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A Thousand Horses - southernality [2015]
Gegründet 2010 in Nashville/Tennessee sorgen A Thousand Horses in den amerikanischen Countrycharts gerade für mächtig Furore, denn die erste Single aus ihrem großartigen Debutalbum "Southernality" (vorher hatten sie schon eine EP veröffentlicht), mit dem Titel "Smoke", landete soeben schnurstracks auf der Nummer 1. Was für ein Erfolg! Verdientermaßen, wie wir meinen! Dabei sind A Thousand Horses alles andere als eine reine Countryband. Vielmehr liegen die Roots des Quartetts um die beiden Gitarristen Zach Brown (nicht zu verwechseln mit dem Namensgeber der Zac Brown Band) und Bill Satcher, sowie dem richtig ausstrahlungsstarken Frontmann Michael Hobby (hat eine wunderbar angeraute, erdige Stimme, spielt zudem akustische Gitarre und Harmonica) und Bassmann Graham DeLoach eher in den rockigeren Gefilden, genauer gesagt in denen der Südstaaten. Was somit entsteht "is a high-energy hybrid" aus den Einflüssen solcher klassichen Bands wie The Black Crowes, Lynyrd Skynyrd, The Marshall Tucker Band, The Allman Brothers Band, den "Exile on Main Street"-era Rolling Stones, aber auch von Tom Petty und solchen Countrykollegen wie Dwight Yoakam, angerührt zu einer wunderbar die Balance zwischen erdigem "grit" und radiotauglichen Nashville-Kriterien wahrenden, ungemein erfrischenden Fusion aus kernigem Southern Rock, sattem Countryrock, und New Country, gewürzt mit einem Hauch von Blues und Soul. Somit ist der Albumtitel "Southernality" quasi Programm, denn der Southern Rock-Esprit ist stets spürbar. Mit dieser Musik haben sie sich, vor allen Dimge auch durch ihre kernigen Live-Shows, bereits eine riesige Fanschar erspielt. Das Songmaterial, klug zwischen fetten, kraftvollen, Gitarren-orientierten Rockern und ein paar prächtigen Balladen hin und her balancierend, ist durchweg exzellent. Bis auf wenige, involvierte Co-Writer stammt das gesamte Material aus der Feder der verschiedenen Bandmitglieder. Instrumentell werden sie unterstützt von Drummer Chris Powell (alle Tracks), sowie ein paar vereinzelten Gästen wie Robby Turner (pedal steel), Michael Webb (keyboards) und einer "Horde" weiblicher Background-Sängerinnen, die ordentlich Southern Soul mit einbringen. An den Reglern saß Nashville's zur Zeit heiss begehrter Produzenten-Guru Dave Cobb (u.a. Chris Stapleton, Jason Isbell, Jamey Johnson, Shooter Jennings). Los geht's mit dem mächtig knackigen, kernigen, voller Energie steckenden, zündenden Southern Rocker "First time", bei dem der Einfluss der frühen The Black Crowes deutlich spürbar ist, genau wie ein gewisser "Stonesy swagger". Kochende, straighte Riffs, typische, weibliche Backup-Sängerinnen (ähnlich wie Lynyrd Skynyrd's "Honkettes"), klasse Orgel-Fills und ein glühendes Gitarren-Solo prägen das Bild, genauso wie eine hervorragende Melodie und Michael Hobby's starker, southernrockiger, angerauter Gesang. Ja, die Melodien sind auch so ein Thema, denn die sind durchweg klasse. Wie auch bei dem wunderbaren "Heaven is close", einer tollen New Country-Nummer mit hintergündigem Banjo-Picking, schönen Fiddle-Fills und satten, Lynyrd Skynyrd-mässigen Gitarren-Riffs. Auch diese Nummer schlägt wieder eine großartige Brücke zwischen Southern Rock-Roots und rockenden New Country-Anlagen. Blackberry Smoke meet Montgomery Gentry und einen geradeaus spielenden Eric Church (zu dessen ersten beiden Alben). Dann der bereits erwähnte No. 1-Hit "Smoke": Was ist das für eine traumhaft melodische, knackige, von viel Southern-Flair durchzogene, saftig rockende New Country-Ballade. Hat ein tolles Gitarren-Gewand, inklusive schöner Steel-Fills. Durchaus etwas mainstreamig und auf die Nashville-Belange zugeschnitten wirken hier die recht opulenten Streicher in der zweiten Hälfte des Songs, doch die Nummer an sich ist so stark, das auch das überhaupt kein Problem darstellt. Klasse auch hier wieder der sehr eingängige, aber unterschwellig raue Gesang. Anschließemd geht es mit dem satten, jede Menge Staub aufwirbelnden , dampfenden Countryrocker "Traveling man" wieder richtig ab. Viel Southern Rock-Power und fette E-Gitarren, sowie ein paar bluesige Harp-Fills bestimmen das Geschehen. So geht das munter weiter: Hier und da prächtige, rockige New Country-Nummern, wie etwa das seelige "Tennessee whiskey" oder das moderne, junge "(This ain't no) Drunk dial", hinreissende, southern-fueled Balladen, wie beispielsweise das mit satten Gitarren, Steel, Klavier, Orgel und einer Menge Soul und Gospel-Feeling inszenierte, fantastische "Sunday morning" (diese Nummer wurde übrigens komponiert von sämtlichen Band-Mitgliedern in Kooperation mit dem ex-Black Crowes-Gitarristen Rich Robinson) oder das wunderschöne, sehr New Country-lastige "Back to me", sowie krachende, straighte Riff-Southern Rocker, wie zum Beispiel das powernde "Trailer trashed", geben sich genüßlich die Klinke in die Hand. Ohne jeden Zweifel, A Thosand Horses sind ein "Haufen" hoch talentierter, junger Musiker, die die rockig orientierte und southern-affine, gleichzeitig aber auf eine gewisse Eingängigkeit und Harmonie achtende Klientel in Nashville zielsicher, mit Klasse und mit großartigem Songmaterial bedienen. "Southernality" jedenfalls ist ein super Album geworden. Gratulation, Jungs!

Das komplette Tracklisting:

1. First Time - 4.39
2. Heaven Is Close - 3.57
3. Smoke - 3.40
4. Travelin Man - 4.01
5. Tennessee Whiskey - 3.24
6. Sunday Morning - 3.34
7. Southernality - 2.26
8. (This Ain t No) Drunk Dial - 3.31
9. Landslide - 3.22
10. Back To Me - 3.26
11. Trailer Trashed - 2.45
12. Hell On My Heart - 3.42
13. Where I m Goin - 3.30

Art-Nr.: 8884
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
First time
Heaven is close
Smoke
Travelin' man
Sunday morning
Back to me
Trailer trashed

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Abair and the Boneshakers, Mindi - the eastwest sessions [2017]
"She's hot"! Die in den USA höchst respektierte, mehrfach Grammy-nominierte, herausragende Saxophonistin Mindi Abair aus Saint Petersburg/Florida war bislang eher auf dem Jazz-Terrain zu Hause, doch mit ihrer neuen, exzellenten Begleitband, den Boneshakers liefert sie mit dem in den historischen Eastwest-Studios von Hollywood aufgenommenen, neuen Album "The Eastwest Sessions" nun ein musikalisch fantastisches, ungemein kraftvolles, kerniges, astreines "Powerhouse"-Bluesrock-Album mit Spuren von Soul, R&B, Rock bis hin zum Americana ab, das sie auch in diesem Genre nachhaltig etablieren wird. Neben ihrem genauso satten, wie virtuosen Saxophon-Spiel ist Mindi darüber hinaus eine großartige Sängerin und Songwriterin. Produziert hat das Album niemand geringerer als Kevin Shirley (u. a. The Black Crowes, Aerosmith und Stammproduzent von Joe Bonamassa und Black Country Communion). Großmeister und Gitarrenguru Joe Bonamassa ist dann bei einem Stück auch gleich als Gast mit dabei, und zwar bei dem umwerfenden, kernigen, rund 7-minütigen Blues-Knaller "Pretty good for a girl", bei dem sich Mindy auf ihrem "Sax" quasi die Lunge aus dem Hals bläst und Mr. Bonamassa mit einem genialen Gitarrensolo besticht. Toll, wie sich die beiden während des rund 4 1/2-minütigen Instrumentalfinishs ergänzen. Dazu gibt's prächtigen Gesang von Mindi. Irre starke Nummer! Aber das ist nur ein Beispiel für eine komplett saustarke Vorstellung der Protagonistin und ihrer super Band. Mal mit Gefühl, mal sehr rockig agieren die Musiker und Mindi spielt zum Teil, als ginge es um ihr Leben. Das komplette Songmaterial ist hervorragend strukturiert, durchzogen von einer prima Melodik. Das Zeug bleibt einfach prächtig hängen, versprüht ordentich Feuer und Speilfreude. Los geht's mit dem mächtig groovenden, ganz dezent funky angehauchten Power-Bluesrocker "Vinyl", in der Basis geprägt von großartigem Drumming und treibenden Basslines. Dazu kommen herrlich klimperndes Piano, starke Rhythmus E-Gitarre, Mindi's klasse Gesang und natürlich ein brennendes Sax-Solo im Break. Ganz heiße Nummer! Das kann man auch über das anschließende, mächtig kochende Instrumental "Not that kind of girl" behaupten. Auch hier brennt die Luft, nicht nur durch Miss Abair's furioses Sax-Spiel. Ein weiterer, schön straighter, bluesig groovender und mit einer feinen Melodie ausgestatteter Rocker folgt mit dem tollen "Play to win", bei dem erstmals auch der immer wieder stark aufspielende Lead Gitarrist der Boneshakers, Randy Jacobs, etwas dominanter in Erscheinung tritt und sich mit seiner "Chefin" einen klasse Solo-Schlagabtausch liefert. So geht das Stück für Stück auf höchstem Niveau weiter. Ob die wunderbar soulige, traumhaft schöne Ballade "Let me hear it from you" (den großartigen Lead-Gesang übernimmt hier Sweet Pea Atkinson), das packende, genauso straighte, wie jammige Instrumental "Freedom" (starkes Gitarren- und Saxophon-Solo). das fein groovrnde, gediegene "Done me wrong", bis hin zu der wunderbaren, flockigen, semi-akustischen, sehr melodischen Roots-/Americana-Nummer "I love to play my saxophone" (herrliche Mandolinen-Riffs, wunderbares Sax-Solo) - Mindi und ihre Jungs haben keinen Durchhänger. Diese, im übrigen überaus attraktive Blondine und ihre tolle Band verkörpern eine dermaßen erfrischende Bluesrock-Vitalität, das es die helle Freude ist. Hoffen wir jetzt schon, dass das nicht Mindi's letzter Ausflug in die Blues- und Rock-Gefilde war. Rock on, Mindi! Eine wahrlich beeindruckend starke Vorstellung!

Das komplette Tracklisting:

1. Vinyl - 3:06
2. Not That Kind of Girl - 3:31
3. Play to Win - 4:06
4. Pretty Good for a Girl - 7:07
5. Let Me Hear It from You - 4:30
6. Live My Life - 3:30
7. Freedom - 4:51
8. Had to Learn the Hard Way - 4:32
9. She Don't Cry No More - 3:56
10. Done Me Wrong - 5:57
11. I Love to Play the Saxophone - 2:53

Art-Nr.: 9577
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Vinyl
Play to win
Pretty good for a girl
Let me hear it from you
Freedom
Done me wrong
I love to play the saxophone

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Abbott Band, Josh - she's like texas [2010]
Ungemein frisch, schön knackig, locker, spritzig, aufgenommen in einem glasklaren, saftigen Sound: Die Josh Abbott Band mit einem herrlichen, traumhaft melodischen Countryrock-Juwel, das wie selbstverständlich die Trademarks der goldenen Countryrock-Tage der Siebziger (Poco, Eagles), traditionelle Countrywurzeln und die kernigen, würzigen Charakteristika der rockigen Texas/Oklahoma-Red Dirt-Bwegeung (ala Eli Young Band, Wade Bowen, Cross Canadian Ragweed, Randy Rogers Band) miteinander vereint. Countryrock lebt - und wie! Ein Konzertbesuch der Randy Rogers Band im "Blue Light", einem kultigen Club in seiner Heimatstadt Lubbock/Texas stellte 2004 so etwas die Initialzündung für Josh Abbott dar, seine musikalischen Talente zu seinem absoluten Lebensmittelpunkt zu machen. Deren Art zu spielen, ihre Bühnenpräsenz und Rogers’Gesang, sowie die Verbundenheit mit dem Publikum faszinierten und motivierten Abbott derartig, dass er sein Studium abbrach und fortan nur noch auf die Karte Musik setzte. "I think I can do that, too", lautete seine Maxime. Sechs Jahre später veröffentlicht er mit seiner Band, bestehend aus Preston Wait (Fiddle, Electric guitar), Edward Villaneva (Drums), Daniel Almodova (Bass) und Gabe Hanson (Electric guitar, baritone, harmonica) mit „She’s Like Texas“ seine bereits zweite CD, nachdem er zuvor schon mit seinem Debüt bei den Kritikern ("they rumble out like a Texas thunderstorm"; "honest songs about real-life emotions with strong harmonies and winsome melodic hooks") und den Radiostationen in und um Texas herum für mächtig Furore sorgte. Das musikalische Konzept von Josh Abbott orientiert sich naturgemäß durchaus an der Randy Rogers Band, wenngleich Abbott und seine Truppe mit diesem Album Rogers & Co. fast schon in den Schatten stellen. Wie bei Rogers spielen variabel eingesetzte Akustik/E-Gitarren (sehr stark Lead Gitarrist Gabe Hanson) und eine markante Fiddle (Preston Wait gleicht fast einem Pendant zu Brady Black) als essentieller Part neben Abbott's charismatischer gesanglicher Präsenz (tolle, überaus angenehme, typisch texanische Red Dirt-taugliche Stimme) die dominierende Rolle. Das Songmaterial ist ohne jede Ausnahme vom Allerfeinsten! Um zu erahnen, was das für die Zukunftsaussichten der Josh Abbott Band bedeuten könnte, braucht man kein Hellseher zu sein, sofern man die Erfolgsstory der Randy Rogers Band verfolgt hat. Für "She’s Like Texas" konnte man zudem den überaus erfolgreichen Produzenten Erik Herbst (u.a. Eli Young Band, Bois D’Arcs, Kyle Bennett Band, Macon Grayson) gewinnen, der den Sound der JAB in noch professionellere und, das meinen wir nur positiv, sehr radiokompatible Bahnen gelenkt hat, ohne dabei auf das nötige rootsige, ursprüngliche, erdige und würzige Ambiente zu verzichten. Damit scheinen die Weichen für den ganz großen überregionalen Wurf gestellt zu sein. Zu der großen Klasse des Albums tragen ohne Zweifel auch die klug ausgewählten Gastmusiker (u.a. Clay und Carla Corn, Gerald Jones und vor allem Virtuose Milo Deering mit seinem unwiederstehlichem Mandolinenspiel) bei, die allesamt bestens mit dem Quintett harmonieren. Dazu kommen wirklich gelungene Guestvocals, zum einen durch die exzellente Kacey Musgraves beim traumhaften Duett "Oh Tonight" (wie eine Session der Randy Rogers Band mit den Wreckers - Musgraves klingt wie Michelle Branch; toll hier auch das bereits erwähnte grandiose Mandolinengeklirre von Milo Deering), zum anderen im Trio mit den Abbott-Kumpeln Trent Willmon und Roger Creager, die sich beim lockeren, dezent grassig angehauchten "End Of A Dead Road" deutlich hörbar mit viel Freude die Gesangsbälle gegenseitig zuwerfen. Ganz stark dieser Song. Das an die Eli Young Band oder No Justice erinnernde, wunderbare "All Of Sudden" mit seinem nicht mehr aus den Ohren weichendem Refrain wurde schon im Vorfeld an die Radiostationen verschickt und erntete bereits höchste Chart-Ehren in den Texas Music-Charts. Die herrlich melodischen "The Walking Out" und "If You’re Leaving (I’m Coming Too)" gehen fliessend ineinander über und versprühen mit ihrem tollen E-Gitarrenrhythmus eine gewisse Heartland-Countryrock-Atmosphäre. Voller Hit-Potential stecken die flockigen "Fall In Love Again" und "She’s Like Texas", beide mit toller Mandolinenuntermalung, weiblichen Harmonies und Fiddle-Solo. "Brushy Creek" glänzt mit einem satten Hill Country-/Hillbilly-Flair, erzeugt durch Banjo und Fiddle, und erinnert mit seinen kernigen E-Gitarren-Riffs (inkl. großartigem Solo) sogar entfernt an eine countryeske Ausgabe von Lynyrd Skynyrd's "Swamp Music". Fröhlichen, knackigen Country mit einem Refrain zum Mitsingen bietet "I Just Wanna Love You". Beeindruckend hier das starke Baritone-E-Gitarren-Spiel von Gabe Hanson. Das Ende der Scheibe gehört dann dem Bandleader (fast) allein, der bei "Let My Tears Be Still" (es geht um einen kurz vor dem Tode stehenden, seine Lebensbilanz ziehenden Kriegsveteranen) zu den traurigen Pianoklängen von Gastmusiker Clay Corn eine emotionsgeladene, unter die Haut gehende Gesangsperformance abliefert und seine ganze vokale Klasse nochmals eindrucksvoll unter Beweis stellt. Josh Abbott und seine Band haben mit "She’s Like Texas" einen tollen Longplayer hingelegt, der nachhaltig die Prognose eines amerikanischen Kritikers untermauert, der sagt: "The next big thing out of this terrific Texas music scene"! Das unterschreiben wir blind! Die CD kommt in einem schönen, 2-fach aufklappbaren Digipack mit ausführlichem, 16-seitigem Booklet, inklusive aller Texte. Hier passt alles! Begeisternder (Red Dirt)-Countryrock, wie wir ihn aus Texas lieben! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1 Road Trippin - 3:10   
2 All of A Sudden - 3:02   
3 The Walking Out - :32   
4 If You're Leaving (I'm Coming Too) - 3:54   
5 Fall In Love Again - 3:37   
6 She's Like Texas - 3:55   
7 Brushy Creek - 3:22   
8 Oh, Tonight - 3:25   
9 Hot Water - 4:36   
10 I Just Wanna Love You - 3:09   
11 End Of A Dirt Road - 4:09   
12 Let My Tears Be Still - 4:38

Art-Nr.: 6833
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

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Road trippin
All of a sudden
If you're leaving (I'm coming too)
Brushy creek
Oh, tonight
Hot water
End of a dirt road

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Achilles Wheel - stones to sand [2014]
"High-Energy Roots, World & Rock and Roll From Northern California", so begrüssen Achilles Wheel ihre Fans auf ihrer Website. "High-Energy" ja, aber auch so herrlich zwanglos, locker, fisch, flüssig und geprägt von unendlicher Spielfreude und höchster, musikalischer Kompetenz. Diese Band ist ein absoluter, bislang nahezu unentdeckter Rohdiamant der aktuellen Jamrock-Szene, der, hat man ihn erst einmal entdeckt, eine Magie ausstrahlt, der man sich nicht mehr entziehen kann. Zwei grandios aufspielende Lead Gitarristen, zwei Drummer, 4 hervorragende Sänger, ein klasse Bassist, der zudem noch eine exzellente Lap Steel-Gitarre spielt - das ist die "Zauberformel" für das wunderbare Jam-Gebräu, das diese Band fabriziert. Tief verwurzelt in den frühen Siebzigern und umgeben von einem der damaligen Zeit entsprechenden Hippie-Flair zeigen sich Achilles Wheel deutlich beeinflusst von Grateful Dead. Doch sie spielen trotz aller Dead'schen Nähe und dieser unwiderstehlichen Westcoast-Lockerheit irgendwie "dichter", kraftvoller, erdiger und offenbaren, vor allem auch durch das Gitarrenspiel, das nicht selten an The Allman Brothers Band erinnert, sowie ein gewisses bluesiges Feeling, zudem einen klaren Southern-Bezug. Das klingt einfach wunderbar. Ja, ja, diese Gitarren: Herrlich, wenn sich die beiden Saitenkünstler Paul Kamm und Jonny "Mojo" Flores in zuweilen unendlich scheinenden Gitarrenausflügen kongenial ergänzen und in, von exzellenter Melodik geprägten Jammings verlieren. Niemals hören wir ein "wildes Gefrickel", sondern stets von großer Spielkultur geartete, virtuose, prächtig hängen bleibende, unsere Ohren umschmeichelnde Melodienbögen. Und dann sind da noch diese beiden, einen tollen Grooveteppich unterlegenden Drummer, soiwe der großartige Gesang. Wenn die Burschen zu ihren "4-part Harmonies" ansetzen, hat das eine Qualität, die den legendären Crosby, Stills, Nash & Young in nichts nachsteht. Ein Musterbeispiel dafür ist das famose "We dreamed of flying cars". Was sind das alles für großartige Musiker. Es ist kaum zu glauben, dass diese Truppe bislang nur lokal einen richtig hohen Bekanntheitsgrad erlangt hat, aber das wird mit Sicherheit nicht lange so bleiben. Die einschlägigen Jam-Magazine und die Fachpresse werden langsam auf die Band aufmerksam und sind zu Recht voll des Lobes. Solchen frischen Wind braucht die Szene. Mit dem lässigen, schön flüssig dahinfliessenden, rootsigen Jamrocker "The truth is what you know" startet das Album und setzt sofort ein Zeichen. Was für eine klasse Nummer. Tolle Melodie, geradezu aus dem Handgelenk gespielte, wunderbar virtuose, genauso lockere, wie würzige Gitarrenläufe zwischen Allmans und Dead, das Westcoast-Feeling, das auf ein gewisses Southern-Flair trifft, und der starke Gesang. Und nun geht es Schlag auf Schlag, denn eine tolle Nummer folgt auf die nächste. "From the fire" beispielsweise wird von einem hinreissenden Latino-Groove getragen (vorzüglich die beiden Drummer) und ist durchzogen von nach Carlos Santana klingenden Lead Gitarren-Läufen. Diese werden von schönen Mandolinen-Fills begleitet. Zu den Electric Lead Gitarren (tolles Solo) gesellt sich dann auch noch eine Acoustic Lead Gitarre. Die Nummer brilliert wieder mit einer bestechenden Lockerheit, wirkt aber dennoch sehr temperamentvoll. "Heal my soul" kommt wie Jerry Garcia & Grateful Dead auf einem Gospel-Trip (grandios), "She'll wait (until the time is right)" glänzt mit einer großartigen Melodie, famosen Gitarrensoli und prächtiger Percussionarbeit, und das traumhafte, klare, herrlich Country-beeinflusste "Nobody drinks if the bottle's dry" klingt wie aus einer gemeinsamen Session von Jerry Garcia und den New Riders Of The Purple Sage. Tolle Twin Leads (auch mit Acoustic Gitarre) sind hier zu hören, dazu begnadeten E-Gitarren-Läufe, ein ausgedehntes Solo am Ende mit großartigen Wah Wah-Effekten, und abermals eine ganz starke Melodie. Rootsig. swampig und richtig southern wird's bei dem flotten "Let's stay together" mit sich würzig durch den Song ziehender Lap Steel-/Slide-Gitarre und dem eben famosen, brodelnden "Seventh ocean", das im Mittelteil gar ein wenig psychedelisch jammt (beide Nummern mit herausragenden Soli). Saustark auch das Titelstück "Stones to sand", ein ungemein warm, melodisch und wohlig rüberkommendes Instrumental mit fantastischen Doppel Gitarren-Läufen und exzellenter Percussion, und das finale "Hallelujah one more time", ein ruhiger, faszinierender, akustisch gehaltener, wunderschöner Americana-Rocker. Was die Band auch anpackt, sie spielt wie aus einem Guss. Der Spirit von Grateful Dead lebt mit dieser Truppe weiter, jedoch in einer, einen ganz eigenen, einzigartigen Sound kreierenden "Marke", die da heisst: Achilles Wheel. "Stones to sand" ist ein famoses Album geworden. Eine gut 72-minütige Jamrock-Offenbarung auf höchstem Level.

Das komplette Tracklisting:

1. The Truth Is What You Know - 4:32
2. From the Fire - 4:22
3. Heal My Soul - 6:44
4. Let the Dream Begin - 5:11
5. We Dreamed of Flying Cars - 4:14
6. She'll Wait (Until the Time Is Right) - 6:12
7. Everybody Gets the Blues Sometime - 3:47
8. Nobody Drinks If the Bottle's Dry - 5:03
9. Let's Stay Together - 4:55
10. Village Foliage - 4:50
11. Celebrate Today - 4:37
12. Seventh Ocean - 4:54
13. Stones to Sand - 7:15
14. Hallelujah One More Time - 5:42

Art-Nr.: 8782
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
The truth is what you know
From the fire
Let the dream begin
She'll wait (until the time is right)
Nobofy drinks if the bottle's dry
Let's stay together
Seventh ocean
Stones ro sand
Hallelujah one more time

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Alabama - southern drawl [2015]
Jawohl! Da sind sie wieder! Endlich ein brandneues Album von Alabama! Ganze 14 Jahre hat sich das beliebte Trio, bestehend aus Leader Randy Owen, Teddy Gentry und Jeff Cook seit ihrer letzten ‚echten‘ Studioveröffentlichung "When It All Goes South" Zeit gelassen, ihre immer noch immens große Fan-Schar, mit neuem Songmaterial zu beglücken. Wer befürchtet, dass die Herren Rost angesetzt haben oder mit dem Zug der Zeit nicht mehr standhalten können, dem sei versichert, dass hier genau das Gegenteil der Fall ist. Mit ihrem neuen Werk "Southern Drawl" beweisen die drei Recken vorzüglich, wie man sich zeitgenössisch geben kann, ohne dabei in die eigene musikalische DNA allzu stark einzugreifen. Die legendäre, mega-erfolgreiche Band (41 Nr. 1- Hits, unzählige Auszeichnungen, über 65 Millionen verkaufte Tonträger!) beeindruckt mit 13 neuen Songs, die, wie man es von früher kennt, zum Teil gut rocken und zum Teil in wunderbaren Balladen vorgetragen werden. Alles kommt, wie der Titel der CD es schon suggeriert, mit viel Southern-Esprit rüber! Herrlich, wie die exzellenten E-Gitarristen der Nashville-Studiomusiker-Garde (Danny Radar, Adam Shoenveld, JT Corenflos, Tom Bukovac, Kenny Greenberg, Charles English), direkt beim eröffnenden Titelstück die Slide-Gitarre raunen lassen , um dann, nach Owens brunftartigem Eingangs-Statement "Life gets better with a Southern drawl", in einen schwer stampfenden Southern Countryrock-Swamper im Stile von Montgomery Gentry zu münden. Sofort eine bärenstarke Nummer, klasse vor allem das E-Gitarren-Solo und das Honky Tonk-Piano-Geklimper von dem auch insgesamt überragend agierenden Gordon Mote (Piano, Wurlitzer, B3). Das Alabama auch wegen ihrer, immer wieder mit tollen Harmoniegesängen bestückten Balladen geliebt werden, ist kein wohl behütetes Geheimnis mehr. Mit "Wasn’t Through Lovin' You Yet" (tolles Bruce Hornsby-mäßiges Piano, starkes E-Gitarren Kurz-Solo), "This Ain't Just A Song" (klasse Harmonies und feines Violinenspiel von Gaststar Alison Krauss) und "As Long As There's Love" (mit orchestralen Streicher- und Crowd Gesangs-Passagen) bekommt man anschließend gleich drei hochemotionale Musterbeispiele dafür serviert (z. T. bitte die "Tempos" in Griffweite halten - kleiner Scherz am Rande). Vor allem beim später folgenden Liebeslied "One On One", wo Randy das Intro sprechend, mit belegter Stimme und voller Pathos dahinseufzt, muss man ganz tief durchatmen. Dank der tollen Musiker und ihrer vielen, instrumentell eingestreuten Feinheiten, sowie der perfekt sitzenden Harmoniegesänge, driften diese allerdings nie wirklich in den Kitsch ab. Zudem werden sie meist zum richtigen Zeitpunkt von satt rocken Southern Country-Tracks abgelöst, die jede aufkommende Melancholie wieder in südstaatliche Musikfreude umschlagen lassen. Herrlich das mit "Ghost Riders In The Sky"-Western-Flair umwobene "Back To The Country" (großartige Banjo-, Dobro-, Fiddle-Einlagen) oder das mit launigem Text und viel Southern Blues/Soul versehene "Hillbilly Wins The Lotto Money", das aufgrund der fulminanten Orgel, den prickelnden E-Gitarren sowohl der Skynyrd-/Montgomery Gentry-Klientel, als auch, dank der von Charlie Judge simulierten, deftigen Bläsereinsätze, Freunden der legendären Blues Brothers große Freude bereiten würde. Grandios auch das von einer interessant zusammengesetzten Armada von Songschreibern und arrivierten Interpreten/Musikern (Django Walker, James Slater, Ray Johnston, Patrick Davis, James Otto, Jeff Cook, der dieses Stück auch singt) kreierte "No Bad Days" (das Original dieser tollen Nummer findet sich im übrigen auf dem gleichnamigen, bärenstarken Album der texanischen Ray Johnston Band), das wunderbar soulig wärmend dahin groovt. Man merkt, dass hier ein James Otto, dem das Stück auch auf den Leib geschrieben wäre, mit bei der Komposition involviert ist. Typische Alabama-Country Rock-Nummern wie das patriotische "American Farmer" (Heartland-mäßige E-Gitarrenführung) und der Mitgröl-taugliche, dem Titel alle Ehre machende Stampfer "Footstompin‘ Music" (fettes Drumpoltern von Greg Morrow, klasse Rede-/Antwort-Gesang im Refrain, furioses Fiddle-Finale im Stile von Charlie Daniels' "Orange Blossom Special") dürften vor allem im Live-Programm so richtig gefeiert werden. Famos auch das fast schon episch/progressiv und sehr atmosphärisch anmutende "It’s About Time" (klasse die markante E-Gitarrenlinie von Charles English und wieder mal das feinfühlige Pianospiel von Mote), das man von Alabama so nicht erwartet hätte, aber für ihre Flexibilität spricht. Am Ende ziehen Owen, Gentry und Cook mit dem kammermusikartigen "I Wanna Be There" nochmals voller Inbrunst alle Balladenregister und beenden ein hochunterhaltsames, instrumentell versiertes und eingängiges Musikerlebnis (fast alle Tracks bleiben schon nach einem Hördurchgang im Gedächtnis hängen). Sie haben wirklich nichts von ihrer Klasse eingebüßt - im Gegenteil. Alabama präsentieren sich auf der Höhe der Zeit. Bester Country Alabama-Style! Absolut kein Zweifel: "Life gets better – with their 'Southern Drawl'"! Große Klasse! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Southern Drawl - 4.26
2. Wasn't Through Lovin' You Yet - 4.03
3. This Ain't Just A Song - 4.02
4. As Long As There's Love - 4.08
5. Back To The Country - 3.25
6. Hillbilly Wins The Lotto Money - 4.13
7. Come Find Me - 4.04
8. No Bad Days - 4.23
9. One On One - 3.31
10. American Farmer - 4.57
11. It's About Time - 3.28
12. Footstompin' Music - 4.04
13. I Wanna Be There - 3.12

Art-Nr.: 8976
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Allen, Jeff - raised on gettin' by [2009]
Stark! Dynamischer, ungemein knackiger, ja schon fetziger, noch von jeglicherr "Nashville-Politur" befreiter, herrlich zwangloser, Energie geladener, rockin' Country/New Country voller "Schmackes", der sowohl die Traditionalisten, als auch die "jungen Wilden" des Genres vollends begeistern wird! Und wo kommt so ein Kerl her? Natürlich aus Texas! Jeff Allen stammt aus einer musikbegeisterten Familie, aus Canton/TX. Mit 15 Jahren brachte er sich das Gitarre spielen selbst bei. Von dort an verfolgte er stetig sein Ziel, einmal als Musiker auf der Bühne zu stehen und die Leute zu begeistern "In ten years, I’d love to still be on tour full-time and have a few songs on the radio. I just want to make a living writing and playing the music I love", war seine damalige Intension. Der Erfolg gibt ihm recht. Bereits ohne Album gelang es ihm, im Vorprogramm von solch klangvollen Namen wie u.a. Emerson Drive, Reba McEntire, Randy Travis, Vince Gill, Little Big Town und Big & Rich aufzutreten. Mit seinem nun vorliegenden, prächtigen, bei dem kleinen Independent Label Savvy Recordings erschienenen Debüt "Raised On Gettin’ By, das er zur Zeit in ganz Texas promoted, dürfte er seinem Lebenstraum nun ein ganzes Stück näher gekommen sein. Ein tolles Teil , das noch voller spürbarem Idealismus und Elan steckt, und frei von allen Zwängen, munter und ungeschliffen drauflos rockt, dabei aber zu keiner Zeit die "real Country"-Pfade verlässt.. Die musikalische Performance ist einfach klasse. Allen hat eine tolle Country-Stimme, die aber auch hervorragend für rockige Sachen geeignet ist. Er und die hervorragenden Musiker sind prächtig aufeinander abgestimmt. Manchmal köännte man meinen, Allen spielt einen wunderbar "rotzigen" Mix aus den Elementen solcher Leute wie Brooks & Dunn, Eric Church, Jake Owen, aber auch Gary Allan und Brad Paisley, vermischt mit dem Texas-Flair solcher "Lonestar"-Ikonen wie Pat Green und Jack Ingram, und seinen eigenen Ideen. Und alles passt klasse zusammen! Allen hat acht von zwölf Stücken selbst komponiert und präsentiert sich als ein mit bereits allen (New Country-)Wassern gewaschener, aber gleichzeitig noch sehr hungriger, junger Musiker. Die Songs (produziert von Kevin Savigar und Brian Kolb), zumwiest umgeben von einem Gewand aus satten Gitarren, überzeugen auf ganzer Linie. Bereits das zum Einstieg gebrachte, sehr traditionell fundamentierte, großartige "Watching You", mit herrlich lässigem Gesang Allen's, quietschender Fiddle und exzellenter Gitarrenarbeit, rockt in allerbester Brooks & Dunn-Manier, ebenso wie das baumstarke, kraftvolle und dynamische Titelstück "Raised On Getting By" (krachende, rhythmische Drums, schön integrierte Orgel-Klänge, "saftige" E-Gitarren, tolle Melodie)! Ein echter Knaller! Bei den balladeskeren, immer och ungemein kraftvollen Stücken, wie zum Beispiel der Killer-Nummer "Can’t Trust Myself" (fetziges, zündendes E-Gitarren-Solo, großartige Steelguitar-Unterstützung, wundervolle Melodie) und solch klasse Nummern wie "Anyway", "You’ve Gotta Stop This" und "Still Gonna Wait For You", bewegt sich Allen in geschmackvollen Sphären zwischen Gary Allan, Brian McComas und dem jungen Keith Urban zu seiner weniger Mainstream-orientierten The Ranch-Zeit. Das mächtig rockende, riffige, kernige "Mighty Mississippi" und auch "Hurt Me" werden dann mit einem ordentlichen Schuß Southern Rock-Groove serviert. Für den Gute Laune-Pegel seiner Live-Konzerte dürften "Drive Me To Drink" und "Honkytonk Saturday Night" (mit fettem E-Gitarren-Solo und großartigem, hintergründigem Saloon Piano-Geklimper) das richtige Elixier sein. Hier geht mächtig die (traditionelle) Post ab, und auch die Besucher der texanischen Roadhouses und Honky Tonks landauf, landab, dürften hier ausgelassen in Stimmung kommen. Gleiches gilt ebenfalls für das abschließende, etwas spirituelle "Me And Jesus", ein alter Tom T. Hall-Song, den Jeff seinem verstorbenen Großvater widmet. Kommt in einer tollen, lockeren, dennoch durchaus knackigen, grassig angehauchten, traditionellen Version mit klasse Fiddle-, Mandolinen- und Banjo-Klängen, sowie fulminantem, quick lebendigem E-Gitarren-Picking..Ein wenig schade, dass die wirklich stark aufspielenden Musiker, die einen tollen Job erledigen, im recht spärlichen 1-Blatt-"Booklet" nicht aufgeführt wurden. Dies bleibt allerdings der einzige, kleine Wermutstropfen und muß bei der Klasse dieses Albums einfach in den Hintergrund geschoben werden. "Raised On Gettin’ By" zeigt mit Jegff Allen einen jungen, bislang nahezu unbekannten (New)Country-Musiker, in dem eine Menge beeindruckendes Potential zu stecken scheint. Dieses Debut ist jedenfalls ein "Hit"! Die Urbans, Brooks & Dunns und Paisleys dieser Welt haben auch irgendwann mal "klein" angefangen, um eines Tages den verdienten Ruhm zu ernten. Jeff Allen hat ohne Zweifel das Zeug dazu, es ihnen nachzumachen. Der erste Schritt ist getan! Eine ganz starke Vorstellung des jungen Texaners! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1 Watching You (3.25)
2 Can’t Trust Myself (4.15)
3 Raised On Getting By (3.05)
4 Anyway (3.36)
5 Drive Me To Drink (3.20)
6 You’ve Gotta Stop This (3.18)
7 Mighty Mississippi (2.34)
8 Still Gonna Wait For You (3.49)
9 Running Out Of Ways (3.31)
10 Honkytonk Saturday Night (3.24)
11 Hurt Me (3.20)
12 Me And Jesus (3.20)

Art-Nr.: 6515
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Watching you
Can't trust myself
Raised on getting by
Anyway
Mighty Mississippi
Honky Tonk Satirday Night
Me and Jesus

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Alvin, Dave - eleven eleven [2011]
"Dave Alvin turns it up - the intensty, the focus, the volume"! Was für eine brillante Vorstellung des Californiers, der seit nunmehr gut 30 Jahren, seit seinen Tagen mit den Blasters und vor allen Dingen auch danach, als einer der zentralen und bedeutendsten Pioniere der amerikanischen Rootsrock-/Americana-Bewegung gilt. Der exzellente Gitarrist, Sänger und Songwriter geht mit "Eleven Eleven" zurück zu seinen Wurzeln, zu jenen Tagen als der Begriff "Rootsrock" zu dem wurde, was man heute darunter versteht. Vor allen Dingen aber geht er zurück zu seinen bluesigen Wurzeln, zu jenem "burning, guitar-centered bluesrock", den auch die Blasters neben ihren Rockabilly-Nummern gerne spielten. Das Album ist von vorn bis hinten mit einem wunderbaren, erdigen Blues-Feeling durchzogen, doch Alvin kombiniert dies auf unwiderstehliche Art und Weise mit seinem typischen California Country- und Americana-Flair. Das Resultat sind 11 ausnahmslos starke Songs ohne auch nur den Hauch einer Schwachstelle. Bis auf 3 etwas ruhigere Nummern, rockt und bluest Alvin deutlich würziger als zuletzt, besticht dabei aber mit exzellenten Melodien. Herrlich dabei dieses stetige, rootsige Flair, oft mit einem Hauch von Desert-Feeling. Alvin's charismatischer, teils fast "sprechender"Gesang tut sein übriges. Es passt alles bestens zusammen und resultiert in einfach hinreissenden Songs. Der Opener, "Harlan County Line" beispielsweise ist ein fantastischer, voller Energie und Dynamik steckender, dabei aber ungemein flüssiger Roots-/Bluesrocker, dessen grandioser Rhythmus wie geölt aus den Lautsprecher-Boxen "rollt". Was für ein lockerer, dennoch würziger, herrlicher Drive! Und wie das bluest. Alvin's tolles Gitarrenspiel wird durch die großartigen Slide-Einlagen des bekannten, californischen Blues-Gitarristen Danny Ott ergänzt, der auch gleich noch ein leidenschaftliches Solo hinlegt. Ott ist im übrigen bei einigen Stücken mit von der Partie, was den eh schon tollen Gitarrensound noch einmal deutlich vielseitiger und dominanter werden lässt. Ein super Auftakt! Und es geht so weiter. Mit dem herausragenden "Johnny Ace is dead" folgt gleich noch so ein, von locker aus dem Handgelenk geschüttelten, erdigen Gitarrenlinien geprägter, "rockin' and rollin'" Roots-Blues mit einer toll ins Ohr gehenden Melodik, der aber gleichzeitg jede Menge "grit" suggeriert. Apropos Melodie: "Black rose of Texas" ist einfach umwerfend. So stellt man sich eine Vorzeige Alternate Country-/Americana-Nummer vor. Ein erdiges Feeling, eine ungemein entspannte, ruhige Atmosphäre, glasklare, transparente Acoustic Gitarren-Begleitung, faszinierende Slide-Linien inklusive eines hinreissend schönen Solos und eine geradezu Gänsehaut erzeugende Melodie - wunderbar! Grandios sind allerdings auch solche kernigen Bluesrocker wie das raue, von tollem Gitarren-, Harp-, und Orgel-Zusammenspiel geprägte "What's up with your brother" (ein Duett mit Dave's Bruder Phil Alvin - im übrigen das erste Mal, dass Phil ausserhalb der Blasters auf einem Album seines Bruders auftaucht), das von einem prächtigen Bo Diddley-Groove geprägte "Run Conejo run" (packendes Gitarren- und Slide-Zusammenspiel), oder das straight und schön kraftvoll rockende "Dirty nightgown" (tolle Gitarrensoli). Enthält zudem noch je ein Duett mit Christy McWilson von den "Guilty Women" ("Manzanita" - eine wunderschöne Alternate Country-Nummer) und dem leider vielzu früh verstorbenen Chris Gaffnes ("The lucky bums"). Als Musiker hat Alvin neben dem bereits erwähnten Danny Ott noch solche Genre-Größen wie Don Heffington (drums), Bob Glaub (bass), die "alte" Klavier-Ikone Gene Taylor (erstmals seit den Blasters-Tagen), Greg Leisz (lap steel, guitar), Rick Shea (pedal steel), und einige andere mit an Bord. Entstanden sind die Songs nach Angaben Alvin's ausschließlich "on the road", vorwiegend im Jahre 2010, während er mit den "Guilty Women" auf Tour war. Vielleicht steckt in ihnen auch deswegen eine so nachhaltige Authentizität. Egal, was es auch ist, Tatsache ist jedenfalls, dass wir einen geradezu brillanten Dave Alvun erleben, wie er besser nie war. Das Album ist schlichtweg ein "Hit"! Eine unwiderstehliche Synthese aus von prachtvollen Gitarren bestimmtem Roots, Rock, Americana und Blues, deren Magie einen nicht mehr los lässt. "Turn it up, Dave"!

Das komplette Tracklisting:

1 Harlan County Line - 5:11   
2 Johnny Ace is Dead - 4:26   
3 Black Rose of Texas - 4:52   
4 Gary, Indiana 1959 - 4:05   
5 Run Conejo Run - 4:52   
6 No Worries Mija - 3:35   
7 What's Up With Your Brother? - 4:43   
8 Murrietta's Head - 5:58   
9 Manzanita - 4:08   
10 Dirty Nightgown - 5:18   
11 Two Lucky Bums - 2:27

Art-Nr.: 7453
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Harlan County Line
Johnny Ace is dead
Black rose of Texas
Run Conejo run
What's up with your brother?
Murrietta's head
Dirty nightgown

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Alvin, Dave - eleven eleven ~ limited expanded edition with live dvd [2012]
3 CDs & 1 DVD- Box-Set! Limited Expanded Edition! Dave Alvins brvouröses Meisterwerk aus dem Jahre 2011 erscheint nun noch einmal, und zwar in einer neuen, limitierten, umfenagreich erweiterten Ausgabe, bestehend aus insgesamt 3 CDs und einer großartigen Live-DVD. Alles ist eingepackt in einer exklusiven Hardcover-Box. Absolut lohnenswerte Neuveröffentlichung!

Der Inhalt im einzelnen:

1.) Das komplette, ganz normale "Eleven Eleven"-Album in der feinen Digipack-Verpackung, incl. 16-seitigem Falt-Booklet und Download-Code für weiteres Bonusmaterial.

2.) Eine großartige Live-CD mit 9 Songs "recorded live on the official Eleven Eleven US Tour at the Ark in Ann Arbor, MI on July 2, 2011", mit seiner fantastischen Begleitband "The Guilty Ones", incl. Dave's Klassiker ''Fourth of July und'' ''Out Of Control''.

3.) Eine weitere Bonus-CD mit 3 bislang unveröffentlichten, prächtigen Tacks bonus tracks aus den Original "Eleven Eleven" Aufnahmesessions, incl. ''Never Trust A Woman,'' ''Signal Hill,'' und ''Beautiful City 'Cross the River''.

4.) Wundervolle Live-DVD des auch auf CD 2 enthaltenen, fantastischen Konzertes vom 2. Juli 2011. Die DVD enthält allerdings zusätzlich noch den Track "Abilene". Weit über 80 Minuten Spielzeit!

Dave Alvin selbst sagt über diese Veröffentlichung:
''Starting in May 2011, my great band, The Guilty Ones and I hit the highways blasting and rocking our blues in every bar, theatre and joint that we could get into across America. Some of 'em we even hit twice! As you might guess, I love playing with this band and I think it shows in the live performance that was recorded last summer (2011) at The Ark in Ann Arbor. We were in Cincinnati the night before we taped this show, and we were in Chicago the night after, so this is a document of one night (mistakes, sweat and all) traveling down the endless interstate. I'm happy to be able to release this to you on DVD in a new swanky package of Eleven Eleven (expanded edition), complete with three previously unreleased songs from that album's sessions. I hope you enjoy the music and I look forward to seeing you soon somewhere down the road."

Hier nochmal der Review zur "Eleven Eleven"-Studio-CD:
"Dave Alvin turns it up - the intensty, the focus, the volume"! Was für eine brillante Vorstellung des Californiers, der seit nunmehr gut 30 Jahren, seit seinen Tagen mit den Blasters und vor allen Dingen auch danach, als einer der zentralen und bedeutendsten Pioniere der amerikanischen Rootsrock-/Americana-Bewegung gilt. Der exzellente Gitarrist, Sänger und Songwriter geht mit "Eleven Eleven" zurück zu seinen Wurzeln, zu jenen Tagen als der Begriff "Rootsrock" zu dem wurde, was man heute darunter versteht. Vor allen Dingen aber geht er zurück zu seinen bluesigen Wurzeln, zu jenem "burning, guitar-centered bluesrock", den auch die Blasters neben ihren Rockabilly-Nummern gerne spielten. Das Album ist von vorn bis hinten mit einem wunderbaren, erdigen Blues-Feeling durchzogen, doch Alvin kombiniert dies auf unwiderstehliche Art und Weise mit seinem typischen California Country- und Americana-Flair. Das Resultat sind 11 ausnahmslos starke Songs ohne auch nur den Hauch einer Schwachstelle. Bis auf 3 etwas ruhigere Nummern, rockt und bluest Alvin deutlich würziger als zuletzt, besticht dabei aber mit exzellenten Melodien. Herrlich dabei dieses stetige, rootsige Flair, oft mit einem Hauch von Desert-Feeling. Alvin's charismatischer, teils fast "sprechender"Gesang tut sein übriges. Es passt alles bestens zusammen und resultiert in einfach hinreissenden Songs. Der Opener, "Harlan County Line" beispielsweise ist ein fantastischer, voller Energie und Dynamik steckender, dabei aber ungemein flüssiger Roots-/Bluesrocker, dessen grandioser Rhythmus wie geölt aus den Lautsprecher-Boxen "rollt". Was für ein lockerer, dennoch würziger, herrlicher Drive! Und wie das bluest. Alvin's tolles Gitarrenspiel wird durch die großartigen Slide-Einlagen des bekannten, californischen Blues-Gitarristen Danny Ott ergänzt, der auch gleich noch ein leidenschaftliches Solo hinlegt. Ott ist im übrigen bei einigen Stücken mit von der Partie, was den eh schon tollen Gitarrensound noch einmal deutlich vielseitiger und dominanter werden lässt. Ein super Auftakt! Und es geht so weiter. Mit dem herausragenden "Johnny Ace is dead" folgt gleich noch so ein, von locker aus dem Handgelenk geschüttelten, erdigen Gitarrenlinien geprägter, "rockin' and rollin'" Roots-Blues mit einer toll ins Ohr gehenden Melodik, der aber gleichzeitg jede Menge "grit" suggeriert. Apropos Melodie: "Black rose of Texas" ist einfach umwerfend. So stellt man sich eine Vorzeige Alternate Country-/Americana-Nummer vor. Ein erdiges Feeling, eine ungemein entspannte, ruhige Atmosphäre, glasklare, transparente Acoustic Gitarren-Begleitung, faszinierende Slide-Linien inklusive eines hinreissend schönen Solos und eine geradezu Gänsehaut erzeugende Melodie - wunderbar! Grandios sind allerdings auch solche kernigen Bluesrocker wie das raue, von tollem Gitarren-, Harp-, und Orgel-Zusammenspiel geprägte "What's up with your brother" (ein Duett mit Dave's Bruder Phil Alvin - im übrigen das erste Mal, dass Phil ausserhalb der Blasters auf einem Album seines Bruders auftaucht), das von einem prächtigen Bo Diddley-Groove geprägte "Run Conejo run" (packendes Gitarren- und Slide-Zusammenspiel), oder das straight und schön kraftvoll rockende "Dirty nightgown" (tolle Gitarrensoli). Enthält zudem noch je ein Duett mit Christy McWilson von den "Guilty Women" ("Manzanita" - eine wunderschöne Alternate Country-Nummer) und dem leider vielzu früh verstorbenen Chris Gaffnes ("The lucky bums"). Als Musiker hat Alvin neben dem bereits erwähnten Danny Ott noch solche Genre-Größen wie Don Heffington (drums), Bob Glaub (bass), die "alte" Klavier-Ikone Gene Taylor (erstmals seit den Blasters-Tagen), Greg Leisz (lap steel, guitar), Rick Shea (pedal steel), und einige andere mit an Bord. Entstanden sind die Songs nach Angaben Alvin's ausschließlich "on the road", vorwiegend im Jahre 2010, während er mit den "Guilty Women" auf Tour war. Vielleicht steckt in ihnen auch deswegen eine so nachhaltige Authentizität. Egal, was es auch ist, Tatsache ist jedenfalls, dass wir einen geradezu brillanten Dave Alvun erleben, wie er besser nie war. Das Album ist schlichtweg ein "Hit"! Eine unwiderstehliche Synthese aus von prachtvollen Gitarren bestimmtem Roots, Rock, Americana und Blues, deren Magie einen nicht mehr los lässt. "Turn it up, Dave"!

Das komplette Tracklisting:

Disc 1 ("Elevene Eleven" studio album):
1. Harlan County Line - 5:11   
2. Johnny Ace is Dead - 4:26   
3. Black Rose of Texas - 4:52   
4. Gary, Indiana 1959 - 4:05   
5. Run Conejo Run - 4:52   
6. No Worries Mija - 3:35   
7. What's Up With Your Brother? - 4:43   
8. Murrietta's Head - 5:58   
9. Manzanita - 4:08   
10. Dirty Nightgown - 5:18   
11. Two Lucky Bums - 2:27

Disc 2 (Live at the Ark in Ann Arbor):
1. Harlan County Line - 6:38   
2. Boss Of The Blues - 8:13
3. Long White Cadillac - 5:35
4. Rio Grande - 5:14
5. Johnny Ace is Dead - 5:11
6. Out Of Contro - 9.51
7. Dry River - 8:07
8. Run Conejo Run - 7:26
9. Fourth Of July - 6:50

Disc 3 (from the "Eleven Eleven"-sessions)
1. Beautiful City 'Cross The River - 4:16
2. Signal Hill - 4:28
3. Nver Trust A Woman (w. Candye Kane) - 3:42

DVD (Live at the Ark in Ann Arbor):
1. Harlan County Line   
2. Boss Of The Blues
3. Long White Cadillac
4. Rio Grande
5. Johnny Ace is Dead
6. Abilene
7. Out Of Contro
8. Dry River
9. Run Conejo Run
10. Fourth Of July

Art-Nr.: 7795
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 32,90

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Alvin, Dave & Jimmie Dale Gilmore - downey to lubbock [2018]
Zwei "alte" Haudegen und Pioniere der amerikanischen Roots-Szene tun sich zusammen und liefern ein geradezu brillantes Album ab. Der aus Downey in Californien stammende ex-Blasters-Veteran Dave Alvin und der in Lubbock/Texas beheimatete Roots-/Country-/Folk-/Singer-Songwriter Jimmie Dale Gilmore nehmen uns auf "Downey to Lubbock" mit auf eine wundervolle, ja mitreißende, packende Reise durch musikalisch faszinierende Landschaften von Roots, Blues, Rock, Americana und Alternate Country. Voller Leidenschaft, Biß und mit ungemein viel Gefühl, Seele und Authentizität repräsentieren sie ihre Heimat, Herkunft und musikalischen Einflüsse und Ideologien in 12 herausragenden, sehr abwechslungsreich und dennoch herrlich straight gestalteten und arrangierten Tracks. Zwei davon sind neu von ihnen komponierte, eigene Stücke, der Rest sind wunderbar um-arrangierte Coverversionen alter, beeindruckender Klassiker, die sie in ihrem musikalischen Werdegang auf irgendeine Art und Weise begleitet haben. Was die Beiden (Alvin spielt neben dem Lead Gesang noch bravourös akustische und elektrische Gitarre mit fulminanten Soli, Gilmore überzeugt neben der zweiten Lead-Stimme mit akustischer Gitarre und Mundharmonika) und ihre exzellenten Begleitmusiker (u.a. Skip Edwards - keyboards; Nick Forster - guitars, lap steel, mandolin; David J.Carpenter - bass; Don Heffington - drums und einige mehr) hier abliefern, ist die höchste Roots-, Blues-, Americana-, Rock-Schule. Los geht's mit dem genialen Titelstück "Downey to Lubbock", einem grandiosen, prächtig nach vorn gehenden, herrlich rootsigen, erdigen, "burning harp- and guitar-centered" Bluesrocker, in dem die beiden (sie teilen sich hier, wie auch bei einigen anderen Tracks, den Lead Gesang auf), textlich großartig verpackt, ihre musikalische Geschichte erzählen. Alvin besticht mit famoser Lead Gitarren-Arbeit (tolles Solo) und Gilmore mit nicht minder starkem Mundharmonika-Spiel. Die Nummer, die im übrigen auch toll auf Alvin's "Eleven Eleven"-Album gepasst hätte, hat einen klasse Drive. Welch ein Aufrakt! Es folgt eine saustarke Coverversion von Steve Young's "Silverlake", vorgetragen in einem ganz dezent mexikanisch angehauchten, leicht bluesigen, wundervollen, staubigen Americana-Gewand. Die großartige Begleitung aus vielschichtigen akustischen und elektrischen Gitarren, sowie unaufdringlicher Orgel und ebenso unaufdringlichem Akkordeon passt einfach super. Leicht und locker "galoppieren" die Zwei im Anschluß daran durch die herrliche, mit schöner Mandoline und klasse E-Gitarre inszenierte, lockere John Stewart-Nummer "July, you're a woman". Das ist rootsige, staubige Americana-Musik vom Allerfeinsten. Fantastisch auch das tierische, dezent akustisch beginnende, dann aber mächtig brodelnde, mit furiosen E-Gitarrenläufen und "rattenscharfen" Sax-Einlagen (Jeff Turner) gespickte Blues-Cover von Lightnin' Hopkins' "Buddy Brown's Blues", die hinreißend schöne, melodische, flockige "Mexican-flavoured" Countryrock-Version von Chris Gaffney's "The gardens", die tolle Version des alten 60iger Dino Valenti-/Youngbloods-Klassikers "Get together", das gewaltig rockende "Lawdy Miss Clawdy", wie auch die traumhaft melodische Americana-Nummer "Billy The Kid and Geronimo" - alles Höhepunkte eines von vorn bis hinten packenden Werkes. Dave Alvin und Jimmie Dale Gilmore mit einer herausragenden, ja überragenden Vorstellung, Ein absolutes Ausrufezeichen in Sachen Rootsmusik für das Jahr 2018! Kommt im übrigen in einem sehr schön gestalteten Digipack mit 24-seitigem, reich bebilderten und informativem Booklet.

Hier noch ein Original U.S.-Review:

You don’t need to know the backstory to this meeting of the minds of Dave Alvin and Jimmie Dale Gilmore, two of Americana’s most respected journeyman roots rockers. That’s because they do the work for you on the opening title track to this partnership where they trade vocals explaining their careers and somewhat unlikely collaboration on this disc’s only co-write.
Ex-Blaster Alvin hails from Downey, California, and ex-Flatlander Gilmore calls Lubbock, Texas home. The two are a decade removed in age but found common ground in their love of Americana music, specifically the blues, rock and roll, R&B, and folk acts that played LA’s famous Ash Grove club which they both frequented. These guys are road-hardened troubadours who know the once-endless highway is going to soon end but are determined to keep the faith. They do that beautifully on this studio alliance.
Alvin’s flinty baritone and Gilmore’s high lonesome, windswept style wouldn’t seem to be a natural combination. But even though there aren’t honeyed Everly Brothers-styled harmonies here, the contrast in their voices makes for a surprisingly riveting blend. They generally switch lead vocals, which also provides a window into which one brought the song - and all but two are covers - to the table.
Alvin pays tribute to late buddy Chris Gaffney by performing his bittersweet Tex-Mex ballad “The Gardens” (one of two tracks that also features legendary West Coast songwriter Van Dyke Parks on accordion) and Gilmore does the same for Steve Young in his warbling cover of the sweet memories on “Silverlake.” But it’s the classic rockers like Lloyd Price’s New Orleans stomper “Lawdy Miss Clawdy” and Brownie McGhee’s gospel-laced closing “Walk On” where the duo really finds their footing. Alvin’s distinctive lead electric guitar snakes through these tracks, bringing high voltage rollicking authority to Lightning Hopkins’ “Buddy Brown’s Blues” and the traditional swamp folk of “K.C. Moan.”
A cover of the Dino Valenti by way of the Youngbloods ’60s “smile on your brother/ love one another” anthem “Get Together” is as pertinent today as it was 50 years ago - perhaps more so - and this version with Gilmore’s trembling voice and Alvin’s taut guitar solo raises the temperature making it feel even more incisive. The California bred singer-songwriter’s lone new solo writing contribution, “Billy the Kid and Geronimo,” tells the fictional tale of a meeting between these two American fugitives, allowing both singers to trade verses based on the characters’ narratives, as they elicit sympathy for their violent lives.
A full band backs the twosome and while this might seem like an unusual pairing on paper, the result is an alternatively sweet, touching, rousing and undeniably heartfelt set that plays to both artist’s strengths while pushing each slightly outside their comfort zone. Hopefully, there will be a follow-up to further expand on this success that brings out the best in both Alvin and Gilmore and seems to just scratch the surface of their deep Americana pedigrees. (Hal Horowitz/American Songwriter)

Das komplette Tracklisting:

1. Downey to Lubbock - 5:49
2. Silverlake - 5:02
3. Stealin' Stealin' - 2:58
4. July, You're a Woman - 3:53
5. Buddy Brown's Blues - 3:51
6. The Gardens - 3:56
7. Get Together - 3:59
8. K.C. Moan - 5:12
9. Lawdy Miss Clawdy - 2:38
10. Billy the Kid and Geronimo - 4:45
11. Deportee - Plane Wreck at Los Gatos - 4:52
12. Walk On - 5:50

Art-Nr.: 9634
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Downey to Lubbock
Silverlake
July, you're a woman
Buddy Brown's Blues
The gardens
Lawdy Miss Clawdy
Billy the Kid and Geronimo

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Amazing Rhythm Aces, The - midnight communion [2008]
Herrlich! Als wäre die Zeit seit ihrem 1975iger Debut "Stacked deck" stehen geblieben: Die legendären Amazing Rhythm Aces um ihren begnadeten Songwriter und Sänger Russell Smith (sein faszinierender, unverwechselbarer Gesang bedeutet noch immer pures Gänsehaut-Feeling) sind mit einem neuen, wundervollen Studioalbum zurück und versetzen ihre Anhänger mit dieser Meisterleistung in einen Zustand vollkommener Glückseeligkeit.. War "Nothing but the blues" aus dem Jahre 2003 noch sehr Blues-orientiert, so hören wir auf "Midnight communion" wieder die mehr Country-orientierteren Aces. Doch so "country" die Basis hier auch ist, mit ungebrochener Inspiration und jeder Menge "Spirit" verarbeiten sie erneut alle typischen Merkmale, die ihre Musik seit rund 35 Jahren so unwiderstehlich macht. Voller Eleganz und wunderbar locker sprudelt ihr beseelter, von Smith's hinreißendem Gesang geprägter, einzigartiger, mit diesem unverkennbaren Memphis-/Muscle Shoals-Feeling ausgestatteter Retro-Countryrock voller Roots-, Blues-, Soul und Southern-Einflüsse aus den Lautsprechern, weshalb sie, durchaus berechtigt, oft auch zu dem erweiterten "Dunstkreis" der Southern Rock-Szene gerechnet werden. Alles ist wunderbar harmonisch und melodisch. Zur aktuellen Besetzung der Aces (sie nennen sich bei diesem Album übrigens Russell Smith and The Amazing Rhythm Aces, was noch einmal deutlich unterstreicht, wer der absolute Kopf der Band ist und wer den Laden mit seinem ganzen Idealismus zusammenhält) gehören neben Smith noch Original Ur-Gestein Billy Earheart (Orgel), sowie Drummer Mark Horn, Bassist Lorne Rall und Gitarrist Kevin Holly - allesamt Meister ihres Fachs! Einzelne Stücke hervorzuheben macht igendwie wenig Sinn. Ob beispielsweise der wunderbar melodische Honky Tonker "Midnight communion" mit seinem lockeren Rhythmus, dem feinen E-Gitarren-Picking und exquisiten Piano-Spiel, die von glasklaren Acoustic Gitarren und herrlichen Steelguitar-Linien (Gast: Wayne Bridge) geprägte, reine, traditionelle Countrynummer "I got a real George Jones", der erdige, rootsige, Blues- und Riff-betonte Countryrocker "I'm a dog" (würzige E-Gitarre, dreckige Bluesharp, klasse E-Piano), der flotte, flüssige, mit schönen Gitarren- und Dobro-Einsätzen geführte Country-Heuler "We're in the same boat", die wunderschöne, soulig bluesige Ballade "Randolph's General Store" mit ihren erneut sehr klaren, transparenten Acoustic Gitarren und dem prächtigen Hammond Orgel-Background, der dampfende, von fetten E-Gitarren und glühender Slide dominierte Southern-Countryrocker "What I was born to do", an dem sicher auch die Kentucky Headhunters ihre helle Freude hätten, der flockige, sich unwiderstehlich in unsere Gehörgänge bohrende, lockere, rootsige Country-Stomper "That's not my problem anymore", oder der traumhaft melodische, knackige, an goldene Byrds-Tage erinnernde, von Russel Smith und den Jungs geradezu brillant performte, ungemein frisch rüberkommende Retro-Countryrocker "Let it burn" - das Songmaterial ist einfach wunderbar! Die Amazing Rhythm Aces sind über all die Jahre ihren Roots treu geblieben. Auch als die Kommerz-orientierte Label-Industrie sich ihrer abgewandt hat, sind sie weiter ihren Weg gegangen. Sie lieben die Musik, die sie machen und würden sich nie verbiegen lassen - und das lieben die Fans an ihnen. Die Amazing Rhythm Aces sind eine Institution in der amerikanischen Roots-Musik - und sie haben bis heute nichts von ihrer Faszination verloren! Wir verneigen uns tief vor dieser Truppe und danken für ein weiteres, famoses Album!

Art-Nr.: 5733
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 18,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Midnight communion
I'm a dog
I've got a real George Jones
That's not my problem anymore
What I was born to do
Let it burn

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Amazing Rhythm Aces, The - nothin' but the blues [2003]
Bisher nur recht schwer zu ergattern (Eigenvertrieb), können wir, obwohl es schon vor rund einem Jahr erschienen ist, nun endlich auch das neue Album der legendären Amazing Rhythm Aces anbieten! Das Teil ist schlichtweg ein Knüller! In absoluter Top-Form haben sie in Quintett-Besetzung ein wahrhaft grandioses, wie es der Titel schon vermuten läßt, sehr Blues orientiertes Album eingespielt, das jedoch die bewährten und typischen Aces-Merkmale zu keiner Zeit vermissen läßt. Zentrale Figur ist nach wie vor der charismatische Sänger und Songschreiber Russell Smith (sein Gesang ist wieder umwerfend!!!), zusammen mit den beiden Original-Mitgliedern Billy Earheart (Piano/Orgel) und Jeff "Stick" Davis am Bass, sowie Drummer Brian Owings und dem großartigen Lead-Gitarristen Fred James! Seit rund 30 Jahren sind die Aces bekannt für ihren einzigartigen und unverkennbaren Memphis-/Muscle Shoals-geprägten Countryrock voller Blues- und Southern Soul-Einflüssen, weshalb sie, durchaus berechtigt, oft zu dem erweiterten "Dunstkreis" der Southern Rock-Szene gerechnet werden. Und dem Southern Rock waren sie niemals näher als heute, als mit "Nothin' but the blues"! Es ist eine ganz herrliche, hochklassige, voller Eleganz und voller Gefühl und Seele steckende, von unglaublich starkem Songmaterial geprägte, wunderbar groovende Blues(rock)-Scheibe geworden, bei der die Countryrock-Elemente zwar immer noch vorhanden sind, aber nicht mehr so im Vordergrund stehen. Die Basis bildet der Southern Blues, garniert mit jeder Menge "Alabama Muscle Shoals"-Soul und großartigen Melodien! Dazu kommt auch mal ein prächtiges Delta-Flair, mal ein stark an Little Feat erinnernder Groove, viel Rootsrock-Feeling - alles verpackt in höchste Musikalität von 5 versierten Könnern! Was für Songs, was für Musiker, was für ein herrliches Southern Soul-Flair! Tolles, knackiges Drumming und Jeff's geradliniger, wie flüssiger Bass bilden die rhythmische Grundlage der wundervoll groovenden Arrangements, in denen es die Band auf einzigartige Weise versteht, das Feuer des Südens, sowohl mit einer gewissen Relaxtheit, gleichzeitig aber auch mit einer kernigen Würze, durchzogen von prachtvollen, bluesig-rockigen Melodien, zu entfachen. Ungemein authentisch! Immer wieder hören wir ganz großartige, kräftige Lead Gitarren-Soli, das typische Aces E-Piano, wohlige Orgel-Klänge und hervorragendes Mundharmonikaspiel von Russell Smith! Das Album startet mit dem würzig knackigen Shuffle-Bluesrocker "She lied on me", gleich mit hinreißendem Gesang von Herrn Smith und einem dreckigen Bluesharp-Solo, das schließlich in ein großartiges, versiertes wie feuriges E-Gitarren-Solo von Fred James übergeht.Toll! Das Amazing Rhythm Aces-Funke springt sofort über! Man ist gefangen! Genauso wie bei dem folgenden, energischen, voller Country-Soul steckenden Slow-Blues "The blues, the whole blues and nothin' but the blues", dem flüssig flockigen, dennoch knackigen, bluesigen Rootsrocker "Sensual woman" mit seinen wunderbaren Melodienbögen, der mit tollen E-Gitarren und einem wohligen Teppich aus Hammond Orgel und E-Piano instrumentierten und einer hinreißenden Prise Southern-Funk-Soul versehenen Roots-/Blues-/Groove-Ballade "Strong enough" (Russell singt in Hochform, dazu der Rhythmus und diese klasse Melodie...), dem herrlichen, von einem brodelnden, schwülen Swamp-Groove geprägten (die Radiators und Little Feat lassen grüßen), mit klaren wie glühenden Lead Gitarren-Läufen und rauer Mundharmonika ausgestatteten "Snakin' up on you", dem gefühlvollen "Reminiscing with the Blues", dem souligen "Feels like the first time" (Klasse Orgel, klasse Gitarren), dem cool groovenden Delta-/Blues-/Rootsrocker "The chance you take" mit seinem klasse Drumming und den starken Slide-Gitarren, der traumhaften Southern-Blues-Ballade "Worse than dyin'", oder dem fröhlich groovenden (hat fast ein wenig "Third rate romace"-Feeling in Verbindung mit einer gewissen Little Feat-Rhythmik in sich vereint) "Thangamalang", usw.! Stark auch das von Russell Smith mit Jimmy Hall komponierte, flotte "One tear at a time", bei dem sogleich ein gepflegtes (Jimmy Hall spielt hier auch Mundharmonika) "Wet Willie meets Aces"-Feeling aufkommt! 14 Tracks, knapp 60 Minuten (über das etwas spartanische Ein-Blatt-"Booklet" sehen wir gerne hinweg - das macht die Musik zigmal wett), das sind die Amazing Rhythm Aces von ihrer allerbesten Seite! Feinster, gediegener Southern-Soul-Blues mit Roots- und Countryrock-Anlagen in Vollendung! So können das wirklich nur die Amazing Rhythm Aces spielen... - Genial!

Art-Nr.: 3023
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 18,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
She lied on me
Strong enough
Snakin' up on you
Worse than dyin'
Thangamalang

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Anderson, John - easy money [2007]
Bravouröses "Comeback" des beliebten Neo-Outlaw-Honky Tonkers John Anderson, der uns einst mit Hits wie "Chicken truck", dem legendären "Swingin'" oder "Straight Tequila night" unvergeßliche Country-Evergreens bescherte. Obwohl es Mitte der Neunziger und zu Beginn des neuen Jahrtausends eher ruhiger um den aus Apopka/Florida stammenden Country-Veteranen wurde (Nashville hatte sich, da Anderson konsequent seiner musikalischen Linie treu blieb, aufgrund aktueller Chart-Trends immer mehr von ihm abgewandt), konnte er sich zu jeder Zeit einer immens großen und sehr loyalen Fan-Gemeinde sicher sein. Vereinzelt erschienen in den vergangenen Jahren immer mal wieder großartige Alben von ihm, zuletzt das klasse 2001er-Werk "Nobody's got it all", doch was er jetzt mit "Easy money" abliefert toppt alles und ist das mit Abstand beste Album, das Anderson seit ewigen Zeiten veröffentlichte. Niemand anderes als Nashville's derzeitiger Starproduzent John Rich vom angesagten Duo Big & Rich (Rich hat nicht nur produziert, sondern auch etliche Songs mitkomponiert) hat sich seiner angenommen. Den beiden, Rich und Anderson, ist es auf beeindruckende Weise gelungen, eine exzellente Brücke zwischen Anderson's Honky Tonk-Wurzeln, puren Country-Traditionen und kraftvollen, knackigen, sehr zeitgemäßen, "jungen" Country-Tendenzen zu schlagen. Das durch und durch hervorragende Songmaterial und die entsprechenden musikalischen Vorträge stecken voller Inspiration, Vitalität, Spielwitz und voller Chart-Potenzial. Das spricht sowohl die "alten" Anderson-Fans, als auch die junge Country-Generation an. Nichts wirkt aufgesetzt und gekünstelt, sondern alles wirkt überaus authentisch, ehrlich und vor allen Dingen immer richtig "country"! John's Stimme ist noch immer unverwechselbar, ist einem sofort wieder vertraut und bestens in Form. Mit dem lebendigen, von würzigen E-Gitarren und klasse Fiddle dominierten "rowdy-rockin'" Roadhouse-/Honky Tonk-Fetzer "Easy money" startet das Album gleich voll durch. Tolle Nummer, die in etwa auf der Schiene solch "junger Wilder" wie Jason Aldean, Keith Anderson, Jake Owen, Eric Church & Co. daherkommt. Enthält ein kurzes, aber gewaltig kochendes, furioses E-Gitarren-Solo von Keith Urban! Es folgt die schöne, von John Rich, Vicky McGehee und Julie Roberts geschriebene Ballade "A woman knows", arrangiert mit großartiger Gitarren-/Piano-/Fiddle- und Steelguitar-Begleitung. Der Song, gleichzeitig die erste Single des Albums, ist auf dieser "enhanced CD" zusätzlich als Video-Clip enthalten. Ein prächtiges, kräftiges, fettes Southern-Falir versprüht der anschließende, kernige Countryrocker "Funky Country"! Kommt mit satten E-Gitarren-Riffs, einem tollen Dixie-Groove, brodelnden Slide-/Lead Gitarren-Läufen und einer großartigen, unterschwelligen Banjo-Untermalung! Hank Williams jr., Van Zant und Montgomery Gentry lassen grüßen! Klasse! Dann ein Traum von einer modernen Country-Ballade: Komponiert von Jon Anderson und Troy (Cowboy Troy) Coleman bahnt sich das wunderbar melodische "Bonnie Blue" unwiderstehlich seinen Weg in unsere Country-Ohren, begleitet von herrlichen Mandolinenklängen, Fiddle, heulender Steelguitar und einem angenehmen, ungemein wohltuenden, gleichzeitg durchaus knackigen, kräftigen Rhythmus! Toll! Einen ordentlichen Drive, klasse E-Gitarren-Licks und abermals ein feines Southern-Feeling versprüht im Anschluß daran der dynamische, gut tanzbare Roadhouse Country-Knaller "If her lovin' don't kill me" (klasse Slides), ehe Anderson mit dem lockeren und entspannten, aber durchaus flotten "Something to drink about" einen total traditionellen "Honky Tonk-/Barroom-Weeper" in allerbester Jones-/Haggard-Manier zum Besten gibt (großartige Fiddle-/Steelguitar-Begleitung)! Hervorragend auch die sehr abwechslungsreich und klug arrangierte, wunderbar melodische, einem einen herrlichen Southern-Duft um die Nase wehende, durchaus knackige, kraftvolle Ballade "Weeds" mit ihren tollen, rurückhaltenden Gitarren und dem exquisiten Fiddle-/Steel-Wechselspiel, das feine, traditionelle George Jones-Tribute "Brown liquor", oder der das Album abschließende, genauso urige, wie gefühlvolle, exzellente, ruhige Honky Tonk-/Swing-/Country-Blues "Willie's guitar" (klasse Acoustic Gitarren-Solo), bei dem ihm zwei seiner "Heroes", die legendären Merle Haggard und Willie Nelson, als großartige Duett-Partner gerne zur Seite stehen! "This album is definitely a winner", heißt es in einem US-Statement! Dem muß man ohne jede Einschränkung von vorn bis hinten zustimmen! John Anderson ist musikalisch wieder ganz oben! Eine Meisterleistung!

Art-Nr.: 4943
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Anderson, Keith - c'mon! [2008]
3 lange Jahre hat es gedauert, bis Keith Anderson endlich den Nachfolger seines großartigen und sehr erfolgreichen Debutalbums (immerhin verkaufte sich "Three chord Country and American Rock& Roll" über 500.000 mal) präsentiert - nun ist er da! Was sollen wir sagen? Das Warten hat sich wirklich gelohnt! "C'mon" ist noch einen Tick stäker als der Vorgänger geworden, das Songmaterial noch besser und Anderson, bei aller Power, noch vielseitiger aund reifer! Nicht nur äußerlich ein "Kerl wie ein Baum", transportiert es diese Kraft auch ohne Umschweife in seine Musik. So heißt es passend in einem amerikanischen Review zum neuen Album: "For his second album 'C'mon' the beefy, broad-shouldered Keith Anderson amps up his country-rock swagger again", was den Nagel auf den sprichwörtlichen Kopf trifft. Das ist moderner, junger, von einem rauen, wilden, nach Freiheit schreienden, rebellischen Charme durchzogener, dennoch ungemein authentischer und voller Herz und Emotionen geprägter "Hi-Energy Country", wie er in Nashville momentan äußerst angesagt ist. Anderson ist ein Paradebeispiel für eine Generation, die es versteht pure Country-Traditionen mit rockige Klängen zu verbinden und somit alle Barrieren zwischen jung und alt hinter sich zu lassen. Keith Anderson, geboren in der Nähe der Ozark Mountains in Miami/Oklahoma, wurde vorwiegend mit den "Southern-fried" Klängen solcher Bands wie Lynyrd Skynyrd, Molly Hatchet und diverser Hardrock-Bands groß. Erst als ihm ein Exemplar von Willie Nelson's "Red headed stranger"-Album in die Hände viel, entdeckte er seine verstäkte Liebe zur Countrymusic. Dennoch sah es zunächst alles andere als nach einer Musikerkarriere aus. Anderson, auch sportlich überaus talentiert, wurde in jungen Jahren zu einem gefeierten College Baseball Star, doch eine Schulterverletzung verhinderte eine große Karriere. Dann schlug er sich zunächst als Bodybuilder durch (er war wohl auch mal "Mr.Oklahoma"), arbeitete als Model, hielt sich mit "day-jobs" über Wasser, bis er sich schließlich seines musikalischen Talents besann und nach Nashville zog, um dort Fuß zu fassen. Das gelang ihm dann sehr schnell. Besonders der dort unter den Songwritern sehr etablierte George Ducas verhalf ihm zu den richtigen Kontakten. Heute zählt Anderson selbst zu den angesagtesten Songwritern Nashville's, der bereits Riesen-Hits für u.a.Garth Brooks & George Jones, Gretchen Wilson oder auch Big & Rich mitkomponierte, wie auch zu den talentiertesten Performern der neuen, jingen Country-Generation. "C'mon" beweist das sehr eindrucksvoll! "Volles Rohr" wird das Album mit dem großartigen Titelsong eröffnet. Sollte irgendjemand einmal annehmen, AC/DC würden einen Countrysong aufnehmen, dann ist "C'mon" genau dieses Stück! Rockt "wie die Sau", doch zeigt zu jedem Moment deutlich seine Countryroots! Eine tolle Synthese aus krachenden Rock-Riffs und "purem Countryblut"! Bleibt prächtig hängen, hat eine klasse Melodie, lebt von powerndem Gesang, fetten E-Gitarren und einem treibenden Groove. Bärenstarker "young and wild" Nashville-Country "at his very best"! Weiter geht's mit dem nicht minder starken "Break my heart", einer tollen, wieder sehr "saftigen" New Country-Nummer (nicht ganz so hart wie der Opener, aber dennoch sehr knackig), die auch vorzüglich in das Repertoire von Montgomery Gentry passen würde. Klasse hier die lässigen "Talk Box-Guitar"-Elemente zu Beginn, die schöne Orgel-Untermalung und die großartigen, southern-angehauchten Twin Lead-Gitarren. The Kentucky Headhunters, die Georgia Satellites und Van Zant hinterlassen ihre Spuren bei dem tollen, bestens zum Abtanzen (auch für Linedancer) geeigneten Outlaw-/Southern-, honky-tonkin' Redneck-/Roadhouse-Countryrocker "Somebody needs a bug". Die Nummer ist bestens garniert mit herrlichen, fetten Double-Leads, den obligatorischen, weiblichen Background-Gesängen, jeder Menge ausgelassener "Beer and Whiskey-drinkin'" Party-Stimmung und einem tollen Southern-Spirit. Neben den fulminanten, rockin' Country-Fetzern enthält das Werk aber auch ein paar astreine, ganz hervorragend in Szene gesetzte Balladen, bei denen Anderson eindrucksvoll belegt, wie gekonnt und ausstrahlungsstark er sich auch auf diesem Terrain bewegt. Sehr stark beispielsweise die ungemein kraftvolle Power-Ballade "Closest I've ever been" mit ihren gelungenen Wechseln zwischen zurückhaltend vorgetragenen Strophen und dem wunderbaren, satt instrumentierten Refrain, oder auch die toll ins Ohr gehende, ebenfalls recht kräftige "Modern Country"-Ballade "I still miss you" mit ihren schönen Gitarren und den feinen Piano-Tupfern. Ist bereits in den Toß 10 der Billboard Country Singles-Charts mit deutlicher Tendenz Richtung Nr.1. Zwei weitere Songs bedürfen einer besonderen Erwähnung: Erstens, das grandiose Remake des 20 Jahre alten Foster & Lloyd-Knallers "Crazy over you", für das Keith Anderson Radney Foster und Bill Lloyd zur Gesangsunterstützung erstmals wieder gemeinsam ins Studio holte und somit für eine kleine Foster & Lloyd-Reunion sorgte (kochende, massive E-Gitarren, glühende Slide, und eine pulsierende Rhythmus-Sektion sorgen für ein gewaltiges "Country-Pfund"), und zweitens, Keith's eigene Interpretation des von ihm mitkomponierten, wunderschönen, lockeren "Lost in this moment", das kürzlich zum ersten Nr.1-Hit für Big & Rich avancierte. Bis auf besagtes "Crazy over you" wurden übrigens alle Songs von Anderson geschrieben, unterstützt von solch grandiosen Kollegen wie beispielsweise Bobby Pinson, David Lee Murphy, Bob DiPiero, Jason Sellers, Rivers Rutherford und Jeffrey Steele, der das Album auch fantastisch produzierte. Unter den Muskern, die alle zur 1A-Mannschaft Nashville's zählen, befinden sich u.a.: Pat Buchanan, Tom Bukovac, Troy Lancaster, Kenny Greenberg (alle E-Gitarre), Michael Rhodes, Glenn Worf (beide Bass), Steve Hinson (Steel), Greg Morrow (Drums), u.s.w.! Keith Anderson hat mit "C'mon" einen weiteren großen Schritt nach vorn gemacht! Ein Pracht-Album, das seiner Karriere einen weiteren, ordentlichen Schub bescheren sollte. "C'mon all of you cowboys and outlaws, rock the Country with Keith Anderson"! Jawohl! Und ob wir das tun...

Die Tracklist:

1 C'mon! - 3:34   
2 Break My Heart - 3:47   
3 Somebody Needs a Hug - 4:07   
4 She Could've Been Mine - 4:05   
5 Sunday Morning in America - 4:53   
6 I Still Miss You - 3:57   
7 Crazy Over You - 3:27   
8 I Ain't Hurtin' Nobody But Me - 3:25   
9 Adaliene - 3:47   
10 Lost in This Moment - 4:34   
11 Closest I've Ever Been - 3:45

Art-Nr.: 5869
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Atlanta Rhythm Section - anthology - greatest & latest [2007]
Da werden die vielen Anhänger der kultigen Southern Rocker hellhörig: Jawohl, die Atlanta Rhythm Section meldet sich zurück, und zwar mit einem neuen Album. Am Start ist die aktuelle Besetzung der Band um den neuen Sänger Andy Anderson, den eingefleischte Kenner allerdings bereits seit den Neunzigern kennen dürften, denn schon damals tauchte er immer wieder mal im Line-Up der Truppe auf. Der Albumtitel "Anthology - Latest & greatest" dürfte zunächst für etwas Irritation sorgen, da er natürlich ein weiters "Greatest hits"-Album suggestiert, doch das ist es nicht. Was ARS hier vorlegen, ist ein reines Cover-Album, das etwa zur einen Hälfte aus vollkommen neu eingespieltem, alten ARS-Songs besteht, zur anderen aus ihren Versionen bekannter Klassiker diverser, seelenverwandter Rock-Größen. Zum einen werden mit "So Into You", "Spooky", "I’m Not Gonna Let It Bother Me Tonight", "The Ballad Of Louis Malone" und dem gelungenen "Sleep With One Eye Open" (ein Song , der bislang nie veröffentlicht wurde, mit rootsig-psychedelischem, aber typisch, melodischem ARS-Flair) einige markante Tracks/-Hits aus vergangenen Zeiten aufpoöiert. Die Besetzung mit Dean Daughtry (Keyboards, Drums) als einzigem Original-Mitglied, dem bereits erwähnten Ronnie Hammond-Ersatz Andy Anderson (Vocals) und David Anderson (Guitars, Bass, Drums) erscheint zwar recht minimalistisch, der einzigartig anmutende Keyboard- und Gitarren-lastige, typische ARS-Sound wurde aber sehr authentisch (vor allem Barry Bailey’s damaliges Les Paul-Spiel wird von David Anderson sehr gut weiterentwickelt) und durchaus zeitgemäß klingend eingefangen. Klasse besonders das relaxt groovende "Spooky" mit gleich drei eingebundenen, fetten E-Gitarren-Passagen. Zum anderen hat die Band ein paar hochkarätige Rock-Klassiker (u. a. "Hold On Loosely" von 38 Special, "The Boys Are Back In Town" von Thin Lizzy, "Love Hurts", vor allem bekannt durch Nazareth, oder auch "Help Is On The Way" der australischen Little River Band) eingespielt und versucht, diesen Songs eigenen Stempel aufzudrücken, was ihr prima gelingt. Stark auch die Fassungen von weiteren Stücken wie Lynyrd Skynyrd's/J.J.Cale's "Call Me The Breeze" in einer ordentlich abgehenden Version mit tollem Gitarren-Drive, die sich durchaus mit der Skynyrd'schen messen kann, dem Bachman Turner Overdrive-Klassiker "Takin’ Care Of Business", der Anderson’s rauem Stimmorgan mit seinem Blues-Rock-Ambiente sehr entgegenkommt, oder das furios dargebotene ZZ-Top-Mini-Medley "Sharp Dressed Man“/“Gimme All Your Lovin’", das durch Daughtry’s klasse Orgel- und Honkytonk-Piano-Spiel zusätzlich aufgepeppt wird. Am Ende gibt es als Bonus noch zwei Live-Tracks ("Imaginary Lover" und "Champagne Jam"), eingespielt in der aktuellen Live-besetzung (Dean Daughtry, Steve Stone, Andy Anderson, Justin Seeker, Jim Keeling, Alan Accardi) mit bewährter Routine und in gewohnter Atlanta Rhythm Section-Qualität. Vielleicht wäre ein Album mit komplett neuem Material wünschenswerter gewesen, aber immerhin: Einfach schön mal wieder etwas „Neues“ von den Burschen zu hören! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 4959
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Atlas Road Crew - halfway to hopkins [2015]
Blutjunge, hungrige Truppe aus Charleston im U.S.-Bundesstaat South Carolina, die gerade drauf und dran ist, die Herzen der Rock-, Rootsrock- und vor allem der Southern Rock-Fans im Sturm zu erobern. Ja, diese Burschen haben dieses einzigartige, typische "deep down from the south"-Gen, das sie perfekt in ihre Musik integrieren. Ihre Inspiration liegt im klassischen Vintage Rock der Siebziger, aber die Umsetzung und der Sound liegen mit ihrer kreativen Frische total auf der Höhe der Zeit. Das Potential des, wie gesagt, noch sehr jungen Qintetts (alle sind noch in den Zwanzigern) scheint immens zu sein. Jedenfalls klingen sie dermaßen versiert, so seien sie schon ewig im Geschäft - und dazu hoch professionell. Nach einer ersten EP liegt nun das "Full Length Debut" der Truppe vor - und sie Scheibe ist schlichtweg ein "Hammer"! Das Album strotzt nur so vor hochkarätigen Songs und potentiellen Hits, die allesamt, das meinen wir im nur erdenklich positivsten Sinn, "radiotauglich" erscheinen, denn ihre Strukturen und vorzüglichen Melodien gehen sofort ins Ohr und bleiben nachhaltig hängen. Dennoch klingt die Atlas Road Crew niemals zu brav oder kommerziell, ganz im Gegenteil. Sie spielen herrlich rotzig, wenn nötig auch dreckig, sehr kraftvoll, brodelnd, völlig zwanglos, unbeschwert und unwiderstehlich frisch. Die Balance stimmt einfach. Bei ihrer packenden Mixtur aus traditionellem amerikanischen Rock, Guitar Classic Rock, einem Hauch von Blues und Psychedelic, Rootsrock und den allgegenwärtigen Southern Rock-Einflüssen springt der Funke unmittelbar über. Da finden wir Spuren von Led Zeppelin über The Black Crowes, von The Allman Brothers Band über Lynyrd Skynyrd, von den Rolling Stones über Credence Clearwater Revival, bis hin zu den Kings of Leon. Aber auch solch jüngere Bands, wie etwa The Dirty Guv'nahs, Blackberry Smoke oder Robert Jon & The Wreck tummeln sich auf dem gleichen Terrain wie die Atlas Road Crew. Die Musiker sind einfach großartig, allen voran Frontmann, Gitarristen und Sänger Taylor Nicholson, der über ein fantastisches, leicht angerautes, "soulful" Organ verfügt (klingt zuweilen wie eine superbe Kombination aus Chris Robinson, UFO's Phil Mogg und Caleb Followill von den Kings of Leon), der bereits über eine immense Ausstrahlung verfügt. Komplettiert wird die Truppe von Dave Beddingfield (lead guitar), Bryce James (piano, organ), Max Becker (bass) und Patrick Drohan (drums), wie geagt, alle mit köchster Kompetenz unterwegs. Herz, Leidenschaft, Spielfreude, tolle Gitarren, immer wieder ergänzt durch großartige Piano- und Orgel-Sequenzen und eine äußerst satte, knackige, klare, auf den Punkt gebrachte Produktion (5 Tracks wurden produziert von Rick Beato, u.a. Needtobreathe, Trey Anastasio, Shinedown) bestimmen das Bild. Einen schwachen Song sucht man auf dem Album absolut vergebens. Los geht's mit dem von herrlichen, lockeren, transparenten Gitarren und erdigen, kraftvollen Riffs bestimmten, mit wunderbaren Hooks durchsetzten Roots-/Southern Rocker "Voices", der sich mit seiner tollen Melodie sofort tief in unsere Gehörgänge schraubt. Sofort weht einem dieser wohlige "smell of the south" um die Nase - einfach eine Wonne. Lead Gitarrist Dave Beddingfield brilliert gleich mit einem quirligen, zündenden Solo und Sänger Taylor Nicholson überzeugt mit viel Seele. Die Band hat den Zuhörer sofort im Griff. Bärenstark! Prächtige, bluesige Retro-/Pyschedelic-Riffs, ein schönes Southern-Flair und der Vibe der Kings of Leon bestimmen das folgende, famos inszenierte "Black eye sunrise", das eindrucksvoll zeigt mit welch ausgefuchsten Songwriting-Qualitäten und mit welcher Kreativität und Explosivität die Burschen am Werk sind. Das hat richtig Biß, aber auch wieder ein wunderbare Melodie. Starkes Gitarrenspiel! Nach dem fulminanten, dreckigen "Low Country Blues", einem voller Drive steckenden Slideguitar-getränkten Southern-/Swamp-Boogie (herrlich klimperndes Piano in Verbindung mit den kochenden Gitarren) wird es langsamer im Rhythmus. Feinste Acoustic Gitarren-Riffs, überaus harmonische Lead Gitarre, eine fantastische Orgel- und Klavier-Untermalung, dazu eine unwiderstehliche Melodik, Kraft und erdiger Gesang - das sind die Zutaten der hinreissenden Rootsrock-/Southern Rock-Ballade "Wasted time". Ja, das ist es, das sprichwörtliche "Holz" aus dem die so begnadeten Southern-Balladen "geschnitzt" sind. Wirkt wie eine magische Kombination aus The Marshall Tucker Band und The Black Crowes, angereichert mit der Ideen der Atlas Road Crew. Und weiter jagt ein Highlight das nächste: Ob der satte, straighte, von glühenden Gitarren geprägte Classic-/Southern Rocker "Lose control", der brodelnde, forsch nach vorn rockende, toll groovende, feurige Boogie "Halfway to Hopkins" (hier "brennt die Hütte"), das wunderschöne, mit vielschichtigen Gitarrenlinien aufwartende und einem tollem Orglespiel unterlegte "Abilene", oder das gar an "tighte", southern-rockige Bad Company erinnernde, sehr knackige, satt rockende "Betty" - die Band macht einen "Hammer"-Job. Wie sagt es ein amerikanischer Rezensent so schön ein seinem Fazit? "Don't miss this sensational band". Das unterschreiben wie vorbehaltlos. Saustarke Truppe, grandioses Album! Einfach nur "heiß"!

Das komplette Tracklisting:

1. Voices - 4:35
2. Black Eye Sunrise - 4:18
3. Low Country Blues - 3:50
4. Wasted Time - 4:08
5. I Want You to Know - 3:25
6. Lose Control - 3:11
7. Weeping Will - 4:43
8. Halfway to Hopkins - 2:46
9. Runaway - 3:02
10. Abilene - 3:22
11. Betty - 4:56

Art-Nr.: 9040
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Voices
Black eye sunrise
Low Country Blues
Wasted time
Lose control
Halfway to Hopkins
Abilene
Betty

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