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Chambers, Sean - welcome to my blues [2018]
"Welcome to my Blues" - dieser Einladung des einstigen Gitarristen von Blues-Legende Hubert Sumlin und mittlerweile längst selbst im Rampenlicht stehenden Sean Chambers folgen wir sehr gerne, denn er nimmt uns mit seiner vorzüglichen Band einmal mehr mit auf eine packende Reise durch die Gefilde des mitreißenden, von geradlinigem, umwerfendem, und zündendem Gitarrenspiel geprägten Blues und Bluesrocks zwischen tiefer Tradition und rockender Gegenwart. Nicht umsonst kürte das renommierte britische "Guitarist Magazine" den Saitenhexer aus Fort Myers/Florida unlängst als einen der "Top 50 blues guitarists of the last cenmtury". Dementsprechend geht der, sowohl von Johnny Winter, Hendrix und vor allem von Stevie Ray Vaughan beeinflusste "guitarslinger" hier zu Werke und brennt ein lichterlohes Feuerwerk furioser Gitarrenlicks und-soli ab, überzeugt gleichzeitig aber auch auf ganzer Linie als großartiger Sänger und nicht minder starker Songwriter. 8 Songs stammen aus seiner Feder, dazu gibt's eine wundervolle Coverversion von Luther Allison's "Cherry red wine" (eine packende Bluesrock-Ballade voller Seele, mit irrem, dreckigem, quirligem Gitarrenspiel), eine jammig groovende, super Fassung von T-Bone Walker's "All night long", sowie mit dem starken "Boxcar Willie" eine klasse Komposition seines Keyboarders John Ginty. Vom rauen, erdigen, voller Drive nach vorn pirschenden Opener und Titelstück "Welcome to my Blues" (fettes, rasantes, dreckiges Gitarrensolo) über den dampfenden, mit klimperndem Piano und einem gewaltigen Slidegitarren-Gewitter inszenierten Rock'n Roll-Blues "Red hot Mama", bis hin zum wundervollen, entspannten, an Stevie Ray Vaughen's "Riviera Paradise" angelehnten Instrumental "Riviera Blue" hören wir außergewöhnlich starken, brodelnden, voller Virtuosität und Intensität steckenden Gitarren-Blues-/Bluesrock der allerfeinsten Sorte. Eine exzellente Leistung von Sean Chambers und seiner Band. Dieses famose Werk dürfte den Erfolg seines überaus gefeierten Vorgängers "Trouble & whiskey" noch einmal deutlich toppen. Und zwar völlig zu Recht!

Hier noch ein Original U.S.-Review:

I’m a huge Stevie Ray Vaughan fan, and as such, I’m sensitive to any artist I feel is borrowing too heavily from his work. But when I say Sean Chambers’ latest, Welcome to My Blues is Vaughan-influnced, I mean it as a compliment. Chambers’ seventh album features funky rhythms, incendiary blues runs, and just the right touch of Jimi Hendrix fuzz and mania, all of which will delight fans of the late Vaughan, without pilfering from Vaughan’s legacy.
Chambers is an accomplished solo artist who is probably best known for his time backing the legendary Hubert Sumlin, Sumlin himself best known for backing the legendary Howlin’ Wolf. Chambers also grew up a huge Hendrix fan. So it’s not surprising he has a Vaughan sound. He comes from a similar musical stew of classic blues and Hendrix spice. What’s great about Welcome to My Blues is that it’s much looser and more free-wheeling than Trouble and Whiskey, Chambers’ 2017 Billboard-charting album.
Chambers has a serviceable voice that works for the songs, but his guitar playing is what’s going to grab your attention. And not just his soloing. He’s got a beautiful tone, with a big sound and a little more distortion than you might expect from a blues artist. You notice the tone on “Boxcar Willie,” which has a funky groove like Vaughan’s cover of The Beatles’ “Tax Man.” But the distortion gives the track a rock edge. And the solo, as is every solo on the album, is intense, heart-felt, and technically impressive.
The album features more traditional blues, too. “Keep Movin On,” a Chambers original, is a slow blues featuring a cleaner guitar tone. He gives a very strong vocal performance, perhaps the strongest of the album, but the barely-contained guitar nearly overshadows it. Chambers’ guitar guides the band through the song, periodically pausing to detonate into an explosion of guitar riffs, and then returning to the song. He pulls out all of the stops, from huge bends to speed runs, and never once does he bore the listener—even after repeated listens.
The album concludes with “Riviera Blue,” a Chambers co-write with John Ginty, his keyboardist. It’s gentle piano jazz a bit reminiscent of Vaughan’s similarly titled “Riviera Paradise,” although Chambers sticks to bluesy licks over the low-key, pretty piano. It’s a very sweet homage. Vaughan had a not-so-secret love of jazz, and while Chambers doesn’t seem to share that love, he makes it work with a blues music vocabulary.
The songs and performances on Welcome to My Blues are all strong, but producer Ben Elliott deserves a lot of credit for making everything sound so good. The guitar pops out of the mix in a fairly perfect manner. But of course Chambers deserves the lion’s share of the credit for keeping the songs tight enough that they hold together, but loose enough that you feel the spontaneity and energy of the album. Chambers shares Vaughan’s sound, but also has his own voice, and it comes through powerfully across all eleven tracks.
(Steven Ovadia / Blues Rock Review)

Das komplette Tracklisting:

1. Welcome to My Blues - 4:50
2. Black Eyed Susie - 4:07
3. Cherry Red Wine - 4:33
4. Boxcar Willie - 3:56
5. Cry on Me - 3:23
6. One More Night to Ride - 3:17
7. Red Hot Mama - 3:43
8. You Keep Me Satisfied - 3:35
9. Keep Movin On - 5:40
10. All Night Long - 4:54
11. Riviera Blue - 4:15

Art-Nr.: 9720
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Welcome to my Blues
Black eyed Susie
Cherry red wine
Cry on me
Red hot Mama
Keep movin on
All night long

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Too Slim and The Taildraggers - high desert heat [2018]
Der gefeierte "road-tested guitar dynamo" Tim "Too Slim" Langford und seine exzellente Band The Taildraggers brauchen nach ihren herausragenden vergangenen Veröffentlichungen wirklich niemandem mehr etwas zu beweisen. Und doch kennen sie keinen Stillstand. Sie wachsen weiter, sich stetig weiter zu entwickeln liegt in ihrer musikalischen Natur, genauso wie das Händchen für mitreissende Songs voller packender Strukturen. Ihr neues Werk "High desert heat" ist der nächste, überragende Schritt eines Gitarristen und seiner Band, für die es nach oben kein Limit zu geben scheint. Das Album bietet eine kochende, Energie geladene Reise durch die vielfältigen Gefilde des Bluesrocks, mit Abstechern zum straighten, Blues-getränkten Rock, Rootsrock und jammigen, spielfreudigen Southern-/Swamp-Rock, die keine Wünsche offen lässt und die die Glückshormone der Freunde des Genres und der Jünger von Langford's herausragenden Gitarrenkünsten zum Überlaufen bringen dürfte. Langford's Gitarrenläufe und Soli sprühen nur so vor Leidenschaft, Power, Energie und Intensität, stecken gleichzeitig aber auch voller Gefühl und Emotionalität. Übertriebenes "Gefrickel" ist nicht sein Ding, vielmehr liebt er es straight und authentisch, vollkommen natürlich und herrlich erdig und dreckig zu spielen, getrieben von dem in ihm brennenden Feuer und seiner musikalischen Kraft. Ein wahrer Meister seines Fachs. Gleich der Opener des Albums ist ein absoluter "Knaller". Langford und seine Freunde Jeff Fowlkes (drums, vocals) und Zach Kasik (bass, vocals) wagen sich mit Bravour an eine fulminante Bluesrock-Coverversion des alten Sixties Chambers Brothers-Klassikers "Time has come today", den sie, umgeben von herrlichen E-Gitarren, mit einer fett rockenden Inbrunst, dabei aber auch prächtig ins Ohr gehenden Melodie interpretieren. Bärenstark! Diese Wertung trifft auch ohne jeden Abstrich für den Rest des Albums zu, alles neue Eigenkompositionen. Da haben wir beispielsweise den satten, Bluesrocker "Trouble" mit seinen tollen Basslines und der fantastisch von Gastmusiker Sheldon “Bent Reed” Ziro gespielten, wunderbar dreckigen Bluesharp, die sich prächtig mit Langford's Lead-Gitarre abwechselt, oder das geradeaus, voller Dampf und Power rockende, intensive, southern rockig angehauchte "Broken white line", wie auch den schweren, rhythmischen von tierischen Gitarrenlicks und -soli bestimmten Bluesrock-Stomper "One step at a time". Erdig und rau, kommt der opulente, über 7-minütige, jammige Bluesrocker "Run away", vollgepackt mit prächtigen Gitarrenmomenten und sehr inspirierten, auf den Punkt gebrachten, genauso kernigen, wie toll strukturierten Soli. Das rund 3-minütige, sich stetig steigernde Gitarrenfinish ist schlicht super. Grandios auch die wundervolle, von satten Gitarrenlicks begleitete, ungemein melodische Ballade "A little more time", im Break selbstverständlich wieder angereichert mit einem massiven E-Gitarrensolo des Meisters. Erinnernt in seinen Strukturen ein wenig an die jüngeren Sachen von Kenny Wayne Shepherd. Der gewaltig dampfende Bluesrocker "Lay down your gun" mit seinen mächtigen Gitarren hingegen steckt voller Robin Trower- und Jimi Hendrix-Pathos, ehe das Werk mit dem hinreissenden, seinem Namen alle Ehre machenden, staubtrockenen, einsamen, Wüsten-Instrumental "High desert heat" (tolle Slide von Langford), genauso stark endet, wie es begonnen hatte. Too Slim and The Taildreggers zählen ohne jeden Zweifel zu den ganz Großen des Bluesrocks, werden aber leider bei der breiten Öffentlichkeit immer noch unterschätzt, bzw. zu wenig wahrgenommen. Doch wer sie einmal entdeckt hat, den packt es. Definitiv auch ein Fest für Freunde solcher Helden wie Billy Gibbons (ZZ Top), Warren Haynes (Gov't Mule), Stevie Ray Vaughan, Johnny Winter, dem legendären Duane Allman (The Allman Brothers Band) und vielen anderen seelenverwandten Gitarren-Heroen. "High desert heat" ist ein "Killer"-Teil geworden!

Das komplette Tracklisting:

1. Time Has Come Today - 4:03
2. Trouble - 5:19
3. Broken White Line - 4:23
4. Stories to Tell - 4:53
5. One Step at a Time - 5:59
6. What You Said - 4:17
7. Run Away - 7:04
8. A Llttle More True - 5:21
9. Lay Down Your Gun - 4:10
10. High Desert Heat - 3:43

Art-Nr.: 9617
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Time has come today
Trouble
Broken white line
One step at a time
Run away
A little more true
Lay down your gun

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