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A Thousand Horses - southernality [2015]
Gegründet 2010 in Nashville/Tennessee sorgen A Thousand Horses in den amerikanischen Countrycharts gerade für mächtig Furore, denn die erste Single aus ihrem großartigen Debutalbum "Southernality" (vorher hatten sie schon eine EP veröffentlicht), mit dem Titel "Smoke", landete soeben schnurstracks auf der Nummer 1. Was für ein Erfolg! Verdientermaßen, wie wir meinen! Dabei sind A Thousand Horses alles andere als eine reine Countryband. Vielmehr liegen die Roots des Quartetts um die beiden Gitarristen Zach Brown (nicht zu verwechseln mit dem Namensgeber der Zac Brown Band) und Bill Satcher, sowie dem richtig ausstrahlungsstarken Frontmann Michael Hobby (hat eine wunderbar angeraute, erdige Stimme, spielt zudem akustische Gitarre und Harmonica) und Bassmann Graham DeLoach eher in den rockigeren Gefilden, genauer gesagt in denen der Südstaaten. Was somit entsteht "is a high-energy hybrid" aus den Einflüssen solcher klassichen Bands wie The Black Crowes, Lynyrd Skynyrd, The Marshall Tucker Band, The Allman Brothers Band, den "Exile on Main Street"-era Rolling Stones, aber auch von Tom Petty und solchen Countrykollegen wie Dwight Yoakam, angerührt zu einer wunderbar die Balance zwischen erdigem "grit" und radiotauglichen Nashville-Kriterien wahrenden, ungemein erfrischenden Fusion aus kernigem Southern Rock, sattem Countryrock, und New Country, gewürzt mit einem Hauch von Blues und Soul. Somit ist der Albumtitel "Southernality" quasi Programm, denn der Southern Rock-Esprit ist stets spürbar. Mit dieser Musik haben sie sich, vor allen Dimge auch durch ihre kernigen Live-Shows, bereits eine riesige Fanschar erspielt. Das Songmaterial, klug zwischen fetten, kraftvollen, Gitarren-orientierten Rockern und ein paar prächtigen Balladen hin und her balancierend, ist durchweg exzellent. Bis auf wenige, involvierte Co-Writer stammt das gesamte Material aus der Feder der verschiedenen Bandmitglieder. Instrumentell werden sie unterstützt von Drummer Chris Powell (alle Tracks), sowie ein paar vereinzelten Gästen wie Robby Turner (pedal steel), Michael Webb (keyboards) und einer "Horde" weiblicher Background-Sängerinnen, die ordentlich Southern Soul mit einbringen. An den Reglern saß Nashville's zur Zeit heiss begehrter Produzenten-Guru Dave Cobb (u.a. Chris Stapleton, Jason Isbell, Jamey Johnson, Shooter Jennings). Los geht's mit dem mächtig knackigen, kernigen, voller Energie steckenden, zündenden Southern Rocker "First time", bei dem der Einfluss der frühen The Black Crowes deutlich spürbar ist, genau wie ein gewisser "Stonesy swagger". Kochende, straighte Riffs, typische, weibliche Backup-Sängerinnen (ähnlich wie Lynyrd Skynyrd's "Honkettes"), klasse Orgel-Fills und ein glühendes Gitarren-Solo prägen das Bild, genauso wie eine hervorragende Melodie und Michael Hobby's starker, southernrockiger, angerauter Gesang. Ja, die Melodien sind auch so ein Thema, denn die sind durchweg klasse. Wie auch bei dem wunderbaren "Heaven is close", einer tollen New Country-Nummer mit hintergündigem Banjo-Picking, schönen Fiddle-Fills und satten, Lynyrd Skynyrd-mässigen Gitarren-Riffs. Auch diese Nummer schlägt wieder eine großartige Brücke zwischen Southern Rock-Roots und rockenden New Country-Anlagen. Blackberry Smoke meet Montgomery Gentry und einen geradeaus spielenden Eric Church (zu dessen ersten beiden Alben). Dann der bereits erwähnte No. 1-Hit "Smoke": Was ist das für eine traumhaft melodische, knackige, von viel Southern-Flair durchzogene, saftig rockende New Country-Ballade. Hat ein tolles Gitarren-Gewand, inklusive schöner Steel-Fills. Durchaus etwas mainstreamig und auf die Nashville-Belange zugeschnitten wirken hier die recht opulenten Streicher in der zweiten Hälfte des Songs, doch die Nummer an sich ist so stark, das auch das überhaupt kein Problem darstellt. Klasse auch hier wieder der sehr eingängige, aber unterschwellig raue Gesang. Anschließemd geht es mit dem satten, jede Menge Staub aufwirbelnden , dampfenden Countryrocker "Traveling man" wieder richtig ab. Viel Southern Rock-Power und fette E-Gitarren, sowie ein paar bluesige Harp-Fills bestimmen das Geschehen. So geht das munter weiter: Hier und da prächtige, rockige New Country-Nummern, wie etwa das seelige "Tennessee whiskey" oder das moderne, junge "(This ain't no) Drunk dial", hinreissende, southern-fueled Balladen, wie beispielsweise das mit satten Gitarren, Steel, Klavier, Orgel und einer Menge Soul und Gospel-Feeling inszenierte, fantastische "Sunday morning" (diese Nummer wurde übrigens komponiert von sämtlichen Band-Mitgliedern in Kooperation mit dem ex-Black Crowes-Gitarristen Rich Robinson) oder das wunderschöne, sehr New Country-lastige "Back to me", sowie krachende, straighte Riff-Southern Rocker, wie zum Beispiel das powernde "Trailer trashed", geben sich genüßlich die Klinke in die Hand. Ohne jeden Zweifel, A Thosand Horses sind ein "Haufen" hoch talentierter, junger Musiker, die die rockig orientierte und southern-affine, gleichzeitig aber auf eine gewisse Eingängigkeit und Harmonie achtende Klientel in Nashville zielsicher, mit Klasse und mit großartigem Songmaterial bedienen. "Southernality" jedenfalls ist ein super Album geworden. Gratulation, Jungs!

Das komplette Tracklisting:

1. First Time - 4.39
2. Heaven Is Close - 3.57
3. Smoke - 3.40
4. Travelin Man - 4.01
5. Tennessee Whiskey - 3.24
6. Sunday Morning - 3.34
7. Southernality - 2.26
8. (This Ain t No) Drunk Dial - 3.31
9. Landslide - 3.22
10. Back To Me - 3.26
11. Trailer Trashed - 2.45
12. Hell On My Heart - 3.42
13. Where I m Goin - 3.30

Art-Nr.: 8884
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
First time
Heaven is close
Smoke
Travelin' man
Sunday morning
Back to me
Trailer trashed

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Abshier & the Nighthowlers, Shea - turning point [2019]
Ohne jeden Zweifel, die in den U.S.-Staaten Texas und Oklahoma verwurzelte "Red Dirt"-Szene hat eine neue Vorzeige-Band: Shea Abshier & The Nighthowlers! Die erst im Frühjahr 2017 gegründete Formation aus Stephensville/TX legt nach ihrem wirklich vorzüglichen Debut "Potluck" aus dem Jahre 2018 nun mit dem fantastischen "Turning point" bereits ihr zweites Album vor und packt geradewegs nochmal eine Schippe drauf. Was für eine baumstarke Vorstellung! Längst ist dieses so erfrischend ungezwungen und frei aufspielende Sextett in der ersten Liga solch renommierter Genre-Acts wie beispielsweise Cross Canadian Ragweed, Micky and The Motorcars, der Randy Rogers Band, der (frühen) Eli Young Band, Wade Bowen & Co. angekommen. Was wir zu hören bekommrn, ist ein ganz wunderbares, Southern-umwehtes, von durchweg herrlichen Melodien durchzogenes, schön knackiges, dabei wie Öl runtergehendes, überaus Gitarren-betontes Roots-/Americana-/Countryrock-Gebräu, das sich mit seinem aus vielschichtigen, transparent und saftig klingenden Gitarren bestimmten, flockig angenehmen, dennoch natürlich rootsig klingenden Sound geradezu magisch in unsere Ohren schlängelt. Trotz aller Harmonien, ist die erdige, texanisch-rockige "Red Dirt"-Note allgegenwärtig. Nach einem knapp 1 1/2-minütigen, richtig kraftvollen, satten, absolut Southern Rock-affinen Full Band E-Gitarren-Intro, hallt gleich zu Beginn des Albums die erste "Knaller"-Nummer aus den Boxen. "Burn me" ist ein hinreißend melodischer, genauso knackiger, wie flockiger, einen sofort in seinen Bann ziehender, prächtiger Roots-, Americana,- Countryrocker, wie man ihn eben in dieser Form und Qualität nur von unseren geliebten "Red Dirt"-Hochkarätern in und um Taxas und Oklahoma zu hören bekommt. Der Bann ist gebrochen, der Funke springt über, die Band hat uns erreicht und nimmt uns mit auf einen herrlich lockeren Trip in das Reich ihres so angenehmen, musikalischen Fundus'. Ob etwa das von lässigen, schönen Gitarrenlicks bestimmte, wunderbare "Love/Hate", das traumhaft melodische, abermals mit tollen Gitarrenlinien verzierte "Muse", die in ein feines Southernflair eintauchende, mit vielschichtigen Gitarren und einem dezenten Orgel-Background inszenierte Americana-Ballade "All of you", das rockig riffige "Maybe", der dynamische, kräftig rootsige, frische Southern-/Countryrocker "I can't hear you", bis hin zu dem exzellenten, wunderschönen Finaltrack "With you", die zu Beginn sehr hoch aufgelegte Meßlatte wird im weiteren Verlauf dieses tollen Albums zu keiner Phase gerissen. Klasse Songs, klasse Musiker, klasse Band, die herrlichen Harmoniern und Melodien, das dezente Southernflair, die Red Dirt-Roots - alles passt prächtig zusammen. Das Gesamtpaket stimmt einfach! Willkommen Shea Abshier & The Nighthowlers im erlauchten Kreis der Red Dirt-Elite und Gratulation zu diesem prächtigen, zweiten Album!

Das komplette Tracklisting:

1. Intro - 1:26
2. Burn Me - 3:27
3. Up Against - 3:33
4. Muse - 3:37
5. Love/Hate - 3:40
6. All Of You - 3:18
7. Time And A Half - 3:06
8. Maybe - 3:59
9. Hot Mess - 3:34
10. I Can't Hear You - 4:06
11. With You - 5:26

Art-Nr.: 9822
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Burn me
Up against
Love/Hate
All of you
Maybe
I can't hear you
With you

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Bentley, Dierks - live & loud at the fillmore ~ dvd [2007]
Drei mega-erfolreiche Alben (zwei davon bereits mit Platin-Status), mit dem aktuellen Werk "Long Trip Alone" und den bislang daraus ausgekoppelten Singles selbstverständlich auch wieder Dauergast in den Billboard-Charts - umso erfeulicher also, daß die bereits im Beileger der letzten CD angekündigte Live-DVD nun auf dem Markt ist. Ein tolles Konzert! Knackig, erfrischend, dynamisch, handwerklich perfekt umgesetzt - Bentley und seine ausgezeichnete Band präsentieren ihr prächtiges, genauso traditionell verwurzeltes wie zeitgemäßes New Country-Repertoire mit viel Elan und der entsprechenden Würze, die ein solches Live-Erlebnis benötigt, damit der Funke auch richtig überspringt. Und er springt über! Kein Wunder, denn Bentley liebt es live zu spielen. Mit fast dreihundert Konzerten im Jahr zählt er zu den absoluten "Tour"-Junkies der Country-Szene. Das hier in brillantem Dolby 5.1 Surround Sound mitgeschnittene Event fand am 10. Juni 2006 während der "Locked and loaded"-Tour im imposanten, prall gefüllten Fillmore Auditorium von Denver/Colorado statt. Wie schon auf dem aktuellen Album gelingt Bentley auch live mühelos der Spagat zwischen klassichen Honky Tonk-Traditionen, toughem Outlaw-Flair, jugendlicher Frische, lässigen Countryrock-Strömungen und einem beherzten Texas-Feeling. Seine ihn begleitenden Musiker beherrschen ihr Handwerk meisterlich. Ganz hervorragend beispielsweise immer wieder das glänzende Zusammenspiel von Gitarrist Rod Janzen und dem überragend agierenden Steeler Tim Sergent. Doch der von den "Massen" umschwärmter Star ist natürlich jederzeit Dierks Bentley selbst (wirkt rein äußerlich wie eine Mischung aus Billy Currington und Keith Urban), der sich schweißtreibend durch das 20 Stücke (inkl. Zugaben) unfassende Programm singt und spielt (Akustik- und Rhythmus-E-Gitarre). Trotz einer übermächtig wirkenden Schar weiblicher junger Fans, die den Protagonisten geradezu zu vergöttern scheinen, läuft die Veranstaltung dank Bentleys sympathischer, allürenfreier, publikumsnaher Art jederzeit in einem klar auf die Musik fokussierten Rahmen ab, auch wenn er das "Bad in der Menge" sichtlich genießt. Nach einem kurzem Instrumental-Intro (schön hier das rockige E-Riff von Janzen) legt Dierks direkt mit seinem Hit " A Lot Of Leavin’ Left To Do" los und erreicht mit dem Dancehall-tauglichen Heuler "Domestic, Light And Cold" ein erstes Stimmungshoch. "Forget About You" mit schönem Heartland-Flair, "Free And Easy (Down The Road I Go)", der flockig knackige Countryrocker vom aktuellen Album mit klasse Banjo-Spiel des vielseitigen Tim Sergent, sowie der schöne, trockene Countryblues "Settle For A Slowdown" mit herrlichen Telecaster-/Baritone-Einlagen stellen schnell die hohe instrumentelle Qualität der gesamten Truppe unter Beweis, die durch die für den Rhythmus-Background verantwortlichen Steve Misamore (Drums) und Robbie Harrington (Bass) vervollständigt wird. Das großartige "Every Mile A Memory", die erste Single von "A Long Trip Alone" (am Ende u. a. beim Bonus-Material auch als Videoclip beigefügt) bildet dann noch einen Farbtupfer, bevor mit "Good Man Like" und "My Last Name" ein lupenreines, akustisches und viel umjubeltes Bluegrass-Intermezzo eingestreut wird (Janzen an der Mandoline, Sergent am Banjo, Harrington am Upright-Bass). Auch das ein Indiz für die Wandlungsfähigkeit und das große Können aller beteiligten Musiker. Der Sidepunkt der Stimmung wird allerdings bei "Come A Little Closer" (Mädelschwarm Bentley lässt sich wie einst Garth Brooks auf dem Rücken durchs Publikum tragen) und dem saustarken "What Was I Thinkin’" (mit deftigem Instrumentalabschluss, Sergent diesmal mit glänzender Dobrovorstellung) zum Ende des Hauptprogramms erreicht. In der Zugabe gibt's dann u.a. noch die berühmte Rodney Crowell-Nummer "Ain't Livin' Long Like This" und den Johnny Cash-Klassiker "Folsom Prison Blues" zu bewundern, die auf seinen Studioalben natürlich nicht zu finden sind. Eine klasse Show! Als Bonusmaterial erhält man dann neben den bereits erwähnten Videoclip noch eine Photogallerie und einen feinen "Behind the scenes, Footage of Dierks on Tour"-Film. Dierks Bentley ist einer der wohl wichtigsten Vertreter der neuen, jungen Country-/New Country-Generation, der für seine langwierige, akribische Arbeit mit vielen Auszeichnungen und Erfolgen schon jetzt zu Recht belohnt wurde. Auch dieses tolle DVD-Live-Dokument wird seine Stellung in Nashville, und vielleicht sogar darüber hinaus, weiter manifestieren. Die DVD ist "code-free" und somit auf jedem DVD-Player abgespielbar! (Daniel Daus)

Hier nochmal die komplette Tracklist:
1.Lot of Leavin' Left to Do
2.Cab of My Truck
3.How Am I Doin'
4.Domestic, Light and Cold
5.Forget About You
6.Free and Easy (Down the Road I Go)
7.Settle for a Slowdown
8.Every Mile a Memory
9.Wish It Would Break
10.Can't Live It Down
11.Good Man Like Me
12.My Last Name
13.Long Trip Alone
14.My Love Will Follow You
15.So So Long
16.Come a Little Closer
17.What Was I Thinkin'
18.Ain't Livin' Long Like This
19.Where the Wind Don't Blow
20.Folsom Prison Blues
21.Bonus Material

Art-Nr.: 4810
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: DVD || Preis: € 16,90

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Blue Water Highway Band - things we carry [2015]
Neues, hell funkelndes Juwel in den texanischen Red Dirt-/Roots-/Americana-/Countryrock-Gefilden: Die Blue Water Highway Band mit ihrem wundervollen, mit durchweg fantastischen Songs in edlen Melodien bestückten Debütalbum "Things We Carry". Wenn schon ein alter, mit allen Country-Wassern gewaschener Recke wie Multiinstrumentalist und Produzent Lloyd Maines Sätze wie "The Blue Water Highway Band is the best new band that I’ve heard in years. Their vocals are spot on and their writing is smart and thoughtful. They’re very serious and impressive musicians’" von sich zum Besten gibt, kann man mit absoluter Sicherheit davon ausgehen, dass den musikbegeisterten Hörer etwas ganz Besonderes erwartet. Maines ist natürlich auch mit seinem unverwüstlichen und unnachahmlichen Pedal Steel-Spiel auf diesem Werk als Gastmusiker (neben weiteren illustren Leuten wie Cindy Cashdollar, Warren Hood oder John Ginty) mit von der Partie. Die kreativen Köpfe der Band sind Zack Kibodeaux (vocals, acoustic guitar) und Multiinstrumentalist Greg Essington (vocals, guitars, piano, banjo, mandolin, accordion), die den Löwenanteil des Songwritings erledigt haben. Hinzu kommen Catherine Clarke, die mit den typisch texanischen Harmoniegesängen im Stile einer Kacey Musgraves zu gefallen weiß, ein weiterer Alleskönner Zach Landreneau (piano, rhodes, banjo, accordion,, dobro, synth chamberlin) sowie die Rhythmusfraktion, bestehend aus Kyle Smith (bass) und Daniel Dowling (drums, percussion). Produziert hat in einem schön transparenten, unaufdringlichen und ‚organisch‘ gehaltenen Sound, David Butler. Anhand der ganzen aufgeführten Instrumente kann man bereits erkennen, dass viel Wert auf ein überaus variables Musizieren im Americana- und Country-typischen Ambiente gelegt wurde. Das zeigt direkt der hinreissend schöne, von einer traumhaften Melodie geprägte, glasklar in Szene gesetzte Opener "Hard Time Train" mit seinen feinen Mundharmonika-Einlagen und den transparenten Gitarrenklängen. Was für eine tolle Red Dirt-/Americana-/Countryrock-Nummer mit fantastischem Gesang von Zack Kibodeaux. Der Bursche singt wie eine ausdrucksstarke Kombination aus Zac Brown (Zac Brown Band) und Mike Eli (Eli Young Band) mit dem Slang der Braun-Brüder Willy (Reckless Kelly) und Micky (Micky and The Motorcars). Toll hier auch das am Ende einstzende, schnelle, grassig angehauchte Instrumentalfinish, wobei hier vor allem Maines den Bottleneck über sein Paradeinstrument fliegen lässt. Ein weiteres tolles Beispiel ist „Medicine Man“, das mit New Orleansscher Fröhlichkeit vorgetragen wird und dann mittels eingebundener Horn Section mit einer furiosen Dixieland-Bridge noch einen oben drauf setzt. Die wohl radiofreundlichsten Tracks sind das wunderbar melodische, flockig lockere Stück "City Love, City Loose" (gurgelnde Orgel, tolle Harmoniegesänge, klasse Harp-Solo), das viel Southern-Esprit versprühende "How I Broke Your Heart", die beide auch gut in das Repertoire eines Rob Baird passen würden, oder der wunderschöne Titelsong "Things We Carry", der dezent etwas an die einstigen Sons Of The Desert erinnert. Für ganz großartige Momente auf diesem Album sorgen die Texaner zudem mit ein paar herausragenden Balladen, wie zum Beispiel mit dem rootsigen, staubigen "Greytown" (klasse Orgel, tolle Mandolinen-Ergänzungen), dem voller Melancholie schwer seufzenden "My Blue San Antone" (Orgel, Piano, Banjo), dem in Klagemanier gebrachten, folkigen "Voice In Ramah" (live im Studio eingespielt, starkes Mandoline-Solo, klasse Harmonies), oder dem sehr atmosphärisch, in einem klassischen Piano- und Cello-Gewand vorgetragenen, mit fast sakral anmutenden "Ohohoh"-Gesängen umwobenen, ganz feinen "Q To Cortel You", bei denen sich Kibodeaux vor allem als exzellenter Storyteller erweist. Was für ein Talent! Stücke wie das mit einem schöne Gypsy-Flair behaftete "Oh Seraphim!" (klasse Steel, schöne Fiddle), der leicht bluesig stampfende "Working Man"-Song "John Henry" oder das flockige "The Running" (Piano, Orgel, klasse Harmonies von Clarke, prima E-Gitarren-Solo) sorgen immer wieder für viel kontrastreiche Abwechslung. Alles Beschriebene mündet in den glorreichen Abschluss "Highway To Glory", bei dem die Band voller Fröhlichkeit und Intensität noch mal das texanische Countryterrain beackert. Da wünscht man sich im Geiste irgendwo mit den Protagonisten bei einer kühlen Flasche Bier (oder mehreren) zusammen am abendlichen Lagerfeuer mit Blick auf einen Canyon zu sitzen und sich einfach von ihrer stimmungsvollen Musik berauschen zu lassen. Eine großartige Truppe, was für talentierte Jungspunde! Das grandiose Debüt "Things We Carry" der Blue Water Highway Band ist ein Füllhorn mit Stoff für Liebhaber anspruchsvoller Roots-/Country-/Americana-/Red Dirt-Sachen in Richtung von Interpreten wie Rob Baird, der Eli Young Band, den Turnpike Troubadours, Sons Of The Desert, der Josh Abbott Band, Reckless Kelly, Micky and The Motorcars, The Band Of Heathens & Co. Auf den Punkt bringt es die ebenfalls spielerisch sehr versierte Gastmusikern Cindy Cashdollar (Baritone Weissenborn, Lap Steel), die das Treiben der BWHB so zusammenfasst: "Round bounded music, with contemporary drive". Diesem Statement können wir uns nur ehrfurchtsvoll und Kopf nickend anschließen. Ganz sicher einer DER Geheimtipps des Jahres 2015! Tolles Cover Artwork übrigens (mit eingelegtem Textbooklet) wieder mal von den Dodd Sisters (Backstage Design). Eine famose Vorstellung der Blue Water Highway Band! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Hard Time Train - 5:43
2. City Love, City Lose - 4:22
3. Oh Seraphim! - 3:57
4. Greytown - 4:51
5. Medicine Man - 3:48
6. How I Broke Your Heart - 5:00
7. My Blue San Antone - 5:34
8. John Henry - 4:00
9. The Running - 4:36
10. Voice in Ramah - 4:43
11. Q to Cortel You - 3:06
12. Things We Carry - 4:49
13. Highway To Glory - 4:01

Art-Nr.: 8965
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Hard time train
City love, city lose
Oh Seraphim!
Greytown
Medicine man
My blue San Antone
The running
Things we carry

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Canada & the Departed, Cody - hippielovepunk [2015]
Yeah! Cody Canada rockt wieder - straight und ohne Schörkel. Mit dem dritten Album seiner neuen Band "The Departed" kehrt die Red Dirt-Ikone zu seinen Wurzeln zurück. "Hippielovepunk" fühlt sich an als sei seine frühere Band Cross Canadian Ragweed mit all ihren Trademarks auferstanden, dazu mit der neuen Frische der Departed-Musiker, allen voran Keyboarder Steve Littleton, der sich prächtig mit Canada's rauem Lead Gitarren-Spiel ergänzt. Konsequenter, erdiger, kraftvoller und satter, ungemein lebendiger,mit würzigen Southern Rock-, Heartland Rock-, Countryrock- und Boogie Rock-Zutaten gespickter Red Dirt Guitar-Rock, wie er nur im Südwesten der USA rund um Texas und Oklahoma gespielt wird. Cody Canada & the Departed mit einem "rattenscharfen" Red Dirt-Ritt!

Das komplette Tracklisting:

1. Comin To Me - 3.51
2. Inbetweener - 3.57
3. Easy - 4.09
4. Revolution - 3.14
5. Back Closer - 4.22
6. Got It - 5.17
7. Great Big Nothin - 4.00
8. Maker - 4.42
9. Stay - 3.57
10. Boss Of Me - 4.21
11. All Nighter (+ hidden track) - 8.41

Art-Nr.: 8786
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Comin' to me
Inbetweener
Easy
Revolution
Got it
Boss of me
All nighter

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Chambers, Sean - the rock house sessions [2013]
"One hell of an album"! Der begnadete "guitarslinger" Sean Chambers aus North Fort Myers im US-Bundesstaat Florida beglückt die Bluesrock-Gemeinde mit einem irre starken Album! Das renommierte britische "Guitarist Magazin" führt den ehemaligen Hubert Sumlin-Sideman (von 1998 - 2003 war er dessen Bandleader und Lead Gitarrist) unter den "Top 50 blues guitarists of the last cenmtury" auf - welch eine Ehre. Doch hört man diesen "Hexer" spielen, wird einem klar, warum dieser Bursche von vielen Experten so eingeschätzt wird. Er kann es locker mit allen Größen des Genres aufnehmen, von Johnny Winter bis Stevie Ray Vaughan. Aufgenommen in Kevin McKendree's Rock House Studios in Nashville zelebriert Chambers hier mit seiner famosen Studiocrew, bestehend vorwiegend aus Tommy MacDonald am Bass, den ehemaligen Stevie Ray Vaughan & Double Trouble-Organisten Reese Wynans (der das Album auch produzierte) und dem saustarken Tom Hambridge am Schlagzeug, sowie einigen weiteren, namhafte Gästen (z. B. Rob McNelley bei einigen Tracks an der zweiten Gitarre) ein geradezu mitreissendes, esplosives Gitarren Bluesrock-Feuerwerk zwischen Texas-bound, Delta-style, Southern-rooted. Chambers, übrigens auch ein hervorragender Sänger, brilliert mit genauso virtuosen, wie emotionalen Gitarrenläufen, fast immer unterlegt von Reese Wynans brillantem Orgelteppich, der den ohnehin schon voluminösen Sound noch mehr verstärkt. Das Zusammenspiel der beiden ist grandios. Ein herausragendes Beispiel dafür ist der höllisch abgehende Volldampf-Boogie "Since I've been down" (Hambridge gibt mit seinem "Killer"-Drumming einen furiosen Takt vor), bei dem sich's Wynans (erinnert gar an Großtaten von Deep Purple's legendärem Tastenkönig Jon Lord) und Chambers mit wechselnden Soli so richtig geben. Das ist das pure Feuer! Das Songmaterial ist ohnehin von vorn bis hinten klasse. Ausfälle findet man nicht. Neben einigen Eigenkompositionen sowie Stücken von seinen Nashville-Kumpels, hat sich Chambers auch 3 exzellente Coversongs ausgesucht, die er ganz wundervoll interpretiert: Zum einen Gary Moore's seeliges "Holding on", das hier voller Southern Soul mit dezentem Gospelflair (großartige, weibliche Background-Gesänge) vorgetragen wird (grandiose Sologitarre von Chambers, wohl dosierte, effiziente Bläser-Fills), dann eine kraftvolle, packende Fassung des von Willie Mitchell und Earl Randle geschriebenen Songs "Come to Poppa", den Bob Seger auf seinem "Night moves"-Album bekannt machte, und als Schlußtrack des Albums noch einen kochenden, puren Rock'n Roll-Aufguß von Alvin Lee's (Ten Years After) "Choo Choo Mama", bei dem die Truppe, inklusive Chambers, noch mal richtig aufdreht. Doch auch der Album-Opener ist gleich ein Knaller: Sean Chambers und Kollegen setzen mit "World on fire" sofort die Bluesrock-Welt in Flammen. Ein treibender, übrigens von Rick Vito komponierter "Rockin' Blues" voller fetter, fleischiger Gitarren und ebenso kraftvoller Orgel-Einsätze. Der Meister lässt gleich ein furioses Solo vom Stapel. Klasse auch das perfekt integrierte Harpspiel von TJ Klay. Schon nach disem Auftakt ist man von der "Mugge" gefangen und weiß, dass wirklich nichts mehr schief gehen kann. Herrlich beispielsweise auch die traumhafte Bluesrock-/Southern Rock-Ballade "Meant to be", die mit ihrem Spirit und ihrer großartigen Melodie sofort solche Bands wie Stevie Ray Vuaghan's Double Trouble, Storyville oder die Arc Angels in Erinnerung bringt. Stark hier die Harmonie von Gitarre, Orgel, Klavier und Gesang. Das harte, aber ebenfalls sehr eingängige "Money in a minute" ist dann wieder ein krachender, straighter Bluesrocker voller kochender, massiver Gitarren und tierischer Orgel-Ergänzungen. Dampft aus allen Poren! Seam Chambers und seine exzellenten Mitstreiter liefern uns mit diesem Album einen brillanten Output von den "Rock House Sessions" in Nashville. Das ist lebendiger Bluesrock der allerfeinsten Art. Tolle Musiker, tolle Songs, tolles Album! "If you like your blues blazin’ hot, the Sean Chambers Band will definitely light your fire"! Jawohl!

Das komplette Tracklisting:

1. World on Fire - 5:07
2. Since I've Been Down - 4:21
3. Healing Ground - 4:36
4. Meant to Be - 3:55
5. Come to Poppa - 4:50
6. Your Love is My Disease - 3:13
7. Holding on - 4:09
8. Just for the Thrill - 4:33
9. Money in a Minute - 4:04
10. It Hurts to See You Go - 4:34
11. Choo Choo Mama - 4:35

Art-Nr.: 8429
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
World on fire
Since I've been down
Meant to be
Come to Poppa
Holding on
Money in a minute
Choo Choo Mama

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Crow Band, Bart - desperate hearts [2008]
Welch ein Fortschritt! Großartig! Das zweite Album der texanischen Bart Crow Band ist schlichtweg ein "Countryrock-Hit", der einfach runter geht wie Öl! Als die Truppe mit ihrem klasse Debüt "Finally" vor rund zwei Jahren voller Unbekümmertheit die Texas "Red Dirt"-/Countryrock-Bühne betrat, prophezeiten wir bereits, wie auch einige andere Experten, dass hier einer der vielversprechendsten, neuen Szene-Acts heranwachsen würde ("Texas’ next rising star is born...")! Das Album verkaufte sich tierisch gut, die Single "Wear My Ring" hielt sich über zwanzig Wochen (!) in den Texas Music-Charts ("a song that just won’t go away", äußerte sich seinerzeit Jason Boland dazu) und deren Nachfolger "Driftin’ In The Wind" ergatterte 2007 sogar einen Platz unter den 10 meistgespielten Stücken im Texas Music-Radio. Ein toller Erfolg, der nun mit dem zweiten Album der Band neue Höhen erreichen dürfte, denn dieses Werk ist nochmal um Längen stärker als der Vorgänger! Apropos "Driftin' in the wind": Aufgrund des großen Erfolges entschied sich die Band kurzerhand diesen Song für das neue Album gleich noch einmal einzuspielen, diesmal noch frischer, noch dynamischer, noch besser! Ein Traum-Countryrocker mit einer tollen Melodie, irgendwo angesiedelt zwischen No Justice und besten Restless Heart-Tagen! Man spürt direkt die exzellente Handschrift des neuen Produzenten Mack Damon (bekannt für seine musikalische Vielseitigkeit), der in seinen Rhapsody Street Studios in San Antonio,Texas den Schritt vom zuweilen etwas unausgereift wirkenden "Demotape-Charme" des Erstlings zu einem satten, voller Transparenz steckenden, klaren, moderneren Sound mit Bravour vollzogen hat, ohne der Band dabei ihre Unbekümmertheit, Zwanglosigkeit und Ursprünglichkeit auch nur ansatzweise zu nehmen (in diesem Punkt ist die "Red Dirt"-Fangemeinde eh besonders sensibel). Nein, es stimmt jetzt einfach alles! Bart Crow's humorvoller Kommentar hierzu: "The first time I heard our very first record right off the mixing board I thought it was the best thing that ever happen to the planet. Boy did I have a lot to learn”. Die musikalische "Öffnung" für ein breiteres Publikum wird im Verlauf der weiteren zwölf Stücke konsequent durchgezogen. Es gibt mit dem wunderbaren "St. Valentine" eine Fremdkomposition aus der Feder von Jason Boland (erinnert gar ein wenig an eine texanische Abwandlung des Dylan/Byrds-Klassikers "Mr. Tambourine Man"), ein Stück aus der Feder des Lead Gitarristen Paul Russell ("Back Down" - herrlicher, leicht southern-angehauchter, lockerer Countryrocker mit markantem, flockigem Stratocaster-Spiel und am Ende mit einem starken Retro E-Gitarren-Solo), zwei klasse Nummern aus der Kombination Paul Russell/Bart Crow ("Change" - politischer Text, dezent psychedelisch angehaucht und schön roostig, sowie "Tami“ - lässiger New Country-Rock/-pop, melodisch im Stile von Sister Hazel mit leicht "nasalem" Gesang), doch der übrige Anteil der Songs wurde vom Bandleader im Alleinregie geschrieben. Schnell und deutlich bemerkt man die Weiterentwicklung, die Bart Crow auch beim Songwriting vollzogen hat. Die Stücke wirken viel ausgefeilter, vielseitiger, reifer und auch in Text und Musik deutlich komplexer und frischer strukturiert. Hervorragend die von einer wunderbaren, Gänsehaut erzeugenden Melodie durchzogene Ballade "Hollywood", durchströmt von toller Stratocaster-E-Gitarren-Arbeit und glänzenden, weiblichen Background Vocals von Fallon Franklin, wobei nicht einmal vor einem ganz dezenten Streicher-Einsatz zurückgescheut wird, der aber deutlich durch ein am Ende eingestreutes, vorzügliches E-Gitarren-Solo jeder Zeit in Schach gehalten wird. Auf dem Fuße folgt mit "Understand" ein weiterer "Kracher", der diesmal als erste Single ausgewählt wurde. Das Stück erinnert in seiner Lockerheit an Sachen von No Justice oder Wade Bowen. Bei diesem herrlichen, zum Mitwippen anregendem Gitarren-Rhythmus und dem zum Mitsingen animierenden, eingängigen Refrain, wird selbst der gefühlsmäßig kälteste Eisblock in rasender Schnelle zum Schmelzen gebracht. Wir sind uns sicher, dass dieser Song noch so manche Cabriofahrt auf den texanischen Highways begleiten wird. Absolut hitverdächtig! "Roses" und die texanische, fröhliche Countrynummer "Once A Day" (mit sirenenartigem Fiddle-Spiel von Nick Worley) pendeln irgendwo zwischen Randy Rogers, Pat Green und Django Walker. Der Titelsong "Desperate Hearts" glänzt mit einem recht rockigen Ambiente, wie man es beispielsweise von der Ryan Bales Band oder auch etwas "braveren" (was wir in diesem Zusammenhang alles andere als negativ meinen) Cross Canadian Ragweed her kennt. Das melodische, sehr rhythmisch dargebotene "New York" (klasse Harmoniegesänge) geht ähnlich wie "Understand" wieder direkt in die Beine und das abschließende, traumhaft schöne "Forever" (mit großartiger Steelguitar-Einlage von Bobby Flores) beendet balladesk den Reigen von ausnahmslos herrlichen Countryrock-Stücken, ohne eine einzige Schwachstelle zu offenbaren. Die Songs machen einfach Laune, was auch Kyle Hunt, ein texanischer Musiker-Kollege Crow's, treffend reflektiert: "Bart Crow’s sound reflects his personality, it is what he is, unique, laid back, real and fun. The songs just make you wanna sing along.” In der tat bleiben diese Nummern einfach wunderbar in den Ohren hängen. Bart Crow und seinen Freunden ist mit "Desperate Hearts" ein Riesen-Album gelungen. Dank des neuen Produzenten Mack Damon und einer genauso professionellen wie unbekümmerten, frischen, vor allem Dingen sehr ausgereiften Leistung der Band ist ein weiteres Kleinod texanischer Roots-/New Country-/Countryrock-/"Red Dirt"-Musik entstanden, das die Fans in Windeseile in ihr Herz schließen werden. Hier scheint eine steil nach oben gerichtete Entwicklung angesichts ihres enormen Potenzials (wie bei der Randy Rogers Band) beinahe vorprogrammiert. Die Bart Crow Erfolgsgeschichte geht weiter! Ein tolles Album! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 5586
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Driftin' in the wind
Back down
Understand
Sweet imitations
Desperate hearts
Forever

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Donahew, Casey - all night party [2016]
Hammerstarkes 6. Studioalbum von Casey Donahew! Herrlich, wie diese Songs ins Ohr gehen und losrocken. Das ist satter, knackiger Countryrock ala Cross Canadian Ragweed, Reckless Kelly, Will Hoge oder der frühen Eli Young Band, offeriert dabei aber auch eine gewisse Nashville New Country(rock)-Kompatibilität, was wir an dieser Stelle als ausschließlich positiv verstanden haben wollen, denn auf die momentan in Music City angeagten, hippen Mainstream-Spielereien wird gänzlich verzichtet. Hier wird schnörkellos geradeaus und mit absolut traumhaft schönen Melodien das "Country" gerockt" - und der unwiderstehliche, rootsige, staubige, texanische Red Dirt-Spirit ist dabei allgegenwertig. Die angesprochene Nashville-Kompatibilität ist eine logische Konsequenz des Aufnahmeprozesses, denn "All night party", eingespielt ohne Casey's übliche Casey Donahew Band, wurde in Nashville mit dortigen Genre-Größen aufgenommen. Nachdem die beiden Vorgänger "Double-Wide Dream" und "StandOff" unter den Top-10 der Country Billboard Charts gelandet waren, geht der beliebte, aus der Nähe von Fort Worth stammende Künstler damit nun den Weg, den zuvor auch andere Interpreten wie die Randy Rogers Band, Wade Bowen oder die Eli Young Band aus dem Red Dirt-Zirkel beschritten haben. Er begab sich für die Einspielung seines neuen Werkes "All Night Party" quasi in die 'Höhle des Löwen'. Im Gegensatz zu seinen o. a. Kollegen, hat er sich aber nicht von einem Major-Label vereinnahmen lassen, sondern mit dem solventen und großzügigen Thirty Tigers Vertriebslabel im Rücken, das Donahew schon lange begleitet, die Variante einer Eigenproduktion gewählt, um jederzeit die Oberhand über seine Musik zu behalten und seine kontinuierlich, in gesundem Maße, gewachsene, mittlerweile aber doch immense Fan-Basis (vor allem in Texas) nicht vor den Kopf zu stoßen. Dieser Spagat, ist ihm, um es vorwegzunehmen, prächtig gelungen. Er hat mit Josh Leo einen exzellent zu ihm passenden Produzenten engagiert und mit der Creme de la Creme der Nashville-Studiomusiker (Nir Z - drums, Steve Mackay - bass, Tony Harrell - keyboards & accordion, Bobby Terry -acoustic guitat & banjo, Kenny Greenberg und Rob McNelley - guitars, sowie Aubrey Haynie - fiddle & mandolin) ein Star-Ensemble gefunden, das sich wunderbar auf seine Art zu Musizieren einließ und gleichzeitig mit seinem ungemeinem handwerklichen Können ganz neue Ebenen eröffnete. Leo und sein Team haben an Donahews Sound nur marginal und ganz unmerklich gefeilt und ihm einfach nur deutlich mehr Frische, Drive, Kraft, Saft und Klasse beschert. Der fluffige, dennoch sehr knackige und eingängige Opener "Kiss Me" stellt für Donahew, mit seiner ersten, national veröffentlichten Single, ebenfalls ein Novum dar. Ein sehr melodischer und von einer markanten Banjo-Linie untermalter Red Dirt-Song, der auch in den Radiostationen Nashvilles auf offene Ohren stoßen sollte (lustig: seine texanische Live-Begleitband musste sich, laut einem Interview, extra ein Banjo für diesen Song neu zulegen). Auch das vom Hitschreiber-Duo Jon Nichols und Craig Wiseman kreierte sommerlich launige "That Got The Girl" (grooviges Piano und Orgel) dürfte große Chart-Ambitionen haben. Ansonsten belässt es der Protagonist bei seinen Eigenkompostionen, in seiner ureigenen Art zu performen: Mit "What Cowboys Do" gibt es einen kraftvollen Red Dirt-Countryrocker mit Western-Appeal, "Feels This Right" und die Fortsetzung seiner White Trash-Lieder, "White Trash Bay" bieten ebenfalls wunderbar knackigen Stoff, "College Years" ist eine sehr melodische, euphorische Rückbesinnung an alte Zeiten, die grandiose, hinreissend in Szene gesetzte Tex-Mex-Ballade "Josie Escalido" kommt in toller Gestaltung mit Mariachi-Trompeten, Akkordeon, Mandoline und spanischer Akustikgitarre, und der fantastisch ins Ohr gehende "Country Song" ist einfach nur die pure Countryrock-Wonne. Den absoluten Kracher gibt es dann mit "Going Down Tonight" als Rausschmeißer am Ende. Ein wüster, dreckiger und angriffslustiger Southern Rocker, bei dem der auch ansonsten alles überragende E-Gitarrist Kenny Greenberg (was für großartige und auf den Punkt gebrachte Einlagen und Soli) und seine Mitstreiter nochmal alles aus sich herausholen. Grandios hier auch die an Bekka Bramlett erinnernden sexy und frech gesungenen Uuh und Aah-Backs (die ausführende Dame ist in den Credits leider nicht genannt) - was für eine Rakete. Toller Song! Casey Donahews Trip nach Nashville ist exzellent gelungen. Mit "All Night Party" könnte diesmal der ganz große nationale Wurf gelingen. Versient hätte er es wirklich. Ein wunderbarer Kompromiss aus knackigem, ehrlichen New Country(rock) und traditionellem Donahew-typischen Texas Red Dirt. Das vielleicht beste Album des Texaners bisher. Große und lange Donahew-Feier-Nächte dürften damit vorprogrammiert sein! "So let's party all night long (with Casey Donahew)"! (Daniel Daus / Jürgen Thomä)

Das komplette Tracklisting:

1. Kiss Me - 3:28
2. Country Song - 3:08
3. College Years - 3:04
4. What Cowboys Do - 3:50
5. Feels This Right - 3:18
6. That's Why We Ride - 3:03
7. That Got the Girl - 3:36
8. Josie Escalido - 5:20
9. White Trash Bay - 3:09
10. Going Down Tonight - 3:18

Art-Nr.: 9257
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Kiss me
Country song
College years
What cowboys do
That's why we ride
Josie Escalido
Going down tonight

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Einhouse, Aaron - it ain't pretty [2016]
Herrlicher, wunderbar rootsiger, zuweilen gar mit ein wenig Blues- und Southern Rock-Flair umwehter, prächtig in Szene gesetzter Americana, Americana-Rock und Country Rock aus Texas - natürlich mit dem unwiderstehlichen, erdigen, den "Red Dirt-Staub" am Stiefel klebenden Flair, wie man es eben nur im "Lone Star State" erlebt. Großartig! Der aus Austin stammende, bisher wohl nur Insidern bekannte Aaron Einhouse veröffentlicht mit "It Ain't Pretty" schon sein viertes Album und dürfte jetzt endgültig richtig durchstarten. Was für eine tolle Musik, was für eine grandiose Stimme! Stücke wie Townes Van Zandts "To Live Is To Fly" und Jerry Jeff Walkers "Getting By" bei der Beerdigung seines Onkels waren einst die Initialzündungen für Aaron, sich ebenfalls der Musik und dem Songschreiben zu widmen. Auch anderer Künstler aus diesem Dunstkreis, wie Guy Clark, Steve Earle, John Prine und Texas-Urgestein Walt Wilkins waren seine Inspiration. Heute ist die Musik und das Songwriting seine Mission. Dem Ziel, eines Tages zu der ganz großen Zunft des Genres zu gehören und es seinen Helden glich zu tun ist er mit seinem neuen Werk, bei dem er sämtliche Tracks praktisch im Alleingang komponiert hat (nur bei zwei Stücken assistierten ihm Johnny Chops, der Bass-Spieler der Randy Rogers Band und Hal Ketchum), ein ganz großes Stück näher gekommen. Da gerät sein Mentor und Freund Walt Wilkins regelrecht ins Schwärmen: "Aaron is a true son of Texas, poetry, and the open road. He has an eye and a feeling for the human condition and his fellow man, and a stage presence that a bunch of us would trade for. There is a deep sensitivity in his songs, as well as humor and pathos. He’s as real as the places and folks he writes and sings about, and I’m looking forward to the next songs.” Das von vorn bis hinten exzellente Songmaterial kommt in einem schön "saftigen", zumeist mit tollen Gitarren in Szene gesetzten, erdigen, kraftstrotzenden, aber auch flüssigen und überaus melodischen gewand. Ea passt alles zusammen. Noch beeindruckender als Aarons starke kompositorischen Fähigkeiten ist zweifellos sein unglaublich charismatischer Gesang. Seine Stimme wirkt wie eine bestechende Symbiose aus Reckless Kellys Willy Braun, Robert Earl Keen und Jack Ingram. Schon nach den ersten Kostproben seines vokalen Könnens beim satten, brodelnden, Harp-getränkten, bluesigen, southern-swampigen Red Dirt-Rootsrocker "Dancin'" zum Auftakt Tolle Slideguitar-Licks, gut nach vorn gehender Drive), weiß man, dass hier etwas ganz Besonderes auf einen zukommt. Der Song wurde übrigens zu Beginn und Ende von Soundschnipseln aus dem Film "Apocalypse Now" eingerahmt. Die Idee dazu hatte Erik Herbst (Eli Young Band, Kyle Bennett Band, Sam Riggs), der dieses tolle Werk auch in einem, herrlich zu Einhouses "Röhre" passenden, sehr kraftvollen Sound produziert hat. Der Kontakt zwischen beiden war übrigens durch das Management von Sam Riggs zustande gekommen. Herbst sorgte in seinem "Panhandle House"-Studio dazu mit Leuten wie Tony Browne, Lucas Copeland, Jonathan Baulista, Tim Harris (klasse Harp-Performance), Bradley Knight, Bryan Brock, Milo Deering (mal wieder mit tollem Steel-Spiel) und Drew Womack (Harmony vocals) für ein exzellentes Musiker-Ensemble. Stück Nr. 2, das saustarke "That's What You Get" stampft unvermindert "schroff", in bester, kerniger Southern Rock-Manier (tolle E-Gitarren-Riffs, ein brennendes Solo, bluesige Harp-Fills) durch die texanische Peripherie, bevor mit dem Titelstück "It ain't pretty" erstmals ein enig das Bremspedal betätigt wird. Eine wunderbare Ballade, bei dem Aarons Stimme natürlich besonders wirkt, dazu gibt es herrliche Electric Slide-Gitarren- und feine Orgel-Klänge. Auch das folgende, mega-lässige, retro-behaftete "Like Rock'N 'Roll" fährt titel-untypisch in eher ruhigeren Rootsrock-Gewässern. Erinnert stark an The Band. Klasse auch hier das prächtig passende Slide-Spiel mit schönem Solo. Beim wunderbaren "My Susannah" erneut großartige Slide-Linien, tolle Melodie) trauert Einhouse seiner nicht mehr nach Hause zurückkehrenden Verflossenen reumütig hinterher. Toller Red Dirt-/Rootsrock-/Countryrock-Stoff! Das flotte, flüssige, knackige, eingängige "The Richest Man" bietet klassisches Country-Storytelling. Klasse hier die E-Gittaren-Enlagen und Deerings heulende Steel. Mit "Thinking Of You" folgt eine bluesig-soulige Southern-Ballade, Einhouses pathos-getränkter Gesang sorgt für Gänsehaut. Herrlich! "On & On" mit seinem markanten E-Slide-Führungsriff erinnert ein wenig an Red Dirt-Stoff mit Reckless Kelly-Note. Das furiose "The Fall Of Eli Wilde" (wundebar knarzig gespielt und launig gesungen) wird so manche Honkytonk-Spelunke stimmungsmäßig zum Sieden bringen. Am Ende gibt es mit "I'm Done" nochmal Country-trächtigen, balladesken Singer/Songwriter-Stoff. Einhouse legt sich noch mal richtig ins Zeug. Eine heulende Bariton-E-Gitarre, eine hallende Orgel und glänzende Harmoniegesänge vollenden diesen voller Inspiration performten, kraftvollen Song. Ein mitreißender, regelrecht packender Abschluss. Aaron Einhouse legt mit "It Ain't Pretty" ein echtes "Pfund" in die texanische Waagschale. Ein Album, das mehr als nachhaltige Wirkung hinterlässt. "Pretty damn Texas Roots-/Americana-/Country Rock at it's very best"! Toller Typ, dieser Aaron Einhouse! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Dancin' - 3:34
2. That's What You Get - 2:49
3. It Ain't Pretty - 3:44
4. Like Rock n Roll - 3:45
5. My Susannah - 4:11
6. The Richest Man - 3:58
7. Thinking of You - 4:08
8. On & On - 3:45
9. The Fall of Eli Wilde - 2:57
10. I'm Done - 3:02

Art-Nr.: 9181
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Dancin'
That's what you get
It ain't pretty
Like Rock'N Roll
My Susannah
The richest man
The fall of Eli Wilde

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Foster, Radney - this world we live in [2006]
Vier Jahre sind bereits wieder ins Land gezogen, seitdem uns die eine Hälfte des einst in Nashville so erfolgreichen Duos Foster & Lloyd mit dem tollen "Another Way To Go" so begeistert hatte. Untätig war ein Mann dieses musikalischen Formates in der jüngeren Vergangenheit allerdings nicht. So produzierte er beispielsweise die Randy Rodgers Band, schrieb Songs für Größen wie u. a. Keith Urban, die Dixie Chicks oder Kenny Chesney, und, und, und! Hier ist sie nun endlich, die neue, einmal mehr ganz hervorragende Scheibe des ohne Zweifel zu den besten texanischen Songwritern zählenden Radney Foster: Wunderbarer, rootsiger Texas-Country/Alternate Country/Countryrock/Americana vom Allerfeinsten mit einem tollen, schön trockenen, auf den Punkt genau produzierten, angerauten, "gritty" Sound! Zehn neue Stücke, alle aus seiner Feder, zum Teil in Kooperation mit exzellenten Co-Writern, wie Blue Dogs-Frontmann Bobby Houck, Jack Ingram oder Darrell Brown, mit dem er sich auch die Produktionsarbeit teilte. Bediente er sich bei seiner letzten Scheibe noch einer Menge Begleitmusiker aus dem schier unerschöpflichen "Nashville-Pool", so versammelte er diesmal eine tolle, namhafte Band langjähriger Freunde um sich, wie Drummer Charlie Drayton und den "alten" Westcoast-Haudegen Waddy Wachtel (Linda Ronstadt; Warren Zevon, James Taylor, John David Souther, Ronin, Bob Dylan) an der E-Gitarre (beide haben schon auf Keith Richard’s Solo-Alben zusammen gearbeitet), Session Bass-Veteran Bob Glaub (u.a. Jackson Browne) und dem Keyboarder Rami Jaffe, vielen sicher nicht nur als Mitglied der Wallflowers ein Begriff. Mit an Bord sind auch wieder der starke Slide-Gitarrist Mike McAdam und ein weiterer Klassemann an der E-Gitarre, Adam Shoenveld, der etatmäßig bei Big & Rich die Saiten bedient. Und um es nochmal klar herauszustellen: Radney Foster ist schlichtweg wieder ein Sahneteil gelungen. Dem leicht Stones-infizierten, Slide-angerockten, rootsigen, trockenen "Drunk On Love" folgt mit "Sweet And Wild" ein wunderbar melodischer Americana-Midtemposong. Bei beiden Songs glänzt neben der starken instrumentellen Umsetzung Sarah Buxton mit ihrer klasse Stimme im Background, die gegen Ende der Stücke mit in den Vordergrund tritt. Die Ballade "The Kindness Of Strangers" lebt von Foster’s starker Akustikgitarrenarbeit, toller atmosphärischer Cello-Untermalung und einem bewegend geschriebenem und gesungenem Text. Ganz große Klasse! Der anschließende, exzellente, forsche Retro Country-Rocker "Big Idea" (erinnert stark an alte Foster & Lloyd-Hits) reißt einen regelrecht aus der poetischen Welt des Vorsongs, und bildet den gelungenen Vorläufer zum Center-Song des Gesamtalbum’s, "Half Of My Mistakes". Was für eine herrliche Melodie! Auch hier wieder ein toller Text, der Menschen dazu ermutigt, viele Dinge im Leben einfach zu riskieren, auch wenn mal etwas schief laufen sollte. Der Lerneffekt und viele positive Dinge, die sich trotzdem daraus entwickeln, sind laut Foster nicht zu unterschätzen. Den gleichen Song hat vor geraumer Zeit fast ebenso gut Jace Everett auf seinem Erstling, allerdings etwas mainstreamiger, interpretiert. Bei Radney Foster wirkt das Stück etwas kantiger, zurückhaltender und einen Schuss introvertierter. Starke Slide-Arbeit hier vom bereits erwähnten Mike McAdam. "New Zip Code" (mehr balladesk) und "Prove Me Right" (wäre auch durchaus von der Randy Rogers Band oder Chris Knight coverbar) liefern wieder etwas leichter verdauliche, überaus melodische Gute Laune-Kost, letzteres in durchaus Nashville-kompatibler, radiotauglicher, wenn auch leicht rootsiger Country-Manier, voller Hooklines, die ein wenig an Radney’s Frühwerke erinnern. Stark hier die angenehmen Fiddle-Fills. Eine weitere "Killer"-Ballade folgt mit "Fools That Dream". Im Background diesmal die zauberhafte Kim Richey, die auch beim Vorgänger schon ihre Stimme zur Verfügung gestellt hat. Zum Abschluss folgt dann noch mal ein herrlich locker dahinfließender, super-melodischer Alternate Country-/Roots-/Americana-Song, den Foster zusammen mit Jack Ingram komponiert hat. Neben dem eingängigen Rhythmus und den lässigen Drums stechen hier die immer wieder eingestreuten und punktgenauen Stratocaster- und Slide-Fills im harmonischen Wechselspiel heraus. Klasse Orgelarbeit auch vom Rami Jaffe. Das Stück hält einen noch Minuten nach Ende der CD regelrecht gefangen. Ein würdiger Abschluss eines wieder einmal großen Albums! "This World We Live In" etabliert und festigt Radney Foster's Platz in die Riege der heutigen, wichtigen, ganz großen texanischen Singer-Songwriter im Country-/Americana-Bereich nachhaltig. Durch und durch beeindruckende und fesselnde Musik! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 4063
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 7,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Big idea
New zip code
Prove me right
Fools that dream
Never gonna fly

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Gilbert, Brantley - the devil don't sleep ~ deluxe edition [2017]
2 CD-Set! Deluxe Version! Der in Jefferson/Georgia geborene Brantley Keith Gilbert gehört zweifellos zu den erfolgreichsten Künstlern der neuen, jungen Mainstream-Riege Nashville's. Warum das so ist, bestätigt und untermauert er mit seinem soeben erschienenen, neuen Werk "The devil don't sleep", das wir in der um eine "fette", 10 Tracks enthaltende Bonus-CD erweiterten Deluxe-Ausgabe anbieten, nachdrücklich. Ein großartiges Album!

Hier in Auszügen der Review des feinen, von uns sehr geschätzten "Sounds Of South"-Webzines:

Mit Brantley Gilbert kommt im neuen Jahr der erste ‚Big Player‘ der Nashville-Szene aus den Startlöchern und das direkt mit einem Paukenschlag. Der 32-jährige lässt mit „The Devil Don’t Sleep“, einem 26 Stücke umfassenden Sahneteil, in der aus zwei Silberlingen bestehenden Deluxe-Version, die Messlatte für seine nachfolgenden Kollegen schon mal in eine beträchtliche Höhe legen. Das beeindruckende vor allem ist, dass der aus Jefferson, Georgia, stammende Bursche auf seinem vierten Studio-Longplayer, bis auf einen Track, auch kompositorisch omnipräsent war (entweder alleine oder mit diversen namhaften Co-Writern), was man in der Zunft auf diesem Niveau, sicherlich nicht als gewöhnlich bezeichnen kann. Hut ab für diese kreative Leistung, auch angesichts der absolut beeindruckenden Ergebnisse seiner Schöpfungen! Die ‚Haupt-CD‘ mit satten 16 Songs wurde wieder, wie schon beim Vorgänger, von Dann Huff produziert und auch Gitarren-mäßig begleitet. Als Musiker wurde eine Mixtur aus Brantleys Live-Band (Jess Franklin, Stephen Lewis, BJ Golden, etc.) und arrivierten Studio-Musikern wie u. a. Ilya Toshinsky (mit starkem Akustikgitarrenspiel), Chris McHugh oder Charlie Judge von Huff zusammengestellt, die dem Sänger einen kräftigen, aber sehr transparent abgemischten Soundteppich erzeugten. Die Stücke beinhalten einen gelungene Melange aus Midtempo-Stücken (meist mit markanten Powerrefrains – hier direkt als bestes Beispiel der starke Opener „Rockin‘ Chairs“), einigen atmosphärischen Balladen („Smokin‘ Gun“, das herrlich mit Akustk- und E-Gitarren, sowie hallender Orgel instrumentierte „We’re Gonna Ride Again“ oder das kammermusikartige „Three Feet Of Water“ – mit Gordon Mote am Piano, Jonathan Yudkin am Cello), und ein paar swampigen Southern Rock-Krachern, wobei sich die, der Arbeiterklasse gewidmete Feier-Single „The Weekend„, mit Platz 14 bereits in Richtung Top Ten aufgemacht hat. Das Album, wird, da braucht man keine hellseherischen Kräfte zu entfachen, ebenfalls ganz oben anklopfen. Die Bonus-CD enthält weiteres Demo-Material von Brantley, wobei man bei den fünf weiteren Studio-Songs kaum Unterschiede zu Vollversionen feststellen kann. Auch diese hätten problemlos in die Haupt-CD eingebunden werden können. Differenzen sind eher marginal in der etwas gedämpfteren Produktion (4x Brantley, 1 x Dann Huff) und am mehr Stratocaster-orientierten Spiel der anderen Gitarristen (u. a. Jedd Hughes, Jeff King, Adam Shoenveld) auszumachen. Klasse hier das melancholische „Closer That We’ve Ever Been“, bei dem als einzigem Track, eine von Bruce Bouton gespielte Steel Gitarre integriert wurde. Dazu kommen noch fünf Lieder, die live im monumentalen Red Rocks Amphitheater in Denver, Colorado, aufgenommen wurden. Die offerieren die ganze spielerische Wucht seiner Begleit-Truppe. Kreischendes Publikum, Brantley als toller Sänger und redseliger Stimmungsmacher natürlich im Mittelpunkt, mit „Grown Ass Man“ eine mit Akustik-Slide begleitete Bühnen-Premiere, seine Hits „Hell On Wheels“ und „Kick It In The Sticks“, on top noch eine Pathos- und Patriotismus-getränkte Version von Hank Williams jrs. „Outlaw Woman“ (mit integriertem „Dixie“). Gänsehaut-Live-Atmosphäre pur. Fazit: Brantley Gilbert, glänzt auf „The Devil Don’t Sleep“ mit einer umfassenden Vorstellung, die seine Ambition, sich in den Spitzen-Positionen in der Riege junger wilder Kollegen wie Justin Moore, Eric Church, Jason Aldean & Co. zu manifestieren, deutlich untermauert. Schön, dass er sich hier, im Gegensatz zum Vorgänger „Just As I Am„, wieder etwas mehr in Richtung Country-/Southern Rock bewegt. Eine absolute Vollbedienung in Sachen starker Musik, sowie eine echte Ansage an seine Konkurrenz, die sich allerdings vermutlich nicht zur Ruhe betten wird…!
(Daniel Daus / www.sounds-of-south.de)

Das komplette Tracklisting:

CD 1:
1. Rockin‘ Chairs - 4.08
2. The Ones That Like Me - 3.25
3. The Weekend - 3.08
4. You Could Be That Girl - 3.48
5. Smokin‘ Gun - 3.39
6. Bro Code - 3.13
7. It’s About To Get Dirty - 4.29
8. Tried To Tell Ya - 3.42
9. In My Head - 3.43
10. Way Back - 3.39
11. Baby Be Crazy - 3.31
12. Outlaw In Me - 3.28
13. Bullet In A Bonfire - 4.22
14. The Devil Don’t Sleep - 3.45
15. We’re Gonna Ride Again - 4.40
16. Three Feet Of Water - 3.53

CD 2:
1. At Least We Thought It Was (Demo) - 3.45
2. I’ve Been There Before (Demo) - 3.48
3. Against The World (Demo) - 3.50
4. Closer Than We’ve Ever Been (Demo) - 4.22
5. You Promised (Demo) - 5.10
6. Read Me My Rights (Live at Red Rocks) - 4.20
7. Hell On Wheels (Live at Red Rocks) - 4.23
8. Grown Ass Man (Live at Red Rocks) - 6.51
9. Outlaw Women (Live at Red Rocks) - 8.00
10. Kick It In The Sticks (Live at Red Rocks) - 4.16

Art-Nr.: 9377
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

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Los Lonely Boys - revelation [2013]
Die fabelhaften Garza-Brüder, aka Los Lonely Boys, begeistern uns mit einem exzellenten, neuen Album. Herrliche Songs voller wunderbarer Melodien, heisser Grooves und fantastischer Musikalität (tolle, satte Gitarrenarbeit) stehen auf dem Programm. Elektrisierender, temperamentvoller, aber auch sehr eingängiger Texas-Rock-, Rootsrock-, Latino-Rock-, Bluesrock, diesmal auch einem Hauch von Texas-Countryrock (man nehme nur den wunderbaren, von dem bei insgesamt 3 Titeln involvierten Radney Foster mitkomponierten Opener "Blame it on love", ein dynamischer, knackiger Tex Mex-Countryrocker vom Allerfeinsten), dessen Funke sofort überspringt. Die grenzenlose Spielfreude der Truppe ist permanent spürbar. Kein Wunder, dass sie auch im Jamrock-Circuit äusserst beliebt sind. Eine weitere, absolute Meisterleistung der Los Lonely Boys!

Das komplette Tracklisting:

1. Blame It on Love - 3:26
2. Give a Little More - 4:03
3. It's Just My Heart Talkin' - 3:29
4. There's Always Tomorrow - 4:04
5. So Sensual - 3:45
6. Familia - 3:23
7. Don't Walk Away - 3:43
8. Can't Slow Down - 3:16
9. Dream Away - 3:21
10. The Greatest Ever - 3:16
11. Rule the World - 3:16
12. Everything About You - 3:32

Art-Nr.: 8448
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Blame it on love
Give a little more
So sensual
Familia
Can't slow down
Dream away
Rule the world

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Mathus, Jimbo & The Tri-State Coalition - white buffalo [2013]
Rural Guitar-Rootsrock, Americana, Mississippi Swamp-Rock, Delta-Blues, Alternative Country Rock, Hill Country Blues, Southern Soul - welcher dieser Bezeichnungen man für die mitreissende Musik dieser begnadeten Truppe auch verwenden mag, es passt immer. Jimbo Mathus und seine Band The Tri-Star Coalition (die Burschen kommen aus den drei verschiedenen U.S. Bundesstaaten Arkansas, Missouri und Mississippi) nennen es schlicht "Catfish Music". Sie legen mit ihrem neuen Album "White buffalo" geradezu ein Meisterwerk amerikanischer Roots-Musik hin. Mathus war der Kopf der sehr bekannten, mittlerweile aufgelösten, verrückten "Hyper-Ragtime" Rock-Formation Squirrel Nut Zippers, doch von seiner Herkunft und musikalischen Natur her ist der Mann aus Mississippi ein überaus produktiver, genialer Songwriter für durch und durch authentische "born-in-the-bone Southern music", ein Fahnenträger für die Kultur und die Mythologie des Südens. Genau das setzt er mit seiner fantastischen Band (neben Jimbo Mathus: lead vocals, lead guitar, mandolin sind das Matt Pierce: Telecaster guitar, Eric Carlton: keyboards, Terence Bishop: bass und Ryan Rogers: drums) auf beeindruckende, packende Art und Weise um. Jimbo Mathus beschreibt den "Tri-Stste"-Sound als "a true Southern amalgam of blues, white country, soul and rock'n roll". Besser kann man's nicht ausdrücken. Und die Musik der Truppe hat richtig Feuer. Bestimmt wird sie vorwiegend von einem sehr transparenten, vielschichtigen Gitarrensound, immer wieder kongenial ergänzt durch Orgel- und/oder Piano-Untermalungen und einer knackig troscken agierenden Rhythmusfraktion. Es herrscht ein vorwiegend raues, durchaus dreckiges, zuweilen aber auch sehr natürliches, frisches Ambiente, gepaart mit wunderbaren Melodien, das durch eine exzellente, sehr klar abgestimmte, "tighte" Produktion perfekt in Szene gesetzt wird. Verantwortlich dafür zeichnet niemand Geringerer, als Roots-König Eric "Roscoe" Ambel (u.a. the Del Lords, The Yayhoos, Steve Earle). Es muss aber auch einen Heidenspass gemacht haben, dieses umwerfende Songmaterial ins richtige Licht zu rücken. Gleich die erste Nummer, "In the garden", ist ein Knüller: Trockene, wunderschöne Mandolinen-Riffs erklingen, Jimbo's ungemein inspirierter, ausdrucksstarker Gesang setzt ein und langsam kommt die ganze Band ins Rollen. Wir hören ein großartiges Akkordeon, dreckige E-Gitarren, dazu flüssige Telecaster-Linien, ein gewisses Soul- und Gospel-Flair und einen tollen, swampigen Groove. Southern-/Delta-/Rootsrock, der einen unwiderstehlich in seinen Bann zieht. Im Verlauf des Albums haut die Truppe dann einen Haufen krachender Rocker raus, wie etwa das fulminante, schwer kochende Titelstück "White buffalo", ein von massiven E-Gitarren (lichterloh brennendes, dreckiges Solo) und fetter Orgeluntermalung bestimmter Volldampf Roots-/Southern-/Bluesrocker, der gar einen Hauch von Hendrix verbreitet (allerdings auf Mississippi-/Roots-Terrain), oder das an die Georgia Satellites, aber auch an die North Mississippi Allstars erinnernde "Fake hex", besticht aber auch mit einigen hinreissnden (Alternative)Countrynummern, wie zum Beispiel das grandios arrangierte "Poor lost souls", das klingt, als sei es einer imaginären, gemeinsamen Session von Hank Williams, Johnny Cash, Gram Parsons und The Band entsprungen (tolle Akkordeon-Klänge, schöne Mandolinen-Fills und herrliche, "mehrstimmige" Gitarrenlinien). Bärenstark auch die knackige, erdige Ballade "Tennessee walker mare" mit ihrer großartigen Melodie, Mathus' tollem, angerauten Gesang und einem Gitarrenbreak, das gar an The Allman Brothers Band zu erinnern scheint. Es ist alles gesagt und doch wiederholen wir uns gerne noch einmal: Jimbo Mathus & The Tri-State Coalition's "White buffalo" ist schlichtweg ein Meisterwerk. Das ist sie, die grandiose, fesselnde "Catfish"-Musik des amerikanischen Südens!

Als Beispiel, wie dieses großartige Album in den Staaten aufgenommen wird, hier noch, für die, die es interessiert, die ausführliche, begeisternde Besprechung von Brian Robbins, vom renommierten und hoch geschätzten Webzine "jambands.com" im Original:

In 2011, I wrote a review of Jimbo Mathus’ Confederate Buddha album, referring to the music on it as “rooted deeply in Mathus’ beloved Mississippi Hill Country, but the messages contained within the dozen tracks came from – and reach out to – some place far, far away.” My feelings about Confederate Buddha still stand – it’s a hell of a piece of work. But let me tell you something right now, folks: I don’t know what sort of gris-gris Mathus and his Tri-State Coalition (bassist Ryan Rogers, drummer Terrence Bishop, keyboardist Eric Carlton, and guitarist Matt Pierce) called upon during the recording of White Buffalo, but they have conjured up some mighty, mighty fine tunes.
You don’t have to wait for the magic to take hold: Mathus’ sweet mandolin ushers in “In The Garden” while Jimbo doles out some philosophy and advice – rolled in flour and pan-fried to a golden brown by the Coalition, who fall in behind him midway through the first verse. Carlton’s accordion infuses the tune with a Delta vibe; Bishop and Rogers keep the beat simmering somewhere between the Scottish Highlands and a Tibetan mountaintop; Pierce pilots his Telecaster through some amazing twists and turns; and through it all, Mathus’ brave little mando carries the torch that lights the song’s soul. The White Buffalo is off and running.
The best way to get to the core of what this album is all about is to dive right into the middle of the beast: the amazingly eclectic-yet-perfectly-united trifecta of “White Buffalo”, “Hatchie Bottoms”, and “Fake Hex”. The title tune comes roaring out of the speakers with enough force to make you duck your head – all rolling and a’tumbling drums and ga-wooping bass and wailing guitars and flashes of wild-ass voodoo funk ::: JIMI! ::: but there’s not a Cuban heel nor bit of tie-dye in sight; this is flannel-shirted and raggedy-blue-jeaned get-down-to-it psychedelia – as real as the button missing on that there thermal t-shirt, my friend. No sooner has the wild-colored dust and vapors and cymbal sizzles from “White Buffalo” settled than a gently-strummed acoustic guitar wraps its loving arms around you and takes you to “Hatchie Bottoms”. “In 20 and 10 I went back home again to the funeral of my Uncle Bobby …” sings Jimbo – and by the time the rest of the band has fallen into step, you are headed home as well, feeling every ounce of sweet and mournful ache ::: HANK! ::: that Jimbo and the boys lay on you. There’s hardly enough time to wipe your eyes before “Fake Hex” takes off, gee-tars all snapping and biting and chasing their tails in total Some Girls -era Stones glory ::: KEITH! ::: and it’s a hell of a mess Jimbo’s singing about (“Ever since I knew ya, you ain’t brought me nuthin’ but heartache”) but when they go roaring off into the wham/crash/wail of the bridge at 1:37, you’re helpless to do a thing except dance, dance, dance.
And that’s when you realize that what these crazy/talented bastards have managed to pull off is capturing the spirit of some sort of ::: JIMI! ::: HANK! ::: KEITH! ::: HOLY ROCK ‘N’ ROLL TRINITY – not by doing killer impressions or relying on plastic studio-created ambience … no, no, no. What Mathus and the Coalition have done is slow-boiled rock ‘n’ roll right down to its syrupy goodness, and then played it with every ounce of their collective beings – in a big ol’ room with big ol’ mics and a big ol’ vibe.
Sun Studios had it. Big Pink had it. The Basement Tapes and Motel Shot had it. And White Buffalo has it – a function of Mathus’ Delta Recording Service in Como, MS (an old high-ceilinged grocery store converted to a studio – that still shares a building with the local post office); a function of producer Eric “Roscoe” Ambel’s total grasp of who these players are and what they want to do; and a function of the players themselves knowing who they are and what they want to do.
Settling into White Buffalo is like hanging out in a cool old house where every chair is comfy; it’s chock full of moments to burrow into. Mathus’ and Matt Pierce’s harmonized guitar spirals on “Tennessee Walker Mare” are the sweetest you’ve heard since Dickey and Duane made the sun shine on “Blue Sky” while “Run Devil Run” will make the hair stand up your arms and have you brushing swamp vines out of your face that aren’t there.
“(I Wanna Be Your) Satellite” is a neat mix of crunch and velvet – a garage with a Wall Of Sound in the back. The boys lay down passages of cool doo-wop between the growled/yelped sing-‘em-like-you-feel-‘em verses. Eric Carlton’s cheesy-toned organ is the perfect glue; Ryan Rogers’ bass repeatedly builds the tune’s tension up and keeps things on edge; and pay attention to the start-stop-start drum roll that Terrence Bishop goes into at the 1:50 mark – one of the coolest bits of just-right-and-no-more rock rhythm laid down since Mickey Waller’s roll between the first and second verses of Every Picture Tells A Story. (Don’t take my word for it – go look it up.)
“Poor Lost Souls” is another tune whose words are of today, but whose soul comes straight out of an old AM radio speaker with Hank Williams doing the testifying for Mother’s Best Flour: “She’s just a lump of coal/but she could have been a diamond.” (Pierce tickles and prods his Tele into everything from Bakersfield ticky-tick rhythms to heartbreaker pedal steel-ish twang.) “Self?” is a study in introspection, honesty, and crunchy guitars; “Useless Heart” is more of the same – only different. Jay Bennett would’ve loved it.
Interplanetary honky tonk? Born-in-the-bone Americana? Yes and yes – and a few dozen other descriptions would fit, as well. It matters not what you call it, though – Jimbo Mathus and the Tri-State Coalition are playing your song.
Too early to start this year’s “Best Of” list? Nope. And White Buffalo is an easy pick.
(Brian Robbins/jambands.com)

Die komplette Tracklist:

1. In the Garden - 2:56
2. (I Wanna Be Your) Satellite - 2:39
3. Tennessee Walker Mare - 4:53
4. White Buffalo - 3:10
5. Hatchie Bottoms - 3:26
6. Fake Hex - 2:21
7. Poor Lost Souls - 3:42
8. Self? - 2:09
9. Run Devil Run - 4:02
10. Useless Heart - 3:37

Art-Nr.: 8033
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
In the garden
Tennessee walker mare
White buffalo
Fake hex
Poor lost souls
Self?
Useless heart

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Ryan, Mike - night comes falling [2012]
Der Quell hoch talentierter Musiker aus dem Red Dirt-Umfeld in Texas sprudelt unaufhörlich weiter. Gut so! Einer der neuen Hochkaräter der Szene ist der junge Mike Ryan aus Denton/Texas, der mit "Night Comes Falling" ein tolles Red Dirt Country-/Countryrock-Album im allerbesten Stil solcher Kollegen wie Rob Baird, Randy Rogers Band, No Justice, Josh Abbott Band , Eli Young Band, Bart Crow, Wade Bowen & Co. hinlegt. Klasse Songs, wunderbare Melodien! Es ist schon wirklich verrückt, wie viele eigenständige junge Künstler diese Musiksparte immer wieder neu hervorbringt! Mike Ryan hat nach seinem abgeschlossenen Studium an der University of North Texas sich musikalisch Stück für Stück weiterentwickelt. Nachdem er 2010 den "95.9 The Ranch Pickin’ Party" Singer/Songwriter-Wettbewerb unter 80 Mitbewerbern für sich entscheiden konnte, ging es zunächst für eine EP ins Studio. Ryan gab selbstkritisch zu, dass er übernervös war und das Endergebnis trotz erster Single-Erfolge in den Texas Music Charts noch nicht das "Gelbe vom Ei" war. Mittlerweile ist er beim führenden Szene-Label Smith Entertainment unter Vertrag und für seinen ersten Longplayer "Night Comes Falling" passt dann aber auch alles zusammen. Mike ist an sechs der insgesamt elf Tracks kompositorisch beteiligt, aber auch bekannte Songwriter und Musiker wie Adam Hood, Blue Sanders, Billy Montana, Drew Copeland (Sister Hazel), Casey Twist (Stoney LaRue Band) und Clint Igersol haben neue Titel für ihn beigesteuert. Nicht zu vergessen das eher noch "unbeschriebene Blatt" Devin Kleinfelder, der bei vier sehr starken Stücken involviert war. Aus seiner alleinigen Feder stammt "Should I", das Lied mit dem wohl größten Hitpotential auf diesem Album (Flair der typischen Lynyrd Skynyrd-Balladen, Refrain mit hohem Wiedererkennungswert, emotionale Steelbegleitung, 2 tolle E-Gitarren-Soli, schöne weibliche Background Vocals von Kylie Rae Harris). Ryan setzt auf seinem CD-Debüt auf Abwechslung und viel Atmosphäre bei durchgehend angenehmen Melodien. Der herrlich flockige, melodische Opener "The Cold One" liegt dabei irgendwo zwischen Rob Baird und Randy Rogers. Die von Jeremy Watkins in allen Variationen gespielte Fiddle und die Steelguitar von Roger Ray verbreitet hier, wie auch bei diversen anderen Tracks ("Prettiest Girl At The Dance", "Holding On") eine dezente, unterschwellige, rurale Countrynote. Ryan hat für sein junges Alter eine sehr anpassungsfähige Stimme und weiß in allen Tempi zu überzeugen. Stark zum Beispiel "Dance With The Angels", das mit ein wenig düsterem "The Thunder Rolls"-Flair daherkommt (Klasse Slidefills, fettes E-Gitarren-Solo). Gelungen auch immer wieder, wenn Ryan vom leitenden Grundschema des Albums zwischen Country und Red Dirt abweicht und mit kleineren Überraschungen aufwartet. "Baby Blue Jeans" ist ein richtig schön dreckiger, rhythmischer Countrystomper (E-Slide-/Fiddle-Solo), bei "My Heartbreak" setzt ein aufs Gemüt gehendes Cello und eine spanisch anmutende Akustikgitarre atmosphärische Akzente und "Little Too Long" groovt bluesig schwer im Stile der Allman Brothers bei gleichzeitiger Stratocasterbegleitung im Stile eines Robert Cray. Der hier recht kompakt gebrachte Song (E-Gitarren- und E-Piano-Solo nur sehr kurz) dürfte live sicher zu einigen Improvisationsausflügen einladen. Der Titelsong "Night Comes Falling" bietet dagegen wieder luftige Leichtigkeit zwischen Marshall Tucker und den Eagles, ebenfalls getragen von einer beschwingten Stratocaster- und Steelbegleitung, schön hier vor Allem das relaxte E-Gitarren-Solo. Am Ende beweist Mike beim sparsam instrumentoerten "Only All The Time" (nur Akustikgitarre, Hand Drums und Fiddle) noch einmal seine schon erstaunlichen Gesangsqualitäten (in introvertierter Manier eines Randy Rogers). Fazit: Tolles Newcomer-Debüt eines außerordentlichen, sehr vielseitigen Talents, mit jeder Menge Potential. Für Mike Ryan ist mit "Night Comes Falling" noch lange kein Ende in Sicht. Ganz im Gegenteil. In Zukunft ist von ihm noch so einiges zu erwarten! Und dass der Bursche schon erheblich mehr Selbstbewusstsein getankt hat, kann man an folgendem Statement von ihm über seine Produzenten Wayne Foster und Eric Delegard erkennen: "They say the first day you release your album ist the day you start thinking about the next album. For the last six to eight months I’ve been thinking about 'Night Comes Falling'. I don’t have any themes or any solid ideas, but ask me again in a month, and that will probably have changed." Auch wir sind absolut sicher, dass der nächste Streich von Mike Ryan irgendwann in naher Zukunft in Angriff genommen wird. Doch jetzt erfreuen wir uns erst einmal am vorzüglichen Debut. Starker Typ dieser junge Texaner! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. The Cold One - 3:27
2. 57 Songs - 3:39
3. Dance With an Angel - 3:28
4. Baby Blue Jeans - 2:50
5. Should I - 3:34
6. Prettiest Girl At the Dance - 3:25
7. My Heartbreak - 4:05
8. Little Too Long - 3:24
9. Holding On - 3:37
10. Night Comes Falling - 3:46
11. Only All the Time - 4:53

Art-Nr.: 8029
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
The cold one
57 Songs
Dance with an angel
Should I
Prettiest girl at the dance
Little too long
Holding on

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Zito, Mike - greyhound [2011]
Nicht nur die Experten und Kritiker in den USA sind sich einig, auch die Fans realisieren es: Dieser Mann wird immer besser! War schon das 2009 erschienene "Pear river" ein aussergewöhlich starkes Teil, so setzt er mit dem famosen "Greyhound" glatt noch einen drauf. Immer mehr entwickelt sich der famose, texanische Roots- und Blues-rocking Gitarrist Mike Zito von einem zweifellos aussergewöhnlich talentierten "hotshot blues six-stringer" auch zu einem literarischen, ausdrucksstarken Songwriter und nicht minder, mit jeder Menge Ausstrahlung und Inspiration behafteten "soulful singer", ohne dabei seinen Status eines fulminanten "badass"-Gitarristen aufzugeben. Eine mitreissende Kombination, die er auf seinem neuen Album so stark wie noch nie offenbart. Beeinflusst sieht sich Zito vorwiegend von der Musik des amerikanischen Südens und der Swamps Louisiana's, wo sich seine sizilianischen Vorfahren vor weit über 100 Jahren einmal niederließen. So passt es, dass "Greyhound" zum einen von einem deutlichen, bluesig-rootsigen Southern Rock-Flair durchzogen ist und dass er zum anderen den in New Orleans ansässigen, ebenfalls der swampigen Roots-/Blues-Musik ergebenen, grandiosen Anders Osborne als zweiten Gitarristen und als Produzenten des Albums mit an Bord hat. Die Spuren, die man auf dem Werk findet, gehen von solchen Leuten wie Danny Gatton, Eric Clapton, Jimi Hendrix und Stevie Ray Vaughan bis zu The Allman Brothers Band, genauso wie von Creedence Clearwater Revival, über John Hiatt, Bob Seger und Mark Selby, bis hin zu Indigenous und bluesigen Chris Robinson-Sachen. Auch dies suggeriert diese hier so wundervoll umgesetzte Synthese aus Roots- und Bluesrock. Das Songmaterial ist toll strukturiert und steckt voller erdiger, herrlicher Gitarrenläufe, die immer schön dreckig und "gritty" klingen, besticht aber gleichzeitig auch mit einer prächtigen Melodik und Vertrautheit. Zito's exzellente Soli und seine Gitarrendominanz stehen jederzeit klar im Zeichen der einzelnen Songs. Und, wie gesagt, die sind durchweg vom Allerfeinsten. Zu den Höhepunkten eines allerdings ohne jede Schwächen aufwartenden Albums zählen Stücke wie beispielsweise der packende Upbeat-Shuffle "Until the day I die", das gar mit alten Bad Company-/Free-kompatiblen Riffs aufwartende, straighte, aber auch von einem klasse Tinsley Ellis-like Southern-rocking-Blues-Feeling durchzogene "Judgement day", das von einem pochenden Led Zeppelin-Rhythmus getragene "The hard way", der wunderbare, pure Love Slow-Blues "Please Please Please" mit seinem grandiosen, gefühlvollen, "jazz-inflected" Gitarrensolo, der erdige Texas-Bluesrocker "Roll on" mit seinen tollen Slide-Licks, oder das wunderschöne, melodische Titelstück "Greyhound", ein fantastischer, Blues-based Southern-Rootsrocker an der Schnittstelle John Fogerty, John Hiatt, Bob Seger und Stevie Ray Vaughan, mit traumhaften Slide Guitar-Linien und einem herrlich ins Ohr gehenden Chorus. Wenn er singt: "Run away, run away/I'm leaving today/There ain't nothing like the sound/Of a lonely Greyhound", sieht man sie geradezu wie in einem kleinen Roadmovie vorm geistigen Auge vorbeiziehen, diese faszinierenden, unendlichen Weiten Texas' und der Südstaaten. Mike Zito ist in absoluter Top-Form. Mit seinem neuen Album macht er den nächsten Schritt in die richtige Richtung, um sich endgültig in den Herzen der Fans fest zu spielen. Dieser Bursche wird uns wahrlich noch viel Freude bereiten, da gibt es keinen Zweifel. So, und nicht anders spielt man würzigen, Gitarren-dominierten, southern-fueled Roots-/Bluesrock voller Soul und Inspiration. Saustark!

Das komplette Tracklisting:

1 Roll On - 4:06
2 Greyhound - 5:00
3 Judgement Day - 5:44
4 Show Me the Way - 4:14
5 The Hard Way - 4:32
6 Motel Blues - 3:54
7 Stay - 5:31
8 Until the Day I Die - 4:15
9 The Southern Side - 3:52
10 Please, Please, Please - 3:59
11 Hello Midnight - 5:25

Art-Nr.: 7470
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Roll on
Greyhound
Judgement day
The hard way
Until the day I die
Hello midnight
The southern side

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