen), wie auf dem Terrain des Souls, Bluesrocks, klassischen Rocks und des Modern Rocks; der amerikanische "Rolling Stone" kürte sie kürzlich zur "best new band of 2010" (obwohl die Truppe seit dem Debut aus dem Jahre 2006 nur Meisterliches vollbrachte und zu Recht sowohl bei Kritikern und Fans gleichermassen begeistert gefeiert wird) - all das zeigt eindrucksvoll, welches Standing diese Band mittlerweile in der Szene hat - und das Ende ist noch lange nicht in Sicht! Moderne Rock-Musik kann so einfach, so spannend, so atemnberaubend gut sein. Die aus Vermont stammenden Nocturnals und ihre charismatische Frontfrau Grace Potter liefern mit ihrem dritten, schlicht Grace Potter & the Nocturnals betitelten Album, einen mehr als eindrucksvollen Beleg dafür ab. Das ist pure, moderne Rock-Magie! "Grace Potter and the Nocturnals are like a modern-day version of early Tina Turner stroking the microphone in a spangled mini-dress while fronting the Rolling Stones circa Sticky Fingers", heisst es in einem Statement. Das ist durchaus zutreffend, beschreibt aber längst nicht die ganze Bandbreite dieser phantastischen Formation. Blues, Funk, Soul, Gospel, Americana, Rock - alles bringen sie in grenzenloser Leidenschaft und mit beeindruckender Kompetenz unter einen Hut und rühren ein geradezu umwerfendes, höllisch groovendes Roots-/Voodoo-/Mojo-Rock-Gebräu an, das seine Wurzeln tief in der Musik der Siebziger und Sechziger findet, gleichzeitig aber ungeheuer modern und zeitgemäss in Szene gesetzt wird. Alles ist sehr druckvoll, voller Seele, intensiv, emotional, Energie-geladen und bleibt prächtig hängen. Das Songmaterial besticht durch immense Substanz! Die Musiker sind exzellent. Die Nocturnals sind im Verlauf der letzten 3 Jahre vom Quartett zum Quintett angewachsen. Die Eingliederung des zweiten Gitarristen Benny Yurco macht den Sound noch kerniger, noch fetter. Dazu ist der ehemalige Bassist Bryan Dondero durch die ex-Bassistin von Ryan Adams' Cardinals, Catherine Popper, ersetzt worden. Noch ein paar Anmerkungen zu Grace Potter selbst: Was diese, gerade einmal 26-jährige, junge Dame, die ihre massgebliche Inspiration von solch unterschiedlichen Künstlern wie Aretha Franklin, Janis Joplin, Bonnie Raitt, Buddy Guy, Lucinda Williams, den Rolling Stones, Led Zeppelin, JJ Cale und The Band empfängt, leistet, ist einfach phänomenal. Was für eine Songwriterin, was für eine exzellente Organistin, Pianistin und Gitarristin, was für eine umwerfende Sängerin: Kraftvoll, "soulful", inbrünstig, "gritty", sehr sexy - aber nicht zu "röhrig". Sie ist eine begnadete Performerin! Steigen wir ein, in eine kleine Übersicht einiger ausgewählter Songs: Ein kurzes, intensives, wildes, raues, temperamentvoll von der Protagonistin herausgeschrieenes "Ooaah" eröffnet das Album mit dem leidenschaftlichen, lebendigen, tierisch starken Blues-/Funk-Rocker "Paris ("Ooh la la)", der von einem tighten, fetten Mörder-Groove bestimmt wird, wie auch von den dreckigen, massiven Riffs des Rhythmus-Gitarristen Benny Yurco. Potter bekundet, dass sie während des Songwriting-Prozesses immer wieder die legendären, englischen Kinks gehört hat und sich von einem solch simplen, aber markanten Führungsriff wie bei "You really got me" inspirieren liess. Das setzt Yurco, wie gesagt, bestens um und Lead Gitarrist Scott Tournet unterstützt das Ganze mit messerscharfen, brennenden Hooklines, mündend in einem glühenden Solo während des Breaks. Herrlich, wie die Band den etwas poppigen Refrain mit dieser rohen, fast schon Gov't Mule-kompatiblen, mächtigen Classic Bluesrock-Basis kombiniert. Hat jede Menge Biss und Druck! Ein packender Auftakt! Soulig, voller retro-psychedelischer Gitarrenklänge und sehr melodisch, geht es bei dem folgenden "Oasis" zu. Hat entfernt etwas von Jefferon Airplane. Die sich wie Spiralen durch den Song ziehenden Gitarrenlinien der beiden Gitarristen und Potter's großartiges Orgelspiel verbinden sich einfach wunderbar mit der lässig und "cool" groovenden Rhythmik. Dreckige, fette Dual Guitar Killer-Hooks und Potter's großartiger Power-Gesang sind die markanten Eckpfeiler des brodelnden, prima ins Ohr gehenden, kernigen Voodoo-Rockers "Medicine". Heiss, scharf - Grace Potter & the Nocturnals "under fire"! Das anschliessende, lockere, entspannte "Goodbye kiss" spielt mit einem lässigen Reggae-Rhythmus (schöne Harmonica-Klänge), während das folgende, grandiose "Tiny light" zwei völlig verschiedene musikalische Gesichter offenbart. Beginnt, getragen von Potter's feinem Klavierspiel und unaufdringlichen "sparkling guitars", zunächst ebenfalls recht entspannt mit einem wunderbar ins Ohr gehenden Refrain, ehe "Gracie" den Song plötzlich mit einem tierischen Schrei in ein instrumentales Break überleitet, das, vor allem ausgelöst durch Tournet's flammendes, raues Lead Gitarren-Spiel und Matt Burr's fulminantes Drumming, in einer lauten, monströsen, psychedelischen Jam-Orgie endet. Saustark! Wie auch das von raffinierten Gitarren-Loops und tollen Orgel-Fills bestimmte, sehr lebendige "Only love", das lockere, wunderbar melodische "One short night", der kochende, mächtig ins Tanzbein gehende, soulig-bluesige Retro Rock-Kracher "Hot summer night" (klasse Melodie, Potter singt sich die Seele aus dem Hals), die wunderschöne, von klaren, transparenten Gitarren durchzogene, ein dezentes Southern-Flair ausstrahlende, sehr gefühlvoll vorgetragene Ballade "Things I never needed", oder der mitreissende, voller Southern Soul und Blues-Feeling steckende. sehr melodische, feurige Rootsrocker "That phone", der mit seinen zündenden E-Gitarren und den tollen Orgel- und Piano-Fills fast wie eine imaginäre "Bonnie Raitt fronting The Black Ctowes"-Ausgabe klingt. Welchen Song man auch auswählt, jeder ist auf seine eigene Art etwas ganz Besonderes. Und das Album ist einfach "magic"! Grace Potter & the Nocturnals mit einem Bomben-Werk, dass das Zeug dazu hat, ein Klassiker des Jahres 2010 zu werden. So spielt man "psyched-up and rowdy" American Soul-, Blues-, Roots-, Groove-Rock der Neuzeit! Geil!

Das komplette Tracklisting:

1 Paris (Ooh La La) - 3:15   
2 Oasis - 4:41   
3 Medicine - 4:06   
4 Goodbye Kiss - 3:33   
5 Tiny Light - 4:43   
6 Colors - 5:15   
7 Only Love - 3:22   
8 Money - 2:54   
9 One Short Night - 3:50   
10 Low Road - 4:39   
11 That Phone - 3:18   
12 Hot Summer Night - 3:22   
13 Things I Never Needed - 4:11

Art-Nr.: 6959
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Paris (Ooh la la)
Medicine
Tiny light
One short night
That phone
Hot summer night

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Quaker City Night Hawks - qcnh [2019]
Leidenschaftlicher "Greasy Texas Rock'n Roll" - das ist es, was die großartig aufspielenden Quaker City Night Hawks zu Besten geben. Auch ihr neues Album, schlicht "QCNH" betitelt, zeigt die Truppe aus dem texanischen Fort Worth wieder in bestechender Verfassung. Die "Quakers", um die beiden hervorragend aufspielenden Gitarristen David Matsler und Sam Anderson (beide auch Gesang) präsentieren eine ungemein zwanglose, voller Spielfreude steckende, erdige, dreckige, im positivsten Sinne ungeschliffene, zündende Mischung aus Southern Rock, Bluesrock, Rootsrock, Americana und diesem typisch texanischen Red Dirt Rock, wie man ihn wohl nur im "Lonestar"-State zelebrieren kann. Ehrlich und authentisch durch und durch. Das Songmaterial ist erste Klasse. Einflüsse von ZZ Top, Lynyrd Skynyrd oder The Black Crowes sind spürbar, auch Spuren von Blackberry Smoke, mit denen sie im Übrigen schon zusammen auf Tour waren, sind zu erahnen, doch die "Quakers" haben ihren ganz eigenen, so herrlich unverbrauchten, variablen Stil, der sie auf der anderen Seite auch wieder einzigartig macht, längst gefunden. Es macht einfach nur Laune, dieser großartigen Truppe zuzuhören. Produziert hat im übtigen ex White Denim-Gitarrist Austin Jenkins, in einem. klasse, vollkommen natürlichen Siebziger Jahre Retro-Sound. Es passt halt alles erstklassig zusammen. Gefällige, dabei aber wunderbar erdige E-Gitarren-Riffs, ziehen sich durch den prächtigen Opener "Better in the morning", einem gleich super gut hängen bleibenden, southern-flavoured Rootsrocker, der trotz seiner prima Melodik und der angenehmen Lockerheit auch eine ordentliche, bluesig rockende Power und viel Texas-Spirit versprüht. Die Basis für die nachfolgenden Highlights (im Grunde besteht das komplette Album aus Highlights) ist gelegt, wie etwa das kernige, "heiße", von funky E-Gitarren und einem "geilen" Southern-/Funk-Groove bestimmte "Suit in the back". Viel Americana- und ein flockiges Alternate Countryrock-/Roots-Feeling verbreitet das herrlich lockere, von einer hinreißenden Melodie durchzogene, dennoch natürlich raue, staubige "Colorado", ein musikalischer Roadtrip par excellence. Grandios hier die beiden satten, ein klasse Southern-Flair produzierenden E-Gitarren-Soli, und die sich im Hintergrund haltende, lässig flüssige Klavier-Begleitung. Tolle Nummer! Kernigen, stampfenden Southern-/Texas-Bluesrock bietet das mächtig dampfende "Fox in the henhouse", das sich wie ein Mix aus ZZ Top, The Black Crowes und Lynyrd Skynyrd aus den Lautsprechern drückt. Wunderbar dreckige, fette Riffs, klimperndes Honky Tonk-Piano und glühende E-Gitarren-Ritte erzeugen eine Menge Power. Richtig ab geht's auch bei dem kochenden, ja schon fast "heavy" aus den Boxen galoppierenden Boogie "Hunter's moon". Hat durchaus wieder etwas von ZZ Top, klingt ordentlich southernrockig, wirkt aber irgendwie auch wie ein mächtiger "Black Sabbath goes Southern"-Rocker. Rattenscharf! Ganz gegensätzlich dazu kommt das ruhige, nahezu akustisch gehaltene, sehr schöne, rootsige, Americana-mässige "Elijah Ramsey", während die Band mit dem abgefahrenen, aber sehr starken "Grackle king" ihre psychedelische Seite zeigt. Klasse hier dieses "schwebende" Feeling in Kombination mit den trocken, dreckigen E-Gitarren. Laut und straight rockend, an der Schnittstelle zwischen Roots- und Southern Rock, beschließen die Jungs schließlich mit dem Knaller "Freedom" dieses prächtige Album. Eine tolle, von vorn bis hinten in sich stmmig wirkende, beeindruckende Scheibe der Quaker City Night Hawks, die damit in der Rootsrock- und Southern Rock-Szene ihren festen Platz gefunden haben dürften. Dieser Band ist mit dem hier gezeigten Potential noch eine Menge zuzutrauen. Ein wirklich großer Wurf der QCNH!

Das komplette Tracklisting:

1. Better In the Morning - 3:14
2. Suit in the Back - 2:53
3. Colorado - 4:00
4. Pay to Play - 4:23
5. Fox In the Henhouse - 4:20
6. Hunter's Moon - 2:55
7. Elijah Ramsey - 5:03
8. Grackle King - 5:21
9. Tired of You Leaving - 2:59
10. Freedom - 3:03

Art-Nr.: 9778
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Better in the morning
Suit in the back
Colorado
Fox in the henhouse
Hunter's moon
Grackle king
Freedom

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Uncle Lucius - and you are me [2012]
Uncle Lucius - mal wieder eine wunderbare Band aus Texas, genauer gesagt ein gewaltig funkelnder, musikalischer Rohdiamant aus Austin mit einem geradezu umwerfenden Album. "And you are me" ist das zweite Studiowerk des Quintetts um den fabelhaften, überaus ausstrahlungsstarken Frontmann Kevin Galloway (lead vocals, rhythm guitar), mit dem die Band ohne jeden Zweifel auch weit über die Grenzen ihres Heimatstattes hinaus für ordentlich Furore sorgen dürfte. Uncle Lucius sind im Grunde genommen eine ungemein würzige, rau und erdig zur Sache gehende, voller Herz und Seele agierende, leidenschaftliche Rootsrock-Truppe. Doch dieser Rootsrock, den sie spielen, ist ungemein abwechslungsreich und wird von einer sehr hohen, eigenen Identität bestimmt. Einerseits schön retro, andererseits durchaus modern, verschmelzen sie klassischen, traditionellen American Rock'n Roll mit einem schönen Southern Rock-Feeling, ein wenig Soul, Blues, R & B, einem Hauch von 60's Psychedelic, Wüstenrock- und Countryrock-Anlagen, sowie einer hingebungsvollen Spielfreude mit schönen Instrumentalpassagen, die ihnen auch in der Welt des Jamrocks großen Respekt einbringen wird. Zuweilen kommt es einem vor, als sei die Truppe aus einer gemeinsamen, imaginären Session der Doors, der Rolling Stones, der frühen The Black Crowes, der Drive-By Truckers, The Band Of Heathens und den modernen Black Keys hervorgegangen. Hört sich verrückt an, funktioniert aber grandios und klingt einzigartig. Alle in der Band sind großartige Musiker. Neben Galloway sind das noch Michael Carpenter (lead guitar, vocals), Jon Grossman (keyboards, vocals), Hal Vorpahl (bass, vocals) und Josh Greco (drums). Neben Galloway sind bei dem ein oder anderen Song auch mal seine Mitstreiter Carpenter, Grossman und Vorpahl als Lead-Sänger zu hören, was zeigt, dass die Truppe nicht nur über hervorragende Instrumentalisten, sondern auch über exzellente Sänger verfügt. Zudem hat man jede Menge Live-Erfahrung, (man tourte die vergangenen 3 Jahre nahezu ohne Pause kreuz und quer durch die Staaten), was nachhaltig in dem vorzüglichen Zusammenspiel zur Geltung kommt. Die durchweg sehr starken Songs bauen auf Grund ihrer Vielfalt jederzeit einen hohen Spannungsbogen auf. Los geht's mit dem großartigen "Set ourselves free", einem jammigen, prächtig groovendem Rootsrocker mit einem klasse Blues- und Retro-Psychedelic-Flair. Baut einen tollen Boogie-Rhythmus aus Bass und markanten Drums auf, dazu kommen dreckige E-Gitarren-Riffs und ein paar dezente, aber für die Kraft des Songs überaus bedeutende Bläser-Fills (einige Gastmusiker, die bei 2 bis 3 Stücken für zusätzliche "Hitze" sorgen). Großartig Kevin Galloway's ausdrucksstarker Gesang und die prächtigen Gitarrenläufe und -soli von Michael Carpenter. Jefferson Airplane und die Door treffen auf The Black Crowes - so irgendwie kann man sich das vorstellen. Dann das saustarke "Pocket full of misery", ein erdiger, kochender Rootsrocker mit einem leichten Stones-Groove, aber auch viel Southern-/Swamp-Schwüle. Erneut hören wir prächtig eingesetzte E-Gitarren und ein paar exzellent und sehr Song-dienlich eingesätzte Bläser-Ergänzungen. Auch die Melodie bleibt prima hängen. Bei dem wunderbaren "Willing wasted time" trifft ein unterschwelliges, Beatles-kompatibles Retro British-Flair auf staubtrockenen Wüstenrock. Wir erleben ein tierisches Zusammenspiel aus dominierenden E-Gitarren, inkl. großartigem Solo am Ende, mit sehr schön harmonierendem Piano-Geklimper. Einzigartig auch die herrliche, sehr melodische, von einem hinreissenden Wüsten-/Ghost Town/-Psychedelic-Feeling begleitete, lockere Americana-/Countryrock-Nummer "Keep the wolves away". Basierend auf schönen Acoustic-Gitarren und einem Akkordeon-ähnlichen Keyboard schlängeln sich traumhafte Baritone- und Lead-Gitarren-Hooklines durch den Song, der einen regelrecht gefangen nimmt. Im Gegensatz dazu steht dann beispielsweise wieder der gewaltig groovende, jammige, mit einem Southern-mässigen Boogie-/Roadhouse-/Swamp-Feeling ausgestattete Rocker "Somewehere else", der zum einen mit gewissen Honky Tonk-Bezügen glänzt, zum anderen in einigen Passagen eine deutliche Nähe zu Little Feat und The Allman Brothers Band offenbart. Schwer rockende, fette Riffs und ausgedehnte, psychedelische Jammings mit tollen Gitarren-, Klavier-. Orgel-, und "verlorenen", hintergründigen Bläser-Momenten bestimmen das packende "There is no end", ehe das Album mit der wundervollen Ballade "I am you" (ausgedehntes, herrliches Gitarrensolo, viel Southern-/Psychedelic-/Jam-Flair) noch einmal ein ganz großes, finales Highlight zu bieten hat. Produziert hat das Werk im übrigen der im Genre hoch gehandelte R.S.Field (u.a. Webb Wilder, Billy Joe Shaver, Sonny Landreth, Buddy Guy, John Mayall, Justin Townes Earle, Allison Moorer, um nur einige zu nennen)! Uncle Lucius sind eine hoch talentierte, fantastische Band, denen mit "And you are me" ein meisterlicher Wurf gelungen ist. Von dieser Truppe wird in Zukunft noch einiges zu berichten und viel mehr zu hören sein. Großartig! "Austin's hottest new band", heisst es in einem amerikanischen Review. Dem ist nichts hinzuzufügen...

Das komplette Tracklisting:

1. Set Ourselves Free - 4:17
2. Pocket Full of Misery - 3:27
3. Rosalia - 3:28
4. Willing Wasted Time - 4:17
5. Keep the Wolves Away - 4:35
6. Somewhere Else - 4:24
7. All We’Ve Got is Now - 5:15
8. New Drug - 3:50
9. Just Keep Walking - 4:44
10. There is No End - 6:41
11. I Am You - 6:25

Art-Nr.: 7905
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Set ourselves free
Pocket full of misery
Willing wasted time
Keep the wolves away
Somewhere else
There is no end
I am you

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Vaden, Sadler - anybody out there? [2020]
Was für ein fantastischer Gitarrist und Musiker! Was für eine Entwicklung! Was für ein fanoses Album! Der aus Charlotte/North Carolina stammende Sadler Vaden, etatmässig zweiter Lead-Gitarrist und Grammy-dekoriertes Mitglied bei Jason Isbell and the 400 Unit, früher auch einige Zeit bei Drivin' N' Cryin', ist so etwas wie ein "self-professed rock and roll nerd" - ein durch und durch Rock'n Roll-Besessener, der Musik macht, seitdem er 19 Jahre alt ist, und der sich dafür entschieden hat, all das, was er so liebt, komplett in den Mittelpunkt seines Lebens zu stellen. Er braucht die Musik, wie die Luft zum Atmen. Mit dem bärenstarken "Anybody out there?" veröffentlicht Vaden nun sein bereits zweites Soloalbum, ein Werk, bei dem diese endlose Hingabe und Liebe zur Rockmusik durchgängig spürbar ist. Vaden hat überhaupt keine Ambitionen, seine Zusammenarbeit mit Jason Isbell and the 400 Unit zu beenden, doch eines ist auch klar: Mit diesem Album, diesem exzellenten Songwriting, seiner großen Klasse als Sänger in Verbindung mit seinem herausragenden Gitarrenspiel, seiner außergewöhnlichen, musikalischen Kllasse im Allgemeinen und seiner Kreativität, tritt Sadler Vaden locker aus dem Schatten des großen Jason Isbell, steht mit Bravour im Rampenlicht. Unterstützt von seinen 400 Unit-Kumpels Derry DeBorja (piano, moog) und Jimbo Hart (bass), sowie dem hervorragenden ex-Wallflowers- und heutigem Nashville Session-Drummer Fred Eltringham (u. a. Dierks Bentley, Vince Gill, Rodney Crowell, Sheryl Crow...) und John Eldridge (hammond organ), gelingt ihm eine ungemein frische, vitale, jede Menge positive Energie und Schwung verbreitende, die pure Spielfreude suggerirende Reise durch die Gefilde des satt Gitarren-betonten American Rootrocks, Retro Rocks und Americana, wobei er seinen vielen Einflüssen freien Lauf lässt (z. B. The Byrds, The Band, The Jayhawks, Led Zeppelin und vor allem Tom Petty), diese aber mit seinem immensen Songwriting-Talent in jeder Menge begnadete, eigene Songs münden lässt. All diese Songs, mit ihren so wunderbar vielschichtigen, klaren, "chiming, twangy guitars", mal richtig massiv, mal wohltuend dosiert, und mit ihren so herrlichen Melodien, werden von unseren Ohren geradezu magisch angezogen. Es ist ein Fest, ein Genuß - ohne jeden Ausfall. Der Reigen beginnt mit dem schön schmissigen, erfrischenden Power Roots-/Classic-Rocker "Next to you", der mit seinen mächtigen Gitarren und seinem wunderbaren Retro-Ambiente wie eine geniale Synthese aus Led Zeppelin, Roger McGuinn's The Byrds und Tom Petty & the Heartbreakers daherkommt. Hört sich zuweilen an, als seien hier mindesten 3 Gitarristen am Werk. Toller Job von Sadler Vaden, der auch gesanglich sofort vollstens überzeugt. Ein Mörder-Auftakt! Beim zweiten, geradezu traumhaft melodischen Track wird es dann deutlich ruhiger und vom Tempo zurückhaltender, relaxter. "Don't worry" ist eine hinreißende, atmosphärische, voller Soul dargebotene Americana-Nummer, durch die ein Hauch von The Band und Crosby, Stills, Nash & Young wabert, die aber durchaus auch Vaden's 400 Unit-Boss Jason Isbell bestens zu Gesicht stünde. Sehr schön hier die Orgeluntermalung und das sehr feinfühlige, akzentuierte, wunderschöne Lead Gitarrenspiel des Meisters. Nach dem knackigen, fetten, mit powernden Gitarren vollgepackten, ein wenig an Joe Walsh erinnernden Retro-Rocker "Golden child" (scharfes Gitarrensolo, wunderbare, dezente, bestens passende Moog-Fills), folgt mit dem kernigen, energetischen Roots-/Classic-Rocker "Anybody out there?", dem Titelstück also, eine Nummer, die Vaden zusammen mit dem ex Cry of Love- und The Black Crowes-Gitarristen Audley Freed geschrieben hat. Beginnt mit einem starken, psychedelischen Schlagzeug-Intro, ehe mächtig fette Gitarren einsetzen, abermals bestens passend von hintergründigen Moog-Linien begleitet. Das psychedelische Ambiente zieht sich durch den kompletten Song. Großartig Vaden's Gitarrensolo im Break. Das wunderbare, lockere "Modern times" wirkt wie eine äußerst gelungene Kreuzung aus Tom Petty und Ryan Adams (klare, volle, sehr schöne Acoustic Gitarren-Riffs), "Peace + harmony" kommt sehr erdig und rootsig, voller "sweet and greasy slide guitar"-Momente, und dann nhören wir die geradezu geniale, edle, von faszinierenden Gitarrenlinien durchzogene, gnadenlos schöne Roots-/Americana-Ballade "Be here, right now": Wirkt kraftvoll, gleichzeitig aber auch episch entspannt. Vaden's ausgedehntes, rund 2-minütiges gefühlvolles, klares, virtuoses Gitarrensolo am Ende des Songs lässt einen staunend und freudig zugleich zurück. Begnadet! Und im genauso rasanten, satten und voller Power zelebrierten Byrds-/Tom Petty-Modus wie zu Beginn des Albums, lässt Vaden sein Werk mit dem furiosen Gitarrenrocker "Tried and true" auch ausklingen. "Big, big guitars" überall! Sadler Vaden genießt nicht erst seit seinem Job bei Jason Isbell's 400 Unit in der Rootsrock- und Americana-Szene als famoser Gitarrist einen ausgezeichneten Ruf. Doch was er im Laufe der Jahre für eine steile Entwicklung genommen hat, wie seine gesamtumfänglichen Fähigkeiten als Musiker gewachsen sind ("grow from amazing to mind-blowing over the years", sagt dazu ein amerikanischer Kritiker), ist gar nicht hoch genug zu bewerten. Mit "Anybody out there?" (ach ja, produziert hat er das Werk auch noch selbst - und zwar in einem klasse Sound) gelingt Vaden ein absolutes Meisterstück, das ihm einen festen Platz als musikalische Institution in der amerikanischen (Roots-/Americana-)Rockszene einbringen wird. Was für eine Leistung! Beeindruckent! Brillant! "The sky's the limit"...

Das komplette Tracklisting:

1. Next to You - 3:33
2. Don't Worry - 5:37
3. Golden Child - 2:38
4. Anybody out There? - 4:42
5. Curtain Call - 3:32
6. Modern Times - 4:14
7. Peace + Harmony - 3:03
8. Good Man - 3:26
9. Be Here, Right Now - 5:23
10. Tried and True - 3:39

Art-Nr.: 10015
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Next to you
Don't worry
Golden child
Anybody out there?
Modern times
Peace + harmony
Be here, right now
Tried and true

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Wheeler Trio, Charlie - rewind [2015]
"Hailing from a small town called Ridgway" im US-Bundesstaat Pennsylvania, gelingt dem famosen Charlie Wheeler Trio mit "Rewind" ein geradezu herausragendes "Hi Energy"-Bluesrock-Album. Ihre aussergewöhnliche, von großer Muikalität geprägte Art des "hard driving" Groove-Rocks ist eine fulminante Mischung aus Blues-, Funk- und Southern Rock-Elementen, zuweilen gepaart mit ein paar Spuren des energetischen Post Grunge Hard Rocks. Das wirkt ein wenig wie ein brodelndes Gemisch aus Anleihen der The Black Crowes, The Allman Brothers Band mit einem Hauch von Pearl Jam - und doch, Charlie Wheeler und seine Mannen kreieren ihr eigenes, ganz heißes Ding. Wheeler ist ein grandioser Musiker. Man kann gar nicht entscheiden, was man mehr herausstellen soll - sein, und das ist für dieses Genre wahrlich nicht alltäglich, bärenstarker, kraftvoller, intensiver Gesang, oder sein brillantes, ungemin virtuoses, emotionales, glühendes, trotz aller längeren Ausflüge auf den Punkt gebrachtes, wunderbar hängen bleibendes Gitarrenspiel. Er ist ein absoluter Meister seines Fachs, und zudem ein exzellenter Komponist. Umgeben wird er von einer nicht minder starken Rhythmusfraktion, bestehend aus dem technisch ungemein versierten, mit viel Finesse aufspielenden Drummer Rad Akers und dem für einen tollen Basic-Groove sorgenden Bassisten Dave Fink. Was die Drei auf die Beine stellen ist eine geradezu mitreissendes Elixier aus Blues und Rock, verfeinert mit den oben bereits erwähnten Spuren aus Funk-und Southern-Elementen. Trotz aller jammigen Neigungen, die die Band vor allen Dingen live auslebt, legt man bei diesem Album immensen Wert auf saubere, gut hänge bnleibende Songstrukturen, was hervorragend gelingt. Es gibt nicht eine schwache Nummer. Zudem kommt das Material in einem ungemein knackigen, kraftvollen, satten, fein akzuentierten, glasklaren Power-Sound. Es passt einfach alles zusammen. Das Album startet gleich mit einer mächtig Druck fabrizierenden "Killer"-Nummer. "Love letter" heisst der Track, ein gewaltig groovender Funk-Bluesrocker mit treibenden Basslinien und kochend heißen Gitarren-Riffs. Die Band spielt sich sofort in einen "Rausch", der Funke springt unmittelbar über. Gedanken wie "Wow, was für eine rattenscharfe Truppe" schwirren einem durch den Kopf. Das rockt! Enthält ein tierisches, mit klasse "Wah Wah"-Klängen angereichertes, brennendes Gitarrensolo im Break. Ein erster Vorgeschmack für die genialen Gitarrenläufe, die im weiteren Verlauf des Albums noch auf uns zukommen. "Big City Blues" ist ein wieder etwas funky groovender, packender, sehr auf eine gute Melodik ausgerichteter, dabei sehr spielfreudig und ordentlich knackig umgesetzter, kraftvoller Bluesrocker, der mit starken Riffs und einem glühenden, elektrisierenden, dabei ganz wunderbar melodischen Gitarrensolo des Meisters punktet. Großartig! Dann der Titeltrack "Rewind": Was für eine hinreissend schöne, dennoch immens knackig in Szene gesetzte, voller Southern-Flair steckende, exzellente Bluesrock-Ballade. Besticht zum einen mit einen saustarken, genauso kraftvollen, wie emotionalen "soulful" Gesangsvortrag Wheeler's, und zum anderen mit einem fantastischen, sich unwiderstehlich in unsere Gehörgänge schlängelnden, feurigen Gitarrensolo. Eine Wonne! Das folgende "Back to Frisco Bay" ist eine lupenreiner, schnörkelloser, erneut schön Southen-mässig eingefärbter, von traumhaften Lead Gitarren-Linien durchzogener, einen klasse Drive entwickelnder Boogie-/Blues-Rock'n Roller, während das furios nach vorn gehende, kochende "River's gonna rise" mit seinem tierischen Drumming und den fulminanten Wah Wah-Gitarrenklängen, inklusive eines Hammer-Solos, wieder etwas mehr Richtung Funk-Blues tendiert. Der würzige Bluesrocker "Love comes tumblin' down" kommt mit einem klasse Shuffle-Rhythmus und wird von Wheeler erneut gesanglich 1a vorgetragen. Unterbrochen wird die Nummer von einem dreckigen, direkten, überaus virtuosen, prächtig hängen bleibenden, spitzenmässigen Gitarrensolo. Kommen wir zu dem brillanten "The ghost of who you were", einem mörderisch knackig und klar in Szene gesetzten, irgendwie schwer und "heavy", gleichzeitig aber auch spielerisch locker wirkenden Midtempo (Blues)Rocker, mit einem ganz dezenten Southern-Feeling und großartigen Twin Guitar-Riffs. Das ausgedehnte, "zerrige", unter Starkstrom stehende Gitarrensolo im Break ist einfach umwerfend. Wen das nicht packt, dem ist wirklich nicht zu helfen. Es ist alles gesagt. Das Charlie Wheeler Trio verzückt uns mit einem Hammer-Album! Auch die Gov't Mule-Frakton wird wohl ihre helle Freude an dieser Truppe haben. Also, rein mit dem Ding in den Player, und lasst Euch treiben von dieser packenden "Mugge"...

Das komplette Tracklisting:

1. Love Letter - 4.07
2. Semi Good Lookin' - 3.35
3. Big City Blues - 4.38
4. Rewind - 5.27
5. Back to Frisco Bay - 3.12
6. Makin' Love in the Afternoon - 5.55
7. River's Gonna Rise - 5.15
8. I Like to Wander - 4.26
9. Love Comes Tumblin' Down - 3.58
10. Lady Luck - 3.50
11. The Ghost of Who You Were - 6.10
12. So Glad to Be Here - 4.19

Art-Nr.: 8953
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Love letter
Big City Blues
Rewind
Back to Frisco Bay
River's gonna rise
Love comes tumblin' down
The ghost of who you were

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