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Grissom, David - 10.000 feet [2009]
Nach dem 2007er "Loud music" kommt mit "10.000 feet" nun das zweite Soloalbum des texanischen Meistergitarristen - und wie der Vorgänger ist auch das ein "Killer-Teil" geworden. David Grissom ist ohne Zweifel ein "Superstar" unter den Gitarristen, genauso zuhause im Rock, Rootsrock, Americana, Country, Heartland Rock, wie auch im Blues und Bluesrock. Die Liste der Leute, für die er im Studio die Saiten zupft und "verbiegt" ist schier endlos. Untwerwegs auf den Bühnen dieser Welt war er als festes Mitglied der Touring-Bands von Joe Ely, John Mellencamp, Robben Ford und den Dixie Chicks, ebenso spielte er live bereits für The Allman Brothers Band, Buddy Guy, Chris Issak, John Mayall, Montgomery Gentry, Martina Mcbride, um nur einige zu nennen. Zudem war er, zusammen mit der Double Trouble-Rhythmusfraktion Tommy Shannon und Chris Layton zentrales Mitglied des kultigen Texas Roots-/Bluesrock-Outfits Storyville, die sich zwischenzeitlich nun endgültig getrennt haben, wie wir von David Grissom persönlich erfuhren. Sehr schade, doch Gott sei Dank lebt auch Storyville's musikalische Philosophie in so manchem Song von David's Soloalben weiter. Neben der Tatsache, dass Grissom zu den anerkanntesten und renommiertesten Gitarristen unserer Tage zu zählen ist (die verschiedensten Gitarren-Magazine widmen sich immer wieder seinem Saitenzauber, zudem veröffentlichte er kürzlich erst ein Gitarrenlehrbuch für "Blues- and Rock-Soloing"), gilt er auch als höchst talentierter Songwriter, dessen Songs u.a. schon von Montgomery Gentry, John Mayall, Trisha Yearwood, Webb Wilder und vielen mehr aufgenommen wurden. Und wie beim Vorgänger, lässt er auch beim neuen Album wieder all seinen musikalischen Vorlieben freien Lauf. Sowohl die Gitarren-Enthusiasten, die Freunde brodelnden Texas-Bluesrocks, als auch die Gemeinde des dreckigen texanischen Roots-/Americana-/Country-Rocks kommen voll auf ihre Kosten. 12 Pracht-Nummern, davon 3 großartige Instrumentals voller "trademark guitar wizardry", offereiren einen David Grissom in absoluter Höchstform. Die Songs bleiben klasse hängen, stecken voller toller Melodien und großartiger Hooklines, strotzen nur so vor "Saft" und vereinen texanische Bluesrock-Grooves und rootsige Countryrock-Hooks (wobei die Betonung stets auf "Rock" liegt) zu einer untrennbaren Einheit. Elemente eines Tom Hambridge, Dan Baird, eines rockigen Chris Knight, John Mellencamp, von Storyville, Stevie Ray Vaughan und Double Trouble vereint er voller Selbstverständlichkeit zu einer nie den roten Faden verlierenden, ungemein gefälligen Mischung. Apropos Double Trouble: Unter den Begleitmusikern ist deren Drummer Chris Layton (Kumpel aus unvergessenen Storyville-Zeiten) genauso mit von der Partie, vie Schlagzeug-Hexer Kenny Aronoff, mit dem Grissom schon zu Mellencamp-Zeiten zusammenspielte (die beiden teilen sich die Arbeit an den Schlaginstrumenten), Scott Nelson am Bass und Michael Ramos an den Keyboards. Kochende, von fetten E-Gitarren intonierte, bluesige Riffs preschen los, ein treibender Backbeat setzt ein, großartige, würzige Lead Gitarren-Linien kommen hinzu - und schon sind wir mitten drin, in dem herrlich dynamischen Opener "Keep a rollin' on"! Die Nummer macht ihrem Titel alle Ehre! Ein packender, beherzter Blues-based Rootsrocker mit einer klasse Melodie und einem voller Variabilität und Klangvielfalt steckenden, satten Gitarrenmantel. Grissom gibt ordentlich Gas, und es macht mächtig Laune! Ähnlich veranlagt ist das folgende Titelstück "10.000 feet", das zunächst etwas verhaltener beginnt, sich zum Ende hin aber mit prächtigen Gitarrenläufen verabschiedet. Der wunderbare Refrain will einem nicht mehr aus den Ohren gehen. Überhaupt bleibt auch diese Nummer klasse hängen und vereint Melodik, rockige Gitarrenpower und rootsig dreckige Würze in einer Art und Weise, die eichtig "kickt". Toll! Dann das andere Gesicht von David Grissom, und trotzdem passt auch diese Nummer "wie eine Eins" in das Gesamtkonzept dieses großartigen Albums. It's Bluestime! "Sqwawk" ist ein tierisches, schwerblütiges, drückend schwüles, genial groovendes Blues(rock)-Instrumental in allerbester Stevie Ray Vaughan-Manier. Was der Meister hier für kochende Gitarrenausflüge aus dem Ärmel schüttelt und was er dabei für einen "Spirit" verbreitet, ist unwiderstehlich. Das anschließende "Ain't no game at all" ist wieder solch ein starker, knackig rockender, riffiger Roots-Knaller (würde auch exzellent in das Repertoire eines Tom Hambridge passen), ehe die traumhaft melodische, von wundervollen Gitarrenklängen begleitete, abermals schön knackige, im texanischen "Red Dirt"-Staub scharrende Ballade "Take me back to Texas" auf dem Programm steht. Schönes Heartland-Flair! Was für ein Fest für unsere ewig hungrigen Roots-/Americana-/Countryrock-Ohren! So geht das munter weiter.Grissom gibt sich während der gesamten, gut 55 Minuten nicht den Hauch einer Blöße. Ob das von schönen Hammond Orgel-Fills unterstützte, pure Blues-Instrumental "Butterbean Friday", der von dampfenden Bluesriffs angetriebene Roots-Kracher "Gone and lonesome", der wunderbar swingende, lässig groovende, von fantastischem Gitarrenspiel geprägte, instrumentale Blues-Boogie "Dover soul", der furiose, von einem ungemein starken, zunächst ganz lockeren, flüssigen, dann dreckig erdigen Gitarrensolo unterbrochene Roadhouse-/Countryrock-Feger "True love don't work that way", bis zu der das Album schließenden, wunderschönen, entspannten, nur von akustischen Gitarren und Fiddle begleiteten, Country-inspirierten Fassung des Storyville-Klassikers "Good day for the Blues" (prima Background-Gesang von Carolyn Wonderland) - das Material ist "erste Sahne"! "10.000 feet" strahlt ungemein viel Spielfreude, ungemein viel Spaß am eigenen Tun aus. Man merkt, wieviel "Bock" Grissom auf diese Musik hat - und diese Natürlichkeit, diese Zwanglosigkeit kommt herrlich authentisch rüber. Der Mann ist so etwas von "im Geschäft" - und dennoch veröffentlicht er "seine" Musik, die ihm einfach Spaß macht, ohne jede Labelzwänge im Eigenvertrieb. Ist das sympathisch, ist das klasse! "One of the greatest guitarists of our time" mit einem weiteren, erstklassigen "True Texas Guitar Blues-/Roots-/Americana-Rock"-Werk, das mitten ins Herz trifft. Baumstark! Kommt in einer schmalen, aufklappbaren Digipack Vinyl-Replik-Verpackung!

Das komplette Tracklisting:

1 Keep a Rollin' On (4.46)
2 10,000 Feet (4.47)
3 Sqwawk (5.37)
4 Ain't No Game At All (4.02)
5 Take Me Back to Texas (4.12)
6 Butterbean Friday (5.35)
7 Jet Trails in the Sky (3.25)
8 Gone and Lonesome (5.04)
9 Dover Soul (4.14)
10 Ain't No Other Way (4.52)
11 True Love Don't Work That Way (4.13)
12 Good Day for the Blues (4.59)

Art-Nr.: 6271
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 8,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Keep a rollin' on
10.000 feet
Sqwawk
Take me back to Texas
Gone and lonesome
Dover soul
True love don't work that way

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Royal Southern Brotherhood - heartsoulblood [2014]
Zweites Studioakbum der grandiosen, neuen Südstaaten-Institution Royal Southern Brotherhood! Das sind: Cyril Neville (jüngster der berühmten Neville Brothers und in den Siebzigern Percussionist, Sänger und Frontmann der legendären Funkrock-Institution The Meters), Mike Zito (der begnadete Bluesrock-Gitarrist, der zuletzt mit seinen Alben "Pearl river", "Greyhound" und "Gone to Texas" für Furore sorgte), Devon Allman (Sohn des lehendären The Allman Brothers Band-Helden Gregg Allman, zuletzt mit seiner Band Honeytribe aktiv), der herausragenden Funk- und Jazz-Bassist Charlie Wooten, sowie der fantastischen Drummer Yonrico Scott (ex- Derek Trucks Band). Was wir bislang von "Heartsoulblood" gehört haben, knüpft nahtlos an den Vorgänger an. Eine ganz große Band!

Das komplette Tracklisting:

1. World Blues - 4:09
2. Rock and Roll - 4:57
3. Groove On - 4:42
4. Here It Is - 4:04
5. Callous - 5:04
6. Ritual - 4:31
7. Shoulda Known - 4:05
8. Let's Ride - 4:42
9. Trapped - 3:52
10. She's My Lady - 5:08
11. Takes a Village - 3:45
12. Love and Peace - 4:07

Art-Nr.: 8598
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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